ahnwärter de ifta Bertaufste 1,10 1,25 1,25 1,05 1,20 1,20 1,00 ' 1,15 S 1,15 M r Doppel weitere 5% ir den Zent au 6 Zentne 2c.) mit feine n ist, geid 5 Gentner R er Nr. 249. Abonnement& prets: in Gießen, abgeholt monatlich 50 Bfg., in's Haus gebracht 60 Bfg., durch die Post bezogen viertels fährlich Mr. 1.50. Bratisbeilagen: Oberheffische Familienzeitung( täglich) Oberheffische Beitschrift für Landwirtschaft, Sbft- und Gartenban, sowie die Gießener Seifenblasen( wöchentlich). Das Blatt erscheint an allen Werttagen nachmitags. Freitag, den 23. Oftober 1903. Gießener 12. Jahrgang. Jusertionspret 8s Die einspaltige Betitzeile für Gießen wie ganz Oberbeffen, die Kreise Wezlar und Marburg 10 Bfg. fonft 15 Pfg.; Reklamien die Petitzetle 30 refp. 40 Bfg. Bofizettungsliste No. 3969. Redaktion und Expedition: Gießen Neuenweg 28. Ferusprechauschlag Nr, 362. Neueste Nachrichten ( Gießener Tageblatt) Anabhängige Tageszeitung ( Gießener Zeitung) für Oberheffen und die Kreise Marburg und Wetlar; Lokalanzeiger für Gießen und Umgebung. Enthält alle amtlichen Bekanntmachungen der Großh. Bürgermeisterei Gießen und anderer Behörden von Oberhessen. Bekanntmachung. Betr. Aenderung an Wegübergängen der Bahnstrecke Gießen- Fulda. Der landespolizeiliche Erörterungstermin für die in unserer Bekanntmachung vom 13. I. Mts., Kreisblatt Nr. 122, es wähnte Aenderung des Wegüberganges bei km 22.42 der Bahnstrecke Gießen- Fulda in der Nähe ber Station Grünberg findet. Dienstag, den 27. 5. Mts., vormittags 10 Uhr 36 bet km 22,42 statt. Die Beteiligten werden aufgefordert, in dem Termin an Ort und Stelle zu erscheinen und etwaige Einwendasfotungen, Anträge und Wünsche daselbst vorzubringen. burgerfte. e 10, 13. nferer Gas tole dieselben aud auk rhalb der Oftroitüdver Gicker. Giessen. tag: ope. nit Krant in bekannta Güte 8. ermeiffer, 0000 ger Expedition. GOO! Gießen, den 21. Oftober 1903. Großherzogliches Kreisamt Gießen. Dr. Breidert. Bekanntmachung. Die am 9. September I. Js. angeordnete Sperre des Selterswegs zwischen Wolkengasse und Südanlage wird hiermit aufgehoben. Gießen, den 23. Oftober 1903. Großh. Polizeiamt Gießen. Hechler. Bekanntmachung. Die am 6. August 1. Js. angeordnete Sperre Der Wolkengasse wird hiermit aufgehoben. Gießen, 23. Oftober 1903. Großh. Polizeiamt Gießen. Hechler. Bekanntmachung. Samstag, den 24. de. Mts. nachmittags 5 Uhr soll in dem hiesigen Rathause das Herausfahren des in dem Stadtwald zur Fällung kommenden Stamm: holzes aus den Heegschlägen an den Wenigstnehmenden bergeben werden. Grünberg, am 22. Oftober 1903. Großherzogliche Bürgermeisterei Grünberg. Zimmer. Bekanntmachung. Die unter dem Schweinebestand des Bahnwärters Bloch in Gießen ausgebrochene Rotlauffeuche ist erloschen. Die Gehöftsperre ist aufgehoben. Gießen, 21. Oktober 1903. Großh. Polizeiamt Gießen. Hechler. Bayern und das Reich. In der bayerischen Kammer der Abgeordneten hat Ministerpräsident Frhr. v. Podewils gestern ( Donnerstag) eine sehr lange und bedeutsame Rede über die Beziehungen Bayerns zum Reich gehalten. Sie sollte wohl als eine Abwehr der in letzter Zeit wieder ins Kraut geschossenen reichsverdrossenen Nörgeleien mit partifularistischem Hintergrunde gelten und lieferte den sprechendsten und schönsten Beweis dafür, daß nicht ein Titelchen von jenem gegenseitigen Vertrauen abhanden gekommen ist, welches die Grundlage des Reiches bildet und zur Wohlfahrt der ganzen Nation dringend von Nöten ist. Podewils führte das Hauptverdienst an dieser höchst befriedigenden Lage auf seinen Vorgänger, den Grafen Crailsheim, zurück, dessen ganze Persönlichkeit und dessen der vaterländischen Geschichte für alle Zeiten eingetragener Ehrenname hoch über die persiden Verdächtigungen erhaben sei, die in letzter Zeit ab und zu laut geworden seien. Es sei gänzlich irrig, anzunehmen, daß sich Bayern seiner zweiten Kormachtstellung im Reiche begeben habe. Aber die loyale Pflichterfüllung gegen das Reich und die loyale Pflichterfüllung gegen die engere Heimat müßten eben Hand in Hand gehen, sollte anders das Ganze gedeihen. Es würde ganz und gar falsch sein, wollte man Bayerns Aufgabe in einer„ unfruchtbaren Passivität oder gar Verneinung" suchen. Aktive Mitarbeit sei dringend von Nöten. Je gediegener, wirkungsvoller und einflußreicher diese Mitarbeit aber sei, um so angesehener werde sich auch Bayerns Stellung im Reiche gestalten. Es sei ein„ Wirken im Zirkel, der Teil für das Ganze und das Ganze für den Teil", von denen feiner den anderen entbehren könne, ieder den anderen nothendig habe. Nur so könne Alldeutschland wirksam in den gewaltigen Konkurrenzkampf der Nationen treten, nur seinen vollen Anteil an der Weltwirtschaft gewinnen. Und immer wieder kam Herr v. Vodewils auf die Gerüchte von unitarischen Bestrebungen zurück, auf Die reichsfeindliche Nörgelei, die den Sinn für das Ganze zu trüben versuche, immer wieder betonte er mit beredten und scharf geschliffenen Worten, daß an eine Verschiebung der Machtverhältnisse unter den Bundesstaaten nirgends gedacht werde". Die Reichsleitung selbst sei zu aller Zeit und auch heute noch von diesem Bewußtsein durchdrungen. Das habe er erst wieder bei seinem Besuche in Berlin aus dem Munde des Reichskanzlers selbst erfahren, dessen loyale Aussprache er nur mit vollſtem Vertrauen erwidern könne. Der Kaiser, so hat mir Graf Bülow als letztes noch beim Abschiednehmen gesagt, und er, der Reichskanzler, betrachten es als eine Ehrenpflicht, die Rechte der Bundesfürsten und Bundesstaaten auf das sorgsamste zu wahren und sie von keiner Seite antasten zu lassen." Wenn es noch eines Beweises für die gegenseitige Wertschätzung bedurft hätte, so sei die Berufung des früheren bayerischen Bevollmächtigten beim Bundesrate, Frhrn. von Stengel, an die Spitze des Reichsschazamtes wohl als solcher zu betrachten. Diese Auszeichnung für Bayern und die Tüchtigkeit seiner Beamtenschaft sei ja nicht zu unterschätzen. Es sei das ein Beweis für die Gesinnung und die Anschauungen des Kaisers und seines Kanzlers, eine Betätigung des föderalistischen Verhältnisses und eine ehrende Wertschätzung desselben. Graf Bülow teile gänzlich die Anschauungen des Fürſten Bismarck, die in der denkwürdigen Erklärung vom 5. Avril 1884 zutage traten, daß nämlich die erste Aufgabe der Reichsregierung dahin gehe, den bundesstaatlichen Charakter des Reiches und die Autonomie der Bundesglieder in keiner Weise beeinträchtigen zu lassen. Mit allen seinen Mitfürsten, so hat der jetzige Reichstanzler erst jüngst noch erklärt, ist der Kaiser davon durchdrungen, daß auf den vertrauensvollen Beziehungen zwischen den Bundesstaaten und Bundesfürsten eine glückliche Zukunft des Reiches beruht. Die sorgsame Pflege der föderativen Grundlage des Reiches ist eine conditio sine qua non für eine gedeihliche Entwickelung." Man wird nicht umhin können, diese warmherzige Erklärung des bayerischen Ministerpräsidenten als eine Art Pronunciamento zu betrachten, gerichtet an die Adresse der