nicht bb ich man es Den Lasso am als Seffel im Hintergrunde der Loge nieder, Frau! Da hätte man ja die sandare im recht wüßte." Dabei ließ er sich pürte. Unb auf einem Munde, ehe die Hände in die Taschen vergraben, die Beine lang ausgestreckt und schien von nun an mit äußerster Aufmerksamkeit einzig die Konstruktion der Decke zu studieren. Was auf der Bühne vorging, fümmerte ihn augenscheinlich eine folche unten Pflicht, der und ich mich bisher leichtfertig fen und eventuell wieder gut erau pri Eltern sie dir bitteres Unrecht!" schloß er, Voreltern von dir taten Willen fortger in machen?" tahl? Wer fann mich heute wieder zum ehrlichen mant vielleicht! Wer schafft Beweise, daß ich das Bild end eine in at!!! wiederholte der alte Mann schneien. weicher werdende Stimmung er ich meine anzen sein e lassen. Ach, bie eigene benn ihr das gelänge! Ueberzeugung innerer Frieda ging die Königgräßerstraße dicht Heinliche Gerebe retten, und beaten ha an In ihren den beplötzliche Einsamkeit ringsum. tiefen Gedanken empfand sie weder reiften Rasenplähen des Tiergartens entlalte, noch die brau Die Ein Herr kam ihr entgegen, eine hohe Gestalt mit smart über den stay tuyen. Zum erstenmate jajamie sie sich ihrer B wirklich eine andere geworden? schlecht um ihre Selbständigkeit bestellt. Lächeln über sie herzufallen. Es war doch noch sehr schien ihre Kühnheit erraten zu haben, und mit spöttischem War sie mit dem ersten Ungehorsam gegen Zucht und Sitte strickten Handschuhen befleideten Finger wieder im Muffteit und verstedte bie mit ben von ber Tante selbst- Jeder Vorübergehende marren Sie mir nicht verraten, in welcher r. 89 bonnementspreis: in Siegen, abgeholt monatlich 50 Bfg., e Haus gebracht 60 Pfg., burch die Boft bezogen viertel jährlich Mt. 1.50. Bratiebellagen: Oberheffische Familienzeitung( täglich) Oberheffische Beitschrift für Landwirtschaft, Obst- und Bartenban, sowie die Gießener Seifenblasen( wöchentlich). Das Blatt erscheint an allen Berttagen nachmittags Freitag, den 17. April 1903. Gießener 12. Jahrgang. Juiertionsprei: Die einspaltige Petitzeile für Gießen wi ganz Oberbeffen, die Kreise Weglar und Marburg 10 fg fenfi 15 Pfg.; Reklamen die Petitjeile 30 resp. 40 is Bofzeitungsliste No. 8809. Redaktion und Expedition: Gießen Rexenweg 20 Fernsprechenflug Ar, 308. Neuelle Nachrichten ( Gießener Tageblatt) Anabhängige Tageszeitung ( Gießener Zeitung) für Oberheffen und die Kreise Marburg und Wetzlar; Lokalanzeiger für Gießen und Umgebung. Enthält alle amtlichen Bekanntmachungen der Großh. Bürgermeisterei Gießen und anderer Behörden von Oberhessen. Das Wahlreglement. Zum Wiederzusammentritt des Reichstages. Unser parlamentarischer Mitarbeiter schreibt uns: In der nächsten Woche werden die Reichstagsboten wieder in Berlin versammelt sein, um den Rest der Parlamentsarbeit aufzuräumen. Man nahm ursprünglich an, die Sigung werde nur wenige Tage dauern und besonders funbige Leute flüsterten sich mit verschmißtem Lächeln man hätte ganz gut mit den Arbeiten noch vor Ostern fertig werden können, wenn das Haus solange getagt bätte, wie die preußischen Abgeordneten. Allein man wolle im Interesse der leichteren, genauer gesagt, billigeren Wahlagitation nach im Vollgenuß der Freifahrfarten bleiben. Diese Annehmlichkeit dürfte indes nur einen fleinen Teil der Abgeordneten treffen. Als das haus in die Osterferien ging, war es wirklich reif ur Festruhe. Die von der Sozialdemokratie mit befonderem Interesse beachteten Entwürfe wären jedenfalls nicht so glatt durchgegangen, wie der Etat, der zu einer rein formalen Erledigung gekommen ist. Namentlich beim kran tentassengesetz war eine Anzweiflung der Mehrheit jicher. Jit der bevorstehenden Kehraustagung aber werden vir einige Tage lang volle Häuser haben, denn hier muß über das Wahlreglement entschieden werden, an den schließlich, weil es unter Umständen den Wahlausfall entscheidend beeinflussen kann, alle Abgeordneten ein sehr wesentliches Jnteresse haben. Im Anfange war die Regierung wohl zu der Auffassung geneigt, daß auf dem Wege der Verordnung die Wahlsicherung eingeführt averden können; allein sehr bald regten sich namentlich auf freisinniger Seite Zweifel an der Zulässigkeit dieses Berfahrens, denen sich auch die Konservativen anschlösHen. Insbesondere fällt schwer ins Gewicht, daß der mate Modus eine neue Gelegenheit zu Wahlanfechtungen schafft, die sich, wie die ,, Nordd. Allg. 3tg." zugibt, Sehr erheblich vermehren werden. Außerdem bestehen moch Meinungsverschiedenheiten bezüglich der zweckmäDigsten Art, wie die Wahlsicherung technisch durchgeFuhrt werden kann, bei deren Feststellung das Parlament eben alls mitwirken will. Unter diesen Umständen wird auch eine einmalige Lesung nicht genügen, sondern es wird jedenfalls eine Kommission eingesetzt werden, die Fich mit der Sache eingehend befassen wird; es werden Fonach drei Lesungen staitfinden. Ob das eine Vertagung Bis zum Sanft Nimmermehrstage bedeutet, wird von Der Geduld, oder der Ungeduld der Reichsboten in Der bevorstehenden Tagung abhängen. Auf alle Fälle rväre es nicht erwünscht, wenn etwa die Meinung, die mamentlich in Kreisen der linksstehenden Parteien vertreten wird, Bestätigung finden sollte, die Meinung nämLich, daß die Mehrheitsparteien fünstlich eine BeschlußunFähigkeit herbeiführen und dann diese zur Hinderung Der Gesetzwerdung benutzen würden. Wir glauben auch im Ernste nicht, daß das zu erwarten ist, denn dadurch würde den Minderheitsparteien eine der wirksamsten Waffen für den Wahlkampf an die Hand gegeben werben. Wir sehen jonach einer gründlichen Beratung der Balage, infolgedessen aber auch einer Verlängerung Der Tagung über die ursprünglich geplanie Dauer hinLus entgegen. Die„ Hufteilung der Welt"! CB. Weltumfassenden Plänen dient nach der Melbung eines Londoner Mitarbeiters mehrerer deutscher Bitter die Reise König Eduards. Der Londoner Jourmalist will von unterrichteter Seite erfahren haben, Rinig Eduard wolle bei seinem Besuche in Rom und Baris die ägyptische, tunesische und marokkanische Frage besprechen. Italien soll einen Streifen von Tunis erbalten, bezüglich Marokkos heißt es, daß dieses Land och nicht ,, offupationsreif" ist, aber England habe mts dagegen einzuwenden, wenn Französisch- Algier bis Fun Riffgebirge und Melilla ausgedehnt werde. Damit ht genug: auch die Aufteilung Persiens will König Eduard angeblich in Paris und Rom vorschlagen. Peren soll nach diesem Vorschlage in zwei Teile geteilt werden, der nördliche soll der Kontrolle Rußlands, der dliche der Kontrolle der indischen Regierung unterllt werden! So die sensationelle Meldung. Juwieweit sie sich au tatsächliche Vorgänge stüßt, läßt sich nicht mit Sicherheit beurteilen. Möglich wäre es schon, zum Teil uch wahrscheinlich, daß derartiges im Werke ist. Nur Die persische Idee scheint höchst verdächtig. König Edutrd soll, wie der Korrespondent meldet, in seiner Bɔtschaft an das Parlament, in der merkwürdigerweise bon all diesen Plänen Mitteilung gemacht werden soll, virtlich der Ueberzeugung Ausdruck gegeben haben, er eider festen Zuversicht, daß seine Mission in Paris und Rom erfolgreich sein werde. Vielleicht täuscht er sich auch