00000 ller. Gießen und urenobierten Abhaltung lichkeiten. Schäfer. en. 00000 orch ießen. bds. 8 Uhr 言 tellung. Nr. 220. Zweites Blatt. Abonnementspreis: in Gießen, abgeholt monatlich 50 fg., in's Haus gebracht 60 Pfg., durch die Post bezopen viertels fährlich Mr. 1.50. Gratisbeilagen: Oberheffische Familienzeitung( täglich) Oberbeffische Beitschrift für Landwirtschaft, Obst- und Gartenbau, sowie die Gießener Seifenblasen( wöchen.lich). Das Blatt erscheint an allen Werttagen nachmitage. Samstag, den 19. September 1903. Gießener 12. Jahrgang. Jasertionsprei& Die einfpaltige Petitzeile für Gießen wie ganz Oberhessen, die Kreise Wezlar und Marburg 10 Pfg. fonit 15 Vfg.; Reklamen die Petitzeile 30 resp. 40 Pfg. Postzeitungsliste No. 3269. Rebaktion und Expedition: Gießen Neuenweg 28. Fernsprechanschluß Nr. 362. Neueste Nachrichten ( Gießener Tageblatt) Anabhängige Tageszeitung ( Gießener Zeitung) für Oberheffen und die Kreise Marburg und Wetlar; Lokalanzeiger für Gießen und Umgebung. Enthält alle amtlichen Bekanntmachungen der Großh. Bürgermeisterei Gießen und anderer Behörden von Oberhessen. Die Pläne Jacques' I. Auch Narren haben ihre Schicksale. Wäre die Selbsternennung Jacques Lebaudys zum„ Kaiser der Sahara" in einer ereignisreichen Zeit erfolgt, man würde den Kauz in den Blättern wahrscheinlich nur mit einigen Zeilen abgetan haben. Der Narr war aber schlau genug, seine Tätigkeit in einer Jahreszeit zu beginnen, in der ganz und gar nichts en Annoncen los" ist. Und so lauschen denn die Völker auf jeden Flintenknall in Mazedonien und jedes Wort des Beherrschers der Sahara. ampfziegelei, Giessen Der neue Monarch" ist, wie belgische Blätter melden, im Haag angekommen. Der Pariser Figaro" dagegen läßt bekanntlich den Beherrscher der Wüste, von einem„ Ordonnanzoffizier" begleitet, von Hamburg über Basel nach Gens fahren. Von dort werde sich Herr Lebaudy nach Glion bei Montreux begeben und sich hier am Ufer des schönen Alpensees niederlassen, um die Vorbereitungen der Besiedelung der westlichen Sahara zu Ende zu führen. Der sich als Vertrauter des Monarchen" bezeichnen de Spaßvogel, der dem Boulevardblatte diese„ Hofnachrichten" mitteilt, weiß nanschlüsse, and fehr lustig von den Einzelheiten des Kolonisationsplans seines Gebieters zu plaudern. Der Kaiser, so erzählt er on Nr. 84. mit komischem Ernst, hat bereits Beamte in Paris und der Provinz ernannt, die 500 bretonische und korsische Bauernfamilien für die Urbarmachung des neuen Reiches anwerben sollen. Außer hohen Löhnen verspricht Seine Saharische Majestät jedem Kolonisten eine Lebensversicherungspolice über 5000 Francs, der Frau und jedem über drei Jahre alten Kinde solche über 1500 und 500 Francs. Ein englisches Schiff soll gemietet werden, das eine Unmenge landwirtschaftlicher Maschinen( hoffentlich werden die Regenmaschinen nicht vergessen), zerlegbarer Häuser, die Birmingham liefert, mitsamt den Kolonisten nach der marokkanischen Südküste befördern wird. An Ort und Stelle angekommen, erhält jede Familie ein Haus mit zwei Zimmern und Zelluloidfenstern. Der Kaiser läßt für sich einen Palast aus