Nr. 193, Abonnementspreis: in Gießen, abgeholt monatlich 50 Pfg., in's Haus gebracht 60 Pfg., durch die Post bezogen viertelfährlich Mr. 1.50. Gratisbeilagen: Oberhessische Familienzeitung( täglich) Oberbeffische Beitschrift für Landwirtschaft, Obst- und Gartenbau, sowie die Gießener Seifenblasen( wöchentlich). Das Blatt erscheint an allen Werktagen nachmitags. Mittwoch, den 19. August 1903. Gießener 12. Jahrgang. Insertionsprei 8: Die einspaltige Petitzeile für Gießen wie ganz Oberheffen, die Kreise Weglar und Marburg 10 Pfp. fonft 15 Pfg.; Reklamen die Petitzeile 30 resp. 40 Pfg. Postzeitungsliste No. 3269. Redaktion und Expedition: Gießen Neuenweg 28. Fernsprechanschluß Nr, 362. Neueste Nachrichten ( Gießener Tageblatt) Anabhängige Tageszeitung ( Gießener Zeitung) für Oberhessen und die Kreise Marburg und Wezlar; Lokalanzeiger für Gießen und Umgebung. Enthält alle amtlichen Bekanntmachungen der Großh. Bürgermeisterei Gießen und anderer Behörden von Oberhessen. Bekanntmachung. Betr.: Gefechtsschießen 1903. In der Zeit vom 29. August bis 2. September I. J. findet im Gelände von Groß- Rechtenbach von vormittags 6 Uhr bis nachmittags 6 Uhr gefechtsmäßiges Schießen der 49. Infanteriebrigade statt. Das in Betracht kommende Gelände wird von den Ortschaften Groß- Rechtenbach, Münchholzhausen, Allendorf und Lüzellinden begrenzt. Vor dem Betreten desselben während der Schießübungen wird gewarnt. Gießen, den 15. August 1903. Großherzogliches Kreisamt Gießen. Dr. Breidert. Bekanntmachung. Die Rechnung der Gemeindekrankenversicherung für 1902 liegt während 8 Tagen, vom Erscheinen dieser Befanntmachung an gerechnet, zur Einsicht der Beteiligten auf dem Bürgermeisterei- Bureau- Zimmer Nr. 15offen. Bemerkungen zu derselben können in der genannten Zeit daselbst erhoben werden. Gießen, den 16. August 1903. Der Oberbürgermeister. J. V. Curschmann. Bekanntmachung. Die am 13. 1. Mts. angeordnete Sperre der Moltkestraße wird hiermit aufgehoben. Gießen, den 19. August 1903. Großh. Poltzetamt Gießen. J. V.: Roth. Bekanntmachung. Die auf den 20. und 21. d. Mts. anberaumte Versteigerung des Mobiliars im städtischen Hospital findet erst am 1., 2. u. 3. September d. Js. statt. Gießen, den 18. August 1903. Die Armen- Deputation der Stadt Gießen. Curschmann. Bekanntmachung. Aus der Stiftung der Daniel Moog Witwe zu Gießen sind am 2. Oftober 1. Js. die diesjährigen Zinsen an hiesige bedürftige unbescholtene im Witwenstande lebende Bürger und Witwen von Bürgern zu verteilen.- Anmeldungen hierzu können bis zum 10. September auf dem Armenanti erfolgen. Gießen, den 15. August 1903. Die Armen Deputation der Stadt Gießen. Curschmann. Bekanntmachung. Die Nachtragsheberolle über Beiträge zur landund forstwirtschaftlichen Berufsgenossenschaft von Grundeigentümern in der Gemarkung Schiffenberg für das Jahr 1902 liegt von heute an während vierzehn Tagen auf der unterzeichneten Bürgermeisterei( 3immer Nr. 14) zur Einsicht offen. Innerhalb einer weiteren Frist von 2 Wochen, nach Ablauf der Offenlegungsfrist, fann der in der Heberolle als beitragspflichtig in Anspruch ge= nommene gegen die Beitragsberechnung bei dem Vorstande der land- und forstwirtschaftlichen Berufsge= nossenschaft Einspruch erheben.( Siehe§ 15 der Verordnung vom 31. Mai 1902, Regierungsblatt Seite 200.) Gießen, 17. August 1903. Der Oberbürgermeister J. V.: Curschmann. Die Wacht am Rhein. Aus militärischen Kreisen wird uns geschrieben: Die Reichsmilitärverwaltung geht mit dem Plane um, bei Tüllingen gegenüber Basel starke Befestigungen anzulegen. Veranlassung dazu bot die Erwägung, daß es einem französischen Heere bei der heutigen Ungeschütztheit jenes Zipfels des Reiches ein leichtes sein würde, im Kriegsfalle durch, schweizerisches Gebiet ob mit oder ohne Zustimmung der Schweiz in Süddeutschland einzufallen. Die Schweizer, die mit einer geradezu nervöser Angst um ihre staatliche Selbständigkeit behaftet sind, zeigen sich über diesen Plan höchst beunruhigt. Sie jammern darüber, daß deutsche Kanonen bei der Verwirklichung dieses Planes Basel in Grund und Boden schießen können, und wollen gegen die Anlage dieser Befestigungen Einspruch erheben. Sie berufen sich dabei auf den Pariser Vertrag von 1815, in dem Frankreich verpflichtet wurde, die Basel gegenüber von französischen Ingenieuren angelegten Festungswerke zu schleifen und nie wieder neue Werke dort anzulegen. Selbstverständlich gehen uns die Verpflichtungen Frankreichs der Schweiz gegenüber keinen Pfifferling an. Und selbst wenn die Verpflichtung auch auf uns als die Besitznachfolger Frankreichs in jener Gegend übergegangen wären, so wäre es doch eine nahezu selbstmörderische Torheit von uns, wollten wir uns wegen einer unter ganz anderen internationalen Verhältnissen getroffenen, längst veralteten Vereinbarung scheuen, eine Maßregel zu ergreifen, die für die Sicherheit unserer süddeutschen Volksgenossen von höchster Bedeutung ist. Daß unsere Befestigungsanlagen keine Drohung gegen die Schweiz darstellen, liegt doch auf der Hand. Aber wir müssen für den Fall gerüstet sein, daß es der Schweiz bei ihrer schwachen militärischen Kraft nicht gelingt, ein französisches Heer am völkerrechtswidrigen Durchzug durch schweizerisches Gebiet nach dem Oberelsaß und Baden zu hindern. Basel mit seinen vier festen Rheinbrücken ist für ein nach Süddeutschland vorstoßendes französisches Heer das gegebene Einfallstor, und ein französischer Feldherr wird sich keinen Moment besinnen, die später mit ein paar Entschuldigungen wieder gut zu machende Völkerrechtsverletzung zu begehen und das neutrale Gebiet der Schweiz zu durchqueren. Uns fann es nichts nützen, wenn die Franzosen sich nachher bei der Schweiz höflich entschuldigen; wir müssen darauf Bedacht nehmen, daß wir uns die Franzosen vom Leibe halten. Und jede deutsche Regierung, die bei der Erfüllung dieser Pflicht auf das Gezeter und die Empfindlichkeit schweizerischer Angstmeier und Chauvinisten zum Nachteil der Sicherheit Süddeutschlands irgend welche Rücksicht nähme, würde unverantwortlich handeln. Wie wir um... Cochinchina kamen. In Frankreich sind zur Zeit die Memoirenschreiber eifrig an der Arbeit, mühsam Steinchen auf Steinchen zu einem großen Mosaikbilde zusammenzutragen, das die Vorgeschichte und den Verlauf des„ Unglücksjahres" 1870 schildern soll. Wenn nun auch die meisten dieser Memoiren- Werke und Werkchen die Ereignisse durch die Revanchebrille betrachten und den leitenden historischen Faden daher nicht finden können, so bringen sie immerhin doch manches schätzenswerte Material herbei. Fast alle lassen die ungeheure Verblendung erkennen, in der der kaiserliche Hof und seine Berater befangen waren, eine Verblendung, die auch durch die Katastrophe von Sedan noch nicht gehoben wurde. Was da für wunderliche Pläne ausgeheckt wurden, davon weiß die neueste Veröffentlichung auf diesem Gebiet, die Erinnerungen Theophile Gautiers, des Sohnes des berühmten Schriftstellers, ein bezeichnendes Stücklein zu erzählen. Gautier war unter dem Kaiserreiche Unterpräfekt_von Pontoise und wurde am 4. September 1870 aus dem Amte gejagt. Er ließ sich in der Nähe von London nieder und erhielt dort in den ersten Oktobertagen des Jahres 1870 den Besuch einer Person, die ihm im Namen der Kaiserin Eugenie eine vertrauliche und wichtige Mission