hierin. In Paris wenigstens beginnen die Nationalisten einen heftigen Zeitungskrieg gegen König Eduard, den sie als den Herrscher der verhaßten„ Eeeräubernation" verunglimpfen. Aber selbst wenn der Britenherrscher in Rom und Paris Glück hätte, immer wird er sich sagen müssen, daß zunächst Rußland in eine Teilung Persiens mit England als Partner schon deshalb nicht willigen wird, weil es mit jedem Tage der Erwerbung ganz Persiens sicherer wird. Was soll es teilen, wo es alles haben fann? Auch für eine Befürwortung eines solchen englischen Vorschlages wegen Persiens durch die verbündeten Franzosen würde Rußland nur ein kühl ablehnendes Achselzucken haben. Mit der persischen Teilungsidee wird es also unter feinen Umständen etwas werden. Und ob die anderen englischen Vorschläge die Billigung der Italiener und Franzosen finden werden, ist, wie gesagt, auch noch zweifelhaft, zumal da auch noch andere Mächte dabei ein Wort werden mitreden wollen. Auch Mächte, die weder in Aegypten, noch in Tunis, noch in Marokko birekt interessiert sind, werden mit einer solchen Gebietserweiterung und solchem Machtzuwachs für England, Frankreich und Italien nicht ohne weiteres einverstanden sein, z. B. Rußland. Man wird also an der Themse sich mit seinen Wünschen schon etwas bescheiden müssen. Auch wenn diese Weltteilungspläne erfolglos bleiben, die Engländer tönnen auch so schon mit dem Ergebnis der Reise König Eduards zufrieden sein. Inzwischen ist nämlich das Protokoll des Abkommens zwischen England und Portugal bereits unterzeichnet worden und wartet nur noch der Ratifikation in London. Es betrifft die Benutzung der Häfen von Lissabon und Oporto durch England, falls sich die Notwendigkeit hierzu herausstellen sollte, sowie die endgiltige Abtretung von Beira und der Delagoabai an das Britenreich. Das ist, wie wir schon neulich sagten, ein bedeutender britischer Erfolg. Für uns Deutsche freilich ist bies Delagoabaigeschäft nichts weniger als erfreulich; und obenein sollen wir bei der neuen Weltverteilung völlig leer ausgehen! Aber trösten wir uns dieser Weltverteilungsbrei wird nicht so heiß gegessen werden, wie er gekocht wird! Die Politik. Ein neues Heiratsprojekt für den Kronprinzen. Die freiwilligen Heiratsvermittler in der britischen und dänischen Presse sind nach wie vor eifrig am Werke, für den deutschen Kronprinzen eine passende Gemahlin ausfindig zu machen. Eben war erst noch Prinzessin Mexandra von Cumberland die angeblich dem fünftigen deutschen Kaiser Auserwählte, jetzt soll es schon wieder Brinzessin Thyra von Dänemark, die Tochter des dänischen Kronprinzen sein. Alle diese Weissagungen stüßen sich darauf, daß Kaiser Wilhelm in seinem Danktelegramm an aönig Christian die Worte gebrauchte, er werde sich fortan in der dänischen Königsfamilie als ,, ein Sohn im Hause" fühlen. Als ob diese Wendung nicht eine andere, einfachere Deutung zuließe! Zu dem deutsch- amerikanischen Zwischenfall auf der Carolineninsel Ruk bringt jetzt die Nordd. Allg. 8tg. eine offiziöse Mitteilung, wonach die Verhaftung von vier eingeborenen Missionaren durch den ,, Cormoran" sich bestätigt. Die Verhaftung erfolgte, nachdem durch verschiedene Zeugen festgestellt worden war, daß die vier sich ungebührlicher Aeußerungen gegen die deutsche Regierung und der Aufreizung der Bevölkerung schulbig gemacht haben. Die vier Eingeborenen wurden nach Ponape, dem Sig der Regierung, gebracht. Da sowohl sie wie der amerikanische Missionar auf Rut, Stimson, ihre Verfehlung bestritten, hat sich der Kaiserliche Vizegouverneur von Ponape zur Untersuchung der Angelegenheit selbst nach Ruf begeben. Sein Bericht kann hier nicht vor Anfang Juni erwartet werden. Serbische Prahlereien. OKönig Sascha der Kleine hat sein zehnjähriges Regierungsjubiläum dazu benußt, um bei der Galatafel etwas mit dem Säbel zu rasseln. Er führte aus, heute sei bie Lage ernst. Für alle Balkanvölker nahten verhängnisvolle Zeiten. Mit dieser Eventualität müsse Serbien rechnen und im gegebenen Augenblick den Beweis erbringen, daß es der großen Vorfahren würdig sei. Wenn Serbien sich allzu mausig machen sollte, wird der Zar bohl nicht lange die Knute feiern lassen. Die inneren Zustände Serbiens sind nach wie vor recht übel, und Alexander würde besser tun, hier Besseres zu schaffen, als mit dem Munde den großen Kriegshelden zu spielen. Der Karthäuserskandal in Frankreich. = Präsident Loubet ist in Algier eingetroffen. Dabei gab es einen merkwürdigen Zwischenfall. Beim Empfang der algerischen Behörden sprach der Vorsitzende der Fi nanzdelegation sein Bedauern darüber aus ,, an der Seite des Präsidenten Loubet nicht den Gouverneur Revoil begrüßen zu können, dessen unerwarteter Rücktritt große und berechtigte Erregung hervorgerufen habe. Der Redner hob rühmend Revoils Hingabe für die Interessen Algeriens hervor. Revoil hat, wie gemeldet, plößlich zurücktreten müssen, weil er den Sohn des Ministerpräsidenten Combes der bekannten finanziellen Durchstechereien mit dem Karthäuserorden verdächtigt haben sollte. Zu dieser heiflen Bestechungsaffäre wird jetzt noch bekannt: Der Starthäuserpriester Rey teilte dem ,, Gaulois" mit, eine mit zahlreichen Senatoren und Deputierten in Beziehung stehende Persönlichkeit habe Ende Februar dem Prior des Ordens im Namen einer parlamentarischen Gruppe folgenden Vorschlag gemacht: Der Karthäuserorden möge 300 000 Francs sofort bezahlen, um die Mitglieder der parlamentarischen Gruppe zu verpflichten, die Genehmigung des Gesuches der Starthäuser in der Deputiertenkammer zu sichern. Sodann sollten die Karthäuser zwei Millionen Francs für den Wahlfonds der parlamentarischen Gruppe zahlen! Der Prior habe den Vorschlag abgelehnt. Der Polizeipräfekt von Grenoble wird jetzt an die Karthäuser die Aufforderung richten, ihr Kloster zu verlassen. Die Mönche sollen entschlossen sein, dieser Aufforderung nicht nachzukommen. Voraussichtlich wird es also wieder zu heftigen Krawallen kommen. Der Bürgerkrieg in San Domingo dauert ungemindert fort. In der Nacht vom Sonntag auf Montag und am Montag früh hat wiederum ein Stampf um den Besitz der Hauptstadt stattgefunden. Einige Personen sind getötet, viele verwundet worden. Die Regierungstruppen wurden nach anfänglich gewonnenen Vorteilen wieder zurückgeschlagen und auch aus dem Fort San Carlos wieder herausgetrieben. Vor der Stadt liegt zum Schutze der deutschen Interessen der deutsche große Kreuzer ,, Vineta", auch der Panther" kreuzt in der Nähe. Kurze politische Nachrichten. * Die Wahl des freisinnigen Abgeordneten und Stadtfämmerers Ehlers in Danzig zum ersten Bürgermeister der Stadt ist bestätigt worden. * Der italienische Minister des Aeußeren, Prinetti, soll nun tatsächlich seine Entlassung eingereicht haben, weil seine Genesung sich noch immer verzögert. * Die Meldung, der eben ins Amit getretene bulgarische Kriegsminister Sawow habe seine Entlassung eingereicht, wird bestritten. Da Fürst Ferdinand von Bulga rien nach Mentone abgereist ist, dürfte eine Ministerkrise tatsächlich nicht bestehen. Hof und Gesellschaft. Der Kaiser besichtigte gestern bei der gewohnten Promenade durch den Tiergarten ein Modell zu der Jugendstatue Kaiser