Nr. 18. Abonnement& prets: in Gießen, abgeholt monatlich 50 Bfa., n's Haus gebracht 60 Pfg., durch die Poft bezogen viertelfährlich Mr. 1.50. Gratisbeilagen: Oberhefftsche Familienzeitung( täglich) Oberbeffische Beitschrift für Landwirtschaft, Obst- und Bartenbau, sowie die Gießener Seifenblasen( wöchentlich). Das Blatt erfd eint an allen Werktagen nachmittags. Donnerstag, den 22. Januar 1903. Gießener 12. Jahrgang. Insertionsprei de Die einspaltige Petitzeile für Gießen wie ganz Oberbeffen, die Kreise Wezlar und Marburg 10 Vfa. fonft 15 Pfg.: Reklamen die Petitzeile 30 resp. 40 Pfg. Foftzeitungsliste No. 3269. Redaktion und Expedition: Gießen Neuenweg 28. Fernsprechenschink Nr. 362. Neuelle Nachrichten ( Gießener Tageblatt) Anabhängige Tageszeitung ( Gießener Zeitung) für Oberheffen und die Kreise Marburg und Wetlar; Lokalanzeiger für Gießen und Umgebung. Enthält alle amtlichen Bekanntmachungen der Großh. Bürgermeisterei Gießen und anderer Behörden von Oberhessen. Deutscher Reichstag. 249. Sigung. CB. Berlin, 21. Januar. Die Parteien über den Etat.- Die heutige Sigung brachte eine kleine Enttäuschung Ran hatte erwartet, daß der Präsident vor Beginn der lagesordnung irgend eine Erklärung über seinen g strigen usammenstoß mit dem Abg. v. Bollmar abgeben werde. in der heutigen Nummer des Vorwärts" wird der Präident von dem sozialdemokratischen Fraktionsvorstand in charfer Weise provoziert; es wird ihm vorgeworfen, er durch sein Verhalten dem Abg. v. Vollmar gegenüb.. nicht allein die Redefreiheit im Reichstag mißachtet, sonern sich auch mit seinem früheren Ver Aten in Biderpruch gesetzt habe. Für den morgigen Abend sind denn mud 31 sozialdemokratische Volf versammlungen angeündigt, in denen gegen das Verhalten des Grajen Balle trem protestiert werden soll. Allein die von einigen Seiten erwartete Erklärung des Reichstagspräsidenten lieb aus. In gewohnter Weise eröffne Graf Ballestrem Die Sigung und erteilte sogleich das Wort dem Abg. Richter. Um mit einer Aeußerlichkeit zu bejinnen: Abg. Richter fängt an, der Zeit ihren Tribut ju entrichten; sein Organ, das einst den Saal zu durchröhnen pflegte, flingt dünn und matt, auch seine Rede ist matter als ehedem, seine sachlichen Ausführungen sind llar, schlagend, aber ohne zündende Nuancen, die man bei diesem Führer der freisinnigen Bolkspartei gewöhnt war, die ihn zu seiner Berühmtheit gebracht. Schuld an der schlechten finanziellen Lage des Reiches seien das Flottengesez und der dadurch enorm gesteigerte MarineStat. Er geht die einzelnen Forderungen für Heer und Marine durch und sucht nachzuweisen, daß das Reich viel plendider wirtschafte, als seine Mittel es erlaubten. Nach dem er den Zolltarif und die Handelsverträge gestreift, tommt Abg. Richter zur Frage der Zulässigkeit der parlamentarischen Besprechung kaiserlicher Reden. Neue Sitten würden dem Reichstag jeẞt aufgezwungen. Wenn laiserliche Meinungsäußerungen außerhalb jeder Kritik ichen sollen, sei das eine konstitutionelle Farce. Er begrüße es freudig, daß der Präsident wenigstens die Besprechung der Swinemünder Depesche zugelassen habe, das ei ein wertvoller Präcedenzfall. Die gestrige Beschränkung sasse er dahin auf, daß Privatverhältnisse nicht in die Debatte gezogen werden sollen. Man habe jezt eine Kabinettspolitis, die vor hundert Jahren am Plaze war. Er glaube, daß es zu feiner Zeit schwerer gewesen sei, Minister zu sein, als gegenwärtig. Der Reichskanzler nicht, was große Heiterfeit auf allen Seiten des Hauses hervor uft. Wenn es so weitergeht, würden die Minister, anders als zu Bismards Zeiten, bald zu Handlangern herabgedrückt sein.( Lebhafter Beifall.) Abg. v. Kardorff sprach für die Reichspartei. Er rechtfertigte die Haltung der konservativen Mehrheit und feiner politischen Freunde in der Zolltarisfrage und betonte, daß beide lediglich im Interesse der Landwirtschaft dem Zolltarif zugestimmt hätten. Für die freisinnige Vereinigung nahm Abg. Schrader das Wort, um darzulegen, daß unsere Finanzverhältnisse nur durch Einführung einer Reichseinkommensteuer gebessert werden fönnten. Am Schluß seiner Rede ermahnte er die Regierung, in Zukunft die Gesetzgebung so zu gestalten, daß der Sozialdemokratie der Boden abgegraben werde. Gegenwärtig lägen die Verhältnisse so, daß die Arbeiter in den Sozialdemokraten die alleinigen Vertreter erblicken. Shm folgte der Führer der Deutsch- Sozialen Liebermann v. Sonnenberg, der für ein gutes Verhältnis wischen dem Bund der Landwirte und den Deutschkonserbativen plaidiert. Das gestrige Verhalten des Präsidenten gegen den Abg. v. Vollmar bedauert er. In unserer Zeit cheine der Grundsatz zu herrschen: Die Abgeordneten haben zu schweigen, da die Generale reden. Reichskanzler Graf Bülow kommt nochmals auf das, uch vom Abg. Richter berührte Verhältnis zwischen Raiser und Kanzler. Mit der Individualität des Monarchen müsse jeder Kanzler rechnen. Wer wissen will, vie die Welt über unseren Kaiser urteile, solle seinen Blick nach dem Auslande richten. Dort tam es mehr ls einmal vor, daß in Parlamenten unser Kaiser als Borbild eines zielbewußten Herrschers gepriesen wurde. Ran möge dem Kaiser vorwerfen, was man wolle, aber in Philister sei er nicht( gr. Heiterkeit.) Den Nichtmpfang der Burengenrale erklärt alsdann Graf Bülow vie folgt: Man sei bereit gewesen, die Buren als engfische Untertanen zu empfangen. De Wet sei damit einerstanden gewesen, habe aber später gefordert, Paiser berufen zu werden. Diese Zumutung mußte bgelehnt werden. Nach einer kurzen Erwiderung des bg. b. Sonnenberg vertagt sich das Haus. Die Politik. Patenteinsichtsstellen. zum Um den beteiligten Kreisen die Einsicht der deutschen Batentschriften zu erleichtern, sind innerhalb des deutschen Reiches an Orten, die als Mittelpunkt größerer gewerblicher Betriebe anzusehen sind, oder den Siz eines allgemeineren gewerblichen oder wissenschaftlichen Lebens bilden, Patentschriftenauslegestellen eingerichtet worden, denen vom kaiserlichen Patentamt die Patentschriften entweber aus sämtlichen Klassen oder aus denjenigen Klassen fortlaufend überwiesen werden, die für die örtlichen Bedürfnisse hauptsächlich in Betracht kommen. Die Auslegestellen sind verpflichtet, an bestimmten, öffentlich befannt zu machenden Tagen und zu bestimmten Tageszeiten die Auslegeräume offen zu halten und jedermann die Einsicht der Patentschriften unentgeltlich, unter