anbot. Die Friedensunterhandlungen zwischen Bismarck und Jules Favre( in Ferrières) hatten zu keinem Resultat geführt. König Wilhelm und sein Kanzler hatten jedoch den lebhaften Wunsch, dem Krieg so bald als möglich ein Ende zu machen. Man suchte deshalb mit dem Marschall Bazaine neue Unterhandlungen anzuknüpfen; diese Unterhandlungen so erzählt Gautier fonnten nur dann Erfolg haben, wenn auch die Kaiserin( denn im Heerlager Bazaines in Metz war alles kaiserlich gesinnt) ihre Zustimmung gab. Diese beschloß, sich mit Bismarck direkt in Verbindung zu setzen. Für diese Mission wurde Gautier ausersehen. Ueber Ostende und Brüssel gelangte er nach dem Grenzstädtchen Bouillon, von wo er sich unter sicherem Geleit nach Versailles begab. Seinen Besuch im Hause der Rue de Provence, in welchem Bismard wohnte, schildert er folgendermaßen:„ Ein geschäftiger Unteroffizier meldete mich dem Kanzler und kam bald wieder zurück, um mich zum Kanzler zu geleiten. Bald darauf kam aus dem Nebenzimmer der Graf Bismarck, mit seiner hohen Statur, seinen breiten Schultern, die der Schnitt des Waffenrodes noch mehr hervortreten ließ, seinem roten und aufgetriebenen Gesicht, seiner Doggen- Kinnlade(!!), die ihm wirklich ein grausames, wildes Aussehen verlieh. Man sab sofort, daß eine solche Kinnlade ihre Beute niemals losläßt. Seine Herzlichkeit und seine Offenheit die Offenheit eines gutmütigen Ogers schwächten jedoch den herzbeflemmenden ersten Eindruck bedeutend ab." Gautier trug Bismarc die Bedingungen vor, unter welchen Frankreich zum Friedensschlusse geneigt wäre: die Befestigungen von Straßburg sollten fallen, ohne jemals wieder aufgebaut zu werden; Straßburg sollte, gleich Hamburg und Bremen, als freie Stadt erklärt werden und einen Gebietszuwachs erhalten, der genügen würde, das Fortbestehen der Freistadt finanziell und materiell zu sichern. Alles, was nach Abstoßung der der freien Stadt Straßburg zu überlassenden Bezirke, von den Departements Niederrhein, Oberrhein, Meurthe und Mosel übrig bleiben würde, sollte an Frankreich zurückfallen. Frankreich zahlt eine Kriegsentschädigung von zwei Milliarden in fünfprozentigen französischen Rententiteln, die die Garantie für die an bestimmten Verfalltagen zu leistenden Barzahlungen bilden sollten. Gautier suchte dem Kanzler begreiflich machen, daß Frankreich durch den Krieg finanziell so erschönit sei, daß Deutschland eine Revanche" gar nicht zu fürchten brauche. Schließlich wollte man Deutschland noch.. Cochinchina abtreten. Als Bismarck das hörte, sagte er ironisch:„ Oh! oh! Cochinchina! Das ist wirklich etwas Großartiges!..." Am nächsten Tage tapitulierte Bazaines Armee: es war der Anfang vom Ende. Wirklich schade, daß Bismarck nicht entgegenkommender war und wir auf diese Weise um Cochinchina kommen mußten!! Ex ingenio! - Publizistische Hundstagsgeschichten. Wenn geheimnisvoll die Blätter rauschen, dann fallen die Minister. So lautete ehedem ein bekanntes Sprüchwort, das heute längst nicht mehr wahr ist. Denn seit Wochen geht durch die deutsche Presse ein Wispern und Raunen, ein Flüstern und Rauschen, als ob in der Hochregion des Reiches und des preußischen Staates große Veränderungen bevorstünden. Der preußische Kronrat sollte eine Etappe in der inneren Politif werden, und nun ist alles beim alten geblieben. Da wir im Zweifel waren, ob etwa doch vorhandene Gegensätze inzwischen ausgeglichen sind, oder ob alle diese geschäftlichen Meldungen lediglich ein Spiel mit Kombine tionen waren, so haben wir uns an unseren Berliner CB.. Mitarbeiter gewendet, der uns auf Grund seiner intimeren Kenntnis der Dinge heute schreibt: Die Hundstagszeit ist in der Publizistik anerkanntermaßen die Zeit, in der für den Zeitungsleser die Jagd auf Enten offensteht. Alljährlich taucht das gefräßige Schwein in Ungarn auf, das, wenn es existierte, schon die gesamte Einwohnerschaft von Ungarn, Kroatien, Slavonien und Siebenbürgen verzehrt haben müßte; der Eisenwurm zernagt die Schienen und aus der Mappe der Zeitungen wird der jährliche Ladenhüter hervorgeholt, der pietätvoll seinen Platz an der gewohnten Stelle wie im Vorjahre erhält. So wurde einem Berliner Blatte nachgewiesen, daß es in den letzten fünf Jahren jedesmal in den Hundstagen einen Artikel über das Abolitionsrecht des Königs gebracht hat. Selbstverständlich auch dieses Jahr wieder. Wie das kommt, ist leicht erklärlich, darum unschwer erklärt. Unsere moderne Presse legt großes Gewicht auf Reportage. Der Reporter wird nach Zeilen bezahlt, und er fann nur dann auf ergiebige Honorare rechnen, wenn sein Material" wirklich zieht". Zieht es nicht, dann zieht er sich die Erfindungen ex ingenio, was auf Deutsch heißt, er sangt sich irgend etwas, was nicht wahr und vielleicht nicht einmal wahrscheinlich ist, aus den Fingern. Typisch hierfür ist die Praxis, die einem in einer süddeutschen Stadt verstorbenen Publizisten nachgesagt wird. Dieser unterhielt als Parlamentsberichterstatter ein ganzes Bureau, das in der stillen Zeit" nichts zu tun hatte. Wenn die Sache ganz einzuschlafen drohte, dann ſegte er Prämien aus für die beste Gechichte, die ausgefnobelt, d. h. ex ingenio, aus den Fingern gesogen worden war. Die nachstehende ist in Württemberg geradezu eine stehende Erzählung geworden: Der Regierungspräsident in Sigmaringen fährt auf einer Reise mit einem Bürgermeister nach der benachbarten Ortschaft. Unterwegs unterhalten sie sich über die veränderten Zeiten und die Fortschritte auf allen Gebieten.„ Sie find", sagt der Regierungspräsident, doch gewiß sehr froh, daß seinerzeit dieses Gebiet in die preußische Krone einverleibt wurde." Gewiß, gewiß," antwortet eilfertig der Bürgermeister. Nach einer Weile deutet er mit dem Finger auf ein abseits liegendes Dorf, an dem sie vorüberfahren. Den Gomaringeru," ruft er dann melancholisch aus, hätten wir's aber auch gegönnt, daß sie seinerzeit preußisch geworden wären." Zwischen Gomaringen und der Heimatsgemeinde des Bürgermeisters aber bestand eine historische Feindschaft seit altersher. Auch dies Verfahren ist noch harmlos, wiewohl hier eine gewisse Spitze gegen die Spitze des deutschen Staatenbundes, gegen Preußen, unverkennbar ist. Ein anderes Bild! Ein Berliner Korrespondent_war lange Zeit sehr genau über den Personalwechsel in den oberen Beamtenschichten orientiert. Von Zeit zu Zeit tauchte er mit der Meldung auf, X. oder V. habe gestern" sein Abschiedsgesuch eingereicht, oder sei auf den und den Posten versezt worden. Er wußte das aus den Veröffentlichungen eines anderen Blattes, das von dem Personaldezernenten_informiert wurde. Aber dieser war ein Sicherheitskommissarius. Er brachte seine Meldungen erst, wenn sie bereits vollzogen waren und dann in der unbestimmtesten Form, so daß sie außer unserem Schlaumeier anfangs niemand nachdruckte. As andere allmählich auch den Braten rochen, war es mit seinen vortrefflichen Informationen vorbei. Solange derartige Reporterſtückchen sich auf ungefährlicher Bahn halten, läßt sich, wie gesagt, die Sache mit Humor auffassen. Aber wenn die Reporter zu wispern anfangen, wie es da oben" zugeht, über Stimmungen und Verstimmungen, Unstimmigkeiten und Intriguen, dann ist die Sache anders, weil gerade durch solche unwahren Erfindungen der Eindruck erweckt wird, als gehe alles drunter und drüber. der eine fünftige Bege er