Meden Der Gicken in perpachtet wer 918: ston m V, 9c. 127= 5 Midel). 4684 qm 3241 qm 2202 qm J 豬 熊 Schiffenbergerqm( feither. 6 = 5165 qm( ( Dicsfeits des tr. 3530 gsdorf). Det der Schönen 2093 qm( = 1537 qm( cftrake( n ur VIII, Nr. 2 ichter Herr Bern Flur XXI, hter Herr Mi Der Main- Wes 30 qm( feith Flur XXVII, tr Simon) en Lahn und = 459 9. qm( Felbfhlöghen, qm( jeither. inden am Dien Vorm. 9 Uhr Der Reihenfolge also Versam erweg. Von Biefederweg) f en Lags, bon nft om Wiejetn irchenvorftand den Ehrende reiwillige erkennung chreiber 229/ d Etagèren Gondeln ftale in Gold und po Trüble Bobriell Möbel d' anderen Farben Blumentifche Eisen in Naturholz tet. pun tr. 301. 79111 bonnementpreis: la Siefen, abgebot monatlich 50- Bfg., m's Saus gebracht 60 fg, burch die Boft bezogen tersel fahrlich Mt. 1.50. Oratiobellagen: Oberhefftsche Familienzeitung( tagli Oberbeffische Beitschrift für Landwirtschaft, Sbft- und Bastenbau, ſowie bie Gießener Geifenblasen( wöchentlich). Das Blatt riche en allen Mertingen nachmitagem Mittwoch, den 23. Dezember 1903. Gießener 12. Jahrgang. Insertionsprei: Die einfaltige engelle far Sieben wie gang Oberbeffen, die Kreise Weblar und Warburg 10 Bfg. fon 15 Bfg.: Retimes bie Dettigelle 30 refp. 40 ie. Boftzeitungsliste No. 3906. Rebatten und Erbcbition: Gießen Nenenweg 98. Beristache, 303. Neuelle Nachrichten ( Sichener Tageblatt) Anabhängige Tageszeitung ( Gießener Peifung für Oberheffen und die Kreise Marburg und Wezlar; Lokalanzeiger für Sießen und Umgebung Esthält alle amtlichen Bekanntmachungen der Großh. Bürgermeisterei Gießen und anderer Behörden von Oberheffen Die Mittelstandsfrage. CBB Bon verschiedenen Zeitungen wird der Reichsregierung ein Vorwurf daraus gemacht, daß sie sich nicht genügend fün die Mittelstandsfrage interessiere. Diese Behauptung ist in sofern zum Teil verfehlt, als sie nicht ganz an die richtige Adresse gerichtet ist, denn eine reichsgesetzliche Lösung der Mittelstandsfrage ist nicht durchführbar. Nach der modernen Staatsauffassung haben die öffentlichen Gewalten nicht da Recht, sich in den Gütererzeugungsprozeß einzumischen( Ge werbefreiheit). Es ist sonad) ein ganz aussichtsloses Beginmen, menn von der Regierung verlangt wird, daß sie der Betrieb eines Unternehmens von dem Befähigungsnachweis abhängig machen soll. Staatssekretär Graf Posadowsky ha hat im Vorjahre bereits mit großer Entschiedenheit erklärt daß derartige Forderungen keinerlei Gehör finden werden Andererseits aber hat er zugestanden, daß die öffentlicher Gewalten für einen Ausgleich der Lasten bei Groß- und Mittelbetrieben sorgen müsse. Wenn nun das Hauptgewicht der Staatsfürsorge auf den Steuergebiete liegt, dann ist der geeignete Ort zum Vor trag für die Mittelstandsfrage das Bundesstaatenparlamen und nicht der Neichstag. Tatsächlich hat ja auch die preußische Lan desregierung durch das Warenhaussteuergesetz und durch Schaffung der Zentralgenossenschaftskasse die Lösung der Mittelstandsfrage in Angriff genommen. Die Warenhaus Steuer bringt in Berlin eine Einnahme von nahezu 3 Mil lionen Mart. Sie ist also fein zu unterschäßendes Re gulierungsmittel. Die Wirksamkeit der Zentralgenossen schaftstasse würde aber noch weit erfolgreicher sein, wenn die verschiedenen Mitglieder des Mittelstandes sich lebhafter für die Schaffung von Genossenschaftsverbänden, mögen sie nur den Ankauf von Rohstoffen, oder dem Absatz von fertiger Fahrifaten dienen, interessieren würden. Allerdings stehen wir in Bezug auf die ständische Or gamifation vielleicht erst im Anfang einer gesunden Ent wicklung. Wir haben Handelskammern und Handwerks tammern und zwischen beiden pendelt der gewerbliche Mittelstand, der nicht recht in beide Organisationen eingereih werden kann. Hier könnte vielleicht in den Einzelparla menten durch Regelung der Ausführungsbestimmungen viel zur Besserung der Verhältnisse beigetragen werden. Nock wünschenswerter aber wäre es, wenn eine schärfere Dezen trallisation der Standesorganisationen ins Auge gefaß würde, die ja allerdings wieder zum Zuständigkeitskreis der Reichsregierung gehören würde. Es wäre vor aller Dingen notwendig, daß die Handelskammern zerlegt würder in Standesorganisationen für die Großgeschäfte, denen di Kontrolle der Aktiengründungen, die Beaufsichtigung der Börsen und großen aufgeschäfte, die Regelung des Makler wejjens, sowie die Information der Regierung über Groß handelsfragen überlassen bliebe. Für die Detailgeschäft aber müßte eine besondere Handelskammer gegründet wer dem, die als Informationsstelle der Regierung dient und sic den kleineren Geschäftsleuten durch Streditauskünfte und Nachweis von Absatzgelegenheiten, Gründung von Schuler und Beschaffung von Bildungsmitteln dienstbar macht. Das Dreitlassenwahlrecht der preußischen Handelskammern mach die unteren Erwerbsschichten förmlich mundtot. In ähn licher Weise sollte bei dem Gewerbebetrieb eine Organisation der Fabrikunternehmungen durch Gewerbekammern und für die maschinenlosen Unternehmungen die Einreihung in die Handwerkskammern straff durchgeführt werden. Nur in de Handwerkskammer haben wir im deutschen Reiche eine ein heitliche Organisation, während die Zustände im Handels gemperbe noch durchaus der einheitlichen Regelung entbehren es wäre deshalb wünschenswert, wenn Preußen als Prä fidialmacht für eine stärkere Dezentralisation der Standes organisation gewonnen würde. Hier würde sich also der politischen Parteien ein sehr dankbares Arbeitsfeld bieten. Die Politik. Im Berfolg der Reichstagsdebatte über den Crimmit chauer Streit tauchte s. 3t. die Meldung auf, mehreie hoh sächsische Beamte, darunter der Bundesratsbevollmächtigte Ministerialdirektor Fischer, der die Crimmitschauer im Reichs lag verteidigte, würden pensioniert oder in andere Stellunge: bersezt werden. Diese Meldung ist, wie aus guter Dresdenci melle versichert wird, durchaus unzutreffend. A In Berliner politischen Kreisen verlautet, die gegen värtig im Reichsichasamt vorbereitete Novelle zum Stempel teuergesek werde namentlich im Arbingeverfehr Erleichte rungen bringen. Die Börsenfreise fordern außer der Er leichterung des Arbitrageverfehrs vor allem auch eine Ver timgerung des Eteftenstempels. Einen Aufruf zur Begründung einer deutsch- franzö jochen Friedensliga erläßt jetzt der französische Deputierte Hubbard. Die Liga soll nach dem Muster des jüngst be gründeten englisch- französischen Bundes gebildet werden. Hubbard hofft auf den Beitritt der bedeutendsten deutschen Boarlamentarier. Diese Hoffnung ist nicht ungerechtfertigt. Allein wieviele Franzosen von Ruf und