9298. Erstes Blatt. nementpreis: in Gießen, abgeholt monatlich 50- Bis., epius gebracht eo fg., burch die Poft bejogen viertel fahrlich M. 1.50. anabellagen: Oberheffische Familienzeitung( täglich) Babeffifche Beitschrift für Landwirtschaft, bft- und lanteban, fowle bie Gießener Geffenblasen( wöchentlich). Das Blatt erscheint an allen Wertingen nasitage. Samstag, den 19. Dezember 1903. Gießener 12. Jahrgang. Insertionspreid Die einvalge Bentelle fr Gießen wie ganz Oberbeffen, bie Kretse Weblar und Warburg 16 Pfp. foft 15 Bfg.: Reflumen bie Betitsette 30 reis. 40 Big. Boftzeitungsliste Sto. 3009. Rebaltion und Expedition: Gießen Neuenweg 38. Ferrisrehaufhin Mr. 308. Neueste Nachrichten ( Siefener Tageblatt) Anabhängige Tageszeitung ( Siefener Beldang für Oberheffen und die Kreise Marburg und Wetlar; Lokalanzeiger für Gießen und Umgebung Enthält alle amtlichen Bekanntmachungen der Großh. Bürgermeisterei Gießen und anderer Behörden von Oberheffen. friede auf Erden. [ Politische Wochenschan.] Als zu Anfang dieser Woche der Präsident Graf Ballestrem die Mitglieder des Reichstags mit einem HerzFilochen Abschiedsgruße in die Heimat entließ, da warf nach dem heftigen Meinungskampfe der Parteien das nahende Beihnachtsfest, der Tag der Liebe und Versöhnung, bereits for men werklärenden Schimmer über das Haus. Friede auf Crden! Das war die Stimmung, in der die Reichsboten, hub enn frie auch eben ihre Klingen noch gefreuzt hatten, ausexander gingen. So wenig vermag sich das Gemütsleben Mes Menschen den wechselnden Stimmungen der Zeiten zu esitziehen, daß jeder kirchliche Festtag dem öffentlichen Leben förmlich seinen Stempel aufdrückt. Gegen diese These sprechen scheinbar die heftigen Kämpfe, The augenblicklich noch in der Industriestadt Crimrmitsch a u zwischen dem Unternehmertum und der Arbeiterhaft ausgefochten werden. In die schrillen Dissonanzen Besamufes aber flingen doch auch weichere Akkorde hinein und es ist gewiß keine heuchlerische Effekthascherei, wenn aus Eleiden Kampfreihen der Wunsch laut wird, das Weihnachtsfeit möge die Versöhnung bringen, auf daß den Familien und Kindern der fämpfenden Parteien der Weihnachtsbaum iin hellerem Glanze strahle. Einstweilen allerdings herrscht rod deer Krieg, fein fröhlicher Krieg. In Massenversammmgen bringen die Arbeiter ungezählte Summen für ihre Berufsgenossen auf; aber auch die Arbeitgeber beteiligen ich an der Aufsammlung der Kriegsfonds ihrer Standesgenossen. So sind die Fabrikanten in der Mark Brandenurg in Kottbus zusammengetreten und haben beschlossen, Zuschüsse zu dem Fond der Crimmitschauer Fabrikanten und var in Höhe von 2 Prozent ihrer Wochenlöhne zu leisten. Eto dieser unverkennbaren Sympathie ist für die Arbeiterchaft die Gefahr, die durch die Fortdauer des Ausstandes titeben fann, nicht unbedeutend, und sie wird auch durch ie Arbeiterpresse neuerdings vollauf gewürdigt. In Crimrütschen werden vorzugsweise Eskimos, Velourstoffe, Chepriots, Rammgarn und Vigogneartikel fabriziert, denen sich mehr auch in verstärktem Maße nicht bloß die inländische, ondern auch die ausländische Konkurrenz zuwendet.. Beide Eile, aber haben ein gemeinsames Interesse daran, das Ertarter des Auslandes zu verhüten und hier bietet sich vieleicht der neutrale Boden, auf dem die Parteien zu einer Berständigung kommen. Auf welcher Seite man auch stehen rig. man wird von ganzem Herzen wünschen, daß die Weihzachts glocken auch in Crimmitschau zum Frieden läuten. Diesem wirtschaftlichen Kampfe steht in Deutschland kein inlich gearteter politischer Zwist an der Seite. Die Reichsbotert sind an ihren heimischen Herd zurückgekehrt und währiend dieser Zeit herrscht erfahrungsgemäß Gottesfriede auf eutscher Erde. In der Presse schweigt ebenfalls die Kriegsmom pete und wir finden darin vorzugsweise Vorschauen über die künftige preußische Parlamentsperiode. Noch immer ist das Orafel tätig, um vor allem Das mutmaßliche Schicksal der bevorstehenden Kanalvorlage fennzeichnen. Allein was auch immer gesagt werden mag, es sind Vermutungen und Kombinationen. Wir wissen zus authentischster Quelle, daß die Behörden über den Inmalt und die Tendenz des kommenden Entwurfs das pein ifte Stillschweigen beobachten. So wird auch im Lande Tor dem Weihnachtsfest der Friede gesichert. All so friedloser aber sind augenblicklich die Verhältnisse Desterreich- Ungarn. Es scheint, daß dem greifen Monarchen dieses Landes, dem Kaiser Franz Josef, Fine ruhigen Tage mehr beschieden sein sollen. Zwar hai siah persönlich bemüht, bei den Führern der tschechischen struktion die Einsicht und das Verständnis für die VerGerblichkeit der Parlamentsstörungen zu erwecken, aber er ut fie dadurch nur noch verstockter gemacht. Die gesamte thechische Presse erklärt jezt einstimmig, daß sie weder Den Ausgleich, noch die Heeresforderungen bewilligen werde mind auch die Italiener find unbotmäßiger als vorher. Diese mere Berflüftung würde entschieden auch die Stellung Lesterreichs im Konzert der Mächte herunterdrücken, wenn nicht eine geschickte Diplomatie die Geschäfte der Monarchie führen würde. Ihr allein und dem friedlichen Sinne des Matiers ist es zu verdanken, daß der österreichische