ng. Nr. 219. ich Donneritain's Haus gebracht 60 Bfg., durch die Post bezogen viertels Abonnementspreis: in Gießen, abgeholt monatlich 50 Pfg., erkzeug 18 verfteigern 1 Ambok, z 1 Biegmajai pen u sonstig auchbares Ei miedemeister of er Brakkergog Blero. 8 liceftrake. fährlich Mr. 1.50. Bratisbeilagen: Oberhessische Familienzeitung( täglich) Oberheffische Beitschrift für Landwirtschaft, Obst- ned Gartenbau, sowie die Gießener Seifenblasen( wöchentlich). Das Blatt erscheint an allen Werktagen nachmitags. Freitag, den 18. September 1903. Gießener 12. Jahrgang. Insertionspret 8: Die einspaltige Petitzeile für Gießen wie ganz Oberheffen, die Kreise Weglar und Marburg 10 Pfg. fonft 15 Pfg.; Reklamen die Petitzeile 30 resp. 40 Pfg. Postzeitungsliste No. 3269. Redaktion und Expedition: Gießen Neuenweg 28. Ferusprechanschluß Mr, 362. Neuelle Nachrichlen ( Gießener Tageblat!) Anabhängige Tageszeitung ( Gießener Zeitung) für Oberheffen und die Kreise Marburg und Wetlar; Lokalanzeiger für Gießen und Umgebung. Enthält alle amtlichen Bekanntmachungen der Großh. Bürgermeisterei Gießen und anderer Behörden von Oberhessen. Bekanntmachung. Samstag, den 26. September, vormittags 11 Uhr, findet im Sihungssaale des Regierungsgebändes zu Gießen nach vorheriger Besichtigung der ProvinzialStechenanstalt eine öffentliche Sigung des Provinzialtages der Provinz Oberhessen mit folgender Tagesordorten Bieren brin nung statt: fenbie schmades und erkauf und empfe nig . Zugleich bemet ungen borzubeuge 1. Prüfung der Rechnung der Provinzialkasse für 1901/02, 2. Feststellung des Voranschlags der Provinzialfasse für 1903/4. Gießen, den 14. September 1903. Der Vorsitzende des Provinzialtags. Dr. Breidert. Am Vorabend der Kriegs- Erklärung. Bis auf zwei Armeekorps, die in Kleinasien stehen, ist de gesamte türkische Truppenmachtjet mo. bilisiert, am Mittwoch erging das Irade, das die Mobilmachung der bis dahin noch im Friedensstande befindngegend übertraglichen drei Korps an dei bulgarischen Grenze anordnete. Bon heute auf morgen kann mit dem Beginn der Feindselig. ing der Mainj Röhrle leit seitens der Türkei und Bulgariens gerechnet werden. ndlung. 344. Gießen. Oktbr.cr. ist halb Nichts zeigt so schlagend, daß die Nächstbeteiligten den Erieg vor der Tür wissen, als die Tatsache, daß Fürst Ferdinand von Bulgarien mit Beschleunigung bon Eurinograd nach Sofia abgereist ist, wo er bereits eintraf. Wußte der Fürst nicht, daß es losgeht, daß er nicht länger sich dem Volkswillen entgegenzuſtemmen braucht, er wäre sicher noch in Eurinograd geblieben. Solange der Strieg nicht in sicherer Aussicht stand, war es für ihn ein persönliches Wagnis nach Sofia zurückzukehren. Dort ist er VONNEN! eines Lebens nur sicher, wenn der Krieg mit der Türkei zur vom 8. April r Bundesstaaten ften besteh. aus n mit abwechs. k: 180000, 0000, etc. etc. a. 20 Prozent des fler! onatlicher Beitrag nz 3 Tage Reklaen zu richten an: rland No. 95. in 000000! zug! flaschenreife von 60 Pfg. an, 100 " 9 " H and Kisten von eingutsbesitzer, a. Rh. Tatsache wird. Und so ist denn seine plötzliche Abreise nach seiner Hauptstadt ein starkes Symptom dafür daß binnen furzem losgeschlagen wird. Angesichts dieser Sachlage wird der Einspruch gegen ote Mezeleien in Mazedonien, den nach den jüngsten Meldungen England bei der Pforte erheben will, wohl etwas post lestum kommen. Die Türkei erklärt zwar schon jetzt, seit der Zurückziehung der fanatischen albanesischen Rediss aus Mazedonien sei dort einigermaßen die Ruhe wiederhergestellt, die Geschäfte seien wieder geöffnet und die Lokalbehörden bemüht, das in den Dörfern geraubte Eigentum den Besitzern wieder zu verschaffen. Welchen Wert diese Versichenungen haben, lehrt folgende durch Konsularberichte beglaubigte Meldung: In dem von Bulgaren und Griechen bewohnten Dorfe Eukarion wurden die griechischen Einwohner von einer Militärabteilung aufgefordert, das Dorf zu verlassen, da es als„ kompromittiert" niedergebrannt werden müsse. Die Einwohnerschaft leistete der Aufforderung Folge. Inzwischen war aber schon Gewehrfeuer eröffnet worden, bei welchem 15 Griechen ums Leben kamen. Auch die anderen Dörfer wurden von den türkischen Truppen und den Baschibozuks mit dem gleichen Schicksal bedroht. Weitere wohl beglaubigte Berichte besagen: Im Wilajet Monastir dauern die furchtbaren Greuel fort, welche Baschibozuks und aktive türkische Truppen begehen. Ein mglischer Offizier, der in der Vorwoche einen Ritt von Dorida nach Monastir unternahm, meldet, daß diese sonst ofer belebte Handelsstraße völlig ausgestorben, eine große Fenge abgeschnittener Menschenköpfe gibt eine Vorstellung cr: der grausigen Verwüstung und dem barbarischen JanaAsmus der Türfen. Die Konsuln können nur noch unter tarfe: militärischer Eskorte ihre Konsulate verlassen. Trezdem die offiziöse türkische Berichterstattung von der Bermhtung der Insurgenten zu melden weiß, haben diefe in den letzten Tagen neue Lebenszeichen gegeben. Bei Raumaftibalau wurden 300 Mann regulärer türkischer Irungen von den Insurgenten vernichtet. und zwischen Brufla in dnev Hinterbalt und rieben sie vollständig auf 000000 rantno und Bitolisio lockter die Insurgenten zivei vogel, bauten, hocheleligen Rades. in vorzüglicher Konstruktion. and lesenswert. Sturmvogel" ner, 03. bet oestehenden Begegnung des Kaisers Fran 1.1 and garer jelen, wie in diplomatischer Kreiſe , lautet, Abriadjungen getroffen werden, die bezivesen, au em Balkan f, chn Jahre Ruhe zu schaffen. Der neue Bertrag sehe die Aufrechterhaltung des status quo auf dem balkan vor und verwerfe jede bewaffnete Einmischung. Der Türkei werde für die Durchführung der Reformen eine längere Frist eingeräumt werden. Falls Bulgarien keinen Krieg beginnt, oll ihm die Erhebungzum Königreich als Preis zugesagt verden. Hinter dieses ganze Gerücht, das, wie gesagt, in iplomatischen Kreisen Glauben findet, möchten wir einst veilen ein großes Fragezeichen setzen. Und wie, wenn in iwischen der Krieg entbrannt ist? Schafft ein Reichs- Irrengefetz! Aus ärztlichen Kreisen wird uns geschrieben: In Halle haben soeben die drei Beauftragten des preußischen Medizinalbeamten- Vercins über die reichsgesetzliche Regelung des Irrenwesens Bericht erstattet. Sie sind dabei zu dem Schlusse gekommen, daß im Interesse der Einheitlichkeit ein Reichs- Irrengesetz dringend zu erstreben sei, das seine Hauptaufgabe in der Sicherung ausreichender Fürsorge für die Geisteskranken innebalb und außerhalb der Anstalten zu erblicken habe. Wit Recht wird darauf hingewiesen, daß das Irrenwesen eine öffentliche Angelegenheit sei, die im Interesse der Allgen.cnheit der öffentlichen Kontrolle bedürfe. Darum wäre c auch wünschenswert, daß neben den eigentlichen Geistestranten auch Idioten, Epileptiker und Trunksüchtige unter den Schus dieses neuen Gesetzes gestellt würden. Een wesentlichen Fortschritt sehen die Berichterstatter in der Einführung der allgemeinen Anzeigepiich Ronnte bis heute jede Familie so lange ihren Stren zu Hause behüten und