Nr. 191, Abonnement8prets: in Gießen, abgeholt monatlich 50 Pfg., in's Haus gebracht 60 Pfg., durch die Post bezogen viertelfährlich Mr. 1.50. ourerbilhi Gratisbeilagen: Oberheffische Familienzeitung( täglich) Oberheffische Zeitschrift für Landwirtschaft, Obst- und Gartenbau, sowie die Gießener Seifenblasen( wöchentlich). Das Blatt erscheint an allen Werktagen nachmitags. Montag, den 17. August 1903. Gießener 12. Jahrgang. Insertionsprei&: Die einspaltige Petitzeile für Gießen wie ganz Oberhessen, die Kreise Wezlar und Marburg 10 Pfg. sonst 15 Pfg.; Reklamen die Petitzeile 30 resp. 40 Pfg. Postzeitungsliste No. 3269. Redaktion und Expedition: Gießen Neuenweg 28. Fernsprechanschluß Nr, 362. Neuelle Nachrichten ( Gießener Tageblatt) Anabhängige Tageszeitung ( Gießener Zeitung) für Oberheffen und die Kreise Marburg und Wetlar; Lokalanzeiger für Gießen und Umgebung. Enthält alle amtlichen Bekanntmachungen der Großh. Bürgermeisterei Gießen und anderer Behörden von Oberhessen. Bekanntmachung. Nachdem von berechtigter Seite die Rückgabe der von dem verstorbenen Dienstmann Johann Georg Simon dahier gestellten Dienstkaution verlangt worden ist, fordern wir diejenigen auf, welche Ansprüche an diese Kaution aus der Eigenschaft des p. Simon als Dienstmann erheben zu fönnen glauben, solche bei Meidung des Ausschusses binnen acht Tagen bei uns vorzubringen. Gießen, den 15. August 1903. Großherzogl. Polizeiamt Gießen. J. V. Roth. Bekanntmachung. Die am 8. 1. Mts. angeordnete Sperre der Hamm straße zwischen der Unterführung an der Westanlage und der Neustadt wird hiermit aufgehoben. Gießen, den 15. August 1903. Großh. Polizeiamt Gießen. I V.: Roth. Bekanntmachung. Wegen Vornahme von Kanalisationarbeiten wird die Kaplansgaffe von Dienstag, den 18. I. Mts. ab bis auf Weiteres für den Fuhrwerks- und Fahrradverfehr gesperrt. Gießen, den 15. August 1903. Großh. Polizeiamt Gießen. J. V.: Roth. Bekanntmachung. Wegen Vornahme von Pflasterungsarbeiten wird die Braugasse von heute ab bis auf Weiteres für den Fahrrad- und Fuhrwerksverkehr gesperrt. Gießen, den 15. August 1903. Großh. Polizeiamt Gießen. J. V. Roth. Bekanntmachung. Wegen Vornahme von Brückenbauarbeiten wird die Kreisstraße von Wagenborn nach dem Haltepunkt Schiffenberg vom 17. bis einschließlich 19. August für den Fuhrwerksverkehr gesperrt. Während dieser Zeit muß der Fuhrverkehr von Gießen nach Wagenborn über Garbenteich oder Steinberg erfolgen. Gießen, 14. August 1903. Großherzogliches Kreisamt Gießen. Dr. Breidert. Bekanntmachung. Am 17., 20. u. 21. d. M., nachm. 2 Uhr, werden im hiesigen städt. Hospital das dort befindliche Mobiliar, Betten, Schränke, Tische Stühle 2c. Haus- und Küchengeräte, Kleidungsstücke, Weißzeug, Kinderzeug, Bettwert, Reinigungsmittel 2c. öffentlich meistbietend versteigert. Gießen, den 10. August 1903. Die Armen- Deputation der Stadt Gießen. Curschmann. Kriegsminister v. Єínem. Die Ernennung des Generalleutnants v. Ein em, genannt v. Rothmaler, zum preußischen Kriegsminister, die unserer Voraussage gemäß inzwischen erfolgt ist, wird in den weitesten Kreisen mit lebhafter Befriedigung begrüßt. Herr v. Einem hat im Reichstage wie im preußischen Landtage sich nicht nur als ein Mann, der mit unserem Heeresverwaltungswesen aufs genaueste vertraut ist, sondern auch als ein außerordentlich befähigter Debatter und obendrein als eine liebenswürdige Persönlichkeit erwiesen. Humor, Wiz und eine nicht unbetrachtliche Belesenheit auch auf Gebieten, die dem Offizier sonst ferner zu liegen pflegen, spra aus seinen Parlementsreden, mit großer Sachlichkeit und urbanen Umgangssermen wußte er Energie und wirklichen Schneid glücklich zu vereinen. Die preußische Heeresverwaltung wird sich zu diesen Minister beglückwünschen dürfen. Herrn v. Einem steht keine leichte Aufgabe bevor: Eine ganze Anzahl Reformen in der inneren Heeresverwaltung sind zu treffen, zum Teil Reformen ziemlich einschneidender Art, bei denen es nicht ohne Kämpfe und Widerstände abgehen wird. Dazu treten die parlamentarischen Kämpfe, die sich an die von dem Minister zu vertretende neue Militärpensionsvorlage und vor allem an die Vorlage betreffend die Heeresberſtärkung knüpfen werden. Indes ist anzunehmen, daß es dem Minister glücken wird, diese Vorlagen durchzudrücken. In diesem Falle und angesichts der Rüstigkeit des Ministers er zählt erst 50 Jahre- dürfte Herr v. Einem den Posten des preußischen Kriegsministers vielleicht länger verwalten als irgend einer seiner Borgänger. In der Armee. die von Der Zuchtigkeit, Einsicht und Umsicht des Herrn v. Einem bereits glänzende Proben erhalten hat er war unter anderem der Regisseur der so überraschend schnell erfolgten Mobilisierung des ostasiatischen Expeditionskorps- würde das mit ungeteilter Freude begrüßt werden. Ueber den Lebensgang des neuen Ministers die wichtigsten Daten: Der jezt 50jährige, ein geborener Hannoveraner, trat im August 1870 als Fähnrich beim 14. Ulanenregiment ein, wurde im Dezember desselben Jahres vor dem Feinde Offizier und erhielt später, mehrmals leicht verwundet, das eiserne Kreuz. Nach dem Frieden wurde der begabte junge Offizier sehr schnell befördert. 1880 als Premierleutnant zum Generalstab kommandiert, blieb er dieser Behörde mit geringen Unterbrechungen, während deren er Frontdienst tat, dauernd zugeteilt. 1882 Hauptmann, 1888 Major und Kommandeur der 4. Kürassiere, 1889 Oberstleutnant, bald darauf Chef des Generalstabes des westfälischen( 7.) Armeekorps, 1897 Oberst wurde v. Einem 1898 als Abteilungschef ins Kriegsministerium berufen. zwei Jahre später war er Direktor des Allgemeinen Kriegsdepartements, sozusagen der Zentralbehörde des Kriegsministeriums. 1900 erfolgte seine Ernennung zum Generalmajor, und am 19. April d. s. diejenige zum Generalleutnant. Seinen zweiten Namen-- v. Rothmaler führt der Minister nach der Familie seiner Gattin, einer Tochter des Generals v. Rothmaler. Der Ehe sind fünf Kinder, vier Söhne und eine Tochter, entsprossen; der älteste Sohn dient als Offizier in der kaiserlichen Marine. Die Ernennung des Ministers zum General der Kavallerie dürfte nicht mehr lange auf sich warten lassen. Als sein Nachfolger in der Leitung des Allgemeinen Kriegsdeparte ments des Kriegsministeriums wird in höheren militärischen Kreisen, wie uns unser Berliner CB.- Mitarbeiter meldet, der Beneralleutnant Sirt v. Arnim genannt. Russland, Mazedonien und die Türkei. RK. Eine aufsehenerregende Nachricht kommt aus Peters: burg: Der antliche russische„ Regierungsbote" meldet: Eine Abteilung der Schiffe der russischen Schwarzmeer flotte hat Ordre erhalten, nach den türkischen Gewässern abzugehen. Ueber den Zweck dieier einer Drohung aufs Haar ähnlich schenden Maßregel teilt die russische Meldung nichts mit. Man wird sich über ihren Zweck aber völlig klar, sobald man eine weitere Mitteilung des Regierungsboten ins Auge faßt, die Rußlands Sühneforderungen wegen der Ermordung des Konsuls Rostowsky in Monastir darlegt. Aus dieser zweiten Meldung des„ Regierungsboten" ergibt sich, daß Graf Lambsdorff, der russische Minister des Auswärtigen, mit der Mitteilung der russischen Sühneansprüche an die Pforte auch zugleich die kaum obenhin verhüllte Drohung verbunden hat, Rußland werde die Erfüllung dieser Ansprüche nötigenfalls erzwingen. Zweifelsohne ist die Kundgebung der russischen Schiffe an der türkischen Küste ein Teil der Maßnahmen, mit denen das Zarenreich einen solchen Zwang auf die Pforte auszuüben gedenkt. Selbstverständlich wird die Pforte dem russischen Sühnebegehren so schnell als möglich gehorsamen; zum Teil, nämlich durch die Hinrichtung des Mörders Rostowskys und die strenge Bestrafung der sonst an der Mordtat beteiligten türkischen Gendarmen, hat sie das bereits getan. Man braucht also die russische Flottenkundgebung keineswegs als das Vorspiel zu ernsthaften russischen Maßregeln gegen die Türkei anzusehen. Die russischen Forderungen sind diesmal ziemlich weitgehend. Außer der strengen