Nr. 196. Erstes Blatt. Abonnementspreis: in Gießen, abgeholt monatlich 50 Pfg., in's Haus gebracht 60 Pfg., durch die Post bezogen viertelfährlich Mr. 1.50. Brattabellagen: Oberhessische Familienzeitung( täglich) Oberheffische Zeitschrift für Landwirtschaft, Obst- und Gartenban, sowie die Gießener Seifenblasen( wöchentlich). Das Blatt erscheint an allen Werktagen nachmitags. Samstag, den 22. August 1903. Gießener 12. Jabrgang. Jasertionsprei 8: Die einspaltige Petitzeile für Gießen we ganz Oberheffen, die Kreise Wezlar und Marburg 10 Pfp. fonist 15 Pfg.; Reklamen die Petitzeile 30 resp. 40 Pfg. Postzeitungsliste No. 3269. Redaktion und Expedition: Gießen Neuenweg 28. Fernsprechanschluß Nr. 362. 1970 Neuelle Nachrichten ( Gießener Tageblatt) 419 Anabhängige Tageszeitung ( Gießener Zeitung) für Oberhessen und die Kreise Marburg und Wetlar; Lokalanzeiger für Gießen und Umgebung. Enthält alle amtlichen Bekanntmachungen der Großh. Bürgermeisterei Gießen und anderer Behörden von Oberhessen. Bekanntmachung. Betr.: Die tierärztliche Neberwachung der GeflügelAusstellungen. Mit Rücksicht auf die vom 10. bis 13. September Je. Hierorts stattfindende Landwirtschaftliche Austellung verbunden mit Geflügelausstellung, bringen vir nachstehende auf Anordnung Großh. Ministeriums es Innern erlassenen Bestimmungen zur Kenntnisnahme er Interessenten: 1. Das für die Geflügelausstellung bestimmte Gelügel muß bei seinem Eintreffen in Gießen mit Urprungszeugnissen versehen sein, die eine genaue Beeichnung der einzelnen Tiere und die ortspolizeiliche Bescheinigung enthalten müssen, daß der Herkunftsort er Tiere und dessen Umgebung im Umkreise von 5 Kiloneter seit mindestens 6 Wochen frei von Geflügelholera und anderen seuchenartig auftretenden Geflügelrankheiten sind. 2. Das in Gießen eintreffende Geflügel wird am 3. und 9. September, nachmittags 3 Uhr, auf dem Trieb und am 10. September, vormittags von 7-8 Uhr am Bahnhof Gießen durch den mit der Aufsicht betrauten beamteten Tierarzt untersucht werden. 56 wird nur für solche Tiere, die auf Grund einer sorgfältigen Untersuchung unverdächtig erscheinen, die Ueberführung nach dem Ausstellungsplatze gestattet werden. 3. Die zur Unterbringung des Geflügels auf der Ausstellung dienenden Käfige und sonstigen Behälter müssen vor dem Gebrauch gehörig gereinigt und desinfizirt werden. Dies gilt namentlich auch für solche Käfige, die nach Benutzung zum Transport des Geflügels im Ausstellungsraum verwendet werden. Die Reinigung und Desinfektion ist in der Weise zu bewirken, daß nach Entfernung der Futterreste, des Kotes und sonstiger Unreinlichkeiten die Käfige 2c. in allen ihren Teilen( auch Sitzstangen, Futter- und Tränkgeschirr) mit heißer Sodalauge( 3 Kilogramm fäufliche Waschsoda auf 100 Liter Wasser) gründlich gewaschen und demnächst mit Kalfmilch bestrichen werden. Statt Kalfmilch können auch andere gebräuchliche Desinfektionsmittel( fünfprozentige Karbolsäure, Stresolwasser, Creolin, Lysol, Lapillol) verwendet werden. Wenn die Ausstellungskäfige unmittelbar nebeneinander aufgestellt werden empfiehlt es sich, sie durch dichte Scheidewände( z. B. Glas- oder Blechplatten) von einander zu trennen. 4. In der Geflügelausstellung ist ein zur etwaigen Absonderung und näheren Untersuchung franken oder verdächtigen Geflügels bestimmter genügend großer und entsprechend ausgestatteter Raum bereit zu stellen, der gegen die sonstigen Ausstellungsräumen derart abgeschlossen sein muß, daß eine Uebertragung von Seuchenfeimen nicht stattfinden kann. 5. Das ausgestellte Geflügel wird während der Dauer der Ausstellung fortlaufend veterinär- polizeilich beobachtet. Kadaver gefallener Tiere oder erkcanftes Geflügel dürfen aus den Käfigen 2c. feinesfalls ohne Borwissen des beamteten Tierarztes entfernt werden. 6. Bricht in der Ausstellung die Geflügelcholera oder eine andere leicht übertragbare Geflügelseuche aus oder wird der Verdacht solcher Seuchen durch den beamteten Tierarzt festgestellt, so sind die erkrankten und die feuchenansteckungsverdächtigen Tiere sofort in den Beob achtungsraum( Nr. 4) abzusondern und zu bewachen. Das Betreten dieses Raumes ist außer dem beamteten Tierarzt nur den mit der Pflege der Tiere betrauten Personen gestattet und diesen der Zutritt zu den anderen Ausstellungsräumen verboten. Derjenige Teil des Ausstellungsplages, auf dem das kranke oder verdächtige Geflügel gestanden hat, oder von dem nach den Umständen angenommen werden kann, daß er durch Kot, Futterreste 2c., die von jenem Geflügel herrühren, ver= unreinigt worden ist, ist sofort gehörig zu reinigen und zu desinfiziren. 7. Solange der Verdacht einer seuchenartigen Erfrankung besteht, darf auch gesundes Geflügel aus den Ausstellungsräumen nicht entfernt werden, dasselbe gilt nach amtstierärztlicher Feststellung eines Seuchenausbruches für die Dauer von fünf Tagen nach dem letzten Erkrankungsfalle, der sich außerhalb des Beobachtungsraumes unter dem Ausstellungsgeflügel ereignet hat. Die Schlachtung gesunden Geflügels und die Ausführung der geschlachteten Tiere können auch vor Ablauf dieser Frist von uns gestattet werden, sofern nach dem Gutachten des beamteten Tierarztes die Gefahr einer Seuchenübertragung damit nicht verbunden ist. Gießen, den 20. August 1903. Großh. Polizeiamt Gießen. J. V.: No.th. Die Politik. Das Weltfriedensbanner ein Berk des Kaisers. Auf französischem Boden, in Rouen und Havre, wird in der lezten Septemberwoche der 12. Weltfriedens. tongres tagen. Auf der Tagesordnung steht u. a. auch die Wahl einer Friedensfahne. Der Pester Lloyd weiß zu berichten, daß den Friedensfreunden der Entwurf zu einer solchen Friedensfahne vorgelegt werden soll, der von niemand geringerem herrührt, als von Kaiser Wilhelm II. selbst. Dieser Entwurf soll sich im Besitz der Centralstelle