Unzufriedenen, die an allen Ecken unseres Vaterlandes Absprechendes zu sagen wissen. Wenn Herr v. Podewils_noch einmal erklärt, daß die bayerischen Bostwertzeichen als bayerisches Reservatrecht bestehen bleiben würden, und seit den diesbezüglichen Erklärungen des Grafen Crailsheim auch niemals wieder von irgend einer Seite darauf zurückgekommen sei, so wendet er sich damit direkt gegen gewisse Kreise, die dauernd und fortgeseßt völlig unnötigerweise darum besorgt sind, es könnte am Ende doch versucht werden, die einzelstaatlichen Rechte zu schmälern. Auch die besondere Betonung, daß in der Frage der Handelsverträge und der Reichstagsdiäten Bayern mit der Leitung der Reichsgeschäfte böllig einig gehe, zielt wohl nach jener Richtung. Jedenfalls ist die offene und rückhaltlose Erklärung des bayerischen Ministerpräsidenten auf das lebhafteſte zu begrüßen. Ihr Ton ist so erfrischend und vertrauensvoll, daß sich nun wohl auch die Nörgler zufrieden geben werden. Im Kampf gegen den Alkohol. CB. Es hieße das Geheimnis des Polichinell verraten, wollte man lang und breit den Nachweis führen, daß neben der Tuberkulose der Alkohol als der größte Volksfeind angesehen werden muß. Wie sehr man sich aber auch über die Gefahr des Alkohols einig ist, wirksame Maßnahmen gegen den Mißbrauch wohlgemerkt, den Mißbrauch geistiger Getränke zu treffen will man sich bei uns in Deutschland nicht entschließen. Es darf auch nicht verkannt werden, daß solche Maßregeln, so wohltätig sie auf der einen Seite sein würden, auf der anderen Seite etwas sehr Bedenkliches haben, weil sie leicht übers Ziel hinausschießen können. Und man kann es am Ende keiner Regierung verdenken, wenn sie ein Volk, das sich mündig weiß und nicht bevormundet werden will, eben auf seine Mündigkeit hinmeist und an seine sittliche Kraft appelliert, um es zur freiwilligen Bekämpfung dieses dämonischen Uebels zu veranlassen. Mit Genugtuung ist es zu begrüßen, daß dieser Appell nicht ergebnislos verhallt ist. In weiten Kreisen macht sich eine Bewegung gegen den Alkohol geltend, eine Bewegung, die noch rascher an Umfang und Stärke zunehmen würde, wenn einzelne übereifrige Rämpfer gegen den Alkohol nicht übers Ziel hinausschössen und nicht nur dem Mißbrauch, sondern auch jedem Gebrauch des Alkohols den Krieg erklärten. Maßhalten ist auch für Alkoholgegner das rechte. Die gesunde Anti- Alkoholbewegung hat ihren Mittelpunkt in dem deutschen Verein gegen den Mißbrauch geistiger Getränke". Alle Freunde dieses verdienten und mirklich gemeinnützigen Vereins, der gegenwärtig in Berlin seine 20. Jahresversammlung abhält, werden mit Genugtuung die hohe Wertschätzung der Bestrebungen des Vereins vernehmen, die der Staatssekretär Graf Posadowsky in einer Begrüßungsansprache an den Tag legte. Der Vertreter der Regierung begann mit der Versicherung seiner regen Anteilnahme an den„ menschenfreundlichen Bestrebungen des Vereins"." Ich sehe", sagte er, in Ihnen nicht nur die unerschrockenen Vorfämpfer für eine ge= läuterte und veredelte Volkssitte, sondern auch werftätige Hygienifer." Der Staatssekretär mies weiter darauf hin, daß es Sache jedes Volksfreundes sei, wenigstens seine Stimme zu erheben und seinen Einfluß einzusetzen gegen die Volksschäden, welche durch die eigene Willenskraft jedes einzelnen vermieden werden können.„ Die schwerste Belastung der körperlichen, geistigen und sittlichen Entwickelung eines Volkes ist aber", so fuhr der Minister fort,„ unzweifelhaft übermäßiger Genuß alkoholischer Getränke. Bei den ärmeren Volksschichten findet dieses Laster noch eine gewisse Entschuldigung darin, daß es ihnen wenigstens in Großstädten meistens an einem wohnlichen Heim fehlt. Dazu kommt, daß durch unsere sozialpolitische Gesetzgebung für gewisse Berufs- und Betriebsarten die Arbeitszeiten vielfach verkürzt sind. Mit der Bekämpfung des übermäßigen Alkoholgenusses steht deshalb nicht nur die Verbesserung der Wohnungsverhältnisse der ärmeren Bevölkerung, sondern auch die Fürsorge für geeignete Erholungsstätten, namentlich der unverheirateten Arbeiter und Gewerbegehilfen, in engstem, untrennbarem Zusammenhange." Zweifelsohne trifft der Minister mit diesen praktischen Vorschlägen zur wirksamen Bekämpfung des Alkoholmißbrauchs den Nagel auf den Kopf. Die Belehrung und Aufklärung des Volkes über die Gefahren des Alkohols wird allein nicht viel nügen: es gilt vielmehr, denen, die im Alkoholgenuß einen Trost für die Dede und Leere ihres Daseins fuchen, einen Ersatz für dieses Betäubungsmittel zu bieten. Und das kann nur dadurch geschehen, daß man die Beklagenswerten, denen ein behagliches Heim fehlt, an eine edlere Gefelligkeit gewöhnt, als diejenige, die der Alkohol vermittelt. Auf dieſem Felde bietet sich sozial denkenden Männern und Frauen noch eine dankbare Aufgabe, eine Aufgabe, deren Lösung nicht nur eine christliche und humane, sondern auch eine patriotische Tat bedeutet. Der Minister hat am Schluß seiner Ansprache selbst darauf hingewiesen, wie Torenunderstand die Bestrebungen des Vereins mit Spott verfolgt. Aber dieser Spott wird keinen echten Patrioten abhalten, sich seines dem Alkohol und damit dem früheren oder späteren Untergange ausgelieferten Volksgenossen anzunehmen, in dem Bewußtsein, eine vaterländische Tat zu tun. Die Politik. In Ostpreußen steht wieder ein Wechsel im Oberpräsidium bevor. Uns wird soeben gemeldet, daß der dortige Oberpräsident v. Richthofen aus Gesundheitsrücksichten sein Abschiedsgesuch eingereicht habe. Eine sonderbare Meldung verbreitet ein Hallenser Blatt. Es weiß etwas über geheime Konferenzen deutscher Männer zu berichten, die in Halle begannen und demnächst in Berlin fortgesetzt werden sollen. Der Zweck der Konferenzen sei, Mittel und Wege zur Einleitung eines nationalen Gesundungsprozesses zu suchen. Es seien Männer aus allen Kreisen dabei beteiligt, darunter auch Männer, die inmitten der nationalen Arbeiterbewegung stehen. Dem gegenüber teilt uns unser Berliner CB.