Bestrafung der unmittelbar Schuldigen fordert Rußland von der Pforte den Nachweis, Daß sie den Wali von Monastir verbannt und alle für den lord irgendwie verantwortlichen Militär- und Zivilbeamten streng bestraft habe. Damit nicht genug, fordert Rußland noch mehr, nämlich: Alle türkischen Beamten im Wilajet Kossowo, über die der dortige russische Konsul Klcge geführt hat, sind unverzüglich aufs strengste zu bestrafen. Der verabschiedete Ismail Hatti ist wieder in sein Amt einzusetzen. Die Bauern, welche den Konsuln Aussagen über Grausamkeit von Türken machten, sind sofort in Freiheit zu setzen, und Verwaltungsbeamte, deren Mißbräuche in Saloniki und Prizrend aufgedeckt wurden, sind sofort abzusetzen und zu bestrafen. Endlich sind ausländische Offiziere zur Beruhigung der friedlichen Bevölkerung und Herbeiführung der gesetzlichen Ordnung für die Gendarmerie und die Polizei unverzüglich zu ernennen. Man sieht, diese Forderungen respektieren das Recht ver Partei, im eigenen Hause Herr zu sein, ganz und gar nicht. Aber die Pforte wird sich fügen müssen, will sie zröhere Zwangsmaßregeln Rußlands, die ihrem Ansehen noch nehr schaden würden. vermeiden. Uebrigens versichert Ruk and, daß weder die Mazedonier noch auch ihre bulgarischer elfershelfer irgend etwas zu hoffen hätten, wenn Rußlani ich genötigt sähe, mit der Türkei ein ernſtes Wort zu reden Dieser russischen Versicherung darf man Glauben schenken weil es nicht in Rußlands Interesse liegt, die Mazedonier gegen die Türkei zu unterstützen. In feinem Falle, selbst n dem ganz unwahrscheinlichen nicht, daß die Pforte die rus sischen Forderungen ablehnt, wird also ein Eingreifen Ruß lands den mazedonischen Aufstand fördern. Im Gegenteil, fäme es zu einem russischen Eingreifen, so würde das Zaren reich den Mazedoniern genau so übel aufspielen wie den Türken. Nachdem die Witwe des ermordeten Konsuls Rostowsky das ihr vom Sultan angebotene Sühnegeld von 200 000 Francs abgelehnt hat, hat der Sultan diese Summe auf 100 000 Francs erhöht. Ueber die jüngsten Vorgänge in dem Aufstandsgebiet is noch zu berichten: Nach einer Meldung aus Saloniki hai das Bombardement der Ortschaft Kruschewo, die von der Aufständischen tapfer verteidigt wird, begonnen. Die Auf ständischen verfügten ebenfalls über 30 Geschüße, wurder aber schließlich aus Kruschewo herausgeworfen. Nach eng lischen Meldungen hätten die Türken nach der Einnahme der Stadt die ganze christliche Bevölkerung nieder gemezelt. Dasselbe hätten Albanesen in Karbowiza getan Die Mazedonier, die inzwischen die Stadt Klissura besetz haben, sollen viele Walachen in Kuza getötet haben, weil diese den Türken als Spione gedient hätten. Was an dieser Meldungen wahres ist, bleibt abzuwarten, wenn andere man es überhaupt jemals erfährt. Die Politik. Viel Lärm um nichts. Bekanntlich hat der junge amerikanische Millionär Vanderbilt vor kurzem einen Besuch in Danzig gemacht, der in einzelnen Blättern lebhafte Erörterungen erregte. Es wurde behauptet, der junge Amerikaner sei von Vertretern der Staatsbehörden besonders hofiert worden und deraieichen mehr. Diese Annahme trifft nicht zu. Wie unser CB. Mitarbeiter erfährt, hat man sich in Danzig lediglich auf das notwendige Maß der Höflichkeit beschränkt, die geboten war, weil Vanderbilt auf persönliche Veranlas sung des Kaisers den Abstecher nach der alten Hansastadi unternahm. Es ist ferner unzutreffend, daß Herrn Vanderbilt zu Ehren von dem Offizierkorps der Danziger Totenfopf- Husarenbrigade ein Festmahl veranstaltet worden wäre. Ihm ist lediglich gestattet worden, was jedem besseren Desucher der Stadt gestattet wird, das Kasino in Augenschein zu nehmen. Ein Grund zur Aufregung lag darum auj feiner Seite vor. Das russische Arbeiterversicherungsgesetz. Das neulich erwähnte russische Gesetz über die Unfallentschädigung für Fabrik- und Kohlenbergwerksarbeiter ist jetzt veröffentlicht worden. Es bestimmt unter anderem: Geschädigte Arbeiter sind berechtigt, Entschädigung vom Unternehmungsbesitzer bei einer durch die Arbeitsbedingungen hervorgerufenen Arbeitsunfähigkeit über drei Tage zu beanspruchen. Die Entschädigung erfolgt in Form von Unterstützungen und Pensionen. Die Unterstützungen erreichen im Falle zeitweiliger Arbeitsunfähigkeit den Betrag der tatsächlichen Erwerbssumme der Geschädigten, bei totaler Arbeitsunfähigkeit beträgt die Pension nicht mehr als höchstens zwei Drittel des Jahreseinkommens. Im Todesfalle erhält die Witwe des Getöteten die Pension lebenslänglich, Kinder und Geschwister bis zum fünfzehnten Lebensjahre. Bei freiwilliger Auflösung des Unternehmens ist der Besitzer verpflichtet, die Entschädigung für die Geschädigten als auch für deren Angehörige sicherzustellen. Zweifellos bedeutet dieses Gesetz für die russischen Arbeitgeber eine viel stärkere Belastung, als die deutschen Arbeiterschutzgesetze für unsere Unternehmer. Der Pump des Serbenkönigs. * Nachträglich werden über die Pumppraris des Serbenfönigs Peter erbauliche Einzelheiten bekannt. Als sein Vertrauensmann bei den Budapester Banken auf Peters Wechsel fein bares Geld bekommen konnte, verfiel er auf den ingeniösen Trick, gegen diese Wechsel Waren einzukaufen, die er dann schleunigst, wenn auch unter großen Verlusten, wieder losschlagen wollte. Aber bei den Großhändlern hatte er ebensowenig Glück wie bei den Banfiers, und nun wandte er sich an die Börse. Der Erfolg war derselbe, selbst als der Agent des Serbenkönigs sich bereit erklärte, statt baaren Geldes auch Effekten, seien sie auch minderwertig, anzunehmen. König Peter muß in großen Nöten sein, wenn er sich auf solche Bankerotteurtrits einfäßt! Uebrigens hat König Peter doch eine Freude, wenn auch sein Pumpversuch bisher mißglückt ist: Die serbische Ministerkrise ist beendet. Awafumowitsch), der bisherige Ministerpräsident, hat das neue Kabinett zustande gebracht. Neu ernannt sind: zum Kriegsminister Oberst Solarovitsch, zum Finanzminister Hochschulprofessor Alerander Borislawiewitsch, zum Kultusminister dasselbe miter dankt mir wenn auch vorläufig nur pertrauliche Entscheidung der heiden trag hinzu, alles aufzubieten, um in den nächsten Tagen eine, effe des hochfürstlichen Hauses und fügt den bestimmten Auffür die geschickten und umsichtigen Bemühungen im Intero mein Gott, er dankt mir A gefagt, fognito vollkommen zu genießen." nun müssen wir B sagen. alles sehr amüsant sein, und ich bin entschlossen, mein InUebrigens wird das Der Graf blieb kalt Die Prin. zessin war von sprudelnder Heiterfeit. Der Badekommissär führte die Herren ein. lichkeit verzeihen? Artenburg dringen ihre heitere Miene wieder annehmend: der, werden Sie meine fühne BudringDie Prinzeffin atmete tief, dann blidte fie auf und sagte, ir find ig iere Freiheit erledigen.— dem löblichen Vorsatz heraus, den geschäftlichen Teil sofort au Als der Zug in die Bahnhofshalle fuhr, sprang er mit Der Zufall führte ihn auf dem Wege durch die Leipziger mit dem Baron von Prilbach, einem alten Regiments Professor Dobrosaw Rusitsch und zum Justizminister der bis. herige Sektionschef Jowanowitsch. Im übrigen bleiben die bisherigen Minister im Amt bis zur nächsten Krise, die nicht lange auf sich warten lassen wird. Schließlich noch eine interessante Nachricht: Russische Geheimpolizisten haben entdeckt, daß die Mörder des Königs Alerander in ständiger geheimer Verbindung mit unzufriedenen bulgarischen Offizieren standen, die dem Fürsten Ferdinand ein gleiches Schicksal wie Merander bereiten wollten. Deutsch- russische Handelsvertragsverhandlungen. Das erste Stadium der zur Zeit in St. Petersburg ge führten Verhandlungen über die Erneuerung des deutsch russischen Handelsvertrages wird am 28. August enden. Dei russische Finanzminister Witte geht dann auf Urlaub und bleibt bis Mitte Oktober der russischen Hauptstadt fern. Wäh rend seiner Abwesenheit finden keine Verhandlungen statt, und die deutschen Delegierten begeben sich deshalb Ende August nach Deutschland zurück. Wahrscheinlich