Na. 117. Erstes Blatt Abonnementspreis: in Gießen, abgeholt monatlich 50 Bfs, in's Saus gebracht SO Pfg., burd bie oft bezogen viertelfährli Mt. 1.60. Gratisbetlagen: Oberheffische Familienzeitung( tägliě) Oberbeffife Beitschrift für Landwirtschaft, buss Gartenbau, fotele bie Gießener Geffenblasen( whentlich). Das Blatt erscheint en allen Berttagen mittage Mittwoch, den 20. Mai 1903. Gießener 12. Jahrgang Inseritenspret 8: Die einfpaltige Petitzeile für Gießen wi ganz Oberbeffen, die Kreise Weylar und Starburg 10 fe senft 15 Big.; Reklamen die Betttselle 30 refp. Boßzeitungsliste Ste. 2009. Rebastien und Expebition: Gießen Remenweg Bernsprechanfchleh A, 863. Neuelle Nachrichten ( Stehener Tageblatt) Anabhängige Tageszeitung ( Gießener Zeifung für Oberheffen und die Kreise Marburg und Wetlar; Lokalanzeiger für Gießen und Umgebung. Enthält alle amtlichen Bekanntmachungen der Großh. Bürgermeisterei Gießen und anderer Behörden von Oberhessen. Chamberlains Programm. CB. Der englische Kolonialsekretär Chamberlain, der belanntlich zugleich Abgeordneter ist, hat in seinem Wahlfreis zu Birmingham eine Rede gehalten, die mit derjenigen des Ministerpräsidenten Balfour vollständig im Widerspruch steht. Die Folge davon wird wahrscheinlich sein, daß in allernächster Zeit eine Ministerkrisis eintritt, bei der sich entscheiden muß, ob die alte freihändlerische Richtung des Herrn Balfour oder die neuen Echuzzollgedanken von Joe Chamberlain die Richtschnur der Regierungspolitik bilden werden. Chamberlain ist ganz zweifellos der bedeutendste Mann in der englischen Regierung, aber er kann nach den dortigen Berfassungsverhältnissen nicht Ministerpräsident werden, weil er nicht ausgesprochener Parteiführer ist. Wäre dies der Fall, so würde voraussichtlich nach den künftigen Wahlen, die allem Anschein nach zugunsten der konservativen Partei ausfallen werden, Chamberlain Premierminister werden. Aber auch wenn dies nicht der Fall ist, so dürfte er doch der eigentliche Lenker der britischen Politik werden, die auf nichts anderes abzielt, als auf die Aufrichtung des größerbritischen" Weltreichs. Denn bekanntlich führen die Kolonien Englands, sofern sie nicht Kronkolonien sind, ein vollständig selbständiges Dasein, und sind in ihrer Zollpolitik sogar dem Mutterlande gegenüber autonom. Infolgedessen ist auch der Wettbewerb auf dem Markte der Kolonien der ganzen Welt offen und England hat dadurch bereits in manchen Gebieten ganz heftige Nackenschläge erhalten. Dazu kommt noch, daß in einzelnen Teilen des Reiches, z. B. in Australien, auch politische Einflüsse zu Ungunsten Englands wirksam sind. Um nun das Staatsgefüge nach außen hin fest zuzuschließen, hat Chamberlain folgenden Plan gefaßt: 1. Abschließung des ganzen britischen Weltreiches gegen den Wettbewerb auf dem Markte durch einen Echutzzoll mit Vorzugsbedingungen für den Verkehr zwischen dem Mutterlande und den Kolonien; 2. Schaffung eines Reichsheeres und 3. Vereinigung der sämtlichen Flotten unter dem Oberbefehl des Mutterlandes. Soweit hierbei eine feindselige Absicht gegen andere Völker in Betracht kommt, kann sich diese nur naturgemäß gegen solche Nationen richten, die England in seiner Kolonialpolitik in den Weg treten. Es sind dies vor allem Amerifa, das in Australien sich festzusetzen sucht, und Ruß-land, das in Asien die englischen Wege freuzt. Es ist sonach eigentlich überraschend, daß der Kolonialsekretär sich nur Deutschland als Zielpunkt seiner feindseligen Aeußerungen gewählt hat. Man weiß ja schon lange, daß Herr Chamberlain unser Freund nicht ist, vor allen Dingen deshalb, weil sich das deutsche Rechtlichkeitsgefühl mit so elementarer Gewalt gegen die blutige Tragödie in Südafrika aufgelehnt hat. Aber Chamberlain ist nicht so sehr Gemütsmensch, um hier lediglich seine Gefühle sprechen zu lassen. Er hat lediglich einen Echeinangriff gegen Deutschland unternommen, um nicht das eigentliche Endziel seiner Politik entwickeln zu müssen, und gewiß ist dies nichts anderes als die Stärfung der nationalen Wehr gegen Rußland und Amerika auf der Grundlage der Selbsthilfe. Chamberlains Schuzzollideen finden in den britischen Kolonien ebenso wie in England selbst eine geteilte Aufnahme. Der Premierminister von Natal erIlärte zu Chamberlains Birminghamer Rede, er sei für einen Vorzugstarif mit England und für Behandlung auf Gegenseitigkeit, aber der Reichs- Freihandel sei unter den gegenwärtigen Umständen unmöglich. Ebenso hat sich der Oberkommissar in Johannesburg Lord Milmer ausgelassen. Er glaubt, daß Chamberlains Rede die Stimmung in Südafrika für die Vorzugsbehandlung sehr günstig beeinflußt habe. In Australien dagegen will man von Chamberlains Plänen nicht viel wissen. Gleiche Brüder, gleiche Kappen. Die Mißerfolge der Engländer im Mullahkriege. Seit der Niederlage der Briten bei Gumburri hat man nur wenig über den weiteren Fortgang der briti en Expedition gegen den tollen Mullah gehört. Das hatte, wie sich jetzt herausstellt, seinen guten Grund: Die Engländer haben in der Zwischenzeit so gut wie gar nichts getan, weil sie nichts tun können. General Manning hatte mit Rücksicht auf die Terrainschwierigkeiten, die ein Vordringen ins Innere des Landes behindern, auf Weisung der britischen Regierung seine Truppen bei Bohotle zusammengezogen. Angeblich sollte er von dort aus operieren, und der Plaz sollte besonbers günstig sein für eine gemeinsame Aktion der Briten mit den Abessyniern gegen die Mullahhorden. Ein Blick auf die Karte läßt das nicht sehr plausibel erscheinen. Man wird außerhalb Englands die Konzentration der britischen Truppen bei Bohotle ziemlich allgemein als ein Bekenntnis der Ohnmacht Englands beuten, irgend etwas Entscheidendes gegen den Mullah zu unternehmen. Und das imso mehr, weil der Hinweis auf die Möglichkeit eines gemeinsamen Vorgehens mit den Abessyniern von Bohotle aus angesichts der wirklichen Sachlage sich als