der französischen Friedensfreunde befinden und von einem hervorragenden französischen Friedensfreunde, der die Wahl einer internationalen Friedensiahne bereits im vorigen Jahre auf dem 11. Weltfriedenskongreß vorgeschlagen hatte, borzebracht werden. Wir geben die Nachricht des Pester Lloyd wieder, ohne ihr allzu festen Glauben beizumessen. - 75 000 Arbeiter im Streif! & In Krimmitschau( Sachsen) ist ein General. streit ausgebrochen, nachdem die Unternehmer die Forderungen der Tertilarbeiter Zehnstundenarbeitstag und zehnprozentige Lohnerhöhung abgelehnt hatten. Der Streik erstreckt sich auf etwa 80 Webereien mit rund 75 000 Arbeitern, die einen jährlichen Lohn von 4,8 Millionen Mark erhalten. Hoffentlich gelingt es, den Streif bald beizulegen; bei einiger Fortdauer fann er sich für die Arbeiterfamilien wie für die ganze Gemeinde Krimmitschau zu einer furchtbaren Kalamität auswachsen. Eine polnisch- magyarische Verbrüderung. Polen und Ungarn, die einander sonst nicht ausstehen Fönnen, baben plötzlich entdeckt, daß sie zueinander gehören. In Budapest fand dieser Tage ein Massenbesuch österreichischer Polen ſtaii, der auf eine Einladung der ungarischen Opposition erfolgte. An 600 Schlachzizen waren erschienen, und die Magyaren boten alles auf, um„ polnisches Bruder ihriges" von ihrer heißen Liebe zu überzeugen. Selbstverständlich war auch diese Verbrüderungskundgebung von den Mifoschmännern inszeniert, um ihrem Hasse gegen die Deutschen Lust zu machen. An die Drohung eines ungarisch)- polnischen Bündnisses für die innerpolitischen Kämpfe in Desterreich- Ungarn werden sich die Deutschösterreicher nicht groß zu fehren brauchen: die Bolen sind zu unverträgliche und unzuverlässige Bundesgenossen, als daß irgend jemand auf die Dauer mit ihnen gemeinsame Sache machen könnte. Lord Salisbury †. Einer der verdienstvollsten, begabtesten, wenn auch nicht erfolgreichsten britischen Pelitifer hat die Augen zu ewigen Schlummer geschlossen: Lord Salisbury, der frühere Premiermnister des Vereinigten Königreichs, ist nicht mehr. Fünfzig Sahre ist es gerade her, seit Robert Arthur Talbot Gascoigne Cecil- das ist sein ursprünglicher Name, erst später führte er den Namen eines Lord Salisbury- im Alter von 23 Jahren in die Reihen der englischen Politiker trat. 1853 ins Unterhaus gewählt, schloß er sich den Konservativen, den Tories, an, und seine Rednergabe verschaffte ihm bald großes Ansehen auch bei den Gegnern. 1866 trat er zum eritenmal in die Regierung Englands ein, indem er das Staatssekretariat für Indien übernahm. Aber schon 1867 schied er aus den Ministerium, um die Leitung der Opposition im Oberhause zu übernehmen. 1874 wieder Staatssekretär für Indien, wurde er vier Jahre später Staatssekretär des Auswärtigen, trat dann beim Beginn der Hera Gladstone zurück, um nad) Gladstones Sturz 1885 Premierminister zu werden. Sajor 1886 fiel sein Kabinett, aber noch dasselbe Jahr sah ihn wieder an der Spitze der Regierung. 1892 ourde sein Kabinett zum anderen Male gestürzt, Gladſtone, später Lord Roseberry folgte ihm. Als dieser 1895 zurücktrat, übernahm Salisbury zum drittenmal die Zügel der Regierung. An 10. August 1902 trat er aus Gesundheitsrücksichten zurück, und sein Neffe James Balfour wurde an einer Statt Premierminister. Salisbury war nach Disraeli der fähigste Staatsmann, den England in den letzten Jahrzehnten besaß. Sein Tod wird auch im Auslande aufrichtiges Mitgefühl erwecken. Türkische Mißwirtschaft. Der Sultan hat Djellal Bey, einen der tüchtigsten türFischen Verwaltungsbeamten, zum Marineminister ernannt und ihm den Auftrag erteilt, die Rechnungsführung seines Vorgängers Hassan Pascha sich recht genau anzusehen. Der gute Hassan hat sich nämlich durch die unverschämtesten Fälschungen, Unterschlagungen und einen ausgedehnten Stellen Schacher ein Vermögen von vielen Millionen erworben. Man pricht von 960 000 Pfund Sterling in bar, die er vorsichtigermeise im Ausland deponiert hat, und die man daher nicht mit Beschlag belegen kann. Dagegen hat der Sultan bereits auf die ausgedehnten tegenschaften, die der betrügerische Minister mit gestohlenem Gelde erstanden hat, die Hand gelegt. In der Türkei war es längst ein offenes Geheimnis, daß Hassan Pascha das Land bestahl. Kursierte doch die Scherzfrage: Wer hat den größten Magen?, deren Antwort lautete:„ Hassan Pascha, denn er hat eine ganze Flotte samt Masten und Maschinen verschlungen." Der Sultan blieb aber blind, denn Hassan Pascha verstand es, ihn derart zu umgarnen, daß er alles, was gegen seinen Günstling vorgebracht wurde, für Verleumdung hielt. Jetzt, nach des allmächtigen Ministers Tode ist die Wahrheit doch bis zu Abdul Hamids strengbehütetem Thron durchgedrungen. Fecr und flotte. Im Kommando der Marinestation der Nordsee steht dem Vernehmen nach ein Wechsel bevor. Admiral Thomsen in Wilhelmshaven scheidet aus dem aktiven Marinedienst aus, zu seinem Nachfolger soll Vizeadmiral Bendemann ernannt werden. Borschtsmaßregeln gegen Hinihing auf den Märschen. Aus Anlaß der bevorstehenden großen Ucbungs- und Manövermiärsaje sind die Trupper.fommandeure auf folgende Vorsichtsmaßregeln hingewiesen worden: Bei eister Temperatur von mehr als 20 Grad R. gleich 25 Grad C. find große Märsche nur in den frühen Morgen- und Nachmittagsstunden vorzunehmen. Es ist darauf zu halten, baß die Reute vor dem Ausmarsche gefrühstüdt haben, was namentlich nach einem Biwaf zu beachten ist. Hat die Kolonne sandigen Boden oder eingeschlossenes Gelände, z. B. trodenen Nadelholzwald, zu passieren, so ist doppelter Abstand anzuordnen, auch das Deffnen des Kragens und des obersten Rockknopfes, unter Umständen auch Abnehmen der Halsbinde und für kurze Zeit des Helmes zu gestatten. Eine Hauptbedingung für den Marsch ist, daß auf Vordermann snarschiert