Nr. 67. Abonnementspreis: in Gießen, abgebolt monatlich 50 Bfg., in's Haus gebracht 60 Pfg., durch die Poft bezogen bierteljährlich Mr. 1.50. Gratisbeilagen: Oberhessische Familienzeitung( täglich) Oberbeffische Zeitschrift für Landwirtschaft, Obft- und Gartenbau, sowie die Gießener Seifenblasen( wöchentlich). Das Blatt erscheint an allen Werktagen nachmittags. Freitag, den 20. März 1903. Gießener 12. Jahrgang. Jasertionspret 8s Die einspaltige Petitzeile für Gießen wi ganz Oberbefsen, die Kreise Weglar und Marburg 10 Big fenft 15 Pfg.: Reklamen die Petitzeile 30 resp. 40 BfgBoftzeitungsliste No. 8269. Redaktion und Expedition: Gießen Nenenweg 38. Fernsprechanschluk Nr, 362. Neuelle Nachrichten ( Gießener Tageblatt) Anabhängige Tageszeitung ( Gießener Zeitung) für Oberheffen und die Kreise Marburg und Wetlar; Lokalanzeiger für Gießen und Umgebung. Enthält alle amtlichen Bekanntmachungen der Großh. Bürgermeisterei Gießen und anderer Behörden von Oberhessen. Die Mifsftimmung gegen Graf Bülow. Die Reichsregierung hat in einer offiziellen Erklä rung zu heftigen Angriffen Stellung genommen, die in einer sächsischen Protestversammlung gegen die geplante Aufhebung des§ 2 des Jesuitengesezes gegen die Politil des Reichskanzlers gemacht worden sind. Sie warnt dabor, die Sache auf die Spitze zu treiben und von neuem die gefährlichen, tiefen Wunden aufzureißen, die der konfessionelle Hader dem Vaterlande nur zu oft schon geschlagen habe. In der Kundgebung wird be merkt, daß die Antipathie gegen die kanzlerische Politil sich nicht auf die Jesuitenfrage allein beschränke, sondern gegen das ganze von ihm befolgte System. Wir haben schon vor einiger Zeit darauf hinweisen müssen, daß dem Grafen Bülow letthin manche Anfeindungen erwachsen sind, und es ist nicht zu leugnen, daß in weiten Schichten ber Bevölkerung sich ein gewisser Mißmut bemerkbar macht. Wie das gekommen ist, beleuchtet auf Grund eingehender Informationen unser ständiger CB.- Mitarbeiter in folgender interessanter objektiver Darstellung: Wer die politischen Vorgänge in letzter Zeit mit einiger Aufmerksamkeit verfolgt hat, wird unschwer erfannt haben, daß augenblicklich ein neuer Aufmarsch ber Parteien sich vollzieht. Seither war unser öffentliches Leben vorwiegend von den wirtschaftlichen Verhältnissen beherrscht; neuerdings macht sich ein Wiedererwachen des politischen Moments und zwar vor allem bes Gegensaẞes zwischen Liberalismus und Zentrum bemerkbar, der namentlich durch die öffentlichen Kundgebungen zu der von dem Reichskanzler angekündigten Aufhebung des Paragraphen 2 des Jesuitengeseẞes seiten prägnantesten Ausdruck findet. Zwar wird die Bedeutung dieses Paragraphen bei weitem überschätzt. Denn nach wie vor bleiben die Ordensniederlassungen verboten; dem einzelnen Jesuiten deutscher Nation war schon vorher der Aufenthalt im Reiche gestattet; nur mußte er sich unter Umständen seinen Aufenthaltsort anweisen lassen. Diese Bestimmung würde durch die von dem Reichskanzler angekündigte Aufhebung des Paragraphen 2 fallen; ein Jesuit deutscher Nationalität würde also im Reiche die ungehinderte Freizügigkeit erlangen. Diese Rechtserweiterung allein ist es nicht, die in weiten Kreisen unserer Bevölkerung eine Beunruhigung hervorgerufen hat; sie ist aber nun einmal da und kann nicht geleugnet werden. Offenbar hegt man die Befürchtung, dem A werde auch das B nachfolgen, d. H. mit anderen Worten, die kirchliche Autorität werde noch weiter an Einfluß gewinnen. Aus diesem Grunde macht sich denn auch eine sehr lebhafte persönliche Mißstimmung gegen den Reichskanzler bemerkbar, die namentlich in der Versammlung des evangelischen Bundes zu valle zu Worte kam. Wie in allen Dingen, so spielen auch bei der augenblicklichen politischen Lage die unvorhergesehenen Ereignisse eine große Rolle, so vor allem das Vorgehen des Bischofs Korum von Trier gegen die paritätische höhere Töchterschule. Das hat die Volksstimmung erregt und dem Plane des Grasen Bülow die tatsächlich vorhandene ungünstige Eituation verschafft. Andererseits hat aber auch der Reichskanzler bei der Ankündigung seines Planes insofern ungünstig operiert, als er damit den gesamten Bundesrat überraschte. Zwar hielt er sich mit seiner Ankündigung streng in den verfassungsmäßigen Grenzen, denn er wollte, wie er sich ausdrückte, dafür sorgen, daß die sogenannten preußischen Stimmen im Bundesrat für die Aufhebung des Paragraphen 2 stimmen. Vorher aber war von der Behandlung des Jesuitengeseßes keine Rede gewesen und niemand wußte, daß Preußen in dieser Frage eine Schwenkung gemacht hatte. Die Stellung Preußens als Präsidialmacht bedingt in derartigen Fragen eine vorsichtige Taktik. Die Stellung des Präsidiums hätte erſt dann verkündigt werden dürfen, wenn ihr auch der Sieg sicher war; das gebot sich auch schon deshalb, weil sonst das preußische Vorgehen leicht den Schein eines Druckes auf die Bundesstaaten erwecken könnte. Und bort ist man seit der Ewinemünder Depesche empfindlich geworden. In der Tat hört man denn auch seltsame Stimmen aus den Einzelparlamenten. In dem einen Etaate nimmt man im Gegensatz zu dem Reichskanzler eine schroff ablehnende Etellung gegen den Plan einer Aufhebung des Paragraphen 2 ein, in einem anderen erklärt man sich ebenfalls im Gegensatz zu dem Reichslanzler für Einführung von Tagegeldern für die Reichstagsmitglieder. So sehen wir überall eine völlige Unklarheit der Verhältnisse, wie sie noch selten da war und daraus hervorgehend eine pessimistische Auffassung für alle öffentlichen Vorgänge. Und ein System dieses Pessimismus ist die augenblickliche Stellungnahme eines großen Teiles unser Bevölkerung zur gegenwärtigen Reichsregierung. Die Politik. Deutscher Handelstag. Der Handelstag nahm einstimmig einen Antrag an, in dem er bezüglich des Abschlusses der neuen Handels. berträge die von ihm in früheren Versammlungen auf gestellten Forderungen wiederholt. Ferner wurde ein Antrag, betreffend die Haftung des Rheders aus dem Frachtberkehr, genehmigt und der Novelle zum Krankenversicherungswesen zugestimmt. Desgleichen wurde ein Antrag angenommen, die Reichsregierung zu ersuchen, die Entwürfe der Reichsgeseze möglichst zeitig der Oeffentlichfeit zugänglich zu machen, namentlich den die Industrie und den Handel vertretenden Körperschaften. An einem Festmahl, welches etwa 250 Mitglieder des Handelstages vereinte, nahmen auch die Minister Möller und Budde teil. Einen Trinkspruch des Geh. Rat Michel beantwortete Minister Möller mit einer Rede, in welcher er betonte, daß in den Kreisen der Regierung dasselbe Bedürfnis nach langfristigen Handelsverträgen vorliege, wie bei den Handelsinteressenten; dabei wandte sich der Minister gegen überhöhe Schußzölle. Zum Schluß sprach er den Wunsch aus, daß sich die Mitglieder des Handels und der Industrie mehr am politischen Leben beteiligen möchten. Die französische Ordensfrage entschieden. £ Die französische Deputiertenkammer hat den Kommissionsantrag, daß die Kammer in die Einzelberatung ber Autorisationsgesuche der geistlichen Orden nicht eintreten möge, mit 300 gegen 257 Stimmen angenommen. Dadurch ist nun das Schicksal der Orden ent schieden; zunächst das der 25 Unterricht erteilenden Rongregationen, um die es sich zunächst handelte, damit aber auch schon der übrigen. Sie werden Frankreich verlassen müssen. Die Regierung hatte sich mit dem Kommissionsantrage einverstanden erklärt und der Ministerpräsident Combes die Vertrauensfrage gestellt. Seine