- Mitarbeiter mit, daß in dortigen politischen Kreisen von diesen oder ähnlichen geheimen Konferenzen bislang nichts bekannt ist. Die Professoren der neuen katholisch- theologischen Fakultät in Straßburg sind durch den Kurator der Universität Staatssekretär v. Köller in ihr Lehramt eingeführt. Der Kurator gab in seiner Begrüßungsrede der Hoffnung Ausdruck, daß es der Fakultät gelingen werde, einen Klerus heranzubilden, der echt vaterländische Gesinnung mit den für die Erfüllung der schweren Pflichten des priesterlichen Amtes erforderlichen Eigenschaften zu vereinigen wisse. Der Dekan der neugegründeten Fakultät, Prof. Dr. Schäfer, sprach sich in gleichem Sinne aus. Als kleiner Nachklang zum Trierer Schulstreit ist es wohl zu betrachten, wenn jetzt eine evangelische Oberlehrerin an der Trierer paritätischen Töchterschule, welche Geschichte und Pädagogik unterrichtete, nach Berlin versetzt und durch eine Lehrerin des Ursulinenklosters ersetzt wird. Die großen Streifs in Dünkirchen und in Bilbao sind als beendet zu betrachten. In beiden Städten sind die Ausständigen im Kampfe unterlegen. Seltsame Gerüchte über Verschiebungen im europäischen Konzert kursieren in gewissen Kreisen Frankreichs und Italiens. Man behauptet in Paris mit großer Bestimmtheit, daß der Besuch König Viktor Emanuels im Elysee zu mehreren praktischen Ergebnissen geführt habe, die für beide Länder von großem Intereſſe seien, da sie in greifbare und endgültige Form gefaßt werden würden. Ein vatikanisches Blatt geht noch biel weiter. Es behauptet allen Ernstes, daß die beiden großen Völkerbündnisse in der Auflösung begriffen wären und dafür zwei neue Dreibün de vorbereitet würden: Deutschland, Rußland, Desterreich- Ungarn und England, Frankreich, Italien. Daran ist natürlich nach Lage der Dinge im Augenblick gar nicht zu denken. Hof und Gesellschaft. *** Zur Feier des Geburtstages der Kaiserin fand gestern im Neuen Palais Familientafel statt, nachdem vormittags große Gratulationscour gewesen war. Der Kaiser nahm die Meldung des als Leutnant beim 1. GardeUlanen- Regiments eingetretenen Herzogs Adolf Friedrich von Mecklenburg- Strelitz entgegen. * Der Kronprinz wohnte im Hause des Geheimen Regierungsrat Meister zu Berlin der Taufe von dessen jüngstem Söhnchen bei, bei dem er und der Kaiser Patenstelle übernommen haben. Herr v. Meister verwaltete früher lange Zeit in Homburg das Landratsamt und erfreute sich der besonderen Gunst der Kaiserin Friedrich. *** Bei der Enthüllung des Ehrengrabes für den in Peking ermordeten deutschen Gesandten Freiherrn von Ketteler, die am 25. d. Mts. in Münster stattfindet, wird der Kaiser sich von dem Flügeladjutanten v. Hayden- Linden vertreten lassen. An der Feier nimmt auch der preußische Kriegsminister Generalleutnant v. Einem teil, sowie Hauptmann Graf Soden vom 1. Seebataillon als Vertreter der Marine. Bekanntlich leitete Graf Soden 1901 die Verteidigung der Gesandtschaften in Peking. Nab und Fern. Hus dem Gerichtssaal. Lokales. Gießen, 23. Oftober 1903. Der Großherzog hat am 21. Oktober d. I. den Kreisrat des Kreises Lauterbach Dr. Eduard Wallau zum Kreisrat des Kreises Bensheim, den Kreisamtmann bei dem Kreisamt Bensheim, Kurt Eckstein zum Kreisrat des Kreises Lauterbachbetde mit Wirkung vom 1. November 1903 an ernannt. - Seey ble von Se Fimms heraus be alb Jahreszahl irran produzier niger Beifall maas geheimnis Shodann begann uus ber vierten nb ihre Anwese Fennen gaben, Blumenmedium Dan Schluß des ga", das frei Der är Diffen hat die fämtlicher heff f Lichen Intereffer ** Das Großh. Regierungsblatt, ausgegeben am 21. Oft. d. J., enthält u. a.: Bekanntmachung Großh. Ministeriums des Innern, die Arzneitage für die Apotheken des Großherzogtums betreffend. Bekanntmachung, die Aufbringung der Mittel zur Bestreitung der Bedürfnisse der Landjudenschaft der Provinz Oberhessen betreffend. fanntmachung, die Ehebung der in der Gemarkung Schiffen. berg, Kreis Gießen, erwachsenen Kosten der öffentlichen Armenpflege betreffend. Be □ Provinzial- Ausschuß. Samstag, den 24. Oktober, vorm. 9 Uhr, findet im Sizungssaal des Regierungsgebäudes in Gießen eine öffentliche Sißung des Provinzial- Ausschusses mit folgender Tagesordnung statt: 1. Gesuch des Philipp Kuhn zu Inheiden um Konzessionierung einer Gastwirtschaft. 2. Enteignung von Gelände des Karl Stern zu Homberg a. Ohm für die Nebenbahn Nieder- Gemünden- Nieder- Ofleiden; hier: Ausspruch der Enteignung. 3. Enteignung von Grundstücken in den Gemarkungen Lauterbach, Blizenrod, Frischborn und Grainfeld für den Bahnbau Lauterbach Grainfeld; hier: Ausspruch der Enteignung. 4. Reklamation gegen die Bürgermeisterei zu Burgbracht. § Der Treucid der Offiziere bildete den Mittelpunkt einer Beleidigungsklage des Obersten a. D. Gädke, Mitarbeiters des„ Berliner Tageblatts", gegen den Redakteur der„ Kreuzzeitung", Professor Dr. Kropatschek. Oberst Gädke hatte in einem Artikel über den serbischen Königsmord geäußert, daß das serbische Offizierkorps gegen die Pflicht der persönlichen Treue zu seinem Kriegsherrn schwer gefehlt habe. Doch so fuhr er fort gibt es eine andere, ebenso heilige und erhabene Pflicht wie die persönliche Trene gegen den Kriegsherrn, eine noch ältere Pflicht sogar, denn sie ist uns bereits mit unserer Geburt geworden. Das ist die Bürgerpflicht gegen den Staat, gegen das Vaterland, von der der Treueid gegen den Monarchen uns niemals entbinden kann. Und im gewöhnlichen Laufe der Dinge fallen beide Pflichten glücklicherweise zusammen. Wie aber, wenn das nicht mehr so ist, wenn sie vielmehr in schärfstem Gegensatz aufeinander stoßen, wenn das heilige Gesetz der salus publica sich mit dem Treueid gegen den Kriegsherrn nimmermehr deckt? Das ist sicher der härteste Konflikt der Pflichten, vor den ein Ehrenmann gestellt werden kann. Darauf antwortete die Kreuzzeitung" mit einem scharfen Artikel, in dem sie die Ansicht aussprach, daß jeder Offizier, der etwa Gädkes Meinung teile( was sie aber von feinem glaube) als ehrlicher Mensch seinen Abschied aus einem Korps nehmen müsse, in das er innerlich nicht mehr hinein gehöre. Oberst Gädke strengte gegen den verantwortlichen Redakteur der„ Kreuzzeitung", Professor Kropatschek, daraufhin die Beleidigungsfiage an. Der Gerichtshof sprach den Angeklagten, der sich auch als Verfasser des beleidigenden Artikels zu erkennen gab, frei. Er ging davon aus, daß der fragliche Satz in dem Artikel des Privatklägers sich nicht allein auf Serbien beziehen solle, sondern ganz allgemein gehalten sei, und der Leser ihn auch auf deutsche Verhältnisse anwerden müsse. Wenn man von einem Offizier sage: der Treueid könne ihn nicht von der allgemeinen Bürgerpflicht entbinden, so müsse man dieses Recht auch jedem Unteroffizier und gemeinen Soldaten zusprechen. Wenn sich solche Ansicht weiter verbreitete, so würde das zu sehr bösen Konsequenzen führen, namentlich in der heutigen Zeit. Der Verteidiger habe nicht recht, wenn er behauptet habe, wir haben nur Parteien, welche für die Armee und den Monarchen eintreten; eine sehr große Partei tue dies doch gewiß nicht. Wenn man im Offizierkorps jemand hätte, der seine Leute im Sinne jenes Sages instruierte, so sei kein weifel, daß ein solcher sofort aus dem Offizierkorps entfernt werden würde. Der Angeklagte habe als Redakteur und Offizier das Recht gehabt, dagegen aufzutreten. Oberst Gädke hat gegen das Urteil Berufung eingelegt. A Deutsche Fischerei in Egypten. Das große Hamburger Haus Müllgard u. Lill hat am Mensaleh- See in Egypten eine Halfangstation eingerichtet und bereits eine erste große - 25 000 Stück nach Hamburg ſpediert. Sendung Aale Der Mensaleh, der größte aller egyptischen Seen mit 184 000 Heftar Oberfläche, erstreckt sich östlich vom Damiettearm des Nildeltas bis Pelusium. Die Firma hat dicht an der Matarieh- Bahn einen Speicher, in dem die egyptischen Fischer die Aale zum Preise von 60 bis 80 Mark für das Tausend abliefern. Um den Fang für Hamburg verſendungsfertig zu machen, werden sie