Vir. 20. Erstes Blatt. Hoornement prets: in Gießen, abgeholt monatlich 50 Btg., ne Haus gebracht 60 Pfa., durch die Post bezogen vierteljährlich Mr. 1.50. Bratisbeilagen: Oberbeffische Familienzeitung( täglich) Oberheffifche Zeitschrift für Landwirtschaft, Obft und Bartenbau, sowie die Gießener Seifenblasen wöchentlich). Das Blatt erscheint an allen Werktagen nachmittags. Samstag, den 24. Januar 1903. Gießener 12. Jabraang. Zusectiordvrets: Die einfvaltige Petitzeile für Gießen wie ganz berbessen, die Kreise Wetzlar und Marburg 10 Bfg. forft 15 Pfg. Reklamen die Petitzeile 30 refp. 40 Big Postzeitungsliste No. 3269. Rebaftion and Expedition: Gießen, Neuenweg 28. Ferus, rechanschluß Nr. 262. Neuelle Nachrichten ( Gießener Tageblatt) Anabhängige Tageszeitung ( Gießener Zeitung) für Oberheffen und die Kreise Marburg und Wezlar; Lokalanzeiger für Gießen and Um ung. Enthält alle amtlichen Bekanntmachungen der Großh. Bürgermeisterei Gießen und anderer Behörden von Oberhessen Deutscher Reichstag. 245. Sigung. - CB. Berlin, 23. Januar. Demission des Präsidenten. Die heutige Reichstagssigung brachte eine große Ueberraschung; der Vizepräsident Graf zu Stolberg verlas einen Brief des Präsidenten Grafen Ballestrem, worin dieser die Niederlegung seines Amtes anzeigt, und zwar sei er hauptsächlich durch einen Artikel der ,, Kreuzzeitung" dazu veranlaßt worden, die sein Verhalten gegen den Abg. v. Vollmar in einer Weise kritisiert hat, die ihm ein Beweis ist, daß er das Vertrauen der Konservativen nicht mehr in vollem Maße besize. Abg. v. Normann aber wollte den Rücktritt des Präsidenten nicht auf das Schuldkonto der konservativen Partei übernehmen und betonte deshalb, daß seine Fraktion dem Artikel der Kreuzzeitung fernstehe und daß sie niemals die Geschäftsführung bes Präsidenten kritisiert habe, und der nat.- lih. Abg. Dr. Sattler bemerkte außerdem noch, daß ein Zeitungsartifel eigentlich nicht Anlaß zu einem derartigen Schritte sein dürfte. Die ganze Sachlage gab dem Abg. Singer von der Sozialdenistratie Gelegenheit, dem Präsidenten ein Mißtrauensvotum der sozialdemokratischen Fraktion auszusprechen. Die Neuwahi des Präsidenten sindet morgen statt. Graf Ballestrem wird sicher wiedergewählt. 56 er jedoch die Wahl annimmt, steht noch nicht fest. Nach Eintritt in die Tagesordnung gab der Abg. Dr. Dertel, der erste Redner des Tages dem Abg. Bebel den Vorwurf des Byzantinismus mit dem Bemerken zurück, daß es nicht nur einen Byzantinismus gegen die Monarchen, sondern auch einen solchen gegen die Massen gibt, im übrigen aber ist er der Meinung, daß die Person des Kaisers nicht in die Debatte gezogen werden sollte. Auch seine Partei lege Wert darauf, daß die verfassungsmäßigen Schranken gewahrt werden, innerhalb deren eine Individualität sich ausleben könne. Auf alle Fälle aber hätte die Randbemerkung zu den Aeußerungen des Ministers Millerand nicht mitgeteilt werden sollen, weil sie in Bürgerkreisen beunruhige. Zum Schluß ging er auf die Landwirtschaft über, die heute noch, wie seit Jahrhunderten, die Grundlage des Staates sei. In der äuße ren Politik, die er ebenfalls behandelte, trug er eine starke pessimistische Stimmung zur Schau. Da seine Ausführungen über die Mittelstandspolitik der Regierung sehr scharf waren, so nahm Staatssekretär Graf Posadowsky Veranlassung, zu betonen, daß diese mit den Anschauungen und Anforderungen der Gegenwart nicht in Widerspruch stehe. Aber, so betonte er unter dem Beifall der Sozialdemokratie, was nicht zu beleben sei, fönne auch die jeßige Regierung nicht beleben. Ein allgemeiner Befähigungsnachweis sei nicht mehr einzuführen. Um den Mittelstand zu erhalten, biete die Regierung alles auf, ihn aber künstlich zu erhalten, sei nicht möglich, namentlich nach Grundsäßen, die dem modernen Staai widersprechen würden. Sehr wahr" lang es als Echo von der Linken zurüd. Auch der Staatssekretar vom Auswärtigen Frhr. v. Richthofen hatte mit Dr. Dertel ein Hühnchen zu rupfen wegen seiner Venezuelakritik. Er variierte das Lied ,, Fahr hin lammherzige Geduld". Mit Langmut habe man bei Carsto lange genug gewartet, jetzt ist die Zeit zu handeln. Die folgenden Reden konnten nicht mehr biel neues bringen. Aber sie brachten ein interessantes Zwischenspiel zwischen dem Grafen Oriola und dem Bündler Dr. Hahn. Graf Oriola hatte einen kleinen Seitenblick auf den Bund der Landwirte geworfen, was den Abg. Dr. Hahn zu der Bemerkung reizte, den Nationalliberalen gehe es bei den nächsten Wahlen, wie einem, der ins Wasser fällt. Man hört ihn noch einmal plumpsen, sieht noch ein paar Ringe und weg ist er. Abg. Arendt sprach namens der Reichspartei die Mißbilligung der Regierungspolitik aus, Abg. Stveder fons.) nahm zu einer längeren Auseinanders