EinLuß würden der Liga beitreten? Eine interessante Mitteilung bringt die christlich- soziale Wochenschrift Die Arbeit" über den Empfang der nichtfozialdemokratischen Arbeiter durch den Reichskanzler. Dort wird nämlich mitgeteilt, die Aussprache, die der Audienz folgte, sei für die Arbeiterschaft außerordentlich wertvoll gewesen. Näheres über den Inhalt der Aussprache teilt das Blatt nicht mit. Unsere Leser haben inzwischen schon erfahren, daß als einer der Erfolge der Konferenz die von der preußischen Regierung geplante Aufhebung des Verbots der Beteiligung weiblicher Personen an poli tischen Vereinen und Versammlungen anzusehen ist. Italien. * Papst Pius X. hat soeben ein Motuproprio über namentlich in das christliche Wirken zum Besten Italien, erlassen. Er betont des Volkes, ich, daß die ,, christliche Demokratie" sich auf die Prinzipien des Glau bens und der katholischen Moral stüßen müsse, ohne irgend wie das unerschütterliche Recht des Privateigentums zu ver lezzen. Die christliche Demokratie dürfe sich weder in die Politik mischen, noch auch politische Zwecke verfolgen. Die christliche Demokratie und die katholische Presse müßten den Bischöfen gehorchen und auf ihren Rat hören. Das Motuproprio soll in allen katholischen Gesellschaften und Vereinen angeschlagen und von den katholischen Zeitungen veröffent licht werden; diese sollen erklären, daß sie dem Motupropric gehorsam sein wollen, sonst sollen sie verboten werden. England. Noch immer sind unsere lieben Vettern jenseits des Kanals ganz aus den Häuschen über die Ansprache Kaiser Wilhelms an die hannoverschen Regimenter. Vor allem: sträubt sich der Chauvinismus der Briten gegen die Aeuße rung des Kaisers, daß die Deutsche Legion und Blüchers rechtzeitiges Erscheinen das britische Heer bei Waterloc vor der Vernichtung bewahrt hätten. Sie wird stellen weise in gereiztem Ton zurückgewiesen. So sagt die „ Times", das Wort von der„ Vernichtung" flinge seltsam im Munde eines Enfels einer britischen Königin, eines bri tischen Feldmarschalls, eines ritterlichen Soldaten, eines eifrigen Forschers der Militärgeschichte. Es sei bedauerlich, daß der Kaiser Worte gewählt habe, die englischen Ohren nur verletzend klingen fönnten. Uns fann es gleichgültig sein, wie die Engländer von unserer Geschichtsauffassung berührt werden. Wir haben keine Veranlassung, unsere Geschichte mit englischen Augen anzusehen. Das Londoner Blatt wirft mit seiner Apostrophierung des Kaisers als des Enkels einer britischen Königin, eines britischen Feldmar schalls geradezu komisch. Zumeist ist der deutsche Kaiser doch wohl Deutscher und oberster Kriegsherr des deutschen Heeres und der deutschen Floite, und als Deutscher kann er über Waterloo nicht anders urteilen, wie jeder Deutsche tut und wie es der Engländer getan hat, der am besten wußte, was das Schicksal der Briten bei Belle Alliance gewesen wäre, wenn Blicher nicht gefommen wäre: Welling ton. Aber Wellingtons Denkwürdigkeiten nachzulesen, fäll! den heutigen Briten nicht ein. Russland. Die Veröffentlichung der Rede, die Sergej Julitsch Witte vor zwei Jahren zu Gunsten Finlands im russischen Reichsrat hielt, hai in Petersburg wie eine Bombe eingeschlagen. Die Träger der antifinischen Politik Rußlands sind aufs höchste bestürzt und ratlos, wie sie gegen diesen höchst gefährlichen Vorstoß Wittes parieren sollen. Herr b. Plehme insbesondere, der intimste Feind Wittes und der Urheber der Vergewaltigung Finlands, ist in höchster Be sorgnis vor der Wirkung der Veröffentlichung. Zweifels. ohne ist seine Stellung dadurch erschüttert, und Wittes Chancen, wieder aus Ruder zu kommen, sind außerordentlich gestiegen. Wir würden uns nicht wundern, wenn der Nach folger des Herrn v. Plehwe Witte hieße. Balkan- Staaten. Geradezu verblüffend ist die Unverfrorenheit, mit der Rußland den Dementierapparat handhabt. Rußland war es bekanntlich, das vor allen anderen Mächten auf die Ent fernung der serbischen Königsmörder vom Hofe und aus dem Heere drängte. Das steht vor ganz Europa fest. Aber das hindert die Russen nicht, jezt, wo sie ihren Willen durchgesezt haben, in aller Form und hochoffiziell zu erklären: Rußland habe offiziell niemals die Entfernung der Verschwörer aus der serbischen Armee verlangt, und die Gefühle des Kaisers Nikolaus für König Peter seien unverändert. Alien. + Nach wie vor steht die Lage in Ostasien auf des Messers Schneide. Zwar wird auch heute sowohl von russischer wie von japanischer Seite bestritten, daß Japan an Rußland eir Ultimatum gerichtet habe. Indessen scheint die japanische Antwortnote doch eine verzweifelte Aehnlichkeit mit einen Ultimatum zu haben. Denn sie stellt den Russen eine be stimmte Frist zur Erteilung der Antwort, wenn sie im übriger auch nicht in dem gemessenen Ton des normalen Ultimatums sondern in freundschaftlichen Wendungen gehalten ist. Aber ob nun Ultimatum oder nicht: Jedenfalls werden die Kriegs rüstungen auf beiden Seiten, ja, man tann sagen, auch von England und China, fieberbaft betrieben. Die sa his wil you panische Regierung hat eine Bekanntmachung er laffen, daß sie sämtliche Trockendocks des Landes für die Kriegsflotte brauche. Die Kriegsschiffe sind zum Teil bereits in die Docks zur Reinigung gegangen. Die Russen bauen in Port Arthur einen Wall, der die Neustadt umschließt. Die Altstadt wird zerstört, der Befehl dazu ist bereits erlassen. Die anfäßlich des Zwischenfalls nach Tschemulpo beorderten russischen Kriegsschiffe sind nach Port Arthur zurückgekehrt. Rußland läßt jede Unze Gold ausprägen, es kaufte Münz maschinen in England und prägt auch privatim in Brüssel. Rußland und Japan kaufen ferner große Quantitäten chirur gischer Instrumente in England. England seinerseits tonzentriert seine Flotte vor Weihaiwei. Auch China betreibt auf eine Depesche des chinesischen Gesandten in Tokio, die den Krieg als unmittelbar bevorstehend ankündigt, seine Süstungen mit großem Eifer, soweit das bei Chincsen inöglich ist. Wie werden die Würfel fallen? Amerika. Vor einiger Zeit berichteren, wir von einem englischen Geistlichen, der es unternehmen wollte, 20 000 Menscher in einem entlegenen Gebiete Kanadas anzusiedeln. Es ge lang ihm auch, 2000 Arbeiter zu werben. Die Europa müden erhielten jedoch die Ländereien in einer Gegend, we sie dem Hungertode ausgesetzt waren, so daß sie auf Staats fosten verpflegt und in andere Gebiete Stanadas gebracht werden mußten. Nun stellte es sich heraus, daß der Geist liche sich nur deshalb mit der Kolonisation befaßte, weil er von jedem einzelnen Auswanderer 3 Prozent von der Summe der