r. 299. bonnementpreis: in Sichen, abgebelt monatlich 50- fs., 1's Haus gebracht 60 Bfg., burch die Boft bezogen Hiertel fahrli M. 1.50. frettabellagen: Oberheffifche Familienzeitung( täglich) Oberbeffische Beitschrift für Landwirtschaft, ebf- und lanten bax, fowie bie Cebener Geffenblasen( wöchentlich). Das Blatt erscheint alle erkagen nagmitage. Montag, den 21. Dezember 1903. Gießener 12. Jahrgang. Jufertiendprei di Die einfaltige enigeile für Wiehen wu ganz Oberbeffen, bie ftreffe Begler und Warburg 10 fp. fof 15 Big.: Reflemen bie Betitgeile 30 refp. 40 Big. Boftzeitungsliste No. 3909. Mebattien und Ervebition: Gießen Nenexweg 98. Fernsprechanchi R, 362. Neueste Nachrichten ( Bichener Tageblatt) Unabhängige Tageszeitung für Oberheffen und die Kreise Marburg und Weglar; Lokalanzeiger für Gießen und Umgebung Cutbalt alle amtlichen Bekanntmachungen der Großh. Bürgermeisterei Gießen und anderer Behörden von Oberheffen. Emt fchädigung unfchuldig Verbafteter. ( Von unserem parlamentarischen Mitarbeiter.) Erfreulicherweise gibt die Regierung bereits jetzt einiges über den Inhalt des in der Reichstags- Thronrede ange fündigten Gesetzentnurses betr. die Entschädigung unschul dig Berhafteter bekannt. Dadurch wird es der Deffentlichfeit möglich gemacht, den Entwurf eingehend zu erörtern und diejenigen Punkte, die einer Abänderung bedürftig erscheinen, zu ermitteln. Die Grundzüge des neuen Gesezentwurfes sind folgende: Der Entschädigungsanspruch an den Start für die erlittene Untersuchungshaft ist dem Verhaf teter fowie allen Personen, denen gegenüber er gefeßlich unterhaltungspflichtig ist, zu gewähren, wenn sich die Unschuld des Verhafteten ergibt oder festgestellt wird, daß gegen ihn ein begründeter Verdacht nicht vorgelegen hat. Der Anspruch ist auch zu gewähren, wern der Schuldbeweis oder der Verdacht zwar bestehen bleibt, aber nur wegen einer so geringfügigen Straftat, daß die Verhängung oder die Berlängerung der Untersuchungshaft nicht gerechtfertigt war. Auszuschließen ist der Entschädigungsanspruch), wenn der Verhaftete durch Vorsatz oder grobe Fahrlässig teit die Verfolgung oder den Erlaß des Haftbefehls herbeigeführt hat. Bei endgültiger Beendigung des Strafverfahrens prüft das mit der Sache befaßte Gericht, ob die Entschädigung zu gewähren ist, und stellt bejahendenfalls die Verpflichtung der Staatsfasse zur Entschädigung durch einen Beschluß fest. Nachträgliche Anträge des Beschuldig ten oder seiner unterhaltungsberechtigten Angehörigen sind mit einer gewissen zeitlichen Beschränkung zuzulaſſen. Er geht der Beschluß gleichzeitig mit dem Urteilsspruche, so ist auszusprechen, daß er der Anfechtung durch ein Rechtsmittel nicht unterliegt, aber mit der Aufhebung des Urteils außer Kraft tritt; in den übrigen Fällen ist jedoch den Veteiligten die sofortige Beschwerde nach Maßgabe der Strafprozeßordnung zu gewähren. Auj Grind des Gerichtsbeschlusses hat der Berechtigte den Entdigungsanspruch geltend zu machen und zu verfolgen. Die Entschädigung zahlt derjenige Bundes. staat, in dem das Strafverfahren in erster Instan; ängig war und, wenn eine Anflage nicht erhoben ist, der Bundesstaat, zu dem das Amtsgericht, das den Haft befehl erlassen hat, gehört. Wie man sieht, stellt dieser Entwurf ein Pendant zu dem bereits bestehenden Reichsgesetz über die Entschädigung un schuldig Verurteilter dar. Wie dieses Gesetz, so ist offenbar auch der gegenwärtige Entwurf nur provisorisch gedacht. Es fehlt noch die Feststellung der staatlichen Ersatzpflicht für die Schädigung, die einem zu Unrecht in ein Strafverfahren Verwickelten widerfährt, auch wenn er nicht in Untersuchungshaft genommen wird. Die Berechtigung mich dieser dritten Forderung ist im Prinzip bereits von der Regierung und der Rechtsprechung anerkannt, indessen vill man mit der Regelung dieser Frage noch warten. Isi diese dritte Forderung erst völlig spruchreif, so dürsten alle drei Gesetze zu einem großen Entschädigungsgesetz vereinigt merden. Der neue Entwurf wird allgemein, auch von solchen, denen er noch nicht weit genug geht, als ein weiterer bedeutsame: Schritt auf dem Wege der Schadloshaltung aller derer, denen die Unvollkommenheit aller menschlichen Rechtspflegeeinrichtungen Nachteile zugefügt hat, willkommen geheizen werden. Zweifelsohne wird er noch manche Ergänzung und Gerbesserung vertragen. Aber damit solche von den be rufenen Organen in Belke vorgetragen werden können, umterbreitet die Regierung ihn ja eben der öffentlichen ritif. Sie zeigt mit dem Entwurf aufs neue, daß es ihr Ernst ist um den weiteren Ausbau unserer gesamten Sozialpolitik, nicht nur um den Ausbau unserer Arbeiter schutzgesetzgebung, sondern ebenso um die Beseitigung aud solcher sozialen Uebelstände, die auch andere Bevölkerungs Lassen treffen. Und das wird man ihr im Volke Dant hwissen. Althannoverfche Ebrentage. Hannover, 19. Dezember. Schon in aller Frühe begann es heut auf den Straßen elbendig zu werden, trotzdem die alten und die jungen annoveraner in Uniform und Zivil gestern recht spät bei juutem Trunk und biederen Reden beisammen gesessen hatten. Bar doch der Kaiser, wie in dem gestrigen Bericht schon im woraus bemerkt, erst des Abends um 11 Uhr von der Hofangd in der Göhrde hier eingetroffen, und da mußte doch illes draußen sein, ihn zu begrüßen. Der oberste Kriegsjarr, den sein Jagdgast, der russische Großfürst Wladimir ms zum Schloß begleitete, um dann sofort wieder HannoDer zu verlassen, sah sehr wohl und frisch aus, und ließ mmit Wohlgefallen seine Blicke über die ergrauten Krieger sochweifen, die ihm ihre begeisterten Huldigungen darbrachten. Dann ging es wieder zurück zu den Begrüßungsfeiern. Troy echt soldatncher Seẞyajiigtett aber maren alte und junge Landesbrüder heut ebenso echt soldatisch pünktlich zur Reveille, ebenso wie das allerjüngste Hannober, unsere liebe Schuljugend, die zur Feier des Tages Ferien hatte. Die erste Szene des kriegerischen Schauspiels bildete das Abholen der lorbeergeschmückten Fahnen und Standarten vom Schloß durch eine Kompagnie des Füsilierregiments Prinz Albrecht zum Festgottesdienst. Auf dem Wege zur Garnisonkirche, den die ruhmbedeckten Banner zurücklegen mußten, bildeten die nicht feiernden Truppenteile der Garnison mit ihren Kapellen Spalier, Bald verkündet das Hochrufen der Menge das Nahen des Kaisers, der im offenen Wagen in der schmucken Uniform der Königs- Ulanen zusammen mit dem Generaladjutanten b. Scholl zur Kirche fährt. Die Fahnenkompagnie präsentiert unter flingendem Spiel, setzt die Gewehre zusammen und betritt dann hinter dem Monarchen, dem unmittelbar die Zahnenträger folgen, das Gotteshaus, wo die alten ehemaligen und jetzigen Krieger inzwischen sich bereits