n auf mein 1 1 Schmied kea" erkeo" im Abonnement 1 Nr. 143. Abonnementspreis: in Gießen, abgeholt monatlich 50 Pfg., in's Saus gebracht 60 Bfg., durch die Boft bezogen viertels fährlich Mr. 1.50. Gratisbetlagen: Oberheffische Familienzeitung( täglich) Oberbeffische Beitschrift für Landwirtschaft, bft- und Gartenban, sowie die Gießener Seifenblasen( wöchentlich). Das Blatt erscheint an allen Berktagen nachmitags. Montag, den 22. Juni 1903. Gießener 12. Jahrgang Insertionsprei 8 Die einfaltige Petitzelle für Gießen wie ganz Oberheffen, die Kreise Wehlar und Marburg 10 fe. fonft 15 Pfg.; Reklamen bie Petitzelle 30 refp. 40 fg. Boftzeitungslifte No. 3969. Rebattion und Expedition: Gießen Negenweg 28. Berufprechaufeluk Az, 368. Neuelle Nachrichten ( Gießener Tageblatt) Anabhängige Tageszeitung ( Gießener Zeitung) a für Oberheffen und die Kreise Marburg und Wetlar; Lokalanzeiger für Gießen und Umgebung. Enthält alle amtlichen Bekanntmachungen der Großh. Bürgermeisterei Gießen und anderer Behörden von Oberheffen. Neue Attentate? RK. Kaum ist die Erinnerung an den furchtbaren Königsmord in Belgrad etwas verblaßt, da kommt schon wieder die Kunde von zwei neuen Verschwörungen gegen tellt ist, empfehle is gekrönte Häupter. Aus Konstantinopel dringt ein Gerücht لاد in die Welt, der Sultan sei von seiner Leibwache et- merdet worden, und gleichzeitig verlautet aus St. enwald, Betersburg von einem Morbanichlage gegen ben à Glas 10 Pfg. ennholz bfallbolz) liefert Baren, der nur mit knapper Not dem Tode entronnen sei. Inwieweit beide Gerüchte feste Unterlagen haben, läßt sich bei der Vertuschungspolitik, die in solchen Dingen am Bosporus wie on der Newa geübt wird, nicht sogleich feststellen. Etwas Wahres scheint an beiden Meldungen zu bro 3tr. frei ans haut sein, wenn aud) bon einer tatsächlichen Ermordung des Sultans nicht die Rede ist: Am goldenen Horn ist anscheinend etwas wie eine Heine Balastrevolution ausjebrochen, die von den unzufriedenen albanesischen Truppen uhn, Lollar, hein Darlehen been sein bir ul. Dan scheint der Erhebung n. aufwärts erhalte aber Hert gewordeit zu fein, und sowohl die Meldung, daß fonen jeden Stande die albanesischen Truppen den Sultan zur Abdanking geBroz und mäßige zwungen hätten, ist zweifellos ebenso falsch, wie die andere, daß sie ihn ermordet hätten Festzustehen scheint nur die Richfigkeit der Meldung, daß man in einer der letzten Nächte en d.irch reinlagen andelsgesellschaft und wieweit diese auf einen Krawall im Palaste hindeutende TatBudapest, Real ache mist dem jlingst gemeldeten Aufruhre in der Kriegsschule ulgaffe 16. on Asirach zusammenhängt, läßt sich ebenfalls nicht ermitteln. narte erwünscht. Ein Zusammenhang zwischen beiden Geschehnissen steht jedenfalls außer Zweifel. Allmählich wird ja wohl Näheres über die dunkle Geschichte durchsickern. Was das Attentat auf nach Kündigung bis en Zaren angeht, so soll es dieser Tage in Barskoje- Selo inzt beim Vorschuss unternomunien worden sein. Angeblich versuchte der Morden, eing. Gen. m. u bube in der Uniform eines höheren Gendarmerieoffiziers in tpflicht zu Jüchen. Ge ht u. Sparbedingungen die Nähe Nicolaus II; zu gelangen und zwar gerade zu der jensten. Spareinlagen Beit, als das Hofpersonal mit den Vorbereitungen für die per Post eingesand breise des Zarenpaares nach Peterhof beschäftigt war. Ein Hofbeanter fragte den vermeintlichen Gendarmetteobersten höflich nach seinen Begehr; als der Eindringling dabei in Derlegenheit geriet iind nichts Plausibles vorbringen konnte, ahm man ihn feſt, und die Wachen im Palais wurden verdoppelt. ch und Verkauf ten Möbeln. Betten, che, Oefen und Herden, berfachen, Antiquitäten n, gumpen und Snogen nahme ganzer Dem Baren wurde, wie weiter verlautet, keine Mittciluing von den Börfall gemacht, um ihn nicht noch ängstlicher in und nervöser zu machen. Seit der Ermordung des serbischen Königspaares ist Nicolaus II. in außerordentlich aufgeregter thenberger With Gemütsverfassung, namentlich hat ihn bei der Belgrader Mordtat die Tatsache erregt, daß die Meuchelmörder Offiensialunigo Roland- Fahrradetere wären. Diese Erregung und die Furcht, eine NichtWunsch auf Tellzahlung Aurahlung 30- bestrafung des Belgrader Verbrechens könnte auch russische Abrahlung Offiziere zu ähnlichen Taten ermuntern, war der Grund, weshalb der Zar vom König Peter so nachdrücklich die strenge Bestrafung der Mörder Aleranders forderte. monatlich. Gegu Barzahlung liefere Fabrids schon v. 70 M. Verlange amsonst Preisliste nau in Hachenburg Nr. 1230 Sweizer el, Bahnhofftrake 10. mermädchen rt el Buichmann. machergeselle ht. 3. Amend, Ludwigsvlak 4. Die gesittete und gebildete Menschheit steht solchen wahnwißigen Versuchen unzurechnungsfähiger, geistig und sittlich verwahrloster Meuchler, ein ihnen unbequemes politisches System durch die Ermordung einer Person zu bekämpfen, böllig verständnislos gegenüber. Wann endlich wird in den Maffen des russischen Volkes die Erkenntnis aufdämmern, daß die Hebung der russischen Kultur nicht durch blutige Gewalttaten, sondern einzig durch die geistige und sittliche Hehung des Volkes selbst sich erreichen läßt? Serbische Seltsamkeiten. C. B. Der neue Serbenkönig scheint ein Mann zu sein, der großen Wert auf Prunk und Aeußerlichkeit legt. Seine erste Tat nach seiner Wahl zum Könige war, daß er seinen in Paris lebenden Bruder Arsène beauftragte, bei einem Bariser Juwelier eine Krone zu bestellen. Sie soll in drei Wochen fertig sein und darf nicht mehr(!) als 50,000 France toften. Ein Vetter des Königs hat die Krone entworfen und wird ihre Fertigstellung überwachen. Bisher haben die ser bischen Monarchen keine Krone besessen, die Krönung der 3- Zimmerwohnung