Landkosten als Provision erhielt. Auch ein Wohl täter der Menschheit. In Buenos Aires sind die Hafenarbeiter, die Angestellten im Schleppdampferbetrieb, die Straßenbahn schaffner, sowie zahlreiche andere Gewerkschaften in den Ausstand getreten. Der Ausbruch des allgemeinen Ausstandes gilt als bevorstehend. Für die internatio nale Schiffahrt, nicht zuletzt für die deutsche, bedeutet dieser Streit eine schwere Beeinträchtigung. Deer und flotte. Ueber das Tragen der Fahnen bei„ Gewehr über" hat der Kaiser folgendes bestimmt: Bei allen Ererzierbewegungen ohne Tritt und auf Märschen kann die Fahne nach Wahl des Fahnenträgers auf der rechten oder der linken Schulter getragen werden. Die enthüllte Fahne ist so zu tragen, daß fie mit dem Tuch mindestens eine halbe Handbreite von der Schulter des Fahnenträgers entfernt bleibt." Vreänderungen im Forbacher Trainbataillon. Wie amtlich gemelder wird, sind in das Trainbataillon Nr. 16 in For bach folgende Offiziere versetzt worden: Hoffmann, bisher Leutnant im Feld- Artillerie- Regiment 11, Jansa, bisher Oberleutnant im Garde- Trainbataillon, Serneburg, bisher Oberleutnant im Trainbataillon 14, die Leutnants Bärwinkel vom Trainbataillon 4 und Schleg, bisher im Trainbataillon 3 unter Beförderung zu Oberleutnants. Daraus geht hervor, daß vier Offiziere des Bataillons ausgeschieden sind. Da dies aber amtlich nicht mitgeteilt wird, so ist mit Sicherheit anzunezmen, daß sie infolge der Affäre Bisse mit schlichtem Abschied entlassen sind. Es war gegen sämtliche Forbacher Trainoffiziere, die in den Prozeß irgendwie verwickelt waren, ein ehrengerichtliches Verfahren eingeleitet worden und alle Offiziere, bis auf drei, vom Dienst suspendiert. Der jegige Stellenwechsel ist als Folge dieser Unteruchung anzusehen. Bilje war natürlich ein Hauptzeuge, und zu diesem Zwecke wurde er im hiesigen Militär- Arresthause zurückbehelten; doch soll ihm die Zeit als Strafverbüßzung angerednet werden. Daß über das Bilieiche Gnadengefuc vor Beendigung dieses ehrengerichtlichen Verfahrens feine Entscheidung erfolgen konnte, versteht sich von selbit. Aus dem Gerichtsfaal. § Das Urteil im Kischinewer Prozeß wegen der gegen di Juden gerichteten Unruhen ist gefällt worden. Die Ange flagten Gretichin und Marosjuk, gegen welche die Anklage auch auf Mord leutete, wurden zu 7 beziehungsweise ab ren Zwangsarbeit verurteilt. Gegen 22 weitere Angeklagte wurde auf Einreihung in eine Arrestantenfompagnie für ein bis zwei Jahre, gegen einen Angeklagten auf sechs Monate Gefärgnishaft erkannt, 12 wurden freigesprochen. Die anhängig gemad ten 48 3ibilflagen wurden sänttlich unberück sichtigt gelassen. Die Gerichtskosten wurden den Verurteilten auferlegt. § Die schriftstellernde Bettlerin. Vor dem Londoner Zucht polizeigericht hatte sich die unverbesserliche Bettlerin und Lagediebin Alice Mary Hunt zu verantworten und wurde ou 6 Monaten Zwangsarbeit verurteilt. Die Verhandlung mich insofern von den üblichen traurigen Londoner Sitten bildern gleichen Schlages ab, als Mary Hunt ihre täglichen Erfahrungen bei ihrem Handwerk in einem mit großer Ge nauigkeit geführten Tagebuch zu verzeichnen pflegte und dieses schriftstellerische Unikum als Beweisobjett verlesen wurde. Nachstehend einige charakteristische Eintragungen daraus: „ Die Schule ärgert mich sehr; gab mir nichts, brachte mich zum Fluchen. Lehrerin: ein Glas Claret und Stüd Kuchen. Elegante Dame, gab aber wenig. Mehrere Enttäuschungen; dann eine Dame, mit Zustimmung des Herrn, 1 Shilling. Dame, sehr freundlich gesinnt, bedauert mir nicht mehr geben zu können, hat eben für einen Fall wie meinen beigesteuert, 2 Shilling, etwas schönen Tee, Brot und Butter und eine sehr schöne Büchse mit OrtailSuppe. Dame: 1 Shilling, Dame ½ Shilling, Dame - % Shilling, letztere beide schwierig zu erlangen. Im ganzen weniger gut gegangen, 8 Shilling. Nicht genug. Müde und verdrießlich. Erholung; im Bett geblieben, obgleich ich gern zur Kirche gegangen wäre. Mein Geburtstag. Verbrachte ihn still und friedlich, aber hätte ich Geld gehabt, so wäre ich entweder zum Gottesdienst am Morgen und in den Cristal Palace am Nachmittag, oder in Dorés Bildergalerie oder in eine Kathedrale gegangen, oder hätte mir ein Geschenk gekauft. Bisweilen muß ich zwei bis drei Meilen bis zu enem Ort gehen, bevor ich mit Sammeln beginnen kann.- Müde, obgleich nicht so erschöpft wie gemöhnlich. Nahm ein Bad, wurde aber beinahe ohnmächtig, als ich meine Toilette beendete. Genoß das Bad sehr und pantschte umher. Vielleicht zuviel angestrengt. Bekam einen Regenschirm geschenkt, verlor ihn leider auf dem Heimweg. Mr. J., ein Stuger, 2 Shilling. Wenn ich meinen Verstand gebraucht hätte, würde ich wohl noch einen herum. gefriegt haben. Ein ziemlicher Dummkopf. Ich möchte, baß fich einer einmal sehr anstrengt und mir 5 Pfund gibt. Brauche viele Sachen..." Die fünf Pfund werden nun auf secs lange Monate ein frommer Wunsch bleiben müssen. Der fall Meyer". Eine Momentaufnahme aus dem Großstadtsumpf. Berlin, 22. Dezember. Die Affäre des 63jährigen Profeffor Dr. Moritz Meyer und seiner 22jährigen Gattin Frieda geb. Brium, welche unter dem Berdachte der Hochstapetei, des Betruges, der Pfandbeseitigung, des Meineids und der Kuppelei verhaftet wurden, ist typisch. Nur die Großstadt zeitigt solche Blüten, nur in ihrer Treibhausleft gedeihen Früchte von dieser Art. In den kleinen Städten draußen im Lande väre dieser Fall unmöglich gewesen, weil er sich auf einer Menge von Voraussetzungen aufbaut, die dort eben nicht vorhanden sind. ste grundete, wat vetannt als rendez- vous fur vebemalinge und Lebemädchen. Wenn Frieda Meyer„ Adieu, wiarie, adieu" sang, so mußten die Auguren vorm Podium, daß sie es nicht um der Kunst willen tat; vielmehr damit sagen wollte: ich bin noch heute die alte. All diese Mäßchen mußten dazu dienen, ihr ein Milieu zu schaffen. Sie mußte in den Bordergrund um jeden Preis. Der Graufopf an ihrer Seite störte sie nicht. Er war höchstens mit seinem Titel das Sprungbrett. Machte er Ansprüche, wurde ihm deutlich klar gemacht, daß er ja das Geld für die Diners bei Borchardt und die Soupers bei Siller nicht beschaffe. Und der Alte war so mürbe, so feig und so clend geworden, daß er winselnd zu Kreuze troch.... Im Februar wollte Madame nach Monte Carlo. Natürlich allein; nur ihre Bofe" sollte sie begleiten. Die Zofe war Anna, ihr Dienstmädchenohne Renommee tat sie's nun mal nicht. Nun ist aus der Sprizfahrt nichts geworden. Arme Frieda! Wer wird, das Geld für die Selbstkost opfern wollen für Herrn und Frau Professor Meyer? Wer gewöhnt