eine faule Finte herausstellt. Die Abessynier zeigen gar keine Neigung, an einer englischen Operation von Bohotle aus teilzunehmen; im Gegenteil, sie sind ganz zufrieden, daß sich die Engländer zur Untätigkeit verurteilt sehen. Sie wollen offenbar dem Mullah das Leben nicht allzu sauer gemacht sehen und sind zufrieden, daß er die Engländer in Atem hält, wenn er dafür nur ihr eigenes Gebiet nicht brandschaßt. An einem endgiltigen Siege der Briten über den Mullah hat Abessynien, wie die schlauen Herren in Harrar sehr wohl einsehen, gar kein Interesse. Im Gegenteil, ihnen muß es erwünscht sein, daß er sie noch recht lange beschäftigt. Danach ist denn auch die ganze Taktik des Negus Menelik gegenüber seinen britischen Verbündeten einerseits und gegenüber den Mullah andererseits eingerichtet. Schon neulich wurde berichtet, daß die abessynischen Zollbehörden dem Mullah in aller Harmlɔsigfeit gegen einen„ Zoll" von 2000 Kamelen das Ueberschreiten der abessynischen Grenze gestatteten, wo er vor allen Verfolgungen der Briten sicher war, wie in Abrahams Schoß. Jetzt stellt sich heraus, daß die angeblich zur Bekämpfung des Mullah ausgesandten Truppen Meneliks sicherlich nicht ohne des Negus Geheiß- mit den Mullahleuten gute Kameradschaft halten: Sie beobachten dem Mullah gegenüber eine Art wohlwollender Neutralität; so lange er nicht in abessynisches Gebiet einfällt, lassen sie ihn treiben, was er will. Ja, es heißt, sie lieferten ihm für seinen Kampf gegen die Briten obenein natürlich gegen Bezahlung Wasfen und Munition. Das sind nette Verbündete, die sich die Briten da gewonnen haben. Aber man wird es ihnen gönnen; haben sie doch ihre Verbündeten nicht anders behandelt: Gleiche Brüder, gleiche Kappen. Daß man in England über diesen Zustand sehr traurig ist, läßt sich begreifen. Natürlich sucht man nach einem Sündenbock, und der ist ja nicht schwer zu finden: Frankreich und Deutschland sind die Karnickel, die den Mullah heimlich unterstüßen. Eine Anzahl französischer und deutscher Offiziere sind, so melden englische Blätter, als Drillmeister und Truppenführer in dem Heere des Mullah tätig. Ihnen ist also der Mißerfolg der Engländer zuzuschreiben. Daß in dieser selbstverständlich aus der Luft gegriffenen Beschuldigung eine unbeabsichtigte Anerkennung der Ueberlegenheit der deutschen und französischen Heeresausbildung über die englische liegt, braucht nicht besonders hervorgehoben zu werden. Die Politik. Neue Veränderungen in den Generalkommandos. () In militärischen Kreisen verlautet, nach dem großen Manöver würden der Generalstabschef Graf Schlieffen und der kommandierende General des 11. Armeekorps, General von Wittich, den Dienst quittieren. Als Nachfolger des Grafen Schlieffen wird General v. d. Gɔlzz, Kommandeur des 1. Armeekorps, genannt, der gleichzeitig dazu ausersehen ist, die geplante Reorganisation des Miltiäringenieurwesens auszuführen. Die Beſegung des Schlesischen Generalkommandos soll noch in dieser Woche erfolgen. Dem verabschiedeten Kommandeur des 16. Armeekorps, Grafen Häfeler, hat der Kaiser außer den Brillanten zum Schwarzen Adlerorden ein huldvolles Handschreiben gewidmet, in dem er ihm für seine Dienste dankt und der Hoffnung Ausdruck gibt, im Ernstfalle diese Dienste in Anspruch nehmen zu können. Gleichzeitig wird verfügt, daß Graf Häfeler weiter in der Rangliste der aktiven Generäle zu führen ist. Zwei neue deutsche Kardinäle! (?) In vatikanischen Kreisen gilt es neuerdings als sicher, daß in kurzer Frist das Kardinalskollegium um zwei deutsche Purpurträger vermehrt werden wird. Zunächst wird in dem bevorstehenden Konsistorium nur ein einziger deutscher Kardinal( Fischer) kreiert werden. Die Ernennung eines zweiten deutschen Kardinals ist für das übernächste Konsistorium in Aussicht genommen. Die Unruhen in Kroatien, die sich gegen die Magyaren richten, dauern fort. Aus den bei Fiume gelegenen Ortschaften Draga und Porto Re werden Kundgebungen gemeldet, die sich gegen das ungarische Wappen auf öffentlichen Gebäuden richteten, wobei Schmährufe gegen den Banus( Landeshauptmann) ausgestoßen wurden. Teilnehmer ähnlicher Kundgebungen zerstörten an mehreren andern Orten Telegraphen- und Telephonleitungen. Zwischen Plaze und Meja sperrten Ruhestörer die Bahngeleise mit Steinen, so daß ein Laſtzug auf offener Strecke halten und, da er von der Menge mit Steinen beworfen wurde, nach Plaze zurückkehren mußte. Tie Gendarmerie zerstreute mit Hilfe von Militär die Ruhestörer überall, ohne Widerstand zu finden, worauf die Telegraphen- und Telephonleitungen wiederhergeſtellt wurden und das Bahngeleise freigemacht wurde. Vom Balkan. )-( Mit der Einnahme von Ipek glaubt die Pforte die Hauptaktion gegen die Albanesen beendet. Sie hat erklärt, jezt bleibe nur noch die Züchtigung der albanesischen oppositionellen Minorität übrig. Diese würde auch gegen jene durchgeführt werden, die erst im letzten Augenblick Gnade erbeten haben. Auch beim Sultan scheint die Stimmung zuversichtlich zu sein. Ob mit Recht?- In Saloniki ist der Bulgare Marko, der die Minen in der Ottomanbant gelegt hat, verhaftet worden. Eine Anzahl von bulgarischen Offizieren und Studenten ist aus Philippopel und anderen Orten abgezogen, um an dem Bandenkriege in der Türkei teilzunehmen. Die Pforte vill gegen diese Offiziere und Studenten strenge Maßgeln ergreifen. China Rußlands Eideshelfer. ( 2) China hat sich darin gefunden, die Mandschurei als eine russische Provinz anzusehen. Neulich wurde schon gemeldet, daß China den Mächten mitgeteilt habe, für die Mandschurei gälten nicht die Gebühren für Telegramme, die im übrigen China erhoben werden, sondern es wolle die Säge erheben, die für Telegramme nach Rußland festgesetzt sind. Jetzt hat China den amerikanischen und japanischen Vertretern mitgeteilt, es sei ,, wegen des Widerspruchs Rußlands" unmöglich, die Oeffnung von Städten der Mandschurei als Bestimmung in die Handelsverträge aufzunehmen. Die Vereinigten Staaten schlagen vor, Mukden, Charbin und einen kleinen Hafen an der Mündung des Jaluflusses zu öffnen. Daraus wird also, wenn Rußland nicht will, nichts werden. Und Rußland wird nicht wollen. Kurze politische Nachrichten. * Das deutsche Geschwader unter dem Kommando des Prinzen Heinrich wird am Mitwoch im Hafen von Vigo erwartet, wo es Kohlen übernimmt. Zum Empfang des Prinzen sind Festlichkeiten vorbereitet. * Der Oberpräsident von Schlesien, Fürst Haßfeldt, Herzog zu Trachenberg, wird demnächst in den Ruhestand treten. Die Ursachen des Rücktritts sind neben einem Augenleiden auch Meinungsverschiedenheiten zwischen ihm und der Regierung, die sich, wie unser Berliner CB.