unfere en Mts. le des and. Stein THI euzeit. egliche Naht, Sig. Hölzer n oder Umen. durch eine stilgerechten ging. Paris 1900. Nr. 196. Zweites Blatt. Abonnementspreis: in Gießen, abgeholt monatlich 50 Pfg., in's Haus gebracht 60 Pfg., durch die Post bezogen viertelfährlich Mr. 1.50. Gratisbeilagen: Oberheffische Familienzeitung( täglich) Oberheffische Zeitschrift für Landwirtschaft, Obft- und Gartenbau, sowie die Gießener Seifenblasen( wöchentlich). Das Blatt erscheint an allen Werktagen nachmitags. Samstag, den 22. August 1903. Gießener 12. Jahrgang. Insertionsprei 8: Die einspaltige Petitzeile für Gießen wie ganz Oberheffen, die Kreise Weßlar und Marburg 10 Pig. fonst 15 Pfg.: Reklamen die Petitzeile 30 resp. 40 Pfg. Postzeitungsliste No. 3269. Redaktion und Expedition: Gießen Neuenweg 28. Fernsprechanfchlak Nr, 362. Neuelle Nachrichten ( Gießener Tageblatt) Anabhängige Tageszeitung ( Gießener Zeitung) für Oberhessen und die Kreise Marburg und Wetlar; Lokalanzeiger für Gießen und Umgebung. Enthält alle amtlichen Bekanntmachungen der Großh. Bürgermeisterei Gießen und anderer Behörden von Oberhessen. Bekanntmachung. Die städtische Waage in der Frankfurterstraße, Ecke der Klinikstraße, wird vom 24. d. Mts. ab bis auf weiteres wegen Reparatur derselben außer Gebrauch geſeßt. Bis zur Wiederinbetriebsetzung derselben können Vorwiegungen nur auf den städtischen Waagen bei der Margarethenhütte und an dem Neustädter- Thor stattfinden. Gießen, 20. August 1903. Der Oberbürgermeister Mecum. Bekanntmachung. Wegen Vornahme von Straßenarbeiten wird der Stiffenb rges weg, zwischen Licher- und Bergstraße von heute an bis auf weiteres für den Fuhrwerks- und Fahrradverkehr gesperrt Gießen, den 20. August 1903. Großh. Polizeiamt Gießen. J. V Roth. Bekanntmachung. Auf unserem Bureau ist die Stelle eines jüngeren Gehilfen zu besetzen. Bewerber, welche bereits auf einem Bureau tätig terie. waren, wollen unter Angabe ihrer Gehaltsansprüche und Tage 10 bar ½ 30 Mt. n- Bäue 11. s Diens-Arzt. asse 63. pfziegelei, Sießen. zanschlüsse. Nr. 84. arkt 1903 e Ausstellung Pferdemarkt Stallungen ung. Ausscher Hahn, Beinhändler hivi hmartt, auf der Ausalten haben. D.fonomiebeziehen. Brämienber Pferde flatt lion, ter Beifügung eines selbstgeschriebenen Lebenslaufes nebst Zeugnissen ihre Gesuche bis zum 15. September d. Is. an das Armenamt einreichen. Gießen, den 20. August 1903. Die Armen- Deputation der Stadt Gießen. Curschmann. Vermischtes. OI, Wismar"-Briefmarken.] Für Briefmarkenliebhaber dürfte die Mitteilung von Interesse sein, daß aus Anlaß der am 19. d. M. in Wismar stattfindenden Jahrhundertfeier eine besondere Abstempelung der Briefmarken erfolgen wird. An dem genannten Tage wird nämlich auf dem Festplate ein eigenes Postamt eingerichtet, welches die vom Publikum einlaufenden Briefe, Feſtgrüße u. s. w. zur Entwertung der Freimarken mit dem Stempel: Wismar, Festplatz 19. 8. 