Faschings- Nummer. Abonnementspreis: in Gießen, abgeholt monatlich 50 Bfg, in's Haus gebracht 60 Big., burch bie Boft bezogen biertel jährlich m. 1.50. Grattebellagen: Oberbeffifche Familienzeitung( täglich) Oberbeffifche Beitschrift für Landwirtschaft, Obst- und Gartenbau, sowie die Gießener Seifenblasen( wöchentlich). Das Blatt erscheint an allen Berttagen nachmittags. Dienstag, den 24. Februar 1908. Gießener 12. Jahrgana. Jusertionsprei 81 Die einfpaltige Petitgeile für Gießen wie ganz Oberbeffen, die Kreise Weslar und Marburg 10 Pfg. font 16 Big.: Reklamen die Petitgeile 39 resp. 40 fs. Bostzeitungslifte No. 8800. Redaktion und Expedition: Steken Rexenweg 28. Fernsprechaniching Ar. 369. Neuelle Nachrichten ( Gießener Tageblatt) Anabhängige Tageszeitung ( Gießener Beitung) für Oberheffen und die Kreise Marburg und Wetlar; Lokalanzeiger für Gießen und Umgebung. Enthält alle amtlichen Bekanntmachungen der Großh. Bürgermeisterei Gießen und anderer Behörden von Oberhessen. Beraatwort ich: für die Politik der kleine Nat; fi's Lokale: der 2000ste Student; für die Jaferate: der Inserent selbst. Die amerikanische Gefahr. In Washington fand die Grundsteinlegung zu der neuen Heeres- Striegsschule state in Gegenwart des Präsi denten Roosevelt, der Minister, der übrigen Behörden und ausländischen Vertreter. Präsident Roosevelt hielt dabei eine Rede, in welcher er ausführte, daß die Errichtung des Gebäudes einen großen Schritt bedeute bei der Sicherstellung der Wehrkraft des Heeres und das Gesey betreffend Schaffung eines Generalstabes ergänze. Der Lauf der Ereignisse habe die Nation in die Stellung einer Weltmacht getrieben. Die Nation have B.rpflich ungen im Westen und Often, könne ihnen aber nicht gerecht werden, wenn ihre Stimme nicht machtvoll eintreten könne für bie Sache des Friedens un der Gerechtigkeit, und diese Stimme fönne den Schutz für jene Verbindlicht i en nicht auf sich nehmen, wenn nicht deutlich verstanden werde, baß die Vereinigten Staaten den Frieden wünschen, nicht in dem Sinne eines schwächlichen Feiglings, sondern mit bem sicheren Selbstvertrauen eines gut gerüsteten Mannes. Das Bolt beginne zu verstehen, daß die Armee ebenso wie die Marine in dem Kriege in dem Maßstabe ihre Schuldigfeit tun werde, wie sie im Frieden dazu vorbereitet sei, aber Amerita habe das Recht zu erwarten, daß sie den höchsten Grab von Tüchtigkeit, den irgend eine Armee ber zivilisierten Welt besize, aufweise. Das sind stolze Worte, die beweisen, daß der Leiter der amerikanischen Politik mit Stolz durchdrungen ist über die hervorragende Rolle, die der Union in unseren Tagen auf dem Welttheater beschieden ist. Speziell wir Deutsche haben allen Grund, dieser genal igen e pan i.cu Macht gegenüber uns die vorteilhafteste Stellung zu sichern. Ueber diesen Punkt gehen uns von unserem Berliner CB. Mitarbeiter folgende beachtenswerte Ausführungen zu: Der neue deutsche Gesandte in Washington, Baron Speck von Sternburg, hat dem Berichterstatter eines Berliner Blattes mitgeteilt, daß er nach Amerika gegangen sei, um die freundschaftlichen Beziehungen zwischen beiden Staaten zu pflegen. Wenn ihm diese Aufgabe gelingen würde, so hätte er sich den Dank der Nation verdient, denn, wie die Dinge liegen, in nächster Zukunft wird das Verhältnis zwischen Amerika und Europa maßgebend sein für das politische Leben der Völker. Nur darf man nicht glauben, daß derartige rea.e Dinge mit dem Herzen und Sem Gefühl entschieden werden. Wäre das der Fall, dann hätten die Amerikaner allen Grund, sich an Deutschland anzulehnen. Uns verdanken sie viel, wenn nicht alles. Die Engländer waren ursprünglich ihre Lehns, erren. Die Amerikaner sind erst eine Nation, seitdem sie die englische Herrschaft abgeschüttelt haben. Das wäre nie geschehen, wenn die Bevölkerung nicht mit germanischen Elementen durchsäuert worden wäre. Als dann die Befreiungskriege geführt wurden, da waren es wiederum die deutschen Freiwilligen, die sich in feuriger Begeisterung an die Seite ber Amerikaner stellten. Und, wie wenn das Schicksal Amerikas mit dem Deutschtum verquickt werden sollte, hat nicht etwa das Verhalten der hessischen Truppen, di: auf englischer Seite fochten, den ganzen Krieg entschieden? Die englischen Soldaten fochten ohne Energie und ohne Geschick, aber die armen Verratenen aus Kurhessen, die ein unmenschlicher Landesfürst an England verkauft hatte, waren die Löwen des Krieges, die einzigen, die den Ameritanern Niederlagen beibrachten und Furcht einflößten. Als bei den Hessen nach einem langen Winterlager das auj das leichte Leben hinneigende Naturell durchbrach und durch eine Niederlage, bei der auf amerikanischer Seite sehr viele deutsche Truppen und Offiziere fochten, der Bann der Amerikaner gewichen war, da erst trat in jenem anfangs hoffnungslosen Befreiungskriege der Wendepunkt ein. Was hat General v. Steuben als Soldat, was hat Karl Schurz als Staatsmann, was hat der aus der Wies badener Gegend stammend: Rockefeller als Stratege des Handels und Gustav Schwab als Stratege der Produktion für Amerika getan! Aber das alles hat bei dem Spiele der Völkerinteressen kein Bedeutung. Wir werden gut mit Amerika stehen, wenn wir uns in Politik und Handel nicht die Wege freuzen. Eine politische Begegnung ernſterer Art wäre nicht zu erwarten, wenn nicht der gesamte Erdball der Schauplatz der politischen Betätigung und wenn nicht Amerika start im Angriff wäre. Nach Beendigung des chinesischen Konfliktes hat sich gezeigt, daß die neue Welt entschieden darauf ausgeht, sich in der neuesten Welt der heraufdämmernden östlichen Zivilisation einen festen Halt zu schaffen. Allen europäischen Unternehmungen gegenüber, in China festen Fuß zu fassen, hat Amerika im geheimen einen heftigen Widerstand ent