verpflegen, bis er die öffentliche Sicherheit bedrohte, ohne auch nur gehalten zu sein, befendere Vorsichtsmaßregeln zu treffen, so soll nunmehr jeder einzelne Anormale, gleichviel, ob er sich in einer Anstalt aushält oder nicht, ob er tobsüchtigen Anfällen unterliegt oder harmloser Natur ist, staatlicher Aufsicht unterstellt sein. Dadurch würden einerseits die Fälle grauJamer Mikhandlung verhütet oder doch beträchtlich erschwert, bic in skandalösen Prozessen oft genug vor die Oeffentlichfeit fainen. Solche Gerichtsverhandlungen haben manchmal grauenvolle Bilder davon entrollt, wie unmenschlich arme rre von ihren Angehörigen behandelt wurden. In Ställe hat man sie eingesperrt, faum daß sie einen alten Pappen hatten, ihre Blöße zu bedecken. Wie einem Stück Bich schob man ihnen den Trog zu. Friß, Hund, oder besser noch: stirb! Und jedesmal nach solch neuer Offenbarung über die Bestialität des menschlichen Wesens klang ein Alarmschrei durch's Land, ein dringender Ruf nach Verhinderung solcher Greueltaten durch eine erhöhte Aufsicht des Staates. Andererseits aber würde durch solche Aussicht eine größere Sicherheit für dritte unbeteiligte Personen geschaffen, die heute, wo eigentlich jeder Frre frei herumlaufen kann, gar nicht oder doch nur in sehr beschränktem Maße vorhanden ist. Für irre Verbrecher müßten besondere Anneye an größeren Strafanstalten geschaffen werden, für physisch Minderwertige Staatliche Verwahranstalten besonderer Art. Immer aber muhte die Zeitung solcher Anstalten, wie auch die Kontrolle über das einzelne Individuum Aerzten übertragen werden, feineswegs staatlichen Disziplinarbeamten. Mit ganz besonderer Ausführlichkeit beschäftigt sich der Bericht der Sachverständigen mit der Frage der zwangsweiser Internierung eines Geisteskranken in rine rrenanstalt. Die mancherlei Enthüllungen, die über die insperrung ganz normaler Personen an die Deffentlifeit gedrungen sind, hatten schon lange auf die Dringlichkeit verschärfter Aufsicht privater Irrenanstalten hingewiesen. Ist es doch vorgekommen, daß mit Hilfe gewissenloser Gesellen Gesunde, die irgend jemand unbequem paren, für anormal erklärt und zeitlebens im Irrenhause festgehalten wurden. Für jeden gegen seinen Willen Internierten soll ein Fürsorger ernannt und außerdem die Staatsanwaltschaft mit der Offizialvertretung aller interjerten Geistesfranken betraut werden. Dabei soll die Entlassung tunlichst erleichtert werden. Man wird zugeben müssen, daß die beauftragten Sachberſtändigen die Aufgabe, die ihnen gestellt worden war, bis in die Einzelheiten hinein gründlich gelöst haben. Sie schufen mit ihrem Bericht die Grundlage, auf der allein eine zweckdienliche reichsgesetzliche Regelung des IrrenDesens möglich ist. Beide Gesichtspunkte: der Schutz der Irren und der Schutz der Allgemeinheit vor den Frren wurden gleichermaßen bei der Beantwortung der Einzelfragen festgehalten. Das Interesse beider Teile erheischt es jedenfalls dringend, daß die bisherigen Willkürlichkeiten unmöglich gemacht werden, und daß von staatswegen die Sicherheit der Individuen auch nach dieser Richtung hin größere Garantien erhält. Es ist zu hoffen, daß die Re gierung fich nunmehr entschließen wird, einen entsprechenben Entwurf vorzulegen. Die Algemeinheit hat sich oft genug mit dieser Frage beschäftigen müssen. hre Stimmung mar fast ipumer auf Seiten der armen Mania, wie ja die Schwachen und Elenden unserem Herzen te allen Fällen besonders nahe stehen. So fchemt es nur natürlich addie ausführenden Reichsbehörde Toas the t Die Politik. Nähere Erläuterungen zu dem neuen teglement für die preußischen Landtagswahlen bringt ein Erlaß des preuBischen Ministers des Innern. Danach ist unter anderm für die Aufnahme eines Wählers in die Liste entscheidend, ob der Wähler zur Zeit der Wah wahlberechtigt ist. Andererseits darf nach Abschluß der Abteilungsliste niemand mehr in diese aufgenommen werden. Den Wählern steht eine Ueberwachung der Listenführung während des Wahlaktes nicht zu. Für die Abgeordnetenwahl ist eine Erleichterung insofern geschaffen, als bei der Eintragung des Abstimmungsvermerts der Gebrauch von Abkürzungen zuostassen wird. Die einschreidendste Aenderung sieht der§ 27 des Reglements in der Bestimmung vor, nach der bei der Wahl mehrerer Abgeordneten jeder Wahlmann bei nur einmaligem Vorruf sogleich anzugeben hat, wen er an erſter, zweiter oder dritter Stelle zum Abgeordneten wählt. Großes Aufsehen erregt in Desterreich der Armeebefehl Kaiser Franz Josefs, den er nach Beendigung der großen Manöver erlassen hat. In diesem Erlaß an das Heer kommt nämlich eine Stelle von hochpolitischer Bedeutung vor. Der Kaiser erklärt mit unverkennbarer Spitze gegen die ungarische Opposition, er müsse und wolle an den bestehenden und be währten Einrichtungen des Heeres festhalten". Wörtlich heißt es weiter: Gemeinsam und einheitlich, wie es ist, soll mein Heer bleiben, die starke Macht zur Verteidigung der österreichisch- ungarischen Monarchie gegen jeden Feind." Nach dieser feierlichen Kundgebung des Kaisers hat die ungarische Opposition jede Aussicht verloren, den Widerstand des Monarchen gegen ihre nationalen" Forderungen ungarischer Kommandofprache im Heer, Trennung des ungarischen vom österreichischen Heeresfontingent zu überwinden. Diese Kundgebung dürfte der Anfang vom Ende der ungari- schen Parlamentskrise sein. Antliche russische Meldungen berichten von neuen Krawallen gegen russische Juden, die sich im Gouvernement Mohilew abgespielt haben. Im Verlaufe eines Streites, der im Bazar zu Homel zwischen einem russischen Bauern und eizzor jüdischen Händler entstand, kam es zu einer erbitterten Schlägerei zwischen Juden und Russen. Die anrüdende Bolizei wurde, so versichert die offiziöse Meldung, von den Juden mit einem Steinhagel und Revolverschüssen cinplangent, worauf die Polizisten angeblich nur mit Schiffen in die Luft geantwortet hätten. Bei der Prügelei jei ein Russe von einem Juden durch einen Messerstich tötlid) verleyt worden; acht Personen, darunter nur ein Sude, seien leicht verimundet worden. Das geschah am 11. d. Wits. Am 14. wiederbolten sich die Unruhen. Der offiziöse Bericht sagt darüber: Russische Arbeiter fingen aus Rache für die Vorgänge am 11. September an, im Judenviertel Buden zu zerstören. Bei dem ZusammenHoß mit den Juden wurden auf beider Seiten etwa 20 oder miche Personen verwundet. Als Truppen erschienen, wurden sie von den Juden mit Schüssen empfangen. Infolge dessen mußte von den Feuerwaffen Gebrauch gemacht werden. Gegen Abend war die Rube wieder bergesicllt. Nad, den Berichten des inzwischen in Homel eingetroffenen Gouverneurs wurden während der Unruhen fünf verwundete Christen und neun Juden in die Stadthospitale eingeliefert. Getötet sind vier Christen und zwei Juden." Tay diese Darstellung keinen großen Anspruch mit Glaubwürdigfeit hat, bedarf keiner Betonung. Bor den russischen Behöcken haben die Juden des Zarenreiches cinc heillose Sheu, und es darf als ausgeschlossen gelten, daß fie gegen Polizei und Truppen gewalttätig vorgegangen seir follien. Offenbar handelt es sich in beiden Fällen um einen Ausbruch des Hasses der russischen Bebölkerung gegen die jüdischen Händler. Die armenischen Unruhen im russischen Rautajusgebiet nehmen ständig zu, der Ausbruch eines algemeinen Armenieraufstandes ist nicht unwahrscheinlich. Ursache der Unruhen ist die von Rußland angeordnete Uebernahme des armenischen Kirchenvermögens durch den russischen Staa. Neuerdings wird wieder aus Kars gemeldet: Unter dent Geläute der Glocken eilte hier eine große Menge Armenier a 15. d. M., zur Kirche und lagerte sich um diese, als die Beamten zur Uebernahme der armenischen Kirchengüter schritten. Die Aufforderung der Polizei, auseinander zu gehen, beantwortete die Menge mit einem Hagel von Steinen, und mit Schüssen und drängte die Polizei zurück. 