Umständen auch außerhalb der Auslegeräume, zu gestatten. Ein neuer Tuckerbriefprozeß. Dr. Carl Peters hat bekanntlich den zur Zeit in Afrika weilenden früheren Leutnant der Schußtruppe Bronsart v. Schellendorf bezichtigt, er sei der Ürheber des gefälschten Tuckerbriefes, mit dem Bebel seiner Zeit gegen Peters im Reichstage loszog und der auch die Verurteilung Peters' in dem gegen ihn anhängig gemachten Disziplinarverfahren zur Folge hatte. Leutnant v. Bronsart hat sich gegen diese Bezichtigung energisch verwahrt, und sein Vater, der Wirkt. Geh. Rat Hans von Bronsart, teilt jetzt öffentlich mit, daß sein Sohn gegen Dr. Peters die Verleumdungsklage einreichen werde. Die Vollmacht zur Prozeßführung will Leutnant v. Bronsart einem Freunde übertragen, die Vollmachtsurkunde ist z. 3t. von Ostafrika hierher unterwegs. Der Prozeß wird die erfreuliche Folge haben, daß Herr Dr. Peters endlich Herrn Bebel als Zeugen vor Gericht zitieren kann. Herr Bebel wird sein bisher trop aller Anzapfungen trampshaft bewahrtes Schweigen über die Urheber des Tuderbriefes bezw. den Gewährsmann, von dem er den Brief erhalten hat, brechen und Herrn Peters Rede und Antwort stehen müssen. So wird man doch endlich erfahren, von wem der Bubenstreich ausgegangen ist, der Deutschland seines besten, tatlustigsten und tatkräftigsten Afrikaners beraubt hat. Die Revolutions wirren in Venezuela. dauern iroz Castros Versicherung, der Aufstand sei so gut wie aussichtslos, ungeschwächt fort. Der revɔlutionäre General Riera griff am Dienstag gegen Mitternacht Coro an. Der Kampf im Innern der Stadt dauerte zehn Stunden. Es gab zahlreiche Tote und Verwundete. Der angerichtete Schaden ist beträchtlich. Die revolutionären. Truppen ziehen sich zurück. Die Regierung und die Bevölkerung von Caracas erwarten voller Sorge das Ergebnis der Verhandlungen Bowens, di die Lebensmittel im Preise stark gestiegen sind und bald vollständig ausgehen werden. Die Straßen von Caracas sind mit Ausnahme des Hauptplatzes nicht mehr beleuchtet. Castro hat, um den Gang der Verhandlungen zu beschleunigen, den amerikanischen Gesandten Bowen ermächtigt, die venezolanischen Zölle als Garantie für die Erfüllung der Verpflichtungen Venezuelas gegenüber den Forderungen der Mächte anzubieten.- Ueber die ,, Panther"-Affaire denkt man in amerikanischen Regierungskreisen im Gegensatz zur amerikanischen Presse sehr vernünftig. Offenbar sagt man sich, daß die Maßnahme des Schiffes gegen das Fort San Carlo auf Beschluß aller drei Oberbefehlshaber der Blockadeschiffe erfolgt sein wird, also nicht auf Deutschlands Konto allein gesezt werden kann. Uebrigens läßt jetzt auch die deutsche Regierung offiziös erklären, sie denke nicht daran, die Operationen in Venezuela von Berlin aus zu leiten. Amerikanische Blätter hatten bekanntlich behauptet, der Kaiser habe dem ,, Panther" den Befehl gegeben, irgend eine venezolanische Stadt zu beschießen, ehe noch Bowen in Washington angelangt sei. Kürze politische Nachrichten. * Berlin, 21. Januar.( Hofbericht.) Das Kaiserpaar mit dem Prinzen Eitel Friedrich und Prinz und Brinzessin Heinrich wohnten gestern der Vorstellung des Tartüffe" und der Albernen Preziösen" von Molière bei. In beiden Stücken spielte der französische Schauspieler Coquelin, der z. Zt. hier wieder ein Gastspiel gibt, die Hauptrolle. Die kaiserlichen Herrschaften begrüßten den Schauspieler, wie das übrige Publikum, bei seinem Erscheinen auf der Bühne mit lebhaftem Händeflatschen. Heute Morgen unternahm das Kaiserpaar mit dem Prinzen Eitel Friedrich eine Promenade im Tiergarten; der Kaiser hatte im Anschluß daran eine Unterredung mit dem Reichskanzler und hörte dann im Schloß Vorträge. Der Kaiser wird am 23. oder 24. März zur Vereidigung der Marinerekruten in Wilhelmshaven eintreffen. Unterwegs wird er einen Abstecher nach Bremen machen. Für den Mai ist eine von Bremerhaven ausgehende zweitägige Nordlandfahrt mit dem Lloyddampfer. ,, Kaifer Wilhelm II." geplant, an der auch die Kaiserin teilnehmen wird(?) Die Kaiserin besuchte gestern das Pestalozzi- Fröbelhaus. Sie ließ sich durch die gesamten Krippenräume führen und besichtigte diese eingehend; dabei beschäftigte sie sich auch mit den kleinen Bfleglingen. * Nach einer Meldung aus Petersburg befindet sich der Kronprinz wieder ganz wohl. Das Zarenpaar stattete dem Kronprinzen am Dienstag Nachmittag einen Die Besuch ab, ebenso der Großfürst- Thronfolger. Orientreise des Kronprinzen und des Prinzen Eitel Frie drich, wird, so will ein Londoner Blait erfahren haben, sich bis Khartum ausdehnen; später soll dann noch eine Reise mit der sibirischen Bahn nach Kiautschou in Frage kommen. * Die Ausführungen des Reichskanzlers über das Swinemünder Telegramm des Kaisers an den Prinzregenten haben wegen ihrer rückhaltlosen Offenheit und wahrheitsgetreuen Darlegung der ganzen Angelegen heit auch am bayerischen Hofe großen Beifall gefunden. * In allen Parteien des Reichstags ist man mit dem Vorgehen des Reichstagspräsidenten betr. die Erör terung der Krupp- Angelegenheit nicht einverstanden. Die Regierung hat dabei jedenfalls nicht, wie man teilweise behanptete, die Hand im Spiele, das Verfahren des Grafen Ballestrem ist ihr vielmehr sehr überraschend gekommen. Graf v. Bülow erwartete sozialdemokratische Angriffe in der Krupp- Sache und hatte sich vorbereitet, darauf zu antworten. * In Ankona sand am Dienstag die Beerdigung des au Bord des deutschen Schulschiffes Stein" verstorbenen Kapitänleutnants Reiche statt. Sämtliche Offiziere und Kadetten der Stein", der deutsche Konsul, die Behörden sowie eine große Volismenge nahmen daran teil. Italienische Truppen erwiesen die militärischen Ehren. * Vom 1. Mai d. J. ab fällt die Bestimmung sort, wonach den Eisenbahnreisenden 3. Klasse nur gegen Nachzahlung des Betrages für ein Billet 4. Klasse für die von ihnen im Speisewagen zurückgelegte Strecke gestattet war, den Speisewagen zu benußen. Vom 1. Mai ab dürfen die Reisenden 3. Klasse an den gemeinsamen Mahlzeiten im Speisewagen ohne Nachzahlung des Preis- Unterschiedes teilnehmen. Nur in den Fällen, wo der Reisende über eine bestimmte Zeit hinaus im Wagen bleibt, sollen die Zugführer Nachzahlung verlangen, dann allerdings für die ganze im Speisewagen zurückgelegte Strecke. * Die Verständigung zwischen Deutschen und Tsche chen in Desterreich ist einstweilen wieder einmal gescheitert. Die