Nr. 244. Erstes Blatt. Abonnementspreis: in Gießen, abgeholt monatlich 50- fg., in's Haus gebracht 60 Pfg., durch die Poft bezogen viertel fährlich Mr. 1.50. Gratisbeilagen: Oberheffische Familienzeitung( täglich) Oberbeffische Beitschrift für Landwirtschaft, Obst- und Gartenban, sowie die Gießener Seifenblasen( wöchentlich). Das Blatt erscheint an allen Berttagen nachmitage. Samstag, den 17. Oftober 1903. Gießener 12. Jahrgang. Insertionsprei 8: Die einfpaltige Betitzelle für Gießen wie ganz Oberheffen, die Kretse Wetzlar und Marburg 10 Pfg. fonft 15 Pfg.; Reklamen die Petitzeile 30 resp. 40 Pfg. Postzeitungsliste No. 3269. Rebattion und Expedition: Gießen Nenenweg 28. Fernsprechanschluß Nr. 362. Neuelle Nachrichten ( Gießener Tageblatt) Anabhängige Tageszeitung ( Gießener Zeitung) für Oberheffen und die Kreise Marburg und Wetlar; Lokalanzeiger für Gießen und Umgebung. Esthält alle amtlichen Bekanntmachungen der Großh. Bürgermeisterei Gießen und anderer Behörden von Oberheffen. Bekanntmachung. Der bisherige Steueraufseher Heinrich Germann bon Groß- Gerau ist zum Pfandmeister der Stadt Gießen ( Vollziehungsbeamten) ernannt, berpflichtet und heute in seinen Dienst eingewiesen worden. Gießen, den 15. Oktober 1903. Großh. Bürgermeisterei Gießen. Mecum. Bekanntmachung. Die Kirchstraße wird wegen Vornahme von Kanalisationsarbeiten von Montag, den 19. 1. Mts. an bis auf weiteres für den Fuhrwerks- und Fahrradverkehr gesperrt. Gießen, den 17. Oftober 1903. Großh. Polizeiamt Gießen. Hechler. Bekanntmachung. Die Läwengasse wird wegen Vornahme von Kanalisationsarbeiten von Montag, den 19. 1. M. bis auf weiteres für den Fuhrwerts- und Fahrradverkehr gesperrt. Gießen, den 16. Oktober 1903. Großh. Polizeiamt Gießen. Hechler. Bekanntmachung. Die am 29. August 1. Js. angeordnete Sperre der Westanlage zwischen Bahnhofstraße und Unterführung der Main- Weser- Bahn wird hiermit aufgehoben. Gießen, 15. Oftober 1903. Großh. Polizeiamt Gießen. Hechler. Bekanntmachung. Von der Königlichen Eisenbahndirektion Frankfurt a. M. wird eine Aenderung des Wegüberganges in der Nähe der Station Grünberg der Bahnstrecke Gießen- Fulda bei km 22,42 in der Gemarkung Grünberg beabsichtigt. Die hierauf bezüglichen Pläne lieger bis zum 27. d. Mts. bei Großh. Bürgermeisterei Grünberg zu Jedermanns Einsicht offen. Grünberg, am 16. Oftober 1903. Großherzogliche Bürgermeisterei Grünberg. Zimmer. Die ftarke Hand. [ Politische Wochenschau.] Es waren im wesentlichen immer Schlagworte, welche die Masse begeisterten. Ein fräftiger Ton riß Schwachheit stets mit sich fort. Nicht umsonst wimmelt es in den Wahlauftufen von klingenden Phrasen und harnisch- rasselnden Rodomontaden. Nicht umsonst wurde das Wort geprägt von der gepanzerten Faust". Seit der letzte Säkularmensch von uns schied, seit Otto von Bismarck schläft unter seinen Eichen im Sachsenwalde, halten gar viele politische Diogenesse bei uns Umschau nach dem„ starken Manne", der die Wogen unserer inneren Politik glättet und sich nicht scheut, mit eiserner Hand zuzupacken, wo Güte nicht vom Flecke fam. Und nicht nur uns geht es so. Wo man hinblickt in Europa und der Welt: überall suchen sie den Mann". In Ungarn, das Schwächlingswirtschaft in unhaltbare Zustände stürzte, gehen sie seit Jahr und Tag mit der Laterne um und können doch den Retter nicht finden. Auf Khuen hatte man zuerst mancherlei Hoffnung gesetzt. Er hat alle enttäuscht. Er mußte sich vor der anstürmenden Schar seiner Gegner beugen, nicht etwa, weil er zu feige gewesen wäre, ihnen zu frozen, sondern deshalb, weil er zu schwach war, im rechten Augenblicke statt der Peitsche Zuckerbrot herumzureichen. Die Stärke liegt nicht immer im Angriff, viel häufiger gerade in der Abwehr. Und nicht immer iſt es Mut, wenn einer sich wie toll mitten unter seine Feinde wirft im Schlachtgetümmel; meistens ist es eine Torheit nur, die schönfärbende Chroniſten wohl auch Tollkühnheit zu nennen belieben. Noch einen Versuch mit der Politik der starken Hand" scheint Kaiser Franz Josef machen zu wollen. Stefan Tisza soll der Mann seiner Wahl sein. Dieser ungarische Magnat ist bekannt dafür, daß er sich schon lange danach sehnt, einmal ein paar deutliche Worte zu reden und ein paar energische Taten zu tun. Ob er mehr Glück haben wird als Khuen? Wir glauben es nicht. Den Zeitpunkt hat man im Lande an der Donau gründlich verpaßt, da es noch möglich gewesen wäre, mit fräftiger Faust Ordnung zu schaffen. Damals herrschte Das Schlagwort vom„ Fortwurschteln", das noch heute von Mund zu Munde läuft. Seitdem hat man glücklich so lange fortgewurschtelt", bis das Maß voll wurde bis zum UeberIcufen. Nun ist es natürlich auch für eine Politik der„ starken Hand" längst zu spät geworden. Chamberlain war viel klüger als die Staatsmänner von Desterreich- Ungarn, Daß er über eine ganz respektable Kauft berfügt, hat er im südafrikanischen Kriege hinlänglich bewiesen. Und doch hütete er sich weislich, im Zollkampfe den Bogen zu straff zu spannen. Er wußte, die Stimmung war noch nicht geklärt, und Ueberraschungen waren also nicht ausgeschlossen. Sollte er seinen schwer genug errungenen Ruhm als erstklassiger Staatsmann leichtsinnig aufs Spiel setzen, um vielleicht Hohn zu ernten? Er dachte nicht daran, schied faltblütig aus Amt und Würden und zieht nun im Lande umber, um langsam und tastend, aber sicher und vollständig die Stimmung des Volkes zu seinen Plänen zu befehren. Er gab die Politik der starken Hand leichten Herzens auf, als er sah, daß die Masse, wenn auch vielleicht nicht gegen ihn, so doch auch nicht für ihn war. Gegen den Strom kann man auf die Dauer nicht schwimmen, da mag man so stark sein, wie man will. Dieser Weisheit bittere Wahrheit hat der italienische Ministerpräsident Zanardelli erfahren müssen, der den Kampf gegen Sozialisten und Anarchisten vergeblich führte, weil er sich auf eine verläßliche Mehrheit nicht stüßen konnte. Es ist sehr ungerecht, wenn jetzt die italienische Presse alle Schuld an der Verschiebung des Zarenbesuchs auf diesen Mann schiebt, der wirklich getan hat, was er nur irgend konnte. Die Schuld trifft vielmehr jene Demonstranten, denen die Sucht nach Standal höher stand als das völkerschaftliche Interesse ihres Vaterlandes, und nicht zuletzt auch die indifferenten Leute, die so lange die zarenfeindliche Propaganda nur für einen Popanz für Kinder hielten, bis von ver Newa so demütigende Kunde fam. Auch Italien sehnt sich schon lange nach der„ starken Hand", die es aus dem Sumpf der Propaganda der Tat und der Camorra herausreißt. So lange diese Hand nicht da ist, muß man sich bescheidentlich damit begnügen, an der Seine freundliche Wirte zu finden, die um eigenen Vorteils willen über die gesellschaftliche Inferiorität" der Signora Italia diskret zur Tagesordnung übergehen. Unter diesem Gesichtswinkel betrachtet, gewinnt die französisch- italienische Ertratour sowohl für die Staatsmänner in Berlin wie für die an der Newa ein unendlich harmloses Aussehen. Wie wenig sich die Leute in Rußland um all den diplo= matischen Kleinkram fümmern, der an westeuropäischen Höfen so bedeutsam ins Gewicht fällt, lehrt seine ostasiatische Politik. Wenn irgendwo auf der Welt, so wären hier die Spuren von einer starken Hand" zu finden, die fest zugreift und nicht wieder losläßt, was sie einmal mit