200 Sv. safen, die hinzukamen, wurden von der stetig anwachsenden Menge ebenfalls mit Steinwürfen und Schüssen empfangen. Der Aufforderung auseinander zu gehen wurde nicht Folge geleistet und die Kosaken gaben Feuer. Erst jetzt wurde der Blaz geräumt. Mehrere Soldaten wurden verletzt; von der Menge wurde einer getötet und zwei verwundet. Verhaftet wurden 77 Personen, unter ihnen zwei Geistliche. Darin, daß die armenische Geistlichkeit die Seele der Bewegung ist, liegt die Gefahr. Hof und Gesellschaft. *** Der Kaiser begab sich gestern bereits vor Morgenanbruch auf die Pirsche im Karajanskaer Revier. Am Abend hatte er noch auf einem Pirschgang einen Vierzehnender erlegt. Nachmittags besuchte der Kaiser das Volksfest in Berda und reiste abends nach Wien ab. Der dem Siniser zugeteilte Ehrendienst: Korpskommandant Freiherr v. Mbori, Vizeadmiral Graf Montecuccoli, Oberst Edler b Appel, Oberst Graf Zedtwiß, Flügeladjutant Major Freiherr v. Apor, Flügeladjutant Major v. Klepsch- Kloth, sowie Korpskommandant Graf Uerkuell ist dem Kaiser zur Begrüßung nach Wiener- Neustadt entgegengefahren Heer und flotte. Der Kyffhäuserbund der deutschen Landes- Kriegervereine hat soeben auf dem sagenumwobenen Kyffhäuser seine vierte Versammlung abgehalten. Die erschienenen Vertreter repräsentierten etiva zwei Millionen alter Soldaten. In Vertretung der am Erscheinen verhinderten Vorsitzenden, der Generale z. D. v. Spitz und v. Waagen, leitete das Vorstands. mitglied Prof. Dr. Westphal aus Berlin die Verhandlungen. Aus dem Geschäftsbericht ist hervorzuheben, daß die Schulden für das Kaiser- Wilhelm- Denkmal auf dem Kyffhäuser nun bollständig abgetragen sind. Nachdem in den vier Jahren 1899 bis 1903 rund 283 000 Mt. abgezahlt worden waren, ist in diesem Jahre der Schuldenrest im Betrage von rund 43 000 mt. beglichen worden. Das Denkmal steht nun schuldenfrei da. Der Kaiser hat auf ein Hudigungstelegramm von Ungarn aus seinen warmen Dank übermitteln lassen. Hus dem Gerichtsfaal. Ein Einjährig- Freiwilliger als Einbrecher. Der Ein ährig- Freiwillige Overeß von der 10. Kompagnie des in Hannover garnisonierenden Füsilierregiments Nr. 73 hatte ich wegen schweren Diebstahls vor dem Kriegsgericht der 19. Division zu verantworten. Da das Regiment zur Zeit toch in Manöverquartieren bei Walsrode liegt, fand die Berhandlung in den Diensträumen des dortigen Amts jerichts statt. Der Angeklagte war vor einiger Zeit unter em schweren Verdachte verhaftet worden, in zwei Fällen e einen Diebstahl resp. Einbruchsdiebstahl zum Nachteil ines ihm befreundeten Kameraden verübt zu haben. Do Die Beweisaufnahme seine volle Schuld ergab, so verur eilte ihn das Kriegsgericht zu drei Monaten und 14 Tagen Gefängnis, sowie zur Versetzung in die zweite Klasse des Soldatenstandes und zum Verlust der Berechtigung zum Finjährig- Freiwilligen- Dienst. § Schon wieder ein falscher Burenheld. Das Amtsgericht Bern hat den früheren Mühlenbauingenieur Albert Hein cich Günsch, heimatberechtigt in Altenhausen bei Magde burg, der sich seit März d. I. in Frankreich, Italien, Dester reich und der Schweiz herumtrieb und sich fälschlich als Mitstreiter im Burenkriege, und zwar als Artillerieoberst msgab, öffentliche Vorträge hielt und Unterstützungsgelder angeblich zu Gunsten der Buren- Witwen und-Waisen sam melte, wegen versuchten Betruges zu vier Monaten Ge fängnis( Sorreftionshaus) und fünfjähriger Landesverwei jung berurteilt. Günsch ist in Deutschland bereits zwölf mal bestraft. Er wurde in Bern am 29. August verhaftet, fura bevor er wieder einen seiner vielbesuchten Vorträge halten wollte. Er sieht weiteren Bestrafungen in den Rantanen 8ürich und St Gallen entgegen. § Der Bock als Gärtner. In Saarbrücken kam der tragikomische Fall vor, daß ein Mitglied der Steuereinschätzungskommission wegen gvoßer Steuerhinterziehungen verurteilt wurde. Der Kaufmann Friedrich Waltzinger, der sein Ehrenamt so trefflich ausfüllte, wurde zur Zahlung des achtfachen Betrages der hinterzogenen Steuer mit 26 096 Mark verurteilt. § Das Urteil im Zwickauer Spiritisten prozeß lautet gegen Frau Frenzel auf 6 Monate Gefängnis. Der mitangeflagte Ehemann wurde freigesprochen, aber wegen dringenden Verdachts des Meineides verhaftet und in Unterfuchungshaft abgeführt. Nab und fern. Hochwasser und Stürme. Die Hochwasserkatastrophen in Kärnthen nehmen einen noch nie erreichten Umfang an. Fast alle Täler sind überschwemmt, die Brücken und Reichsstraßen zerstört; zahlreiche Ortschaften sind überschwemmt, mehrere gefährdet, die Ernte ist vernichtet, die Felder sind auf Jahre hinaus verwüstet. Auch in den Wäldern ist großer Schaden angerichtet. Im Liesertale wurden zwei Leichen gefunden; auf der Lieser treibt ein hölzernes Bauernhaus mit den Be wohnern. Militär, Beamte und Ingenieure der Landes. regierung leisteten Hilfe. Im Salzburgischen steht der Orl Mittelsill völlig unter Wasser, ebenso der Gemeindewald im Oberpinzgau. Dort ist ferner ein Haus eingestürzt; bei mehreren anderen droht der Einsturz. Sm ganzen Gasteinertal ist die Ache assgetreten und hat die meisten Brücken zer stört. In Lungau hat die Mur großen Schaden angerichtet, die Gemeindebrücken zerstört und die Feldfrüchte vernichtet. New york wurde von einem starten Sturm beinigesucht, der großen Schaden anrichtete. Die Windstärke betrug 60 englische Meilen die Stunde; seit Jahren herrschte kein so gewaltiger Sturm mehr an der Küste von New Jersey. Präsident Roosevelt befand sich, als er sich an Bord der Flottenjacht Sylph" zur Besichtigung der Einwanderer- Einrichtungen nach Ellis Island begab, infolge des Wetters einige Zeit in gefährlicher Lage. In der Nähe der„ Sylph" sank ein Schleppdampfer bei der Durchfahrt durch das Höllentor. O Harry Walden, der kontraktbrüchige Liebhaber des Berliner Theaters, dessen plötzliches Verschwinden wir fürz lich berichteten, ist jetzt in Innsbruck aufgetaucht. Wie es heißt, ist Walden schwer nervenkrank und soll in eine An stalt gebracht werden. In den Kreisen, die ihm nahe stehen, verlautet, daß der Alkohol zu seiner Erkrankung ein gut Teil beigetragen habe. Das Drama im Walchensee. Wie erinnerlich, wurde vor kurzem der