Einfluß im Verein mit Rußland in der Balkanpolitik den Sinn pruch des Weihnachtsfestes zur Geltung bringt: Friede auf Erdeen! Es scheint, daß auch die Türkei allmählich ein Verstönidnis für die wohlmeinenden Absichten der beiden Kaisermächte erlangt hat. Dadurch, daß diese gewissermaßen als Bevollmächtigte des europäischen Areopags auftreten, ist die bernmirrende Mitberatung weniger wohlmeinender Staaten ausgeschlossen. Ein Erfordernis für das Gelingen des Frie den sterfes aber ist es auch, daß die Hohe Pforte unweigerlich die Bedingungen der Aktionsmöchte erfüllt und deren Gintfluß bei der Durchführung der Reformen in Mazedonien ulet. Die fräftige Sprache, die in der österreichischen Thrronrede gegen Bulgarien geführt wurde, muß für die Divolomaten am goldenen Horn geradezu den Beweis für die freundschaftlich aufrichtige Gesinnung der beiden Kaisermächte enthalten. Immerhin aber sind durch die Balkanwvirren und ihr Zusammentreffen mit dem russisch- japanischen Meinungsaustausch, die englischen Staatsmänner wieder in der Berfolgung ihrer Sonderinteressen gestärkt worden. Während Rußland vom Norden her durch Besetzung der Mand schurei seinen Einfluß auf China sichert, betreibt England auf der entgegengesetzten Seite durch seinen Einmarsch in Tibet den gleichen Zweck und unterstützt dadurch Japan in seiner Auseinandersetzung mit Rußland. Zwar tauchen von Zeit zu Zeit, namentlich aus englischen Preßbureaus, alarmierende Nachrichten über einen kritischen Verlauf der Verhandlungen zu Tokio auf. Indessen bürgt auf der einen Seite die Friedensliebe des Zaren und auf der anderen Seite die relative Schwäche Japans trotz aller scheinbaren Kriegslust für die Fortdauer des Friedens. Zudem hat die Auflösung des japanischen Parlaments den Einfluß der Kriegspartei ganz wesentlich abgeschwächt und die Sachlage für einen friedlichen Abschluß geklärt. So werden auch, das hoffen wir, im fernen Osten bald ruhigere Verhältnisse eintreten, so daß auch die gesamte Weltlage unter dem Symbol des Weihnachtsfestes steht: friede auf Erden! Im Zeichen des Streiks. Crimmitschau, 17. Dezember. Es ist eine traurige publizistische Pflicht, die ich heute auf Ihren Wunsch zu erfüllen habe: die Lage in unserer schwer heimgesuchten Stadt und die Ursachen des großen Streiks zu schildern, der Crimmitschau in so betrübender Weise zum Mittelpunkt des allgemeinen Interesses in Deutschland gemacht hat und dessen Ende noch immer nicht abzusehen ist. Während durch die weiten Lande ringsum der Weihnachtsengel leiſen Schrittes geht und die Mienen von Klein und Groß schon im Vorschimmer der Festesfreude glänzen, breitet über unsere Stadt Frau Sorge ihre grauen Fittiche und läßt keine weihnachtliche Stimmung aufkommen. In den Straßen klingt der taftmäßige Schritt der Gendarmeriepatrouillen, auf die die feiernden Arbeiter, die in müßigen Gruppen untherſchlendern, feindselige Blicke mersen. Daß wir vor dem Schlimmsten, blutigen Zusammenstößen mit der bewaffneten Macht, bisher behütet gewesen sind, ist dem ruhigen, gesitteten Geist zu danken, durch den sich unsere Arbeiterschaft von jeher auszeichnete. Wenn dieser aber im ungezwungenen Müßiggang und durch zielbewußte demagogische Heßereien untergraben werden sollte, was dann? Eine friedliche Beilegung scheint nach allem, was man aus Fabrikanten- und Arbeiterkreisen hört, vorderhand so gut wie ausgeschlossen. Beide Parteien bestehen auf ihrem chein. Bei beiden heißt es:„ Biegen oder brechen!" Wie es so weit kommen konnte? Dem Nichteingeweihten ist das noch heute ,. nachdem 17 bange Wochen seit Beginn der Aussperrung verflossen sind, ein Rätsel. Die Lage der hicsigen Arbeiterschaft galt als durchaus zufriedenstellend. In den 39 Budslinfabriten, 16 Vigognespinnereien und 6 Färbereien, die mit ihren Nebenbetrieben die blühende Industrie der 23 000 Einwohner zählenden Stadt darstellen, waren 6829 Arbeiter beschäftigt, davon 5160 über 21 Jahren. Der Verdienst ist, bei verhältnismäßig leicht zu erlernender und auszuführender Arbeit, auskömmlich. Es erhalten wöchentlich: Jugendliche Leute beiderlei Geschlechts, von 14 Jahren an, 9 bis 12 Mark; Weber im Afford 19 bis 27 Mart; Weberinnen 15 bis 20 Mark: Weberei Hilfsarbeiter 14 bis 20 Mart; Spinner im Akkord 20 bis 30 Mart; Spinnerei- Hilfsarbeiter 14 bis 18 Mark. Wenn daher in einer fünf bis sechsköpfigen Familie drei oder vier Minglieder arbeiten, etwa Vater, Mutter und eine Tochter und die Töchter der Arbeiter tun dies regelmäßig, weil sie den guten Erwerb in der Fabrik der Verding ing als Dienstboten vorziehen so stellt sich das Eintonimen einer solchen Familie mit Leichtigkeit auf 3000 bis 4000 Mark. Nach Versicherungen eines Gewerbeinspektors sind auch Jahresverdienste von 4000 bis 5000 Mark nichts seltenes. Die Lebensmittel sind billig. Woher mit einemmale die Unzufriedenheit, die als Ursache des Streits naturgemäß vorhanden sein mußte? Der Anlaß ist nicht auf dem Gebiet der erhöhten Lohnforderung zu suchen, wie der Fernerstehende wohl bei gefärbten Berichten über das sprichwörtliche Weberelend" annehmen könnte, das hier in Crimmitschau seine Stätte noch niemals gefunden hat. Die hiesige Arbeiterschaft will nicht