Str. 222. Abonnement& prete: in Gießen, abgeholt monatlich 30 fig., in's Haus gebracht 60 Pfg., durch die Post bezopen viertels fährlich Mr. 1.50. Gratisbeilagen: Oberbeffische Familienzeitung( täplic) Oberbeffische Beitschrift für Landwirtschaft, Cbst- uzd Bartenban, sowie bie Gießener Seifenblases( wochen lib). Das Blatt erscheint an allen Werttagen nachmitage. Dienstag, den 22. September 1903. Gießener 12. Jahrgang. Refertionsprei 8: Tie einspaltige Ketitzeile für Gießen wis A berbeffen. die reise Weylar und Marburg 10 fg. jení: 15 big. Reklamen die Petitzeile 30 resp. 40 Bfg. Vaftzeitungsliste No. 3969. Redaktion und reedition: Gießen Nenenweg 28. prechauschluß Ar, 362. Nenelle Nachrichten ( Gießener Tageblatt) Anabhängige Tageszeitung ( Gießener Zeitung) für Oberheffen und die Kreise Marburg und Wetzlar; Lokalanzeiger für Gießen und Umgebung. Enthält alle amtlichen Bekanntmachungen der Großh. Bürgermeisterei Gießen und anderer Behörden von Oberhessen. Bekanntmachung. Am 1., 2. und eventl. nach Bedarf am 3. Oktober d. Js. von nachmittags 2 Uhr an wird die Versteiger ung des Mobiliars des städtischen Hospitals, des noch borhandenen Weißzeugs, Bettbezüge, Handtücher 2c. und der Küchengeräte fortgesetzt. Gießen, den 21. September 1903. Städtisches Armenamt. Curschmann. Wefauntmachung. Betr. Abhaltung der Viehmärkte. Der Auftrieb von Vieh auf den Viehmarktplatz beginnt von dem am 29. I. Mts. stattfindenden Viehmarkte ab bis auf weiteres vormittags um 7 Uhr. Gießen, den 21. September 1903. Großh. Polizeiamt Gießen. Hechler. Bekanntmachung. Die am 5. August 1. Js. angeordnete Sperre des Durchgangsverkehrs über den Markt-, Kirchen- u. Lindenvon der Marktstraße bis zur Wetzsteingasse- plag wird hiermit aufgehoben. Gießen, den 22. September 1903. Großh. Polizeiamt Gießen. Hechler. Bekanntmachung. Die städtische Wage an der Frankfurterstraße, Ecke dec Klinikstraße, ist von heute ab wieder in Betrieb ge setzt worden. Gießen, den 21. September 1903. Der Oberbürgermeister Mecum. Bekanntmachung. Die unter dem Schweinebestand des Küfermeisters dahier ausgebrochene Rotlauffeuche ist Döflein erloschen. Die angeordnete Etallsperre wird hiermit aufgehoben. Gießen, den 21. September 1903. Großh. Polizeiamt Gießen. Hechler. Bekanntmachung. Droschkenbesitzer Konrad Junker dahier hat die Erlaubnis erhalten, eine Droschke mit der Nr. 10 nach Maßgabe der Polizei- Verordnung für das Droschkenfuhrwesen in der Provinzial- Hauptstadt Gießen vom 15. Oftober 1900 in Betrieb zu setzen. Gießen, den 19. Septbr. 1903. Großh. Polizeiant Gießen. Hechler. Bekanntmachung. Montag, den 28. d. Mts., nachmittags 6 Uhr findet die Inspektion der hiesigen Freiwilligen und Pflichtfeuerwehr statt, wozu alle Mannschaften zu er= sche nen haben, Grünberg, am 21. September 1903. Großherzogliche Bürgermeisterei Grünberg. 3immer. Ein Menetekel. - Rückblick auf den sozialdemokratischen Parteitag.- Der Dresdener Parteitag der deutschen Sozialdemokratie hat einerseits wohl einen Einblick gewährt in die Zerklüftung, die durch die Reihen der roten Armee geht, andererseits aber auch wieder gezeigt, daß diese Uneinigkeit Hali macht vor den sozialistischen Fundamentalsätzen. Wohl gibt es am roten Baume tausend Verzweigungen und Veräſtelungen, die nach den verschiedensten Windrichtungen ausein andergehen, aber schließlich ziehen sie doch alle ihre Krafi aus denselben Wurzeln: dem umstürzlerischen Kampf gegen die bürgerliche Gesellschaft. Das ist das Menetekel, das sick auf dem Dresdener Tage in Flammenschrift jedem unbe fangenen Auge zeigte. Alle Parteien, denen an einem ge sezmäßigen Ausbau unserer sozialen Politik gelegen ist, dürfen sich seiner Mahnung nicht entziehen und werden es nicht, wie es die nachfolgenden Darlegungen, die uns von einem namhaften Sozialpolitiker zugehen, hoffnungsvoll aussprechen. Es beginnt zu dämmern, schreibt er. Blätter, die nod bis vor kurzem in einem Kompromiß mit der Sozialdemo fratie durchaus nichts Unmögliches sahen, ja, die sich von einem solchen Kompromiß sogar große reformerische Vor teile versprachen, bekennen nach dem Dresdener Tage, daß ih Glaube ein Frrwahn war. Es hat sich nichts geändert an den sozialdemokratischen Forderungen. Sie sind dieselber geblieben wie einst, und alles Gerede von Retouchen wai eben nichts als Gerede. Besonders die Lauen und Indiffe renten, die aus allgemeiner Unzufriedenheit und um Proteſt einzulegen gegen das vermeintliche Unrecht, das ihnen ge schehen, ihre Stimme für den Sozialdemokraten abgaben sollten das bedenken. Das eigentliche Ziel der Sozialdemo fratie ist noch heute der Umsturz der bestehenden gesellschaft lichen Ordnung, der große Kladderadatsch, den einst der alti Liebknecht mit erhobener Faust prophezeite. Das sind kein Ammenmärchen auf dem Dresdener Tage ist unzwei deutig klar ausgesprochen worden, daß dieses Ziel noch jetzt zu Recht besteht und daß es niemals aus dem Bereiche der Augen gerückt werden dürfe. Das Gespenst von dem sozia listischen Zukunftsstaate spuft noch heute in diesen Köpfen und lenkt ihre Pläne. Hat man sich auch überall klar ge macht, was das heißt? Die Monarchie, die Regierung, das Heer, das ist alles Lurus. Der Begriff„ Besit" ist aus gelöscht aus dem Vokabularium. Alles gehört allen. Das schon drei Tage nach der großen Teilung der Fleißige wieder reicher sein würde als der Faule, der Kluge als der Dumme das sehen sie nicht. Daß auch bei völliger Gleichheit schließlich wieder auf einen die Macht fiele und auf den anderen die Schwäche, daß eine Instanz da sein muß auf Erden, die entscheidet über Recht oder Unrecht, und daß es da besser ist, wir behalten die bestehende erprobte Ordnung. statt daß wir sie vertauschen mit einem Mehrheitsregiment voller Sonderinteressen und Meinungsverschiedenheiten das will ihnen nicht in den Kopf. Selbst zugegeben, wir in Deutschland machten den Anfang- glaubt man im Ernst die anderen Völker würden sich uns anschließen? Es sol ja aber doch wohl ein Zukunftsstaat sein, der alle Länder dieser Erde umfaßt?.. Würde es nicht immer wieder mit vieler Emphase aus gesprochen von den Führern, man würde im Ernst nicht glauben wollen, daß solche Gedanken nüchternen Köpfen ent stammen. Wer ist denn unter der denkenden Arbeiterschaft, der sein mühsam Erspartes hergeben möchte für den ersten besten Trunkenbold, der unter dem Prinzip der Teilung ein Recht darauf hätte? Wer möchte denn im Ernste, daß wir in toller Laune niederrissen, was deutsches Blut in heißen Kämpfen erwarb, was deutscher Geist und deutsche Arbeit mühsam erbaut? Wer möchte sein Vaterland ausliefern an die fremden Völkerschaften, die wie die Janitscharen über uns herfallen würden, sobald wir unsere Soldaten nach Hause geschickt und unsere Flinten verbrannt hätten? Stellt euch nur vor, ihr, die ihr gedankenlos dahingeht an die Urne, zu welch frevlen Utopien ihr euch in dem Moment bekennt, wo der sozialistische Zettel euren Fingern entgleitet! Sie sind dieselben