Stellung ist durch das Votum der Deputiertenkammer befestigt. Bom sriegsschauplah in Marotto. (-) Der leßthin stattgehabte Rückzug der Sultanstruppen nach ez hat die Rebellen wieder sehr ermutigt. Die von dem notel des Sultans geplante Expedition, durch die der Prätendent im Rücken angegriffen werden sollte, ist gescheitert, weil die Kabylenstämme den Gehorsam verweigerten. Bu Hamara fährt fort, nach allen Richtungen Proklamationen zu verbreiten, und eine lebhafte rẞopaganda zu machen. Infolgedessen haben die Stämme, welche eben von dem Kriegsminister El Menethi unterworfen waren, sich aufs neue zu gunsten des Prätendenten erklärt. Es heißt, er werde die Taktik beobachten, teine großen Kämpfe herbeizuführen, sondern die Streitkräfte bes Sultans nach und nach zu schwächen, bis es ihm gelungen ist, die Macht des Herrschers in dem ganzen Lande zu brechen. In der Schlacht bei Aïn Medina, in der er gegen Shergui Pascha eine vollständige Niederlage erlitt, wurde sein Lager erstürmi und alle Zelte, zwei Kanonen, der Thron des Prätendenten, eine siste mit Briefschaften und selbst sein Zeremonien- Sonnenschirm fielen in die Hände der Sieger. Ihm selbst sollen zwei Pferde unter dem Leibe erschossen worden sein; als er nach einem dritten rief, um zu entfliehen, erschöß er noch den in seinen Diensten stehenden Neger, der es ihm brachte, weil er so lange ausblieb. In Tanger sind andauernd Gerüchte im Umlauf, der Scheris von Wessan habe Mulay Mohammed, den Bruder des Sultans, in Wessan zum Sultan proklamiert. Nach anderen Berichten hätte der Sultan die Absicht, nach Rabat zu marschieren, wo britische Kriegsschiffe ihn erwarteten. Kurze politische Nachrichten. * Das Befinden des Abg. Frhr. v. Heereman hat sich dermaßen verschlimmert, daß die Aerzte nur noch wenig Hoffnung auf Erhaltung seines Lebens haben. Der Patient liegt im fortwährenden Fieberdelirium, der Kräfteverfall ist ersichtlich. * Ein Wiener sozialdemokratisches Blatt veröffent licht einen geheimen Erlaß des österreichischen Kriegsministers Pittreich, durch den nicht nur den aktiven, sondern auch den nichtaktiven Offizieren der Beitriti zur Antiduellliga verboten wird. * In Paris ist von der Möglichkeit einer Zusammenkunft zwischen dem Könige Eduard und dem Präjidenten Loubet die Rede. Wie es heißt, hätte ein Meinungsaustausch darüber zwischen der französischen und englischen Diplomatie bereits stattgefunden. * Auf Befehl des Sultans fehren zwölf von den nach Deutschland kommandierten türkischen Offiziere sofort zu ihren Truppenteilen zurück. * Nachdem der amerikanische Panamavertrag durch den amerikanischen Senat ratifiziert worden, gebenkt Präsident Roosevelt die Arbeiten mit 4000 Mann jofort anfangen zu lassen, sobald die Regierung von Bogota ihrerseits die Ratifizierung des Vertrages notifiziert hat. Es ist eine achtjährige Bauzeit vorgesebejen. Die Kosten sollen 188 Millionen Dollars tragen. * Ein Jrade des Sultans nimmt in der Adener Abgrenzungsfrage die von England gezogene Demarkationslinie an. Die Abgrenzungskommission dürfte nunmehr ihre Tätigkeit beginnen. Hof und Gesellschaft. Der Kaiser wohnte gestern den Offizier reit. stunden- Besichtigungen der Berliner Kavallerie- Regimen ter bei und verblieb sodann bei dem Offizierkorps des Garde- Kürassier- Regiments zum Frühstück. Die Kaiserin begab sich vormittags nach Potsdam, um in der Kaiserin Augusta- Stiftung die Jahres- Prüfung der Zöglinge wi anzuhören. *** Die Besserung im Befinden des Kronprinzen hält erfreulicherweise an. Er verbrachte wieder eine vor zügliche Nacht und sein Appetit ist gut. Prinz Eitel Friedrich wird die Ausflüge, die er versäumt hat, inzwischen nachholen und dann mit seinem Bruder zusammen die Reise fortseßen. Doch mußte er die erste Ausfahrt, die für gestern geplant war, doch noch wieder aufschieben. *** Der König von Sachsen ist in Gardone ein. getroffen und vom Unterpräfekten aus Salo empfangen worden. Die zahlreich dort anwesenden Deutschen be grüßten den König sehr herzlich. 287. Cigung. Deutscher Reichstag. Eigenec Bericht. -Auswärtige Fragen. Deutschlands auswärtige Politit wird infolge einer Anfrage des Zentrumsabg. Frhr. v. Hertling in ausführlicher Weise besprochen. Der Fragesteller verlangt von dem Reichskanzler Auskunft über die Venezuelaangelegenheit, sowie über die Stellung, die Deutschland zur ɔrientalischen Frage einnehme. Der Reichskanzler ging auf die gestellten Fragen sofort ein. Bezüglich der venezolanischen Frage betonte er, daß nicht allein das Geldinteresse das Vorgehen Teutschlands veranlaßt habe, sondern daß dafür auch die nationale Ehre bestimmend gewesen ist. In Venezuela hätten Rechtsbrüche der schlimmsten Art vorgelegen, und es handle sich in solchen Fällen nicht allein um die Durchsegung des eigenen Rechtsanspruchs, sondern auch um Wahrung für die Zukunft. In der Tat habe Deutschland auch alles erreicht, was es erreichen wollte. Bezüglich des Dreibundes teilte er mit, daß dieser in der alten Form und zwar mit rein defensivem Charakter erneuert wor den sei. Bezüglich der Orientpolitik beruft sich der Reichstanzler auf eine vor vier Jahren abgegebene Erklärung, wonach es für Deutschland ein fundamentaler Grundsatz sei, im Balkan keine attive Politik zu treiben und für niemand die Kastanien aus dem Feuer zu holen. Was Mazebonien anbetrifft, so sind wir mit jeder Maßnahme einverstanden, die eine tatsächliche Besserung der Zustände ohne Erschütterung des türkischen Besißstandes herbeiführt. Abg. Hasse( natl.) richtet heftige Angriffe gegen ben deutschen Bevollmächtigten in Washington Speck von Sternburg, der in der Venezuelaaffäre mehr die Interessen Amerikas als die unserigen verträte. Wir geben überhaupt überall nach, wo das Deutschtum beleidigt wird. Hierauf erwiderte Graf Bülow, er habe nicht verlangen können, daß Castro einen Sühneprinzen" nach Deutschland schicke; wir hätten an dem einen genug gehabt. Es war ein großer Tag" blos für Politiker; das große Publikum hat nichts erfahren, was es nicht schon ohnehin gewußt hätte. 46. Sigung. Preussischer Landtag. Baus der Abgeordneten. Eigener Bericht. - Etat des Finanzministeriums. Nachdem der Antrag Erffa, den Abg. Dr. Porsch zu ermächtigen, während der Dauer der Behinderung bes Abg. v. Heereman die Funktionen des ersten Vize präsidenten zu übernehmen, einstimmige Annahme gefunden, trat das Haus in die zweite Beratung des Etats des Finanzministeriums ein. Zu den auf die Ostmarkenpolitik der Regierung bezüglichen Titeln( Erziehungsbeihilfen an höhere Peamte, Gehaltszulagen an mittelere, Kanzler- und Unterbeamten usw., Herstellung eines Residenzschlosses in der Provinz Posen stellte die freisinnige Volkspartei einen Abänderungsantrag, welher die Gewährung von unwiderruflichen Gehaltszulageen in allen gemischtsprachigen Landesteilen Бе zweckt. Der Abg. Winkler sprach sich namens her Ronservativen gegen den Antrag aus. Der Finanzmi nister v. Rheinbaben trat mit Wärme für das Reidenzschloß in Bosen ein, welches geeignet jei, unsere nationalen Interessen im Osten zu schüßen und dort uhige, friedliche Zustände herbeizuführen. erraten." Abgrund hen hatte er diere morte beendet, als er ganz mechades Elends hinabstürzen? Ich kann es nicht überzeugt, daß er begründete Veranlassung hat, mich zu Echelm fann mir nicht mehr schädlich sein, sobald er sich Popoff herausbekommen, und wenn ich ihn töten sollte. band haben und mir Erlebnis aus dem Kubatriege von E. Carlé. Sein eigener Bruder. ( Nachdruck verboten.) und