Nr. 19. Moonnement prets: in Gießen, abgeholt monatlich 50 Bfg ins Haus gebracht 60 Pfa., burch die Poft bezogen viertelfährlich Mr. 1.50. Gratisbeilagen: Oberbeffische Familienzeitung( täglich) Oberheffische Zeitschrift für Landwirtschaft, Obft- nud Gartenbau, sowie die Gießener Seifenblasen wöchentlich). Das Blatt erscheint an allen Werktagen nachmittags. Freitag, den 23. Januar 1903. Gießener 12. Jabraang. Injectionspreis: Die einfbaltige Betitieile für Gießen wie ganz Oberbeffen, die Kreise Wetzlar und Marburg 10 fg. fonft 15 Bfg.; Reklamen die Petitzeile 30 refp. 40 Pfa Postzeitungsliste No. 3269. Redaktion und Expedition: Gießen, Neuenweg 28. Fernsprechanschluß Nr. 362. Neuelle Nachrichten ( Gießener Tageblatt) Unabhängige Tageszeitung ( Gießener Zeitung) Umebung. für Oberheffen und die Kreise Marburg und Wetlar; Lokalanzeiger für Gießen and Ume bung. Enthält alle amtlichen Bekanntmachungen der Großh. Bürgermeisterei Gießen und a derer Behörden von Oberhessen. Kein Philifter... berDer Reichskanzler hat in einer der legten Reichstagssigungen die Aeußerung gebraucht, daß der Kaiser eines sicherlich nicht sei, kein Philister. Das Wort mag etwas burschikos klingen, aber es wird nicht mißverstanden werden. Denn unter einem Philister teht man ganz allgemein einen engherzigen Menschen, er nach beschränkten Gesichtspunkten Menschen und Dinge beurteilt und diesen Horizont bei der nächsten Umgebung chon endigt. Solch eine Persönlichkeit ist natürlich nienals im stande, das Wesen der Welt und die Entvicklung der Vorgänge in ihrem Zusammenhange zu begreifen, wie es dem Kaiser mit Recht nachgerühmt wird. Unser Berliner CB.- Mitarbeiter schreibt dazu: Wenn der Kanzler von seinem kaiserlichen Herrn jedes Philisterum" ablehnte, so hat er am besten die Persönlichkeit Wilhelms II. gekennzeichnet. Tenn die impulsive und aufnahmefähige Natur unseres Kaisers übt deshalb auf ille, die in seinen Streis treten, einen so mächtigen Zauber aus, weil er stets mit großem Maßstabe mißt und mit der Erkenntnis eines durchdringenden Verstandes urteilt. Er ist ein durchaus moderner Mensch, in seinem die verschiedensten Dinge umspannenden Intereffe und abgeklärten Urteil. Namentlich auch darin zeigt sich die Größe seiner Persönlichkeit, daß er vor allen Dingen Deutschland im Rate der Völker die führende Stellung erhalten will. Deshalb baut er auf der einen Seite die Machtmittel des Staates, Herr und Flotte, aus; auf der anderen Seite fördert er auch die geistigen Waffen der Nation, durch Pflege der Volksbildung. Sein dem Modernen und Praktischen zugefehrter Geist hat erfaunt, daß nicht allein das lassische Altertum Quelle der Wissensschäße und der Erkenntnis für den gebildeten Teil der Nation sein könne, sondern daß man auch den realen Wissenschaften in unserem Zeitalter der Technik und des weltumspannenden Verkehrs einen gleichberechtigten Platz neben der humanistischen Geistesschu lung anweisen müsse. Seine Schulreform, deren Plan er soeben dem Präsidenten der Vereinigten Staaten überwiesen hat, steht in einem leicht erkennbaren Zusammenhange mit seiner ganzen Anschauung. Nicht minder aber hat er auch auf technischem Gebiete durch sein bekanntes Wort: ,, Wir leben im Zeitalter des Verkehrs" sein Verständnis für die Aufgaben der Gegenwart bewiesen. So steht der Kaiser vor unserem Blid als der be wußte Führer einer zu großen Kulturaufgaben berufenen Nation, als ein Vorbild eifriger Tätigkeit und ungesättigten Bildungs- und Wissensdranges, als ein Führer im Kampfe um die Weltstellung, als der Monarch eines Volfes, in dem die Philister keinen Platz haben. Deutscher Reichstag. 244. Sizung. CB. Berlin, 22. Januar. Nochmals die kaiserlichen Kundgebungen. Heute kam die schärfere Tonart der Cozialdemokratie ju Wort, nachdem vorgestern der versöhnlichere Abg. von 80II mar gesprochen hatte. Es we, te Sturm schon zu Beginn der Rede, die der Abg. Bebel hielt. Er nannte den jezigen Etat einen vollständigen Zusammenbruch; tie Aufwendungen für das Heer seien nicht zu billigen, insesondere nicht die Vermehrung der Kavallerie. Die grojen Rüstungen müßten notwendigerweise einmal zum Mladderadatsch führen. Der Reichsianzler möge sich doch much einmal darüber äußern, ob wirklich ein Telegramm bgegangen sei ,,, der Beherrscher der östlichen Meere grüßt en Beherrscher des Stillen Ozeans". Bezüglich der faiserichen Botschaft von 1881 und der sozialen Fürsorge des Staates sei er der Meinung, daß lediglich die Furcht or der Sozialdemokratie alle diese Früchte gezeitigt habe. Auch die freundliche Haltung der jeßigen Regierung sei ediglich ein Produkt der Sozialdemokratie. Im übrigen vürde diese gegen eine Vorlage der Regierung bestimmt eine Opposition machen, nämlich gegen die Vorlage betr. Sicherung des Wahlgeheimnisses. Es sei übrigens eine Richtachtung des Reichstages ohne gleichen, wenn die Tinen noch nicht eingeführt seien. In sehr scharfer Ausdrucksveise besprach er dann die verschiedenen aiserlichen Kundjebungen an die Arbeiter und über die Sozialdemocratic. Seine Rede streifte stellenweise die Grenze des ZulässiJen. Als Bebel einzelne Aeußerungen des Kaisers als ungehörig" bezeichnete, wurde er sogar von einem Zwichenruf auf der äußersten Linten überboten. Gemeinjeit" rief jemand vernehmlich. Wer ihn ausgerufen, ist icht festgestellt worden. Im wesentlichen charaltertierte Abg. Bebel den Standpunkt der Sozialdemokratie dahin, Daß diese Gegnerin der Monarchie aber nicht der Person Des Monarchen sei. Ueberdies seien die kaiserlichen Reden Der Sozialdemokratie von Rußen; er schäze jede Rede ruf 100 000 Stimmen Gewinn. Noch schärfer, wenn dies möglich war, als gegen den Kaiser, war er gegen den fronprinzen, von dem er u. a. sagte, was der junge perr denn für Verdienste habe, daß er Mitglieder einer Partei von der Stärke der Sozialdemokratie als Elende bezeichnete. Das Wort fönne vielleicht einmal ein Ehreniame werden, wie sich die Geusen den Bettelsack als Symbol gewählt und unter diesem Zeichen eine ehrenpolle Stellung in der Weltgeschichte errungen haben. Wenn er sich mehr zurückhielte, lönnte das für die Zukunft des ünftigen Monarchen sehr förderlich sein. Er müsse hier eutlich sprechen, da in der Zeit des Byzantinismus ja och niemand das Wort ergreife. Ueberall Feigheit, alles friecht! So schloß Bebel seine dreistündige Rede. Reichskanzler Graf v. Bülow nimmt sogleich, das Wort zur Erwiderung. Zu den Sozialdemokraten gewen et, fängt er an: Sie beklagen sich über den Ton, den Der Kaiser anschlägt, aber in welchem Tone sprechen Sie? Das beweist ein Zwischenruf, den ich nicht wiederholen mag und dessen Urheber wenigstens noch soviel Schamgefühl bekundet, daß er sich zu dem Ausdruck nicht bekennen will. Aber dieser Ausdruck kennzeichne die Tendenz der SozialDemokratie. Unausgesetzt werde in ihrer Presse, namentich im ,, Vorwärts" oder gar in der ,, Leipz. Volksztg." jegen die Monarchie gewühlt. Da sei es begreiflich, wenn