03." zu versehen hat. Der gepfändete Grabstein. Auf dem Altonaer Kirchhof fann man zur Zeit das blaue Siegel des Gerichtsvollziehers auf einem Grabstein prangen sehen. Der Lieferant des Steines konnte keine Bezahlung erhalten und schritt deshalb zur Pfändung. Zuerst wollte die Verwaltung des Kirchhofs dies untersagen, doch stand sie davon ab, da es an einer gejeglichen Handhabe fehlt. Infolgedessen weist der Kirchbof jetzt einen Grabstein mit den amtlichen Pfandsiegeln auf. [ Ein origineller Weltwanderer] ist, wenn man französischen Blätter Glauben schenken darf, der polnische Graf Rocca Dianowicz, der eben in Bordeaux eingetreffen ist. Seit fast vierzig Jahren befindet er sich auf dem Marsche und durchwandert zu Fuß die schöne Gotteswelt! In Lissa ( Bosen) geboren, begann er seine Wanderungen als vierzehnjähriger Knabe, und sein Reisefieber soll ihn: bereits 1 200 000 Mart gekostet haben. In jedem Dorfe und in jeder Stadt läßt er sich den Tag seiner Ankunft und seines Abmariches von den Behörden bescheinigen: er besitzt bereits mehr als 10 000 derartiger Bescheinigungen, die von den Behörden aller Länder unterzeichnet und gestempel: sind. Und das alles, um Stoff für ein großes Werf über das Gefängnisivesen in den verschiedenen Ländern zu sammeln! Um genaue Studien zu machen, läßt er sich von Zeit zu: Zeit sogar einsperren, und die Gefängnisse Spaniens und Ita. liens, die englischen Besserungsanstalten, die amerikanischen Zuchthäuser und die Strafanstalten der französischen Kolonien haben ihn schon zu ihren Gästen gezählt... Der Herr Graf" muß allerdings ein sehr originelles Menschenfind sein, wenn er, gewissermaßen aus Liebe zur Kunst", auf seinen Wanderfährten auch den dornenvollen Weg, so da durch das Zuchthaus führet, nicht verschmähen zu müssen glaubt. Ein leichtsinniger Automobilfahrer. In dem koburgischen Ort Neustadt fuhr der Privatier Gams, von einer Spazierfahrt zurückkehrend, mit seinem Automobil in die auf dem Schüßenplay anläßlich eines Vogelschießens versammelte Menge. Eine Frau wurde lebensgefährlich verletzt und mußte ins Krankenhaus gebracht werden, leichter verlegt wurden eine andere Frau und zwei Kinder. Eine aufregende Luftfahrt machten die drei Insassen eines Ballons durch, der von Lüttich aus eine längere Reise antreten wollte. Der Ballon wurde von einem Windstoß gegen ein Gebäude geschleudert, wobei er einen großen Nip bekam. Einer der Insassen rettete sich durch einen Sprung auf das Dach eines Hauses, während ein anderer, welcher an einem Trapez hing, durch das Fenster in ein Zimmer geschleudert wurde, wobei er einen Armbruch sowie verschiedene Verletzungen am Kopfe erlitt. Der dritte Insasse, ein Student namens Thibert, wurde, nachdem der Ballon durch die beiden Ausgeworfenen erleichtert worden war, in die Lüfte getragen. Man hegte anfänglich Befürchtungen über sein Schicksal, nach einigen Stunden traf jedoch aus Bardenberg bei Aachen ein Telegramm des Studenten ein, worin er seine glückliche Landung anzeigte. ** Der Straßenstaub und die Hausabbrüche. Der Straßenstaub in einer Stadt ist ein schon oft gegeißeltes Leiden. dessen Bekämpfung jetzt auch mehr Aufmerksamkeit gewidmet wird als früher. In geradezu abscheulichem Maße aber wird die Staubplage gesteigert in der Nähe von Häusern, die im Abbruch befindlich sind. In der Regel werden dabei überhaupt keine zweckentsprechenden Maßnahmen getroffen, um den Staub zu vermindern, so daß er manchmal wolfenweise sich über die Straße ergießt. Besonders peinlich und bedenklich wird der Zustand natürlich, wenn der Hausabbruch in der Nähe eines Lebensmittelmarktes erfolgt, oder wenn sonst Gelegenheit gegeben ist, daß der Staub Waren erreicht, die zum Verkauf ausliegen. Es könnte viel dazu geschehen, diesen Uebelstand erträglicher zu machen. Vor dem Abbruch des Gebäudes könnten die