der beiden Höfe fast unmöglich machte, eine ziemlich Gewißheit bot. befreit, und so ergah er fich denn feufzend in sein Schictial. durch die Wendung, welche die Dinge nun genommen hatten, Bon seiner nächsten und unmittelbarsten Sorge war er vor dessen Tiefe ihr entsegter Blick zurüdbebte. sie dann weiter nachdachte, so stand sie vor einem Abgrunde, Denn mit stummer Ergebung, die ihr aufgetragene Lösung ihr blieb vielleicht nur kurze Zeit, und so versuchte sie Aber das Unabwendbare mußte durchgemacht werden الدية Königstraße, belegenen Hause wurden eines schönen Tages Humoreske von Siegmund Cronbach.) Kobn und Coben: An einem in der Hauptstraße der Berliner City, der ſeh'n." haben? fächerartig ausbreitend, sagte er: wieder eine Prise, nidte seitlich mit dem Kopfe, und die Hand Und Herr Heimann nahm eine Prise, dachte nach, nahm Schreib Jonassen. Wer'n werr leben, wer'n werr Solche Elemente mit so wenig zuverlässigen Meldungen schaffen schiefe Bilder über unsere Lage, bringen Unruhe und Wirrsal und schädigen schließlich das Ansehen der Presse. Man macht am besten solche unzuverlässigen Elemente bei Zeiten unschädlich, indem man ihr Material zurückweist, das sie ja doch nur aus einer einzigen Quelle beziehen ingenio, indem sie es aus den Fingern saugen. Die Politik. Hessen- Nassaus neuer Oberpräsident. ex Auf den Kasseler Oberpräsidentenposten ist an Stelle des nach Schlesien versetzten Grafen Zedlitz- Trüßschler der Regierungspräsident in Frankfurt a. D., Herr v. Windheim, berufen worden. Herr v. Windheim, der im Alter von 46 Jahren steht, war früher Landrat in Ost- und Westpreußen, wurde dann Polizeipräsident in Stettin und später in Berlin. Im Anfang dieses Jahres wurde er zum Regierungspräsidenten in Frankfurt a. D. ernannt. Er steht in dem Rufe, ein außerordentlich befähigter Verwaltungsbeamter mit eigenen Ideen und eigener Initiative zu sein. Auch wird ihm eine große persönliche Liebenswürdigkeit im Verkehr mit dem Publikum nachgerühmt. Preußisch- badische Mißverständnisse. Erst jüngst, bei der Verabschiedung des badischen Gesandten in Berlin, Dr. v. Jagemann, hieß es, die bis dahin unleugbar vorhandene Verstimmung zwischen dem Kaiser und dem Großherzog von Baden sei endgültig beseitigt. Inzwischen aber wurden immer wieder Gerüchte laut, daß die früheren herzlichen Beziehungen zwischen Berlin und Karlsruhe doch noch nicht so ganz wiederhergestellt seien. Diese Gerüchte erhalten neue Nahrung durch die Tatsache, daß der Staatssekretär des Auswärtigen Amtes, Frhr. v. Richthofen, beim badischen Großherzogspaare auf der Insel Mainau dieser Tage einen Besuch abstattete. Der Staatssekretär hatte stundenlange Besprechungen mit dem Großherzog, der die gesamte Lage unserer gegenwärtigen nationalen Angelegenheiten eingehend erörterte. Erst am anderen Tage reiste der Staatssekretär ab. Danach hat es den Anschein, als ob die Mißstimmung zwischen Großherzog und Kaiser sich in der Hauptsache auf Meinungsverschiedenheiten bezüglich der auswärtigen Politik gründete. Hoffentlich hat diese Aussprache die letzten Mißverständnisse auf beiden Seiten behoben. Kurze Tagesfchau. * An der Weltausstellung in St. Louis wird sich die deutsche Industrie in geringerem Maße beteiligen, als an früheren Weltausstellungen. Die größten deutschen Werke haben die Beteiligung abgelehnt. Der Grund für diese Zurückhaltung ist, daß das amerikanische Patentgesetz den deutschen Erfindungen nicht genügenden Schutz gewährt und daß die deutschen Industriellen fürchten, ihre Betriebsgeheimnisse und Patente würden von den Amerikanern ausgenutzt werden. * An der Berliner Börse waren gestern Gerüchte in Umlauf, Kaiser Franz Josef von Desterreich wolle abdanken. Diese Gerüchte sind selbstverständlich völlig aus der Luft gegriffen. * Nach dem soeben erschienenen Bericht des Parteivorstandes hat die sozialdemokratische Parteipresse überall einen starken Zuwachs an Abonnenten zu verzeichnen. Das Verliner Organ hat 78 000, das Hamburger 37 000, das Leipziger 30 000 Abonnenten. Das erstgenannte Blatt hatte im Berichtsjahre einen Reingewinn von 72 000 Mark. Das Unterhaltungsblatt„ Neue Welt" hat eine Auflage von 278 000 Exemplaren. In Bulgarien wird die Stimmung der Bevölkerung angesichts der letzten Vorgänge in Mazedonien immer erregter und türkenfeindlicher. Die Bevölkerung fordert den Krieg mit der Türkei, und die Regierung ist so gut wie rechtlos. Fürst Ferdinand aber weilt in Ungarn! * Mit seinem Millionenpump ist König Peter von Serbien jetzt nach Deutschland gegangen. Er sucht in Dresden fluge Leute, die ihm auf seine Wechsel Geld vorschießen. Im Lande der hellen Sachsen wird er wohl vergeblich operieren. Hof und Gesellschaft. prinzen am 24. d. Mts. statt. Der Entwurf zu dem Bau stammt zum Teil von der Hand des Thronfolgers, ebenso die Grundidee für den um das Schloß anzulegenden großen Part, mit dessen Schaffung der Kronprinz einen königlichen Hofgärtner aus Potsdam betraut hat. A Die Windhose. In Saarbrücken richtete in der Nähe der dortigen Dragoner- Kaserne eine Windhose schweren Schaden an. Von einer Kompagnie Soldaten, die in das Centrum der Windhose geriet, wurde eine Anzahl zu Boden geworfen und verlegt. Ein Fuhrwerk wurde gegen eine Mauer geschleudert. Viele Bäume wurden entwurzelt. 40 Menschen ums Leben gekommen. Aus der finnischen Hauptstadt Helsingfors wird eine furchtbare Katastrophe gemeldet: Als ein kleiner Dampfer mit einem Schiff im Schlepptau Kirchenbesucher von der Aguneemi- Kirche nach einigen Dörfern am Tykajärvis- See überführen sollte, brach das oberste Deck des Schleppdampfers unter der Last der darauf stehenden zahlreichen Menschen zusammen. Diese stürzten in den See oder auf die unten befindlichen Perjonen. 30 bis 40 Menschen sind tot, viele andere erlitten schwere Verlegungen. * Beim Kaiserpaar fand auf Schloß Wilhelmshöhe aus Anlaß des Geburtstages des Kaisers von Oesterreich gestern ein größeres Diner statt, an dem außer dem morgens eingetroffenen Kronprinzen auch der österreichische Botschafter v. Szögyeény- Marich und Militärattaché Major Klepsch- Kloth v. Roden teilnahm. Der Kaiser wird demnächst Schloß Wilhelmshöhe vorübergehend verlassen und sich nach dem Truppenübungsplaße Altengrabom begeben, wo in der Zeit vom 20. bis 22. d. M. große Kavallerieübungen vor dem Monarchen stattfinden. Gelegentlich seiner dortigen Anwesenheit werden dem Kaiser von den vereinigten Trompeterkorps der auf dem Uebungsplate befindlichen Kavallerieregimenter( über 250 Trompeter) Serenaden dargebracht, mit deren Leitung der Kgl. Musikdirigent Bromme vom Ulanenregiment Hennigs von Treffenfeld( altmärk.) Nr. 16 betraut ist. Während der Kaisermanöver wird zugleich mit dem Kaiser, wie jetzt bekannt wird, auch die Kaiserin der Stadt Halle einen Besuch abstatten. Sie trifft bereits einige Stunden vor der Ankunft des Kaisers am 6. September ein zur Teilnahme an der Einweihung der Paulskirche. Nach Beendigung der Feierlichkeit begibt sie sich sofort nach dem Bahnhofe zurück, um dort den Kaiser zu erwarten und mit diesem gemeinsam den Einzug in die Stadt zu halten. Prinzessin Rupprecht von Bayern, welche auf ihrer jüngst beendeten Reise in Japan an Blind. darmentzündung erkrankte, unterzog sich in München einer Blinddarmoperation, welche glatt und ohne Komplikation berlief. Ein ähnlicher Unfall, der