geblieben, die sie waren. Spurlos sind an ihnen die Errungenschaften der neuen Zeit vorüber gegangen. Sie sehen oder wollen nicht sehen, wie rastlos das gesamte Volk und nicht etwa bloß die Sozialdemokratie daran arbeitet, das Los der Arbeiterschaft zu bessern, ihre Zukunft sicher zu stellen, ihren Wohlstand zu heben. Die sozialen Reformen der letzten dreißig Jahre erkennen sie nicht an. Das Arbeiterversicherungsgeset, mit dem Deutschland einzig dasteht in der Welt, haben gerade sie bekämpft, und doch hal selbst der sozialistische französische Minister Millerand zugeben müssen, daß es eine gewaltige soziale Tat sei. Alles, was die Sozialdemokratie zur Besserung der Arbeiterlage ver langt, ist diskutierbar. Natürlich kann man nicht von heute auf morgen Welten stürzen und Welten errichten. Auch Rom ist nicht in einem Tage erbaut worden. Aber es wird rast. Yos gearbeitet, und ersichtlich wächst von Tag zu Tag das soziale Gebäude unseres Volkes. Statt daß man nun erwarten sollte, die sozialdemokratisch Fraktion unterstütze alle diese arbeiterfreundlichen Reformen auf legalem Wege, zeigt sich immer wieder das unerquickliche Bild der Verhegung der Klassen untereinander. Es ist un möglich für jede bürgerliche Partei, mit Leuten zu paktieren, die sich den Einwänden der Vernunft verschließen und imme wieder als das Endziel all ihres Wünschens den Umstur der bestehenden Ordnung proklamieren, die fortgesetzt den Kampf für die Arbeiterschaft auf die Fahne schreiben, ohn auch nur ein einzigesmal ernst zu machen, wenn man ihre Hilfe bei sozialen Reformen in Anspruch nehmen will. Di Dresdener Tage haben das hinlänglich bewiesen. Und si werden sicherlich eine Lehre sein. Mazedonisches Allerlei. Hunderifünfundachtzigtausend Mann hat die Pforte in Mazedonien: auf die Beine gestellt, und weitere Nachschübe anatolischer Truppen sind im Gange, um die mazedonische Streitmachi des Sultans auf eine Viertelmillion zu bringen. Und trozdem keine Niederwerfung des Aufstandes! Zwar der Sultan hat Herrn Sinowjew, den russischen Botschafter in Ronstantinopel, auf Vorstellungen, die dieser ihm wegen ver zugiance in austanosgebiet machte, geantwortet: Es feien bereits über zwei Drittel der aufständischen Gebiete von den Banden gesäubert und die Säuberung der übrigen Gebietsteile sei sehr bald zu erwarten. So sagt der Sultan. Aber wer wird ihm das glauben? Und ob er selbst daran glaubt, ist auch noch sehr die Frage. Ebenso wenig wird man eine andere türkische Nachricht glauben, die nämlich, der schon fürzlich totgesagte Boris Sarasow, das Haupt der mazedonischen Aufstandsbewegung, sei nun wirklich bei Monastir gefallen; sein Kopf sei von dem Soldaten, der ihn tötete, abgeschlagen und nach Monastir gebracht worden. Der betreffende Soldat habe vom Sultan mehrere Gnadenbeweise erhalten. Wahrscheinlich ist die ganze Sache erfunden. Das ist so ziemlich alles, was von den sich immer wiederholenden stereotypen Meldungen über Scharmüßel zwischen türkischen Truppen und bulgarisch mazedonischen Banden abgesehen an Nachrichten aus der Türkei vorliegt. Aus Bulgarien wird noch gemeldet, der Ministerpräsident Petrow habe einem rumänischen Journalisten gegenüber geäußert: Er erwarte, daß die letzte bulgarische Note an die Mächte nicht erfolglos bleiben werde. Ein Krieg sei jedoch trotzdem möglich. Eine Erklärung des Grafen Bülow. Während es demnach an positiven Meldungen von einiger Bedeutung fehlt, liegt eine andere Nachricht vor, die für uns Deutsche eine besonderes Interesse beansprucht. Sie betrifft eine Erklärung des Grafen Bülow bei seinem Wiener Aufenthalt, die den namentlich von russischer und britischer Seite beliebten Verdächtigungen der deutschen Balkanpolitik ein für allemal in den Augen jedes Unbefangenen den Garaus macht. Der Kanzler erklärte einem österreichischen Zeitungsmann: „ Die deutsche Politik verfolgt im Orient feine Sonderziele. Deutschland denkt nicht daran, die Türkei zum Widerstande gegen die Politik anderer Mächte zu ermuntern. Alle Schritte Desterreich- Ungarns und Rußlands haben immer unsere volle bereitwillige Unterstützung gefunden. Im Orient stehen wir erst in zweiter oder gar dritter Linie, da sind wir Triarier." Auf die Frage, ob es zum Kriege zwischen Bulgarien und der Türkei kommen werde, sagte der Reichskanzler:„ Heutzutage fällt man mit dem Wahrsagen leicht hinein, ich liebe es nicht, zu prophezeien. In jedem Falle würden wir uns bemühen, den Brand auf seinen Herd zu beschränken." Die Frage, ob eine europäische Intervention im Orient in Aussicht genommen sei, verneinte Graf Bülow. In Deutschland wird man dies öffentliche Bekenntnis des gegenwärtigen Kanzlers zu den Grundsätzen der deutschen Balkanpolitik Bismarcks mit ganz besonderer Befriedigung aufnehmen. Die Politik. Eine neue Rede des preußischen Handelsministers Möller wird jetzt im Wortlaut bekannt. Der Minister hielt bei der Einweihung des Kgl. Salzbergwerks Bleicher ode eine Ansprache, in der er den Aufschwung der deutschen Industrie in den letzten Jahrzehnten als den Faktor bezeichnete, der es Hunderttausenden von Deutschen ermöglicht habe, in der Heimat zu bleiben. Ohne diesen Industrieaufschwung hätten diese Hunderttausende längst ausgewandert sein müssen. Weiter sagte der Minister:„ Daß es möglich gewesen ist, daß alle im Vaterlande ihr Brot finden, das zeugt von einer gedeihlichen, freudigen Entwickelung des Vaterlandes. Es ist von jeher eine Pflicht der Staatsregierung gewesen, dafür zu sorgen, daß die Entwickelung der deutschen Industrie, die so viele fleißige Hände beschäftigt, nicht auf wenige Punkte konzentriert wird, sondern soweit wie möglich) verbreitet wird über das Land. Die Staatsregierung hat es als ihre heiligste Pflicht erkannt, nicht nur die Beschaffung neuer Arbeitsstätten der Industrie zu überlassen, sondern sie hat es als vornehmste Pflicht betrachtet, auch ihrerseits in den Kreis der industriell Schaffenden einzutreten, um ihrerseits mitwirken zu können in der Förderung der Fürsorge für die Arbeiterschaft." Ueber die in der deutschen Presse viel erörterte Frage, weshalb die Handelsvertragsverhandlungen zwischen Deutschland und Leſterreich- Ungarn noch nicht begonnen worden sind, hat sich jetzt der deutsche Reichskanzler gegenüber einem Wiener Journalisten ausgesprochen. Gras Bülow führte aus, Deutschland habe alle Borbereitungen für Handelsvertragsverhandlungen mit Cesterreich- Ungarn getroffen. Es volle aber nicht die innerpolitischen Schwierigkeiten des befreundeten und verbündeten Reiches verschärfen, daher habe es bis jetzt wegen Eröffnung der Verhandlungen nicht besonders gedrängt und den alten Vertrag nicht gekündigt. Allerdings könne aber der Moment kommen, wo Deutschland nicht länger warten könne. Wir vermuten, daß dieser Moment eintreten wird, ehe die Einigung zwischen Oesterreich und Ungarn über den gemeinsamen Solitarif erfolgt ist. Den Streit zwischen beiden Reichshäliten über diesen Tarif meint