- Mitarbeiter hört, hauptsächlich auf die Behandlung der oberschlesischen Polen zu beziehen. * In Triest ist ein teilweiser Tischlerausstand ausgebrochen. In 77 Betrieben haben 520 Gehilfen und 100 Lehrlinge wegen Streitigkeiten bezüglich des Lohnes und der Arbeitszeit die Arbeit eingestellt. In den übrigen 73 Betrieben der Stadt wird gearbeitet. * Wegen der Vorfälle in den Pariser Kirchen am Sonntag hat der Ministerpräsident Combes den beteiligten Pfarrern das Gehalt gesperrt, weil sie unter Verlegung der Vorschriften des ministeriellen Rundschreibens die Kanzeln ihrer Kirchen Mitgliedern nicht genehmigter KongreJationen eingeräumt haben. In Zukunft sollen alle kirHen, deren Pfarrer ein Mitglied eines der verbotenen Orden predigen lassen, geschlossen werden. * Der Gouverneur von Kischinew, Generalleutnant v. Raaben, ist wegen der jüngsten Judenverfolgungen verabschiedet worden. * Das neue bulgarische Kabinett ist unter dem Vorsitz des Generals der Reserve Petrow zustande gekommen. Drei Mitglieder des Ministeriums, darunter der Präsident, sind Mitglieder der Stambulowpartei; die anderen sind Vertrauensmänner des Fürſten. Hof und Gesellschaft. *** Der Kaiser unternahm gestern einen Spazierritt in die Umgegend des Schloſſes Urville und empfing ſpäter den Bezirkspräsidenten von Lothringen Grafen v. Zeppelin- Aschhausen und den Regierungs- und Baurat Dombaumeister Tornow zum Vortrage. Die Kaiserin ſtiftete für die Trierer Krankenhauslotterie eine Anzahl wertvoller Gegenstände aus der fgl. Porzellanmanufaktur, sowie fünfzig Bücher und Bilder. *** Prinz Eitel Friedrich von Preußen, sowie der Herzog Karl Eduard von Sachsen- Koburg und Gotha, unternahmen mit ihren militärischen Begleitern und dem Professor Dr. Clemen von Bonn aus einen Ausflug nach der Abtei Maria Laach. Nach eingehender Besichtigung der Kirche und Abtei wurde im Kloster das Frühstück eingenommen, worauf der Prinz und der Herzog sich unter Dankesworten von ihren Gastgebern verabschiedeten. *** Gegenüber Blättermeldungen, daß die Herzogin Karl Theodor von Baiern gefährlich krank sei, wird mitgeteilt, daß die Herzogin nur der Schonung bedürfe. Der eigentliche Diphtheritisanfall, den sie sich am Krankenlager ihrer Nichte, der verstorbenen Prinzessin Irmgard, zuzog, sei bereits vorüber. *** Prinz Andreas von Griechenland, der sich mit Prinzessin Alice von Battenberg verlobt hat, wird auf ein Jahr ins deutsche Heer eintreten, und zwar in Darmstadt, wo seine Braut, eine Nichte des Großherzogs von Hessen, ihren ständigen Wohnsiz hat. heraus Straße gehallt waren, Förte den schwachen, über Doras Körper zusammenschlagenden Wassers und flänge auf die Der Kutscher des Gefährtes vernahm das Rauschen des haftig, wußte er nichts ber Mädchens?" Nichts müssen, daß fie, nach das Schicksal des armen lustige Festes bor Er fürchtet, gar hrer Entlassung aus dem Geannehmen fängnisse, von der Verzweiflung rer Verlassenheit getrieben, vielleicht gewaltsam" ,, Nun, vollende!" der Scham und ihIhrem eher ein Ende gemacht haben e fich dem Munde der Selben Aufschrei, welcher entrang. Mann verließ hastig seinen Siz und sprang der UnglückZefunden hatte er deren Der brave fichen nach. Schon nach e agen Sie ich weitere πιίτ, Schritte mir, wer ter, umhüllter ,, Ich heiße Glühende begann er endlich Zögern Dora Arnhold," entgegnete sie mit matRöte ergoß sich in das Antlik Dras. für ihr Wohl unternehmen kann." Sie sind, liebes Mas hett Stimme. Rat Waldener schraf zusammen, als er men hörte und seine Tochter rief laut und mit dem diesen N= dienen mußten, wurden in die Stallungen des ,, süßen Apfels" geführt, und ein mit langen braunen Locken bejunger Mann waffneter, wie auf Fischbeinerrichter passe und Gewerbebrachte dem wohllöblichen schein. Menschen um die Wagen herum ganzen Tag standen mindestens drei bis vier Duzend ,, Die Quiquilla's" nannte sich die Gesellschaft. weiß Gott, woher sie Den fich Don Quixotes Nachkommen. - Zu den neuesten spanischen Unruhen. Durch das spanische Land zittert eine heftige Erregung Nachdem in Barcelona, Salamanka und Jojin infolge der bekannten Studentenaufstände viel unschuldiges Blut ge flossen war, schien es, als ob Ruhe eintreten wollte. Jezi aber ſchüren umſtürzlerische Elemente das unter der Aſche weiterglimmende Feuer zu neuer Flamme an. Die Gendarmen, deren Kugeln bei den letzten Unruhen in die meu. ternde Volksmenge schlugen, sind nach Meldungen aus den oben genannten Städten ihres Lebens nicht mehr sicher. Sie können sich nur in Zivilkleidung auf die Straße wa gen, Wirte und Geschäftsleute dürfen ihnen nichts verkaufen, wenn sie sich nicht furchtbarer Rache ausseßen wollen. Die Bewegung pflanzt sich wie eine Lawine durch alle größeren Städte fort, und es scheint, als ob ganį Spanien schweren Stunden entgegengeht. Die Regierung aber sieht dem allen mit kühler Ruhe zu, die denjenigen, der mit dem spanischen Volkscharakter nicht vertraut ist, wunder nimmt. Aber sie hat recht, wie man aus folgen. den fachkundigen Ausführungen unseres MW.