Nr. 217. Abonnementspreis: in Gießen, abgeholt monatlich 50 Pig., in's Haus gebracht 60 Pfg., burch die Post bezogen viertels fährlich Mr. 1.50. Brattabeilagen: Oberheffische Familienzeitung( täglich) Oberbeffische Beitschrift für Landwirtschaft, Obst- und Bartenbau, sowie die Gießener Seifenblasen( wöchentlich). Das Blatt erscheint an allen Werktagen nachmitags. Mittwoch, den 16. September 1903. Gießener 12. Jahrgang. Zajertionsprei 8: Die einspaltige Petitzeile für Gießen wie gang Oberbeffen, die Kreise Wezlar und Marburg 10 Bfg. fonft 15 Pfg.: Reklamen die Petitzeile 30 resp. 40 Pfg. Bostzeitungsliste No. 3269. Redaktion und Ervedition: Gießen Nenenweg 98. Ferniprechauschluß Mr, 362. Neuelle Nachrichten ( Gießener Tageblatt) Anabhängige Tageszeitung ( Gießener Zeitung) für Oberheffen und die Kreise Marburg und Wetlar; Lokalanzeiger für Gießen und Umgebung. Enthält alle amtlichen Bekanntmachungen der Großh. Bürgermeisterei Gießen und anderer Behörden von Oberhessen. Gießen, den 15. September 1903. Betr. Die Ableistung des Huldigungs- und Verfassungseides. Das Großherzogl. Kreisamt Gießen an die Großh. Bürgermeistereien des Kreifes mit Ausnahme der Amtsgerichtsbezirke Grünberg, Homberg, Hungen, Laubach und Nidda. Die Ableistung des Huldigungs- und Verfassungseides der in Ihren Gemeinden neu aufgenommenen Ortsbürger, sowie derjenigen Großh. Hessischen Untertanen, welche sich, ohne Ortsbürger zu werden, verheiratet haben, soll wie nachstehend angegeben, stattfinden: 1. der Orts- und Staatsbürger aus den in den Amtsgerichtsbezirken Lich und Bußbach gelegenen Gemeinden des Kreises Gießen. Montag, den 5 Oktober 1903 nachmittags 2½ Uhr, in dem Rathause zu Lich; 2. der Orts- und Staatsbürger aus den in dem Amtsgerichtsbezirk Gießen gelegenen Gemeinden Dienstag, den 6. Oktober 1903, vormittags 11 Uhr, in dem Regierungsgebäude zu Gießen, Brandplaz Nr. 9. Wir beauftragen Sie hierdurch, die betreffenden Personen zu den Terminen vorzuladen, und wie geschehen, unter Angabe der Namen der Vorgeladenen bis zum 25. d. Mts. anzuzeigen, oder zu berichten, daß niemand Dorzuladen war. Halten sich derartige Personen auswärts auf, so wollen Sie deren Aufenthaltsort angeben. J. V.: Dr. Wagner. Die Kriegsgefahr wächst! Trotz aller Friedfertigkeitsversicherungen der Pforte und des Sofioter Kabinetts ist die Spannung zwischen beiden Mächten noch um feinen Deut gelinder geworden. Im Gegenteil, neue Momente, die zu einer Verschärfung der beiderseitigen Haltung führen müssen, sind eingetreten. Zunächst hat die Pforte wieder einmal in Softa die Beschuldigung vorgebracht, Bulgarien schüre und unterstütze den mazedonischen Aufstand, und Bulgarien hat diese Bezichtigung in sehr gereiztem Tene zurückgegeben. Zur Antwort hat die Pforte eine Maßregel ergriffen, die die Erbitterung der Bulgaren noch steigern muß. Aus Konstantinopel wird gemeldet: Zweihundert Griechen aus Anatolien haben sich dem Sultan als„ heilige Schar" zum Kampfe gegen die bulgarischen Banden zur Verfügung gestellt; sie haben einen Eid geleistet, die Banden zu vernichten, wo sie sie treffen. Der Sultan hat das Anerbieten angenommen und angeordnet, aus diesen und anderen Griechen, die ebenfalls sich ihm zum Kampf gegen die Banden zur Verfügung gestellt haben, zwei Freiwilligen- Bataillone zu bilden. Die Entsendung dieser griechischen Freischar gegen die Mazedonier muß das Signal zu einer mazedonischen Mezzelei unter der griechischen Bevölkerung Mazedoniens geben. Zugleich stärkt sie die kriegerischen Leidenschaften der Bevölkenung Bulgariens. Auch Sofia wird denn auch bereits gemeldet: Bulgarien steht im Begriff, einen letzten Appell an die Mächte zu richten, sie solle intervenieren. Nach der Aufnahme dieses Appells wird es sich entscheiden, ob Bulgarien den Krieg erklären müsse oder