reitablene Schafe und Kaſſen und alle Totschläge, Beitung. Rusmar interessiert sich für tolle Wölfe, ertrunkene Heute. Sie duzen sich und halten fogar gemeinschaftlich eine beiden sind auf demselben Standpunktt angelangt wie wir Ich danke, es geht," antwortete Murenin schnell. „ Die Dentens und selbstloser Liebe. den festen Vorsatz steter Wiederkehr an diesen Ort vornehmen er das Gefühl, aus einer zweiten Heimat zu scheiden, und Als Murenin nächsten Tages Marienau verließ, hatte Aleria Fedorowna Bottkoff übertrug gen frachtete, polemisierte er ganz in alter Weise. Mitunter möglichst gleichgiltigen oder abstoßenden Außenseite zu berdessen rührende Liebe zu Murenin sich fortgesetzt unter einer des Kennens an tief sympathisch gewefen. Mit Bottfoff selbst. tem Maßstabe. Sie war seinem Herzen von der ersten Minute in nur noch verstärk Eine überraschende Entdeckung. ( Schluß.) ( Nachdruck verboten.) Aus den Erinnerungen eines Detektivs. Bei meiner Rückkehr in Herrn Harrisons Arbeitszimmer, II ray willow, wenn er von den innerpolitischen Schwierig. Feiten Desterreich- Ungarns redet. Unsere Erwartung, Staiser Franz Josef werde die Ungarn durch eine begütigende Erklärung zu beruhigen suchen, hat sich erfüllt: Eine offiziöse Berlautbarung er klärt, der Kaiser sei über die Wirkung seines Armeebefehls auf die öffentliche Meinung in Ungarn höchst erstaunt; die in dem Armeebefehl gebrauchten Wendungen hätten das ungarische Nationalgefühl gang und gar nicht verleben sollen, und der Kaiser hoffe, daß nach dieser Erklärung die Wogen der Erregung fich glätten würden. Dazu scheint einstweilen teine Aussicht zu sein. Von einem Mordanschlage auf den bosnischen Erzbischof in Serajewo, Dr. Stadler, wird berichtet: In Begleitung zweier Männer erschien eine vermummte Türkin vor dem erzbischöflichen Palais und verlangte vor den Erz bischof geführt zu werden, da sie sich taufen lassen wolle. Einer der Torwächter schöpfte aber gegen die angebliche Tür fin Verdacht, und als man sie einer Leibesvisitation unter zog, stellte es sich heraus, daß die Türtin ein mit einem Dolche und einem Revolver bewaffneter Viann war. Er gestand auch ein, daß er die Absicht gehabt hätte, den Erzbischo zu ermorden. Ueber die Beweggründe für dieses Vorhaben gab der Verhaftete feine Auskunft. Die britische Kabinettskrise wird auch nicht ohne Ein fluß auf die Heeresreform in England bleiben. Es gilt als sicher, daß der jezige Kriegssekretär Brodrick das Kriegs amt abgeben und ein anderes Amt, wahrscheinlich das Rolonialamt, übernehmen oder ganz zurücktreten wird. Diese Veränderung wird in jedem Falle die Folge haben, daß Brodricks Armeeorganisationsplan und die Bildung eines fünften und sechsten Armeekorps, die bisher nur auf dem Bapier standen, aufgegeben wird. Was an die Stelle dieses Blaues tritt, ist noch nicht bekannt. Interessant ist übrigens ein Blick auf die Höhe der englischen Ausgaben für Heer und Marine. Eben jetzt wird bekannt, daß die britische Re gierung für die Marine im Rechnungsjahr 1903/4 34 457 000 Pfund Sterling, für das Landheer in England auf 34 245 000 Pfund, für Militär und Marine für Indien 18 175 200 Pfund, für das ganze britische Reich( ohne die Kolonien, die Selbstverwaltung befizen) 87 487 000 Pfund, nach deutschem Gelde also 1 Milliarden Mart, fordert. 3ur selben Zeit, da Kaiser Wilhelm unverhohlen seinem Abschen gegen die Belgrader Königsmörder Ausdruck gab, hat sich auch der nächstbeteiligte Herrscher, König Peter, zu der Sache geäußert. Bei einem Hoffestmahl zu Ehren der Belgrader Offiziere hielt der König eine Rede, die das Mögliche an Entstellung der Tatsachen leistet. Der König nannte die Bewegung gegen die Königsmörder im Offizier forps fleinliche Mißverständnisse"( 1) und sagte wörtlich: Ich bin als oberster Kriegsherr glücklich, tonstatieren zu können, daß ein 8erwürfnis nicht besteht, daß die Armee einig ist. Als König als Dolmetsch der Gefühle des Volkes erkläre ich, daß das Volt Sie liebt und zu Ihnen nad) wie vor volles Vertrauen hat." Diese Rede war, wohlgemerkt, an die Belgrader Königsmörder gerichtet. Sie beweist, daß Peter I., wie er König von der Königsmörder Gnaden ist, sich freiwillig oder unfreiwillig ihnen dienstbar macht. Immer schiverer lastet auf den südamerikanischen Republiken die harte Hand Uncle Sams. Zwischen Columbien und den Vereinigten Staaten besteht, wie wir schon meldeten, eine Spannung wegen der Ablehnung des der südamerikanischen Republik von der Union vorgeschlagenen Panamafanalvertrages iurch den columbischen Senat. Die Union hat sich auf die Kunde von dieser Ablehnung schnurstracks mit Herrn Castro, dem unruhigen Nachbar Benezuelas, ins Benehmen gefekt, und Herr Castro mußte an der columbischen Grenze drohende Truppenbewegungen vornehmen. Zugleich unterstützte die Union den Aufstand der Bevölkerung des columbischen Staates Panama, die durch die Ablehnung des Vertrages sich geschädigt glaubte. Das half zwar die columbische Regierung einschüchtern, aber der columbische Senat blieb halsstarrig. Um nun den Bemühungen der Regiecung, den Senat umzustimmen, größeren Nachdruck zu ver leihen, hat die Union der südamerikanischen Republik jetzt mit dem Abbruch der diplomatischen Beziehungen gedroht. Im Hintergrunde einer solchen Maßregel steht der Krieg. Im Ballon über die Alpen. Bern, 21. September. Was lange währt, ist gut." Dieses alte Sprichwort hat sich bei dem kühnen Unternehmen des Luftschiffers Spel. ferini, die Alpen in leichter Gondel zu überfliegen, wieder einmal glänzend bewährt: Der große Wurf ist gelungen, Speltecini hat in 20stündiger Fahrt die Alpen überquert und ist in Bignasco im Kanton Tessin gelandet. Seit Wochen schon sollte der Aufstieg stattfinden und immer wieder legte die ungünstige Windrichtung oder heftige Stürme ein gebieterisches Beto ein. Aber endlich hatte der Himmel ein Ein. sehen. Die eidgenössische Zentralstation fonnte günstigen Wind und außerordentlich stabile Witterung melden und die Füllung des Ballons" Stella" konnte in Zermatt, das sich Spelterini als Ausgangspunkt ausersehen, unter Leitung bes Direktors Gmur um 7 Uhr morgens vor sich gehen. Langsam füllte sich die mächtige Stoffhülle mit dem treibenden Gas und um 12½ 1hr mittags war alles zur Abfahrt bereit und Spelterini konnte mit seinen Reisegenossen Baron 0. Wernecke und Dr. Hermann Seiler die blumengeschmückte Gondel besteigen. Der letzte aufgelassene Versuchsballon fliegt in nörd licher Richtung dem mächtigen Weißhorn zu und bald folgt Ihm die" Stella", bei ihrem Aufsteigen begrüßt von einem brausenden Burra. Alles, was an Fremden in Zermatt weilte, ebenso die ganze Bergführerfolonie war herbeigeeilt, um der Abfahrt zuzuschauen. Majestätisch steigt der Ballon bis zu einer Höhe von 3500 bis 4000 Meter. Ueber Mettelund Weißhorn bilden sich einzelne mächtige Wolfen, deren Zugrichtung direkt gegen Norden weist. Die Geschwindigkeit des Ballons war etwa zehn Kilometer. Mittels Teleskops waren