Tschechen haben die Forderung aufgestellt, die deutsche und die tschechische Sprache sollte in allen Beziehungen, auch im amtlichen Verkehr aller Behörden, gleichberechtigt sein und gleichmäßig angewendet wer den. Diese Forderung halten die Deutschen, wie schon früher, so auch diesmal für unannehmbar und lehnten weitere Verhandlungen auf der Grundlage der tschechischen Forderung ab. * Anläßlich des Mordanschlags auf den armenischen Patriarchen Ormanian werden in Kum- Kapu die Straßen militärisch bewacht, um weiteren Anschlägen oder Kundgebungen vorzubeugen. Viele Verhaftungen wurden vorgenommen. Der Attentäter Agop Hatschitian gab an, er habe Ormanian töten wollen, weil dieser ihn seinerzeit ausweisen lassen wollte. * In Marokko dehnt sich der Aufstand immer weiter aus. In Marrakesch herrscht große Panik, da alle Kabylen der Umgegend in Aufregung sind. Wer kann, flüchtet nach der Küste. * Eine Revolution brach in San Salvador aus. Häupter der Revolution sind die Generale Varahonna und Manuel Rivas. General Regalado hat mit einer großen Truppenmacht die Hauptstadt verlassen, um die Aufständischen anzugreifen. Nab und fern. £ Eine Luftballonreise über die Ostsee haben drei Offiziere der Berliner Luftschifferabteilung glücklich vollführt. Der Ballon, welcher furz nach 9 Uhr vormittags in Berlin aufgestiegen war, wurde von einem steifen Südostwinde über Mecklenburg, die Ostsee, den Kieler Hafen und die Stadt Eckernförde nach Schleswig getrieben, wo wegen des inzwischen eingetretenen Gasverlustes um 412 Uhr die Landung bewerkstelligt werden mußte. Die Infassen waren vollkommen wohl und ließen sich nach Schles: wig befördern, um von dort die Rückreise nach Berlin anzutreten. Ein Ehebruchsdrama ha die Bürgerschaft Spandaus in Aufregung verseht. Der Bäcker Kabaschinsih hatte sich mit der Ehefrau des Arbeiters Schwerdtfeger in dessen Wohnung ein Rendezvous gegeben, wurde dabei aber bɔn dem Ehemann, der unerwartet früh nach Hause tam, gestört. Schwerdtfeger versuchte die verschlossene Tür auszu. brechen, und während dieser Zeit ließ sich tabaschinsky an Betttüchern aus dem Fenster herab, die Tücher rissen aber und Kabaschinsky stürzte aus der Höhe des dritten Stockes auf das Steinpflaster, wo er mit zerschmetterten Beinen liegen blieb. Als es Schwerbtjeger endlich gelang, in seine Wohnung zu bringen, feuerte seine Frau auf thre Pflegetochter und sich selbst mehrere Revolverschüsse ab. Haben Sie irgend eine Privatunterredung mit ihm Barbara neigte bejahend das Haupt. gehabt? Lippen wie verdorrt waren und ihr Herz vor Bangen zu Ja," bekannte sie mit äußerer Ruhe, obgleich ihre zerspringen drohte. Bei mehr als einer Gelegenheit?" Fragen belästigen. nur zaubern. von Mr. Ja, versicherte fie, allen, welche Sie mit ihm gepflogen?" ohne War die Unterredung, welche Sie in Myladys Korridor" mit Bryant hatten, die feste von H Sie in den Gartenanlagen in der Nacht des eine Gefunde Waren Bryant meu Den entmat die talte Nacht, nach oben gerichtete erleuchteten Bosket, Knien in Berührung gekommen waren und die an TodesAntlig, mit dem am winterlichen Firmament schimmernden Sternen ihre eigene Silflosigkeit, das falte, das nur schwach bon ihre Hände beim bangen grenzende Besorgnis, welche sie dor entgegengebracht mohl taum bemerkt, ba fie sich immer scheu wenn er da war. Hätte er fie in ihrer ganzen el gesehen, wie ich sie sah, wer weiß, was geschehen wäre. Desto mehr machte sich das mutwillige Töchterchen Louison mit ihm wurde; er hatte bas schlichterne Mädchen hlon Die Berwundungen eriviesen sich so schwer, daß beide nach dem Krankenhause geschafft werden mußten. Dem )-( Die Parade vor dem Hundertjährigen. Veteranen Georg Becht vom 87. Infanterieregiment, der im vorigen Jahre 100 Jahre vollendet hat, ist eine ganz besondere Ehre zu teil geworden. Unter den Gratulanten, die den Hundertjährigen in seinem jeßigen Wohnort Belfenheim aufsuchten, befand sich damals auch der Oberst des Regiments, in dem der Jubilar in den 20er Jahren des vorigen Jahrhunderts als Unteroffizier gebient hat. Der Oberst versprach dem Jubilat, gelegentlich das Regiment in Parade an ihm vorbeizuführen. Diese Gelegenheit ergab sich dieser Tage bei einer Felddienstübung, die das Regiment in die Nähe des Drtes brachte. Stramm paradierte das ganze Regiment vor dem am Fenster stehenden Alten vorüber. Alle Offiziere begrüßten den ehemaligen Regimentsangehörigen durch Händedruck und der Oberst hielt eine Ansprache. † Eine bestialische Mutter. Ein unglaublich rɔher Kinbesmord wird aus Linz gemeldet. Die Frau des Zimmermanns Mayrhofer in Dippersdorf hatte ihren neugeborenen Knaben durch einen Stich ins Herz getötet, ihm Hände, Füße und Kopf abgeschnitten und damit die Schweine gefüttert. Die übrigen Körperteile wurden von der Gerichtskommission im Misthaufen gefunden. Die Frau leugnete ihrem Manne die Schwangerschaft, da es sich um einen Fehltritt mit einem anderen Manne vor ihrer Verehelichung handelte. Bunte Chrouit. Bei einem Brande in einem Kölner Vorort gerieten vier Kinder, die in einer Wohnung eingeschlossen waren, in Lebensgefahr. Als es den Hausbewohnern gelang, die Tür der brennenden Wohnung zu sprengen, war ein Kind bereits tot, die drei anderen wurden schwer verleßt ins Hospital gebracht. Auf der Zeche ,, Prinzregent" bei Essen( Ruhr) wurden durch schlagende Wetter zwei Bergleute tödlich ver legt. Ein Bremser stürzte in den Schacht und blieb auf der Stelle tot. - In dem vor fünf Jahren erbauten Krematorium zu Jena fand die dreihundertste Feuerbestattung statt. Bei Würzburg erschoß der Rechtsanwalt Risch auf der Jagd aus Unvorsichtigkeit einen sechzehnjährigen Kaufmannslehrling. Auf dem Kaliwerte Beienrode, gegen dessen Direktor bekanntlich fürzlich ein Dynamitattentat verübt wurde, wurden abermals sechs Dynamitpatronen und eine Zündschnur aufgefunden und zwar diesmal auf einer Fensterbank bei dem Betriebsführer Schulß. Die Zündschnur war anscheinend durch schmelzendes Fenstereis aufgelöst und dadurch unbrauchbar geworden. Die Zahl der ausständigen Schneidergehilfen und Stückmeister in Wien hat sich um etwa 1000 vermehrt; nunmehr sind etwa 90 Prozent aller Schneidergehilfen ausständig. Es tam zu mehreren Zwischenfällen, wobei insgesamt 7 Verhaftungen vorgenommen wurden. In Kiew entstand in der Kirche des Gouverne mentsgefängnisses während des Gottesdienstes ein Streit unter den internierten schweren Verbrechern. Es kam zu einem Handgemenge, bei dem drei Arrestanten verwun det wurden. Das Personal der Gefängniswache stellte die Ruhe wieder her. Ter erste Fall, daß ein Europäer von der Peft befallen wurde, wird aus Durban gemeldet. Neun Gingeborene und drei Jnder befinden sich in ärztlicher Dehandlung. Lokales. Gedenktafel für den 23. Januar. 