Nr. 91 Abonnementspreis: in Siegen, abgeholt monatlich 50 Bfg., n's Saus gebracht 60 Pfg., burch die Boft bezogen viertels fährlich Mr. 1.50. Grattebellagen: Oberheffische Familienzeitung( täglich) Oberbeffische Beitschrift für Landwirtschaft, Obst- und Gartenbau, sowie die Gießener Seifenblasen( wöchentli). Das Blatt erscheint an allen Berttagen nachmittags Montag, den 20. April 1903. Gießener 12. Jahrgang. Insertionsprei 8: Die einfpaltige Petitzeile für Gießen wh gang Oberbeffen, die Kreise Beglar und Marburg 10 Pfa fenf 15 Pfg.: Reklamen die Betitzelle 30 refp. 40 Bofzeitungsliste No. 3809. Redaktion und Expedition: Gießen Remenweg Ba Fernsprechanfish Pr, 303. Neuelle Nachrichten ( Stekener Tageblatt) Anabhängige Tageszeitung ( Gießener Zeitung) für Oberheffen und die Kreise Marburg und Weklar; Lokalanzeiger für Gießen und Umgebung. Enthält alle amtlichen Bekanntmachungen der Großh. Bürgermeisterei Gießen und anderer Behörden von Oberhessen. Dürfen Landräte kandidieren? Bu mannigfachen Kommentaren gibt der Presse die Meldung eines freisinnigen Blattes Veranlassung, die Regierung habe den Landräten verboten, kandidaturen urn Reichstage anzunehmen. Man scheint allgemein zu glauben, daß ein solches Verbot tatsächlich ergangen t. Einmal fiel es auf, daß der von den konservativen und dem Bund der Landwirte für Ortelsburg- Sensburg aufgestellte Ortelsburger Landrat die schon angenom mene Standidatur nachträglich plößlich ablehnte. Zum anbern betonen die Blätter, für die Richtigkeit der Mel pung spreche auch der Umstand, daß sich unter den bisher bekannt gewordenen Reichstagstandidaturen nicht eine einzige Landratskandidatur befinde. Das letztere ſtimmt nun nicht, tatsächlich besteht ine Landratskandidatur: Von allen deutschen Parteien bes Kreises Wirsiz ist der dortige Landrat v. Warlensleben aufgestellt worden und hat die Kandidatur bis heute auch acceptiert. Dadurch, daß diese Kandidatur port den Blättern übersehen wurde, verloren sie den Echlüssel zur Lösung des Rätsels, ob ein Kandidierverb of an die Landräte tatsächlich ergangen ist oder nicht. Ber die nachträgliche Ablehnung der Kandidatur seitens pes Ortelsburger Landrats und die Beibehaltung der Birsizer Kandidatur durch den dortigen Landrat in ine Parallele zieht, ersieht daraus sofort, was an der Meldung ist. Tatsächlich ist an die Landräte eine Weisung von ben wegen der Uebernahme bezi. Ablehnung von Kan pidaturen ergangen. Aber sie enthielt nicht das Ver bot des Kandidierens überhaupt, sondern sie war nichte als eine Auffrischung des Erlasses, den Fürst Hohen ohe nach der Ablehnung der Kanalvorlage am 31. Au gust 1899 an die Landräte ergehen ließ. In diesem Er aß werden die Landräte darauf hingewiesen, daß sie sich überall und unter allen Umständen als Träger der Regierungspolitif zu betrachten haben, daß sie sich darin veber durch die abweichende Meinung ihrer Kreisein gesessenen, noch durch andere Einflüsse beirren lasser bürfen. Dieser Erlaß ist von der Regierung den Land täten mit bezug auf die bevorstehenden Wahlen in Er innerung gebracht worden. Das bedeutet einmal di Univeisung, unter keinen Umständen für einen Kandida en ihren Einfluß im Kreise aufzubieten, der einer Partei angehört, von der die Regierung Opposition zu erwar len hat. Zum anderen bedeutet es in logischer Folge daß kein Landrat sich als Kandidat einer solchen Par lei aufstellen lassen darf. Nun sind dermalen aber alle politischen Parteien Oppositionsparteien, die Konservativen und der Bund per Landwirte, die bisher für die Aufstellung von Land: ratskandidaturen allein in Betracht famen, nicht aus genommen. Im Gegenteil, von diesen beiden Parteier glaubt die Regierung in der wichtigsten Frage, die der heme Reichstag zu erledigen haben wird, in der Han Delsvertragsfrage, eine heftige Opposition erwarten zu müssen. So versteht es sich von selbst, daß die Land räte, wollen sie im Sinne jenes jetzt wieder aufge rischten Erlasses handeln, auch konservative oder konervativ- agrarische Kandidaturen nicht annehmen dür jen. Sie würden als Abgeordnete dieser Parteien im mexhin moralisch gebunden sein, der Regierung in der pandelsvertragsfrage Opposition zu machen, und das vill die Regierung, eingedenk der unerfreulichen Ercheinungen bei der Ablehnung der Kanalvorlage, in Interesse ihrer Autorität und im Interesse der preußi chen Beamientradition fürder vermieden sehen. Kandi aturen dagegen, wie die von allen deutschen Parteier es Kreises Wirsiz dem Landrat angetragene, wider. prechen dem Sinne des Erlasses nicht. Die Wirsize landidatur ist keine Parteikandidatur, sondern eine völ ig vom Parteistandpunkt losgelöste allgemeine deutsch andidatur. Wird der Wirsizzer Landrat gewählt, so un ersteht er feinem moralischen Zwange wegen seine parlamentarischen Verhaltens, fommt also mit seiner Beamtenpflicht nicht in Kollision. Ein ausdrückliches Verbot an die Landräte, zun Reichstag zu kandidieren, ist also, wie auch unserm B- Mitarbeiter aus zuverlässiger Quelle bestätigt wird icht ergangen; die Landräte haben selbst zu ermes. en, ob eine Kandidatur ihnen gestattet, die Regierungs. olitik auch als Abgeordnete unbedingt zu vertreten. Die Politik. Germanenbünde in Amerika. ::: Jn Argentinien wollen sich alle Bürger germa hischer Abstammung zu einem germanischen Schuß- und sollen Truzbunde zusammenschließen. Dem Bunde Reichsdeutsche, Deutsch- Oesterreicher, Schweizer, Skandinavier und Holländer angehören. Nach dem Eaßungsntwurf bezweckt der Bund gegenseitigen vermehrten Schutz der Deutschen und ihrer Rassenverwandten bei borkommenden Uebergriffen der Behörden und bei manzelhafter Handhabung der Rechtspflege. Politische Lenbenzen hat der Bund danach nicht. Das ist sehr vernünftig, da dergleichen bei dem Zustandekommen und seiner Wirksamkeit nur schaden könnte. Daß er in na tionaler Beziehung segensreich wirken wird, steht außer Frage. Auch in Brasilien wird die Gründung einer grozen deutschen Vereinigung geplant, nach dem Vorbilde Des 1901 entstandenen ,, Deutsch- amerikanischen Natio nalbundes der Vereinigten Staaten". Ter rheinische Weberstceif beendet. ::: In letzter Stunde ist von dem Krefelder Industriebezirt ein schwerer Schaden abgewendet worden: Die aus. ständigen Seidenweber haben beschlossen, die Arbeit am Montag unter den von dem Schiedsgericht, wie erinner lich, gestellten Bedingungen anzunehmen. Sie verzich teten darauf, daß zwei ihrer Kameraden, die aus de Fabrit der Firma Brettahl u. Co. entlassen waren, wieder angestellt werden müßten. Der ,, Berzin der niederrhei nischen Textilindustrie und ihrer Hilfsindustrien" hatte, wenn der Spruch des von den Arbeitern selbst beantragten Schiedsgerichtes