die fühnen Fahrer um 1 1hr 50 Min. noch direkt vor dem Mettelhorn in allen Details sichtbar. Um 1 Uhr 55 Min. entschwand die" Stella" raschen Fluges unter Ballastausgabe neben dem Weißhorn. Die weitere Fahrt verlief allerdings nicht ganz so, wie Spelterini gehofft hatte. Er mußte die ursprüngliche Rich hung ändern. Er durchquerte das auf italienischem Gebiet belegene Antigonotal, nördlich von Domo d'Ossola und wurde dann füdlich von Basodino wieder auf schweizerisches Bebiet getrieben. Aber im großen und ganzen kann er sich rübmen. die hohe Alvenkette in der Tat überflogen zu haben. Spetterin gai mon sett Jahren dieses Projekt gehegt, altch schon mehrmals vergeblich auszuführen gesucht. Kapitän" Spelterini, wie er sich nennt, ist übrigens ein Deutschschweizer mit Namen Spelter, der seit langen Jahren die Luftschiffahrt als Gewerbe betreibt. Er lebt von den Jahrgeldern, die ihm seine Bassagiere zahlen. In früheren Jahren hatte er 3. B. in Neapel auf dem Ausstellungs. platz einen Fesselballon, der dem Publikum gegen Entgelt zur Benutzung ſtand. Deer und flotte. Die Uebergabe des Kommandos der Marinestation der Ostsee an den Admiral Brinzen Heinrich von Preußen sand durch den bisherigen Chef Admiral v. Röster in Riel statt. Der österreichische Thronfolger à la suite der deutschen Marine. Der Kaiser hat den Erzherzog Franz Ferdinand von Desterreich Este, den österreichischen Thronfolger, à la suite der deutschen Marine gestellt. Das Kieler Wacht. schiff gab einen Salut von 21 Schüssen ab, während auf den sämtlichen im Hafen anwesenden Seriegsschiffen die österreichische Flagge gehißt wurde. Der Kaiser über unsere Flotte. Gelegentlich des Stapel. laufs des Linienschiffs Hessen" hat der Kaiser das folgende Telegramm an den Großherzog von Hessen gerichtet:„ Ich danke Dir für die freudige Nachricht von dem glücklichen Stapellauf des Linienschiffs„ Hessen"! Die zukünftige deutsche Flotte, zusammengesetzt aus den gepanzerten Ver tretern aller deutschen Stämme, getauft von ihren ange. stammten Landesfürsten, erfüllt vom Geiste patriotischer Ge finnung, wird, so Gott will, wie die Armee der Stolz, der Hort und die Zuversicht sein für Kaiser und Reich." Nab und fern. Die Einweihung des Kaiser- Wilhelm- Dentmals in Danzig und der Besuch des Kaisers daselbst verlief in jeder Hinsicht nach dem bereits von uns mitgeteilten Programm. Der Kaiser begab sich später nach Rominten. Der Abschied Kaiser Wilhelms von Wien gestaltete sich überaus herzlich. Von Schloß Schönbrunn aus begleitete Raiser Franz Josef seinen Gast zur Station Penzing und umarmte und füßte ihn auf dem Bahnhof zweimal. In Schönbrunn, das zu Ehren Kaiser Wilhelms prächtig dekoriert war, brachten ihm im großen Hof und im Parterre, das auf seinen Wunsch dem Publikum geöffnet blieb, wohl 300 000 Menschen eine großartige Ovation dar. Die 75. Versammlung deutscher Naturforscher und Aerzte, die außerordentlich zahlreich besucht ist, wurde zu Rassel feierlich in Gegenwart der staatlichen und gemeind lichen Vertreter eröffnet. Die Eröffnungsrede hielt namens des geschäftsführenden Ausschusses Professor Dr. Hornſtein. Im Anschluß daran wurde ein Huldigungstelegramm an den Staiser abgesandt. Sodann begrüßte Regierungspräsident von Trott zu Solz namens der königlichen Staatsregierung die Versammlung. Eine Anzahl weiterer Begrüßungsansprachen folgten. Professor Moisson- Paris überreichte dem Jubilar die goldene Lavoisier Medaille, welche ihm die französische Akademie der Wissenschaften und das Institut de France für seine bahnbrechenden Arbeiten auf dem Gebiete der organischen Chemie verliehen haben. + Gattenmord. Zu Gendringen in Holland wurde auf Ersuchen der Berliner Kriminalpolizei der Photograph Hugo Walter verhaftet unter dem dringenden Verdacht, seine Ghefrau in der Gemarkung Dallgow in der Nähe des Döberitzer Barackenlagers ermordet zu haben. Er hatte die Leiche an einen Haselnusstrauch gehängt, um den Anschein eines Selbstmordes zu erwecken. Die Untersuchung hat zur Evidenz er geben, daß Frau Walter erst erwürgt und dann tot aufgehängt worden ist. 6. Sigung der Großh. Handelskammer Gießen für die Kreise Gießen, Alsfeld und Lauterbach. Protokoll Auszug. M Gießen, 15. September 1903. ( Schluß.) 3. Verhängen der Schaufenster an Sonnund Festtagen. Von dem Großh. Ministerium des Innern wurde der Kammer mitgeteilt, daß es der Frage der Aufhebung des§ 227 Abs. 1 des Polizeistrafgesetzbuches der die Offenhaltung der Schaufenster an Sonn- und Festtagen verbittet, näher treten würde, wenn die Gewähr vorhanden sei, daß von dem Offenhalten der Schaufenster keine Beeinträchtigung der Sonntagsruhe der Geschäftsangestellten befürchtet zu werden brauche. Die Kammer war der Ansicht, daß nach wie vor die Off nhaltung der Schaufenster an Sonn- und Festtagen zu erstreben sei und daß von der Off nhaltung eine Beeinträchtigung der Sonntagsruhe der Angestellten nicht befürchtet werden könne, da jeder Prinzipal wisse, daß er sich damit einer strafbaren Handlung schuldig mache. 4. Ursprungszeugnisse für Kaffee. Jufolge des Zollfrieges zwischen dem deutschen Reiche und der Republit Haiti müssen alle aus den übrigen Produktionsländern nach dem Inlande eingeführten Kaffee sendungen mit einem Ursprungszeugnis versehen sein, um zu dem niedrigen Zollsaße eingeführt werden zu fönnen. Da die Beibringung von Ursprungszeugnissen mit erheblichen Belästigungen und Kosten für den Handelsstand verbunden ist, so beschloß die Handelsfammer, daraufhinzuwirken, daß bei dem Hauptsteueramt Gießen die Vorlage von Fakturen der großen Seepläße Ham= burg, Bremen usw., in welchen die nichthaitianische Herkunft des Kaffees ausdrücklich bestätigt wird, als Nachweis für die Verzollung zum allgemeinen Bollsaße ausreichend gehalten wird, welches Verfahren beim Hauptsteueramt in Frankfurt a. M. seit einiger Zeit in Uebung ist und zu Bedenken nicht Anlaß gegeben hat. 5. Mißstände beim Zollschuppen des Hauptsteueramts Gießen: Bon verschiedenen Firmen sind der Handelskammer Klagen darüber zugegangen, daß der hiesige Bollschuppen viel zu klein sei und es nicht ermögliche, daß mehrere Waggons gleichzeitig zur Abfertigung fommen fönnen. Die Kammer beschloß, diese Beschwerden dem Hauptsteueramt zu übermitteln und eine Erweiterung des Zollschuppens zu beantragen. 6. Eingänge: Stand des Kaufmännischen Fort bildungsschulwesens in Hessen. Geschäftsübersichten der Aichanstalten im Großh. Besser i. J. 1902. Bericht über die Tätigkeit des Chemischen Untersuchunge amts für die Provinz Oberhessen v. 1. 4 02-1. 4. 