aber zum Glück keine so schweren Folgen hatte, trug sich in dem italienischen Hafen Spezia zu. Dort brach bei einem Wettschwimmen die ins Meer hinausgebaute Tribüne für die Zuschauer zusammen, und 60 Personen stürzten ins Meer. Nur dem Umstande, daß viele Boote zur Hand waren, ist es zu danken, daß niemand ertrank. Doch sind viele der Herabgestürzten mehr oder minder schwer verletzt. Die Kronprinzessin von Rumänien wurde glücklich von einem Sohne entbunden. Nab und Fern. Ein gefährlicher Klavierlehrer. In Pasing wurde der Rentier Roedl in seiner Wohnung von dem Klavierlehrer seiner Kinder erschossen. Dieser, ein vor zwei Jahren nach Basing berufener 20jähriger Hilfslehrer Kastl, hatte mit der dreißigjährigen Frau Roedl unerlaubte Beziehungen angeknüpft. Jetzt überraschte der Mann seine Frau und den Lehrer bei einem Zusammensein, und es kam zu einem furchtbaren Auftritt, in dessen Verlauf Roedl erschossen wurde. Kastl selbst hatte einige Stichwunden am Arm davongetragen. Die Polizei mußte den Lehrer bei seiner Ueberführung nach dem Gendarmeriegebäude vor der wütenden Volksmenge schüßen, die ihn lynchen wollte. Neues Jagdschloß für den deutschen Kronprinzen. In der Enguther Forst bei Dels unweit der Försterei wird sich Kronprinz Wilhelm ein neues Jagdschloß bauen lassen, um daselbst alljährlich im Herbst Jagdaufenthalt zu nehmen. Die Grundsteinlegung zu dem Bau findet im Beisein des KronVerunglückte Berglente. Auf der Karl Friedrich- Grube in Entringen( Kreis Diedenhofen) wurden drei Bergleute verschüttet. Die Leichen wurden geborgen. Beim Aufziehen eines Förderkorbes wurde auf Zeche Graf Schwerin" bei Dortmund die völlig verstümmelte Leiche eines Bergmanns gefunden, der anscheinend zwei Tage vorher in den Schacht gestürzt war. O Eine neue Spielbank wurde in Altenburg auf der Enklave Moresnet an der preußisch- belgischen Grenze eröffnet. Auf diesem neutralen Gebiet finden sich jetzt die Spieler zusammen, die nach der Aufhebung der belgischen Spielbanken obdachlos geworden sind. Schon am ersten Tage nach der Eröffnung war der Besuch aus Belgien und Deutschland überaus stark. ihrer geschäftlichen Interessen, zu welcher sie durch die all. seitige schußzölnerische Politik geradezu herausgefordert werden. Wohl aber sollten die beteiligten Regierungen ihre Aufmerksamkeit auf diese Seite der Frage lenten. Wenn es möglich wäre, genauere Erhebungen darüber zu veranstalten, so würde man vermutlich staunen über den Umfang, welchen diese Internationalisierung der Industrie be reits erreicht hat. Auf einer gewissen Stufe der technischen und wirtschaftlichen Entwicklung wird eben die Schutzpolitik zu einer unzureichenden Waff, deren Anwendung lediglich die Folge hat, industrielles Kapital aus dem Lande zu treiben. Daß dabei zum Uberfluß noch die Riesenfirmen auf Kosten der mittleren Industrie begünstigt werden, da lettere derartige Filialgründungen zumeist nicht mitmachen kann, sei nur nebenbei erwähnt. Schreckensszene in der Schönbrunner Menagerie. In der Menagerie des Kaiserlichen Schlosses Schönbrunn bei Wien wurde ein Wärter von einem Bisonstier, einem Geschent des Kaisers von Rußland, angesichts zahlreicher Besucher mit den Hörnern aufgespießt. Es wurde ihm das Rückgrat gebrochen und der Beklagenswerte zu Tode getrampelt. Ihm Hilfe zu bringen, war nicht möglich. Bunte Chronik. Sieben Vergnügungsreisende, die von Chamonix zur Beſteigung des Mont Blanc aufgebrochen sind, find verschwunden. Man glaubt nicht, sie lebend aufzufinden. In Hamburg wurde der Lotteriekollekteur David Levy in seiner Wohnung ermordet aufgefunden. Levy war ein menschenscheuer Sonderling. Der Finanzagent Moritz Dürkheim aus Frankfurt a. M. ist unter Hinterlassung von mehr als zweihunderttausend Mark Wechselschulden flüchtig geworden. Internationalisierung der Industrie. Lokales. Gießen, 19. August 1903 wird jebem ve der mit entspr Wünschen mit erbigung mit 35 Mt. aus wirdauch in gefaßten Bef am 30. Augu Bollsfeftes er Birger mit b der Versamm Mitgliederbeft Mitglieder, a Abgänge zu fammenfein, hielten, fchlo Kriegeerinner ** Heß. Staatsmedaillen. Laut dem letzten Gr. Regterungsblatt ist für Ausstellungen von nicht nur lokaler Bedeutung innerhalb und außerhalb des Großherzogtums Hessen eine Staats- Medaille in Gold, Silber und Bronce geschaffen worden. Die goldene Staatsmedaille wird durch den Großherzog, die anderen Klassen durch den Ressortminister verliehen. Die Medaille wird nur hessischen StaatsAngehörigen und nur in Ausnahmefällen auch an nichthessische Staats- Angehörige verliehen. Sie darf nicht getragen werden. * Graf Gustav Erbach- Schönberg beging gestern den 40jährigen Gedenktag seines Antritts des Besigers der Standesherrschaft. Der Graf, welcher gestern sein 63. Lebensjahr vollendet hat, ist Senior des Erbachschen Gesamthauses und zur Zeit der älteste der Gräflichen Standesherren im Großherzogtum. Seine Gemahlin, Gräfin Marie, Prinzessin von Battenberg ist die einzige Tochter des verewigten Prinzen Alexander von Hessen. Der älteste Sohn, Erbgraf Alexander ist vermählt mit Elisabeth, Brinzessin zu Waldeck und Pyrmont. Der zweite Sohn, Graf Viktor, steht als Leutnant im 1. Garde- Regiment zu Fuß in Botsdam, während die einzige Tochter Gräfin Elisabeth noch im elterlichen Hause weilt. * Der fegt und rid weshalb man darf. Das läßt man ihn ausdrefchen la an Ansehen u weshalb man fahren, weil durchaus nich ** Laut amtlicher Zusammenstellung betrugen im Jahre 1902 in den evangelischen Kirchen des Großherzogtums die erhobenen Kirchentolleften 114 645,71 Mt., und zwar für kirchliche Armenpflege( ausschließlich der nicht für diesen 8& bestimmten Kirchenopfer) 82 362 Mt., für die Heidenmission 6342,22 Mt., für die innere Mission 4014,59 f., für hilfsbedürftige Diaspora Gemeinden des Inlandes 4360,26 Mt, für ausländische Diaspora 4387,87 Mt., für die Lutherstiftung 3924,50 Mt., für die Gustav Adolf- Stiftung 4759,82 M., für Bürgel 4060 Mk., und für verschiedene Zwecke 1( 34,52 Mt. An freiwilligen Beiträgen zur Prälat Dr. Köhler- Schmitt Habicht- Stiftung gingen ein 822,40 Mt. Wie gemeldet wird, steht ein großes rheinisches Hüttenwerk im Begriff, sich mit einem belgischen Hochofenwerk zu fusionieren. Die Tagespresse knüpft daran Bemerkungen über die geschäftlichen Umstände der Fusion und erinnert dabei an die gerade in der belgisch lothringisch- luxemburgischen Eisenindustrie schon wiederholt zutage getretenen Vereinigungsbestrebungen, ohne jedoch, soweit wir sehen, die Frage aufzuwerfen, was die Motive diesen internationalen Fusionstendenzen wohl eigentlich zugrunde liegen mögen. Demgegenüber weist der Handelsvertragsverein darauf hin, daß es sich hier um Wirkungen der sogenannten ,, nationalen Wirtschaftspolitit" handle: Die gegenseitige wirtschaftliche Absperrung der Staaten, sowohl durch Zölle wie durch andere indirekte Mittel, als Staatsbegünstigungen der einheimischen Industrie 2c., haben nämlich zur Folge, daß die großen Etablissements in immer zunehmendem Maße dazu übergehen, auf den für den Export mehr oder weniger verschlossenen Märkten des Auslandes Filialen zu errichten oder mit dort einheimischen Werken in eine Verbindung zu treten, um bei dem Absatz auf dem dortigen Markte die Eingangszölle vermeiden, bet öffentlichen Submissionen als einheimisches Wert auftreten und auf