1761. Der Dichter Matthisson*. 1803. Der Komponist Lorging*.- 1806. Der englische Staatsmann Bitt t. 1814. Blücher erstürmt Ligny. 1843. Der Dichter Friedrich de la Motte- Fouqué in Berlin f. 1883. Der Zeichner und Maler Gustave Doré in Paris f. 1891. Prinz Balduin von Flandern, belgischer Thronfolger f. 1901. Thronbesteigung Eduards VII. vɔn England. ernannt. - ** Ernennung. Zum Oberbaurat mit dem Range eines Ober- Regierungsrates wurde vom Kaiser der Geh. Baurat Clausnizer bei der Eisenbahn- Direktion zu Frankfurt ** Der Turuvercin hielt gestern Abend in seiner Halle eine sagungsgemäß einberufene Generalversammlung ab. Der erste Sprecher, Meggermeister Pirr gab in seinen Begrüßungsworten bekannt, daß da einige in der Oftober- Generalversammlung gewählte Borstandsmitglieder fich zur Annahme des Amtes nicht verstehen fonnten,- eine Des weitere Vorstandswahl vorgenommen werden muß. Weiteren bemerkte er, daß privatim versucht worden ist, den Turnverein Wieseck wieder zum Gau zu bringen, aber leider ohne Erfolg. Der Verein hat in den lezten Jahren immer mit seinem zweiten Turnwart viel gewechselt; im Vorstand ist deshalb der Beschluß erhoben worden, diesem- gleich dem 1. Turnwart eine Remuneration für seine Thätigkeit zu geben. Turner Baubel tam, anschließend an den Bericht des 1. Sprechers, auf die Entsendung einer Bereins- Musterriege zum großen deutschen Turnfest nach Nürnberg; fritisierte hierbei, wie es den Gießnern in Hamburg ergangen ist und wünscht cher, daß der Gau eine Musterriege ſtellt. Der 1. Turnwart, Wigandt, wie auch Turner Karl Müller treten dem entgegen, schon der moralische Zwang, daß Sießen eine so große Zahl farben, auch fernerhin for inem Loaft auf Raifer und Begeifferung aufgenommen Fahnenfrage Bon ein Fahne geerbt, welche bereits Betche Stanca Maria's zusammenbricht.- Die Plastik der handelnden Personen ist eine außerordentliche, bazu tommt eine phantastische Großartigkeit der Scene felbft: das Todesschweigen der längst allen Leidenschaften ent rückten Ueberrefte einstiger Uebermenschen zu den Qualen, in denen lebende, ihnen durch tragisches Geschick ber wandte Menschen leiden, wodurch ein Gegensatz tief poetisischer Art ohne gleichen zum Grundton der Situation geschaffen wird. Das wird auch die hiesige Direktor Lindemann hat durch den Hoftheater- Maler Quaglio in Berlin wunderschöne neue Dekorationen fich aufgelöften Turnverein baft ift, fobaß eine neue an Aufführung am nächsten Mittwoch ergeben. Herr bärfte. Da nun nächstes diese Dekorationen allein schon die Bewunderung der Künstlern gebotene Darstellung des Werkes selbst! G3 feltenes Theater- Ereignis bevor! befieht, so wurde befchloffer rodh einmal auszubeffern u ben Mirren in Venezu nahme und wurde einftim ein Bruder Joh. Spohr anfertigen laffen, die in treuer Wiedergabe die Trümmer fammlung, der Fahner Quelle in der griechischen Landschaft darstellen und die ihr. Jubiläumsfest auch des alten Mykene, des Löwenthores und der Perseuse Fahne anschoffn. S er auch zur hiesigen Aufführung mitbringt. Ueberall, r Antrag, ob bem M wo er mit der„ toten Stadt" bisher gastierte, haben hier, welcher auf dem Sch Zuschauer erweckt, geschweige denn die, von namhaften Gabe von dem Verein ge fteht uns also in des Wortes vollster Bedeutung ein aus der Bereinskaffe zu ** Das Gießener Boltsbad hat im Jahre 1902 ant übernommen. Ein im Ganzen 96,594 Bäder, davon 72,679 an Männer a China mit hinausg und 20,915 an Frauen abgegeben. Im Jahre bocher t nun auch ein eifriges Turner habe, müßte die Entsendung mit sich bringen; bezifferten sich die gesamten abgegebenen Bäder auf die Opferwilliglett far 97,692. Es entfallen 1902 auf Schwimmbäder 55,657 rechnen. Während der Schwimmbad: 26,959 Männer, 5367 Frauen, 9376 ben ein altes Mitglied bäder à 10 Pfg., sogenannte Volksbäder: 3445 Männer naben und 3159 Mädchen. Dazu kommen Schwimmwurde. Mit dem Wun und 2351 Frauen. Wannenbäder wurden in 1902 ab- trennte man sich in spä gegeben im Ganzen 17,501, gegen 18,038 im Jahre vorher. Es entfallen davon auf 1. Klasse: Männer mordung feiner Frau 7359, Frauen 5195 Bäder. Zu ermäßigten Preisen Domian Klobbach ſt wurden Wannenbäder abgegeben an 384 Männer und eine Frau Margarete - kleinere Städte, wie z. B. Bu zbach, scheuen die Kosten und Mühen nicht. Der 2. Punkt der Tagesordnung betraf Entlastung des Rechners, die auf Vorschlag der Rechnungsprüfungsfommission einstimmig Annahme fand. Nachdem folgte die Ergänzungswahl für den Vorstand. Hierbei ist viel rüber und nüber gesprochen worden und das Ende der Versammlung wurde nur dadurch mehr hinaus geschoben. Bum 2. Turnwirt wurde gewählt Karl Müller, welcher dasselbe ohne Ansprüche auf eine Remuneration übernahm. Bei der Wahl für zwei Turnälteste vereinigten sich die meisten Stimmen auf die Turner Jung und Schubecker. Unter Punkt Verschiedenes" reate Turner Eidmann die Wiedereinführung der Unfallfaffe an. Der 1. Sprecher erklärte im Namen des Vorstandes, daß sobald die Bauschulden getilgt find, welches voraussichtlich im Laufe des Jahres, ja noch bis zur nächsten Generalversammlung im Oftober geschehen kann, der Verein auch an diese Frage wieder herantritt. Die Debatte drehte sich dann um die Streitfrage betr. Turnverein Bieseck, wobei den Delegierten für den nächsten Sonntag hier in Steins Saalbau stattfindenden Gautag eine gewiffe Direktive angedeutet wurde. Zum Schluß tam man auf die Reisekasse für die Teilnehmer am deutschen Turnfest zu sprechen. Eine regere Beteiligung wurde allseitig empfohlen. - ** Gastspiel des Lindemann'schen Ensembles„ Die tote Stadt". ,, D! Eros, nie besiegter im Kampf! Zur Beute wird dir, auf den du stürmst. Aus dem Hinterhalte stürzest du Auf den zarten Wangen der Jungfrau lauernd. Und feiner der Götter ist dir entronnen Und von den bergänglichen Menschen keiner. Und wahnsinnsfrank ist, wer dir verfallen. Du berkehrst auch gerechter Männer Sinn Zu ungerechtem, fränkendem Thun. Denn siegesgewiß triumphiert Uphrodite."" Mit diesen Versen aus der ,, Antigone" des