werden die Verhandlungen im Oktober wieder in Petersburg geführl werden. Kurze politische Nachrichten. * Die Herbstübungsflotte ist am Sonnabend früh unter dem Oberbefehl des Admirals v. Koester in See gegangen. * Das bayerische Ministerium des Innern hat angesichts der Wahrscheinlichkeit, daß die in den Zeitungen erschei nenden Angebote von Darlehen vielfach nur die betrügerische Erlangung von Vorschüssen u. s. w. bezwecken, die Kreisregierungen aufgefordert, Maßnahmen gegen derartige unlautere Geschäfte vorzuschlagen. * Der preußische Justizminister hat jetzt neue Vorschriften über die Fesselung von Gefangenen erlassen. Ihr wesentlicher Kern ist, daß die Fesselung der von einem Termin abgeführten Gefangenen nur auf unmittelbare Anordnung des Vorsitzenden des betreffenden Gerichtshofes geschehen darf. * Die Nachricht, Kultusminister Dr. Studt sei zum Oberpräsidenten von Schlesien ausersehen, trifft nicht zu. * Der evangelische Feldprobst der Armee, Oberkonsistorial. rat D. Richter, hat den Charakter als Wirklicher Geheimer Rat mit dem Prädikat Exzellenz" erhalten. In Belfort wurde ein angeblicher Spion namens Iffenecher verhaftet. ** Der Papst hat am Sonnabend u. a. die Gesandten Preußens und Bayerns im Vatikan in feierlicher Audienz empfangen, um ihre Beglaubigungsschreiben entgegenzunehmen. * durchzufassen, mit Thereses ewigem Versprechen: Morgen, morgen, nur nicht heute, werde ich alles sagen. Jeder soll bezahlt werden, die Erbschaft eristiert!"" So bezahlen Sie doch!" meint er schmunzelnd. Und nun packt Therese ihr „ großes Geheimnis" aus, das ihr den Mund vorläufig noch verschließt, bis... ja den Zeitpunkt, wenn sie es wirklich verraten wird, nennt sie nicht, oder ändert ihn doch alle Augenblicke. Morgen, übermorgen, wenn alle Zeugen vernommen sind, wenn die Jury sich zurückzieht, dann wird sie siegreich hervortreten und den Namen der erstaunten Welt zurufen. Denn, so wunderbar die Sache klingen mag: die Crawfords eristieren, aber unter anderem Namen. Bis zum 7. Mai dieses Jahres kannte Therese selbst nicht das„ furchtbare" Geheimnis, was auf ihrem Leben lastet, und hätte man sie damals gefragt, wer weiß, wie alles gekommen wäre. Aber jetzt ist ihr der Mund gebunden, sie muß sich erst mit ihrer Tochter besprechen. Ihr Anwalt Labori aber weiß das ganze schwere Geheimnis. Von amtlicher österreichischer Seite wird jetzt bestätigt, daß Oesterreich- Ungarn tatsächlich gegen die Wahl des früheren Kardinalstaatssekretärs Rampolla zum Papst sein Veto eingelegt hat. * Der Zar begibt sich Mitte Oktober über Wien nach Rom In Wien wird er dem Kaiser Franz Josef einen Besuch ab statten. Vorher, am 24. September, wird der Zar mit seiner Familie in Darmstadt zu längerem Aufenthalt eintreffen. Im Berghanagebiet in Turkestan hat sich die mohame danische Bevölkerung wieder einmal erhoben, um das russische Joch abzuschütteln. Es wird von blutigen Zusammenstößen mit den Grenztruppen berichtet. Hof und Gesellschaft. Da täuscht sich Therese allerdings in ihrem Verteidiger. Er weiß es nämlich durchaus nicht. In einem Interview ließ er ziemlich deutlich durchblicken, daß er auf das ganze sogenannte große Geheimnis keinen Pfifferling gebe. Er lachte nur, als man ihn fragte, ob ihm denn nicht Therese ihr Geheimnis anvertraut habe, und was er dazu meine. Thereses Geheimnis ist eben wie ihr ganzes bisheriges Leben ein großer ,, Bluff", ein Schwindel ohnegleichen. Zwei Versionen gibt es, die Kundige der zu erwartenden Endenthüllung geben. Nach der einen beabsichtigt Therese einen schon längst abgebrauchten Trik, den sie zur Krediterweckung gebraucht hat, neu zu beleben. Sie will sich auf Grund neuer Tatsachen" mit unumistößlicher Gewißheit als eine natürliche Tochter des verstorbenen Millionärs Lebaudy ausgeben, der ihr die legendären Millionen vermacht hat. Die andere Version ist wohl durch die Andeutung Thereses, sie müsse sich erst mit ihrer Tochter besprechen, deren Gefühle sie möglichst schonen wolle, hervorgerufen. Danach soll Therese, trotzdem sie selbst im Prozeß erklärte, sie habe außer ihrem Mann nie jemand anders bestrickt, doch ein recht reelles Verhältnis mit.... nun eben mit dem einen Crawford, ier nicht Crawford heißt, gehabt haben. Das Pfand dieser heimlichen Beziehungen sei Eva und diese die Erbin der Millionenschar. *** Das Kaiserpaar hat Wildpark verlassen und sich nach Wilhelmshöhe begeben, wo es bis zum 29. d. Mts. berbleibt. Am 26. d. Mts. vormittags wird in Kassel die Parade über das 11. Armeekorps und nachmittags eine gröBere Paradetafel stattfinden. Am 27. d. Mts. findet die große Tafel für die Stände statt. Vor seiner Abreise empfing der Kaiser den Besuch des neuernannten preußischen Kriegsministers b. Einem. Der„ grofsen" Therese ,, grofses" Geheimnis. Paris, 15. August. D- Bug fuhr in eine große Schafherde, die gerade bei einen Uebergange über die Bahngeleise getrieben wurde: hierbei wurden 68 getötet. Die Schuld an dem Unfalle ist der Un borsichtigkeit des Schäfers beizumessen. Die getöteten Tiere gehörten zum Teil dem Schäfer, zum Teil verschiedenen Besitzern aus dem nahegelegenen Sülfeld. Glücklicherweise famen die zahlreichen Passagiere und das Zugpersonal mil dem bloßen Schrecken davon. * Der Laubachschen Db bem Jäger Ard Philipps bes Göbel bas A Am Mo tember findet bet lung des Verb u Mainz ftatt welche der Verk Landesgewerbever * Univer ordentlicher Bro hat Profeffor Dragas Jacht. Der Rechtsanwalt der Geschwister Lunjevica, Dr. Zivojin Velickovic, hat beim Belgrader Ge richt nicht nur auf das Privateigentum der verstorbenen Königin Erbanspruch erhoben, sondern auch auf die Jacht, welche die Königin vor ca. einem Jahre von den Bürgern der Stadt Belgrad als Geschenk erhalten hat und die den Namen„ Draga" trug. Ganz plausibel, aber auch dadurch ist die Frage nicht gelöst. Wo sind diese Millionen, weshalb versteckt man sie so ängstlich? Heraus damit! Aber damit wird es wohl auch nach Beendigung des Zeugenverhörs lange Weile haben, wenn auch bereits einige Blätter allen Ernstes zu behaupten beginnen, Therese würde endlich das Geld doch noch herbeischaffen. Die Hartnäckigkeit, mit der sie bei ihrer Behauptung bleibt, verfehlt also schließlich nicht, ihren Eindruck zu machen. Warum sollte sie auch nicht Glauben finden? Hat sie doch oft genug unter schwierigeren Umständen und mit weniger packenden Mitteln sich Vertrauen zu erwerben gewußt. Einem Geldgeber genügt es nach seiner eigenen Aussage, daß man ihm im Arbeitskabinett eine ganze Reihe von Scheeren zeigte, mit denen die Kupons von den Rententiteln geschnitten würden, um sein schönes Geld herzugeben. Wie viel liehen sie ihr?" fragte der Präsident. ,, 300 000 Francs." Und wie viel ist sie ihnen noch schuldig?"- ,, 300 000 Francs und die Zinsen." Ja, Therese kennt ihre Leute. Schwere Manöverunfälle werden aus Württemberg gemeldet. Beim Rückmarsch von einer Felddienstübung bei Ludwigsburg, der bei tropischer Hize stattfand, erfolgten bei der 51. Infanteriebrigade( 119. und 125. Regiment) Massenerkrankungen. Die Zahl der Militärärzte erwies sich als unzureichend, doch leistete die Landbevölkerung tatkräftige Hilfe. Ueber die Zahl der Erkrankten, von denen ein großer Teil ins Lazarett geschafft werden mußte, gehen die Angaben weit auseinander. Während private Berichte von 89 Fällen sprechen, gibt die Militärverwaltung nur 30 an. Das Generalkommando bereitet einen amtlichen Bericht vor. Uebrigens kann man ihr trotz allem eine gewisse Sympathie nicht versagen. Mannhaft versucht ste, die ganze Wucht der Anklage auf sich zu konzentrieren, während ihr Mann und ihr Bruder sich weibisch hinter ihre Schürze perkriechen und sie stets als die allein Verantwortliche vor. schieben. Ist das die aufopfernde Natur des Weibes, die ihre Familie verteidigt, oder auch nur ein schlauer Trik, darauf angelegt, das weiche Herz der Geschworenen zu rüh ren? Jedenfalls wird ihr dieser Umstand mehr nüßen als ihr großes Geheimnis". Die Humberts und ihre