von diesen nicht bedingungslos anerkannt würde, mit einer Generalsperre der in den Betrieben seiner Mitglieder beschäftigten Arbeiter für den 4. Mai gedroht. Davon wären 20000 Arbeiter aus 107 Betrieben betroffen worden. Offupation Mazedoniens durch die Mächte? () Tie Söhne Albions sind des trockenen Tones dipl.matischer Noten an die Pforte nun satt: sie wollen elbst in Mazedonien mit Hand anlegen, um dort Ordtung zu schaffen. England bemüht sich, nachdem es von einen Agenten eingehende Berichte über die Lage in Mazedonien eingefordert hat, die Einsetzung einer inernationalen Militärkommission bei den Mächten durchzusetzen. Ob die anderen Mächte schnell bei der Hand ein werden, diesem Vorschlag zu folgen, ist sehr die Frage. Der Befehl zur Vollziehung der Todesstrafe in dem Mörder des Konsuls Echischerbina, Ibrahim, ist nach Mitrowiza abgegangen. Zar Nikolaus hat der Fanilie des verstorbenen Konsuls Echtscherbina ein Gechent von 10'000 Rubel gemacht. Das Befinden les Papstes. ::: Die Gerüchte über ein Verschlechterung im Befinden. des Papstes scheinen sich zu bestätigen. Wie neuerdings verlautet, nehmen die Kräfte des greisen Oberhirten immer mehr ab; er fühlt sich so erschöpft, daß die Aerzte beunruhigt werden. Die letzte Krankheit des Papstes soll ernster gewesen sein, als damals zugestanden wurde, und man fürchtet, daß die Tage des Papstes gezählt sind. Die Gegenwehr der Karthäuser. (!) Die Karthäuser machen ihre Ankündigung, sie würden nur der Gewalt weichen, wahr: In ihrem festen, mit hohen Mauern umgebenen Kloster haben sie sich verbarritadiert, und dem Militär wird es Mühe genug machen, zu ihnen zu dringen. Denn selbst wenn die Truppen sich Einlaß in den Klosterhof verschafft haben, haben sie noch an achtzig wohlverwahrte und verbarriladierte Türen zu erbrechen, che sie das Refeftorium, in dem die Mönche sich aufhalten, erreichen.- Inzwischen zieht die Skandalaffäre, in die der Sohn des Ministerpräsidenten Combes verwickelt ist, immer weitere Kreise. Der Journalist Besson, der behauptet hat, Edgar habe gegen Zahlung von 1 Million das Verbleiben Der Karthäuser zugesichert, hat erklärt, er besize schriftliche Beweise für seine Behauptung und werde, falls man ihn nicht vor die Geschworenen zitiere, sich in die kammer wählen lassen und seine Dokumente dort vorbringen. Im Pariser Justizpalast verlautet, der Beimte, der von den Karthäusern angeblich zwei Millionen für eine radikale Parlamentsgruppe verlangt habe, sei Der Schwiegersohn des Handelsministers Trouillot, Kammerdirektor Saint. Er soll im Auftrage von Edgar Tombes gehandelt haben. Auf die Weiterentwickelung Der Sache kann man gespannt sein. Sultan Buhamara! Buhamara fühlt sich als Herrn der Lage, noch mehr, als den neuen Sultan von Maroffs. Er nennt sich jezi Prinz Mohamed und hat verkündet, er werde sich in Fez zum Sultan erklären und die Mächte ersuchen, ihn als Souverän anzuerkennen. Sultan Abdul Aziz scheint diese Entwickelung ebenfalls vorauszusehen, er hat unter der Hand einen englischen Agenten beauftragt, sür ihn ein Schloß in Schottland anzukaufen, das Schloß Kirby Cane bei Bungay. Der Kauf ist bereits abgeschlossen. Offenbar hat Abdul Aziz sich mit dem Gedanken vertraut gemacht, sein ferneres Leben unter den schottischen Eichen statt unter Marokkos Palmen hinzubringen. Mit der Uebersiedelung Abdul Aziz nach Schottland hängi vielleicht auch der Umstand zusammen, daß er sich jezi mit sämtlichen Europäern aus Fez nach der Küste begeben hat. Offenbar fürchtet er, in Buhamaras Hände zu fallen Buhamara- Mohamed hat jezt die Grenzstadt udjda erobert, die Besagung floh auf französisches Gebiet. Do sich der Kampf immer mehr nach der französischen Grenze hinüberzieht, hat die algerische Regierung angeordnet, daß die an der Revue zu Ehren Loubets in Kreider teilnehmenden 13 Batailoone Infantrie und drei Eskadronen Kavallerie sofort nach der Revue längs der Grenze von Marokko Aufstellung nehmen. Den Spaniern gefallen diese französischen Sicherheitsmaßregeln ganz und gar nicht, sie fürchten, Frankreich werde versuchen, bei den marottanischen Wirren im Trüben zu fischen. In Spa. nien ist man der Ansicht, daß nicht die Marokkaner den Krieg nach Algier tragen, sondern umgekehrt die Fran zosen das Feuer der Rebellion in Marotto anfachen. Frankreich habe nach Melilla algerische Mauren als Spione zeschickt und dergl. mehr. Seit dem Verlust von Cuba und den Philippinen sind die Spanier, wie man sieht, in kolonialen Dingen recht nervös geworden. Amerikanische Entschuldigung. (!) Selbst die Yankees fühlen, daß die Begrüßung des Bräsidenten Loubet durch dasselbe Geschwader, das angeb lich der Einladung des Kaisers Wilhelm nach Stiel nicht folgen konnte, denn doch zu starker Tabak für die deutsche Geduld gewesen wäre. Deshalb suchen sie sich aus der Affäre zu ziehen, indem sie mitteilen: Nicht das nur bis zu den Azoren fahrende lebungsgeschwader, dem die Einladung des Kaisers galt, sondern das sogenannte europäi sche Geschwader der Vereinigten Staaten wird in Marseille den Präsidenten Loubet begrüßen. Chinesische Korruption. )-( Tolle Zustände herrschen in China. Kürzlich wurde gemeldet, das große Arsenal in Kanton sei explodiert. Jezt hat sich herausgestellt, daß es von chinesischen Beamten, die große Mengen Pulver veruntreut und an die Rebellen verkauft hatten, in die Luft gesprengi worden ist! Der Vizekönig hatte eine Untersuchung we gen des Verschwindens von Pulver aus dem Arsenal angeordnet, und um die Aufdeckung ihrer Unterschleife zu verhindern, ließen die schuldigen Beamten das ganze Arsenal auffliegen. Das ist freilich ein probates Mittel, die Untersuchung zu vereiteln. Wundern kann man sich über solche Vorkommnisse nicht: Auch hier be wahrheitet sich das Sprichwort: Wie der Herr, s'e Gescherr". Ein Mitarbeiter der ,, Times" berichtet seinem Blatte, daß selbst Beking seit Jahren eine so schamlose Korruption, wie man sie seit der Rückkehr des Hofee beobachten kann, nicht kennen gelernt hat. Die Kaise rin- Witwe und ihr Anhang stellten gleich nach ihrer Rückkehr ungeheuer hohe finanzielle Anforderungen an die Hauptbeamten des Reiches. Diese drückten auf ihre Unterbeamten, und die Unterbeamten rupften in der rohesten Weise das Volk, mit der Behauptung, daß die Forderungen der Mächte ein solches Vorgehen not wendig machten. Die Taschen der Beamten zeigten nach dieser Affäre eine so auffällige Schwellung, daß der Hof darauf bestand, noch einen weiteren Anteil an der Plünderung zu erhalten. Das veranlaßte die Beamten, der Bevölkerung noch einmal zur Ader zu lassen. Kurze politische Nachrichten. * Der Londoner Daily Telegraph läßt sich aus Ber lin die Meldung aus