wird, damit der Luftz durch die Kolonne streichen und der Staub abziehen kann. An schattigen Pläßen sind häufig Salte: stationen zu machen. Es ist ferner mit aller Strenge daraus zu sehen, daß die Feldflaschen stets mit Wasser, schwarzem Kaffe oder Tee niemals aber mit Branntwein gefüllt sind, indessen darf das Wasser ganz leicht mit Essig oder Kognak bersetzt sein. Bei jeder nur passenden Gelegenheit sind die Feldflaschen neu zu füllen, auch muß den Leuten Gelegen heit zum Trinken geboten werden und fei es auch nur durch Schöpfen von Wasser mittels des Triulbechers oder des Kochgeschirrs. Körperlich marode Leute sind aus dem Gliede zu nehmen und an die Spitze der Marschabteilung zu rangieren; wenn irgend möglich, ist ihnen das Gepäck abzunehmen. Das Marschtempo dars, besonders bei großer Hize, nicht zu scharf genommen werden. Im allgemeinen ist es den Terrainverhältnissen anzupassen, und für gewöhnlich find 12 Minuten auf den Kilometer zu rechnen. Bei dieser Gelegenheit werden dann auch die Vorschriften für die Behand lung vom Hitzschlag Befallener aufgefrischt. Hof und Gesellschaft. Die Kaiserin wird, wie aus Halle gemeldet wird, außer am 6. September auch am 8. bort weilen, um das Diakonissenhaus und andere Wohltätigkeitsinstitute zes be sichtigen. Der Großherzog von Medienburg Schwerin hat sich nach Kopenhagen begeben. Man spricht davon, daß er sich mit Prinzessin Thyra von Dänemark ver. loben werde. Nah und fern.. Der Kaiser auf dem Truppenübungsplak in Altengrabow. Der Kaiser wohnte auf dem Truppenübungsplat lengrabom einer Uebung der verstärkten Kavallerie. division A. des 4. Soups unter Leitung des General. Inspekteurs, Generals ber Ravallerie Edler von der Planib, bei. Die Division ist gebildet aus der zweiten, dritten, bierten Barde- Kavallerie- Brigade, sowie aus der fünften zusammenjefetten und siebenten zusammengesetzten Raballerie- Brigade mit zugehöriger reitender Feldartillerie. Das Wetter war türmisch und regnerisch. Bei der Uebung waren die Savalle. rieregimenter zunächst geteilt in Division A1 unter Generalleutnant v. Hennigs, Division A unter Generalmajor Fryt. b. Bangermann Erlencamp. Die Regimenter waren zu bier Schwadconen formiert, aus den abgegebenen Schwadronen parse neue Stegimenter gebildet, so daß jede Partei_drei belle Brigades hatte. Die Artillerie stellte das held. artillerieregiment Nr. 3 und das 1. Garde- Feldartillerieregi ment; die Regimenter Nr. 26 und 66 stellten je ein Bataillon. Bei der Division A war außerdem die Maschinengetpet rabteilung, General v. d. Blaniz hatte die Aufgabe gestellt. Nach Eicher ücbung vereinigte der Kaiser, der LeibBerdehusaren- Uniform rug, sämtliche Regimenter und führte mit ihnen reglementarische Bewegungen aus. Ein Borbeimarsch beschloß die Uebung. Um 12 Uhr führte der Kaiser die Standarten in das Lager zurück unter Borantritt der Kavelle der Leib- Gardehusaren und nahm darauf im menschlichen Fröhlichkeit, daß er nier. Gefellichaft auf feinem Magen oft zu lauter Fröhlichteit haltung mit dem Baron Artenburg wetteiferte und die ganze in der lebhaften ch habe bereits das Bergnügen vom letzten VereinsSch fränzchen her." itsinne mich", bemerkte Clotildchen. chen bare Szene. Weine schaute im höchsten Grade verwundert auf die sonderHerren", stammelte endlich Lesser. ein Miß paar mendend welches night ihre Stirn und ihren Mund, und sich dann gegen das Chemenig erstaunt diese Art ärztführte sie zu einem Sessel, ließ sie nieder, füßte ihre Sünde, Kasino das Frühstück ein. Am Abend vorher hatte der Kaiser benfalls in Atreise der Offiziere der Kavallerieregimenter gespeist, wobei sämtliche anwesende Musikkorps den Zapfenreia ausführten. Ein fleißiger Prinz. Im Orchester des Münchener Brinzregenten- Theaters spielt während der Wagner- Aufführungen fein Geringerer als Prinz Ferdinand von Bayern mit. Außer dieser Tätigkeit, die ihm nach eigener Angabe nur zur Zerstreuung dienen soll, ist der Prinz ein eifriger Chirurg und Gynäkolog. Morgens," fo erzählte er einem Juterbieter, eile ich ins Theated zur Brobe. Dann arbeite ich auf meiner linit und siege mine Pranten. Nachmittags um drei muß ich bereits zur Vorstellung, und diese Aufführungen ich bin ja der Protektor des Festspielbereins sind mir wahrhaftig ans Herz gewachsen." & Von der Nemesis ereilt. Der praktische Arzt Dr. Osfar Gutermann aus Berlin, der wegen großer Kredit- und Rautionsschwindeleien feit zwei Jahren verfolgt wurde, ist in London verhaftet worden. Dr. Gutermann, der eine irurgische lui leitete, hatte mit den damals gleichzeitig verschwundenen Zahnärzten Dr. Joseph und Jacobi in der Weise gemeinschaftlich operiert, daß fie alle möglichen Baren auf Kredit tauften. Ein Teppichhändler lieferte allein für 1800 Mark Ware. Möbel- und Fahrradhandlungen, u weliere, Wagenbauer, Pferdehändler, Optiker u. s. w. gehörten zu den Opfern des Schwindelkonsortiums und hatten namhafte Verluste zu verzeichnen. Die Waren wurden au den Namen des Dr. Gutermann geliefert und nach dessen Klinik geschickt, von dort aus aber entweder bersetzt oder nac dem Auslande abgeschoben. Diese Schindeleien wurden monatelang durchgeführt. Als jedoch ein auf eine größere Summe laufender Wechsel präsentiert wurde, waren die Unterzeichner, Acceptant und Giranten, alle drei verschunden. Dr. Gutermann ging nach London und ließ sich, nachdem er die für Aerzte in England vorgeschriebene medizinische Staats. prüfung absolviert hatte, in dem hauptsächlich von Deutschen bewohnten Viertel Hamstead nieder, wo ihn nunmehr sein Geschick ereilt hat. Dr. Gutermann sollte s. 8t. auch in dem Kurpfuscherprozeß Nardenkötter als Zeuge vernommen werden. Folgenschwere Explosion. In der Lederfabrik der Ge. brüder Kleeberg in Mühlhausen i. Th. ereignete fich aus bisher noch nicht ermittelter Ursache eine heftige