nicht. Die Mächte wollen die Intervention vermeiden. Ob es ihnen dann aber gelingen wird, die Bulgaren von der friegserklärung abzuhalten? Jedenfalls aber wollen sie dafür sorgen, daß bei einem türfisch bulgarischen Kriege für leinen der beiden Gegner ein Vorteil herausspringt. Auf Anregung Desterreichs und Rußlands wollen die Mächte an die Türkei und an Bulgarien eine gleiche Mitteilung richten, worin erklärt wird, daß im Kriegsfalle feine von beiden Barteien von den Großmächten Hilfe zu erwarten hat, daß ferner das österreichisch russische Reformprogramm in Kraft bleibt und der Status quo aufrecht erhalten werden wird. Ein türkisch- bulgarischer Krieg wäre danach purer Wahnfinan. Aber wann hätten vernünftige Erwägungen ein leidenschaftlich erregtes Volf abgehalten, wahnwinige Schritte Bu tun? Vorsichtsmaßregeln der Mächte. Nach dem Beispiel Frankreichs, das zwei Kreuzer, und Englands, das ein ganzes Geschwader nach den türtischen Gewässern entsandt hat, will nun auch Italien seine ge jamte Mittelmeerflotte dorthin entsenden. An eine Intervention denkt feine der brei Mächte; die Schiffe sind lediglich zum Schutz ihrer Angehörigen in der Türkei- angesichts des zunehmenden Christenhasses der muselmanischen Bevölke beſtimmt. Tuing Mazedonische Drohungen gegen die Botschafter. Der russische und der französische Botschafter in Konstantinopel erhielten gleichlautende Drohbriefe vom Mazedonischen Komitee: die russische und die französische Botschaft und die Konsulate beider Mächte in der Türkei würden mit Dynamit in die Luft gesprengt werden, falls Rußland und Frankreich nicht sofort Schritte für Mazedonien ergriffen. Die Botschafter übergaben die Briefe an Tewfit Pascha mit der Bitte um Schußmaßregeln. Die Botschaften werden infolgedeſſen von ſtarken türkischen Truppenabteilungen aufs schärfste bewacht, namentlich gilt das von der deutschen Botschaft, für die man besondere Besorgnisse hegt. Die Mazedonier hassen Deutschland, weil sie glauben, es hetze die Türkei zu ihrer Ausrothang auf. Konstantinopeler Besorguisse. Die Konstantinopeler Bevölkerung lebt in beständiger Angst vor neuen Dynamitattentaten der Komitatschis. Man fürchtet namentlich Anschläge auf die zu jeder Tageszeit dichtbesetzten Brücken. Zu hunderten werden Bulgaren und Mazedonier festgenommen und nach Kleinasien geschafft. Die Dampfschiffe, die den Verkehr auf dem Bosporus ver mitteln, haben fast feine Passagiere. Seit dem Dynamitanschlag auf den Dampfer Vastapu" befürchtet man täglich neue ähnliche Attentate auf die Konstantinopeler Fahrzeuge. Die Aufführung der türkischen Soldaten wird von den Europäern allgemein gelobt. Wirren in Kleinasien. Nachrichten aus Jerusalem lassen erkennen, daß die Erregung der mohammedanischen Bevölkerung schon bis dahin borgedrungen ist. In der heiligen Stadt kam es zu Ausschreitungen der Bevölkerung gegen ein russisches Kloster und zur Ermordung der Mächte. Rußland hat also wieder Anlaß zu einem Rüffel für die Pforte. Die Politik. Der frühere russische Finanzminister, jetzige Präfident des russischen Ministerkomitees, Witte, hält sich gegenwärtig in Berlin auf. Es handelt sich, wie unser Berliner CB. Mitarbeiter erfährt, bei diesem Besuch um die Fortsetzung der Beratungen über den deutsch- russischen Handelsvertrag. Diese sollen bekanntlich in Berlin weitergeführt werden. Herr Witte möchte aber lieber in Petersburg verhandeln. Voraussichtlich wird man auf seinen Wunsch nicht eingehen. Neulich hieß es, die Bezeichnung Schiffstaufe" sollte beseitigt und dafür Namengebung" gesagt werden. Wie sich jetzt herausstellt, ist von einer solchen Absicht an zuständiger Stelle nicht die Rede. Nach wie vor soll die Bezeich nung Schiffstaufe" nicht verpönt werden. Ein deutscher Kaufmann soll von Eingeborenen der afrikanischen Insel Fernando