Hannover bestätigen, wonach ein Versöhnung zwischen dem Kaiser und dem Herzog vor Cumberland zustande gekommen sei. * Turnspiele werden laut Verfügung des fom mandierenden Generals des 7. Armeekorps bei allen Regi mentern des Korps eingeführt. Zunächst soll ein Teil je der Kompagnie 2c. hierzu herangezogen, und erst später auf den Uebungsplägen sollen die Turnspiele weiter ge pflegt und ausgebreitet werden. * Ein Attentat auf den Präsidenten Loubet soll in Algier geplant gewesen sein. Die Polizei verhaftete ein: Frau, die ihr bereits als verdächtig angekündigt worden war. Man fand bei ihr einen geladenen Revolver. Im Verhör versicherte sie, sie hätte nur den Präsidenten spre chen wollen. Ob es sich nicht nur um eine Rellamemache handelt? In Cordoba( Spanien) fanden Ausschreitungen der durch die Dürre brotlos gewordenen Landarbeiter ſtatt Der Belagerungszustand mußte verhängt werden. * Die Uebermittelung der dritten im venezolani. schen Protokoll festgesezten Zahlung ist durch die Vermittlung des Vertreters der Bank von England er folgt. Hof und Gesellschaft. *** Die Kaiserin wird gutem Vernehmen nach, End Dieses Monats von Berlin nach dem Marmorpalais in Neuen Garten bei Botsdam übersiedeln, um dort, fern von Betriebe der Großstadt einen etwa vierwöchigen Früh ings bezw. Erholungsurlaub zu nehmen. Zur Teilnahme an der Vermählung de Broßherzogs von Sachsen- Weimar mit der Brinzessin Karoline von Reuß ä. L., welche, wie bekannt im 30. d. M. am fürstlichen Hofe in Bückeburg stattfin bet, werden außer dem Kaiser noch folgende Fürstlichkeiten > ort anwesend sein: Königin Wilhelmina der Niederland und ihr Gemahl, Brinz Heinrich der Niederlande, der Erbgroßherzog und die Erbgroßherzogin von Baden, die Erb, teft. Wozu diefe omödie, diese tausendfache Degimmelreich zurüd! Es tann nicht sein. Bedenfe, Daß du es nicht dulden wirst. Balduin, der Dieb, ins Co sprich doch! Widerlege meine Worte, sage, bie Leute fagen werden!" was unerwartete gen. ,, Lasse mir Zeit, Nachricht hatte Er winkte ihr mit der zitternden Hand Stillschweizu denken," bat er tonlos. Diese ihn wie ein Blizstrahl лäher, Doch zu spät! war ihm zuvor gefɔmmen. ihr den Einblick auf Benediktas bie Geschmein Doch keine Minute später jagte Ein Wutschrei drang und sich zur Flucht gewendet. fie auf gleichzeitig hatte sie das Kunstwert aufgeraffi Großer Gott, die Madonna mit den Lilien!" schrie generiche abzuschne aus Lebrecht Maschkes Bruff. er schon hinter ihr her, mal bie Schriftuge Kamin des sich der Hausherr mit seinem Besuch. Toni bemutterte in ihrer ſicheren Ruhe Rater und Speiſezimmers, und an der Kaffeetafel Trotz der Frühlingssonne brannte ein helles euer im neckte schön mußte er schreiben, o wie ſchön!—- Toni kam und es wurde lebendig im Hause. geschenkt. Friß liebte ja das Briefeschreiben nicht. it bessen gesehen, bem fie the estern ihren Brief erhalten? Run wurde er mit doppelter die Beilchen sie heiß es ringsum war, und wie fich töftlich Immer deutlicher glücklich, lieber Gott!" hier von Lenz und Liebe träumen. tauchte sein Bild vor ihrer Seele auf. in der Base am Fenster dufteten! Es Sehnsucht auf eine weiter: Nachricht harren. Tour an ihm denfen dürfen, war ja schon Seligkeit Ich bin ja so glücklich", stammelte sie plößlich ,,,, f großherzogin von Sachsen, Mutter des Bräutigams, die berzogin von Württemberg, Prinz Adolf zu SchaumburgSippe nebst Gemahlin, Prinz Ernst von Sachsen- Altenburg, Brinz und Prinzessin Wilhelm von Sachsen- Weimar, der Erbprinz und die Erbprinzessin Reuß j. 2. Nab und Fern. V Der Kaiser gegen die Manöver- Festessen. Dankend abgelehnt hat der Kaiser eine Einladung zu einem Festdiner, das ihm zu Ehren der Landesausschuß der Provinz Hessen- Nassau gelegentlich der diesjährigen Kaisermanöver in Kassel zu veranstalten beabsichtigt. Der Monarch hat seine Ablehnung damit motivieren lassen, daß er grundsäßlich keine von Kommunalſtänden aus Anlaß der Manöver dargebotenen Festessen mehr annehme. Doch war dem abschlägigen Bescheide die Mitteilung zugefügt, daß der Monarch die Mitglieder des Kommunallandtages bei der kaiserlichen Tafel am 29. Auguſt cr. im Königlichen Schlosse bei tassel eo ipso sehen werde. (!!) Die Berliner Korsofahrten werden auf Wunsch des Kaisers, der sich mit der Kaiserin bisher täglich an dieser neuesten sportlichen Veranstaltung beteiligte, auf die Zeit von drei bis fünf Uhr verlegt werden. Weiter wird auf Wunsch des Kaisers dafür gesorgt werden, daß die Reitwege vom Publikum nur auf der rechten Seite besetzt werden. Die Berliner haben sich nämlich garnicht großstädtisch" gezeigt und haben das Kaiserpaar in dichten Haufen umbrängt, was für Reiter und Pferde gerade nicht zu den Annehmlichkeiten gehören soll. Nach Ber sportlichen Seite hin hat sich die junge Veranstaltung entschieden gebessert. Es tauchen immer mehr wirklich elegante Equipagen auf. Das allgemeine Interesse wandte sich den Schimmelviererzügen des Herzogs Adolf Friedrich ton Mecklenburg und des Kammerherrn Grafen v. Alvensleben- Neugattersleben zu. Der Graf wurde auch vom Kaiser ins Gespräch gezogen. (...) Zum Fall Hüssener. Der Fähnrich z. S. Hüssener wurde durch einen Oberleutnant des Torpedoschulschiffs ,, Blücher" von Essen nach Kiel transportiert. Um Demonstrationen zu verhindern, hatte man die Abfahrt geheim gehalten und Hüssener in einer Droschke nach Altenessen gebracht. Troßdem hatten sich zahlreiche Personen auf dem Bahnhofe eingefunden, die Schmährufe gegen Hüssener ausstießen. In Kiel wurde dem Gefangenen eine gewöhnliche Arrestzell im Stationsgefängnis zugewiesen. Die Hauptverhandlung findet in Kiel vor dem Kriegsgericht der 1. Marineinspektion statt. (:::) Zum Konizer Knochenfund erläßt jeßt der Landrat des Kreises Konig eine amtliche Bekanntmachung, in der festgestellt wird, daß durch die gefundenen Knochen bas Stelett des ermordeten Winter sich aufs genaueste vervollständigen läßt. Es ist mit Sicherheit anzunehmen, baß die Leichenteile spätestens einige Tage nach der Mordtat in die Abortgrube geworfen worden sind und dort in Verwesung übergingen. Eine bis auf den Grund reichende Beerung der Abortgrube hat jetzt durch die Anwendung der von der Stadtverwaltung in Konig neu_angeschafften Pumpe stattgefunden. Ob die gefundenen Stiefel anfänglich hieß es Gamaschen Eigentum von Ernst Winter sind, bedarf noch der näheren Feststellung. Zu diesem Behuf sind sie dem Vater des Ermordeten zugesandt worden. ) Zur Spionageaffaire Wessel. Gegen den internationalen Industrieritter und Spion Wessel- Hellmuth ist nunmehr auch von einem französischen Untersuchungsrichter Herrn Crotabas in Nizza ein Haftbefehl erlassen worden und zwar wegen Verleitung Minderjähriger