- Mitarbei ters erkennen wird: Man ist nur zu geneigt so schreibt er- Epa nien als den Herenkessel anzusehen, in dem es ewig gärt und brodelt, als das klassische Land des Aufruhrs, in welchem die allgemeine Unzufriedenheit alle Augenblicke zu hellen Flammen der Empörung auflodert. Und als lezten Grund für dieses unergründliche Meutern zieht der ausländische Zuschauer meist den spanischen Nationalcharakter heran, die angeborene Unruhe und Un stetigkeit, die auch dem Gallier eigen ist, sein leiden. schaftliches Aufwallen, seinen Hang zur Veränderung. Man geht aber mit dieser Beurteilung gänzlich fehl. Was auf den Franzosen wirklich zutrifft, das findet auf den Spanier gar keine Anwendung. Es kann nichts Harmloseres und Kindlicheres geben, als das spanische Naturell. Das ist ein Urteil, das jeder fällt, der einmal längere Zeit in Spanien geweilt hat. Wer aber ist leichter zu unterdrücken und in Unterdrückung zu hal ten als ein Kind? Und welcher Empörer gegen die Autorität ist leichter in Botmäßigkeit zurückzubringen als Kind? Der beste Beweis für die Richtigkeit dieser Erklä rung ist die Tatsache, daß die Revolten in Spanien, s schnell sie aufflammen, eben so schnell auch immer wieder erlöschen, und dem Volk noch niemals ein günstiges Resultat, einen dauernden Vorteil eingebracht haben. Wir alle kennen das Märchen von Eindbad dem Seefahrer, und sein Abenteuer mit dem entseßlichen Meergreis, dem tückischen Alten, der seinem unglücklichen Opfer, das ihr mitleidsvoll aufgenommen hatte, aus Nacken und Schulter springt und es spornt und reitet und zwingt wie einen gehorsamen Gaul. Den Meergeist wieder los zu werden, ist schwer, dem tatkräftigen Sindbad gelingt es nur, indem er voll List ihn betrunken macht, abschleudert und dann totschlägt. Das arme, spanische Bolk hat nun eine ganze Legion solcher Meergreife mit sich herumzuschleppen, und die es am meisten bedrücken, sind die Regierung und das Militär. Es erträgt seine hungrigen Tyrannen für gewöhnlich mit Engels geduld und macht kaum je einen Versuch, den Reiter abzuschleudern. Nur wirft es sich oft in Verzweiflung auf den Boden hin und verweigert dem Beiniger weitere Dienste. Welch klägliche Verblendung. M3 ob der Meergreis durch solch naive Demonſtrationen sich imponieren oder gar abschütteln ließe! Er jetzt dem gequälten Lasttier die Fersen in die Weichen und peinigt es solange, bis das Opfer wieder aufspringt und in sein Schicksal sich ergibt. Solche Empörungen verlaufen in Spanien daher meist sehr schnell und für gewöhnlich auch sehr unblutig. Wenn wirklich einmal Blut dabei fließt, so ist dies meistens nicht die Schuld des Volkes. Zum Beispiel: Die Regierung verlangt Steuern, mehr Steuern, als der ausgesogene Bürger zahlen kann. Nun greift der letztere zu dem schon so oft vergeblich versuchten Auskunftsmittel: er stellt die Arbeit ein, die Kaufleute schließen thre Läden, die Cafés und Theater machen zu, urplötzlich steht das ganze Uhrwerk des öffentlichen Lebens still. Das geht so ein paar Tage fort; es finden auch Ansammlungen auf den Straßen statt, Rotten von halbwüchsigen Burschen und zornige Weiber werfen mit Steinen nach den Schuhleuten und der Gendarmerie, zertrümmern auch wohl einmal sämtliche Scheiben der Gaslaternen, stürmen vielleicht sogar, wo die gewaffnete Macht nicht gleich zur Hand ist, ein Rathaus und prügeln den Alfaden windelweich. Schließlich aber werden sie auseinandergetrieben und in ihre Mauselöcher zurückgejagt. Die öffentliche Ruhe tritt wieder ein, alles geht wieder seinen gewohnten Gang. Dann wird die ganze Sache gewaltig aufgebauscht, im Auslande glaubt man, ganz Spanien stehe in Flammen und wun. bert sich dann nicht wenig, wenn nach ein paar Tagen ber ganze Lärm verstummt ist! Warum nun verlaufen in Spanien alle diese Aufregungen und Unternehmungen so schnell, wie man zu sagen pflegt, im Sande? Es fehlt dem Spanier nicht an Mut und Kampfesfreude, die hat er in so hohem Maße, wie der Held des Cervantes, Don Quixote de la Mancha Aber war nicht auch Don Quixote ein großes närrisches Kind? War das nicht auch der weisheitstriefende Sancho Pansa, der die behäbig lebensfrohe Seite des spanischen Tharatters neben der stolz idealen des dürren Ritters so treffend darstellt? Aus Don Quixoten und Sancho Pansas ſeßt sich noch heute das gesamte spanische Volk zusammen: idealistische Schwärmer die einen, über deren Narrheiten wir abivechselnd weinen und lachen müssen, realistische Fettlinge die andern, lebensfrohe Gesellen, die dem Weinschlauch huldigen, die Weiber vergöttern und in Gesang und Saitenpiel ihr Leben vertändeln und vertänzeln; die man darum aber nicht weniger lieben muß als den Poeten, der den ernsten Anforderungen des Lebens nicht gewachsen ist, der sich Rosen ins Haar flicht und zärtliche Lieder girrt und in ein arkadisches Schäferdasein gehört, nicht in den Kampf der Wirklichkeit. Nab und fern. Die deutsche Städte- Ausstellung in Tresden öffnet ihre Pforten dem Publikum. Sie ist beschickt von 128 Städten, von den Großstädten herunter bis zu solchen bon mehr als 25,000 Einwohnern. Doch sind auch ganz fleine städtische Gemeinwesen zugelassen, wenn sie etwas besonderes auszustellen haben. Ihr Zweck ist, die Entwicklung der großen Stadtgemeinden in den letzten Jahrzehnten zu veranschaulichen und ein umfassendes Bild des deutschen Städtewesens zu Anfang des 20. Jahrhunderts zu geben. In Modellen, Plänen und Bildern sieht man dort die Kanalisations-, die sanitären, Beleuchtungs- und Wohnungseinrichtungen unserer modernen Städte, ihre Museen, Schul- und anderen Bildungsanstalten, Waisen-, Armen- und Krankenpflege u. s. w. Die großartige Ausſtellung wird auf sozialpolitischem Gebiet sicher viel Anregung und Segen bringen. Kaiserlicher Kleinkinder- Kaffeeklatsch" in Kurzel. Eine Massenbewirtung von Schulkindern durch die Kaisecin fand wiederum anläßlich des Aufenthaltes des Kaijerpaares in den Reichslanden statt. Zu diesem Behuse hatten sich auf Einladung der Kaiserin 230 Kinder in dem Gemeindehause zu Kurzel eingefunden, um sich an der kaiserlichen