Könige Milan und Alexander fand ohne Krone statt. vermieten: enanteil per Monal bermieten. Schöne Aussicht." mit Vielfach erörtert wird in Belgrad der Umstand, daß zwei Tage nach dem Königsmorde Tausende von Photographien des zum Könige ausgerufenen Prinzen Peter unter die ermieten Brandblak 15 bei dem seinerzeitigen Putschversuch des Alavantics unter Bohnung an rub. Leut ni zu bermieten. chenblat 21, Gieken. die Vernichtung der Photographien anordnete, kam die Po mmer wohnung onteil fofort zu berm Liebigitrake 58, II hen mit Bett lelle zu vermieten. Maigaffe 11. dem Gepäck des Alavantics zwölf Kisten mit Photographien des Fürsten gefunden wurden. Obwohl König Alexander lizei diesem Auftrage nicht nach und schaffte die Kisten auf den Boden des Polizeigebäudes. Nach dem Attentat wurden die Kisten mit den Photographien heruntergeholt und unter das Volk verteilt. Recht unsympathisch ist das Verhalten der jetzt in Wien eingetroffenen Schwestern der Königin Draga. Sie drängten sich ostentativ danach, von den Journalisten mentable Klagen darüber, daß man ihnen alles genommen en.- Freußplab 10 habe. br aanzes Geiammer batte etwas Geschäftsmäßiges 1. und ein unmo lierte ausgefragt zu werden, und wiederholten unaufhörlich la er zu berm. und machte den Eindruck, als würden sie mit dem ganzer Hergang einverstanden sein, wenn sie nur die Pretiosen uni das Vermögen Dragas sowie die Lebensversicherungssumm für diese erhielten. Das erste, was sie in Wien taten, war daß sie sich an die serbische Regierung mit der Bitte wandten das Vermögen und die als Geschenk erhaltenen Sachen de ermordeten Königin ihnen als gesetzmäßigen Erben auszu liefern. Einiges aus ihrer Darstellung der Vorkommnisse ir der Schreckensnacht mag hier noch Platz finden. I. a. er klärten sie, der König habe nie eine Warnung von einen Mordanschlag erhalten. Ueber die Ermordung ihrer Brü der erzählte die älteste, Frau Petrowitsch: Bald nachden ich mich zu Bette begeben hatte, hörte ich Schüsse, und kurz Zeit darauf holte man meine Brüder ab. Bald darau sahen wir auf einem Wagen, nur mit Tuch bedeckt, die Leicher unserer Brüder vorbeiführen. Wir durften nicht auf di Straße. Die Offiziere hatten unsere Brüde in die Kasern geführt und ihnen gesagt:„ üßt Euch, denn Ihr müßt ster ben!" Sie blieben so lange in inniger Umarmung um schlungen, daß man sie mit hieben auseinanderreißer mußte. Mein Bruder Nikodem rief:„ Trefft nur gut!" Vie Schüsse wurden abgegeben, und doch lebten meine Brüder noch. Darauf traten die Offiziere mit ihren schwerer Schuhen auf die Rücken meiner Brüder und hieben mi Säbeln auf sie ein. Man zog meinen armen Brüderr Die Ringe von den Fingern, nahm ihnen die gol denen Ühren weg und verteilte sie als Kriegsbeute. „ Niemals haben der König oder Draga", so erklärt Frau Petrowitsch weiter, beabsichtigt, meinen Bruder Nikodem zum Thronerben zu machen. Die Königin sehnte sich nach Kindern, um die Thronfolge zu sichern, wollte aber nur daß ein Sproß König Alexanders den Thron Serbiens be steige. Draga war fest und unbeugsam entschlossen, wenn sie binnen zwei bis drei Jahren sich nicht Mutter fühle, Serbien zu verlassen und die Scheidung zu verlangen. Schrecklich ist, daß König Alexander, rochdem ihn die Verschworenen cus dem Fenster des Konals in den Hof geworfen hatten, noch lebte. Von zahlreichen Schüssen getroffen, war er in Agonie, gab aber noch Lebenszeichen von sich, als er im Hofe des Ponafs lag. Weder ich noch meine Schwestern durften die Zeichen sehen oder zur Beerdigung kommen." Es mag nicht merwähnt bleiben, daß die Schwestern über diese Vorgänge nur vom Hörensagen unterrichtet sein können. Die englische Regierung hat wegen der straflo gebliebenen Ermordung des serbischen Königspaares die diplomatischen Beziehungen mit Serbien abgebrochen. Der Gesandte wurde abberufen und verläßt Belgrad am Montag, um sich nach England zu begeben. Der englische konsul wird die Interessen der Engländer wahrnehmen. Kaifertage an der Waterkant. ( Von unserem Spezialberichterstatter.) Hamburg, 2C. Juni, abends. Stadt und Hafen prangen in magischem Scheine. Eine solche großartige Beleuchtung ihrer ehrwürdigen Stadt haben die Hamburger seit Väter Gedenken nicht erlebt. In dichten Scharen durchfluten sie die Straßen am Hafen, wo die gleichfalls festlich erleuchtete ,, Hohenzollern" vor Anker liegt, von deren Deck aus sich der kaiserliche Gast der Stadt die Festillumination betrachtet. Die Hamburger können's ja, Geld spielt bei ihnen, wenn es daraus ankommt, keine Rolle. Mit ruhigem Gewissen konnten die Väter der Stadt in den Säckel greifen und das runde Sümmchen von 250,000 Mart für die Festlichkeiten auswerfen. Und was noch mehr ist, man hat diese Riesensumme mit Geschmack und Verstand anzuwenden gewußt. Darin sind die Tausende von Fremden, die neben den eingeborenen Hamburgern die Straßen bevölkern, einig. Von allen Seiten ertönt ein ungeschränktes Lob, namentlich das stattliche Rathaus und das neue Denkmal ziehen immer wieder Scharen von Bewunderern an. Die Einweihung des Schillingschen Kaiser WilhelmDenkmals dem Rathaus gegenüber gestaltete sich zu einer imposanten Kundgebung des hamburgischen Patriotismus. Zwar sind die Hamburger stolz darauf, Republikaner zu sein, aber an Kaiser und Reich hängen sie trotzdem nicht minder fest. As gegen Mittag der Kaiser, der schon bei seiner Ankunft auf dem Dammtorbahnhof begeistert begrüßt worden war, in Begleitung bes Bürgermeisters Burchard und seines Gefolges auf bem Denkmalsplaß eintraf, empfingen ihn wahre Stürme von tausendstimmigen Hochrufen. Tribünen, Fenster, Dächer, Straßen, alles dicht von einer jubelnben Menge beseßt. Aller Augen richteten sich auf das prächtige