zur Unzucht. Herr Wessel scheint ein hübsches Sündenregister zu haben. ( 2) Der Wolf im Schafspelz. In einem Walde des Kantons Basel Land wurde ein frommer Einsiedler verhaftet, der in Wirklichkeit ein aus Mülhausen entlaufener Sträfling ist. Er hatte sich's in einer verlassenen Eremitenflause wohnlich gemacht und begann den Leuten der Umgebung Bergpredigten" zu halten, die großen Zuspruch fanden, obwohl die Dorfpfarrer eindringlich vor ihm warnten. Das Waldidyll religiöser Romantik fand aber ein jähes Ende. Als vor ein paar Tagen der neue Bergprediger wieder vor einer andächtig lauschenden 300töpfigen Menge seine Weisheit strömen ließ, erschien die Polizei und führte den Mann in eine noch stillare Klause. ) Ein Selbstmord mit Hindernissen. Ein pensionierter Postmeister in Neuilly, so wird aus Paris gemeldet, beschloß, offenbar in einem Anfalle von Irrsinn, Selbstmord zu begehen. Er befestigte einen Strick am Lampenhaken und stieg auf zwei aufeinander gestellte Stühle. Da wurde er plößlich durch zwei Einbrecher gestört; vasch zog er einen geladenen Revolver aus der Tasche und zielte damit auf die verblüfften Diebe. Schwer im Rücken verwundet stürzte einer von ihnen nieder, während der andere entwischte. Der Selbstmordkandidat begann nun mit dem sich am Boden windenden Einbrecher zu verhandeln, ob er ihn vollends töten oder seinen Selbstmord fortsetzen solle. Er entschloß sich zu letzterem, legte sich die Schlinge um den Hals und stieß die Stühle um. Der verwundete Einbrecher schrie um Hilfe, worauf ein Polizist den Kopf zum Fenster hineinsteckte, aber bei dem graufigen Anblick Reißaus nahm und sich erst Hilfe herbeiholte. Der Postmeister wurde abgeschnitten, war aber längst tot. Der Einbrecher konnte noch die obigen Einzelheiten mitteilen; dann verfiel er in Raserei. Er liegt hoffnungslos im Krankenhaus. (-) ,, Shamrock III." havariert. Der bekannte Millionär Sir Thomas Lipton ist auf seiner neuen Segelyacht Shamrock III." schwer zu Schaden gekommen. Bei der Probefahrt zerbrach ein Windstoß den Mast, der im Nieberfallen einen Matrosen erschlug, Sir Thomas Lipton und mehrere andere Leute der Besatzung schwer verletzte. Shamrock III." sollte ein wahres Wunder der modernen Yachtbaukunst sein und ist zur Bestreitung des AmerikaBokals erbaut worden. (:) Eine Insel mit Forts zu verkaufen! Dieser Tage wird die Insel Cezon an der Bucht von Aberwrack im Departement Finisterre in der Mairie von Lannilis öffentlich versteigert werden. Dieses an einem breiten und tiefen Meerarme belegen: Eiland war zum strategischen Punkte ausersehen worden, und man hatte auf ihm im Jahre 1859 ein Fort und eine Kaserne errichtet, die jetzt zu zerfallen droben. Tezon sollte lezzthin für den Ozeantrust von Pierpont Morgan erworben werden, der an der gegenüberliegenden Küste von Aberwrad einen großen handelshafen anzulegen gedachte. Die betreffenden Verhandlungen zerschlugen sich indessen. Die Insel mit ihren Gebäuden wird für 4000 Francs zum Verkaufe aeſtellt. (!) Großer Erfolg der neuen Reichsanleihe. Auf die zur öffentlichen Zeichnung aufgelegten 290 Millionen Mart breiprozentige Reichsanleihe sind nach allgemeiner Feststellung rund 13 755 400 000 Mart gezeichnet worden. Dies Resultat übertrifft allle Erwartungen, denn die Anleihe wurde etwa 4712 mal gezeichnet. Bei den Emissionen im Vorjahre wurde die 3prozentige Reichsanleihe, wie belannt, 61 mal, die preußische 3prozentige Staatsanleihe 4312 mal gezeichnet. (-) Auf dem Bremer Antialkoholfongreß kam die wichtige Frage der Entmündigung wegen Trunksucht zur Sprache. Professor Dr. Kramer Göttingen hielt diese Frage für bedeutend wichtiger als den Streit, ob die volle Enthaltsamkeit oder Mäßigkeit besser sei. Er hält die Trunksucht für heilbar, wenn beizeiten eingegriffen wird. Der Heilversuch kann nicht frühzeitig genug eingeleitet werden. Die Heilung ist nur möglich bei einem genügend langen Aufenthalt in einer Trinkerheilanstalt, der meist nur durch die Entmündigung wegen Trunksucht erzwungen werden kann. Deshalb fann auch die Entmündigung nicht frühzeitig genug eingeleitet werden. Dem widersprach der Professor Dr. jur. Endemann, der der Meinung ist, man solle sich nur auf eine zwangsweise Durchführung der Heilbehandlung beschränken, und die Mehrheit der Redner stimmt dem bei. ( 222) Die bösen Deutschen! Ein wunderliches Märchen ersann sich ein französischer Soldat aus Verdun, der seinen Urlaub um 48 Stunden überschritten hatte. Er will anläßlich eines Besuches seiner Braut in dem deutschen Grenzorte Amanvillers von deutschen Gendarmen festgenommen worden sein. Im Gefängnis habe er das Anerbieten eines deutschen Kommissars erhalten, das Vertrauen seiner Vorgesezten zu täuschen und die korrespondenz für die Pariser Zentralstellen, welche er in Verdun regelmäßig nach dem Bahnhof trägt, dem deutschen Kommissariate zu übermitteln. Nach 48stündiger Haft sei er dann entlassen worden. Der Ordonnanzsoldat befindet sich gegenwärtig in Briey, wo eine Untersuchung eingeleitet wurde. Es ist nicht ausgeschlossen, daß tros seiner offenbaren Lügen der biedere Soldat zum patriotischen Märtyrer gestempelt wird. (??) Schwere Unwetter werden aus Desterreich und Italien gemeldet. Wien ist in Schnee förmlich vergraben und der Sturm hat die junge Blütenpracht der Obstbäume völlig vernichtet. Die Frühjahrsrennen mußten abgesagt werden. Aus den Hafenpläßen an der italienischen Westküste kommen Meldungen über heftige Stürme auf See. In der Nähe von Civitavechia wurde ein italienisches Segelschiff an die Felsen geschleudert und zerschellt, doch konnte die Mannschaft gerettet werden. Man befürchtet, daß sich noch mehrere Schiffsunfälle ereignet haben. Auch an der französischen Mittelmeertüste dauern die heftigen Stürme an. Bei Marseille sind über 40 Fahrzeuge gesunken und in der Stadt selbst hat der Orkan schweren Schaden angerichtet. ) Eiue furchtbare Eisenbahnkatastrophe wird aus Rußland gemeldet. Nicht weit von Moskau entgleiste ein Schnellzug. Der Gepäckwagen wurde vollständig zertrümmert, und zwei Personen, die sich ohne Billets eingeschlichen hatten, fanden auf der Stelle den Tod. In den anderen Wagen des Zuges wurde ein Rechtsanwalt, zwei Ingenieure und elf weiter: Passagiere schwer, zahlreiche andere leichter verletzt. Bunte Chronit. Zwei der jugendlichen Meuterer aus dem Martinistist bei Nottuln, die, wie erinnerlich, entkommen waren, wurden in Münster hungernd und frierend aufgegriffen. - In Schwerin i. M. stießen Maurer beim Abbruch eines Hauses im Keller auf einen Earg, der ein menschliches Gerippe enthielt. Eine Untersuchung wurde eingeleitet. - Die spanischen Schatzschwindler lassen wieder von sich