Wilhelms I. auf der Luiseninsel und hörte dann im Schloß Vorträge. Am 22. d. M. tritt ber Monarch seinen Jagdausflug zur Wartburg an. Auf der Rückkehr von dort gedenkt er, den Schießplaz in Kummersdorf zu besuchen. *** Die kaiserlichen Prinzen August Wilhelm und Dstar, welche gegenwärtig in Begleitung ihres Gou. berneurs, des Majors von Gontard, in Straßburg im Els. weilen, wo sie beim Gouverneur General v. Sid abgestie. gen sind, unternahmen gestern( Donnerstag) einen Aus. flug nach der bei Schlettstadt gelegenen, dem Kaiser gehöri. gen Hohkönigsburg. Nab und fern. † Das deutsche Haus auf der Weltausstellung in St. Bouis wird eine ziemlich getreue Nachbildung des Charlottenburger Schlosses bieten. Die Pläne sind dem Kaiser vom Reichskommissar Lewald vorgelegt und genehmigt worden. Am Montag Abend begibt sich der Reichstommissar aufs neue nach St. Louis, über Newyork und Washington. Es heißt, daß er vom Kaiser mit einer Mission an den Präsidenten Roosevelt betraut iſt. )( Die Essener Soldatentragödie. Das Begräbnis des von dem Fähnrich zur See Hüssener erstochenen Kanoniers Hartmann sand in Essen unter großer Anteilnahme der Bevölkerung statt. Vom Fußartillerieregiment Nr. 7 war eine Deputation, bestehend aus dem Hauptmann und Kompagniechef Neumann, sowie 1 Feldwebel, 2 Unteroffizieren, 2 Obergefreiten und 2 Mann erschie nen. Zur Aufklärung des furchtbaren Falles finden unausgesezt Vernehmungen statt, die Kriegsgerichtsrat de Barey aus Kiel leitet. XX Ein Zwischenfall auf dem Bremer Antialkohol: tongreß wurde durch Dr. med. Fröhlich aus Wien veranlaßt, der es für eine Pflicht der Antialkoholisten erklärte, die Arbeiter in ihrer Lohnbewegung zu unterstüßen, damit sie sich bessere Existenzbedingungen schaffen könnten. Es wurden Stimmen laut, die sich dagegen bervahrten, daß politische Reden an jener Etelle gehalten vürden. Schließlich verließ Admiral Thomsen, ein warmer Anhänger der Antialkoholbewegung, unter heftigem Protest die Versammlung. (-) Schneestärme im Oberharz wüten seit mehreren Lagen derart, daß Weg und Steg ungangbar sind und die Post wie im strengsten Winter auf Schlitten befördert werden muß. Aber selbst diesen fällt es schwer, durchzutommen. An einigen Stellen des Brockenfeldes liegt der Schnee über ein Meter hoch. (?) Verhafteter Mörder. In Frankfurt a. M. wurde der neunzehnjährige Tischlergeselle Toni Detroit aus Sablon bei Met verhaftet, der, wie erinnerlich, in der Nacht zum 2. April in Sponsheim bei Bingen seine Tante ermordete und beraubte. Detroit hat die bedzutenden Summen, die ihm in die Hände fielen, mit Dirnen verpraßt bis auf 1300 Mart, die die Polizei noch bei ihm fand. Unter anderem hatte sich der Mörder auch ein Automobil gekauft, in dem er stolz im Lande umherfuhr. )( Ein schauriger Fund in Konit. Wie die ,, Ostdeutsche Tageszeitung" meldet, wurde im Abort der städtischen Bolksschule zu Konig eine Anzahl menschlicher Knochen, darunter ein Schienbein, aufgefunden. Näheres sei noch nicht bekannt. In der Stadt herrsche Erregung, da man ben Fund mit der Ermordung Winters in Zusammenhang bringe. Eine Schreckensnacht auf See verlebten drei Warnemünder Knaben, die abends in einem Kleinen Boot bor den Hafen hinausgefahren waren und infolge ungünstigen Windes nicht wieder zurückkehren konnten. Die Hermsten trieben immer weiter ab. Der Wind artete zum Südweststurm aus, die Kälte und ein heftiges Schneegestöber brachte die hilflosen Kinder fast zum Erstarren. Ein Dampfer fuhr dicht an den Knaben vorbei, ohne sie zu bemerken. Schließlich wurden sie um 11 Úhr vormittags von einem großen Lotsenbost aufgefunden, das zu ihrer Rettung ausgesegelt war. Die Kinder, im Alter von 8-11 Jahren, waren völlig erschöpft und mußten nach der Rückkehr nach Warnemünde sofort in ärztliche Behandlung gegeben werden. ::: Radiumminen in Sibirien entdeckt. Die Petersburger Nowoje Wremja bringt die sensationelle Nachricht, daß ein russischer Ingenieur in Sibirien reiche Lager von Radium entdeckte. Die Lager befinden sich allerdings in einer ganz öden Gegend, ohne jegliche Ansiedelung, dennoch glaubt die Zeitung an eine große Bedeutung dieser Entdeckung, wegen der enormen Kosten von chemisch hergestelltem Radium. In (:::) Eine Stadt durch einen Drtan zerstört. Townsville, der bedeutendsten Hafenstadt Nord- Queenslands, hat ein Orkan furchtbare Verwüftungen angerichtet. Die meisten Kirchen, die Schulen, sowie zahlreiche Privatgebäude liegen in Trümmern; die abgehobenen Zinkbächer flogen wie Papierbogen durch die Luft. Das einstürzende Krankenhaus begrub die KranTen unter Balfen und Schutt; sechs sind tot und eine große Anzahl verwundet. Nie zuvor ist der blühende Ort von einem gleich großen Unglück betroffen worden. )[ Eine amerikanische Riesenbahn.] Die längste eleftrische Eisenbahn soll diejenige werden, die eine Gruppe amerikanischer Finanzleute von Duluth( Minnesota) nach Galveston( Texas) bauen will. Die Bahn würde 3200 Kilometer lang sein und soll 300 Millionen Mark kosten. (!)[ Ein Platwechsel- Diner] ist die neueste Erfindung eines Newyorker Millionärs. Der Hergang ist nämlich folgender: Man ißt die Austern in einem Restaurant ersten Ranges, geht dann in ein zweites Restaurant, um dort die Suppe herunterzuschlucken, speist in einem dritten Restaurant den Fisch und hat, wenn man beim Kaffee angelangt ist, so ziemlich alle Speisehäuser ersten Ranges, abgegrast". Da aber dieses nomadische Essen etwas unbequem ist, hat man bereits bequemere Varianten eingeführt: man wechselt bei den einzelnen Gängen des Essens nicht mehr die Lokale, sondern nur noch die Pläße, und zwar so, daß jede Dame bei jedem Gange einen anderen Tischnachbarn hat. Eine Wanderung im Vogelsberge. Von H. K. (:)[ Benezolanische Prahlhäus:.] Viel Zuversicht und fühnen Mut hatten die Venezolaner bei den Ereignissen, die sich unlängst vor dem Fort von Maracaibo abspielten. Ein Offizier des deutschen Kanonenbootes ,, Panther" erzählt, daß schon an einem der ersten Tage der Blockade in Caracas, neben hochtrabenden Meldungen über einen großen Sieg, den das Fort gegen uns Savongetragen, Ansichtskarten zum Verkauf gebracht wurden, die den gesunkenen ,, Panther" zeigten, auf dessen aus dem Wasser ragenden Masten stolz die venezlanische Flagge flatterte. Der Offizier eines holländischen Schiffes, dem eine solche Karte in die Hände kam, verständigte nach seiner Rückkehr von Caracas den deutschen Geschwaderkommandanten von dieser Darstellung, und es wurde die ,, Vineta" ausgeschickt, um nähere Mitteilungen einzuholen. Natürlich sand dann das Märchen seine gebührende Aufklärung. (") Revolte in einer Erziehungsanstalt. In der Erziehungsanstalt St. Martinistist bei Nottuln in Westfalen kam es zu einem Aufruhr. Etwa 50 Insassen der Anstalt, meist korrektionsbedürftige Knaben, verlangten warmes Abendbrot und demolierten, als ihnen das Ansuchen abgeschlagen wurde, auf ein gegebenes Zeichen das gesamte Mobiliar des Zimmers und das Inventar der Werkstätten. Hierbei wurde einer der aufsichtführenden Brüder, welcher Ordnung schaffen wollte, verwundet. Die jugendlichen Meuterer ergriffen alsdann die Flucht, doch konnte ein großer Teil von ihnen durch die sofort