Nr. 297. bonnementspreis: in Gießen, abgeholt monatlich 50- fs., he's Saus gebracht 60 fs., burch die Boff bezogen viertel fahrlich M. 1.50. Frati beilagen: Oberbeffifche Familienzeitung( tägli Oberbeffische Beitschrift für Landwirtschaft, obft- nab Bastenbau, sowie bie Chener Getfenblasen( whentlich). Das Blatt erscheint en allen Barkingen nauwitags. Freitag, den 18. Dezember 1903. Gießener 12. Jabraang. Infectivaspret Die einfaltige Beitgeile für Stegen wir sang Oberheffen, die Kreife War unb arburg 10 g. foft 15 Bfg.: Reklamen die Betitselle 30 resp. 40 94 Boftzeitungsliste No. 3200. Robation und Frvebition: teßen Remenweg 8. Neueste Nachrichten ( Stefener Tageblatt) Anaßßängige Tageszeitung für Oberheffen und die Kreise Marburg und Weklar; Lokalanzeiger. für Gießen und Umgebung. Cuthilt alle amtlichen Bekanntmachungen der Großh. Bürgermeisterei Gießen und anderer Behörden von Oberhelfen. Die neuen Gruppen im Reichstage. ( Von unserem parlamentarischen Mitarbeiter.) Als seiner Zeit die Reichstagswahlen beendigt waren wurde auf Grund der statistischen Ziffern festgestellt, daß sic in dem neuen Parlament, trotz der Grenzverschiebungen be den einzelnen Parteien, eigentlich nicht das geringste ver ändert habe. Das ist aber feineswegs der Fall. Der neu Reichstag zeigt gegenüber seinem Vorgänger große, gewisser maßen psychologische Verschiedenheiten auf. Am bedeut samisten ist das gespannte Verhältnis, das zwischen den, Zentrum und den Polen in Oberschlesien eingetreten ist urid das seinen prägnantesten Ausdruck in der herzlichen Be grüßung des oberschlesischen Abgeordneten Korfanty durch das geistige Haupt der Fraktion, den Fürsten Radziwill, gefunden hat. Korfanth treibt in Oberschlesien, ebenso wic Rulersti in Posen, gegenüber den Zentrum die Politik des schärfsten Terrorismus. Wenn auch das Zentrum durch den Mund des Abgeordneten Dr. Schädler und in der Presse noch die Ablehnung der polenfeindlichen Politik erklären lie B. so werden sich doch die neuen Verhältnisse im Laufe der bevorstehenden Periode sehr deutlich fühlbar madjen. Wer bei den letzten Etatsdebatten genau hingehört hat, tommte schon einen Hauch des neuen Geistes verspüren, als der Abgeordnete Dr. Schädler die Polen zur Treue gegen dam König und loyalen Achtung der Landesgeseße auffor derte. Hat so das Zentrum im Osten einen Abbruch erlitten, so find im Westen Verhältnisse eingetreten, die ihm wieder zu gute fommen. Die klerikale Partei in den Reichslander hat vollständig ihren protestlerischen Charakter abgestreif: und geberdet sich lediglich noch als eine unabhängige Landespartei, die auf eine Gleichstellung von Elsaß- Lothringen mi: den übrigen Bundesstaaten hinzielt. Seit dem Mannheimer Parteitage des Zentrums aber ist eine Bewegung im Gange die auf eine Angliederung der klerikalen Elsaßz- Lothringer au das reichsdeutsche Zentrum abzielt. Tritt einmal dieser Fall ein, dann dürfte der lezte Rest von französischen Sym pathien endgültig begraben sein, da auch keine der anderen reichsländischen Parteien sich zum Träger der deutschfeind lichen Politik gemacht hat. Das Zentrum fann allerding: das Verdienst, diese Entwickelung herbeigeführt zu haben, nicht für sich allein in Anspruch nehmen. Man branchi mir auf die blühende Entwickelung der reichsländischen Städte Straßburg an der Spitze hin zu blicken, un zu wissen, daß die wirtschaftliche Entwickelung der Reichs lende seit ihrer Einverleibung in das deutsche Reich dieses große Germanisationswerk in erster Reihe vollbracht hat. Die augenfälligste Veränderung im neuen Reichstage aber ist die Schaffung einer neuen Fraktion auf rein wirtschaftlicher Grundlage, die scheinbar ein Wort des verstor benen Finanzministers v. Miquel bestätigt, daß die alten politischen Parteien sich überlebt haben und daß das Parlament sich auf der Grundlage der wirtschaftlichen Bestre bungen neu formieren müsse. In ähnlicher Weise hat auch Professor Adolf Wagner vor Jahr und Tag bereits die Forderung erhoben, daß der Reichstag durch die Verleihung des Wahlrechts an Interessenverbände und Standesorganisationen ergänzt werden müsse. Man würde indes unseres Erachtens die neue Gruppe überschäßen, wenn man sie als eine prinzipielle Erscheinung betrachten würde. Sie ist nur ein Verlegenheitsprodukt, um den anschlußlosen Mitgliedern des Reichtags einen fraktionellen Unterstand zu gewähren. Von der inneren Zerflüftung dieser neuen Gruppe legte Der erste Fraktionsredner Abgeordneter Liebermann von Sonnenberg ein beredtes Zeugnis ab, indem er mehrfach betonte, daß seine Aeußerungen nur als persönliche MeiDieser Verlauf des ersten Demungen aufzufassen seien. buts läßt erkennen, daß man diesen Teil der Verschiebungen im Reichstag nur als eine rein formale Frage, lediglich als eine Etiquettierung anzusehen hat. Um so wichtiger aber sind die anderen Unterscheidungsmerkmale, die wir bereits oben erörtert haben. Der Hufftand der Bond: lzwarts. -Ein englischer Liebesdienst.- Mit den neuesten südafrikanischen Blättern kommen auch nähere Nachrichten über den Aufstand der Bondelzwarts Es ergieb: sich aus ihnen, daß der Aufstand in der Haupt. sache vorüber ist, daß er höchst wahrscheinlich auf Anstiften Englands erfolgte und daß England obenein nod Deutschlands Ungerechtigkeiten gegen die Hottentotten als Ursache des Aufstandes bezeichnet. Zunächst sei erwähnt, daß Warmbad jezt in voll ständiger Sicherheit vor den Hottentotten ist. Die in Cap stadt erscheinenden. Cape Times" berichten, daß die criter Meldungen von der Einäscherung Warmbads falsch wa en Dann wird gemeldet, daß die Hottentotten sich unaushaltiam. vor der Schußtruppe zurückzogen, sie tamen in Gefahr, im Sarasgebirge bollkommen eingeschloüen zu werden. An dem Tage( 21. November), an welchem die Aufstandigen naa sen britischen Gebiete entwid; n, tam ein Telegramm aus Swakopmund mit der Meldung, daß die Gefahr vorüber sei. Also hielt man dort den Aufstand damit für über wunden. Daß der Aufstand auf Betreiben Englands hin erfolgte teilt ein anderes afrikanisches Blatt mit, und stüßt diei Behauptung darauf, daß der Häuptling Christian, der zuier die Hottentotten anführte, erwiesenermaßen im Dienſte Englands steht. Die Bondelzwarts fönnen etwa 1200 Be waffnete ins Feld stellen; sie besigen 500 Martinigewehre, die ebenfalls englischer Hertunst sind. Und bei dieser Sachlage erdreisten sich die britischen Blätter, von einer„ skandalösen Erpressung", die die deutsche Regierung an dem Kapitän der Bondelzwarts verübt haben soll, als der Ursache des Aufstandes zu reden! Schließlich sei noch mitgeteilt, daß bei einem Ende No vember erfolgten Ueberfall auf die Zollstation habis Deutsch Südwestafrika) der Gefreite Wilhelm Otto und der Reiter Alfred Raiser gefallen sind. Die Politik. Der Jahresübersicht über die im Etatsjahre 1902 vorgekommenen Etatsüberschreitungen im Reiche liegt jetzt vor. Besonders groß sind die Etatsüberschreitungen durch die hohen Telegrammgebühren während der Chinawirren und des Venezuelastreits. Die Etatsforderung von 630000 Mart für Brief- und Packetporto für die dienstliche