Po ermordet und aufgefressen worden sein. So berichtet die Besatzung eines aus Fernando Po kommenden spanischen Dampfers. Die spanische Besaßung von Bata habe die Eingeborenen gezüchtigt, 7 getötet und 25 von ihnen verwundet, ferner feien 5 Dörfer niedergebrannt worden. Die Spanier hätten bei dem Zusammenstoß mehrere Verwundete gehabt. Hoffentlich bestätigt sich die Nachricht nicht. An amtlichen Stellen in Berlin ist, wie unser CB- Mitarbeiter uns schreibt, von der Sache nichts bekannt. A Die Erhebungen über Chamberlains Zollpläne haben offenbar ein für Chamberlain und seine Freunde im Kabinett ungünstiges Ergebnis gehabt. Das Londoner Kabinett will sie nicht veröffentlichen. In dem Ministerrate, der sich soeben mit den Erhebungen beschäftigte, wurde beschlossen, an der Zollpolitik nichts zu ändern, solange das gegenwärtige Parlament noch besteht. Der Vorschlag, Vorzugstarife innerhalb des britischen Reiches einschließlich der Kolonien einzuführen, soll auf unbestimmte Zeit verschoben werden. Dagegen ist die Regierung bereit, Wiedervergeltungszölle einzuführen gegenüber solchen Mächten, deren Zolltarife ausdrücklich darauf gerichtet sind, den englischen Handel zu vernichten oder zu beeinträchtigen. Papst Pius X. erweist sich als ein Mann von entschiedener Energie, der sich bei seinen Entschlüssen von formalen Rücksichten nicht beeinflussen läßt. Der Papst hat eine direkte Verbindung mit dem Sultan angeknüpft. Zunächst ließ er unter Uebergehung der französischen Gesandtschaft beim Vatikan, die bisher stets als Mittlerin im Vertehr des Papstes mit dem Sultan diente, dem Sultan von der Neubesetzung des päpstlichen Stuhles durch das apostolische Vifariat in Konstantinopel direkt Mitteilung machen. Jezt hat er persönlich einen Brief an den Sultan geschrieben, in dem er vom Sultan die rechtliche Anerkennung der katholischen Anstalten im Orient dadurch zu erlangen sucht, daß diese unter den Schuß des Vatikans gestellt werden. Diese Frage des Protektorats über die Missionen im Orient durch diese oder jene Macht würde auf diese Weise als erledigt erscheinen. Bekanntlich maßen sich die Franzosen über alle europäischen Katholiken im Orient das Protektorat an, wogegen Deutschland Einspruch erboben bat mit der Begrundung, es schüße die deutschen Katholiken im Orient selbst. An der russisch- kaukasischen Grenze ist es zu neuen armenischen Pntschen gekommen. Vor einigen Tagen überfiel zwischen Schagrian und Belasuwar eine starke Räuberbande drei Grenzreiter, von denen einer getötet und zwei verwundet wurden. An demselben Tage traf eine andere Grenzwache in derselben Gegend mit Viehräubern zusammen, denen sie das geraubte Vieh wieder entriß. Von den Räubern, sämtlich Armenier, wurden zwei Mann getötet, die Grenzwache erlitt keine Verluste. Tags darauf fand in Kars in der Wohnung eines gewissen Tandojew eine Explosion statt, bei welcher vier Armenier ums Leben kamen, darunter Tandojew selbst; ein amerikanischer Bürger, John Nachikian, der vor furzem eingetroffen war, wurde schwer verwundet und starb bald darauf. Die Explosion erfolgte während der Füllung von Handgranaten durch Nachikian. In der Wohnung wurden 38 fupferne Handgranaten, 3 Kapseln mit knallquecksilber, Glyzerin u. s. w. gefunden. Kaum ein Tag vergeht in Frankreich, ohne daß man einen Spion auftreibt. Diesmal ist's eine Russin mit gar nicht russischem Namen, Alexandra d'Abazza, die in der Hafenstadt Lorient als Spionin festgenommen wurde. Bei einem Staatsbeamten in Lorient, zu dem die d'Abazza in Beziehung stand, wurden Haussuchungen vorgenommen; aus Briefen, die sich dort fanden, ergab sich, daß die Verhaftete häufig aus dem Auslande, namentlich RussischPolen, Gelder empfing. Wahrscheinlich wird sich die Sache ganz harmlos aufflären, genau so, wie die von italienischen