alarmierte Gendarmerie wieder ergriffen und nach der Anstalt zurückgebracht werden. Die Rädelsführer sind zwar vorläufig entkommen, dürften jedoch auch bald wieder dingfest gemacht werden. (?) Der Bock als Gärtner. Aus Bari in Italien kommt eine ungeheuerliche Nachricht. Ein Krankenwärter des dortigen Armenspitals legte einen 70jährigen Kranken, dessen Absterben ihm zu lange dauerte, lebend in den Sarg und ließ diesen schließen. Die Tochter des angeblich Verstorbenen ruhte aber nicht eher, als bis der Deckel noch einmal geöffnet wurde, und man fand den Aermsten noch lebend in Konvulsionen vor. Erst zwei Tage darauf verstarb er. Der Krankenwärter wurde verhaftet und man hatte Not, ihn der Rache des wütenden Volkes zu entziehen. Bunte Chronik. Auf dem 58. Jahresfestessen des deutscher Hospitals in London brachte der Herzog von Teck einen Trinkspruch auf Kaiser Wilhelm aus. Die Sammlungen betrugen 3298 Pfund Sterling, darunter 200 als Gabe des Deutschen Kaisers und 50 von Kaiser Franz Josef. Ein seit vierzehn Jahren von der Kriminalpolizei gesuchter Kaufmann Gloß, der 1889 seinem Transporteur entsprungen war, wurde in Neuendorf bei Potsdam verhaftet. Gloß besuchte dort seine Ehefrau, die ihn tɔtgesagt hatte und als Witwe lebte. -In Allenstein wurde der 55jährige Altsizer Adam Tell aus Dankheim( Kreis Ortelsburg), welcher in der Nacht zum 30. Juli 1902 seine Ehefrau erwürgt hatte, enthauptet. - Der Jagdpächter Kurrer in Emskeim wurde auf der Jagd meuchlings erschossen. Erst nach fünf Tagen wurde die Leiche gefunden, bis zur Unkenntlichkeit angefressen von dem eigenen Hunde des Getöteten. -In Hannover erschoß der Maschinenbauingenieur Rothhauß aus Ellbringen( Württemberg) seine Geliebte und dann sich selbst. Rothhauß hatte am Tage vorher von seiner Mutter einen Geldbrief mit 320 Mark erhalten und den Betrag bis auf 40 Mark in der Nacht vertneipt. - In Lugano wurden die beiden Hauptschuldigen an dem vor vier Wochen verübten Dreimillionendiebstahl von Cefale verhaftet. - Im Petroleumgebiet von Spindleton( Texas) sind 256 Bohrtürme durch Feuer vernichtet worden. 200 derselben waren im Betriebe. Der Schaden soll sich auf 40 Millionen Mark belaufen. hervor, und steht sehr wohlthuend von der sich grün in grün malenden Landschaft ab. Ein kleines Brücklein führt über die Felda, durch eine Das Thal der kleinen Felda lockte mich eines Tages kurze Wiesenebene wieder zur Höhe und fort geht es am die Postkutsche in Ehringshausen nicht zu besteigen. Der herrlichen mittelstämmigen Buchenwalde gen] Schelln Frühling war erwacht und alles, was noch vor kurzem vom Hausen. Inmitten dieser Strecke liegt jenseitig des hier Winterschlafe befangen, teimte und sproßte in jugendlicher engen Thales, durch überhängende Zweigen lauschig versteckt, Kraft. Die Natur hatte die Fesseln gesprengt und der der sogenannte Backofenhaus teich. In dem Berge Starre den Lebenssaft gespendet, der Frühling hielt seinen ist ein altes Gewölbe eingebaut, welches dem Erdinneren Siegeszug. An der Landstraße zum Pfarr- eine nicht unbedeutende Quelle entführt und den im Teiche dorfe Ehringshausen reihten sich die Obstbäume zum festlichen lebenden Forellen das erwünschte Element abgiebt. Höher Spalier. Der Apfelbaum pruntte mit seinen rosa Blüten hinauf zeugen alte Mauerreste von einer früheren Ansiedegewande wie die Birne in jungfräulichem Weiß, und lung, die im Volksmunde„ Die Ki delsburg" genannt selbst die kleinen Gräser schickten ihre Spißen zum Trieb wird.( Vielleicht früher den Grafen v. Hahn gehörig?) um die soeben sprossenden Blüten der Hecken und Sträucher zu begrüßen.- - Es war ein großes Ringen, alles und jedes reckte und streckte sich und nirgends sah man das nach dem Schlafe so übliche Gähnen. Auch die Sonne hatte sich eingestellt, sie wollte ganz gewiß nicht fehlen, und malte der Landschaft, mit sicherer Künstlerhond, unübertroffene Schatten- - Drunten im Thale lag Ehringshausen, etwas höher das sogenannte Oberdorf, beide wie Herrgottstropfen in dem saftigen Wiesenplane, umrahmt von den schwellenden Buchenwaldungen der Höhenzüge. Eine Glocke läutete den Tag des Herrn und leicht beflügelt fündeten die Lüfte es den Bewohnern,-- da öffnete sich hier eine Thür, dann dort und dort ein Thor- und gemessenen Schrittes- zur sonntäglichen Andacht schritt Alt und Jung zum Kirchlein empor. -Am Wege lag das neue Schulhaus pädagogischideal im Herzen von Eh ringshausen und ist auch in seiner Farbengebung recht dazu angethan, die Herzen im Fluge sich zu erwerben, während das neu erbaute Pfarrhaus mit weißen Verblendsteinen und dunklem Schieferdache schon mehr an den Ernst des Lebens erinnert.-- Oben links an der Höhe, mit Hecken eingezäumt, ist der Ruheplaz des Ortes, weiße Kreuze rufen der üppigen Jugendlust ein ernstes memento mori zu, denen zwei mächtige Tannenkerzen eindrucksvoll assistieren. Die zum Oberndorf gehörigen Gehöfte haben meistens Eichenholzfachwert mit weißgetünchten Feldern, die Dächer rote Biegel und nur wenige Schiefer. Am Ende des Dorfes leuchtet, in freudigem Binnober gestrichen, das Forsthaus Das Farbenspiel erreicht hier den lyrischten Waldeston, alles ist der Minne ergeben. Rechts hat man den Wald und tief unten links die saftigen Wiesen, in denen zeitweise die Felda ihre Kapriolen schlägt und darn wieder träge fließend, wie Blei erglänzet. Die Düfte der Kräuter, Bäume und Blumen schweben zum Aether und ersehen den Lüften was sie an Heilkraft abgeben. Die silbergrauen Buchenstämme, mit seidenweichem Moose besponnen, freiben ihr Geäste erst in bedeutender Höhe zur Entwickelung, gerade, als genirte es sie den Waldteppich mit niederen Gräsern und Blumen teilen zu müssen und doch sind die Gräser, Schlüsselblumen, Maiblumen und Annemonen im Schuß der Riesen so glücklich. Wenn die Winde sich zum Reigen stellen, er scheinen des Waldes Gnomen, dann geht ein Flüstern durch den Wald von früheren Zeiten und Reichen, und fleißig spinnt die gläubige Seele, was man als Märchen schon in Großmutters Stube hörte. Quad Quad- die wirdlichkeit meldet sich, ein kleines Fröschlein ist's, das seinen Jodler jauchst und mit größter Behendigkeit Gemser sprünge nachzuahmen sucht um dann im Gebüsche zu verschwinden. Quad Quad- noch einmal, dann war es still--doch nicht-- noch ein Rascheln, und flugen Auges orientirte sich eine Eidechse ihres Weges, husch husch husch -husch ich war allein... Vor Schellnhausen fand ich ein köstliches Joya, die hohlmühle, von der Felda an die herrlich bewaldete Berglehne gedrückt, entlockt dem Wanderer:" Hier möcht ich wohnen." Schellnhausen gehört schon zur Bürgermeisterei Groß- Felda - | ** Giessener Cagesneuigkeiten. * Zur Reichstagswahlbewegung. In einer Ver sammlung des nationalliberalen Wahlvereins Kassel, in der sich der nationalliberale Gutsbesiger Beinhauer den geladenen Vertretern der konservativen und der freisinnigen Partei vorstellte, gaben die Konservativen die Erklärung ab, daß sie für Beinhauer stimmen würden. Ein Vertreter der Freis sinnigen sprach die Hoffnung aus, daß seine Partei die Kan didatur mindestens nicht stören werde. Reichsbank nebenstelle in 8widau eine Reich: bant Auftrag der Lehre Rennzeichnung" flochten. Kommt