hören. Ein Hamburger Kaufmann erhielt aus Madrid eine Aufforderung zur Beteiligung an der Hebung eines Schapes. -In Duns bei London ermordete ein Kutscher während der Nacht seine Frau und drei Töchter, indem er ihnen mit einem Rasiermesser die Kehle durchschnitt. Sodann beging er Selbstmord. - Beim Versuche, auf den gegenwärtig kahlen Felsen des Rheinfalles bei Schaffhausen bis zum herabstürzenden Wasser zu gelangen, glitt ein fünfzehnjähriges Mädchen aus und versank in eine sogenannte Gletschermühle. Sofort angestellte Rettungsversuche hatten keinen Erfolg. Kunft und CailTenfchaft. F. C. Babel ohne Bibel. Professor Delitzsch hielt in der Berliner Singakademie im Beisein des Kaiserpaares seinen dritten Vortrag über Babel, diesesmal gänzlich ohne Stellungnahme zur Bibel. Er schilderte in anschaulicher Weise, wie das einst blühende Land, das Land der Kanäle, jetzt dem trostlosesten Verfall preisgegeben ist. Nur eines blüht noch: die Räuberwirtschaft. Alle Araber sind dreifach bewaffnet: mit Martinigewehr, Handſchar und Keule; da ist es kein Wunder, daß ein englischer Archäologe eine Nummer der Times mitnahm, um im Falle einer Ausplünderung sich wenigstens anständig einhüllen zu können. Dann ging er zu den deutschen Forschungsergebnissen über, die durch prächtige Licht. bilder illustriert wurden. Es sei ein Irrtum Herodɔts, wenn er Babylon als eine Stadt von 90 Klm. Umfang bezeichnet habe. Babylon könnte sich an Größe etwo mit München oder Dresden messen. Von den im Süden des Landes begonnenen Ausgrabungen auf dem älte sten Boden der Geschichte des Zweistromlandes erwar tet Delißsch die vollkommene Aufhellung des Ursprungs der Keilschrift. An einer Reihe von Proben suchte ei nachzuweisen, daß auch diese Schrift von Haus Bilder. schrift ist. Der Kaiser und die Kaiserin, die von Admiral Hollmann begleitet waren, folgten mit regstem Interesse den Ausführungen des Redners, der nach Echluß des Vortrags in die kaiserliche Loge befohlen und durch einen anerkennenden Händedruck des Kaisers ausge zeichnet wurde. Giessener Cagesneuigkeiten. *** Der Großherzog empfing am 18. April zun Vortrag den Staatsminister Rothe, den Justizminister Dr. Kabinettsrat Römheld. bors Gerhard Be Brake Nr. 29. aufe Afterweg dahier im Baufe 84 Ehr Dittmar, den Finanzminister nauth, den Geheimerion von Preußen fuhren am Freitag mit Automobil von Darmstadt nach Alsfeld zur Auerhahn- Balz und kehrten Samstag per Eisenbahn 10.04 Uhr vormittag nach Darm stadt wieder zurück. Prinz Heinrich ist darauf am Abend ** Der Großherzog und Prinz Heinri and treuen Pflicht prion in Gie hatten fich heu und Anhänger ber Gintreffen mit der Fift empfangen und fo 8 Uhr 4 Min nach Kiel zurückgereist, während Prinz Bieler hob i Heinrich nebst den Prinzen Stegesmund und Heinrich noch bis Mitte nächster Woche in Darmstadt zu verweilen ge nant v. Egidy. Berdienfte des S Deutung feiner Ar denken. In Begleitung des Prinzen befand sich Rapitänleut. ie guten Eigenf ** Verliehen hat der Großherzog u. A. das Kom turfreuz 1. Klasse des Verdienstordens Phlipps des Großmütigen dem Generalmajor z. D. v. Viehbahn, seither Kommandeur der 50. Infanterie- Brigade( 1. Groß. Heff); das Ritterkreuz 1. Klasse mit der Krone desselben Ordens Infanterie- Regiment Nr. 65 lößner, seither im Infan terie- Regiment Kaiser Wilhelm( 2. Großh.) Nr. 116. Er schloß mit dem gönnt fein möge, Familie vorzufteh Der Brauerei Fri Gefeierte in bew geben, vereinigte bris in befannt dem Major und Botaillonstommandeur im 5. Rheinischen Berlauf des Fefte In den Ruhest and versezt ist auf sein Nach jedem der Beteili bleiben. ** Der V Borgängern un seine, zwischen alten Ahnfrau suchen der Oberamtsrichter bei dem Amtsgericht Gieße eretten- Ensem Geh. Justizrat Karl Langermann mit Wirkung vom 4. Mai 1903. Als Nachfolger hat der Großherzog den art, Gefänge, Amtsrichter bei dem Amtsgericht Gießen Amtsgerichtsrat belangt. Die Heinrich Gebhardt unter Ernennung zum Oberamtsrichterimit und di bestimmt. Amtsrichter Dieß bei dem Amtsgericht Beerfelden is finden in wurde an das Amtsgericht Gießen versetzt. Ebenfalls in den Ruhestand versetzt wurde auf Nachsuchen der vortragende Rat bei dem Ministerium der Finanzen, Abteilung für Steuerwesen, Geh. Oberfinanzrat Weigel und ihm aus diesem Anlaß das Komturkreuz 2. Klasse des Verdienstordens Phi lipps des Großmütigen verliehen. An dessen Stelle ist der bisher als Stationstontrolleur im Reichsdienste komm ssaris verwendete Oberzollinspektor und Regierungsaffessor Dr Georg Hellwig in Harburg a. E. Oberfinanzrat geworden und zugleich in hessische Dienste zurückgetreten. ** ** # Am vergangenen Samstag tagten hier in Gießen im Hotel Schüz die Vorstände der drei Meister prü fungs Commissionen aus Startenburg, Rheinhessen und Oberhessen, und hatten sich auf Einladung dazu eingefunden Herr Beigeordneter Commer zienrat eyligenstaedt, sowie der Vorsitzende Herr Falt und der Sekretär Herr Engelbach von der Hand. werkskammer Darmstadt. Nachdem der Vorsitzende der Prü fungskommission für Oberhessen, Herr Baumeister Traber die Sigung eröffnet hatte, wurden die Erfahrungen der erst malig im Jahre 1902 durchgeführten Prüfungen ausge tauscht und dabei eingehend die einzelnen Erscheinungen be handelt, um thunlichst die Ausführungen der Prüfungen in allen drei Provinzen gleichmäßig zu gestalten, obschon die Verhältnisse oftmals Abweichungen nach der oder jener Seite bedingen. Die Herren Vertreter der Hannwerkskammer er fannten die hauptsächlich ehrenamtlich behandelte Tätigkeit der Kommissionen an und wünschten, daß die Erkenntniß der bezüglichen Haudwerkskreise recht bald im Sinne der Gewerbeordnung eine allgemeine werden möchte. Ins besondere wurde darauf hingewiesen, daß es empfehlenswert sei, wenn die Ortsgewerbevereine für die nächste Zukunft sich der Mühe unterziehen wollten, die Vorbereitungs furse zur Prüfung einzuleiten und entsprechend durchzuführen. Die Teilnehmer verblieben hierauf noch einige Stunden in fröhlicher Stimmung beisammen und berührten dabei nod die und jene Frage zur Verständigung. *** Die 50er" Gießens hatten am letzten Samstag hre übliche Monatsversammlung. Da dieselbe nur schwach besucht war, wurde die nächste Versammlung auf Samstag, den 2. Mai festges zt, und zwar in der Restauration des Herrn Euler hier. Oberlehrer Backes Darmstadt konnte vor einigen Tagen in 20jähriges Jubiläum feiern, seitdem a dem Hessischen Landeslehrerb. rein als Obmann vorsteh Eine Deputation, bestehend aus den Herren Scherer- Worm ( als stellvertretender Obmann des Landeslehrervereins), Ray lick- Darmstadt( als Vorsitzender der Ludwig- und Alice Stiftung und Dern- Neu- Isenburg( als Direktor des Feuer bersicherungs- Verbandes hessischer Lehrer und Vorstandsmi glied des Lehrerheims Vogelsberg) beglückwünschten ihn und überreichten ihm zugleich ein mit funstvoller Umrahmurg und entsprechender Widmung versehenes Exemplar seines vm bewährter Künstlerhand( Herrn W. Rohr in München) he gestellten Bildnisses. Bugleich wurde ihm mitgeteilt, de aus dem Verkauf der Backes- Bilder circa 4000 Mt. Uebe schuß erzielt worden sind, die den Grundstock für ei " Backes- Stiftung bilden sollen. Herr Backes dante in bewegten Worten. ** Fleischerverbandstag] Der Bezirksver ein Beide Hessen und Nassau" im deutschen Fleischerver bande hält seinen diesjährigen Bezirtstag am 26. April Eschwege ab. ** Auf der Tagesordnung für die nächste Stabt verordneten Sigung, welche Donnerstag den 2 April, nachmittags 3 Uhr stattfindet, stehen folgene Punkte: 1. Beratung des Voranschlags für 1903/04. Prüfung der Rechnung der Stadt Gießen für 1901/01. 