03. Wangenheim au orgelegte Ratal Wenzel, Gabr. dürfte die Eröff bekannt gemacht Das ifenbahnD. Kehm, die Entstehung und Entwicklung der Gießener im Vordergrund Tabalindustrie. D. Bergen, Direktor des städt. Gas- und Wasserwerts Gießen, die Ausführung von Haus-, Gas- und Wasserein richtungen durch Gemeindeanstalten. Vorarbeiten bie Stadt G einstimmia ber Am meisten bi intereffi rt sein Cohne Zweifel werkehr der St Das feitherige Defan Wagner boindermeister Bouis Moll absichtigt die Fih. v. Biegeleben, Großh. Ministerialrat, Schiffahrts. abgaben. Protokolle der Jahreshauptversammlung des deutschen Tabakvereins, der Interessenten der Lahnfanalisation des Deutschnationalen Handlungsgehilfen- Verbandes. Mitteilungen des Berg- und Hüttenmännischen Vereins in Stegen, Heft 22, 1903. Eingabe des deutsch n Tabakvereins an das Reichsam des Innern, betr. die Entwürfe zu Verordnungen über die Heiligten Gm Einrichtung und den Betrieb der zur Herstellung von Zigarren us v. bestimmten Anlagen. Bon zuverlässiger Seite sind der Kammer Mitteilungen zugegangen über den amerikanischen Tabattrust, den ameri: tanischen Lokomobilentrust. Absatz von Maschinen. Für die Tabakfabri'ation nach Japan, die amerikanische Konkurrenz in Australien, Columbien, Hantau, Mrifo, die Eisenindustrte in Australien, Zollstrafen in Iquitos( Peru), Absatz baumwollener Hosenstoffe nach Peru, Ausfuhr russischer Textilwaren; ferner über zweifelhafte Firmen in Tripolt, La Valetta( Malta), Madrid, Rustschuk, Bern, Budapest, Apeldoorn, London. Die Eingänge fönnen auf dem Sekretariate der Handels fammer während der üblichen Geschäftsz it eingesehen werden. = Lokales. Gießen, 23. September 1908. ** Die Tagesordnung für die nächste Stadt verordneten Versammlung am Donnerstag, den 24. September nachmittags 3/2 Uhr ist folgende: 1. Mit teilungen, 2. Auslofung der am 1. Januar 1904 zurückzu zahlenden Schuldverschreibungen des 1893'er Anlebens, 3. Desgleichen des 1894'er Anlehens, 4. Desgleichen des 1895'er Anlebens, 5. Wirtschaftsp'an der Gießener Stadtwaldungen für 1903/04. 6. Lieferung der für das Schlachthaus im Rechnungsjahr 1903/04 erforderlichen Braunkohlen, 7. Genehmigung von Rechnungen, 8. Die Rechnung der Gemeinde frankenversicherung für 1901, 9. Gländeaustausch om Riegel, pfad hier: Kaufvertrag mit Heinrich Winn, 10. Ankauf der Ockel'schen Wiesen an der Rodheimerstraße, 11. Ankauf der Grundstücke Neuenweg 2 und 4, 12. Gesuch der Firma Ge brüder Plez um Abtretung städtischen Geländes an der Klinik- oder Crednerstraße, 13. Reparatur der Einfahrt beim Gaswerf, 14. Die Ueberlassung einer städtischen Turnhalle an die freie Turnerschaft Gießen, 15. Baugesuch des Lud. wig Huhn für die Goethestraße; hier Disp' ns, 16. Beuge such des Professors Dr. Pfeiffer für die Liebiastrake; hier: Dispens, 17. Paugesuch des Karl Becker für den Schiff.n bergerweg; hier: Dispens, 18. Dispens für das Haus von Heppeler und Meyer an der Ludwigstraße, 19. Baugefuch des Rechtsanwalt Jung für die Bahnhofstraße; hier: Dis pens, 20. Baugesuch des Julius Ruckstuhl für den Großen Steinweg; hier: Dispens, 21. Baugesuch des Karl Loos für den Kirchenplatz; hier: Fluchtlinie, 22. Baugesuch des Dr Caesar für den Marktplatz 11; hier: Fluchtlinie, Widerspruch gegen den Fluchtlinienplan für die Neuen Bäue, 24. Kündigung eines Darlehens aus der Landeskulturrenten fasse, 25. Gewährung eines Darlehens an die Baugenossenschaft des evangelischen Arbeitervereins, 26. Errichtung einer Kleinkinderbewahranstalt an Wegfarerw g, 27. Der Verkehr der Radfahrer auf öffentlichen Wegen, Straßen und Plätzen, 28. Das Droschkenfuhrwesen in der Stadt Gießen; hier: Ergänzung des Tarifs, 29. Der Unterricht an der Fort bildungsschule, 30. Gesuch des Reichskomitees zu Gunsten der durch Hochwasser Geschädigten um Unterstüßung, 31. stäftigung Arbeitsloser, Beitritt zum Verein für Hessen und Hessen- Nassau zur Be 32. Gesuch des w. Louis Schäfer dahier um Erlaubnis zum Betriebe einer Schant wirtschaft im Hause Schanzenstraße 18, 33. Gesuch des August Wallenfels dahier um Erlaubnis zum Kleinhandel mit Branntwein im Hause Marktplas Nr. 15, 34. Gesuch des Phil. Rupp- Gießen um Erlaubnis zum Betriebe einer Schanfwirtschaft im Hause Schüßenstraße 1, 34. Gesuch des Georg Kraft um Erlausnis zum Gastwirtschaftsbetrieb im Hause Hillebrandstr. Nr. 2, 36. Gesuch des Wilhelm Schröder um Erlaubnis zum Schantwirtschaftsbetrieb im Hause Brandplot 13, 37. Gesuch d Jakob Muth um Erlaubnis zum Schanfwirtschaftsbetrieb im Hause Frankfurterstraße 36. werden la Des Eisenbahn Gemeinden Beſſingen, ben, um das fw. aufschlie baß nicht sch worhanden w reine Beit, in um sich der lichen Mittel Forderung Aufgabe unfe iben Wert de Idoch der Eisen von den Eiser I borbereitenden bahnen an die * Re in Greßen ei mit Referv Minuten Au nach Hagen 600 Mann, fördert. A Kel wurde Mont Jahre abgeb guter. Bun 12 Uhr fan zustande, b lieferbar ist Kle gestern sein Abturnen. den 1. Pret und Fr. St 1.5. Lang Pr. W. J fand Schau 25jährig Mit d Rlang" Samstag 23. Den sehr der Bruder burg herbe fommen w 2. Präfi Seidew ** Sigung des Gemeinderats Grünberg. Anwesend find: Bürgermeister Zimmer, Beigeordneten Keil und sämtliche Herrn Gemeinderäte. 1. Eisenbahnprojekt Lich Grünberg. Der Antrag des Gemeinderat Moll, das frühere Komitee über die betreffende Anlage, best hend aus den Herrn G meinderat Kaiser, Moll, Dekan Wagner, Karl Seim beizubehalten, wird einstimmig angenommen, zugleich wird be schlossen den Teil der Kosten der Vorarbeiten durch die Stadt zu übernehmen. 2. Zur Beilage 10 des Voranschlags wird beschlossen den nötigen Kredit zur Kanalisirung der Frankfurterstraße in den Voranschlag einzustellen. ** Eine große Gemälde Verkaufs- Ausstell ung- Gießen. Wie uns der Direktor Langraf vrn Berlin mitteilt, soll in den nächsten Tagen in Lorys Bier feller in den oberen Räumen eine wertvolle Sammlung von modernen Delgemälden aus dem Besitze der Freifrau von das Empo der verflo Anzahl W bie nad Gefangstun Fränzchen". nicht, daß es gab et hatte, daß austraten gründeten, den Gründ gige 1.2 Borlandsm Der Verei Fo ufmänniden Bangenheim auf furze Zeit ausgestellt werden. im Großh, hen Unterfu 4 02-1.4.03 dlung der Gie Der uns vorgelegte Ratalog enthält Werte von Achenbach, Grüßner, Menzel, Gabr. Mox und noch andere mehr. Voraussichtlich dürfte die Eröffnung Donnerstag erfolgen, was durch Inserat bekannt gemacht wird. * Das seit Jahren in der Schwebe befindliche Eisenbahn- Projeft Grünberg- Lich steht wieder im Vordergrunde des Interesses der beteiligten Gemeinden. Am meisten dürfte die Stadt Grünberg an dem Projekt 8- und Wafferte interessi rt sein als Ausgangspunkt der Eisenbahnlinie, denn - und Wasser ohne Zweifel wird der Güter- sowie auch der Personenerialrat, Schiffa ptber faminlung der Lahnkanalifa Verbandes. männischen Bet rdnungen über verfehr der Stadt Grünberg Nußen und Gewinn bringen. Das seitherige Eisenbahn- Romitee bestehend aus den Herren Defan Wagner, Spenglermeister Heinr. Kaiser und Buchbindermeister Karl Seim unter dem Vorsitz des Herrn Louis Moll soll weiter bestehen bleiben; das Komitee beabsichtigt die Angelegenheit energisch zu betreiben. Der auf die Stadt Grünberg entfallende Anteil der Kosten zu den Vorarbeiten wurde vom Gemeinderat in der letzten Sigung an das Reichsa einstimmig bew: lligt. Ein Beschluß der den übrigen beellung von