da aber noch nicht hin wieder gewaschen u den Bopf geflod Reinlichkeit an, da Fine Hauptrolle in Bonbons. Diese trabiren verwendet Butschen verteilt. RB. Am 1. Mai wird an Stelle der jetzt bestehenden viel Finger geglitt stelle daselbst errichtet, von welcher die Reichsbankneben. ichungsmethode g stellen in Aue, Crimmitschau und Werdau abhängig sind. Die vorgefegte S Wechsel auf Voigtsberg( auch Vogtsberg geschrieben) bei biefem Treiben m Delsnig i. Vgl., welche vom 1. Mai d. J. ab fällig werden, werden von jetzt ab von der Reichsbant angekauft. Sie find an die Reichsbanfnebenstelle zu Delsnig i. Vgtl. zu gierieren. Gestern Vormittag trafen hier in Gießen etwa 60 Teilnehmer des in Mainz stattgehabten 4. Verbands. tages der Hülfsschulen Deutschlands ein, um einer Einladung des Professor Dr. Sommer Folge gebend, dessen Institut die psychiatrische Klinik und deren Einrichtungen in Augenschein zu nehmen. Nach beendetem Rundgang durch alle Stationen der Anstalt versammelte man sich im großen Hörsaal der Klinik, in welchem sich Aus Hell A Garbent um Militär. M bei der Mufferun bas Los auf Erf Sabre vor ** Stodhau tag fand hier Bü Dem fleinen Gem zum Schluß der auch zahlreiche Mitglieder der hiesigen medizinischen Gesell nämlich neben de schaft sowie Angehörige des hiesigen Lehrerstandes eingefunden noch einen ande hatten. Professor Sommer sprach über die verschiedenen Formen der Schwachsinnigkeit und erörterte deren Entstehungs. ursachen. Er behandelte die Hydrofephalitis und wies darauf hin, daß, wenn deren Symptome frühzeitig erkannt würder, die Heifunst eingreifen, den Zustand mildern und günstig beeinflussen fönne, ebenso fönne man bei epileptischen Symp tomen durch Brom, 8infogid, Op'um und Diätbehandlung manches erreichen. Der Redner bemerkte, daß auf diesem Gebiet der Lehrer und der Arzt gemeinsam arbeiten müssen. Professor Sommer besprach dann bie Borreakephalitis, ben Cretinismus und fam donn auf die Mitroaphalie, wobei er an Präparaten, die sich bei dieser Form zeigenden frühen Nathverfröcherungen vorzeigte. Hierbei stellte der Redner der Versammlung eine Batientin vor, der von Geburt an die beiden mittleren Schneidezähne vollständig fehlen und bei welcher in der Mittellinie des Schädels eine deutlich fühlbare Nach sich bemerkbar machte. Die Eigenart des Falles sollte beweisen die Hemmung der Entwickelung in der Mittellinie. Zum Schluß behandelte der Redner noch die Epileptiker und bemerkte, daß seitdem der Staat unbedingt berlangte, daß der hinausziehende Arzt auch in der psychi atrischen Spezialwissenschaft über ein gründlich& Rönnen ver fügen muß und auch auf diesem Gebiet, bei Absolvierung des Staatsexamens geprüft wird, sei in manches besser geworden in Bezug auf die Art und Weise der Behandlung Epilep tifer. Die Aerzte im Lande sie sammeln Erfahrungen, auch die Männer der Wissenschaft seien nicht stehen geblieben, allmählich müsse man dahin kommen, daß man die vielen bedauernswerten Kranten, die mit Epilepsie behaftet sind, auch helfen und heilen könne. Diese Hoffnung hege er, und er wolle wünschen, daß dieselbe sich recht bald erfüllen möge. ** Ueber eine sonderbare Unterrichts mothode einer Frankfurter Lehrerin berichtete vorgest rn auf der Hessischen Konferenz des deutschen evangelischen Schulvereins Pfarrer Frey aus Sprendlingen. Kommt B. ein Kind schmußig in die Schule, dann wird es, im und hatte bis 1872 ein Eisenhammerwerk( Buderus), in dem die von Laubach gekommene Roheisenstücke bearbeitet wurden. So erzählt man auch, daß bei der zwischen Schellnhausen und Ermenrod gelegenen Mühle in früheren Jahrzehnten eine Eisenschmelze gestanden habe, die bei Crmenrod abgebautes Eisenerz, zur Verhüttung gebracht hätte. In Ermenrod angelangt, entbot das Pfarrhaus im landschaftlichen Bilde ein freundliches Will kommen, dem sich die vom Alter angeschwärzten Häuser des Dorfes anschlossen. An einem Eckhause zeugt ein ziemlich bejahrter Aushängewinkel noch recht günstig von dem Schön Die Landstraße heitssinne vergangener Geschlechter. führt in einem großen Bogen nach Groß- Felda, zu deren Bürgermeisterei, außer Schellnhausen, noch Klein Felda gehört. Groß- Felda, ein wieder im Aufblühen begriffenes Gemeindewesen, macht auf den Fremden den Eindruck eines regen Landstädtchens und der, durch die am Eingange ent stehenden, in modernem Sinne belebten Neubauten, nur noch verstärkt werden kann. Hier hat im Anfange und Mitte des vorigen Jahrhunderts industrielles Leben geherrscht. Schuhnagel fabrikation, Branntweinbrennereien, Strumpf- und Leinen Handwebereien und Bierbrauereien waren hier zu Hause, und mußten, wie so vieles andere, in dieser Gegend ohne moderne Verkehrsmittel, dem gewerblichen Fortschritte anderer Lande weichen. Gegenwärtig sucht man diesen Rückgang, und zwar mit Glück, zu hemmen. Groß- Felda ist Siz eines Dekanates, einer gut geführten Spar- und Darlehnskasse, Molkerei und einer vom Ortsgewerbeverein gegründeten Handwerker- Sonn tagszeichenschule. Bedeutende Gehöfte zeugen von der Wohl habenheit ihrer Besizer und in freundlichen Tönen gehaltene Hausanstriche erzählen von Schönheitssinn. Nach etwas Stärfung leczend, ergab die wirtschaftliche Qualität Groß- Feldas ein vorzügliches Resultat, und zu früh am Abend mußte man sich dem Zwange der Postfutsche fügen. Nach 1½ stündiger Fahrt auf dem Bahnhofe Ehringshausen wieder angelangt, ergab sich daselbst noch ein schönes Bild.- Uäh uäh, uäh uäh, erzählten sich die hier der sich auf den beheimateten Pfauen, und einer Schornsteinkopf des Stationsgebäudes geschwungen hatte, prahlt ganz insbesondere mit fines Schweifes Pracht und intonirte dem scheidenden Tage„ Uäh uäh, uäh uah!" buben und bri Winderheit zu Freund, von der baten ist dabei meifter feine Mehrheit der fo Rachbarort zu lo langen und feud Wahl vorüber besen wären nich Groß- Fe unter dem falte martt gute u Breisen, die 10 Mt. billig immerhin noch Sorte foftete Das Pfund Le Aus Mondfinsternis, Einwohner vo Minuten vor 2 Mond über un Sterblichen bur Einwohner erbli Bulunf.( Wir diese gerade z Bergen neh V Frankf fenhause starb Schiffejunge Unvorsichtigkeit einen Schuß i + Main Sufaren Geffen in den Mund Mißhandlungen Leute den Mo haben. Einige bron infolge alteren Mann eingeleitet. + Höch Betriebe des dort beschäftig I herumgefleu i bonfommen. - klu Bestwald. Sie iftäblich heraus 100 Wemeindebacha unbenugt entm Erwärmung d I durch stellt fid Kaff Raifer, der a anwesend fein 1 bat, wie in d geteilt wurde grundfäßlich 1der Manöver merit, daß e fichen Tafel 29. Auguft A Gr gemeldet. erfioren. Die Haft Muszug aus d Der un ftand: bie$ Wehr viel vo Berficherungs würdigt, wie a bie gegen fentlich erm us über die Find und vielf gkeiten. In einer B eins Raffel, in de liftrag der Lehrerin bort gewaschen und gefämmt. Bur lennzeichnung" wird in den Zopf ein Stück Kordel ge ten. Kommt das Kind am anderen Tage etwas sauberer, der noch nicht hinlänglich reinlich zur Schule, so wird es bieder gewaschen und frisirt. Diesmal wird ein Bändchen hauer den geladene rflärung ab, daß f Bertreter der Fr freifinnigen Barden Bopf geflochten. Hält die Besserung in Bezug auf eine Bartei die Sta tlichkeit an, dann giebt's