Strohlehm bauen mit innerem Hof und Terrassen nach arabischer Art. Am 1. Januar 1904 soll die Gründung des Reichs durch öffentliche Feste gefeiert werden. Der Kaiser, an der Spitze von 100 Grenadieren in leuchtenden Uniformen, verläßt seinen Palast, verkündet seinem Volk seinen Willen und läßt sich von den versammelten Untertanen den Treuschwur wiederholen, den die einzelnen schon in Europa vor den Werbeagenten leisten mußten. Dann beginnt ein Leben fleißiger Arbeit, die den Handel und Ackerbau der Sahara auf eine erstaunliche Höhe bringen wird. ud) ein Amtsblatt wird in Troja, der Hauptstadt, erdeinen. Vier Sekretäre mit dem Titel Vizekönig teilen sich in die Geschäfte; ihre Ressorts sind Handel und Gewerbe, Finanzen, öffentliche Arbeiten, Transportwesen. Alljährlich will man neue Anwerbungen in Ländern französischer Zunge bornehmen, um neue Kulturzentren zu schaffen: Lebaudyville, Mayville, Sucreville u. s. w. Vom Jahre 1914 ab sollen die männlichen Untertanen alle Tage zu einer 40 tägigen militärischen Uebung herangezogen werden. Die so geschaffene Miliz ersetzt allmählich das Grenadierkorps, das der Monarch aussterben läßt. Die Bahnlinie durch die Sahara nach Timbuktu, wodurch der Durchgangshandel von Marokko, Algerien und Tunesien abgelenkt werden soll, wird 1905 Ausländer bedürfen einer Aufenthaltserlaubnis, die der Kaiser selbst ausstellt. Die ersten M133074 M 180507 aropmann jr. Theim- Robe chie Arbeit s' Pendelwasch ,, Leichtwäscher ran und unstreitig di rauch leichtgehendst maschine der Welt, m Wirklichkeit Kinde en arbeiten können empfiehlt thal, Giessen bigstrasse. eriere: enkoblen Nr. begonnen werden. edekohlen Mr. III nd auf Lager. menrod. Ruppert Materialien Cementwares Jonplatten. ch Völzing B- Felba Brima toffel Salatfartofid lligften Tages fichlt . Hankel ofgaffe- Gießen ffee Ich gebrannt in br eiten Quali aten 00-180 Big pfiehlt at Stuhl 23, Gießen MAGGI'S SUPPEN MARKE KREUZSTERN Kolonisten werden am nächsten 15. November von Ham burg nach Troja abgehen. Soweit der ungenannte Spaßmacher im„ Figaro", der damit jedenfalls seine Befähigung zur Uebernahme der ver. antwortlichen Leitung einer noch fehlenden Tageszeitung der Hauptstadt des neuen Reichs erwiesen hat. An den Aufenthalt Lebaudys in Deutschland werden übrigens allerhand abenteuerliche Gerüchte geknüpft: er wollte Unterstützung für seine Pläne hier suchen u. s. w. Jedenfalls ist er erleichterten Herzens von Hamburg abgefahren, er hatte 5000 Francs ouf einem Tisch des Hotels achtlos liegen lassen und sie waren bald spurlos verschwunden. Lebaudy machte aber kein Aufhebenser fuhr mit 50 Kilometer Schnelligkeit davon... - Ledigenbeime. Eine Reform der Chambregarnie- Wohnungen. In Charlottenburg hat sich eine Gesellschaft m. b. H. gebildet, die für die bisher in Schlafstellen wohnenden ledigen Jünglinge und Männer- deren Zahl beträgt dort über 6000 eigene Heimstätten unter dem Namen „ Ledigenheim" erbauen will. Die Stadt Charlottenburg wird sich an dem Unternehmen in der Weise beteiligen, daß sie der Gesellschaft ein Grundstück schenkt oder gegen billigen Pachtzins in Erbbaupacht