ist, so zu leben, leidet hart unter den Entbehrungen, noch härter unter dem rauhen Gleichheitssysteme der deutschen Gefängnisse. Wird sich einer oder der andere von denen, die einst Frieda gehuldigt haben, heute noch ihrer erinnern?... Und was wird Morig über sie denken, wenn er die müden Glieder auf hartem Lager ausstrect? Morik, der am Lächeln von zwei Frauen zu Grunde ging? Richard Dietrich. Morik Meyer war früher der Leiter des Handelsteiles einer großen Berliner Zeitung und gleichzeitig Professor der Volkswirtschaft an der Charlottenburger Hochschule. Beider Stellungen ging er verlustig, weil er seine Hand dazu jeboten hatte, für höchst zweifelhafte Bankunternehmungen Stimmung zu machen, weil er sich hatte von unsauberen Batronen hatte bestechen lassen. Dieser erste Fall Meyer" erregte damals schon berechtigtes Aufsehen. Und seine eigentliche Ursache? Cherchez la femme! Auch hier, wie überall. Seine erste Frau, eitel gemacht durch die Erfolge ihres Batten, leichtlebig veranlagt an sich, stürzte sich in den Strudel des gesellschaftlichen Lebens, nahm teil an allen Genüssen, welche die Großstadt lockend bietet, und machte Schulden über Schulden. Meyer, der Weibern gegenüber immer ein Schwächling gewesen, tat alles, um die Extravaganzen seiner Frau auf legalem Wege auszugleichen. Als der Lurus dieser Frau überhandnahm und seine Kräfte nicht mehr reichten, hre Neigungen zu befriedigen, griff er nach der ersten besten Gelegenheit, sich finanziell zu verbessern, nahm Geld als Judaslohn und mußte sich gefallen lassen, mit Schimpf und Schande aus dem Tempel geworfen zu werden. An dem Lächeln einer Frau war er zu Grunde gegangen und hatte doch das Zeug dazu, im Leben eine Rolle zu spielen und jeinen Plaz auszufüllen in der Welt. Als seine erste Frau tarb, wäre die Möglichkeit vielleicht dagewesen, Einkehr und Umkehr zu halten. Aber der alternde Mann, der sich einmal auf abschüssiger Bahn befand, konnte die Kraft dazu nicht mehr finden. Er trieb sich in den Nächten herum in jenen Lokalen, in denen das geschminkte Laster ungeschminkt seine Reize feilbietet, in denen die sogenannte männliche Lebewest ihre obszönen Orgien feiert und sich würdig" vorbereitet fürs spätere Leben. Sah er nicht, daß sein grauer Kopf zum Possen der Dirnen wurde, hatte er kein Gefühl dafür, wie unsäglich beschämend es ist, wenn sich das Alter selbst zum Gespött macht? Er sah und hörte von alledem nichts. Ja, als eine blonde, geschmeidige Gazelle ihren Wuschelfopf an den seinen schmiegte und ihm lockende Worte ins Ohr hauchte, glühten seine matten Augen noch einmal auf in fast jugendlichem Feuer; rings um ihn versant die übrige Welt, seine eigene Bergangenheit, seine Gegenwart und seine Zukunft .. und der Greis mit den zitternden Knieen ließ sich von der kaum zwanzigjährigen Choristin zum Traualtar führen und machte sich zum Spielball ihrer tollen Launen. Seber Mittel bar hausten sie in ihren Flitterwochen in einer Pension, und der Gerichtsvollzieher war ihr ständiger Gast. Hatte der Alte nun wirklich geglaubt, daß seine„ zweite Frau" sich mit dem Loose begnügen würde, daß er ihr bieten Fonnte, war er so töricht, zu glauben, daß sie Liebe an ihn gefesselt hatte? Frieda Brimm dachte nicht daran, als ehr same Hausfrau dem volkswirtschaftlichen Meergreise die Strümpfe zu stopfen. Ihr Ziel ging hoch hinauf. Was man der kleinen Choristin verweigert hatte, die ihre Liebe im Detail verkaufte, das mußte man der Frau Professor" dock wohl gewähren. Und sie trieb Wucher mit dem Pfunde, das man ihr anvertraut: die ersten Geschäfte Berlins wissen ebenso davon zu erzählen, wie die Fleischer und Bäcker in Wilmersdorf, wo Meyers zuletzt ihre gelichene Wohnung aufgeschlagen. Eine Equipage, die für den Tag gemietei war Gott, man hat das in Berlin so leicht: 35 Wart fostet der ganze Zauber mußte die Naiven dupieren, und die wenigsten ahnten hinter der gewandt auftretenden Frau Professor den braven Wioritz als Gatten. Hundert tausend Mark sollen die Schulden betragen, ist das zu biel? Nab und Fern. Ein eigenartiger Fund wurde bei Biebrich gemacht. Dort wurden vier englische Schecks in Höhe von mehrerer ausend Mark aus dem Rhein gelandet. Sie sind im Jahre 1895 ausgestellt. Es ist sehr fraglich, ob die Papiere nod Wert haben. Einbruch in ein Poſtamt. Nächtlicherweile brachen zwe Männer in das Postamt zu Langen in Hessen ein. Als eir Bostunterbeamter die Einbrecher überraschte, gaben sie zwe Revolverschüsse auf ihn ab, ohne jedoch zu treffen. In Frankfurter Hauptbahnhof wurde bald darauf ein Manr unter dem Verdachte der Täterschaft verhaftet. Eisenbahnkatastrophe. Auf den amerikanischen Bahn strecken häufen sich bie schweren Unglücksfälle in erschrecken dem Maße. Wie aus Newyork berichtef wird, entgleiste au der Linie St. Louis- St. Francisco bei Godfroy in Kansa ein stark besetzter Schnellzug. Neun Passagiere sind tot zwanzig verletzt. Wer die Dinge richtig kennt, muß lächeln über die Ent rüsteten, welche die Hände über dem Kopf zusammenschlagen ob der Höhe des Betrages und gar den Geist der großen Therese" zitieren. Wist Ihr denn nicht, daß es in Eurem Berlin Hunderte von Eristenzen gibt, die auf gleichem Sande erbaut sind; tausend Kartenhäuser, die ein Hauch umbläst? Wißt Ihr nicht, daß die großen Modemagazine durch ihr Kreditgeben in großem Stile an Lebedamen, die im Preise natürlich solenn bemuchert werden, für solche„ Attären" ge radezu den Boden bereiten? Frieda Meyer, geb. Brimm war nichts als eine jener Kourtisanen, die für die jeunesse dorée nur im Preise stieg, als sie die Frau Professor" murde, aber nicht um ein Atom schwerer zu erlangen war, als früher, wo sie noch in Thaliens Reiche die Ensembles störte. Ihre Absicht liegt klar zu Tage, Das Cabaret, das Auf dem Bahnhofe in Aßmannshausen stießen zwe Güterzüge zusammen, wodurch ein Zugführer schwer und ein Heizer leicht verlegt wurden. A Das Kind als Ratte. Zu dem traurigen Fall, daß kürz lich in Leipzig- Gohlis ein Hund einem Kind, das durch der Zaun langte, den Arm abbiß, erklärt jetzt der Besitzer des Hundes folgendes: Der Hund ist nicht bissig, sondern lamm fromm und äußerst gutartig, und würde niemals einen Men schen absichtlich beißen. Die fünf Zentimeter große Deff nung, durch die das Kind griff, um eine Staude abzureißen befindet sich am Boden einer starten, gefugten Plante, sc daß das Kind sich platt auf die Erde legen mußte, um über haupt durch das Loch greifen zu können. Da das Kind den Hunde nicht sichtbar und die erwähnte Deffnung ein Ratten loch war, muß das Tier das kleine, plöglich auf dem Erd boden