Sophokles beginnt die D'Annunzio'sche Tragödie„ Die tote Stadt". Von besonders tiefer Wirkung ist in dem Drama das Geständnis Leonardos, daß er angesichts der ausgegrabenen lleberreste der Stönigsgräber Mykenes, auf den Aschenresten von tausend versunkenen Geschlechtern dem Freunde Alessandro über die Leidenschaft zur Schwester ablegt. Noch gewaltiger aber wirkt auf den Zuschauer die tragische Lösung des Konfliktes, der befreiende Moment, als die blinde Anna mit schmerzdurchzittertem Aufschret„ Ich sehe, ich sehe!" an der | ( gegen 58,866 in 1901.) Es benutten 1902 bas Instigen Sumor night, η Jahr die General- Ve ** Frankfurt a. D Db der Ansicht, daß ein * Frankfurt a. M Referbiften ron ml tär ( gegen 1936 des Vorjahres), unter denen 275 bon Frauen genommen wurden. Brausebäder wurden im Ganzeu 20,276 verkauft, gegen 18,852 in 1901. ( Hasenmarder. Wenn das rege Treiben, Rennen wurde hier der Bezirksk und Jagen des Tages durch die hereinbrechende Nacht unter- äufig wieder auf fre brochen wird, dann beginnen unter den schützenden Fittichen auert fort. der Dunkelheit allerlei Räuber ihr Handwert. Nach furz n + Darmstadt, 18 Bausen hat neuerdings ein zweibeiniger Marder am uns einem Roman, ab Leihgesterner Weg seine Kunst wieder versucht. Er stahl in wifigen Straffammer der Nacht von Dienstag auf Mittwoch aus dem Garten Tags Ludwig Mann d häuschen des Karl Zimmer drei Brachtexemplare Stallhafen. un flüfterte ihm sein Bor Jahresfrist waren Herrn Zimmer bereits 5 Hasen ent. Dhr. Da der äußer wendet worden, vermutlich von demselben Nimrod. Muchhaft war, so ging der in der Ebelstraße hat der Hasenjäger vor circa 10 Tagen mit Erfolg gejagt und aus verschlossenem Raum 7 Stüd geraubt. Vermutlich hat derselbe Raubritter auch die zwei Hasen erbeutet, welche vor 10 Tagen aus einem Häuschen hinter der Bleiche geraubt wurden. Wie von zuverlässiger Seite verlautet, ist die Polizei dem rühmlichen Nimrod auf der Spur und der sühnende Arm der alle Schuld auf Erden an Anabe geworden. rächenden Gerechtigkeit wird ihm bald das edle Waid- mals schwanger wert legen. leunigst einen Rinder be vor der Entbindu Gießen in der Bießen! Bon do rau, daß sie ein M fe aber nach Darmsta Dienstmädchen btre weite Draga Mashin iner B.haufung geb mtragen zu lassen rau wurde wegen eftern zu 4 Monate hielt wegen falscher anne, der gern ei Aus Hessen und nachbargebieten. Groß- Felda.( Unlieb verspätet) Am 10. d Mts. hielt der hiesige Krieger- Berein seine General Bersamm lung ab. Nachdem die im letzten Jahr vorgekommenen Unterstüßungen vorgelesen, sowie der Jahresbericht erledigt war, schritt man zur Vorstands- Wahl, welche durch Attlas Gnischuldigung mation vor sich ging. Der Präsident Otto Völzing, wie auch alle anderen Borstandsmitglieder, wurden wiedergewählt. gemacht. Als zweiter Präsident wurde für den verstorbenen Herrn Weifenbach, Herr Konrad Eichenauer gewählt. Der Bräsibent hielt hierauf einen turzen Vortrag über den Zwick des Vereins und der wahren Soldatenliebe, welche in den Kr.egervereinen weiter gepflegt werden müsse, er hoffe, daß auch in unserem Verein die Kameradschaft, wie solche bisher be Venezuela und die deutschen Interessen. die amerikaniſchen Waren voran und auch die Kaffeeaus auf der einen und La Guaira – Caracas auf der anderen Von Prof. Dr. W. Sievers( Gießen). ( Fortsetzung.) Weit älter ist der deutsche Einfluß im Westen von Venezuela, im Wirtschaftsgebiet der Lagune von Maracaibo. Diese ist die Trägerin des Handels für die gesamte Cordillere von Mérida und die benachbarten Gebirge und fruchtbaren Thäler von Santander. Die wichtigsten Handelsstädte mit beträchtlichen deutschen Interessen, wenn auch nicht einer großen Bahl von Deutschen, sind San José de Cúcuta auf folombianischem Gebiet, aber dicht an der venezolanischen Grenze, San Cristóbal im Táchira und Belera in Trujilto, in geringerem Maße auch fuhr richtet sich vornehmlich nach New- York, der Gesamthandel liegt aber so sehr in deutschen Händen, daß man sagen kann, der Handel San Cristóbals sei mit Ausnahme eines verschwindenden Bruchteiles deutsch. Aller Handel der Cordillere und des Staates Bulia muß aber, bevor er zur Küfte gelangen fann, die Stadt Maracaibo passieren, die wichtigste Handelsstadt des Westens und die Zollstätte für diesen. Sie hat sich allmählich zu einer Art Handelsemporium entwickelt, frankt aber unter der Barre an der Mündung der Lagune in den Golf von Maracaibo und fonnte daher auch nicht von den deutschen Kriegssch ffen erreicht werden. Unter den Ausfuhrprodukten stand in der ersten Hälfte 1901 Kaffee mit Merida und Tovar in der Mitte der Cordillere. Alle 13 diese Landschaften und Städte bauen vorwiegend Kaffee, auch Rafao und haben eine recht beträchtliche Ausfuhr auch von Häuten. Aus San Cristóbal allein wurden 1900 120 000 Doppelzentner Kaffee im Werte von 5,6 Mill. Mark aus geführt und von Valera dürfte die Staffeeausfuhr ähnlich start sein. Während aber von Valera bereits eine Eisenbahn nach La Ceiba von der Lagune von Maracaibo führt, ist San Cristóbal noch nicht von einer solchen erreicht, sondern es muß seine Waren auf Maultieren nach Uracas schicken, Endpunkt der kleinen Bahn von Encontrados am Rio Bulia; Cúcuta dagegen ist seit zwei Jahrzehnten durch Eisenbahn mit dem Puerto Villamizar am Rio Zulia verfnüpft. Die Einfuhr, 1900: etwa 18000 Doppelzentner im Werte von 3,2 Mil. Mart, besteht in den wichtigsten Industrieartikeln Baumwoll- und Wollwaren, Seidenwaren, Kammgarnen, Bier, Drogen, Konserven, Früchten aus Deutschland, Kattune, Textilwaren verschiedener Art, Schmalz, Mehl und Petroleum von den Vereinigten Staaten, Shirtings, Oxfords, Taschentüchern, Kattunen aus England, Barfümerien, Seiden- und Galanteriewaren aus Frankreich. Dem Werte nach stehen die deutschen, dem Gewichte nach Mill. Agr. weit voran, dann folgten 1,4 Mill. Agr. Bauholz, 1,27 Mill. gr. Dividivi, die einen Farbstoff enthaltenden Schoten der Caesalpinia coriaria, 234 000 gr. Mangroverinde, 214000 gr. Rinds häute, 104 000 gr. Statao, 81 500 gr. Biegenfelle, 15 280 gr. Ropaivabalsam, 3684 gr. Ochsenhörner, 3137 Kgr. Schafwolle, 3059 Kgr. Chinarind, 2323 Kgr. Ochsenklauen und 1266 Kgr. Schaf felle. Leider fehlt eine Wertangabe für diese Waren, dagegen belief sich die Einfuhr in demselben Zeitraum auf 6 353 000 gr. im Werte von 4144000 Mark. An der Einfuhr nahmen teil die Vereinigten Staaten