ausgenommen, mit Salz eingerieben und in Fässer zwischen Eis und Formalin gepackt. Man rechnet auf ein Erträgnis von etwa 50 bis 60 Tonnen wöchentlich, wenn erst die Mensalehsischer wirklich ernstlich der Aalfischerei obliegen. Die Seen Unteregyptens sind sehr fischreich. Das Schwindsuchtsheilmittel des Zuchthäuslers. Ein Mittel gegen die Schwindsucht will der Strafgefangene Kurzpesti erfunden haben, der gegenwärtig im Zuchthause zu Lüneburg eine längere Freiheitsstrafe zu verbüßen hat. K., welcher mit dem Mittel Versuche an seinem eigenen Körper gemacht hat, wobei er überraschende Erfolge erzielt haben will, hat sich wiederholt an den Minister des Innern mit der Bitte um Urlaub gewandt, damit er seine eigene Krankheit heilen könne. Das erste Gesuch ist ab= schlägig beschieden worden, während auf das zweite bis jezt noch keine Antwort erfolgt ist. Der Erfinder macht sich anheischig, in der Strafanstalt selbst durch Heilung von 2 bis 3 Personen die Güte seines Mittels zu beweisen, das außerdem auch absolut unschädlich sein soll. * Die Untersuchung gegen die Engelmacherin Wiese in Hamburg hat ergeben, daß ihr insgesamt neun Kinder in Pflege gegeben worden sind. Von diesen ist eins eines natürlichen Todes gestorben, zwei sind ihren in Ostpreußen wohnenden Angehörigen zurückgegeben worden, während die übrigen sechs Kinder spurlos verschwunden sind. Die Ermittelungen der Polizei nach der Mutter des fünften Kindes, einer vornehmen Dame aus Hannover, haben zu einem Resultat nicht geführt. Die Angeschuldigte stellt nach wie vor jedwede Schuld resp. Teilnahme an den Kindesmorden in Abrede. Der Verbleib der vermißten sechs Pflegekinder konnte bisher nicht ermittelt werden. Ein eigenartiger Ueberfall wurde auf die Gattin des französischen Botschafters in Konstantinopel, Frau Constans, ausgeübt. Als sie im Park der französischen Botschaft in Therapia spazieren ging, wurde sie von einem Widder verfolgt, der sie gegen die Gartenmauer schleuderte und ihr mehrere nicht unerhebliche Verlegungen beibrachte. Der Mörder von Aix- les- Bains, dem die Halbweltlerin Fougere zum Opfer fiel, hat sich der irdischen Gerechtigkeit zu entziehen gesucht, indem er sich bei seiner Verhaftung eine Revolverkugel in die Schläfe jagte. Es ist ein gewisser Cäsar Ladermann, ein Schneider aus Lyon, der den Mord auf Anstiften des zuerst verhafteten Bassot ausgeführt hat. Ladermann hatte im vorigen Jahre in Gegenwart seiner Geliebten dem Bassot geschworen, auf dessen Geheiß auch Verbrechen zu begehen. Nun wurde ein Brief Ladermanns an seine Geliebte aufgefangen; in diesem Schreiben erklärt Cäsar, daß er seine Dankschuld eingelöst habe, aber Selbstmord begehen werde. Im Moment der Verhaftung führte er dann seinen Vorsatz aus. Ob er mit dem Leben davonkommen wird, ist zweifelhaft. Vermischtes. +[ Die Zahl der Deutschen auf der ganzen Erde] wird nach einer soeben erschienenen Statistik auf 89,5 Millionen berechnet. Davon entfallen 77,75 Millionen auf Europa, 11 Millionen auf Amerika, eine halbe Million auf Afrika, der Rest auf Asien und Australien. Von der Gesamtzahl sind rund 30 Millionen Niederdeutsche( Reichsplattdeutsche, Niederländer, Flämen, Buren). * Die * imnungen ha Ghlachtvich Ver gegangen war, genommen. Bef Deshalb geltend g trange, daß der thlachtung fom ulb weil er nid Hire borsehe. Bolts Schulbote für 15. Dftober m Mainz als G Eiffigierderamen Für matifs an Fab zu werden und Sorge für ihre urbo brauchbar z In Winter ab falließen fann, frien und nicht ift es wichtig, Beit feft aufget angefeuchtet we Gummis ift. gepumptem Zu Bei einer Submission für Schlosserarbei ten an der Universitätsbibliothek wurden folgende Offerten abgegeben: Karl Kreiling 440 Mt., Martin Dörr 332.80 Mt., Karl Hohmeyer 319.20 Mf., Karl Stohr 1. 313.60 Mt. und W. Ziegenhain 243.20 Mt. Eine weitere Offerte von Schlossermeister Wiegandt, welche zu spät eingereicht wurde, wird zurückgewiesen. ** Die Beschwerde der Geländeeigentümer in Sachen der Enteignung des Geländes für die zu erbauenden Kliniken in Gießen ist vom Großh. Ministerium verworfen worden. [ Ein neuer sächsischer Hofzahnarzt.] Dr. Frank Bowker Sieras, ein Zahnarzt aus Malden, in Massachusetts, hat, nach einer Meldung der Newyorker Staatszeitung", die Einladung erhalten, sich als pofzahnarzt des Königs von Sachsen in Dresden niederzulassen. Er ist jedoch noch unentschlossen, ob er dem Rufe folgen soll. Dr. Sieras hat auf der Kolumbia- und der Harvard- Universität zahnärztliche Wissenschaft studiert und ist Lehrer an der zahnärztlichen Schule von Harvard; er steht im Rufe, einer der tüchtigſten amerikanischen Zahnärzte zu sein. Man erinnert sich, daß ein anderer Hofzahnarzt, gleichfalls ein Amerifaner, Dresden plötzlich und offenbar nicht ganz freiwillig berließ, weil er in Beziehungen zu der Kronprinzessin- Affäre gebracht wurde. Murtinique von neuem bedroht Schlimme Nachrichien kommen wieder aus Martinique. Giraud, der Leiter der wissenschaftlichen Mission, die sich auf der unglücklichen Insel befindet, hat in einem Bericht an die französische Regierung die Befürchtung ausgesprochen, daß eine neue hef= tige Eruption des Vulkans Mont Pelee bevorstehe. Er empfiehlt daher dringend die vollständige Räumung des nördlichen Teils der Insel. * Die Liebesaffären eines siebzigjährigen amerikanischen Senators machen zur Zeit in der Washingtoner und Newhorfer Gesellschaft großes Aufsehen. Der ehrwürdige Mr. Platt, einer der einflußreichsten amerikanischen Politiker, machte schon unliebsam von sich reden, als er vor kurzem sich mit der jugendlichen Mrs. Jamcyn verlobte. Jetzt aber ist er gar von einer anderen jungen Dame, Miß Mac Wood, wegen Bruchs eines Cheversprechens verklagt worden. Alter schützt vor Torheit nicht. ** Aus Darmstadt meldet die„ Frkf. Btg.", daß der Ausschuß für die Landtagswahlrechtsvorlage am Mittwoch seine Vorbesprechung beendet. Zunächst wird der Blan einer gleichmäßigen Wahlfreiseinteilung, die sich durch das Land erstrecken und 56 Bezirke mit je 20000 Einwohner umfassen soll, ausgearbeitet werden und in etwa 14 Tagen zur Beratung vor den Ausschuß gelangen. Militärdiensnachrichten. Vizefeldwebel Bechtold( 1 Darmstadt), des Inf.