Richter haben heut Ruhetag: Mariä Himmelfahrt unterbricht die langen, ermüdenden Sigungen, die bisher das sei von vornherein gesagt nichts ergeben haben, was man nicht schon längst gewußt hat. Einzelne bunte Läppchen sind zu dem närrischen Aufputz des wunderlichsten aller Schelmenprozesse, die die Welt je gesehen, hinzugekommen, das ist alles. Das Wesentliche des Bildes hat sich nicht geändert. Kann denn auch bei dieser Art, die Verhandlungen zu leiten, wie es der Vorsitzende Bonnet tut, etwas Ersprießliches erreicht werden? Das ist kein Verhör, das mit den Angeklagten angestellt wird, sondern eine gemütliche Plauderei, untermischt mit sarkastischen, treffenden Bemerkungen, die der Präsident einstreut, gewürzt mit echt Pariser Humor- aber genügt das, um die Schuld oder Unschuld eines Angeklagten zu beweisen? Man kann es dem der Regierung abgünstigen Teil der Pariser Presse durchaus nicht verdenken, wenn er mehr oder minder unverblümt andeutet, daß es dem Präsidenten gar nicht in den Sinn komme, der verworrenen Angelegenheit bis auf den tiefsten Grund zu dringen. Im Gegenteil, habe er seine guten Gründe, sich an der Oberfläche zu halten, um nicht einen schrecklichen Skandal heraufzubeschwören. Vielleicht tut man damit Herrn Bonnet bitteres Unrecht, sicher ist aber, daß er durch seine phlegmatische Verhandlngsleitung der guten Therese jeden Augenblick Gelegenheit gibt, mit den possierlichsten Seitensprüngen aus der Bahn zu brechen. Finde er doch manchmal überhaupt kein Mittel, ihren sich wie ein Sturzbach überSprudelnden Redeschwall einzudämmen. Ruhig muß er es anhören, wie sie die folgende Philippika ihm ins Gesicht schleudert: Seit 15 Monaten schlafe ich nicht länger als cine Stunde und stehe aufrecht ans Gitter meiner Zelle gelehnt. Alle Lebenden werden hier verschwinden. Ich werde sie vernichten in der mir passenden Stunde, und wenn Sie alle Zengen, die hier zum Verhör gelangen werden, vernommen haben werden, werden Sie die Rolle der französischen Justiz und des dermaligen Justizministers Ballé kennen gelernt haben. Ich werde es aller Welt entgelten.. Und als sie dann nach einer vollen viertel Stunde den Präsidenten glücklich zu Worte kommen läßt, verspricht sie ihm großartig, von jetzt an seinem Verhör gehorsam zu folgen wenn es ihr paßt. Manchmal macht Herr Bonnet ja wirklich einen scheinbaren Anlauf, seine Gegnerin auf den Punkt festzulegen, auf den es ja einzig und allein ankommt. Wo ist das Schloß Marcotte?" fragt er ,,, wo sind die Crawfords, wo die Millionen?" Und immer wieder begnügt er sich, statt energisch Hus dem Gerichtsfaal. Die Pommernbank- Direktoren. Kommerzienrat Schuly von der verkrachten Pommernbank hat sich nach England begeben. Er hat der Berliner Staatsanwaltschaft hiervon Anzeige erstattet und seine Adresse mitgeteilt. Er will sofort zurückkehren, wenn die Behörde seiner benötigt. In England trifft er mit seiner Gattin zusammen, die sich der Leistung des Offenbarungseides durch ihre Abreise von Berlin entzogen hat. Direktor Romeick weilt in Wilmersdorf und ist mit der Vorbereitung für den weiteren Prozeßgang beschäftigt. § Ungeforderte Mitteilung von Wohnungsmängeln. Eine interessante Frage wird das Berliner Amtsgericht beschäfti gen. Ein Hauswirt in Moabit hat einen Mieter, dem die Wohnung zum Oktober gekündigt worden ist, auf Schaden. ersag verklagt, weil der Mieter die Mietslustigen ungefragi auf Mängel aufmerksam macht, so aß sich die Wohnung nicht vermieten läßt. Der Wirt steht auf dem Standpunkt, daß solche Belehrungen, weil sie nicht erfordert wurden, un zulässig sind. Man darf gespannt sein, wie sich dazu das Gericht stellen wird. Nab und Fern. Eine Tragödie, die in ihren Einzelheiten ebenso son derbar wie schrecklich ist, wird aus Liverpool gemeldet. Dort fiel es Nachbarn auf, daß das alte Ehepaar Shortis, das ein kleines Häuschen für sich bewohnte, sich seit einer Reihe von Tagen nicht blicken ließ. Man pochte heftig an die Haustür Stelle tritt be mar von Lei Goelbi zu Para alles still. Endlich öffnete man gewaltsam. Ein schrecklicher Anblick bot sich den Eintretenden: Am Fuß der Treppe lag der alte Shortis und über ihm die schon in Verwesung übergegangene Leiche seiner Frau. Aus den verwirrten Angaben des alten Mannes ging hervor, daß seine Frau, wäh. rend sie sich ihm voran in das in der Mansarde belegene Schlafzimmer begeben wollte, die Treppe herab und mit voller Wucht auf ihn gestürzt war. Er war unter ihr liegen geblieben und konnte infolge seiner großen förperlichen Schwäche sich nicht erheben. Seine schwachen Hilferufe verhallten un. gehört. So lag er mehrere Tage lang mit der Leiche seiner Frau, die sich im Sturze das Genick gebrochen hatte, über lich hilflos und verlassen da. * Parole ,, Prinz Heinrich!" Eine bemerkenswerte Ehrung für den Prinz- Admiral Heinrich von Preußen, hat auf besondere Veranlassung des Kaisers am Freitag stattgefunden. Bekanntlich vollendete Prinz Heinrich an diesem Tage sein 41. Lebensjahr. Aus diesem Anlaß lautete für sämtliche Garnisonen, einschließlich der Hafenſtandorte die Parole: „ Heinrich, Prinz von Preußen!" Beiläufig bemerkt, hatten zu Ehren des prinzlichen Geburtstagskindes in Kiel und Wilhelmshaven die fiskalischen und zahlreiche Privatgebäude geflaggt. Ein schweres Eisenbahnunglück ereignete sich kurz hinter der Station Großlichterfelde- Süd der Berlin- Anhalter Bahn. Ein von Berlin abgelassener Personenzug stieß mit einem Schnellzug aus München zusammen. Die Lokomotiven und die beiden ersten Wagen des Personenzuges wurden beschädigt, von den Insassen des Personenzugs wurden drei Personen schwer, 5 leicht verlegt. ernannt. ** Dire Gießener Gewer forben. In Gerichtspraxis d als Gerichtsschre fetretär in Gieße ber Gewerbebant zum großen Tei sielle Fundierun Wagner infolge ein, die ihm ** Mess ** Für die Manöverzeit. Aus Anlaß der bevorstehenden großen Herbstübungen sind die Orts- und Gemeindevor teher angewiesen worden, in Bekanntmachungen dafür zu orgen, daß die vom Militär vorzugsweise zu schonenden Rändereien durch mit Stroh umwundene Kreuze an einer Stange zu bezeichnen sind. Auch sind die Einwohner darauf ufmerksam zu machen, daß das Vieh während der Weide zuverlässige Beaufsichtigung erhält. Die Kosten für das ventuelle Einfangen von Vieh, welches, durch das Militär schen geworden, davongelaufen ist, hat der Eigentümer ſelbſt zu tragen, ebenso das Entgelt für Flurschäden, welche die Durchgänger auf ihrer Flucht verursacht haben sollten. Stellen m Gelände, deren Betreten für Mann und Pferd gefährlichk st, sind durch schwarze Flaggen deutlich kenntlich zu machen, 3. B. Moorbruch, nasse Wiesen, Kies- und Lehmlöcher. Wer Diese Vorsichtsmaßregeln außer acht läßt, kann gewärtig sein, Daß ihn die Militärbehörde für dadurch entstandene Schäden haftbar macht. Der Zusammenstoß wurde, wie jetzt bekannt wird, durch grobe Fahrlässigkeit des Münchener Zugführers herbei. geführt. Der von Berlin kommende Zug mußte infolge eines Brückenbaus auf eine kurze Strecke das linke, für die entgegengesette Fahrtrichtung bestimmte Gleis benußen. Mit Rücksicht hierauf besteht die dienstliche Vorschrift, daß vor dem Passieren der kritischen Stelle gehalten werden muß. Gegen diese klare Vorschrift hat der Lokomotivführer des Münchener Schnellzuges gefehlt. Er fuhr, trotzdem der Führer des Berliner Zuges das Haltesignal gab, mit voller Gewalt aus die Maschine des Personenzuges auf. Der Zusammenpral war denn auch, troßdem der Berliner Zugführer sofort Gegendampf gab, furchtbar. Der erste Wagen 3. Klasse des Personenzuges wurde fächerartig zusammengedrückt. Der Münchener Zugführer wurde sofort verhaftet. Zwischen den Stationen Fallersleben und Isenbüttel hätte es durch Fahrlässigkeit ebenfalls zu einem großen Eisen. bahnunglück kommen können. Ein von Berlin fommender zum Sonntag g Lindenplay in Gebrauch mach Spengler Aretic daß dieser schwe mußte. Der T Schulferien- Statistik. Von verschiedenen Schulinspek Honen ist angeordnet worden, daß