Spionenriechern vorgenommene Verhaftung des französischen Leutnants Braget vom 13. Chasseur- Regiment. Braget, der auf einem Spaziergange zwischen dem Col de Larche und Largentière von italienischen Gendarmen festgenommen, nach mehrtägiger Haft aber wieder freigelassen wurde, hat nachweisen können, daß er kein Spion sei. Da seine Verbastung obendrein noch auf fran-! zösischem Boden erfolgte, wird die italienische Regierung sich für den Uebereifer ihrer Gendarmen noch doppelt bei der Pariser Regierung entschuldigen müssen. Wie sein Nachbar in Bulgarien, so lebt auch der neue Serbenfönig Beter in beständiger Todesfurcht. Rund um den Belgrader Konak zieht sich Tag und Nacht eine doppelte Bostentette, nachts werden an die Posten scharfe Patronen ausgegeben. Vor dem Schlafgemach des Königs halten 12 fräftige Schweizer in der Uniform der königlichen Leibgarde Wacht, zwei Schweizer bewachen die Schlafzimmertür von innen. Der König hat alle Vorbereitungen getroffen, um augenblicklich ins Ausland flüchten zu können, wenn seine Bosition unhaltbar wird. Gegen die Königsmörder erhebt ein Belgrader Blatt ganz öffentlich den Vorwurf, sie hätten nach der Ermordung des Königspaares ein Gewehr des Königs, einen Brillantring und mehr als eine Million Franks gestohlen. Der Ring befinde sich im Besize einiger in Nisch garnisonierenden Verschwörer. Mit Volldampf arbeitet die Union an der Vergrößerung der amerikanischen Flotte. Das Washingtoner Marinedepartement beabsichtigt, vom Kongreß 100 Millionen Dodars zu fordern, die zum Kriegsschiffbau, zum Teil zum Bau von Turbinen- Spähschiffen, verwendet werden sollen. 100 Millionen Dollars sind etwa 400 Millionen Mark... Hof und Gesellschaft. Die Kaiserin fuhr gestern bei stürmendem Regen boot Neuen Palais nach dem Palast Barbarini in Botsdam und besichtigte dort ein für das Kloster Heiligengrabe bestimmtes Chorgestühl. Die Aebtissin des Klosters ist eine Schwester der Hofdame Frl. von Gersdorff, die die Kaiserin bei der Besichtigung begleitete. .. Der Kaiser und die Kaiserin von Rußland werden nach den neuesten Dispofitionen bereits am 26. d. to, zu einem Besuche bei dem Großherzoglich Betschen Hofe in Darmstadt eintreffen. Während der Anbes Barenpaares findet die Einweihung der auf bar Rathildenbobe erbauten russischen Rapelle statt, in toelam 7. Oftober Prinz Andreas von Griechenland uns the Bringeffin Ulice von Battenberg den Bund für das Lear Wohließen werden. Heer und flotte. Die Bildung der aktiven Schlachtflotte hat sofort nach der Auflösung der jetzt aus dem Manöver zurüdgekehrten Uebungsflotte begonnen. Die Mehrzahl der kleinen Kreuzer und die Wittelsbach- Schiffe dampfen zur Instandsegung nach der Nordseestation. Die Schiffe der Kaiserflasse und die großen Areuzer bleiben in Riel. Die Küstenpanzerschiffe geben nach Danzig. Die Linienschiffe Baden und Württemberg stehen auf der Ostseestation außer Dienst. Die Befazung von Baden geht auf den Frithjof, die von Württemberg auf den Odin über. Dieser Bechsel erfolgt erst in Oftober, da die Schiffe den llumbau noch nicht beendet baben. Die neue Formation tritt unter dem Oberbefebl des Flottenchefs, Admirals um jeben Laut vernehmen zu fönnen, der dort drinnen vielleicht ertönen würde. ure bon Dmitri Petrowitsche Zimmer nieder zu faue Du würdest in dich gehen, Herrin, vy ins Baus zurüdfehrte, um fich wie ein und vor der Jakob fiegte in feinem Kampfe, der Segen wurde fein thigheit einer anderen befiegelte es der grenzenlose Egoismus einer Frau, die törichte Verstandess Petrowitschs Herz unterlag, denn sein Schicksal bestimmte denn er kämpfte mit der allerbarmenden Gottheit Dmitri sie beide legten einen Rit. Art genügsamen Friedens von diesem wird sich der Vorstellung nicht erwehren ber Dorfstraßen Wer diese in ihrer schlichten Eintönigfeit