Explosion. Sieben Arbeiter sind zum Teil schwer verletzt, zwei lebensgefährlich. Das infolge der Explosion entstandene Feuer wurde rasch gelösät. Sechs Fischer ertrunken. Infolge eines furchtbaren Sturmes scheiterte an der Küste von St. Tropez( franzö sisches Departement Var) ein Fischerboot mit 13 Mann Be sagung. Von diesen konnten trotz aller Anstrengungen nur sieben gerettet werden, die anderen fechs ertranten. Zwischen Ahlbeck und Heringsdorf fenterte ein Segelboot mit vier Kurgästen. Die Insassen wurden aus hoher Lebens. gefahr von Ahlbecker Fischern gerettet. Die Tolbut. Ein furchtbarer Jall von Zollut hal die ganze Bewohnerschaft des italienichen Ortes Pernata bei Novara in Aufregung versett. En 26jähriger junger Mann namens Enrico erotti, der von einem tollen Hunde ge bissen wat, berfiel tras rechtzeitiger Impfungen im Baſteur. Institut au ailand der schredlichen Acantheit. Als er von Bolizisten und Branicentärtern aus seiner Wohnung ab. geholt werden solte, eg er durchs Fenster auf den Hof, flug die verbarrilavierte Santhin mit einem Faustschlage(!) endziei und rannte auf Marktplaz. Alles flüchtete Fenster, Türen, Läden wurden geilossen. Der Tolle stürmte gegen eine Tür und suchte sie zu zerschmettern, aber fie gal nicht nach. Nun lief er berlend weiter, rannte aber bald mit dem Kopfe gegen eine Tür, tat u zoei oder drei Schritte und fiel dann wie leblos zu Boden. Er sah aus, wie ein wildes Eier: Shasun ſtand ihr vor dem Stunde, die Augen waren blutunterlaufen. Die Bärler eilten rasch hinzu, felelten ben rantten, obwohl er noch einen legten Bersuch machte, an beißen, und trugen ihn in das Krantenhans, wo er bald darauf starb. Außer Perotti waren noch drei Schul. finder von demselben Hunde gebissen und im Mailänder Basteur- Inffitut behandelt worden. Von diesen war eins im Inftitut felbst, die beiden anderen zwei Tage nach ihrer Rückkehr in die Heimat unter furchtbaren Dualen gestorben. Sie waren beide, ebenso wie Perotti, als geheilt" entlassen. Gegen bak Basteur- Institut ist die strafrechtliche Untersuchung eingeleitet. Bunte Chronik. Aus Ratibor wird starkes Steigen ber Oder gemeldet. Auch die Glazer Neiße steigt. In Lyon sind 14 Unteroffiziere des dort garnisonieren den 157. französischen Regiments wegen Unterschlagungen berhaftet worden. Ein Cyklon hat in dem großen rufen Dorf Anto nowska unweit der Stadt Homel 100 Säuser zerstört und etwa 200 andere Gebäude start schädigt. [ Ein verfänglicher Druckfehler] hat bei dem kürzlic stattgefundenen Denkmalsfest in Meiningen viel Heiterfeit er regt. Auf den vom Hofmarschallamte ausgegebenen Eintrittskarten für die Enthüllungsfeier heißt es wörtlich:„ Aus diese Karte haben die Gemahlin nen und Töchter des Inhabers Zutritt. Das Hofmarschallamt." Wie viel Gemahlinnen darf wohl ein Hoffähiger im Meiningschen haben? [ Molkereispruch. Die Zeitschrift der schlesischen Land. wirtschaftskammer hatte zu einem Wettbewerb um gute Molfereisprüche aufgefordert. Darunter befindet sich, der „ Kl. Pr," zufolge, folgende sehr beherzigenswerte Lehre; Wer seine gute Milch verkauft Und mit den Kindern schlechte sauft, Wer Butter- Lieferante ist Und selber Margarine frißt, Wer schlechtes Auslandsfutter gibt Und hinterher zu flagen liebt, Daß er verschleudern muß die Körner: Der ist ein Rindvieh ohne Hörner! O Die Losungen der Großstadt. Wie kurz berichtet, wurden in Berlin zwei Angestellte einer Pfandbriefbank verhaftet, die ihr Haus um 44 000 Mart bestohlen haben. Die beiden jungen Leute, Harz und Arndt, sind durch die Lockungen der Großstadt auf die schiefe Ebene geraten. Von dem unterschlagenen Gelde lebten die beiden herrlich und in Freuden.. Mit ihren Frauen", in Wirklichkeit liederlichen Mädchen, pflegten sie die kostspieligsten Vergnügungen mitzumachen, in den ersten Hotels zu soupieren u. s. w. Kaum zu verstehen ist es, wie Hark, der Haupttäter, die große Summe unterschlagen konnte. Er bekam Pfandbriefe, das Stück bis zu 5000 Mark, zur Kontrolle auf furze Zeit in die Hände, bollzog auch die zur Kontrolle erforderlichen Buchungen richttg, wußte aber gelegentlich jedesmal für einige tausend Mark Papiere für sich auf die Seite zu bringen(?). Arndt half ihm, insbesondere auch beim Absatz der Stücke. Da scheint doch wieder einmal im Kontrollwesen der Bank etwas nicht in Ordnung gewesen zu sein und die bequeme Gelegenheit Diebe gemacht zu haben. Der übliche tägliche Stadtbahnbrand in Paris fand wieder pünktlich statt. Diesmal geriet zwischen den Stationen Rue Barbe und Rue Amorer ein Wagen infolge Schmelzens einer Bleiplatte in der Nähe des ersten Motors in Brand. Die Passagiere verließen diesmal aber ruhig den Wagen, der leer bis zur Place de la Nation fuhr. Ein von Brest kommender Personenzug fuhr infolge von Unvorsichtigkeit des Maschinenführers so heftig an einen Prellblock des Pariser Bahnhofes, daß mehrere Personen, welche die Wagentiir bereits geöffnet hatten, auf den Perron geschleudert und schwer verletzt wurden. „ Jack der Aufschlizer" in Amerika. In den Großstädten des amerikanischen Westens treibt ein gefährlicher Verbrecher nach Art des berüchtigten Jack der Aufschlizer" sein Wesen und läßt Tod und Verderben hinter sich. Nicht weniger als sieben Kinder hat der Unhold in kurzer Zeit auf grausige Art erstochen und mehrere andere furchtbar verstümmelt. Die Behörden von Detroit und Michigan haben fünftausend Dollars dem zugesichert, der den Verbrecher lebend oder tot einbringt. ** Sonnenliebende Pflanzen. Der herannahende Herbst hat in unseren Gärten auch die Sonnenblumen mit ihren großen, breiten Blüten geschmückt. Man kann nun wieder wahrnehmen in diesem Regenjahre leider nicht oft genug --- wie die stattlichen Blumen sich von Stunde zu Stunde unserem großen leuchtenden Himmelsauge zuwenden. Es gibt aber noch eine