ung mit ben Sozialdemokraten das Wort. Einige persönliche Bemerkungen schlossen sich an, dann vertagte sich das Haus auf Donnerstag. Auf der Tagesordnung steht u. a. die Bräsidentenwahl. Von der Absicht des Reichstagspräsidenten, sein Amt nieberzulegen, haben, wie uns mitgeteilt wird, die beiden Bizepräsidenten des Reichstages erst durch das Schreiben des Grafen Ballestrem Kenntnis erhalten. Der Präsident hatte also seine Absicht des Rücktritts nicht zum Gejenstande einer Erörterung im Präsidium gemacht. Auch ben Regierungsfreisen wurde der Entschluß des Grafen Ballestrem nicht früher, wie den beiden Vorsitzenden bekannt. Der Reichskanzler erfuhr davon erst eine halb Stunde vor Beginn der Sizung. Im Foyer zirkulierte die Auffassung, daß die Mehrheitsparteien in ihren Fraktionssizungen voraussichtlich jur erneuten Kandidatur des Grafen Ballestrem gelangen und ihn dem Plenum zur Wiederwahl vorschlagen werden. Die Sozialdemokraten und die freisinnige Vereini gung würden voraussichtlich mangels eines geeigne len Kandidaten weiße Zettel abgeben. Daß die fris sinnige Volkspartei sich durch das neuliche Vorkommnis veranlaßt sehen würde, dem Grafen Ballestrem gleichfalls ihr Vertrauen und ihre Stimme zu entziehen, nimmt man nicht an. Ob Graf Ballestrem eine Wie derwahl annehmen würde stehe nicht fest. Voraussichtlich würde er aber dem Hause nach wie vor angehören und auch bei den kommenden Wahlen eine Kandidatur erneut übernehmen. Die Zerstörung von San Carlos. " Noch immer liegen an amtlicher Stelle in Berlin feine authentischen Nachrichten über die Gründe der Be schießung des Forts San Carlos durch den ,, Panther" vor. Tas Reichsmarineamt nimmt, wie unser Berliner CB.- Mitarbeiter uns meldet, an, daß dem Bombardement des Forts folgender Sachverhalt zu Grunde lieg:: Der Panther" dürfte, um die Umgehung der Blockade seitens der Venezolaner zu hindern, versucht haben, in die Bucht von Maracaibo einzudringen. Dabei ist er dann von dem Fort San Carlos, das den engen zu gang zu dieser Bucht beherrscht, beschossen worden. Die ersten Feindseligkeiten dürften also von venezolanischer Seite erfolgt sein. Der Panther" hat selbstverständlich dem Fort mit gleicher Münze heimgezahlt, hat aber wegen des seichten Wassers und der Enge der Passage, die seine Manöverfähigkeit hinderte, die Beschießung des Forts abgebrochen und die ,, Vineta" zur Unterstützung herangeholt. Beide Schiffe haben dann das Fort unter Feuer genommen, und es ist nicht unwahrscheinlich, daß eine aus Newyork kommende Meldung sich bestätigt, wonach der Panther" schließlich den Zugang zu der ,, Bucht erzwungen habe. Die ,, Vineta" dagegen dürfte kaum in die Bucht gedrungen sein, da sie zu großen Tiefgang hat. Ebenso kann es nicht zutreffen, daß, wie gleichfalls über Newyork gemeldet wird, die ,, Gazelle" an der Beschießung des Forts teilgenommen habe. Die Gazelle" befand sich wenigstens am ersten Tage der Beschießung weit von dem Schauplatz entfernt. " So urteilt man an amtlicher Stelle über den Sachverhalt. Erfreulicherweise will das Reichsmarineamt in Interesse möglichst ausgiebiger Klarstellung der Lage die einlaufenden offiziellen Berichte sofort veröffentlichen. Aus der einzigen amtlichen Meldung, die über den Verlauf des Gefechts vorliegt, ergibt sich, daß das Fort San Carlos bereits am Mittwoch so gut wie vernichtet war. Eine Granate von der ,, Vineta" schlug einen ganzen Wall in Trümmer und brachte alle in diesen Teile des Fortes befindlichen Geschütze zum Schweigen. Die Tragweite der venezolanischen Geschüße hat sich als unzureichend erwiesen. Der Kommandant des Forts, Bello, hat sich sehr tapfer gezeigt. Die Zahl der Toten und Verwundeten yt eine sehr große. Der ., Panther" drang in die Bucht ein und nahm das dort liegende venezolanische Kanonenboot Miranda" weg. Unter dem Eindruck der Beschießung des Forts haben, wenn das Reutersche Bureau nicht fügt, die venezolanischen Behörden einen Aufruf an die Bevölkerung erlassen und alle Wehrpflichtigen zum aktiven Dienst einberufen sind, um die deutsche Invasion" zurückzuschla gen. Selbstverständlich werden unsere geliebten Vettern in England, obwohl sie in dieser Sache doch unsere Verbündeten sind, nicht müde, ihren Verhegungsfeldzug gegen Deutschland fortzuseßen. So erklärte der ve nezolanische Konsul in London, Schoborg, Mr. Bowen besize urkundliche Beweise, die in Berlin Ueberraschung hervorrufen dürften, Beweise nämlich, daß die deutsche Regierung mit dem venezolanischen Revolutionsführer General Matos in Verbindung gestanden habe. General Matos habe Deutschland versprochen, die venezolanischen Zölle der deutschen Regierung zu übergeben, und zwar nicht, um den Schuldverpflichtungen Venezuelas nachkommen, sondern um die