Seidenzelt in den hamburgischen Farben, das wie man immer wieder hört, ganze 25 000 Reichsmart gekostet hat. Die Hamburger sind eben Geschäftsleute und machen gern ein bischen für sich und ihren Wohlstand Reklame. Als das Weihelied ,, Herr Gott dich loben wir" aus dem Munde von 700 Sängern verklungen war, hielt Bürgermeister Burchard eine längere Ansprache, in der er die Bedeutung der großen Epoche hervorhob, die Kaiser Wilhelm I., dessen Denkmal man heute enthülle, in seiner ehrwürdigen Person verkörpere. Dann fiel die Hülle. Mit einer Besichtigung des Denkmals durch den Kaiser schloß die würdige Feier. Die Rundfahrt im Hafen, die der Kaiser mit dem Bürgermeister auf dem Dampfer ,, Johannes Dalman" machte, wurde durch heftiges Regenwetter gestört. Abends um halb 8 Uhr war der Kaiser Bann bei der Stadt Hamburg im Rathaussaal zu Gaste. Daß er mit den thm vorgesezten Gerichten zufrieden gewesen sein wird, dafür birgt der gute Ruf der Hamburger Küche. Die Politik. Der Gesundheitszustand des Papstes. Nach Nachrichten zu schließen, die der spanischen Regiecung zugingen, ist das Unwohlsein des Papstes keineswegs ernster Natur. Der Korrespondent eines spanischen Blattes meldet ebenfalls, daß er in einer Privataudienz Gelegenheit gehabt habe, sich von der Energie und Frische des Papstes zu überzeugen, und daß alle gegenteiligen Nachrichten lediglich irre führten. Am 18. Juni empfing der Papst sogar gegen den Rat seiner Aerzte die philippinischen Bischöfe. Die Anstrengung, die diese Audienz verursachte, erschöpfte jedoch den greisen Pontifer so, daß er sich sofort nach Beendigung der Audienz zur Ruhe begeben mußte. Rußland, Amerika und die Mandschurei. Als in der japanischen und britischen Presse jüngst ein forybantischer Lärm wegen Rußlands Treiben in der Mandschurei losbrach, haben wir schon darauf hingewiesen, wie zweideutig die Haltung der Vereinigten Staaten in der Affäre war. Unsere Vermutung, daß Rußland das passive Verhalten der Union durch irgend ein Privatgeschäft mit ihm erkauft habe, scheint das Rechte getroffen zu haben. Darauf läßt unter anderem eine Aeußerung des früheren amerikanischen Botschafters in Verlin, Andrew White, schließen, der unter anderem neulich erklärte: „ Warum soll Rußland nicht in der Mandschurei bleiben? Wenn man China freie Hand ließe, würde es die Mandschurei schließen. Rußland kann jedoch nicht von seinem Gebiet Waren fern halten, die es dringend braucht. Schlimmstenfalls würde Rußland nicht mehr tun, als wir auf den Philippinen." Eine solche Aeußerung ist nur verständlich, wenn ein Jeheimes Abkommen zwischen den Yankees und den Russen jetroffen ist, das den Russen den unangefochtenen Besitz der Mandschurei sichert. Ohne Amerikas Unterſtüßung können Japan und Egland nichts gegen die Russen ausrichten, und fie haben offenbar auch keine Lust dazu. Vielmehr scheint es, als habe Rußland in das englisch- japanische Schuß- und Truzbündnis bereits einen Keil zu treiben gewußt. Die Meldung, der russische Kriegsminister Koropatkin habe bei seinent Besuch in Tokio mit dem japanischen Minister des Auswärtigen sich über die Korea- und die Mandschureifrage verständigt, England also aufs Trođene geſeßt, wird schon timmen, wie sehr sie von englischer Seite auch für unglaubwürdig erklärt wird. Die Lage im Somaliland. Es scheint, als sollte es nun doch zwischen den Abessiniern und den tollen Mullah zu einem ernsten Zusammenstoß kommen. Die Abessynier sind 14 000 Mann stark. Unter diesen Umständen hat der Mullah keine Luft, sich mit ihnen zu messen. Es stehen ihm auch tatsächlich mehrere Rückzugswege offen. Die Abessinier wollen ihm jedoch zu Leibe, da er neuerdings angefangen hat, in Abessynien selbst zu plündern und zu morden. Die Engländer sind inzwischen in einer keineswegs beneidenswerten Lage. Die Kolonne Cobbe sizt noch immer in Galadi, von den übrigen britischen Truppen abgeschnitten und jeden Augenblick gewärtig, von den Muliahleuten überfallen und niedergemacht zu werden. Den Truppen fehlen Lebensmittel, sie sind schon auf halbe Rationen gesetzt. Auch die Kolonne des Obersten Manning schwebt in gleicher Gefahr, sie kann nicht vor, nicht rückwärts. England rüstet zwar in Indien Truppen zum Entsche der Somalikolonnen aus, aber ehe diese dort eintreffen, kann das Schicksal der Truppen Cobbes und Mannings schon behiegelt sein. Kurze politische Nachrichten. * Die gothaische Regierung bereitet ein Gesetz über eine Reform der hypothekarischen Belastung des Grundbesizes in Stadt und Land, sowie über die Wohnungsverhältnisse vor. * In Grünwinkel wurde jeßt der zweite sozialdemotratische Bürgermeister in Baden rechtsgiltig gewählt. * Der Banus von Kroatien Graf Khuen- Hedervary hat vom Kaiser Franz Josef den Auftrag zur Bildung des ingarischen Kabinetts erhalten. * Das italienische Kabinett ist jetzt wieder reorganisiert vorden. Aus dem bisherigen Kabinett scheiden Giolitti, der Minister des Innern, und Bettolo, der Marineminister, aus. Alle übrigen bisherigen Minister treten in das neue Kabinett, das wieder Zanardelli führt. Zanardelli übernimmt vorläufig das Innere, der Minister des AeuBern, Morin, die Marine. In Italien ist eine friedliche Revolution ausgebrochen, indem die Bevölkerung von 3 Provinzen sich weigert, die Steuern zu zahlen. Die Bewegung nimmt einen immer größeren Umfang an, da die Steuern in einigen Landdistrikten tatsächlich nicht aufzubringen sind. * Die spanische Regierung verlangt von der Kammer die Bewilligung eines neuen Geschwaders von sieben Panzern, drei kreuzern und mehreren Torpedobooten. Hof und Gefelli'chaft. *** In Mühlhausen( Thüringen) fand in Gegenwart des deutschen Kronprinzen die feierliche Wiedereinweihung der