Korrespondenz von Gesandtschaften und Konsulaten ist um 131 296 Mart überschritten worden. Ebenso ist im Marineetat die For derung von 265 000 Marf zur Beförderung von Briefen, Telegrammen, Post- und Frachtstücken um 384 657 Mart überschritten worden. Davon entfallen allein 135 798 Mart auf Nachsendungskosten und Telegrammgebühren bei der Blok fade der Häfen von Venezuela. Die Manöverkosten für Preußen waren für 1902 auf 2092 880 Mark berechnet. Diese Etatssumme ist um 401608 Mart überschritten worden. Uebrigens sind dem Reiche auch außerordentliche Einnahmen zugegangen, u. a. 9000 Mark, die dem Reichskanzler anonym zugesandt wurden! Wer mag wohl der Glückliche sein, der 9000 Mart so freigebig wegschenken kann? Nach einem in Berliner politischen Kreisen umlaufenden Gerücht soll der deutsche Botschafter in Petersburg, Graf v. Alvensleben, von seinem Posten zurückkehren. Als jein Nachfolger wird der jetzige deutsche Botschafter in Wien, Graf Wedel, genannt. * Von den Forderungen der nichtsozialdemokratischen Arbeiter, die dem Reichskanzler fürzlich durch eine Abordnung übermittelt wurden, soll, wie unser CB. Mitarbeiter erfahren hat, eine demnächst erfüllt werden. In einigen Monaten wird die Regierung eine dahingehende Vorlage einbringen. Welche von den Forderungen der Arbeiter erfüllt werden soll, darüber bewahren die Regierungsfreise einstweilen strengstes Geheimnis. Die Forderungen der Arbeiter belassen bekanntlich die Erweiterung des Koalitionsrechtes, die Rechtsfähigkeit der Berufsvereine und die Errichtung von Arbeitskammern. Es will scheinen, als werde der Ausstand in Crimmitschau nicht mehr von allzulanger Dauer sein. Infolge stetigen Zuzugs fremder Arbeiter, namentlich auch solcher aus den Nachbarstaaten, sind die Aussichten der Streifenden, auf eine ihnen günstige Beilegung des Streits immer mehr geschwunden. Die Streitleitung verbreitet, um den Arbeitern Mut zu machen und die Fabrikanten gegeneinander aufzubringen, das Gerücht, die preußischen Konkurrenten der Crimmitschauer Textilfabrikanten unterstüßen die Streifenden, um die Fabrikanten zu schädigen. Selbstverständlich ist daran kein wahres Wort. W Die Streitigkeiten zwischen der Leipziger Krankenkasse und den Aerzten haben zu einem offenen Bruch geführt. Obwohl die Aerzte sich zu Zugeständnissen bezüglich ihrer Honorarforderungen bereit erklärten, scheiterten die Verhandlungen an der ablehnenden Haltung des Kassenvorstandes. Leipzig fann sich also jetzt auch auf einen allgemeinen Kassenärztestreif gefaßt machen. Größere winterliche Notstandsaftionen der Gemeinden scheinen in diesem Jahre zur Bekämpfung der Arbeits of werden. Wo in den Stadtзи erfreulicherweise nicht vertretungen darüber verhandelt worden ist, hat man die Regelung der Sache dem Magistrat überlassen, weil eine umfangreichere Arbeitslosigkeit aller Voraussicht nach nicht bevorstehe. Die weltbekannte Optische Werkstatt von Karl Zeiß in Jena hat bekanntlich seit Jahren die Beteiligung ihrer Arbeiter am Reinertrag des Unternehmens eingeführt. Bisher betrug die Dividende", die an die Arbeiter alljährlich zu Weihnachten ausbezahlt wurde, bis zu 8 Prozent des Gesamtjahres verdienstes der Arbeiter, der ebenfalls hoch bemessen ist. In diesem Jahre fällt nun wegen des schlechten Geschäftsganges die„ Dividende" nicht nur für dieses Jahr aus, sondern cs ist den Arbeitern angefündigt worden, daß auch im nächsten Jahre auf eine„ Dividende" nicht zu rechnen sei. Außerdem jolien die Akkordlöhne herabgesezt werden, was bei der von der Firma eingeführten achtstündigen Arbeitszeit eine viel intensivere Tätigkeit der Arbeiter bedinat. Die Zeißschen Wietallarbeiter haben nun beschlossen, gegen derartige„ kapitalistische Auswüchse" Front zu machen und sich gegen eine weitere Verringerung des Verdienstes zu wehren. In den fetten Jahren ließen sich die Arbeiter die Sache gern ge fallen; an dem Gewinn der Firma teilzunehmen, schien ihnen jar nicht übel. Jetzt, wo sie auch an den Konsequenzen der schlechten Geschäftslage der Firma beteiligt werden sollen, mucken sie auf! Die preußische Regierung soll beabsichtigen, die Einberufung des Landtags möglichst hinauszuschieben. Als Tag der Landtagseinberufung ist vorläufig der 12. Januar in Aussicht genommen. Vor dem 15. Januar muß der Landtag einberufen werden. Die Ansiedelungskommission hat beschlossen, für die Landgemeinde, die demnächst aus dem Ansiedelungsgute Dem- bowalonta im Kreise Briesen gebildet werden soll, zu Ehren des in den Ruhestand getretenen ersten Präsidenten der Ansiedelungskommission v. Wittenburg die Vereihung des Namens, Wittenburg" nachzusuchen. Oefterreich- Ungarn. Beim Empfange der österreichischen Delegierten hat Kaiser Franz Josef, wie nachträglich bekannt wird, aud; einige Aeußerungen gethan, die für die Energie des greisen Monarchen kennzeichnend ist. Zunächst sprach der Kaiser sich auszeichnend über den Ministerpräsidenten v. Körber aus; ei bedauerte die Stellungnahme der Tschechen im Reichsrate und erklärte, daß die Einheitlichkeit der Armee aufrecht erhalten bleibe. Zu dem Tschechen Kramarcz äußerte der Kaiser:„ Mit der Obstruktion werden Sie nichts erreichen" und zu dem Kroaten Bianfini:„ Sie lärmen überall, im Reichsrate und im Landtage." Der Kroat war übrigens um die Antwort nicht verlegen: Wem es weh thut", sagte er, der schreit, Majestät". Das ist zwar schlagfertig, aber es entspricht nicht den Tatsachen. Schweiz. Die schweizerische Bundesversammlung wählte zum schweizerischen Bundespräsidenten für 1904 den Bundesrat Tomtesse Neuenburg( radikal) und zum Vizepräsidenten den Bundesrat Ruchet Waadt( radikal). Der schweizerische Nationalrat hat den Simplonvertrag mit talien mit 98 gegen 35 Stimmen genehmigt. Der Verrag ist damit auch von Seiten der Schweiz ratifiziert. Balkan- Staaten. Die serbische Presse beschäftigt sich jetzt ausschließlich mit den ,, Urlaubsreisen" der fremden Gesandten. Die Opposition beutet die Reisen zu Angriffen gegen die Regierung König Peters aus. Kennzeichnend für die Stimung im Lande ist, daß die erfundenen, von Nisch im Südosten des Landes verbreiteten Gerüchte, über die Ermordung der früheren Minister Awakumowitsch und Gentschitsch geglaubt und als Anfang eines Racheattes der Gegner der Verschwörer angesehen wurden. In der Skupschtina ist ein Antrag eingebracht worden zur Unterstüßung der Flüchtlinge aus Altserbien und Mazedonien eine halbe Million Dinare( ein Dinar etwa 80 Pfg.) zu bewilligen. Griechenland. A In Athen ist wieder einmal eine Minister- Krise aus gebrochen. Theothofis erhielt den Auftrag zur Bildung eines neuen Kabinetts. Ob er Erfolg hat, ist noch zweifelhafi Türkei. XXX Die Pforte hat jezt den Botschaften Oesterreichs. und Rußlands das vollständige Reformprogramm der mazedonischen Gendarmerie mitgeteilt. Danach sollen im ganzen 51 europäische Offiziere und 150 Unteroffiziere an geworben werden, darunter auch deutsche. Den Oberbefehl übernimmt der italienische General Craveri, welcher seiner zeit das italienische Stontingent auf Kreta fommandierte. In Wilajet Uesfüb geht der Tanz wieder an: Bei