überläßt. Ob die neue Gründung auf angemessenen Zuspruch wird rechnen dürfen, steht vorläufig noch sehr in Frage. Bei den Schlafstellenbewohnern herrscht trotz der großen sanitären und pefuniären Vorteile, die ihnen die Ledigenheime bieten, das Vorurteil, daß sie in einer derartigen Anstalt, in der es doch ohne eine gewisse Hausordnung nicht abgehen kann, in ihrer persönlichen Freiheit beschränkt werden könnten. So ungerecht dies Vorurteil sein mag, so schwer wird es auszurotten sein. Mehr Erfolg, als in der Klasse der Schlafſtellenbewohner verspricht dagegen das System der " Redigenheime" in jener der Chambregarniſten. Es besteht kein Zweifel so wird uns über diesen Punkt von unserem O- Mitarbeiter geschrieben, daß einen der wichtigsten Teile der Wohnungsreform die Regelung der Chambregarnisten- Frage bildet. Gerade die Chambregarnisten erleichtern den Häuſerspekulanten die Mietpreissteigerungen. Sie ermöglichen es, daß sich die Wirtsleute eine größere Wohnung nehmen, und die Mietssteigerungen in der Hoffnung auf eine Rückversicherung bei den Chambregarnisten geduldig hinnehmen. Andererseits stören aber die Chambregarnisten auch die häusliche Behaglichkeit und sind nicht selten eine Gefahr für den Familienfrieden und das Familienglück. Wo sich aber keine persönlichen Beziehungen zwischen Mieter und Vermieter entwickeln, letzterer nur an Zimmereinrichtung und Arbeitsleistung notdürftig alles, wozu er verpflichtet ist, liefert, da findet gewöhnlich der Chambregarnist, wenn er einmal gezwungen ist, etwas darüber hinaus zu begehren, unfreundliche Gesichter, oder er muß doppelt zahlen. So mangelt es vielfach an einer wirklich wohltuenden Bequemlichkeit, und vor allem fehlt jede Möglichkeit, sich durch Pflege geistiger Genüsse irgend welche Annehmlichkeiten zu verschaffen. Um diesem Uebelstande abzuhelfen, haben einzelne Kreise in Deutschland das englische Klubhaussystem nachacahmt, das den Junggesellen, weil es an bebaalichem in Würfeln zu 10 Pfg. für 2 Teller ausgezeichneter Suppe. sind stets frisch zu haben bei Ludwig Loth, Wallthorstrasse 23. 0000000 Grosser MAGGI'S SUPPEN 2 Teller ERBS für 10 Pf Suppe 000000 Räumungs- Ausverkauf. Anfang Oktober berlege ich mein Uhren-, Gold- und Silberwarengeschäft nach Neustadt 19( Neubau) neben Herrn Metzgermeister Kreuder. Bis dahin verkaufe sämtliche Waren- Vorräte zu bedeutend herabgesetzten Preisen. D. Kaminka, Uhrmacher. 000000 Gießen.- Marktplay. 0000000 Bingen a. Rh. Rhein. Technikum für Maschinenbau und Elektrotechnik. Progr. frei. * Kohlen✰ von den beften Zechen, Bukkohlen, Anthracit, prima rheinische Briketts und Boks zu den billigsten Breisen. Prima Tannen- Brennholz pre Centner geschnitten M. 1.20 gehackt 無 W 1.80 19 Komfort das Höchstmaß enthält, die Hauslichteit erlegt. Aber für die mittleren Stände fehlt in deutschen Großstädten nahezu alles. Aus diesem Grunde ist neuerdings eine Bewegung im Gange, die sogenannte Ledigenheime ins Leben rufen wollen, eine Art modernen Klosterlebens auf der Grundlage des gesetzlichen ortsüblichen Mietsvertrags. Es sollen große Gebäude geschaffen werden, die Wohnzimmer und