gemeinsame Selbstmord einer ganzen Fa milie von fünf Köpfen im Walchensee gemeldet. Vater, Mutter, zwei erwachsene und eine zehnjährige Tochter mie teten ein Boot zu einer Fahrt in den See hinaus, von der sie nicht wieder zurückkehrten. Von den Bergen aus wurde beobachtet, wie sie sich ins Wasser stürzten. Wie jetzt amt lich festgestellt wird, heißt die Familie Schmidt und stammi aus Norddeutschland. Die Familie hatte keinen festen Wohnsitz, hieli sich in Bädern, Kurorten u. s. w. auf, wohnte in Pensionaten, zuletzt in der Schweiz, und man nimmi an, daß sie wegen mißlicher Vermögensverhältnisse den gemeinsamen Tod gesucht hat. Daß man die Leichen finden werde, wird bei den eigenartigen Verhältnissen des Walchensees bezweifelt. Opfer des Kohlendunstes. Auf dem Vominium Oberschlaube bei Guhrau hat das unvorsichtige Umgehen mit der Ofenklappe wieder einmal ein schweres Unglück herauf beschworen. Von dort in einem gemeinsamen Schlafraum untergebrachten neun jugendlichen polnischen Arbeitern er stickten sieben. Die beiden andern, die noch Lebenszeichen von sich gaben, wurden in das Guhrauer Krankenhaus ge. bracht. Die Pest. Die pestverdächtige Seuche in Marseille wird amtlicherseits als erloschen bezeichnet. Die bakterio logische Untersuchung habe kein Anzeichen von Pest er. geben. Neue Krankheitsfälle sind nicht hinzugekommen.-- Dagegen wird aus Rio Janeiro ein bedenkliches Anwachsen der Pest gemeldet. Einige vereinzelte Todesfälle sind vorgekommen. Gegen 60 Personen werden im Krankenhause behandelt. Strenge Maßregeln gegen die Weiterverbrei hung der Best sind getroffen worden. * Polizisten als Betrüger. Wegen bedeutender Betrü gereien, die fürzlich bei der Madrider Polizei vorgekommen sind, ist der Chef der Polizei seines Amtes enthoben und durch einen Beamten des Sicherheitsdienstes ersetzt worden. Sämtliche Polizeiagenten sind ebenfalls abgesetzt worden. Die Ursachen dieser Entschließung werden amtlich bekannt gegeben werden. Vermischtes. [ Kälteferien im Herbst] genießen zu ihrer großen Freude feit einigen Tagen die Schüler des Realgymnasiums in Schuvelm. Die abnorme Witterung der letzten Tage hat nämlich zur Folge, daß in den Schulräumen 12 Grad Wärme herrschen, und die Schulleitung ließ deshalb am Sonnabend und Montag den Unterricht ausfallen. Dies dürfte bei Anhalten der jetzigen Witterung auch noch in den nächsten vierzehn Tagen der Fall sein, bis die neue Dampfheizung fertiggestellt ist. Die Schule ist nämlich in diesem Jahre durch einen Anbau erweitert worden. Um nun den früheren Uebel. ständen der Ofenheizung zu entgehen, wurde die Errichtung der Dampfheizung beschlossen, wozu die Arbeiten seit Kurzem in Angriff genommen sind. Ein merkwürdiger Zufall widt nun, daß die Schule bei der jetzigen fühlen Witterung ohne jede Heizmöglichkeit ist. Der neue Anbau hat nämlich keinen Schornstein, weil man seiner bei der Dampfheizung nicht bedarf, und in dem alten Teil der Schule hat man aus dem selben Grunde die Schornsteine zugemauert. [ Die Ruhekur im Hause.] Ein in London erscheinendes Fachblatt The Family Doctor", gibt der nervös gewordenen Menschheit gute Ratschläge zur Stählung und Wiederauf, frischung schlapp gewordener Nerven. Anstatt sich jedes Jahr hunderte von Meilen von seinem Hause zu entfernen, un irgendwo am Meeresstrande oder im Hochgebirge bei uner. schwinglich hohen Preisen ein unbequemes Zigeunerleben zu führen, bleibe man hübsch in seiner Wohnung und mache eine sogenannte Ruhelur durch. Denn nur die Rube ist inſtande, die durch die gesellschaftlichen Verpflichtungen vergeudeten Kräfte wieder einzubringen. Mit einem Orts- und Wohnungswechsel ist die Mute aber unvereinbar. Man darf sich nur nicht durch lächerliche Berurteile von der„ Kurm Hause" abhalten lassen. Die Kurvorschriften sind allerdings etwas hart und streng. Vor allem muß man das Nachdet.ken und das Sorgen für mindestens vierzehn Tage beiseite legen. Dann lege man sich selbst ins Bett und leje vierzehn Tage lang feine Zeitung, feinen Vries, fein Telegramm, damit jele Aufregung vermieden werde. Tas Wein und Alkohol ſiren: berboten sind, ist selbstverständlich; das Hauptgetränk ist Mild. Wenn dann die vierzehn Karenztage um sind, fann man wied. aufstehen und sich nach und nach wieder in den Strudel des Lebens stürzen. [ Kampf mit Zigeunern.] In das Schloß der Varonin Paul Sennyey in Battyan brachen nachts Zigeuner ein, wurden jedoch von der Dienerschaft rechtzeitig bemerkt; die Diener machten von der Feuerwaffe Gebrauch, um die Einbrecher zu vertreiben. Mehrere Zigeuner blieben tot auf dem Blaze. Auch der herrschaftliche Kutscher wurde schwer vermundet. [ Det können die Amerikaner voch!] Auf Wunsch des Kaisers wird bekanntlich das Deutsche Haus" auf der Weltausstellung in St. Louis in einer Nachahmung des Mittelbaus des Charlottenburger Schlosses bestehen. Erst hatte der bekannte Berliner Architekt Bruno Schmitz einen Plan in modernem Barockstil vorgelegt, der beim Kaiser aber ablehnendes Kopfschütteln hervorries. Wie man jetzt in Künstlerkreisen zu erzählen weiß, soll der Kaiser sein Urteil in die drastischen Worte zusammengefaßt haben:„ Det können die Amerikaner ooch!"„ Berlinert" er doch gern, wenn er guter Laune ist. Die Architektur des statt des ursprünglichen Entwurfs gewählten Mittelbaues des Charlottenburger Schlosses mit dem großen Turm zeigt die klassische Einfachheit Schinkelscher Meisterformen, und der Kaiser dürfte mit der Annahme wohl vollkommen recht haben, daß JungAmerika einen solchen historischen Monumentalstil nicht , voch fann". Die Kunst zu retten. In letzter Zeit sind wiederholt Fälle vorgekommen, daß ausgezeichnete Schwimmer, die einen Befährten retten wollten, samt diesem kurz vor dem rettenden Ufer ertranten. Dieses Fehlschlagen des Rettungsversuchs liegt gewöhnlich darin, daß der Retter zu stürmisch dem Ertrinkenden nachspringt. Man muß warten, bis der Gefährdete die Kraft verliert, es sei denn, daß es sich um kleine eicht zu bändigende Kinder handelt. Wenn es dann gelingt, hn auf den Rücken zu drehen, und ihm dann eben nur die Nase über Wasser zu halten, so ist die Rettung kein Kunststück. Auch dem besten Schwimmer aber ist es fast unmöglich, mitten in Fluß einen Verunglückten zu retten, solange dieser bei unJeschwächter Kraft ist. Der Griff eines Ertrinkenden ist von ast übermenschlicher Kraft. Die erste Regel bei der Rettung Ertrinkender ist also größte Kaltblütigkeit, die den sehr begreiflichen Eifer unterdrückt und erst im kritischen Augenlick eingreift, wenn der Ertrinkende die Kraft verliert. ** Keine granen Haare mehr! Die neueste Verwendung er wunderbaren Röntgenschen Strahlen besteht darin, daß nan mit ihrer Hilfe ergrauten Haaren ihre ursprüngliche Farbe zurückgeben kann. Ein Dr. R. K. Hawley in Richmond( Indiana) hat in dieser Richtung mehrere gelungene Experimente gemacht. Doch ist zu raten, dem neuen Mittel gegenüber steptisch zu bleiben. Wie schon wiederholt befont wurde, ist die Anwendung von X- Strahlen für die Bout unter Umständen