Kapinowo. im Mazedonien fand ein Kampf zwischen einer Patrouille und einer Komiteebande statt, bei dem der Bandenchef und drei Komitatschis getötet und sechs gefangen genommen wurden. Vier Bandenmitglieder entflohen. Def und Gefellschaft. Der Kaiser begab sich gestern vom Reuen Palais nach dem Berliner Schloß, um dort den König und den Prinzen Waldemar von Dänemark zu be grüßen. Kurz nach Mittag begaben sich dann die beiden Herrscher, der Prinz sowie das beiderseitige Gefolge in Wagen zum Potsdamer Bahnhof. Der Kaiser trug dänische Admiralsuniform, der König preußische Uniform. Die Monarchen wurden während der Fahrt durch Berlin vom Publitum ehrfurchtsvoll begrüßt. Vom Potsdamer Bahnhof fuhren der Kaiser und seine Gäste, denen sich der Reichs tangler und der dänische Gesandte angeschlossen hatten, nad Wildpark, wo sie von dem deutschen Kronprinzen und dem Bolizeipräsidenten Grafen v. Bernstorff erwartet wurden, und von dort zu Wagen zur Frühstückstafel im Neuen Balais. Nach der Tafel geleiteten Kaiser und Kronprinz den König von Dänemark und den Prinzen wieder nach Station Wildpart, von wo dieie kurz vor 3 Uhr nach Berlin zurüd beruhen Dietrichs Befürchtungen am TUDE Delitter erschreckt auf Beißt ou enva, wo Zulia Wahrheit? 3ft fie nicht bei Heydens? Ende gar auf mird alles fcheitern daß Dietrich jetzt gerade kommen mußte, Sie mit mir, Frau Mutter, daß ihr Vorhaben gelinge. nur fo viel, was sie vor hat, ist etwas Gutes, Edles! Beten , Frau Mutter, fragt mich nicht, ich darf nichts sagen; Ach, um seinetwvillen Hannst. Das Beichen fein, daß du das Wagnis untererwarte dich im seine Brust. altenden auseinander. Gott ſchüße uns! Ein Klopfen an der Tür riß die eng sich umschlungen och einmal jant sie, bon ihrem Gefühle überwältigt, an Der alte Martin steckte den Kopf Gott schitze uns!" alte Amme bewogen Die den avat worden, eine Stube thres auung Elfriedens dazu fie gesagt, aber da mein Elfriedchen es mi lie feinen Einwand gemacht, so seltsam ihr 3) lasse mich nicht gern mit so Heimlichem ein," hatte es fich handelte; doch da ihr Liebling es wünschte, schens für diese Nacht auch das waschworenen zu überlassen wußte zwar nicht, Ganze bortam. der fie liebevolle Frage der Mutter, Unter Schluchzen erzählte fie alles Tränen aus und warf sich ungestüm an deren Brust. verweint aussehend, mit niedergeschlagenen Augen, und auf nic ein Gebeu au wissen, daß Ria ihrer mutter, vor Kurz vor Tisch erschien das junge Mädchen, blaß und besaß, alles bekennen wirdel Sihr fehle, bradh fie in und von dort nach Gmunden zur silbernen Hochzeit des Herzogs von Cumberland weiter reisten. Der Abschied war sehr herzlich. Der Kaiser fuhr um 3 Uhr mit Sonderzug nach der Göhrde zu den Hofjagden ab, an denen er hente ( Freitag) persönlich teilnimmt. Der gestrige Jagdtag stand unter Leitung des Prinzen Heinrich von Preußen. Abends fand ein Diner im Jagdschlosse statt, bei dem der Kaiser zugegen war. ** Gelegentlich der silbernen Hochzeit des Cumber landschen Herzogspaares weilt heute( Freitag) die Hannoversche Landesdeputation unter der Führung des Frei herrn von Wangenheim in Gmunden, um das Hannoversche Landesgeschenk zu überbringen. Der Empfang der Stadt bertretung, sowie der Frauen und Mädchendeputation von Gmunden findet am 20. d. statt. Ein Empfang der Deputation des 42. Infanterie- Regiments, dessen Inhaber der Herzog ist, wird nicht stattfinden. Sicherem Vernehmen zufolge wird der Großherzog von Mecklenburg Ende der Woche mit seiner Mutter, Großherzogin Anastasia, in Gmunden eintreffen. Aus den Parlamenten. * Von den Konservativen ist im Reichstage fol gende Interpellation eingebracht worden:„ Warum ist die im Interesse der deutschen Landwirtschaft gebotene und von den verbündeten Regierungen wiederholt als dringlich anerkannte Kündigung der in den Jahren 1891 bis 1894 mit mehreren anderen Staaten abgeschlossenen Tarifver träge noch nicht erfolgt?" * Ein Antrag Dr. Ablaß( fri. Vpt.) ersucht die Regierung, dem Reichtstag alsbald einen Gesetzentwurf betr. Neueinteilung der Reichstagswahlkreise unter Berücksichtigung der seit Gründung des Deutschen Reichs erfolgten Verschiebung der Bevölkerung vorzulegen. Die Mode zu Weihnachten. Von unserer ständigen Korrespondentin.) Die Schneiderinnen haben kurz vor Weihnachten nicht mehr viel zu tun. Die eleganten Damen haben ihre Anproben schon längst erledigt; sie sind in den letzten Wochen vor dem Feste viel zu lebhaft von den Vorbereitungen und Besorgungen in Anspruch genommen, um Stunden im Wartezimmer der Kleiderkünstlerin zu verbringen. Und die weniger bemittelten Frauen zichen es neuerdings zumeist vor, ihre Kleider farbig zu kaufen. Selbst die Dienstboten sind schon dahin gelangt, sich nicht mehr das übliche WeihnachtsHeid in Gestalt eines schwarzen oder blauen Stoffes unter den Christbaum legen zu lassen. Sie bitten um einen fertigen Rock und um eine Bluse, manche sehr fesche träumt wohl auch von einem Kostümrock mit passendem Jackett. Bringt der Weihnachtsmann dann noch eine Bluse, womöglich eine helle oder gar eine seidene dazu, dann ist das Glück groß. Allen einfacheren Frauen ist der immer mehr sich steigernde Preis für die Anfertigung eines Kleides zu hoch. Sie greifen daher mit Entzücken zu Rock und Bluse, zumal dem modernen Schönheitsideal gemäß die Formen sich im Kleide nicht mar fieren dürfen. Trotzdem sei hier aber betont, daß eine für die Figur eigens angefertigte Toilette doch ihres Reizes nicht entbehrt. Schon hundertmal ist versucht worden, der Bluse den Garaus zu machen. Sie will aber nicht weichen, und wir sollten uns recht darüber freuen, wenn es auch gar nicht so leicht ist, sich damit geschmackvoll zu kleiden. Gerade sie verlangt feine Toilettenfünste. Die Oberhemdbluse hat nur noch in Flanell oder in gestreifter weicher Seide Geltung. Im allgemeinen werden die Blusen reich garniert mit Spitzen, die beflittert werden, mit Borden, die namentlich für Sammetblusen in Anwendung gelangen, mit furzem Sattel aus Entre- deur, an dem dann eine durchweg gebrannte Crepe de Chine- oder Crepe chiffon- Bluse hängt, mit weiten Aermeln, deren Spizen am Handgelenk weit über die Hand der Trägerin fallen. Man trägt viel grüne Sammetblusen, resedafarben, deren Ton ein Stich ins Gelbe hat, solche aus grauem Sammet, viel hellblaue Theaterblusen aus Gazestoffen, die mit orangefarbenem Bandarrangement versehen werden, Blusen aus farbigen Kunstspitzen auf passendem Untergrund. Die weiße Taffet-, mehr aber noch die weiße Bluse aus schwerem Atlas oder Duchesse- Seide werden immer noch viel gesehen; daneben weiße Blusen aus Krepp, aus Tuch und aus einem weichen Wollstoff, der Satin heißt. Diese verziert man mit Streifen schwedischer, bulgarischer oder japanischer Stickereien, mit Silberstickereien oder mit beurre oder champagnerfarbenen Spizen. Zumeist wird zu den Blusen ein schwarzer Rock angelegt. Man wählt ihn aus Tuch, aus Sammet, aus Gazestoffen, aus Popelin, sehr häufig aus Cheviot, der wieder in Aufnahme ist. Neuerdings neigt man auch wieder sehr dem grauen Rock zu, natürlich da, wo er mit der Bluse in der Farbe