- Req. Kaiser Wilhelm ( 2. Großh. Heff) Nr. 116 wurde zum Beutnant der Reserve befördert. Zimmermann, Leutnant der Landwehr- Infanterie 2. Aufgebots( Gießen) wurde der Abschied bewilligt. Revision. Herr Geheimer Oberschulrat Notnagel aus Darmstadt weilte am aestrigen Tage in Gießen und unterzog die einzelnen Klassen des Realgymnasiums einer eingehenden Revision. [ Mikroben im Schnurrbart.] Im British Med, Journal" behauptet ein Korrespondent, daß jeder Chirurge verpflichtet werden müsse, glatt rasiert zu sein, ehe ihm erlaubt wird, eine Operation vorzunehmen. Dagegen versichern andere Aerzte, daß der Schnurrbart dazu diene, Bakterien aus der Nase und aus den Lungen fernzuhalten. Er wäre geradezu als eine Falle für Mikroben zu betrachten und sei eine hygienische Einrichtung ersten Ranges. Der falsche Bürgermeister. Das Lausißer Städtchen Drebkau hat eine böse Erfahrung machen müssen. Dort war nämlich der Stadtsekretär Cimanowski aus Könnern bei Halle zum Bürgermeister gewählt worden. Nachträglich stellte sich heraus, daß der Gewählte, der vorzügliche Zeugnisse aufweisen konnte und einen bestechenden Eindruck auf die Wähler ausübte, schon seit einiger Zeit stellungslos ist. Seine glänzenden Zeugnisse sind zum Teil gefälscht. Die Angelegenheit wird natürlich ein strafrechtliches Nachspiel haben. [ Die neueste Blüte der Vereinsmeiere:] ist der in Augsburg neu gegründete Verein:„ Es ist nichts erreicht". Aufnahmefähig sind nur über 20 Jahre alte, aber noch bartlose Herren. Zweck des Vereins ist, die Mitglieder gegen die Spottsucht der Bärtigen in Schuß zu nehmen. Souza lebensgefährlich verunglückt. Der bekannte amerikanische Kopellmeister und Komponist Souza, dessen Märsche in ganz Deutschland populär sind, ist in Washington mit dem Pferde gestürzt und hat sehr gefährliche Verlegungen davongetragen. Außer schweren Wunden an der Schulter ist es eine heftige Gehirnerschütterung, die für sein Leben fürchten läßt. * * ** Die Prüfung der Gerichtsschreiber-, Gerichtsvoll. zieher und Polizeifommissär- Aspiranten aus Hessen beginnt am 7. Dezember im Justizgedäude zu Darmstadt. Die Meldefrist läuft am 10. Nov. ab. bringt das Wa nicht nur dem itt. Sehr nü Hülle zu verseh Vom Hite befte Beit muf troden gel im Winter bie Bitterung wir and ift es g Binterfeuchtigt ihre Wirkung Much empfiehl Robfdüngung doen Futterertr ** Die ordentl. Generalversammlung des Alice Vereins für Krantenpflege im Großh. Hessen wurde Mittwoch nachmittag im Hause der vereinigten Gesellschaft in Darmstadt unter außerordentlich lebhafter Anteilnahme der Vereinskreise abgehalten. Der Geschäftsführer, Regierungsrat Dr. Kraz, eröffnete dieselbe im Namen der erschienenen hohen Vereinspräsidentin, der Brinzessin Ludwig von Battenberg. dankte für das zahlreiche Erscheinen und gab dem Schriftführer, Ministerialsekretär Gräf das Wort zur Erstattung des Geschäftsberichts für 1901 und 1902 für den Hauptverein. Ueber die Rechnungen des Vereins referierte der Schatzmeister, Geh. Finanzrat Dr. Lauer. Insgesamt ergab sich für 1901/02 ein zu deckender Betrag von 21 236 Mt., der sich infolge Zuschusses aus dem Fonds für öffentliche und gemeinnüßige Zwecke auf 16 760 Mt. herabminderte, die der Verein zu decken hatte. Das Kapitalvermögen von 155 800 Mt. ist in sicheren Wertpapieren angelegt. Das Alice- Hospital zählte Ende 1902 66 Schwestern und 3 Lehrpflegerinnen. 8 Pflegerinnen wurde für 20- und 15jährige Tätigkeit das goldene bezw. silberne Verdienstkreuz verliehen. In 1901/02 wurden 1156 Krante im Alice- Hospital verpflegt, während in gleicher Zeit in der Kinderkrippe 109 Kinder Verpflegung genossen. Der Freiwillige Erziehungsbeirat für schufentlassene Waisen bat seine Sagungen ergänzt und für den Verein die Rechtsfähigkeit erworben. An Pfleglingen waren vorhanden 1901/02: 74, 1902/03: 88; Lehr- und Dienststellen wurden 76, bezw. 36 vermittelt usw. Mehrfach wurde Anregung zur Gewährung von Kuren in Heilanstalten und Kurstationen gegeben. An Unterstüßungen wurden 1901/02: 1142, 1902/03: 1817 Mt. gewährt. Die Ausgaben betrugen 1929, bezw. 2603 Mt. Ein Antrag des Zentralfomitees auf teilweise Abänderung und Neuredigierung der Vereinssagungen wurde stattgegeben und zwar soweit erforderlich unter Zuziehung der Zweigvereine. A[ Höflich wie ein Sackträger.] Der in Regensburg erscheinende Bayerische Volksbote" veröffentlicht folgendes Inserat:„ Der Regensburger Anzeiger findet sich bemüßigt, in seiner Polemik mit dem Volksboten den Ausdruck zu gebrauchen: Schimpfen kann jeder Sackträger". Der unterzeichnete Verein findet hierin eine Beleidigung seiner Mitglieder und weist deshalb diese namens derselben hiemit ener gisch zurück. Wenn der Herr Doktorredakteur sich bei einem Geräufe mit dem Gegner mit nichts anderem helfen kann, als ehrliche Arbeiter zu beleidigen, so tut er uns herzlich leid. Im übrigen laden wir den Herrn Doktorredakteur zum Verkehr in unseren Kreisen ein und hoffen bei Annahme unserer Einladung, ihm baldigst andere Ausdrücke anzugewöhnen. Der Verein der Hafen- und Speicher- Arbeiter. Jetzt wird's aber gefährlich. Nächstens werden auch die ,, Damen der Halle" den Redakteuren eine fräftige Abfuhr erteilen, wenn diese den alten guten Vergleich heranziehen: „ Er schimpft wie ein Fischweib". Unsere deutschen Sprich wörter und Redensarten bedürfen einer dringenden Remedur. *[ Der mißachtete Prophet.] Um Newyork, das große Babel, von der Sündenlast zu befreien, ist der bekannte Seftiererprophet Dowie, der sich für Elias ausgibt, mit 4000 seiner Anhänger dort eingezogen. Die erste Ansprache, die er dort halten wollte, fand aber bei den Zuhörern keine Gegenliebe. Diese zeigten wenig Lust, ihn anzuhören, pfiffen den Propheten aus und liefen davon. Dowie geriet darüber in den größten Zorn. Er brüllte: Zeigt nur eure Unverschämtheit! Später kriege ich eure Herzen und Portemonnaies!" Bis jetzt hat er aber weder als Herzens-, noch als Taschendieb Lorberen pflücken können. Dagegen wurde seiner Frau auf dem Wege vom Bahnhofe nach dem Hotel im Gedränge eine Diamantbroche im Werte von 300 Dollars gestohlen. Hoffentlich ist sie froh, von dem irdischen Tand befreit zu sein. Stum Beit mit der Roften belaufe liefern reichlic Brunnentamme gofft die Quel Wommen. Me gefahr fofort unfere Nachba Bafferleitung bereits ausge Kird + Aus meisterwahl mit über 200 tereffe bringen dem für unser bentmal entae * Eine natürliche Fontaine springt im oberen Teich des Brunt entals in Grünberg; ein Zeichen, wie groß der Wasserreichtum im Brunnental ist. Der Wassermeister, Herr Bingmer, hat mehrere kleine Quellen gefaßt und diese liefern eine so große Wassermenge. daß inmitten des oberen Teiches ein Wasserstrahl etwa 212 Meter hoch geworfen wird. + Das Künstlerpaar Cumberland und Ms. Fey hatte sich bei Gelegenheit ihres Vortrages am gestrigen Abend im Neuen Saalbau Gießen eines guten Besuches zu erfreuen. Den Anfang der Vorführungen bildete eine Probe aus dem Gebiete des Gedankenlesens. Es war geradezu ver blüffend, mit welcher Sicherheit und Schnelligkeit von Miß Striegser Am 14. ein Feldgottes Tage bezog dieses Tages Colombez Non angegriffen un Mud das Regi Feind jest in man auf Schi berlaffen ware Siden ab un Druh, wo es ten fich verbo berriegelt; er tamen fie her bie Soldaten fondern sich bes 16. Au tochen beschäf firre wieder eftlich nach 100 gefangen waren. heute noch fieg erhielt Bring S Mitteilung, da einem geftigen Hur Unterfügun ober 1903. ex. 8. 9. Sallau mann bei at de ovember , ausge; adung Ch Die Apot tmachung Bedürfniffe fend.- 1 tung Sch er öffentl Btag, den& faal des Sigung rdnung f beiden nteignung rg a. D ieber- Dfleide nteignung w Bauterba den Bahn Enteignung rgbracht. offerarb ( gende Offer Dörr 3328 tohr 1. 