Bigan werden fa n. Wie wir hören, beabsichtigt der Vorsißende ammer Mitteilung Gemeinden Duckborn, Ettingshausen, Münster, Oberteiligten Gmeinden zur Nachahmung bestens empfohlen attrust, den ame Maschinen. an, die amerikani antau, Mrito, in Iquitos( P cu, Ausfuhr ruffit rmen in Tripolt, Bern, Budape tariate der Hande it eingefehen werd September 190 die näffte Stab m Donnerstag, folgende: 1. M huar 1904 zurüd 93'er Anlebens, esgleichen des 1895 ener Stadtwaldung bas Schlachthaus in Braunfohlen, 7. hnung der Gemeind eaustausch om Riegt Binn, 10. Antauf der age, 11. Anfauf die esuch der Firma G Geländes an die ir der Einfahrt bei tädtischen Turnhalle Baugesuch des L Dispins, 16. B e Liebiaftrake; bin er für den Schiff für das Haus m 19. Bau ofstraße; hier: Di thl für den Großn ich des Karl Lo 22. Baugesuch d r: Fluchtlinie, 2 für die Neuen Bär Landeskulturrentr an die Baugenosse 26. Errichtung ein 9, 27. Der Vert Straßen und Plöz, tadt Gießen; bin: richt an der For mitees zu Gunfi Be Unterfügung, 31. n- Naffau zur des w. Lou riebe einer Schan 18, 33. Befud aubnis zum Klein Marktple eßen um Erlaubn Haufe Hause Schüben um Erlausnis zum andstr. Nr. 2, 36 uhnis zum Schant 3, 37. Besuch d irtschaftsbetrieb im 18 Grünberg. 9. Beigeordnin & frühere Romite 8 den Herrn Ge Karl Seim beizu zugleich wird be rbeiten durch di mind befchloffe Frankfurterftro ufs- Ausstell or Langraft bon in Lor ye Bier Sammlung er Freifrau von des Eisenbahnkomitees, H rr L. Moll, sich mit den beteiligten Bessingen, Neder- Bessingen und Lich in Verbindung zu szen, um das Projekt, das den Grünbergern die Wetterau usw. aufschließen soll, zu fördern. Es ist bedauerlich, daß nicht schon vor Jahren die Erkenntnis und Einsicht vorhanden war um dieses Projekt zu fördern; ja es gab eine Zeit, in der man in Grünberg furzsichtig genug war, um sich dem Fortschritt nach dieser Richtung mit kleinlichen Mitteln entgegenzustemmen. Heute sieht man in der Förderung der Klein- oder N. benbahnen mit Recht eine Aufgabe unserer Zeit. Aber auch höheren Orts hat man den Wert der Klein- und N benbahnen erkannt; verlangt doch der Eisenbahnminister in einem Erlaß vom 9. Juli d. I. von den Eisenbahnbehörden die größte Beschleunigung der vorbereitenden Handlungen über den Anschluß der kleinbahnen an die Hauptbahnen. *** Reserve hat Ruh'. Gestern abend 8 Uhr traf in Geßen ein von Straßburg i. Els. fommender Sonderzug mit Reservisten vom 143 Inf. Reg. hier ein um nach 20 Minuten Aufenthalt in der Richtung über Beßdorf, Siegen nach Hagen weiter zu gehen. In dem Zuge wurden ca. 600 Mann, 8 Offiziere und 80 Begleitmannschaften befördert. Kelterobstmarkt. In der Stadthalle in Frankfurt wurde Montag Vormittag der erste Kelterobstmarkt in diesem Jahre abgehalten. Der Besuch des Marktes war ein sehr guter. Zum Kauf standen 28 Waggon Mostbirnen. Bis 12 Uhr fam nur ein Abschluß über zwei Waggon Aepfel zustande, von denen der eine sofort, der andere in 8 Tagen lieferbar ist. ][ Klein- Linden, 21. Sept. Der Turnverein feierte gestern sein 14. Stiftungsfest, verbunden mit dem diesjährigen Abturnen. Beim Wetturnen erhielten Turner Friedrich Jung den 1. Preis mit 65 P., H. Schmidt den 2. mit 512, P. und Fr. Steger den 3. mit 48 P.; von den Zöglingen den 1. H. Lang mit 602/3 P., den 2. L. Adolf mit 54 P., 3. Pr. W. Jung und W Adolf mit 46% P. Nachmittags fand Schauturnen, abends Konzert und Tanz statt. 25jähriges Stiftungsfest des Gesangvereins Heiterkeit“ zu Gießen. Mit dem Sängergruß: Grüß Gott mit hellem lang" leitete der Jubelverein seine Feier, welche am Samstag abend im Saale des Café Leib stattfand, ein. Den sehr zahlreich erschienenen Damen und Sangesbrüdern der Brudervereine Gießens, den von Lollar und Marburg herbeigefommenen Sängern fonnte fein besseres Willtommen werden. Als die ligte Silbe verklungen, gab der 2. Präsident des Vereins, Herr Schuhmachermeister Sei dewand einen furzen Rückblick über die Entstehung, das Emporblühen und die Erfolge des Vereins im Laufe der verflossenen 25 Jahre. Im Jahre 1878 war es eine Anzahl Mitglieder der damals Freiw. Städt Feuerwehr, die nach des Tages Arbeit sich versammelten um die Gesangskunst zu pflegen; man nannte es" Feuerwehrtränzchen". Das Kommando der Feuerwehr duldete es aber nicht, daß in ihrem Korps noch ein sog. Unterverein existiere, es gab etne stürmische Generalversammlung die als Folge hatte, daß die Sänger des„ Kränzchen" aus dem Korps austraten und am 7. September einen Gesangverein gründeten, dem man den Namen„ Heiterkeit" gab. Von den Gründern leben resp. gehören dem Verein noch an, der jeßige 1. Präsident Nol, der 2. Präsident Seidewand, das Vorstandsmitglied Kuhl und das inaftive Mitglied Albach. Der Verein hat ganz besonders unter seinem jebigen 0000000S | Dirigenten, Herrn Lehrer Becker, in der Sangesfunft große Fortschritte gemacht. Fortschritte gemacht. Der 1. Teil des Festes: das Konzert, wurde von der Heiterfeit" allein ausgeführt und wurden dabei ganz wunderschöne Chöre zu Gehör gebracht. Besondere Aufmerksamkeit fanden drei Solis, gesungen von dem Mitglied, Lehrer Zimmermann, dessen ruhiges und sicheres Auftreten und seine helle Stimme freudigen Anklang fanden. Im direkten Anschluß an das Konzert folgte der Kommers. Zu Eingang desselben wurde dem Verein von 4 jungen Damen im Namen der Jungfrauen und Frauen ein wertvoller Fahnenschrank überreicht. Fräulein Eise sprach hierbei nachstehenden Prolog: Sei uns gegrüßt an Deinem Jubelfeste, Verehrte Jubilarin innig heut'; Von Glück und Segen sei das Beste, Aus vollem Herzen Dir geweiht. Heil Dir an diesem hohen Ehrentage, Den Dir geschenkt ein gütiges Geschick, Da uns vergönnt auf längst vergangene Tage, Vereint mit Dir zu richten unsern Blick. Nun 25 Jahre sind verflossen, Als Ihr begeistert Hand in Hand, Den schönen Bund dereinst geschlossen, Unsch'ungen von der Freundschaft schönem Band. Doch nicht genügte Euch dies edle Streben, En höh'res Ziel, es schwebte Euch voran, singe, wem Gesang gegeben, War Euer Ruf auf Eurer ferneren Bahn. Und mancher folgte einem innern Drange, Es zog ihn unbewußt zu Eurem Kreise hin; Die große, heil'ge Freude am Gesange, Sie ließ bewundernd ihn das Herz erglüh'n. So wuchs heran der junge Verein, Ein Hort zur Pflege der Lieder, In Freude und Leid einander geeint, Waret Ihr stets treue Sangesbrüder. Die Jahre schwanden und oftmals zurück Kehrt der Zeitpunkt des Stiftungstages. Ach! eines noch fehlte zu Eurem Glück, Das Zeichen der Ehre, die Fahne. Und taum war Euer stiller Wunsch, Zu den Frauen und Jungfrauen gedrungen, Da ist auch begeisterst ein Wiederhall, In ihren Herzen erflungen. Als bald darauf das Stiftungsjahr, Ward zum 12. Mal vollendet, Da hat der Frauen und Jungfrauen Schaar. Euch das herrliche Banner gespendet. Toch nochmals sollte das Glück Euch erblüh'n, Am 20. Stiftungsfeste, Die prächtige Schleife, sie ward Euch verliehn, Euch zur Ehre, und uns zum Gedenken. Und als so geschmückt Euer schönes