von schweren Folgen begleitet. Ein schauriges Rätsel aufgeklärt. Der geheimnisbolle Leichenfund auf dem Lemberger Güterbahnhof hat jetzt seine Aufklärung gefunden. In dem Zeichnam, der dort, wie erinnerlich, in einem Korb verpackt, zur Spedition gegeber: war, wurde der Gutsbesitzer Tomaschewsky rekognosziert und als sein Mörder sein Vetter, ein Student Maletzky, und dessen Kommilitone Winkler ermittelt. Beide steckten tief in Schulden. Um sich deren zu entledigen, faßten sie den teuflischen Plan, Tomaschewsky zu ermorden und zu berauben. Maletzky lud den Vertrauensseligen zum Kartenspiel in seine Wohnung ein und betäubte ihn hinterrücks durch einen Schlag auf den Kopf beim Betreten des Spielzimmers. Hierauf machte Winkler eine Einspritzung mitt Chankalt, die Tomaschewsky tötete. Die vetche wurde des Geldes beraubt, in einen Korb gesteckt und auf der Moskauer Bahnhof zur Expedition geschickt. [ Das Piedigrottafest zu Neapel] hatte, wahrscheinlich auch im Zusammenhange mit dem Ausbruch des Vesuvs, einen gewaltigen Fremdenstrom herbeigezogen. Das Fest der Madonna von Piedigrotta ist das charakteristischste aller neapolitanischen Volksfeste und besonders berühmt durch jeinen Sängerwettstreit, bei dem die neuen volkstümlichen Liedchen im neapolitanischen Dialekt ihre Probeaufführungen zu bestehen haben, ehe ihre Melodien dann in alle Welt hinausflattern. Auf allen Straßen an der Riviera bis 311 der Piedigrottafirche wurden auf allegorischen Wagen die neuen Piedigrotta- Lieder gesungen, während eine dichtgedrängte Menschenmasse auf- und niederwogt und„ fliegende Händler", die Obst, Austern, Muscheln feilbieten, ihr Geichrei mit den herzzerreißenden Tönen der Blechtrompeten und Brummteufel zu einem ohrenbetäubenden Lärm verinen. Neben den Liedern fanden die Maskenzüge große Beachtung. Ungeheure Heiterfeit erregte der Zug der Lastträger, die als Grenadiere und Schanzgräber Ferdinands von Bourbon auftraten; Ferdinand selbst saß in Uniform auf hohem Rosse. Eine Tageszeitung für Frauen," The Daily Miror", wird demnächst in London erscheinen. Ob die Zeit für eine Frauenzeitung schon reif ist, muß erst bewiesen werden. Der Versuch, der in Frankreich mit der Fronde" gemacht wurde, ist, wie vor wenigen Wochen berichtet wurde, mißglückt. Aber die neue Zeitung will sich nicht an die moderne Frau wenden, sondern sie beziveckt in erster Linie in lesbarer Form die neuesten Telegranime und andere Tagesneuigkeiten, sowie von dem reichen Nachrichtenstoff alles das, wofür Damen sich interessieren, zu geben. Die Organisation des Nachrichtendienstes ist von derselben caft eingerichtet, die den Nachrichtendienst der Daily Mail" organisierte. Die Bearbeitung der die Frauen speziell angehenden Gebiete liegt in den Händen von Damen, die dem Publikum als die Tüchtigsten ihrer Schule bekannt sind. Hus der Reichshauptstadt. Mein Freund" Pumpmayer. Wenn der Herbststurm durch die Straßen braust und en Regen den Passanten ins Gesicht peitscht, dann findet Der Kundige in der Passage aus der drängenden Menge jald wieder alte Bekannte heraus, die sich dort tag aus lag ein herumdrücken. Mit schäbiger Eleganz gekleidet, n der mit zerrissenem Handschuh bedeckten Rechten ein Stöckchen schwingend, wandeln sie fröstelnd einher, bis sie rgendwo jemand erspähen, den sie um eine Mark anpum en können. Denn verschwinden sie in einem der benach. arten Cafés, um bei einer Tasse Schwarzen und vielen Zeitungen den Tag zu verträumen. Zu ehrlicher Arbeil ind sie verdorben, diese verbummelten Genies, und doch st so mancher unter ihnen, der das Zeug besiẞt, etwas ordentliches aus sich zu machen, wenn nicht die angeborene Trägheit jeden Aufschwung hemmte. Bum கு Nachbem Serr in Gieße Klarheit i & weihe zu und an die Abonnenten un angeführten G inform Beitung" im lich eng enthält in ihr Frf. Sta." furz gefaßt da 1. Die Wir bet fönnen. Ginn heiten nicht,& des Profeffors entgegen ftellt, achtens von Gießener Frie fädtischen Be wenn den Ju liegt das, wie daß gegen die tapelle verfehe durch der Fri nisstätte geft aber ist der teftanten no Teil zur allei Teil für fich wie es die fa was einwende proteftantische Ein Mustereremplar der Spezies des verbummelten Ge ies ist mein langjähriger Freund" Mayer, der die vor. züglichen Geistesgaben, die ihm Mutter Natur verliehen, ju nichts anderm zu benüßen weiß, als möglichst genial inen Pump anzulegen. Als ich Pumpmayer" heute traf, vollte ich ihm scheu ausweichen, denn schon oft hatte er neine ohnehin stets leichten Taschen noch weiter ihres Ge vichtes beraubt, aber sein Adlerauge hatte mich bereits er päht. „ Komm," sagte er, indem er ungeniert seinen Arm inter den meinen schob, trotz meiner etwas frostigen Be grüßung, ich suche einen Kapitalisten, der Geld zur Ausührung meiner Ideen hergibt. Sich' in mir den Mann, Der den Nordpol gefunden hat!" Ach!" rief ich erstaunt.„ Wie hast du denn das ge nacht?" Ich habe es noch gar nicht gemacht, aber es kommt zur Ausführung, sobald ich Kapital habe! Du weißt doch, vas bei einer Polarreise am schwersten zu überwinden ist?.. Die Kälte!" rief er triumphierend, als ich schwieg, die chrecklicke. die furchtbare, die entsetzliche Kälte. Um dieſe übervinden, nimmt man einfach siebenhundertachtund echzigtauserweihundertundzweiunddreißig eiserne Defen, Jenau jo ie braucht man nach meiner Berechnung, ſtellt ie in zwei Reihen, so daß immer drei ein Dreieck bilden, omizer Franz Josefsland bis zum Nordpol auf und jeizi se ein, worauf man zwischen ihnen hindurch ganz jemächlich bis zum Nordpol gehen kann!" Ich ärgerte mich, meinte aber gelassen:„ Und das Fapital?" Da bekomme ich durch eine Versicherung gegen das Frihlagenverden durch fallende Kirchtürme! Welcher Veriderie von einem einfallenden Kirchturm erschlagen wird, essen Erben bekommen hunderttausend Mark ausgezahlt." Jekt wurde mir die Sache zu bunt. Aber, Mensch," agle ich, woher willst du denn die hunderttausend Mart tehmen?" „ Die suche ich ja eben, um sie zu deponieren, aber sie stehen vollkommen sicher, da ich nie in die Lage bersetzt sein werde, sie auszahlen zu müssen!" „ Erlaube!" rief ich, um ihn zu ärgern, wie ich in iner Unfallstatistik gelesen, wird immer, der achthundert millionensechshundertzweiunddreißigtausendachthundertvier andzwanzigste Mensch von einem Turm erschlagen; Möglichkeit ist daher nicht ausgeschlossen„ Sie ist ausgeschlossen!" unterbrach er mich. " So, wieso denn?" die „ Das sag' ich dir nur, wenn du dich auch versicherst. Mit einer Mark!" fuhr er fort, als er mein Schwanken jewahrte. Ich war neugierig aber eine Mark war mir denn och zu viel.