mehr Verdienst, sondern kürzere Arbeitszeit, und zwar stellte sie nach einem von langer Hand im Stillen von den sozial demokratischen Ausschüssen vorbereiteten Plane plöglich an die Arbeitergeber die Forderung des striften Zehnstundentages. Bergebens wurde von der Gegenseite darauf hin gewiesen, daß hier an und für sich schon nur 10% bis höch ftene 10 Stunden gearbeitet wurde; daß die gesamte Ronkurrenz 11 Stunden arbeite und bei billigeren Röhnen, so daß man wirtschaftlichen Katastrophen entgegen gehen würde; vergebens wurde gebeten, wenigstens abzuivarten, ob die Reichsregierung nicht eine gesetzliche Regelung wenigstens der Arbeitszeit für Frauen vornehmen werde: Ohne Säu men wurde in den Streit eingetreten. Man wollte feine Verständigung. Alles oder nichts war die Losung. Die Trimmitschauer Arbeiter waren das Kanonenfutter, das für die sozialdemokratische Forderung des deutschen Zehnstundentages ins Feuer geführt wurde. Und schwer hat diese Avantgarde bluten müssen. Von den fast 7000 Arbeitern feiern zur Zeit weit über 5000 und der Lohnausfall beträgt schon fast 2 Millionen Mark. Auch die opferwilligsten Anstrengungen der sozialdemokra tischen Arbeiterschaft in ganz Deutschland können diese Sum men ihren Crimmitschauer Genossen nicht ersetzen. Und der hinkende Bote kommt hinterdrein. Der Stillstand unserer Fabriken bedeutet jetzt schon einen Verlust von etwa 18 Millionen für die Arbeitgeber, unter dem naturgemäß die ganze Industrie und damit am Ende auch wieder die Ar beiterschaft leiden muß. Und fast noch schlimmer ist der Verlust wichtiger Erportbeziehungen. Die Einfäufer haben notgedrungen unserer Stadt den Rücken fehren müssen. Ein Hotelbesitzer hat in den letzten Wochen durch den Ausfall des einst so lebhaften Geschäftsreisendenverkehrs 3000 Mari Einbuße erlitten. Das sind Argumente, die jeden über zeugen müßten, der sehen und hören will. Aber die Leiter des Ausstandes verschließen ihre Ohren und Augen herme tisch. Gott besser's! Die Politik. A Mit den Vorarbeiter e Neuregelung der Bestimmungen über die Sonntagsarbeit in der Induſtrie ist der Reichstag beschäftigt. Der Bundesrat hat im Wege der Verordnung hierüber Vorschriften zu erlassen. Die bisherigen Anordnungen auf Grund des§ 105 d der Gewerbeordnung beruhen auf der Bekanntmachung vom 5. Jebruar 1895. Die jetzt eingeleitete Revision nimmt eine weitere Einschränkung der Sonntagsarbeit im Gewerbebetriebe in Aussicht. Zu dem am 1. Januar 1904 in Kraft tretenden Gesetze betr. Kinderarbeit in gewerblichen Betrieben hat der Bundesrat jetzt Ausführungs- und Uebergangsbestimmungen erlassen, aus denen wir folgendes mitteilen: Entgegen den Vorschriften des Gesetzes gestattet der Bundesrat für die nächsten beiden Jahre noch die Beschäftigung von eigenen Kindern über acht Jahre im Gewerbebetriebe der Eltern. Diese Erlaubnis soll sich jedoch lediglich auf die am 1. Januar 1904 bereits über acht Jahre alten Kinder erstrecken. Sobald die Parlamentsferien beginnen, tritt an Stelle der Information die politische Legende. Die neuste behauptet, Graf Posadowsky sei amtsmüde. Aber nicht arbeitsmüde, denn an der Berliner Börse wird behauptet, der Staatssekretär des Innern sei als Nachfolger des Herrn b. Hansemann in der Leitung der Diskontogesellschaft genannt. Das temperamentvolle Auftreten des Grafen Posadowsky in der letzten Etatsdebatte des Reichstags macht diese Kombinationen wenig wahrscheinlich. Für das am 1. Januar ins Leben tretende Laboratorium für Zölle und Steuern, das wahrscheinlich den Namen Zolltechnisches Seminar erhalten wird, sind jetzt die ersten Lehrkräfte bestellt worden. Die Anstalt soll dazu dienen, Steuer- und Zollbeamte über die zollamtliche Behandlung der verschiedenen Waren genauer zu informieren, als es bisher der Fall war. Der neue Zolltarif mit seiner weitgehenden Spezialisierung der einzelnen Warengattungen macht eine solche Unterweisung erforderlich. Zum Leiter der Anstalt, die auf dem Packhofe zu Berlin errichtet wird, ist ein in der Praris stehender Zollbeamter, Oberrevisor Hinkeldey in Frankfurt am Main ernannt, zu seinem Stellvertreter der Oberkontrolleur Fuerle in Breslau. Diese beiden Herren stehen mitten in der Braris, haben aber beide eine abgeschlossene akademische Vorbildung als Chemiker bezw. Physiker genossen. Als dritte Lehrkraft ist Dr. Sasserath bestellt, der bisher Assistent bei dem Gerichts- und Handelschemiker Dr. Jejerich in Berlin war. O Englische Meldungen aus Südafrika wissen von einer Schlappe zu berichten, die die Bondelzwarts einer Abteilung der deutschen Sajastruppe beigebracht haben sollen. Danach hätten die Bondel zwarts ein deutsches Komunando von 23 Mann ob deutsche Soldaten oder Bastards, läßt die Meldung ungewis- nach einem Gefecht über die englische Grenze gedrängt. Der Kommandant der deutschen Subteilung, Leutnant Bottlin, und ein Unteroffizier feien schwer verwundet, von Kopstadt seien Aerzte zu ihrer Pflege abgereist. Bei der Unzuverlässigkeit der englischen Berichterstattung, namentlich da, wo Deutschland in Frage kommt, braucht man diese Meldung einstweilen nicht allzu tragisch zu nemen. Italien. Um einen Fall gemeiner Erpressung scheint es sich bei