restaurierten Marienkirche statt. In den festlich geschmückten Straßen bildeten Schulen, Kriegerund andere Vereine Spalier. Die dichte Menschenmenge begrüßte den Kronprinzen mit lebhaften Hochrufen, die derelbe freundlich dankend erwiderte. Am Kirchenportal fand Die feierliche Uebergabe der Schlüssel und hierauf die Einweihung des Gotteshauses durch Generalsuperintendenten Dr. Holzheuer- Magdeburg statt. Nach der Feier nahm der Kronprinz an dem Festdiner beim Oberbürgermeister teil. Aus dem Gerichtsfaal. § Dreimal zum Tode verurteilt wurde vom Allensteiner Schwurgericht die Besizersfrau Przygoda, über deren Prozeß wir berichtet haben. Die Zeugenaussagen waren zur Ueberführung der Angeklagten von geringem Belang, da fast alle Zeugen und Zeuginnen wähnten, daß die Angeklagte sich mit Hererei befaßt habe, und daher nur ein unklares Bild von den Vorgängen geben konnten. Ausschlaggebend war das Gutachten des gerichtlichen Sachverständigen, der in den Leichen dreier verstorbener Themänner der Angeklagten beträchtliche Mengen von Arsenik aufgefunden hatte. § Treberschmidt, der sattsam bekannte frühere Direktor der Kasseler Trebertrocknungsgesellschaft, hat sich jetzt vor dem Kasseler Schwurgericht zu verantworten. Bekanntlich hatte der Zusammenbruch der von ihm geleiteten Gesellschaft den Sturz der hochangesehenen Leipziger Bank und eine Schädigung des deutschen Nationalvermögens um mehr als 100 Millionen Mark zur Folge. Um den nötigen Kredit zu seinen Börsenoperationen zu erwerben, griff Schmidt zu den gröblichsten Buchfälschungen. In den Büchern wurden fingierte Aufträge, fingierte Gewinne eingetragen, die Maschinenlieferungen an die Tochtergesellschaften wurden als Bargewinn eingetragen, so daß in dieser Weise Dividenden bis zu 200, 300, ja 500 Prozent herausgerechnet wurden. Dementsprechend gingen die Kurse rapide in die Höhe. Die Mittel für all diese geradezu wahnwißigen Gründungen bezog Schmidt von der Leipziger Bank. Als dieser die Mittel ausgingen, versuchte er betrügerische Manipulationen auf auswärtigen Plägen. Wir werden über die Verhandlungen nur berichten, wenn sich Sensationelles ereignet, und uns andernfalls mit der Registrierung des Urteils begnügen. Kleine Gerichts- Chronik. Im Prozeß gegen den Berliner Rechtsanwalt Liebling und seinen Schwager, den Agenten Covo, wegen des rumänischen Verlosungsschwindels, wird am Dienstag das Urteil verkündigt werben. Der Rechtsanwalt beantragte gegen Liebling und Covɔ zwei Jahre Gefängnis. Von den Angestellten im großen Buchmacherprozeß in Dresden wurden die Gebrüder Prochnow und Schwenn wegen gewerbsmäßigen Glücksspiels und Steuerhinterziehung zu je sechs Monaten Gefängnis und 6000 Mark Geldstrafe verurteilt. Nab und Fern. XXX Vom Besuch des Kaisers auf der hannoverschen Landwirtschafts- Ausstellung wird noch bekannt, daß er den Maschinen und Geräten in der Erzeugnishalle" seine besondere Aufmerksamkeit zuwandte. Er ließ sich die hier aufgestellten Proben der verschiedenen Bodenarten, sowie aus Torf verfertigte Fliesen zeigen. Weiter erregten sein großes Interesse die Ausstellung für Spiritusverwertung und die plastische Darstellung über die deutsche Zuckererzeugung. Der Kaiser hatte über das Gesehene warme Worte der Anerkennung. (;) Nach der Trauung erschossen. Ein furchtbares Drama ereignete sich in Darmstadt. Der Fabrikant Christian Stephan wollte mit seiner ihm eben angetrauten Frau die Hochzeitsreise antreten. Beim Ordnen des Reisegepäcks nahm Stephan zufällig einen Revolver zur Hand, die Waffe entlud sich, und der Schuß traf die Frau so unglücklich in die linke Bruſt, daß sie sofort tot zuſammenbrach. (-) Die allgemeine Teutsche Ausstellung in Aussig( Böhmen) wurde durch den Protektor Erzherzog Ferdinand Karl eröffnet. Der deutsche Bürgermeister Ohnesorg hielt eine längere Ansprache, in der er besonders betonte, daß auch das Nachbarreich in würdiger Weise auf der Ausstellung vertreten sei. Er schloß mit einem Hoch auf den Kaiser und den Erzherzog. Letzterer erwiderte in längerer Rede, in der er die Teilnahme so vie= ler Aussteller aus dem Desterreich- Ungarn durch mannigfache wirtschaftliche Beziehungen nahestehenden Nachbarreich mit Freuden begrüßte. □ Mordbrennerei auf einem dänischen Schiffe. Auf dem dänischen Schoner ,, Nimrod" hatte sich ein Passagier eingeschifft, der unterwegs den Versuch machte, den Kapitän zu ermorden und das Fahrzeug in Brand zu sehen. Nach verzweifelter Gegenwehr wurde er überwältigt und in Ketten gelegt. Der Verbrecher, der beim Einlaufen des Schoners in Kopenhagen der dortigen Polizei übergeben wurde, soll bereits vorher in Riga zwei Mordtaten verübt haben. Bunte Chronik. Ein amerikanisches Geschwader von drei Kreuzern, welches sich auf dem W ge nach Kiel befindet, ankerte auf der Reede von Nyborg auf der dänischen Insel Fünen. Im Berliner Tiergarten verwundete der Matrose Blaubiz durch Revolverschüsse seine ihm untreu gevordene Geliebte namens Marie Raudonat, versuchte deren neuen Liebhaber niederzuschießen und verlegte schließlich sich selbst durch zwei Schüsse an der Schläfe and Brust. - Die Ortschaft Mönichkirchen in Niederösterreich ist zum größten Teil niedergebrannt; 10 Personen sollen In den Flammen umgekommen sein. Lokales. Gießen, den 22. Juni 1903. *** Wie wir furz vor Redaktionsschluß erfahren, ist seitens der Parteileitung der Deutsch- sozialen Reformpartei in Dresden an den hiesigen WahlAusschuß der deutsch- soz. Reformpartei die Weisung ergangen, auf das Entschiedenste für den nat.lib. Kandidaten Heyligenstaedt einzutreten und sich nicht der Stimmenabgabe zu enthalten. Liebhaber führenden Gl Inferat unferes ab zur Plus/ p mertfam machen Standesam Morgen hatte, fand