zwischen dem welken Laube herummwühlende Händcher für eine Ratte gehalten haben. Hätte der Hund das Kinne sehen können, so würde er es auf keinen Fall verletzt oder gar ihm den Arm abgebissen haben. Es ist behördlich fest gestellt, daß das Tier nicht bissig ist. Das verletzte Stini befindet sich den Umständen nach wohl. Zehn Kanonen gestohlen. Eine eigenartige Ueber raschung wurde den Wächtern des Woolwicher Arsenals teil. In der acht waren 10 stanonen geraubt morben ohne daß irgend jemand der zahlreichen Sicherheitsbeunter nur das geringste von diesem schweren" Diebstahl bemort: hätte Vermischtes. Dit Ein Danaerge enf. Auf Grund einer Annot iner englischen Provinzialzeitung, in der für die ines Farmers eine nicht schöne Erzieherin gesucht tellte ein Vertreter des Daily Expreß" Nachfrage in nd an, aus denen hervorging, daß auch in den vorneh Familien Londons die Hausfrauen eifersüchtig darauf Saß die Erzieherinnen nicht allzu hübsch sind. Sch oll in diesem Stande geradezu unglücklich machen, inden ifersüchtigen Hausfrauen die Hausgenossin beobachten ind sie stets im Verdacht haben, mit irgend einem männi Familienmitglied auf vertrautem Fuße zu stehen. D Ergebns dieser tiefgründigen Nachforschung wohl nur Condon zutrifft? Oder ob nicht auch anderswo die Sh jeit, um die sie beneidet werden, für Erzieherinnen in Li lichkeit ein Danaergeschenk bildet? †[ Ein seltener Irrtum tam auf dem Standesamt in Mischlewiß vor. Dort meldete der Kätner Sch). stol; die Geburt eines Knaben an. Erst nach vier Tagen bemerkte er mit seiner Ehefrau, daß das sind ein Mädchen ist. Kleinlaut erschien er wieder auf dem Standesamt, um die mit ziemlich großen Umständen verbundene Umschreibung des Bernhard in eine Leokadia zu beantragen. ** D auch am e die Berzoll Grünber Laut gerid bom 7. u in Lauter gegen Ver Rückzahlu fann aber an Ale, glauben,& bon heute Löschung S Pierbu der Chard officiere Wilhelm Gemeindef ift Organ Laubach f Die Lottericanpreisungen treffen zum Weihnachts n Scharen ein. Immer neue Wendungen wissen die toll teure zu ersinnen, in denen sie ein Los als das passend Beschenk empfehlen. Ihre Findigkeit ist ja sprichwörtli Sie haben eine unendliche Menge von Reizmitteln an Hand, um auf die Begehrlichkeit des Punden einzumirler Jemand, der in dieser Hinsicht Erfahrungen gesammelt jibt diese in einem süddeutschen Blatt zu Nu und Fromme son Leidensgenossen zum besten. Vor kurzem so erzä er- erhielt ich) von dem Stollekteur einer ausländi Cotterie ein Los, das, wie dieser zufällig erfahren hat", Nummer meines Telephons trägt. Das sei gewiß ein zu beachtender Wint! Der Plan schien mir doch ein wen zu plump angelegt, denn ich bilde mir ein, doch nicht denen zu gehören, die nicht alle werden". Freilich bedarf& feines großen Scharfsinnes, um herauszufinden, daß du Kollekteur an der Hand der Adreß- und Telephonverzeichn sich diese zufälligen Ermittelungen überaus leicht be schaffen kann. Von größerem Raffinement zeugt der folgend Fall: In der Hauptklasse einer nichtpreußischen Lotteri wurde mein Los einige Tage vor Beendigung der Ziehun mit der kleinsten Gewinn gezogen. Der betreffende Kold teur sandte mir ein Ersatzlos mit dem Bemerken, daß d Haupttreffer noch in der Urne liegen. Er erbitte sich aber d eventuelle Rücksendung des Ersatzloses mit wendender Boit Auein schon ein paar Stunden nach Empfang seines Brief erhielt ich von dem Kollekteur das folgende Telegramm ni bezahlter Rückantwort:„ Ersatz behalten oder nicht?" endlich, dachte ich, hat der Ausspruch eines in den 60er Jahre en vogue gewesenen Frankfurter Börseaners:„ Der Meri würde eher vom Blizz erschlagen, als mit einem Lotterip : reffer beglückt!" eine Widerlegung erfahren. Es war be nir ausgemacht, daß auf das Ersaklos an dem betreffend Morgen ein großer Gewinn gefallen sein mußte, denn ander konnte ich mir die mit dem Schreiben des Kollekteurs nic ereinbart. Gile nicht erklären. Selbstverständlich benut ch die bezahlte Nickantwort zu einem bejahenden Bescheid Du ahnungsvoller Engel du" nannte mich ein Freund, der ich von meinem erhofften Glück streng diskrete Mitteilun nochte.„ Die Depesche hat ihren Zweck erfüllt; der Kollekter hat gegen eine Ausgabe von einer Mark für Telegrami spesen sein Los, das ihm über das Zehnfache einbringt, a en Mann gebracht, und Sie können es höchst wahrscheinli zu den anderen, leer ausgegangenen legen." Und das, i auch tatsächlich der Jall gewesen. Weihnachtsgeschenke für die streikenden Crimmitschauer Weber laufen aus allen Gegenden Deutschlands ein. Außer großen Geldsummen jeder Ausständige erhält als Weihnachtsgabe den Betrag einer Wochenunterstützung- gibt es gewaltige Risten mit„ Naturalien", unter denen alles nur Erdenkbare figuriert: außer Kleidern, Wäsche, Schuhen, Hüten u. a., Kindersportwagen, Kinderschlitten, Musiknstrumente, Kinderwiegen, Pferdeställe, Kaufläden, Aepfel. Karten, Puppen, Messer, Schlipsnadeln, Broschen, Damenfetten, Armbänder u. s. w. u. s. w., auch der- Neujahrspunsch fehlt nicht. Wie gemeldet wird, sollen etwa 1200 Weber mit ihren Familien aus der Landeskirche ausgetreten sein, weil die Weihnachtsfeier verboten wurde. Das läßt tief blicken!] Am schwarzen Brett" der Universität Heidelberg befindet sich seit einigen Tagen foljender Anschlag:„ Zahlreiche in letzter Zeit zur Anzeige geangte grobe Ausschreitungen von Studierenden veranlassen mich zu der Maßnahme, daß von der Befugnis, polizeiliche Haftstrafen im Harzer verbüßen zu lassen, bis auf weiteres ein Gebrauch mehr gemacht wird. Derartige Strafen werben in Zukunft im Amtsgefängnis vollstreckt werden.( gez.) Bebting." Das läßt tief blicken! [ Der Kammerdichter.] Bei der Erörterung über die Weihnachtsferien in der bayerischen Kammer, die bis 8. Januar dauern, hatte der Abgeordnete Kohl folgenden„ Anrag" eingebracht: Die Vertagung bis zum achten, Sie befriedigt nur die Hälfte; Denn nach besserem Grachten Wär' der beste wohl der elfte." In der Sache gaben alle Parteien dem Abgeordneten Rohl recht. Der 8. Januar fällt auf Freitag, und an den egten zwei Wochentagen werden schwerlich viele Abgeordnete nach München kommen. In der Form allerdings traf der poetische Versuch des Abgeordneten auf harte Kritik, fast so jart wie der Trab seines Pegasus. Wucherzinsen. In München macht eine Enthüllung berechtigtes Aufsehen, die der in Konkurs geratene und mi schlichtem Abschied aus dem Heere entlassene bisherige Ober leutnant Böck vom 2. Reiterregiment gemacht hat. Er gal an, Wucherern in die Hände gefallen zu sein, die von ihn 800 000 Mart verlangen, während er in Wirklichkeit mu 100 