während sie sich zu Walzer über. Rasch fanden sich die tanzlustigen Paare paar fräftige, volle Arkorde an und ging in einen flotten längen im Kreise schwangen, verheugte ihre hübschen Zähne vertrefflich zur Geltung brachte- ein zusammen, den Nab und Fern. (:) Die Inthronisation des Erzbischofs Dr. Fischer fand gestern im Kölner Dome statt. Außer einer Fülle von hohen und niederen geistlichen Würdenträgern wohnten u. a. der Oberpräsident der Rheinprovinz Hesse, die Regierungspräsidenten von Köln, Aachen, Koblenz und der General berst von Loe der Feier bei. Nach feierlicher Brozession zelebrierte der Erzbischof das Pontisifalamt. Sodann richtete er eine lateinische Ansprache an den Klerus und eine in deutscher Sprache an die Gläubigen. ::: Prinzessin Luise von Tostana soll nach Mitteilun gen aus Leipzig beabsichtigen, auf den Erlaß des Königs Georg von Sachsen mit einer Gegenpublikation zu antworten. Hoffentlich bringt sie ihr Anwalt von diesem Borhaben ab, damit endlich einmal Gras über die unexquickliche Angelegenheit wächst. Man vermutet wohl nicht mit Unrecht, daß der Großherzog von Toskana seine Tochter zu der Entgegnung ermuntert. Er soll über den Schritt des Königs Georg sehr pikiert sein und hat sich wohl nicht zulegt deshalb bewegen lassen seiner Tochter zu verzeihen. Er wird sich nächste Woche nach Lindau begeben, wo bie Versöhnung zwischen Vater und Tochter stattfinden wird. Man will in Salzburg wissen, daß der Prinzessin Luise gestattet werden wird, wieder den Titel einer österreichischen Erzherzogin zu führen. ▲ Einen Mordversuch auf eine Straßendirne machte im Schlesischen Busch bei Berlin der Sachsengänger Franz Marzikowief aus der Provinz Posen. Ein Parkwächter lam hinzu, als M. auf dem Mädchen kniete und es am Halse würgte unter dem Rufe: ,, Du mußt sterben!" Er hatte dem Mädchen alle Kleider vom Leibe gerissen, sodaß sie buchstäblich nur mit dem Hemde bekleidet war. Es gelang bem Wächter, den Rasenden zu überwältigen und der P- lizei zu übergeben. [ Eine elektrische Gebirgsbahn] wird gegenwärtig in Tirol gebaut. Sie ist nur wenig über drei kilometer lang, soll aber dafür die steilste Linie der Welt sein. Sie führt von dem Dorf Kaltern auf den Mendel- Paß. Der Höchstbetrag der Steigung ist 64 Proz. und übertrifft den der Bahn auf das Stanser Horn, der bisher steilsten Bergbahn. Nach Vollendung der Mendel- Bahn wild man die Paßhöhe in weniger als einer halben Stunde erreichen können. [ Amüsante ,, Theater- Nachrichten"] bringt der, Gil Blag": Nach der Aufführung des Werther" schreibt er ,, hörten wir in den Wandelgängen des Sarah Bernhardt- Theaters aus sicherer Quelle, daß drei bekannte Schwantdichter gegenwärtig Goethes ,, Wahl erwandtschaften" zu einer Bosse mit Gesang verarbeiten. In letter Stunde, lurz vor der Drucklegung unseres Blaties, hören wir noch die sensationelle Neuigkeit, daß die Klowns Footit und Chocolat aus Goethes Gesprächen mit Eckermann" eine Birbuspantomime machen." V[ Wenn ein Gast nicht zahlt.] Ein Herr in den Dreißigern beendet soeben sein opulentes Frühstück in einem ersten Pariser Gasthaus. Kellner, eine Zigarre," bestellt er. ,, Soll ich gleichzeitig die Rechnung mitbringen?" Die Rechnung? Welche Rechnung?" erwidert der Gast, indem er Verblüffung markiert. Dann in einem entschlossenen Tone: ,, Am Et. Nimmermehrstag zahle ich. Sagen Sie das Ihrem Herrn." Eine Serviette unterm Arm naht dieser, ernst, majestätisch. Mein Herr," sagt er, Sie sind nicht der erste, der sich solche Späße in meinem Etablissement erlaubt. Ich könnte Sie auf die Polizei führen, aber man würde Sie morgen, nachdem Sie eine väterliche Standrede angehört, wieder entlassen. Ich könnte Sie auch mit einem Fußtritte vor die Tür setzen." Dabei zeigte er seine langen und breiten Riesenfüße.„ Ich ziehe es aber vor," fährt der Wirt fort, Ihnen noch das Mittagmahl anzubieten, unter der Bedingung, daß Sie das Frühstücksgeschirr waschen wollen." Angenommen," willigt der Mann ein. Er begibt sich in die Küche, krempelt die Aermel hinauf und taucht seine Hände in das warme Wasser. Aber um den Restaurateur zum Verzicht auf seine Dienste zu bewegen, zerbricht er Schüsseln und Teller.-Angesichts dieser offenkundigen Böswilligkeit entschließt sich der Wirt, den Mann zur Polizei zu führen. Das war eine gute Idee, denn diese erkannte in dem unzarten Schuldner einen Epißbuben, der alle Geschäftsleute des Viertels geprellt hatte. Selbstverständlich wurde er nicht mit einer väterlichen Standrede entlassen. Er sitt ganz fest, erhält alle Mahlzeiten gratis, wird aber doch eine ganz tüchtige Zeche bezahlen müssen. [ Die Bevölkerung Chinas.] Die Aufbringung der Kriegsentschädigung ließ es dem Schazamt in Peking er. wünscht erscheinen, eine genauere Aufstellung der Bevölkerung Chinas zu erhalten. Es wurde daher eine Volks. zählung angeordnet, die nunmehr durchgeführt ist. Sie wird ziemlich allgemein überraschen, da sie ungefähr dieselbe Bevölkerung ergibt, die nach den Schäfungen der fünfziger Jahre damals vorhanden sein solle, während neuere Schäßungen von einer erheblich geringeren Bevölkerung, nämlich von 350 Millionen, sprachen. Jezi sind in den achtzehn Provinzen allein weit über 400 Millionen gezählt worden, und ganz China, mit Einschluß der vier großen Außenländer: der Mandschurei, Mongolei, Tibet und Turkestan, dürfte rund 426 Millio. nen Einwohner haben. Kurzes Allerlei. Die Mittel und Wege der Men schen, sich zu ernähren, sind gar verschieden und ver schmißt. In Wien gab der Flugtechnische Verein kürz lich ein Festessen zu Ehren des 72jährigen Amerikaners Chamite, der bereits mehr als 1000 Gleitflüge aus Buftballons mit dem Fallschirm unternommen hat. - Ein Balletmädchen der königlichen Oper wurde dieser Tage in Budapest wegen deutlicher Spuren von Geitesstörung in eine Frrenanstalt gebracht. Dort kann es an den Tag, daß das Balletmädchen ein junger Mann war. Lokales. Gedenktafel für den 21. März. 1521. Kurfürst Moritz von Sachsen*.- 1685. Johann Sebastian Bach- 1724. er Physiker Celsius. 1763. Jean Paul Friedrich Richter* 1801. Sieg der Engländer über die Franzosen bei Alexandria.- 1804. Ludwig Anton Heinrich von Bourbon, Herzog von Enghien in Vinecnnes erschossen.- 1809. Favre*.- 1871.- öffnung des 1. Deutschen Reichstags; Bismard erhält ben Fürstentitel. ** ribattelegramm. Bei der heute Bormittag erfolgten 13. Ziehung der letzten( Haupt)-Klasse der Hessisch Thüringischen Staatslotterie wurden folgende Gewinne gezogen: 40000 Mt. auf: 46 967, 30 000 Mt. auf: 76 545, 5000 Mt. 94 550, 87 164, 25 115 je 3000 mt. auf: 5400, 10 262, 16 493, 36 857, 63 077, 69 720, 83 419, 95 397, 98 375.