seitens der Lehrer eine Aufstellung darüber anzufertigen ist, wieviel Schüler verreist varen, ob an die See, ins Gebirge, oder aufs Land und inwieweit die Reise auf das Befinden des Schülers eingewirk! jat, unter Berücksichtigung dessen, ob die Schüler an Körperjewicht zugenommen haben. Bei diesen Ermittlungen scheint es sich um eine allgemeine Statistik zu handeln, da sowohl im Osten als auch im Westen des Reiches die gleiche Aufforderung an die Lehrer gestellt worden ist. ** Zum Schug der Brieftauben hat der Verband deutscher Brieftauben- Liebhaber- Vereine für das laufende Jahr Prä nien im Gesamtbetrage von 3000 Mark für das Abschießen nd Fangen von Wanderfalken, Hühnerhabichten und Sper berweibchen ausgesetzt. Diese Summe gelangt Anfang De zember zur Verteilung, und zwar 2400 Mark nach dem Verhältnis der eingelieferten Fänge, während 600 Mark zu Sonderprämien an die höchstbeteiligten Schüßen verwendet werden. Außerdem wird für jedes Paar Wanderfalfenfänge ine Zusatzprämie von 1 Mark vorabgezahlt. Bunte Chronik. Die in den Posener Ueberschwemmungs jebieten infolge des Hochwassers vorgekommenen Krankheits älle sind, wie amtlicherseits konstatiert wird, nicht Typhus ondern ein leichtes Schlammfieber. betr.. Leute, wel Straße Wortwed entfernt worden feitig auf der der Regel Schlin Wie uns furz Gestochene feine ben 30er Jahr - Aus den Alpen kommen schon wieder zwei Nachrichter > on tötlichen Abstürzen. Bei Engelberg fiel sich beim Edel veißpflücken ein junger Mann namens Kuster zu Tode uni im Säutis wurde ein zwanzigjähriges Fräulein Klaege jerschmettert aufgefunden. " Kunft und Wissenschaft. * Unfu junger Mann einer dortigen großen Mensche und beläftigte. * Streit in ber fog. D eine feinen Geg eine stark bluter dessen in der chaftsstreit war CB. Fünf Millionen für das Aufführungsrecht des Parsifal" bietet jetzt der Operndirektor Couried aus Newyork Frau Cosima Wagner an. Bekanntlich haben deutsche Bühnenwerke in Amerika keinen Urheberschutz und so will jetzt Dr. Couried auch ohne Erlaubnis der Familie Wagner den„ Parsifal" in Newyork zur Aufführung bringen. Er wurde deshalb in deutschen Blättern heftig angegriffen, veil man einem ausdrücklichen Wunsch des Bayreuther Meisters zufolge, seinen„ Parsifal" nur im Bayreuther Festspielhaus spielt. Direktor Couried erklärt nun auf diese Angriffe folgendes:" Ich erkläre hiermit öffentlich, daß ich bereit vin, Frau Wagner sofort den Betrag von 5 Millionen Mark zu erlegen, falls sie mir das Aufführungsrecht für Parsifal" für die in Europa geschüßten Staaten überläßt. Nun, ich weiß ia. daß dies ausgeschlossen ist, erkläre aber nochmals, daß ich mich beim Worte nehmen lasse." Ob's virklich Ernst ist? ** Die g fahrer, welch von dem Wettlä Eportplag ftat recht intereffant diefes franzöfifd digteit nach de anuertennen, legte. So wie fehen von etw In einem Hau belgische Läufe Aircher( 22 Runden und fe zweite und let botte Driegue Rennfahrer B je 22 Runden Laufer Erfter, nabe 3 Runt fahrer fich gu * Der K Generalversam bon Gravelotte der Mitglieder * Dem Kriegertar in Bingen treten 38 Begi baß im laufen neu in den 2 nichtjährigen GB find im Borträge geha ausgabt. Der an; die Beter ift eine Stapit Man, daß es als Reserve 250 M. ber Berteilung gel Der Voransch t In de Grünberg drei Bigjährigen p Der Baum ein Batte er doch welcher fiel. ade bei einem Ourde: hierbei Le ist der Un etöteten Tiere verschiedenen lüdlicherweise gpersonal mil Lokales. Gießen, 17. August. ** Der Großherzog hat dem Gräflich SolmsLaubachschen Oberforstmeister Thum das Ritterkreuz 1. Kl., dem Jäger Krauß das Silberne Kreuz des Verdienstordens Philipps des Großmütigen, und den Lakaien Kna u und Göbel das Allgemeine Ehrenzeichen verliehen. ** Am Montag, 7. September, und Dienstag, 8. September findet bekanntlich die 12. Ordentliche Hauptversamm lung des Verbandes Deutscher Gewerbevereine zu Mainz statt. Dies ist die erste Hauptversammlung, welche der Verband unter der Vorortschaft des Hessischen Landesgewerbevereins abhält. r Geschwister elgrader Ge berstorbenen uf die Sacht, den Bürgern und die den Württemberg enstübung bei erfolgten bei ment) Maffen wies fid) als ig fatfräftige en ein großer die Angaben on 89 Fällen Das GenteI bor. Sienrat Schuly nach England schaft hierbon Er will sofort t. In Eng die sich der Abreise von in Wilmers iteren Prozeßen ebenso son meldet. Dort ortis, das ein ter Reihe bon n die Haustür Ein schred Fuß der Treppe in Verwesung Derwirrten An ne Frau, wäh * Universität Gießen. Einen Ruf als außerordentlicher Professor der Rechtswissenschaft nach Greifswald hat Professor Dr. Erich Jung angenommen; an dessen Stelle tritt der außerordentliche Professor Paul Kretschmar von Leipzig. Zum Ehrenmitglied des Museu Goeldi zu Pará in Brasilien wurde Prof. Dr. Sievers ernannt. * ** Direktor Wagner, der frühere Leiter der Gießener Gewerbebant, ist gestern im 66. Lebensjahre verstorben. In Gießen geboren, legte er nach einer gründlichen Gerichtspraxis das Gerichtsschreiber- Examen ab, war dann als Gerichtsschreiber in Herbstein tätig, danach als Polizeisekretär in Gießen, bis er vor 27 Jahren in die Verwaltung der Gewerbebant eintrat. Die Gewerbebant verdankt ihm zum großen Teil mit ihre heutige Größe und gute finanzielle Fundierung. In der letzten Generalversammlung fam Wagner infolge eines Augenleidens um seine Pensionierung ein, die ihm auch bewilligt wurde. den *** Messerstecherei. In der Nacht von Samstag zum Sonntag gerieten mehrerr Arbeiter auf dem Gießener Lindenplatz in Streit, wobei einer derselben vom Messer Gebrauch machte und solches seinem Gegner, Spengler Kretschmar von hier, so in die Seite stieß, so daß dieser schwer verletzt in die Klinik verbracht werden mußte. Der Täter, von auswärts, wurde verhaftet. Die betr. Leute, welche vorher in einer Wirtschaft der Dammjarde belegene straße Wortwechsel gehabt und vom Wirt aus dem Lokal und mit voller ihr liegen ge entfernt worden waren, verfolgten und belästigten sich gegenichen Schwäche seitig auf der Straße, was bei derartigen Vorkommnissen in berhallten un der Regel schlimmere Ausschreitungen zur Folge hat. Wie uns furz vor Redaktionsschluß mitgeteilt wird, ist der Gestochene seinen Verlegungen erlegen. Kretschmar stand in den 30er Jahren, ist verheiratet und Vater eines Kindes. r Leiche seiner en hatte, über bevorstehenden Gemeindevor igen dafür zu zu schonenden euze an einer vohner darauf id der Weide sten für das das Militär entümer felbft - ** Unfug. In der Nacht auf Sonntag verübte ein junger Mann am S.ltersweg, welcher hemdärmelig aus einer dortigen Wirtschaft gekommen, groben Unfug und einen großen Menschenauflauf dadurch, daß er Passanten anrempelte und belästigte. Anzeige ist erhoben. * Streit. Sonntag nachmittag kamen zwei Arbeiter in der sog. Drillergasse in Gießen aneinander, wobei der eine seinen Gegner gegen die dortige Mauer warf, daß dieser eine stark blutende Wunde am Kopfe davontrug, und folge= ferd gefährlich deſſen in der Klinik verbunden werden mußte. Ein Wirtschaftsstreit war vorausgegangen. en, welche die sollten. Stellen lich zu machen, hmlöcher. Wer gewärtig fein, ndene Schäden n Schulinspet er Lehrer eine Schüler verreift ufs Land und ers eingewirk Ter an Körper tlungen scheint da sowohl im Aufforderung and deutscher e Jahr Prä as Abschießen en und Sper Anfang De arf nach dem 600- Mark zv Ben verwendet derfalfenfänge ſchwemmungs n Krankheits nicht Typhus ei Nachrichter ch beim Edel zu Tode uni ulein Klaege .ft. ungsrecht des Couried aus nntlich haben heberschutz und is der Familie hrung bringen. ig angegriffen, Des Bayreuther im Bayreuther t num auf diese on 5 Millionen entlich, daß ich rungsrecht für aten überläßt. erfläre aber laffe." Ob's ** Die großen Fußwettläufe gegen Rad fahrer, welche gestern, Sonntag nachmittag, veranstaltet von dem Wettläufer Ortègue aus Paris, auf dem Gießener Sportplag stattfanden, waren in den einzelnen Nummern recht interessant. Man muß offen gestehen, die Leistungen dieses französischen Wett-, richtiger Dauerläufers, sind hoch anzuerkennen, zumal wenn man bedenkt, daß Ortègue Müdigkeit nach den einzelnen Rennen gar nicht an den Tag legte. So wie er die Rennen begann, ebenso munter, abgesehen von etwas Schweiß, verließ er die Bahn auch wieder. In einem Hauptrennen starteten Ortègue( 10 Runden), der belgische Läufer Diebel( 9/2 Runden) und der Motorfahrer Kircher( 22 Runden). Drtègue schlug den Motor um 3 Runden und seinen belgischen Gegner um 4 Runden. Das zweite und letzte Hauptrennen war noch spannender; hier hatte Drtègue mit 10 Runden den bekannten Gießener Rennfahrer Phil. Bauer und den Motorfahrer Kircher mit je 22 Runden gegen sich. Auch in diesem Rennen war der Läufer Erster, der Fahrer blieb um eine und der Motor um nahe 3 Runden zurück. Bemerkt sei noch, daß der Ra.