Angelegenheit der Berliner Diskontogesellschaft zu fördern und zu unterstüßen. In dieser Form ist die Meldung, deren Gehässigfeit sie ohnehin als Tendenzmache erscheinen läßt, j denfalls unzutreffend. Die deutsche Regierung gibt sich nicht zum Agenten einer Kapitalsgesellschaft her. Die Politik. Drahtlose Telegraphie. ::: Zwischen Marconi, der demnächst aus Amerila nach Europa zurückkehrt, und den Regierungen von Jalien und England sollen demnächst Verträge über die p.attische Anwendung der drahtlosen Telegraphie abgeschlossen werden. Italien wird nebst einer großen Sation zur Verbindung mit Südamerika eine Reihe von Stationen auf eigenem Gebiete errichten, durch die eine Verbindung des Austengebietes bewerkstelligt werden soll, welcher für Die Verteidigung des Landes zur See eine große Bedeuung zukommen wird. Der Panamakanalvertrag ist am Donnerstag in Washington unterzeichnet worden. Der Abschluß des Vertrages stieß noch in letzter Stunde bei Kolumbien auf große Schwierigkeiten, und es bedurfte erst eines Ultimatums der Vereinigten Staaten, um 5- umbien zur Aufgabe seines Widerspruches zu veranlassen. Surze politische Nachrichten. Der Kronprinz frühstückte und dinirte am Donnerstag beim russischen Kaiserpaare im Winterpalais. Für das Ge, olge des Kronprinzen wurde in der Umgebung von Luga eine Bärenjagd veranstaltet. * Der Kommandeur des 3. Armeekorps, General vou Lignis, hat seinen Abschied eingereicht. Ass in Nachfolger gilt der jetzige Kommandeur der 3. Division, Generalleutnant Ritter Hentschel von Gilgenheimb. * In Valencia wurden im Hause eines von den farlistischen Stadträten angestellten Straßenfegers 68 Munitionsfisten mit 50 000 Patronen, 141 Remington-, 17 Mausergewehre, 15 Parabiner und 136 Bajonette gesunden. Man glaubt, daß der Fund nur den Rest des Wassenlagers darstellt, das die Carlisten eingeschmaggelt und größtenteils bereits an ihre Anhänger im Lande verschickt haben. Nab und fern. Moderne„ Haberer“. Die bayerischen Bauernburschen verstehen, uralte Bräuche zu modernisieren. In Bichl wurde dieser Tage ein eigenartiges ,, Haberfeldtreiben" abgehalten, wie man in jenen Gegenden eine Art bäuerlichen Fehmgerichts nennt. In Bicht ist seit längeren eine reiche Bauerswitwe im Geruch eines nicht gerade soliden Lebenswandels. Als die Gläubigen nun zur Messe wallten, prangten an der Kirche vor den Häu sern zwei große Platate, in denen nach Habererart das Sündenregister" der Frau in mehr als drastischer Weise borgehalten und die Namen einer Reihe von angesehenen Bauern und Bürgern als Mitschuldige aufgeführt waren. Eine Fahndung nach den Urhebern des Pamphlets war bisher rfolglos. £ Die ,, Sardinennot" in der Bretagne. Tie Fischereibevölkerung der bretonischen Küste ist durch das Ausblei ben der Sardinen, die sonst alljährlich um diese Zeit in ungeheuren Scharen die dortigen Meeresbuchten zu füllen pflegten, in die äußerste Not geraten. Die Leute sißen beschäftigungslos zu Hause und hungern. Die französische Regierung hat bereits 500 000 Francs für sie bewilligt. Ueberall, in ganz Frankreich und besonders in Paris, werden Wohltätigkeitsvorstellungen, Lotterien, Bälle und Basare zum besten dieser Fischerfamilien organisiert. Millionen sind bereits eingegangen. Dazu bemerkt ein französischer Deputierter ganz richtig: Ist es nicht höchst sonderbar, daß eine ganze große Bevölkerung zum bittersten Elend verurteilt ist, wenn einmal die Sardinen ausbleiben, und würde es sich nicht empfehlen, diese Bevölkerung besser zu organisieren, damit ihr Wohlergehen nicht mehr einzig von dem Erscheinen der Sardinen abhängt? Diese Bemerkungen sind, wie gesagt, sehr richtig wenn die Bretonen noch etwas anderes verständen, als den Sardinenfang, würde ein schlechter Fischzug nicht gleich eine Katastrophe bedeuten. ) Eine schwerwiegende Postanweisung wurde dieser Tage einem Fabrikgeschäft in Barmen übergeben. Aus der Schlußverteilung eines Konturses in Enger wurden der Firma von dem Herforder Konfursverwalter 0,9465 v. H. der Forderung abzüglich Ports übersendet. Die Summe betrug 16 Pf., davon ab das Porto mit 10 Pf. und das Bestellgeld mit 5 Pf., so daß die Firma in den glücklichen Besiz von einem Pfennig(!) gelangte. ::: Ein erschütternder Borfall wird aus Wien ge meldet. Der Zolloberaufseher Moriz Knische erhängte seine zwei kleinen Kinder und darauf sich selber, eine Stunde, bevor er mit einer wohthabenden Witwe zum zweiten Male zum Altar schreiten sollte. Knische besand sich in petuniären Schwierigkeiten, die er mit dem Gelde der Witwe ordnen wollte. Seine erste Frau war an Tuberkulose gestorben und Knische hatte bemerkt, daß seine jezige Verlobte sich den Kindern nur mit Widerwillen näherte, in der Furcht, auch diese könnten von der schrecklichen