sonstigen Umwegen die offizielle Abschließungspolitik umgehen zu können. Und diese Industriezweige sind, wie sich schon oft herausgestellt hat, dann gerade diejenigen, welche in ihrem eigenen Vaterlande am eifrigsten für Hochschutz eintreten; ja, die Erfahrung hat gelehrt, daß solche Werke die Abschließungsbestrebungen des betreffenden Auslandsmarktes oft aufs fräftigste unterstüßen, weil sie durch eine solche, deren Nachteile sie selber umgangen haben, nunmehr gegen die Konkurrenz ihrer deutschen Mitbewerber auf dem in Frage tommenden Gebiete geschüßt werden. Deutsche Werke als Förderer ausländischer Abschließung gegen Deutschland, das ist die letzte Konsequenz jener Wirtschaftspolitik, die den Anspruch erhebt, eine spezifisch ,, nationale" zu sein. Es liegt uns fern, einem so handelnden Werke einen moralischen Vorwurf machen zu wollen. Denn schließlich bedeutet dies ja nur eine Form notwendiger Wahrnehmung = ** Philologentag. Die 47. Versammlung deutscher Philologen und Schulmänner findet in den Tagen bom 7-10. Oftober in Halle statt. U. a. wird auch Prefessor Sauer Gießen einen Vortrag halten:„ Die Homer- Apotheose des Archelaos." * ** Tas sozial emokratische Wahlkomitee des Wahlkreises Alsfeld- Lauterbach- Schotten hielt am vergangenen Sonntag in Alsfeld eine Bezirksversammlung ab. Auf der Tagesordnung stand: die Tätigkeit der Partei während der letzten Reichstagswahl. Als Redner waren anwesend Dr. Michels aus Marburg und Stadtv. Orbig aus Gießen. * * * ** 06 An der Gro Friedber August ein Frauen und Aurse über 2 Dauer von Benutzung de * Beit furrenz im schäftsmann Unternehmen Der Verbandstag Gabelsberger'scher Stenographen in Hessen und Waldeck, welcher Sonntag in Fulda stattfand, erfreute sich lebhafter Beteiligung und nahm einen anregenden, befriedigenden Verlauf. Als Dct des Verbandstages in 1904 wurde Alsfeld gewählt. Hervorragendes Interesse beanspruchte im Laufe des Sonntag- Programms die Festrede des Herrn Realschuldirektor Prof. Dr. Piz- Alsfeld über das Thema:„ Die Stenographie im Beruf und in der Schule." ** Der nächstjährige Weinbau- Kongreß findet in Neustadt a. H. statt. * Der Vorschußverein Fulda hat seine Umwandlung in eine Genossenschaft mit beschränkter Haftung beschlossen. * Unfall. Gestern Vormittag glitt auf dem Trottoir am Brandplab Gießen eine ältere Dame aus und kam zu Fall, wobei sich dieselbe eine erhebliche Kopfwunde zuzog. Der Unfall wurde dadurch hervorgerufen, daß dort stehende Gemüsehändler, insbesondere Gurfenverfäufer, faule Gurkenteile auf die Straße und Trottoir warfen, obrohl dieselben am letzten Wochenmarkt auf die Folgen aufmerksam gemacht und ihnen dieses verboten wurde. * * Ueberfahren. Auf dem Gießener Bahnhof wurden heute Mittag 11.30 Uhr dem Weichensteller Adolf Reinhard aus Wieseck beide Beine abgefahren. Der Verunglückte stand im 60. Lebensjahre. noch vereinzel behaupten, sie nur so", den muß jeder G allgemeinen laut B. 8t jungen Gesch Ausdauer das er alle Dam Frage, ob er Das wenig Mann behau * Der Kriegerverein Gießen hielt gestern abend in seinem Vereinslokal, Restaurant Feidel, eine Hauptversammlung verbunden mit der Gravelottefeter ab. Die Leitung hatte in Behinderung des 1. Vorsitzenden Oberamtsrichter Wiener das Vorstandsmitglied Bommersheimer. Zu Eingang hielt der Ehrenpräsident des Vereins, Postsekretär a. D. Meyer, eine auf den Tag passende, recht patriotische Ansprache, welche er in einem Hoch auf Kaiser und Reich gipfeln ließ. Kam. Margolf erläuterte dann an der Hand einiger Karten den Verlauf des denkwürdigen Tages und betonte gerade die schwierige Aufgabe, die den hessischen Truppen zugefallen war. Von den Beschlüssen der Versammlung ist zu erwähnen: Die verstorbenen Kameraden werden auch in Zukunft mit Musik beerdigt, außerdem berl neb Wa 300 G Wes Scha betro jeder, dem gewanfchten geichnappt wird. Die Un fäufern daju n deres als Erja wird vielfach den Mann zu b verdient wird. dridlich Es ha vor Enttäuschun Geboft, feine Sto Don Ratten befre und Geflügel ab anderes wählen, Nagetiere todbr fdhnappt. 2n Padungen à 50 6.-mt. mo wir bereitwillia wilb. Unhalt& durch die all herausgefordert egierungen ihre fen. Wenn es zu veranstalten mfang, welchen ndustrie be der technischen e Schuppoliti dung lediglic nde zu treiben. en auf Roften ettere derartige tann, fei nur Tugust 1903 ut dem letzten von nicht nur Großherzog Silber und medaille wird Ch den Reffort fifchen Staats auch an nicht f nicht getragen berg beging tritts des Be her gestern sein Des Erbachschen Flichen Standes ahlin, Gräfin ige Tochter des Tältefte Sohn, eth, Brinzessin 1, Graf Viktor, Fuß in Pots sabeth noch im ugen im Jahre Großherzog 14 645,71 M., eßlich der nicht 2362 Mt., für Innere Mission Gemeinden des spora 4387,87 ür die Gustav 060 Mt., und reiwilligen Bei bicht- Stiftung mmlung deutIn den Tagen wird auch Pr halten:„ Die omitee des h- Schotten eine Bezirksver : die Tätigkeit hl. Als Redner g und Stadtv Serger'fer welcher Sonntag ter Beteiligung Verlauf. Als Isfeld gewählt ufe des Sonn lealschuldiretor Stenographie reß findet in hat seine Umanfter Haftung uf dem Trottoir 18 und fam zu fwunde zuzog dort stehende faule Gurten brohl dieselben mertfam gemat Bener Bahnhof henfteller Adolf 1. Der Verun hielt geftern bel, eine Haupt efeter ab. Die enden Oberamte mersheimer. Bu paffende, recht ins, Bofifelretär Soch auf Raifer äuterte bann an denkwürdigen ufgabe, bie ben den Beschliffen torbenen Rame rbigt, außerdem wird jebem verstorbenen Kameraben noch ein Kranz gewidmet, der mit entsprechender Ansprache am Grabe niedergelegt wird. Wünschen mittellose Witwen oder die Angehörigen eine Beerdigung mit Musit nicht, so erhalten dieselben wie früher 35 Mt. aus der Kriegervereinsfasse.- Der Tag von Sedan wirdauch in diesem Jahre vom Verein gefeiert; nach dem gefaßten Beschluß findet die Feier auf Hardt's Terrasse am 30. August statt, welche auch mehr den Charakter eines Boltsfestes erhalten soll und der Zutritt jedem anständigen Bürger mit dessen Familie gestattet sein wird. Am Schluß der Versammlung berichtete der Schriftführer noch über den Mitgliederbestand. Der Verein zählt heute wieder 300 Mitglieder, also sind im letzten halben Jahr mehr Zu- als Abgänge zu verzeichnen gewesen. Ein gemütliches Beisammensein, bei dem besonders die älteren Veteranen aushielten, schloß sich der Versammlung an, wobei die alten Kriegserinnerungen wieder aufgefrischt wurden. - 1 ** Der Frühhafer ist dem Ausfallen stark ausgesetzt und richtet starter Wind hier oft großen Schaden an, weshalb man die Vollreife auf dem Halme nicht erwarten darf. Das Nachreifen auf der Erde schadet nicht, jedoch läßt man ihn häufig viel zu lange liegen, damit er sich rein ausdreschen lasse. Dadurch verliert aber sowohl das Korn an Ansehen und namentlich auch das Stroh an Futterwert, weshalb man viel besser tut, ihn nach einigen Tagen einzufahren, weil ja die im Futterstroh zurückbleibenden Körner durchaus nicht verloren sind. * ** Obst- und Milch verwertungskursus. An der Großh. Obstbauschule und landw. Winterschule in Friedberg findet vom Montag, 24. bis Mittwoch, 26. August ein Kursus über Obstverwertung im Haushalt für Frauen und Mädchen statt. Im Anschluß hieran finden Kurse über Milchverwertung im bäuerlichen Haushalt in der Dauer von drei Tagen statt mit praktischer