gegengesezt. China hatte in jener Zeit für alle seine Ränte und Schliche eine Teckung an Amerita, das durch eine Begünstigung der Dynastie festen Fuß im Lande fassen will. Weiterhin hat Amerita offenkundig die Absicht, jede europäische Vorherrschaft in der Nähe seines Gebietes zu beseitigen. Spanien ist bereits hinausgedrängt, Auf Jamaica und in Australien predigt der amerikanische Dollar bereits die Auflehnung gegen England. In Südamerita aber beansprucht... ita bereits ein Schieds richteramt und beobachtet eifersüchtig die von europäischer Seite angeknüpften Handelsverbindungen. Im Handel aber ist es durchaus aggressiv. Fremde Einfuhr schließt es durch hohe Einfuhrzölle aus. Den europäischen Markt bedroht es, inden es dort unter Wert verkauft und indem es alle Verkehrsmittel in feine Hand bringt. Morgan hat die englischen und deutschen Schiffahrtsgesellschaften an seine Unternehmungen angegliedert, die Eisenbahnen beherrscht er bereits, und die Küstenschiffahrt sucht er zu vertrusten. Was heißt das in Wirklichkeit? Er kann die amerikanische Ausfuhr billig an die Häfen bringen, und er kann die europäische Einfuhr erschweren, indem er die Frachten der Küstenschiffe und der Eisenbahnen für deren Süter erhöht. So sehen wir, wo wir Amerika auch beobachten mögen, überall eine feindliche Tendenz der Amecikaner gegen Europa. Baron Speck v. Sternburg hat also unter schwierigen Verhältnissen sein Amt angetreten. Um so erfreulicher wäre es, wenn er seine Aufgabe zur Zufriedenheit von Kaiser und Reich lösen würde. 265. Sigung. Deutscher Reichstag. Eigener Berisht. Die Kranken- und Irrenhäuser.- Der Reichstagsabg. Antrick hot sich bekanntlich eine genaue Ueberwachung der Kranken und Irrenhäuser als Spezialaufgabe seiner öffentlichen Tätigkeit ausgewählt, und ließ deshalb seiner früheren Rede im Berliner Stadtverordnetenkollegium eine mehrstündige Reichstagsrede folgen, in der er folgende Beschwerden verbrachte: 1. die Krankenhäuser sind überfüllt, 2. das wissenschaftliche und technische Personal ist unzureichend und 3. die Behandlung der Kranken ist durchaus unangemessen. Er machte für alle Mißstände, die ihm gemeldet sind, den Staats ekretär Grafen Posadowsty verantwortlich, der aber mit großer Entschiedenheit betonte, daß die Kranken- und Irrenhäuser in Deutschland aus einer hohen Stufe stehen und daß er unmöglich für alle Einzelheiten verantwortlich sein könne. Schließlich gab er einen Ueberblick über den Stand der Erhebungen über Infektionskrankheiten. Abg. Schrader glaubt bei aller Wertschätzung des Wortes aus dem Munde des Staatssekretärs, daß die Qualifikation des technischen Personals sorgfältiger geprüft werden sollte. Der bekannte Abg. Hoffmann- Hall, der sich inzwischen von seiner Friedensrede erholt hat, besprach die Zustände bei den Krankenkassen. Während dieser Rede war die Rechte völlig abwesend, vom Zentrum waren drei Mann da; im ganzen sind einschließlich des Präsidiums, genau abgezählt, zwei Dutzend Abgeordnete im Saale. Der greise Abg. Dr. Langerhans sprach ebenfalls vor leeren Bänken und zwar behandelte er das Institut der Krankenschwestern, er macht dann auf die Zustände bei der Berliner Rettungsgesellschaft aufmerksam. Der Abg. Singer unterstüßt die Beschwerden des Abg. Antrick, ebenso der Abg. Lenzmann, der namentlich darüber Klage führt, daß der Dezernent für die Krankenund Irrenanstalten der Verhandlung nicht beiwohnt. Abg. Sachse( Soz.) begründet die von ihm beantragte Res Intion betr. Maßnahmen gegen die Wurmkrankheit. Handelsminister Möller erklärt, daß der beste Schutz gegen die Wurmfrankheit in peinlichster Sauberkeit der Bergarbeiter bestehe und teilt mit, daß eine gemischte Kommission das Ruhrgebiet bereisen werde, um die Úrsachen der Krankheit festzustellen und ihr entgegenzuwirken. 28. Sigung. Preussischer Landtag. Haus der Abgeordneten. Eigener Bericht. - Das Programm des Eisenbahnministers.- Der Eisenbahnminister rechtfertigte in einer einge henden Rede die Beweggründe seiner vorsichtigen Ta rispolitik. Eine temperamentvolle Aenderung, so führte er aus, könne unter Umständen nicht blos den Eisenbahnetat, sondern den ganzen Staatshaushalt in Unordnung bringen. Auch müsse deshalb eine gute Einnahmeziffer erzielt werden, weil sonst die Anregung technischer Fortschritte und der Ausbau des Bahnnetzes in Frage gestellt werde. Schließlich bekannte er sich zu den Verwaltungsgesehen seiner Vorgänger v. Maybach and v.. Thielen. Die Parteien waren im allgemeinen mit dem wirtschaftlichen Teil seiner Ausführungen einverstanden, während eine Fehdeansage an die sozialdemokratischen Agitatoren starten Widerspruch hervorrief. Zum Schluß wurde die Kanalfrage berührt, wobei Minister Budde mitteilte, daß er hierüber gelegentlich der konservativen Interpellation Auskunft geben werde. Er erhielt denn auch von der Linken die Zusicherung, daß er noch Schonzeit genieße. Dann wurde die Sizung bertagt. Geschichtskalender: Erster Haus- Anschluß an die Kanalisation. 1905. Gießen wird mit Klein- Linden eingemeindet. Die Bürgermeister von Wieseck, Heuchelheim und Lollar erhalten Siz und Stimme im Städtebundparlament. Erfter Spatenstich für den Bentralbahnhof Gießen. Die Blasfrage für das neue Theater ist gelöst. tabtverordnetenfisungen von Gießen werden zu täglichen Sigungen erhoben. 1906. 1907 1908. 1909. Die Die elektrische Straßenbahn Gießens genügt den Anforderungen nicht mehr; es werden Automobil wagen eingestellt. 1910. Die Betriebsübergabe des Nordbahnhofs. 1911. 