Mauern des Hauses gründlich mit Wasser begossen und auch die abgebrochenen Trümmer von Zeit zu Zeit bewässert werden. Die segensreiche Wirkung dieses Verfahrens ist daran erkennbar, was schon ein mäßiger Regenfall in diesem Zusammenhang zu leisten vermag. In Edinburg( Schottland) ist der Einfluß von Hausabbrüchen neulich einmal geradezu rechnerisch nachgewiesen worden. Eine Untersuchung ergab, daß während großer Neubauten auf dem Gelände der Universität auf die geringe Fläche von 100 Quadratfuß in einem Jahre durchschnittlich 24 Pfund Staub niederfielen und daß dieser Betrag den des Vorjahres um das Dreifache übertraf. Bei windigem Wetter wird der Zustand natürlich noch unerträglicher und gefährlicher, weil dann der Staub auf weite Entfernungen fortgetragen wird. Da es ein so einfaches und billiges Mittel zur Bekämpfung dieser ärgsten Staubentwickelung gibt, nämlich in der bloßen Anwendung von Wasser, so sollte diese Anwendung durch behördliche Verordnung vorgeschrieben werden. Nur mit Wasser in kürzester Zeit zuzubereiten sind MAGGI'S SUPPEN MARKE KREUZSTERN in Würfeln zu 10 Pfg. für 2 Teller Suppe. MAGGI'S SUPPEN 2 Teller ERBS uppe für 10 Pf Johann Seibel, Ludwigsplatz 13. Jean Dern& Co. Giessen. Gegründet 1883. Bureau und Lager: Inhaber: Oskar Gutmann. Westanlage 31 Telephon 21. Gegründet 1883. Cementwaren- Fabrik und Lager: Frankfurterstr. 114, eign. Bahnanschl. Bau- und Kanalbau- Artikel. Trottoir-, Fussboden- und Wandplatten. Grösstes Lager am Platze in sämtlichen Bauartikel. Der verkaufte Mann bildet in Budapest das Tagesge präch. Das Dienstmädchen Katharine Vosnyak hat an die Polizei ein Schreiben gerichtet, in dem sie gesteht, ihrem frühern Dienstherrn 3000 Kronen entwendet zu haben.( Die Vosnyak war vorher wegen dieses Diebstahls unter Anklage gestellt, aber freigesprochen worden.) Sie habe das Geld aber nur deshalb gestohlen, um der Frau des Postkutschers Karl Hauser, den sie wahnsinnig liebe, ihren Mann abzukaufen. Als Preis dafür, daß sich Frau Hauser von ihrem Manne scheiden lasse, habe sie ihr das entwendete Geld eingehändigt. Da sie sich nun überzeugt habe, daß Frau Hauser fie betrogen habe, und mit ihrem Gatten das gestohlene Geld berjuble, so bringe sie dies zur Anzeige. Bei dem Ehepaar Hauser wurde bereits eine Hausdurchsuchung vorgenommen, deren Ergebnis die Aussagen des Dienstmädchen bestätigt haben soll. [ Riesen- Scheinwerfer.] Für eine Lichtreklame- Gesellschaft wird zur Zeit in Amerika ein gewaltiger Scheinwerfer gebaut, der auf der Weltausstellung in St. Louis 1904 aufgestellt werden soll. Das Licht soll einen Durchmesser von Sieben Fuß haben und den Schein weiter als 100 englische Meilen( etwa 140 Kilometer) werfen. [ Verkehrte Welt.] Der modernen Frau widmet die Münchener Jugend" eine zeitgemäße Umdichtung aus Schillers Glocke". Die gelungene Parodie läßt erkennen, daß auch in dem Kreise der Modernen, als deren eifrige Mitkämpferin die Münchener humoristische Wochenschrift gilt, man sich nicht der Einsicht verschließen kann, daß gewisse Auswüchse am Baum der Frauenbewegung gestutzt werden müssen. Die Frau muß himveg Von Kochtopf und Nadeln, Muß rauchen und radeln, Muß fechten, studieren Und politisieren, Muß mitreden immer Und zu Haus bleiben nimmer. Doch innen waltet Der züchtige Hausherr, Der Vater der Kinder, Und schaffet leise Im häuslichen Kreise, Und ehret die Mädchen, Und prügelt die Knaben, Steht unter'm Pantoffel Und schält die Kartoffel Mit stillem Behagen, Und hat Nischt zu sagen!