3. Baugesuch der Studentenverbindung" Chattia" für da Weglarerweg. 4. Anlage einer Straße am rechten Wiefed ufer zwischen Frankfurter und Bahnhofstraße. tilgung der Blutlaus; hier Wahl der Kommission. 6. G such des Schauspielers Christian von Stahl um Au nahme in den hessischen Untertanenverband. 7. Das Dros fenfuhrwesen in der Stadt Gießen( Tarif zum Siechenhaus) 8. Gesuch des Heinrich Doermer zu Forstgarten um G laubnis zum Wirtschaftsbetrieb im Forstgarten. 9. Des Stande. Iz. Nac geftrigen Sonn madh bem flein Herrn Ran Mitglied des große geräumig faffen und so gehört zu hab besonders herr effen" und das sich mit dem Bolt von hier + Der hat Herr Gaf weg 28 geleg Berrn Dachde Herr Luft h 166000 Mart Befizer vorläu Stile beläßt, Beit an dief prechende Mitten in de Binfen bringe Aus F * Große 1 bat im abgela bidlu erziel I der Refervefon 1245 000 Mt. laufen fich au auf 213 134 Emp Be ſowie Am zu äuß Gies Die keiten. s Gerhard Hem stege von Duisburg im Hause Damm traße Nr. 29. 10. Desgl. des Karl Vogt bahter im saufe Afterweg Nr. 12. 11. Desgl. des Karl Peppler am 18. April hier im Hause Grünbergerstraße Nr. 32. 34 en Juftigminister D ** zu Ehren des Herrn Müller, welcher bes sprion in Gießen tätig und aus Anlaß seiner Verdienste * Ulrichstein. Durch den Vorstand des Ulrichsteiner Schloßbau- Vereins wurde, wie wir bereits berichteten, am dritten Feiertage am alten Gemeinde- Gasthause( zwischen dem Amtsgericht und der Kirche stehend), jezt im Besize des Staufmanns Reiß, eine Gedenktafel zur Erinnerung an den gebracht. Wie der Schrift von Professor Röschen über das hier Blücher auf der Verfolgung Napoleons nach der Leip ziger Siegesschlacht vom 2-3. November 1813. An diesem ith, den Geheime ntlich schon längere Zeit bei der Firma Friedel& Aufenthalt des Feldmarschalls Blücher in diesem Hause anBrinz Heinri and treuen Pflichterfüllung zum Prokuristen bestellt worden Bergschloß Ulrichstein zu entnehmen( Seite 11), übernachtete mit Automobil bo hn- Balz und lehrte während Bring it, hatten sich heute Abend im Schüßenhause seine Freunde md Anhänger versammelt. Herr Müller wurde bei seinem richstein. Verschiedene alte Leute erinnern sich noch sehr rmittag nach Dara intreffen mit den besten Wünschen von allen Anwesenden Tage zog er dann nach Gießen. Von Schlitz aus ge darauf am Ab mpfangen und sodann nach dem geschmückten Sessel geleitet. langte damals der Feldmarschall am[ 2. November nach Ulund Heinrich no Berdienste des Herrn Müller hervor, beleuchtete die Bes wohl, von ihren Eltern vom Aufenthalte Blüchers in unadt zu verweilen deutung seiner Arbeit im Interesse der Firma und wies auf ferer Stadt gehört zu haben. and fich Rapitäne herr Bieler hob in einer furzen aber fernigen Ansprache die die guten Eigenschaften sowie die Beliebtheit desselben hin. kr schloß mit dem Wunsche, daß es dem Herrn Müller veronnt sein möge, noch recht lange als guter Vater seiner Familie vorzustehen und seine Kräfte als treuer Mitarbeiter her Brauerei Friedel& Asprion zu widmen. Nachdem der Gefeierte in bewegten Worten seinem Dante Ausdrud gegeben, vereinigte man sich bei mehreren von der Frau Schulheiß in bekannter Güte angefeßten Bowlen. Der weitere Berlauf des Festes war ein nur guter und die Feier wird jebem der Beteiligten für immer in angenehmer Erinnerung zog u. U. das Ron Bilipps Des va Biehbahn, fit e( 1. Groß. S ne desselben Dron im 5. Rheinis feither im Infor 6.) Nr. 116. Bt ift auf sein Roy mit Birtung bleiben. mtsgerigt Gieß Operetten- Ensembles gegeben. Das Stück hat gleich seinen ** Der Bogelhändler wurde gestern von dem Elbinger der Großherzog art, Gesänge, Costüme als auch die Musikbegleitungen anzum Oberamtari Mimmit und die ganze Regie fam bestens zum Ausdruck. mtsgericht Beerfes finden in dem Stück mehrere Liaisons statt, doch nur then der vortrag aften Abnfrau kommt zur Erheiterung 6: 3 Bublifum3 zu Borgängern ungeteilten Beifall gefunden, sowie was Spiel Bt. Ebenfalls in cine, zwischen einer alten Excellenz und einer sogenannten nzen, Abteilung Stande. und ihm aus di Verdienstordens deffen Stelle in lz. Nach Textors Terrasse wanderten am geftrigen Sonntage hunderte von Menschen hinaus, um dort nach dem kleinen Spaziergange dem humoristischen Konzert * Lauterbach. Eine schöne Osterfreude ist dem hiesigen Kriegerverein und allen denen, die sich für die Errichtung eines würdigen Denkmals an die große Beit 1870/71 in teressieren, dadurch bereitet worden, daß unser Landsmann und Sohn unserer Stadt Herr Heinrich Fink in Amerika zur Errichtung des Kriegerdenkmals 1000 Mt. gespendet hat. Vom Rhein, 19. April. Die Nachricht, daß dem Publifum fünftig der Zutritt zum Schloß Rheinstein, der herrlichsten Burg am ganzen Rheine, nicht mehr gestattet sein sollte, wird von gut unterrichteter Seite als falsch bezeichnet. Es würde dies auch dem ganzen Wesen des jetzigen Besizers, des Prinzen Heinrich von Preußen wenig entsprechen. ** 30000 Mart verspielt haben in einem Jahre die Einwohner von Gimsheim( Rheinh) Dieselben Es sind so viele Brunnen hier, Daß man uns fönnt beneiden, Nach meiner Ansicht brauchen wir Noch keinen Durst zu leiden. Und wenn das Wasser nicht mehr schmeckt, Braucht's auch nicht zu verschmachten; Giebt's doch im Wirtshaus Bier und Sekt, Das sollte man beachten. Drum mag uns der Herr Kandidat Sein'n Standpunkt nicht verhehlen, Und ist er feine Wasserratt', Dann wollen wir ihn wählen. Lollar. G- n. Weglar, 18. April. Auf dem hiesigen Wochenmarkt fostete das Pfund Butter 1.25 Mr., Eier 2 Stud 12 Pfg. * Marburg, 18. April. Auf dem heutigen Wochenmarkt fofteten: Butter, Pfb. 1,05-110, Hübnereier, 2 St. 10, täſe, pr. St. 12, Räschen, pr. St. 4, Rochfäse, pr. Pfb. 40, Kasematte, pr. St. 5, Kartoffeln, Pfd. 4 Pfg. 100 kilo 