„ Ich will mich für fünfzigtausend Mark mil ünfzig Pfennig versichern!" sagte ich dann. Er steckte das ihm dargereichte Fünfzigpfennigstück in Die Tasche. „ Nun, wie machst du es?" fragte ich. „ Ganz einfach!" erwiderte er. „ Die Unfallstatistik habe ch auch gelesen und wenn der achthundertmillionensechs. hundert zweiunddreißigtausendachthundertvierundzwanzigste Mensch kommt, dann wird er eben nicht in die Ver icherung aufgenommen." Ganz leuchtete mir seine Theorie zwar nicht ein. Aber a er es fertig bekommen hat, fünfzig Pfennige von mir jerauszukriegen, ist er ohne Zweifel ein Genie. Spectator. Diefe 8 fender der Schreiben: " „ Un Hiermit 24. cr. und meine- ge Naumann fachlich geha in der Haup führungen m Thudichum vollständig tr Genauer fiere ich abe Sachverhalts 1. bag tonfeffi ftiert, eine fann überhau 2. daß das Kreuz fe eine leere Sen 900 follen glaubt genehmigten S früheren( üb Snauth auf alles andere Hierna bortfeits au beanspruchen Grab für fi Frift. 8tg., berhalt geger ung glüdlich Im Ue obige Tatfa Hierzu blattes Pfa Die ab beröffentlicht alles, was e erft noch nic an mich zu bie intereffa 06 Die Reiche wurt dt und auf de t Bum Gießener Friedhofsstreit.| reites zunächst ben Befern des Kirchenblattes in vollem Um. Rünbaht aus Fechenheim wegen Diebstahls vom Großh. tte, wahrscheinl ruch des Vejuve Bogen. Das atteristischite all berühmt dur en volkstümlid robeaufführunge nn in alle Be der Riviera b egorischen Wag ährend eine di ogt und fliegen eilbieten, ihr G er Blechtrompete enden Lärm be Mastenzüge gro Der Bug der La " Nachdem nun ein bis jetzt ungenannt sein wollender Herr in Gießen mit dem Flugblatt: Wahrheit und Klarheit in der Angelegenheit der Friedhofsweihe zu Gießen" diese Lokalfrage wieder ins Rollen und an die Deffentlichkeit gebracht hat, wollen wir den Abonnenten und Lesern unseres Blattes auch die in demselben angeführten Schriftwechsel eines anderen mit der Sache amtlich eng informierten Gießener Herrn mit der Frankfurter Beitung" im Nachdruck bringen. Das Hess. Kirchenblatt" enthält in ihrer Nr. 19 im Anschluß an die von der Frff. 8tg." zurückgewiesene Berichtigung( dieselbe enthält furz gefaßt das was im oben angeführten Flugblatt steht) 1. Die Antwort der„ Frankfurter Zeitung", die loutet: " Frankfurt a. M., den 24. August 1903. Geehrter Herr! fange mitteilen zu sollen. Hoffentlich drucken andere Blätter das Wichtigste dieser Mitteilungen ab. Das ist um so wünschenswerter, als gerade der Artikel Thudichums für andere Beitungen, die mit den wirklichen Verhältnissen gleichfalls nicht vertraut sind, so z. B. für die Münchener Neuesten Nachrichten", zum Anlaß mehr oder weniger scharfer Angriffe auf das Vorgehen von Pfarrer Dr. Naumann wurde. Bei Besprechung der Angelegenheit in der Landessynode wird sich gleichfalls Gelegenheit finden, auf einige Einwände Thudichums zurückzukommen. Zu der in der Antwort der Frankfurter Zeitung wiederholten Behauptung, daß die Friedhofstapelle versehentlich mit einem Kreuz gefrönt worden sei", teilt mir Herr N. N. nachstehende briefliche Notiz des früheren Gießener Stadtbaurats Schmandt mit, der jetzt in Cöln wohnt. Herr Schmandt schrieb zu der Legende, die Herr Mecum aufgebracht hatte: Wir bedauern, Ihrer Einsendung nicht Raum geben zu raber Ferdinand heiten nicht, da sie den ruhigen und sachlichen Ausführungen fönnen. Einmal entspricht sie in der Form unseren Gepflogenfaß in Uniform bes Professors Dr. Thudichum eine scharfe, persönliche Polemik ist, das Kreuz auf der neuen Friedhofskapelle sei nur vere Daily Miror" entgegen stellt, und dann geht sie auch sachlich unseres Erachtens von einer nicht zutreffenden Annahme aus. Der Die Zeit für eine Gießener Friedhof ist tatsächlich nach den Beschlüssen der efen werden. Der e" gemacht wurde, e, nißglückt. Aber rne Frau wenden, städtischen Behörde und Vertreterschaft fonfessionslos, und wenn den Juden ein besonderer Teil eingeräumt wurde, so liegt das, wie Sie wohl selbst wissen werden, lediglich daran, sbarer Form die daß gegen die Absicht der zuständigen Stellen die Friedhofsateiten, ſowie bon fapelle versehentlich mit einem Kreuze gekrönt und daß daDomien fich inter durch der Friedhof zu einer ausschließlich chriftlichen Begräb trichtendienſte misstätte gestempelt wurde. Für die christlichen Konfeffionen Beachrichtendien aber ist der Friedhof eben konfessionslos, und weber die Broarbeitung der die in den Händen Tüchtigsten ihrer Itadt. er. aßen braust und tscht, dann findet ängenden Menge ich dort tag aus Eleganz gekleidet, dten Rechten ein d einher, bis sie ne Mark anpum inem der benach arzen und vieler ehrlicher Arbei Benies, und dod eug besikt, etwas ht die angeborene erbummelten Ge per, der die vor Natur verliehen, möglichst genial her" heute tr on oft hatte er weiter ihres G mich bereits e iert seinen Arm as frostigen Be Geld zur Aus mir den Manit Du denn das ge aber es fomum Du weißt dod berwinden ist? ich schwieg,„ die Välte. Un dieje nhundertachtund eiserne Defen Berechnung, ste!!! 1 Dreied bilden ordpol auf und hindurch ganz n:„ Und das ung gegen das Welcher Ver erschlagen wird, art ausgezahlt." Aber, Mensch, erttausend Marl zu deponieren, nie in die Lage n!" n, wie ich in Der achthundert achthundertvier ridhlagen; die lich. uch versicherst ein Schwanken war mir denn fend Mart mil apfennigftüd in allitatistik habe Imillionenfedis rundzwanzigste In die Ver icht ein. Aber nige von mir Genie Spectator. " teftanten noch die Katholiken befißen einen abgeschlossenen Teil zur alleinigen Benugung, fönnen daher auch nicht ihren" Teil für sich weihen. Gegen die Weihe jedes einzelnen Grabes, wie es die katholische Religion will, wird wohl niemand etwas einwenden. Damit fönnte und müßte sich u. E. die protestantische Kirche gleichfalls begnügen. Hochachtungsvoll Redaktion der Frankfurter Zeitung." Diese Zuschrift der Redaktion beantwortete der Einsender der abgelehnten Berichtigung mit nachstehendem Schreiben: ,, An die Redaktion der Frankfurter Beitung Frankfurt a. M. Gießen, den 26. August 1903. Hiermit bestätige den Empfana Ihres Schreibens vom 24. c. und des zurückgesandten Manuskripts. Daß Sie meine gegenüber dem Prof. Thudichum gegen Pfarrer Naumann angeschlagenen persönlichen Ton ruhig und sachlich gehaltene Berichtigung nicht aufnehmen resultiert in der Hauptsache aus der Erwägung, daß durch meine Ausführungen manche durch Ihren hiesigen Berichterstatter und Thudichum bei Ihnen herrschenden Anschauungen sich als bollständig irrig erweisen würden. Genauer als diese Beiden in der Lage sind konstatiere ich aber aus meiner amtlichen besseren Kentnis des Sachverhalts: 1. daß ein Stadtverordneten- Beschluß, daß der Friedhof Fonfessionslo 8" sein solle, überhaupt nicht eritiert, eine Sache, ein lebloses Ding, wie ein Friedhof, fann überhaupt feine Konfession haben; 2. daß die Behauptung des Oberbürgermeisters Mecum, das Kreuz sei aus Versehen" auf die Kapelle gekommen, eine leere Ausrede" ist, eine, Verbeugung, welche man wohl den 900 Israeliten hier vor ca. 25000 Chriſten machen zu sollen glaubte. Das Kreuz ist nach den vom Stadtvorstand genehmigten Plänen und sogar auf ausdrückliche Weisung des früheren( übrigens auch fonfessionslosen) Oberbürgermeisters Gnauth auf die Kapelle gekommen; das alles ist aftenmäßig, alles andere ,, müßiges Gerede". Hiernach sieht die Sache ganz anders aus, als man bortseits auffaßt. Ob die Protestanten für sich eine Weihe beanspruchen können, oder wie Sie meinen, jedes einzelne Grab für sich weihen sollen, darüber steht der Redaktion der Frift. 