gesammelt haben. Die Predigt hielt der Militär- Oberpfarrer Rocholl. Sofort nach beendetem Gottesdienst wurden die Fahnen zum Waterlooplag gebracht, wo der kommandierende General v. Stünzner die drei das Jubiläum feiernden Regimenter, sowie mehrere tausend ehemalige Angehörige und die alten Hannoveraner in einem mächtigen offenen Viered zur Parade aufgestellt hatte. Bald nahte denn auch der Kaiser, umgeben von seinem Hauptquartier, vom Schlosse her zu Pferde, den Marschallstab in der Rechten. Die Truppen präsentierten, und Truppen und Veteranen begrüßten den obersten Kriegsherrn mit dreifachem Hurrah. Der Kaiser ritt die Fronten ab und zeichnete hierbei viele der alten Krieger, von denen eine Anzahl in alten hannoverschen Uniformen erschienen waren, durch Ansprachen aus. Das Publikum, welches in großen Scharen den Umkreis des weiten Platzes besetzt hatte, brach während des Umrittes des Kaisers in immer erneute huldigende Kundgebungen aus. Hierauf verlas der Chef des Militärkabinetts, Generaladjutant v. Hülsen- Häseler eine Kabinettsordre, die die Taten der Königlich deutschen Legion, auf die die drei Jubelregimenter zurückgeführt werden, pries. Sie er innerte an die Taten der Hannoveraner gegen den korsischen Eroberer auf der Peninsula von Coruna und Talavera bis Salamanca und Vittoria, die einen großen, mit dem Blut vieler tausender getränkten Ruhmeskranz bildete. ,, und mußten auch ihre Mannen fern von der Heimat auf fremdem Boden unter fremden Fahnen sich opfern; auch dieses Blut floß für Deutschlands Befreiung Und dann kam, nachdem die Legion in siebenjährigem Kampfe ihren Siegeszug vom Tajo bis zur Garonne vollendet hatte, ihr letzter Waffengang: Waterloo. Was sie in dieser Entscheidungsschlacht geleistet, leuchtet mit Flammenschrift in die Jahrhunderte hinaus. La Haye Sainte, das schönste Blatt in dem an diesem Tage um ihre Fahnen gewundenen Ehrenfranz, wird für alle Zeiten ein Vorbild sein aufopfernden Heldenmutes und unerschütterlichen Ausharrens bis zum Tode. Diesen Geist der Hingebung und Treue pflanzten die Männer der Legion der neuen königlichen Armee ein, deren Kern sie wurden; ihn bewährten die Söhne an dem blutigen Lage, der Gott gebe es zum letzten Male Deutschen gegen Deutsche die Waffen in die Hand drückte und abermals den Untergang ihrer Regimenter herbeiführte; ihn betätigten sie in dem ruhmvollen Kriege, der die endliche Erneuerung Deutschlands unter Meinem erhabenen Herrn Großvater, des großen Kaisers Majestät, besiegelte. Der Ruhm der Väter ist der Söhne Ehre. Der unerschöpfliche Jungbrunnen, aus dem sie fort und fort Kraft schöpfen, es diesen gleich zu tun, der Hort der eigenen Ehre in sturmbewegter Zeit." Der Kommandierende General von Stünzner sprach den Dank der Truppen aus und brachte ein dreifaches Hurrah auf den Kaiser aus. Die Musik spielte die Nationalhymne. Es folgte ein Parademarsch der drei Regimenter in Zügen zu Fuß. Hierbei führte Prinz Albrecht sein Regiment No. 73 und der Kaiser die Königs- Ulanen. Nachdem der Kaiser eine Reihe militärischer Meldungen auf dem Paradeplatz ent gegengenommen hatte, setzte er sich an die Spitze der Fahnentompagnie und ritt mit dem Prinzen Albrecht nach dem Schlosse zurück, von erneuten Hochrufen des Publikums be gleitet. Nach 1 Uhr fand im Schlosse Frühstückstafel ſtatt. Nachmittags um 4% Uhr begann das Festessen. An der Ehrentafel, die nur 30 Pläge hatte, konnte außer den Kommandeuren der drei Regimenter und den Gästen des Kaisers nur noch ein Vertreter der Stadt Hannover Plaz erhalten. Außerdem standen im Saale 13 lange Tafein, an deren der Ehrentafel zugewandten Köpfen die althannoverschen Herren der betreffenden Regimenter Plaz nahmen. Den Trintspruch auf den Kaiser brachte Brinz Albrecht von Preußen aus. Im Hinblick auf die joeben erst übermundene Krankheit des Kaisers wurden die Herren ersucht, nicht zu rauchen. Den Schluß des heutigen Tages bildete die Galavorstellung im Theater, zu der Frhr. v. Ompteda, dessen Vater ehemals hannoverscher Offizier war, das Testspiel gedichtet hatte. Die Politik. 190 Im Anschluß an die Ansprache des Reichskanzlers beim Empfang der Frankfurter nichtsozialdemokratischen Arbeiterdeputation teilten wir mit, eine der drei Forderun gen der Arbeiter solle von der Regierung demnächst erfüllt werden. Jetzt wird bekannt, daß es die Forderung der Deputation wegen des Vereins- und Versammlungsrechts ist, die der Kanzler zunächst für Preußen zu berücksichtigen gedenkt. Dem Landtage soll in der bevorstehenden Tagung eine Novelle zum preußischen Vereinsgesek zugehen, die die gegenwärtig bestehende Beschränkung der Frauen in der Teilnahme an politischen Vereinen und Versammlungen in der Hauptsache beseitigen soll. Die Frage ist, wie sich die Mehrheit des Landtags, der am 12. Januar zusammentritt, dazu stellen wird. O Die Errichtung des bayerischen Verkehrsministeriums ist nun vollzogene Tatsache, und auch der erste bayerische Verkehrsminister ist bereits ernannt, es ist der bisherige Direktor der Verkehrsabteilung im bayerischen Ministerium Heinrich v. Frauendorfer. Das neue Ministerium tritt am 1. Januar 1904 ins Leben. Sein Wirkungsfreis umfaßt u. a. die oberste Aussicht über das Eisenbahn-, Post- und Telegraphenwesen, sowie über den Dampfschifffahrtsbetrieb öffentlicher wie privater Natur und die oberste Leitung des Baues neuer staatlicher Eisenbahnlinien und aller im Bereiche der staatlichen Verkehrsanstal ten auszuführenden Bauten. Außer dem Minister sind zu Mitgliedern des neuen Ministeriums bereits ernannt: Der bisherige Abteilungsvorstand bei der Generaldirektion der Posten und Telegraphen Geith und der bisherige Oberregierungsrat bei der Generaldirektion der Eisenbahnen Freiherr Schacky auf Schönfeld zu Ministerialräten. Der Generaldirektor der Posten und Telegraphen v. Rin. ger erhielt den Rang als Veinisterialdirektor und der Abteilungsvorstand bei der Generaldirektion der Posten und Telegraphen Menzel den Titel und Rang eines Regierungsdirektors. Angesichts des bevorstehenden Inkrafttretens der neuen Geheimmittelverordnung hat der Rechtsschutzverein der Fabrikanten pharmazeutischer Spezialitäten" an die einzelnen Bundesregierungen und den Reichskanzler eine Eingabe gerichtet, in der man um Aufklärung darüber bittet, welches die Merkmale eines Geheim mittels oder ähnlichen Arzneimittels nach der Geheimmittelverordnung sind oder was pharmazeutische Präparate zu solchen stem pelt. Der Verein erbat die Auskunft umgehend, damit seine Mitglieder und deren nach tausenden zählende Beschäftigte vor schwerem Schaden bewahrt blieben. Nachdem eine Eingabe gleichen Inhalts, die von 95 Fabrikanten mit unterzeichnet war, bisher unbeantwortet geblieben ist, steht zu