dem Prozeß zu handeln, den der italienisch- amerikanische Journalist padoni gegen den General des Jesuitenordens, Pater Martin, angestrengt hat. Vor einigen Monaten fürchtete man in vatikanischen Kreisen, die amerikanischen Katholiken würden unter der Führung des Kardinals Ireland sich von der allgemeinen Bapsttirdie losen Betten Donnerten aus den fahredend Stabi fich ber Das quenten zu finden, damit ihm sein Recht geschehen fann. aur Eyre unserer Reichsstadt mir bebilflich fein, den Oberbogt; befehlt nur, Delinfing lag auf dem Kanapee in dem niederen Stübchen Mutter Friß öffnete die Tür Eine Minute noch und der Flücht Gehen anfpornend. Endlich war das Häuschen erreicht, unter ihrer Laft teuchenden Träger zu immer schleunigerem Die her, rajcher," Flebte sulta in ihrer Todesangst, die sollen wir tunen wir, Herr Die haben ihm weggeholfen. Die Fremden beaufsichtigen, die hier in der Stadt find, was Birger. geblieben. cast herumgehen können, Denn du denn nicht gleich auf der Bahn it in R Schritte getan, damit er nachgesandt wird?" die auriict. nötigen Konnte ich denn das in dem Kostüm?" frug er brummend Ich mußte ſehen, möglichst unbemerkt zur Droschke nicht zum Schaden noch den Spott zu erdagegen. 6ugelgu Und In schmunzelnd trabt er davon. ist, und a aus der Vogelperspektive. Gattin, das ihm im Bett natürlich doppelt lang erisien en fich Berlinteht den Tränen nabe am Fenster und be ihrem Zimmer angelangt, findet fie Serrn schon in allen Zuständen ob des langen Fortbleiner Mit einem lösen und eine selbständige amerikanisch- katholische Stirche mit Ireland an der Spitze bilden. Daß das verhütet wurde, rechnet sich Herr Spadoni als Verdienst an. Er will sich an den Jesuitengeneral gewandt haben, um von diesem die Mittel zur Begründung eines Wochenblattes zu erhalten, das die Trennung der Amerikaner von der römischen Stirche bekämpfte und allwöchentlich in vielen Tausenden von Eremplaren nach Amerika versandt wurde. Pater Martin habe ihm diese finanzielle Unterstützung zugesagt, sie nachher aber nicht gezahlt. Infolge dessen, so erklärte Spadoni, müsse er den Jesuitengeneral verklagen. Das hat er denn auch getan, das Streitobjekt sind alles in allein etwa 50 000 Lire. Am Freitag stand in dieser Sache Termin vor dem römischen Zivilgericht an. Pater Martin erklärte, alles, was Spadoni behauptet, sei erlogen; nur einmal habe er Spadoni empfangen und damals ihm erklärt, daß der Vatikan von Spadonis Preßplänen nichts wissen wolle. Nach dieser Aussage des Jesuitengenerals ist der Prozeß denn auch vertagt worden; Spadoni erklärte, er wolle Zeugen für die Richtigkeit seiner Behauptung stellen. Wie er das machen will, ist, da auch nach seiner Angabe seine Unterredungen mit Pater Martin unter vier Augen stattfanden, unklar. Jedenfalls handelt es sich um einen unsauberen Erpressungsversuch. Russland. O Sergej Julitsch Witte wittert Morgenluft in Rußland. Der ehrgeizige, energische Staatsmann glaubt den Augenblick gekommen, wo er dem Manne, der ihn aus seiner allmächtigen Finanzministerstellung verdrängt, Herrn b. Plehwe, seinerseits ein Vein stellen kann. Herr Witte meiß, daß der Einfluß der Zarin- Mutter und der Zarin auf Nikolaus II. in letzter Zeit wieder zugenommen hat. Er weiß, daß beide Fürstinnen entschiedene Gegnerinnen der Blehweschen Politik der Unterdrückung Finlands sind, und er benutzt diese Strömung am Hofe, um sich den beiden Fürstinnen in empfehlende Erinnerung zu bringen. In einem dänischen Blatt bekanntlich weilt die Zarin- Mutter zur Zeit am Kopenhagener Hofe erklärt Herr Witte, er sei von Anbeginn an ein Gegner der Plehweschen Politik gegen Finland gewesen und habe sie auf's schärfste widerraten. Witte verteidigt die Finen gegen alle die Vorwürfe vider ihre Loyalität, die Plehwe zur Begründung seiner Unterjochungspolitik angeführt hatte. Zum Schluß warnt er auf's neue eindringlich, die Plchwesche Politik in Finland sortzusetzen. Zweifelsohne will Herr Witte mit diesem Borstoß gegen Plehwe nicht nur dessen Rücktritt herbeiführen, sondern auch selbst wieder zu seiner alten MachtStellung zurück gelangen. Ob ihm das gelingen wird, werden die nächsten Wochen lehren. Unwahrscheinlich ist's nicht. Balkan- Staaten. Neue Verdächtigungen werden on türkischer Seite gegen Bulgarien erhoben. Die Türken wellen im Kreise Kostur in Mazedonien einen Komitatschi festgenommen haben, der Pläne von Mazedonien und verschiedene andere Papiere, die ihm von den Führern anvertraut waren und die er in Sicherheit bringen sollte, bei sich trug. Die Pläne sollen im bulgarischen Generalstab ausgearbeitet sein, die Papiere ebenfalls für angesehene Politiker Buljariens sehr kompromittierend sein. Ganz ohne tatsächlichen Hintergrund scheint die Sache nicht zu sein.