8tg., welche sich, wie dargetandem richtigen Sach. verhalt gegenüber zugeknüpft verhält ung glücklicherweise wohl nicht zu. - Wahrheit beizutragen, da in der Erklärung des OberbürgerDiese Zeilen haben nur den Zweck, zur Steuer der meisters Mecum vom 10. Juli die Behauptung aufgestellt sehentlich daraufgekommen. Das ist absolut unwahr, denn von vornherein war die Kapelle in den vorgelegten Plänen mit dem Kreuze geschmückt, es wurden diese Pläne seitens der Stadtverordnetenversammlung zur Ausführung genehmigt. Als während des Baues der Kapelle im Laufe der Verhandlungen mit der jüdischen Gemeinde von dieser auf das Kreuz mit der Begründung hingewiesen wurde, daß das Gebäude für ihren stult nicht benußbar sei, wurde nach nochmaliger Beratung in der städtischen Baudeputation bas toinen items ber Bürgermeiſteret ausdrücklich zur Utorina des areuzes ermächtigt! Es war dies noch Weggang". unter H rin nauth, m. E. einige Wochen vor dessen Lokales. Gießen, 18. September 1903. ** Privattelegramm. Bei der heute Vormittag erfolgten Ziehung der 6. Klasse der Hessisch- Thüringischen Staatslotterie wurden folgende Gewinne gezogen: 30 000 Mt. auf Nr. 92 782( nach Worms), 10 000 Mt. auf Nr. 89 234( nach Mainz), 5000 Mt. auf Nr. 39 202( nach Eisenach), 3000 Mt. auf Nr. 8778, 12480, 32690, 50 120, 58 030, 61 950, 63 099, 67 343, 85 539, 85 738, 96,279. Infolge der eminent großen Nachfrage nach dem Flugblatt: Wahrheit und Klarheit in der Angelegenheit der Friedhofsweihe zu Gießen haben wir gestern abend viele wegschicken müssen. Heute fommen weitere drei Tausend zur Ausgabe und wer sich dafür interessiert wende sich darum unverweilt an die Expedition dieses Blattes. Die Tagesordnung für die Sigung des Gemeinderats zu Grünberg am 19. dg. Mts., abends 8 Uhr, lautet: 1. Forts zung des Eisenbahn- Projets Lich Grünberg. 2. Besprechung über Beilage 10 des Voranschlags. = ** Unglücksfall. Vorgestern nachmittag stürzte stuhls an der neuen Tierklinik ohnmächtig zusammen. Es ein Zimmermann aus Gambach bei Aufstellung des Dachwurde eine sofortige Ueberführung in die alte Klinik vorgenommen, da man annahm, er habe eine schwere Verlegung davongetragen. Glücklicherweise wurde eine solche nicht festgestellt und der Zimmermann in die neue Klinik gebracht. tt In der Stadtkirche in Grünberg ist man damit beschäftigt die Kirchenheizung zu installieren. Es geht damit ein lang gehegter Wunsch in Erfüllung. †† Die Langfinger in Grünberg sind noch nicht ausgestorben; sogar der Sonntag wird zum Stehlen benutzt. Am legten Sonntag wurde einem Briefträger eine ganze Anzahl schöner Wirsings und sonstiges Gemüse gestohlen. Bon den Felbbieben hat man leider noch feine Spur, boch steht zu hoffen, daß den„ Gemüseliebhabern" bald das Handwerk gelegt wird. Der " 1 feiert Samstagabend im Festsaal Café Leib sein 25jähriges Gesangverein Heiterkeit".Gießen, die letzte Entscheid- Stiftungsfest. Mehrere Gießener sowie auswärtige Gesangvereine nehmen an dem Stiftungsfest teil und wirken auch welche in dem Konzert mit, u. a. der Bauersche Gesangverein- Gießen Liedertafel- Lollar, Harmonie- Gießen, Liederkranz- Gießen, Sänger- Chor des Turnvereins. Dem Konzert wird sich ein Kommers anschließen. - Im Uebrigen gibt es ja noch Zeitungen obige Tatsache troßdem aufnehmen. Ergebenst N. N." Hierzu bemerkt 2. der Schriftleiter des Hess. Kirchenblattes Pfarrer Wahl- Langen Folgendes: * Von hess. Behörden werden u. a. steckbrieflich verfolgt: Korbmacher Albert Klein aus Kröge wegen Bedrohung, Arbeiter Friedrich Lang aus Ranstadt wegen Bedrohung und Knecht Ernst Lint aus Münster wegen | Körperverlegung von Großh. Staatsanwaltschaft Gießen; Die abgelehnte Berichtigung selbst nebst dem vorstehend beröffentlichten Schreiben sandte Herr N. N.( er wird für alles, was er schrieb, vollkom nen einstehen, möchte aber vorerst noch nicht öffentlich mit Namennennung engagiert sein) an mich zu eventueller öffentlicher Verwertung. Ich glaubte August Löffler aus Jlbeshausen wegen Entlaufens vom bie interessante Begleiterscheinung des Gießener Friedhof Großh. Kreisamt Lauterbach; Spengler Johann Jakob 0000000000 0000000000 Drucksachen jeder Art liefert schnell und preiswert Albin Klein, Giessen. 0.0000000000 Amtsanwalt zu Büdingen; Taglöhner Richard Bending aus Altstadt wegen Betrugs vom Großh. Amtsanwalt zu Friedberg. ** Von den 118 ern. Der Gießener Korrespondent der Kl. Pr." zeichnet folgendes Manöverbildchen aus KleinLinden: Während die preußischen Truppen mit flingendem Spiel hier durchzogen, rückten die 118 er Hessen, die lange in Gießen in Quartier lagen, fast jeden Tag durch Klein- Linden, ohne Sang und Klang. Mehrere Einwohner der Gemeinde fühlten sich dadurch verlegt und beschwerten sich beim Bürgermeister, der sich an den Regiments- Kommandeur wandte. Dieser veranlaßte, daß die Hessen dem preußischen Militär nacheiferten. Wenn nun die 118er durch Klein- Linden ziehen, wird das Spiel mit doppelter Forte gerührt, zur ganz besonderen Freude dr Dorfschönen. Die Mädchen von Klein- Linden sind halt so musikalisch. Eine Vertrauensmännerversammlung der freisinnigen Partei fand am Dienstag abend in Darmstadt statt, zwecks Beratung über die bevorstehende Landtagswahl. Abonnements erneuerung. Es set wiederholt darauf aufmerksam gemacht, daß die Einziehung der Zeitungsgelder durch die Briefträger in der Zeit vom 15. bis einschließlich 25. des letzten Monats im Vierteljahr fostenlos erfolgt, sowie daß die Briefträger 2c. zur vollgültigen Quittungsleistung über die erhobenen Zeitungsgelder berechtigt sind. Die Vorteile, die die Einrichtung für das Publikum bietet, springen in die Augen, wenn man berücksichtigt, daß der regelmäßige Fortbezug der Zeitungen gesichert, der Gang zur Post und das Warten an den Schaitern, die am Vierteljahrsschlusse besonders start in Anspruch genommen sind, erspart wird. * * Dreiundfünzig verschiedene Staaten werden auf der Weltausstellung in St. Louis 1904 vertreten sein. Von diesen haben zweiundvierzig Staaten bereits Gelder für die Zwecke der Ausstellung bewilligt, und zwar in Summa mehr als fünfundzwanzig Millionen Mark. Für elf Länder steht die aufzuwendende Summe noch nicht fest. Die Weltausstellung in Chicago war von sechsundvierzig Ländern beschickt, welche zusammen nur zweiundzwanzig Millionen Mark für die Ausstellung aufwandten. Briefkasten. L. M., Bahnhofstraße, Gießen. Das Flugblatt ist durch unsere Zeitungsträger und Trägerinnen mit verteilt worden; wer nicht Abonnent des Blattes ist, kann dasselbe besonders auf unserer Expedition haben. Kirchliche Nachrichten für Gießen. Evangelische Gemeinde. 15. Sonntag nach Trinitatis, Sonntag, den 20. September. Gottesdienst. In der Stadtkirche. Vormittags 9.30 Uhr: Pfarrer Scheunemann. In der Johannestirch:. Vormittags 9.30 Uhr: Pfarrer Euler. Pfarrer Euler. 