Panier, Sich vor Euren Blicken entfaltet, Da schwurt Ihr aufs neue, für und für Fest in treue zusammen zu halten. Was e'nst Ihr gelobet mit Herz und Munde, Für den Gesang treu zur Fahne zu steh'n, Habt Ihr dann bewiesen als schlug die Stunde, Wo man Euch rief zum Kampf zu gehn. Was leise Ihr gehofft, dort habt Ihr es gefunden, Verkündet ward Euch da der erste Sieg. In Nauheims Mauern ward der Lorbeer Euch gewunden, Das erste Blatt zum Ruhmeekranz gefügt. Fü. wahr in schöner Lohn ward Euch zuteil, Wie hob sich voll Begeist'rung Eure Brust, Von treu erfülltem Pflichtgefühl, Und Heil dem Gesang erscholls in froher Luft. So fehrtet sieggekrönt Ihr dann zur Heimat wieder Und freud'ger Willkomm schallte Euch entgegen; Glückwünsche einten sich mit Euren Liedern Zu Eurem fernern Blüh'n, Gedeih'n und Segen. Doch nicht mit Worten, auch mit Taten wir beweisen, Wie hoch wir schäßen edles Streben, Wie wir zu jeder Zeit uns glücklich preisen, Vereint mit Euch uns dem Gesange hinzugeben. So n'mm denn hin geliebte Heiterkeit, Die heut Du strahlst im Silberglanz der Jahre, Was dankbar unsre Herzen Dir geweiht, Uns zum Gedächtnis möchtest Du's bewahren. 00000000 0000000 Drucksachen jeder Art liefert schnell und preiswert- Albin Klein, Giessen. 0000000 00000000 20000 Es soll dies Kunstwerk sein ein würd'ger Aufenthalt, Des Banners Dein und Deiner Siege Preise, Die Du erkämpft und einstens noch erringen wirst, Wenn Du so weiter pflegft die echte Sangesweise. So bleibe immer, was auch kommen mag, Treu Deinem edlen, schönen Zwecke, Bis anbricht einst Dein goldner Ehrentag, Der Kunst ein Heim- der Freundschaft eine Stätte. " vom Es folgte dann die Ueberreichung von 4 fünstlerisch ausgeführten Gedenktafeln an die oben genannten 4 Mitder Jubelverein von seinen zwei jüngsten Mitgliedern eine begründer durch das Vorstandsmitglied Eise; ferner erhielt Flasche Champagner mit Kühler, ,, Liederkranz"= Gießen eine Fahnenschleife, von der Liedertafel"-Marburg einen silbernen Fahnenkranz, vom Liederkranz"-Marburg zwei Wandbilder und von einem außerordentlichen Mitgliede einen Fahnennagel. Bei Ueberreichung dieser Geschenke wurden die Verdienste und die Kollegialität der Heiterkeit" gebührend hervorgehoben. Des Weiteren gratulierten die " Harmonie", der Bauer'sche Gesangverein und der Turnverein( dessen Gesangsabteilung mit eingeladen war) zu Gießen, ebenso die Liedertafel"-Lollar. Die genannten Vereine, mit Ausnahme der beiden Marburger, haben abwechselnd recht schöne Liedervorträge gegeben, im Verlauf dessen das Wort: Froher Sang Guter Klang, voll und ganz dabei zur Geltung gekommen ist. Der Sonntag Abend galt der Jugend; ein Ball im gleichen Saal bildete den Abschuß des Ganzen. Möge der während des Festes so oft zum Ausdruck gekommene Wunsch, daß die Heiterkeit"-Gießen auch weitere 25 Jahre mit demselben Erfolge für das deutsche Lied wirke, in Erfüllung gehen! " " - Marktberichte. Gießen. 23. Sept Auf dem heutigen Wochenmarkt lofteten Butter per Bib. 1.00-1.20 MI, Hühnereter 2 Stüd 12-16 Pfg., Enteneter St. 8 Pfg., Käse per St. 5-8 Pfg.. Käsematte 2 St. 5-6 Bfg., Erbsen ver Liter 21 Bfg., Linsen per Liter 32 Bfg., Tauben per Paar . 0.70-0.90, Hühner per Stüd Mr. 1.30-1 80. Hahnen, per Stud Mr. C.70-1.50, Enten per Stüd 1.80-2.40, Gänse p. Bid. 54-60 Pfg., Ochsenfleisch per Pfd. 68-78 Bfg., Rindfleisch per Bfd. 62-66 Pfa. Schweinefleisch per Pfb. 66-76 Bia. Schweinefleisch gesalzen per Pfund 0.80 Pfa., Kalbfleisch per Pfd. 70-74 Bfa., Hammelfleisch ver Pfd. 56-74 Bfg.. Kartoffeln per 100 Kilo 6.00-7.00 mr., Zwiebeln per 3t. Mr. 4.50-500, Kirsden per Pfund 00-00 Pfg. Milch ver Liter 18 Vfa. Dauer der Marktzeit bon 8 Uhr morgens bis 2 Uhr Nachmittags. Gegenstände des Wochenmarktverkehrs dürfen vor Beginn der Marktzeit überhaupt nicht, und während der ersten drei Stunden der Marktzeit im Umherziehen feilgeboten werden. Hamburger Futtermittelmarkt. Originalbericht von G.& D. Lüders, Futtermittelgroßhandlung, Reis und Deltuchenmühle, Hamburg. Bei vermehrter Nachfrage für Reisfuttermehl, Baumwollsaatmehl und Erdnußkuchen war die hiesige Börse etwas fester gestimmt; für spätere Sichten mußten teilweise höhere Preise zugestanden werden. Palmkernschrot höher. Tendenz: besser. Reisfuttermehl 24-28 Proz Jett und Protein 4,25-4,50 ab Hamburg, 4,35-4,50 ab Magdeburg, ohne Gehaltsgarantie 3.70 bis 4,30 ab Hamburg, Reiskleie 2.00-3,50, Weizentleie, grobe 4,20 bis 4,40, Roggenkleie 4,20-4,35, Gerstefleie 4,50-5,50, dnußkleic ( gemahlene Erdnußschalen) 1,90-2,25, Erdnußfuchen und Erdnußmehl 52-54 Proz. 6,25-6,50, 53-58 Proz. 6.50-7.25, Baumwollsaatkuchen und Baumwollsaatmehl 52-58 Broz 6,40-6,60, 56-62 Proz. 6,50-6,75, Cocusnußkuchen und-Mehl 28-34 Proz. Fett und Protein 5,40-6,25, Balmfernkuchen und Mehl 22-26 Proz. 4,90-5 30, Rapskuchen und-Mehl 38-44 Proz. 4,45-4,75, Leinfuchen und Mehl 38-42 Proz. 6,20-670, Maisölkuchen u.-Mehl 18-24 Proz. 5,70-6,00, Getrocknet. Schlempe 40-45 P: 03. 5,15 bis 5,60, Getrocknete Treber 24-30 Prog. 4,60-5.00, Malzfeime 4,40-5.10 mt. Alles pr. 50 Kilo ab Hamburg. Städtisches Schlachthaus. Ochsenfleisch 45 Pfg. Heute und Montag Berantwortlich: für den politischen und Inseratenteil Albin lein: far bas Bokale, den„ Gerichts." und Deffentlichen Sprechsaal":& r. Cvvormans Brad und Berlag der Gießener Berlagsbruderei( vorm. Wilh. Keller), Gießen. Wer früh morgens zum ersten Frühstück eine Tasse wohlbekömmlichen Kathreiners Malzkaffee trinkt, der wird schon nach furzer Zeit die günstige Wirkung einer solchen vernünftigen Lebensweise deutlich und nachhaltig verspüren. Kathreiners Malztaffee vereinigt nämlich mit dem Wohlgeschmack und Aroma des guten Bohnenkaffees die charakteristischen und allgemein geschäßten Vorzüge des Malzes, wodurch er zu einem Gesundheitstrank in des Wortes wettester Bedeutung wird. Das sollten alle bedenken, denen Kaffee weniger gut bekommt, oder solche, die leidend, nervös und schwächlich sind. Eine Ladenthefe billig abzugeben. Gießen, Asterweg 57. Ein Kellnerlehrling gesucht Bahnhofs Restauration Buzbach. Kleines Logis zu vermieten per 15. Oftober ev. früher. Wiener Hof. 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( Ohne Gewähr. 