000 Mark erhalten habe. † Doppelfelbstmord. Ein Offiziersdrama spielte sich i Frankfurt a. M. ab. In der Wohnung des Leutnants r mann Lamprecht vom 81. Infanterie- Regiment wurde diee und ein unbekanntes Mädchen erschossen aufgefunden. Lhuchjustiz in Böhmen. Der Gemeindevorsteher r Hermannsdorf in Böhmen wurde das Opfer eines furt baren Racheattes. Die Bauern, die ihn eines ungerech Vorgehens bei der Verteilung von Notstandssubvention beschuldigten, rotteten sich zusammen und prügelten ihn in Knüppeln und Stöcken zu Tode. Jack, der Aufschlißer" in Newyork. In einer Me rosenherherge in einem verrufenen Winkel Newyorks wurd in Mädchen von einem schwedischen Seemann in ver furch! jarsten Weise abgeschlachtet. Der Unhold verfuhr bei seine cuchlosen Tat genau so, wie es seiner Zeit Jack, der Aur chlitzer" bei den vielen Morden im Londoner Stadtte Whitechapel zu tun pflegte. D vergangene 34 Randid * B * Ged von Gießen. * D Institut d das Fach * * drücklich a hingewiefer Umschlog dürften. * D Das Neuefte aus den Witzblättern. Bon der Schmiere. In einem Trauerspiel brid bei der ernſteſten Szene das Publikum in lautes Lach aus. Da erhebt sich der sterbende Held und ruft wütend b der Bühne herab: Ihr Schafsköpfe, das ist doch ei Trauerspiel und keine Komödie!" Anzeige. Das Restaurant„ Zur Waldecke" empfiel sein ausgezeichnetes Bier und seine vorzügliche Küche. Bie faches Echo; Sonntags achtfaches. Vergaloppiert.... Meine Gnädige, ihre heutig Toilette ist reizend!.. Sie sehen um dreißig Jahr jünger aus!" Natürlich.„ Was macht ihr zukünftiger Schwieger john, Herr Kommerzienrat?"-- ,, Was wird er machen?! Sein Glück!" Rasernhofblüte. Unteroffizier:„ Aber Meier sie seufzen ja wie' n Krokodil, das seine Tränen versteuer muß!" herausgege nunmehr Verkaufsft 2 Doppelter Grund.„ Warum magst du den Mülle eigentlich nicht als Zufünftigen?"„ Nun, erstens hat e ein Auge aus Glas und zweitens schaut er mit der andern Auge am liebsten in's Glas!" * die Lehrer tan. Der im Cafe Zeitungsnotiz. Gestern starb hier Herr Suder! her Erfinder des berühmten Lebensbalsams, 32 Jahre... * liden geftelt ift bon 9500 Scheußlicher hat, noch bom Prov * Behalte Jannar 1 gestellten 10.13. 16. 19 22 25.28 bom 31 zu beziebe * * zur ander portofre e @taates warden teuerften Stüd mit und 50-9 * fichert w Einrichtu abgefchaf Basthorn anderen ihren me einem m Auch das! Sie:„ Zu meinem neuen Jaquet brauche ic wotwendig auch ein neues Kleid!"- Er:„ Aber liebes Kind Aleider, nichts als Kleider! Hast du denn gar keinen Sin ür etmas Höheres?"- Sie: Für Höheres? O ja, id brauche auch einen neuen Hut!" ( Fl. Bl.) Aus der guten alten Zeit. Hauptmann( vor de Schlacht):„ Leute, nehmt die Sache nit zu leidyt! De Herr General hat gesagt, daß uns der Feind gar nit rech Dohlgesinnt sein soll!" Es beste 3. B. 1 Für die Sorben hörnern mag der Bu elaffer grundstü * größten Rudolf 480 000 Der Fu das Exp maßent daß ich id u i dara", Sabre b bez ff rte und mei ich bab dante fondern Grund einer in der fir Erzieherin ge prep" Nadira 3 auch in den eifersüchtig hübsch find. lüdlich machen genojjin beoba t irgend einem Fuße zu stehen hforschung wohl auch anderstood ir Erzieherinnen reffen zum Bei ndungen willen in Los als das gfeit ist ja pri ben Reizmitte des unden ein fahrungen gefa att zu Nud Bor furzemfteur einer au Bufällig erfahren Das sei gewi schien mir doch be mir ein, do erden". Freili herauszufinden und Telephone ngen überaus inement zeugt de nichtpreußisch Beendigung de Der betreffen dem Bemerken 11. Er erbitte fi oses mit mendend Empfang feines folgende Telegra halten oder ni eines in den 60 Börjeaners:„ Da als mit einem! g erfahren. E Blos an dem be n fein mußte, dem iben des Kollefte Selbstverständli nem bejahenden nte mich ein Fr treng distrete ved erfüllt; der r Mark für Zehnfache ein en es höchst wa en legen." macht eine onfurs geran entlassene bis ent gemacht hat len zu sein, die Der in Wirl ersdrama spielte ung des Leutnan -Regiment wurde fen aufgefunden. Gemeindevorsteher as Opfer eines ihn eines unge Notstandsjubve und prügelten wyork. In Binfel Newp Seemann in hold verfub r Zeit Sad m Londoner Jitzblätte nem Trauerfi fum in laute d und ruft wi pic, das ill Die!" ir Waldede" rzügliche Aud Gnädige, ihr dreißig fünftiger wird er maden Ter:„ Aber ne Tränen ver magit du den M Run, erftens b fchaut er mit hier Herr sbaljams, Jaquet braude „ Aber liebe R gar feinen& eres? Dja uptmann( bor au Teidt ind gar nit Lokales. Gießen, 23. Dezember 1903. Das großh. Hauptsteueramt Gießen wird uch am ersten Weihnachtsfeiertag zwischen 10 und 12 Uhr die Berzollung von Postsendungen vornehmen. * Das Großherzogliche Amtsgericht Grinberg veröffentlicht folgende öffentliche Aufforderung: Laut gerichtlich bestätigter Schuld- und Pfandverschreibung Dom 7. August 1802 entlichen Heinrich Bräunina Eheleute in Lauter bei Johann Heinrich Rock daselbst 200 Gulden gegem Verpfändung des Grundstücks Flur 1 Nr. 39. Die Rückzahlung der Schuld ist glaubhaft gemacht; die Urkunde lann aber nicht vorgelegt werden. Auf Antrag ergeht daher an lle, welche Ansprüche aus derselben bilden zu können glauben, die Aufforderung, solche innerhalb zwei Monaten, von heute an, dahier geltend zu machen, gegenfalls die Löschung der Hypothef verfügt werden wird. ** Militärdienstnachrichten. Prinz Alfred ufenburg und Büdingen, Major à 1. s. der Armee, ist ber Charafter als Oberstleutnant verliehen. Die Unteroffiere Moeller, Kieniß und Koch im Inf. Reg. Raiser Wilhelm( Gießen) sind zu Fähnrichen befördert. * 8u beseßen ist die 1. Lehrerſtelle an der Gemeindeschule zu lliphe, im Kreise Gießen. Mit der Stelle ift Organisten dienst verbunden. Dem Grafen zu SolmsLaubach steht das Präsentationsrecht zu. * Dem Gerichtsschreiberexamen, welches in bergangener Woche in Tarmstadt stattgefunden, hatten sich 34 Randidaten unterzogen. ** Bestätig wurde die Anstellung des Lehrers Gg. Bed von Villingen an der Gemeindeschule zu Röthgek, Kr. Biefen. ** Dr. Max Hartmann, Assistent am zoologischen Institut der Landesuniversität, wurde die venia legendi für das Fach der Zoologie erteilt * Stadttheater Gießen. Nochmals sei ausdrücklich auf die Weihnachtsabonnements des Staditheaters hingewiesen, die 10 Bons umfassen und in gefälligem Um chlag sich als beliebtes Weihnachtsgesch nf rep äsentieren dir ftten. ** Das Adreßbuch der Stadt Gießen für 1904, herausgegeben von Herrn Buchdruckereibesißer Kindt, ist nunmehr fertig und die Interessenten fönnen es bei allen Verkaufsstellen haben. * Lehrergesangverein Vor furzem haben sich die Lehrer in Gießen zu einem Lehrergesangverein zusammentan Der Dirigent ist Lehrer Becker, das Vereinslokal ist im Cafe Ebel. ** Die Schlußrechnung der landwirtschaftliden Ausstellung zu Gießer, welche jgt fert g gest. Ut ist, weist, wie man e: wartet hat, einen Fehlbetrag bon 9500 Mt. auf. Ein Resultat, das in Anbetracht des scheßlichen Wetters, welches die Veranstaltung geschädigt hat, noch sehr günstig zu nennen ist. Tas Defizit wird vom Prov vzial- Verein zu tragen sein. * Der Absatz 1 des Artikels 1 des Gesezes, die Gehalte der Volksschullehrer betreffend, v.m 2. Januar 1901, erhält folgende Fassung:„ Die d finit v angestüten Lebrer an den Volksschulen haben: im 1.