mit 1,5, Deutschland mit 1,2, England mit 0,88 Mill. Mart, die übrigen Länder mit geringeren Beträgen. Deutschland steht also zwar hier und auch bei der Ausfuhr erst an zweiter Stelle, allein die großen Handelshäuser in Maracaibo sind zum größten Teil deutsch und der Handel ist daher ebenfalls großenteils in deutschen Händen; alle diese Firmen haben in den oben genannten Städten der Cordillere ihre Filialen, wie van Dyffel Thies& Co., Breuer Möller& Co. und andere. Das vierte Gebiet mit großen deutschen Interessen umfaßt die Centralstaaten zwischen Puerto Cabello- Valencia Seite. Hier sitzen die Deutschen am zahlreichsten, und hier liegt das Centrum der großen Ausfuhr von Raffee und Kalao, welche für das Land von maßgebender Bedeutung ist. In den Thälern zwischen Valencia und Caracas, besonders zwischen Guacara und Los Teques sind die gewaltigen Kaffeepflanzungen, an den Mündungen der heißen Querthäler an der Meerestüste und noch weiter landeinwärts die Kataopflanzungen anzutreffen; dazu kommt als drittes wichtiges Produkt Häute. So verschiffte Puerto Cabello 1901 7,6 Mill. Agr. Kaffee, 373 000 gr. Rafao und 443 000 Agr. Häute, dazu in geringen Mengen Ziegen- und Rehfelle, Kopra, Farb- und andere Hölzer sowie 66 300 Stück Bich, La Guaira 1901 11 Mill. Agr. Kaffee und Rafao. Man rechnet auf Caracas allein etwa 500 Reichsdeutsche von den 1200 in Benezuela wahrscheinlich noch vorhandenen. Biel bedeutender aber als diese nicht besonders großen Zahlen ist die Bedeutung der Deutschen für den Handel dieser Staaten. Aus La Guaira gingen 1901 von 175 000 überhaupt ausgeführten allein 80 000 Kgr. nach Deutschland, gegen je 22 000 nach Frankreich und den Vereinigten Staaten, 36 000 nach Holland. In der Rataoausfuhr von La Guaira stand Deutschland an zweiter Stelle, hinter Frankreich und dies hat sich auch 1901 fortgefeßt, während in leßterem Jahre das Deutsche Reich in der Raff eausfuhr( 121 000 Sad) mit 37 000 Sad von den Vereinigten Staaten mit 45 000 Sad überflügelt worden ist. Dagegen vergrößerte sich die Contantenausfuhr aus La Guaira von 20 000 Mt. im Jahre 1900 auf 85 600 Bei diesen Zahlen ist jedoch zu berücksichtigen, daß auch die Ausfuhr nach den Vereinigten Staaten und nach Frankreich, wie auch in den andern Häfen zum größten Teil in deutschen Händen liegt, und daß auch ein sehr großer Teil der Einfuhr von ihnen besorgt wird. Die Gesamteinfuhr nach La Guaira betrug 1901 53 Mil. Agr. gegen 40 im Jahre 1900. ( Fortseßung folgt.) Freitag EisGießene Infere ber Samstag, de 5 togmals ein. 3760 Jeder Teilneh 10 gara erzielen Friedrich E Ge M We beste u. bill. Bezu Zucht- und Lege Prachtkatalog grat Die Blatt! corbentliche, bazu der Scene felbft etdenschaften ent n zu den Qualen Standen, auch fernerhin fortbestehen werde und schloß mit einem Loaft auf Raiser und Großherzog, der mit großer Begeisterung aufgenommen wurde. Hierauf fam man zur Brietkasten der Redaktion. Nach Klein- Linden. Sie fragen an über die Bedeutung " n Gegensatz tie aufgelösten Turnverein hatte der Kriegerverein dessen Antwort zu geben, hätten Sie uns vielleicht noch mitteilen es Beschid verahnenfrage. Von einem früher hier bestandenen und des Wortes Schuft". Um Ihnen eine flare unzweideutige Grundton der auch die hiesige and der Berfeus Fahne geerbt, welche bereits 40 Jahre alt und sehr schadhaft ist, sodaß eine neue an ihrer Stelle angeschafft werden dürfen, bei welcher Gelegenheit, aus welch m Anlaß und in welchem Zusammenhang das Wort„ Schuft" gebraucht Rechtlich genommen dürfte ein„ Schuft" im Holzversteigerungen und Holzverkäufe. Freitag, den 28. Januar aus den Diftritten Rammer wald 5 und 8, Linnes 4a, 6a, 10 und 11 ber For stwartei Lenheim. 8usammenkunft: Vorm. halb 10 Uhr auf der Kreisstraße MerlauAz nheim am Waldeingang von Merlan tommend. Auskunft für beide Tage erteilt ergeben. Herrürfte. Da nun nächstes Jahr 1904 der Verein 30 Jahr wurde. Hoftheater Malerefteht, so wurde beschlossen, die alte Fahne für dieses Jahr Algemeinen g nau so schwer wiegen als ein ehrloser ue Deforationen och einmal auszubeffern und bei der nächstjährigen General Rer1" oder infamer Hund". In absteigender Linie abe die Trümmerversammlung, der Fahnenfrage näher zu treten resp. eine mit Dntel ,, Suft" verwandt sind schlechtes Subjekt", arstellen und diegoiähr. Jubiläumsfest auch die Fahnweihe vorgenommen werden. fällt der Kurs der nicht ladenreinen Werte und macht Freitag, den 23. Januar, vormittags 10 Uhr im bringt. Ueberall, Der Untrag, ob dem Marinesoldat Valentin Spohr von schließlich bei dem harmlosen kleinen Cohn" Halt, der gaftierte, haben hier, welcher auf dem Schiff Venita" ist und gegenwärtig jedoch seine ironische Bezeichnung auch noch für beleidigend neue Fahne anschaffen. Im Sommer 1904 soll mit dem bon namhaften ertes felbst! G Bedeutung ein m Jahre 1902 11 ewunderung der an den Wirren in Venezuela teil nimmt, nicht eine kleine Gabe von dem Verein gespendet werden könnte, fand Annahme und wurde einstimmig beschlossen, demselben 20 Mt. aus der Vereinskasse zu übersenden. Die Zusendung hat fein Bruder Joh. Spohr mit großer Frende und herzlichem Dant übernommen. Eine gleiche Epende hatte s. 8t. der 1 Jahre vorher 79 an Männer China mit hinausgezogene Heinrich Römer, welcher nen Bäder auf Diese Opferwill gleit fann man dem Verein nur hoch anmbäder 55,657 ten 1902 ba Frauen, 9376 jest nun auch ein eifriges Mitglied des Vereins ist, erhalten. rechnen. Während der ganzen Bersammlung fehlte es am nötigen Humor nicht, welcher durch den eblen Gerstensaft, ben ein altes Mitglied frei gespendet hatte, noch erhöht men Schwimmwurde. Mit dem Wunsche und der Hoff una, daß nächstes r: 3445 Männer den in 1902 ab 038 im Jahre laffe: Männer Jahr die General- Be sammlung denselben Berlauf nehme, trennte man sich in später Stunde. ** Frankfurt a. M., 21. Januar. seiner Frau Der wegen Eraemeines Objekt" und" traurige Flöte". Co In hält und gegebenenfalls nach dem Staatsanwalt ruft. Freundeskreisen und in feucht fröhlicher Stimmung nimmt man es mit genannten zärtlichen Rosenamen nicht so genau, andererseits aber ist Schuft" shwer beleidigend und wird auf erhobene Anklage als Beleidigung ernstlich bestraft. 