Der Träger der krone mit Energie, eventl. sogar mit Schroffheit dagegen Front mache. Er trage kein Bedenen, die Persönlichkeit des Monarchen zu decken; er hoffe iber, daß die Mehrheit des Hauses wieder zu der früheren Bragis zurückkehren werde und den Monarchen möglichst ius dem Spiele lassen. So lange die Sozialdemokratie ich nicht dazu verstehen wolle, die Gegensäge zu mildern, rschwere sie den verbündeten Regierungen die auf die gebung der breiten Massen gerichteten Bestrebungen. Wenn der Abgeordnete Bebel gegen die Wahrung der Deutschen Ehre auftrete, so befinde er sich im Widerspruch nit der Mehrheit der Nation. Der Abg. Dr. Hasse( nat.ib.) nahm zu den Erklärungen des Reichskanzlers eine ehr freundliche Stellung ein und charakterisierte das Verjältnis des Bürgertums zur Monarchie und plaidierte noch kurz für größere Auswendungen in der Naionalpolitik. Hierauf vertagt sich das Haus. Die Politik. Der Kronprinz am Zarenhof. An dem Diner, das zu Ehren bes kronprinzen am Mittwoch Abend in der deutschen Botschaft zu Petersburg stattfand, konnte der Kronprinz selbst wegen seiner Erkältung nicht teilnehmen. Die Großfürsten erschienen in der Uniform ihrer preußischen Regimenter. Droke fürst- Thronfolger hatte im letzten Augenblick abgesagt, da er das Diner mit dem Kronprinzen in dessen Zimmer einnehmen wollte. Auch Graf Lamsdorff hatte sich entschuldigen lassen, weil er infolge von Erkrankung an Influenza nicht erscheinen konnte. Außer dem Großfürsten- Thronfolger speiste auch das Zarenpaar beim Kronprinzen in dessen Gemächern. Die Kaisermanöver 1903. Auf Ersuchen des Königs von Sachsen sind die Dispositionen für die Kaisermanöver dahin geändert worden, daß sich das XII. Armeekorps nicht an den Manövern beteiligen wird. An seiner Stelle wird das IV. Armeeforps mit dem XIX. Armeekorps unter dem Oberkommando des Generals v. Hausen gegen das X. und XI. unter dem General v. Wittich manövrieren. Als Terrain ist die Gegend zwischen Merseburg nd Kassel gewählt. Das Haupttreffen findet in der Nähe von Ohrdruf statt, wɔmit gleichzeitig der dortige neue Truppenübungsplatz für das XI. Korps erprobt werden soll. Das Kaisermanöver beginnt Ende August. Kurze politische Nachrichten. * Die Einführung des zum Berliner Bürgermeister gewählten Regierungsrats Dr. Georg Reidke in sein neues Amt fand am Donnerstag Abend im Berliner Rathause statt. * Bei der Reichstags- Ersazwahl für Meppen- Lingen- Bentheim wurde der Zentrumskandidat Engelen mit großer Mehrheit gewählt. * Die zur Ausbesserung der Lübeckischen Staatsfinanzen vom dortigen Senat vorgeschlagene Geschäfts. steuer ist von der Bürgerschaft zum zweiten Mal abgelehnt worden. * 5000 englische Erbarbeiter will Herr Chamberlain in die südamerikanischen Minen schicken, wo bekanntlich großer Arbeitermangel herrscht. Bedingung dabei ist, daß Die Grubengesellschaften sich verpflichten, die gleiche Zahl zu beschaffen. Die Vertreter der Gesellschaften haben ervidert, sie hielten es für zweifelhaft, daß ihre Ationäm ein solches Experiment machen würden. San Carlos bombardiert. CB. Gine Meldung, die nicht verfehlen wird, außerordentliches Aufsehen zu erregen, tommt aus Maracaibo. Drei deutsche Kriegsschiffe, die Gazelle", biz ,, Vineta" und der Panther" haben am Mittwoch früh bas Bombardement auf das Fort San Carlos eröffnet Das Fort San Carlos erwiderte das Feuer. Die Ka nonen des Forts gaben jede Minute einen Schuß ab; das Fort konnte vor Rauchwollen nicht gesehen werden, aber es war flar, daß die venezolanischen Artilleristen mit großer Geschwindigkeit schossen. Um 1 Uhr nachmittags erfolgte eine Explosion, augenscheinlich in dem Fort, dichter Rauch stieg auf und verdeckte einen Teil der Wälle. Das Dorf San Carlos war bereits nach den ersten Schüssen der Schiffsgeschütze in Brand geraten und wurde bald vollständig eingeäschert. Wie lange die Beschießung, die um 10 Uhr begann, gedauert hat, i st noch nicht bekannt; aus der Tatsache, daß nach der am Donnerstag ausgegebenen Schiffsliste die ,, Gazelle" von Maracaib nach Curaçao und von dort nach Puerto Cabello abgegangen ist, läßt sich aber schließen, daß die Beschiehung spätestens Mittwoch Abend beendet war. Von dem Fort wird wohl nicht mehr viel übrig geblieben sein. So berichtet das Reutersche Bureau, und der Umstand, daß das deutsche offiziöse Telegraphenbureau die Meldung ohne stommentar abbrudt läßt darauf schliesen, daß die Nachricht richtig ist. Selbstverständlich wird diese erneute Beschiehung, die offenbar zur Bestrafung des Forts für sein Feuern auf den ,, Panther" erfolgte, bei unseren guten Freunden in den Londoner und Newyorker Redaktionsstuben eine hochgrabige Entrüstung zu Tage fördern. Die eben erst abgetanen Lügen, Deutschland wolle die Friedensverhandlungen stören, werden wieder auftauchen, und das Geschrei wird sobald kein Ende nehmen. Wie berlogen die ersten, von der gelben Bresse Amerifas mit grinsendem Behagen abgedruckten venezolanigedauert hat, ist noch nicht bekannt; aus der Tatsache, daß der angeblich von den Kanonen des Forts San Carlos tampfunfähig gemachte Panther" vier Tage nach dem Eintritt dieser ,, Kampsunfähigkeit" sich an der Beschleung des Farts beteiligen tann. Preufsilcher Landtag. 4. Sigung. Haus der Abgeordneten. CB. Berlin, 22. Januar. Vorbildung zum Berwaltungsdienst. Im preußischen Abgeordnetenhause begann heute die Beratung über den Gefeßentwurf betr. Die Vorbildung der höheren Verwaltungsbeamten. Der Gesezentwurf trifft Bestimmungen über die Zeiten, die die Referendare beim Amtsgericht, bei den Verwaltungsbehörden und bei den Selbstverwaltungsbehörden zubringen müssen. Der Entwurf fordert dreijähriges Rechtsstudium, 9 Monate Beschäftigung beim Amtsgericht und 3 Jahre 3 Monate Beschäftigung im Verwaltungsdienst. Der Minister des Innern Frhr. v. Hammerstein begründete den Gesepentwurf, der notwendig sei infolge der Vielgestaltigkeit unseres modernen Lebens und der Ausdehnung der sozia len Gesetzgebung und der Wirtschaftspolitik. Die jun gen Leute, die in die Verwaltung eintreten, müßten sich gründlich in diesen Fächern ausbilden. Der vorjährige Entwurf erscheine jeßt in fast unveränderter Gestalt. Der Abg. Dr. Jderhoff( frk.) erklärte, seine, Bartei sei mit der Vorlage einverstanden, und beantragte die Verweisung an eine Kommission von 21 Mitgliedern. Abg. Traeger( freis. Vp.) meinte, daß die Ausbildung der Referendare beim Amtsgericht mit 8 Monaten zu lange dauere, 6 Monate würden genügen. Mit der Vorbildung der Regierungsreferendare sollte schon auf der Universität begonnen werden. Bei der Annahme der e ferendare werde leider nicht immer auf die Befähigung gesehen, sondern au, Nebenumstände, Familie, Reserve offiziers- Qualität usw. Abg. Frhr. v. Richthofen( fons.) erachtete es nicht für riktig, daß das Studium der Juristen und Verwaltungsbeamten auf der Universität. zu trennen sei. Auch der konservative Redner erklärte, die jetzige Vorlage