- [ ,, Draht" ohne Draht.] Nach einer Newyorker Meldung hat sich ein Reisender an Bord des Dampfers„ Campania" mitten auf der Reise von Liverpool nach Newyork von seiner Mutter, die gleichzeitig auf dem Dampfer Lu cania" von Newyork nach Liverpool reiste, zehn Pfund Sterling durch die drahtlose Telegraphie überweisen lassen, die er gebrauchte, um in Newyork Zoll bezahlen zu können. Als beide Dampfer auf dem Ozean in telegraphischer Verbindung waren, telegraphierte Robertson an seine Mutter:" Bezahle dem Kassierer der„ Lucania" zehn Pfund und ersuche ihn, den Kassierer der„ Campania" zu ermächtigen, dieselben an mich zu bezahlen." Eine Stunde später erhielt der Kassierer der„ Campania" von demjenigen der„ Lucania" folgendes Marconi- Telegramm:„ Bezahlet Henry Robertson zehn Pfund. Habe Betrag von seiner Mutter an Bord ,, Lucania" einfaffiert." [ Eine böse Zeitungsente.] Vor kurzem ging durch russische und dann auch durch deutsche Blätter die Nachricht von einem grauenvollen Verbrechen, das im Dorfe Schalajewskoje im Don- Gebiet begangen worden sein sollte. In einer Scheune, hieß es, seien 33 Mädchen, die dort schliefen, bei lebendigem Leibe verbrannt: die Scheune sei von den ab. Kohlen Restaurant zum Tannhäuser Frankfurterstr. 81. Gießen Frankfurterstr. 81. von den beften Zechen, Bukkohlen, Anthracit, prima rheinische Briketts und Boks ben billigsten Breifen. 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Der russische Justizminister hat, als et die Nachricht gelesen, sofort bei der Staatsanwaltschaft des Don- Gebietes Erfundigungen einziehen lassen, aber weder dort noch bei den Verwaltungsbehörden war etwas von der entseßlichen Brandkatastrophe bekannt. Gegen das Blatt, daß die Schreckensnachricht zuerst verbreitete, son Anklage erhoben werden. [ Glücklicher Fund.] In Höchst( Main) erschien bei einem Bahnwärter eine junge Dame mit der Bitte, die Strecke in der Richtung nach Frankfurt absuchen zu dürfen. Sie habe am Abend vorher, als sie während der Bahnfahrt aus dem Fenster sah, ihre Zähne verloren. Der Bahnwärter konnte dem Wunsche der Dame zwar nicht willfahrten, übernahm aber selbst die nötigen Nachforschungen und hatte auch das„ Glück", die„ Perlengarnitur" zu finden. O[ Ein Schwabenstückchen.] In einem Hotel eines württembergischen Städtchens hart an der bayerischen Grenze logierten dieser Tage zwei Münchener Herren. Nachts gerieten mehrere Holzbalken des Zimmerbodens infolge eines nahegelegenen Kamins ins Glühen. Die Zimmerbewohner alarmierten sofort Polizei und Feuerwehr, worauf ein Polizist und ein Feuerwehrmann in Zivil erschienen und sich die Sache ansahen. Der Polizist erklärte trocken, nachdem er sah, daß die Balken„ erst" glimmten:„ Dös müssat ihr selba macha, da krieget ihr koin Hydranta," während der Feuerwehrmann meinte:„ D' Fuirwehr keminet erscht, wenn d' Flamma rausschlaga!" Nun gingen die Gäste mit den Hotelangestellten an die Arbeit und entfernten die glimmenden Balken, was nach mehrstündiger Arbeit auch gelang. - [ Der vergrabene Schab der„ Tit- Bits".] Die Lon doner Wochenschrift„ Lit- Bits" hat ein vortreffliches Mittel gefunden, das Interesse und die Neugier ihrer Leser auch im Hochsommer zu erregen. Das Blatt veröffentlicht seit einiger Zeit einen