1912. Das Oftroi wird zu Recht bestehend aufgehoben, die Etadt erhält dafür jährlich aus der Staatskasse 3 mal 500 000 Mt. Entschädigung. Die Wieseck wird schiffbar gemacht. Die Vieh- und Pferdemärkte Gießens werben auf Sonntags verlegt, damit mehr Rindvich aufgetrieben werden kann. 1999. Die Krameburg ift baufällig geworden und soll abgebrochen werden. Standesamtsnachrichten. Heute morgen 8 Uhr wurde im Neuenweg ein neuer Sprißling von Johannes Gutenberg aus der Taufe gehoben. Ta am Vorabend der U- berbrettl- Mensch v. Wolzogen hier gastierte, hat derselbe Patenstelle übernommen und dem neuen Weltbürger die Namen " Gießener Ueber Neueste Nachrichten" gegeben. * Giessener Cagesneuigkeiten. * Die Errichtung einer zweiten Landesuniversität soll nächste Fastnachten für Langs. dorf beschlossen werden. Söhne von Handwerkern, Professoren und Juden werden nicht zugelassen. Auf allerhöchste Entschließung und Befehl des Brinzen von Hinterbach soll die Marktstraße mit geräuschlosem Asphalt geplastert werden. Die sämmtlichen Anwohner der Nebenstraßen haben das Handwertszeug und die Arbeiter zu stellen. Die Aufsicht führt der fleine Cohn. Gießen, 24. Febr. 1908. Der Geheime at. * Ein sensationelles Brojekt wurde uns heute Morgen unter dem Siegel der Verschwiegenheit mitgeteilt. Da es aber von weitgehendster Bedeutung für unseren ganzen Verbreitungsbezirt ist, lassen wir heute einmal das Redaktionsgeheimnis Geheininis sein. Es hat sich nämlich ein großes Ronsortium gebildet, bestehend aus Gießener und Frankfurter Finanzleuten, welche von hier über Heuchelheim, Azbach und Dollar nach Wetzlar eine elektrische Straßenbahn bauen. Die Besichtigung des Geländes soll unserem Vernehmen nach schon morgen erfolgen. Der Berkehr soll besonders an Markttagen lebhaft sein. Zwed der ganzen Bahn ist die Brod, und Schweinefleischpreise mehr auszugleichen. ** Das Mainzer Polizeiamt hat in einer Bekanntmachung die Schloffer auf den§ 369 Biffer 1 des Strafgesetzbuches aufmerksam gemacht, der fie mit Strafe belegt, sobald fie ohne obrigkeitliche Anordnung oder Genehmigung des Inhabers einer Wohnung Schlüssel zu Zimmern 2c. anfertigen oder Echlöffer an denselben öffnen oder Nachschlüssel oder Dietriche verabfolgen. Darauf berlangt bie SchlosserInnung, daß man diese Bestimmung auch auf die Eisenhändler ausdehne, die vielfach Schlüffel verkaufen. ED lange nicht diese Ausnahmestellung der Eisenhändler beseitigt sei, werde eine Berminderung der Einbrüche mittels Nachschlüffel nicht eintreten. ** Biebungstage der im März stattfindenben Echlußzichung der Hessisch- Thuring. Staatslotterie sind wie folgt festgefest: 4., 5., 6., 9., 10., 12., 18., 14., 16., 17., 19., 20., 21., 23., 24. und 27.März. Beitungsmarber. Men fann vielfach darüber Alagen hören, baß Beitungsnummern von der Tür weg, wo sie die Boten hingelegt haben, gestohlen werden, und viele Beschwerden von Abonnenten find auf solchen Tiebstahl zurückzuführen. Daß ein solches Bergeh n sehr hart gfiaft wird, geht aus einem in Dresden gefällten Urtet hivor Eine Aufwärterin hatte einem Feuerwehrmann fünft Beitungsnummern gestohlen. Sie erhielt fünf Monate Geängnis und dreif Jahre Ehrverlust. Blap. Wenn die Sache gelingt, versteht jeder, was das zu bedeuten hat." Buchstaben hin. zeigte ich auf benden über die Echulter. In einen Augenblick der Kopf NikoMüllers Hand zitterte nicht, er schrieb die genannten Schelm erhob sich und fah dem Schreiden Falten des Vorhan ges und dem Bilde Alexanders Augenblicke hatte Nikolaus Popoff ganz leise die Tür geDas Porträt machte eine Wendung und legte ein in der Tür, um sich zu überzeugen, ob sie verschlossen war, Gardinen und Portieren fester zusammen, näherte fich befindliches geheimes Fach bloß. In demselben drückte auf eine Feder: 308 Mauer öffnet: Schelm. ,, Wie zu erheben?" wird aber der Miniffer mich bevollmäch ihn Geheimfonds eine so große Summe tigen, aus jenem Popoff unterbrach hören. Der Rendant Kanzleichefs die ,, Exzellenz wollen die Güte haben, mich zu Ende zu Bann achtungsvoll. zahlen, auf die Unterschrift wenn der miniſter des Hauptsache ist, die Nummer unserer Serie ift da. Und zeigt. die ist doch da, verstehst du es angenehm, daß er nur die Serie genannt hatte und seine Frau an wie ein Kind, dem man ein schönes Spielgwan Dmitritsch lächelte breit und blöde und blickte Seine Frau lächelte ebenfalls; auch ihr war sich heilte, die Nummer des glücklichen Loses zu li D Hohen Besuch. General Exc. von Madai war am| Sonntag bis Montag hier zum Besuch, hatte im Hotel Großherzog" Wohnung genommen und am Abend mit dem neuen Regimentsfommandeur und noch einigen Offizieren im " Hessischen Hof"( Restaurant Kaltwasser) diniert. ** Die Tagesordnung für bie nächste StadtverordnetenBersammlung, welche Donnerstag den 26. Februar, nachmittags 4 Uhr stattfindet, ist folgende: 1. Mitteilungen. 2. Baugesuch des Karl Dorfeld zu Wieseck für die Marburgerstraße. 3. Herstellungen im Bürgermeistereigebäude. 4. Anlage von Fußsteigen in der Landgrafenstraße. 5. Ausbau der Moonstraße; hier: Straßenauffüllung durch Weißbindermeister Johannes Schäfer. 6. Gesuch der Adolf Deutscher Chefrau wegen Errichtung eines Selterswafferhäuschens in der Frankfurterstraße. 7. Beitritt der Stadt zur Hessischen Bereinigung für Volkskunde. 8. Desgl. zur MathildenStiftung für Oberheffen. 9. Gesuch hiesiger Handelsgärtner, Gemüsehändler 2c. die Zulassung auswärtiger Verkäufer auf dem Wochenmarkt betr. 10. Besuch hiesiger Handelsgärtner, Abänderung der Bochenmarftordnung betr. 11. Roteliefe rung für die Provinzialfiechenanstalt. 12. Ründigung des Rohrmeisters Rettweiler. 13. Erweiterung der Straßenbeleuchtung. 14. Beschaffung von 2 Wandwinden für das Elektrizitätswert. 17. Anschluß des Elektrizitätswerkes an das Gasrohrnez. 18. Rabelverlegung in der Schott- und Steinstraße. 19. Rechnung der Armenfasse für 1901/02. abgeschlossene Wette die Passanten zählen, welche zwischen 11-12 dort durchkommen. Wie es fam, man weiß es noch nicht, kurz die Studenten hatten gerade die doppelte Zahl als der mitzählende Wirt.