Spende, bestehend aus Kuchen und Schokolade, gütlich zu tun. Als die Kaiserin bald darauf mit kleinem Gefolge den Festraum betrat, trugen fünf Mädchen einen sinnigen Willkommengruß vor und überreichten BlumenSträuße. Die hohe Frau verweilte etwa eine Viertelstunde im Kreise der fröhlichen Kinderschar und trat sodann unter den Hochrufen der Anwesenden mit ihrer Begleitung die Rückfahrt nach Schloß Urville an. (!) Ein General als Landbürgermeister. Der Generalmajor a. D. Stuckrad in Düsseldorf ist vom Oberpräsidenten der Rheinprovinz mit der kommissarischen Verwaltung der Landbürgermeisterei zu Kempfeld im Hochwald( Kreis Bernkastel) betraut worden. Es dürfte dies das erste Mal sein, daß sich ein General um die Stelle eines Landbürgermeisters beworben und diese auch erhalten hat. Mordanfall auf einen deutschen Offizier in China. Auf den Dolmetscher Leutnant Paul Heine von der deutschen Besaßung in Schanghaitwan in China, Sohn des Pfarrers Heine in Oschersleben, ist einer telegraphischen Meldung zufolge ein Mordanfall verübt worden. Ein junger Chinese feuerte auf den Offizier ein Gewehr ab und schoß ihm die Kugel am linken Ohr in den Nacken. Das Geschoß trat auf der rechten Seite wieder heraus. Die Verwundung ist glücklicherweise keine lebensgefährliche; der Heilungsprozeß nimmt einen normalen Verlauf. Der Offizier gehörte früher dem Infanterieregiment Nr. 74 an. Dem Vernehmen nach ist das Motiv zu der ruchlosen Tat des sofort verhafteten Mordbuben im allgemeinen Rassenhaß zu suchen. )( Der Prügelpädagoge Dippold wahnsinnig. Wie verlautet, soll der Hauslehrer stud. jur. Andreas Dippold aus Drosendorf, der, wie erinnerlich, den einen der ihm anvertrauten Söhne des Bankdirektors Koch aus Berlin totgeprügelt hatte, dem Irrenhause überwiesen werden. Er soll bei seiner rohen Tat nicht zurechnungsfähig gewesen sein. Die Hauptverhandlung gegen Dippold wird wohl erst im Herbst d. J. vor dem Bayreuther Schwurgericht stattfinden können, da die Voruntersuchung ein sehr umfangreiches Material zusammenbrachte, das durch die Untersuchungsbehörden in Drosendorf, dem Schauplaß der furchtbaren Tat, ferner in Berlin, Ballenstedt und Bozen durch zahlreiche Zeugenvernehmungen zusammengetragen werden mußte. :::[ Zeitungsjungen als Musiker.] Ein eigenartiger Musitwettkampf soll auf der Weltausstellung in St. Louis 1904 stattfinden. Es soll nämlich ein Wettbewerb von Musikkapellen der Zeitungsjungen veranstaltet werden. Bekanntlich spielen die Zeitung jungen in Amerika beim Vertriebe der Zeitungen, welche wenig feste Abonnenten haben, eine große Rolle. In den letzten Jahren haben verschiedene Besizer großer Zeitungsunternehmungen aus den Zeitungsjungen uniformierte Musikkapellen gebildet, welche sich in einzelnen Städten durch fleißiges leben so weit emporgebracht haben, daß sie unter großem Beifall öffentliche Konzerte geben konnten. Der Herausgeber des ,, Mineapolis- Journals", einer der großen und angesehenen amerikanischen Zeitungen, will nun einen musikalischen Wettstreit dieser Zeitungsjungenkapellen auf der Weltausstellung zu stande bringen. ** Gegen die„ ,, Maibotaniker" wird amtlich mobil gemacht. Es ist bekanntlich schon recht oft und recht viel darüber gefragt worden, daß namentlich im Monat Mai, der Zeit der Erschließung des Blumenflors, von Erwachsenen und Kindern die Wiesen und offene Gärten betreten werden, um unbefugt einen Beutezug zu gunſten einer Blumensammlung oder der eigenen plößlichen Laune zu unternehmen. Von den Kreis- und Gemeindevorständen wird nun allgemein auf Paragraph 368 des Strafgesetzbuches hingewiesen, nach welchem die wilden Maibotaniker mit Geldstrafe bis zu 60 Mt. oder Haft bis zu 14 Tagen belegt werden. Bunte Chronik. Am 31. d. Mts., dem 25. Jahrestage des Unterganges des Panzers„ Großer Kurfürſt“, beabsichtigen die Londoner deutschen Reservesffiziere, einen Kranz am Denkmal in Folkestone niederzulegen. - Der Kunsthistoriker und frühere Direktor des bayrischen Nationalmuseums Dr. J. H. v. Hefner- Altened ist in München im Alter von 92 Jahren gestorben. - Korvettenkapitän Starke wurde zum Vorsitzenden der Hauptverhandlung im Prozeß Hüssener bestimmt. Bei dem Eisenbahnunglück auf der Station Schönborn wurden insgesamt 25 Personen verlegt. Eine Frau Klein ist ihren Wunden bereits erlegen. In Noskowo, Kreis Schroda, erkrankte eine Arbeiterfamilie infolge von Pilzvergiftung. Die Frau und drei Kinder starben, der Mann und zwei andere Kinder sind schwer frank. -Als des Raubmordes an der Witwe Lurk in Trier dringend verdächtig sind der Reisende Josef Gottesleben aus Köln und der Hausknecht Jakob Wollmer ermittelt worden. -Wie aus Petersburg gemeldet wird, ist das Dors Jelissawetinskoje im Gouvernement Stavropol gänzlich niedergebrannt. 3000 Menschen sind obdachlos. Giessener Cagesneuigkeiten. Gießen, 20. Mai 1903. ** Der Großherzog hat den Landrichter bei dem Landgericht der Provinz Rheinhessen Dr. Otto Brun und den Landrichter bei dem Landgericht der Provinz Oberhessen Friedrich Koch zu Landgerichtsräten bei diesen Gerichten ernannt. *** Zur Wahlbewegung. Sicherem Vernehmen nach werden die National- Sozialen im Vereine mit den Linksfraße bis zum Wal ines flädt. Elettri luffes vom 20. Seplipenstaedt& Co 15. Besuch des F haftsbetriebe im des Theodor Hint Preplay 6. Bie uns mitge r. Gefellenp 24. Mai bormi höheren Mädch liberalen für den Wahlkreis Friedberg- Büdingen liche Ueberr eine Kandidatur aufstellen. Der Name des Kandidaten wird diejenigen Prüf in fürzester Zeit bekannt gegeben werden. * Die hessischen Lehrerbildungsanstalten weisen zur Zeit eine selten hohe Frequenz auf. Insbesondere fatt, und mad und Befellen de mit dieser Feier war der Zudrang zu den Aufnahmeprüfungen in den Prä- sellen ftüdeu parandenanstalten sehr groß. In Lich wurden 60 3öglinge, in Lindenfels 40, in Wöllstein 38 aufgenommen. Das Schullehrer- Seminar in Bensheim hat mit 113 3öglingen feine bis