übereinstimmt. Zu einem grauen Rock kann man sehr gut eine weiße oder eine hellblaue Bluse tragen. Der dunkelblaue Rock und die grüne Bluse sind noch immer modern, wie blau und grün in ihrer Vereinigung ja überhaupt viel Anhängerinnen findet. Für die Straße zieht man schwere Stoffe den oben genannten vor. Die weichen farierten Gewebe, die es in allen Farben jetzt gibt, kommen dabei in Betracht. Wohl aber auch die Sammete, und zwar der Velvet, der Schnee und Regen verträgt. Röcke aus schweren, dicen Gespinsten sperden neun- oder elfteilig geschnitten. Die Röcke für den Salon zeigen ganz neue Formen. Sie haben von den Knieen an zmeist zwei Bolants, die mit Köpfchen angefraust sind. Zwischen den beiden Volants zieht sich ringsherum eine Sammetblende entlang. Eine solche grenzt auch den Rock unten ab. Da man der Frau wieder einen größeren Umfang gönnt, traust man den Rock fünf- bis sechsmal über den Hüften. Wichtig ist es zu wissen, daß aber nur die Besuchskleider eine Schleppe haben dürfen. Die Frau, die sie auf der Straße beibehält, ist sehr rückständig. Selbst auf Spaziergängen erscheint man im fußfreien Rock. Rock und Bluse haben wir beschrieben und damit eigentlich ein fertiges Kleid. Aber was fehlt daran noch alles! Erst der Zierrat, den man dazu anlegt und umhängt, vollendet den Anzug. Da ist zuerst der Gürtel. Er ist entweder aus Leder, aus weichem sämichen Leder, vorn von einer Schnalle aus Metall in moderner Zeichnung gehalten, oder aus glänzendem schwarzen Leder, der nur durch eine ganz einfache Schnalle befestigt wird, im Rücken aber Mediciformen hat. Der Gürtel aus Seide wird um die Taille in Falten gelegt, schließt rückwärts mit einer ziemlich großen, hochstehenden Schleife, an der mehrfach gefnotete Enden herabhängen. Ein schöner großer Spigenfragen ist heute faft unerläßlich. Hat er Stolaenden, ist er noch mehr in Gunst. Er wird aber so umgelegt, daß er vorn offen ist, so daß eine Kravatte dazwischen sichtbar wird. Diese ist mehrfach um den Hals gewunden oder an einem hohen Stehkragen befestigt. Die Kravatten lassen ouch die Neigungen der modernen Frau für den Knoten erkennen. Die Arten der Kragen und Kravatten sind Legion. Ihnen widmen wir demnächst ein ganzes Kapitel. Wer sehr chic sein will, legt einen Gürtel aus goldenem, mehr bronzefarbenem Bande um, windet ein solches auch um den Hals und läßt vorn einige goldene Schnüre herabhängen und besetzt die Manschetten an den Aermeln der Bluse gleichfalls mit diesem Goldband. Daß die Belzkravatte höchste Neuheit ist, wissen meine Leserinnen sicherlich schon. Ich meine die kleine Kravatte, die als Schmuck der Bluse im Zimmer getragen wird und einem Fischerknoten gleicht. Zumeist ist sie aus Hermelin. Hier sei erwähnt, daß der Maulwurfs- Pelz nicht mehr die erste Rolle spielt. Der Hermelin hat ihm diesen Platz streitig gemacht, der eine famose Imitation in dem Miniver findet, einem französischen Kaninchenfell, das sehr billig ist. Von allen den vielen Kleinigkeiten, welche der moderne Frauenanzug fordert, seien noch die langen Ketten aus Stahl mit Perlen, oder aus venezianischen Perlen, erwähnt, und die fleinen Perlennadeln, die unbedingt vonnöten sind, um das Viele, das man sich um- und anhängt, festzuhalten. Emma Neichen. Aus dem Gerichtssaal. § Der gegen die Mitschuldigen des Lentuants Schilling von Wieger Infanterieregiment Nr. 98, der wegen Soldatenmißkandlungen zu schwerer Gefängnisstrafe verurteilt wurde, führte zur Bestrafung von Schillings Hauptmann Paschte zu 5 Tagen Stubenarrest. Der Hauptmann vurde als überführt angesehen, eine dienstliche Beschwerde, die allerdings in legten Augenblick zurüfgezogen worden war, nicht instanzenmäßig weitergegeben haben. Der nitgeklagte Feldwebel Kaffarneck, cit zwei Tagen iesen Posten versieht, wurde freigejo, da die Hauptauld seinem Vorgänger treffe. § Der württembergische Kneisel zum Tode verurteilt. Das Ellwanger Schwurgericht verurteilte den Glaser Fink aus Pforzheim wegen eines an einem Gendarmen verübten Mores und einer Reihe anderer schweren Verbrechen zum Tode. Fink hatte sich in der von ihm heimgesuchten Gegend den Beinamen des württembergischen Kneisei erworben, in Erinnerung an die Untaten seines berüchtigten bayerische: Räubergenossen. § Der rachsüchtige Opernsänger. Vom Bezirksgericht zu Bilsen wurde der Opernsänger Hummel zu einer Geldstrafe Don 20 Kronen verurteilt, weil er den Herausgeber des dortigen czechischen Lokalblattes wegen einer abfälligen Rezension auf dem Marktplage mit einer Hundspeitsche geprügelt hatte. § Auch ein Grund zur Brandstiftung. Von der Ulmer Straffammer wurde der dreizehnjährige Volksschüler Grau vegen Brandstiftung zu 1½ Jahr Gefängnis verurteilt. Er zündete in seinem Heimatdorfe bei Ulm das Rathaus, bas zugleich Schulhaus ist, an, damit ein neues gebaut perde. Der Schaden beläuft sich auf 9000 Mark. Nab und fern. + Das Gerücht von der Wiederverheiratung der Königin Witwe Margherita von Italien hat, wie wir vorausgesezt hatten, sofort ein energisches Dementi von offizieller Seite gefunden. Die Entrüstung in den loyal gesinnten Kreisen ist um so größer, als der Resto del Carlino" stets als ein königstreues Blatt galt. Schwerer Baunnfall. Wie aus Altena( Westfalen) berichtet wird, stürzte dort die Giebelwand eines Neubaues einer Fabik ein und verschüttete fünf Arbeiter, von denen zwei getötet, einer schwer und einer leicht verletzt wurden. Aus Spielerei erschossen hat sich der 19jährige Dachdeckergeselle Keese in Hannover. Er zeigte einigen anderen jungen Leuten in der elterlichen Wohnung eine geladene Taschenpistole und setzte ihre Mündung an seine Schläfe mit den scherzhaften Worten:„ So wird's gemacht, wenn man sich totschießt!" In demselben Augenblick krachte der Schuß, da der Sprecher versehentlich an den Abzug gkommen war, die Kugel drang dem jungen Manne in die Schläfe und nach 10 Minuten war er eine Leiche. Der Brand des italienischen Schiffes„ San Leonardo" im Hafen von Marseille ist nach großen Anstrengungen gelöscht worden. Der gleichfalls in Brand geratene Schooner mit der Calciumkarbidladung sank, ohne zu explodieren. Wie nunmehr festgestellt ist, sind durch die Explosion an Bord des San Leonardo" der Kommandant, der zweite Offizier, sieben Matrosen und ein Angestellter der Handelskammer, ums Leben gekommen. Der zuletzt Genannte hatte sich entsprechend den polizeilichen Vorschriften an Bord des Schiffes begeben. Weder die Ladung noch das Schiff waren versichert. Es heißt, daß die Lading nicht, wie der Kapitän erklärt habe, aus Rohpetroleum, sondern aus Benzin bestanden habe. Bunte Chronik. In Straßburger Blättern wird nach an geblich zuverlässiger Quelle behauptet, daß die Begnadigung des Leutnants Bilse in allernächster Zeit bevorsteht. - Die deutsche Kolonie zu Malaga hielt eine Gedächtnisfeier zu Ehren der Seeleute ab, die bei dem Untergang der Gneisenau ums Leben gekommen sind. Auf dem Holzmindener Bahnhof wurde der Wagenmeister Blötz durch einen Rangierzug überfahren und getötet. Vermischtes. † 1 Das schöne Fräulein. Dem alten Kriegsveteranen Bater aus