durch Herrn Dr. Kranzbühler aus Gießen nach einer Ansprache die Ueberreichung von sieben Ehrenzeichen mit der Zahl 25 an sieben noch jetzt der Wehr aktiv angehörenden Gründer der Wehr statt. Die Wehr zählt jetzt unter Herrn Gorr als Hauptmann insge samt 122 aktive und inattive Mitglieder. Unter den inaktiven befinden sich noch 13 Mitbegründer. Sehr viele auswär willige und Gailsche), Hungen, Lollar, Nidda und Badtige Wehren, so von Grünberg, Langgöng, Gießen( Freis Nauheim, sowie auch der Krieger-, Turn-, Arbeiter und die dret Gesangvereine von Heuchelheim nahmen an dem Festzuq wie an dem Feste teil. Flott spielte die Bauersche Kapelle zum Tanz auf und heiter drehten sich die Paare auf dem 17. Juni. Anna Elife M 13. Junt Georg g Bauer, Genugtuung fonstatieren, daß sich die amtlich gezählten Tanzplaß. Heute findet Volksfest statt und wollen wir Marie Fishba hoffen und wünschen, daß der heutige Tag, gleich wie der mit Goptie 2 * Das amtliche Wahlergebnis veröffentlichen wir in heutiger Nummer im Anzeigenteil. Wir können mit Stimmen mit den von uns veröffentlichten Ziffern so ziemlich decken. Mithin war unsere Zeitung die erste im Wahlkreis Gießen- Grünberg N dda die ein ziemlich genaues Resultat der Wahl brachte. *** Der Großherzog empfing am 20. Junt u. A. den Assistenten Dr. Schneider von der GewerbeInspektion Gießen. ** Das Amtsblatt des Großherzoglichen Ministeriums der Justiz, Nr. 15, enthält ein Ausschreiben betreffend den Ansatz der Gebühren und Auslagen der Gerichtsvollzieher. ** * Ein Fund aus dem 17. Jahrhundert, ein Wappenschild, ist im Hause der Architekten Stein & Meyer am Walltor gemacht worden. Das Schild trägt das Wappen der Post von Turn und Taxis. ** Gleiberg Verein. Den Vorsitz im Gleiberg- Verein hat in der letzten Generalversammlung Herr Provinzialdirektor Dr. Bretdert angenommen. ** Der Hilfsverein für entlassene Geistestrante in Hessen, der den Zweck hat, aus den Anstalten entlaffene Geistesfranke zu unterſtüßen und ihnen zu helfen bis sie wieder einen Erwerb gefunden, hat bei der diesjährigen Sammlung in Gießen 770 Mt. an freiwilligen Gaben zusammenbekommen. An Personen, welche in Gießen ihren Wohnsiz haben, wurden im abgelaufenen Vereinsjahr 2573 Mark gespendet. * Brandstifter. Der am Samstag morgen wegen mutmaßlicher Brandstiftung Verhaftete hat am Samstag Nachmittag die Tat eingestanden. Der Brandstifter, ein im Lande fich herumtreibender Handwerksbursche, der schon mehr auf dem Kerbholz hat, war am Donnerstag auf der hiesigen Natural- Verpflegungsstation und trieb sich Freitag obdachlos umher. Er ist etwa 30 Jahre alt, in Langenhain geboren und in Heuchelheim erzogen worden und soll schon einmal wegen Brandstiftung bestraft sein. Auf einer Karte teilte der Brandstifter seiner Braut" mit, wenn Du in der Beitung liest, daß es in Gießen gebrannt, dann denke nur daß ich es angesteckt habe." Schon als Knabe machte er von sich redev, da er ein äußerst mißratener Bursche war. Samstag nachmittag begab sich die Gerichtskommission mit dem Täter nach der Brandstätte zur gerichtlichen Besichtigung. Wie wir hören, hatte sich der erste Verdacht auf den durch seine vielen Brandstiftungen vor mehreren Jahren bekannt gewordenen Lackierer Keil gelenkt. Doch stellte sich alsbald die Grundlosigkeit des Verdachtes h raus, da er von der Polizei in der Brandnacht im Bett angetroffen wurde. *** Sittlichkeitsverbrechen. In Klein- Linden wurde ein 55jähriger Mann wegen Vergehens gegen die Sittlichkeit in Haft genommen. ** Die Ausflügler des Gymnasiums kehrten Samstag Abend wohlbehalten und befriedigt von ihren Touren zurück und haben mit erneuten Kräften ihre Tätigkeit heute wieder aufgenommen. Die Ober- und Unter- Prima waren unter Führung des Herrn Prof. Rahn nach dem Knülköpfchen; Ober- Sekunda unter Führung des Herrn Dr. Messer nach Dillenburg und Gladenbach; Unter- Sekunda unter Führung des Herrn Dr. Bernbeck nach Gladenbach und Lasphe; Ober- und Unter- Tertia unter Führung der Herren Dr. Schmidt und Lehramtsatzessist Sandmann nach der Saalburg; die Quarta nach Greifenstein und Dianaburg unter Führung des Herrn Oberlehrer Fuchs; die Quinta nach der Saalburg unter Führung des Herrn Lehramtsatzessist Wimnauer; die Serta und I. Klasse der Vorschule nach dem Bleiberg unter Führung des Herrn Lehrer Hartmann; die II. Klasse der Vorschule unter Führung des Herrn Lehrer Levi war nach Wieseck und die III. Klasse der Vorschule war unter Führung des Herrn Lehrer Ziprecht nach der Hardt. " ** Der Gesangverein Sängerfranz" feierte in Steins Garten gestern nachmittag sein Sommerfest bei guter Beteiligung. Durch abwechselnde Gesangsund Musikvorträge schwanden die Stunden in der ange= nehmsten Weise dahin. Der Gesangverein bewies mit seinen Liedervorträgen daß ec auf der Höhe steht und alte bewährte Kräfte in sich schließt. Die Militärkapelle hatte den befannten Schneid und wußte es den Damen bei den nachfolgenden Ball durch ausgewählte Tänze Recht zu machen. Die Fröhlichkeit schwang gestern das Szepter im Sär gerkranz, so daß das Fest zur größten Befriedigung verlief. ** Der hessische Athletenverband 3- wettstreit findet am 4. 