- 3. Dienfijab einen Gehalt von 1100 Mt. 11 " 4.- 6. 7-9. 10.- 12. " " " 1250" 1400 1550 I " " 13.- 15 1700 " " " " 16.- 18. 1850 " " " " 19-21. 2000 H " " " 22-24. 2200 " 11 " " 25.- 27. 2400 " 11 " " 28.- 30 2600 " " 1 H 2800 11 " " " " 1 vom 31. Dienstjahr an ju bezieben." ** Für Markensammler. Die in diesem Jahre zur anderweiten Feststellung der Pauschalsumme, die für portofre e Beförderung der Dienstbriefe s itens des preußischen Staates an das Reich gezoht wird, verwendeten Marken widen schon j szt von Sumanlern eifrig gehandelt. Die tezersten Marken sind die 2 und 3- Pfennigmarten, die pro Stück mit 12 und 13 Pfennig bezahlt werden, auch die 40urb 50- Pfennigmarten sind lebhaft begehrt. * * Das Posthorn bleibt. Wie postoffiziös ver sichert wird, sei feine Rede davon, daß eine so ehrwürdige Ginrichtung, wie sie das Symbol der Post bildet, einfach abgeschafft würde. Gerade in Berlin werde das Blasen des Basthorns mit solcher Liebe gepflegt, wie taum in einem anderen Bezirke. Bei der reichseigenen Posthalterei mit ihren mehr als 900 Postillonen werden die Postillone von cem musifv rständigen Beamten im Blasen ausgebildet. Es besteht ein besonderes Musikkorps von 30 Mann, das 1. B. bei zahlreichen postalischen Begräbnissen mitwirkt. Für die Geschicklichkeit im Blasen hat der Oberpostdirektor soeben wieder eine größere Zahl der silbernen Ehrenposthörnern verliehen Veranlassung zu der irrigen Nachricht mag der Umstand gegeben haben, daß die Oberpostdirektion zu elaffen hat, daß beim Aus- oder Einfahren in Postgandstücke das Signalgeben mit dem Posthorn unterbleibt. ** Wie Inserate das Geschäft heben! Den größten Inseraten- Etat in Teutschland dürfte die Firma Rudolf Herzog in Berlin haben, die alljährlich zirka 4880 000 Mf. für Zeitungs- Inserate ausgibt. Der Begründer derrama wollte einmal seine Refiame einstellen. Wie ihm das Experiment gelungen, darüber läßt er sich folgendermaßen vern hmen:„ Mein Geschäft ging dabei so schlecht, daß ich bess r geran hätte, es zu schließen Dann begann ich zu inserieren. Ich wendete im ersten Jahre 1250 Mt. daira, und mein Umsatz st eg auf 36 000 Mt.; im dritten Jahre verwendete ich 12000 Mf. auf Inserate, mein Umjazz bez ff rte sich auf Hunderttausende, jezt beträgt er Millionen, und mein Gewinn steht im Verhältnis dazu. Alles, was ich habe, meinen Weltnamen, mein Millionengeschäft, verdaante ich nicht allein der dieellität der Geschäftsführung, soondern zu neinundneunzig Hunderttel der Macht der 3 tun Anzeigen Ich hin zu der Gemisheit gekommen, daß heutzutage fein Geschäft ohne die Macht der Zeitungsfann." Anzeigen in die Höhe tommen und gewinnbringend werden Geschäftswelt in hohem Grade verdienen! Das sind Aenßerungen, welche die Beachtung der X Krofdorf, 22. Dez. Der 1. Bürgermeistereisekretär, dessen Verhaftung wir gemeldet, ist bereits gestern abend in Wezlar wieder aus der Haft entlassen worden. Die Entlassung ist erfolgt, nachdem sich schon auf Grund der bloßen Vernehmung des Verhafteten die Grundlosigk- it der Verhaftung bezw. der erhobenen Anschuldigung ergeben gelegenheit dauerten bis über Mitternacht Einaus. Auch von hatte. Die gerichtlichen Vernehmungen in der ganzen AnSeiten des verhafteten Bürgermeisters ist Protest gegen seine Inhaftierung erhoben worden. + Schotten, 19. Dez. In der legten Nummer des Kreisblattes steht folgende urkomische Annonce aus dem Dorfe Kaulstos zu lesen:„ Meine Frau ist mir verloren gegangen. Der ehrliche Finder wird gebeten, dieselbe zu behalten. J. G. J." A Lich, 20. Dez. Theater- Direktor Gittermann hat dieser Tage im Heiland'schen Saale seine Theatervorstellungen begonnen. Er spielt auch in den Nachbarstädten Hungen und Nidda. Abends 5 Uhr: Pier Schwale Abends 5½ Ugi i Korfi: mandensaal: Weihnachtsfeier der Vereinigung der fonfirmierten weiblichen Jugend der Matthäusgemeinde. In der Johannesgemeinde. Vormittags 9.30 Uhr: Pfarrer Dr. Naumann. Nachm. 5 Uhr: Pfarrer Euler. 2. Weihnachtsfeiertag, den 26. Dezember. Kollekte für die Armen. In der Stadtkirche. Vorm. 9,30 Uhr: Pfarrer Schwabe. Abends 5 Uhr: Liturgische Feier. Pfr. D. Schlosser. Abends 6,30 Uhr im Konfirmandensaal: Weihnachtsfeier der Vereinigung der fonfirmierten männlichen Jugend der Matthäusgemeinde. In der Johannesfirche. Vorm. 9,30 Uhr: Pfarrer Euler. Beichte und heil. Abendmahl für die Lufus- und Johannesgemeinde. Anmeldungen vorher bei dem Pfarrer jeder Gemeinde erbeten. Nachm. 5 Uhr: Siehe Stadtkirche. Lich, 22. Dez. Nach mehr als 50jähriger Tätigkeit ist der Lehrer With Jäger auf sein Nachsuchen unter Sonntag nach Weihnachten, den 27. Dezember. Anerkennung seiner Dienstzeit mit Wirkung vom 1. Dez. in den Ruhestand verseßt. Griedel, 22. Dez. Ein auf dem hiesigen H faut bedienstet gewesener Knecht wurde unter dem Verdacht, den gemeldeten Brand arlegt zu haben, verhaftet. ):( Buzzbach. 22. Dez. Ueberfahren wurde gestern auf der Griedeler Chausse der Gendarm Vogel als er zwei durchgehende Pferde aufhalten wollte. Die erhaltenen Verlegungen sind nicht leichter Natur. + Dorf- Güll, 20. Dez. Her hat sich eine„ Landwirtschaftliche Bezugs- und Absaßgenossenschaft" gebildet, welche gemeinschaftlichen Ein, bzw. Verkauf von Gg n ständen, Verbrauchsstoffen und Erzeugnissen bezweckt. Neustadt M.