Beschlag belegt, so viele Panzer auch drohend auffahren mögen an den Küsten. Kein großsprecherisches Wort kam von der Newa, und in völliger Ruhe vollziehen sich am Stillen Ozean die gewaltigen militärischen Aktionen. Man ist sich seiner Kraft bewußt und weiß, daß bereit sein" alles heißt. Aber man neigt willig das Ohr zu friedlicher Zwiesprach und ist willens, auch dem Schwachen einen Teil des Rechtes zuzugestehen, des Rechtes, das in Wahrheit doch nur die Macht besitzt... Dic Politik der starken Hand", wie sie im Buche steht. Selbst der eiserne Kanzler hätte sie besser nicht treiben können. Wer doch dem Sultan diese starke Hand" liehe, daß er endlich aufräumen könnte in Mazedonien! So reden die Weisen. Und sie bedenken nicht, daß das Interesse der beteiligten Mächte gegen eine starke Balkan- Politik spricht und daß wider so viele die Macht nicht reicht, die der Khalif besitzt. Er wäre schon viel weiter mit seinen Reformen, ständen ihm nicht so viele Müßiggänger im Wege, die in seine Arbeit hineinreden. Er möchte schon, aber er fann nicht. Daraus sieht man abermals, daß es die starke Hand" allein nicht tut, die Abdul Hamid gewißlich besitzt. Wie der gesunde Menschenverstand nichts nüßt, wenn ein franker Wille ihn bannt, so reicht auch unter Umständen die Stärke allein nicht aus, um Hindernisse aus dem Wege zu räumen, die böser Wille errichtet hat. Das Geschlecht jener Giganten ist ausgestorben, die den Ossa auf den Belion türmten. Und lebten sie heute noch und säßen in den Kabinetten Europas, so würden sie vermutlich lächeln über die Toren, die sich heiser schreien nach den Männern mit ,, starker Hand". Und sehen nicht, ieviele es gibt und wie wenig sie doch leisten im großen Völkerkampfe ums Dasein! Bulgarische Kriegsdrommeten. Krieg in Sicht! So klingt es zur Abwechselung wieder einmal vom Balkan herüber! Die eine Zeitlang krampfhaft darniedergehaltene Spannung zwischen der Türkei und Bulgarien soll sich hauptsächlich infolge der illoyalen Haltung der Pforte gegenüber den bulgarischen Repatrierten- aufs neue bedrohlich gesteigert haben, und wie vor Monaten wird auch jetzt wieder aus Bulgarien berichtet, wenn Fürst Ferdinand der Türkei nicht bald den Krieg erkläre, gehe er unweigerlich des Thrones verlustig. Nach Meldungen aus Sofia bereiten sich in Bulgarien ernste Ereig nisse vor. Die Unzufriedenheit mit dem Fürsten ist im Wachsen. Die Blätter veröffentlichen heftige Artikel gegen den Fürsten und beschuldigen ihn antifonstitutioneller Handlungen. In russophilen und mazedonischen Kreisen erklärt man ganz ungeniert, das weitere Verbleiben Ferdinands in Bulgarien sei unmöglich, wenn er sich nicht für den Krieg gegen die Türkei erkläre. Man glaubt, er werde zu Gunsten seines Sohnes auf den Thron ver= zichten müssen. Inwieweit diese Sensationsnachrichten tatsächlich be gründet sind, entzieht sich selbstverständlich einstweilen der Kontrolle. Wahrscheinlich steht es um Ferdinands Stellung nicht so schlimm, wenngleich zweifellos die mazedonischen Demagogen gegen ihn das Volk aufwiegeln. Die Pforte handelt zweifelsohne höchst unflug, wenn sie diesen Hezzereien mit ihrer unehrlichen Taktik gegen die bulgarischen Flüchtlinge Vorschub leistet. Es ist Tatsache, daß vielen der nach Mazedonien zurückgekehrten Bulgaren statt der von der Pforte feierlich versprochenen Straflosigkeit harte Strafen zu teil geworden sind. Das steigert natürlich die Erbitterung in Bulgarien, zugleich aber wirft es dahin. daß viele mazedonische Flüchtlinge, um nicht gleichfalls bei der Rückkehr bestraft zu werden, in Bulgarien bleiben und die Agitation gegen die Türkei eifrig unterſtüßen. 650 nach dem Wilajet Monastir zurückgekehrte Bulgaren sind sämtlich verhaftet und angeklagt worden; die Hälfte ist bereits verurteil, und 250 sind nach Kleinasien deportiert worden! Die Erbitterung darüber in Bulgarien ist um so größer angesichts der Tatsache, daß die Bandenbewegung allmählich nachläßt: Je mehr die bulgarische Bevölkerung ihrer Ohnmacht gegenüber der Türkei inne wird, um so stärker wird ihr Groll, um so stürmischer ihr Verlangen, das offizielle Bulgarien solle sich der von der Türkei vergewaltigten Landsleute in Mazedonien annehmen. In der Hauptsache ist das Abflauen der Bandenbewegung dem Herannahen des Winters zuzuschreiben, vielleicht auch dem Nachlassen der Kräfte und Mittel des Komitees. Ein gänzliches Aufhören der Bandenbewegung ist aber nicht zu erwarten, und im nächsten Frühjahr wird der Tanz wohl wieder von reuem beginnen, falls bis dahin nicht eine verständigere Haltung der Pforte Platz gegriffen hat. Aber ist das zu erwarten? Uebrigens tauchen am südöstlichen Gewitterhimmel noch einige neue Wetterwolfen auf. Serbische Konsuln melden aus der Türkei, daß infolge des Gerüchts, Serbien rüste sich für einen Krieg mit der Türkei, die Albanesen eine drohende Haltung gegen die serbische Bevölkerung annehmen. Das könnte ja recht nett werden, wenn zu den bulgarisch- türkischen Feindseligkeiten auch noch serbisch- türkische sich gesellten! Die Politik. * Gelegentlich einer Feier zu Ehren des Freiburger Historikers v. Holst in Chikago hielt der Berliner Botschafter der Union, Charlemagne Tower, eine Ansprache, in der er sich über die deutsch- amerikanischen Beziehungen mit sehr großer Wärme ausließ. Er wies auf das innige Verhältnis hin, das zwischen den amerikanischen Gelehrten und den deutschen Denfern schon seit Jahrhunderten besteht, auf Friedrich den Großen, den besten Denker und Staatsmann seiner Zeit", der mit den um ihre Freiheit ringenden Kolonien sympathisierte, und schließlich auf Kaiser Wilhelm II., den größten deutschen Denker und Staatsmann unserer Tage". Die liberale Denkungsart der drei großen germanischen Völker sei ein festes natürliches Band. Die Zukunft sei durchaus hoffnungsvoll. Auf wiederholte Beschwerden von Landlehrern aus der Danziger Gegend über un pünktliche Auszahlung ihrer Gehälter hat die königliche Regierung ein sehr scharfes Resfript erlassen, in dem gesagt wird, die pünktliche Auszahlung der Lehrergehälter gehöre zu den vornehmsten Pflichten der Gemeinden, und sie hätten unter allen Umständen dafür zu sorgen. Eventuell müßten die Schulkassenrendanten aus ihren Aemtern entfernt werden. + War bisher immer von Seiten der dänischen Protestler behauptet worden, daß die Bevölkerung Nordschleswigs unter unter der deutschen Zwangs"-Herrschaft stetig abnehme, so beweist neuerdings was widerwillig selbst die Protestpresse einräumen muß das Steigen der Wahlmänner, daß eine Wende für Nordschleswig eingetreten und eine aufsteigende Bewegung zu verzeichnen ist. Hoffentlich werden sich die guten Leute, aber schlechten Politiker, damit mun endlich zufrieden geben. In Hannover ist unter dem Namen Mittelstands- Vereinigung eine nene politische Partei gegründet worden, die den Zusammenschluß des erwerbstätigen Mittelstandes und die Wahrung der Berufs- und Standesinteressen bei den politischen Wahlen und bei den Gemeindewahlen bezweckt. Angesichts des schon an und für sich überaus zerklüfteten Parteiwesens in unserem Vaterlande war diese Neugründung jedenfalls dringend von Nöten! Dieser Tage finden in Berlin wichtige Besprechungen statt, an denen der bayerische Finanzminister Frhr. v. Rie del und Ministerialrat v. Pfaff teilnehmen. Offiziell werden zwar die