3138 weitere Dffe pät eingere eigentüm ür die zu a 5. Ministerin Btg.", daß tsvorla unächst wird die fich dur je 20000 Gi and in etwa 1 ngen. Vizefeldwel Raiser Wilhelm ant der Refere ehr- Infanteri willigt ulrat Rotnagel in Gießen und nnafiums eine Gerichtsvoll Seffen begin armstadt. D mmlung de e im Bro ber vereinigt entlich lebhaft Der Geschäft felbe im Momen der Brinuffi eiche Erfcheinen etär Gräf del Für 1901 un echnungen del Finanzrat D zu deckende usduffes au e Swede o u decken hatte ift in fide Izählte Ent 8 Pflegerinne golbene be 01/02 wurde end in gleid ung genoff affene Waile in die Recht n vorhande Hellen wurden Se Anregung Aurftatione 1/02: 114 ben betragen entralfomite der Vereins eit erforderli gt im ober hen, wie gro Waffermeiffer fakt und bie en bes ober God geworf bund M am geftrigen te eine Probe Besuche geradezu ber eit von Mi bie von Herrn Cumberland aus der Mitte des Publiuns heraus bezeichneten Gegenstände, Münzen, deren Wert and Jahreszahl u. s. w. genannt wurden. Im Anschluß heran produzierte sich Miß Fey als Rechenkünstlerin. Nicht niger Beifall erntete sie für ihre Leistungen auf dem et aß geheimnisvolleren Gebiete der Gedankenübertragung. Sodann begann die Spiritistensizung, wobei sich die„ Geister" auß der vierten Dimension" als besonders willig erwiesen und ihre Anwesenheit auf die unzweifelhafte Weise zu er fennen gaben, So wurden der Spuck von Resau, das Blumenmedium Anna Rothe usw. auf das trefflichste imitiert. Den Schluß des Programms bildete die neueste Jussion Aga", das freischwebende Medium. * * Der ärztliche Landesverein für das Großh. Seffen hat die Gründung eines Schuß- und Truzbündnisses sämtlicher hess scher Aerzte zur Wahrung ihrer wirtschaft Ligen Interessen gegenüber den Krankenkassen beschlossen. Die vereinigten hessischen Megger innungen haben dieser Tage den Entwurf des hess schen Schlachtvieh Versicherungsgesetzes, der ihnen zur Begutachtung zugegangen war, beraten und eine ablehnende Stellung eingenommen. Besonders wurden Bedenten gegen den Entwurf Deshalb geltend gemacht, weil er dem Umstand nicht Rechnung trage, daß der weitaus größte Teil des in Hessen zur Schlachtung kommenden Viehes nicht hessischer Herkunft set, and weil er nicht eine Vergütung für die ganzen Schlachttiere vorfehe. * Boltsschullehrer als Offiziere. Wie der Schulbote für Hessen" in seiner neuesten Nummer vom 15. Oftober mitteilt, haben sechs Volksschullehrer, die in Mainz als Einjährige ihre Militärpflicht erfüllen, das Offiziersexamen absolviert. Sämtliche Kandidaten bestanden. wiederholt Versammlungen von früheren Biedenköpfern" statt, um sich über Mithülfe zur Errichtung eines Denkmals für die Gefallenen im deutsch- französischen Kriege zu bes sprechen. Es wurde bereits ein Komitee ernannt, das Beiträge für diesen Zweck in Empfang nehmen soll. Dieses Unternehmen wird hierzulande mit Freuden begrüßt und geben wir uns der angenehmen Hoffnung hin, daß bei der großen Bahl der Baltimorer, deren Wiege hier im„ Buchfintenlande" gestanden, ihre Bemühungen von einem guten Erfolg gekrönt sein möchten, damit uns demnächst eine reichliche Beisteuer übermittelt werden kann. [:] Simmern, 22. Oft. Durch Großfeuer wurde die hiesige Bergschlößchen- Brauerei( Inhaber Gebrüder Stier) heute Nacht vollständig zerstört. Die gegen 4 Uhr eintreffende Feuerwehr war dem entfesselten Elemente gegen über machtlos und konnte vom Gebäude und Inhalt nichts mehr gerettet werden. Der Schaden ist durch Versicherung gedeckt. < Mainz, 22. Dft. Der Landtagsabgeordnete Philipp Haas, langjähriger Redakteur der„ Mainzer Volkszeitung", ist gestern gestorben. × Darmstadt, 22. Ott. Heute fand unter dem Vorsiz des Wahlfonmissars, Provinzialdirektor Frhr. v. Grancy, die Landtags- Ersatzwahl statt. Von 115 Wahlmännern waren 102 erschienen. Gewählt wurden Landgerichtsrat Dr. Buff mit 101 und Architekt Müller mit 100 Stimmen. + Kassel, 22. Oft. Ein Steinbruchsmeister in Altmorschen hatte in diesem Frühjahr eine feuchte Dynamitpatrone, von der er angeblich glaubte, daß sie nicht mehr los gehen werde, in die Fulda geworfen, nachdem er die Zündschnur angezündet hatte. Es erfolgte eine furchtbare Detonation, und als sich das brausende und zischende Wasser bes ruhigt hatte, schwamm eine Menge todter Fische auf der Oberfläche. Die hiesige Straftammer verurteilte den Meister wegen Vergehens gegen das Sprengstoffgesetz zu 3 Monaten Gefängnis. Batholische Gemeinde. Nachmittags um 5 Uhr und abends um 8 Uhr: GelegenSamstag, den 24. Oktober. heit zur heil. Beichte. Sonntag, den 25. Ottober( 21. Sonntag nach Pfingsten.) Vormittags von 6.30 Uhr an: Gelegenheit zur hl. Beichte. um 7 Uhr: Die erste heil. Messe, vor und in Vormittags um 8 Uhr: Die zweite hl. Messe. derselben Austeilung der heil. Kommunion. um 9 Uhr: Hochamt mit Predigt. Nachmittags um 21 Uhr: Christenlehre; darauf Rosenfranz- Andacht mit Segen. " " Abends um 8 Uhr in Steins Garten: Feier des 6. die ganze Gemeinde eingeladen ist. Stiftungs festes des fathol. Gesellenvereins, wozu An den Werktagen ist Abends um halb 7 Uhr Rosenkranz- Andacht mit Segen. Methodistengemeinde, Asterweg 16. Sonntag, 25 Oktober, abends 8 Uhr: Predigt. Mittwoch, den 28. Oftober, abends 82 Uhr: Bibelstunde. Gottesdienst der israelitischen Religionsgesellschaft. In der Synagoge, Südanlage. Sabathfeier am 24. Oktober 1903. Freitag abend 4.50 Uhr. Nachmittags 3.30 Uhr. Sabathausgang 6.05 Uhr. Samstag vorm. 8.30 Uhr. Oftober, nachmittags 4 Uhr statt. Für Radfahrer. Die Laufmäntel der Pneumatits an Fahrrädern 2c. pflegen im Winter leicht brüchig zu werden und bilden daher stetig einen Gegenstand der Sorge für ihre Besizer. Das sicherste Mittel, sie geschmeidig und brauchbar zu erhalten, besteht darin, daß man sie auch im Winter ab und zu benutzt. Wer sich dazu nicht entschließen kann, muß das Nad in einem fühlen, möglicht frostfreien und nicht zu trockenen Raume aufbewahren. Außerdem ist es wichtig, daß die Reifen auch im Winter von Zeit zu Beit fest aufgepumpt und ab und zu mit lauwarmem Wasser angefeuchtet werden, da Trockenheit der größte Feind des Gummis ist. Das Anfeuchten darf aber nur in straff aufgepumptem Zustande geschehen. Ist der Mantel weich, so bringt das Wasser in die Felge ein und erzeugt Rost, der nicht nur dem Metall, sondern auch dem Gummt schädlich ift. Sehr nüßlich ist es auch, die Reifen mit einer Schußhülle zu versehen. )( Vom Lande. Der Herbst ist gekommen und mit ihm die beste Zeit zum Ausstreuen von Thomasmehl und Kainit auf trocken gelegene Wiesen. Zwar tann man auch noch im Winter diese künstlichen Dünger ausstreuen, allein die Bitterung wird uns alsdann wiederholt zum Hindernis, auch ist es gut, wenn dieselben mit der eintretenden Binterfeuchtigkeit in den Boden einziehen, sonst wird man ihre Wirkung beim ersten Grasschnitt wohl faum merken. Auch empfiehlt es sich, dem deutschen Alee im Herbste eine Kopfdüngung mit Thomasmehl zu geben, was gleichfalls den Futterertrag bedeutend erhöhen wird. Stumpertenrod, 22. Oft. Unsere Gemeinde ist