5. und 6. Juli in Marburg statt. Es wird auf dem Wettstreit zum ersten Mal die Meisterschaft für Hessen zum Austrag gebracht. Unter anderen Vereinen nimmt an dem Wettstreit auch der Gießener erste Stemm- und Ring- Klub und der Athleten- Klub Gießen teil. Beim Mähen gebe man acht auf junge Hasen, Fasanen und Rebhühner, denen durch unvorsichtiges Mähen leicht Schaden zugefügt werden kann. *** Heuchelheim, 21. Juni. Am gestrigen Sonntag fand unter Beteiligung der gesamten Einwohnerschaft das 25jährige Stiftungsfest der hiesigen Freiw. Feuerwehr statt. Der ganze Dt war festlich geschmückt und munteres Leben herrschte auf dem Festplaße, der den Charakter eines rechten Volksfestes trug. Nach einer Uebung, die die Wehr gestern| gestrige ausfällt. Der Feuerwehr in Heuchelheim rufen wir und wünschen ihr ferneres Blühen und Gedeihen." von dieser Stelle aus, ein kräftiges Gut Schlauch!" zu, " haltenen Versammlung beschloß der Radfahrerverein Rabenau Londorf, 21. Junt. In einer am Donnerstag abgesein diesjähriges Sommerfest, bestehend aus Rennen, Konzert und Ball am Sonntag, den 12. Juli abzuhalten. Lich, 21. Juni. Die Eröffnung der Nebenbahn LichBußbach wird voraussichtlich zu Neujahr erfolgen; Stationen erhalten außer Bußbach und Lich: Hof Gül, Muschenheim, Treis- Münzenberg, Stadt und Burg Münzenberg, Ober- Hörgern, Gambach und Griedel. Hoffentlich wird die Bahn in nicht allzu ferner Zeit nach Grünberg durchgeführt. A Lich, 21. Juni. Sein 50jähriges Dienstjubiläum Jäger begehen. wird am 3. Juli unser langjähriger Lehrer und Organist Ernst Carl Ju Tromp Anfang Eberstadt, 21 Juni. In voriger Woche stieg ein wohners und entwendete eine Taschenuhr. Der Dieb wurde Bettler am hellen Tage durch das Fenster eines hiesigen Einbeobachtet, als er bieg merkte, entfloh er. Der in Bußbach Luftkuro auf den Strolch durch Telephon aufmerksam gemachten Gendarmerie gelang es, den Einbrecher fest zu nehmen und nahm ihm seinen Raub wieder ab. [+] Grünberg, 21. Juni. Im benachbarten Londorf matte am Freitag Morgen der im 50 Lebensjahre stehende, Ende. ledige Schmied, Peter Dürr, seinem Leben durch Erhängen ein Minuten vom wege. Penfion t fowie Gelegenheit Bestellung) bon Billardzimmer. Gelegenheit zum Darmstadt wurde unter Ausschluß der Deffentlichkeit die An** Wetterfeld, 21. Juni. Vom Schwurgericht in klage gegen die 25jährige, ledige Krankenpflegerin Johannette 8. Mai d. J. hat die damals in Hausen bei Offenbach Dörnis wegen vorfäßlicher Kindestötung verhandelt. Am wohnende Angeklagte ihr uneheliches Kind alsbald nach der Geburt durch Ersticken getötet und die Leiche durch VerD., sich Heiratsaussichten, die sie zu haben glaubte, zu beeinbrennen beseitigt. Motiv der Tat war die Besorgnis der trächtigen; außerdem befand sie sich in schlechten Verhält. Feuerwehr in nissen. Nach anfänglichem Leugnen hatte sie ein volles Geständnis abgelegt. Die Angeflagte wurde zu 3 Jahren 6 Monaten Gefängnis verurteilt. wurden gestern hier unter Leitung des Lehrers Jakob die ** Wetterfeld, 22. Juni. Unter großem Andrang Lutherfestspiele gegeben. Wir wollen heute nur das sagen, daß die auf nächsten Sonntag anberaumte leßte Vorstellung nur empfohlen werden kann. *** Queckborn, 22. Juni. Gestern Sonntag fand hier eine sozialdemokratische Versammlung statt, freis Gießen- Grünberg- Nidda. Herr Kaufmann Krumm in welcher der Kandidat der Sozialdemokratie für den Wahlregten Diskussion wurde von liberaler Seite die Ausführvon Gießen, gesprochen hat. In der nach dem Referat angeungen Krumms widerlegt. den fefte fagen to deihe die Freit Langg Markt 7 ( With wehr wurde fürzlich unser Mitbürger Christoph Wehrwein Burg- Gemünden. Zum Befehlshaber unserer Feuer Küchenlam gewählt. Derselbe ist sehr beliebt, sodaß seine Bestätigung sicher ist. Der frühere Befehlshaber Herrmann mußte in Stehlampe folge Wegzug nach Klein- Linden das Amt niederlegen. Befte abso *** Nieder- Gemünden, 22. Juni. Der Geflügelzüchterverein von Grünberg und dem Hängelam Vogelsberg hielt gestern Nachmittag hier in der Södler'schen Wirtschaft eine Generalversammlung ab. Von Bon Ausleihung der Käfige, welche einen Wert von über 1200 den Beratungsgegenständen ist besonders zu erwähnen die Mark repräsentieren, an den neugegründeten Geflügelzucht: verein in Alsfeld gegen eine angemessene Vergütung. Der Alsfelder Verein beabsichtigt in nächster 3 it schon eine Ausstellung zu restieren. Nach der Versammlung, die sehr gut besucht war, blieb man noch lange recht gemütlich beidurch komische Vorträge dielfidele Stimmung zur Freude aller sammen, wobei die Gebr. Maus von Ruppertenrod erhöhten. * * Büdingen, 21. Juni. Ein Sittlichkeitsverbrechen an einem 21/ 2jährigen Mädchen verübte der 15 Jahre alte Bernhard Knaf. K. wurde in der Nacht verhaftet. * ** Herbstein, 21. Juni. Kürzlich tagte hier die neun, zehnte Hauptversammlung des Vogelsberger Höhenflubs. Beschlossen wurde u. a. für einen Aussichtsturm auf der Herchenhainer Höhe Mt. 100 zu bewilligen. = es werde Wetzlar, 21. Juni. Bei dem Besuch des Herrn Kultusminister Exzellenz Dr. Studt in unserer Stadt, sprach der Herr Minister bei der Besichtigung des Domes sich über die Renovierung des Domes dahin aus, daß man in W z'ar sich der Hoffnung hingeben dürfe ihm nach vorheriger Vereinbarung mit dem Herrn Finanz minister möglich sein- die staatliche Genehmigung für eine Lotterie zu Gunsten des Domes in Bälde zu erwirken. Mainz, 21. Junt. Der Raubmörder Detrois heulte und tobte Tage lang nach seiner Verurteilung zum Tode in der Zelle und schrie beständig:„ Ich will nicht sterben, ich will mich bessern!" zu spät! * Wiesbaden, 21. Juni. Die Stadtverordneten genehmigten die von Professor Thiersch- München entworfenen Pläne für den Kurhausneubau und bewilligie die für die Ausführung derselben erforderliche Bausumme von 3 Millionen Mart. Chaiſenlate PetroleumElett In der 3 in hiesiger S gefunden berloren Entlaufe Entpfl Die Gmp tände beliebe zu machen. Die am Bahnhofftra gaffe wird hier Gießen 1. Kranzbihler au rreichung von sieben eben noch jetzt de Behr statt. Di Hauptmann insge Unter den inattiver Geschäftliches. Liebhaber eines einmaligen zur schnellen Entscheidung führenden Glücksversuchs glauben wir auf die nach einem Inserat unseres heutigen Blattes vom 23. Juni dieses Jahres ab zur Ausspielung gelangende Gothaer Geldlotterie aufmerksam machen zu wollen Sehr biele auswärtandesamt- Nachrichten der Stadt Gießen. öns, Gießen( Frei Nidda und Bad Aufgebotene. 