ganze Reihe von Pflanzen, die das gleiche tun. Man beobachte z. B. ein dicht mit Stiefmütterchen besetztes Beet am Nachmittage, und man wird fast alle Blüten nach einer Richtung, der Sonne zugeneigt sehen. Die gleiche Hinneigung zur Sonne zeigen die Kleearten: der Wiesenflee, der Honigklee, die Luzerne. Auch die AmaranthusArten wenden sich der Sonne zu. Stellt man einen Strauß von Bidens frondosa( 3weizahn) in die Mittagssonne, so werden bis auf zwei, drei Blüten bald alle der Sonne sich zuneigen. Bei Ambrosia artemisifolia fann man das von Stunde zu Stunde beobachten. Daß die Drehung von der Besonnung abhängt, zeigt der Umstand, daß man an trüben Tagen keine Drehung bemerkt. ** Herrenlose Zeitungen und Zeitschriften in Eisenbahnkupees. Eine bemerkenswerte Anordnung hat der Eisenbahnminister Budde getroffen. Auf seine Veranlassung sind die zugsschaffner angewiesen worden, die von den Reisenden in den Abteilen zurückgelassenen Zeitungen und Zeitschriften nicht mehr, wie bisher üblich, als unbrauchbar zum Kehricht zu werfen, sondern an den Zugendstationen einzusammeln und dem Stationsvorsteher abzuliefern. Von den Vorstehern ist das herrenlose Gut zu sichten und in geeigneter Weise den Kranken- und Armenhäusern, Pflegeanstalten oder kurzerhand dem Gemeindevorstand zur weiteren Verfügung zu überweisen. Lokales. Gießen, 22. August 1903. ** Während der Truppenschau vor dem Kaiser in Mainz wird die Fahnentompagnie von den 116ern ( Gießen) und die Standarten- Eskadron von den 6er Ulanen gestellt. Dem Kaiser, dem Großherzog, der Prinzessin Friedrich Karl von Hessen, dem kommandierenden General und allen sonstigen Vorgeseßten im Gefolge des Kaisers, werden Frontrapporte überreicht. Der Kaiser rückt an der Spitze der Fahnenkompagnie in die Stadt. ** Verunglückt ist auf dem Bahnhof Gießen heute morgen ein Bremser von Oberlahnstein. Zwischen die zuschlagende Tür des Packwagens geriet der Bremser mit einem Arm der dann derart gequescht wurde, daß man den Mann sogleich in die Klinik bringen mußte. * Der Vertretertag sämtlicher Innungen und der Gewerbe- Verein im Handwerkskammer- Bezirk Kassel soll nach Marburg einberufen werden. ** Der 22. Verbandstag der Vereine Kreditreform tagte in diesem Jahre in Eisenach. Es waren etwa 100 Delegierte erschienen. Die DelegiertenVersammlungen hatten sich mit 29 Anträgen und einigen weiteren Punkten zu befassen. Dem Verbandsvorstande wurde einstimmig Entlastung erteilt und der Haushaltsplan für 1903/04 in gleicher Weise genehmigt. Die gefaßten Beschlüsse lassen das im Verbande herrschende ernsthafte Bestreben erkennen, durch fortgesetzten Ausbau und Verdesserung der Vereinseinrichtungen die geachtete Stellung, die ber Verband während seines mehr als zwanzigjährigen Bestehens sich errungen hat, zu erhalten und immer mehr zu festigen. Dem Verbande, dem auch der Gießener Verein Kreditreform, Geschäftsführer Weinhändler Fr. Helm, angeschlossen ist, gehören mehr als 750 Vereine, Filialen und Vertretungen mit ca. 70 000 Mitgliedern an. Der nächſtjährige Verbandstag soll in München stattfinden. ** Die 50. Infanterie brigade hat vom 29. August bis 2. Sept. bei Rechtenbach, Münchholzhausen, Lüzellinden und Allendorf a. d. Lahn Gefechtsschießen. * * Die in Wolfshagen abgehaltene Jahresversammlung des hess. Geschichtsvereins ernannte den Oberpräsidenten Graf Zedliz- Trüschler zum Ehrenmitglied. Der Oberpräsident hielt eine warm empfundene Ansprache als Scheidegruß vom Hessenlande, dessen Wohl ihm der Kaiser einst besonders warm ans Herz legte. Eine Wetterbeobachtungs- Station wurde in Grünberg errichtet. In bereitwilliger Weise wurde dieselbe von Herrn Kohleder- Grünberg übernommen. †† An die Luft gesezt. Donnerstag abend war in Grünberg das Gerücht verbreitet in einem Stalle habe ein Schuhmacher seine Werkstatt aufgeschlagen, weil- nun weil er die drei Mark monatliche Miete nicht zahlen konnte und deshalb hinausgeworfen sei. Letzteres ist nun nicht der Fall. Der Betreffende soll zu stolz sein in das Grünberger Spital zu gehen. Sollten die drei Maik monatliche Miete nicht sonstwie aufgebracht werden können? Vielleicht hilft die Mildtätigkeit. ** Unglüds fall. Heute Morgen furz nach 9 Uhr fiel beim Fenster puzen im 2. Stock eines Hauses in der Frankfurterstraße in Gießen ein Mädchen aus dem Fenster auf die Straße; dasselbe wurde schwerverlegt in die Klinik verbracht. ** Die Hegezeit der Feldhühner und Wachteln endet in den Kreisen Gießen, Friedberg und Büdingen am Sonntag, den 23. Auguft. - 8immer mit Jagdgelegenheit. junger Mann hatte sich in der friedlichsten Absicht in einer nicht fern gelegenen Stadt( den Namen wollen wir hier nicht nennen. D. R.) ein Zimmer gemietet. Als er sich zum ersten Male in sein Bett niederlegte, bemerkte er zu seinem Ertsetzen, daß das Zimmer bereits bewohnt war, denn von allen Seiten famen sie herangetrochen kleine, gefräßige Tiere aus der Familie der Insekten um bei dem neuen Mieter Anstandsvisite zu machen! Leider hatte der junge Mann für die liebenswürdigen Anzapfungen" seiner Besucher kein Verständnis und machte sich auf die Jagd nach denselben. Er wütete wie Simson und bald bedeckten zahllose Leichen die blutgetränkte Walstatt. Zur Ehre des Mörders" sei's aber gesagt, daß er die Ueberreste des Ungeziefers nach beendetem Kampfe alle sorgfältig in eine Düte steckte und auf den Tisch legte. Als die Wrtin am andern Morgen das Zimmer betrat, war ihr Mieter verschwunden, dafür fand sie folgenden poetischen Erguß des Kammerjägers: Liebe Frau, muß Ihnen melden " - 19 - solches trifft man zwar nicht selten doch ich muß es Ihnen sagen, ich tann so was nicht vertragen! Diese Bude treff' der Schlag, ich zieh aus mit Sack und Back. Mit dem Inhalt dieser Düte, sei bezahlt die heut'ge Miete; fochen Sie sich d'raus' ne Suppe oder sonst