große Säle für gemeinsame Mahlzeiten, Spiel- und Musikzimmer, Salons, Bibliotheken enthalten und in Gartenanlagen nebst Kegelbahnen und Spielplätzen liegen. Auf diese Weise soll dem unſtäten Gesellen, der mit leichtem Gepäck durch die Großstädte zieht, ein Art Familienheim auf der Grundlage des geselligen Miteinanderlebens geschaffen werden ein Gedanke, der auch bom ökonomischen Standpunkte aus empfehlenswert ist, weil in der gemeinnützigen Förderung dieses Werkes zugleich ein Stück der ungesunden Häuserspekulation und Mietspolitik bekämpft wird. Der Landwirt. pf. Rationelle Gemüsekultur empfiehlt sich immer mehr für den sorgsamen Landwirt. Es ist eine unbestrittene Tatsache, daß mit der fortschreitenden Entwickelung des Gemüsebaues die Zunahme des Volkswohlstandes eng verbunden ist, indem der Gemüsebau die höchste Bodenrente abwirft. Die Rentabilität des Gemüsebaues liegt nun einesteils in einer intensiven Bodenkultur und anderenteils und vornehmlich in der richtigen Ausnutzung der frühesten und frühen Sorten. Selbst die Erzeugnisse warmer Gegenden des Auslandes vermögen nicht in ernstlichen Wettbewerb mit den frischen Erzeugnissen zu treten, zumal erstere feineswegs, wie viel fach angenommen wird, billiger sind; denn die hohen Ver packungs- und Frachtkosten, sowie Verluste und Schaden wäh rend der Reise verteuern die ausländische Ware ganz außer. ordentlich. So verlockend nun auch die eigentliche künstliche Zucht von Frühgemüse für den Landwirt sein mag, so wird er diese doch füglich der Gärtnerei überlassen müssen; denn einmal ist dieselbe nur möglich in eigens für diesen Zwed bestimmten und künstlich erwärmten Räumen, und dann erfordert sie ein erhebliches Maß an speziellen Kenntnissen, die man vom Landwirt nicht wohl verlangen noch voraus. setzen kann. Aber auch die in Verbindung mit der Landwirt. schaft betriebene Gemüsefultur wird, wenn sie mit Fleiß Sorgfalt und Umsicht sachgemäß betrieben wird und ihren Schwerpunkt besonders in die Frühgemüsekultur legt, hoh Erträge abwerfen und Jahren, wo Wein, Getreide und Hack. früchte weniger lohnend sich erweisen, dem Landwirt und Winzer über manche Schwierigkeiten hinweghelfen. cr. Russische Butter in Deutschland. In Rußland ist nun eifrig bemüht, den Buttererport des Landes, namentlich Sibiriens, zu heben. Zur Förderung der Butterindustrie speziell zur Prämiierung von Meiereien, Unterhaltung von Versuchs- Laboratorien, Heranziehung von Instruktoren 2c, sollen Beträge bis zu 160 000 Rubel vom Jahre 1904 a aus Reichsmitteln bewilligt werden. Betreffs des Exporti scheint es sich zunächst hauptsächlich um den Absatz nach Eng land und Dänemark zu handeln. Doch wird man auch dem deutschen Markte besondere Aufmerksamkeit zuwenden, we die russische Butter in den letzten Jahren mehr und meh Aufnahme gefunden hat; 1901 und 1902 führte Deutschlani für rund 15 Millionen Markt Butter aus Rußland ein. 10000 Mk. bar Geld für 1 Mk. zu haben. nur Ziehung garantiert 7. Oktober 1903 der Deutsch- Kolonialen- Lotterie 2328 Gewinne Mk. 40000 zusam.: Los 1 Mk., 11 L. 10 Mk.; Porto u. Liste 25 Pfg. empf. J. Stürmer, Lott.