Halle, der mit künstlichen Blumen und Lampenchirmen von Ort zu Ort hausiert und damit färglich sein Reben fristet, ist kürzlich in Dessau eine große Ueberraschung viderfahren. Er hatte, beim Mittelstand und in den Armenvierteln Trepp auf Trepp ab wandernd, so gut wie nichts eingenommen und beschloß nun, die geringe Ware auch einmal in den„ reichen Säufern" anzubieten. Dabei verlief er sich gleich beim ersten Gange in das herzogliche Schloß, das er nicht kannte. Im Treppenhause begegnete er, wie er erzählte, einem schönen, feinen Fräulein", dem er seine Ware anpries, und dem er auch verriet, daß er die seine Brust schmückenden Ehrenzeichen unter dem regierenden Herzog von Anhalt sich erkämpft habe. Sofort war er seinen ganzen Korb los und ehe er sichs recht versah, hatte er ihn bereits mit Epware und Wein gefüllt wieder zurück und einen Hundertmarkschein in der Hand. Zwei Soldaten geleiteten ihr nach dem Bahnhof und brachten ihn in der zweiten derafie unter. Einige Tage später erhielt Vater noch 50 Wit. die Poſt als Bezahlung für die Waren, woraus er ersah, daß er sich in das Palais des Herzogs von Anha laufen hatte, und daß Prinzessin Elise die freigebige ferin gemofon war. Als Quelle des Bülowschen Zitate in seiner e großen Re hstagsrede gegen die Sozialdemokraten: Willst du nicht mein Bruder sein, So schlag ich dir den Schädel ein wird jetzt eine Stelle ir den Schriften des Franzoser Nicol Chamfort angegeben, der 1794 dur Selbstmord en Er schreibt anläßlich des Stichworts der Jakobiner: Brid lichkeit oder Tod:" Sei mein Bruder oder ich töte did). Brüderlichkeit dieser Leute ist die zwischen Kain und herrschende." Wer diesem Gedanken die vom Grafen Büle zitierte Reimfassung gegeben hat, ist allerdings immer nicht bekannt. no buffeine feinem M bon Schafe einen Stri war die Höhlenben das größte er, daß er in einem batte frühe Jahren gi und in gr nüffen un und der die er au *[ Ein gefährlicher Baum.] Ein französisches Blatt richtet von einer eigenartigen Epidemie während des große Wirbelsturms auf der schwer heimgesuchten Insel Martiniqu Te nach dem Unwetter erhielt der Gouverneur& Rattaht, daß jest sämtliche Einwohner einiger Inseln der Ostseite von Wiartinique erblindet seien. Ein Arzt& Rolonialtruppen begab sich sofort zu den Kranken; er b fürzlich der Société de Biologie einen interessanten Beri cingesandt. Die Augen der Kranken waren tatsächlich dur die geschwollenen Lider ganz geschlossen und start entzünde mich an anderen Körperstellen stellte der Arzt heftige G zündungen der Haut fest. Bald klärte sich das Rätsel Als der Sturm die Wohnungen der Eingeborenen weggeblain hatte, flüchteten sie sich unter Bäume, unglücklicherweise unte Manzanillabäume. Der Sturm brach an diesen Aeste un Zweige ab, der gifte Saft der Bäume vermischte sich mi dem Regen und spuste auf die Schußsuchenden herunter die so in peinlichste: Weise aus dem Regen in die Trau gekommen. Der Wanzanillabaum, dem auch Suderman im Johannisfeuer eine symbolische Abschweifung widme atmet feineswegs, teie man früher glaubte, giftige Dün aus; so hat ein mutiger Entdeckungsreisender mehrere Tag und Nächte unter ihm zugebracht, ohne einen üble Einfluß zu bemerkt. Gefährlich wird der Baum B für den, der sich an ihm vergreift und mit dem stark ärende Milchsaft in Ler hrung kommt. Dies erfuhr z. B. auch de Besaßung der frafischen Fregatte Kleopatra, die in to pischen Gewässern in Bad nahm und ihre Hemden a Manzanillabäumen aufhängte, wobei einige fleine Zweige gefickt wurden sie wurde bald darauf von einem higigen grälenden Ausschlage befallen. Wieder ergriffen. Ueber die Flucht eines zum Lode Verurteilten aus dem Kreisgerichtsgefängnis in Bilfer wurde kürzlich berichtet; es handelte sich um den Besizers John Wenzel Matas, der in der Nacht vom 19. zum 20. Augu d. Is. seine Geliebte ermordet hatte. Nunmehr ist es ge lungen, des Flüchtigen wieder habhaft zu werden. Der Mrder hatte sich nach Dolan, seinem Heimatsorte, gewandt und sich dort auf dem Heuboden eines Hauses versteckt. Als nun der Besitzer des Hauses Heu vom Boden holen wollte, entdedte er den Flüchtigen und übergab ihn einem Gendarmen. Selbstmörderinnen in einer Zwangserziehungsaustalt. In Boppard fand die Oberin der Zwangserziehungsanstalt St. Martin in einem Raume zwei Mädchen erhängt vor; eines war bereits tot, während das andere noch Lebens zeichen von sich gab und nach den angestellten Wiederbe lebungsversuchen bald wieder zu sich kam. Die Lebens müden waren einige Tage vorher aus der Anstalt entviden jedoch bald wieder festgenommen und zurückgebracht borden Ob die in solchen Fällen verhängte strenge Bestrafung d beiden Zöglinge zu dem unglückseligen Schritte geführt h oder welche sonstigen Beweggründe sie dazu veranlaßten wird die nähere Untersuchung ergeben. Eine unterhöhlte Stadt. Ein merkwürdiger Unfall sich in der englischen Stadt Hanley ereignet. Ein Arbeit der einen Korb frug, ging über die Straße, um sich zu fe Fabrik zu begeben. Plötzlich schleuderte er den Korb von sich und verschwand zum Entseßen der übrigen Passanten mit einen lauten Aufschrei in der Erde. Es stellte sich heraus daß mitten in der Straße der Straßendamm, der über einen alten Schacht hinwegführte, plötzlich eingestürzt war. S wurde festgestellt, daß der Arbeiter etwa 200 uß gefalen sei. Die giftigen Miasmen, die aus dem Schacht aufstieg, verhinderten alle Rettungsarbeiten. Der Schacht wurde gefüllt und ein feierlicher Beerdigungsdienst auf offer Straße abgehalten. Hanley ist der Mittelpunkt eines Minen distriktes und in den sechziger Jahren, als der Ort sich ftarl ausdehnte, überbrückte man eine Anzahl von früherer Schächten. Damit scheint man es sehr leicht genommen a haben. Manche der Schachtmündungen wurden zwar über mauert, andere aber lediglich mit Brettern überdeckt und d die Straße darüber hinweggeführt. Die Bevölkerung b findet sich infolge dieses Korkommnisses in großer Qu reging. diefer Ti Die tigam ho Better Vom Malmeye vegen de Richtung RD lich fächsi in feiner Dresdene Fundstück überhaup hinaus n deutung. Figur au Frucht h lich, über Ursprung besondere nitische& führten il phonitisch Jahrhund Tat um Urteil de mölbes, daß die Lehmschic Obe Rahm tt giebt, b Bautechn felben E wird zu Städt. Fe an der M tretie Die über Ein Realschul Die Befo Leichenwa Kosten di hält es f berg wäl gründet d an der mündung Kulturin Koften, Entwickel dingt, d Zähler Strom in allein an für Kraf Mart fü bon Eleft in der T willigt. das fath als das liche Ver soll. wird, da Schüler auch Brei gefeßt. wird die bahin pri Gießen a fönnen. bisher b fahrt, 4 und 1 T [ Kein Büchmann.] Als neulich der Reichskanzler in seiner Antwort auf die Etatsrede Bebels das charakteristi Zitat gebrauchte: „ und willst du nicht mein Bruder sein, So schlag' ich dir den Schädel ein", freuten sich auf der Journalistentribüne, wie man erfä die Berichterstatter einzelner linksstehender Blätter, wiede einmal den alten Witz vom Büchmann vorzureiten, aus dessen „ Geflügelten Worten" der Kanzler. seine Weisheit schöpfe Wie enttäuscht werden die Herren gewesen sein, als