- Uebrigens macht sich neuerdings auch in Serbien ein stärkeres Interesse für die Mazedonier bemerklich, das sich in offener Begün tigung der mazedonischen Bestrebungen ausdrückt. Treiben 9 kapitale Hirsche und 27 grobe Sauen. Nach der Jagd begab sich der Kaiser zu den Regimentsjubiläen nach Hannover. ** Die Verlobung des Großherzogs von Mecklenburg- Schwerin mit der Prinzessin Meyandra von Kumberland wird heute offiziell bekannt gegeben werden. Der Großherzog ist bereits in Gmunden eingetrossen. Nab und fern. Zur hundertjährigen Jubelseier der Schlesischen Gesellschaft für vaterländische Kultur in Breslau überbrachte der preußische Stultusminister Dr. Studt die Glückwünsche des Kaisers und teilte mit, dieser habe der Gesellschaft zum Bau eines eigenen Hauses 30 000 Mark aus dem allerhöchsten Dispositionsfonds bewilligt. Der Serbenkönig will wenigstens den Versuch machen, den Forderungen der Großmächte wegen einer Sühne des Königsmordes einigermaßen nachzukommen. Dazu, die Königsmörder dem Gericht auszuliefern, glaubt er sich nicht entschließen zu dürfen; er fürchtet in diesem Fall das Schicksal seines Borgängers zu teilen. Dagegen will er die Königsmörder, soweit es ihm möglich ist, vom Hofe entfernen. Weder Verschwörer, noch Gegenverschwörer, sondern farblose, unpolitische Mitglieder des Offizierkorps werden fortan zum Hofdienste herangezogen werden. Da durch glaubt König Peter es den Diplomaten zu ermög lichen, bei Hoffestlichkeiten zu erscheinen. Ob die Mächte mit dieser halben Maßregel einverstanden sein werden, ist sehr die Frage. Althannoversche Ebrentage. Hannover, 19. Dezember. Ueber die Zustände in der Prager St. Wenzel- Vorschußkasse werden von österreichischen Zeitungen nachträglich Dinge berichtet, die jeder Beschreibung spotten. In der Pfandleihanstalt wurden Juwelen vorgefunden, aus welchen die echten Steine herausgebrochen und durch falsche ersetzt waren. In der Wohnung des Vorstehers Drozd, der bekanntlich schon gleich bei den ersten Nachrichten von seinen Beruntreuungen vom päpstlichen Stuhl seiner Würde als Monsignore entkleidet worden ist, wurde im Schreibtische in einem Zigarrenfistchen unter alten Spitzen und Zigarrenabschnitten eine große Anzahl von 100 Kronen- und 50 Kronen- Banknoten vorgefunden. Der behördlichen Kommission kamen zwei Bücher zu Gesicht, in welchen Hundertfronennoten eingelegt waren, die offenbar als Lesezeichen benützt wurden. † Eisenbahnunfall. Der Schnellzug von Warschau nach Merandrowo, der Schlafwagen Warschau- Berlin mit sich führt, ist nachts bei Wloclawek mit einem Güterzuge zusammengestoßen. Mehrere Personen sollen ums Leben gekommen sein. In unseren Straßen herrscht seit heute mittag schon das regste festliche Treiben. Von Nah und Fern sind alte und innge Hannoveraner eingetroffen, um die Jubelfeier unserer drei Regimenter mitzubegehen: Das Füsilierregiment Prinz Albrecht, das Königs Ulanenregiment und das Feldartillerieregiment von Scharnhorst feiern als Träger der Ueberlieferungen der früheren königlich Hannoverschen Truppenteile ihr 100jähriges Stiftungsfest. Die früheren Offiziere und Angehörigen der alten hannoverschen Regimenter, mit denen die neuen Formationen zusammenhängen, sind zu dem Ehrentage geladen worden, und wie der Augenschein lehrt, gerne der Ladung gefolgt. Da sind die alten Krieger vom hannoverschen Garde- Regiment, die hannoverschen Garde- du- Corps und die ehemaligen Angehörigen der hannoverschen Artilleriebrigade. Sie besiegelu die Waffenbrüderschaft mit den alten Offizieren und Angehörigen der drei Regimenter, sowie den aktiven. Ueberall Begrüßungsfeiern und Empfänge. In den Flammen umgekommen. In einer Kunstmühle zu Bruckmühl brach ein Feuer aus, das so schnell und verheerend um sich griff, daß ein Buchhalter und ein Müllerbursche sich nicht mehr flüchten konnten und elend in den Flammen umfamen. Ein ähnlicher Fall wird aus dem französischen Dorfe Blonay bei Lorient gemeldet. Im La ben eines dortigen Kaufmanns explodierte ein Petroleumfaß. Das dadurch verursachte Feuer griff so schnell um sich, daß der Kaufmann, dessen Frau und zwei Kinder verbrannten. soll nach einer Vorlage, die das Ministerium des der Zweiten Kammer zugehen ließ, dahin geändert daß das Aushängen und Ausstellen von Waren d Kauf- und Handelsleute und sonstigen Gewerbet an Sonn- und Festtagen nur während der für dem. gottesdienst bestimmten Zeit untersagt ist. Aktuelle Kinder. Der kleine Fritz hat zum ersten Male eine gehörige Tracht Prügel hinten hinauf bekommen. Schmerzlich berührt ruft er nach der Prozedur aus:„ Also du bist auch Sadist, Papa?" Lokales. Gießen, 19. Dezember 1903. worten Tores unverf berurt zu en Führu abgefel fchließ Sara Κάμπιδες Ettin Jahr δας erwiefe ein V froßer Hütekinder im Vogelsberg. Auf bill frage der Abgg. Hauck und Gen. in der zweiten der Stände an die Regierung, hat die lettere dah wortet, daß in einzelnen Preisen alle Kinder zu verwendet werden, die eigenen und die fremden. Dienstleistungen bestehen darin, daß sie in der guten J zeit das Vieh hüten, während des ganzen Jahres und bei dem Füttern des Viehs, dem Misten der sind bei den Feldarbeiten, daß sie die Hausfrau bi Hansarbeiten unterstützen und die kleinen Kinder bea tigen. Während der Sommerzeit sind die Kinder ang strengt und neigen in der Schule zu Schlaf. laubungen seitens der Schule treten auch im Somm ein. Der harte Boden, Mangel an Arbeitsicäften us furze Sommer zwingen die Landwirtschaft zur Heran aller Kräfte. Das Verdingen der Kinder erachten wir ind meinen weniger bedenklich, als das Hütewesen üb dessen Nachteile in Hinsicht auf die Morale unverl