jetzt höchste Schülerzahl erreicht. Der in Hessen = 0 Jubiläu bürger, Herr Dr. D., die feltene Bir wünschen be bestehende Lehrermangel dürfte demnach in absehbarer Zeit Boche fein 83. Le beseitigt sein. * Die dieser Tage in Arolsen abgehaltene 10. Hauptversammlung des DetaillistenverbandesinKurhessen und Waldeck beschloß, eine aus 3 Mitgliedern bestehende Abordnung an den Eisenbahnminister nach Berlin zu entsenden, welche gegen die weitere Errichtung von Beamtenfonsumvereine, insonderheit gegen den geplanten Bau einer Konsumbäckerei der Beamten der Kgl. Eisenbahndirektion Kassel Protest erheben soll. Der Beitritt zum Bunde der Kaufleute wurde vorläufig abgelehnt. Als Ort der nächſtjährigen Generalversammlung wurde Bebra gewählt. u. Soziale Reform. Es gehen uns darüber folgende Zeilen mit der Bitte um Aufnahme zu. Im hiesigen Landtage wurde schon betont, daß die soziale Reform zu weit ginge und oft das Gegenteil bewirke, von dem was es soll. Dazu hier ein Beispiel. Der Erlaß über das Kellnerwesen ist ganz gewiß eines von diesen. Der Schreiber dieses hatte schon öfters Gelegenheit wie sich Kellner, welche ihren freien Erholungstag hatten, sich dermaßen bezechten, daß sie ihrer Sinne nicht mehr mächtig waren. Was ein solcher Angestellte an dem folgenden Tag für das Geschäft taugt, wird sich wohl ein jeder denken können. Damit nicht ge= nug, die Gelder, welche in 14 Tagen verdient worden sind, gehen auf diese Weise wieder auf einmal weg, und wäre es besser er bliebe in seinem Berufe, seiner Gesundheit diene das weit mehr. Aus dem Großherzogtum Hessen wird uns geschrieben: Den Vereinsvorständen der Kriegskameradschaft ,, Hassia" ist ein Rundschreiben des Präsidiums betreffs der bevorstehenden Reichstagswahlen zugegangen. Es wird darin auf die Pflicht der Mitglieder der militärischen Vereine hingewiesen, bet dieser Gelegenheit das oft wiederholte Gelöbnis der Treue gegen Kaiser und Reich zu erfüllen. ** Der Oberhessische Obstbaumverein, der letzthin seine Hauptversammlung hatte, erzielte im lezten Jahre sehr gute Erfolge. Aus seinem Geschäftsbericht ist zu entnehmen, daß die Zahl der Mitglieder auf rund 4700 gestiegen ist, wovon auf die Kreise: Alsfeld 369, Büdingen 970, Friedberg 1580, Gießen 957, Lauterbach 420 und Schotten 405 entfall n. Versuchsgärten bestehen in Büdingen, Alsfeld und Friedberg; die Anlage von Musterpflanzungen ist ins Auge gefaßt. Der Baumbestand in Oberhessen hat sich wieder wesentlich gebessert, bezogen wurden 3000 Bäume und weit über 30000 Edelreiser. Die Obstausstellung zu Buzbach war von 95 Ausstellern beschickt. Der Obstbau Hessens steht wohl an der Spize Deutschlands, was ja die Ausstellung in Stettin gezeigt hat, woselbst Hessen den Kaiserpreis, eine goldene Medaille, einen Potal im Werte von 1000 Mt., drei Geldpreise und etwa 16 Diplome erhielt. Hessen hatte die Hälfte der Ausstellung ein. - ** Die 4. Wagenklasse im Reichseisenbahnverkehr. Die Eisenbahndirektion Mainz giebt bekannt: Voraussichtlich wird vom 2. Juni d. Js. ab aus betriebstechnischen Rücksichten im Nachbarverkehr mit den Reichseisenbahnen die vierte Wagentlasse in den direkten Zügen durchgeführt. Die Wagen vierter Klasse werden nicht allein dem direkten, sondern aus dem örtlichen Verkehr der betreffenden Züge auf den Reichseisenbahnen dienen, und zwar unter Erhebung des Sates von 2 Pf. für das Personenkilometer. * ** Ein Nachspiel wird der Todessturz des Ingenieur Paul Albert, der vorige Woche Freitag in der Frühe von Nieder- Ingelheim mit seinem Automobil verunglückte, noch haben. Der„ Nh. B." teilt mit, daß der Verunglückte neben Bargeld noch franz. Banknoten in seinem Besitz gehabt haben soll und diese sind verschwunden. Die Staatsanwaltschaft hat die Untersuchung eingeleitet. - - Die Tagesordnung für die nächste Sigung der Stadtverordneten- Versammlung am Freitag, den 22. Mai, nachmittags 3 Uhr ist folgende: 1. Mitteilung betreffend Besuch Seiner Königlichen Hoheit des Großherzog.- 2. Baugesuch des Jakob Hartmann II. von Heuchelheim für die Kreisstraße Gießen- Heuchelheim. 3. Baugesuch des Ludwig Müller für die Bahnhofstraße 61; hier: Dispens.- 4. Gesuch des Wilhelm Möser II. um Erlaubnis zur Ueberbauung des Stadtgrabens. 5. Erbauung einer fatholischen Kirche; hier: Straßenfostenbeitrag. 6. Verpachtung eines Kieslagerplay& am alten Viehmarkt an Konrad Rübsamen. 7. Gesuch des H. Hettler um Erlaubnis zur Benugung des Bürgersteigs in der Frankfurt rstraße bezw. Südanlage. 8 Ni derlegung der dem Konrad Rübsamen gehörigen Feldscheuer in der Schwarzlach. 9. Entleerung der Schmuz wassersammelgrube bei der Provinzialfiechenansta't- 10. Die Bürgersteige in der Landgrafenstraße; hier: Vergebung der Klinkerlieferung. 11. Herstellung eines Bürgersteigs in der Ostanlage vor den Häusern N. 20 und 22 am Schoorweg. 12. Verlegung des Stadtringgrabens vor der Stein- - - trübter Raftigkeit ** Die unternehmen mor of te Turnverein nach Marburg. * Vieh geftern etwa 110 Fettvieh fehlte Stüd Milchfühe dbgefeßt. Die d der Sieg war je jidoch zuerst ab forderungen der Ing. Man muß murde der Hande emer geringen S Mildavieh in F Fettoieh, welche wieder ab. Dag fich bei guten fonders fchwere Bezahlt wurden Qualität Mt. 45 2. Qualität Mi pro Stüd, Kält handelt. 1. D bois 68, 3. Qu Milchvieh wurde Aus Ref § Der Lu bestimmt, wie e mit einer Mus Pürnberg. ** In Mi Mnregung der 2 nung Vereinig Die Erbauung nigung finanzie bommen werden. Offenbad burde heute Mo schlagendes bourde, derart a mtstand. Der K hause. Frankfurt, 479 Odhjen, 37 2:30 Kälbern, Die Preise stell 668-70, 2. Qu 2. Qual. Mt. 5 get. 63-65, 1 Gichlachtgewicht. 88-80 Bfg. Ha fg., Schweine Bfg. Alles per toich und Klein weich standen 15 Berfauf. ** Darmit pourde auf eine der Nähe der Gin in dem 8 Jeder Teilne 10 gara erzielen, B Friedrich E Reiten. Mai 1903. drichter bei dem Otto Brun und Broving Ober en bei diesen Ge fraße bis zum Balltor in die Norbanlage. 