sei seinen Freunden sympathischer als die vorjährige, vorbehaltlich einiger Wenderungen. Etatt die Referendare in den großen Städten zu beschäftigen, sollte dies mehr in kleineren Städten geschehen, auch sollte das Jahr auf dem Landratsamt gefeßlich firiert werden. Mit der Verweisung an eine Kommission ist er einverstanden. Abg. Schweckendieck( natl.) sprach im allgemeinen sein Einverständnis mit der Vorlage aus. Abg. Peltasohn( freis. Bgg.) wünscht die Einrichtung besonderer Seminare für Verwaltungsbeamte. Die Referendare müßten während der Ausbildung nicht nur beim Amtsgericht, sondern auch beim Rechtsanwalt und Staatsantoalt arbeiten. Auch eine Tätigkeit in Banten und großen Rhedereien sei zu empfehlen. Abg. 3. Savigny( Btr.) regt an, Referendare besonders tüch tigen Richtern zur Ausbildung zu überweisen, damit ie sich nicht bequeme Stellen aussuchten, wo sie nichts ernen fönnten. Es sprechen noch die Abg. Frhr. v. 8edlig( ons.), Abg. Schmidt( Ctr.), Graf Moltte( frt.), dann wurde Die Vorlage an eine Kommission von 21 Mitgliedern verviesen. Nächste Sigung Sonnabend 11 Uhr. Arme Langfam Tür eines Zimmers in der ersten Etage. die Treppe hinauf, Mart mit einem James führte seinen Bater, nachdem er ihm den Auf dem Kaminrost brannte ein fustiges Feuer, und Bink bedeutend, ihnen zu folgen, und öffnete dann die Nein teil für ihn?" gewesen und erfüllt d'rein!, Fürchten Sie ein; aber wohr von meiner Rückkehr Nach er ist ängstlich und befümmert Silhouetten von Detta. Zwei Rokokofiguren. Bollmondes stand gartens. Er war ehedem Bart und Luftgarten eines deut über den Baumgruppen des Schloßschen Kurfürster ( Nachdruck verboten.) Am 14. März 1875 fam das Reichs- Bankgesetz zu und der mögliche Mißbrauch ihrer Fonds Seitens Bilbung und Welt; ben wie es feint, fein Die Botalbahn" Stande. Es bildet die Grundlage der Reichsbank- derselben sein kann. Dieser Gefahr ist gegenwärtig boten hält. Nachdem b organisation. Mit ihm wurde der Schlußstein dem durch das Einspruchsrecht des Zentralausschusses solchen fein Werk so schonend wie Dr. M. Biermer im Staufmännischen Vereinshause wesens eingefügt. Dieses Gesez, inzwischen wiederholt recht, eines der wenigen Rechte, das den Anteilseignern prechen. Auf diesen di vor dem„ Ortsgewerbeverein" und dem Kauf in manchen wesentlichen Bestimmungen abgeändert, be- zusteht, liegt durchaus im allgemeinen Interesse und eine längere Pause bern Am Dienstag den 20. d. Mts. hielt Herr Professor großen Reformwerke des deutschen Geld- und Währungs- Operationen gegenüber vorgebaut. Dieses Einspruchs dann gar noch an in über die Deutsche Reichsbant". Wir wollen auf mehr- Notenprivileg. Die historischen Verhältnisse, wie sie alle Ursache zu dem Vertrauen, daß deutsche Finanz- diefes Stückes fonnte fach geäußerten Wunsch aus unserem Leserkreise in sich in den einzelnen Bundesstaaten erhalten haben, verwaltungen der Verwaltung der Reichsbank keine un- der Verfasser hat es Kürze den Gedankengang des mit dem lebhaftesten ließen es fürs Eiste nicht als zweckmäßig erscheinen, gebührlichen Zumutungen stellen werden und daß die omödie bezeichnet. Beifalle seitens einer ungewöhnlich zahlreichen, gespannt mit allen bundesstaatlichen Notenbanken sofort und Bankverwaltung dieselben, wenn sie doch gestellt würden, nicht wie sonst bei i männischen Verein" einen einstündigen Vortrag lauschenden Zuhörerschaft aufgenommenen Vortrages folgender Leitsäge: Um dem Zahlungswesen eines Landes die nötige ruht auf dem sog. Zentralbanksystem, bezw. auf dem radikal aufzuräumen. Man ließ vielmehr eine dafür, daß keine neuen entstanden. Das Bankgesez Privatbanken mit dem Recht der Notenausgabe, welch' hat seinen großen Wert. Wir haben zur Zeit gewiß zurückweisen würde. Zukunft zu schließen. Aber wir müssen davor warnen, Späßen und Situation Die finanzielle Lage des Reichs ganze Werk; und, w eine große Macht erlangen, der Reichskanzler, der zu Blos ftellung: es tft auf Grund gütigst uns zur Verfügung gestellter Auf- Reihe von Notenbanken noch bestehen, sorgte aber aus unseren furzen Erfahrungen ohne Weiteres auf die mittleren Punkt aus Professor Biermer begann mit der Begründung enthält also einen Stompromiß zwischen dem reinen fann eine unangenehme werden, Interessen, welche eine begegnet uns in der Zentralbanksystem und einer Vielheit von anderen Geldvermehrung unter allen Umständen wünschen, können weniger im Leben Dehnbarkeit und die erforderliche Widerstandskraft letzteres aber jetzt auf Reichsrecht beruht und reichs- gleich der verantwortliche Leiter der Reichsfinanzen und und in ihrem Gefolge mittel geschaffen werden, die eine den Bedürfnissen auf ihr Notenrecht verzichtet hat- 13 an der Zahl und dergleichen mehr. Da kann der Widerstand unab verhältnisse. Thoma unterworfen ist. der Reichsbank ist, kann aus Unfenntnis oder irgend feit, jenes Grbe einer 1. Es müssen auf Kredit beruhende Zahlungs- eine größere Anzahl von Notenbanken entweder sofort Vorsicht und Sicherheit in der Bankverwaltung legen Polizeiftaates und in Längere Zeit bestanden neben der Reichsbant, nachdem einem anderen Grunde ein zu geringes Gewicht auf in der Enge der Klei oder später eingegangen ist- 12 an der Zahl noch hängiger und sachkundiger Männer von größtem Nutzen die spießbürgerliche G 7 Privatnotenbanken. Von diesen haben in der aller- und für die Bankverwaltung selbst eine wertvolle fireber wie dunkelhaf zu geben, hat man nach drei Richtungen Fürsorge zu treffen. des Verkehrs entsprechende Vermehrung und Verminderung ohne Schwierigkeiten gestatten und die auch in großen Krisen ihren Kredit behaupten und die Stelle des Metallgeldes vertreten fönnen. ( ,, Moment der Elastizität und Solidität".) 2. Es muß für einen disponiblen Baarvorrat gefeßlichen Normativbestimmungen unterworfen ist. jüngsten Zeit die Frankfurter Bank und die Bank für Süddeutschland in Darmstadt liquidiert, sodaß gegen= Stüße sein. Daß andererseits dieses Widerspruchsrecht jemals amten ohne Feindselig an den drolligen Gef Geltuneitlic wärtig außer der Reichsbank nur noch fünf Banken ein Hemmnis für notwendige Finanzoperationen der Zeichnung seiner Gef mit dem Notenrecht in Thätigkeit sind. Diese fünf Bant, insbesondere für Hilfeleistung in äußerster Not Leider war das Zusa und Braunschweig, find gleichiam Landesbanken viejer nie hat er fintechterdings nicht zu befize Letter dem Geldkrisen vermieden werden.