was mir ist's Schnuppe; und sollt dieses nicht genügen als Bewets, als tät ich lügen. schauen Sie nun an die Flecke, an und auf der Bettes Decke, diese sind von meinem Blute dran die Biester sich zu Gute taten doch ich fann dies hassen tu' die Bude drum verlassen. Bin fein Freund vom Blutvergießen möcht' die Ruhe gern genießen in der Nacht; drum zieh ich fort an' nen andern bessern Ort; - Doch woll'n Sie die Tiere töten, gießen Sie auf die Tapeten und das Bettzeug um und um einige Pfund Petroleum. Zünden Ste den ganzen Krempel an sodann und zum Exempel treffe Sie samt Ihrer Bude, - gleich der Schlag in der Minute. Leider konnten wir nicht mehr erfahren, ob der Rat auf guten Boden gefallen und der fromme Wunsch in Erfüllung gegangen ist. ==bei ber Betrieb funden eingefe fendung von 5 gebote find big mittags 11 U Gemi die zweite Ber Erbauung einer Gemünden fow Kirchhain und Dem Bahnbau in welchem die in fehr stattlic den die Bestre bringen dem durch eine Ei + Frie fammlung ha Gewerbe- fab von nahezu 40 Bugba Großb. Kreisa nannt. Als stimmt. Klein- Linden. Eine Gravelottefeier hielt unser Kriegerverein am letzten Sonntag auf der„ Burg" ab. Veteran Steger hielt die Festrede, worin er seine Erlebnisse im Feldzug 1870/71 erzählte, die Brüderlichkeit und gute Kameradschaft der deutschen Krieger schilderte und die Kameraden zur Nacheiferung im Patriotismus und Kameradschaft aufforderte. Darnach gedachte Kamerad Germer des tapferen Führers der hess. Division, den Prinzen Ludwig und späteren Großherzog Ludwig IV. und schloß mit einem Hoch auf unseren Landesherrn Ernst Ludwig. + Groß- Karben, 21. Aug. Selbstmord. Gestern nachmittag trieb sich in der Nähe des Bahnhofs ein Mann in den mittleren Jahren herum, welcher anscheinend Selbst. mordgedanken hatte. Als die Bahnarbeiter dies bemerkten, vereitelten sie die Absicht des Mannes. Er lief dann eiligen Schritts durch das aufgeweichte Feld nach der nahen Nidda und sprang, nachdem er noch seinen Rock ausgezogen hatte, in den Fluß. Die Persönlichkeit des Selbstmörders ist nicht be fannt, auch seine Leiche bis heute morgen noch nicht gefunden. ** Lang- Göns, 20. August. Bahnassistent Jedosch, welcher 11 Jahre am hiesigen Bahnhof war, wurde nach Frankfurt a. M. versetzt. Die hiesige Stelle wurde durch Herrn Weber besetzt. 11 () Nidda, 20. Aug. An der gestern hier abgehaltenen Konferenz hess. Geistlicher nahmen als Gäste der Rektor der Universität Gießen, Prof. Dr. Krüger, und Geh. Kirchenrat D. Kattenbusch teil. Lic. Pfarrer Eck- Darmstadt referierte über das Thema: Kirchengeschichte und Religionsgeschichte". × Michelbach 6. Schotten, 20. Aug. Auf dem Wege von Michelbach nach Busenborn wurde ein Monteur, der an der Wasserleitung beschäftigt ist, von einigen Burschen überfallen und in unmenschlicher Weise mißhandelt, so daß er ins Krankenhaus nach Schotten verbracht werden mußte. Einige Verhaftungen sind bereits vorgenommen. Hungen, 21. Aug. Durch eine Reihe von Zeitungen ging vor furzem die Nachricht, daß Herr Rechtsanwalt Sandmann dahier, früher Großh. Kreisamtmann, Bereinigungskommissär und Bürgermeister, zum ersten Bürgermeister der Stadt Frankenhausen in Thüringen gewählt worden set. Herr Rechtsanwalt Sandmann hat die Wahl abgelehnt. || Ruppertenrod, 19. Aug. Ein elfjähriger Knabe bestieg hier einen Kirschbaum von ansehnlicher Höhe, dessen Aeste durch das Regenwetter schlüpfig geworden waren. Der Junge glitt aus und stürzte herab auf einen Holzhausen, der neben dem Garten sich befand. Da er mit dem Kopfe aufschlug, so trug er eine Gehirnerschütterung davon. Ehringshausen. Die Erbauung eines Güterschuppens an das Dienstgebäude auf der Haltestelle soll einschl Lieferung sämtlicher Materialien öffentlich vergeben werden. Die Verdingungsunterlagen und Zeichnungen können Bugb Bugbach fheit berg- Bußbach" dem Namen gehören die Gambach, O Niederweifel, Rodenberg, hain. § Marb hörden: der der Universitä rat 2c. erhielte Lm 7 Uhr, faiserlichen Ho Fuld Mittwoch wu Diebstahl beri durch ein Fe auch entleerte Sprengungsv tellung in tatt. A Raj Mordverfuchs ment Heffen baß die Wie werden dürf miffentlichen als auch des Reichsmilitär Die Sa wegen Urfund ordnung abge bon Londo antworten. Dorfichtigfeit daß er für werden muß. won 1 Mond on of Grundstüc fernt. Er bielmehr fei Rode Sonntag, Ki Zu re In den A K ein und DriginalNäher nach 9 Uhr uses in der dem Fenster legt in die Bachteln enbet am Sonntag, Ein eit. icht in einer vir hier nicht er sich zum er zu seinem r, denn von e, gefräßige i bem neuen te der junge feiner Be e Jago nadh edeckten zahl r Ehre des efte des Unin eine Düte n am andern verschwunden, Cammer jägers: ; ob der Rat Bunsch in Erhielt unser „ Burg" ab. eine Erlebnisse feit und gute erte und die otismus und chte Kamerad , den Prinzen . und schloß st Ludwig. ord. Gestern ofs ein Mann einend Selbst. Dies bemerkten, ef dann eiligen nahen Nibba gezogen hatte, rders ist nicht noch nicht nt Jedofch war, wurde Stelle wurde er abgehaltenen der Reftor der Beh. Kirchenrat ftadt referierte gionsgefchichte". Auf dem Wege Monteur, der an Burschen überelt, so daß er werden mußte. von Zeitungen Rechtsanwalt ann, Bereinig Bürgermeister hlt worden fet. Cabgelehnt. jähriger Anabe r Höhe, deffen en waren. Der en Holzhaufen, mit dem Kopfe babon. Gütershuppens foll- einscht bergeben wer nungen fönnen bei der Betriebsinspektion Gießen I während der Dienst-| stunden eingesehen, oder gegen post- und bestellgeldfreie Einsendung von 50 Bfg. in bar bezogen werden. Angebote sind bis zum Freitag, den 28. August d. Is., vormittags 11 Uhr einzureichen. Gemünden, 20. Aug. Nächsten Sonntag soll hier die zweite Versammlung des Komites stattfinden, welches die Erbauung einer Eisenbahn durch das Wohrathal anstrebt. Gemünden sowie eine Anzahl Landgemeinden aus den