( Wir vermuten, daß die betr. Musensöhne alles doppelt sahen. D. R.) + Junggesellen Abschied. Im Restaurant zur langen Nase am Lahnufer sollte gestern am Stammtisch Jungest len= Abschied gefeiert werden. Als um 12 Uhr nachts der betr. Herr noch nicht erschienen war, trat bei den geladenen Säften eine Erregung ein, und zwar in solchem Maße, daß dieselben aufbrachen und durch die Gartenstraße nach der Löberstraße( inbogen und dort die Fenster der rechts liegenden Häuser mit Eteinen demolierten.( Hoffentlich ist es der umsichtigen städtischen Polizei gelungen, dic Ruhe störer festzunehmen. Die Schrft). ** Großer Baumfrevel. In der Nähe der neuen Kliniken hat ein Gartenbefizer seine Bäume absch.... laffen, da ihm von anderer Seite dieselben doch herausgemacht werden sollen. ** Einsendungen für die nächste Nummer wolle man im Interesse des Blattes und des Humors sofort uns zukommen lassen. Aus Hessen und nachbargebieten. ** Großen- Linden. ** ** Brähistorisches. Alen unseren Befern ist es wohl Hier hat sich eine Lebensver bekannt, daß jest burch berufene Persönlichkeiten Aussicherungsgesellschaft für Eisenbahnbeamte gebildet. Kirch- Göns. Die erst neu errichtete Haltestelle grabungen nach Altertümern, teils germanischen, teils römischen Ursprungs, borgenommen werden. Im Volte frequentiert ausgezeichnet. Unser Gewährsmann von dort schreibt, daß man die Haltestelle in nächster Zeit nennt man diese Leute spöttisch Schatgräber. Daß aber durch diese Ausgrabungen die Wissenschaft durch vielleicht schon zur Station erheben will. die Funde, die gemacht werden, vieles Material findet, bas nachweist wie unsere Vorfahren gelebt haben, be weist, daß unserem Museum im alten Rathause viele sehr interessante Sachen zugewiesen wurden. Vergangene Woche wurde im alten Feld nun abermals Grabungen vorgenommen und wurde da eine Marmortafel mit folgender Inschrift gefunden: NJ- X SWISS WAS MER NIT AMOL TRUMPF SCHÄDT NIX IN DER MITT SCHINDT MER NIT DER HAM IS DENHAM DUMS ZEIG IS DUMS ŽEIG KJE, BITZ GJLT NJX DE VJENTE MANN UNNERN TISCH." ** Bon heute Mittag ab stellt die Wasserleitung ihren Betrieb ein. Grund: ungenügender Bedarf. In der Nordanlage, in der Ebelstraße, in dem Seltersweg und auf der Haardt hat man Reservoirs angelegt, aus welchen die Stadt gespeist werden soll. Nur bei ausbrechendem Feuer will die Wasserleitung in Aktion treten. [ Stadttheater.] Nach mehrtägiger Pause beginnen morgen( Mittwoch) die Vorstellungen im Stadttheater wieder und zwar mit einer Wiederholung des Lustspieles Krieg im Frieden" als volkstümliche Vorstellung bei kleinen Preisen. Donnerstag findet das Benefiz für Fräulein Margarethe Feige statt. Die beliebte Künstlerin giebt das Boltsstück Muttersegen". Wie wir hören findet nächsten Samstag im Hotel Einhorn seitens der Freiwillig. Gail'schen Feuers wehr ein Familienabend statt. Nach dem uns vorgelegten Brogramm verspricht derselbe wiederum ein sehr genußreicher zu werden. ** *** Wenn sich die Nachricht bewahrheitet, so will man unseren Philosophenwald demnächst abholzen und bas Terrain für die neuen Boli- Kliniken verwenden. Hasenmarder. Wie uns als sicher mitgeteilt wird, sollen die Hasen und Kaninchenfänger jetzt auch den Nahrungsberg und den Friedhof unsicher machen. Mehrere Gartenbefizer sind diesen Fängern" eigentümlicherweise sehr dankbar, denn dieselben behaupten, die Hasen hätten ihnen den Winterkohl und den Nüschensalat weggefressen. Wir glauben dies gerne, wenn aber ein„ trostloser Wittwer" behauptet, die Hasen hätten den von ihm auf das Grab seiner„ unvergeßlichen" Gattin gelegten Kranz weggefressen, so tommt uns dies etwas lateinisch vor. ** Entsetzlicher Unglücksfall. Gestern Abend als einer der ältesten und angesehensten Bürger unsrer Stadt sich durch die Marktstraße nach der Lindenallee begeben wollte, wie es so seit 50 Jahren seine Gewohnheit ist, von der er nur dann eine Ausnahme macht, wenn durch den vielfach beklagten Mangel an Pflaster das von der Stadtverordnetenversammlung zwar längst bewilligt aber doch nicht ausges führt wurde, unpassier bar wurde, wobei immer noch die schwierige Frage in Betracht kommt ob durch die Veränderung des Niveaus der Marktstraße die Steigungsverhältnisse der Bahnhofstraße für die Fuhrwerke die nach der Ansicht einiger dort in großer Menge verkehren, Anderer durch die Nebenstraßen ihren Weg nehmen. Der Verkehr erleichtert oder erschwert wird, an welchen Umstand der alte Bürger dachte und sich so darüber aufregte, daß ein des Weges kommendes Pferd schen wurde und durchging, ein Verfahren, das an sich schon schrecklich genug doch noch entseglicher wurde, durch den Umstand, daß seine Schwiegermutter zur Stelle war und Augenzeuge des traurigen Er eigniffes sein mußte, während sie möglicherweiser, wenn auch nicht mit Sicherheit anzunehmen, ebenso gut anderswo noch schlimmere Unfälle hätte erleben können, die ja Gott und dem treuen Walten unserer Polizei sei Dant nicht allzuhäufig vorkommen und dann auch meistens, weil die neue Veterinär- Klinik noch nicht fertig, einen zufriedenstellenden Berlauf nahmen. Aber so geht es im Leben. Diese schauder volle Begebenheit möge uns Allen zur Warnung dienen, uns anspornen, so zu leben, daß wir, wenn es einst an's Sterben geht wissen, was wir zu tun haben und uns daran erinnern, daß die Wege der Vorsehung oft sehr dunkel sind. * Aur Seltersthor sollten heute Mittag mehrere Studenten auf eine vorher im Restaurant Eberhard" " Ehringshausen. Im nahen Oberndorf konnte heute Vormittag starker Wildstand beobachtet werden; die große Stälte der letzten Tage hatte die Tiere bis nahe an's Schulhaus getrieben. - In Rödgen soll eine neue Cigarrenfabrik sich niederlassen. Wickler und Wicklerinnen werden um Einreichung von Mustern ersucht. ** Groß- Felda, Die