( Ohne Gewähr.) ** Ernannt wurden zu Regierungsbaumeistern: die Regierungsbauführer August Hildebrand aus Hungen, August Walloth aus Saargemünd und Wilhelm Kayser aus Darmstadt. ** Am 14. März d. J. wurde der Amtsrichter bei dem Amtsgericht Ortenberg Dr. Karl Fuhr zum Oberamtsrichter bei diesem Gericht ernannt. ** Verlieben wurde dem Vorstandsmitglied und Konservato des Oberhessischen Geschichtsv.reins Hauptmann a. D. Karl S. ramer zu Gießen das Ritterkreuz 1. Klasse Philipps des Großmütigen. ** Mit Zustimmung Großh Ministeriums des Innern wurde der Großh. F ldbereinigungsfommissär i. P. Regierungsrat August Rach dahier zum Vorsitzenden des Vorstands der land- und forstwirtschaftlichen Berufsgenossenschaft für das Großherzogtum Hessen mit Wirkung vom 4. Februar ab bestellt. ** In den Ruhestand wurden versezt die Weichensteller in der Hessisch Preußischen Eisenbahngemeinschaft Johann Konrad Birx zu Lich und Christian Meyer zu Büdingen, beide mit Wirkung vom 1. April 1903 an. ** Die Mitteldeutsche Kreditbank und die vi de Genossenschaftsbank, beide zusammen, haben für die ausgeschriebene 32 prozentige Gießener Stadtanleihe in Höhe von 1/2 Millionen Mart das Die Stadtver= Höchstgebot mit 99,775% abgegeben. ordneten werden heute nachmittag darüber entscheiden, ob diese beiden Banten den Zuschlag erhalten. Aus dem Verwaltungsbericht der Bürgermeisterei pro 1901/02, welcher heute den Stadtverordneten zur Vorlage tommt, berichten wir: Die Stadtverordneten haben, mit Unterbrechung von Mitte August bis Mitte September, in 22 Sigungen 725 Gegenstände verhandelt gegenüber 27 Sigungen mit 591 Punkten im Vorjahre. Man hat also schneller gearbeitet! Der stärkste B.such der Stadtverordneten Versammlung bestand aus dem Bürgermeister, 3 Beigeordneten, 229 Stadtverordneten, der schwächste aus dem Bürgermeister, 2 Beigeordneten und 17 Stadtverordneten. Im Durchschnitt entfallen auf jede Sigung 20 Stadtverordnete und auf jeden, Stadtoerordneten 16 Sigungen, an denen er teilgenommen. An Unterstützungen an Wittwen, städtischer Bediensteter und Arbeiter gelangten 1648 Mt. 12 Pfg. zur Auszahlung, eine allerdings nicht sehr hohe Summe, die zweifellos für die Empfänger eine Hilfe ist, mit der dies selben rechnen fönnen. Für anhaltende und befriedigende Arbeit im Sommer 1901 wurden an städtische Arbeiter 1924 Mt. 75 Pfg. Vergütungen( eingeführt seit 1890) ge= zahlt. Dieser Bet ag kommt zur Auszahlung furz vor Eintritt des Winters und giebt den Leuten die Möglichkeit an die Hand ihren Winterbedarf an Brennmaterial und Kartoffeln damit zu kaufen. Der Arbeitsnachweis gestaltete sich wie folgt: Die Zahlen in() bedeuten die des Borjahres. Gemeldet von Arbeitgebern waren 291 Stellen ( 435), welche zulfielen für gewerbl. Arbeiter 106[ 128] andere Arbeiter 91[ 236], Dienstboten 94[ 71]. Besuche um Arbeit lagen vor 366( 368) und zwar von gewerbl. Arbeitern 121( 140), anderen Arbeitern 187( 186), Dienſt boten 58( 42). Vermittelt wurden im Ganzen 76 Stellen ( 80). Von den gemeldeten 291 Stellen entfallen 232( 362), auf einheimische 59( 73), auf auswärts wohnende Arbeitgeber. Tagegen wurden 161( 162) Stellen von hiesigen, 205( 206) von auswärtigen Arbeiter, gesucht, von welchen 32( 29) in Gießen ansässige und 44( 51) außerhalb wohnende Arbeitsfräfte untergebracht werden konnten. 700 zugereiste Arbeitsuchende der verschiedensten Berufsarten mußten mangels Nachfrage seitens der Arbeitgeber abge= wiesen werden. Von der Einrichtung, die getroffen ist, um durch den Vorsitzenden des Gewerbegerichts den Arbeitern über Fragen aus dem Gebiete der sozialpolitischen Gesez gebung fostenlos Auskunft einzuholen, wurde we der Berwaltungsbericht mit Bedauern feststellt, nur wenig Gebrauch gemacht. Landeshypothekenbank. Das Großh. Finanzministerium hat betr. Ausgabe von Schuldverschreibungen folgende Bekanntmachung erlassen: Den lesten Bod betriebs und b weiten, etwa machfter Nähe d Woll nun diefes aud felbstverstä Gleichzeitig tom der Bahn auf d Da vor wenigen purige Lokomoti eingefiellt wurde ** Norded nachmittags 4 Bersammlung rung der Bah werden soll. ** Aus d Find bis jpt und Weizen fi Auf Grund der Bekanntmachung Großherzoglichen Staatsministeriums vom 17. Januar 1903( Reg.-Bl. 6. 23) erteilen wir hierdurch der Hessischen LandesHypothekenbank, Aktiengesellschaft zu Darmstadt, die Genehmigung zur Ausgabe von auf den Inhaber lautenden und zu 3½½ vom Hundert verzinslichen HypothekenPfandbriefen und Kommunalschuldverschreibungen nebst Zinsscheinen im Betrage von je 10 Millionen Mark. Die Verlosung und Kündigung der Pfandbriefe und Kommunalschuldverschreibungen ist bis zum Jahre 1909 ausgeschlossen. Die Stücke- Einteilung ist folgende: 1) Hypothekenpfandbriefe. Serie I 2200 500 Stück, Buchstabe B zu 2000 mt.= 1000 000 Mt. 2 200 000 1 100 000 480 000 220 000 9500 Stück im Betrage von C 1000 " 1 " " 11 " 2200 2400 2200 D 500 = " " " 1 " 11 E 200 ==" 1 " " " M F 100 = " M 11 " " 5 000 000 Mt. Serie II. = = 1 000 000 Mt. 2200 000 " " " " D 500 = 1 100 000 " " " " " E 200 = " " " " 2200 F 100 = 480 000 220 000 " " 1 Н " н " 5 000 000 Mt. 500 Stück, Buchstabe B zu 2000 Mt. 2200 C 1000 2200 2400 9500 Stück im Betrage von 2) Kommunalschuldverschreibungen. Serie I. 100 Stück, Buchstabe A zu 5000 Mr. 500 2000 C 1000 500 000 Mt. 1 000 000 2 000 000 1000000 = B = " " " 1 " 11 2000 " 11 " " " 2000 D 500 = " 11 " " 1 " 1800 E 200 = 360 000 " " " " 1 " F 100 = 140 000 11 " " " 1 Serie II. 1400 7800 Stück im Betrage von 100 Stück, Buchstabe A zu 5000 Mt. 500 2000 5 000 000 Mt. 500 000 Mt. 1 000 000 2 000 000 1 000 000 Tifche Weizen e bat im Algeme flee zeigen fic berechtigt unfere Marbu wird Dr. Böckel ben fommenden ** Eisenba Dienstag abend herung der W hausen bezw. brüde eing hen weifung der St haufen- Roßber murde befchloffe fleiden bez foll bies bei gi Befehen. Die Morf und Umg rangelnden An Lollar an die in Büge der Main Bewohner beab Berbindung mit tion Frankfurt Burg aus den fügt werden. B 2000 " "! 11 " " C , 1000 11 " 1 〃 " " 2000 D 500 = " Н Н " 1800 E " 1 " 11 1400 F 200 100 = 360 000 um 4 Uhr in 11 " = 140 000 " " " " laden und w 7800 Stück im Betrage von 5 000 000 Mt. ** Besizwechsel. Der Kaufmann August Wallenfels taufte für 53 000 Mart das Jughardtsche Haus am Markt. Herr Kraft aus Weilburg faufte für 56 000 Mart die Hofraithe früher zum Reiseonkel, Frankfurterstr.( Weidmannsche Konfursmass.) Die früher benannte Westendhalle wird morgen Samstag nach ihrer vollständigen Renevierung wieder eröffn et. Die Bewirtung ist Hrrn Karl Schneider übertragen worden. ** Einen Einbruchsversuch machte dieser Tage bei seinem früheren Arbeitgeber ein hiesiger Laufbursche. Mit den Räumlichkeiten des Besizers vertraut, das Ausgehen desselben beobachtend, schwang das Bürschchen sich gegen 91 Uhr abends über das in der Wagengasse gelegene Hof. nahme des Schlüssels zu Thor und Hinterthür. Der Besizer, thor und gelangte so in die Räume des Hauses, unter Mitwelcher die Hinterthüc rerschließen wollte, vermißte den Schlüssel aber noch rechtzeitig. Mit Hilfe des Vaters wurde sofort der Hof sowie andere Räumlichkeiten abgesucht, und nach langem Suchen fand man die beiden Schlüssel und den Langfinger in einem Schuppen unter Spreu und Stroh wie eine Maus versteckt. Von Mezgerhänden befam er eine ziemliche Portion Prügel, dann wurde er der Polizei übermittelt. Etwas vom Radfahren. Der Winter liegt im Sterngeben! Die warme Sonne zaubert am fahlen Strauch die ersten grünen Triebe, und den Menschen lockt sie wieder hinaus ins freie Land, am Erwachen der Natur sich zu erfreuen. Und das Rad, das während der Wintermonate ein fümmerliches Dasein gefristet, kommt wieder zu Ehren, und wo der Frühlingswind die Straßen getrocknet, da Die schwirren auch die Radler wieder auf und nieder. Saison beginnt, nicht nur für den reinen Spaziergänger zu Rad, auch der Geschäftsmann fann, ohne die Unbilden der Witterung zu fürchten, seine Wege wieder mit dem Rade fürzen. So gesund und so nußbringend nun auch das Radfahren ist, so bringt doch seine Ausübung mancher= lei Gefahren mit sich, für den Fahrer selbst, wie für das Publikum, denn selbst dem Vorsichtigsten städtischen Straßenverkehr fann es einmal passieren, daß er einen Unfall erleidet oder daß er einen solchen herbeiführt. Gegen die Folgen solcher Unfälle seine Mitglieder zu schützen, hat der Deutsche Radfahrerbund als eine seiner vornehmsten Pflichten erkannt, und nun auch durchgeführt, So versichert der Bund jedes Mit glied bei einer jährlichen Prämie von nur Mr. 4.50 mit zumal im *** Bodenreform. Wir nahmen fürzlich Notiz von der ersten Versammlung des Bundes Deutscher Bodenreformer. Wie wir nun von unterrichteter Seite erfahren, findet nächste Woche eine öffentliche, von der Ortsgruppe Gießen veranstaltete Versammlung statt, in welcher der erste Vorsitzende des B. D. B. A., Damaschte Berlin, über Wohnungsfrage und Erbbaurecht sprechen wird. Jedenfalls sind dies zeitgemäße Fragen, die das Interesse weiterer Kreise uns'rer Stadt für sich in Anspruch nehmen dürften. De Bodenreform beschäftigt heute jeden für das Gemeinwohl interessirten Menschen. Hervorragende Gelehrte und Staatsmänner bekennen sich als Anhänger und Förderer dieser Reformbewegung. Es sei hier nur an die Ausführungen des Grafen Posadowsky in der Sizung des Reichstages am 10. Februar d. Js. erinnert. Er sagte:„ Daß der geeigt. 