13. Errichtung eines städt. Elektrizitätswerks; hier: Berichtigung des Beschlusses vom 20. Juli 1900.- 14. Gesuch der Firma Heyligenstaedt& Co. um Gelände abtretung am Erdkauterweg 15. Gesuch des Joh. Gg. Lauer um Erlaubnis zum Wirtschaftsbetriebe im Hause Neuenweg 36.- 16. Desgleichen des Theodor Hinkel wegen Branntweinausschants im Hause Kreuzplatz 6. r. Gesellenprüfungen des Ortsgewerbevereins- Gießen. Wie uns mitgeteilt wird, findet nächsten Sonntag, den Vernehmen nach 24. Mat vormittags 12 11 Uhr in der Turnhalle der mit den Linte höheren Mädchenschule Schillerstraße- die feierg- Büdingen liche Ueberreichung der Gesellenbriefe an | neigt der Ansicht zu, daß der Schuß nicht böswillig abgegeben worden ist, sondern eigentlich Raubvögeln galt, auf welche einige Knaben schossen. Aus Nassau, 19. Mai. Auf der Landstraße hinter Sachsenhausen wurde der Schneider August Müller aus Nastätten mit zerschmettertem Schädel todt aufgefunden. Er war mit seinem Fahrrad gestürzt und dabet gegen einen Kilometerstein geschleudert worden. Aus dem Gerichtssaal. Straffammer. Gießen, 19. Mai 1903. Kandidaten wird diejenigen Prüflinge, welche die Prüfung bestanden haben, vom Schöffengericht Grünberg wegen Beleidigung zweier Die Eheleute Max Walldorf von Alten Bused wurden gsanstalten und Gesellen darauf noch besonders aufmerksam, zumal 30 bezw. 15 Mt. verurteilt, wobei auch auf Publikationsstatt, und machen wir die beteiligten Handwerksmeister Bahnbediensteten der dortiger Station in Geldstrafen von uf. Insbesondere mit dieser Feier eine Ausstellung der gefertigten Ge- befugnis erkannt wurde. Sowohl die Angeklagten als auch die Staatsanwaltschaft verfolgten Berufung, welche aber nur bezgl. des Ehemannes aufrecht erhalten wird. Unter Benommen. Das biirger, Berr Dr. med. buat Stammier, Freibart hung im Uebrigen wird das Urteil I. Instanz in der Weise abgeändert, daß die Strafe des Ehemannes auf 50 Mt. erhöht wird. en in den Brä: sellenstücke und Arbeitsproben verbunden wird. en 60 Böglinge, 113 Böglingen Jubiläum. Am morgigen Tage begeht unser MitDer in Hessen Wir wünschen dem verehrten Jubilar, der in kommender absehbarer Beit Woche sein 83. Lebensjahr vollendet, noch viele Jahre ungea. D., die seltene Feier des sechzigjährigen Doktorjubiläums. e 10. Hauptver trübter Rüftigkeit und Frische. ** Die beiden Turnvereine Gießens Steinbruchbefizer Franz Kanizer und Bruchmeister Johannes Hofmeister aus Marburg sind wegen fahrlässiger Tötung angeklagt. Die Staatsanwaltschaft macht ihnen zum Binkurhessen unternehmen morgen Himmelfahrt größere Turngänge. Der Vorwurf, daß sie die nötigen Vorsichtsmaßregeln außer Acht liedern bestehende alte Turnverein nach Laubach und der Männerturnverein gelassen haben, sodaß durch ihr Verschulden der Arbeiter Berlin zu ent: nach Marburg. Hoffentlich hält das gute Wetter an. 1g von Beamten anten Bau einer zum Bunde der genäht ** Viehmarktbericht. Auf dem Viehmarkt waren gestern etwa 1100 Stück Kühe und 250 Kälber aufgetrieben. Stück sogenannte Schwarzbunte zu Philipp Kraft sein Leben in dem Steinbruch bei Homberg einbüßte. Nach Aussage mehrerer Sachverständigen trifft jedoch die Angeklagten keine Schuld, weshalb Freisprechung durch das teilweiſe aufgehobene Urteil in der Gage gegen bén Buchthaussträfling Heinrich Michel von Dauernheim geändert und ſtatt der früher erkannten Strafe von 6 Monaten auf 5 Monate Gefängnis erkannt. Sisenbahndirektion Fettvieh fehlte ganz. Im Vorhandel waren bereits 200 erfolgte. abgeſcht. Die alte stumbldhaft bar bunte au guten Preiſen ing barüber fol. i boch zuerst abwartend und versuchte damit die hohen Preisder Sieg war jedoch sehr zahlreich am Markt, verhielt sich Im hiesigen forderungen der Verkäufer zu drücken, was aber nicht geziale Reform zu lang. Man mußte den vorhandenen Bedarf decken und so on dem was es wurde der Handel zu den alten hohen Preisen ja jogar mit ber das Kellner: einer geringen Steigerung gegen Mitte des Marktes soweit Schreiber dieses Milchvieh in Frage kommt, recht flott. Die Käufer für ner, welche ihren Fettvieh, welches sehr begehrt war, sogen ohne Resultat bezechten, daß fie wieder ab. Das Geschäft in Kälbern war flott und wickelte Was ein solcher sich bei guten Preisen ab, da Frankfurt und Wiesbaden beGeschäft taugt, sonders schwere Ware in größeren Posten auftauften. Damit nicht ge Bezahlt wurden für Kühe frischmeltend und tragend, 1. ent worden find, Qualität Mt. 450-500, einzelne schwe e Tiere noch höher, eg, und wäre es 2. Dualität Mf. 375-425, 3. Qualität Mt. 275-350 Gesundheit diene pro Stück, Kälber wurde der Entner Schlachtgewicht gehandelt. 1. Dalität Mt. 74-76, 2. Qualität Mt. 65 bis 68, 3. Qualität Mt. 56-60. Der Markt auch in Milchvieh wurde geräumt. uns geschrieben: aft Hafsia" ist r bevorstehenden auf die Pflicht hingewiesen, bet öbnis der Treue der letzthin feine Jahre sehr gute entnehmen, daß tiegen ist, wovon Friedberg 1580, n 405 entfall n. d und Friedberg, Auge gefaßt. wieder wesentlich weit über 30000 bach war von 95 Aus Heffen und Nachbargebieten. § Der Turnverein Buzbach beteiligt sich nun bestimmt, wie er in seiner letzten Versammlung beschlossen, mit einer Musterriege am deutschen Turnfest in Nürnberg. ** In Mörfelden haben sich alle drei Turnvereine auf Anregung der Vorstände in einen Verein mit der Bezeichnung Vereinigte Turnerschaft Mörfelden" umgewandelt. Die Erbauung einer modernen Halle soll sobald die Vereinigung finanziell gut gestellt ist, als erstes in Angriff ge" nommen werden. Offenbach a. M., 19. Mai. In der Kaiserstraße wurde heute Morgen der 6jährige Knabe Jakob Albert durch ausschlagendes Floßholz, das auf einem Wagen gefahren wurde, derart an den Kopf getroffen, daß ein Schädelbruch steht wohl an entstand. Der Knabe starb auf dem Wege nach dem Krankenhause. ellung in Stettin is, eine goldene Mt., drei Geld in hatte die Hälft bahnverkehr. Die raussichtlich