Schauerroman von einem Mörder, der nach begangenem Verbrechen London verlassen muß und durch besondere Umstände gezwungen ist, das Geld, das er seinem Opfer geraubt hat 10 000 Mart, irgendwo in der Nähe von London( in einem Umkreise von 60 Kilometer) zu vergraben. Nun entsteht die Frage: Wo ist das Geld versteckt? Die Leser der Lit- Bits" brauchen es nur zu suchen, denn der Verlag des Blattes hat wirklich die 10 000 Mark verstedt, und wer sie findet, darf sie behalten. Natürlich werden in dem Romane dunkle Andeutungen über das Versted gemacht, damit der geehrte Leser und die schöne Leserin wenigstens einen Fingerzeig haben! Der Mörder hat ein Papier verloren, das ziemlich genaue" Angaben über den vergrabenen Schatz enthält; es ist das klassische Zettelchen derartiger Romane: 40 Meter nordnordwestlich vom Grenzstein, 37 Meter entfernt von der Stelle, wo sich der Schatten, den die Telegraphenstange um 9 Uhr morgens wirft, mit dem Schatten des ersten Kirschbaumes rechts kreuzt." Nach diesen Angaben ist das Geld denn auch wirklich in der Nähe von Hitchin gefunden worden und zwar von einem Ingenieur namens Samuel Hubbard. Kurz nach ihm kam auch ein zmeiter fluger Leser der Tit- Bits" dem vergrabenen Schak auf die Spur, fand aber nur das leere Loch und schimpfte natürlich weidlich. [ Es zogen drei Bursche wohl über den Rhein..." I Die Thüringer Waldgemeinde Gabelbach leistet sich bekanntlich den Luxus, einen Gemeindepoeten anzustellen, ein Amt, das nur an Dichter von Rang und Namen verliehen wird. So war Scheffel bis zu seinem Tode der Gemeindepoet von Gabelbach, Rudolf Baumbach wurde sein Nachfolger. Aber auch von unbekannten Poeten wird die Gemeinde Gabelbach gelegentlich mit poetischen Sendungen bedacht. So ging ihr dieler Tage von einem Touristen folgendes Gedicht zu: Gaskoks. Gegenwärtige Preise: Für den Zentner ab Verkaufsstelle: 1,10 Mr. Stück- Boks Buß- Boks, ausschließlich trocken gelagert in 2 verschiede nen Korngrößen für Stubenheizung und für weite und enge Ofenschächte passend zerkleinert: In Wagenladungen von mindestens 36 Zentnern: Größe Nr. 1, etwas größer als durchschnittliche Korngröße des Anthracit, gangbarste Sorte 1,25 Mr. Größe Ur. 2, fleiner als durchschnittliche Korngröße des Anthracit. 1,25 Mr. Stückkoks 1,05 Mr. Jußkoks Nr. 1 1,20 Mr. Dukkoks Dr. 2 1,20 Mr. 1,00 Mt. 1,15 Mk 1,15 Mr. Bei Entnahme von mindestens 200 Bentnern: Stückkoks Bukkoks r. 1 Bukkoks Nr. 2 Für Kotsabnehmer, welche zwei und mehr Doppel. waggons bezichen, ermäßigt sich der Preis um weitere 5 Pfs pro Centner. „ Es zogen drei Burschen wohl aber den Rhein, Bei einer Frau Birti da kehrten sie ein." „ Frau Wirtin, bringt's kalten Aufschnitt herein, Wo ist denn Emilie, Ihr Töchterlein?" Mein Ausschnitt ist kalt und scharf der Senf, Emilie studiert Medizin jekt in Genf!" " Frau Wirtin, den Mosel und Rheinwein uns bring', Wo ist denn die Alma, das schnuckrige Ding?" Mein Mosel ist süssig, gar süß ist der Most, Die Alma telephoniert bei der Post!" Da fragten die Burschen, sehr traurig gefiunt: P Wo ist denn das Aennchen, das drittälteste Kind?” Das Aennchen amtiert als Buchhalterin, Ist Typewriter- Mamsell auf der Schreibmaschin'!" Da schimpften die Burschen. Nicht fein war es grab' Und traten in Stücke den Bierautomat. Sie fluchten auf solch ein unwirtlich Dach Und sprachen: Nun geh'n mer nach Gabelbach! Da bringt Marie