11 Arbeitsnachweis der Stadt Gießen Gartenstraße Nr 2( Bürgermeistereigebäude) Zimmer Nr. 14. Es fönnen eingestellt werden: 1 Mashinenstlosser, der einfache Dr. herarbeiten der= richten fann, 1 Hausbu sche, 21 Dienstmärchen pr sofort ( Gießen), 2 Dienstmärchen per sofort nach auswärts, 6 Dienstmädchen per 1. Februar( Gießen) 1 Dienstmädchen per 15. Februar 1. Mär Bigten. Breiſen Domian 8 10 8 bachi birhaftete Subunternehmer Combs,( Gießen), I paus, umb Kindermäbchen für 1. April( Giek), Männer und rabreicht 1862 seine Frau Margarete geb. Wolf war 1867 zu i od= enen 275 bon heim v. d. 5. in Oberbessen geboren. Man neigt er wurden im zu der Ansicht, daß ein Toschlag, nicht ein Mord vorliegt. 1901. ** Frankfurt a. M., 21. Januar. Unter dem Verdacht, Reservisten ron ml tärischen U bungen befreit zu haben, Rimrob. Much heiben, Rennen wurde hier ber Bezirksfeldwebel Ruhe verbaft't, aber vornbe Racht unter fäufig wieder auf freien Fuß gesezt. Die Untersuchung henden Fittichen bauert fort. rl. Nach lurz n ger Marder am aus einem Roman, aber es ist thatsächlich gestern vor ber + Darmstadt, 18. Jan. Es flingt wie ein Kapitel gt. Er ſtahl in biefigen Straffammer feſtg: ſtellt worden: Der Dienstmann 18 dem Garter Tags Ludwig Mann dahier wollte gern Vater werben. Gires lare Stallhasen. nun flüsterte ihm fine Cheliebste eine frohe Botschaft in's 85 Hafen ent Dhr. Da der äußere Schein für die Wahrheit der Botschaft war, so ging der glückliche Vater in spe hin und faufte circa 10 Tagen schleunigst einen Rinder agen. Später meinte die Frau, ste Raum 7 Stid habe vor der Entbindung so Angst, sie will dieselbe lieber r auch die wei in Gießen in der Anstalt durchmachen Also auf nach einem Häuschen Gießen! Von dort fam alsbald die Nachricht von der on zuverläſſiger Frau, daß sie ein Mädchen zur Welt geboren habe. Als en Nimrod auf sie aber nach Darmstadt zurückkehrte, war aus dem Mädchen chuld auf Erden ein Knabe geworden. Diesen hatte sich die Frau, die as eble Waid niemals schwanger gewesen war, in Frankfurt von einem Dienstmädchen btreten lassen Den Mann überredete die zweite Draga Mashin, den Knaben als am 18. Oftober in gebieten. seiner B.hausung geboren in die Bücher des Standesamts Im 10. d. Mts. eintragen zu lassen Später fam die Sache heraus. Die neral- Versamm Frau wurde wegen Kindesunterschiebung angeklagt und vorgekommenen gestern zu 4 Monaten Gefängnis verurteilt. Der Mann sbericht erledigt erhielt wegen falscher Beurkundung 3 Wochen Gefängnis. e durch Attlas Als Entschuldigung gab die Frau an, sie habe ihrem Völzing, wie Manne, der gern einen Sohn haben wollte, einen Spaß wiedergewählt. gemacht. torbenen Herrn . Der Präfi den Zwid des e in den Arieger fe, daß auch in che bisher be uf der anderen chsten, und hier on Raffee und Bebeutung ist. cas, besonders ie gewaltigen heißen Querndeinwärts bie brittes wich Cabello 1901 und 443 000 und Rehfelle, 0 Stud Bich, Freitag Nachmittag von 3-8 Uhr Eis- Concert. 1 Köchin per 1. April( Gießen), 1 landwirtschaftliche Mago für sofort nach auswärts. Lehrlinge: 1 Schreiner, 2 Friseure, 1 Sattler nach auswärts, 3 Schloffer. Es suchen Arbeit: 3 Bäder, 1 Metallreher, 1 Glaser, 1 Of nice losser, 1 Bauschlosser und Kunstschmied, 1 Maschinensbloffer, 1 Schmied, 1 Wagner, 2 Schneider, 1 Schreiner, 2 Taqlöbner, 1 Dienstfn cht. 2 Fuhrfnechte, 1 Kellner, 5 Hausburschen, 1 Schreibg hile, 4 Lauffrauen, 1 Rinderfräulein, 1 Washfrau, 1 Flickerin. Lehrlinge: 3 Raufleute, 1 Schreiber. Kirchliche Nachrichten. Gottesdienst der israelitischen Beligionsgesellschaft. In der Synagoge, Südanlage. Sabbathfeier am 24. Januar 1903 Vorabend: 4.40 Uhr, morgens: 8.30 Uhr, Feier des Geburtstages Sr. M. des Deutschen Kaisers. Predigt. nachmittags: 3.30 Uhr. Sabbathausgang: 5.50 Uhr. Wochen ottesdienst: Morgens 7 Ubr, abends 4.30 Uhr. Marttbericht. Gießen 22. Jan. bem heutigen Wochenmarft fosteten Butter per Bb. 0.80-1.00 Hübnereter 1 St. 8-10 Bra., Enteneier St. -00 Bfa., Käle per St. 5-8 Pfg.. Käsematte 2 3. 5-6 Pfg.. Erbsen ver Liter 21 Bfg., Linjen per Liter 32 sra., Tauben per Paar T. 0.70-100, Hubner per Stud Mf 100-14), Bahnen, per Stüd Mr. 80,0-2.50 Enten per Stüd 2.00-2.50, Gäne v Bib. 55-64 fg, Dchienfleisch per fb. 66-76 Bfg., Rindfleisch per fo. 60-64 Bfg. Schweinefleisch per Bf 70-80 B1a. Schw- inefleisch gesalzen per Bfund 0.84 Bfa., Kalbfletit per Bfb. 68-72 Bfa., Hammelfleisch ver Pfd. 50-70 Bfa., Kartoffeln per 100 kilo 6.00-6 50 mt., Zwiebeln per 3t. Mt. 4.50-5.50, Milch per Liter 18 Rfg. Ufinger Stadtwald, Distrikt Maischen" and Unterfloroth". Der Anfang wird im Distrift Unterfloroth" am Laufer Wg gemacht. Bei ungünstiger Witterung wird die Versteigerung Mittags 12 Uhr im Rathaus abgehalten. Aus dem Gemeindewald Breitenbach, Diftrift 16 Altenbach" 49,4 Fm. Kiefern, Diftrift 14 Salhed 11,2 Fitm. Kiefern, ge eignet zu Grubenholz. Schriftliche Angebote bis zum 22. d. Mts. an das Bürgermeistereiamt Ehringshausen( Kr. Bezlar). Die Fürstli olmfiice Dberiörsterei zu Lich hat aus dem Diftritt Riedwald ca. 4100 Fichten Reisstangen- ca. 57 Fim. und ca 2000 Fichten Derbstangen= ca. 102 Fitm. zu verkaufen. Die Stangen eignen fich zum Zumachen, zu Baumpföhlen, zu Wagnerstangen, Maurer- und Weißbinderstangen, Sparr nholz zc, etwas leichtes Fichten- Bauholz fann zugegeben werden. Freitag, den 28 Januar, vormittags 10 Uhr werden zu Windhausen im Saale des Adolf Steuernagel verschiedene Solasortimente aus den Distrikten: Restricher Heck, Heret, Fliegenstall, Bildsteinstepf, Fliegenbo n, Ro bacher Wald, Ungersb rg, Roßb. Grund, Hasen.. Ritersberg und( perftiuts versteigert. Vore berige fichtigung wird empfohlen. Nahere Auskunft erteilt der Forsiwart Batter in Köbbingen. Drud und Berlag der Siegener Berlagsbruder i, vorm. Wilh. Keller'sche Buchdruckerei( gegr. 1783) für die Redaktion verantwortlich: Albin Klein Gieken. YROLIN BYROT YROLIN SEIFE DAS BESTE FÜR DIE HAUT Zur Schonheitspflege unentbehrlich In eleg. Cartons eine Zierde für jeden Geburtstags- Tisch. Wo in Apotheken u. Droguenhandl. nicht erhältl. wende man sich an: Dr. Graf& Co., Berlin 0 112 oder für Oesterreich- Ungarn: Wien VI/ 1, Amerlingstrasse 2. Eis- Verein Jugend- Kunſt- Wettlaut. Näheres durch Plakate. ■ Feuerwerk- beng. Beleuchtung. Gießener Ruder- Geſellſchaft von 1877. Wohlthätigkeits- Konzert Unsere verehrlichen Mitglieder laden wir zu dem am Ratao. Man Samstag, den 24. Jan. 1903, abends 9 Uhr, im Café Ebel] utsche von ben andenen. Biel Ben Zahlen if diefer Staaten berhaupt aus stattfindenden Herren- Abend egen je 22 000 nochmals ein. 36 000 nod Stand Deutsch bies bat fi re das Deutsche it 37 000 Sad ad überflügell tantenaue fubr 00 auf 85 600 berücksichtigen, Staaten und zum größten in fehr großer ie Gesamten gr. gegen 40 31/ Coln- Mindener Thlr. 100 Elsenbahn- Loose. Jeder Teilnehmer muss unbedingt schon am 2. Febr. d. J. 10 garantirt sichere Treffer erzielen Nur einmal. Zahlung. Prosp. gr. u. fr. Friedrich Esser, Bankgeschäft, Frankfurt a. M. Geflügelhof M. Becker, Weldenau- Sleg beste u. bill. Bezugsquelle für Zucht- und Legehühner etc. Prachtkatalog gratis und p ostfrei Ein Dampferzeuger, mit Kohlenfeuerung. binig zu ber faufen. Neuenweg 2. Der Vorstand. 