zur Zeit mit der Anlegung einer Wasserleitung beschäftigt. Die Rosten belaufen sich auf etwa 35 000 Mt. Die Quellen liefern reichlich Wasser von ausgezeichneter Güte. Die Brunnenkammern gehen ihrer Vollendung entgegen und man hofft die Quellwasserleitung bis Weihnachten fertig zu betommen. Mehrere Hydranten sind angelegt, die bei Feuersgefahr sofort in Wirksamkeit gesetzt werden können. Auch unsere Nachbargemeinde Ulrichstein hat die Erbauung einer Wasserleitung beschlossen und die Submission der Arbeiten bereits ausgeschrieben. Kirch- Göns, 21. Oft. Bei der gestrigen Bürgermeisterwahl wurde unser seitheriger Herr Bürgermeister Nern mit über 200 Stimmen wiedergewählt. + Aus dem Kreise Biedenkopf, 22. Oft. Großes Interesse bringen selbst unsere Biedenköpfer Landsleute in Amerika dem für unsere Kreisstadt Biedenkopf geplanten Kreiskriegerdenfmal entgegen. So fanden in Baltimore in leßten Beit Kriegserlebnisse aus dem Feldzuge 1870/71. ( 1. Fortsetzung.) Am 14. August tam das Regiment über Herny, wo in Feldgottesdienst abgehalten wurde, und am folgenden Tage bezog es in Remilly Quartiere. Am Nachmittage dieses Tages wurden die Franzosen östlich von M B bei Colombez- Nonilly von Teilen der Ersten deutschen Armee angegriffen und geschlagen. Am Morgen des 15. August lud das Regiment zum ersten Mal die Gewehre, da der Feind jetzt in der Nähe war. Bei Mercy lé Haut traf man auf Schüßengräben, die aber von den Franzosen schon verlassen waren. Die Truppen rückten daher wieder nach Süden ab und das 2. Bataillon erreichte spät in der Nacht Drny, wo es Quartier beziehen sollte. Die Einwohner hielten sich verborgen und hatten die Häuser zum größten Teil berriegelt; erst als man begann die Türen einzuschlagen, lamen sie hervor. Nach dem anstrengenden Marsche waren die Soldaten meistens so ermüdet, daß sie gar nicht abfochten, sondern sich sofort zum Schlafen niederlegten. Am Morgen be- 16. August waren die Truppen gerade mit dem Abtohen beschäftigt, als sie alarmiert wurden und die Kochgehirre wieder ausschütten mußten. Der Marsch ging zunächst westlich nach Corny an der Mosel. Hier kam man an etwa 100 gefangenen Franzosen vorbei, die aber recht siegesgewiß waren. Wir sind zwar gefangen, aber unsere Armee wird heute noch siegen", riefen sie den Deutschen zu. Bet Corny er hielt Prinz Ludwig von dem Prinzen Friedrich Karl die Mitteilung, daß das III. Armeekorps bet Mars la Tour in einem heftigen Rampfe mit Franzosen stehe und den Befehl, zur Unterstüßung dieses Rorps vorzurücken. Es wurden da " | (:) Wiesbaden, 22. Oft. Anfangs November wird der Kaiser wieder einige Tage hier residieren Vorbereitungen werden owohl im Schloß wie auch für die Aufführungen in der fgl Hofoper getroffen. Kirchliche Nachrichten für Gießen. Evangelische Gemeinde. Wochengottesdienst: Morg. 7.00 Uhr, Ab. 5.00 Uhr. Die angekündigte Trauerfeier findet Sonntag, den 22. Der Vorstand. Berantwortlich: für den politischen und Inseratenteil Albin Klein: Mr bas Sotale, ben„ Gerichts." und„ Deffentlichen Sprechsaal": 8r. Opperman Drud und Berlag ber Gießener Berlagsbruderei( vorm. Wilh. Keller), Gießen. Vergebung von Bauarbeiten. Zur Erbauung eines mediro- mechanischen Instituts bei der medizinischen Klinik werden nachstehende Rohbauarbetten unter Hinweis auf den 20. Sonntag nach Trinitatis, Sonntag, den 25. Oftober. Ministerialerlaß vom 16. Juni 1893 hiermit öffentlich Gottesdienst. In der Stadtkirche. Vormittags 9.30 Uhr: Pfarrassistent Lic. Gaul. Vorm. 11 Uhr: Militärgottesdienst. Pfarrer Euler. Nachmittags 22 Uhr: Kinderkirche für die Matthäusgemeinde. Pfarrer Schlosser. Nachmittags 5 Uhr: Festgottesdienst, Stiftungsfest des ev. Arbeitervereins. Festprediger Pfarrer Wieber- Barbenheim. Montag, den 26. Oftober, abends 8 Uhr, im Konfirmandensaal: Vereinigung der fonfirmierten weibl. Jugend der Matthäusgemeinde, wozu auch die Neukonfirmierten eingeladen werden. Nächstfünftigen Sonntag, den 1. Nov., am Refor mationsfest, feiern wir im Abendgottesdienst Beichte und heil. Abendmahl für Matthäus- und Markusgemeinde gemeinsam. Anmeldung dazu werden vorher bei dem Pfarrer jeder Gemeinde erbeten. In der Johanneskirche. Vormittags 9.30 Uhr: Pfarrer Dr. Naumann. Vorm. 11 Uhr: Kindergottesdienst für die Johannesgemeinde. Pfarrer Dr. Naumann. Abends 5 Uhr: Siehe Stadtkirche. Sonntag, abends 8 Uhr, Versammlung und Bibelbesprechung im Konfirmandensaal der Johanneskirche. Text: Joh. 15, 1–8. Montag, den 26. Oft., abends 8 Uhr: Bibelstunde im Konfirmandensaal des Johanneskirche. Galaterbrief Kap. 1. Pfarrer Dr. Naumann. Nächstfolgenden Sonntag, den 1. Nov., am Reformationsfest, Beichte und heil. Abendmahl für die Lutasund die Johannesgemeinde im Abendgottesdienst. Anmeldungen vorher bei dem Pfarrer jeder Gemeinde erbeten. An diesem Tage wird nach allen Gottesdiensten eine Sammlung für die Gustav Adolf- Stiftung erhoben. her bei Corny dte Tornister abgelegt und nach dem Ueberschreiten der Mosel ging es im Laufschritt, teils im Marsch nach Gorze. Am Eingange der Stadt hing an einer Kette ein Franzose. Er war aufgehängt worden, weil er angeblich aus einem Hause auf durchmarschierende deutsche Truppen geschossen hatte, was allerdings von seinen Angehörigen später bestritten wurde. Das Gießener Regiment wandte sich rechts von Gorze dem Walde zu, in dem aber nur mühsam vorwärts gegangen werden konnte, da er nur von wenigen schmalen Wegen durchschnitten war und viel Unterholz hatte. Es entwickelte sich ein Gefecht mit dem Feinde, dem aber die hereinbrechende Dunkelheit bald ein Ende machte. Während der Nacht biwafierte das Regiment im Walde. Infolge der großen und eiligen Märsche stellte sich ein brennender Durst ein, doch fehlte es an Wasser. Um ihren Durst zu löschen, leckten sogar manche Soldaten die Tropfen von den Blättern ab. Am folgenden Morgen hielt der General v. Wittich eine Ansprache und teilte mit, daß die hessischen Truppen, obwohl sie erst spät in der Schlacht eingreifen fonnten, doch wesentlich zu der siegreichen Entscheidung beigetragen hätten. Das Regiment setzte sich dann in Marsch und tam über das Schlachtfeld vom 16. August, wo noch überall Tote und Verwundete lagen. Auf dem Schlachtfelde wurde dann Biwack bezogen. Da es an Wasser fehlte, benußten die Soldaten zum Kaffeetochen sogar das schmutzige Wasser in den Pfügen, nachdem sie es in Kochgeschirren etwas hatten abstehen lassen. In der Nähe beerdigten andere Truppen ihre Gefallenen. Ergreifend war es, als ein Jägerbataillon unter lauten Klagen seinen gefallenen Major beerdigte. Während das Regiment abfochte, ritt der König Wilhelm vorüber und dankte der hessischen ausgeschrieben. Los I Zimmerarbeiten, darunter ca. 37 cbm Tannenholz 100 Ifd. m Holzgesims " " 110 qm Dachschalung 22 Ifd. m Holzgeländer 2c. Los II Dachdeckerarbeiten, darunter ca. 370 qm Schieferdach Los III Spenglerarbeiten, darunter ca. 80 Ifd. m Standkandel, Einkastelungen, Bekrönungen 2c. Los IV Bligableiteranlage. Angebotsunterlagen können auf