Handelsverträge als Gegenstand der Besprechung bezeichnet, aber es verlautet mit einiger Bestimmtheit, daß in erster Linie die Reichsfinanzreform zur Erörterung stehen wird. Seit einiger Zeit schon kommen aus China wieder allerhand dunkle Nachrichten, die darauf schließen lassen, daß die fremdenfeindliche Politik der Kaiserin- Mutter noch immer fortbesteht. Der Hauptanstifter der Boyer, der famose Prinz Tuan, soll wieder nach Peking zurückgekehrt sein, und im jugendlich, und dennoch hatte sie die ruhige, gleichmütige etwas start blonde Farbe ihres Gefichts war noch vollkommen englischen Damen aus der reichen Gentry. Die frische, aber Mistreß Johnston zeigte den vollkommenen Typus der lich wenig Vergnügen und gewiß wenig Nutzen für Ellens fo großes Unglück nicht; bei solchem Ball gibt es doch wahrfeine Gattin ängstlich zu ihm aufblickte, ich sehe darin ein Nun," fiel Herr Johnston so rauh und heftig ein, daß und was Lord Archibald betrifft, ſo ist es mir Gefundheit. Humoreske von Käthe Lubowski. Die neue Wirtschafterin. Das muñ ( Nachdruck verboten.) friegt hab'" Beute ist's mit Ihnen zu bereden. meinte fie Das is lang' her, daß ich das nich mehr zu hören gesightings Solterichen Dann kommen Sie in Ihr Stübchen, ich habe etwas Schatten der Nacht sollen Konventikel aller Art geheimnisvollen Rates pflegen. Jetzt kommt sogar die Kunde von einem Bomben- Attentat, das ernst daran gemahnt, sich ja nicht in Sorglosigkeit zu wiegen. Während eines Balles in der englischen Gesandtschaft wurde der Versuch gemacht, den Raum in die Luft zu sprengen, der Munition enthält, die zur Verteidigung der Gesandtschaft dort lagert. Es waren Drähte zur Verbindung mit einer elektrischen Batterie gelegt. aber aus irgend einem Grunde versagte die Verbindung. Außerdem wird gemeldet, daß das Verschlußstück und die Visiervorrichtung einer Kanone gestohlen, aber später in der Eingeborenenstadt wiedergefunden wurden. -Man ist geneigt, die Urheber in chinesischen Hoffreisen zu suchen, in denen die der Kaiserin angetane Beleidigung durch Fernbleiben der britischen Gesandtschaft von ihren Teegesellschaften angeblich große Entrüstung hervorgerufen haben soll. Die Gesandtschaft weigerte sich, an diesen Gesellschaften teilzunehmen, wegen der Haltung der Kaiserin in Sachen der Hinrichtung des reformfreundlichen Schentschien. Heer und flotte. Wehrpflichtsentziehung ist nach einem soeben in Düsseldorf verhandelten interessanten Fall unstrafbar, wenn der Heeresflüchtige seit fünf Jahren im Gebiet der amerikanischen Union ansässig und dort im Besitz der bürgerlichen Ehrenrechte ist. Im vorliegenden Falle waren diese Erfordernisse gegeben. Das Gericht beschloß deshalb auf Grund des Vertrages mit den Vereinigten Staaten die Einstellung des Verfahrens. Gegen Strafversehungen und Strafgarnisonen sucht in einer Erzählung, die unter dem Titel„ Aus einer kleinen Garnison" erschienen ist, der Leutnant Bilsen vom Trainbataillon Nr. 16 in Forbach die öffentliche Meinung mobil zu machen. Das Werk, in dem der Verfasser die Offiziersfreise als Schlupfwinkel der gemeinsten Laster darzuſtellen sucht, ist eine sensationslüsterne Schmähschrift. Sie hat ihrem Urheber auch bereits seine Verhaftung und Internierung im Meter Militärgefängnis eingetragen. Interessant ist, wie der Verfasser sich Abhülfe gegen das Schuldenmachen von Offizieren verspricht. Er empfiehlt die Schaffung eines Gesezes, nach dem die Schulden des Offiziers, bis zum Hauptmann oder Rittmeister ausschließlich, nicht einflagbar sein sollen. 1 Hof und Gesellschaft. Sihung der Stadtverordneten. W. Gießen, 16. Oftober 1903. ( Schluß.) - Reitpeitige m ben beutlich N" trägt. Der Veteran Geban nacho eine Refogno Eröffnung des internationalen Postverkehrs nach Ostasien via Sibirien, vom 1. Oktober d. Is. ab; c. Denkschriften der Vereinigung der in Deutschland arbeitenden PrivatFeuerversicherungs- Gesellschaften zu dem Entwurf eines Reichs. gefeßes betr. den Versicherungsvertrag; d. Eingabe des Vereins zur Wahrung der gemeinsamen Interessen des deutschen Handels und der Industrie von Fleisch- und Fettwaren an den Bundesrat, betr. Das Schlachtvieh- und Fleischbeschau- Gesez; e. Eingabe des Vereins zur Wahrung gemeinsamer Wirtschaftsinteressen der deutschen Elektrotechnik an den Herrn Reichskanzler, betr. Abschluß von Handels. verträgen mit Schweden und Norwegen; f Eingabe der Vereinigung für die Zollfragen der Papierverarbeitenden Industrie und des Papierhandels an den Herrn Reichskanzler, betr. Neuregelung unserer Handelsbeziehungen zu Desterreich. Ungarn; g. Von zuverlässiger Seite sind der Handelskammer Mitteilungen zugegangen über eine internationale Kunst- und Gewerbeausstellung für Erzeugnisse aus Metall und Stein in St. Petersburg, die Förderung der deutschen Einfuhr nach Rumänien, den Absatz nach Beira und dessen Hinter. land, den Absaz deutscher Maschinen nach Shanghai, den amerikanischen Wettbewerb in Shangai, deutsche und ameri fanische Drahtnägel auf dem chinesischen Markt, die Anknüpf ung von Geschäfte verbindungen mit chinesischen Kaufleuten in Amory, die Absatzgelegenheit für deutsches Bauholz in Transvaal, den Absatz deutscher Waren im Staate Ama zonas, den Absatz von Maschinen, Textilwaren und Weißmetallwaren in Uruguay, die Bildung von Kaffeesyndikaten in Brasilien, über das unreelle Geschäftsgebahren einiger Singrnaer Exporthäuser und zwei rumänischer Firmen, sowie über zweifelhafte Firmen in Madrid und Budapest. Die Eingänge fönnen während der üblichen Geschäftszeit im Bureau der Handelskammer eingesehen werden. Die Lieferung von Straßenfappen für die Kanalisation soll mit Genehmigung der Versammlung der Michelbacher Hütte freihändig übertragen werden. Der Punkt Vergebung des Stadtringgrabens zwischen der Marburger- und Landgrafenstraße wurde von der Beratung abgefeßt. Die freihändige Vergebung eines Teils weiterer Kanalisationsarbeiten, u. a. Schiffenbergerweg, an Jäger& Rumpf wird nach kurzer Debatte vertagt. Für die Beschaffung von notwendigen Geräten zur Reinigung der bereits teilweise in Betrieb genommenen Kanalisation werden 6500 Mt. gefordert und genehmigt. Ferner wird mit Genehmigung der Baudeputation beantragt für die Kanalisation eine Arbeiterfolonne, vorerst 1 Vorarbeiter und 2 Mann zu bilden, welche die Reinigung ausführen. An der sich anschließenden Debatte beteiligten sich Beigeordneter Georgi, Stadtv. Krumm, der Oberbürgermeister und der Stadtv. Haubach. Louis Beil hat bei Ausführung eines Neubaues am Schiffenbergerweg ehemaliges Gelände der alten Straße mit bebaut, sein nachträgliches Gesuch um Verkauf des Geländes wird für den Preis von 11,50 Mt. pro Quadratmeter genehmigt. Ein Gesuch des Architekten Seuling um Abtretung städt. Geländes wird zurückgezogen.