Krankheit ergriffen sein. Um die Kinder nicht harter Behandlung durch eine lieblose Stief mutter auszufezen, und da er andererseits ohne das Geld der Witwe teine Aussicht auf Besserung seiner bedrängten Lage sah, beschloß er mit den kleinen zusammen aus dem Leben zu scheiben. Schweres Erdbeben in Galizien. Eine starte Erderschütterung im Umkreise von mehreren Meilen in der Richtung von Osten nach Westen wurde zu Zaleszczyl in Galizien verspürt. Ueberall herrschte große Banit, die Leute liefen entfezt aus den Häusern und ganze Familien fampierten tros des schneidenden Froftes bis zum Morgen unter freiem Himmel. Mehrere Personen ertranften infolge des Schreckens. Auch aus Tiflis wird ein heftiges Erdbeben gemeldet. baß ich kein Betrüger fei, zu lesen. Aber das in Hinder Hand. Er gab ihm mir, nachdem er sich überzeugt, fand ihn mit deinem liebevollen, edelmütigen Briefe in ich ihm so unrechterweise vorenthalten, aufzuffären. Ich ficht auf Barbara begangene Versehen hatte ihn noch grund für mich, geben." meinem Bater mich zu erkennen ,, Aber fönnte sie ,, Barbara? Nein. ,, Dann haben Sie auch Miß Hatton nicht gesehen? nach dem Sie war nicht dort." nicht ebenfalls Mart, ich verstehe wohl. Es um meinetwillen, - plößlich Lieber er war so grausam gewesen! Ach, ich hätte bas Er ist tot! Sie wußten es, nicht geschah Angstidare nicht jagen wahr, Mart? Ach!" sollen! Die längs der Straßen zu erri zu weinen. Es war Sitte, die Grabhügel und Grabmäler vielleicht auf die Möglichkeit hin, die Toten wieber lebendig Tränenfläschchen in römischen Gräbern beuten Giessener Cagesneuigkeiten. ** Ernannt wurde der Gefangen ausseher an dem Provinzial- Arresthaus in Mainz Philipp Lang zum Umtsgerichtsdiener bei dem Amtsgericht Nieder- Olm ** Bum strittigen Datum des Geburtstags Justus b. Liebigs geht dem„ Darmst. Tägl. Anz." von befreun deter Seite folgende Mitteilung zu: Das Kirchenbuch der Stadtgemeinde Darmstadt enthält wörtlich folgende Entragung: " Joh. Justus Liebig ist geboren den 12. Mai 1803, als Sohn des Bürgers und Handelsmanns Georg Liebich und dessen Ehefrau Marie Caroline, geborne Möserin, und am 14. Mai getauft. Sein Bathe war der Bürger und Wagnermeister Joh. Justus Benner." ** Kliniks- Umbauten. Wie wir ganz bestimmt erfahren, werden die Bauten für die Großh. Chirurgische und Augenflinik nebst den Rebenbauten an der ursprünglich dafür vor= gesehenen Stelle zwischen Klinik- und Wilhelmstraße erbaut. Seit 8 Tagen hat man auf dem betreffenden Gelände die hierzu nötigen Vermessungen vorgenommen. Man hört, daß die Baupläne bereits soweit fertig frien, daß alsbald das Ausschreiben der Arbeiten erwartet werden darf. Den inter über ist in dem Bau- Bureau für diese Kliniks- Neubauten intensiv geschafft werden, woraus wohl geschlossen werden kann, daß mit dem Bau der Gebäude nicht nur bald begonnen werden, sondern daß, ist erst einmal ein Anfang gemacht, deren Fertigstellung schnell betrieben werden soll. ** Borgestern fam in der Alie straße ein älterer Herr auf dem glatten Trottoir zu Fall und zog sich dabei eine scheinbar nicht unerhebliche Verlegung am Oberschenkel zu, sodaß er von herbeieilenden Leuten in die nahegelegene Wohnung gebracht werden mußte. Den Hausbesitzern sei daher anempfohlen, möglichst frühzeitig mit Asche streuen und dergleichen Schußmitteln zu 6 ginnen. K. Studententräume. In voriger Woche träumte es einem Jünger der hiesigen Akademie, der im frohen Kreise seiner Kollegen am Abend jedenfalls etwas zu viel dem edlen Gersten- und Rebensafte zugesprochen hatte, plöglich, es brenne bei ihm in seiner in der Ludwigstraße gelegenen Wohnung. Im Traume begab er sich sofort ans Rettungswert und begann sämtliche in seinem Zimmer befindliche Möbelstücke, soweit sie zum Fenster hinausgingen, auf die Straße zu werfen, zum Schlusse die brennende Lampe. Durch 2 Schußleute schließlich wach gemacht, ergriff er die Flucht und hatte die Absicht, als ihm seine That bewußt wurde, in die iese zu springen, vermutlich um sich sein junges Leben zu nehmen. Da dieselbe jedoch bei der Kälte zugefroren war, gelang ihm sein Vorhaben nicht und unter Begleitung der ihn verfolgenden Schußleute wurde er wieder in sein warmes Bettchen verbracht. ** Unfall. Zwei mit Baumstämmen beladene Fuhrwerke des Herrn Bauunternehmers Zutt von hier passierten gestern Reiskirchen. An einer abschüssigen Stelle rutschte infolge des Schnees und Glatteises trob Anwendung der Hemmvorrichtung der eine Wagen, sodaß der begleitende Fuhrmann stürzte und durch Ueberfahren doppelten Beinbruch erlitt. Abends 11 Uhr kamen die Fuhrwerte mit erheblicher Verspätung in Gießen an, wo man den Verunglückten alsbald in die Klinik verbrachte. Irgend welches Verschulden ist böllig ausgeschlossen. Aus