unserm 3weigbureau, Frankfurterstraße 83, eingesehen; Angebotsformulare( feine Zeichnungen) zum Selbstkostenpreis dorther bezogen werden. Offerten mit bezeichnender Aufschrift sind auf genanntem Zweigbureau bis Donnerstag, den 5. November 1903, Vormittags 11 Uhr, dem Eröffnungstermin, einzureichen. Zuschlagsfrist 3 Wochen. Gießen, den 23. Oktober 1903. Großh. Baubehörde für die UniversitätsNeubauten Gießen. Becker. ,, Der heutigen Auflage liegt ein Prospekt des bekannten Theod. Konetky in Säckingen( Baden) bei." Division für ihr erfagreiches Eingreifen am vorhergehenden Tage. Am Nachmittag erhielt Sergeant Buß die Erlaubnis nach Gorze zu gehen, um Lebensmittel zu holen. Er war aber am Abend noch nicht zurückgekehrt und traf erst am folgenden Tage auf dem Marsche bei der 7. Kompagnie wieder ein. Am Morgen des 18. Auguft marschierte die hessische Division zunächst bis Caulre Ferme. Als die Truppen mit dem Abkochen begonnen hatten, wurde an die Gewehre gerufen. Es wurde bekannt gegeben, daß die Armee des Kronprinzen angekommen sei und daß die Franzosen heute noch unter die Kanonen von Mez müßten. Sogleich donnerten die Geschüße herüber. Die 7. Kompagnie wurde zur Artilleriebedeckung bestimmt. Als sie Aufstellung genommen hatte, tam rechts von Gravelotte her König Wilhelm, begleitet von dem Prinzen Ludwig von Hessen und mit Hurrahrufen der Truppen begrüßt. Der König nahm einige Menderungen an der Aufstellung der Artillerie vor und ritt nach St. Privat weiter. Während des Hurrah- Rufens vermehrten plößlich die Franzosen ihr Geschüßfeuer, weil sie wohl den König ihnen gegenüber vermuteten. Kompagnie schlug eine Granate, die sechs Mann verwundete und den Musketier Schott tötete. Das Gewehr von Schott war ganz zersplittert und der Lauf frumm gebogen. Dem Musketier Wagner aus Friedberg waren beide Hände und Beine abgeschoffen, sodaß er am folgenden Tage verstarb. Als Feldwebel Bruchhäuser zu ihm trat, rief ihm Wagner zu, er möge ihm helfen, seine Kleider brennten. In der Tat hatte der Waffenrock durch die Granatsplitter Feuer gefangen. ( Fortsetzung folgt.) In die 7. Wir berichtigen aus voriger Nummer die beiden Namen: Mörstadt; von Botum- Dolfs. + 0+ 0+ 0+ 0+ 010+ 0+ 0+ 0+ 0+ Saalbau Lollar. Hierdurch die ergebene Mitteilung, daß ich neben meiner Wirtschaft einen der Neuzeit entsprechenden Saal, 4-500 Personen fassend, erbaut habe und denselben am Sonntag, den 25. Oktober, nachmittags 4 Uhr mit Konzert und darauffolgendem Tanz eröffnen werde, wozu ein verehrlichtes Publikum von hier und Umgegend, sowie meine geehrte Nachbarschaft freundlichst einlade. Lollar, 23. Oktober 1903. Hochachtungsvoll Gottlieb Ernst ,,, 3ur Linde". P. S. Titl. Vereinen und studentischen Korporationen von Gießen halte meinen Saalbau bei Ausflügen bestens empfohlen. + 0+ 0+ 0+ 0+ 010+ 0+ 0+ 0+ 0+ ente de Frankfurter Bratwürstchen in bekannter geräucherte à Paar 25, 30 und 35 Pig. empfiehlt Güte Friedrich Schreiner, Mekgermeister, Gießen. - Seltereweg. Ofenschirme- Kohlenkasten Füller Feuergeräte Ofenvorsetzer wieder eingetroffen. Jtal. Maronen bei Emil Fischbach. Christian Wallenfels Gießen. 17 Marktplatz 17 Brotpreise vom 25. Oktober bis 8. Novbr. Der hiesigen Bäcker. Kg. fa. 1 Weißbrot 26 2 52 " I Schwarzbrot 24 2 48 " 3 72 22 2 44 Der auswärtigen Bäcker: Telephon 262. Gegründet 1826. 1 Kornbrot empfiehlt vorzügliche stets frische Süßrahm- Tafelbutter sowie diverse Sorten Käse Grosse gediegene Auswahl. in hochfeinen Qualitäten, Brüder Schmidt Giessen Seltersweg 83. insbesondere: Schweizer( Emmenthaler) Edamer( Holländer) Fromage de Brie Camembert Roquefort Seltersweg 83. Barmesan Wollene, halbwollene und baumwollene Unterzeuge sowie Delitateß Rahm- 1. Schloß- Käse Romadour Kräuter Limburger Strümpfe, Socken, Faust- und Fingerhandschuhe, Hand- und Stangenferner wollene Strickgarne( Marke M.& K.) anerkannt beste Qualität, empfiehlt in großer Auswahl zu billigsten Preisen. Robert Stuhl, Neustadt 23. Gießen. Neustadt 23. Käse Spezialität: Feinste garnierte Käse- Platten für Gesellschaftsessen. 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Ma Allen denen, die sich durch Erkältung oder lleberladung des Magens, durch Genuß mangelhafter, schwer verdaulicher, zu heißer oder zu talter Speisen oder durch unregelmäßige, Lebensweise ein Magenleiden, wie: Magentatarrh, Magenkrampf, Magenschmerzen, schwere Verdauung oder Ver. schleimung zugezogen haben, set hiermit ein gutes Hausmittel empfohlen, deffen vorzügliche Heilsame Wirkungen schon seit vielen Jahren erprobt sind. Es ist dies das Verdauungs- und Blutreinigungsmittel, der Hubert Ullrich'sche Kräuter- Wein. Dieser Kräuter- Wein ist aus vorzüglichen, heilkräftig befundenen Kräutern mit gutem Weine bereitet und stärkt und belebt den ganzen Verdauungsorganismus des Menschen ohne ein Abführmittel zu sein. Kräuterwein beseitigt alle Störungen in den Blutgefässen, reinigt das Blut von allen verdorbenen krankmachenden Stoffen und wirkt fördernd auf eine Neubildung gesunden Blutes. Durch rechtzeitigen Gebrauch des Kräuter- Weins werden Mogenübel meist schon im Keime erstickt. Man sollte also nicht säumen, seine Anwendung allen anderen scharfen, äß n- den, Gesundheit zerstörenden Mitteln vorzuziehen. Alle Symptome wie Kopfschmerzen, Bufftoßen, Sodbrennen, Blähungen, Hebelkeit mit Erbrechen, die bei chronischen( veralteten) Magen leiden um so heftiger auftreten, werden oft nach einigen Mal Trinken beseitigt. Stuhlverkopfung und beren unangenehme Folgen, wie Beklemmung, Solikschmerzen, Herzklopfen, Schlaflosigke t, sowie Blutanstauungen in Leber, Milz und Pfortadersystem( Hämorrhoidalleiden) werden durch Kräuter- Wein rasch und gelind beseitigt. Kräuter- Wein belebt jedwede Unverdaulichkeit, verleiht dem Verdauungssystem einen Ausschwung und entfernt durch einen leichten Stuhl alle untauglichen Stoffe aus dem Magen und Gedärmen. Hageres, bleiches Aussehen, Blutmangel, Entkräftigung sind meist die Folge schlechter Berbauung, mangelhafter Blutbildung und rines krankhaften Zustandes der Leber. Bei gänzlicher Appetitlosigkeit, unter nervöser Abspannung und GemütsverNimmung, sowie häufigen opfschmerzen, schlaflosen Mächten, Kräuter- Wein siechen oft solche Kranke langsam dahin. giebt der geschwächten Lebenskraft einen frischen Impuls. Kräuter- Wein steigert den Appetit, befördert Verdauung und Ernährung, regt den Stoffwechsel kräftig an, beschleunigt und verbessert die Blutbildung, beruhigt die erregten Nerven und schafft dem Kranken neue Bräfte und neues Leben Zahlreiche Anerkennungen und Danfschreiben beweisen dies. BräuterWein ist zu haben in Flaschen à Mr. 1.25 und Mt. 1.75 in den Apotheken von Gießen, Großen- Linden, W klar. Fro hausen, raunfels, Sukbach, Brandoberndorf, Gladenbach, Weilburg, GroßenBuseck, Bilendorf, Grünberg, Lich, Hungen, Laubach, Bad- auheim, Marburg u. s. w., sowie in allen größeren und kleineren Orten ganz Deutschlands in den Apotheken. 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