3.00-0.00 Mr., Rob! 1 St. 5, Blumenfobl, 1 St. 30-60, Spinat, Pfb. 35, Salat pr. Ropf 10-18, Möhren, pr. Pfb. 10, Sellerie St. 5-25, Porre Stück 5-8, Rüben, rote 8-10, Hahnen, pr. St. 1.50-200, Hühner, pr. Std. 1.50-1.80, Tauben, pr. St. 50, Rapaunen 00-00 Radie'e, pr. Pad. 10, Merrettich, pr. Pad 10-30 Swiebeln, RFS 10 Knoblauch, pr. Knolle 5. Weißtraut, pr. R. 20-10, Notfraut pr. R. 30-45. Borre, Stüd 5-8 Pfg., Rüben. rote 8-10 Big.. Wiribina, pr. R. 30-40, Aepfel pr. Pfb. 18-25, do, orb 3-3,50, Weintrauben. pr. Vfb. 00, Birnen, Bfd. 00-03 2. Bekanntmachung. den Forst- und Jagdschutz betreffend. Indem wir die nachstehenden Bestimmungen wiederholt brachten feit einigen Jahren ber fich in ben legten Jahren Bürgermeistereien der Landgemeinden, das Bolizeipersonal etliche 20 Spielvereine in der Stärke von 20-30 Mitgliedern gebildet hatten. Nachdem aber im vorigen Jahre innerhalb der Vereine etwa 30 000 Mt. verspielt worden waren, fühlte man sih der Beglüderin" nicht mehr zugetan, und die Vereine lösten sich größtenteils auf. Bei den letzten Ziehungen der Thüring. Hess. Staatslotterie tamen nun einige Gewinne wieder hierher, und die Spielwut hat wieder die Oberhand, die alten Vereine werden sich bald in der alten Zahl fondienſte tommiſsibe Serrn Sam, alterſtügt von seiner Tochter, berzeit fituiert haber. Tanzrat geworden en. Mitglied des Thaliatheaters zu Straßburg, zu hören. Der große geräumige Saal fonnte die Menschenmenge nicht alle fossen und so mußten viele zurückgehen, ohne das Konzert agten hier in G gehört zu haben. Aus dem gut gewählten Programm sei rei Meisterpri besonders hervorzuheben der Einafter: Das erste MittagStarkenburg essem" und das Solo:„ Im Buchenwald". Das Publitum zeigte und hatten fich auf sich mit dem Beifall nicht so zurückhaltend, man amüsierte eigeordneter Commerich in bester Stimmung. Den musikalischen Teil hatte Herr der Vorsitzende Herr Volk von hier in Händen. ach von der Hand r Baumeister Trabe Erfahrungen der Prüfungen auk Erscheinungen der Prüfunge " + Der Löwe ist verkauft! Heute Vormittag Vorsitzende der Pri hat Herr Gastwirt Dito Luft sein hier in Gießen, Neuenweg 28 gelegenes Anwesen mit Wirtschaft zum Löwen" an Herrn Dachdeckermeister Carlé für 110000" Mart verkauft. Herr Luft hat die ganze Hofraithe vor 26 Jahren für 66 000 Mart fäuflich erworben. Wenn auch der neue Befizer vorläufig das Ganze und die Wirtschaft im alten Stille beläßt, so glauben wir doch, daß in nicht allzu ferner Beit an dieser Stelle neue moderne und der Neuzeit ent= prechende Wohn- und Geschäftshäuser entstehen werden. Mitten in der Stadt gelegen, werden dieselben schon gute Bin sen bringen. gestalten, ob die der oder jener S Hannwerkskammer behandelte Tätig daß die Erlenn bald im Sinne werden möchte. daß es empfehlenk eine für die nä ten, die Vorbereitun prechend durchzufü dh einige Stunda berührten dabei 9. am legten Sam a dieselbe nur sch mmlung auf Sam der Restauration Darmstadt konnte ium feiern, feitde 18 Obmann vor Serren Scherer- W eslehrervereins), Ludwig und Direktor de cer und Vor glückwünschten funstvoller Umroh Exemplar feine Rohr in München) e ihm mitgeteilt circa 4000 Mt. Grundstock für 1. Herr Backes tag) Der Beid deutschen Fleisc Stag am 26. p Aus Hessen und Nachbargebieten. * Großen- Bused. Die hiesige Spar- und Darlehnskasse hat im abgelaufenen Geschäftsjahr einen äußerst günstigen Abschluß erzielt, der Reingewinn beträgt 1360 Mt. und der Reservefonds 1499 Mt. Das Gesammtvermögen ist auf 245 000 Mt. gestiegen; die Anlehen und Spareinlagen belaufen sich auf 235 746 Mt., die ausgeliehenen Kapitalien auf 213 134 Mt. ir die nächste Sto e Donnerstag da findet, stehen folge lags für 1903/04 Gießen für 1901 ing Chattia" fir abe am rechten Jahnhofftrag. 5 der Kommiffion. von Stahl um rband. 7. Das D Carif zum Siedenha 6. LIDE zu Forftgarten Forftgarten. 9. 2 UW Empfehle: Zur Bürgermeisterwahl in Lollar. Bald tommt die Bürgermeisterwahl, Da darf kein Wäler fehlen! Ein Sprichwort sagt:" Die Wahl macht Qual!" Wen werden wir nur wählen? Zwar eine Liste zirkuliert Mit vielen Kandidaten; Doch werden alle kritisiert, Bu feinem wird geraten. Da wird der eine.... Der andere ein... Ein dritter ist zu überspannt, Kurz, jeder hat sein' Fehler. genannt, Wen soll man da in aller Welt Zum Bürgermeister wählen?! Nur den, dem alle Wahl gefällt, Kann man dazu empfehlen!- Wer sich die Müh' geleistet hat, Die Mängel zu ergründen, Wird auch den rechten Kandidat Schon haben oder-- finden. Vielleicht läßt Er sich selbst herbei Das Amt zu übernehmen; Zwar giebt es da viel Schererei, Doch wird er sich nicht grämen. Nur eine Frage set erlaubt Von wichtiger Bedeutung: Wie stimmt das neue Oberhaupt 8ur leidigen Wasserleitung? mit entsprechender Weisung zu versehen und Uebertretungen zur Anzeige bringen zu lassen. Gießen, den 9. April 1903. Großherzogliches Kreisamt Gießen. Dr. Breidert. Mit Geldstrafe bis zu sechszig Mark oder mit Haft bis zu vierzehn Tagen wird bestraft: Wer unbefugt über Gärten oder Weinberge, oder vor beendeter Ernte über Wiesen oder bestellte Aecker, oder über solche Aecker, Wiesen, Weiden oder Schonungen, welche mit einer Einfriedigung versehen sind, oder deren Betreten durch Warnungszeichen untersagt ist, oder auf einem durch Warnungszeichen geschlossenen Privatwege geht, fährt, reitet oder Vieh treibt; wer unbefugt Eier oder Junge von jagdbarem Federwild oder von Singvögeln ausnimmt. Mit Haft wird bestraft: Wer Kinder oder andere unter seiner Gewalt stehende Personen, welche seiner Aufsicht untergeben sind und zu seiner Hausgenossenschaft gehören, von der Begehung von Diebstählen, sowie von der Begehung strafbarer Verlegungen der Zoll- oder Steuergefeße, oder der Gesetze zum Schußze der Forsten, der Feldfrüchte, der Jagd oder der Fischerei abzuhalten unterläßt. Die Vorschriften dieser Geseße über die Haftbarkeit für die den Täter treffenden Geldstrafen oder anderen Geldleistungen werden hierdurch nicht berührt. In diesen Fällen fann statt der Haft auf Geldstrafe bis zu einhundertfünfzig Mark erkannt werden. Wer einen Hund in fremdem Jagdgebiete bei sich hat und denselben außerhalb der erlaubten Verbindungswege über 100 Schritte von diesen entfernt frei herumlaufen läßt, sowie derjenige, dessen Hund, ohne von jemanden mitgenommen zu sein, allein in der angegebenen Weise frei herumläuft, wird mit einer Geldbuße von 1 Mt. bis zu 5 Mt. bestraft. Der in der ersten Abteilung dieses Artikels enthaltenen Strafbestimmung sind jedoch Hirten in Beziehung auf ihre Hunde bei der Herde nicht unterworfen. Drud und Verlag der Gießener Verlagsbruderet, für die Redaktion verantwortlich: Albin klein, Gießen. Louis moll nachfolger Grünberg. Louis Hafner. Beste Sack'sche Stahlwendepflüge sowie Sack'sche Selbstgänger mit verstellbarer Achse. Ferner die bewährten Haufelpflüge, mit oder ohne Jädvorrichtung. Amerikanische Mähmaschinen, Selbstbinder, Getreidemäher, Heurechen und Wender zu äußerst billigen Preisen. Giessener Stadttheater. Dienstag, den 21. April 1903. Die Fledermaus. Die Nummern: 148, 152, 184, 200, 202, 205, 208, 223, 232, 246, 257, 291 der ,, Gießener Neueste Nachrichten" von 1902 werden zurüdgekauft von der Expedition. Lehrling gesucht von Grünberg. Piccolo- Milchcentrifuge, rationelle Konstruktion, altbewährter Betrieb, bequeme Handhabung. Größter Butterertrag. Ia. Schmiedekohle, Ia. Nusskohle zu den billigsten Tagespreisen. Rat in Bausachen! Baurechnungen werden revidert. Ghristian Wallenfels, Banstreitigkeiten, auch in den verwickeltsten Fällen, zu einem außergerichtlichen Vergleich gebracht von einem erfahrenen Sachverständigen. 