sie inad her auf der Redaktionsbibliothek den Büchmann nachwälzten aber nicht den erhofften Vers fanden. Nun waren sie mit ihrer eigenen Weisheit zu Ende. Sie können sich aber damit trösten, daß bisher niemand weiß, woher der Ver stammt, nicht einmal der Reichskanzler selbst. Wie dieser selbst geäußert hat, ist ihm das Zitat aus seiner Frankfurter Gymnasiastenzeit in Erinnerung. Es wird vermutet, daß aus der politischen Kampflyrik der vierziger Jahre stammt Die Entdeckung eines Höhlenbewohners] in den ba fischen Provinzen bei Fuenterrabbia an der spanisch- französi schen Grenze erregt in ganz Spanien Aufsehen. Als ein soll wächter vor einigen Tagen mit seinem Hunde in einem Walde Nachforschungen anstellte, sah er ein ungewöhnliches Wesen in Gestalt eines Mannes, der vor ihm mit erstaunlicher Schne ligkeit floh und im Loch eines Berges verschwand. Der Wäch ter folgte nach und fand, daß der wilde Mann den Eingang seiner Höhle mit Holzstücken und Steinen verbarrikadien hatte, die jedoch leicht entfernt werden konnten. Das Aus sehen des Höhlenbewohners war vollständig„ prähistorisch" Seine einzige Kleidung war ein Fell, das um die Hüften schürzt war. Sein langer wirrer Vart fiel wie ein Mante an dem abends f Bahl die Schlägt b verlänger Detaillift gelproche eventuell A18 t Bater noch 50 Waren, woraus Herzogs Elife die freig Zitate in Sozialdemokraten Bruder ein, Echädel ein ften bes Frangen dur Selbstmord der Jakobiner: der oder ich fote zwischen Stain en die vom Graje ist allerdings im Fin franzöfifches demic während de efuditen Infel Re rijielt der Souber wohner einiger indet feien. Gin zu den Kranken einen interessanter fen waren tatja loffen und start ent lte der Arzt tlärte sich das Gingeborenen w me, unglüdlidjerm bradh an dieien Bäume bermischte Schutsuchenden dem Regen in d n, dem auch Sie he Abjchweifung er glaubte, giffige gsreisender me acht, ohne einen d) wird der B und mit dem start Dies erfuhr z. V. tte Kleopatra, die m und ihre Hom obei einige fleine darauf von einem e Flucht eines ichtsgefängnis elte sich um den ht vom 19. zum 201 atte. Nunmehr haft zu werden. Heimatsorte, ge Hauses verstedt. oden holen wollte einem Gendarm Zwangserziehu Zwangserzich ei Mädchen er das andere no en angestellten 1 sich kam. Die L us der Anstalt ent d zurückgebracht strenge Bestrafur en Schritte geführ e sie dazu veranlas merkwürdiger Unfall 1 ereignet. Ein Arber Straße, um sich zu euderte er den Korb ben der übrigen Ba Erde. Es stellte sich agendamm, der üb lich eingestürzt well. er etwa 200 us dem Schacht a 1. Der Schacht Digungsdienst auf Mittelpunkt eines! ren, als der Ort e Anzahl von sehr leicht genom ungen wurden zor Brettern überdedt und rt. Die Bevölkerung mniffes in araber eulich der Reichstan Bebels, das charakter ein Bruder sein, tribüne, wie man sitehender Blätter ann borzureiten, as de Schädel ein", uf seine Brust, während sein Haar in dichten Wassen aus finem Rüden lag. In der Höhle fand man viele Knochen bon Schafen, Wild und anderen Tieren, die er verzehrt hatte dinen Strid, eine Keule und eine Steinart. Ein Mooslagei war die einzige Ausstattung. Der Wächter brachte den höhlenbewohner nach Fuenterrabbia, wo seine Erscheinung das größte Aufsehen hervorrief. Vor dem Magistrat erklärt ar, idaß er Prudencio heiße, 28 Jahre alt wäre und als Kin in einem Findelhause in San Sebastian gelebt hätte. Ei battle früher als Gehilfe im Ackerbau gearbeitet, aber vor zwe Jahren ging er in den Wald, da er feine Arbeit finden konnt und in großer Not war. Dort lebte er von Eicheln, Hasel nüfen und Vogeleiern. Allmählich lernte er mit der Schlinge und der Art umgehen und konnte Wild und Schafe erlegen die er aufspürte. Da er kein Feuer hatte, aß er das Fleisch diefer Tiere rob. Die Kommerzienrats- Tochter. Dein Bräu- ,, Nein, ligam hat also feine Schulden, liebe Rusine?" Better aber ich bitte dich um Diskretion.,.!" Vom Kasernenhof.. Unteroffizier:„ Einjähriger Molmeyer! In Ihrem Zivilverhältnis können Sie meinetveggen der neuesien Richtung angehören! Hier bleibt die Richtung aber die alte!" ( Lach). Jahrh.) Kunft und Wissenschaft. RD Phönikischer Altertumsfund in Sachsen. Der königlich sächsische Altertumsverein zu Dresden beschäftigte sich in seiner Dezembersizung u. a. mit einem jüngst in der Dresdener Vorstadt Cotta ans Licht gebrachten seltsamen Fundstück, das nicht nur das älteste auf Sachsens Boden überhaupt gehobene sein dürfte, sondern auch viel weiter hines noch von größtem Interesse und allgemeinerer Vedeutung. Geh. Hofrat Gurlitt legte eine kleine weibliche Figur aus gebranntem Ton vor, die mit beiden Händen eine Frucht hält. Ihre Formen sind unstreitig nicht mittelalterlich überhaupt nicht germanischen, aber auch nicht slavischen Ursprungs. Vergleichungen, die der genannte Gelehrte insbesondere mit den von Cesnola in seinem Werke über phönit sche Funde auf Cypern gebotenen Abbildungen anstellte, führten ihn zu der Annahme, daß wohl ein Erzeugnis vho nitischer Kunst aus dem sechsten bis vierten vorchristlichen Jahrhundert vorliegt. Die Möglichkeit, daß es sich in der Tat um ein derartig rares Stück handelt, wird nach dem Urteil des Direktors des Dresdener königlichen Grünen Gewölbes, Geh. Hofrat Dr. Erbstein, noch dadurch bekräftigt, daf; die Figur drei Meter tief unter der Erdkruste unter einer Lehmschicht heraufgeholt wurde. Sigung der Stadtverordneten. - P. Gießen, 17. Dezember 1903. Oberbürgerm ister Micum eröffnete gestern um 4 Uhr Nehmttags die Versammlung indem er derselben Kenntnis giebt, von einem an sie eingegangenen Dankschreiben des Bautechnikers Altvater vom städt. Hochbauamt für die dem selben bewilligte anderweite Gehaltsregelung. Ferner wirb zur Kenntnis gebracht, eine Einladung der freiwilligen städt. Feuerwehr zur Teilnahme der Feuerlösch Komm ssion an der Weihnachtsfeier bei der die Diplome für 15 jährige trete Dienste zur Verteilung gelangen. Die Rechnung über Einnahme und Ausgabe des Realgymnasiums und der Realschule findet durch Genehmigung ihre Erledigung. Die Beschaffung von Gummiringen unter die Räder der Lenchenwagen auf den Friedhöfen wird wegen der hohen Kosten die dadurch entstehen, abgelehnt. Stadtv. Schmall hält es für nötig, die Kapelle auf dem Friedhof am Rodtberg während der talten Jahreszeit zu erwärmen und be gründet die Notwendigkeit. Die Errichtung eines Pegels an der Lahn, oberhalb des Obermühlwehres( an der Wiesefmindung befindet sich schon diese Einrichtung) ist von der Kulturinspektion angeregt worden. Die hierzu erforderlichen Roften, 40-45 Mt., werden bewilligt. Die günstige Entwickelung unseres städtischen Elektrizitätswertes hat bedingt, daß die verfügbaren Mittel für Hausanschlüsse und Bähler beinahe aufgebraucht sind. Die Mehrabgabe an Strom im abgelaufenen Sommer hat gegen das Vorjahr nur allein an Private um 60 Prozent für Licht und 166 Broz. für Kraft zugenommen. Die Versammlung bewilligte 2500 Mark für Hausanschlüsse und 1700 Mt. für die Beschaffung Zur Verbesserung der Beleuchtung bor Elektrizitätszähler. in der Turnhalle des Realgymnasiums werden 56 Mf. bevilligt. Der