- fahrer sich gut ins Zeug legte. * Der Kriegerverein Gießen hält morgen eine Generalversammlung ab, anschließend daran wird der Tag von Gravelotte gefeiert werden. Ein zahlreiches Erscheinen der Mitglieder ist darum erwünscht. ** Dem Protokoll über den Delegiertentag der Ariegerfameradschaft Hassia, der am 14. Juni in Bingen stattfand, entnehmen wir: Es waren vertreten 38 Bezirke mit 2005 Stimmen. Dr. Vogt teilte mit, daß im laufenden Jahre 9 Vereine mit 334 Mitgliedern neu in den Verband aufgenommen wurden. Als Ort des nächstjährigen Verbandstages wurde Groß- Umstadt gewählt. Es sind im verflossenen Winter auf Verbandskosten 189 Vorträge gehalten worden und dafür ca. 1600 Mt. verausgabt. Der Voranschlag schließt sich seinen Vorgängern an; die Beteranenunterstützungen sind erhöht worden. Es ist eine Kapitalanlage von 4000 Mt. vorgesehen und hofft man, daß es gelingt, dieselbe noch zu vermehren. Aus dem als Reserve eingestellten Betrag von 1686,50 Mt. sind 250 Mt. verwandt worden zu einer in den Vereinen zur Verteilung gelangten Broschüre, die.eichstagswahl betreffend. Der Voranschlag samt dieser Extraausgabe wurde genehmigt. †† In der Nacht von Freitag auf Samstag zogen über Grünberg drei Gewitter weg. Der Wind hatte einen fünfzigjährigen Apfelbaum bei der Kirche abgefnickt. Zwar ist der Baum ein„ Wilder", doch das fünfzigjährige Jubiläum hatte er doch noch mitfeiern dürfen. Es ist der erste welcher fiel. ** Hundesport. Auf der am 15. und 16. August| nach Bad Orb geschickt hatte, mit einer jungen Dame und abgehaltenen Internationalen Hunde- Ausstellung zu Fürth in Bayern wurden die Hunde nachfolgender Gießener Aussteller prämiirt: Rauhaarige Pinscher- Hündin Meta( Besizer Bäckermeister Gg. Forbach) 1. und Ehrenpreis; glatthaariger Pinscher, Seft( Besizer A. Schwan) 2. Preis; Dopermannpinscher- Hündin, Hetti( Besizer Gärtner Karl Volt) zwei 1. und einen 2. Preis. ** Großherzige Stiftung. Frau Rentner Passet in Darmstadt ließ dem Tierschußverein für das Großherzogtum Hessen in ihres verstorbenen Gatten und ihrem eigenen Namen die beträchtliche Summe von 1000 Mark als Geschenk zur kräftigen Unterstüßung seiner Bestrebungen übermitteln. ** Auf der Jagd nach einem Mann befinden sich zwei Frankfurter Mädchen, deren Ansprüche in einem Inserat des„ Fr. G." in nachfolgendes Verschen gekleidet find: Zwei hübsche gebild. Mädchen, Wohnhaft im hiesig. Städtchen, Die suchen einen Mann, Der sich sehen lassen kann, Israelit muß er sein, Vermögen, hübsch und fein. × Heuchelheim, 16. August. Heute gab es hier große Kirmes, und was das heißt„ Heuchelheimer Kirmes" davon gab die ungeheure Menschenmasse aus Stadt und Land wieder einen treffenden Beweis. Waren schon zu Fuß viele Gäste aus der Stadt herbeigeeilt, so brachte die Kleinbahn noch eine stattliche Menge Kirmesbesucher. In nicht weniger als sechs Gastwirtschaften wurde zum Tanz aufge= spielt und fand somit die Jugend reichliche Gelegenheit sich dem Tanze hinzugeben. Aber auch für die Allerjüngsten dem Tanze hinzugeben. Aber auch für die Aйerjüngsten war reichliche Unterhaltung geboten. denn in den Straßen waren allerlei Verkaufsbuden aufgestellt auch fehlte das Karoussel nicht. X Rodheim a. B., 16. August. Das am heutigen Tage hierselbst abgehaltene Missionsfest hatte sich eines überaus zahlreichen Besuches zu erfreuen. Für beide Gottesdienste waren auswärtige Prediger erschienen, welche willige Zuhörer fanden. Vor allem aber fanden die Gesänge des Allendörfer Gemischten Chores" sowie die trefflichen Einlagen unseres Posaunenchors ungeteilten Beifall. In früheren Jahren wurde das Missionsfest für den Bezirk Rodheim alljährlich am 3. Pfingstfeiertage gefeiert. " Lumda, 17. Aug. Gestern fand unter reger Beteiligung der Einwohner, sowie zahlreicher Gäste aus den Nachbarorten, unsere diesjährige Kirmeß statt. Der FestDer Fest wirt, Herr Müller, hatte es sich angelegen sein lassen, mit dem Besten aus Küche und Keller aufzuwarten. Munter schwang sich die tanzlustige Jugend im Rigen bis zur späten Stunde. Laubach, 16. Auguft. Eine Deputation des hiesigen Kriegervereins legte heute Morgen am Kriegerdenkmal in Erinnerung an den für die hessische Division so denkwürdigen Schlachttag von Gravelotte einen Kranz nieder. Morgens fand Festgottesdienst statt, an dem der Kriegerverein vollzählig teil nahm. Nidda, 14. Auguft. Gegenwärtig wird hier ein mehrwöchiger Instruftionskursus für Handarbeitslehrerinnen der Volksschule des Kreises abgehalten. Herr Schulrat Buß eröffnete den Kursus, den Fräulein Schön von Büdingen leitet. Es nehmen 9 Lehrerinnen daran teil; der Kursus dauert drei Wochen, es wird den Teilnehmerinnen eine staatliche Subvention gewährt. Zweck des Kursus ist einheitliche Gestaltung der Methode des Handarbeitsunterrichts. ** Schlitz. In den Gemeinden Sandlofs, Queck u. Langenschwarz hat ein Händler aus Köln über 200 Zentner Heidelbeeren von Beerensammlern eingekauft. Es wurde für das Liter 8 Pfg. bezahlt. Möscht, 15. Aug. Gestern wurde ein hiesiger Landwirt so von einem seiner Pferde geschlagen, daß er alsbald seinen Geist aufgab. Muschenheim, 16. Aug. Bei der am 12. d. Mts. stattgefundenen Wahl von drei Gemeinderatsmitgliedern, wurden gewählt die Herren Otto Roth, Heinr. Becker 2r. und Karl Weisel 2r. Die Beteiligung war eine sehr leb= hafte. * Friedberg, 15. August. An dem Hause des Kaufmanns Fertsch entdeckte man bei der Wiederherstellung von Anstreich- und Verpusarbeiten an dem Eichengebält ſchöne, guterhaltene Holzschnißereien aus dem 17. Jahrhundert. Man hat dieselben nun wieder vollständig vom Verpuz befreit und mit den alten Farben gestrichen. Butzbach, 16. August. Der für den 20. August angesette Schweinemarkt soll unter Beobachtung der vom Großh. Kreisamt angeordneten Schußmaßregeln stattfinden. ** Ilbeshausen, 14. Aug. Der Mitinhaber der früher hier bestandenen Molkerei von Schulze u. Greßmann, Herr Schulze, beabsichtigt in unserem Dorf wieder eine Molkerei zu errichten und weilt gegenwärtig hier um von der Gemeinde zu diesem Zwecke Gelände zu erwerben. Unser Dorf ist dann in der glücklichen Lage zwei Molkereien zu besitzen. Herr Greßmann soll beabsichtigen in Gedern eine Molkerei zu errichten. == Crainfeld, 16. Aug. In Nieder- Moos wollen die Landwirte eine Molteret mit Handbetrieb errichten. Es giebt also eine Molkerei in kleinstem Maaßstabe. < Wiesbaden, 14. Aug. Bei der Submission auf die Maurerarbeiten für die hiesige Oberrealschule betrug das Angebot des Mindestfordernden 160 000 Mt., dasjenige des Meistfordernden 255 000 Mt. Kommentar überflüssig! ** Frankfurt a. M., 16. August. Auf dem hiesigen Centralfriedhofe wurde mit den Fundamentierungsarbeiten zu dem Denkmal begonnen, das die Stadt ihrem Ehrenbürger, dem früheren Oberbürgermeister und Finanzminister Dr. v. Miquel errichtet. * Hanau, 16. August. Ein in Kasselstadt wohnender Buchhalter verschwand, nachdem er seine Frau zur Erholung einem einer Kasse gehörigen Geldbetrage. ** Münster bei Bingen, 16. August. Am Freitag machte unsere Schule einen Ausflug. Glücklich und wohlbehalten langten Lehrer und Schüler abends wieder per Bahn an. Da passierte