hoffen, daß jetzt endlich auf die Eingabe des Vereins ein brauchbarer Bescheid ergeht. Darauf haben die Interessenten ein begründetes Recht. * Immer mehr wächst sich der Crimmitschauer Streit zu einer Machtprobe zwischen Arbeitgebern und Arbeitnehmern aus, zu einer Machtprobe, die nicht nur von lokaler Bedeutung ist. Zwar soweit wird es kaum kommen, daß, wie sächsische sozialdemokratische Bläter drohen, die gesamte Arbeiterschaft Deutschlands das Eintreten der deutschen Textilfabrikanten für die Crimmitschauer Unternehmer mit dem Generalstreif beantworten werden. Indessen ist der Generalstreit wenigstens für das gesamte Tertilgewerbe nicht ausgeschlossen. Die Streifenden in Crimmitschau beginnen, die bis dahin bewahrte Ruhe aufzugeben. Von den Streifenden wurden nicht nur mehrfach nachts auf offener Straße Fuhrwerke angehalten und auf sogenannte Streikware durchsucht, es wurden auch in der Wohnung des Rechtsbeistandes der Arbeitgeber und in der des Bürgermeisters nachts die Fenster eingeworfen. Trotz Abwehr der Polizeiorgane hat sich die Menge mehrfach an die ankommenden Arbeiter herangedrängt und sie johlend, schreiend und beschimpfend verfolgt. Die Schutzleute sahen sich mehrfach außerstande, Unbilden von den Arbeitswilligen abzuwehren. Infolge dessen hat die Amtshauptmannschaft und der Stadtrat beschlossen, die geplanten sieben Weihnachtsbescherungen für ausständige Tertilarbeiter und ihre Familien nicht zu gestatten. · Oefterreich- Ungarn. Neulich wurde an dieser Stelle das Sündenregister von fünf ungarischen Abgeordneten erörtert, die sämtlich wegen gemeiner Verbrechen unter Anklage stehen. Heute tommt eine Nachricht, die da zeigt, daß auch unter den Barlamentskollegen der fünf Missetäter Leute ohne Ehre und Schamgefühl jizen. Die Budapester Oberstaatsanwaltschaft hatte dem Abgeordnetenhaufe die Anklageaften gegen einen der Fünf, der einen Wechsel und ein Sparkassenbuch gefälscht hat, übersandt, um ihren Antrag auf Auslieferung des Schuldigen an die Gerichte zu unterstüben. Jezt sind die Akten vom Abgeordnetenhause an die Staatsanwaltschaft zurückgegeben worden, und dabei hat sich herausgestellt, daß aus ihnen alle corpora delicti, die Protokolle der belastenden Zeugenaussagen, der gefälschte Wechsel und das falsche Sparkassenbuch verschwunden sind! Die wichtigsten Schuldbemeiſe fehlen also. Die Untersuchung ergab, daß die Aften trat ptola ben Basaxes bier natiirlid auf den en Geistlichen Berbad Topic Dr. Wer hatte i ibn empfohlen, wer ben Erlaubnisfchein für ihn erwirft? nach ihren Befehren. Giner ber angeſehenſten Ratsherren her Bater des jungen damals beim Feste des Residenten sich gegen Waldmeyer, Dietrich fo warm auf die Seite des Herrn v. fnfort Chm mar das Befuch Trestow gefenster zig Pfennigen vorzulegen von derselben Sorte, die im Schau ch bitte, mir Schleier in Preise von dreißig bis fünfnftbeffiffen frug fie per scommis Seine Devotion murde merklich herabgeſtimmt überwindendellt sind!" sagte Ria, ihre Verlegenheit fühn bei der Ter Todige Dame au Ladenbefiber I kam es den regen die Sände, die Glüdlichen Schulfern. rotund ewußtsein, in aus feinem Blick auf das Mädchen has lich, nun errötend, zärtlich war dir geschehen, Ria?" frug der Offizier mit beinlicher Situation fie fich eigentlich befanden. befreite unwillkürlich, als könnte es gar night aien. wird den Dott, wen Weg verfehlen. iammerte Frau v. Wel Svau nachfragen!" Der un Diesmal hatten sie v. Felgen, plöblich stehen bleibend. War es nicht übrigens dies Geschäft?" meinte wenn ihr nur fein unglüd Beideben ist!" Den richtigen Laden getroffen Wir wollen doch mal im Abgeordnetenhause abhanden gekommen, d. H. gestohlen worden sind! Selbstverständlich waren andere Abgeordnete Helfershelfer des Schuldigen, die lieber mit einem Luntren in der Volksvertretung zusammen sitzen, als ihn der Gerechtigkeit ausgeliefert wissen wollen! Italien. Dem Gerücht von einem Anschlag auf den jungen Spanierfönig folgt jetzt die Meldung von einem Attentat auf König Viktor Emanuel. Der Anschlag soll in der Villa Borghese in Rom ausgeführt worden sein; über die Einzelheiten wird strengstes Stillschweigen bewahrt. Jedenfalls blieb der König unverlegt. Die Meldung wird natürlich offiziös dementiert, nichtsdestoweniger hält man sie in Rom allgemein für wahr. A Römische Blätter berichten, Kardinal Gotti habe dem Papste 40 Millionen Lire liberreicht, die das Vermögen Leos XIII. darstellen. Papst Leo habe Gotti beauftragt, diese 40 Millionen vier Monate nach Leos Tode dem neuen Papste zu übergeben. Nach der„ Tribuna" hätte man außerdem in Leos Privatbibliothek 9 025 000 Francs in Gold vorgefunden. Danach hätte also das Vermögen Leos XIII. rund 50 Millionen Francs betragen. Auf verschiedene Eingaben aus kaufmännischen Kreisen, die die Aufhebung der preußischen Gerichtsvollsicher- Ordnung vom 31. März 1900 forderten, hat der preußische Justizminister den Bescheid erteilt, daß er etwaige Beschwerden über einzelne Vorgänge auf dem Gebiete des Zustellungs- und Vollstreckungswesens stets einer sorgfältigen Prüfung auch in der Richtung unterziehen wird, inwiefern sie Rückschlüsse auf Mängel in der preußischen Ge richtsvollzieherorganisation gestatten". Das heißt mit ande ren Worten, daß eine Aenderung der Gerichtsvollzieher. Ordnung in weitem Felde steht. frankreich. Der Bericht des Deputierten Mercier über die Frage der Revision des Dreyfusprozesses ist jetzt der mit der Sache befaßten parlamentarischen Kommission erstattet worden. Ei kommt zu dem Schluß, daß die Einleitung des Revisions. berfahrens notwendig sei. Die Kommission dürfte am Mittwoch zur Beratung zusammentreten und Ende der nächsten Woche ihre Entscheidung fällen. England. Im Londoner Krieg samt wird gegenwärtig ein Plan für einen militärischen Zwangsdienst ausgearbeitet, monach junge Leute vom 18. bis 22. Jahre dienſtpflichtig sein sollen. Im ersten Jahre soll die Dienstzeit zwei Mo nate, in jedem folgenden Jahre 14 Tage dauern. Man berechnet, daß jährlich 1 650 000 Mann unter den Waffen sein würden, von denen sich 304 000 Mann im ersten Aus bildungsjahre befänden. Die Menge allein tut's auch nicht; was man mit Truppen anfangen will, deren ganze Ausbildung noch nicht 3½ Monate dauert und sich obenein über bier Jahre verteilt, ist uns schleierhaft. Balkan- Staaten. Die serbischen Königsmörder legen die Karten aus den Tisch: Europa ist denn doch ein zu mächtiger Gegen spieler. Die Verschwörer haben sich, wie aus Velgrad verlautet, bereit erklärt, ihren Abschied aus dem Heere zu nehmen. Sie verlangen aber, daß unter den Nicht: berschwörern alle jene, die die Stüye des alten Regi ments bildeten und Günſtlinge König Alexanders waren, ebenfalls aus dem Heere