Wasserpreis für das evangelische und für das katholische Schwesternhaus wird in der Weise ermäßigt, als das Kubikmeter mit 10 Pfg. und auch nur der wirfliche Verbrauch der Anstalt in Rechnung gestellt werden fo. Der Gaspreis für das Panorama von Closmann wird, da es sich um eine Veranstaltung handelt, welche für Schüler und Schülerinnen sehr belehrend ist und diese dort outh Preisermäßigung beim Besuch erhalten, auf 15 Bfg. herabgefeßt. Betreffs der Diplome für die freiwillige Feuerwehr wird die bisher für deren Verleihung bestehende Bestimmung drthin präzisiert, daß Feuerwehrleute, welche 15 Jahre in Gießen attiv gedient haben nur die Auszeichnung erhalten fömnen. Als Ausnahmetage für den Detailhandel waren bisher bestimmt 6 Tage vor Ostern, 1 Tag vor Himmelunid 1 Tag vor Neujahr, im ganzen also 26 Tage im Jahre, an dem das Offenhalten der Läden in der Stadt bis 10 Uhr abends freigegeben war. Das Ministerium wünscht, daß die Zahl dieser Tage um 2 verringert wird. Das Polizeiamt schlägt vor, statt 14 nur 12 Tage vor Weihnachten die verlängerte Verkaufszeit zuzulassen. Auf Veranlassung des Detaillisten- Vereins hat sich die Handelskammer dahin ausgesprochen es bei der bisherigen Gepflogenheit zu belassen eventuell aber lieber statt vor Weihnachten zu Ostern und zu Pfingsten einen Tag weniger als Ausnahmstage wegen der Verkaufszeit zu bestimmen. Dieser Meinung schließt sich die Versammlung an. Der Fluchtlinienplan für die Wegsteingasse hat eine unwesentliche Veränderung erfahren womit die Versammlung sich einverstanden erklärte. Stadtver. Krumm wünscht, daß endlich wegen der Abwässerableitung des Siechenhauses Wandel geschaffen wird. Der Oberbürgermeister bemerkt, daß an diesen Arbeiten noch vor Weihnachten angefangen wird. Es habe nur an passenden Rohren gemangelt, sonst wäre der Uebelstand schon längst beseitigt worden. Damit ist der öffentliche Teil der Sigung beendet. Lokales. Gießen, 18. Dezember 1903. Der Zweiten Kammer ging eine Regierungsborlage betr. Entwurf eines Gefeßes zur Abänderung des Artikels 227 Absatz 1 des Polizeiſtrafgesetzes( Störung der Sonntagsfeier und des Gottesdienstes). Der 8 weiten Kammer der Stände sind neuerdings mehrere Anträge zugegangen. Ein Antrag der Abgg. Korell und Brauer, betr. Diäten und Gebühren der Staatsbeamt n. Abg. Stöpler beantragt: den der Molkereischule zu Lauterbach bisher gewährten Staatszuschuß im Staatsvoranschlag für 1904 nachträglich auf 8000 Mt zu erhöhen. Ein Antrag der Abga. Brauer u. Genoff. geht dahin, die Bw ite Kammer wolle Großh. Regierung ersuchen, von 1904 ab ein Sprunggeld von 5 Mt. für die Stuten Hessischer Besizer und ein Fohlengeld von 10 Mt. zu erheben. Weiter gelangte an die Kammer die Antwort der Regierung auf die Anfrage der Regierung der Abgg. Hauck u. Gen. betr. die Hütekinder im Vogelsberg. Auf diese Antwort fommen wir in nächster Nummer zurück. " ** Durch den Aufruf An alle Hessen ist bereits bekannt geworden, daß Seiner Königlichen Hoheit dem Großherzog die herzliche Teilnahme und das Mitgefühl der ganzen Bevölkerung anfäßlich des Ablebens Ihrer Großherzoglichen Hoheit der Prinzessin Elisabeth durch Sammlung von Unterschriften zum Ausdruck gebracht werden soll, daß auch weiter beabsichtigt ist, dem Großherzog zu Seiner am 1. Januar 1904 stattfindenden Geburtstagsfeier eine Freude dadurch zu bereiten, daß durch freiwillige Gaben aus allen Berufskreisen ein Fonds geschaffen und dem Großherzog für die Förderung der Kunstpflege zur Verfügung gestellt wird. Auch die kleinste Gabe ist willkommen. Mit der Sammlung von Unterschriften und Erhebung freiwilliger Gaben wird nunmehr begonnen. So werden zu dies m Zweck Listen und Sammelbüchsen in Umlauf gesezt. Die Bürgerschaft wird ersucht, ihre Namen, auch diejenigen erwachsener Familienangehörigen, in die Lifte einzuschreiben, freiwillige Gaben aber in die verschlossene Büchse des Sammlers direkt einwerfen zu wollen, ohne diesen Betrag in die Liste einzutragen. ** Stadttheater Gießen. Morgen Samstag Nachmittag 3.30 Uhr Kindervorstellung, Hänsel und Gretel." Am Mittwoch, den 23. Dezember muß das seiner Zeit verschobene Nacht asyl Gastspiel stattfinden, da eine andere Zeit nicht mehr zu vereinbaren war. Schon heute sei auf diese überaus interessante Vorstellung hingewiesen. Jubiläum. 25 Jahre war am Mittwoch der Packmeister Georg Herzberger aus Harbach in der Werkzeugmaschienenfabrit von Heyligenstädt& Comp. tätig. Firma Beamte und Arbeiter der Firma haben diesen Tag nicht vorübergehen lassen, ohne des Jubilars in entsprechender Weise zu gedenken. ** Der Abschlag der Fleischpreise in Frankfurt a. M. hat einen Rückgang der Preise für fette Schweine in Gefolge gehabt. Der seitherige Preis betrug 38 bis 39 Pf. für das Pfund Lebendgewicht, jetzt ist dieser Preis auf 36 Pf. herabgegangen. Von einem entsprechenden Abschlag der Wurst- und Fleischpreise hört man bei uns nichts. * versichert wird, ein staatliches Institut für Serumbereitung in großem Maßstabe errichtet werden, zu welchem Zweck seit langem schon Unterhandlungen zwischen Geh. Rat Bebring und der Staatsregierung wegen Uebernahme der Behring'schen Besitzungen und seines jezigen Instituts durch den Staat schwebten. Und zwar würde Behring die Leitung dieses Instituts übertragen werden. Ministerialrat Althof aus dem Kultusministerium war vor furzem hier, um das vom Staat zu übernehmende Terrain zu besichtigen. + Hersfeld, 17. Dez. In dem benachbarten Kathus fiel das 8jährige Töchterchen des Bürgermeisters Bauer, als es mit aufs Feld gefahren war, vom Wagen und brach das Genick. - Offenbach a. M., 17. Dez. Durch Ausströmen von Gas erstickte in einem Hause der Frankfurter Straße ein Kutscher. Briefkasten. B. F. in Lüzellinden. Der deutsche Kaiser ist GeneralGruß. Feldmarschall. Wetterbericht. ( Wetterdienst zu Gießen: Peppler.) Freitag und Samstag: trüb, Temperatur wenig verändert, schwachwindig, ganz geringe Niederschläge. Kirchliche Nachrichten für Gießen. Evangelische Gemeinde. In der Stadtkirche. Am 4. Advent, den 20. Dezember, Gottesdienst. Vormittags 9 30 Uhr: Pfarrer D. Schlosser. Vormittags 11 Uhr: Kinderkirche für Matthäus- und Markusgemeinde. Pfarrer D. Schlosser und Pfarrer Schwabe. Donnerstag, den 24. Dez., nachm. 3 Uhr: Weihnachtsfeier für die Kinderkirche der Matthäus- und Markusgemeinde. Pfarrer D. Schlosser und Pfarrer Schwabe. Abends 5 Uhr: Weihnachtsvesper für die Militärgemeinde. Pfr. Euler. Am 1. Weihnachtsfeiertag wird im Hauptgottesdienst Beichte und heil. Abendmahl für die Matthäus- und Markusgemeinde gemeinsam gehalten werden. Anmeldungen dazu werden vorher bei dem Pfarrer jeder Gemeinde erbeten. In der Johanneskirche. Vormittags 9.30 Uhr: Pfarrer Euler. Vorm. 11 Uhr: Kindergottesdienst für die Johannesgemeinde. Pfarrer Dr. Naumann. Nachm. 3,30 Uhr: Pfr. Dr. Naumann. Gottesdienst und Chriſtbescherungsfeier der Kleinkinde- Bewahranstalt. Mittwoch, den 23. Dez., Nachmittags 3,30 Uhr: Weihnachtsfeier für die Kinder aus dem Kindergottesdienst der Johannesgemeinde. Pfarrer Dr. Naumann. Donnerstag, den 24. Dez., nachm. 