11 Uhr Kindergottesdienst für die Lukasgemeinde. Katholische Gemeinde. Samstag, den 19. September. Nachmittags um 5 Uhr und abends um 8 Uhr: Gelegenheit zur heil. Beichte. 11 Sonntag, den 20. September( 16. Sonntag nach Pfingsten.) Vormittags von 6.30 Uhr an: Gelegenheit zur hl. Beichte. um 7 Uhr: Die erste heil. Messe, vor und in derselben Austeilung der heil. Kommunion. Vormittags um 8 Uhr: Die zweite hl. Messe. um 9 Uhr: Hochamt mit Predigt. Nachmittags um 2½½ Uhr: Christenlehre; darauf sakramentalische Bruderschafts- Andacht. Methodistengemeinde, Asterweg 16. Sonntag, 20 September, abends 8 Uhr: Predigt. Mittwoch den 23. September, abends 82 Uhr: Bibelstunde. Gottesdienst der israelitischen Religionsgesellschaft. In der Synagoge, Südanlage. Sabathfeier am 19. September 1903. Freitag abend 6.10 Uhr. Samstag vormittag 8 Uhr. Nachmittags 4 Uhr. Sabathausgang 7.20 Uhr. Wochengottesdienst: Morg. 5.15 Uhr, Ab. 6.00 Uhr Berantwortlich: für den politischen und Inseratenteil Albin lein; fär bas Botale, den„ Gerichts." und" Deffentlichen Sprechsaa!": Fr. Oppermann Drud und Berlag der Gießener Berlagsbruderet( vorm. Wilh. Keller), Gießen. Zu vermieten Krofdorferstraße 48 gesunde Wohnung zu verm. Näh. daselbst bei Gabriel Jakob. Eine zwei- und eine 3- Zimmerwohnung mit Zubehör zu vermieten. 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Wits., vormittags 10 Uhr, auf dem Rathause zu Bettenhausen durch öffentliches Ausgebot vergeben werden- und zwar: Liefern v. Cementröhren, veranschl. zu 550.75 Mk. Anliefern v. Sticksteinen Anliefern v. Uebergrundmaterial Verlegen der Cementröhren Aufsetzen der Steine Chaussierungsarbeiten Grabenarbeiten " 1 661,20 " 261.ff " 168 80 " " " 70." " " 919.50 " " 567.11 Die Verdingungsunterlagen liegen auf Gr. Bürgermeisterei Bettenhausen zur Einsicht offen. Gießen, den 11. September 1903. Großh. Kulturinspektion Gießen. Wißmann. einer werten Kundschaft zur geft. Nachricht, daß ich mein Geschäft in Uhren- Gold- u. Silberwaren von Kirchplatz 6 nach Seltersweg 10 verlegt habe. Hochachtungsvoll C. Stöver, vorm. F. Scharmann. Uhrmacher. Gießen. Contentia. ( Wohlthätigkeitsverein.) Sonntag, den 20. d. Mite., Abends 8 Uhr, Familienabend verbunden mit Rekruten- Abschied auf der„ Schönen Aussicht". Zu recht zahlreicher Beteiligung ladet ein Die Vorstandschaft. 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( Ohne Gewähr.) 76 103 254[ 1000] 367 31 506 64 616 49 905 18 56 98 1049 156 223[ 400] 32 503 8 652 69 75 730 60[ 1000] 824[ 400] 53 56 907 43 90 [ 400] 2039 50 199 201 51 353 82 421 38 77[ 1000] 538 73 641 45 743 68 810 75 76[ 400] 77 907 77 3004 37 56 240 334 507 60 618 73 96 718 47[ 400] 56 68 867 92 912 65 86 4003 150[ 400] 315 79 414 32[ 1000] 72 82 92[ 400] 95 532 34 92 813 65 910[ 400] 5054 221[ 400] 48 373 91 95[ 1000] 429 508 45 623 93[ 1000] 743 99 842 944 6003 45 67 75 144 79 282[ 3000] 320 35 46 96 99 442 45 79 663 746 69 84 94 98 835 92 927 30[ 400] 81 83 91 7042[ 400] 49 121 35[ 400] 50 79 224 32 43 91 331 48 516 32 62 622[ 400] 92[ 1000] 731 72 817 33[ 400] 918 8027 59 203 306 53 1400 439 53 57 522 620 31 32 39 64 723 856 75[ 400] 948 9029 80 151 274 94 357 71 440 536 38 2000] 78 662 715 56 805 54 71 905 11 10034 79 108 28 2000] 65( 2000 226 43 45 75 400[ 1000] 33 54 71 96 503 17 50 95 663 87 762 874 99 929 32[ 5000] 70 11055 56[ 400] 37 124 35 60[ 400] 77 78 400| 89 91 204 32 419 544 658[ 400] 762 934 47 71 12018 76 106[ 400] 27 57[ 400] 257 307 14 67 411[ 400] 30 65 [ 400] 75 82 719 62 82 90 820 81 929 95[ 400] 13106 33 2000] 225 87[ 400] 302[ 1000] 92 457 514 1400] 15 603[ 2000] 85 798 935[ 2000] 14010 25 105[ 400 81 339 414 21 23 505 606 44 62 86 751 834 99[ 400] 932 63 93[ 1000 15143 63 91 227 42[ 400] 335[ 400] 66 429 36 47 500[ 1000 39 85 98 651 55 955[ 1000] 16059[ 400] 85[ 1000] 138 47[ 400] 229 361 89 91 447 552[ 400] 80 628[ 400 712 80 83 806[ 400] 10 38 93 968 85 94 17031 42 77 90[ 400] 213 74 82[ 400] 99[ 3000] 311 92 475[ 400] 565 887 18027[ 1000 56 85 113 69 247 76 399 405 21 574 84[ 1000] 93 858 61[ 400] 905 10 39 43[ 400] 79 19051[ 400] 185[ 400] 213 33 300 62 99 593 662 77 716 42 75 92 825 79 916 22 33[ 1000] 82 86 96 20025[ 2000] 40 62 169 99 225 308 14 505 45 94 600 54 724 85 813 81 930 72 21013 21 96 118 57 61 76 81 93 321 92 400 519 612 730 39[ 400] 63 96 830 95 966[ 400] 22003[ 1000] 4 27 39 45[ 400] 96 144 88 226 409[ 400] 51 596 621 47 848 61 954 55 23008 59[ 400] 94 120 32 54 235 64 312 89 401[ 400] 37 563 677 739 70[ 1000] 819 95 900 8 9 15 22 91 24021 32[ 1000] 82 400] 113[ 2000] 58 60 252 323 53 89 99552[ 400] 72[ 400] 96 635[ 400] 36 98 705 29[ 400] 50 800 29 31 78 958 87[ 400] 25031( 1000] 134 212 54[ 1000] 336 421 64 82[ 400] 553[ 400] 608 31 75 806 909 36 82 96 26077 79 111[ 2000] 49 64 258[ 1000] 395 434 50 89 507 608 32 67[ 1000] 82 84 867 94 988 27031 50 109 67 215 40 301 3[ 400] 8 90[ 400] 413 37 65( 1000] 96 551 62[ 1000] 609 73 87 700 58[ 1000] 96 803 6 43 925 58 84 28011 91[ 400] 133 98 275 327 60 [ 400] 456[ 3000] 529 600 41 748[ 400] 92 864[ 2000 84 400] 912 29186 226 28 72[ 400] 91 419 24 27[ 400] 66 77 507 18 84[ 400] 605 59 81 717 74 816 33 52 71 944 30006[ 400] 21 24 126 79 228 322 40 424 35[ 1000] 77 560 683 99 737 49 58 824 825 910 71[ 2000] 31058 90 229 37 60 69[ 2000] 303 78 [ 3000] 83 480 525[ 1000] 33 613 47 704 25 53 67[ 400] 852 76 942 64 71 74 84 32001 23 102[ 400] 42[ 400] 70 89[ 1000] 336 71 425 96 537 42 98 613 707 26 808 28[ 1000] 29 74[ 400] 85 988 33142 200 6 49 50 71 399 400 38( 1000] 40 77[ 400] 78[ 400] 502 613 15 18[ 400] 61 65 95 [ 400] 96 728 64 885 910 60 88 34135 45 62 77 208 380 510 85[ 1000] 656[ 1000] 73 790[ 400] 881 82[ 1000] 35030 144 221 28 44 92 305 27 470 77[ 1000] 527 624 63[ 400] 93 721 864 98 901 36022 64 82 149 204 77 379 83 87 402 90[ 400] 530 81 [ 400] 88[ 1000] 613[ 1000] 39 74 702 73[ 400] 82 87 861 915 37037 120[ 400] 35[ 400] 247 91 387[ 400] 403 77 530 91 643 57 765 73 99 825 55 86 917 1400] 32[ 400] 38073[ 2000] 88 119 86[ 400] 215[ 400] 18 30 35[ 10000] 417 27 504 52 682 811 54 67 95 39047 68 75 195 485 675 88 95 737 883 93 937[ 1000] 43 40030 227 364 498 531[ 400] 63 619 34[ 400] 723 62 63 71 76[ 400] 818[ 1000] 93 908 55 41019[ 400] 53 78 137 56[ 400] 69 98. 242 46 59 303[ 2000] 8 66 420 21 508[ 1000] 72[ 400] 736 49 57[ 1000] 838 57 68 902 23 59 42048 87[ 3000] 97[ 400] 118 49 99 224 78 302[ 400] 32 36 85 414 62 548 55 694[ 400] 702 13[ 400] 34 91 811 12 28 67 954 71 43002 14 16 17 39[ 400] 75 93 179 89 206[ 1000] 68 386 408[ 400] 97[ 400] 503 32[ 1000] 44 83 620 67 741[ 400] 884 900 12[ 400] 42 67 98 44296 339 65 82 95 413 32 64 517 25 50 649 87 88 760 855 944[ 400] 45004 29 100[ 3000] 273[ 400] 83 96 309 46 521 24 43 85 93 642 [ 1000] 719 48 902 61 46051 173 82 98[ 400] 600 19 24 760 99 47015 21 37 43[ 1000] 83 98 114 48 76[ 400] 93 94 230 59 338 98 419 20[ 400] 21[ 1000] 523 73 602 25 31[ 400] 727 76 800[ 1000] 9 27 39 66 912 97 48111 75 82 201 7 14 66 318 82 90 91[ 10001 504 751 843 44[ 2000] 971 Circus Lorch Oswaldsgarten Gießen. 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