Anleitung unter Benutzung der neuesten Handmaschinen. * " | " Der eine macht eben auf diese Weise Propaganda, der andere auf jene und es dürfte sich wohl die Erörterung der Frage lohnen, welche Art der Reklame die wirksamste ist. Die ,, Kunst der Reklame" will erlernt sein, nicht Jedermann beherrscht sie, und es kann darin viel Geld nuplos weggeworfen" werden. Bei der Reklame vermittels der ZeitungsAnnonce ist ein Riesito so gut wie ausgeschlossen, denn sie verfehlt selten ihre Wirkung. Allerdings kommt es auf die Fassung und den Inhalt des Inserats an, doch wird in dieser Beziehung jede Zeitungs- Expedition dem Inserenten gern mit Ratschlägen zur Seite stehen. Bei wirkungsvoller Abfassung bleib der Erfolg der Zeitungs- Annonce nie aus; er ist sicher. + Lich, 18. August. Die Bahn Buzbach- Lich geht ihrer Vollendung entgegen. Einige Geländeschwierigkeiten sind behoben und wird die Bahn sicherem Vernehmen nach zum 15. Oktober dem Verkehr übergeben. × Schotten, 18. Auguft. Die alljährliche Lehrerkonferenz findet am 25. August im Lehrerheim„ Vogelsberg" statt. * Schlitz, 14. Auguft. Der Leinweber Jakob Heil von hier machte in der vorigen Woche im Zustande geistiger Umnachtung einen Selbstmordversuch, indem er sich zu erhängen suchte, jedoch noch rechtzeitig abgeschnitten wurde. In der Nacht vom Sonntag zum Montag hat derselbe, nur mit Hemd bekleidet, die Wohnung verlassen und ist seitdem troß eifrigen Suchens nicht gefunden worden. Jedenfalls hat er nunmehr den Tod im Wasser gesucht und gefunden. Wallenrod. In einem benachbarten Dorfe erhielt ein Dienstmädchen von seiner Dienstherrschaft in sein Dienbuch folgendes Zeugnis geschrieben:" Sofhie hat bei mir 6 Jahren wägen ihrer Dienstzeiht sich sehr Gueht und Dräu und Ehrlig betrachen." Maurr u. Plaut- Cassel und Menke Eichelberg und SohnMarburg zu 98,63 pCt. zugeschlagen worden. Geländerrutschen der Kinder ein Menschenleben zum Opfer * Offenbach a. M.. 18. Auguft. Hier hat das leidige gefordert. Der 11jährige Sohn eines Arbeiters kam bei dem Geländerrutschen zu Falle und erlitt einen Schädelbruch. Er starb unter heftigen Schmerzen. * Marburg, 18. August. Die 3/ 2prozentige Marburger Beitungs- Annoncen. Bei der heutigen Kon Stadtanleihe von 32 Mill. Mark ist den vereinigten Bankfurrenz im Erwerbsleben ist jeder vorwärtsstrebende Gehäusern Dresdener Bank- Berlin, H. Bartels- Hannover, schäftsmann von der Notwendigkeit überzeugt, für sein Unternehmen Propaganda machen zu müssen. Es giebt zwar noch vereinzelte Geschäftsleute, die mit einer Art Großtueret behaupten, sie machen keine Reklame", aber auch diese„ tun nur so", denn Reklame macht tatsächlich jeder Geschäftsmann, muß jeder Geschäftsmann machen, sonst unterliegt er bei dem allgemeinen Wettrennen. Der Schreiber dieser Zeilen sah, laut B. 8tg.", fürzlich auf einem Vereinsvergnügen einen jungen Geschäftsmann, der mit einer bewunderungswürdigen Ausdauer das Tanzbein schwang und nicht eher ruhte, bis er alle Damen im Kreise herumgewirbelt hatte. Auf die Frage, ob er denn gar so tanzlustig sei, meinte er verschmißt: Das weniger, aber das Geschäft!" Und dieser Mann behauptete immer ,, er mache teine Reklame!" 000000000. " * Mainz, 17. Aug. Der Kaiser trifft am 24 Auguſt hier ein. * Mainz, 18. Angust. Im Schlachthause stieß eine Kuh nach den Schießapparat, als er ihr aufgesetzt werden sollte. Dadurch ging der Schuß los und traf den Meggerburschen, der die Kuh schlachten wollte, in den Oberschenkel. 0000000000000 Grosser 0000 Bingen a. Rh. Räumungs- Ausverkauf. Anfang Oktober verlege ich mein Uhren-, Gold- und Silberwarengeschäft nach Neustadt 19( Neubau) neben Herrn Metzgermeister Kreuder. Bis dahin verkaufe sämtliche Waren- Vorräte zu bedeutend herabgeschten Preisen. D. Kaminka, Uhrmacher. Gießen. Marktplatz. 60000000000000 Jean Dern& Co. Giessen. Gegründet 1883. Bureau und Lager: Inhaber: Oskar Gutmann. Westanlage 31 Telephon 21. Gegründet 1883. Cementwaren- Fabrik und Lager: Frankfurterstr. 114, eign. Bahnanschl, Bau- und Kanalbau- Artikel. Trottoir-, Fussboden- und Wandplatten. Grösstes Lager am Platze in sämtlichen Bauartikel. Schändlich betrogen t jeder, dem att des von ihm gewänschten Rattenmittels Es hat geschnappt fillschweigend etwas anSeres als Ersatz oder ebensogut perabfolgt wird. Die Unfenntnis des Publifums wird vielfach von gewißenlosen Der. fäufern dazu mißbraucht, Surrogate an den Mann zu bringen, well mehr daran verdient wird. Man verlange aus. brüdlich, Es hat geschnappt". Wer sich Dor Enttäuschungen bewahren will, sein Gehöft, seine Stallungen, Dorratsräume Don Ratten befreten will, der fann nichts anderes wählen, als das für Haustiere und Geflügel absolut unschädliche, für Nagetiere todbringende Es hat ge schnappt". Nur echt in plombierten Padungen à 50 Pfg., 1, 3.- und 6.- mr. Wo nicht zu haben, weisen wir bereitwilligst Bezugsquellen nach. Wilh. Unhalt 6. m. b. H., Kolberg. Zu vermieten: 2 Rhein. Technikum für Maschinenbau und Elektrotechnik. Progr. frei. Herde bom Herborner Eisenwerk, Wilh. Krek in Wertheim, J. J. Jung und Eingesandt. [ Mißglückte Vereinsgründung.] Vor einigen Jahren zirkulierte eine Liste in Grünberg um Unterschriften zu sammeln; Statuten lagen bei. Es war beabsichtigt, einen Bürgerverein zu gründen, welcher die städtischen Angelegenheiten besprechen, nötigenfalls dem Stadtvorstande beratend zur Seite stehen sollte. Etwa siebenzig angesehene Bürger hatten sich schon in die Liste eingezeichnet, als plötzlich Statuten und Liste verschwunden waren. Dem das „ Malheur" passiert, hatte angenommen, dieser Verein solle eine Bevor mundung des Stadtrates sein. Der Gründer hatte aber ausdrücklich dieses verneint; es handelte sich vielmehr darum, die Bürgerschaft in ausgiebigfter Weise von den Beschlüssen und Debatten des Gemeinderats in Kenntnis zu setzen, auch sonst, wo es erforderlich sei, in das Gemeinderad beratend mit einzugreifen. Jetzt fann's nun wieder von vorn losgehen! Arbeitsnachweis der Stadt Gießen Gartenstraße Nr 2( Bürgermeistereigebäude) Zimmer Nr. 14. 11 Pferdeknechte, 5 landwirtschaftliche Arbeiter, 2 Es tönnen eingestellt werden: landwirtsch. Mägde, 1 Bementmüller, 1 Erdarbeiter, 1 Kunſtschlosser, 1 Bauschlosser, 1 Schmied, 1 Tapezierer, 8 Schreiner, 1 Drechsler, 2 Glaser, 1 Spengler, 7 Hausburschen, 1 jüngerer Kellner, 1' Restaur.- Köchin( ausw.), 1 Köchin, 18 Dienstmädchen gegen hohen Lohn für hier und auswärts, 1 besseres Kindermädchen, 3 Lauffrauen, 1 Blätterin nach ausw. Lehrlinge: 2 Bäcker. Es suchen Arbeit: 2 Pferdefnechte, 1 landwirtsch. Arbeiter,( leichte Arb.it), 1 Gartenarbeiterin, 2 Kutscher, 1 Installateur, 3 Spengler, Maschinist oder Heizer, 1 Bauschlosser, 2 Maschinenschlosser, 3 Buchbinder, 1 Packer oder Lagerarbeiter, 1 Schreiner, 2 Glaser, 1 Weißbinder, 1 Küchenchef, 4 Hausburschen, 2 Schreibgehülfen, 2 Dienstmädchen, 1 Stüße der Hausfrau, 2 Kindermädchen, 2 Lauffrauen, 1 Laufmädchen, 4 Waschfrauen, 1 Büglerin, 2 Weißzeugnäherinnen, 1 Flickerin. Lehrlinge: 1 Schreiner für auswärts. Markt. Frankfurter Hen- und Strohmarkt vom 18. Aug. ( Amtliche Notierungen.) Heu per Zentner Mt. 3.10 bis 3.40, Stroh per Zentner Mt. 2.25. 