17 Marktplatz 17 Gießen. Einf. möbl. Zimmer zu vermieten. Gießen, Seltersweg 9, I. Ia. Referenzen, Mitteilungen werden unter Baufache" an die Keller'sche Druckerei Gießen erbeten. 000000000 06066000000000000000000020006 Für die Geschäftswelt! Seit dem 1. Juni vorigen Jahres- dem Tage meiner Uebernahme der Gießener Verlagsdruckerei( vorm. Wilh. Keller'sche Druckerei; gegr. 1783)- bin ich redlich bemüht gewesen, das unter sehr schwierigen Verhältnissen übernommene Geschäft und den Verlag der ,, Giessener Neuesten Nachrichten" vorwärts zu bringen und lebensfähig zu gestalten. Mit Hilfe der vielseitigen Unterstüßung treuer Mitarbeiter, Abonnenten und Inserenten ist mir das nun glücklich gelungen, und ich will dabei nicht verfehlen, all denen, die so fleißig mitgearbeitet haben, meinen Tant abzustatten; möge man mir ferner mit Wohlwollen zur Seite stehen. Heute möchte ich der verehrl. Geschäftswelt ergebenst mitteilen, daß nachdem ich im Oftober vorigen Jahres den ,, Boten aus dem Obm- und Feldatbal" gegründet habe und derselbe sich in mehr als 30 Octen des Vogelsberges( in den Kreisen Alsfeld und Schotten) gut eingebürgert hat ich seit einiger Zeit auch speziell für den Grünberger Bezirk eine besondere Tageszeitung unter dem Namen ,, Grünberger Zeitung“ herausgebe. Dieses mein jüngstes Unternehmen erfreut sich ebenfalls reicher Sympathie. Allen Behör en und Inserenten biete ich nun die günstigste Gelegenheit, daß Bekanntmachungen, Ausschreibungen, Aufforderungen, Verkäufe, Kaufgesuche, Empfehlungen 2c., mir überschrieben, weiteste Verbreitung finden. Warum? Weil ich, ohne daß der Inserent besonderen Preiszuschlag zu leißen hat, die Inserate, welche mindestens drei Mal zur Einrüdung fommen, in alle drei Tageszeitungen aufnehme. Wer also auf gute Insertion achtet, wolle seine Aufträge darum mir zuweisen. b Für so manches Spezialgeschäft dürfte es dann noch wert sein zu wissen, daß seit Januar dieses Jahres in meinem Geschäft die. ,, Curnzeitung für den Gau Hessen“ offizielles Organ für den gesamten Turngau Hessen hergestellt und von mir expediert wird.- Die verehrl. Geschäftswelt besonders mag da aus ersehen, daß sie in einem Geschäft ihre Wünsche betr. Insertion nach iel en Seiten hin erfüllt sehen kann, trotzdem die Preise nicht höher find als vorher. 2001 ge Hochachtungsvoll Albin Klein Inh. der vorm. Wilh. Keller'schen Druckerei. ●●●●●●● 00000000000000000 Bekanntmachung. Es wird hiermit bekannt gemacht, daß in der Zeit vom 20. April bis 15. Mai 1. Js. die Straße Gießen Rödgen- Großen Buseck gewalzt wird und daher für schweres Lastfuhrwerk nicht passterbar ist. Gießen, am 15. April 1903. Großh. Kretsamt Gießen. Dr. Breidert. Bekanntmachung. Betr. Die Ausführung der Verordnung, betr.: das Gewerbe der Gesindevermieten und Stellenbermittler. Wir bringen hiermit zur öffentlichen Kenntnis, daß die von den hiesigen Vermietfrauen beanspruchte Gebühr beträgt 1. für Vermittlung eines Dienstboten an eine Herrschaft in Gießen 5 Mt. 2. für Vermittlung eines Dienstboten an eine Herrschaft nach auswärts 7 Mt. ( Frau Heßler 5 Mf.) wovon der Dienstbote jeweils 2 Mf. zu entrichten hat. Gießen, den 17. April 1903. Großherzogl. Polizeiamt Gießen. Hechler. Bekanntmachung. In der Zeit vom 11. bis 18. April 1903 wurden in hiesiger Stadt gefunden: 1 Portemonnaie mit Inhalt, 1 TrauRing, 1 filb. Cylinderuhr und 9 Zehnpfennigmarken; Bandeisen, eine größere Menge, hat sehr billig abzugeben die Expedition. Mädchen fönnen das Weißzeug- Nähen ( Hand und Maschinen- Nähen), sowie Zuschneiden gründlich erlernen. Magd. Rauber, Neuenweg 36. Klee= und Grassamen empfiehlt billigst Robert Stuhl Gießen, Neustadt Giessener Freiw. Feuerwehr. Ordentliche Hauptversammlung findet am 27. April, abends 8, Uhr, bei Hauptmann Wigandt mit folgender Tagesordnung statt, wozu wir die Kameraden hiermit einladen Tagesordnuna: 1. Jahresbericht, 2) Rechnungsablage für 1902/03 und Ent'astung des Rechnet für 1901/03, 3 Voranschlag für 1903/04, 4) Neuwahl des Vorstandes, 5) Etivaig Anträge gemäß§ 12 der Statuten. In Uniform, Dienstanzug. Hilfe gegen Blutstockung Erwig, Hamburg, Bartholomäusftr. 57. Wer Stelle fucht, verl. die Deutsche Vakanzenpost' Ia. Apfelwein mit empfiehlt L. Kalkhof Nachf. Gießen. Für Bäcker! berloren: 2 Portemonnaies mit Inhalt, 1 silb. Herrenuhr, 1 kleine filb. Nadel, 1 goldn. Brotpreis- Formulare Kettchen mit Anhängsel, 1 schwarzer hält stets am Lager Spazierstock mit Elfenbeingriff und 1 Pferdedecke. Die Empfangsberechtigten der gefundenen Gegenstände belieben ihre Ansprüche alsbald bei uns geltend zu machen. Gießen, am 18. April 1903. Großh. Polizeiamt Gießen. Hechler. Herren, welche einen eleganten Anzug u. Paletot Sämtliche Sorten Kleesamen garantiert seidefrei, wünschen, und nebenbei sowie diverse Sorten Wert auf ein gutfitendes Grassamen Beinkleid legen, wenden sich an das empfiehlt in vorzüglichen Tuch- und Massgeschäft eimfähigen Qualitäten von Karl Lenz, Schneidermeister, Frankfurterstraße 89 Christian Wallenfels 17 Marktplan 17 am Kriegerdenkmal. Telephon 262. Gegründet 1826 Gießen. die Expedition. Dienstmädchen erhalten stets unentgeldlich gute Stellen durch den Städt. Arbeitsnachweis, Gießen. 1 Ein Schweizer Ed. Klinkel, Bahnhofstrake 10. gesucht. Buchdruckerlehrling fann bei mir eintreten. Albin Klein. klingen Zu vermieten: Kleine 3- Zimmerwohnung Gartenanteil per Monat 14 Mr. zu vermieten. ,, Schöne Aussicht." Bine 4- Simmerwohnung nebst Bleichplatz zu vermieten. E. H. Müller, Schillerstraße 26. Schillerstrasse 27 Schöne 4- Zimmerwohnung mit Zubehör und Garten zu vermieten. Näh. Schillerstr. 18, par. Schöne 3- Bimmerwohnung im Vorderhaus, mit allem Zubehör, per 1. 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