das Bier noch mit Spaß, Da bringt uns die Nosa die Burst und den Kas. Uud sagt ihr zur Fanny, sie solle ſtudieren, Bauz, bauz, da würde ein Unglüd passieren. An Poesie ist die Welt jetzt so leer! „ Auf Gabelbach nur geht es ehrlich noch her!" [ Eine Eisenbahnfahrt auf Milliarden.] In Deutschland werden die eingezogenen und wertlos gewordenen Banknoten berbrannt. In den Vereinigten Staaten aber, wo man ja in allen Dingen sehr praktisch ist, findet das unbrauchbar gewordene Papiergeld, wie„ The Paper Mill" berichtet, eine eigenartige Verwertung: man läßt es einstampfen und macht Eisenbahnräder daraus! Das Schazamt in Washington vernichtet jährlich durchschnittlich für 50 bis 100 Millionen Dollars Papiergeld, und die eingestampfte Papiernasse wird infolge ihrer trefflichen Eigenschaften von den PapierräderFabrikanten sehr gesucht und mit etwa 16 Mart pro 100 Kilogramm bezahlt. Die Zahl der Banknoten, die man zur Herstellung eines Rades braucht, ist natürlich nicht klein, und für poetische Gemüter hat ein solches Eisenbahnrad große Aehnlichkeit mit dem berühmten Glücksrade der Göttin Fortuna. Für die armen Banknoten aber ist diese Verwandlung in Papiermache ein tiefer Fall nach stolzer Größe. Es wird nicht gesagt, ob die amerikanischen Reisenden eine besondere Genugtuung empfinden, wenn sie erfahren, daß sie auf Rädern dahinrollen, die einst ein Milliardärvermögen darstellten. Das Neueste aus den Witzblättern. Theater- Notiz. Heute gastieri an unserer Bühne Fräulein Laura in dem Lustspiel:„ Eine Tasse Thee". Das Fräulein toird in diesem Stück die Titelrolle geben. - Er kennt sich aus. Wirt:... Hör' auf, sag' ich dir, mit deinem Friedenstiften sonst kommt noch a Stauferei' raus!" Vergeßlich. Sie kommen mir so bekannt vor!... Ich muß. Sie schon einmal irgendwo gesehen haben!"„ Ja. unter Ihrem Automobil da haben S' mich legten Sonntag überfahren!" Angenehme Mitgift. Menageriebesiger( zum Freier seiner Tochter): Bares Geld, junger Mann, fann ich meiner Tochter leider nicht mitgeben, aber auf ein paar Stachel. schweine, einen Aasgeier und einen Niesensalamander soll es mir nicht ankommen!" ( Fl. Bl.) Hus dem Gerichtsfaal. § Ein Herenprozeß", der einen wahrhaft mittelalterlichen Eindruck machte, gelangte dieser Tage vor dem Gericht in Verona zur Verhandlung. Eine gewisse Veneranda Siboni hatte mit ihren Töchtern Angelina und Maria und mit ihrem Sohne Luiai das Dienstmädchen Annunciata 3angroffi entStädtische Pflichtfeuerwehr. Donnerstag, 27. August, abends 8½ Uhr im Turmhaus am Brand führt und eine Nacht lang in der grausamsten weise mißhandelt, weil das Mädchen den ältesten Sohn der Veneranda, der sich jetzt im Irrenhause befindet, durch einen Zaubertrant verhert haben sollte. Die Zangrossi wurde von der Siboni und ihren Kindern sogar mit dem Tode bedroht, wenn sie den verherten Jüngling nicht aus dem Herenbann befreite. Das Gericht zeigte für diese Herengeschichte nur geringes Verständnis und verurteilte die Siboni mit ihren Kindern zu je zehn Monaten Gefängnis. Kunft und Wissenschaft. OG. Eine merkwürdige Uhr. Die Uhrenfirma Beyer in Zürich hat gegenwärtig eine merkwürdige Uhr als Neuheit auf dem Gebiete der schweizerischen Uhrenindustrie ausgestellt. Sie hat die Form einer Kugel und bewegt sich un bemerkbar langsam von selbst auf einer schiefen Ebene von etwa 30 Grad Neigung von oben nach unten, ohne