Basalt- Lava- Lager- Gesellschaft aus dem Feldatal will den Bau der Eisenbahn von Ehringehausen nach hier auf eigene Kosten ausführen lassen. Unser Anteilscheine bereits vergeben ist. Berichterstatter tellt uns darüber mit, daß der Druck der ** Norded. Die Raubenau soll infolge des neuen Garnison erhalten. Auch der Errichtung einer geSchießplates, welche unweit Londorf zu liegen fommt, meinsamen Wasserleitung für Allendorf- Londorf und Nordeck will man jetzt näher treten. ** Alten- Bused. Seit einigen Tagen ist man hier beunruhigt. Im nahen Waldrevier haben Holzfäller eine Fuchsfamilie entdeckt; die Jungen nahm man mit nach Hause; leider entkam aber der Fuchs und die Füchsin. Die Hühner und Kaninchenställe wolle man darum jetzt be= sonders gut verschließen. *** Ulrichstein. Ein treuer Freund unseres Blattes, der auch fleißiger Tourist ist, brachte uns heute früh vom Hoherotskopf ein Büschel reife Erdbeeren.- Die tation auch bei uns hier im Vogelsberg gut gefördert. warme Witterung in den letzten Tagen hat die Vege ** Wezlar. Der vermißte Pensionär Heinrich Schäfer hat sich bei seinen Angehörigen wieder eingefunden. Er hatte sich, wie vermutet wurde, im Zustande geistiger Störung vom Hause entfernt. Frankfurt a. M., 23. Febr. Vor kurzem wurde im hiesigen Polizeibericht die Einlegerin Marie Fuchs als bermißt bezeichnet. Wie sich nachträglich herausgestellt hat, ist sie mit ihrem Brodgeber, dem Buchdruckereibefizer N. Th. Hauser, durchgebrannt. Hauser hat Frau und Kinder im Stich gelassen. Ja, die liebe Fassenacht! *** Aus Rheinhessen, 23. Febr. Eine gestern in Alzey abgehaltene Versammlung von Vertretern der rübenbauenden Landwirte Rheinhessens und der Rheinpfalz beschloß, in diesen Jahre feine Buckerrüben unter 95 Pfg. pro Centner zu bauen. Die Zuckerfabriken bieten bekanntlich 85 Pfg. Mainz, 23. Febr. Weinhändler Kern, der am Same tag wieder aus dem Rochushospital in das Untersuchungsgefängnis zurückgeführt wurde, hat bezüglich verschiedener ihm zur Last gelegter Diebstähle ein Geständnis abgelegt. werf am hohen Gras" wurde in der Nacht vom Kaffel, 23. Febr. Das fgl. BraunkohlenbergSamstag zum Sonntag von einem furchtbaren Brande heimgesucht. Das Feuer brach auf bis jetzt noch nicht ermittelte Weise im Turmschachte aus und verbreitete fich, von dem gerade herrschenden orfanartigen Sturme angefacht, über das neben dem Schachteingange befindliche Kohlenlager. 45 000 Centner Kohlen sowie fast alle Lagerschuppen und über der Erde befindlichen Gebäude wurden ein Raub der Flammen. Die Feuerwehr arbeitete 14 Stunden lang angestrengt, um das Feuer von den Schächten fernzuhalten. Erst nach dieser Frist fonnte alle Gefahr als beseitigt gelten. die fonfessionelle Spaltung treibt, zeigt ein fränkisches ** Der Zuchtbulle. Welche sonderbaren Blüten Städtchen; dort haben sich die Liberalen und Ultramontanen derart in zwei Lager geschieden, daß jede Partei sogar ihren eigenen Zuchtbullen hält. Gießener Wochenplauderei. - Welch' Geraffel und Radauen, welch' Gequietsche und Gebrumme, welch' ein Trommeln und Trompeten, welch' ein liebliches Geschrumme hallet wieder in den Herzen, füllet ahnungsvoll die Seelen, lockert schon das Geld im Beutel, machet trocken schon die Kehlen? Faschingslenzesboten sind, es, FaschingsfrühlingsMaienkäfer, die mit Summen und mit Brummen- wecken auf die faulen Schläfer, wecken Alle, die der Griesgram hat mit grauem Staub ummauert, Ale, selbst, die sonst das Leben halten für verpfuscht, versauert. - Allen diesen schmilzt vom Herzen- die Gewohnheits eisesrinde, weise Männer sogar werden plöglich jetzt verrückt gelinde. Was sich männlich neunt, was weiblich tauchet unter in der Quelle, die die Narrheit uns erschloffen, sprudelnd, prickelnd, silberhelle. - Wer denft noch an alten Hader,- wer denkt noch an Hasses Schürung; - Gerzor Ogn Barlar refibierte, ift He Don fiebzig Ja suite eines wür wer denkt heut an strengen Vater, in der österreid - alle schütteln sich die Hände denn der ihm im To - wer verspürt der Mutter Führung? Warme Freuden Thränen rinnen, der Fasching hat seinen Spinnen. Nun bald gemacht ein End. Drum laßt uns heut nochmals genießen, in unsrer Musenstadt, in dem frohbewegten Gießen, das so viele Freuden hat. - hier blieb kinderlos findet am Freit und berzog U reifen werden. Mit dem& Aber wo den Anfang machen, wie vom Strom sich Anwärter auf übermächtig werden wahrlich des Verben gejchieder reißen lassen, - gnügen Riesenmassen. Langjam wachen auf die Geifter, jeit Jahren de langsam hebet sich die Stimmung Genüsse unermüdlicher Erflimmung, mastentreiben - Den zu des Berges der der präfumti In dem Festsaal Café Leib Gießen ist nun auch - - benten ernar Staatsrat in diefes Verwal gilt in Münd Kultusministe Sinne gedent Hei! Biftoria Lahr des Fechtverbandes, hat bestellt den Mann, das weib, weib, Alle sind im Narrenstand. Doch das ist noch nicht allein!- Humor und Wiz giebts überall, Ist beim Familienabend des Männerturnverein, Ist's beim Bürgermastenball. Und so zwischen durch beim Schöppchen, füffig, fein, bei allen Göttern! – daß sich's schloffen fet läßt mit Mut und Anmut noch an allen Eden schmet tern. Wer mag all die Namen kennen, Wer mag ganz genau es wissen, wie viel Wirte auf uns lauern mit erlesen feinen Bissen. - - - - und das ganze wird verschönen Genusse fehlen da ist, glaubt mir, einfach Alles, Mastenballe. Der Wechsel Auch der Arnstedt, hat Regierungsp Nichts wird zum stebt ist seit Wenn wir gehn zum Düsseldorf, Drum willkommen frohe Stunden, drum willkommen topfwärts wollen wir uns stürzen nun hinein in diesen Strudel mit dem Pudel. Festgebudel! Marktbericht. Gießen. 