- Die Zuschüttung der Gerbergruben in der früher Plankschen Hofraithe, welche der Stadt jetzt gehört, soll dem Franz Jughardt II. pro Grube zum Preise von Mt. 11 übertragen werden. Stadtv. Leib bemerkt, ihm sei mitgeteilt worden, daß diese Gruben bereits aufgefüllt seien. Der Oberbürgermeister ist damit einverstanden, wenn die Sache vertagt wird und will inzwischen sich in der Sache informieren. Die städtischen Friedhofsarbeiter beantragen, ihnen eine Lohnerhöhung zuzubilligen in Rücksicht darauf, weil sie in der ihnen zugebilligten 1 Stunde Mittagspause vom neuen Friedhof aus ihre entfernten Wohnungen um Mittags zu essen nicht erreichen können und daher in der Nähe des Friedhofes für ihr Geld essen gehen müssen. Die Versammlung lehnt eine Lohnerhöhung grundsäglich ab, doch soll den Gesuchstellern statt einer eine anderthalbstündige Mittage pause gewährt werden, bei bisherigem Lohn. Für die Verbesserung der Lastwagen in der Stadt, in ähnlicher Weise wie dies bei der Wage an der Frankfurterstraße bereits geschehen, werden 300 Mt. gefordert und bewilligt. Die Baudeputation schlägt die Bewilligung von 1300 Mt. vor zum Zwecke der Verlegung des Eingangs zur Stadtfasse von der Südanlage, unter Benugung des Ortsgerichtsgebäudes, sowie für Verbesserung der Einrichtungen im Innern der Kassenräume. Eine Beschlußfassung darüber wird auf Antrag des Beigeordneten Georgi vertagt, bis man sich Klarheit verschafft haben wird, in welcher Weise dem Raummangel im Bürgermeistereigebäude überhaupt abgeholfen werden kann. Einem Vorschlag des Oberbürgermeisters den jezigen Sigungssaal der Versammlung für Bureauräume umzubauen und die Sizungen im alten Rathaussaal am Marktplatz abzuhalten wird widersprochen. Nach einer Debatte wird die Angelegenheit vertagt. Ein Vermächtnis der Witwe Jean Dieß im Betrage von 1500 Mark zur Instandhaltung von zwei Gräbern auf dem alten Friedhof nimmt die Versammlung an. Stadtv. Wallenfels bemerkt, daß es den Unwillen der Bürgerschaft erregt, weil man an der Ostanlage Ecke Landgrafenstraße( Rinnscher Neubau) gestattet hat, daß dort direkt an der Anlage der höchst häßlich wirkende Pferdestall erbaut worden ist. Es wäre zu wünschen gewesen, wenn das Baugesuch, ehe es genehmigt worden ist, erst einer Beschlußfassung der Versammlung unterzogen worden wäre. Der Oberbürgermeister erklärt, auch er bedaure sehr, daß man an dieser Stelle das Bauwerk, welches teine Zierde der Anlage bilde, errichtet hat. Aber es habe sich dagegen gar nichts tun lassen, weil nach den Bestimmungen der Bauordnung die Errichtung des Stalles nicht zu hindern gewesen. Nach einer Bemerkung des Stadtv. Krumm zu dieser Sache war der öffentliche Teil der Sigung erschöpft. Der Kaiser ist von Hubertusstock nach Wildpark zurückgekehrt. Abends fand im Neuen Palais Familientafel statt. Die geschiedene Großherzogin von Hessen soll sich mit dem russischen Großfürsten Cyrill verlobt haben. Der Vorsitzende der Kieler Handelskammer Ge= heimer kommerzienrat Sartori, Präsident des deutschen nautischen Vereins, ist gestorben. * ** Das griechische Kronprinzenpaar ist in Gemeinschaft mit Prinz Friedrich Karl von Hessen und Gemahlin in Berlin eingetroffen, um an den Enthüllungsfeierlichkeiten der Denkmäler Kaiser Friedrichs III. und der Kaiserin Friedrich teilzunehmen. Nab und fern. Ueber die Art der Strafverbüßung des Fähnrichs z. S. Hüffener auf der Festung Magdeburg werden teilweise Einzelheiten in die Deffentlichkeit gebracht, die geeignet wären, ein gewisses Aufsehen zu erregen. Nach diesen Berichten soll Hüssener in Begleitung eines Offiziers täglich in den Hauptstraßen Magdeburgs spazierengehend gesehen worden sein, auch zuweilen seine freien Stunden in einem Restaurant zubringen. Diese Meldungen sind, wie uns jezt von zuverläſſiger Seite mitgeteilt wird, vollkommen unzutreffend. Hüssener, der während seiner Haft die Marineuniform ohne Dolch trägt, hat seit seiner Ende v. Mts. erfolgten Ankunft die Festung nicht verlassen dürfen, was vermutlich darin seinen Grund hat, daß man unliebſame Demonstrationen seitens des Publikums gegen den Festungsgefangenen befürchtet, sofern er sich auf der Straße ſehen ließe. Seine täglichen Spaziergänge unternimmt Hüffener stets in der Haupt- Allee der Magdeburger Zitadelle. Im übrigen regelt sich sein Aufenthalt auf der Festung nach den striften Bestimmungen des Reglements. Eine merkwürdige Entführungsgeschichte weiß ein Berliner Reporter zu erzählen, dem wir die Verantwortung dafür überlassen müssen. Nach ihm ist ein 16jähriges Mädchen, das vom Stettiner Bahnhof aus die Reise nach einem märfischen Gut angetreten hatte, wo sie eine Stellung als Kinderfräulein antreten sollte, unterwegs von einer lustigen Gesellschaft Berliner Jäger mitgenommen worden und seitdem nicht wieder zum Vorschein gefkommen. Der Mutter habe fie brieflich mitgeteilt, daß sie zu ihr nicht zurückkehren würde, und habe sich Nachrichten postlagernd erbeten. Die Mutter hat jetzt die Hilfe der Polizei angerufen. Ob an der abenteuerlichen Geschichte etwas Wahres ist, wird sich dann ja ausweisen. Vorläufig fann man sich des Gedankens nicht erwebren, daß sie start nach Jägerlatein flingt. A Prinz Arenberg geisteskrank? Entgegen den bisherigen Anschauungen über die zurechnungsfähigkeit des Prinzen Arenberg, der wegen Mordes an einem Eingeborenen in Afrika eine langjährige Gefängnisstrafe verbüßt, scheint man jetzt wieder dazu zu neigen, ihn doch für irrsinnig zu halten. Der Prinz ist zur Beobachtung von Tegel nach Moabit übergeführt und in der dortigen Irrenabteilung untergebracht worden. † Eine romantische Verhaftung glückte der Budapester Polizei. Sie fahndete auf einen Defraudanten aus Eperias, namens Margocsay. Dieser war ein Komplize des Steuerbeamten Kis, der, wie erinnerlich, bei seiner Verhaftung den Stadthauptmann Stefany und dann sich selbst erschoß. Margocsay war von jenem Tage an verschwunden. Jekt hatte er von Budapest aus an seine Geliebte, eine Hotelfellnerin in Eperias, geschrieben, sie möge ihn aufsuchen und ihn von ihrer Ankunft benachrichtigen. Der Brief gelangte in die Hände der Polizeibehörde von Eperias, die nun in ein Budapester Blatt ein Inserat mit derselben Chiffre, die in dem Briefe angegeben war, einrücken ließ. Margocsay wurde verständigt, daß seine Geliebte abends um 10 Uhr auf dem Ditbahnhofe eintreffen werde. Margocsay ging in die Falle und wurde verhaftet - Andenken auf Ronftruierung Bweifel auffom des Beterans peilfde wird gern gezeigt. ** Mit Nehwild ** Au haben im Militär- D wenigerbemit Militärpflich Der heffifcher Ge eine General * Sta Novität, dem und Stein, ber den Mo rollen beschä Der Bettel Lembach, J Bichler, Tan 6. Nach Erledigung der Tagesordnung folgten die Mit glieder einer Einladung des Herrn August Gabriel jun. zur Besichtigung der Lahnfalk- und Marmor- Industrie in Abendstern bei Gießen. Das Werk wurde im November 1888 in Betrieb gesezt und ist seit dieser Zeit in ununterbrochenem Sommer- und Winterbetrieb. In dem zuerst er bauten Ringofen ist seit dem Jahre 1888 noch das erste Feuer. Ursprünglich bestand das Werk nur aus einem Ringofen, einer Waggon- und einer Fuhrwerkswage. Infolge der starken Nachfrage nach den verschiedenen Steinund Kalkprodukten. wurde die Anlage fast in jedem Jahre vergrößert, sodaß das Werk heute eine große Bedeutung erlangt hat und sein Absatzgebiet immer mehr erweitern kann. Gegenwärtig umfaßt das Werk u. a. zwei große Ringöfen zum Brennen von Kalk und Ziegelsteinen, eine Dampfziegelet und verschiedene Anlagen zum Zerkleinern der Kalt- und Marmorstücke. Zum Betriebe der Zerkleinerungsanlagen, bestehend aus Steinbrecher, Walzwert nebst anderen Ber fleinerungsmaschinen, dient ein im letzten Frühjahr in Betrieb gesetzter Birkulations- Röhrenfessel, der im Stande ist, eine 100 pferdige Dampfmaschine zu treiben. Eine 45pferdige Dampfmaschine dient augenblicklich noch zum Betriebe der verschiedenen Zerkleinerungsmaschinen und zur elektrischen Beleuchtung des ganzen Werkes, was etwa 100 Glühlampen erfordert. Die Dampfziegelei wird durch eine weitere etwa 30pferdige Dampfmaschine angetrieben. 