ins Rollen zu kommen. In 24 Stunden vollendet die Kugel ihre Laufbahn von etwa 40 Cmtr. Länge, um dann ihr Tagewert wieder von vorn zu beginnen; zu diesem Zwecke legt man die Kugel einfach wieder auf ihren alten Platz. Diese Arbeit ersetzt das Aufziehen der Uhr, die keine Federn besitzt und sich lediglich durch die eigene Schwere bewegt. Das Interessanteste dabei ist, daß die Zahl zwölf stets oben bleibt. Die Konstruktion der Uhr ist ein Geheimnis; das Kunstwert zeichnet sich durch tadellose Präzision aus und ist besonders für geodätische Arbeiten sehr wertvoll. XY. Im Automobil über den Polarfreis. Mr. Charles Glidden aus Boston, dessen Absicht, im Automobil möglichst weit nach dem Nordpol vorzudringen, wir seinerzeit meldeten, hat den Nordpolarfreis bei Haparanda überschritten. Mr. Glidden hat bisher 3600 englische Meilen zurückgelegt. Er war am 24. Juli von Hull und am 3. August von Stockholm abgefahren. LD. Eine Revolution in der Bildhauerkunst soll nach den „ Daily News" bevorstehen. Nach dem englischer Blatte ist von einem Italiener eine Maschine erfunden worden, die jede Art Skulpturen mit erstaunlicher Feinheit und Genanigfeit reproduziert. Die Maschine wird durch hydraulischen Druck in Bewegung gesetzt. Sie fann gleichzeitig zwei genaue Reproduktionen irgend eines Bildwerkes geben. Die Maschine wird von einem italienischen Arbeiter bedient und führt in einigen Stunden Arbeiten aus, die vorher zwei Monate erfordern. Die Arbeit des Künstlers selbst bleibt natürlich von dieser Erfindung unberührt; sie wird aber das Ergebnis haben, daß genaue Wiedergaben der großen Meisterwerke auch Leuten in den bescheidensten Verhältnissen zugänglich sein werden. Die Nachricht klingt etwas stark Hochsommerlich. RD. Friedrich Dieterici †. Der bekannte Orientalist Geh. Regierungsrat Prof. Dr. Friedrich Dieterici, der älteste Dozent der Berliner Universität, der durch) 57 Jahre der philosophischen Fakultät angehört hat, ist gestorben. RG. Ein neuentdeckter lyrischer Tenor. Am Konservatorium zu Duisburg studiert augenblicklich ein Chausseewärter, der sich zum lyrischen Tenor ausbildet. Direktor Gelling, Leiter des Stadttheaters in Essen, war von verschiedenen Seiten auf den Mann aufmerksam gemacht worden, dessen weiche, Inrische Stimme schon längere Zeit in Kreisen, wo er seine einfachen Lieder vortrug, Aufsehen erregte. Herr Gelling überzeugte sich persönlich, daß der Chausseewärter ein Vermögen in der Kehle habe, und beredete ihn, sich seiner Führung auf dem Wege zu den weltbedeutenden Brettern anzubertrauen, auf denen er voraussichtlich schon in Jahresfrist ein Nachfolger Wachtels und Bötels werden dürfte. Bringe meine im vorigen Jahre neuerboute Restauration Marburgerstr.27 Uebung der 1., 2., 3. und 4. Rotte. beren Räume ich noch fürzlich durch sehensweite dekorative WandGießen, am 22. August 1903. Zu vermieten: Neuen- Bäue 11 Hinterh., 3 Zimmer m. Küche u. Zubeh. per 15. Spbr. ev. f. zu verm Jm Seitenbau( Neubau) Frankfurterstraße 29 ist im Parterre Der Branddirektor: Traber. Brandplay 15 ist im Erdgeschoß eine Wohnung mit zwei großen und zwei kleinen Zimmern zu ver= mieten. Auch kann ein Laden daselbst mitvermietet werden. Birkenstock& Schneider. Gießen. Stübchen mit Bett als Schlafstelle zu vermieten. Matgasse 11. eine schöne, abgeschlossene Drei Städt. 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