sogar ein Sammetbändchen. in Hauptrolle im Unterricht bei dieser Lehrerin spielen die bonbons. Diese werden zunächst zum Addiren und Subthiren verwendet und dann, nachdem sie durch so und so Zunächst die Frage: Was verstehen wir unter Haft. pflicht? Haftpflicht schließt die gesetzliche Verpflichtung ein, Schadenersaz zu leisten für vorsätzliche und fahrlässige Ver legung des Lebens, der Gesundheit oder des Eigentums dritter Personen. Gegen vorsätzliche Schadenszufügung kann man sich nicht versichern, da dies ein Verstoß gegen die gute Sitte wäre; es handelt sich also nur um die fahrlässige Schädigung anderer Personen an deren Leben, Ges sundheit und Sache und hiergegen giebt die Haftpflicht- Versicherung eine volle Deckung. Darüber kann kein Zweifel bestehen, daß für einen großen Teil des Deutschen Reiches das Inkrafttretn des Bürgerl. Gesetzbuchs ab 1 Januar 1900 eine bedeutende der jet bestehende el Finger geglitten sind, an die Besten als Prämien zum u eine Reichsban utschen verteilt. Die Lehrerin behauptet, mit ihrer Errdau abhängig fin le vorgesezte Schulbehörde, so schloß Pfarrer Frey, bon ie Reichsbantnebehungsmethode große Erfolge erzielt zu haben. Troßdem erg geschrieben) esem Treiben weiß, gibt's weiter Bänder und Bonbons. hat. Nach§ 276 d. B. G.-B. wird nach dem Begriff der 3. ab fällig werde ant angetauft. danig i. Bgtl. Aus Hessen und nachbargebieten. A Garbenteich stellt in diesem Jahre keine Burschen Haftpflicht Versicherung derjenige haftbar, welcher sich eine fahrlässige Handlungsweise zu Schulden kommen läßt und zwar durch Außerachtlassung der im Verkehr erforderlichen Sorgfalt. Hiernach fönnen wir durch das kleinste Verin Gießen etwa 6 Militär. Wie wir in Erfahrung brachten, haben die schulden und das kleinste Versäumen erforderlicher Sorgfalt 4. Verbandi ki der Musterung für tauglich befundenen 14 Mann alle haftpflichtig gemacht werden. chlands ein, un das Los auf Ersazreserve gezogen. Kommt auch nicht alle mer Folge geben Jahre vor. linit und der ** Eltern und Vormünder haben für Verschulden der Kinder und Pflegebefohlenen die volle Verantwortung zu übernehmen. Unsere sozialpolitische Gesetzgebung hat dem Nach beendetn ng fand hier Bürgermeisterwahl statt; wer als Sieger aus Stockhausen b. Grünberg, 17. April. Heute Frei Besitzenden gegenüber dem wirtschaftlich Schwachen die Pflicht it, in welchem si um Schluß der Redaktion noch nicht ermitteln. Man hat lich reden die Zeitungen eine beredte Sprache darüber, in auferlegt, Leßerem bollen Schadenersaß für Schädigung von ed det, Kirchliche Nachrichten. Evangelische Gemeinde. Samstag, den 18. April. In der Stadtkirche. Nachmittags 2 Uhr: Beichte und Vorbereitung zu der mit der Konfirmation verbundenen Abendmahlsfeier. Pfarrer Scheunemann. In der Johanneskirche. Nachmittags 2 Uhr: Beichte uad Vorbereitung zu der mit der Konfirmation verbunden Abendmahlsfeier. Pfarrer Dr. Naumann. Quasimodogeniti, Sonntag den 19. April. Kollekte für die Armen. In der Stadtkirche. Vormittags 9.30 Uhr: Konfirmation der Kinder aus der Markusgemeinde. Feier des heil. Abendmahls. Pfarrer Scheunemann. Abends 6 Uhr: Pfarrer Schlosser. Abends 8 Uhr im Konfirmandensaal: Versammlung der fonfirmitten männlichen Jugend der Matthäusgemeinde. In der Johanneskirche. Vormittags 9.30 Uhr: Konfirmation der Kinder aus der Johannesgemeinde. Feier des heil. Abendmahls. Pfarrer Dr. Naumann. Kinder aus der Zucas- und Militärgemeinde. Pfarrer Euler. Abends 6 Uhr: Pfarrassistent Vogt. Nächstfolgenden Sonntag den 26. April, Konfirmation Geflogenheit, bei Schadensfällen der Kinder aus der Lucas- und Militärgemeinde; im Annach gemein besteht die geflogen hatten ficht nach einem Schuldigen Ausschau zu halten; baher fann leicht Ansprüche verteidigen zu müſſen. Welch ein Aerger und welche Aufregungen sind aber damit verbunden! Klagt der den Fall unserer Freisprechung die Kosten unseres Anwaltes Gegner im Armenrecht gegen une, so haben wir selbst für zu bezahlen. medizinischen Gesel nämlich neben der Kandidatur des bisherigen Bürgermeisters welch scharfer Weise seitens der Gerichte bei zahllosen Proerstandes eingesunde noch einen anderen Kandidaten mit aufgestellt und darum fig und Entfehung Min berheit zu bringen ſei. Die Bartei bes neuen Stanbifig und wis bam haters ift babei auf bie ſchlaue Idee gekommen, einen guten ildern und gün meister seine Etimme geben würde, aber auch damit die tig erkannt wärde Freund, von bem man wußte, daß er bem bisherigen Fürger und Diätbehandlar Rachbarort zu locken und ihn dort beim Bier in einer recht te, daß auf birki langen, und feuchtfröhlichen Geſellſchaft zu halten, bis die am arbeiten müßter Wahl vorüber war. Und da soll einer figen unsere Oberorreafephalitis, te heffen wären nicht schlau! froaphalie, wobei vm zeigenden früher unter dem falten Wetter. Trogdem zeigte der SchweineGroß- Felda. Unser Ostermarkt litt ersichtlich stellte der Neder markt gute Auffahrt. Ler Handel ging flott bei guten der von Geburt Breisen, die aber gegen das Vorjahr im Durchschnitt um ſhändig fehlen 10 et, billiger find. Das Baar Ferkel erſter Güte galt hädels eine deuti immer hin noch den schönen Preis von 60-65 Mt., mittlere Die Eigenart ds Sorte fostete 50-55 Mt., billigere Sorte 40-45 Mt. Entwickelung in der Das Pfund Lebendgewidt foftet zur Beit bis 40 Pf. er Redner noch die 20 ** Aus Sellnrod wird uns folgendes berichtet: Die r Staat unbedingt Momb finsternis, bie vor einigen Lagen stattfand, brachte die auch in der plygi Einwohner von Selinrob in furchtbare Aufregung. blich: Rönnen ber Mir uten vor 2 Uhr morgens beobachtete man hier, wie der ei Absolvierung des Momb über unserem Orte in den Wolfen stand und sich uns es beffer geworden Eterblichen burch die Wolfen als ein Kreuz zeigte. Viele ehandlung Epilep Einwohner erblickten in di sem ein Zeichen feiner angenehmen eln Erfahrungen Zukunft.( Wir hoffen, daß die Einwohner von Sellnrod sich nicht stehen diese gerade zufällige Naturerscheinungen nicht men, daß man die erzen nehmen werden. D. R.) it Epilepfie behaftet V Frankfurt a. M., 16 April. Im städtischen Kranſe Hoffnung bege er lenbauſe ſtarb unter qualvollen Schmerzen der 16jährige recht bald esille Schiff junge Johann Schwahn aus Mainz, der sich aus Unvorsichtigkeit vor einigen Tagen auf einem Schiff in Nizza e Unterricht einer Schuß in den Leib beigebracht hatte. berichtete vorgeft n+ Mainz, 16. April. Zu dem Selbstmordversuch des utschen evangelis Husaren Gessert von der 3. Eskadron 13. H.