- General- Agent, Strassburg i. Els. und alle mit diesen Losen kenntlichen Verkaufsstellen. In Giessen bei: R. Buchacker; W. Semmler; Ph. Weiler. Restaurant zum Tannhäuser Frankfurterstr. 81. Gießen Frankfurterstr. 81. nächster Nähe der neuen Kliniken empfiehlt fedes Quantum fret ans Saus seine geräumigen Lokalitäten, nebst Gartenwirtliefert schaft zur gelegentlichsten Benutzung. And. Euler. Guten bürgerlichen Mittagstisch. Zum Ausschank kommt das berühmte Göbels- Bier. Selbstverschuldete Schwäche schönste Aussicht ins Lahnthal. Flaschenbier auf Bestellder Männer, Pollut. sämtl. Geschlechtskrankh. behand. sicher nach 30jähriger praft. Erfahrung. Mentze, Hamburg, Seilerste. 27. Auswärtige brieflich. ung frei ins Haus." Um gütigen Zuspruch ladet ein Georg Kraft, Wirt. Vermischtes. *[ Kaiser Wilhelm auf dem Volksfest in Karapancsa.] Wie uns aus Budapest berichtet wird, hat sich Kaiser Wilhelm auf dem am Tage vor seiner Abreise von der Erzherzogin Isabella beim Jagdschloß Karapancsa veranstalteten Volks fest föstlich amüsiert. Die Kußniczer Mädchen, die barfuß im Nationalkostüm erschienen waren, nahmen schon um 3/46 Uhr bei der Tököser Csárda Aufstellung. Um halb 10 Uhr abends begann das Fest. Die Jackeln wurden angebrannt und die Monostor- Szeger Tamburaschen begannen zu spielen. Anfangs sah die hohe Gesellschafi blos vom Balkon des Kastells dem Tanze der Bauernjugend zu, später kam aber der Kaiser mit der ganzen Gesellschaft vor das Kastell. Erzherzogin Isabella munterte die Mädchen auf, sie mögen die Herren zum Tanze bitten. Später legte Erzherzog Friedrich selbst seine Arme auf die Schultern zweier Bauernmädchen und tanzte eine Weile mit. Die Mädchen baten nun auch die fremden Herren von der Suite zum Tanze, und alsbald drehte sich, mit Ausnahme des Kaisers und der Erzherzogin Iſabella, Alles im lustigen Reigen. Der Kaiser trachtete die Tanzwendungen nachzuahmen, welch reizende Szene von einem Photographen festgehalten wurde. In lustiger Stimmung blieb der Kaiser mit der erzherzoglichen Familie bis halb 12 Uhr nachts unter den Tanzpaaren, die er reichlich beschenkte. Erzherzogin Iſabella ließ die Tänzer und Tänzerinnen reichlich bewirten. [ Der findige Stephansjünger.] Wo liegt Militaropolis? Diese verblüffende Frage hat vor kurzem ein findiger Berliner Postbeamter flott gelöst. Bei dem dortigen Hauptpostamt traf dieser Tage eine in Madison( Nordamerika) aufgegebene Postkarte ein, welche die Adresse trug: „ Herrn D., Priesterstraße 14. Militaropolis( Germany)." Ein Postbeamter fand bald heraus, daß der Name„ Militaropolis" wahrscheinlich dem waffenstarken Metz zukommen fönnte, und dirigierte die Karte nach dorthin. Mit einer Verspätung von nur wenigen Stunden ist denn auch die Sendung richtig in die Hände des Adressaten gelangt. [ Merkwürdige Stiftung.] Ein in Bukarest verstorSenes Fräulein Gotecco hat der dortigen Akademie der Wissenschaften 20 000 Franken mit der Bestimmung hinter lassen, die Akademie möge die Summe zur Errichtung eines -- modernen Anforderungen und dem Stande der Wissenschaft entsprechenden Hundeſpitals verwenden. Die Akademie hat auf die