Hessen und nachbargebieten. )( Wie uns von im Allgemeinen gut verbürgter Seite mitgeteilt wird, trägt man sich in maßgebenden Streifen mit dem Gedanken, im Wahlkreise Lauterbach- Alsfeld- Schotten den Bürgermeister Binßer von Schlip als Reichstagsfandidaten aufzustellen. Herr Bürgermeister Binßer erzielte bei der legten Landtagswahl Stimmengleichheit mit Herrn Bürgermeister Stöpler in Lauterbach, welch letzterer durch das Los das Abgeordnetenmandat erlangte Der gegen: wärtige Inhaber des Reichstage mandats für den Wahlbezirk Alsfeld- Lauterbach- Schotten ist der Antisemit Bindewald, seines Berufs Mater. ** Friedberg, 23. Jan. Die Besucher der hiesigen Gewerbeakademie beschlossen in einer Versammlung, die Vorlesungen so lange nicht zu besuchen, als die seit Kurzem entzogenen akademischen Freiheiten nicht zurückgegeben sind. Sest rn waren von den 300 Studierenden nur 20 in den Vorlesungen zu finden. ** Hanau, 23. Jan. Die hiesige Gummifabrik Dunlop u. Co. steht seit 5 Uhr in Flammen. Tas Fabrikgebäude ift rettungslos verloren. 44 Darmstadt, 22. Jan. Gestern abend fonstituierte sich ein freisinniger Veren. Dem Vorstand gehören an die Herren Justiz at Gallus, Landtagsabgeordneter Säng, die Rchtsanwä te Dr. Reis, Lindt, Justizrat Langenbach, Prof. Hornaf, die Herren Vogt, Miser u. A. Diez a. d 2., 23. Jan. Der an Epilepsie leidende, 22jährige Steinbrecher Friedrich Loz aus Cramberg erlitt auf dem Heimwege von der Arbeit einen Anfall, blieb liegen und erfror. ck. Marburg, 23. Jan.( Der Bock als Gärtner.) Der Straßen- und Baumwärter Schnabel aus Roth wurde vom hiesigen Schöffengericht zu 6 Monaten Gefängniß verurt.ilt, weil er 26 seiner Pflege anheimgegebene junge Straßenobstbäume so beschädigt hat, daß sie eingehen mußten. Er wollte damit seine Vorgesetzten ärgern. b. Marburg, 23. Jan. En fetter" Konkurs wurde dieser Toge hier beendet. Es tamen 1/3 Prozent zur Ausschüttung. Auf 100 Mart gab es also 1 Mart 331/3 fg. Mehrere Gläubiger befamen einen ganzen Pfennig. Unter ihnen befindet sich auch die Stadt. ** Aus Franken, 23. Jan. In Röttingen starben in wenigen Lagen 10 Kinder an den Masern. Standesamt- Nachrichten der Stad: Gießen. Aufgebote. Am 17. Januar: Louis Peter, Bahameister dahier mit Emma Josephina Brehler in Salzschlirf. Am 19.: Heinrich Hammer, Geschäftsführer dahier mit Julie Anna Eichler in Plauen. Am 21.: Konrad Margolf, Bahnarbeiter dahier mit Elisabeth Klein hierselbst. Am 22.: Christian Maurer, Lokomotiv- Hilfsheizer dahier mit Lina Emilie Hofmann in Dillenburg. Eheschließungen. Am 17. Jan.: August Jöckel, Spediteur in Grünberg mit Marie Karoline Sohn, geb. Ranft, dahier. Geborene. Am 15. Jan.: Dem Kutscher Karl Heinz ein Sohn, Rudolf Karl; dem Bäckermeister Ludwig Reuß ein Sohn, Karl. Am 16. Dem städt. Straßenfehrer Ludwig Rosenbaum ein Sohn, Johannes Jakob. Am 18.: Dein Schlosser Christian Emil Büttner ein Sohn, Karl Mar Jakob Philipp. Am 19. Dem Hilfsbremser Wilhelm Schäfer 4. ein Sohn; dem Schneider Ludwig Becker 6 ein Sohn; dem Postboten Heinrich Löchel eine Tochter, Marie Katharine. Gestorbene. Am 18. Jan.: Elisabethe Margarethe Römer, geb. Hartmann, 74 Jahre alt, ohne Beruf dahier; Dorothea Köhne, geb. Stirgeleis, 72 Jahre alt, ohne Beruf dahier. Am 19. Margarethe Allgeier, geb. Bepling, 35 Jahre alt, Ehefrau des Schneiders Karl Allgeier dahier. Am 20. Theodor Hermann Löber, 1 Jahr 7 Monate alt, Sohn des Taglöhners Johann Theodor Löber dahier. Am 21. Georg Noll, 62 Jahre alt, Friedhofsgärtner dabier; Philipp Größer, 84 Jahre alt, Rentner dahier. Brietkasten der Redaktion. W. hier. Ihre Anfrage dankend erhalten. Wir sind zufällig in der Lage, Ihre Anfrage zu beantworten. Die regelmäßigen, Darmstädter Briefe" im„ G. A.“ stammen von einem sogen.„ Redaktions- Bureau", daher die Chiffre R. B. Dieses Redaktionsbureau leitet derselbe Herr H., der eine Zeit lang während der Beurlaubung des Chefredakteurs des„ G. A." als politischer Redakteur für den„ G. A" verantwortlich zeichnete. Herr H. war einige Jahre politischer Redakteur des freikonservativen Greizer Tageblatts"( Reuß ä. L.), dessen Besitzer der frühere fonservative Reichstagsabgeordnete Otto Henning in Greiz war. Als Venezuela und die deutschen Interessent. 