-R., der sich blingen. Kommi in den Mund schoß, wird jetzt mitgeteilt, daß die fortgesetzten dann wird es, Miß handlungen von Seiten der im 3. Jahre dienenden Leute den Mann zu dem verzweifelten Schritte getrieben haben. Einige Tage vorher ist ein Mann derselben Schwadrom infolge der fortgesetzten Mißhandlungen durch die älteren Mannschaften irrsinnig geworden. Untersuchung ist eingeleitet. werk( Buderus), in Seifenstücke bearbeite bei der zwische gelegenen Wie Telze geftanden habe zur Verhüttung Höchst a. M., 16 April. Auf dem Farbwerk, im Betriebe des Herrn Dr. German, wurde ein erst seit Kurzem ngelangt, entbot da dort beſchäftigter Arbeiter von der Transmission erfaßt und In freundliches herumgeschleudert. Dabei wurde ihm der eine Arm buch. wärzten Häuſer de fäblich herausgeriſſen. Er dürfte kaum mit dem Leben dazeugt ein ziemli ig von dem Schö - Die Landftru coß- Felda, en, noch then begriffenes den Eindrud eine eam Eingangen Infange Neubauten, nur nod bon fommen. Kluge Einwohner hat das Dörfchen Alt im Bestwald. Sie haben ein Badehaus errichtet, das mit dem Gemeindebackhaus verbunden ist. Der bisher beim Backen unbenußt entwichene beträchtliche Teil Wärme genügt zur Erwärmung des Badewassers von 7 Wannenbädern. Dadurch stellt sich der Betrieb sehr billig. Kassel, 16. April. Der Landesausschuß hatte dem Raiſer, der aus Anlaß der diesjährigen Manöver in Kassel anwesend sein wird, ein Festdiner angeboten. Der Kaiser schluß hieran Feier des heil. Abendmahls. Die Beichte hierfindet am Samstag den 25. April, nachmittags 2 Uhr statt. zu Methodistengemeinde, Asterweg 16. Sonntag 19. April, abends 8 Uhr: Predigt. Mittwoch den 22. April, abends 8 Uhr: Bilbelstunde. Brietkasten der Redaktion. L. M., Londorf. Ja freilich, seit Januar dieses Jahres hat der Turngau Hessen eine eigene Zeitung unter Res daktion des 1. Gauvertreters, Herrn Weinhändler Helm Gießen. Die Exp.dition befindet sich Gieß n, Neuenweg 28 Am besten ist's, Sie bestellen sich diese Die Haftpflicht- Versicherung bietet einen wirksamen und vollen Schuß gegen diese Gefahren und leistet alle Entschä fönnen. Kommt es zum Prozeß, so hat die Versicherungsdigungs- Zahlungen für die wir haftbar gemacht werden Gesellschaft diesen zu führen und alle Prozeßtosten zu übernehmen. Was will gegen diese Deckung der großen Haftpflicht- Gefahren der winzige jährliche Brämien- Betrag- Beitung bei der Poſt. Ich bedaure, daß man in Londorf noch druten! Speziell für Landwirte ist die Mannigfaltigkeit der Haftpflichtgefahr außerordentlich groß. Denken wir an die bielen Schutz Vorrichtungen, welche alle landwirtschaftlichen Maschinen gefeßlich erheischen. Es wird wohl Ni mand behaupten wollen, alle so eingeleitet zu haben, daß BetriebsUnfälle ins Bereich der Unmöglichkeit gehören. Wir brauchen gar nicht von besonderen Gefahren der Großlandwirte zu sprechen, da wir nur zu gut wiffen, welchen tausend Mängeln wir auch in fleineren Betrieben im Laufe des Jahres begegnen. Welcher Landwirt wüßte nicht schon von allmählich morsch gewordenen, zersplitterten Leitersprossen zu erzählen, durch die man mit mehr oder weniger Gefahr für das eigene Leben in unsanfte Berührung mit dem Boden kam? Geländer lockern sich, Treppen werden schadhaft, als Vodenbelag dienende Bohlen, Bretter oder Stangen weichen aus, Lucen- ffnungen nach den Heu- und Speicherböden sind schlecht oder überhaupt nicht geschützt und verwahrt, sodaß jeden Augenblick durch Absturz Unglücke passieren fönnen. Nun gar der Beleuchtung der Betriebs- Gebäude zu gedenken! Wie leicht fann es vorkommen, daß gefährliche Geräte, wie Sensen, Eggen u s. w. im Drange der Ernte- Arbeiten weniger sorgsam verwahrt werden, sodaß Menschen und Tiere Gefahr laufen, ernsten Schaden an ihnen zu nehmen Eine ganz besondere Gefahr für den Tiere besigenden Landwirt umfaßt der§ 833 des B. G.- B.: Wird durch ein Tier ein Mensch getötet oder der Körper oder die Ge sundheit eines Menschen verlegt oder eine Sache beschädigt, so ist derjenige, welcher das Tier hält, verpflichtet, dem Verlegten den daraus entſtehenden Schaden zu ersezen." Es ist also durchaus nicht erforderlich, daß den Besitz r des Tieres ein fahrlässiges Verschulden zu treffen braucht, um ihn für den von diesem angerichteten Schaden haftbar zu machen; seine Entlastung tritt nur in dem Falle ein, wenn er imſtande iſt, dem Beschädigten selbst ein Verschulden nachzuweisen. Eine besondere Gefahr darstellendes Tier ist nicht allein das Pferd, sondern auch der Zuchtſtier und der Hund; aber auch durch Kühe und Rinder fönnen Haftpflichtfälle eintreten. Es ist ein alltägliches Vorkommnis, daß Knechte oder sonstige Personen den Auftrag erhalten, Angehörige, Freunde oder Bekannte zur Bahr zu fahren oder von dort heimzufahren. Obschon solche Geschäfte nicht zum reien, Strumpf grundsätzlich keine von den Kommunalständen aus Anlaß dem Besizer der Tiere zu vertreten. Leben geheri geteilt wurde, mit dem Bemerken dankend abgelehnt, daß er Folgen von den hierbei vorkommenden Unfällen doch von ien waren hier der Manöver dargebotenen Festessen mehr annehme, und bere, in dieser Gegerkt, daß er die Mitglieder des Landtages an der faiser wirt sei durch die berufsgenossenschaftliche Versicherung gleichschen Tafel sehen werde. Diese findet voraussichtlich am 19. August dahier statt. Häufig begegn t man der falschen Auffassung, der LandEinen zeitig gegen die gesezt. Haftpflicht- Gefahr gedeckt. größeren Irrtum fann es faum geben. Der Gesundheitsschädigung durch mangelhafte Arbeits- und Schlafräume, Sig eines Delanategemeldet. Aprikosen, Pfirsiche sowie sämtliches Frühobst ist wodurch oft langwierige Krankheiten, Schwindsucht 2c. her rblichen Fortfar üdgang, und staffe, Mollerei Handwerker Som agen von der We den Tönen gehalt nn. ab die wirtschaft 8 Resultat, und auf dem Bahnh fich daselbst noch ange der Poffu A Großer Frostschaden wird aus Rheinhessen froren. Auch die Weinberge haben sehr stark gelitten. die Haftpflichtversicherung des Landwirts. Von Wilh. Hrtenfels, Gießen. Auszug aus dem Vortrag, gehalten in Wagenborn am 8. März 1903. Der uns für heute zur Besprechung stehende Gegenftand: die Haftpflichtversicherung, macht in der neueren Beit sehr viel von sich reden. Der wirtschaftliche Wert dieser Versicherungsart wird lange noch nicht in dem Maße gedaß die gegenüber den früheren gesetzlichen Bestimmungen wesentlich erweiterten Maßnahmen des Bürgerlichen Gesez buchs über die gesetzliche Haftpflicht noch zu wenig bekannt find und vielfach auch noch falsch gedeutet werden. vorgerufen werden, steht die Berufs- Genossenschaft ebenso ableynend gegenüber, wie der Haftpflicht für Personen, welche mit dem Betriebe nur flüchtig in nähere Fühlung tommen, wie Tierärzte, Viehhändler, Megger, Steuerbeamte, Handwerker c. sowie ferner der Haftpflicht beim Verkauf ven landwirtschaftlichen Erzeugnissen als Butter, Eier, Milch, Geflügel u. a. zählten sich die hipürdigt, wie er es verdient. Dies liegt hauptsächlich darin, daß in Schadenfällen forrett und foulant verfahren wird der sich auf d gefchwungen ha chweifes Pracht und th, uäh uah!" Von großer Bedeutung ist es nun, sich bei einer soliden gutfundierten Gesellschaft zu versichern, deren Vermögenslage und Versicherungs- Bedingungen volle Gewähr dafür bieten, und als solche darf in 1. Linie u. A. die allen woh bekannte „ Victoria" zu Berlin, die sich bei forperativer Versicherung von Landwirten durch Billigkeit der Prämien und äußerst günstige Bedingungen auszeichnet, genannt werden. nicht zur Gründung eines Turnvereins tatkräftig vorgegangen ist. Marttbericht. Frankfurter Wichmarkt. Zum Verkauf standen 391 Ochsen 35 Bullen, 453 Kühe und Färfen( Stiere und Rinder), 109 Kälber, 113 Schafe und Hämmel, 1021 Schweine, 2 Ziegen, 5 Schaflämmer. 