(" Moment der inter- Mittelstaaten, haben sich einen geschlossenen Wirkungs- Staate gegenüber dem Rechte nach ganz selbstständig Musterkarte von M Sorge getragen werden, aus dem die internationalen Bahlungen je gemacht werden können, daß heftige und unabhängig waren, den Forderungen der Staats was Den Bürgerme die Einheith gewalt um unterſtüsung in den Fällen widerstrebt, in Stuttgarter Hofthen ganze Gefahr liegt nach der anderen Seite hin, und wies; jedenfales t beshalb ist es nicht geraten, jebe Schrante, die in dieſer wie mit der das wa freis zu erhalten gewußt und sich um ihre Territorien 3. Es müffen Mittel gegeben sein zur Beein- unzweifelhafte Verdienste erworben. Die Vorteile ihrer flussung des Geldmarktes, und diese müssen so ange- Wirksamkeit bestehen aber hauptsächlich in der Anpassung denen sie im gemeinen Interesse geboten war. des Geldmates, under tant aften lieber an die totalen Bedürfniſſe pes Berkehrs, welche in spendt werden, daß fowolf eine Interhaltungslust Norddeutschland von provinzialen strebitinſtituten, auch rechtzeitig entgegengetreten, wie für die allmähliche Hemmung einer Goldausfuhr ins Ausland Sorge getragen wird.(„ Moment der offiziellen Diskont Die Erfüllung dieser Aufgaben wird von Jahr zu Jahr schwieriger, weil in der natürlichen Entwickelung der Verhältnisse, wo der Kredit die gesamte volkswirt schaftliche Organisation beherrscht, das Metallgeld mehr und mehr seine Bedeutung als Zahlungsmittel verliert und der Verkehr zwischen den Ländern und Weltteilen zunimmt. Die Signatur der Gegenwart ist ein krasses Mißverhältnis zwischen dem Weltvoccate an Weltgeld und den jährlichen Zahlungen von Hunderten von Milliarden, welche troßdem ohne Schwierigkeiten geleistet werden können. Die vornehmste Ursache dafür, daß dieses Mißverhältnis gar keinen oder nur sehr geringen Einfluß auf den Geldwert ausgeübt hat, liegt in der Herrschermacht des Kredits, welche einerseits den Bedarf an Zahlungsmitteln zur Wertaufbewahrung vermindert, andererseits je nach Bedarf des Verkehrs Zahlungsmittel und Zahlungsmethoden schafft, durch welche das Bedürfnis nach Metallgeld vermindert wird. Betrachtet man die kolossalen Zahlen des Giroverkehrs und des Abrechnungswesens, die durch die Bücher der Bank gehen, und wo durch einfache Federstriche die Aktiva und Passiva ihrer Kundschaft ausge glichen werden, überblickt man die Summe der Banknotenausgabe, so wird man sich darüber klar, welche außerordentliche Bedeutung heutzutage für die Zirfu lation der Umsagmittel die Bettelbanken für alle großen Kulturstaaten haben. Hierbei ist es freilich von nicht hoch genug zu schäßender Wichtigkeit, daß sich diese Kreditorgane stets einen reichlichen, effektiven metallenen Geldbestand sichern. Geldbestand ist aber heute gleichbedeutend mit Goldbestand. Er soll ja die Gewähr geben, daß nicht nur die Banknoten, sondern auch die Giroguthaben( die sog.„ täglichen Verbindlichkeiten") jeder Zeit auf Wunsch der Berechtigten in Baar honoriert werden. In dem Augeblick, wo dies Vertrauen erschüttert würde, fäme unfehlbar die ganze Basis der nach Gold rechnenden Währung ins Schwanfen. Gerade in denjenigen Wirtschaftsgebieten, welche gesetzlich oder effektiv nach dem Weltgeld Gold rechnen, haben der Giroverkehr und das Abrechnungswesen, wie überhaupt das gesamte Streditwesen als das weitverzweigte Nervensystem des modernen volkswirtschaftlichen Organismus, eine beträchtliche Ausdehnung erlangt, und damit hat die Bedeutung eines reichlichen Goldreservebestandes in den Kellern der Hauptbanken noch wesentlich zugenommen. Die Erfahrung der europäischen Kulturstaaten hat nun hinlänglich gezeigt, daß die Aufgaben auf dem Gebiete des Notenbankwesens am besten dann erfüllt werden, wenn man mit denselben eine im öffentlichen Interesse geleiteten Zentralbank betraut, welcher man das ausschließliche Recht der Banknotenausgabe überträgt. Jede Zersplitterung der Mittel und der Verant wortlichkeit fann die Erfüllung der angedeuteten Ziele nur erschweren. Das gilt, wie von den anderen europäischen Staaten, so auch von dem deutschen Reich. Die Reichsgesetzgebung hat sich deswegen, nachdem sie für das Reichsgebiet endlich ein einheitliches Währungsund Münzwesen geschaffen hat, becilt, eine einheitliche Notenbankgesetzgebung und eine zentralisierte Bankorganisation zu schaffen, die mit der früheren, fast unglaublichen Zersplitterung im Papiergeldwesen gründlich aufräumte. Von den früheren geradezu trostlosen Zuständen kann man sich am besten ein Bild machen, wenn man sich vergegenwärtigt, daß noch im Jahre 1873 mehr als 140 Arten papierener Wertzeichen Banknoten und Papiergeld in verschiedenen Abschnitten im Reiche im Umlauf waren. Einem solchen Zustande ein Ende zu machen, wurde als eine der ersten Aufgaben des neuen deutschen Reiches anerkannt. ohne Notenrecht eben so gut befriedigt werden. Da gegen haben die Privatnotenbanken aufgehört, die eigentlichen Funktionen der Notenbanken zu erfüllen, nämlich, die Anpassung an die starken periodischen Schwankungen des Geldbedarfs. Diese Aufgabe haben fie ganz der Reichsbank überlassen, und indem sie ihr Notenrecht unbekümmert um die gesamte inländische Geldzirkulation und die Edelmetallströmungen ins Aus land ausnüßten, haben sie nicht selten die Diskontpolitik der Reichsbank durchkreuzt, indem sie den Reichsbankdiskont unterboten. Gegenüber diesen Mißständen gelang es der Reichsregierung nur nach heftigen Kämpfen im Reichstage in der neuesten Novelle zum deutschen Bankgesetz vom 7. Juni 1899 eine Bestimmung durchzudrücken, wonach es den Privatnotenbanken untersagt wurde, unter dem Reichsbankdiskont, sofern derselbe 4% erreicht oder überschreitet, zu diskontieren. Diese Bestimmung ist ein weiterer Schritt in der zähen Zentralisierungspolitik des Reiches auf wirtschaftspolitischem Gebiet, in der der führende Bundesstaat Preußen von jeher groß gewesen ist. Der erhoffte Erfolg der neuen Banknovelle trat sofort zu Tage. Die Reichsbank ist jetzt zur unbestrittenen Zentrale emporgehoben worden. Ihre Diskontpolitik ist nunmehr in dem ganzen Reichsgebiete die allein tonangebende. Gs mag überraschend erscheinen, daß das Reich, nachdem es sich ein neues Hoheitsrecht, das Banknoten regal, zugelegt hat, dieses Regal nicht auch durch ein Staatsinstitut ausüben läßt. Die Reichsbank ist nämlich, ebenso wie ihre Vorgängerin, die Preußische Bank, ein Privatinstitut ganz ähnlich wie eine Aktiengesellschaft geblieben. Ihr Betriebskapital, seit Anfang vorigen Jahres von 120 Millionen Mark auf 180, borläufig auf 150 Millionen erhöht, ist reines Privatfapital Das Reich hat feinen Kapitaleinschuß geleistet und haftet nicht für die Verbindlichkeiten der Bank. Dec enge Zusammenhang aber der Reichsgewalt mit der Zentralnotenbank und damit wesentliche Unterschiede von anderen Aktiengesellschaften und anderen Banken ergeben sich erst aus folgenden Bestimmungen des Bankgesetzes: Der oberste Leiter der Bank ist nämlich der Reichskanzler, sein Stellvertreter wird vom Kaiser ernannt, ebenso die Kommissare der Reichsbank hauptstellen. Der Kaiser ernennt auch auf Vorschlag des Bundesrats den Präsidenten, den Vizepräsidenten und die Mitglieder des Bankdirektoriums. Die Auf ficht über die Bank wird von dem Kuratorium aus geübt, dessen Vorsitzender der Reichskanzler ist, und das aus 4 Mitgliedern besteht, von denen der Bundesrat 3, der Kaiser eines ernennt. Dieses Reichsbankfuratorium übt also die dem Reiche zustehende Aufsicht über