- W- 8, 22. Dez. Eine Anzahl 12 und 13jähriger Jungen hatte sich zu einer Diebesbande zusammengetan und verübten häufi Diebstähle an Brot, Fleischwaren, sowie Werkzeuge und dergleichen. Als Aufbewahrungéort und Lager dient der„ runde Turm". Durch Zufall wurden die jugendlichen Räuber entdeckt und schen ihrer Bestrafung entgegen. = Frankfurt a. M., 22. Det. In seiner Wohnung ershoß heute Vormittag der Leutnant Hermann Liuprecht vom 1. Infantern regiment die 26jährige Frau Julie franten, und dann sich selbst, das Motiv der Tat ist noch Löay geb. Kuttne, gebü.tig aus Weißenstadt in Overunbekannt. Breuer u. Co. dahier beschäftigt gewesene 50 Jahre alte Höchst a. M, 22. Dez. Der bei der Firma Arbeiter Becht aus Niederhofheim ließ sich dort vom Eisenbahnzuge überfahren, weil ihm eine Untersuchung wegen Veruntreuung von Metall- und Eisenteilen Sevorstand + Mainz, 22. Dez. In der Brauerei Schöffechof wurden mehrere Brauburschen wegen Bierunterschleifen ver haftet. Der Inhaber der bekannten Firma Jes. Breidenbach Nachf. Wilhelm Dieterich stürzte heute Nachmitttag am Rheinuter vom Schlage getroffen tot nieder. Worms, 23. Dez. In einem Anfall von Schwer mut brachte sich gestern nachmittag halb 5 Uhr in einer Fabrik ein lediger Arbeiter Stichwunden an der Brust und an dem linken Handgelenk bei, sodak der Bedaue nswerte im städt schen Krankenhause Aufnahme finden mußte. Litterarisches. Vor und liegt der 3.( Schluß)-Band der Sammlung Vivat Academia! Im Wechsel der Zeit" Roman von Baul Graben. Berlin, Rich. Bong. Preis 2 Marf. Durch die Pforte des bier- und liederfrohen Jena, aus den Jahren d 3 e ſten Lebenskampfes, der sich„ In der Ph lister Land" abg spielt hat, sind Grab.ins Hauptfiguren nun In der Stadtkirche. Vorm. 9,30 Uhr Pfarrassistent Lic. Gaul. In der Johanes firche. Vorm. 9,30 Uhr: Pfarrer Dr. Naumann. Sylvester, Donnerstag, den 31. Dezember. In der Stadtkirche. Abends 6 Uhr: Pfarrer D. Schlosser. In der Johanneskirche. Abends 8 Uhr Pfarrer Dr. Naumann. Katholische Gemeinde. Donnerstag, den 24. Dezember. Nachmittags um 5 Uhr und abends um 8 Uhr: Gelegenheit zur heil. Beicht. 5 " Freitag, den 25. Dezember. Weihnachtsfest. Vortaittags von 5 Uhr an: Gelegenheit zur hl. Beichte. ist die Christ mette. um 6, 6½ u. 7 Uhr sind hl. Messen. Vormittags um 8 Uhr: Die zweite hl. Messe. um 9½ Uhr: Hochamt mit Predigt. Nachmittags 5 Uhr: Fest- Andacht mit Segen. Nachmittags 5 Uhr und abends um 8 Uhr: Gelegenheit zur hl. Beichte. Vormittags von 6,30 Uhr an: Gelegenheit zur hl. Beichte. Samstag, den 26. Dez. Fest des hl. Stephanus. um 7 Uhr: Die erste heil. Messe, vor und in derselben Austeilung der heil. Kommunion. 11 um 8 Uhr: Die zweite hl. Messe. Militärgottesdienst. Nachm. um 5,30 Uhr: Andacht. um 9,30 Uhr: Hochamt mit Predigt. " um 5 Uhr und abends um 8 Uhr: Gelegenheit zur Hr. Beicht. Sonntag, den 27. Dez. Sonntag nach Weihnachten. Borm. von 6,30 Uhr an: Gelegenheit zur hl. Beicht. um 7 Uhr: Die erste heil. Mess, vor und in derselben Austeilung der heil Kommunion. um 8 Uhr: Die zweite heil. Messe. um 9,30 Uhr: Hochamt. Nachm. um 5,30 Uhr: Andacht. Methodistengemeinde, Asterweg 16. Weihnachten, abends 8 Uhr: Predigt. Sonntag, 27. Dezember, abends 8 Uhr: Predigt. Berantwortlich: für den politischen und Inseratenteil: Albin Klein für das Lofale, den„ Gerichts." nnd Deffentlichen Sprechsaa." Fr. Obvermann emporgestiegen zu der Höhe des Mannesalters, und ein Was ist im deutschen Vaterland wunderbar fein durchgeführter, in dem Dasein eines jeden Mannes sich früher oder später einmal einstelle der Konflikt, den der Held seiner ganzen Charakteranlage gemäß si greich überwinden muß, bildet nun den fesselnden Inhalt der das Ganze frönenden erzählung. Das Ideal und das Leben ringen hier mitemande, und Hellmrich, der uns so vertraut und liebgewordene Held der Romanfolge ,, Vivat Academia", der Vertreter einer idealen Weltanschauung besiegt seine eigenen Leidenschaften und die der andern, ein Mann im Sinne des alten Walther vn der Vogelweide, der den Löwen und den Riesen geschlagen, indem er sich selber treu geblieben ist und dennoch sich selbst überwunden hat. Kirchliche Nachrichten für Gießen. Evangelische Gemeinde. Donnerstag, den 20. Dezember. In der Stadtkirche. Nachm. 3 Uhr: Weihnachtsfeier für die Kinderkirche der Matthäus- und Markusgemeinde. Pfarrer D. Schlösser und Pfarrer Schwabe. Abends 5 Uhr: Weihnachtsvesper für die Militärgemeinde. Pfr. Euler. In der Johanneskirche. Nachm. 3 Uhr: Weihnachtsfeier für die Kinder aus dem Kindergottesdienst der Lukasgemeinde. Pfarrer Euler. 1 Weihnachtsfeiertag, den 25. Dezember. Kollekte für die Kleinfinder- Bewahranstalt. Gottesdienst in der Stadtkirche. Vormittags 9 Uhr: Pfarrer D. Schlosser. Beichte und heil. Abendmahl für die Matthäus- und Markusgemeinde. Anmeldungen vorher bei dem Pfarrer jeder Gemeinde erbeten. So vielgenannt, so wohlbekannt? Was ist der deutschen Hausfrau'n Stern? Was hat die Wäscherin so gern? Es ist und bleibet Eureka", Ein jeder lobt es fern und nah. ( ,, Eureka" hat sich durch seine Güte im Fluge die Gunst der deutschen Hausfrauen erworben Ueberall erhältlich pro Packet 15 Pfennig.) Eine anerkennende 3 fait Herrn Franz Wilhelm, Apothefer. f und fefli sant in Neunkirchen, Niederöert.is Mittersill. Mache Ihnen zu wissen, dak Iv Wilhelm's antiarthritischer antirheumatischer Blutreinigungs- Thee sieben Personen, die gichtleidend waren, geholfen hat, so daß alle jetzt gesund find; eine Berson, maß ich br= merken, ist schon ein ganzes Jahr im Bette ge legen, und auf mein Auraten hat sie solchen Thee getrunken und fan jest wieder ihr 11 Geschäften maßgehen.. Auch meine Frou findet diesen Thee im Hause unentheh ich. Ich sare dem Erfinde diss Stes tai sudmat Dant, indem dieser Thee in jedem Hasie und in jeder Familie ist oder vorasia s in soll. 7 Achtungsvoll Georg Kräll. Bestandte: Junere Nugrinde 56 Balmuzichule 56. Ulmenride 7, fra en aner 5. Gayabilendiam. z 36. Semas Per Cantetanta 75. Bonduel 44, Carur: Touch you, Radic. Canophy. 300 China she 300 Crona 7. Fenchelwurze Same 75, Braswel. 67. Bugholzmur ef 75. Sulfabari.vurzel 35, Jendel, rom. 350, rocis Gent 350, Nachtschattenstengel 73. 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Dezember 1. an bis auf weiteres zu erteilenden Zusagen. Bei Hypothekar- Darlehen an Private bet der Zinsfuß 34%, die einmalige Bergütung, wer bei der Auszahlung an die Bank zu entrichten ist, 1,30 Bei Kommunal- Darlehen hat der Anleiher b Wahl zwischen folgenden zwet Wegen: 1. Der Zinsfuß beträgt 3,70%, die einmal Enschädigung 1,10%; oder 2. Der Zinsfuk beträgt 33% in den ersten 10 Jahren; von da ab 358%, die einmalige schädigung 1,20%- Erfolgt die Auszahlung des Darlehens nicht inne halb 4 Wochen nach der Zusage, so erhöhen sich die bo genanten Säße für die einmalige Vergütung je um 0,20 Contentia. ( Wohlthätigkeitsverein.) Am 1. Weihnachtsfeiertag, Abends punkt 8 h Weihnachtsfeier in der Turnhalle zu Gießen. Programm: Aufführung lebender Bilder mit Musikbegleitung. Verlosung 2c., nach 12 Uhr Tanz. Freunde und Gönner des Vereins find freundlichst eingeladen. Der Vorftand. Da der Reinertrag dieses Abends dem Fond armen Kindem recht zahlreichen Zuspruch. 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