Annahme des Legates und die Ausführung des Willens der Erblasserin verzichtet. [ Naturmenschen- Hochzeit.] Der Naturmensch Gustav Nagel wird am 9. Oktober mit seiner Braut Meta Lätitia Kenbäuser Hochzeit machen. Auf dem Standesamt in ArendVerdingung von Arbeiten und Lieferungen. see bestellten beide das Ausgevor, wovet tager ein weißes Kleid, das bis zum Knie reichte und Arme und Beine frei ließ, seine Braut ein graues Kleid und dazu einen Fez trug. †( Das verhängnisvolle Gnadengeschenk.] Der Dichter Detlev v. Liliencron, dem bekanntlich fürzlich vom Kaiser eine jährliche Rente zuerteilt wurde, klagt in einer lannigen Parabel, die er im„ Literarischen Echo" veröffentlicht, wie ihm diese kaiserliche Gnade zum Unstern ausgeschlagen ist. Er verlegt die Szene ins Morgenland vor vielen Hundert Jahren und erzählt von einem armen von Gläubigern be drängten Dichter, dem der Kalif eine jährliche Gnadenbewilli gung von 2000 Piastern zuteil werden ließ. Darob entstand citel Freude in des Dichters Hause und nicht weniger bei seinen zahlreichen Verehrern, denn die frohe Kunde wurd sogleich überall bekannt gemacht. Schon glaubte sich der alternde Poet der grauen Sorgen ledig, die seine Schwelle so lange belagert hatten. Aber nun erschienen, gleich den Motten, die das Licht anlockt, der Reihe nach alle die Vielen. deren Schuldner er im Laufe der Jahre geworden und geblie ben war: Abdul, der Brotbäcker, Hassan, der Fleischer, Wahmud, der Gewandschneider, ferner der Tuch- und der Lederhändler, der Gewürzkrämer, der Geldverleiher und noch andere mehr. Sie alle hatten von der großherzigen Spende des Kalisen gehört und beeilten sich, alles, was sic noch aus früheren Jahren zu fordern und schon verloren gegeben hatten. mit Zins und Zinseszins zurück zu verlangen. Und obwohl der bedauernswerte Dichter ihrer nur einen Teil mit dem, was er erhalten hatte, befriedigen konnte, so glaubten ihm doch die anderen nicht und wurden täglich dringender in ihrem Heischen. Da entwich der Dichter heimlich im Schutze der Nacht aus der Stadt und zog mit den Seinen in eine andere. Dort nahm er einen neuen Namen an und dichtete fortan nie cine Zeile mehr..." Hoffentlich kommt es nicht zu dieser bedrohlichen Nutzanwendung! [ Gin nettes Geschichtchen vom Papst Pius X.] erzählt ine Wiener Versicherungszeitung, der wir allerdings auch die Gewähr für die Wahrheit überlassen müssen. Einem Agenten der Assicurazioni Generali gelang es, den Patriar= hen Sarto durch den Hinweis, daß er bei seiner großen Wohllätigkeit wohl faum dazu kommen werde, den eigenen bedürftigen Anverwandten etwas zu hinterlassen, zum AbSchluß einer Lebensversicherung zu bewegen. Aber ein Sparmeister war der jetzige Papst deshalb noch nicht geworden. Im Gegenteil. Da kam ich denn manchmal in Verlegenheit," ängerte er sich fürzlich einem früheren Freunde gegenüber, der nach Rom fam, um ihn zu beglückwünschen. Meine Armen nahmen kein Ende und die Kasse war leer. Was sollte ich machen? Die Not war groß. Da mußte ich denn mehr als einmal- die Gesellschaft weiß davon zu erzählen Zur bevorstehenden Saison Für die Feldbereinigung