die Reichsbank, während die Kontrolfunktion, die den Anteilseignern zusteht, durch den Zentralausschuß und die Reichsbankdeputierten versehen wird. Es besteht also eine doppelte Aufsicht, eine" Teilung der Gewalten", welche man nicht übel mit den genannten Verfassungsformen einer fonstitutionellen Monarchie verglichen hat. Die Reichsgewalt beherrscht also die Centralbank fast völlig, während die Rechte der Anteilseigner außer dem Dividendenbezug, der aber auch durch einen Anteil der Reichstasse am Gewinne nicht unerheblich geschmälert wird er betrug im lezten Jahre 12% Millionen Mark, während die Anteilseigner nur 9,4 Millionen Mark erhielten, auf ein Minimum herabgedrückt sind. Wäre die Reichsbank zu einer reinen Staatsbank ungewandelt worden, was Viele befürwortet haben, so würde freilich der Reichsfiskus ein noch viel glänzenderes und dauernd lukratives Geschäft machen. Trotzdem hat diesen Gedanken die Reichsregierung stets auf das Nachdrücklichste bekämpft und zwar aus sehr guten Gründen. Die Geschichte des Notenbankwesens beweist, daß die gefährlichste Klippe der großen Zentralbanken ihre Verbindung mit den staatlichen Finanzverwaltungen Richtung schüßt, wegzuräumen.- Ganz am Plaze Für das nächste Theaterverein. ellung mitteilte, wic des 4. Februar fla Chriſtians vom K riten, wenn nicht d Liebhaber, die Rolle Die Jüdin von den 9. Februar iſt ſo ( deren Dazu kommt noch ein Zweites. Bei durchgeführter Schweigel; auch Frau herigen Vertretungen der Aktionäre durch einen„ Beirat serbionen genannt zu aus Grwerbstreisen" etwa nach Analogie der Bezirksmeinderäte von Dor eisenbahnräte ersetzt, und dieser dem Bankdirektorium bilder sein müſſen zur Seite gestellt werden. Ein solches Kollegium würde einer guten Bankverwaltung mehr hinderlich als förderlich daft großen Dichter sein. Es würden in demselben natürlich die wichtigsten Jüdin von Tol Gewerbe des Landes vorzugsweise vertreten sein, Landwirte vor Allem und Großindustrielle und andere Gewerbetreibende, d. H. Kreditbedürftige, deren Hauptinteresse Erleichterung und Vermehrung der Kreditgewährung von Seiten der Bank wäre, die aber von dem internationalen Geldverkehr zum größten Teil keine Ahnung hätten. Es ist in solchen Interessenvertret ungen üblich und liegt in ihrer Natur, daß jedes In teresse von seinen Vertretern mit möglichster Entschieden heit und Rücksichtslosigkeit geltend gemacht wird. Zür die Verwaltung einer Zentralbant giebt es aber, abge- ulfehn erregendis sehen von dem Einfluß der Finanzverwaltung, keine Aufführung gelangt. größere Gefahr, als Schwäche gegenüber den von allen vom Hofthrat r in Seiten auf sie eindringenden Forderungen nach KreditBinter hier mit so bewilligung. Sie muß vor Allem Selbstständigkeit und spielte. Das Gastst Energie genug haben, um nötigenfalls ohne jede stück- 8. Vorstellung sicht einen empfindlichen Druck auf den Kapitalmarkt ausüben und den Kreditbedürftigen den Brotkorb höher hängen zu können. Den Schluß des Vortrages des Herrn Professor Dr. Biermer bildete eine kurze Betrachtung der Diskontopolitik der Reichsbank im Hinblick auf ihre Deck ungsgrundsäge für ihre Noten und das System der sog.„ indirekten Notenkontingentierung" in Verbindung mit der fünfprozentigen Notensteuer. Stermer hält die indirekten Kontingentierung für eine Einrichtung, die viel zu mechanisch ist, weil sie feine Rücksicht auf die Art des Geldbedarfes nimmt. Ec erklärt sie für überflüssig, well die Erfahrung lehrt, daß regelmäßige Kontingentsüberschreitungen nicht zu vermeiden sind, ohne daß entsprechende Diskonterhöhungen volkswirtschaftlich berechtigt und notwendig find. Gerade auf diesem Gebiet hätten die Männer, die an der Spitze der Reichsbank stehen, bewiesen, daß sie für eine bureaufcatische Disfontpolitik nicht zu haben sein. Die Reichsbant" so schloß der Herr Vortragende seine Ausführungen hat sich als der Hort unserer Währung erwiesen, und da von einem gesunden und soliden Geldwesen das ökonomische und soziale Wohl ergehen der ganzen Nation in allen ihren Teilen abhängt, so ist sie die oberste und einflußreichste Instanz im deutschen volkswirtschaftlichen Leben geworden. Die Reichsbant und die leitenden Männer an ihrer Spize genießen in der ganzen Welt einen hohen Ruf, und wenn der jetzige Präsident Dr. Koch, der seit Gründung des Instituts im Direktorium sigt und seit 12 Jahren ihm vorsitzt, gleichzeitig bei unseren Bimetallisten und Bündlern der beftgehaßte Mann geworden ist, so hat er alle Veranlassung, darauf besonders stolz zu sein!" Fünfte Vorstellung des Theatervereins. ,, Herbst",- Die Lokalbahn". Die fünfte Vorstellung des Theater- Vereins machte uns mit zwei Neuheiten bekannt. Gespielt wurde zu erst erbst" von Schmidt- häßler, die Arbeit eines Dilettanten, die Romantik und Wirklichkeit oberflächlich genug mischt. Das Ergebnis ist dann auch ein völlig mißratenes Stimmungsbild. Lauter falsche Töne sind es, die hier angeschlagen werden: eine unleidliche Empfindsamkeit, die sich in geschraubter Sprache giebt; eine aufdringliche Symbolif. Gevatter Tod tritt hier in engerer Verson auf, als ein Eindringling mit guten Manteren in der Maske eines älteren Herrn von Barlame Von der Wahl nach den soeben e folgende Wahlen fü Saud, Jouß, Seelin Schönberger, Mölli kammer find ferner deutschen Vereins f ftellung von Schu stellung der Hocht betr. anderweite 66] Dr. Noman von Autoriftert „ Ich- na, i nicht, was ich bin u Emurrte der alte Her trodnete. Suchen Sie ji auf den Spiele ste junge Frau hier ist daß ihre Ausiage zu todle. Hettys Ange und ihr und zuckte Sie können der die lautere Wahrheit zu ihr, fich über fie heit! Ich weiß, S nachher beffer werde Sie damals faben u Sie unterzeichnen d Stann ich den befemme?" fragte Es ist die ein Die anderen t heran, nur Frau G am Fenster, bas meinend. Hetty begann Sie hielt oftmals weiter. Endlich to nach Erledigung a worden. Dr. übergab es Herrn 3 gebe mid daß wir den Barn Es handelt sich Bincents Ertlärun nicht nur, daß A Bildung und Welt; den Kreisen entsprechend, in denen Antrag des Abg. Köhler( 8.) und Genossen betr. 1902 fiebenffaffig wurde, ist die Beschaffung weiterer Fonds Seitens er, wie es scheint, sein persönliches Erscheinen für ge Sammelausgabe der sämtlichen z. 3t. im Großherzog- Schulräume dringendes Bedürfnis geworden. Es sollen it gegenwärtig boten hält. Nachdem dieser Tod für die elegante Welt tuin Hessen giltigen Gesezze, Verordnungen 2c., Vor- zwei Schulfäle eingerichtet werden. es Einspruchs er dann gar noch an in sehr fragwürdigen Versen zu = Sonntagsruhe im Handelsgewerbe 2c. Giessener Cagesneuigkeiten. ** Der Großherzog hat dem Kreisarzt i. P. Dr. med. ** Das Eisfest, das heute nachmittag aus Anlaß des Holzheim. Am letzten Freitag hielt die hiesige Pferdeversicherungskasse ihre Generalversammlung ab. Die Vorstandswahl ergab die Wiederwahl des Joh. Georg Ohly 5 und die Neuwahl der beiden Mitglieder Heinrich Ernst Schmand und Balser