5000 bei Todesfall oder Invalidität und Mt. 2.50 netste Weg sowohl für das Reich wie für Staat und Kommune den unbemittelten Bevölkerungsklassen billige Wohnungen zu schaffen, in der That in der Anwendung des Erbbaurechts liegt. Nur wenn Reich, Staat und Kommune in dieser Weise dauernde Eigentümer des Grund und Bodens bleiben, auf dem im Wege der Genossenschaftsbildung billige Wohnstätten für die unbemittelten Klassen errichtet werden, wird es möglich sein, der Grundstücksspekulation in der Umgebung der Städte, namentlich der Großstädte, wirksam und bauernd entgegenzutreten. Ich freue mich, daß in der Wissenschaft sich die Auffassung, daß dieser Grundsaz ein richtiger ist, immer weiter Bahn bricht." Diese warme Empfehlung des durch§ 1012 des B. G. B. gewährleisteten Ebbaurechtes darf als ein großer Erfolg der Bodenreform. bewegung bezeichnet werden. täglicher Entschädigung bei Erwerbsunfähigkeit, bei jedem Unfall, der ihm beim Radfahren zustößt. Bolständig fostenlos ist die Haftpflichtversicherung und zwar bis zur Höhe von Mt. 50,000 bei Personen oder Sachschaden, und bis Mt. 100,000 für ein mehrere Personen treffendes Unfallereignis. Nähere Auskunft wird bereitwilligit erteilt durch die Geschäftsstellen des Deutschen Radfahrerbundes, Frankfurt a. M., Hochstraße 11a, Wiesbaden, Rheinstraße 109. - Aus Hessen und nachbargebieten. ** Großen Linden.( Ringofenbau der Lahnfaltindustrie.) Der Besizer des bisherigen Ringofens auf der Nordseite unserer Gemarfung, Herr Haas jr. in Gießen, lies in benden Verfa wort zu vertrete Hersfe Bau der Schil fall. Sechs W üftungsmauer dem ca. 10 Me bert nachgab, a brümmerte. Ei auf ein Dach, pei wurden f in das Landkro Böhmann aus uchung ist ein ** Frankf wom 168. Inf. arrefthaus erhä 5. Romp. Regt gericht zu 3 Ja fands 2c. verurt We 1079 53 817 520 75 731 46 29 48 8 432 40 216( 40 320 595 1 511 50 201 34 14035 901[ 4 70( 30 1400] 21438 23153 24071 93( 400 98 818 03 479 97235 400 849 3 34054 006( 4 115 64 466 50 41002 41( 10 30 43 6. Finanz ben legten Wochen in Anbetracht seines gefteigerten Geschäftsbetriebs und der großen Nachfrage seines Graufalls einen zweiten, etwa 50 Meter hohen erweiterten Ringofen in nächster Nähe des ersteren aufführen. In tommender Woche soll nun dieses neue Betriebswerk in Thätigkeit treten, wozu auch selbstverständlich neue Arbeitskräfte erforderlich sind. Bleichzeitig tommt auch die Verbringung der Kalksteine nach der Bahn auf die bisherige Art mit Pferden in Wegfall, da vor wenigen Wochen eine ziemlich ansehnliche schmalspurige Lokomotive, in Berlin verfertigt, zu diesem Zwede eingestellt wurde. ldverschreib herzoglichen 03( Reg.-B. en Landes cmstadt, die aber lauten Hypotheken Jungen nebit onen Mart. dbriefe und Jahre 1909 Folgende: 000 000 mt. " 2200 000 1100 000 480 000 220000 000 000 Mt. Н 11 000 000 Mt. 2200 000 " 1100000 480 000 220 000 " 5 000 000 Mt. en. 500 000 Mt. 1000000 2 000 000 1000000 360 000 140 000 " M " 5 000 000 Mt. 500 000 Mt. 1000 000 2 000 000 1000 000 360 000 140 000 5000 000 ML ust Wallenfels 3 am Markt.Mark die Hof Weidmannsche alle wird Dierung wieder Schneider über chte dieser Tage aufbursche. Mit das Ausgehen dhen sich gegen e gelegene Hof ses, unter Mit Der Befizer, bermißte den & Vaters wurde abgesucht, und blüffel und ben und Stroh wie befam er eine er Polizei über liegt im Stern len Strauch die lockt sie wieder Natur fich r Wintermonale ieder zu Ehren, getrocknet, d nieder. Di Spaziergänge ne die Unbilden wieder mit dem ngend nun auch übung mancher: wie für das - zumal im passieren, daf solchen herbei eine Mitgliede rerbund al und nun aud djedes Mit r M. 4.50 mi ät und Mt. 2.50 igkeit, bei jeden Bt. Vollständi d zwar bis zur ober Sachichab Gerfonen treffende reitwilligit erteil Radfahrerbunde Wiesbaden gebieten. Lahnfallindustrie auf der Nordfeit Gießen, fiet ** Norded. Kommenden Sonntag, den 22. März, nachmittags 4 Uhr, findet hier bei Heinrich Stelzenbach eine Bersammlung statt, in welcher die projeftierte Weiterführung der Bahn von Dreihausen nach Londorf besprochen werden soll. ** Aus dem Ohmthal schreibt man: Die Wintersaaten find bis i Bt recht gut durch den Winter gekommen, Roggen und Weizen sind gut bestockt und namentlich zeigt der englische Weizen ein ganz vorzügliches Aussehen. Auch der Klee hat im Allgemeinen gut überwintert, nur bei einigem Luzern flee zeigen sich Mängel. Wenn das Frühjahr günstig wird, berechtigt unsere Ernte wohl zu recht schön n Erwartungen. Marburg. Wie jigt aus guter Quelle verlautet, wird Dr. Böckel im Wahlkreis Marburg- Frankenberg bei den fommenden Wahlen wieder kandidieren. ** Eisenbahn Marburg Ebsdorfer Grund. In einer Dienstag abend abgehaltenen Sigung des Komitees zur För derung der Weiterführung der Kleinbahn Marburg- Dreihausen bezw. Marburg- Wittelsberg wurden zunächst die Einbrücke eing hend besprochen, die die Teilnehmer bei der Bereifung ber Streden über Dreihausen- Weitershain und Dreis hausen- Roßberg- Norded Londorf erhalten hatten. Es wurde beschlossen, auch die Linie Wittelsberg Niederofleiden bezw. Schweinsberg zu bereisen, und zwar soll dies bei günstiger Witterung Freitag den 27. d. Mts. geschehen. Hierauf fam eine von den Bewohnern von Londorf und Umgebung geführte Beschwerde wegen eines mangelnden Anschlusses der Züge der Nebenbahn GrünbergLollar an die in Lollar in nördlicher Richtung abgehenden Büge der Main- Weser Bahn zur Sprache. Die dortigen Bewohner beabsichtigen nämlich behufs einer bequemeren Berbindung mit Marburg Anträge bei der Eisenbahndirek tion Frankfurt a. M. einzubringen. Diese sollen von Marburg aus den Wünschen der Antragsteller entsprechend unterstützt werden. Zu einer am nächsten Sonntag nachmittags um 4 Uhr in Nordeck für dort und Umgegend statifin denden Versammlung ist das engere Komitee einge laden und wurden vier Mitglieder beauftragt, dasselbe dort zu vertreten. Hersfeld, 19. März. Hier ereignete sich an einem Bau der Schilde'schen Maschinenfabrik ein schwerer Unglücksfall. Sechs Maurer waren mit der Fertigstellung der Berüstungsmauer beschäftigt und befanden sich oben auf dem ca. 10 Meter hohen Gerüst, als das frische Mauerwerf nachgab, auf das Gerüst stürzte und dieses total zertrümmerte. Ein Maurer rettete sich durch einen Sprung auf ein Dach, während die anderen in die Tiefe stürzten, zwei wurden schwer, drei leichter verwundet. Vier wurden in das Landkrankenhaus überführt, woselbst einer, Johannes pöhmann aus