austreten, damit die Gefahr beseitigt werde, daß die neue Dynastie nicht durch die ehe maligen Günſtlinge Aleranders gestürzt werde. Das wäre für König Peter der beste Ausweg. Alien. Die Frage, ob der russisch- japanische Konflikt zum Kriege führen werde, ist noch nicht entschieden. Soeben wer den Einzelheiten über die letzten Verhandlungen zwischen den beiden Mächten bekannt. Darnach forderte Japan von Rußland die Anerkennung des ja panischen Protektora tes über Korea in der Weise, daß Rußland rückhaltlos Korea als allein zu Japans Interessensphäre gehörig anerkenne und Japan einen ausschlaggebenden Einfluß auf die Politik Koreas zugestehe. Rußland dagegen beansprucht für sich die Errichtung von befestigten militärischen Stützpunkten in Masampho und in Mokpho, sowie volle uneingeschränkte Handelsfreiheit in Korea. Rußland ist bereit, ein Protektoral Japans über Korea anzuerkennen und ebenso Japan für die Zukunft den Haupteinfluß auf die Politik Koreas zuzugestehen, wenn die russischen Forderungen von Japan ange nommen würden. Inzwischen soll der Statthalter Admiral Alerejem sich energisch gegen jede Anerkennung des Protekto rates Japans über Korea ausgesprochen haben. tritt Staatssekretär Besobrosow für einen Appell an die Waffen ein. Dagegen verlautet, daß der 3 ar selbst gegen den Krieg sei, solange dies mit der Ehre Rußlands vereinbar ist.. Welcher Standpunkt siegreich sein wird, läßt sich füglich noch nicht voraussagen. Hus dem Gerichtsfaal. F Ebensc § Wegen fahrlässiger Gefährdung des Frankfurt- Berlines D- Zuges wurde der Bahnwärter Kaiser von der Straffammer in Darmstadt zu der höchst zulässigen Strafe bon einem Jahre Gefängnis verurteilt, auch seine sofortige Verhaftung angeordnet. Von der weiteren Anklage des Be truges wurde er freigesprochen. Kaiser hatte, wie noch er innerlich sein dürfte, am 4. September d. s. an der Bahn wärterbude bei Mülheim eine Eisenbahnschiene auf das Ge leis gelegt, diese jedoch beim Herannaben des D- Zuges nod rechtzeitig wieder entfernt. Er wollte sich. nach seinen eigenen Geständnis, durch diese„ Rettungstat" eine Prämie seitens der Bahnverwaltung verdienen. § Wegen drei Pfennig drei gerichtliche Termine. Eir Dreipfennig- Prozeß" beschäftigte die Straffammer zu Bromberg. Eine Arbeiterfrau von dort wurde im Juni d. Js. von dem Förster John im Rinkauer Walde dabei betroffen, wie sie in einem Sad etwas trockenes Reisig da bontrug. Sie wurde zur Anzeige gebracht und hatte sick zunächst vor dem Schöffengerichte wegen Diebstahls zu ber antworten. In der Verhandlung wurde die Angeklagte wegen der Geringfügigkeit des Objekts- es wurde auf drei Pfenniç tariert fostenlos freigesprochen. Hiergegen legte der Amtsanwalt Berufung ein und es fand ein zweiter Termin bor der Strafkammer statt. Dieser wurde schließlich vertagt weil durch Bekundung des Försters noch festgestellt merber sollte, ob das Reisig von einem im Walde aufgeschichteten Haufen entnommen, oder einzeln von der Erde aufgelesen sei. In dem jetzt stattgehabten dritten Termine bekundete der Zeuge, daß das Reisig aus einem aufgeschichteten Haufen ent-. wendet worden sei. Das Gericht verurteilte hierauf die Angeflagte zu einem Tag Gefängnis. Der Landwirt. rd Elektrizität in der Landwirtschaft. Die Niederschlesischen Elektrizitätswerke in Waldenburg dehnen ihre Leitungen im Landkreise Schweidnitz immer weiter aus. Neuerdings sind in einer ganzen Anzahl Dörfer in der Gegend von Königszelt Stromleitungen hergestellt worden, sodaß die Elektrizität in einer Reihe landwirtschaftlicher Betriebe sowohl zu Beleuchtungs- als auch zu Betriebszwecken Verwendung findet. Mit mehreren größeren Grundbesitzern des Kreises schweben noch Verhandlungen wegen weiterer Ausdehnung der Stromzuführung von Waldenburg. Nab und Fern. Ein preußisches Heilserumiustitut soll nach zuverlässigen Mitteilungen im Dorf Mardorf bei Marburg in Hessen errichtet werden. Dort besitzt der Geheime Medizinalrat Dr. v. Behring, der bekannte Erfinder des Tuberkuloseserums, ein größeres Terrain. Dieses soll vom Staat erworben und auf ihm das Institut zur Herstellung von verschiedenen Heilserums für Menschen und Tiere errichtet werden. Die Oberaufsicht und Leitung soll Geheimrat Vehring erhalten. Wie erinnerlich, tauchten schon bei der letzten Versammlung deutscher Naturforscher und Aerzte in Kassel ähnliche Gerüchte auf, die mum ihrer Verwirklichung entgegensehen sollen. Der Kaiser und der Segelsport. Wie aus London ge meldet wird, will der Kaiser wiederum einen Bokal und andere Preise für das Jacht- Rennen über die Strecke DoverHelgoland stiften. Der Start findet voraussichtlich am 18. Juni 1904 statt. A Massenvergiftung. In Chenmiz erkrankten nach dem Genuß von gewiegtem rohen Rindfleisch etwa 50 Personen, teilweise ernstlich. Anscheinend war das Fleisch, welches aus einem hiesigen größeren Geschäfte stammte, mit Arsenik vergiftet. Die behördliche Untersuchung iſt im Gange. Ueber einen Diebstahl mit Hilfe des Hypnotismus wird aus Paris berichtet. Ein gut gekleideter, etwa fünfzigjähriger Mann betrat den Laden eines Juweliers. und nachdem ihm ein Kasten mit einer Anzahl Juwelen gezeigt worden war, fixierte er die Frau des Besitzers mit seinem Blick und pypnotisierte sie dadurch anscheinend völlig. Sie sah, wie er einen wertvollen Ring in den Handschuh seiner rechten Hand gleiten ließ; aber obgleich ihr Mann darauf den Laden betrat und mit dem Fremden sprach, der einen Kaus abschließen wollte, war sie nicht imstande, irgendwie von dem Diebstahl zu sprechen. Erst ungefähr zehn Minuten, nachdem der Dieb gegangen war, vermochte sie ihr seltsames Erlebnis zu erzählen. Brand auf einem dänischen Panzerschiffe. Auf einem der größten Panzer der dänischen Flotte, dem„ Iven Hiitfield," das zu Kopenhagen im Dock liegt, brach ein verheerender Brand aus. Trotz der eifrigsten Löscharbeiten gelang es erst des Jeuers Herr zu werden, nachdem das ganze Innere des Schiffes ausgebrannt war. Der Schaden iſt sehr groß. Bnnte Chronik. Bei der Rückkehr von einer Hochzeits feier wurden der Landwirt Harms und dessen Frau unweit der Station Freschluneberg von einem Eisenbahnzug überfahren und getötet. Im Osttiroler Hochgebirge ereigneten sich große Lawirenstürze. Viele Seitentäler sind vom Verkehr abge= schnitten. Zahlreiche Unfälle sind vorgekommen. In Crimmitschau brach im Saale des Deutschen Hauses, wo die inzwischen verbotenen Weihnachtsfeierlichfeiten stattfinden sollten, das für die Gaben aufgebaute Gerüst zusammen, wodurch die im Saale arbeite: den Personen, zum Teil sehr schroer, verlegt wurden. Nach einem soeben erschienenen Bericht hat der Bau der Sibirischen Bohn mehr als 2031 Millionen Mark gekostet. Vermischtes. [ Weihnachtsgeschenke