12000000 m. betragen, erreichte aber 1901 nur 10272 000 m., Von Prof. Dr. W. Sievers( Gießen). ( Fortsetzung.) Die Gesamtausfuhr von Venezuela nach Deutschland hat im Jahre 1901 eine Berm nderung gegen das Vorjahr er= fahren. An Kaffee wurden 1901 für nur 4 Millionen Mart gegen 91% in 1900, 17% in 1895 nach Hamburg ausgeführt, an Rafao für 951 000 Mart, gegen 2 000 000 unb 794 000, an Balatá für 1337 000 gegen 2 165 000 Mart; außerdem empfing Hamburg von Venezuela 1901 für 600 000 Mt. Dividivi, für 392 000 ft. Gummi elasticum, für 133 000 Mt. Schmuckiedern, für 79 000 Mt. Copaioabalsam, für 67 000 Mt. Nußhölzer und für 60,000 Mt. Häute. Dafür sandte Hamburg nach Venezuela 1901 Waren im Werte von 8 800 000 Wif. gegen 8 320 000 Mt. in 1900 und 10 800 000 t. in 1897, davon für 3 000 000 mt. Manufakturwaren, für 2 800 000 mt. Kunst- und Industrie Erzeugnisse, für 2 000 000 Mart Lebensmittel und für 880 000 Mat Rohstoff- und Halbfabrifate. Unter den Manufakturwaren war für 1344 000 Mt. Baumwollwaren, für 480 000 Mt. Leinenwaren, für 414 000 Mt. Herren und Domenhüte, für 250 000 Wt. Woll- und Halbwoll waren, für 287 000 Mt. Strumpfwaren, für 138 000 Mt. Seiden- und Halbseidenwaren. Die Rohstoffe und Halbfabrikate bestanden vorwiegend aus Cement, Baumwollengarn, Wollen und Halbwollengarn, Farbwaren, Drogen und Chemikalien, Eisenblech, Leder, Stearin, Leinöl, hölzernen Eisenbahnschwellen u. s. w., die Lebensmittel aus 790 000 Mt. Reis, 416 000 Mt. Butter, 286 000 Mt. Bier, ferner aus Sardinen, Käse, Malz, Wein, Chocolade und Zuderwaren, Conserven, Hopfen, Cognac und getrockneten Fischen. Die britische Einfuhr nach Venezuela soll jährlich etwa während die Ausfuhr Venezuelas nach England 20 000 000 Mt. wert war. Da aber der größte Teil auch dieses Handelsumsaßes durch deutsche Häuser vermittelt wird, so ist es gänzlich falsch, wenn englische Zeitungen die deutschen Intereffen in Venezuela für geringer erklären, als die britischen. Richtig ist zwar, daß der größere Teil der Eisenbahnen in Venezuela mit britischem Gelde gebaut worden in, wie die Bahn La Guaira- Caracas, die Bahn Puerto Cabello Valencia, die Kupferbahn von Tucacas nah Aroa und weiter nach Barquisimeto, und die Kohlenbahn von Guanta über Barcelona nach Naricual, aber diese sind nicht besonders lang. Dagegen ist die Hauptbahn des Landes, die große Venezuela Eisenbahn mit deutschem Gelde erbaut worden. Die Gran ferro carril de Venezuela entstand eit 1887 infolge eines Vertrages zwischen der Regierung von Venezuela einerseits und der Discontogesellschaft in Berlin, sowie der Norddeutschen Bank in Hamburg andrerseits. Diese sogenannte Konzession& rupp- Müller wurde durch den Civil- Ingenieur 3. A. Müller, nach Zurückforängung einer englischen Konzession ähnlicher Art von 1888-1891 ausgeführt und von 1891-1894 durch dessen Nachfolger Carl Block beendet. Sie durchzieht auf 180 Kilometer Länge das Gebirgsland zwischen Caracas und Valencia, mit nicht weniger als 86 Tunneln und 182 Brücken und Viadukten. Heute braucht ein Bug 73 Stunden zur Zurücklegung dieser Strecke, sodaß man an einem Tage von Carecas nach Valencia und unter Benutzung der englischen Bahn Valencia Puerto Cabello auch noch diesen letzteren Ort erreichen kann. Leider ist versäumt worden diese letztere Bahn oder die von La Guaira nach Caracas anzukaufen, sodaß die deutsche Bahn feinen Safen zur Verfügung hat. Ihr Bau hat mindestens 60 000 000 t. gefoftet, wodurch eine ungeheure Erhöhung der deutschen | dieses Blatt einging, siedelte Herr H. nach Worms über und war von Herbst 1901 bis Herbst 1902 Redakteur der„ Wormser Zeitung", des bekannten Organs des Abgeordneten Freiherrn v. Heyl zu Herns= heim. Herr H. zeichnete in der„ Wormser Zeitung" als verantwortlicher Redakteur für den politischen und allgemeinen Teil. Als er diese Stellung aufgab, fündigte die„ Wormser Zeitung" an, daß sie zu ihrer besseren Information in der Hauptstadt Darmstadt ein eigenes Redaktionsbureau errichten würde, dessen Leitung sie Herrn H. übertragen habe. In der That korrespon= diert Herr H. noch jezt regelmäßig für die„ Wormser 3eitung". Im gleichen Sinne thut das der gen. Herr für eine Reihe rechtsstehender nationalliberaler Blätter, unter denen sich, wie wir hören, die„ Kölnische Zeitung" befindet. Doch so sich unter den Blättern, die Herr H. von Darmstadt aus be dient, auch die strift links stehende Nationalzeitung" in Berlin, die im schärfsten Gegensatz zur Wormser Zeitung" steht, befinden. Außerdem druckt die Darmstädter Korrespondenzen des Redaktionsbureaus des Herrn H. der„ G. A." ab. Ihre Frage nach der politischen Stellung des Herrn H. fönnen wir mit Sicherheit nicht beantworten. Immerhin darf man annehmen, daß Herr H. sich zur freifonservativen Partei rechnet. Dieser Partei steht wenigstens Herr von Heyl viel näher als der Nationalliberalen Partei, und das„ Greizer Tageblatt", das er früher leitete, war strift freifonservativ. Marktbericht. Gießen 24. Jan. Auf dem heutigen Wochenmarkt to teten Batter per Bfd. 0.80-0.90 Mt. Hübnereier 1 St. 8-10 Pfa., Enteneier St. -00 Bfg., täse per St. 5-8 Pfg.. Käsematte 2 St. 5-6 Bfg.. Erbsen der Liter 21 Bfg., Linien per Liter 32 Bfg., Tauben per Vaar . 