Ralfobes, bald darauf verstarb. Die Untersuchung ist eingeleitet. ** Frankfurt, 19. März. Nicht der Sergeant Paulsen bom 168. Inf. Regt. hat sich gestern im hiesigen Militärarresthaus erhängt. sondern der Musketier Paulsen von der 5. Romp. Regt. 118, der am 15. Januar vom Oberkriegsgericht zu 3 Jahren 3 Monaten Gefängnis wegen Widerstands 2c. verurteilt worden. us Franken, 19. März. Ein unglaublicher Bor fall hat sich in Rüßberg zugetragen. Vorgestern früh fand der Bürgermeister Dees, als er aus dem Zimmer in den Hausflur trat, seinen Dienstknecht Joh. Biegler als Leiche. Die angestellten Recherchen ergaben, daß der Knecht mit drei Genossen in der voraufgegangenen Nacht in Küßberg gehörig gezecht bis er tot vom Stuhle fiel. Die Bechtum pane rieben dem Toten darauf das Gesicht mit Ruß ein, um ihn unfenntlich zu machen und legten ihn dem Bürger meister heimlich vor die Stubenthür. Die Gendarmerie hat den Sachverhalt festgestellt und Untersuchung ist eingeleitet. Gestern Abend erhielt der Sohn des Mezgers Röller im An seinem Streit einen Revolverschuß in den Rücken. Aufkommen wird gezweifelt. Hessischer Landtag. Darmstadt, 19. März. Präsident Haas eröffnet die Sigung nach 10 Uhr. An der Sizung nahmen Teil Staatsminister Rothe und die Ministerialräte Dr. Best, Braun und Weber. Die Regierungsvorlage betr. Entwurf eines Gesezes, die Ausführung des Reichsgeseges über die Schlachtvieh und Fleisch beschau, wird abgefeßt, da der Bericht erst verteilt worden ist. Angenommen werden ohne Debatte die Regierungsvorlagen, das Ministerhotel betreffend, und die Position B b 6, betr. Besoldungsordnung für die Räte bei den Provinzialdirektionen. Die Vorstellung des Oberlehrers i. P. Baumann zu Worms, betr. anderweitiger Regelung seines Pensionsgehalts, wird für erledigt erklärt. Angenommen werden sodann die Regierungsvorlagen, Entwurf eines Gesetzes, die Entmündigung wegen Verschwendung oder Trunksu ht betr, sowie der Geseßentwurf, die Vormerfung streitig" in den Grundbüchern der Provinz Rheinhessen betr. Der Antrag der Abgg. Molthan u. Gen., betr. die strafrechtliche Verfolgung von Veranstaltungen trügerischer Ausverkäufe, wird für erledigt erklärt. Bei Beratung des Antrages der Abgg. v. Bcentano u. Gen., betreffend Entschädigung unschuldig Verhafteter, wird ein Ersuchen an die Regierung, einen diesbezüglichen GeBentwurf baldmöglichst vorzulegen, einstimmig angenommen. Zur Vorstellung des Oberbürgermeisters Mecum zu Gießen, Sonntagsruhe im Handelsgewerbe betreffend, nahm Abg. Dr. Frenay das Wort zur Begründung. Der§ 227 des Polizeigeseßes ist schon lange den Besizern offener Ladengeschäfte nicht angenehm, zumal in Frankfurt und Wiesbaden das Offenlass n der Schaufenster an Sonntagen gestattet ist. Die beiden Handelsfammern zu Friedberg und Büdingen, sowie in leßter Zeit auch das Stadtverordnetenkollegium Mainz haben in gleichem Sinne wie Gießen petitionirt; man möge also sich für die Aufhebung dieses§ 227, Absatz I aussprechen. Der Ausschuß beantragte demgemäß Staatsminister Rothe erklärt, daß bei der Revision des Polizist rafg fezes das Fallenlassen daß bei der Revision des Boliz ist rafg fezes das Fallenlaffen am besten zu bewirken sei. Die Anfrage des Abg. Köhler, das gehen der Staatsbehörden gegen die Ausbreitung des ansteckenden Scheidefatarrhs unter dem Rindvieh betreffend, wird von Staatsminister Rothe dahin beantwortet, daß die Seuche nach den gemachten Erfahrungen von selbst erlösche, die Regierung widme der Sache weiterhin ihre Aufmerksamkeit. Zur Anfrage des Abg. Dr. Schmitt wegen der Entfestigung von Kastel antwortet Staatsminister Rothe, daß die Angelegenheit inzwischen weitere Fortschritte gemacht habe und die endgültige Regelung einer ver1. Sesßtsch- Thüringische Staatslotterie ( Mitteldeutsche Staatslotterie) Biehung VI. laffe( 12. Tag) 19. März 1903. e Nummern, neben welchen nichts bemerkt ist, sind mit 200 Mart gezogen. ( Ohne Gewähr.) 731 46 63 813 17 59 107 280 545 622 45 77 92 742 809[ 400] 30 32 71 939 94[ 400] 1079 837[ 200] 413 669 765 859 955[ 20000] 90 2055 196 200 3 44 53 817 27 405 9 32 59 77 548 650 95 715 814 903 78 3023 60[ 400] 244 520 75 747 954 4018[ 400] 77 180[ 400] 86[ 400] 334 75 485 522 61 5283[ 400] 331 79[ 400] 589 92[ 400] 786 87 861[ 400] 69 913[ 400] 29 48 85 86 6057[ 1000] 70[ 400] 104[ 400] 35 38[ 2000] 54 90 244 373 432 40 552 707 856 93 7402 612 78 92[ 400] 776 958 8007 18 118 85 216[ 400] 411 28 1000] 57 61[ 1000] 680 778 979[ 1000] 9007 205 7 93 326 595 611 21 770[ 400] 855 961 85 10087 108 31 12000 1252 368[ 400] 429 626 997 11245 331 76 476 511 50 871 905 12162 363 92 495 558 680 724[ 400] 993 13056 68 147 201 344 80 82[ 400] 448[ 400] 58 505[ 400] 37 618 24 77 737 814 25[ 400] 14035 88 400] 102 69 1000] 226 50 606 998 15069 109 29 266 613 24 32 840 60 64 998 16028 102 207 326 798 901[ 400] 17010 11 77 102[ 1000] 33 244 480 507 25 37 68 648[ 400] 70[ 3000] 747 868[ 2000] 18241 304 13 527 639 781 979 19110 241 1400] 379[ 400] 573 90 910 76 20081 95 366[ 2000] 423[ 400] 517 78 733 36 807 8 986[ 400] 21438 41 67[ 400] 522 788[ 400] 934 22058 400 585 88 640[ 1000] 846 23153[ 400] 58 71 293[ 400] 95 318 425[ 400] 694 882[ 400] 935 80 24071[ 1000] 77 117 91 257 59 85 342 56 66 82 439 550 607 80 915[ 1000] 25102[ 400] 241 303 481 580[ 400] 670[ 400] 98 848 912-84 26210 93[ 400] 344 64 452 74[ 1000] 524[ 400] 66[ 400] 617 33 68[ 400] 716 98 818 926 27181 259 333 449( 1000) 94 583 97[ 400] 647 56 711 28338 03 479[ 400] 563 642 62 750 59[ 400] 86 873[ 400] 919[ 1000] 29046 97 235 41 68 494 527 50[ 400] 806 13 36 901 30027[ 400] 30 235[ 2000] 342 48[ 400] 60 524 86[ 1000] 656 [ 400 757 816 35 64 922 32 31261 376 429 553 56 69 73[ 400] 673 758 849 32068 98 117 69 218 39 798 900 33088 643 721 852[ 400] 976 34054[ 1000] 202[ 2000] 355 478 553 75 614 71 749 841 919 84 35038 73 184 338 97 413 15[ 1000] 549[ 400] 622 773[ 400] 884 006[ 400] 24[ 5000] 36028 67 623 41 86 701 20 42 838 61 919 37010 115 64[ 3000] 94 243 508 623 70 708 78 809[ 1000] 953 38045 75 152 466 502 44 828 954 39311 99 485 567 722 804 19 34 933 51 69 40117[ 2000] 318 66 494 549 54 625[ 1000] 69 796 804 15 94 984 41002 10 69 102[ 400] 273[ 400] 384 432 75 618 37[ 1000] 706 13[ 3000] 41[ 1000] 87 935 97[ 400] 42028 210[ 400] 370 603 27[ 400] 47 785 907 30 43 43179 398 543 720 14001 44046 61 86 283 492 550 698 844[ 400] | traglichen Regelung zwischen Reichsfiskus und Stadt überlassen bleiben müsse. Die Anfrage des Abg. Köhler über die Wasserpest in der Horloff wird ebenfalls von Staatsminister Rothe in den Anfragesteller befriedigender Weise beantwortet. Bezüglich der Anfrage des Abg. Köhler wegen Einrichtung landwirtschaftlicher Behrkurse für Soldaten bringt Präs. Haas ein Schreiben zur Ver lesung, nach dem die Großh. Regierung die Beantwortung wegen einiger in der Begründung enthaltenen Ausdrücke ablehnt. Hierauf bertaqt sich das Haus auf Freitag. Brietkasten der Redaktion. D. M. hier. Anfrage: Wie hat man sich gegen eine Beitung zu verhalten, die unwahre Berichte verbreitet?- Antwort: Sie können nichts besseres thun als den wahren Sachverhalt in einem anderen Blatte öffentlich be fannt zu machen; brauchen dabei gar nicht so höflich zu bleiben.