sind. Wir würden es mit Freuden begrüßen, wenn bas Verdingen vollständig verschwinden fönnte; auriti ist es für viele vermietete Kinder ein wahrer Segen, sie den Verhältnissen des Elternhauses entrissen Derartige Dinge muß man von Fall zu Fall beurt es kommt ganz darauf an, woher die Kinder stammen, wohin sie fommen. Es ist richtig, daß sie der Familie fremdet werden; doch gibt es auch Fälle, wo solche die Kinder eine Wohltat ift. Ein generelles Verbot Verdingens würde nicht segensreich wirken; Auswüchler ( allzugroßer Ausnüßung, übermäßiger Anstrengun mährung einer Der Großherzog empfing am 18. Dez. eine Deputation der Ersten Kammer der Stände, bestehend aus dem 1. Präsidenten Grafen zu Schlitz genannt von Görß, Grafen zu Erbach- Fürstenau, Grafen zu Solms- Laubach, Prinzen zu Stolberg- Roßla, Wirkt. Geheimrat Dr. Gold. mann, Wirkl. Geheimrat Dr. 2 Knorr und Geheimen Kommerzienrat Lauteren, welche aus Anlaß des Ablebens Ihrer Großherzoglichen Hoheit der Prinzessin Elisabeth eine Beileidsadresse überreichte. Der Großherzog empfing vorher den Grafen zu Erbach- Erbach, später den Prinzen Franz Josef von Battenberg und den Erbprinzen zu Ysen burg und Büdingen. Die Stadt hat ein reiches Prunkgewand angelegt, um all die Braven würdig zu bewillkommen. Noch aber fehlt der oberste Kriegsherr, dessen Anwesenheit dem Jeste die Weihe geben soll. Der Kaiser wird erst gegen 11 Uhr abends von den Jagden in der Göhrde erwartet. Morgen ist dann der große Tag, an dem er über seine alten und jungen Krieger auf dem Waterloovlatze die Parade ab nehmen wird, an der insgesamt 370 Offiziere und 5114 Mann außer den feiernden Regimentern teilnehmen werden. Aus dem Marstalle des Kaisers trafen 14 Reitpferde, acht Wagenpferde und vier Equipagen ein, desgleichen aus dem Marstalle des Prinzen Albrecht zwei Reitpferde, sechs Wagenpferde und drei Equipagen. Mit der Parade wetteifern an Anziehungskraft für das Publikum die großen Reiterfeste, die teilweise schon stattgefunden haben, teilweise aber erst bevorstehen. Mit ihnen wechseln Bälle und Festessen in bunter Reihe ab. Hof und Gesellschaft. Der Kaiser nahm an der gestrigen Hofingd in der Göhrde vormittags und nachmittags teil. Er schoß in einem - ** Das Großh. Regierungsblatt enthält eine Verordnung, den Vollzug des Gesetzes, betreffend Kinderarbeit in gewerblichen Betrieben, vom 30. März 1903 betreffend. ** Die Anlagen- Musik findet am Sonntag Mittag 11,30 Uhr in Gießen in den Südanlagen mit nachstehendem Brogramm statt. 1. Ouvert. Hans Sachs von Lorging. 2. Touristen Quadrille von Krauße. 3. Paraphrase über das Lied:„ Ein Vöglein sang im Lindenbaum" von Eberle. 4. Erinnerung an Tannhäuser. Fantasie von Hamm. nur ungenügenden Ruhezeit) soll Strenge entgegengetreten werden. Für die Arbit M Lehrers bildet das Verdingen der Kinder eine bebent Erschwerung; infolge der angeftrengten förperlichen Ar neigen die meisten im Unterricht zu Schlaf, Zeit zu hä lichen Arbeiten für die Schule steht ihnen taum zur Be fügung, und der ständige Wechsel der Schule- mar wechseln noch öfter als einmal im Jahr den Wohnortist für ihre geistige Ausbildung nur von Nachteil." Com die Verwendung von schulpflichtigen Kindern zum Viebi Nachteile bedingt, liegt der Brund hierfür in der im Boge berg üblichen Art der Viehhaltung überhaupt und nament in der rückständigen Wirtschaftsform der Einzelhut, die o in der Ausübung durch Erwachsene der Beseitigung be Den hierauf gerichteten Bemühungen einzelner Landni und der Behörden nachzuhelfen, sind entsprechend erwie Vorschriften in dem Entwurf eines Feldstrafgesetzes beftim nicht minder lassen die im Rahmen des Generalful planes für den oberen Vogelsberg beabsichtigten Maßug zur Ueberführung der Hutweideflächen in besseren Kulta zustand eine Einschränkung der zur Weide dienenden Flü und damit auch der Mißstände der Einzelhut erwarten § Klein Linden, 18. Dez. Unser Turnverein fei am 2. Weihnachtsabend ein Winterfest bei Besche und Theatervorführung. * Stadttheater Gießen. Als 9. Dienstagsabonnementsvorstellung geht am 22. Dezember Paul von Schönthans liebenswürdiges Lustspiel die berühmte Frau" zum letztenmal in Szene. Die bisherigen Erfolge der internationalen Nachtasyl- Tournee sind allen Zeitungsberichten zufolge derartig großartig, daß dem Gießener Auftreten des Ensembles mit größter Spannung entgegengesehen werden darf. Im neuen Jahre wird die Truppe eine große Tourne durch Holland, England und Rußland antreten, von wo glänzende Anerbietungen vorliegen. Die Vorstellung findet in Gießen am 23. Dezember und zwar außer Abonnement statt. * ** Vortrag. Auf Veranlassung des OrtsgewerbeVerein- Grünberg wird Herr Oberbergrat Prof. Dr. Chelius am Sonntag Nachmittag im„ Hirsch" einen Vortrag über das zeitgemäße Thema:" Der Boden und die Lage Grünbergs und die hessischen Kur- und Badeorte", halten. Der Zutritt ist jedem gestattet. Der hessische Landeslehrerverein umfaßt gegenwärtig 2833 Mitglieder, 2610 Lehrer, 85 Lehre rinnen und 138 Personen anderer Berufszweige. Der katholische Lehrerverein im Großherzogtum Hessen zählt 1000 Mitglieder, und war 500 Lehrer, 177 Lehrerinnen, 223 Geistliche und 100 aus anderen Berufsklassen. Beiden Vereinen gehören gleichzeitig etwa 65 katholische Lehrer an. + Krofdorf. 