1, Arbeiter und die Anna Elise Marie Weiß dahier. 17. Juni. Christian Köhler, Schneider dahier mit men an dem Feftzug ie Bauersche Kapelle 13. Junt. Johann Theodor Heinrich Karl Ferdinand Bezirkshauptmannschaft Annaberg, mit Charlotte Katharine Hedwig Emilie Theodore Mathilde Marie Martha Güngerich dahier. Geborene. - 7. Juni. Dem Fabrikant Johann Baptist Philipp Karl Fießer eine Tochter, Mechthildis Margarete Katharine Anna Marie. 9. Juni. Dem Fuhrknecht Friedrich Müller eine Tochter, Anna. 10. Juni. Dem Kellner Philipp Lehrmund ein Sohn, Heinrich. 12. Juni. Dem Maurerpolier Ernst Ludwig ein Sohn, Karl Ernst. 13. Juni. Dem Ingenieur Carl Martin ein Sohn. Dem Glasermeister Otto Brühl ein Sohn. 14. Juni. Dem Schreiner Karl Peter ein Sohn. Dem Schneider Heinrich Ludwig SteinDem Taglöhner Heinrich Repp ein Sohn, Heinrich. Dem Hauptmann und Kompagniechef Traugott von Bursztini ein Dem Gärtner Julius Baul ein Sohn. Dem Schlosser Theodor Dörr ein Sohn. Dem Fuhrknecht Heinrich Koch ein Sohn, Wilhelm Heinrich. 18. Juni. Dem Eisenbahnbureaugehilfen Theodor Schlitt eine Tochter, Karoline Therese. Dem Fabrikant Georg Johann Balthaser Noll eine Tochter. Gestorbene. 13. Juni. Marie Rosenbecker geborene Schmidt, 37 Jahre alt, Ehefrau des Taglöhners Peter Rosenbecker. Elifabete Karoline Noll, 2 Jahre 11 Monate alt, Tochter des Buchbinders Heinrich Noll. 15. Juni. Helena Katharina Emig, 10 Monate 20 Tage alt, Tochter des Postschaffners Johann Emig. Christian Bansa 68 Jahre 7 Monate alt, Generaldirektor außer Dienst. 18. Juni. Friedrich Ruddie Paare auf dem Georg Bauer, Musiker und Instrumentenmacher dahier, mit brecher eine Tochter. Demselben eine Tochter( Zwillinge). hardt, 35 Jahre alt, Taglöhner dahier. it und wollen wir garie Fischbach dahier. Heinrich Reuel, Fuhrknecht dahier, Tag, gleich wie der mit Sophie Wiegenfeld dahier. 15. Juni. Doftor Frig uchelheim rufen wir Ernst Carl Julius Curschmann, praktischer Arzt in Buchholz, Sohn, Alfred Felix Georg. 16. Juni. Gut Schlauch!" 34, Gedeihen. am Donnerstag abge: Fahrerverein Rabenau aus Rennen, Konzer bzuhalten. der Nebenbahn Lich rfolgen; Stationen Güll, Muschenheim, nzenberg, Ober- Hör wird die Bahn Brünberg durd Jes Zum neuen Saalbau ( früber: Steins Garten). Dienstag, den 23. Juni Konzert ausgeführt von dem enjubiläum Trompetercorps des 13. Husaren- Regiments, Mainz. chrer und Organit iger Woche stieg ein reines biefigen Gin r. Der Dieb wurde Anfang 8 Uhr. Eintritt 50 Pig. Trescher& Schrödel. Bud Luftkurort Miltenberg a. Main. Th. Scholl's berühmteges. am gemachten Gennehmen und nahm hbarten Londorf Hotel Engel 5 Minuten vom Wald entfernt, wege. Pension von Mt. 4.50 wunderschöne, schattige Spazieron. Reit- und Fah gelegenheit, Diners für Vereine( auf vorherige ebensjahre stehende, sowie Gelegenheit zum Rudern n durch Geſelſchaftsz mmer, Gaſt- und Schwurgericht in ffentlichkeit die An pflegerin Johannette g verhandelt. Am aufen bei Offenba d alsbald nach der Leiche durch Ver die Besorgnis der Sen glaubte, zu beein Billardzimmer. Konzert- Saal. Kalte und warme Bäder im Hotel. Gelegenheit zum Angeln.. Hochachtungsvoll Ernst Hecht, Königl. Masik dirigent a. D. ¤¤¤¤¤¤¤¤¤¤¤¤ D. R. Fussschweiss- Seife Prämiert Paris, beseitigt sofort jeden üblen Geruch u. 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ØØØØØØØØ¶Ø¤¤¤¤¤¤¤¤¤ Sonntag fand hier Markt ammlung statt, ratie für den Wahlaufmann Krumm dem Referat ange Seite die Ausführ 7 Fritz Eccarius Markt 7 ( Wilhelm Orbig Nachfolger) haber unserer Feuer Küchenlampen Thriftoph Wehrwein ß seine Bestätigung Serrmann mußte in Stehlampen nt niederlegen. Der Geflügel Hängelampen rg und dem ittag hier in der ammlung ab. Von 3 su erwähnen die Befte absolute zu Bert von über 1200 beten Geflügelzuch Chaisenlaternen,' Vergütung. Der 3- it schon eine fammlung, die ihr Petroleumrecht gemütlich bei Ruppertenrod ung zur Freude aller lichkeitsverbrechen an er 15 Jahre alte t verhaftet. lagte hier die neun empfiehlt: CATENT unter Garantie. von Mr. 0.50 bis mr. 3.50 Don 2.00 bis " mr. 40.Gießen Pußfrau für einigeVormittagstunden gesucht. Weftanlage 10, part. Schuhmachergeselle sofort gesucht. 14 Mr. zu vermieten. Schöne Aussicht." Druck und Verlag der Gießener Verlagsdruckeret, borm. Wilh. Keller'sche Buchdruckerei( gegr. 1873); für die Redaktion verantwortlich: Albin Klein, Gießen. Bekanntmachung, betreffend Reichstagswahl. Es wird hierdurch zur öffentlichen Kenntnis gebracht, daß bei der am 16. d. M. vorgenommenen Wahl in d.m 1. Wahlkreise des Großherzogtums von 16 624 gültig abgegebenen Stimmen gefallen sind auf: 1. Stadtverordneter Eduard Krumm in Gießen: 6025. 2 Kommerzienrat Louis Heyligenstaedt in Gießen 5355. 3. Bürgermeister Philipp Köhler in Langsdorf: 5123. 4. Kaufmann Josef Moithan in Mainz: 5. Auf andere Personen 105. 16. Da hiernach eine absolute Stimmenmehrheit auf keinen der Kandidaten gefallen ist, wird die Vornahme einer enge ren Wahl zwischen den höchst bestimmten Stadtver ordneten Eduard Krumm und Kommerzienrat Louis Heyligenstardt in Gießen Donnerstag, den 25. Juni 1903 mit dem Bemerken festgesetzt, daß bei dieser Wahl alle auf andere Kandidaten fallenden Stimmen ungiltig sind. Die Zusammenstellung der Ergebnisse dieser letteren Wahl wird. Montag, d n 29 Juni d. J., vormittags 10 Uhr, in dem Sigungsfaale des Regierungsgebäudes zu Gießen stattfinden und das Ergebnis sodann verkündet werden. Der Zutritt zu dem Lokale steht jedem Wähler frei. Gießen, den 20. Juni 1903. Großherzogliches Kreisamt Gießen. Dr. Breidert. Bekanntmachung, betreffend Reichstagswahl. Unter Bezugnahme auf die vorstehende Bekanntmachung obigen Betreffs, wonach eine engere Wahl für den Reichstag auf Donnerstag, den 25. d. Mts., festgesetzt ist, wird Kleine Wohnungenden bezüglich des Wahlgeschäfts das Folgende zur öffentlichen Kenntnis gebracht. mit al sbald zu vermieten Brandblak 15 Kleine Wohnung an ruh. Leute pr. 15. Junt zu vermieten. Näh. Kirchenplay 21, Gieken. 