noch im letzten Augenblick ein Unglück. Ein Knabe von 11 Jahren machte das Coupè von der vertehrten Seite auf, sprang heraus und fiel vor einen vorbeifahrenden Schnellzug. Die Maschine schleuderte ihn bei Seite. Der rechte Arm war am Ellenbogen total abgequetscht. Es ist fraglich, ob der Junge mit dem Leben davonkommt Litterarisches. Als Kinder Klavierschule präsentiert sich der unlängst erschienene 24. Band von" Tonger's TaschenAlbum"( P. J. Tonger, Köln). Es war eine gute Idee des Verfassers, Heinr. Bungart, seinem Werkchen die oft bewährten und auf den Lernenden sehr anregend wirkenden ,, 100 Erholungen" von Czerny und andere instruktive Stücke des großen Wiener Klavierpädagogen zu Grunde zu legen, des gesuchtesten Lehrers seiner Zeit, der selbst Liszt und Thalberg zu seinen Schülern zählte. Der Preis von Mt. 1 bei 240 Seiten Umfang, schon fartoniert, ist von verblüffender Billigkeit. Markt. * Wetzlar, 15. August. Auf dem hiesigen Wochenmarkt kostete das Pfd. Buter 1,05 bis 1,10 Mt., Eier das Std. 6 Pfg. und 2 Std. 13 Bf. ** Obstmarkt. Der Wochenbericht der Zentralstelle für Obstverwertung Frankfurt a. M. vom 10. bis 15. Aug. besagt: Troß der ungünstigen Witterung war das Geschäft auch in dieser Woche äußerst lebhaft. Die Umfäße waren recht bedeutend. Die Nachfrage nach fast allen Obstarten ist sehr stark. Die Durchschnittspreise betrugen: Johannisbeeren 13 Mart, Stachelbeeren 12 Mart, Heidelbeeren 10/2 Mark, Himbeeren 18-20 Mart, Aprikosen 35-40 Mart, Reineflauden 17-50 Mart, Mirabellen 18-25 Mart, Pflaumen 8-12 Mark, Frühbirnen 9-16 Mart, Frühäpfel 10-15 Mart, alles pro 50 Kilogramm. Arbeitsnachweis der Stadt Gießen Gartenstraße Nr 2( Bürgermeistereigebäude) Zimmer Nr. 14. Es tönnen eingestellt werden: 10 Pferdeknechte, 3 landwirtschaftliche Arbeiter, 2 landwirtsch. Mägde, 1 Zementmüller, 4 Erdarbeiter, 1 Kunstschlosser, 1 Bauschlosser, 1 Tapezierer, 8 Schreiner, 1 Drechs ler, 2 Blaser, 1 Spengler, 7 Hausburschen, 1 Restaur.- Köchin, 20 Dienstmädchen gegen hohen Lohn für hier und auswärts, 1 besseres Kindermädchen, 3 Lauffrauen, 1 Blätterin nach ausw. Lehrlinge: 2 Bäcker. Es suchen Arbeit: 2 Pferdeknechte, 1 landwirtsch. Arbeiter,( leichte Arbeit), 1 Gartenarbeiterin, 2 Kutscher, 1 Schmied, 1 Installateur, 3 Spengler, 1 Maschinist oder Heizer, 2 Maschinen3 Buchbinder, 1 Packer oder Lagerarbeiter, 4 schlosser, Schreiner, 1 Weißbinder, 1 Lackierer, 2 Glaser, 1 Küchenchef, 1 Sellner, 3 Hausburschen, 2 Schreibgehülfen, 3 Dienstmädchen, 1 Stüße der Hausfrau, 1 Kinderfräulein, 2 Kindermädchen, 4 Lauffrauen, 1 Laufmädchen, 4 Waschfrauen, 1 Büglerin, 2 Weißzeugnäherinnen, 1 Flickerin. Lehrlinge: 1 Schreiner für auswärts. Berantwortlich: für den politischen und Inseratenteil Albin Klein; für das Bokale, den Gerichts." und" Deffentlichen Sprechsaal": Fr. Oppermann Drud und Berlag der Gießener Verlagsbruderei( vorm. Wilh. Keller), Gießen. Ein wirklich guter Kaffee- Zusab ist Pfeiffer& Diller's Kaffee- Essenz Niemals trinkt man sich diese zu wider; dabei genügt eine Messerspize voll f. 6-8 Tassen. Ein uns zugekommener Brief lautet wörtlich: Herrn Franz Wilhelm, Avotheker, f. u. t. Hoflieferant in Neunkirchen, Niederösterreich. Piesting. Ich ersuche Sie freundlichst, mir zwei Packete Wilhelm's antiarthritischen antirheumatischen Blutreinigungs- Thee mit Postnachnahme zu schicken. Jeder von den Vielen, welche zu mir fommen, sagt, ich solle ihm einen solchen Thee besorgen. Ich danke Ihnen daher für dieses Wunder= mittel, Gott möge es Ihnen vergelten. I weiß es, daß es für mich das beste Mittel ist. Ich danke Ihnen nochmals für Ihr gutes Mittel, denn ich weiß es schon, ich bin diesen Winter drei Monate trank gelegen. Ihr Wunder- Thee hat mich gesund gemacht. Ich wollte es, es möge jeder frante Mensch diesen Wunder- Thee einnehmen. Mit aller Achtung Mathias Steiner. Bestandteile: Innere Nußrinde 56, Walnußschale 56, Ulmenrinde 75, franz. Orangenblätter 50, Eryngiiblätter 35, Stabiosenblätter 56, Lemns blätter 75, Bimnistein 1-50, rotes Sandelholz 75, Bardannawurzel 44, Caruɣ= tourzel 3-50, Radic. Cariophyll. 350, Chinarinde 350 Eryngiwurzel 57, Fenchelwurzel( Samen) 75, Graswurzel 75, Lapathewurzel 67, Süßholzwurzel 75, Sassaparillwurzel 35, Fenchel röm. 3.50, weiß Senf 350, Nachtschattenstengel 75. Die Bestandteile sind nach einem eigenen Verfahren geschnitten und getrocknet, wodurch der Heilwert speziell erhöht ist. Nicht zu verwechseln mit gewöhnlicher Handelsware. me the chin dh do com o am I mod Nur so lange Vorrat reicht: Echte Chevreaux- Damen- Halbschuhe in vollständiger Lederausführung offeriert das Paar zu 4,50 Mark Firma A. Springmann. Bahnhofstrasse 58. Schuhlager. Bahnhofstrasse 58. Giessen. Giessen. Beste und billigste Bezugsquelle für sämtliche Schuhwaren. k Krieger- Verein. Dienstag, den 18.1.Mts.. abends 9 Uhr im Vereinslokal Hauptversammlung verbunden mit der Gravelottefeier. Um zahlreiches Erscheinen wird ersucht. Der Vorstand. Grosse Würzekraft! Nur tropfenweise zu verwenden ist MAGGI'S Suppen- u. SpeisenWürze. In Originalflaschen und nachgefüllt empfohlen von Joseph Seeler, Ludwigstrasse 20. Giessen. Für Magenleidende. Allen denen, die sich durch Erfältung oder Ueberladung des Magens, durch Genuß mangelhafter, schwer verdaulicher, zu heißer oder zu falter Speisen oder durch unregelmäßige, Lebensweise ein Magenleiden, mie: Magentatarrh, Magenkrampf, Magenschmerzen, schwere Verdauung oder Vers schleimung zugezogen haben, set hiermit ein gutes Hausmittel empfohlen, dessen vorzügliche Heilsame Wirkungen schon seit vielen Jahren erprobt sind. Es ist dies das Verdauungs- und Blutreinigungsmittel, der Hubert Ullrich'sche Kräuter- Wein. Dieser Kräuter- Wein ist aus vorzüglichen, heilkräftig befundenen Kräutern mit gutem Weine bereitet und stärkt und belebt den ganzen Verdauungsorganismus des Menschen ohne ein Abführmittel zu sein. Kräuterwein beseitigt alle Störungen in den Blutgefässen, reinigt das Blut von allen verdorbenen krankmachenden Stoffen und wirkt fördernd auf eine Neubildung gesunden Blutes. Durch rechtzeitigen Gebrauch des Kräuter- Weins werden Mgenübel meist schon im Reime erstickt. Man sollte also nicht fäumen, seine Anwendung allen anderen scharfen, äßenden, Gesundheit zerstörenden Mitteln vorzuziehen. Alle Symptome wie Kopfschmerzen, Aufstoßen, Sodbrennen, Blähungen, Yebelkeit mit Erbrechen, die bei chronischen( veralteten) Magen leiden um so heftiger auftreten, werden oft nach einigen Mal Trinken beseitigt. Stuhlverkopfung und deren unangenehme Folgen, wie Beklemmung, Solikschmerzen, Herzklopfen, Schlaflosigke t, sowie Blutanstauungen in Leber, Milz und Pfortadersystem( Hämorrhoidalleiden) werden durch Kräuter- Wein rasch und gelind beseitigt. Kräuter- Wein belebt j.dwede Unverdaulichkeit, verleiht dem Verdauungssystem einen Ausschwung und entfernt durch einen leichten Stuhl alle untauglichen Stoffe aus dem Magen und Gedärmen. Hageres, bleiches Aussehen, Blutmangel, Entkräftigung sind meist die Folae schlechter Berdauung, mangelhafter Blutbildung und eines tranfhaften Zustandes der Leber. Bei gänzlicher Appetitlosigkeit, unter nervöser Abspannung und GemütsverNimmung, sowie häufigen Bopfschmerzen, schlaflosen Nächten, fiechen oft solche Kranke langsam dahin. Kräuter- We'n giebt der geschwächten Lebenskraft einen frischen Impuls. Kräuter- Wein steigert den Appetit, befördert Verdauung und Ernährung, regt den Stoffwechsel fräftig an, beschleunigt und verbessert die Blutbildung, beruhigt die erregten Nerven und schafft dem Kranken neue Bräfte und neues Leben Zahlreiche Anerkennungen und Dankschreiben beweisen dies. BräuterWein ist zu haben in Flaschen à Mr. 1.25 und Mt. 1.75 in den Apotheken von Gießen, Großen- Linden, Wehlar, Fro hausen, raunfels, Butzbach, Brandoberndorf, Gladenbach, Weilburg, GroßenBuseck, Allendorf, Grünberg, Lich, Hungen, Laubach, Bad- auheim, Marburg u. 1. m., sowie in allen größeren und kleineren Orten ganz Deutschlands in den Apotheken. Auch