§11 sagt zwar, daß jede Zeitung Berichtigungen aufnehmen muß; aber in diesem Falle ist ja, wie man so sagt, Hopfen und Malz verloren. கு r பதி. Kirchliche Nachrichten. Evangelische Gemeinde. In der Stadtkirche. Lätare. Sonntag, den 22. März. Gottesdienst. Vormittags 9 30 Uhr: Pfarrer Schlosser. Vormittags 11 Uhr: Kinderkirche für die Matthäns gemeinbe. Pfarrer Schloffer. Abends 6 Uhr: Pfarrassistent Vogt. Abends 8 Uhr im Konfirmandensaal Kirchstraße 9: Vereinigung der tonfirmierten männlichen Jugend der Matthäusgemeinde. In der Johanneskirche. Vormittags 9.30 Uhr: Pfarrer Dr. Naumann. Vormittags 11 Uhr: Kindergottesdienst für die Johannesgemeinde. Pfarrer Dr. Naumann. Abends 6 Uhr: Siehe Stadtkirche. Mittwoch den 25. März, abends 6 Uhr 5. Passionsanbacht. Pfarrer Dr. Naumann. Batholische Gemeind.. Samstag, den 21. März. Nachmittags um 5 Uhr und abends um 8 Uhr: Gelegenheit zur heil. Beicht. Sonntag, den 22. März. 4. Fastensonntag. Vormittags von 6.30 Uhr an: Gelegenheit zur hl. Beicht. um 7 Ujr: Die erste heil. Messe, vor und in derselben Austeilung der heil. Kommunion. um 8 Uhr: Die zweite hl. Messe. " " " um 9.30 Uhr: Hochamt mit Predigt. Nachmittags um 2.30 Uhr: Christenlehre; darauf Andacht. Weittwoch Abend um 6 Uhr: Fastenandacht. Methodistengemeinde, Asterweg 16. Sonntag, den 22. März, abends 8 Uhr: Predigt. Eingesandt. Der Gummibaum im Café Amend. Die gestern gebrachte scherzhaft abgefaßte Notiz hat den beabsichtigten Erfolg gehabt. Die Gemüter haben ihren Stoff zur gegenseitigen Aussprache erhalten, jest fann die Blütenlese nun beginnen. Morgen mehr. Gruß. Drud und Verlag der Gießener Verlagsdruceret, für die Redaktion verantwortlich: Albin Klein, Gießen. 45010 32 98 204[ 400] 94[ 400] 406 579[ 400] 633 788 99 921 79 88 46052[ 400] 184 227[ 1000] 357 411 15 36 41[ 400] 533 72 97 663 889[ 1000] 47126 41 99 515 626[ 400] 817 21 56 961[ 400] 48024 281 [ 2000] 96 340[ 1000] 50[ 1000] 461 517[ 1000] 625 73[ 3000] 98[ 400] 800 40 82 913 49200 60 481 544 675 874 921[ 400] 33] 50119 373 408 589 651 51205 430[ 400] 43[ 400] 584 717 81 906 66 52373 424[ 2000] 548 78 604 799 878 53065 91 107 64 253 364 440 87 584 809 931 42 84 54050 74 85[ 2000] 98 481 630 33[ 400] 746[ 1000] 52[ 400] 872[ 2000] 78 973 55020 39[ 1000] 99 242 63 302 90 866 98 56016 30 44 169 73 354 72 412 77 517 93 747 984[ 400] 57089 96 112 235 412 43 91 568 785[ 400] 931 58044[ 400] 112 19 262 310 628 706 842 901 42[ 400] 59070 85 169 274 75 353 548 692[ 400] 798 864 60018 145 61[ 1000] 362 82[ 1000] 498[ 1000] 712 28[ 400] 43[ 400] 67 961[ 400] 61072 143 230 51 335 406 37 591 634 92 723 37 86[ 1000] 818 930 49[ 400] 62047 266 85 99 507 633 803 74 979 63212 46 306 978 64006 29 41 47 93 284 415[ 2000] 658 91 65006 18 81 95 219 98[ 1000] 342[ 3000] 61 507 653 56 63 725 [ 400] 93 954 66356 86 491[ 400] 688[ 3000] 741 855 67197[ 400] 229 315 422[ 400] 73 75[ 400] 605 66 732 66 887 68020 106 304 931 69113 95 424 75 684 838 87 924 70226[ 1000] 444 669[ 400] 789 836 988 71199[ 400] 345[ 2000] 95 411[ 10000] 84[ 400] 613[ 5000] 873[ 400] 978 72068 162 85 91 234 99 478[ 1000] 99[ 400] 513[ 1000] 73 73252[ 1000] 60[ 400] 317 401 670 707 65[ 400] 920 74040 136[ 400] 246 354 55 86 457 768 802 [ 400] 29 78 997 75028 66 193 324[ 400] 666 730 72 933[ 1000] 76044[ 400] 268 73[ 400] 318 80 507 12 78 634 94[ 400] 781 77125 207 96[ 400] 358 529 60 63 671[ 400] 769 862 78023[ 400] 86 109 227 307 43 544[ 1000] 52 722 90 958 79086 150 228 36 633 823 33 80026 76[ 400] 90 137 243 508 80 655[ 2000] 728 841 71 908 81146[ 400] 454 779 979 82120[ 1000] 47 80 243 60 452[ 400] 704 829 79[ 1000] 942 97 83044 45 72[ 400] 97 309 87 532 57 697 711 15 22 27 42 68 80 952 63[ 400] 84108 97[ 1000] 252 340 409 524 44 58 690 704 85175 285 321 46 68[ 400] 426 99 749 816 86282 326 640 54 82 91 739[ 400] 975 87013 273 309 481[ 400] 513 60 653 732 829 88152 [ 400] 72[ 1000] 361 408 22 28[ 400] 68 528 608[ 400] 754 89006 12 1000] 71[ 400] 176 215 563 605 979 90388[ 400] 457 652[ 400] 82 95 700 857 979[ 1000] 91295[ 3000] 888 455 648[ 3000 734 866[ 1000] 92137 314 434 47 657 859 974 80 93092 420 530 83 858 98[ 1000] 94199[ 400] 281 331 41 81 526 30 758 814[ 1000] 908 99[ 1000] 95008 369 90[ 400] 412 570 89 97 861[ 1000] 64 919 28 96335 [ 400] 404 536 84 808 954 83[ 400] 85 97220 490 505[ 3000] 608 774 [ 400] 984 98075 98 195 219 304 657[ 400] 83 773 801 21[ 400] 928 09009 123[ 400] 316 408 966 68 Richard Buchacker, Glessen. Neuen Bäue 11, ftaatl. tonz. Kollekteur der Hessisch- Thüringischen( Mitteldeutschen) Staats- Lotterie. Cigarren- Geschäft. Prima Aepfelwein im Zapf. Schüßenhaus. Für Bäcker! Brotpreis Formulare hält stets am Lager die Expedition. An- und Verkauf von gebrautten Möbeln. Betten, Bleidern, Wäsche, Qesen und Herden, Gold und Silbersachen, Antiquitäten, Metallen, Eisen, Lumpen und nochen, Einsowie Uebernahme gauzer richtungen. Louis Rothenberger Ww. Gesunden fräftigen Lehrling sucht Christian Weeg, Schuhmachermftr ,, Neueneg, Beste Gelegenheit für gründliche Ausbildung. Logis zu vermieten, 2 b: 8 3 Zimmer, Küche. Anteil am Garten. Schiffenbergerthal 63. Geflügelhof M. Becker, Weidenau- Sleg beste u. bill. Bezugsquelle für Zucht- und Legehühner etc. Städtisches Schlachthaus. Ochsenfleisch 56 Pfg. Heute u. morgen Amtliche Bekanntmachungen. Bekanntmachung, das Ersatzgeschäft pro 1903 betreffend. Die Musterung und Loeziehung der Militärpflichtigen des Kreises Gießen für das Jahr 1903 findet an den nachbenannten Tagen statt und zwar: 1. Zu Grünberg im Gasthaus zum Rappen. Dienstag den 7. April, vormittags von 9 Uhr an: Musterung der Militärpflichtigen der Gemeinden Allertshausen, Beltershain, Climbach, Geilshausen, Göbelnrod, Grünberg, Harbach, Kesselbach, Lauter, Lindenstruth, Londorf und Lumda: Mittwoch den 8. April, vormittags von 9% Uhr an: derjenigen der Gemeinden Odenhausen, Quedborn, Reinhardshain, Rüddingshausen, Saasen, Stangenrod, Stockhausen, Weichartshain und Weitershain. Hieran anschließend: Losziehung. II. Zu Lich im Rathaussaale. Mittwoch den 15. April, vormittags von 91 Uhr an: Musterung der Militärpflichtigen der Gemeinden Albach, Bellersheim, Bettenhausen, Birklar, Dorf- Gill, Eberstadt, Ettingshausen, Garbenteich, Grüningen, Hausen und Hungen; Donnerstag den 16. April, vormittags von 94 Uhr an: derjenigen der Gemeinden Holzheim, Inheiden, Langd, LangGöns und Langedorf; Freitag den 17. April, vormittags von 9 Uhr an: derjenigen der Gemeinden Leihgestern, Lich, Münster, Muschenheim, Nieder- Bessingen, Nonnenroth, Obbornhofen, OberBessingen, Ober- Hörgern und Rabertshausen; Samstag, den 18. April, vormittags von 94 Uhr an: derjenigen der Gemeinden Rodheim, Röthges, Steinbach, Steinheim, Trais- Sorloff, Utphe, Villingen und Wagenborn: Montag 20. April, vormittags von 9 Uhr an: Losziehung. III. Zn Gießen in der Restauration Orpheum", Schanzenstraße 18. Dienstag den 21. April, vormittags von 8 Uhr an: Musterung der Militärpflichtigen der Gemeinden Allendorf an der Lahn, Allendorf a. d. Lda., Alten- Buseck, Annerod, Berdrod, Beuern und Burkhardsfelden: Mittwoch den 22. April, vormittags von 8 Uhr an: derjenigen der Gemeinden Daubringen, Großen- Buseck, Großen Linden, Hattenrod, Heuchelheim und Mainzlar; Donnerstag den 23. April, vormittags von 8 Uhr an: Die Großh. Bürgermeistereien der Landgemeinden des Kreises werden brauftragt, vorstehende Bekanntmachung sofort und sodann drei mal in Zwischenpausen von zwei Tagen ortsüblich bekannt machen zu lassen. Gießen, am 16. März 1903. Großherzogliches Kreisamt Gießen. Dr. Breidert. Vergebung von Bauarbeiten ze. Zur Erbauung eines Ueberwinterungshauses in dem Botanischen Garten der Landesuniversität Gießen werden hierdurch nachstehende Arbeiten und Lieferungen, erstere einschl. zugehörigem Material, unter Hinweis auf den Ministerialerlaß vom 16. Juni 1893 zur Vergebung auf dem Submissionsweg ausgeschrieben, nämlich: 1) Erd- und Maurerarbeiten, 2) Steinhauerarbeiten in Lungstein( Basaltlava) ca. 60 cbm, 3) Steinhauerarbeiten in Sandstein oder Kalkstein ca. 26 cbm, 4) Schieferdeckerarbeiten, 5) Herstellung von Eisen kontruktionen( Tragstützen, Tragbalken und Dachkonstruktion), 6) Trägerlieferung. Kleinverkauf unserer Gaskoks von 1 bis 5 Zentner eingerichtet, nämlich bei den Herren: Bachenheimer u. Schaumberger, Marburgerstr. 