für die frühere sächsische Kronprinzessin, die jeßige Gräfin von Montignoso, haben Dresdener Frauen und Mädchen abgesandt. Das Hauptstück bildet eine prächtige geschnitzte Truhe mit Ansichten aus Dresden, der sächsischen Schweiz und anderen Punkten, die die frühere Kronprinzessin gern besuchte. Auch die kleine Prinzessin wurde mit Spielzeug reich bedacht. Der Sendung war eine Adresse beigefügt. Es ist jetzt gerade ein Jahr seit jener heimlichen Flucht der Kronprinzessin aus Dresden verflossen. Suche treu, so findest du. Das vielbesprochene Zitat rätselhaften Ursprungs, das der Reichskanzler in seiner ersten großen Rede gegen die Sozialdemokratie gebrauchte, hat nach vielem Suchen und Stöbern endlich seinen Büchmann" gefunden, der es seinem Ursprung nach festgelegt hat. Ein Leser der Frankfurter 3tg." teilt folgende Strophe aus einem 48er Revolutionsliede mit, die die beiden vom Kanzler zitierten Verszeilen am Schluß enthält: Laß stehn die Pflugschar auf dem Feld, Den schweren Hammer leg' getrost beijeite, Die Feder, die nur spärlich Geld Dir schafft, wirf fort unb schwing des Schwertes Schneide: Stimm' mit mir ein, daß alle Welt Vernimmt der alten Knechtschaft Grabgeläute! Und willst Du nicht mein Bruder sein, Paß auf! So schlag ich Dir den Schädel ein! † IDer französische Marineminister auf der Varieteebühne. Der vielgeplagte Marineminister Pelleton war von Anfang seiner Berufung auf seinen Posten an stets ein Ziel des boshaften Pariser Wizes. Jett treibt man es aber ein wenig zu arg. Man greift ihn und seine junge Frau auf die pöbelhafteste Weise in unflätigen Gesängen an, die auf Varieteebühnen unter dem Gejohle der Zuhörerschaft vorgetragen werden. Die Polizei mußte in einem Falle einschreiten und den Saal mit Gewalt räumen. * Lokales. Gießen, 21. Dezember 1903, Das Weihnachtsgeschäft hat sich in denvergangenen Woche in Gießen noch überaus günstig ent wickelt. Die Geschäfte aller Branchen hatten erfreulicherweise ganz reelle Umfäße zu verzeichnen, sodaß deren Inhaber recht vergnügte Gesichter machten. Der gestrige goldene Sonntag trug für den Handel mit Recht dieser Namen. Nicht auf den Straßen sondern auch in den Läden drängten sich die Käufer Kopf an Kopf und zwar außer in jenen Straßen, wo man überwiegend die Land. fundschaft anzutreffen pflegt, sondern auch in den Läden wo die bessere Stadtkundschaft für gewöhnlich einkauft. Ueberall gab es gewaltig zu tun. Das trockene Wetter städten der Provinz die Kundschaft zugeführt. nach so langer fon vergeffen Mahnwort: Ausstell Vorsi ibas tommende bin welchen das Hidtigung gefu 1904 nicht ftim Krofdo Chier eine Geri Landratsamts revidieren. Bu hatte den Kaufleuten wieder von außerhalb aus den Land. Bürgermeister *. Stadttheater Gießen. Nochmals sei auf das Weihnachtsabonnement des Stadttheaters hingewiesen, das darin besteht, daß ein halber Abonnementblots zum Preise von Mt. 22 für 10 Logen, 16 Mk. für 10 Sperrsize, 11 Mark für 10 I. Parquet und 8 Mt. für 10 II. Parquet aufgelegt werden. Da diese halben Abonnements in besonderem gefälligem Umschlag hergestellt wurden, so eignen sie sich auch als Weihnachtsgeschent. * * Die Christ bescheerung der Kinder der Klein. finder- Bewahranstalt, welche aestern Nachmittag von halb 4 Uhr ab in Gießen in der Johanneskirche feierlich durd Gottesdienst eingeleitet wurde und nachdem in dem Schul saal der Anstalt fortgesetzt wurde, zeigte in allen Teilen ihres Programms, daß die Vorstandsdamen, der Vorstand und die Anstaltsschwestern wirklich gute Bewahrer der Kleinen sind. Lachende Gesichter, ein fröhliches Erzählen der Kinder unter sich gab den Beweis, daß sie auch gern den Weg nach der Diezstraße nehmen. Der ganzen Anstalt ist ein rechtes Gedeihen stets zu wünschen. ** Die Ortsgruppe Gießen des bess. Fechtverein Waisenschuß wird in Lony's Bierkeller am 3. Weih nachtsfeiertaa ihre diesjährige Bescheerung veranstalten. Für 30 Halbweisen konnte der Vorstand diesesmal praktische und notwendige Geschenke beschaffen und man muß hervor heben, daß die Sympathie vieler Kreise diesem Vereinswohltätigkeitsatte gegenüber öffentliche Anerkennung verdient. Nach dem offiziellen Teile ist der Abend der Gemütlichfeit gewidmet, alle Freunde und Gönner, eingeführt durch Mitglieder, sind darum willkommen. C * * meiner Chaife, Gendarmen Begend ftedt Wihon feit lang Oberfüdte im Sta Beinbruch ich mziehen eine Die Generalversammlung des Kreiszuchtvereins Gießen für Vogelsberger Vieh fand gestern Nachmittag unter dem Vorsitz des Kreisamtnanns Dr. Kranzbühler im Cafè Ebel statt und war von Züchterr aus den neun Ortsvereinen besucht. Nach Erledigung des Geschäfts und Rechenschaftsberichts pro 1902/03 sprach Dekonomierat Lethiger- Alsfeld sehr einehend über die Zuchtziele sowie über die Mittel und Wege diese zu erreichen in Bezug auf das Vogelsberger Rind. Der Redner erörtete die Fehler, welche häufia noch von den Züchtern gemacht werden und welche die Schuld tragen, daß ungerechte Klagen gegen die Rentablität der Raffe laut werden. An den Vortrag knüpfte sich eine lebhafte Debatte, doch war man sich darüber allseitig einig, daß das Vogelsberger Rind und dessen Zucht für unsere heimische Broving das einzig richtige sei und daß zu wünschen sei, daß dessen Zuchtgebiet immer mehr sich ausbreiten möge. * * Aus einer kürzlich durch die Blätter gegangenen Notiz fonnte man den Eindruck gewinnen, als ob der Landtagsabgeordnete Otto Hirschel aus der deutschen Reformpartei ausgetreten sei. Das ist nicht der Fall, Hirschel hat lediglich wegen Arbeitsüberlastung( als Parlamentarier, Direktor der landwirtschaftlichen Hauptgenossenschaft für Oberhessen u. s. w.), den Vorsiz des Landesverbandes der deutschen Reformpartei für Südwestdeutschland niedergelegt. Der Umbau des Bahnhofs Grünberg wird im Frühjahr 1904 begonnen werden; es find dazu zirka 4000 Mt. vorgesehen. Die Diensträume sind zu klein geworden und soll der jetzige Wartesaal 1. und 2. Klasse in einen Dienstraum umgewandelt werden, während auf der anderen Seite ein Anbau aufaeführt wird. Durch den jeßigen Dienstraum wird der Ausgang mit Billetkontrolle geschaffen, auch wird der Billetschalter dort eingerichtet werden. Ob die Bahnhofssperre noch vor dem Umbau eingerichtet wird ist noch nicht bestimmt, aber wahrscheinlich. Broß- Felda h in bie Alinit Niede ourbe furz D- Zuges( Nc. ier fällige Maschine an Rua eine& Baffagiere un * Eine bessere Beleuchtung soll der Bahnhof in Grünberg haben, eine Neuerung, deren Notwendigkeit unbestreitbar ist. Es werden insgesamt drei große Lampen an hohen Maften auf dem Bahnhof aufgestellt und zur Beleuchtung Kyros- Licht zur Verwendung kommen, welches sich neben großer Helligkeit durch außerordentliche Billigkeit