8. Sigung der Großh. Handelskammer Gießen für die Kreise Gießen, Alsfeld und Lauterbach. = Protokoll Auszug. Gießen, den 13. Oftober 1903. ( Schluß.) In dem Gabriel'schen Werke werden hergestellt: 1. Bau- und Düngerfalk in Stücken und in feinster Mahlung, 2. Terrazzofteine und Steinmehle für die fünstliche Steinfabrikation in den verschiedensten Farben und Körnungen, und ferner 3. Ziegelsteine, die im Ringofen gebrannt werden. Das Rohmaterial für die Dampfziegelei, der Lehm, findet sich in vorzüglicher Beschaffenheit und größten Mengen direkt am Werke, während Kalksteine und Marmor aus den Brüchen bei Bieber mit der Biebertalbahn herangeschafft werden. Besonders hervorgehoben zu werden verdient, daß die Marmorkalksteine circa. 992 Prozent tohlensauren Kalt enthalten, also fast chemisch rein sind. 4. Beförderung von Briefen durch Agenten: Die Kaiserliche Oberpostdirektion in Leipzig hatte Ende v. J. gegen eine Firma in Rheydt eine Strafverfügung erlassen, weil sie ihrem Leipziger Agenten offene Briefe und Postkarten, die an Empfänger in Leipzig gerichtet waren, in verschlossenen Briefen mit der Post zugesendet hatte und der Agent die Briefe den Empfängern entweder selbst zugestellt oder nach der Ortstage frankiert in Leipzig zur Post geliefert hatte. Die Postverwaltung erblickte hierin eine Zuwiderhandlung gegen§ 1 des Geseßes über das Postwesen vom 28. Oft. 1871, weil hter eine Beförderung ge= schlossener Briefe vorliege, für die der Agent eine Vergütung erhalten, der in seiner Provision mit einbegriffen sei. Die Kammer befürchtet von dieser auch vom Schöffengerichte zu Leipzig vertretenen Auslegung eine Schädigung des geschäftlichen Verkehres, denn dem Agenten werden nicht des Portoersparnis halber die Sammelsendungen übermittelt, sondern um ihn über alle Beziehungen der Firmen zu ihrer Kundschaft in seinem Bezirke zu informieren. Sie wird daher, falls auch die höchste Instanz der Ansicht des Schöffengerichts zu Leipzig beitreten wird, zur Beseitigung jenes Mißstandes eine entsprechende Aenderung des Reichs- Gesetzes über das Postwesen beantragen. * Die * Gießener Si Leichte Rava gebet von Linde. 4. F Die günstige Lage des Werkes an der Kreuzung der Staatsbahn und Biebertalbahn gestattet in bequemster und billigster Weise den Geleisanschluß an die beiden Linien. Da überdies die gesamte Anlage in jeder Richtung von möglich, die bedeutendsten Quantitäten mit Leichtigkeit zu Geleisen in praktischer Weise durchschnitten ist, so ist es 5. Eingänge: a. Scharf& Haese, Handel und Wandel, Lesebuch für junge Kaufleute, Wittenberg, R. Herrose's Verlag; b. Mitteilung des Reichspostamts, betr. befördern. Gin Montag, den Tanz- und in heutiger S Die gute Qualität sämtlicher Produkte wird durch zahlreiche vorzügliche Atteste bestätigt; auf den beschickten Ausstellungen erhielt das Werk die höchsten Auszeichnungen, so auch jest wieder auf der Landwirtschaftlichen Ausstellung in Gießen. Von besonderem Interesse und großer Entwicklungsfähigkeit erscheint auch die noch neue Industrie, die aus den zerkleinerten Kalk- und Marmorsteinen fünstliche Steine, wie fünstlichen Marmor und Bausteine, Terrazzosteine und das als Fußbodenbelag usw. Verwendung findende Steinholz herstellt. zur Freud in Gießen i gewordene T gängig, fau am Saipta war nicht m meinte: De so lange an Nach kurzer fonnte den Was die Gesamtförderung des Wertes seit Ende 1888 bis 30. August 1903 anbetrifft, so gelangten insgesamt 33 454 Doppelwaggons à 10 000 Kilogramm zur Produktion, Verbrauch, bezw. Versandt. U. A. werden izt ca. 800 Doppelwaggons Kalt pro Jahr gebrannt, bezw. versandt. Alle Teilnehmer gewannen bei der Besichtigung des Werkes die Ueberzeugung, daß dieses in jeder Beziehung auf das praktischste eingerichtet ist, und unter seiner vorzüglichen Leitung noch einer großen Entwicklung entgegen geht. Lokales. J- Laut auf dem Ra den Waldung Lehrertonfe Gießen, 17. Oftober 1903. ** Historischer Fund. Not lehrt beten", sagt ein Sprichwort, aber auch erfinden". Kommt vor wenigen Wochen aus dem benachbarten Kreise Wetzlar ein Veteran des deutsch- französischen Krieges in Lonys Bierkeller in Gießen, um hier eine Stärkung einzunehmen. Der Wirt verabreicht dem Gast den gewünschten Trunt, ohne zu ahnen, daß derselbe weder Silber- noch Kupfermünze besißt. Als Bahlung bietet der Beteran eine kleine fünstlerisch gearbeitete Ditober borr Δ 200 hain wurd ein noch ju durch die N getötet. || Lau neubauten im laufend gewiesen n Gemeinden Ober- Moos Moos, Heb 0 Up Schweinerot bie Stalliper Gehöftfpeire genommen wo * * Fried heute früh b und 1000 roh un per Pfund von 2 Mt. Bei Spreden Hochfeine Thee, Schol in diver Christ. em 17 Mar Gie Telephon 262. Bri Kar Speisen. zu den bill preifen empfi J. Salo Bienenbo garantiert rein Bad Emil bei nach Ofta c. Dentichrift eitenden Bri wurf eines Rei d. Eingabe Intereffen Fleisch und Schlachtvie ins zur B hen Elettro B von Han f Eingabe pierberarbeite rrn Reichstan en zu Defteri Reitpeitsche mit Elfenbein- Handgriff an, welche überdies noch ben deutlich erkennbaren äußerst geschmackvollen Schriftzug " N" trägt. Diese seltene Peitsche, 40-50 Ctm. lang, will der Veteran nach der Gefangennehmung Napoleons III. bet Sedan nachdem seine Schwadron im Schlößchen Belle- vue eine Refognoszierung vornehmen mußte, gefunden und als Andenten aufbewahrt haben. Die auffallend fünstlerische Konstruierung der kleinen Reitpeitsche läßt kaum einen Bweifel aufkommen, daß die gemachten Angaben von Seiten des Veterans der Wahrheit entbehren könnten. Die Reitpeitsche wird auf Wunsch vom Wirt in Lonys Bierkeller gern gezeigt. ** Mit dem 16. Okt. ist die Jagd auf weibliches Steh wild offen. * Aus Lehrerkreisen. Die Lehrer Hessens haben im Anschluß an die Ludwig- und Alicestiftung eine " Militär- Darlehenskasse" gegründet, um es auch den wenigerbemittelten jungen Lehrern möglich zu machen ihrer Militärpflicht als Einjährig- Freiwillige zu genügen. || Der etwa 200 Mitglieder zählende Verein hessischer Geometer 2. Klasse hält am 25. Oktober eine Generalversammlung in Darmstadt ab. er Handelstam ionale Kunsts Retall und deutschen Einh nd deffen Hin Shanghai, tiche und am arft, die Unfni ischen Kaufle ches Bauholz im Staate aren und Kaffeefyndile gebahren ein her Firmen, id und Buda blichen Geschi ehen werden. folgten die Gabriel mor Industriei De im Nove Beit in unun In dem zuerste 8 noch das nur aus eine rwertswage. schiedenen G t in jedem J oße Bedeutung hr erweitern f ei große Ring eine Dampfi n der Kall leinerungsanlage bft anderen 8 Frühjahr in er im Stande i Eine 45pferdige um Betriebe der zur elettriden 100 Glühlampen eine weitere etwa hergestellt: en und in feinfler Für die fünftige arben und Rom annt werden. gelei, der Leh 6 größten Mengen Marmor aus den hn herangelhafft Den verdient, daß fohlenfauren Ral ber r Kreuzung bequemfter und e beiden Linie Richtung von n ift, so ift it Leichtigkeit zu wird durch zahl befchidten u zeichnungen, f ichen Ausftellung nd großer Ent neue Industrie fteinen fünfilid teine, Terrazzo endung findende feit Ende 1888 gten insgesamt zur Probuftion, jgt ca. 800 bezw. verfandt Besichtigung bes iner borzüglichen r Beziehung auf egen geht. Oftober 1903. ehrt beten", fagt mmt vor wenigen lar ein Veteran Bierkeller in en. Der Wirt ohne zu ahnen, ge befigt. Als rifh gearbeitete ** Stadttheater Gießen. In der morgigen Novität, dem Volksstück„ Geschwister Lemte" von Stowionnet und Stein, werden neben Direktor Hermann Steingoetter, der den Maschinenschlosser Gustav Horn spielt, in Hauptrollen beschäftig sein die Damen Hohl( nicht Hagen, wie der Bettel versehentlich meldet), Großmüller, Kellermann, Lembach, Jenny sowie die Herren Konradi, Achterberg, Bichler, Tamte und Teleky. Die morgige Promenadenmusik in den Gießener Südanlagen hat folgendes Programm: 1. Duv. Leichte Kavallerie von Suppe. 