wird ischen Rüdfichten hnen die vierte Frankfurt, 18. Mai. Der heutige Viehmarkt war mit 479 Ochsen, 37 Bullen, 707 Kühen, Rindern und Stieren, 230 Kälbern, 141 Hämmeln, 1111 Schweinen befahren. Die Preise stellten sich wie folgt: Ochsen 1. Qualität Mt. 68-70, 2. Qual. 64-66, Bullen 1. Qual. Mt. 62-64, 2. Dtal. Mt. 59-61, Kühe, inder und Stiere 1. Qual. Mt. 63-65, 1. Dual. Mf. 60-62. Aller per 50 Kilo Schlachtgewicht. Kälber 1. Qual. 83-84 Bfg. 2. Qual. t. Die Wagen 78-80 Pfg. Hämmel 1. Qual. 68-70, 2. Qual. 64-66 n, sondern aufg., Schweine 1 Dual 55-56 Pfg., 2. Qual. 54-60 auf den Reichs. fg. Alles per ½½ Kilo Schlachtgewicht. Geschäft in Hornung des Soße bich und Kleinvieh gut. Marft geräumt. Aus Desterreich standen 153 Ohsen und 4 Bullen und 2 Kühe zum Ber kauf. Ti des Ingenieur in der Frühe bil verunglückte, der Verunglüdte nem Befiz gehabt Die Staatsanwalt Bung der Stadt 22. Mai, nach eilung betreffend rog.- 2. Bau chelheim für die augesuch des Lud ier: Dispens. aubnis zur Ueber einer fatholischen Berpachtung eines rad Rübfamen. ur Benutzung des Subanlage. n gehörigen Feldung der Schmug nfta't- 10. Die : Bergebung der Bürgersteige in 6 22 am Shoor ng vor der Stein ** Darmstadt, 19. Mai. Nach dem Polizeibericht wurde auf einen von Heidelberg kommenden Schnellzug in der Nähe der Sandbergstraße ein scharfer Schuß abgefeuert. Ein in dem Zuge sigender Reisender wurde verlegt. Man Litterarisches. nnd fostenlos zu besorgen; alle Loosbefizer, welche sich also vor etwaigem Verlust schützen wollen, mögen die gebotene Gelegenheit wahrnehmen und der Frankfurter Firma direkt ein Nummern- Verzeichnis ihrer Loospapiere zum kostenlosen Nachschlagen einsenden. Kirchliche Nachrichten. Katholische Gemeinde. Mittwoch den 20. Mai Nachmittags um 5 Uhr und abends um 8 Uhr: Gelegenheit zur heil. Beichte. " Donnerstag, den 21. Mai. Christi Himmelfahrt. Vormittags von 6.30 Uhr an: Gelegenheit zur hl. Beichte. um 7 Uhr: Die erste heil. Messe, vor und in derselben Austeilung der heil. Kommunion. um 8 Uhr: Die zweite hl. Messe. Militärgottesdienst mit Predigt. " um 9 Uhr: Hochamt mit Predigt. Nachmittags um 2½½ Uhr: Andacht mit Segen. Samstag, den 23. Mai. Nachmittags um 5 Uhr und abends um 8 Uhr: Gelegenheit heit zur heil. Beichte. Sonntag, den 25. Mai 6 Sonntag nach Ostern. Vormittags von 6.30 Uhr an: Gelegenheit zur hl. Beichte. um 7 Uhr: Die erste heil Messe vor und in derselben Austeilung der eil. Kommunion. um 8 Uhr: Die zweite heil. Mess. um 9 Uhr: Hochamt mit Predigt. Nachmittags um 22 Uhr: Christenlehre; darauf Andacht. Dienstag und Freitag abends 6 1/2 Uhr ist Maiandacht. Arbeitsnachweis der Stadt Gießen E8 tönnen eingestellt werden: 18 Dienstmädchen für sofort und später gegen hohen Lohn, 1 Hausmädchen, 1 Kindermädchen, 1 Köchin, 1 Küchenmädchen, 5 Lauf- bezw. Pißfrauen, 2 Flickerin, 1 Waschmädchen bezw. Waschfrau bei gutem Lohn nach ausw. 1 Bäcker, 2 Steinhauer( ausw.), 1 Sattler ( ausw.), 1 Tapezierer, 1 Wagner 1 Küfer, 4 Schreiner, 1 Glaser, 2 Metallformer( ausw.), 1 Metallschmelzer( ausw), 1 Dachdecker, 2 Weißbinder und Lackierer, 2 Schneider ( 1 hier, 1 ausw.), 3 landw. Pferdeknechte, 2 landw. Arbeiter Lehrlinge: 1 Landwirt, 5 Schlosser, 1 Maler und Lackierer, 3 Schmiede( 1 hier, 2 auswärts), 1 Wagner, 1 Spengler, 1 Schreiner, ausw.,) 1 Schneider, 2 Bäcker, Schreiber, 1 Lehrmädchen( Verkäuferin). Deutsche Bürger als Herrscher in Südamerita. Nachdem das gemeinschaftliche Vorgehen Deutsch= lande, Englands und Staliens gegen Venezuela einen befriedigenden Abschluß erzielt hat, darf die lehrreiche Tatsache( 1 hier 1 ausw.) 3 Hausbuschen. in Erinnerung gebracht werden, daß sich bereits vor 400 Jahren in der südamerikanischen Republik deutsche Tatkraft geltend machte Die Bedeutung dieses Umstandes erhöht sich, wenn man e fährt, daß es nicht die deutsche Nation sondern ein ein elnes im Binnenlande gelegenes Kaufhaus war, das den großen Gedanken einer überseeischen Kolonisation gefaßt und ausg führt hat. Im soeben erschienenen Aprilheft der " Flotte", Monatsblatt des Deutschen Flotten- Vereins, ent wickelt der Augsburger Professor Lorenz Werner den Werdegarg der Welser'schen Kolonisationsbestrebungen in Venezuela. Aus dem reid en Inhalt des Heftes heben wir nächstdem ein Gedenkblatt zum 100. Geburtstage he vor: Graf Roon und seine Bedeutung für die deutsche Kriegsflotte". Mit Otto von Gottberg reisen wir über den bei uns weniger bekannten Oberen See:" Schiffahrt und Handel auf dem Oberen See". Major a. D. Otto Wachs Charlottenburg erörtert die strategische Bedeutung des Kaiser WilhelmKanals". Der Aufsak„ Die modernen Kampfmittel zur See, ihre charakteristischen Eigenschaften und ihre Verwendung" findet seinen Abschluß. Aus langjähriger Erfahrung p'audert Marine- Oberstabsarzt Ruge- Kiel über Krankheiten und Gesundheitspflege an Bord", ein alter Seemann über Freizeit und Spiele auf dem Schiffe." Friedrich Meisters Südseeroman ,, Vanessa Kamphoven"( 3. Fortseßung) befindet sich auf dem Höhepunkt der Spannung. Unter den Vereinsnachrichten nimmt der Auszug aus dem Jahresberichte eine besondere Stellung ein; Bücherschau, Rätselecke u. s w. reihen sich daran. Wir raten unsern Lesern, bald Mitglied des Deutschen Flotten Vereins zu werden, um für einen ge= ringen Jahresbeitrag dieses interessante und lehrreiche Monatsblatt zu beziehen. Geschäftliches. Das Bankges häft Frankfurt a. M. teilt uns mit, daß laut letter Restantenliste auf verlooste Staatsprämien und Anlehensloose, Gewinne und Treffer im Betrage von mehreren Millionen, seit vielen Jahren noch unbehoben blieben und abgesehen von den Zinsverlusten, welche die Inhaber dieser Trefferloose erlitten, könnte es überdies auch noch passieren, daß denselben der ganze Treffer verfiele, indem bei verschiedenen Prämienloosen die Auszahlung der Treffer nach einem gewissen Zeitraume verjährten. 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