auszeichnet, ein Pfund Petroleum in 10 Stunden. Versuche werden mit diesem Licht gegenwärtig auf den Bahnhöfen Burg- Niedergemünden und Mücke angeftellt. Die Lampen werden in Grünberg im Januar aufgestellt. ut durchwär peifen und Mit nahezu Diefer Rua die × Vom Beihnachtsfre gelegenen Ort Bereitet, welch Wäch glutfabrit in G ftir beendet er ange ist. Kirch zahlreich befu grenoffenschaft H. K. Mit dem Schlusse dieses Jahres sind für den Handwerker eine Reihe von Verpflichtungen fällig, zu denen er baren Geldes dringend bedarf. Die Tatsache, daß der Handwerker oft über seine Verhältnisse und ungewöhnlich lang Kredit gewähren muß, bedeutet für ihn eine schwere Schädigung. Im Interesse des Handwerkerstandes kann deshalb nicht oft genug darauf hingewiesen werden, daß der Handwerker nur dann konkurrenzfähig und wirtschaftlich selbständig bleiben kann, wenn er Löhne und Einkäufe pünktlich zu bezahlen imstande ist; deshalb muß immer wieder daran erinnert werden:„ Bezahlt dem Handwerfer die fälligen Rechnungen." Es darf hierbei aber nicht verfannt werden, daß auch von den Handwerkern selbst auf pünktlicheren Eingang ihrer Außenstände dadurch hingewirft werden fann, daß sie die Buchführung nicht als Nebensache ansehen und ihre Rechnungen nicht erst dann ausschreiben, wenn die Kasse leer ist oder Dem Kornhaus ain weiterer G A Main Thürzlich auf mourde, ift gef H Wegen urde der La Bießen zu 20 ngeflagten Bilhelm Berg mes Schöffeng Corlach freisp Leveis als er gangenen U Lboardsfeld Bitwe freige Crem Schöffeng Schä Ke da bein sind un und Ba Laugia Fre Achtung Das b der Kark Gesam Baar erh. bei 1. Giessen b ft Got figh naco langer Beit, daß die Kunden die Lieferungen beinahe Mort: Handwerker seid nicht nachlässig im Ausstellen der Rechnungen!" | 1. Dezember 1 vergessen haben. Darum ergeht ebenso dringend das Beleidigung von neun Arbeitern zu Inheiden wurde der Lama, und man ift erstaunt über die dreisten Antworten, beraus gün hatten erfre en, fobak bere ten.- Der Del mit Red an Ropf und berwiegend die Vorsicht beim Kalender einkaufen. Für dass bommende Jahr sind Kalender in den Verkehr gebracht, in welchen das Jahr 1904 als Schaltjahr keine Berück sichtigung gefunden, demnach der Kalender vom 1. März erblickt und auf 10 Mr. Geldstrafe erkannt. Wegen| Gouverneuren und anderen höchsten Beamten des DalaiKultur- Technifer Engesser in Gießen zu 15 Mt. Geld- die Hedin als Gefangener des Dalai Lama sich zu geben strafe verurteilt. Seiner Berufung wird der Erfolg ver- erfühnt. Ein Gefangener des Dalai Lama war Hedin in fagt, indem untergerichtliche Erkenntnis bestätigt wird. Der der Tat. Auf seinem tollkühnen Vorstoße nach der heiligen Schuhmacher Ludwig Balser von Albach und dessen Ehefrau Stadt Lhasa, die er als Mongole verkleidet, nur von zweien hatten den Landwirt Johannes Blei zu Burkhardsfelden seiner Leute begleitet, erreichen will, wird er wegen Beleidigung verflagt. Letzterer erhob Widerklage Kamba Bombo abgefangen. Die Tibeter haben ein scharfes er bom mächtigen und wurde vom hiesigen Schöffengericht freigesprochen, Auge auf Hedin, der wiederholt droht, in Eilmärschen nach während der Kläger mit 15 Mt. Geldstrafe bedacht wurde. Lhasa zu bringen; erleichtert atmet der Dalai Lama auf, als Auf erfolgte Berufung wurde heute festgestellt, daß die Hedin endlich an der Grenze von Ladak anlangt, also auf Barteien sich gegenseitig beleidigt haben, sie werden aber englischem Gebiet. Leichen von Menschen und Tiere befür straffrei erklärt und haben die Kosten je zur Hälfte zu zeichnen die via dolorosa des Forschers durch Tibet, aber der Gewinn dieſer Reiſe, für die Wiſſenſchaft, für die ondern auch 1900 nicht stimmt. auch in den hie eine Gerichtsfommission und ein höherer Beamter des Krofdorf, 20. Dez. Gestern Nachmittag erschien gewöhnlich Lambratsamts auf der Bürgermeisterei, um„ verschiedenes" Das trodene& zu reviditeren. Das Resultat war, daß am Abend der tragen. rhalb aus den Birgermeister und dessen 1. Sekretär, jeder besonders in Rodimals fi erg hinachielen mentblots - eirie Chaise, nach Beglar gebracht wurden. Zwei reitende Gendarmen hinterbrein zur Bemachung. Die ganze Gegend steckt die Köpfe zusammen, man weiß Manches fchoon feit langer Zeit. für 10 Sherri t. für 10. B ben Abonnement tellt wurden, o der Kinder der e gestern No nestirche feierli Niederwalgern, 17. Dez. Gestern abend um 9 Uhr chdem in dem Torbe furz vor der hiesigen Station die Maschine des igte in allen D- Juge( Nr. 74) defekt. Der einige Minuten später( 9,18) Damen, ber& dofire an tilt blejen hürer fällige Personenzug Marburg- Frankfurt mußte seine gute Bewahr fröhliches& Bogiere und Bugpersonal hatten nun Beit, sich in den Am eine Erfazmaschine von Gießen requiriert wurde. gurt durchwärmten Watesälen zu restaurieren, da dort die ( Ober- Ohmen, 20. Dez. Samstag Morgen verunglite im Stadtwald der Holzhauer Meckel von hier beim Uranziehen eines Baumes und erlitt außer einem Arm- und Binbruch schwere Verlegungen am Kopf. Der sofort von Gelba hinzugezogene Arzt ordnete die U- berführung imm bie Alinit nach Gießen an. 8, daß fie aud hen. Der ganzen Speiſen und Getränke nichts zu wünschen übrig lassen. Wit nahezu 1/ 2stündiger Verspätung tonnte dann auch bess. Fechton dieser Rua die Weiterfabrt antreten. erteller am 3.1 XVom höheren Vogelsberg, 20. Dez. Eine schöne erung veraneihnachtsfreude wurde den Lehrern in besonders ungünstig nd diefesmal br geenen Orten durch die Gewährung von Stellenzulagen nb man muß bereitet, welche vom 1. April d. Js. nachgezahlt werden. reise diesem B Wächtersbach, 20. Dez. Der Streit in der SteinUnerkennung bean tabrik in Schlierbach ist von der fürstlichen Fabrikleitung Abend der fin beendet erklärt worden, da der Betrieb wieder voll im ner, eingeführtange iſt. Kirchhain, 20. Dez. In einer hier abgehaltenen ung des Azorei besuchten Versammlung der hiesigen Kornhaus gossenschaft wurde festgestellt, daß sich der Geschäftsverkehr bei gelsberger dom Kornhaus Kirchhain bedeutend gehoben hat und deshalb ein weiterer Schüttelboden errichtet werden muß. Borfig des Ar Ebel Hatt un Mainz, 18. Dez. Landgerichtsdirektor Thaler, der einen besucht füglich auf einem Feste von einer Magenblutung befallen benſchaftsberigaude, ift geftorben. Er war gebürtia, aus Ober- Mörfen. er- Alsfeld f Sie Mittel v Vogelsber häufia nod die Schuld blität der Ro Aus dem Gerichtssaal. Straffammer. Gießen 19. Dezember 1903. Wegen Beleidigung des Friedrich Frey von Wieseck eine lebhafte murde der Landwirt Heinrich Weller X vom Schöffengericht g, daß das oücken zu 20 Mt Geldstrafe verurteilt. Die von dem re heimische Bro geklagten eingelegte Berufung ist heute erfolglos. schen sei, daß de 3 thelun Berg von