24. Febr. Aus dem heutigen Wochenmartt foketen Butter per Bib. 0.80-1.00 Mt. Hübnereier 1 St. 6-7 fa., Enteneier St. -00 Bfg., Räse per St. 5-8 Bf.. asematte 2 St. 6- fg., Erbse ver Liter 21 Bfg., Linsen per Biter 32 Bfg., Tauben per Saar SORY. 0.80-1.20, Hühner per Stüd Mt 1.00-170, Bahnen, ver Stüd Mr. 0,85-2.00, Enten per Stüd 2.00-2.40, Gänie». fb. 54-60 Bfg, Ochsenfleisch per d. 66-76 Bfg., tindeis per Pfd. 60-66 Pfg. Schweinefleisch per Bfo 66-76 Piq. Schweinefleisch gesalzen per Bfund 0.80 Bfa., Kalbfleisch per Bfb. 60-78 Bfg., Sammelfleisch per Bfb. 52-72 Bfg., Kartoffeln per 100 tils 6.00-7.00 mt., Zwiebeln per St. Mr. 6.00-7.00, il per Liter 18 Rfa. Brietkasten der Redaktion. heißt, stehen imtern Ver des Herrn v Dird jest de genannt. c bes preußifd Der fonferva Die )-( Die ti jonft gehört, heiten auf Der Beratun dem österreic ter in For jchläge zur nischen Bile wöhnlich ei Konstantino morandum palast( der oder richtig Die Glaubwürdigkeit mehrerer Berichterstatter setzen wir heute in Zweifel und geben verschiedene Nachrichten allerdings nur mit Vorbehalt wieder. Holzversteigerungen. Bürgermeisterei Lich. Mittwoch, den 25. Febr., vor mittags 10 Uhr, Brennholzversteigerung im Bicher Stadtwald in den Distrikten Plattenwald und Rother Oberförsterei Homberg. Mittwoch, den 25 Febr. busch. Zusammenkunft auf der Kreisstraße LichHattenrod beim Pflanzgarten. von vormittags 91% Uhr an aus verschiedenen Diftriften der Forstwartei Homberg. Zusammenkunft im Distrikt Beuerberg auf der Kreuzung des Kohlborn- und des Nieder Gemündener Weges. Bürgermeisterei Lich. Donnerstag den 26. Febr. vor mittags 10 Uhr sollen im Licher Stadtwald, Vorderund Hinterwald, versteigert werden: 140 Stück EichenSchnittstämme von 36-60 Ctm. mittlerem Durch messer, 200 Fstm., 3 Buchen- Stämme mit 2 stm., 2 Ulmen- und 2 Elsbeer- Stämme von 23-31 Ctm. Durchmesser, 1/2 Fstm. Inhalt, 750 Fichten- Derbstangen mit 35 Fstm. Busammenkunft auf der Kreisstraße Lich- Hattenrod am Waldeingang. Druck und Verlag der Gießener Verlagsdruderei, für die Redaktion verantwortlich: Albin Klein, Gießen. Schönheitspflege. Erbitte sofort unter Nachnahme an untenstehende Adresse 3 Stüd Aot- Seife( einfache Backung) und 1 Glas Aof- Kräutertabletten. Ihre Aot- Douche erhielt ich s. St. und finde ich die ganze Methode so vorzüglich, daß ich nicht umhin lann, Ihnen meinen Dank auszusprechen. Achtungsvoll 3. 8t. Bad Ems, 29. Mai 02.( gez.) M. K., Hof- Schauspielerin. Fortwährend laufen derartige und meistens noch weit glänzenbere Anerkennungen von den ersten Künstlerinnen und vornehmen Damen über die Zufriedenheit mit den Erfolgen der Schönheitspflege nach der Aot- Methode ein. Wem daran gelegen ist, eine verblüffend schnell und einfach wirkende Methode fennen zu lernen, welche das Gesicht von Unreinigfeiten, Pideln, Mitessern, unnatürlicher Röte, Finnen, Sommersproffen, Knötchen in der Haut, Eiterpustein, Rasenröte, Wimmerln und allen Fleden im Gesicht reinigt und der Haut eine wunderschöne, liebliche, frische Farbe verleiht, ferner Runzeln beseitigt oder mildert, laffe sich die hochintereffanten Mitteilungen über die Aof- Methode kommen, welche die Firma Wilh. Anhalt G. m. b. S., Ostseebad Solberg, an jedermann vollständig gratis und franto versendet. Für jedes junge Mädchen, für jede Frau von größtem Interesse. Niemand scheue die fleine Mühe, eine Postkarte deshalb zu schreiben. 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Seine Ehe mit der ihm im Tode vorauf gegangenen Herzogin Wilhelmine genießen, - wegten Gießen, - hier - findet am Freitag in Karlsruhe statt, wohin König Wilhelm und herzog Albrecht von Württemberg am Donnerstag reisen werden. wie vom Strom ft Anwärter auf den württembergischen Thron aus dem L- ahrlich des Berben geschieden. Wegen seines hohen Alters galt schon en auf die Geifter, jeit Jahren der katholische Herzog Albrecht( geb. 1865) als - zu des Berges der der präsumtive Thronfolger. Mit dem Herzog Nitolaus ist der legte protestantische -Hei! Bittoria é Leib- Gießen ist nun auch ernannt. An Stelle des zum Ministerpräsi At den Mann, bas benten ernannten Frhrn. v. Podewils ist der bisherige - Doch das ist noch Staatsrat im Stultusministerium Wehner an die Spige Der neue bayerische Kultusminister. berall,-Ift beim dieses Verwaltungsressorts berufen worden. Herr Wehner - Jit's beim en durch beim rn!- daß sich's allen Eden schmet en, Ber mag te auf uns lauern gilt in München nicht für flerikal. Seine Ernennung zum Kultusminister wird in dortigen politischen Streisen in bem Sinne gedeutet, daß ein Systemwechsel zunächst ausge schlossen sei. Der Wechsel in den preußischen Regierungspräsidien Auch der Regierungspräsident von Magdeburg, v. Arnstedt, hat sein Abschiedsgesuch eingereicht. Herr v. ArnNichts wird zum stedt ist seit längerer Zeit leidend. Es sind nunmehr vier Senn wir gehn zum Düsseldorf, Arnsberg, Köslin und Magde urg. Wie ee Regierungspräsidien neu zu beseßen und zwar die von brum willkommen imtern Personalveränderungen bevor.- heißt, stehen noch in anderen politischen VerwaltungsAls Nachfolger ir uns fürzen m Budel. marti tofteten Buller $ fa., Ontencier St te 2 St. 5-0 f des Herrn v. Bitter im Oberpräsidium der Provinz Posen Dird jezt der Landesdirektor Frhr. v. Manteuffel- strossen genannt. Herr v. Manteuffel ist bekanntlich Vizepräsident bes preußischen Herrenhau es und war fü, er Borsi sender Der Tonservativen Reichstagsfraktion. Die Reformvorschläge für Mazedonien. )-( Die türkische Regierung, zu deren Grundsätzen es fg. Lauben per Baar sonst gehört, die Erledigung internationaler Angelegen -170, Sahnen, er heiten auf die lange Bank zu schieben, scheint es mit -2.40, Ganie» ber Beratung und Beschlußfassung über die ihr von 6-76 ja einer Biq. Schweine aktion. ich der Bib. 60–78 ter in Form eines Memorandums überreichten Vorrtoffeln per 100 ils schläge zur Besserung der