Jung 1. Nach den Kirchliche Nachrichten. Evangelische Gemeinde. Anteilseignern iprechen. Auf diesen düsteren Eingang folgte- durch ur Zeit gewiß Die Lokalbahn" von L. Thoma. Mit der Wahl Interesse und eine längere Pause vermittelt- etwas sehr Lustiges: tiche Finanze Steses Stückes fonnte man schon eher zufrieden sein. Ludwig Leopold Weh sarg zu Egelsbach das Ritterkreuz Beratungen war gemütliches Beisammensein bei Wit Reiz. bant teine un: Der Verfasser hat es nicht ganz mit Unrecht als eine 1. Klaffe des Verdienstordens Philipps des Großmütigen und daß die Komödie bezeichnet. Denn das komische liegt hier verliehen. Sabor warnen, Späßen und Situationen, sondern es geht von einem 20jährigen Bestehens des hiesigen Eisvereins stattfinden age des Reichs ganze Werk; und, was der Verfasser verspottet, das läufig verschoben, wahrscheinlich infolge des plößlich eingeeiteres auf die mittleren Punkt aus und durchdringt von da das sollte, ist, wie ein Anschlag an der Eisbahn anzeigte, vor= en, welche eine begegnet uns in der That auch jezt noch mehr oder tretenen Schneefalls. Die zahlreich erschienenen Besucher ünschen, tönnen weniger im Leben unseres Volkes und verdient der mußten unbefriedigt heimziehen. Die im Voraus gelösten angler, der zu Blosstellung: es ist die Unfreiheit und Abhängigkeit, Karten behalten ihre Giltigkeit. sfinanzen und und in ihrem Gefolge die Aengstlichkeit und Nachgiebig** Von geschäzter Seite geht uns folgender BeNationalsozialer Verein. Am Mittwoch Abend gemeinde. Gottesdienst. In der Stadtkirche. 3. Sonntag nach Epiphanias, den 25. Januar. Vormittags 9 30 Uhr Pfarrer Scheunemann. Vormittags 11 Uhr: Kinderkirche für die MatthäusPfarrassistent Vogt. Nachmittags 5 Uhr: Siehe Johanneskirche. Donnerstag, den 29. Januar, abends 8 Uhr im oberen Konfirmandensaal, Kirchstraße 9, Bibelstunde. Psalm 84. Pfarrer Schlosser. is oder irgend teit, jenes Erbe einer langen Verkümmerung des Volfes richt zu: Gewicht auf in der Enge der Kleinstaaterei, unter dem Druck des waltung legen Polizeistaates und in der Aermlichkeit seiner Lebens- sprach im Café Ebel" Herr Dr. Vogt über„ Die Derftand unab verhältnisse. Thoma hat, was durchaus zu rühmien ist, politische Lage". Er würdigte in maßvoll abrößtem Nugen die spießbürgerliche Gesinnungslosigkeit und die ebenso wägender Weise die vorauszusehende Wirkung des eine wertvolle streber- wie dunkelhafte Gesinnungstüchtigkeit des Be- neuen Zolltarifs. Das Gesch wird nur einem ge gottesdienst zur Feier von Kaisers Geburtstag. amten ohne Feindseligkeit, mit einem gewissen Behagen ringen Bruchteil der Landwirte nüßen, auch da nur hsrecht jemals an den drolligen Gesellen dargestellt, ohne sich bei der dem gegenwärtigen Besitzer des Grund und Bodens, perationen der Zeichnung seiner Gestalten allzuviel Mühe zu geben nicht aber die Landwirtschaft selbst nachhaltig heben. Fürchten. Noch recht zur Geltung gefommen wäre. Dazu hörte man, nur schaden wird es der Masse der Industriearbeiten. en der Staats. nz selbstständig Musterkarte von Mundarten. Den Bürgermeister spielte Herr Krause vom widerſtrebt, in Stuttgarter Softheater, der sich als ein tüchtiger und e war. Die verſtändiger Sd, jauspieler von gutem Writtelschlage er eite hin, und wies; jedenfalls traf er es mit seiner Rolle hier besser , die in dieſer wie mit der des Grafen in dem vorhergehenden Stück. Dienstag den 27. Januar. Vormittags 9.30 Uhr: Vereinigter Civil- und Militärgemein In der Johanneskirche. Vormittags 9.30 Uhr: Pfarrer Dr. Naumann. Vormittags 11 Uhr: Kindergottesdienst für die JohannesPfarrer Dr. Naumann. Nachmittags 5 Uhr: Pfarrer Euler. Montag, den 26. Jan, abends 8 Uhr Bibelstunde im nicht wegzuleugnen, der Zoll aber fein dauernd wirk- Konfirmandensaal der Johanneskirche. 1. Johannesbrief Kap. fames Heilmittel. Der nationalen Gefahr eines agrarisch 4,1-11: Warnung vor Irrlehrern; Ursprung der Liebe flerifalen Stlaſſenherrschaft tann uut eine geeinte Sinte aus Gott. Pfarrer Dr. Naumann. entgegenwirken. 3war trennt die Nationalsozialen von den ſreiſinnigen Parteien, besonders aber von der Sozialdemokratie deren mangelndes Verſtändnis für s Ganz am Blaze war Herr Ramseyer als Vierbrauer die auch gerade im Arbeiterinteresse liegende Notwendig igten die bis. Frl. I en ny( deren Schwester) und Herr Gerlach einen Beirat verdienen genannt zu werden. Dagegen hätten die Geder Bezirks meinderäte von Dornstein durchaus nicht solche Zerr: ankdirektorium bilder sein müssen. legium würde Für das nächste Mal ist uns das Werk eines wahr. als förderlig haft großen Dichters versprochen: Grillparzer's: die wichtigsten" Iü din von Toledo". Prof. Dr. J. Collin. en sein, Land nd andere Be )( Theaterverein. Wie der Thratorzettel der 5. Vorderen Haupt ſtellung mitteilte, wird in der voraussichtlich am Mittwoch, der Strebit. den 4. Februar ftatfindenden 6. Borst- lung Rudolf die aber von Christians vom Kgl. Schauspielhaus in Berlin, e ner der ßten Teil keine ersten, wenn nicht der erste, im Fach der jugendlichen tereffenvertret Liebhaber, die Rolle des Königs in Grillparzer's Drama daß jedes In Die Jüdin von Toledo" spielen. Für Montag, er Entschieden den 9. Februar ist sodann die erste Vorstellung des Zugabe: t wird. Für Abonnements vorgesch n, in welcher Mäteriircks überall aber, abge Aufsehen erregendis Schauspiel Monna Vanna“ zur valtung, feine Aufführung gelangt. De Titelrolle wird von Luise Willy den von allen vom Softbrat r in Wiesbaden gegeben, die im vorigen n nach Stredit Winter hier mt so groß m Beifall„ Die 8w angsschwester" ständigkeit und spielte. Das Gastspel von Frl Triesch bildet die hne jede süd 8. Vorstellung Stapitalmart Brotforb höher errn Professor tung der Dis auf ihre Ded s Syftem de n Verbindung ermer häl Einrichtung Rücksicht auf erklärt fie für regelmäßige meiden find, bolkswirt Gerade auf er Spige de eine bureau Parlamentarisches aus Hessen. Vortragend Hort unfere gefunden und Soziale Bob en Teilen ab richte Inftan worden. Di ihrer Spi en Ruf, un eit Gründung it 12 Jahr talliften u ift, fo f tolz zu fein Des hu". ereins mad elt wurde , die Arb flichfeit ob it bann aud Cauter fall en: eine un bter Sprad ter Tod ti ringling mi n Heren bo Von der Wahlprüfungstommission wurden nach den soeben erschienenen Berichten vorgeschlagen, folgende Wahlen für giltig zu erklären: Schmalbach, Hauck, Jouß, Seeling, Dr. David, Haas- Mainz, Braun, Lang, Dr. Gutfleisch, Stöpler, Weidner, Pennrich, Schönberger, Möllinger, Reh und Reinhart. Bet der Kammer sind ferner eingelaufen: Bestellung des Allg. deutschen Vereins für Gesundheitspflege betr. die Anstellung von Schulärzten im Deutschen Reich; Vorstellung der Hochbauaufseher und Kreisstraßenmeister betr. anderweite Regelung ihrer Gehaltsverhältnisse; 66] Dr. Rumseys Patient. - Nontan von Dr. Halifax und T. L. Meade. Anttoristerte Bearbeitung von C. Wehner. ( Nachbruc verboten.) „ Ich – na, ich weiß in diesem Augenblich wahrhaftig