Lang- Göns hat gegen ein Erkenntnis möge. bas Schöffengerichte Gießen, das den Landwirt Wilhelm Blätter gegangen lach freisprach, Berufung verfolgt. Da der Wahrheitsmen, als ob d bile seis als erbracht angesehen wird, erfolgt Bestätigung des rschel ous exrgangenen Urteils. Elisabethe Stumpf von Burt. Das ist niát barbs felben verfolgt gegen ein die Kaspar Schäfer it& überlastunge freigesprochenes Urteil Berufung: Es wird entgegen chaftlichen Schöffengericht in der fragl. Aeußerung eine Beleidigung den Vorfi artei für of Bring Den; es find bo äume find 1. und 2. Ro , während auf de wird. Durch de mit Billettontr bort eingeri bem Umbau wahrscheinli foll der Ba ren Notwend rei große L fgeftellt und tommen, bl entliche Billiated Stunden Ber auf den Bab angeftellt. D ufgeftellt. res find für fällig, zu dem tlache, daß b ungewöhnli bn eine fen erftandes fo n werben, ba b wirtida und Cinute mug immer bem Sond " barf udh bon ben brer Außen Tie die Bud Rechnungen Leer for Litterarisches. Im Herzen von Asien. Die Tibeter haben sich nicht gescheut, europäische Forschungsreisende in der grausamsten Weise zu mißhandeln und unter unsäglichen Martern zu töten. Gegen den erfolgreichsten Asienforscher unserer Tage, den unerschrockenen Schweden Dr. Sven v. Hedin, haben sie sogar eine ganze Armee mobil gemacht, um ihm den Durchzug durch die heiligen Provinzen des Landes zu derwehren! Soeben erscheint unter dem Titel„ Im Herzen von Asiens" im Verlage von F. A. Brockhaus in Leipzig Heding Bericht. Es ist ein klassisches Reisewerk mit hochinteressantem Inhalt und überaus reichhaltiger und fesselnder illustrativer Ausstattung. Die swierigste Aufgabe, die sich Reiſe geſtellt hatte, war bie Durchquerung Libets, des Hedin auf seiner mehr als drei Jahre in Anspruch nehmenden mächtigsten Gebirgslandes der Erde. Zur Erforschung des Sees Lop- nor, der seit Jahrtausenden seine Lage in rätselhafter Weise verändert, begann Hedin seine Reise durch eine bis dahin unmöglich erscheinende Fahrt zu Schiff auf dem Tarim durch die ödeste Wüste der Erde, gegen den die Schrecken und Gefahren der Sahara ein Kinderspiel sind. Nach allerlei Gefahren und Abenteuern, die mit dem unbekannten, tüdischen Gewässer verbunden waren, unternahm er einen Marsch quer durch die Wüſte, dessen Schilderung viel Aufregendes bietet. Mit Erstaunen verfolgt der Leser die Entdeckung einer uralten Stadt, der Hauptstadt eines Königreichs, mit dem die Hunnen Bündnisse in jenen uralten Zeiten abschlossen, als sie noch im innersten Asien saßen und mit den chinesischen Kaisern Kriege führten. Der unbarmherzige Wüstensand, der Hedin auf seiner ersten Reise in jenen Gebieten so schwere Opfer auferlegt hat und der auch diesmal die Karawane wiederholt mit dem Untergang bedrohte, hatte einst auch die große Stadt verschüttet und nur in Sagen tlang die Kunde von ihr in unsere Zeiten herein. Die größte Bewunderung erfüllt den Leser aber bei der Schilderung der Wanderungen Hedins in Tibet, dem höchsten Gebirgsland der Welt. Dort bewegte sich der Forscher mit seiner Karawane, der größten, die je ein Reisender in Asien zu führen hatte, in Höhen, die weit über dem Mont Blanc Itegen und in einem Klima der widerwärtigsten Art. Die Gefahren, die dem Reisenden sowohl durch die unwirtliche Natur des Landes, als auch durch den Menschen entgegengestellt wurden, waren derart, daß Hedin ausruft, er wolle lieber zehnmal durch die mörderischste Wüste ziehen, als noch einmal durch Tibet! Man weiß nicht, was man mehr bewundern soll, die Ausdauer des für die Wissenschaft zu jedem Opfer bereiten Forschers, den Mut und diplomatischen Sinn des mit allen Schlichen asiatischer Politit vertrauten Mannes, oder die treue, rührende Anhänglichkeit, die Hedin als warmherziger Germane nicht nur seinen Leuten, sondern selbst den Tieren seiner Karawane entgegenbringt. Köstlich sind die dramatischen Schilderungen der Begegnungen mit tibetischen Schäfers Patent- Kleiderschränke Kein Suchen. sind hervorragend praktisch. Kein Aerger mehr, da beim Oeffnen der Türen sofort alle Kleidungsstücke übersichtlich geordnet sind und ein Zerdrücken vollständig vermieden wird. 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Den hochinteressanten Inhalt, der in fesselnder Darstellung geboten wird, begleitet eine Fülle von Bildern, wie wir sie in einem Reisewerk bisher noch nicht gefunden haben. Sind es doch 160 ganzseitige Bilder, darunter 8 meisterhafte bunte Tafeln und 4 reichhaltige Karten. Alles in allem wissen wir kein Werf, welches geeigneter wäre, unter den Weihnachtsbaum gelegt zu werden, als pedins Im Herzen von Asien". " Kirchliche Nachrichten für Sießen. Evangelische Gemeinde. Sex Ju der Johanneskirche. Mittwoch, den 23. Dez., Nachmittags 3½ Uhr: Weihnachtsfeier für die Kinder aus dem Kindergottesdienst der Johannesgemeinde. Pfarrer Dr. Naumann. Donnerstag, den 24. Dez., nachm. 3 Uhr: Weihnachtsfeier für die Kinder aus dem Kindergottesdienst der Lukasgemeinde. Pfarrer Euler. Zu diesen vorstehenden Feiern wird die ganze Gemeinde freundlichst eingeladen. Marktberichte. koſtete das Bfb. Butter 1,20 Mt., Eier 1 Stüd 9 Pfg. A Weglar, 19. Dez Auf dem hiesigen Wochenmarkte *** Fruchtpreise am Grünberger Fruchtmartt, vom 19. Dez. Weizen 16,00-00,00, Rorn 00,00 bis Gerste Hafer 12,50-00,00, Erbsen 00,00, Samen 00,00, Rartoffeln 0,00-00,00, Linsen 00,00 Mark. Alles per Doppelzentner. Hamburger Futtermittelmarkt. Originalbericht von G.& C. Läders, Futtermittelgroßhandlung, Reis- und Delfuchenmühle, Hamburg. Die Marktlage hat sich im Laufe dieser Berichtswoche wenig geändert. Ameriku kabelte für Baumwollsaatmehl erhöhte Breise; auch für Weizenkleie wurden etwas höhere Breiſe bezahlt. Grönuß mehl fefter auf Londoner Berichte. fuchen waren dagegen von Marseille billiger angeboten. Reisfutter= Tendenz: stetig. Reisfuttermehl 24-28 Broz. Fett und Protein Mr. 4.00-4.15 pr. 50 Kilo ab Hamburg, Mr. 4.25-4.40 ab Hamburg, ohne Gehaltsgarantie Mt. 3,30-3,90 ab Hamburg. Reistleie 1.90–300, Weizenkleie, grobe 4.25-4.50, Roggenkleie 4.10-450, Gerfteflete 4.50-5 25, Erdnußkleie( gemahlene Erdnußschalen) 1.85-2.25, Erdnußkuchen und Erdnusmehl 52-54 Proz. 5.85-6.15,- 53 Proz. 6.00-7.15, Baumwollſaattuchen und Baumwolljaa tmehl 52 bis 58 Proz. 6.20-6.40, 58-62 Broz. 6.35-6.70. Cocusnußfuchen und Mehl 28-34 Prog. Fett und Protein 5.20-6.00, Balmfernfuchen und Mehl 22-26 Proz. 5.00-5.25, Rapskuchen und-Mehl 38-44 Broj. 4.40-4.75, Leinfuchen und Mehl 38-42 Broz. 5.85 bis 6.50, Maisölkuchen und-Mehl 18-14 Broz. 5,50-5.75, Getrodnete Schlempe 33-45 Proz. 5.20-5.40, Getrocknete Treber Kilo ab Hamburg. 