Bettenhausen sollen nach bringe mein großes Lager in verzeichnete Lieferungen und Arbeiten Montag, den 21. d. Mts., vormittags 10 Uhr, auf dem Rathause zu Bettenhausen durch öffentliches Ausgebot vergeben werden und zwar: Liefern v. Gementröhren, veranschl. zu 550.75 Mk. Anliefern v. Sticksteinen Anliefern v. Uebergrundmaterial Verlegen der Cementröhren Aufsehen der Steine Chaussierungsarbeiten Grabenarbeiten " 661,20 261." " " 168.80 " " " " 70.919.50 567." " Die Verdingungsunterlagen liegen auf Gr. Bürgermeisterei Bettenhausen zur Einsicht offen. Gießen, den 11. September 1903. Großh. Kulturinspektion Gießen. Wißmann. Versteigerung. Wegen Aufgabe meines Geschäfts lasse ich Donnerstag, den 24. September mein noch guterhaltenes Schmiedewerkzeug in meinem Hause, Gießen, Neuenweg 18 versteigern: 2 Blasbälge nebst Esseeisen, 1 Ambok, zwei Sperrhämmer, 1 Stauchmaschine, 1 Biegmaschine und 1 Bormasgine, 10 Schneidkluppen u. sonstiges Schmiesewerkzeug. Auch noch brauchbares Eisen ist verhanden. H. Thomas, Schmiedemeister. Bandeisen In Deutschland gesetzlich erlaubte Lose. eine größere Menge, hat sehr billig abzugeben die Expedition. Bu vermieten Krofdo ferstraße 48 daselbst bei Gabriel Jakob. Mansarde, 3 schöne ZimmerSicheln, Sensen, Wetz- gesunde Wohnung zu verm. Näh steinen, Sensenwürfe, Landgrafenstraße 3. Sensenringe, Fruchtreffe, wohnung mit Küche und Zubehör Fruchtpressen, Keltern, an rubine Leute au vermieten. Bohnenmesser und Bohnenmaschinen Erntestricke 2c. in empfehiende Erinnerung. Ganz besonders mache auf meine Sensenmarken: Mansardenwohnung mit allem Zubehör zu vermieten. 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Caut§ 5 der Statuten erhalten ausfcheidende Mitglieder die geleisteten Beiträge zum Ceil wieder zurückvergütet. Bitte verlangen Sie Statuten und Loknummern- Verzeichnis gratis und franko zur Einsicht von: ,, Augusta", Allgemeiner Los- 11. Sparverein in Augsburg. @treng solid. Gegründet 1898. an alleinsteh nde Person zu verm Gießen, Neueuweg 6, part. Einf. möbl. Zimmer zu verm. Gießen, Asterweg 9, rech: 8. Städt. Wohnungsnachweis Gießen. Es sind zu vermiet.: 57 Wohnunge von 1 bis 7 3im, 10 möbl. Zim 2 unmöbl. 3 mmer, Zimmer zur Aufbewahrung von Mobiliar. Zu mieten gesucht: 32 Wohn ungen von 1 bis 6 Zimmern. Die Vermieter haben eine Ginschreibgebühr zu entrichten und zwar für eine Wohnung mit einem jährlichen Mietwert bis 300 Mf. einschließlich 0.20 Mt., von mehr als 3.0 Mt. bis 500 Mt. einschließlich 0.50 k., und von mehr als 500 mf. 1.00 Mt.; außerdent ist für jede Wohnungsanmeldung 1.00 Mt. zu hinterlegen. meine Polize bei der Assicurazioni General pfänden. um zu etwas Geld zu kommen." Und lächelnd fügte htnau: Jetzt werde ich es ja nicht mehr nötig haben." Die Schmugglerin. An der ostpreußischen Grenze spielte sich ein furchtbares Drama ab. Im russischen Grenzdorfe Zdzenti lebt seit mehreren Jahren eine Witwe, die ihren Lebensunterhalt durch Schmuggel erwarb. Sie war zu diesem Zwecke mit mehreren Soldaten der Grenzwache in Verbindung getreten und wurde von einem Grenzsoldaten nachts aus dem Dorfe Sablotschen geholt und wieder