nicht, was ich bin und ob ich überhaupt wache oder träunie!" furrte der alte Herr wütend, indem er sich die feuchte Stirn trocknete. ,, Suchen Sie sich zu beherrschen bedenken Sie, was hier auf den Spiele stet!" mahnte der Arzt eindringlich. Diese junge Frau hier ist sehr frank- es ist von höchster Wichtigkeit, daß ihre Ausiage zu Papier gebracht wird, bevor- Dr. Rumsey Stockte. Hettys Augen hingen wie festgebannt an seinen Lippen und ihr Mund zuckte leise und schmerzlich. Sie können den Baron vielleicht doch noch retten, wenn Sie die lautere Wahrheit fagen", sagte der Arzt leise in gütigem Tone zu ihr, sich über sie beugend. Sagen Sie uns die lantere Wahrheit! Ich weiß, Sie fühlen sich schlecht, es wird Ihnen aber nachher besser werden. Wollen Sie mir also genau erzählen, was Sie damals sahen und hörten? Ich werde es niederschreiben Sie unterzeichnen das Schriftstüct alsdann mit Ihrem Namen." ,, Kann ich den Baron wirklich retten, indem ich die Wahrheit bekemie?" fragte Hetty mit glänzenden Augen. ,, Es ist die einzige Möglichkeit für seine Rettung." Die anderen traten nach und nach ebenfalls an den Tisch heran, nur Frau Everett blieb fern, ste verharrte in ihrem Stuhl am Fenster, das Antlis in ihr Taschentuch vergraben und heftig weinend. Hetty begann mit zitternder Stimme langsam zu erzählen. Sie hielt oftmals inne, doch Rumsey half ihr frets schnell wieber weiter. Gudlich war die ganze Geschicht zu Protokoll genommen, nach Erledigung aller Formalitäten unterzeichnet und beschworen worden. Dr. Rumsey faltete das Schriftstück zusammen und übergab es Herrn von Wildenstein zur Aufbewahrung. " Ich gebe mich der festen Zuversicht hin" fagte er bubei, ,, daß wir den Baron retten tönnen. Der Fall liegt ganz einfach: G8 handelt sich hier um einen Att höchster Notwehr. Frau Bincents Erklärung ist von großem Werte; denn sie beweist nicht nur, daß Audrey die That infolge stärkster Provokation andere trennende Punkte dem gemeinsamen Feinde gegenüber gegenwärtig zurückzustellen. Die seitherige Entwickelung der sozialdemokratischen Doktrin, die ein Zurücktreten der revolutionären Lehre hinter sozialreformerischen Gedanken überbies zu der Bofw nicht berkennen fäßt, berechtigt Sozialismus und Liberalismus sich verringern wird. Für die nächste Zukunft hat uns jedenfalls Mommsen den Weg gewiesen mit seinem Aufruf zum Bündnisse zwischen Bürger und Arbeiter.- Dem gründlichen und flaren Vortrage folgte eine lebhafte Diskusion, in der der Sozialdemokrat Herr Redakteur Vetters fich für ein praftisches Zusammenarbeiten seiner Partei mit bürgerlichen Zollgegnern aussprach. Im übrigen blieb man sich auf beiden Seiten der grundsäglichen politischen Unterschiede klar bewußt. Die durchaus sachliche Besprechung brachte mannigfache Klärung und Anregung. *** Glücklich vereitelter Ueberfall. Am Dienstag Abend gegen 7 Uhr wurde ein Mädchen, welches Einkäufe in der Stadt besorgen wollte, in der Nähe der " schönen Aussicht" von einigen Einjährig- Freiwilligen in bedenklicher Moise belästigt. Das Mädchen hielt sich standhaft und wurde schließlich von zwei hinzukommenden Herren in Schuh genommen, in deren Begleitung es unbehelligt die Stadt erreichte. Vermutlich waren die Marsjünger etwas angeheitert und wollten das Mädchen nur necken. Immerhin hätte ihnen diese komische Tapferkeit teuer zu stehen kommen fönnen. ** In Hana u fanden lezthin im Stadtschloß die vom Lehrerverein ins Leben gerufenen wissenschaftlichen Vorlesungen statt. Professor Groß- Gießen las über Kinderpsy sologie und Professor Collin Gießen über Romanlitteratur. Aus Hessen und nachbargebieten. ** Wieseck. Nachdem unsere Volksschule im Frühjahr beging, sondern auch, weshalb Franzius so erbittert gegen ihn war. Sie haben Herrn von Audrey einen großen Dienst erwiesen, Frau Vincent." Bevor Hetty dies Zimmer verläßt, muß noch etwas anderes zur Sprache fommen", warf Audrey rasch ein. Nun erzählte er in furzen Worten, was in Vincentschen Hause vorgegangen war. Während er sprach, erhob sich Hetty taumelnd und blickte ihn mit strahlenden Augen an. Kann das, was ich vorhin sagte, Sie wirklich retten? Herr Baron?" stammelte sie. „ Es scheint mir fast unglaublich, Hetty, aber Dr. Stumsey meint so", erwiderte Audrey. Die Totenbläffe in ihrem schmalen Gesicht wich plößlich einer leisen Röte. Wie im Gebet faltete fie andächtig die Hände und hauchte: " Dann ist alles gut. Wenn Sie nur- gerettet werden dann hat die arme Hetty wenigstens nicht umsonst gelitten-" Kaum war das letzte Wort über ihre Lippen gekommen, da stöhnte sie leise, schwankte und fiel im nächsten Augenblick schwer zu Boden. Dr. Rumsey, Margarete und der Baron stürzten zu ihrent Beistand herbei. Doch als sie Hetty aufrichteten, war sie bereits tot. „ Herzschlag!" verkündete der Arzt in ernstem Tone. Auf des Barons dringende Bitte leitete der Freiherr von Wildenstein die nötigen Schritte zu seiner Verhaftung ein. Dr. Rumsey fuhr mit dem nächsten Zuge nach London, um die maßgebende Behörde zur sofortigen Freilaffung Frant Everett zu veranlaffen. Der Arzt hatte eine lange und ernste Unterredung mit einem höheren Beamten der zuständigen Behörde und erzählte all' die erstaunlichen Umstände, welche den so merkwürdigen Fall begleiteten. Everett erhielt in fürzester Zeit seine Freiheit und murbe feiner Mutter und seinen Freunden wiedergegeben. Kurze Zeit darauf fand in Salisbury die Gerichtsverhandlung gegen Baron Robert von Aubrey ftatt. Bis zum Lage der Verhandlung sprach man weit und breit von nichts anderem in fast ganz England. Noch nie hatte man vor einem so rätielhaften Die auf Dienstag den 27. Januar verabredete Bereinigung der konfirmierten Mädchen der Lufasgemeinde fällt Pfarrer Euler. Nächstfolgenden Sonntag, den 1. Februar Beichte und heiliges Abendmahl für die Lufas- und die Johannesgemeinde im Abendgottesdienst. Numeldungen vorher bei dem Pfarrer jeder Gemeinde erbeten. Katholische Gemeinde. Samstag, 24. Januar. Nachmittags um 5 Uhr und abends um 8 Uhr: Gelegenheit zur heil. Beicht. Sonntag, den 25- Januar. 