0.70-1.00, Hübner per Stüd Wt 1.00-14), Hahnen, per Stud Mt. 80,0-2.50, Enten per Stud 2.00-2.50, Gänse p. Bfd. 54-60 Bfg., Ochsenfleisch per Bfb. 66-76 Big, Rindfleisch per Bfb. 60-66 Pfa. Schweinefleisch per Bf 70-80 Bia. Schweinefleisch gesalzen per Blund 0.84 Bfq., Ralbfleisch ver Bfd. 66-72 Bfa., Gammel fleisch per Pfd. 50-70 Bia., Kartoffeln per 100 kilo 6.00-6 50 Mr., Zwiebeln per St. Mr. 5.00-600, Milch ver Liter 14 Rfa. Drud und Berlag der Gießener Verlagsbruderei, für di Redaktion verantwortlich: bin Klein. Bienen. YROLIN YROLIN- SEIFE DAS BESTE FÜR DIE HAUT Zur Schonheitspflege unentbehrlich In eleg. Cartons eine Zierde für jeden Geburtstags- Tisch. Wo in Apotheken u. Droguenhandl. nicht erhältl. wende man sich an: Dr. Graf& Co., Berlia 0 112 oder für Oesterreich- Ungarn: Wien VI/ 1, Amerlingstrasse 2. Der Seiden- Zoll ist so n'edrich, daß wir unsere Seidenstoffe zu billigsten Engros- Preisen porto- und zollfrei an Private meter= und robenweise an Private porto und zollfrei. Wundervolle Foula d8 von 95 Pf. an Proben franko. Briefvorto 20 Pfg. Seidenstoff- Fabrik- Union Adolf Grieder& Cie Zürich G.22. Kgl. Hoflieferanten. ( Schweiz) Interessen im Lande erfolgt ist. Ihre Gesamtbetriebs- Einnahmen betrugen 1900 1 400 000 m., 18992 144 000 M., ihre Betriebsausgaben 1900 1 277 000 Mt., 1899 1 350 000 t, woraus sich ein Ueberschuß von 153 000 f. für 1900 und ein solcher von 794 000 Mt. für 1899 ergiebt, doch war Regierung von 600 000 Mt. enthalten und überdies hat darin Anfang 1901 eine unbeglichene Forderung an die diese die Garantiesumme von 7% nicht immer bezahlt. Ein Teil der Forderung des deutschen Reiches an die Regierung von Benezuela wird durch die Entschädigungs- Ansprüche der großen Venezula E senbahn begründet. Und am 31. Dezem 1375 052 Mt. 52 Biq. Unterdessen ist aber im Jahre 1902, ber 1901 betrug die Venezuela präsentierte Rechnung bereits infolge der schweren Revolution dieses Jahres und der dadurch hervorgerufenen toloffalen Aufsummung der, der deutschen Bahn und den deutschen Handlungshäus rn und Unterthanen zugefügten Schäden in allen Teilen des Landes, z. B. durch die Kontribution in San Cristobal und die Beschießung von Ciudad Bolivar im Mai und August 1902 die Forderung des deutschen Reiches an Venezuela noch mächtig angeschwollen. Ueberblickt man das Gesagte, so ergiebt sich, daß sich in im letzten Jahrzehnt eine Veränderung vollzogen hat. Während den Beziehungen der deutschen Staatsangehörigen zu Venezuela früher nur deutsche Handelsunternehmungen im Lande be standen, sind seit 1894 durch die Eröffnung der deutschen Bahn und seit 1900 durch die Gründung der Schwefelgrubengesellschaft bei Carúpano auch Verf hrs, Bergwerks. und industrielle Unternehmungen hinzugekommen und über dies wurden nach dem Sturz der Kaffe preise 1898 auch Pflanzungen in größerem Maße von Deutschen erworben oder mußten erworben werden, welche diese auch zu Großgrundbefizern auf dem Lande gemacht haben. hrchen Innere Bet Betr.: Die Ich fordere hier Jahres 1902 Mitglie Anweisung des Raffeq ihre Rechnungen inn 31. be. Mts. an de Gießen, den امي De Montag, 2. Uhr beginnend, wer am Lumpenmann ungen Förftersbrun Faulerboden, Annab 1 Buchen- Sch 1 Riefern13 Gfchen- Stä 222 Fichten5 Riefern- Et 119 Eichen- S 55 Fichten6 Efchen- Rei 129 Amir. 178 1 H 106 153 1 9 5552 137.5" 48 3840 eller 3170 " 1580 950 Gießen Großher 3 Aus Anlaß Raisers findet am rade des hiesigen Der genannt 1. Mts. bis zur sperrt werden. Cießen, der 000 Fa Owe Ein P Toilet Weffe Wajd Koffe Porze Beff good Sä S Borms über Redakteur en Organs u Herns= Beitung" tischen und ufgab, fün sie zu ihrer mstadt ein fen Leitung forrefpon Bormier der gen. alliberaler ölnische unter den aus be ationalgenfag zur Außerdem tedaktions hre Frage önnen wir darf man bativen Denigitens alliberalen , das er teten Butter Snteneier St. . 5-6 Bfg.. en per Baar Hahnen, ber Tie p. Bib. Rindfleisch 1. Schweine3fb. 66-72 er 100 Rilo Milch ver rei, Bienen. N IFE HAUT ags- Tisch. an sich an: für asse 2. ligsten meter: WunG.22. weiz) riebs- Ein O M., ihre 000 mt, 1900 und doch war g an die erdies hat ahlt. Ein Regierung rüche der 1. Dezem ig bereits gre 1902, er dadurch deutschen nterthanm B. durch ebung von Forderung eichwollen Daß sich in Venezuela Während Lande be dentfchen Schwefel Bergwert und über 898 aud orben ober Froßgrunt Innere Röhrchen ftellt man in wenigen Minuten Feinste Bouillon mit MAGGI's Bouillon- Kapseln à 16 u. 12 Pfg. Bekanntmachung Betr. Die Gemeindefrantenversicherung. Ich fordere hiermit alle Geschäftsleute, die im Laufe des 11 Jahres 1902 Mitglieder der Gemeindefrankenversicherung auf der Anweisung des Kaffearztes Heilmittel 2c. berabfolgt haben, auf, ihre Rechnungen innerhalb 8 Togen, spätestens jedoch bis zum 31. ds. Mts. an den Siechner, Herrn Loh, einzureichen. Gießen, den 23. Januar 1903. Der Oberbürgermeister. Mecum. Holzversteigerung der Stadt Gießen. Montag, 2. Februar 1903, vormittags 9½ Uhr beginnend, werden auf dem Forsthaus Howart am Lumpenmannsbrunnen aus den städtischen Waldungen Förstersbrunnen, Lache, Lumpenmannsbrunnen, Aue, Faulerboden, Annaberg und Kohlschlag versteigert: 1 Buchen- Schnitt- Stamm mit 123 Festm. 