Kreisen Kirchhain und Frankenberg waren vertreten. Bei allen an dem Bahnbau interessierten Gemeinden sind Listen zirkuliert, in welchem die Beteiligten ihre Zustimmung durch Unterschrift in sehr stattlicher Anzahl bekundet haben. Hoffentlich werden die Bestrebungen des Komitees von Erfolg gekrönt und bringen dem Wohrathale den schon lange ersehnten Ausschluß durch eine Eisenbahn. + Friedberg, 21. Aug. Die Stadtverordneten- Versammlung hat die Erbauung eines Laboratoriums für die Gewerbe- Akademie beschlossen und die erforderlichen Mittel von nehezu 40000 Mt. bewilligt Butzbach. Herr Tierarzt Mörler dahier wurde vom Großb. Kreisamt zum Fleischbeschauer für hiesige Stadt ernannt. Als Stellvertreter wurde Herr Georg Müller bestimmt. Butzbach, 20. Aug. Der derzeitige Kassenbezirk Buzzbach scheidet aus der Sparkasse„ Mathildenstift Friedberg- Butzbach" aus, und es wird hier eine eigene Sparkasse unter dem Namen Mathildenstift Bußbach gegründet. Zu dieser gehören die Orte Bodenrod, Hausen, Fauerbach, Griedel, Gambach, Oberhörgern, Kirch- nnd Pohl- Göns, Hoch- und Niederweisel, Münzenberg, Münster, Maibach, Biegenberg, Rockenberg, Ostheim, Steinfurth, Oppershofen und Langenhain. § Marburg, 20. Aug. Die Spigen der hiesigen Behörden der Oberbürgermeister, der Rektor und der Kurator der Universität, der Präsident des Landgerichts, der Landrat 2c. erhielten Einladungen zu der am 28. Aug., abends 7 Uhr, im Residenzschloß zu Kassel stattfindenden faiserlichen Hoftafel. Fulda, 19. Aug. In der Nacht von Dienstag auf Mittwoch wurde in der hiesigen Synagoge ein Einbruchsdiebstahl verübt. Die Diebe stiegen von der Hofseite aus durch ein Fenster und erbrachen einen Opfertassen, den sie auch entleerten; die anderen Sparbüchsen widerstanden den Sprengungsversuchen. Die Jubiläums- Gartenbau- Ausstellung in Fulda findet vom 12. bis 15. September d. I. statt. A Kassel, 20. Aug. Zur Angelegenheit des wegen Mordversuchs verurteilten Unteroffiziers Degen, vom Regiment Hessen- Homburg- Husaren, erfährt die Kass. Alg. Ztg. daß die Wiederaufnahme des Verfahrens tatsächlich beantragt werden dürfte. Degen zeiht die Elisabeth H. sowohl des wissentlichen Falscheids in dem Verfahren gegen ihn selbst, als quch des doppelten Kindesmordes. Die Entscheidung des Reichsmilitärgerichts bleibt abzuwarten. Aus dem Gerichtssaal. Straffammer. Gießen, 21. August. Die Sache gegen Alfred Meier von Bettenhausen wegen Urkundenfälschung muß umständehalber von der Tagesordnung abgesetzt werden. Der Fuhrmann August Göbel von Londorf hat sich wegen fahrlässiger Tötung zu verantworten. Die Anklage liegt ihm zur Last, daß er aus Unvorsichtigkeit das Kind seiner Schwester überfahren hat und daß er für den eingetretenen Tod verantwortlich gemacht werden muß. Der Angeklagte erhält eine Gefängnisstrafe von 1 Monat.- Der Landwirt Johann Heinrich Mohr von Wockenrode hat die Grenzsteine zwischen seinem Grundstück und demjenigen seines Nachbars Peter Fey entfernt. Er gibt an, daß dieses nicht absichtlich geschehen sei, vielmehr seien die Steine beim Ackern unbemerkt umgeockert worden. Die Kammer nimmt ihn in eine Gefängnisstrafe| Urbig, 3 Tage alt, Tochter des Wirts Adam Urbig dah. von 2 Wochen und 30 Mt. Geldstrafe. Zum Schluffe haben sich die Eheleute Karl und Luise Pälite von Friedberg wegen Kuppelei zu verantworten. Die Angeklagten sind beschuldigt, daß sie in ihrer Wirtschaft der Unzucht Vorschub geleistet haben. Zu der bei verschlossenen Türen stattfindenden Verhandlung sind 23 Beugen geladen. Das Gericht findet die Angeklagten schuldig und verurteilt den Ehemann Pälite zu 4 Monaten Gefängnis, worauf ein Monat erlittener Untersuchungshaft in Aufrechnung fommt, während die Ehefrau mit einem Monat davonkommt. Kirn, 20. Aug. Die Pläne zur Genehmigung des Bahnbaues Kirn- Entirch sind vem Eisenbahnminister Budde Die Stadt Kirn hat zu dem Bahnbau, genehmigt worden. welcher einen großen Teil des Hunsrücks erschließt und große Vorteile für die Stadt bietet, 200,000 Mt. bewilligt. Litterarisches. Taschenwörterbuch der lateinischen und deutschen Sprache, Teil I( Lateinisch deutsch) VIII, 390 Seiten, von Professor Dr. Hermann Menge, tgl. Gymnasialdirektor a. D. Preis elegant gebunden 2 M. Langenscheidtsche Verlagsbuchhandlung( Prof. G. Langenscheid), Berlin SW. 11. Das vorliegende Buch ist überall so gestaltet, daß es zum Verständnis aller derjenigen Schriftsteller, die gegenwärtig noch in unseren höheren Schulen gelesen werden, ausreicht und durch die Uebersichtlichkeit, mit der auch die umfangreichen Artikel behandelt sind, dem Schüler die Präparation für die Lektüre und Möglichkeit erleichtert. Das Buch weist ein bedeutendes Maß eigener Arbeit des Verfassers auf, so daß es den Anspruch auf selbständigen Wert mit Recht erheben fann. Standesamt- Nachrichten der Stadt Gießen. Aufgebotene. - Am 15. Aug. Adam Joseph Carnier, Rechtsanwalt zu WilSeligenstadt mit Helene Elisabeth Müller dahier. helm Rig, Hausbursche zu Heuchelheim mit Karoline Becker, Dienstmädchen zu Gießen. 20. Aug. Heinrich Enders, H- lfsheizer dahter mit Anna Emilie Diehl, Köchin dahier. Eheschließunges. Am 15. Aug. Georg Karl Ludwig Rohde, Rechtsanwalt zu Darmstadt ud Margarete Luise Wilhelmine Sturmfels, Tochter des verstorb. Reallehrers Heinrich Sturmfels dahter. Reinhard Kröll, Kaufmann zu Offenbach und Elise Marie Hofmann, Tochter des Spezereihändlers Wilhelm Balthaser Hofmann dahier. 19. Aug. Frizz Otto Alfred Liersch, Feilenhauer dahier und Elisabethe Naumann, Tochter des Maschiniſten Johannes Naumann zu Marbach. 