Verwaltung in den mazedo0-7.00, Milischen Vilajets Ueslüb, Monastir und Saloniki" ungewöhnlich eilig zu haben. Nach einem Telegramm aus Konstantinopel ließ die türkische Regierung das Memorandum sofort übersehen und legte es im ildizichterstatter segen palast( der Residenz des Eulians) vor. Die Vorschläge edene Nachrichten allerdings so außerordentlich gemäßigt, daß es von oder richtiger gesagt die Forderungen der Mächte sind dem Sultan und seiner Regierung sehr unflug wäre, sich gegen die Annahme der Propositionen lange zu fträuben. Dies könnte zur Folge haben, daß die Lage am Balkan sich in einer Weise verschlimmert, daß mit den jetzt geplanten Reformen die Katastrophe nicht mehr gen. n 25. Febr., vorgerung im Bicher wald und Rother Preisstraße Lichden 25. Febr. schiedenen Diftritten nenfunft im Distritt Cohlborn und bes Den 26. Febr. bor tadtwald, Border 140 Stüd Eichen mittlerem Durch mme mit 2 Fftm bon 23-31 Ctm 750 Fichten Derb enkunft auf der albeingang. lagsdruderet, Klein, Gieken. flege. hende Adresse 3 Stud äutertabletten. inde ich die ganze hin lann, Ihnen mgsvoll Hof- Schauspielerin noch weit glänzendere id vornehmen Damen Schönheitspflege nach Lich! berhütet werben kann. Ob bas überhaupt möglich sein wird, erscheint ja nach den aus Mazedonien eingehenden Berichten ohnehin recht fraglich. Nach einem Belgrader Telegramm haben sich in den letzten Tagen auf Anregung Earafows insgesamt sieben bulgarische Banden zu je 200 bis 300 Mann organisiert, welche vollständig ausgerüstet sind. Auch neue Kämpfe zwischen den tür fischen Truppen und den Aufständischen werden gemel det. Bei dem Dorfe Dubenh kam es zu einem Zusammenstoß, bei dein 90 Türken getötet und viele verwundet sein sollen. Das Petersburger Blatt ,, Newosti" führt aus, daß Rußland keinen Gegner zu fürchten hat, der es etwa versuchen würde, seine Aktion auf der Balkanhalbinsel zu stören. 42 Kriegsschiffe unter Admiral Stadelberg stellen die russische Seemacht im fernen Osten dar and 180 000 Mann russischer Trappen stehen marschbereit im Amurgebiet. Gleichzeitig ist unter Admiral Strylow die Neuorganisation der russischen Schwarzmeerflotte durch geführt worden, die zugleich eine bedeutende Anzahl Truppentransportschiffe zur Verfügung hat. Ein Avis an die Adresse Englands in Europa, an die Adresse Englands und Japans in Ostajien! Kurze volitische Nachrichten. Der * Berlin, 23. Februar.( Hofbericht) Raiser sprach heute Vormittag bei dem Reichskanzler Grafen Bülow und beim russischen Botschafter Grafen v. b. Osten- Saden vor. Die Ermatrikulation des Kronprinzen an der Bonner Universität ist auf den 26. d. M. angesezt. Eine offiziöse Kundgebung stellt an das Pub likum das Ersuchen, von Belästigungen des Kaiserpaares durch unschickliche Begleitung, 2ehen mit den Taschentüchern, Werfen von Blumensträußen, Ueberreichung von Bittschriften und dergleichen Abstand zu nehmen. * Wie die ,, Nordd. Allg. Ztg." hört, ist ein Termin für die bevorstehenden Reichstagswahlen noch nicht festgesetzt, da sich das Ende der Arbeiten des Reichstags noch nicht mit Bestimmtheit absehen läßt. * Der Brandenburgische Provinziallandtag ist durch den Oberpräsidenten v. Bethmann- Hollweg in Berlin eröffnet worden. Zum Vorsitzenden wurde Landrat Dr. v. Caldern gewählt. Der Etat balanziert mit 9 603 600 Mr. * Einen historischen Gedenktag können am 25. d. Mts. die zahlreichen ehemaligen deutschen Reichsstädte begehen. An diesem Tage sind es gerade hundert Jahre, daß die Reichsdeputation durch den Reichsdeputationshauptschluß 52 Reichsstädte ihrer alten Freiheiten und Vorrechte beraubte und sie ihres Ranges entkleidete. Von den freien Reichsstädten bestehen bekanntlich nur noch drei, Hamburg, Bremen und Lübeck. Auch alle geistlichen Fürstentümer wurden durch den Reichsdeputations hauptschluß aufgehoben. Celegramm Nab una fern. ▲ Student und Studentin. Das atademische Diszipli naramt der Universität Heidelberg beschäftigt gegenwärtig der noch nicht dagewesene interessante Fall, daß es in die Lage kommen dürfte, über eine der dort imLich! matrikulierten Damen demnächst eine Karzerstrafe su berhängen. Die Delinquentin hatte sich erlaubt, bel einem im Vorlesungssaale sich erhebenden Wortstreit m einem männlichen Kommilitonen diesen mit ,, Sie sel zu titulieren, worauf der Beschimpfte, der dies Pra bikat aus zartem Damenmunde nicht auf sich sitzen las sen wollte, den Fall zur Anzeige brachte. Es wird ernstlich in Erwägung gezogen, in welcher Form der Beleidigte vorzugehen gehabt hätte, wenn er den in der Studentenwelt sonst üblichen Weg der ritterlichen Selbsthilfe betreten hätte, um sich Genugtuung von der Kommi litonin zu verschaffen. ) Gemeingefährliche Automobilisten. Von den verschiedensten Seiten kommen Nachrichten über schwere Unglücksfälle, die leichtsinnige Automobilfahrer herbeiführ ten. Die bayrische Staatsanwaltschaft erläßt einen Stedbrief hinter dem Grafen Hugo Boos von Walded aus Desterreich. Graf Boos hat auf einer Fahrt im Automobil nach Paris die Stadt Günzburg in rasendem Tempo durchquert und hierbei eine Person lebensgefährlich verletzt. Bei Berlin fuhr auf der Köpenicker Chaussee ein wie wahnsinnig dahinrasender Automobil fahrer direkt in eine Chausseearbeiterkolonne hinein. Der Wagen erfaßte zwei von den Leuten und schleuderte sie in den Chausseegraben, wo sie besinnungslos mit schwe ren Wunden liegen blieben. In der Nähe von Mar seille fuhr ein Automobil auf einen Frachtwagen auf, boch ging es diesmal den Insassen des Automobils schlecht. Einer von ihnen wurde getötet, die vier ande cen schwer verletzt. Weiberfastnacht. Zu den rheinischen Orten, wo bie mittelalterliche Weiberfastnacht noch gehalten wird, ge hört Beuel bei Bonn. Dort bilden die Frauen und Mädchen eine eigene Karnevalsgesellschaft