1 Riefern13 Eschen Stämme 222 Fichten- Stämme 5 Riefern- Etämme 0.88 " " 11 " 1.97 Н И 119.23 " 3.57 " 11 119 Eschen Derbstangen " 1 587 5.94 11 " f " 0.09 " H 55 Fichten Derbftangen 6 Eschen- Reisstangan 129 Rmtr. Buchen- Scheitholz Eichen- Scheitholz 178 1 11 Birken- Scheitholz H 106 " Buchen- Knüppelholz 153 " Eichen- Knüppelholz 1 " Aspen- Knüppelholz 9 " 55 5 Н Nadel- Knüppelholz Buchen- Stockholz 137.5" Eichen Stockholz 48 Nadel- Stockholz Eichen- Reisia 3840 Wellen Buchen- Ristg 31.0 1580 950 Weichholt- R ifig " " B Nadel Reifig Gießen, 22. Januar 1903. Großherzogliche Bürgermeisterei Gießen. Mecum. Bekanntmachung. Aus Anlaß des Geburtstages Seiner Majestät des Raisers findet am 27. 1. Mts. auf Oswaldsgarten eine Parade des hiesigen Regiments statt. Der genannte Platz wird daher am Vormittag des 27. 1. Mts. bis zur beendigten Parade für jeglichen Verkehr geCießen, den 20. Januar 1903. sperrt werden. Großh. Polizeiamt Gießen. für je 2 Portionen vorzüglicher Kraft- oder Fleischbrühe her. Nur mit fohendem Wasser überbrühen. Man verlange an drücklich MAGGI's Bouillon- Kapseln. Bekanntmachung. Dienstag, den 8. Februar 1903, Vormittags Uhr soll im Garnisonlazarett Gießen die Lieferung für das Rechnungsjahr 1903 erforderlichen Verpflegungsbedürfniße, einschl. Eis, ausschl. der Fleischwaren, berdungen werden. Zu gleicher Zeit ist auch die Ab. nahme der gewonnenen Küchenabfälle, Brotreste und Knochen zu vergeben. Die Bedingungen fönnen während der Dienststunden im Geschäftszimmer des Lazaretts eingesehen werden und müssen vor Beginn des Termins durch Unterschrift anerkannt sein. Großherzogliches Garnisonlazarett. Lager in Maschinentreibriemen. Interessenten zur geft. 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Gießen, 20. Januar 1903. Der Vorstand. Patentkummet und Geschirrversandthaus Inh. Louis Völzing, Groß- Felda( Hessen) 3- Zimmerwohnung offertert seine weltberühmten Stummete für mit allem Zubehör zu vermieten. Näh. Liebiaftr. 64, II. Sport, Reklame- und Castfubrwerke, 4- Zimmerwohnung per 1. April prämiirt auf der Welt- Ausstellung zu Paris 1900 mit zu be misten, II Stod. Weserstrake 9. chillerstraße 11, Ecke Nordaulage, 6- Zimmer- Wohnung mit Butch in freier Lage z. verm. Carl No Wwr. Chomasmebl 3 laut Untersuchungsatteste vorzügliche Qualität zu billigen Preisen bei Evangelisations- Versammlungen Heinrich Völzing, statt, wozu Jedermaun herzlich eingeladen ist. Ein lohnender Spaziergang ist in der jeßigen Jahreszeit nach der altbekannten Groß- Felda. Wärmflaschen wei ineinandergehende schön möblirte Zimmer für 1 oder 2 Herren per 1. März zu ver.. 15 Walltborstroke 15. chön möbl. Zimmer sofort ev. später zu vermieten. Näb. Marktstraße Nr. 11 Möblirtes Zimmer zu vermieten. 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Der Abgeord Betitionskommissio er nicht Rechtsann er teilt diese Ansc renden Fürstenha gungen seinerzeit dem Namen Joha lagte Erzherzog b Wandertrieb befrie Transportwagen und mit diesem tas ist ganz poeti do in der Welt lugt, der Bogel in Au sich dehnt und da kann solch ein gen und so lange ift nur, ob ein M dernen Lebens, fei und, wenn er wil Rüche und seine Zigeuner ist. Wi mann, als er di des Zigeunerleben haben, daß Zigeu quemlichkeiten des in einem Hirne von allen einschr durch die Welt zi lein anderes Gese jelbst gibt. Und d Die Spiegelung Phantasie, jener fehmten Räuber umgibt und zum modernen Wirtsc Berührung mit d Selbst wer das Bettelns betreibt, der arbeitenden Lesen und wehe i sich diese abgeris Schein verklären, Leben kann die Existenzen, die m Fittlichen Anschau mehr gebrauchen. poetischen Glanze immer sagt, dur Reuorganisation chalische Verhält bei den Zunftme und entweder Av vorbei. Die inte rasche Vermehrun die Arbeitsvermit die Gesellen und Straße findet, das nungen, das sind aus größten Teile und denen das Be gen treibt, weil geordnete Besen es notwendig, da Deffentlichkeit al Straße mehr. 1:[ Ein Mufter parleß in Bonn, d prichwörtlich war zu berichten: Gi bon Bonn nach noch nicht. Um Rorretturbogen Werkes bor und jenslust. Alsbal gen jaß; er me gen zur Seite, 1 Röln antam, h einen Bogen hat ren verschwunden anderen nach de jo legte er auch die Straße gewor fie neben einen [ Blinder En jpielte jich- fo biefer Lage in M Aehnlichfeit mit S Robellisten und ail" in Berlin 3