über die Grenze gebracht. Am legten Sonnabend war ein Grenzseldat auch ins Dorf gegangen, um die Frau abzuholen. Da wurde die Grenzwache plötzlich revidiert. Als nun der Soldat mit der Frau zurückkehrte, wurde er ergriffen und gefesselt, die flüchtende Frau aber auf deutschem Boden durch zwei Schüsse in den Hals und Unterleib getötet. Dem gefesselten Soldaten aber gelang es, bei der Untersuchung des geschmuggelten Spiritus, nach Preußen zu entfliehen, obschon auf ihn wiederholt geschossen wurde. Orfan in England. Ein heftiger Südweststurm, begleitet von schweren Regenschauern, wütete durch ganz England, den Kanal und Irland und verursachte an Gebäuden und Schiffen großen Schaden. Der Telegraphenverkehr nach allen Richtungen ist unterbrochen, der Eisenbahnverkehr hat Verzögerungen erlitten. Auch in der deutschen Nordsee wollen die schweren Böen noch immer nicht nachlassen. Der bedrohte Bürgermeister. Ein heimtückisches Attentat wurde gegen den Bürgermeister des Dorfes Rouilly- Sacey bei Troyes versucht, im letzten Moment aber durch den Sohn des Bedrohten vereitelt. Dieser fand auf einer Wiese, die er und sein Vater mit einer Mähmaschine mähten, eine Bombe in einem eisernen Kochtopfe. Sie enthielt 200 Gramm Pulver mit 19 Kugeln und Vorrichtungen, die unbedingt eine Explosion hätten herbeiführen müssen, wenn die Mähmaschine über den Topf fortging. Eine Inschrift, die mit Rotstift auf dem Topf stand und von„ Nache im Namen des Rechts" spricht, wird auf anarchistischen Ursprung des Attentats gedeutet. Das Neueste aus den Witzblättern. Am Stammtisch. Na, werden Sie sich auch im Zirkus he Löwenbrant anschen?- Nec, ich spiele lieber hier den ( f.) öwenbräu... ligain. Eine Egoistin. Alte Dame:„ Der Umfang mit dem vielen Bandgeväck der Reisenden hat wirklich etwas abgenommen. 3d fann jetzt meine siebzehn Stüde meist ganz bequem terbringen!" Seide zum Kleide und Blousen in unerreichter Auswahl. Wundervolle Neuheiten in allen Preislagen von 95 Pf. an. Porto: und zollfreier Versandt an Jedermann. Muster bei Angabe des Gewünschten franto. 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Wochenschrift für Garten und Hauswirtschaft Jeden Sonntag Der Weltspi gel illustrier e Halbwochen- Chronif Ausführliche Parlementsb richte in einer besonderen, sogenannten Barlamentdan@ gabe, die, noch mit den Nachtzügen ve: fandt, am Morgen des nädfifolgenden Tages den Abonnen en des„ Berliner Tageblatt" zugeht Im Feuilleton erscheint u. a. der spannende, interessante Roman: ,, Jenseits Glück u. Unglück" v. MarieStahl. Abonnementspreis i alle 7 Blätter zusammen bei allen Postanstalten des Deutschen Reiches 5 MF 75 Pf. für das Quartal( 1 M. 92 Pf. für den Monat), im Verhältnis zu dem überaus reichen Inbat des Blattes und der obengenannten gedien nen 6 Wochenschriften ein sehr wäniger Betrag. Gegenwärtig ca 81000 Abonnenten. Aanonces stets von großer Wirkung. 1903. Famili Samstag, den 19. September Nr. 219 AM HAUSLICHEN Visitenkarte dicht an das Glas. Der Spiegel muß das Weiß in derselben Reinheit wiedergeben; bei minderwertiGlase erscheint es grünlich, gelblich oder rötlich. 1