2. Altniederländer Dantgebet von Valerius. 3. Venus auf Erden, Walzer, von Lincke. 4. Fantaste über Home swet home von Voigt. Ein neuer Tanzunterricht beginnt nächsten Montag, den 19. Oktober, unter Leitung des UniversitätsTanz- und Fechtmeister Röse. Näheres durch das Inserat in heutiger Nummer. kk (*), Unsere Dampfmaschine", die so lange zur" Freude" für Jung und Alt auf der Bahnhofstraße in Gießen ihren Platz behauptete, sollte heute dieses liebgewordene Domizil verlassen. Doch schien dies nicht angängig, faum einige hundert Meter von dem alten Blaz am Schipfapaß" entfernt, ging ein Rad verloren und dies war nicht mal das fünfte. Ein Wizbold auf der Bierbank meinte: Das hält auch wirklich nicht mal ein Mensch aus, so lange an ein und derselben Stelle tätig zu sein." Nach kurzer Zeit war der Unfall beseitigt und die Maschine fonnte den heimischen Penaten zuschieben. Н " ]-[ Laubach, 16. Oft. Montag nachm. 2 Uhr findet auf dem Rathaus die Birkenbesenreiser- Bersteigerung aus den Waldungen der Stadt Laubach statt. Die Bezirkslehrerkonferenz für den Bezirk Laubach wird am 20. Oftober vorm. 10 Uhr abgehalten. - Lollar, 15. Okt. Im Steinbruch bei Grabenhain wurde der Unternehmer G. Nehm aus Weglar, ein noch junger Mann, gestern von Steinmassen, die durch die Nässe sich gelöst hatten, verschüttet und sofort getötet. || Lauterbach, 17. Oft. Als Zuschuß zu Straßenneubauten sind für den Kreis Lauterbach 22 100 Mt. im laufenden Rechnungsjahre aus der Staatskasse angewiesen worden. Beteiligt an diesem Segen sind die Gemeinden: Unter- Schwarz, Bermuthshain, Crainfeld, Ober- Moos, Nösberts, Eichelhain, Lanzenhain, NiederMoos, Heblos, Angersbach und Rudlos. () Utphe. Im Gehöfte des Konrad Wilh. Diz ist die Schweinerotlauffeuche festgestellt und über die franten Tiere die Stallsperre, über die der Seuche verdächtigen Tiere die Gehöftsperre verhängt. Es ist eine Schußimpfung vorgenommen worden. * * Friedberg, 15. Oft. In Niederwöllstadt wurde heute früh bet dem Landwirt Heinr. Seit eingebrochen und 1000 Mark gestohlen. Kaffee roh und gebrannt per Pfund von 80 Pfg. an bis 2 Mt. Bei mehrabnahme entsprechend billiger. Hochfeine Mischungen. Stadttheater Gießen. Ueber den Wassern. Drama von Georg Engel. Bum ersten Male in einer Abonnementsvorstellung sah sich gestern unsere Künstlerschaar vor eine hochdramatische Aufgabe gestellt, deren Lösung den Hauptpersonen nur durch eindringendes Studium und Durchdringen ihrer Rollen gelingen konnte. Und sie haben sie gelöst, wie ihnen schon der starte Beifall des Publikums gezeigt haben wird. Das Engel'sche Drama, das für Gießen Novität ist, während es seit fast zwei Jahren schon über die Bühnen geht und namentlich im Lessingtheater in Berlin mit Agnes Sorma in der Rolle der Stine Kos im Winter 1901/02 Kampf der Elemente und der Geister. Draußen tobt der Seesturm eine große Zahl von Aufführungen erlebte, führt uns in den und droht die kleine Dünenansiedelung im Wasser zu begraben, die genze Gemeinde mit dem jungen Pfarrer an der Spize ist draußen, um das Unheil durch 8 ehen eines Dammes abzuwenden, während drinnen im kleinen hochgelegenen Pfarrhaus der alte, lebensmüde, vom Consistorium abgesetzte Pfarrer sein Köfferchen packt. Er muß es sich gefallen lassen, von dem jungen, nach harter Arbeit vom Dammbau zurückkehrenden Pfarrer Helm über die Pflichten des Priesters belehrt zu werden, die er oft so gröblich vernachläßigt hat; aber seinerseits tann er, veranlaßt durch die sündige Dorfmagd Stine Kos, nun an den jungen Heißsporn dringende Ermahnungen der christlichen Liebe und Vergebung richten, die schließlich ihre Wirkung nicht verfehlen. Eine eingehende Schilderung der Handlung des Stücks zu geben, dürfte nicht angängig sein, denn die eigentliche Handlung ist nur gering, und ihre Erzählung würde allen denen, die die Wiederholung des Dramas sehen wollen, immerhin einen Teil der Spannuna rauben. Für die dürftige Handlung entschädigt aber der Ueberfluß an Stimmung, und die kam bei der gestrigen Aufführung vorzüglich heraus. Ueberall war die sorgfältige Vorbereitung und die Vertiefung jedes Einzelnen in seine Rolle merkbar. als die kleine Strandkirche betraf, unterstützte die Stimmung Die Herrichtung der Bühne sowohl was die Pfarrstube, aufs Beste. Allen Mitgliedern, den Damen Hagen und Fischer, und den Herren Linzen, Sandorff und Telefy gebührt volles Lob. Die wirkungsvollste Figur bot Herr Linzen als der alte Pfarrer, seine Leistung ganz allein könnte wohl für manchen Zuschauer Grund genug sein, sich das Drama wiederholt anzusehen. Auch gestern Abend herrschte, wie schon mehrmals, im durch eine knarrende Tür und durch Gehen vor dem Buffet. Hintergrund des Saales eine störende Unruhe, hervorgerufen Der dortige Ausgang nach dem Hofe sollte doch wohl wäre auch eine genauere Angabe des Schlusses der Vorstellwährend der Vorstellung nicht benutzt werden! zu wünschen ung, die gestern wieder etwa eine Stunde vor dem auf dem Bettel angegebenen Termin zu Ende ging. tt Karl. Dem Schuhmacher Philipp Lepper ein Sohn. 15. Dem Kutscher Adolf Beinert eine Tochter, Marie Elise. Gestorbene. Am 10. Dft. Heinr. Kid, 78 Jahre alt, Tuchmacher zu Alsfeld.- Christ. Wagner, 80 Jahre alt, städt. AnLageaufseher dah.- Amalie Rausch, geb. Beck, 51 Jahre alt, Ehefrau des Direktors des Realgymnasiums und der Realschule Doktor Emil Rausch. 11. Erna Lina Elisabethe Weber, 1 Jahr alt, Tochter des Fabritarbeiters Heindah. 14. Johannes Ruhl, 52 Jahre alt, Universitätsrich Weber dah.- Abraham Samuel, 80 Jahre alt, Rentner diener i. P. dah. Karl Port, 55 Jahre alt, Pflastermeister dahier.- Luise Pauline Magdalene Löber geb. Rig, 21 Jahre alt, Ehefrau des Bäckermeisters Wilhelm Christian Karl Löber dah. in - Kirchliche Nachrichten für Grünberg. Um 19. Sonntag nach Trinitatis,( 18. Oft.) Bormittags: Defan Wagner. Text: Marc. 10, 17-27. Lied: Nr. 296. Nachmittags: Pfarrer Schmidt. Text: Eph. 6, 1-9. Lied: Nr. 414. Stangenrod vorm. 9 Uhr. Beichte, Gottesdienst und Feier des heil. Abendmahls Altluth. Gemeinde Grünberg. 10 Uhr vormittags: Gottesdienst. 