4- Zimmer wohnung mit Gartenanteil sofort zu verm. Liebigstraße 58, II. Stübchen mit Bett Städt. Wohnungsnachals Schlafstelle zu vermieten. B. Amend, Ludwigsplay 4. weis Gießen. Gartenstraße 2, Zimmer Nr. 14. Es sind zu vermiet.: 27 Wohnungen von 2 bis 7 Zimmern 4 möbl. 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Insbesondere bleiben die Wahlbezirke, die Wahllokale und die Wahlvorsteher unverändert. Bei der engeren Wahl werden dieselben Wählerlisten angewendet wie bei der ersten Wahlhandlung. Eine wiederholte Auslegung und Berichtigung derselben findet nicht statt. Gießen, den 20. Juni 1903. Großherzogliches Kreisamt Gießen. Dr. Breidert. Betr. Wie oben. Gießen, 20. Juni 1903. 2.00 bis als 500 gr. 1.00 Dt.; außerdem Katharina Sauerwein, Das Großherzogliche Kreisamt Gießen box " mr. 80.fichere Sturmlaternen. echte Motardferzen. Öfenu.-Kocher Elektrische Lampen. Gaslampen. Bekanntmachung. In der Zeit vom 13. Mai bis 20. Juni 1903 wurden in hiesiger Stadt gefunden: Geld, 1 goldn. Siegelring, 1 Uhrkette, fichtêturm auf bec verloren: 1 Damenuhr, 1 goldne Brosche, ger Höhenklubs. Begen. Besuch des Herrn in unserer Stadt, htigung des Domes ahin aus, daß man dürfe- es werde 1 braunlederne Brieftasche und 1 schwarzledernes Cigarrenetui. Entlaufen ist: 1 Rattenpinscher. Entpflogen sind: 2 Kanarienvögel. Die Empfangsberechtigten der gefundenen Gegenist für jede Wohnungsanmeldung 1.00 Mt. zu hinterlegen. Für Grünberg. folgt die wohnungssuchenden er: Hilfe* g; Blustod. Timermann Bekanntmachung. an die Großherzoglichen Bürgermeistereien und Wahlvorsteher des Kreises. Die vorstehende Bekanntmachung wollen Sie angesichts dieses, jedenfalls noch am Montag, den 22. Juni in Ihren Gemeinden ortsüblich bekannt machen lassen. Zu Ihrem Bemessen verweisen wir Sie auf§ 28 ff. des Wahlreglements und beauftragen Ste, genau hiernach zu verfahren und, insofern Sie nicht selbst als Wahlvorsteher fungieren, 6025 die Wahlvorsteher dementsprechend zu instruieren. Die Reichstagswahl betreffend. Bei der am 16. 1. Mts. stattgefundenen Wahl in dem 1. Wahlkreis des Großherzogtums Hessen haben von 16 624 giltig abgegebenen Stimmen erhalten: 1. Stadtverordn. Eduard Krumm in Gießen 2. Kommerzienrat Louis Heyligenstaedt- Gießen 3. Bürgermeister Ph. Köhler- Langsdorf 4. Kaufmann Joseph Molthan in Mainz 5. Andere Personen 5355 Die erforderlichen Protofollformulare, Formulare für die 5123 Gegenliste, Wählerlisten und Wahlzettelumschläge gehen Ihnen 105 mit nächster Post zu. Die Umschläge sind sofort nachzuzählen, 16 etwa Fehlendes ist uns sofort anzuzeigen. Da hiernach eine absolute Stimmen mehrheit auf Die Wahlakten wollen Sie unfehlbar am Freitag, einer engeren Wahl zwischen den höchstbestimmten daß und wann die Publikation der obigen Bekanntkeinen der Kandidaten gefallen ist, ist die Bornahme den 26. Juni, zugleich mit Ihrer berichtlichen Unzeige, Stad verordneten Eduard Krummund Kommerzien- machung in Ihren Gemeinden erfolgt ist, an den UnterDonnerstag, 25. Juni 1903 festgesetzt worden. Alle auf andere Kandidaten fallenden Stimmen sind hierbei ungültig. Die Abstimmung beginnt um 10 Uhr vormittags dem Herrn Finanz stände belieben ihre Ansprüche alsbald bei uns geltend und wird um 7 Uhr nachmittags geschlossen. Genehmigung für zu machen. Bälde zu erwirken. Srber Detrois heulte eilung zum Tode in ill nicht sterben, ich Großh. Polizeiamt Gießen. Hechler. Bekanntmachung. Die Wahl findet auf denselben Grundlagen und nach denselben Vorschriften statt, wie die erste Wahl. Insbesondere bleiben die Walbezirke, die Wahllokale und die Wahlvorsteher unverändert. Bei der engeren Wahl werden dieselben Wählerlisten Die am 20. April 1903 angeordnete Sperre der angewendet, wie bei der ersten Wahlhandlung. Eine Bahnhofstraße zwischen Schanzenstraße und Löwen- wiederholte Auslegung und Berichtigung derselben findet nicht statt. Gießen, den 20. Juni 1903. Gießen, den 22 Juni 1903. Der Oberbürgermeister Mecum. Rünchen entworfenen gasse wird hiermit aufgehoben. Stadtverordneten ge willigie bie für die me bon 3 Millionen Großh. Polizeiamt Gießen. Hechler. zeichneten mit dem Vermerk ,, Reichsdienstsache" zur Post geben. Den Wahlakten hat die besondere Bescheinigung der Großh. Bürgermeisterei darüber betzuliegen, daß und wann die ortsübliche Bekanntmachung des Wahltermins erfolgt ist(§ 31 Abs. 4 des Wahlreglements). Dem Protokoll hat daher beizuliegen: 1. die von der Wahlkommission auch bei der engeren Wahl zu unterschreibende Wählerliste, welche die Vermerke der Abstimmung enthält( und zwar nicht das Original, sondern bloß das Duplikat dieser Liste); 2. die Zähliste, wenn eine solche besonders geführt worden ist; 3. die Gegenliste; 4. Bescheinigung der Bürgermeisterei wegen Bekanntmachung des Wahltermins usw.; 5. etwaige Stimmzettel nebst Umschläge, über deren Giltigkeit der Wahlvorstand Beschluß gefaßt hat(§ 20 des Reglements). Dr. Breidert. Grosser Inventur- Ausverkauf Sämtliche Waren- Bestände zu bedeutend ermäßigten Preisen. Große Anzahl Schlafzimmer bedeutend unter Preis 6 Schlafzimmer, echt Satin- Nußbaum, unter Anderem: Sasa S2525252525 152525252525 bestehend aus: 2 Bettstellen, innen Eiche, 1' zweitür. 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