24-30 Prog. 4.90-5.20, Malzteime Mt. 4 50-4.80 alles prs 50 Berantwortlich: für den politischen und Inseratenteil: Albin Klein für das Bokale, den„ Gerichts- und Deffentlichen Sprechsaal": Fr. ppermann Die Singer Nähmaschinen für Familiengebrauch find die besten Weihnachtsgeschenke. Einfache Handhabung! Große Haltbarkeit! Hohe Arbeitsleistung! 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Dienstag- Abonnement. hat, ist es uns Herzenssache, unseren innigsten Dant Allen auszusprechen, die uns zur Ausführung der Christbescheerung für die 254 Kinder der Anstalt, die höchste bis jetzt erlebte Zah, freundlichst unterstützt haben. Hauptsächlich danken wir den vielen Wohlthätern, die durch ihre reichen Gaben an Geld, Bekleidungsgegenständen, Kleiderstoffen, Konfekt 2c., sowie durch Hand- der arbeit es uns ermöglicht haben, unseren Anstaltskindern und auch deren Angehörigen eine große Freude zu bereiten. Fr. v. Schönthan u. G. K Lustspiel in 3 Akten von Kabelburg. Mittwoch, den 23. Dez. 1903 Nur einmaliges Gastspiel internationales Tournee ,, Machtasyl“. Direktion: Melanie Dorny. Außer Abonnement! Zum ersten Male: Nachtasyl. cenen aus der Tiefe des Lebens in 4 Aften von Maxim Gorky. Deutsch von August Scholz. Wir teilen nachfolgend besonders mit, welche GeldBeträge für unsere Christbescheerung gespendet wurden: durch Frau Rechtsanwalt Grünewald 128 Mt., Frau Johanna Haas 14 Mt., Frau Stommerzienrat Heyligenstaedt 25 Mt., Frau Rechnungsrat Kalbfleisch 124 Mr. Frau Prof. Leist 85 Mt., Frau Pfarrer Naumann 167 Mt., Frau Luise Ottens 41 Mt., Frau Lina Schmall 6 Mt., Fräulein Louise Wortmann 64,50 Mf, durch die Schwestern der Anstalt 191 Mf. Außerdem wurden durch die Lehrerinnen Frl. Anna Singer, und Elisabeth Weiß 135 Mr. gespendet, die ihnen von ihren Schülerinnen Holzversteigerung in der höheren und erweiterten Mädchenschule übergeben im Gießener Stadtwald. worden waren, den genannten Lehrerinnen, sowie den Mädchen, die so treu und eifrig die Gaben zusammen Montag, 28. Dezember, vorgetragen haben und auch deren Eltern sei ein besonders sollen im Gießne: Stadtwald in mittags 92 Uhr beginnend, herzlicher Dank ausgesprochen. den Distrikten Waldshut, 9 Möge die unserer Anstalt und deren Kindern Wanne, Oberhag, Neubege, wiederum reichlich bewiesene Liebe und Opferwilligkeit Begstran und Katharinenauch fernerhin Gebern und Empfängern zu Freude und Segen uns erhalten bleiben! Gießen, den 21. Dezember 1903. Der Vorstand der Kleinkinder- Bewahranstalt Dr. Naumann. Große Jnventar- Versteigerung. hütte versteigert werden. 231 Fichten ämme m. 75,76 Fm. 14 Riefernstämme m. 5,72 1 Lärchenstammholz m 0,35 531 Ficht nderbstangen m. 23,92 20 Rmtr. buchen Scheitholz Brotpreise bom 20. Dezember 1903 bis 6. Kg. Januar 1904. Der hiesigen Bäcker. 1 Weißbrot " 1 Schwarzbrot 2 " In Herren- 1 Knaben Confektio Bfg. 26 52 24 48 3 72 1 Kornbrot 22 größte Auswahl. 44 Der auswärtigen Bäcker: 1 Weißbrot bei Georg Dern II. Gr. Linden 23 W. Steinmüller Witme( Langgöng.) 24 Heinrich Weber( Heuchelh.) W. Fabel Wieseck W. Weißel Langgöns u. L. Steinmüller Gr. Lind. 25 Karl Post, Wiesed 2. Leir: KleinLinden 26 2 " Dern II., Gr. Lind. u. Louis Süßmuth Steinberg 46 W. Steinmüller Wwe Langaöns) 48 W. Fabel Wieseck W. Weißel, LangGöns JakobAppel, Krofdorf, Heinrich Weber Heuchelheim L. Steinmüller ( Gr.:Lind.) Karl Post, Wieseck u. W. Lein KleinLinden ňo 52 1 Schwarzbrot bei Georg Dern II. Gr. Linden 21 " " W SteinmüllerWe W. Weitzel, Lang= Göns, L. Steinmüller Gr. Linden Anfertigung n. Mai Arbeitsfleider f. sämtliche Berufstlan Unterkleide in allen Größen. Normal- Hemden. Hautjaden. Usterbosen. Unterwäm Oberhemden. Serviteurs Kragen. Manschetten. Cravatten in allen Genres. Strümpfe und Socken. Für Schneider und Schneiderinnen sämtli Futterstoffe und Besabartikel Herren- u. Damen Regenschirme. Handschuhe Wachstuche. 35 nadel Heinrich Weber, 6 eichen 11 Heuchelheim 22 3 " buchen- Knüppelbolz 2. Lein Kleinaller Arten. 151 nadel Linden 24 " " 20 eichen 2 " " buchen Stockholz J. Kd. Velte, Kirch Göns 40 11 5 eichen Dern II. Gr. Lind. " 174 nadel 42 4250 Wellen buchen Reisig 2570 3450" 17 350 eichen nadel birfen Weichholz Licherstraße an der Abzweigung Die Zusammenkunft ist auf der des Fußweges nach der Hochwarte. Gießen, 19. Dezember 1903. Gr. Bürgermeisterei Gießen. Mecum. Wegen Wirtschaftsauflösung sollen Mittwoch, den 6. und Donnerstag den 7. Januar 1904, je vormittags 10 Uhr beginnend, sämtliches lebende und tote Inventar öffentlich meistbietend versteigert werden und zwar: 6 Arbeitspferde, da runter 1 gute Zuchtstute und 1 flotter Einspänner( auch zugeritten), 20 Stück Rindvich dabei 7 Simmentaler Heerdbuchtiere und 2 von Herdbuchhaltern abstammende junge Bullen, 4 trächtige Mutterschweine, 1 schottischer Schäferhund. Enten und 1 Flu Tauben; ferner von totem Inventar: 1 Woodscher Garbenbinder( tadellos erhalten), 2 Grasmäher, Drillmaschinen, Düngerstreuer, Heuwender, Heurechen, Walzen, Pflüge, Eggen, Häckselmaschine, Windfege 2c.; 4 Eratewagen, darunter 2 sehr gute Britschenwagen, 4 kleinere Wagen, 1 4fiziges modernes Break, 1 fast neuer Kartoffeldämpfer, ein großer für Müller geeigneter Mehlkaften, etwas Hausrat 2c. 2c. Das lebende Inventar fommt in bekannter bester Qualität bei zuerst zum Ausgebot. Zum Schluß wird noch Stroh in einzelnen Partien versteigert. Hos Sorge, Station Burg- Nieder- Gemünden. Otto Spangenberg. Bekanntmachung. In der Zeit vom 12. bis 19. Dezember 1903 wurden in hiesiger Stadt gefunden: 1 Spazierſtock, 1 Paar Kinderschuhe, 1 Peitsche, 1 Pferdeteppich und 1 Schlüssel zu einem Petroleumwagen; Backzutaten Emil Fischbach Gießen. Hochfeine Süd- und Ungarweine von ärztlichen Autoritäten als be= empfohlen, zu haben bei währte Stärkungsmittel bestens Jul. Weiß, Zigarrenhandlung in Lollar, Krs. Gießen. Prima Kartoffel verloren: 5 Portemonnaies mit Inhalt, 1 Sammttasche, 1 schwarzes seidenes Anhängetäschchen, 1 gold. Damenring, 1 schwarze Weste, 1 Packet Kleiderstoffe, gelbe Seide Speise- u. Salatkartoffel und 1 Monogramm T. H. zu den billigsten Tagespreisen empfiehlt entflogen find: 2 Tauben. Die Empfangsberechtigten der gefundenen Gegenstände belieben ihre Ansprüche alsbald bei uns geltend zu machen. Gießen, den 19. Dezember 1903 Großh. Polizeiamt Gießen. Hechler. J. Hankel Schloßgaffe Gießen. Oftanlage 18 Ecke Landgrafenstraße: 2. u. 3. Stoď, 6 Zimmer und Mädchen zimmer, eventuell mit Stallung, Mansarde, 4 Zimmerwohnung per 1. April zu vermieten. Fette Gänse= Enten. 10 Ein braves Mädchen Burschenzimmer und Remiſe. Bfd. Golli Mt. 4.50, Naturkuhbutter 10 Pfd- Colli Mt. 6.Zur Probe 5 Pfd. Butter und 5 Vfd. Honig Mk. 5 Sternlieb, Masthaus, Tluste Dr. 42, via Breslau. ( 15-17 Jahre) für Küchen- und Hausarbeit gesucht. Apotheker P. 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