mit einer Schultheißin an der Spitze. Bei der diesmaligen Weiberfastnacht wurde der Tag ihrer Herrschaft durch eine Kappenfahrt eingeleitet. Mit einem Musikkorps und einer Fahnenträgerin an der Spize zogen die Weiblein in allerhand farnevalistischen Kostümen per Wagen oder zu Fuß durch die Straßen zum Festlokale. Hier wurde die Tagung zunächst durch einen gediegenen ,, Motta" eingeleitet, bann famen Gambrinus und Bacchus zu Ehren. Unterdessen spazierte eine Rednerin nach der anderen zum karnevalistischen Vortrag in die ,, Bütt". Nach der Redeschlacht stärkte man sich an einem opulenten Abendessen und erst dann, zu vorgerückter Stunde, erhielten die Männer die Erlaub nis, an der Belustigung der besseren Hälften teizunehmen. -In dem berühmten Eton- Gymnasium in England, an dem nur die Söhne der ersten Gesellschaftsklasse ihre Studien betreiben, hat sich eine Skandalaffäre ereignet, die peinliche Ueberraschungen hervorruft." Es sind elf Knaben wegen Vornahme unsiftlicher Handlungen entlassen worden. Auf der Station Alora( Spanien) stieß ein Berjonenzug mit einem Güterzug zusammen, wobei 18 Personen verletzt wurden. - Ein großer Schneesturm wütete auf Neufundland. Zwei Schnellzüge mit Hunderten von Passagieren sind im Innern der Insel eingeschneit. Der eine dieser Züge var vier Tage lang von allen Nahrungsmitteln ab zeschnitten. Das Thermometer zeigt 40 Grad unter Num Bekanntmachung. Wer das 11. Glas bei mir heute bestellt, kann Freitag, 27. Februar 1903, rachm. 2½ 1hr, tommandomäßig auftreten wird an Ort und Stelle das Abfallholz und mehrere und seinem Nachbar auf schöne Linden, Birn- und Weidenftämme aus den meine Kosten städtischen Anlagen, an der Rodheimerstraße, aus dem Heute Vormittag sind alle Vorräte an gut gelagerten„ Stoffen" zur allge- früher Dr. Ploch'schen Garten, aus den Friedhofs- Anlagen meinen Verwendung nach Gießen abgegangen. Zu allen Stunden und Sekunden findet- wenns erforderlich ist frischer Anstrich statt. Die Reflektanten wollen sich recht zahlreich in unseren FilialBraustuben zu Gießen einfinden. J. H. Ring. Das Bichler- Bier schnell und einfach ist heute besonders gut gebraut und in allen unseren Niederlagen zum Frühschoppen, zum Umzug und am Bimmerin und allen Abend in den Kappenfizungen eficht von Unreinig en, Sommersproffen, nderschöne, liebliche, oder mildert, laffe of- Methode kommen, stseebad Kolberg, an et. Für jedes junge Niemand scheue Man lernt fostenfrei äßenswerte Auskünfte δια itspflege tennen, daß rationellen, wirtjamen liche Schönheitspflege und vom Lutherberg öffentlich meifibietend versteigert. Die Zusammenkunft ist am Schlachthaus. Gußen, am 24. Februar 1903. Der Oberbürgermeister. Me cu in. Holzversteigerung in der Fürstlichen Oberförsterei Lich. Am Montas dem 2. März, vorm. 9,30 Uhr, Trink aus! zu rufen. Junge Leute weldje Lust haben, zur Garde zu geben, müssen sich heute Nachmittag auf Dewaldsgarten stellen. Das Kommando der Prinzen- Garde. Streng reell! Witmer mit 7 Kindern, arbeitsin den Distrikten Hänferberg, Schießacker und scheu, sucht junge gutgezogene Weßpfälisch- Eck: 3 Stück Zichten- Stammbolz Dame, mit mindestens 100 000 0,40 ftm, 486 Fichten Derbftaugen 12.67 Mart Vermögen behufs Che - Fftm., 2497 Fichten Reis tangen 21,58 ft. tennen zu lernen. Solche, die Eichen: 2,6 Rm. Knüppel( fizt am Wehrholz), 320 Wellen nicht über 19. Jahr alt sind, ( Schießacker); Nadelholz: 8,7 Rm. Knüppel, 520 Wellen. wollen sich meiden. Briefe mit Die Zusammenfunft ist im Distrift Häuserberg, dort wo Photographie sind heute Abend Mittwoch den 25. Februar der Vicinalweg Lich Nonnenroth den Langsdorfer Heuweg im Café Leib abzugeben. nachmittags 2 1hr, werden im freuzt. Das Brennholz wird nicht vorgezeigt. Spareinlagen Bieker'schen Saale( Neustadt 55) zwangsweise versteigert: - tranco zu Diensten. Spareinlagen können auch per Post eingesandt werden. 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Beachtung unserer Freunde und Trinter empfehlen wir uns, das Bier nicht in schäbigen Resten stehen zu lassen; es soll immer aus vollem Humpen geSahnen- Seife) wenig trunken werden. infolge ihrer eigen rch die Aot- Methode il natürlichste und Preis in Geschenk 1 Stüd M. 1.50, in eleganter Papier Wo nicht zu haben, 6 Solberg, portofrei bezw. Mr. 4.50 für B. Textor- Bichler. Darlehne sofort an Jeden, jede Höbe coulent. A. Lölhöffel Berlin W. 64., Rüdpto la. Calcium Carbid Ringfrel liefert à Mt. 28 per 100 Kilo brutto ab Lager Frankfurt a. M. Friedrich Boller in Bergen b Frankfurt a. M. Ein reiner Simmenthaler Bulle 11, Jahr alt, steht zu verkaufen bei Joh. Schmidt, Lüzellinden. Hotel Seibel in der Ludwigsburg, Wer Stelle fucht, verl. die , Deutsche Vakanzenpost' Eglingen Stübchen mit Bett zu verm. Maigaffe 11. oooooooooo Stadttheater Gießen. Mittwoch, den 25. Februar. bestes Haus für Weinkonsumenten hat heute frischen 17. volkstüml. Vorstellung: Anftrisch der Marke „ Carneval" aus der Weinfabrik Johann. Die Hauptprobe findet um 11 Uhr 11 Minuten statt. Alte Bierfilze und zerbrochene Gläser fauft zu den niedrigsten Tagespreisen Schwarzenberger. Ein Dußend Schwiegermütter suchen heute Abend Schuß und Begleitung. Als Honorar wird zärtliche Umarmung und ein halbes Dußend Photographien zugesichert. Persönliche Vorstellung heute Abend 8 Uhr im Cafe Leib rechte Säule links. Krieg im Frieden. Städtisches Schlachthaus. Ochsenfleisch 50 Pig. Schweinefleisch 50 Pf. Heute u. morgen während der Maritzeit in der großen Der Verlauf des Fleisches finbet Schlachtiehballe statt. Holz- Versteigerung der Stadt Gießen. Ladenlokal in Giessen Geflügelhof M. Becker, Weidenau- Sieg Montag, 2. März 1903, Vormittags 11 Uhr, be in allererster Geschäftslage, mit beste u. bill. 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