133 Ochsen aus Desterreich. Bezahlt wurde für 50 Kilo Ochsen: a) vollfleischige, ausgemäitete höchsten Schlachtwertes bis zu 6 Jahren Mt. 70-72, b) junge fleischige, nicht ausgemäſtete Mf. 67-69, c) mäßig genährte junge, gut genährte ältere Mr. 64-66, d) gering genährte jeden Alters Mr. 57-59. Bullen: a) volfleischige höchsten Schlachtwert& Mr. 62-64, b) mäßig genährte jüngere und gut genährte ältere Mt. 59-61, c) gering genährte Mr., ühe und Färsen( Stiere und Rinder): a) volfleischige, aitsgemästete Färsen( Stiere und Rinder) höchsten Schlachtwertes Mr. 62--64, b) vollfleischige, ausgemästete Kühe höchsten Schlachtwertes bis zu 7 Jahren Mt. 59-61, c) ältere ausgemästete Kühe und wenig Aut entwidelte jüngere Kühe und Färs n( Stiere und Rinder) Mr. 48-50, d) mäßig genährte Kühe und Färsen( Stiere und Rinder) Mr. 45-47, e) gering genährte Kühe und Färsen( Stiere und Rind r) Mt.- Bezahlt wurde für 1 Pfund a) feinste Mast ( Vollm.- Mast) und beste Saugfälber( Schlachtgewicht) 85-86 Bfg. ( Lebendgewicht) 51-52 Pfa, b) mittlere Waft und gute Saugfält er ( Schlachtgewich)( 82-84 Pfg,( Lebendgewicht) 50-51 Pfg., c) ge ringe Saugfälber 67-69 Pfg., d) ältere gering genährte Kälber ( Fresser) Pfg., Schafe: a) Mastlämmer und jüngere Mastbämmel 68-70 Bfg., b) ältere Masthämmel 64-66 Bfg., c) mäßig genährte Hämmel und Schafe( Märzschafe) Pfg. Schweine: a) vollfleischige der feineren Rassen und deren Kreuzungen im Alter bis zu 1 Jahren( Schlachtgewicht) 56 Pfg.,( Lebendgewicht) 45 Pfg., b) fleischige( Schlachtgewicht) 55 Bfg,( Lebendgewicht) 44 Pfg. c) gering entwickelte, sowie Sauen und Eber( Schlachtgewicht) 45-48 Pfg, Lebendgewicht-, d) ausländ. Schweine unter Angabe der Herkunft Pfg. Das Geschäft war gut und der Markt ist geräumt. Antrügliche wunderbare Erfolge. Herrn Franz Wilhelm, Apotheker, t. und t. Hoflieferan in Neunkirchen, Niederöstereich. London. Seit Jahren gebrauchte ich Ihren Wilhelm's anti arthritischen antirheumatischen Blutreinigungs- Thee, der allein mich noch von meinem heftigen Rheumatismus befreien konnte Hochachtungsvoll C. F. Dorn. London 46 Museum Street, nächst British Museum. Herrn Franz Wilhelm, Apotheker, f. und f. Hoflieferant in Neunkirchen, Niederösterreich. Orosz mező. Ich kann es nicht unterlassen, meinen höflichsten Dant an Euer Hochwohlgeboren zu erstatten für den mir zugesandten Wilhelm's antiarthritischen antirheumatischen Blut reinigungsthee, da ich durch volle zwei Jahre an den Fußen mit rheumatischen Leiden behaftet war und durch Ihren Blutreinigungs- Thee davon befreit wurde, was ich bis nun und auch fernernerhin dem Bublifum befannt gemacht habe. Ihr Ergebener Heinrich Ruheftörer, Steuersammler. Bestandteile: Innere Nußrinbe 56, Walnußsale 56, Ulmenrinbe 75, franz. Orangenblätter 50, Eryngiiblätter 35, Stabiosenblätter 56, Lemns blätter 75, Bimmstein 1-50, rotes Sanbelholz 75, Barbannawurzel 44, Carug wurzel 3.50, Radic. Cariophyll. 3 50, Chinarinde 8.50 Eryngiiwurzel 57, Fenchelwurzel( Samen) 75, Graswurzel 75, Lapathewurzel 67, Süßholzwurzel 75, Sassaparillwurzel 35, Fenchel, röm. 3-50, weiß Senf 8.50, Nachtschatten Stengel 75. Die Bestandteile sind nach einem eigenen Verfahren geschnitten und getrodnet, wodurch der Heilwert speziell erhöht ist. Nicht zu verwechseln mit gewöhnlicher Handelsware. Schlachthaus Gießen. Schweinefleisch 54 Pfg. Heute u. morgen. Drud und Verlag der Gießener Verlagsbruderet, für die Redaktion verantwortlich: Albin Klein, Gießen. 2000000000000000* 33 00000000000 Für die Geschäftswelt! Seit dem 1. Juni vorigen Jahres- dem Tage meiner Uebernahme der Gießener Verlagsdruckerei( vorm. Wilh. Keller'sche Druckerei; gegr. 1783)- bin ich redlich bemüht gewesen, das unter sehr schwierigen Verhältnissen übernommene Geschäft und den Verlag der ,, Giessener Neuesten Nachrichten" vorwärts zu bringen und lebensfähig zu gestalten. Mit Hilfe der vielseitigen Unterstützung treuer Mitarbeiter, Abonnenten und Inserenten ist mir das nun glücklich gelungen, und ich will dabei nicht verfehlen, all denen, die so fl ißig mitgearbeitet haben, meinen Dant abzustatten; möge man mir ferner mit Wohlwollen zur Seite stehen. Heute möchte ich der verehrl. Geschäftswelt ergebenst mitteilen, daß nachdem ich im Oktober vorigen Jahres den ,, Boten aus dem Obm- und Feldathal" gegründet habe und derselbe sich in mehr als 30 Octen des Vogelsberges( in den Kreisen Alsfeld und Schotten) gut eingebürgert hat- ich seit einiger Zeit auch speziell für den Grünberger Bezirk eine besondere Tageszeitung unter dem Namen herausgebe. ,, Grünberger Zeitung" Dieses mein jüngstes Unternehmen erfreut sich ebenfalls reicher Sympathie. Allen Behören und Inserenten biele ich nun die günstigste Gelegenheit, daß Bekanntmachungen, Ausschreibungen, Aufforderungen, Verkäufe, Kaufgesuche, Empfehlungen 2c., mir überschrieben, weiteste Verbreitung finden. Weil ich, ohne daß der Inserent besonderen Preiszuschlag zu leißen hat, die Inserate, welche mindestens drei Mal zur Einrückung fommen, in alle drei Tageszeitungen aufnehme. Wer also auf gute Insertion achtet, wolle seine Aufträge darum mir zuweisen. Für so manches Spezialgeschäft dürfte es dann noch wert sein zu wissen, daß seit Januar dieses Jahres in meinem Geschäft die hergestellt und von mir expediert wird. - ,, Curnzeitung für den Gau Hessen" offizielles Organ für den gesamten Turngau Hessen Die verehrt. Geschäftswelt besonders mag da: aus ersehen, daß sie in einem Geschäft ihre Wünsche betr. Insertion nach vielen Seiten hin erfüllt sehen fann, trotzdem die Preise nicht höher sind als vorher. Hochachtungsvoll Albin Klein Inh. der vorm. Wilh. Keller'schen Druckerei. 00000000000000000000 000000000000000 Bekanntmachung. Betr.: Die Bertilgung der Raupennekter. Die Garten- und Feldbefizer der Gemarkung Gießen werben hiermit aufgefordert, bis zum 15. Mai ds. Js. ihre Bäume, Sträucher und Hecken von den Raupennestern zu reinigen. Diejenigen, welche dieser Aufforderung nicht Folge leisten, berfallen in die in§ 368 des Reichsstrafgesetzbuchs bestimmte Geld- oder Haftstrafe. Außerdem wird die Vertilgung der vorhandenen Raupennester auf Kosten des Säumigen angeordnet werden. Gießen, am 14. April 1903. Der Oberbürgermeister J. V. Georgi, Beigeordneter. Verdingung. Schirme werden schnell und gut repartrt u. nexbe= zogen. Kaffeler Schirmfabrik Gießen, Seltersweg 9. Die Lieferung von rund 780 Meter Bordsteinen aus Ia. Basaltlava für den Ausbau verschiedener Straßen soll Samstag, den 25. April d. J. Borm. 11 Uhr öffentlich verdungen werden. Arbeitsbeschreibung und Bedingungen liegen während der Dienststunden auf unserer Amtsstube zur Einsicht offen. Angebote auf Vordruck, der daselbst erhältlich, find bis zum genannten Zeitpunkt an uns einzureichen. Zuschlagsfrist 3 Wochen. Cießen, den 15. April 1903. Städtisches Tiefbauamt. Braubach. J.Seibel, Billigfte Bezugsquelle für Bowlenweine Ludwigsplak 13. Rhein, Mosel, Burgunder- und Bordeaugweine Samos, Portwein, Sherry und Vermont. 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Soll ich nicht Frieda lächelte glüdlich vor sich hin. Es würde ihm gar nichts schaden, wenn er sie einige Zeit nicht sähe. Mit fedem Tage würde seine Sehnsucht größer werden, und ihre Bis i nem Herzen lag Nr. 89. Freitag den 17. April. 1903.