88erantwortlich: für den politischen und Inseratenteil Albin Klein: für bas Botale, den Gerichts." und" Oeffentlichen Sprechsaal": Fr. Cpp mann Drnd unb Berlag ber Gießener Verlagsbruderet( vorm. Wilh. Keller), Gießen. Wärterin gesucht. Für die Provinzial- Siechenanstalt Oberhessen wird eine tüchtige Wärterin zur Bedienung einer einzelnen Dame auf sofort gesucht. 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Allen denen, die sich durch Er ältung oder Ueberlabung des Magens, durch Genuß mangelhafter, schwer verdaulicher, zu heißer oder zu falter Speisen oder durch unregelmäßige, Lebensweise ein Magenleiden, mie: Magentatarrh, Magenkrampi, Magenschmerzen, schwere Verdauung oder Verschleimung zugezogen haben, set hiermit ein gutes Hausmittel empfohlen, dessen vorzügliche Heilsame Wirkungen schon seit vielen Jahren erprobt sind. Es ist dies das Verdauungs und Blutreinigungsmittel, der Hubert Ullrich'sche Kräuter- Wein. Dieser Kräuter- Wein ist aus vorzüglichen, heilkräftig befundenen Kräutern mit gutem Weine bereitet und stärkt und belebt den ganzen Verdauungsorganismus des Menschen ohne ein Abführmittel zu sein. Kräuterwein beseitigt alle Störungen In den Blutgefässen, reinigt das Blut von allen verdorbenen krankmachenden Stoffen und wirkt fördernd auf eine Neubildung gesunden Blutes. Durch rechtzeitigen Gebrauch des Kräuter- Weins werden Magenübel meist schon im Reime erstickt. Man sollte also nicht säumen, seine Anwendung allen anderen scharfen, äßenden, Gesundheit zerstörenden Mitteln vorzuziehen. Alle Symptome wie Kopfschmerzen, Susstoßen, Sodbrennen, Blähungen, Uebelkeit mit Erbrechen, die bei chronischen( beralteten) agen leiben um so heftiger auftreten, werden oft nach einigen Mal Trinken beseitigt. Stuhlverstopfung und deren unangenehme Folgen, wie Beklemmung, Solikschmerzen, Herzklopfen, Schlaflosigkeit, sowie Blutanstauungen in Leber, Wiil und Pfortaber system( Hämorrhoidalleiden) werden durch Kräuter- Wein rasch und gelind beseitigt. Kräuter- Wein belebt 1dwede Unverdaulichkeit, verleiht dem Verdauungssystem einen Ausschwung und entfernt durch einen leichten Stuhl He untauglichen Stoffe aus dem Magen und Gedärmen. Hageres, bleiches Aussehen, Blutmangel, Entkräftigung sind meist die Folae schlechter Berdauung, mangelhafter Blutbildung und eines frankhaften Zustandes der Leber. Bei gänzlicher Appetitlosigkeit, unter nervöser Abspannung und GemütsverNimmung, sowie häufigen Bopfschmerzen, schlaflosen Nächten, fiechen oft solche Kranke langsam dahin. Kräuter- Wein giebt der geschwächten Lebenskraft einen frischen Impuls. Kräuter- Wein steigert den Appetit, befördert Berdauung und Ernährung, regt den Stoffwechsel kräftig an, beschleunigt und verbessert die Blutbildung, beruhigt die erregten Nerven und schafft dem Kranken neue Bräfte und neues Leben Zahlreiche Anerkennungen und Dankschreiben beweisen dies. BräuterWein ist zu haben in Flaschen à Mt. 1.25 und Mr. 1.75 in den Apotheken von Gießen, Großen- finden, klar. Fro hausen, raunfels, Butzbach, Brandoberndorf, Gladenbach, Weilburg, GroßenBuseck, Allendorf, Grünberg, Lich, Hungen, Laubach, Bad- auheim, Marburg u. f. w., sowie in allen größeren und kleineren Orten ganz Deutschlands in den Apotheken. Auch versendet die Firma Hubert Ullrich, Leipzig, Weststrasse 82", im Engiosverkauf 3 und mehr Flaschen Kräuterwein zu Originalpreisen nach allen Orten Deutschlands portound fistefret. Mindestquantum im Engrosversand also brei Flaschen. Vor Nachahmung wird gewarnt. Man verlange ausdrücklich Hubert Ullrich, schen Kräuterwein. Mein Kräuterwein ist kein Geheimmittel; seine Bestand teile sind: Malegamein 450,0, Weinsprit 100,0, Glycerin 100,0, Rotwein 240,0, bereschensaft 150,0 Kirschfaft 320,0, Fenchel, Anis, Helenenwurzel, amerif. Kraftwurzel, Enzianwurzel, Kalnémurzel aa10,0. Diese Bestandteile mische man II. Sefftsch- Thüringische Staatslotterie ( Mitteldeutsche Staatslotterie) Biehung V. Klasse 18. Auguft 1903. Städtische Pflichtfeuerwehr. Donnerstag, 20. August, abends 8 Uhr im Turmhaus am Brand Uebung der 3. und 4. Rotte. Gießen, am 15. August 1903. Der Branddirektor: Traber. Contentia. ( Wohlthätigkeitsverein) Samstag, den 22. August 1903 findet bei Mitglied Arnold( Schipkapaß) die statulgemässe Generalversammlung statt. Tagesordnung: 1. Vierteljahrsabrechnung. 2. Abänderung des § 5 der Statuten. 3. Wintervergnügen. 4. Verschiedenes. Anfang punkt 9 Uhr. Der Vorstand. Bringe meine im vorigen Jahre neuerboute Restauration Marburgerstr.27 deren Räume ich noch kürzlich durch sehenswerte dekorative Wandmalereien ausstatten ließ, in empfehlende Erinnerung. Zum Ausschank gelangen die anerkannt guten Biere de Brauerei Ihring, Lich, sowie reingehaltene Weine erster Firmen. Hochachtungsvoll Emil Kalbfleisch, Gießen. Zum küblen Grund Gießen. Inh. Johann Seeger, Neuenbäue 5. Bürgerliches Restaurant. Mittagstisch 50 Pig. Ausschank der Attien- Brauerei Gießen. Vereinszimmer ¤¤¤¤¤¤¤¤¤¤¤¤ Bandeisen eine größere Menge, hat sehr billig Alle Nummern, neben welchen nichts bemerkt ist, sind mit 200 Mark gezogen. ( Ohne Gewähr.) 67 71 87 104 8 50 286 324 36 45 424 61 514 48 52 664 78 701 62 906 49 1074 152 63 284 415 59 82 568 712 39 62 85 822 922 84 89 2242 867 659 745 805 28 96 987 3001 96 109 225 75 300 14 87 78 415 19 542 694 779 949 54 74 95 4028 164 84 802 96 451 79 517 24 65 608 [ 250] 78 707 54 804 10 62 63 986 5009 14 163 214 76 370 405 36 66[ 300] 97 562 662 742 840 57 01 93 910 13 57[ 250] 78 6059 94 100 272 80 91 878 406 521 61 614 49 98 701 11[ 10 000] 15 21 51 53 896 934 92 7013 102 88 68 93 292 413 525 39 71 635 745 806 22 37 74 901 17 47 8004[ 300] 43 56 68 104 11 70 87 217 26 375 523 46 88 607 725 841 45 90 93 965 0024 31 63 152 229 58 81 334 72 515 91 98 634[ 250] 81 745 72 79 818 64 88 959 83 10080 84 122 81 289 95 325 36 48 408 97 523 27 602[ 250] 51 70 740 800 48 11019[ 400] 24[ 250] 30 128 48 223 63 68 379 422 64 583 819 708[ 400] 7 846 78 12022 98 101 39 70 256 80 321 40 66 438 72 73 91 548 67 611 60 728 37 79 800 917 30 61 13005 30 149 209 19 32 41 88 96 97 446 56 593 721 84 74 808 53 67 94 944 77 14041 42 69 96 112 [ 3000] 67 261 74 899[ 250] 408 546 74 98 99 628 48 735 45 57 77 84 858 71 92 917 69 70 15015 148 72 75 204 12 352 80 84 85 406 18 21 512 672 858 93 927 68 16032 110 78 214 81 897 499 542 97 637 800 5 11 31 60 77 926 68 17098 170 251 59 60 86 90 419 68 529 78 623 50 719 835 67 94[ 300] 949 57 18025 30[ 300] 32 33 107 89 98 206[ 300] 24 30[ 400] 44 366 472 668 765 92 810 17 28 79 19080 84 114 37 60[ 250] 214 308 20 59 407 27 66 536 600 722 886 940 20132 94 219 73 324 68 442 47 82 513 37 72 625 93 711 12[ 250] 40 814 940 60 21001 3 195 302 438 49 536 81 662 84 91 704 917 44[ 250] 67 94 22021 77 101 52 205 83 34 80 386[ 1000] 420 32 526 93 059 67 84 97 705 78 822 74 901 15 23105 63 75 209 47 84 313 400 542 73.96 619 703 12[ 250] 15 18 31 81 927[ 2000] 29 32 68 76 24023 58 59[ 400] 114 75[ 400] 214 16 27 61 402 13 31 745 63 94 969 75 25128 29 64 72 230 77 462 501 689 841 953 72 26015 85 54 288 316 31 98 421 94 527 77 81 607 12 56 744 97 816 909 27016 22 37 60[ 1000 64 101 27 39 90 218 74 369 84 427 80 88 90 505 6 58 615 19 23 25 43 94 769 90 812[ 250] 49 78 920 91 28090 124 307 53 73 91 548 93 605 54 739 49 800 15 78[ 300] 85 29063 81[ 250] 121 68 74 265[ 250] 426 59 91 562 90 613 23 24 737 72 800[ 250] 10 25 55 916 71 86 30067[ 250] 128 219 379 479 576 614 773 820 49 901 49 97 31201 [ 300] 42[ 300] 50 58[ 250] 82 351 455 659 79 720 878 985 97 32117 