versendet die Firma Hubert Ullrich, Leipzig, Weststrasse 82", im Engiosverkauf 3 und mehr Flaschen Kräuterwein zu Originalpreisen nach allen Orten Deutschlands portound kisteirei. Mindestquantum im Engrosversand also drei Flaschen. Vor Nachahmung wird gewarnt. Dan verlange ausdrücklich Kräuterwein. Hubert Ullrich, schen Mein Kräuterwein ist kein Geheimmittel; feine Beſt d tele find: Mal gamein 450,0, Weinsprit 100,0, Glycerin 100,0, Roto in 240,0, bereschenfaft 15,0 Rischsaft 320,0, Fenchel, Anis, Helenenwurzel, amerif. raftwurzel, Enzianwurzel, Kalmuswurzel aa10,0. Diese Bestandteile mische man Schändlich betrogen t jeder, dem att bes Don ihm gewünschten Rattenmittels Es hat geschnappt fillschweigend etwas an deres als Ersatz oder ebensogut verabfolgt wird. Die Unfenntnis des Publikums wird vielfach von gewiffenlosen Derfäufern dazu mißbraucht, Surrogate an den Mann zu bringen, well mehr daran verdient wird. Man verlange aus drücklich ,, Es hat geschnappt". Wer fich vor Enttäuschungen bewahren will, sein Gehöft, seine Stallungen, Dorratsräume von Ratten befreien will, der fann nichts anderes wählen, als das für Haustiere und Geflügel absolut unschädliche, für Nagetiere todbringende Es hat ge schnappt". Nur echt in plombierten Padungen à 50 Pfg., 1, 3.- und 6. Mr. Wo nicht zu haben, weisen wir bereitwilligst Bezugsquellen nach. Wilh. Anhalt G. m. b. H., Kolberg. Brima C Noch 10 tüchtige Arbeiter für sofort gesucht. Gebr. Kahl, Gießen. Meldungen auf dem Kieslagerplay an der Margaretenhüt e. Große mährische Malzfabrik sucht geeigneten Vertreter. Offerten u., Malzfabrit 5316" befördert Rudolf Mosse, Wien, I., Seilerstätte 2. Ein braver Junge aus achtbarer Familie kann unter günstigen Bedingungen die Konditorei erlernen, auch als Volontär eintreten. Konditoret Amend, Gießen Jugendliche Arbeiter für leichte Arbeit gesucht Gießen, Schillerstraße 18. Hoher Nebenverdiens d. Vertrieb leicht verf. Artitel J. Müller, Jlversgehofen- Erfurt Bu vermieten: Neuen- Bäue 11 Hinterh., 3 Zimmer m. Küche u. Zubeh. per 15. Spbr. ev. f. zu verm chöne Mansardenwohnung zu vermieten. Gießen. Schüßenstraße 15. I. wet Zimmer und Küche zu Zwet Simu Rodbeimerstroke 29. Parterre Wohnung, 5 Zimmer mit allem Zubehör, Garrenanteil. sowie Trockenboden, zu vermieten. Näh Gießen, Neuenweg 28. 4-5- Zimmer- Wohnung, Bleich straße 17, part., zum 1. Oktober zu vermieten. Näheres nebenan Löberstraße 26, parterre. Gießen. ung in verkehrsreicher Grummetgras- Versteigerung. der Stadt Gießen. Montag, den 24. und Dienstag, den 25. August, jedesmal vormittags 9 Uhr beginnend, soll das Grummet gras von den städtischen Wiesen, von dem Friedhof, von den Anlagen vor dem Friedhof und von den Wieseckböschungen meistbietend versteigert werden und zwar: Montag, den 24. Auguft: a) an Ort und Stelle von den Wiesen vor der Neustadt, von den Wieseckböschungen, sowie von der früher Pascoe'schen Wiese; b) am Neuenwegertor von den Wiesen im Heegstrauch, im Rußland und in der Stephansmark; c) an Ort und Stelle vom Friedhof und von den Anlagen vor dem Friedhof; d) im Philosophenwald, nachmittags 2 Uhr, von den Wiesen im Fürstenbrunnen, im Wiesecktal, von zwet Hospitalwiesen und von zwei Pfarreiwiesen in der Gemarkung Wieseck, sowie um 5 Uhr von ca. 16 Morgen Wiesen in der Schwarzlach. Dienstag, den 25. August: e) von den Ochsenwiesen, einer Hospitalwiese, von den Wiesen im Stolzenmorgen, am Utersbrunnen und Altentisch; f) nachmittags 2 Uhr, von den Wiesen in der Ge markung Rödgen; g) nachmittags 21 Uhr, von den Wiesen in der Gemarfung Alten- Buseck; h) nachmittags 3 Uhr, von den Wiesen in der Gemarfung Großen- Buseck. Die Zusammenkunft ist am 24. August am Neustädtertor und am 25. August in den Ochsenwiesen. Die Gr. Bürgermeistereien der umliegenden Orte werden ersucht, Vorstehendes in ihren Gemeinden bes fannt machen zu lassen. Gießen, den 15. August 1903. Der Oberbürgermeister Mecum Grummetgras- Versteigerung. Freitag, den 21. August 1. Js., Vormittags 9 Uhr läßt die Aktien- Brauerei Gießen das Grummetgras ihrer Wiesen in 22 Parzellen meistbietend versteigern. Der Anfang wird bet der„ Schönen Au s- sicht" gemacht. Aktien- Brauerei Gießen. Außer den von mir seither geführten Bieren bringe Laden mit einer WohnKartoffel Straße in Grünberg gesucht. jetzt auch Speise- u. Salatkartoffel zu den billigsten Tagespreisen empfiehlt J. Hankel Schloßgaße Gießen. gegen Blutstocku nz Hilfe 99 Erwig, Hamburg, Bartholomeusst. 57. Geld" giebt Selbstgeber reelle Leuten Bleufch, Berlin Wilhelmhavenerfir. 33n., Rückv. Off. u. L. W. mit Preisangabe an d. Erp. d. Bl. erbeten. M öbl. Zimmer eventuell mi 2 Betten sofort zu vcrm. Gießen, Marktstraße 11. Mainzer Aktienbier beliebt wegen seines reinen, milden Geschmackes und weil chlofftelle zu berm. Näh. es außerordentlich gut bekommt, zum Verkauf und empfehle dasselbe die Gir Gießen, Weßsteingasse. 7. in Bett mit Kaffee zu ver= mieten Gießen, Ludwigsplatz Nr. 4, H. 1. Städtisches Tüchtige Erdarbeiter Schlachthaus. werden sofort angenommen. Baugeschäft H. Winn, Gießen. Maurer, Handlanger, Tagelöhner gesucht Aug. Scheppelmann. Baugeschäft. Gießen. 1/1 Flasche zu 18 Pfennig 1/2 9 " " Wiederverkäufer erhalten Rabatt. Zugleich bemerke ich, um Täuschungen und Verwechselungen vorzubeugen, daß nur mir allein die Vertretung der Mainzer worden ist. Schlachthaus. aktien- Brauerei für Gießen und Umgegend übertragen Heute und Morgen. Schweinefleisch 50 Pf. Der Verkauf des Fleisches findet während der Marktzeit in der großen Schlachtviehhalle statt. Restaurant zum Tannhäuser Frankfurterstr. 81. Gießen Frankfurterstr. 81. nächster Nähe der neuen Kliniken empfiehlt seine geräumigeu Lokalitäten, nebst Gartenwirt. schaft zur gelegentlichsten Benutzung. Gotthilf Röhrle Bier- Großhandlung. Marburgerstraße 7. Telephon 344. Gießen. Markt 7 Fritz Eccarius Markt 7 ( Wilhelm Orbig Nachfolger) Küchenlampen Guten bürgerlichen Mittagstisch. Zum Ausschant Stehlampen kommt das berühmte Göbels- Bier. Schönste Aussicht ins Lahuthal. Flaschenbier auf Bestellung frei ins Haus." Um gütigen Zuspruch ladet ein Hängelampen Georg Kraft, Wirt. Beste abſolute XXXXXXXXXXXXXX Spezial- Geschäft für Taschen- und Weckeruhren, Uhr- Ketten. Carl Geismar, Uhrmacher. Seltersweg 46. Seltersweg 46. ( XXX) XXXX Eilt! In wenigen Tagen! Eilt! Garantiert Ziehung 22. August 1903 II. Wohltätigkeits Geld- Lotterie = des Strassburg- Neudorfer k. Arbe terheims u. Männervereins Nur Geld- Gew. 2490 Baar ohne Abzug M. 41000 Hauptgew. baar ohne Abzug M. 15 000 Los 1 M., 11 L. 10 M.; Porto u. Liste 25 Pf. extra, empfl J. Stürmer, Lott. General- Agent, Strassburg i. E. und alle mit diesen Losen und Plakaten kenntlichen Verkaufsstellen. Chaisenlaternen, Petroleumempfiehlt: GATENT unter Garantie. von Mr. 0.50 bis Mr. 3.50 bun 2.00 bis " t. 40.box 2.00 bis mr. 80.fichere Sturmlaternen. ete Motardterzen. Öfen u.-Kocher Elektrische Lampen. Gaslampen. tote Ratten - pro Cag sur Strede gebracht großartig in der Erfolg- bin die Ratten los 30 Ratten in furzer Zeit tot- findet bei meinen Kunden großen Unklang 2c., so und ähnlich heißt es immer in den glänzenden Zeugnissen über„ Es hat geschnappt". Wo feine Ratte mehr in die falle geht, wo Giftbroden nicht mehr angerührt werden, da wird das von den schädlichen Nagetieren mit wahrem Heißhunger gefressene, für Haustiere und Geflügel absolut unschädliche Es hat geschnappt" staunend wirken. Nur echt in plombierten Padungen à 50 Pfg., 1.-, 3- und 5.- mt. Man lasse sich nichts anderes aufreden. Wo nicht zu haben, weisen wir bereitwilligst Bezugsquellen Wilh. Anhalt G. m. b. G., Ostseebad Kolberg. Für Bäcker! Brotpreis- Formulare hält stets am Lager nach. die Expedition, Teil seiner überaus Don Tosfana, daß sie mit RüdTeresina lebie io entferntete Boitverbins ficht auf die das weggefallen waren, batte er seine Tochter zu sich berufen, uire beträchtlichen Befizungen ou achen. fie anzuerkennen und ihr den meifelte Nr. 191. Montag den 17. Auguft པ་ ་ amili 1903.