2 Uhr nachmittags: Gottesdienst. Marktberichte. Gießen, 17. Oftbr. Auf dem heutigen Wochenmarkt fosteten Butter per Bfb. 1.00-1.20 Mr., Hühnereler 2 Stück 14-18 Pfg., Enteneter St. 8 Pfg., Käse per St. 5-8 Pfg.. Käsematte 2 St. 5-6 Bfg., Erbsen per Liter 21 Pfg., Linsen per Liter 32 Pfg., Tauben per Paar T. 0.70-0.90, Hühner per Stüd Mt. 1.30-1.80, Hahnen, per Stud Mr. 0.70-1.50, Enten per Stüd 1.70-2.20, Gänse p. Bfd. 54-60 Pfg., Ochsenfleisch per Pfd. 68-78 Bfg., Rindfleisch per Pfd. 62-66 Bfg. Schweinefleisch per Pfd. 66-76 Pfa. Schweinefletsch gesalzen per Pfund 0.80 Pfg., Kalbfleisch per Pfd. 70-76 Pfa., Hammelfleisch per Pfd. 56-74 Bfg., Kartoffeln per 100 kilo 4.50-5.50 m., Zwiebeln per 3t. Mr. 4.50-5.00, Kirschen per Wochenmarktverkehrs dürfen vor Beginn der Marktzeit überhaupt Pfund 00-00 Pfg. Milch per Liter 18 Vfg. Dauer der Marktzeit von 8 Uhr morgens bis 2 Uhr Nachmittags. Gegenstände des nicht, und während der ersten drei Stunden der Marktzeit im Umherziehen feilgeboten werden. Frankfurter Hen- und Strohmarkt, 19. Okt. ( Amtliche Notierungen.) Heu per Zetner Mr. 3.20 bis 3.80, Stroh per Zentner Mr. 2.00-2.30. Arbeitsnachweis der Stadt Gießen. Gartenstraße 2. Es tönnen eingestellt werden: arbeiterin, 1 Schmied, 1 Installateur, 2 Spengler, 1 Schlosser, 3 Pferdefnechte, 4 landwirtschl. Arbeiter, 1 Garten2 Schreiner, 2 Küfer, 1 Bäcker, 1 Brödgenträgerin, 1 Schneider, 1 Stallbursche, 2 Postaushelfer für die Sonntag vormittage, 3 Hausburschen, 1 Köchin, 2 Hausmädchen, 27 Dienstmädchen gegen hohen Lohn für hier und ausw., 1 Stüße frauen, 2 Waschfrauen. Lehrlinge: Standesamt- Nachrichten der Stadt Gießen. der Hausfrau, 2 Kindermädchen, für nachmittags, 3 Lauf- Aufgebotene. - Am 12. Dft. Emil Friedr. Christ. Frahm, Ingenieur dah. und Hedwig Elfriede Anna Preußing zu Ottmachau. 14. Georg Gustav Ludwig Menges, Oberleutnant und Regiments- Adjudant im Großh. Hess Inf.- Regt.( Kaiser Wilhelm) Nr. 116 dah. und Luise Elisab. Wilhelm. Bornhausen zu Mannheim. 15. Joh. Emmerich, Fuhrkn. dah. und Karoline Elisab. Schäfer, geb. Scholl dah." Philipp Appel, gen. Oest, Taglöhner dah. und Eleonore Weller, Taglöhnerin dah. Karl Gottfried Burger, Sergeant dah. und Elise Charlotte Albold dah. 16.- Karl Ludw. Emil Gleißner, Eisendreher dahier und Anna Berg, Köchin dah. Eheschließungen. - Am 10. Oft. Joh. Gottfried Bohrmann, Bahnw. dah. mit Kathar. Margar. Lotz geb. Eiff, Witwe des Straßenkehrers Karl Lotz III. dah. Albert Haubrich, Kaufmann zu Weidenau und Elisabethe Jung, Tochter des Manufakturwarenhändlers Konr. Jung dah. Karl Hermann Leopold Walther, Kaufmann dah. und Susanne Amalie Bramm dah. Geborene. Am 6. Oft. Dem Bahnarbeiter Wilhelm Gelsebach ein Sohn. 8. Dem Architekt Philipp Schramm eine Tochter. 9. Dem Lokomotivheizer Adolf Braun ein Sohn, Adolf - Geschäfts- Uebernahme und Empfehlung. 1 Schlosser, 1 Bäcker, 1 Schneider. Es suchen Arbeit: 1 Pferdefnecht, 1 Taglöhner, 1 Schlosser, 1 Schmied, 2 Buchbinder, 4 Schreiner, 2 Installateure, 1 Spengler, 1 Bäcker, 1 Schuhmacher, 1 Büglerin, 1 Flickerin, 2 Heizer, 2 Kutscher, 2 Dienstmädchen, 2 Hausburschen, 1 Bureaugehülfe, 1 Kranken- bezw. Wochenbettpflegerin( auch nach auswärts.) Lehrlinge: 1 Kaufmann. Berantwortlich: für den politischen und Inseratenteil Albin Klein: Mr bas Botale, ben Gerichts." und" Deffentlichen Sprechsaal": Fr. Opperman Dr unb Berlag ber Gießener Berlagsbruderet( vorm. Wilh. Keller), Gießen. Königl. Preuss. Staats- Medaille Seidenstoffe jeder Art, in jeder Farbe, zu jedem Preise, der Meter von 75 Pf. an, Muster portofrei. Fertige seidene Kostüm- Röcke, Jupons, Blusen, halbfert. Roben. Deutschlands grösstes Spezial- Seiden- Geschäft Mr Seidenhaus Michels& Cle., Berlin SW. 19 43 Leipziger St asse 43 Teinite Cervelatwurst Gothaer Der Unterzeichnete beehrt sich hiermit ergebenst anzuzeigen, daß er das seither unter dem empfiehlt Emil Fischbach, Namen Gg. Koch in Gießen betriebene Uhren und Optische Waren- Oeschäft fäuflich erworben und unterstelle die hierbei übernommenen Waren einem Ausverkauf. Regulateure, 14 Tage Schlagwerk, ca. 1-1,05 Mtr. lang, so lange Vorrat reicht v. 20 M. an. Thee, Schokolade, Katao vorkommenden Reparaturen einschließlich komplizierter Uhren, unter reeller Garantie. Gleichzeitig empfehle ich mich in allen in der Uhrmacherei, Optik und Goldwaren Branche Brillen nach ärztlicher Vorschrift. in diversen Sorten empfiehlt Christ. Wailenfells 17 Marktplatz 17 Gießen. Telephon 262. Gegründet 1826. Prima Kartoffel dienen. Es wird mein eifriaftes Bestreben sein, meine werte Kundschaft pünktlich und reell zu Einem geneigten Zuspruch gerne entgegensehend, zeichne Mit aller Hochachtung An- und Verkauf von gebrauchten Möbeln. Betten, Speise- u. Salatkartoffel leidern, Wäsche, Oefen und Gerden, Gold- und Silbersachen, Antiquitäten, zu den billigsten Tages- etallen, Eisen, kumpen und Knochen, preisen empfiehlt sowie Webernahme ganzer EinJ. Hankel richtungen. Schloßgaffe- Gießen. Louis RotheubergerWtw. Bienenbonig, Tafelbon ig bei Grtrafeiner Hilfe. Bluiſtoď. Timerman Hamburg, Fichtestr. 33. garantiert reiner Speisehonig. Backhonig reundl. möbl. Simmer zu verm. Gießen, Wolfengasse 27. Emil Fischbach. Freun Einem verehrten Publikum zur gefl. Nachricht, daß mein so schnell beliebt gewordener Sanitäts Eier- Zwieback außer in meinem Geschäftslokale, Seltersweg zu beter gig 61, au gleidem Preis in Berkaufsstellen erhältlich ist: Julius Philipp, Ahrmacher. Gießen, Bahnhofstraße 50. Kochs Nachfolger. LudwigsConditorei und ZuckerwarenFabrikation in Gießen, Marktstr. 32 empfiehlt Gebäck aller Art in Bisquits, Makronen, Leb- u. Honigkuchen sowie Chocolade, Bonbons, Confitüren in größter Auswahl. Versandt nach audwärts prompt. In Gießen: W. Haas, Bleichstraße. A. Lenhardt, Frankfurterstraße. J. Marker, Ecke Stephan- und Goethestraße. H. Kräßer, Brandblak 15. 3öpfe, Scheitel, J. M. Schulhof, Marktstraße. Frisets, Toupe Restaurant Bindhof. werden naturgetreu angefertigt und aufgearbeitet. Damen Kopfwaschen In Mart. Spezialität: Grane und weiße Haar- Arbeiten. H. Tichy. Gießen Seltersweg 43, Ecke Göthestrasse Saub. Hausbursche sofort gesucht. Wo? zu erf. in d. Exp. d. Bl. " 1 Textors Terrasse. Philosophenwald. Liebigshöhe. Dutenhofen: Karl Sorger. Heuchelheim: Ph. Neidel II. Alleiniger Fabrikant: Ecke Markgrafen- Strasse. In Vanta Gemüse-, ObstFleisch- u. FischConserven empfiehlt in tadellosen Qualitäten zu billigsten Preisen Christian Wallenfels Gießen. Marktplatz 17. Telefon 262. Gegründet 1826. Prompter Versandt nech Auswärts. Meine gebrannten O Kaffee's O erfreuen sich großer Beliebtheit, auf meine neuen Mischungen mache ich besonders aufmerksam. Emil Fischbach, Gießen. Karl Link, Gießen, Seltersweg 61. Cigarren- und Wickelmacher Cagl. 20 mk. u.mebr abritation tägl. Maffenartifel. Marburgerstrasse 35. fann man verdien. durch hochloh. gesucht. Catalog gratis. Heinr. Seinen, Broich bei Mülheim- Buhr. Gießen. Geschäfts- Eröffnung. Einer verehrten Einwohnerschaft von Gießen und Umgegerd, werten Freunden und Bekannten die ergebene Mitteilung, daß ich in Gießen 33 Bahnhofstraße 33 ein Ubren-, Gold- u. Silberwaarengeschäft eröffnet habe und sehe ich bei Bedarf geneigtem Buspruch gerne entg gen. Reparaturen prompt und billigft. Hochachtungsrollst Wilhelm Reusch. Waschmaschine SOMEDES SCH Waschmaschine steht Interessenten zur Probe zu Diensten. Karin u. Blitz best bewährtes System Wringmaschinen Waschmangeln empfehlen Brüder Schmidt Giessen Seltersweg 83. Nächste Ziebung am 2. Dovbr. cr. Frisch GEWAGT ist halb GEWONNEN! Laut reichsgerichtl. Entscheid. vom 8. April 1895 für ganz Deutschland incl. aller Bundesstaaten gesetzl. erlaubte Serienlosgesellschaften besteh. aus je 100 Anteilen comb. in 24Ziehungen mit abwechs. Haupttreffer in Mark: 300000, 240000, 180000, 120000, 105000, 102000, 90000, etc. etc. Gesamtbetrag der kleinsten Treffer ca. 20 Prozent des Einsatzes. Keine Nieten. nur 5 Mk. - Jedes Loos ein Treffer! Gewinnlisten n. jeder Ziehung. Monatlicher Beitrag Bei Nichtconvenienz 3 Tage Reklamationsfrist. Umgehende Anmeldungen zu richten an: J. SCHMIDT& Co. in Arnheim a. Rhein. Niederland No. 95. - Kalk- und Marmorwerke, Dampfziegelei, August Gabriel jr., Giessen Massenfabrikation. Bahnanschlüsse. Werke Abendstern. Telephon Nr. 84. 