63 268 87 328 77 419 70 511 16 17 55 634 64 95 745[ 3000] 817 22[ 1000] 25 91 960 33042 90 134 67 76 90 98 245 53 302 67 92 509 15 42 80 641 48 81 757 85 802 50 970 82 34040 43 49[ 400] 77 112 64 75 80 236 37 42 54 324 59 79 400 25 514 48 609 728 78 804 65 987 90 35034 71 106 8 30 58 93 330 32 33 34 97 567 760 832 94 974[ 300] 36015 16 32 59 68 71 128[ 250] 70 83 89 274 503 44 645 58 60 75[ 250] 827 968 79 90 37058 104 215 40 92 354 76 86 95 408 49 52 513 631 705 80 831 40 71[ 5000] 970 38050 63 70 231 68 307 511 16 22 85 649 736 46 47 52 860 3001 71 922 81 89 39021 22 37 45 103 228 48 76 304 25 444 512 667 720[ 300] 78 814 70 97 909 57 87 40010 21 26 100 210 78 309 23 450 74 602 64 77 768 820 87 912 28 45 41094 173 254 62 98 309 12 40[ 400] 81 458 566 679 97 709 41 61 829 47 71 952 71 90 42006 33 124 82 38 209 39 305 11 46 49[ 250] 56 67 86 406 39 45 90 91 576 656 97 830 84 65 904 6 11 96 43248 339 439 44 545 75[ 2000] 609 711 42 61 70 803 32 962 91 93 44079 146 61 261 366 89 535 42[ 250] 57 71 656 59[ 250] 85 751 59 806 994 45011 38 50 121 52 56 265 79 315 41 59 529 30 84 623 85 755 809 70 80[ 300] 918 36 57 46000 8[ 250] 16 41 156 279 478 512[ 250] 604 41 55 93 896 956 81 47131 279 88 311 49 453 519 653 55 63 65 abzugeben die Expedition. ¤¤¤¤¤¤¤¤na Man verlange: GRELOGNAC PTY CHELL SO Aerztlich empfohlen. Vielfach preisgekrönt. Gesetzlich geschützt., Unsere Destillate sind in unserer Brennerei aus gesunden französischen und deutschen Weinen gebrannt. Erste Taunus- Cognac- Brennerei Fritz Scheller Söbne Homburg v. d. H. Gegründet 1843. 1/1 Flasche M. 1.80. 2.40, 3., 4., 5., 1/2 Flaschen verhältnissmässig. Preise stehen auf den Etiketten. Niederlagen durch Plakate kenntlich. Ohne Fleiss keinen Preis AURORA Patentkummet der neuzeit. Dreifacher Schutz. Rummete aus einem Stück Leder ohne jegliche Naht, schöne unveränderliche Form und tadelloser Sitz. Hölzer sind abnehmbar, was bei Zusammenhängen oder Umfallen der Pferde sehr zweckmäßig ist, da durch eine einfache Hebellösung soort die Hölzer abfallen. Ausgestattet mit formenschönen und stilgerechten Beschlägen. Groß- Felda. Louis Völzing. Inhaber der goldn. Medaille Paris 1900. Balk- und Marmorwerke, Dampfziegelei, August Gabriel jr., Gießen. Massenfabrikation. Werke Abendstern. 728 802 28 941 48028 35 268 408 12 21 53[ 1000] 526 604 18 731[ 250] 816 70 96 919 49026 28 53 63 111 308 59 463 505 25 644 78 91 732 52 77 846 72 907 50035 38 82 93[ 1000] 105 75 98 202 4 53 329 414 522[ 1000] 49 63 78 619 869 940[ 250] 88 51042 109 15 43 45 217 821 66[ 400] 480 510 19 87 615 17 31 714 27 95 818 48 918 20 58 63 52113 45 223 300[ 250] 455 68 76[ 250] 85 99 585[ 300] 641 30 97 708 18 893 974 53006 76 118 26 1250] 218 323 67 414 82 564 73 91 678 703[ 250] 821 33 39 57 983 54000 126 71 73 220 353 516 640 51 90 836 42 74 85 922 36 73 76 55147 94 264 308 86 536 619[ 250] 29 713 26 835 43 49 60 900 17 56057 62 160 72 83 207 36 51 316 98 412 24 512 34 604 12 24 72 80 702 26 872 983 97 57002[ 300] 14 24 78 85 255 59 307 55 95 478 97 550 95 679 872 76 94 98 58083 90 166 253 62 67 93 319 29 440 56 502 52 53 59 66 94 706 55 81 85 925 76 95 59035 118 82 207 14 26 33 324 66 406 86 592 745 812 57 69 915 20 96 60073 124 202 90 99 324 69 80 88 463 787 830 44 61 90 955 71 85 [ 300] 61102[ 400] 47 87 309 407 24 46 56 570 85 614 1 46 849 88 82 922 88 90 62030 74 77 88 164 74 283 305 6 33 79 476[ 300] 502 46 74 97 45 55 75 724 67 1300] 865 63194 301 73[ 300] 546 92 662 705 84[ 250] 904 9 18 82 64089 146 75 219 69 370 423 540 99 612 81 34 65 700 300] 15 50 58 73 65101 220 92 330 77 403[ 250] 10 90 93 542 660 723 48 923 26 66020 111 206[ 300] 10 93 354 425 52 71 93 95 553 70 616 65 89 90 817 57 926 72 92 67151 88 230 356 91 501 020 711 28 62 856 68016 109 40 282 336 38 41 45 55 77 85 441 92 518 89 602 94 707 97 74 852 82 90 909 45 69000 4 85 281 349 90 465 66 525 626 50 750 87 90$ 80 52 917 41 60 70038 40 67 90 113 208 373 417 503 19 48 716 53 87 810 938[ 250] 66 82 71063 96 111 38 46 219 63 84 310 36 439 52 76 649 769 817 61 81 937 57 61 70 72 72059 68 69 127 68 310 33 39 70 463 515 18 36 659 721 96 886 51 52 94 950 73005 41 155 57 220 28 29 317 32 56 84 94 456 82 544 57 646 60[ 250] 716 67 69 93 95 816 89 96 942 78 93 74026 92 161 246 57 84 316 437 50 536 76 600 83 759 88 829 30 75020 37 60 93 205 21[ 1000] 56 70 81 315 66 89 418 711 880 924 29 62[ 300] 73 76050 66 87 158 228 60 430 618 84 707 8 28 30 54 64 78 864[ 300] 76 980 77064 75 84 99 123[ 300] 211 26 328 82[ 250] 461 529 88 609 19 88 96 746 51 79 855 78074 116 86 247 50 04 807 68[ 300] 400 54 572 77 604 17 52 788 818 79032 95 98 113 27 84 272 97 832 43 50 56 78 422 83 500 1 81 83 609 28 54 69 70 90 704 36 836 901 18 34 80026 56 57 135 217 336 64 507 51 781 84 800 46 57 78 934 62 86 89 81015 79 100 18 42 97 217 29 38 50 364 85 480 79 528 611 19 23 43 45 72 78 95 706 24 81 822 71 906 82005 60 76 82 139 82 305 17 34 95 455 516 59 615 85 93 703 55 852 83016 44 50 57 92 129 59 65 205 409 25 29 581 606 37 89 710 57 61 80 95 803 32 917 88 84019 20 75 215 72 76 84 337 41 42 46 78 505 617 23 75[ 400| 721 23 43[ 300 u. e. Pr. v. 60 000] 957 85006 43 92 118 241 95 324 62[ 250] 67 402 14 530 654 78 80 90 790 849 51 66 901 86916 48 103 38 77 79 209 446 587 93 676 732 70[ 400] 75 78 869[ 20000] 958 87016 35 65 77 135 200 61 89 327 92 555 94 616 783 99 847 49 75 974 79 88040 296 322 55 404 23 40 48 531 48 603 44 78 88 761 70 820 928 65 89066 162 75 213 43 304 413 50 639 79 730 78 829 902 90150 251 71 72 86 87 97 351 82 86[ 1000] 98 417 507 25 602 781 38 834 39 71 91 989 91018 97[ 300] 113 42 207 43 74 330 403 90 502 62 648 66 72[ 300] 772 831 78 92045 46 67 80 200 4 16 29 30 58 487 507 58 98 617 41 45 48 703 19 24 817 27 84 900 13 20 21 56 93 98 93022 110 37 50 220 52 60 64 68 92 439 760[ 300] 823 43 79 90 971 94045 [ 1000 58 62 78 132 261 337 97 436 516 620 95 779 97 809 28 53 70 83 99 932 40 000] 62 71 95132 50 214 40 441 62 530[ 400] 35 62 63 97 602[ 400] 18 22 749 51 69 849 72 73 927 51 66 96128 57 63 205 9 13 42 65 76 84 318 86 72[ 400] 433 88 96 518 41 622 32 51 721[ 300] 97 873 91[ 1000] 924 50 73 97040 70 144 69 94 293 326 49 59 481[ 400] 51 597 602 20 37 96 928 41 67 995 98025 156 224[ 250] 445 83 554 659 62 725 49 98 862 64 88 949 85 99126 89 96 206 67 306 34 61 70 536 634 45 62 745 87 91[ 2000] 810 86 91 900 14 47 ſtaatl. konz. Kolle kteur Bäue 11. der Heſſiſch- Thüringiſchen( Mitteldeutſchen) Staats- Lotterie. Richard Buchacker, Giessen. Neuen - Bahnanschlüsse. Telephon Nr. 84. Dobbelspännigen Wagen, in gutem Zustande, verkauft Heinr. Feldmann 11, Lauter. Zur bevorstehenden Saison bringe mein großes Lager in Sicheln, Sensen, Wetsteinen, Sensenwürfe, Sensenringe, Fruchtreffe, Fruchtpressen, Keltern, Bohnenmesser und Boynenmaschinen Erntestricke 2c. in empfehlende Erinnerung. Ganz besonders mache auf meine Sensenmarken: ,, Silberstahl" ,, Regenbogen" aufmerksam. Hochachtungsvoll orrmann. Edgar Bo Eisenhandlung. Haus- und Küchengeräte. Kohlen bon ben beften Rechen, Wukkohlen, Anthracit, prima rheinische Briketts und oks Ju ben billigsten Breisen. Prima Tannen- Brennholz pro Centner geschnitten wt. 1.20 gebadt 10 " " 1.80 febes Quantum fret ans Saus liefert And. Euler. Adieu, Herr Jonas. Adieu Apropos" rief er dem FortAUS DEM REICHE Rr. 193. Famil Mittwoch den 19. Auguft 1903.