20. Aug. Heinrich Müller, Taglöhner dahier und Elisabethe Rehbein, Dienstmädchen dahier. Geborene. - Dem Schuhmacher Am 12. Aug. Dem Kutscher Heinrich Bechtold eine Tochter Anna Olga. Am 13. Aug. Dem Tagiöhner Peter Schomber ein Sohn, Peter Paul. Dem Taglöhner Heinrich Lock ein Sohn, Karl. Am 14. Aug. Dem Kaufmann Joseph Serwas ein Sohn, Joseph Johannes. Dem GrubenDem steiger Wilhelm Heinrich Dern eine Tochter, Elly. Kaufmann Rudolf Hahn ein Sohn. Christian Weeg eine Tochter. Am 15 Aug. Dem Schuhmacher Robert Mader Zwillinge. Dem Wirt Adam Übrig eine Tochter, Elise.- Dem Kaufmann Otto Fangmann ein Sohn. Am 19. Aug. Dem Fabrikarbeiter Heinrich Weber eine Tochter. Am 20. Aug. Dem Taglöhner Johann Georg Eimer ein Sohn. Gestorbene. Am 16. Aug. Zwillinge, weiblichen Geschlechts, 1 Tag alt, Töchter des Schuhmachers Robert Mader dahter. Heinrich Wagner, 66 Jahre alt, Gewerbebankdirektor i. P. dah. Am 19. Aug. Heinrich Rinderknecht, 1 Jahr alt, Sohn des Taglöhners Jakob Rinderknecht dahier. Elise Ein Kind weibl. Geschlechts, 14 Stunden alt, Tocht r des Fabrikarbeiters Heinrich Weber dahier. Grasversteigerungen. Das Grummetgras von den Domanialwiesen der Oberförsterei Wieseck und Gießen wird versteigert: 1. In der Gemarkung Alten- Buseck Donnerstag den 27. August, vormittags 11 Uhr, in der Wirtschaft des Herrn Otto Rabenau zu Alten- Buseck. 2. In der Gemarkung Wieseck Freitag den 28. August, bormittags 10 Uhr, in der früheren Dorfeld'schen Wirtschaft zu Wieseck. Am Schlusse der Grummetgras- Versteigerung wird das Eichenholz von der alten Schleuse der Kröckerschen Mühle versteigert. 3. In der Gemarkung Gießen an demselben Tage, nachmittags 3 Uhr, in der Leib'schen Wirtschaft im Philosophenwald bei Gießen Geschäftliches. Es wird hiermit auf die bestimmt vom 2.- 5. September zur Ausspielung gelangende Gothaer Geldlotterie aufmerksam gemacht und verweisen wir auf das bezügliche Inserat in unserem heutigen Blatte. Warttbericht. Gießen, 22 August. Auf dem heutigen Wochenmarkt kosteten Butt r per Pfd. 1.00-1.10 M, Hühnereter 2 Stüd 14-15 Pfg., Enteneier St. 8 Pfg., Käse per St. 5-8 Pfg.. Käsematte 2 St. 5-6 Bfg., Erbsen per Liter 21 Pfg., Linsen per Liter 32 Bfg., Tauben per Paar . 0.70-0.90, Hühner per Stud Mt. 1.20-1 70, Hahnen, per Stid Mr. C.70-1.10, Enten per Stid 1.80-2.00, Gänse v. Bid 54-60 Pfg., Ochsenfleisch per Pfd. 68-78 Vfg., Rindfleisch per Pfd. 60-66 Pfg. Schweinefleisch per Bf. 66-76 Bfq. Schweinefleisch gesalzen per fund 0.80 Pig., Kalbfleisch per Pfd. 68-74 Bfg., Hammelfleisch per Pfd. 56-74 Bfg., Kartoffeln per 100 kilo ( 6.00-7.00 m., Zwiebeln per 3t. Mt. 6.50-7.00, Kirschen per Pfund 00-00 Pfg. Milch ver Liter 18 Pfa. Fruchtpreise am Grünberger Fruchtmartt, vom 22. Aug. Weizen 00,00, orn 13,50, Gerste Hafer 14,00-00,00, Erbsen 00,00, Samen 00,00, Kartoffeln 8,00-00,00 Mart. Alles per Doppelzentner. Frankfurter Hen- und Strohmarkt vom 21. Aug Amtliche Notierungen.) Heu per Zentner Mt. 3.10 bis 3.50, Stroh per Zentner Mt. 200-2.30. Arbeitsnachweis der Stadt Gießen Gartenstraße Nr 2( Bürgermeistereigebäude) Zimmer Nr. 14. Es können eingestellt werden: 9 Pferdefnechte, 6 landwirtschaftliche Arbeiter, 2 landwirtsch. Mägde, 1 Zementmüller, 2 Erdarbeiter, 1 Kunstschlosser, 1 Bauschlosser, 2 Schmiede, 1 Tapezierer, 9 Schreiner, 1 Drechsler, 1 Schuhmacher, 2 Glaser, 1 Weißbinder, 1 Heizer, 7 Hausburschen, 1 Restaur.- Köchin( ausw.), 1 Köchin, 17 Dienstmädchen gegen hohen Lohn für hier und auswärts, 1 besseres Kindermädchen, 2 Lauffrauen, 1 Blätterin nach ausw. Lehrlinge: 2 Bäcker, 1 Schmied. Es suchen Arbeit: 3 Pferdeknechte, 1 landwirtsch. Arbeiter,( leichte Arbeit), 1 Gartenarbeiterin, 2 Kutscher, 1 Installateur, 3 Spengler, 1 Maschinist oder Heizer, 1 Maschinenschlosser, 3 Buchbinder, 1 Packer oder Lagerarbeiter, 3 Schreiner, 2 Glaser, 1 Weißbinder, 1 Küchenchef, 5 Hausbuischen, 2 Schreibgehülfen, 1 Schneider, 2 Dienstmädchen, 1 Stüze der Hausfrau, 2 Kindermädchen, 2 Lauffrauen, 1 Laufmädchen, 4 Waschfrauen, 1 Büglerin, 3 Weißzeugnäherinnen, 1 Flickerin. Berantwortlich: für den politischen und Inseratenteil Albin lein: für das Botale, den„ Gerichts." und" Deffentlichen Sprechsaat":& t. Oppermann Brad und Berlag ber Gießener Verlagsbruderei( vorm. Wilh. Keller), Giegen. Städtisches Schlachthaus. Schweinefleisch 50 Pfg. Kubfleisch 48 Pfg. Heute und Monteg, Haushaltungs- Fruchtsäcke Schwarze Seiden Rodheim a. d. Bieber. Herde Kartoffelfäcke Sonntag, den 23. und Montag, den 24. Auguft Kirchweihfeft. Zu recht zahlreichem Besuch ladet ergebenst ein Karl Schlierbach. Gastwirt. Voranzeige! In den nächsten Tagen trifft hier auf Oswalds- Garten der bedeutendste und großartiafte Kinematograph Deutschlands, Bläsers OriginalBiograph ein und wird einige Tage Vorstellungen meist eigener Original- Aufnahmen veronstalten. Näheres spätere Annoncen und Plakate. vom Herborner Eisenwerk, Wilh. Krek in Wertheim, J. I Jung und empfiehlt billigst Gebr. Roeder- Darmstadt Robert Stuhl, Dekonomie- Herde mit großer Feuerung die besten für Landwirte- schon von Neustadt 23, Gießen. Baumaterialien und Tonplatten. Heinrich Völzing Mt. 17.- an. 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Nachmittags 3 Uhr findet Konzert, Prämienberteilung und Vorführung der prämiierten Pferde statt. Gießen, 25. Juli 1903. Die städtische Pferdemarkt- Kommission. Jean Kirch, Stadtverordneter Nr. 196 Abonnements in's Haus gebra Brattabellager Oberheffifche Bartenbau, fow Das Blatt g für Die Städ Ecke der Klin weiteres meg fegt. Bis z Norwiegunger Margarethenh Gießen Wegen Stiffenberge bon heute an Fahrradverfeb Gießen, Auf unseren hilfen zu bes Bewerb waren, wolle Beifügung ei Beugniffen ih an das Arme Bießen, Die [ Wism dürfte die Mit am 19. d. M eine besondere An dem genan eigenes Posta Laufenden Br Freimarfen m Bu berjehen b Der ge Eann man zu auf einem Steines fonni zur Pfändung dies untersage jeglichen Han bof jetzt einen [ Gin o Böfifchen Bla Rocca Dian Seit fast bi und durchwo ( Bofen) geb Behnjähriger 1200 000 jeder Stadt I Abmarides b Nu MAGG West