3. Sonntag nach Epiphanie. Vormittags von 6.30 Uhr an: Gelegenheit zur hl. Beicht. um 7 Ur: Die erste heil. Wesse, vor und in derselben Aus'eilung der heil. Kommunion. um 8 1hr Die zweite H. Messe. " " " um 9.30 Uhr: Hochamt mit Predigt. N.chmittags um 230 Ugr: Christenlegre; darauf Andacht. Dienstag, den 27. Janua, am Geburtstage Seiner Majestät des Kaisers ist Bormittags um 9 30 Uhr Militärgottesdienst. Gestorbene. Am 21. Jannar: Georg Noll, 62 Jahre alt, Friedhofsgärtner dahier. Beerdigung: Samstag, den 24. d. Mts., rachmittags halb 4 Uhr, vom Sterbehause Licherstraße 13, aus. Druck und Verlag der Gießener Verlagsdruckerri, für die Rebaftion verantwortlich: Ibin Klein, Gießen. Die Ziehung 4. Klasse der 1. HessischThüringischen( Mitteldeutschen) Staatslotterie findet bereits am 28. Januar statt. Wer feine Spielrechte wahren will, versäume es daher nicht, sein Los umgehend zu dieser Klasse zu erneuern. Falle gestanden und die Geschworenen waren anfangs ganz ratlos, wie sie sich demselben gegenüber verhalten sollten. Hettys hochbedeutsame Erklärung zief ein begreifliches Staunen hervor. Ihre Aussage wurde in jeden Punkte von Fran Armitage bestätigt, und als Dr. Rumsey als Beuge erschien, bewies er nachdrücklich und überzeugend, daß Audrey die von ihm begangene That vollständig aus feiner Erinnerung ausgelöscht hatte. tan war von seiner Erkläruna geradezu erschüttert; der sonderbare Zustand seines Patienten erregte atemloses Staunen. Die Verhandlung nahm zwei volle Tage in Anspruch, während welcher Beit Audreys Angehörige und Freunde unbeschreibliche Seelenqual und Angst ausstanden. Endlich wurde das Urteil verfündet. G lautete: Nichtschuldig!" Am Abend seiner Rückkehr nach Großhofen stand der Baron mit Margarete auf der großen Terrasse vor dem Schloffe. Ga war eine prachtvolle Mondnacht, und die Schönheit der stillen, in tiefftem Frieden daliegenden Natur machte einen tiefen Eindruc auf die beiden schwergeprüften Menschen. Robert", sagte Margarete innig. Du hast schweres birthgemacht Du wirst jest ein neues Leben beginnen." Er schüttelte den Kopf. Es ist wahr, ich bin durchs Feuer gegangen und gerettet worden", verfekte er leise, aber ein düsterer Schatten schwebt über mir, ich kann nie der Mann werden, der ich unter anderen Umständen geworden wäre." Du kannst tausendmal besser werden!" entgegnete Margarete mit leuchtenden Augen. Denn Du hast die bittere und furcht bare Erfahrung gemacht, wie ein Mann fallen, wiederaufstehen und sich selber beftegen fann!" Ende. Amtliche Bekanntmachungen. Verdingung. Die bei Vornahme baulicher Veränderungen im Gebäude des alten Arresthauses in der Sandgaffe erforderlichen Maurer-, Beißbinder- und Schreinerarbeiten, sowie die Ausführung einer Elektrischen Klingelanlage daselbst sollen Mittwoch, den 28 Januar d. J., vormittags 11 Uhr öffentlich vergeben werden. - Arbeitsbeschreibung und Bedingungen liegen während der Dienststunden auf unserem Bureau, Zimmer Nr. 3- Schreib stube zur Einsicht offen. Angebote auf Vordruck, der daselbst erhältlich, sind bis zum genannten Termin bei uns einzureichen. Buschlagsfrist 14 Tage. Gießen, den 21. Januar 1903. Städtisches Hochbauamt. J. B. Gerbel. Lieferung von Decksteinen, Kies n. s. w. Die Lieferung der zur Unterhaltung der städtischen Straßen im Rechnungsjahr 1903/04 erforderlichen Decsteine aus Basalt, des Kieses aus der Lahn und des Basaltgruses soll, wie nachstehend beschrieben in 9 Losen am Lose: Abm.: III III 100 IV. Lagerpläge: Verlängerte Liebigstr. Pumpstation. b. Kies aus der Lahn. 350 V. 350 VI. 350 Am Schlachthaus, Weserstraße. Am alten Friedhof, Bekanntmachung. Es wird hierdurch zur öffentlichen Kenntnis gebracht, daß in unserem feuer- und die bessicheren Tresor noch einige Depofitenfächer zu vermieten sind. Nähere Auskunft wird von unseren Kassenbeamten erteilt. Gießen, am 17. Januar 1903. Der Direktor der Spar- und Leihkasse Gießen. Wiener Stephanstraße, Real Verdingung von Fnh löhnen. schulgrundstück. Das Anfahren von Holz 2c. füt die städtischen Anstalten, Pumpstation, Klinik- sowie die Leistungen der Tagesfuhren für das Rechnungsstraße, Crednerstraße, jahr 1903/4 follen Mittelweg. c. Basaltgrus. VII 100 Am alten Viehmarkt. VIII 150 IX 100 Mittwoch, den 4. Februar, vorm. 11 Uhr öffentlich verdungen werden. Die Bedingungen liegen auf unserer Amtsstube, Bimmer Nr. 6 des Bürgermeistereigebäudes, zur Einsicht offen. Angebote auf Vordruck, der daselbst erhältlich, sind bis Am alten Friedhof, zum genannten Zeitpunkt einzureichen. Zuschlagsfrist drei Stephanstraße( Real- Wochen. Gießen, 21. Januar 1903. schulgrundstück) Mittelweg, Ecke Klinikund Crednerstraße. Städtisches Tiefbauamt. Braubach. Verdinguug. Die Bedingungen liegen während den Dienststunden Die Fuhrleistungen für das Städtische Gas- und Wasser. auf unserer Amtsstube( Zimmer Nr. 6 des Bürgermeisterei- werk Gießen, wie insbesondere das Abfahren der Kohlen Dienstag, den 3. Februar Vorm. 11 Uhr gebäudes) zur Einsicht offen. Angebote auf Vordruck,( deren Jahresmenge ungefähr 100 000 Ctr. beträgt) vom öffentlich verdungen werden. der daselbst erhältlich, sind bis zum obengenannten Zeit- Bahnhof in das Gaswerk, einschließlich Einladen in die punkt verschlossen und mit entsprechender Aufschrift ver- Wagen und Entleeren an Ort und Stelle, soll für die Zeit sehen, bei uns einzureichen. vom 1. April 1903 bis 1. April 1906 vergeben werden. Lagerpläge: Beim Angebot von Steinen und Grus aus unbe- Angebotsvordrucke sind auf unserer Buchhalterei erhältlich, Marburgerstraße, Alter fannten oder neu angelegten Steinbrüchen. sind mit den wos- lbst auch die verschlossenen Angebote bis zum 31. 6. Mts. Viehmarkt, Schüßenstr. Angeboten einzureichen. Vormittags 11 Uhr einzureichen sind. Zuschlagsfrist 3 Wochen. Gießen, am 19. Januar 1903. Wolfstraße, Schiffen- Gießen, 21. Januar 1903. Städtisches Gas- und Wasserwerk Gießen. bergerweg, Erdfauterw. I Städtisches Tiefbauamt. Otto Bergen. Lose: Bezirk I I a. Decksteine( Basalt). Abm.: 280 .II II 100 H Krieger- Verein Giessen. Akademische Vorträge. Donnerstag, den 29. Jan., pünktlich 8 Uhr abends Lektor Alb. Goetschy: Bu vermieten: 3- Zimmer Wohnung im mittl Stod per 1. Ap il 1903 zu berSine schöne 4- Zimmer- Wohnung im 1. Stod mit Herzgas unb allen Bequemlichkeiten am 1. April zu vermieten. Feier d. Allerhöchsten Geburtstages Sr. Majestät George Sand, la femme et l'écrivain. meten.@ teinftraße 25. des Kaisers u. d. 29. Stiftungsfestes des Vereins: Samstag, den 24. Januar 1903, abends 8 Uhr in Steins Saalban: Eintrittskarten sind in der Ferber'schen, Frees'schen und Ricker'schen Buchhandlung, Studentenkarten beim Univ.- Hausverwalter zu haben. Concert, Theateraufführung u.Tanz. Freundliche Einladung. Nur Bereinsmitglieder mit ihren Familien und vom Vorstand eingeladene Gäste haben Zutritt. Orden und Ehrenzeichen, sowie Vereinsabzeichen sind anzulegen. Wirtschafts- Eröffnung. Hierdurch teile ich meiner werten Nachbarschaft, sowie verehrlichem Publikum von Gießen mit, daß ich mit dem heutigen Tage die Wirtschaft Dammstraße 39 fäuflich übernommen und neu eröffnet habe. Ich bemerke, daß ich die Wirtschaft unter streng soliden Verhältnissen führen und mir durch Verabreichung von guten Speisen und Getränken die Zufriedenheit meiner werten Gäste zu erwerben suchen werde. Um geneigten Zuspruch bittet Bweife große Hochachtungsvoll Carl Döring. Kanarien- u. Vogelausstellung veranstaltet vom Verein Kanaria für Gießen u. Umgegend verbunden mit Prämiterung und Verlosung in den Tagen vom 23. bis 25. Januar d. J. im Saale des Hotel Einhorn. Konkurrenzfänger, einheimische Sänger und Exotea. Eintritt 20 Vfa. Kinder in Begleitung Erwachsener 0 Pfg. Bose in den mit Plakaten belegten Handlungen à Stück 50 Bfg. zu haben. 25 tote Ratten! 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