22 Andreas Euler, Steinstraße 11. Joh. Fischer, Alicestraße 19, H. Hof, Bahnhofstraße 34 Gebr. Kahl, Frankfurterstraße 151, Ed. Klinkel, Bahnhofstraße 10, Emil Lot, Kirchenplatz 9, Emil Pistor Nachfolger, Marktstraße 10, Georg Schäfer, Licherstraße 2, Auguft Strud, Bismarckstraße 6, Georg Unverzagt, Kaplansgasse 5, Diefe Firmen berechnen obenstehende Preise unserer Gaskoks iamt Anfuhr wie das Gaswert und verabfolgen dieselben auch in Mengen unter 5 Zentnern. Die Preise unserer Gascoks für die Abnehmer außerhalb der Gemarkung Gieken ermäßigen sich um den Betrag der Oftroirüdver: gütung von 4 Pfennig für den Zentner. Gießen, den 31. Dezember 1902. Städtisches Gas- und Wasserwerk Gießen. Otto Bergen. Gesangbücher Die Ausführungsbedingungen, Zeichnungen und Arbeitsbeschreibungen liegen in unserem Amtslokal zur Einsicht offen, und fönnen lettere, mit Vordruck zu dem bezüglichen Angebots- Vermerk versehen, daselbst zum in großer Auswahl em: fiehlt Selbstkostenpreis in Empfang genommen werden. für Konfirmanden Angebote sind bis zum 2. April 1. Js. vormittags Marktstraße 2. 11 Uhr, bersiegelt und mit entsprechender Aufschrift portofrei an uns abzugeben. Zuschlagsfrist 10 Tage." Gießen, den 17. März 1903. Großh. Hochbauamt Gießen. Reuling. Zwei Radler fahren auf der Chaussee, Dem einen bricht das Rad- o weh Der andere fährt heiter Auf seinem Sturmvogel" weiter! Sturmvogel ist leicht, hochelegant, unzerbrechlich und doch billig. Man verlange unsere Preisliste. derjenigen der Gemeinden Klein- Linden, Lollar, Oppenrod, Deutsche Fahrradwerke„ Sturm vogel" Reistirchen, Rödgen und Ruttershausen; Freitag den 24, April, vormittags von 8 Uhr an: derjenigen der Stadt Gießen, Jahrgang 1901 Samstag den 25. April, vormittags von 8 Uhr an: derjenigen der Stadt Gießen, Jahrgang 1902; Montag den 27. April, vormittags von 8 Uhr an: derjenigen der Stadt Gießen vom Buchstaben A- S des jüngsten Jahrgangs( 1903); Dienstag den 28. April, vormittags von 8 Uhr an: derjenigen der Stadt Gießen vom Buchstaben T- Z des jüngsten Jahrgangs der Stadt Gießen, der Gemeinden Staufenberg, Treis a. d. Lda., Trohe und Wieseck; Mittwoch den 29. April, vormittags von 9 Uhr an: Losziehung. Im Anschluß an das Ersatz- Geschäft findet Dienstag den 7. April im Gasthaus" Bum Rappen" zu Grünberg, Samstag den 18. April im Rathaus zu Lich, Dienstag den 28. April in der Restauration Orpheum", Schanzenstraße 18, zu Gießen, die Klassifizierung der Mannschaften der Reserve, der LandBerlin- Haleusee 103. Nähmaschinen. tote 25 Ratten! Jch bezeuge Jhnen gern, daß Jhr fabrikat Es hat gefchnappt bei meinen Kunden große Unerkennung findet, da die Wirksamkeit Stefes Rattenmittels eine sehr gute t Ein nicht genannt fein wollender Kunde, der in meiner Filiale ein Padet à m. 1.- faufte, hat damit ca. 25 Batten getötet. Ludwig Breanis, Drogerie zum roten Kreuz. E „ Es hat geschnappt" ist nur für Nagetiere töblich, sonst ganz unschädlich. Ein Verfuch und man ist überzeugt! Ueberall à 50 Pfg. und 1 Ml. zu haben. Die Wirkung ist wunderbar. In Gießen in den Drogerien von Adolf Biele W. Kilbinger, Gustav Walter. Wilhelm Klee. Für Weinbezug! Unter aller Garantie naturreine, flaschenreife Weisswelne, per Liter oder Flasche von 60 Pfg. an, Rotwein( echter Ingelheimer) Lit. od. ,,,, 100, versendet in Gebinden von 25 Liter 12 Flaschen an " und Kisten von P.Chr. 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Es haben daher diejenigen Reservisten und Landwehrmänner ersten und zweiten Aufgebots, sowie die Ersatz- Reservisten, welche im Falle einer Einberufung auf Zurückstellung wegen häuslicher Verhältnisse einen Anspruch machen zu lönnen glauben, an den bezeichneten Tagen, morgens 11 ühr, zu erscheinen und ihre Gesuche zu begründen. Gießen, den 11. März 1903. Der Zivil- Vorsitzende der Ersatz- Kommission des Kreises Gießen. Dr. Heinrich 8. Betanntmachung. Betr. Die Heichelheimsche Stiftung. Aus obiger Stiftung sind am 19. Juni d. Js. die halbjährigen Zinsen mit 525 Mt. an eine in Gießen wohnhafte, würdige und bedürftige israelitische Familie oder Person zu vergeben. Anmeldungen werden bis 15. April auf dem Armenamt, Neuen Bäue 43 entgegens genommen. Gießen, den 11. März 1903. Der Oberbürgermeister. Mecum. Bekanntmachung. Betr. Die Ausführung des Gesetzes über den Urkundenstempel vom 12. August 1899. Diejenigen Befizer von Fahrrädern, Automobilen, Luxuswagen, Luxusreitpferden, Verkaufs- und Wagautomaten, automatischen Kraftmessern, öffentlich aufgestellten Klavieren oder sonstigen Musikwerken, welche die Abgabe für das Jahr 1903 noch nicht entrichtet haben, werden hiermit wiederholt zur Entrichtung der Abgabe ohne Kosten bis spä testens Ende März d. Js. erinnert. Auch fönnen bis zu diesem Termine Fahrräder unter Rücklieferung der Radfahrplatte und Karte noch abgemeldet werden. Wir bemerken noch hierbei, daß Grammophone gleich den anderen Mnsifwerken der Stempelabgabe unterliegen. August Gabriel jr., Gießen. Massenfabrikation. Werke Abendstern. - Tuch- und Massgeschäft bon mit allem Zubehör zu verm. Bahnanschlüsse. Karl Lenz, Schneidermeister, Telephon Nr. 84. Frankfurterstraße 89 Speisekartoffeln Gaskoks. In der Stadtverordnet n- Versammlung vom 22. d. Mts. wur- befte ansgelesene magnum de beschlossen, die am 10 April d. J. festgefeßten Preise bis auf bonum hat preiswert abzugeben weiteres beizubehalten, mit der einzigen Ausnahme, daß der Preis für Nukkoks, Größe Nr. 2, um 5 Pfennig für den Gentner herabgesetzt wird. sodaß die Nußkoks Nr. 1 und 2 fezt gleichen Preis haben. Die Kokspreise stellen sich hiernach wie folgt: Stück- Boks 1,10 Mr. Für den Zentner ab Verkaufsstelle: uß- Boks, ausschließlich trocken gelagert in 2 verschiede nen Korngrößen für Stubenheizung und für weite und enge Ofenschächte passend zerkleinert: Größe r. 1, etwas größer als durchschnittliche Korngröße des Anthracit, gangbarste Sorte Größe Nr. 2, fleiner als durchschnittliche Korngröße des Anthracit. In Wagenladungen von mindestens 36 Zentnern: Stückkoks Juskoks Nr. 1 1,25 Mr. 1,25 Mr. 1,05 Mr. 1,20 Mr. 1,20 Mr. Bei Entnahme von mindestens 200 Zentnern: Stückkoks 1,00 Mr. Jukkoks Nr. 1 Bußkoks r. 2 1,15 Mr 1,15 Mr. Dukkoks Nr. 2 Für Koksabnehmer, welche zwei und mehr Doppel. waggons besichen, ermäßigt sich der Preis um weitere 5 Pfg. pro Centner. Für Anfuhr an das Haus werden 5 Pfennig für den Zentner NB. Sofern das Verbringen der Rots- bis zu 6 Zentnern - auf die betr. Lagerplätze( Keller, Stall 2c.) mit keinem außergewöhnlichen Zeitaufwand verbunden ist, geschieht dies ohne besondere Vergütung. berechnet. Im Gaswerk findet nur ein Verkauf von über 5 Gentner Kofe statt; dagegen bleibt bei folgenden biesigen Firmen der Peter Berg, Brandplah 14. Beide Stockwerke fönnen zusammen oder getrennt abgegeben werden. Näheres bei Nikolaus, Grünbergerstraße 36. Tüchtige Arbeiter wohnung an rubige Leute ver gesucht. Gebr Kahl, Gießen. 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