210 16 34 589 610 15 54 82 751 94 852 1334 51 421 642 97[ 400] 715 79 813 909 14 74[ 400] 94 2033 44 93 467 550 75 647 775 871 3036 202[ 400] 17 78 384 455 503[ 400] 51[ 400] 71 677[ 3000] 845[ 400] 985 4049 74 223 82 426[ 400] 64 543 61 76 615[ 1000 823 5088 239 93 302 81 435 63 88 539 68 616 796[ 400] 965 69 96 99 6279 461 94 759 7115 74[ 400] 275 89 316 79 544[ 5000] 621 27 701 [ 400] 894 8083 213[ 400] 521[ 400] 76 94 663 709 66 812 21 54 997 9014 25[ 1000] 85 819 595 642 821[ 1000] 78 991 10029 230 65 322 48 472 548 865 993 11044 107 212 51 307 47 409 12 65 688[ 400] 705[ 1000] 22 43 924 12012[ 3000] 38[ 400] 103 [ 1000] 94 231 423 51[ 2000] 63[ 400] 88 95 500 608 20 49 714 15 866 984 13157 290 388[ 400] 485 97[ 400] 569 649 99 759 838 963 14089 197 396 565 612 726 936 74 15010 64[ 400] 95 200 386[ 1000 410[ 400] 20[ 400] 59 528 673 764 84 807 51 934 16182[ 400] 291[ 400] 591 93 687 93 705 28 44 823 94 935 1000] 17044 264 77[ 400] 350[ 1000] 74 449[ 400] 506 15[ 1000] 77 652 1000] 706 32 73 923[ 400] 18038 12000] 176 205 485[ 400] 522 34 43 48 672 782 827 45 920 41 19032 97 234 52 326 464 559 82 88[ 400] 796 868 72 20069 290 330 82[ 400] 408[ 1000] 20[ 1000] 528 627 902 21073 93 125 92 234 304 43 454 568 603 703 64 885[ 400] 954| 400] 56 22105 70 268 73[ 400] 444 65 535[ 400] 648 728 864 75 989[ 2000] 23099 186 224 390 96[ 400] 510 600 39 750[ 400] 889 971 85 98 24042 232 63[ 1000] 69[ 400] 99 374 661[ 400] 760 67 74[ 400] 812 81[ 400] 955 25260 442 89 582 607 743 48[ 30001 835 26047 95[ 400] 332 442 524 649 980 27118 48[ 400] 53 233 57 347[ 400] 501 9 605| 2000 52 793 817[ 400] 40 947 28015 109 52 412 34 554 920 22 52 76[ 3000] 29056 95[ 400] 206 44 305 45 409 53 63 98[ 400] 603 756 57 925 80034[ 1000] 56 94 127[ 400] 242[ 400] 367 68 93[ 400] 545 56 [ 1000] 65 660 715 82 924 85 31117 227 417 47 591 650 400] 701 21 853 923 88[ 400] 82015 18 28 40[ 400] 105 37[ 400] 329 64 415 623 38 708 40 47 76 894 998 33180 96 205 22 29 77 317 408 54 510 85[ 1000] 86 87 620[ 10 000] 877 965[ 1000] 34024 27 74 227 61 386 52 56 419 92 95 522[ 400] 45 614 72[ 1000] 721[ 400] 73 928 54[ 400] 35088[ 3000] 123 75 90 219[ 1000] 97 382 436 58 707 77 814 17 44[ 400] 85 925 36038[ 1000] 40 146 246 320 56 502 85 813 37129 51 237 66[ 400] 423 507 718 54 819 907 38066[ 400] 173 348 439[ 400] 515 1000] 653 936 51[ 400] 64 39040[ 1000] 79 370 467 768 843[ 400] 912 36 40082[ 1000] 165 221 36 531 33 607 721 889 90 922 67 41032 33 136[ 400] 479 678 87 811 936 74 42001 91 102 47 2000] 69 93 258 487 827 70 967[ 400] 43187 279[ 400] 323 507 12 62 97 715 918 44017 20[ 400] 77 169 276[ 400] 496[ 2000] 684 734 82 897 941 59 64 65 45062[ 3000] 129 80 351 432 3 595 636 39[ 3000] 84 706 78 [ 1000] 82 86 874[ 400] 912 39 53[ 400] 89 46100 90 283 317 34 491 560 [ 400 69 71 781 823[ 400] 24 927 66 208 42 81 351[ 400] 85 576 829 13000] 911 88 48012[ 10 000] 23[ 400] 171 93 327 28 578 744[ 2000] 862 63 913 49255[ 400] 76 416 510 61 603 63 808 30 12000 50045 147 293 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September 1903. Neuen- Bäue Richard Buchacker, Giessen. staatl. konz. Haupt- Kollefteur der Heff. Thüringischen( Mitteldeutschen) Staats- Lotterie. 11. Kaffee wöchentlich frisch gebrannt in be fannten und besten Qualitäten à Pfd. 100-180 Pfg. empfiehlt Robert Stuhl Neustadt 23. Gießen. Stottern und andere Sprachleiden werden beseitigt durch eine ganz neue Suggestionsmethode. In Gießen soll ein Heilkursus abgehalten werden. Honorar nur bei Erfolg. Meldungen sofort an Landw. Ausstellung Giessen. Wir ersuchen alle diejenigen, welche Rechnungen, die obige Ausstellung betr., zu stellen haben, diese bald gefl. an die betr. Auftraggeber und zwar: 1. den Vorsitzenden des Bau- und Plazausschusses, 3. H. des Herrn Bauaufseher Mohr in Gießen; 2. den Vorsitzenden des Finanz- und Verlosungsausschusses, Herrn Provinzialdirektor Dr. Breidert in Gießen; 3. den Vorsitzenden des Wirtschafts- und Vergnüg, ungsausschusses, Herrn Kreisrat Dr. Wallau in Lauterbach; 4. den Vorsitzenden des geschäftsführenden Ausschusses, z. H. der Geschäftsstelle des landw. Provinzial vereins in Alsfeld, einzusenden. Der Vorsitzende des geschäftsführenden Ausschusses: Schlenke. Landw. Ausstellung Giessen. Die noch vorhandenen Gerippe von Stallungen, Pavillons und Festhalle für Backsteinbrennereien, Feld die Frp. d. 3tg. Sprachheilanstalt scheunen 2c. sich eignend werden billig abgegeben." Näheres zu erfahren auf dem Ausstellungsplatz und Regierungsgebäude Zimmer Nr. 22. Der Bau- und Play- Ausschuß. Villa Ruth. Prima Kartoffel Speisen. Salatkartoffel Absperrung der Einfahrt zum zu den billigsten Tagespreisen empfiehlt J. Hankel Schlokgasse Gießen. Darmstädter Pferde- Lotterie Ziehung am 14. Ottbr. 1 Los nur 1 Mark. ( Ziehungsliste u. Borto 20 Pig.) 1 eleg. Wagen, Zweispänner m. 2 Pferden und kompl Geschirr im Werte v. ca. 6000 Mt. 1 Reitvferd m. Sattel u. Zaum i. W. v. ca. 2000 Mt. 1 Stuhlwagen m. 1 Pferd u. Ges irr i. W. v. ca. 1700 Mt. 17 Pferde oder Fohlen i. Gesamtwerte ron 10.300 m. 535 andere Gewinne in Gesamtwerte v. 5 000 Mt. Generalvertrieb der Lose: 2. I Ohnacker, Darmstadt. Zu haben in allen Lose- Verkaufsstellen. EUREKA Jede Hausfrau versuche Vormbaum's Wisch- Pulver Eureka, dasselbe verhütet d. unliebme Abfärben u. Einlau= fen der Wäsche, erhält die wollene Wäsche wunderbar weich, macht die weiße Wäsche blizschnell blendend weiß und giebt derselben einen höchst angenehmen frischen Geru b. " Eureka" wird von den bedeutendsten Hausfrauen Zeitungen 2c. als bestes Waschmittel der Gegen wart empfohlen und sollte da her in keinem Haushalte fehlen. 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September., nachmittags 3 Uhr, beginnend soll die Zwetschen-, Aepfel- und Birnen- Ernte von städtischen Bäumen bei der neuen UniversitätsBbliothek, in der Südanlage, an der Johannesstraße, aus dem früher Bascoe'schen Garten an den Bahnhöfen, am Krofdorfer Weg und am Wiesecker Weg öffentlich meistbietend versteigert werden.. Die Zusammenkunft ist an der neuen Universitätsbibliothek in der Stephansstraße. Gießen, 22. September 1903. Der Oberbürgermeister Mecum Obst- Versteigerung. Donnerstag, den 24. d. Mts., vorm von 9 Uhr an soll das Obst der Gemeinde Großen- Buseck, bestehend in Apfel, Birnen, Zwetschen und Nüße versteigert werden. Der Anfang ist am Pfingstweg. Großen Buse ck, den 18. September 1903. Großherzogl. Bürgermeisterei Großen- Buseck Schwalb. Arbeitsvergebung. Donnerstag, den 24. d. Mts., vorm 10 Uhr sollen die zur Herstellung eines Röhrenkanals erforderlichen Arbeiten und Lieferungen in dem Rathause versteigert werden. 1. Maurerarbeit, 2. Pflasterarbeit 3. Gisenlieferung beranschlagt zu 82.42 Mr. " " " 24.Н " " Voranschlag und Bedingungen liegen auf unterzeichneter Stelle zur Einsicht offen. Grünberg, am 21. September 1903. Großherzogliche Bürgermeisterei Grünberg. 3immer. Frisch ist halb nächste Ziebung am 1. Oktbr. cr. GEWAGT GEWONNEN! Laut reichsgerichtl. Entscheid. vom 8. April 1895 für ganz Deutschland incl. aller Bundesstaaten gesetzl. erlaubte Serienlosgesellschaften besteh. aus je 100 Anteilen comb. in 24Ziehungen mit abwechs. Haupttreffer in Mark: 300000, 240000, 180000, 120000, 105000, 102000, 90000, etc. etc. Gesamtbetrag der kleinsten Treffer ca. 20 Prozent des Einsatzes. Keine Nieten. nur 5 Mk. mationsfrist. Jedes Loos ein Treffer! Gewinnlisten n jeder Ziehung. Monatlicher Beitrag Bei Nichtconvenienz 3 Tage ReklaUmgehende Anmeldungen zu richten an: J. SCHMIDT& Co. in Arnheim a. Rhein. Niederland No. 95. tete in den Frauen aller Stände ein erhebender Opfermut. ohlhabende Grauen entäußerten sich ihres Silbergeräts, opferten das einzige ber221 Famil Dienstag, den 22 September 1903.