3. Hessisch- Thüringische Staats- Lotterie 3. Ziehung 1. Klasse bereits am 11. und 12. November 1903. Original Lose/ Mt. 3.50,% Mt. 7,% Mr. 14, 1 mr. 28. Da diese Lose diesmal sehr schnell vergriffen sein werden, em= pfiehlt es sich sofort zu bestellen. Reelle und prompte Bedienung zugesichert. Julius Sonnenberg, Lotterie- Bureau, Telefon 566 Worms Telegramme: Sonnenberg. Carding DRCM 133074 DRGM 180507 Carl Kampmann j Mulheim- Rubr Leichte Arbeit Stadt- Theater Gießen. Direktion: Steingoetter. Sonntag, den 18. Oftober. Verdingung. Für die Provinzial- Biechenanstalt Oberheffen soll die Lieferung von 350 Ctr. gut ausgelesener Speisekartoffeln u. 30 Ctr. gelbe Rüben 2. Sonntag- Abonnem.- Vorstellung vergeben werden. Novität! Novität! Die Lieferungsbedingungen liegen in den Wochen. Geschwister Lemke tagen Nachmittags von 2 bis 5 Uhr auf dem Berwalt Volksstück in 4 Akten von Rich. Skowronnet u. L. W Stein. bei Jtal. Maronen Emil Fischbach. C. Wallenfels Gießen. 17 Marktplatz 17 Telephon 262. Gegründet 1826. empfiehlt vorzügliche stets frische Süßrahm- Tafelbutter sowie diverse Sorten Käse in hochfeinen Qualitäten, insbesondere: Schweizer( Emmenthaler) Edamer( Holländer) Kampmanns' Pendelwasch Fromage de Brie maschine ,, Leichtwäscher" Camembert ist allen voran und unstreitig die beste, im Gebrauch leichtgehendste Roquefort Handwaschmaschine der Welt, mit Barmesan welcher in Wirklichkeit Kinder von 8 Jahren arbeiten können empfiehlt Delikateß- Rahm: 11. Schloß- Käse M. Rosenthal, Giessen. Romadour Liebigstrasse. Zur bevorstehenden Saison bringe mein großes Lager von Irischen, Dauerbrand-, Kräuter Limburger Hand- und StangenKäse Spezialität: Feinste aarnierte Amerikaner, Regulier Käse- Platten heiz-, Koch- Hopew- und Darmstädter- Defen für Gesellschaftsessen. ungsbureau offen, woselbst Angebote mit der Aufschrift Lieferung an Kartoffeln pp. für die Prov'nzial- Siechen anstalt Oberhessen" versehen, bis zum Eröffnungstermin Montag, den 2. November 1903, einzureichen sind. Verwaltung der Provinzial- Siechenanstalt Oberheffen. Lonys Bierkeller Giessen, Guten Mittagstisch zu 60 Pf. an u. höher. Abendessen in bekannter Güte. Selbstgekelterten Apfelwein, Ia. Aktienbier u. reingehaltene Weine empfiehlt Wilh. Louis Schäfer. NB. Gleichzeitig bringe meinen neuhergerichteten Saal ( 250 Personen fassend) in empfehlende Erinnerung. Elsenw. BOLLAR yuL Gasthaus BternCar KUAL 园 Gasthaus Zum * Stern Lollar. Fessere und einf Logier zimmer. Ausschank bon Münchner u. AktienBier. Französisches Carl Rühl, Gastwirt, Lollar. Billard. 244 Abonnement n's Gaus geb Brattabellag Oberbeffif Bartenbau, Canz- Unterricht. Meine in diversen Fabrikaten. Ferner: Lebertran wedizinal feinster Ofenschirme, Ofenvorsetzer, empfiehlt Emil Fischach. beginnen wieder Verdampfschalen, Feuerge= räteständer, Kohlenfüller 1. Kasten, Kohlenlöffel, Stocheisen, Asch- und Mülleimer u. s. m. in empfehlende Erinnerung. Auch habe 1 Dolldampf- Waschmaschine, sowie Dr. Klein's FleischSaftpressen zu verleihen. Ganz besonders mache auf den Vertrieb der patentierten Schröders Fohlen-, und Kälber- Saug- Apparat sowie Fensterfeststeller aufmerksam. Hochachtungsvoll Offeriere: Gesiebte Ofenkohlen Nr. I 99 Schmiedekohlen Nr. III ab Bahn und auf Lager. Heinrich Ruppert. Ermenrod. Brennholz Tannen Abfallholz) liefert für 1.15 Mk. pro 3tr. frei and Haus. B. Nuhn, Lollar. Darlehne giebt Selbstgeber reell, Leut. Kleusch Berlin, Friedrichstr. 212. Rüdpt. Reiche Heiraten! Herren jed. Edgar Borrmann. A Eisenhandlung. Haus- und Küchengeräte. Standes u. Alt. w. a. o. Verm. erh. u. Mitt. ihr. Adr. sof. 600 reiche Partien u. Bild. z Ausw.-U A. w. s. z. verh. 1 j Waise m. 150 000 M. V., 1 häusl. er. Dam. m. 200 000 M. V. u. 1 Gutsb., Ww., m. ca. 350000 Mk. V. u spät. Erbe. All. Näh. d. F. Gombert, Berlin S 14. Th. Brück, Möbelfabrik m. Motorbetrieb, Gießen. Eche Schloßgaffe- Kanzleiberg- Brandplatz. Franko- Lieferung nach jeder Bahn- Station Besichtigung der jeder großStädtischen Konkurrenz die Spitze bietenden Ausstellungs- Räume ohne Verbind= lichkeit erbeten. Chrendste freiwillige Anerkennungsschreiben. Größtes Zehn Schaufenster 1200 mtr. komfortable Magazin- Räume außer den Maschinen- u. Fabriklokalen. Stetes Lager von ca. 100 Sa= lans, Möbellager Speiſe-, Schlaf- und feinste und einfachste Mühel jeden Styles Herren- Zimmern Küchen= einrichtungen jeder Preislage 25 komplett( mit allen Innenù horationen, Lifter Kunstverglasungen etc. verseiene) eingerichtete Muster- Zimmer. Geschäftsgründung 1858, Telephon 373. Tanz- Kurse Montag den 19. Oktober. weidengasse 7. Gefällige Anmeldungen erbitte ich vorher in meiner Wohnung Fried. Roese Grossh, Univ.- Tanz- und Fechtlehrer. Ohne Fleiss keinen Preis AURORA Das Blatt fitr A Schlecht weht Sicherlich garten mit de denn er hat u der Buchen, F arme Blatt, fällt und hilf die feuchte L in eine Regen weg geflüchte sich noch vor fehen erfreut jenen Vermit Patentkummet der Deuzeit. Dreifacher Schutz. fie die holde Jugend bew grab beförder ein graues Grau des be obligaten He sezt ist, der Die lustig Fläche des N fünftigen Ei Schlittschuh gangszeiten Winter, bom den Erwach des Herbstes batten üben Speichen falle der alte Chron alles benagen gewachsen. Der Herb geröteten Na Hausfrau di und nach de angezogen" ling grüßt je das Gemit Kohlen- und Beten", wie rührendes feiern, der in newonnen ha Mit dem intensiver. 2 gehen, so sche Tempo in de inter, der gesteigerten die Schatten. bekannten Gr will und sich i reibt der Herb und mancherl fichleudert; bie Tageslicht bef und Schrecken Man hört Schnellbahnve Gare Dampfl ristieren würd palait ventilier mangel bei un ungefähr zwan Ansprüchen de Kummete aus einem Stück Leder ohne jegliche Naht, Mehr und me und vischen die värmenden Hi schöne unveränderliche Form und tadelloser Sitz. Hölzer Bläte find abnehmbar, was bei Zusammenhängen oder Um fallen der Pferde sehr zweckmäßig ist, da durch eine einfache Hebellösung sofort die Hölzer abfallen. Beschlägen. die Verdienste Bungen f aber ih Ausgestattet mit formenschönen und stilgerechten te ihm nachsager Groß- Felda. Louis Völzing. Inhaber der goldn. Medaille Paris 1900. Ein Mittel zum Sparen ist MAGGI S Suppen- u. Würze. SpeisenDerrn, eines ge ampathischen S es berührt all jagt) peinlich, Ruständen hört, Kurz vor der G Waiferin Friedr Rinderfraufenhe Stets vorrätig bei L. Kalkhof, Pares trägt, tag Nachf. Erle, Westanlage 5. verden müssen, redenden Krant in demselben Be Baumaterialien| Selbstverschuldete Schwäche Cement, Cementwaren schlechtsranth. behand. ficher und Tonplatten. Heinrich Völzing der Männer, Bollut. sämtl. Genebracht werden. Groß- Felda. nach 30jähriger prakt. Erfahrung. Mentze, Hamburg, Seilerstr. 27. Auswärtige brieflich. Wer Stelle fucht, verl. die Deutsche Vakanze npost' Gßlingen hajteten Kinder biele Batienten, bar berloren fe