3 Uhr: Weihnachtsfeier für die Kinder aus dem Kindergottesdienst der Lukasgemeinde. Pfarrer Euler. Am 1. Weihnachtsfeiertag nach allen Gottesdiensten Sammlung für die Kleinkinder- Bewahranstalt. Am 2. Weihnachtsfeiertag Beichte und heil. Abendmahl für die Lukus- und die Johannesgemeinde im Vormittagsgottesdienst. Anmeldungen vorher bei dem Pfarrer jeder Gemeinde erbeten. An diesem Tage besondere Sammlung für die Armen. Katholische Gemeinde. Samstag, den 19. Dezember. Nachmittags um 5 Uhr und abends um 8 Uhr: Gelegenheit zur heil. Beichte. Bedarf an Schiffsjungen. Nach einer Mitteilung des Kommandos der Schiffsjungendivision hat dieselbe einen größeren Bedarf von jungen Leuten zwischen 15 und 18 Jahren, die als Freiwillige eintreten wollen. Etwaige Meldungen sind bei dem Großh. Bezirks- Kommando I| Vormittags um 8 Uhr: Die zweite hl. Messe. anzubringen. Sonntag, den 20. Dezember. 4. Adventsonntag. Borinittags von 6.30 Uhr an: Gelegenheit zur hl. Beichte um 7 Uhr: Die erste heil. Messe, vor und in derselben Austeilung der heil. Kommunion. Ulrichstein, 17. Dez. Ein Bürger aus einem Nachbarorte hatte eine offene Postkarte ohne Unterschrift mit der Adresse: An den Sozialdemokraten N. N. und voll des gröbsten Inhaltes empfangen. Der Empfänger hatte ob der Schrift eine gewisse Person in Verdacht. Ein Schriftexperter aus Frankfurt bestätigte diesen Verdacht durch Schriftvergleichung. Der Angeklagte wurde vom durch Schriftvergleichung. hiesigen Schöffengericht daraufhin zu 40 Mark Geldstrafe verurteilt. Derselbe hat Berufung eingelegt. er feine Weisheit fahrt, 4 Tage vor Pfingsten, 14 Tage vor Weihnachten bringen. Im Walde wurde plötzlich das Tier scheu und gewesen sein, als fie en Büchmann nadal anden. Nun waren de. Sie können sich a nd weiß, woher der anzler selbst. Wie di tat aus feiner Grantju Es wird vermutet, da vierziger Jahre flam enbewohners in den an der spanisch- fran Auffehen. Als ein 3 em Sunde in einem W ungewöhnliches Wefen mit erstaunlicher Ge es verschwand. Der Bad vilde Mann den Einga Steinen berbarriladi den Fonnten. Das tändig prähiftori das um die Süften art fiel wie ein Ma A18 + Ettingshausen, 15. Dez. In der vergangenen Nacht ereignete sich im Walde von hier nach Reiskirchen ein bedauerlicher Unglücksfall. Der Handelsmann Seligmann Löwenberg von hier wollte eine Ruh nach Reiskirchen schleuderte den Mann auf einen Stein, sodaß er das Schulterbein brach. In Reiskirchen, wohin er sich noch schleppte, mußte ärztliche Hilfe in Anspruch genommen werden. + Marburg, 17. Dez. In einer im Nordwesten zwar nahe an die Stadt grenzenden, aber doch abgelegenen, von Höhen und Waldungen eingeschlossenen Gegend hat sich seit Jahren Geh. Rat Professor von Behring umfangreiche Grundstücks anfäufe vorgenommen. Es soll dort nun, wie bestimmt H " um 9% Úhr: Hochamt mit Predigt. Nachmittags 5/2 Uhr: Christenlehre; darauf Andacht. Methodistengemeinde, Asterweg 16. Sonntag, 20 Dezember, abends 8 Uhr: Predigt. Gottesdienst der israelitischen Religionsgesellschaft. In der Synagoge, Südanlage. Sabathfeier am 19. Dezember 1903. Vorabend 4.00 Uhr. Samstag vorm. 8.30 Uhr. Nachmittage 3.30 Uhr. Sabathausgang 5.15 Uhr. Wochengottesdienst: Morg. 7.10 Uhr, Ab. 4.00 Uhr. Berantwortlich: für den politischen und Inseratenteil: Albin Alein; für das Lotale, ben„ Gerichts." und" Deffentlichen Sprechsaal": Fr. Oppermann ,, Was fehlt mir eigentlich?" ist der Titel einer sehr interessanten Ertrabeilage, welche der heutigen Gesamtauflage beigefügt ist und auf die wir unsere verehrl. Leser besonders aufmerksam machen. Hoher Nebenverdienst Guterhaltene Wheler- Wilsond. Vertrieb leicht vert. Artifel. Nähmaschine für 15 Mark zu 3. Müller, Jlversgebofen- Erfurt. verkaufen. Näh. i. d. Exp. d. Bl. beftens empfohlen: oltbewährte Praktische Weihnachtsgeschenke MAGGI's Würze Man achte beim Einkauf genau auf den Namen ,, MAGGI. Schußmarte ebenjo MAGGI's Suppen Arenzftern, ". MAGGI's Boullion- Kapseln. Café Amend. Beehre mich ergebenst anzuzeigen, daß ich Samstag, den 19. d. Mts. mein Café nebft Conditorei in die neuerbauten Räume meines Hauses Bahnhofstraße 66 verlege. Außer Kaffee, Chocolade, Thee u. s. w. ist für reingehaltene Weine, sowie heller und dunkler Biere erster Brauereien bestens gesorgt. Christbescherung Allen Freunden und Wohltätern unserer Anta sowie der ganzen Gemeinde teilen wir hierdurch mit de Chriſtbescherungsfeier unsere Kleinkinder- Bewahransta am nächsten Sonntag, den 20. Dezember, stattfinde soll, Nachmittags 3½ Uhr, in der Johanneskine Der mit Liturgie der Kinder im Glanz des Ch Insbesondere mache ich für den Eröffnungsabend und die nachfolgenden Tage auf ein echtes Glas baum's zu haltende Gottesdienst ist zugleich Gemein Münchener Bockbier der Auguftiner- Brauerei aufmerksam. Wilhelm Amend, Gießen. Schäfers Patent- Kleiderschränke sind hervorragend praktisch. Kein Suchen. Kein Aerger mehr, da beim Oeffnen der Türen sofort alle Kleidungsstücke übersichtlich geordnet sind und ein Zerdrücken vollständig vermieden wird. 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Gaben werden noch dankbar angenommen von den Vorstandsmitgliedern: Buchbinder Bourgeois, Döring, Bleidbitraße 11, 5 Zimmer mit Parterre- Wohnung, Rendant, Dörr, Schlossermeister, Friedrich, Monteur, allem Zubehör, Gartenanteil soDr. Häuser, Custus, Hartmann, Kreisamtsregistrator wie Trodenboden, zu vermieten. i. P., Jaskowsky, Wirt, E. H. Müller, Schreinermeister, Nah Gießen, Neuenweg 28. Mulch, Lehrer, Roth, Weinhändler, Schröbel, Kreis* g.Blutstod.Timermann amtsdiener. Hilfe Hamburg, Fichteftr. 33. Spazierstöcke in großer Auswahl sehr preiswert. Kasseler Schirmfabrik Gießen, Seltersweg 9. gottesdienst, zu dem wir freundlichst einladen. Nach demselben findet in der Kleinkinderschule in engsten Kreis der Kinder und ihrer Angehörigen b Bescherung für die Kinder statt. tot Alle, die uns noch Gaben zugedacht haben bitten herzlich um dieselben für unsere 254 Kinder, wollen dieselben recht bald an die Vorstandsdamen ge langen lassen. Gießen, den 16. Dezember 1903. Der Vorstand der Kle nfinder- Bewahranstalt. Dr. Naumann. Sonntagsverein für Mädchen. Die Vereinigung der Mädchen findet statt an jedem Sonntag zwischen 2 und 7 Uhr nachmittags Saale der Kleinkinderschule; die Mädchen können zu jete Zeit fommen und gehen; von 4 bis 5 Uhr fi det gemeinsam Unterhaltung statt mit Gesang, Ansprache, Vorträgen. Gute unterhaltende Bücher und Spiele sind in große Zahl vorhanden. Für den Vorstand: Dr. Naumann. Pfarrer. euterie Frankfurter Bratwürstchen in beamid Heute geräucherte à Paar 25, 30 und 35 Pig. empfiehlt Güte Friedrich Schreiner, Metzgermeister, Gieken. Selter weg. Für Bäcker! Brotpreis- Formulare hält stets am Lage Möbliertes Zimmer und eine die Expedition Schones großes Familien Vereinszimmer Wohnung zu vermieten Neuenweg. 31. noch einige Taae frei Wiener Hof. Es hat wirklich Wert für Jeden Eigene grosse Schreinerei, Polsterund Dekorationswerkstätte. sch die neu eingerichteten Musterzimmer und Lagerräume der Firma freiwillige Anerkennungs. H. C. 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