10000000000000000 Täglich frische Kreppel des Kronbauer'schen Quartett- Vereins In Glessen ( Dirigent Herr Leopold Geller) Sonntag, 25. Januar 1903, abends 5 Uhr, im grossen Saale des Gesellschafts- Vereins unter gütiger Mitwirkung der Konzertsängerin Frau Emma Bellwidt aus Frankfurt a. M.( Sopran) und des Herrn Pianisten Julius Hahn aus Giesen. Eintrittskarten zu Mk. 1.50( Sperrsitz Mk. 2.50), SǎngerParfümerie- Artifel wie Parfumes in den belteb resten Gerüchen in Gläschen von 30 an bis zu den elegantesten Flagons in hochfeinen Kartons, u Gefchenten sehr geeignet. Bartwichse, Blumen- Saar- Pomade( in ben feinsten Gerüchen, Barz- Pomade, Duft Tabletten( um Legen in Kleider und Wäicheschränke), Tollette Bet, en, Rafir- Seife, au baben in der Apotheke zu karten Mk. 1.00, Schülerkarten Mk. 0.50 sind in der Musikalien- Groß- Felda. handlung von Ernst Challier( Rudolphs Nachf) und abends an der Kass-, für Studierende auch bei Herrn Hausverwalter Stork zu ermässigtem Preise zu haben. Mitolaiter Stadttheater Gießen. 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Januar, vormittags 11 Uhr vom Sterb ehause, Frankfurterstrasse 76 aus. Lieferung von Decksteinen, Kies u. s. w. Die Lieferung der zur Unterhaltung der städtischen Straßen im Rechnungsjahr 1903/04 erforderlichen DeckBekanntmachung. Heute wurde dahier ein gelb und weiß geflectes Ochsenkalb herrenlos betroffen Der Eigentümer wird aufgefordert, seine Ansprüche alsbald bei uns geltend zu machen. Cießen, den 20. Januar 1903. Großherzogl. Polizeiamt Gießen. Hechler. Atelier für Portraitmalerei von Otto Fritz akad. Kunstmaler. Unterricht. Plockstrasse 8 a 11. Farbiges Panorama von Giessen 45X65 zu 5 Mk Reines Kornbrot garantiert nur aus Roggenmehl hergestellt, in bester, wohlschmeckender Ware den 4 Pfund Laib 42 Pfg. franko Haus. Jakob Appel, Bäckermeister, Brofdorf. Ich liefere meinen Kunden in Gießen zweimal wöchentlich Brod. Krieger- Verein Giessen. steine aus Basalt, des Stieſes aus der Lahn und des Feier d. Allerhöchsten Geburtstages Sr. Majestät Basaltgruses soll, wie nachstehend beschrieben in 9 Losen am Dienstag, den 3. Febrnar Borm. 11 Uhr öffentlich verdungen werden. a. Decksteine( Basalt). Abm.: 280 Lagerpläße: Marburgerstraße, Alter Viehmarkt, Schüßenstr. Lose: Bezirk I II II 100 III III " 100 Wolfstraße, Schiffenbergerweg, Erdkauterw. Verlängerte Liebigstr. Bumpstation. Am Schlachthaus, Weserstraße. V. 350 Am alten Friedhof, IV. b. Kies aus der Lahr. 350 VI. 350 Stephanstraße, Realschulgrundstück. des Kaisers u. d. 29. Stiftungsfestes des Vereins: Samstag, den 24. Januar 1903, abends 8 Uhr in Steins Saalbau: Concert, Theateraufführung u.Tanz. Buchbinderlehrling sucht Paul Richter, Tiefenweg 19. Kleine Plakate Wohnung zu vermieten. Möblierte Zimmer zu vermieten Laden zu vermieten Häringe, Frische Eier 2c. das Stück 10Pfg. Nur Bereinsmitglieder mit ihren Familien und vom Vorstand eingeladene zu haben in der Exvedition. Gäste haben Zutritt. Orden und Ehrenzeichen, sowie Vereinsabzeichen sind anzulegen. Wirtschafts- Eröffnung. Hierdurch teile ich meiner werten Nachbarschaft, sowie verehrlichem Publikum von Gießen mit, daß ich mit dem heutigen Tage die Wirtschaft Dammstraße 39 käuflich übernommen und neu eröffnet habe. Ich bemerke, daß ich die Wirtschaft Bumpitation, Klinik- unter streng soliden Verhältnissen führen und mir durch Verabreichung von guten straße, Crednerstraße, Speisen und Getränken die Zufriedenheit meiner werten Gäste zu erwerben suchen werde. Mittelweg. Um geneigten Zuspruch bittet c. Basaltgrus. Lose: VII Kbm.: Lagerplätze: 100 Am alten Viehmarkt. VIII 150 Am alten Friedhof, 100 IX Stephanstraße( Scale schulgrundstück) Mittelweg, Ecke Klinifund Grednerstraße. Die Bedingungen liegen während den Dienststunden auf unserer Amtsstube( Zimmer Nr. 6 des Bürge meistereigebäudes) zur Einsicht offen. Angebote auf Vordruck, der daselbst erhältlich, sind bis zum obengenannten Zeitpunkt verschlossen und mit entsprechender Aufschrift versehen, bei uns einzureichen. Beim Angebot von Steinen und Grus aus unbefannten oder neu angelegten Steinbrüchen sind mit den Angeboten einzureichen. Zuschlagsfrist 3 Wochen. Gießen, 21. Januar 1903. Städtisches Tiefbauamt. Verdingung von Fuh: löhnen. Das Anfahren von Holz 2c. für die städtischen Anstalten, sowie die Leistungen der Tagesfuhren für das Rechnungsjahr 1903/4 sollen Mittwoch, den 4. Februar, vorm. 11 Uhr öffentlich verdungen werden. Die Bedingungen liegen auf unserer Amtsstube, Zimmer Nr. 6 des Bürgermeistereigebäudes, zur Einsicht offen. Angebote auf Vordruck, der daselbst erhältlich, sind bis zum genannten Zeitpunkt einzureichen. Zuschlagsfrist d ei Wochen. Gießen, 21. Januar 1903. Städtisches Tiefbauamt. Braubach Berdingung. Die bei Vornahme baulicher Veränderungen im Gebäude des alten Arresthauses in der Sandgasse erforderlichen Maurer-, Weißbinder und Schreinerarbeiten, sowie die Ausführung einer Elektrischen Klingelanlage daselbst sollen Mittwoch, den 28 Jannar d. I., vormittags 11 Uhr öffentlich vergeben werden. Arbeitsbeschreibung und Bedingungen liegen während der Dienststunden auf unserem Bureau, Zimmer Nr. 3- Schreib stube zur Einsicht offen. Angebote auf Vordruck, der da selbst erhältlich, sind bis zum genannten Termin bei uns einzureichen. Zuschlagsfrist 14 Tage. Gießen, den 21. Januar 1903. Städtisches Hochbauamt. J. V. Gerbel Hochachtungsvoll Carl Döring. Erstlings- Ausstattung. Erstlingshemdchen 10, 15, 20, 25, 30 Pfg. Jäcken 18, 25, 30, 40 Bfg Wickelbänder 30, 40, 50, 60, 80, 90 fg. Al. Bändchen 15, 20, 25 f. empfiehlt in großer und schönster Answahl Tücher und Lyen 48, 50, 60, 70 fg. Taufkleidchen 2., 2.50, 3. Mt. Gummiunterlagen 50 Bfg. Fr. Teipel. 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