18. Dez. Die Gemeindejagden bond berg, Wißmar und Garbenheim sollen anfangs J öffentlich verpachtet werden und liegen die nähern dingungen auf der hiesigen Bürgermeisterei zur S offen. Bürge gericht fich be welche befara Maure der To ftande Schad Gefän Aum 9 bezw. 8imm berg Mensc befom Verfül Zum Schne Bettel Arbeits Stan = Aus dem Kreise Wetzlar, 18. Dez. Nadh Jahresversammlung des Viehversicherungsvereins des Stück Rindvieh und 9488 Schweine versichert und Wetzlar waren im laufenden Berichtsjahre 419 Pferde für Schadenfälle bezahlt für Pferdeversicherung 3186 65 für Rindviehversicherung 9399,86 Mt. und für Sch versicherung 6511,22 Mt. Aus diesem kurzen Beri date zur Genüge zu ersehen, daß der Kreisviehversicherung in seinen bedeutenden Leistungen eine vorzügliche Woh einrichtung für die Viehbesißer unseres Kreises ist. Ruppertenrod. Das Grund- und Berggrundbu Gemeinde gilt vom 10. Juni 1904 als angelegt. [:] Quedborn. Die hiesige Sparkasse ist im Dez an jedem Tag geöffnet. Die Bahnsteig sperre soll nun auch an der Oberhessischen Bahnlinie eingeführt werden; auf der Station Rödges wird bereits das Bahn- Perro mit einer Umzäumung versehen. Seit November werden in Gießen und mehreren anderen Stationen die mit der Bahnsteigsperre schon versehen sind Bahnbeamte von den oberhessischen Stationen im„ Knipsen" ausgebildet. ** Offenhalten der Schaufenster. Der Artikel 227 Abs. 1 des hessischen Polizeistrafgesetzes, der das Offenhalten der Schaufenster an Sonn- und Feiertagen verbot, Reiskirchen, 19. Dez. Herr Lehrer Richar ist vom 1. Januar 1904 an der evangelischen Schk Dillendorf, Kreis Simmern, einstweilig angestellt wo Saasen, 19. Dez. Gestern verunglückte im B roder Walde beim Holzfällen einer der Holzfäller. gefällter Baum fiel derart auf ihn, daß er erheblich legungen davontrug und an seinem Aufkommen gez wird. Butzbach, 18. Dez. Der gestrige Weihnachts hatte sich feines besonderen Zuspruchs zu erfreuen fofteten Ferfel 20 bis 30 Mt. und Sprenger 45 bis 10 das Paar. = Biedenkopf, 18. Dez. Großes Interesse unsere Biedenköpfer Landsleute in Amerika der Errid des Kreiskriegerdenkmals in hiesiger Stadt entgegengeb So gingen in diesen Tagen aus Baltimore bei dem Ko zu Händen unseres Bürgermeisters 1000 Mark ein. feierliche Grundsteinlegung erfolgte bereits am So 1. Nov. d. Js. in Gegenwart vieler Krieger und geb Soldaten uns res Kreises, der städtischen Behörden vieler Freunde aus Nah und Fern. ( Amöneburg, 17. Dez. Heute hielt Herr Land Schent zu Schweinsberg in der hiesigen Feldmark größere Treibjagd ab. Es wurden 123 Hasen Strecke gebracht. Aus dem Gerichtssaal. @traffammer. Gießen 19. Dezember 1908 Der Gefangenwärter Adam Debus von Lau hat sich wegen fahrlässiger Gefangenenbefreiung zu wald Teleg Anna Fried 15. Eisent Bleb furt a Ve findet Son in statt gütige und Vorit Rend Dr. i. P. Mul amte Reimer A VI ORIG der Er Alle gi Das nilles beque wie di Bezug Jahren päcko einlag Pfg. sowie in ve Packu In a ten e lange und b Hear Or Gener as Minifterion he, babin g ellen von B fonitigen Be pährend der f erfagt ift. ogelsberg. er. in der hat die ligtere en alle finder und die frem daß fie in der g des ganzen Ja hs, dem Mister Fie die Hau Die feinen Rin rzeit sind die Schule u eten auch im el an Arbeits dwirtschaft u Rinder eradi das Hüteme uf die Morale reuden begrüße hwinden fönnte der ein wahrn Elternhauses on Fall zu F ber die Kinder tig, daß sie da auch Fälle, Ein generell eich wirken; rmäßiger Anf genden Rube den. Für di der Kinder ein eftrengten förpa ht zu Schlaf, steht ihnen to chfel der Sch im Jahr den nur von Nad tigen Kindern ind hierfür in de ung überhaupt form der Einz fene der Befeit hungen einzeln sind entsprec nes Feldftrafge Rahmen des erg beabsichtigte flächen in bef zur Weide die der Einzelbut Unser Turn Winterfest bei ie Gemeindejagda im sollen anfand d liegen die ni Bürgermeisterei Blar, 18. De N icherungsvereins bet ichtsjahre 419 i Deine versichert beberficherung 3 6 Mt. und f diesem kurzer Kreisviehverfi eine vorzüglid nferes Areife - und Bergg 1904 als ang Spartaffe ift in Herr Lehrer er evangelifden weilig angeftell ern verunglüdte iner der Hol n, daß er erh nem Aufkommen geftrige Weib spruchs zu erf Sprenger 4587 Broßes Inter Amerita der G er Stadt entgegr Baltimore bei dem 1000 Mart te bereits am ler Arieger und tädtischen Befic eute hielt Herr hiefigen Feldma urden 123 Sol chistaal er. 19. Dezember Debus von enbefreiung morten. Debus hat instruktionswidrig den Schlüssel des Lores zum Haftlotal stecken gelassen, sodaß es dem in einer unverschloffenen Belle befindlichen, zu einem Jahr Gefängnis verurteilten Agenten Josef Schreiber, ermöglicht wurde But entfliehen. Mit Rücksicht auf die seitherige gute Führung des Angeklagten wird von einer Freiheitsstrafe abgesehen und auf 60 Mt. Geldstrafe erkannt. Hieranschließend wird über die Berufung des Agenten Josef Schreiber von Frankfurt a. M., welcher wegen verläumberischer Beleidigung des Bürgermeisters Keil von Ettingshausen vom Laubacher Schöffengericht zu einem Wahr Gefängnis verurteil worden war, verhandelt. Wie das Schöffengericht nimmt auch die Straffammer als erwiesen an, daß die Regine Kaufmann, welche mit Schreiber ein Verhältnis hat, einen von Beleidigungen gemeinster Art frozenden Brief, dessen geistiger Urheber Schreiber ift, an Bürgermeister Keil geschrieben hat. Sie wurde vom Schöffengericht dafür mit 6 Wochen Gefängnis bedacht und beruhigte sich bei dem Urteil, während Schreiber Berufung verfolgte, welcher heute stattgegeben und das Strafmaß auf die Hälfte beeschränkt wird. Drei Burschen vor Vilbel, der Maurer Friedrich Engel, der Knecht Andreas Müller und der Taglöhner Martin Appel haben in angetrunkenem Zufande eine Brücke beschädigt, sodaß der Gemeinde ein Schaden von 50 Mt. erwuchs, wofür sie je einen Monat Befängnis erhalten. Unter der Anklage des Diebstahls num Nachteil eines Manufakturwarenhändlers zu Gießen bezw. wegen Hehlerei haben sich der Tapezier Friedrich Bimmermann und der Kaufmannslehrling Adolf Ise ne berg zu verantworten. Zimmermann, welcher einen jungen Menschen auf die Bahn des Verbrechens geführt hat, bekommt 8 Monate und 4 Tage Gefängnis, während der Werführte mit einem gerichtlichen Verweis davonfommt. Zum Schlusse verwirft das Gericht die Berufung des Schneiders Heinrich Luhn von Barmen, welcher wegen Betteln zu 14 Tagen Haft und Überweisung an das Mrbeitshaus verurteilt war. Eheschließungen. Am 16. Dez. Großh. Oberlehrer Phil. Joh. Albrecht Rullmann in Laubach und Karoline Adelheid Elise Emilie Hedwig Bock in Nidda. Geborene. - Am 5. Dez. Karoline Emma Minna Auguste, T. d. Taglöhners Karl Appel. 7. Dez. Otto Hans, S. d. Buchbinders Wilh. Keiner. 10. Dez. Nelly Maria Luise Katharina, T. d. Feldwebels Karl Jentsch. Heinrich Georg Valentin, S. d. Restaurateurs Herm. Otto. 12. Dez. Ladwig, S. d. Tagelöhners Hrch. Wilh. Frank. 13. Dez. Eine T. d. Lehrers an der höheren Mädchenschule Hrch. Sames. Ein S. d. Oberpostassistenten Wilhelm Rinzenbach. Ein S. d. Hilfswagenmeister Wilh. Bender. Eine T. d. Stationsassistenten Adolf Höcher. Dez. Hermann Gotthilf, S. d. Fabrikanteu Emil Horft. 15. Dez. Ein S. d. Schmied Theod. Stein. Gestorbene. - - 14. - fleisch gesalzen per Pfund 0.80 Bfg., Kalbfleisch per Pfd. 70-76 5.50-6.00 m., Awiebeln ver St. m. 4.50-5.00, Aevfel per Pfg., Hammelfleisch per Pfd. 56-74 Bfg., Kartoffeln per 100 kilo Centner 16-20 Mr. Milch ver Liter 18 Vfg. Dauer der Marktjeit von 8 Uhr morgens bis 2 Uhr Nachmittags. Gegenstände des Wochenmarktverkehre dürfen vor Beginn der Marktzeit überhaupt nicht, und während der ersten drei Stunden der Marktzeit im Umherziehen feilgeboten werden. Frankfurter Heu- und Strohmarkt, 18. Dez ( Amtliche Notierungen.) Heu per Zenter Mt. 3.10 bis 3.60, Stroh per Zentner Mr. 2.00-2.20. Verantwortlich: für den politischen und Inseratenteil: A blin Klein; für das Bokale, den„ Gerichts." und" Oeffentlichen Sprechiial": Fr. bpermann Ach wie ist's möglich denn, Daß ich dich lassen kann! Hab dich von Herzen lieb, Das glaube mir! Seit du gedient mir treu, Jit meine Wasch wie neu;„ Eureka" du allein Machst alles rein! ( ,, Eureka" bestes Waschmittel! 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Wegen der Nähe des TIEF'S tann Aufklären Standesamt- Nachrichten der Stadt Gießen. nicht eintreten. Aufgebotene. -- Am 8. Dez. Sergeant Paul Ferdinand Willy Springwald dahier und Karoline Lein in Darmstadt. 10. Dez. Telegraphenmechaniker Heinrich Ferd. Schüß dahier und Anna Marie Haupt in Kassel. 14. Dez. Weichensteller Friedr. Karl May und Auguste Werner, beide dahier. 5. Dez. Mineralwasserhändler Jost Schneider und Elisab. Eisenhut, b. dah. 18. Dez. Bigarrenfabrikant Ernst Bleß dahier und Antonie Klara Johanne Schiller in Frankfurt a. M. - Ball- Seiden reizende Neuheiten in weiß, schwarz und farbig in allen Preislagen. Versandt in jedem Maß porto- und zollfrei. Muster bei Angabe des Gewünschten franto. Briefporto nach der Schweiz 20 Ps. Seidenstoff- Fabrik- Union Adolf Grieder& Cie. Zürich G. 22 Kg!. Iloflieferanten ( Schweiz). - Samstag und Sonntag fälters, trübes Frostwetter, windig, höchstens etwas Schnee. Marktberichte. Gießes, 19. Dezbr. 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Flur VII, Nr. 57 Bächter Herr Langsdorf). = 1537 qm( seither. 10) Acker an der Frankfurterstraße( neben der neuen Veterinäranstalt), Flur VIII, Nr. 23/10 u. 388/10= 3274 qm( seith. Pächter Herr Bernhardt). 11) Acker unter dem Wieseckerweg. Flur XXI, Nr. 26 = 4606 qm( feither. Pächter Herr Kiz, bezw. Herr Preiß). 12) Acer in der Lichtenau, rechts der Main- Weserbahn, Flur XXII, Nr. 165= 3030 qm( seith. Pächter Herr Weller). 13) Acker daselbst, links der Bahn. Flur XXVII, Nr. 64= 1121 qm( seith. Pächter Herr Simon). 14) Acker auf dem Sand( zwischen Lahn und Bahndam), Flur XXVIII Nr. 21= 459 qm( seither. Pächter Herr Nolte). 15. Acker, die Leimenfaut( unweit Feldschlößchen). Flur Wilhelm Amend, Gießen. Unsere Poliklinik für Zahn-, Mund- und Kieferkrankheiten, mit eigenem Instrumentarium und von der Privatpraxis vollständig getrennt, steht unter Leitung eines Assistenten und ist Wochentags von 1-3 Uhr unentgeltlich geöffnet. Metallsärrge und Särge jeder Artstets am Lager. 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