betrachtet, ununterbrochenen, langzeiligen Häuserreiben und hilfe dem daß eine ausströmt, als stige die Gesamtheit eingnderwohnen " Ging meien über mancherlei binweg a fich sonst das herrliche Wetter im Sian ebatti che ihre mas morfalte 3u beobachtete mit ihren dunflen ug Den ganzen Tag lang randen. altung. fie eber gran ian Ded umber umb . Oonnel areR des Kielwassers und die schneewerben die grünliche Ser, ben trepen Streifen Roben ober te lab b. Röster in Riel zusammen, daß im Interesse einer einbeit lichen Ausbildung Stützpunkt bleiben wird. Das neue Kanonenboot Gber" wurde auf der Kiele Werst unter dem Kommando des Rorvettentapitans Re trusty in Dienst gestellt. Momentbilder vom ,, roten" Parteitag. Dresden, 15. September. Im Trianon, dem langjährigen Parteilokal der Dresbener„ Genossen", ist ein alter, verräucherter und dunkler Tanzsaal in ein Versammlungslokal verwandelt worden, das dem dort tagenden Sozialdemokratischen Parteitag eine recht bourgeoisiemäßig behagliche Folie geben würde, wenn nicht überall in den Dekorationen die Jakobinermite auftauchte und auf der Tribüne die Statue der Freiheitsgöttin ragte, umgeben von denen ihrer allergetreuesten Baladine: Karl Marr, Lassalle, Engels und last not least Wilhelm Liebknecht. Darüber schwebt ein Ban ner mit der Aufschrift: Völkerfrieden!", und den Frieden in der engeren Genossenschaft scheinen die an den Wänden mit den Freiheitsmützen hübsch stilgemäß abwechselnden verschlungenen Händepaare predigen zu sollen. Ihr stummes Mahnen aber macht auf die Versammlung keinen Einbruck. Unter den Genossen" herrscht nicht brüderliche Fintracht, sondern bitterer Zwist, der durch den eigenarti Jen parlamentarischen Ton, der sich hier kundgibt, immer oon neuem geschürt wird. Europens übertünchte Höflichkeit" hat auf die sozial demokratische Partei vorläufig noch nicht abgefärbt. Das zeigten schon selbst die Erörterungen während des sonst überaus trockenen Vorstandsberichtes. Der Geschäftsführer der Buchhandlung, Fischer, teilte aus seiner Praris die be trübende Erfahrung mit, daß er sich hüten müsse, bei Ab lehnung von literarischen Beiträgen den Genossen Gründe anzugeben. Die Abgewiesenen hätten ihn regelmäßig in ihren Antwortschreiben„ Esel" tituliert, und das wollte ei denn doch auf die Dauer nicht sein. Ueberhaupt scheint der Vorstand mit allerhand Klagen überschüttet zu werden. Singer muß sich vorwerfen lassen, daß er den Koburger Kreis arg vernachlässigt habe. Er ist nach der Behaup hung des dortigen Vertreters schlank" durch die Station durchgefahren. Die Versammlung glaubt dem Redner aber sichtlich nicht, denn Singer, der gerade den Vorsit führt, hat eine viel zu behäbige Leibesfülle aufzuweisen, als daß er irgendwo schlank" durchfahren könnte. Ei sieht denn auch mit tragikomischem Blick an seiner impo janten Rundung hernieder. Doch das sind schließlich kleine harmlose Plänkeleien und Sticheleien, die man sich unter Genossen wohl gefallen lassen kann. Aber auch dem Geduldigsten muß der Faden reißen, wenn er ein„ Schulbube" genannt wird, wie es allerdings nur indirekt, Bebel von seinem Freunde Singer passierte. Dieser meinte als Vorsitzender, daß jeder zu Wort kommen solle, daß die Versammelten sich aber davoi hüten müßten, sich wie die Schulbuben unter einander zu janken. Bebel fühlte sich getroffen und begehrte auf. Er vollte sich das Recht, zu zanken und gehörig die schwarze Wäsche der Partei coram publico zu waschen, nicht neh men lassen. Wahrscheinlich wollte er auch sich die Ge egenheit nicht entgehen lassen, die Sachsen aus ihrer„ Gemütlichkeit", die ihm nach seinen eigenen Worten bis zur legten Reichstagswahl stets ein Dorn im Auge gewesen var, für alle Zeiten aufzurütteln. Es gelang ihm denn auch in der Tat, den Verhandlungen jeden leisesten An strich von Gemütlichkeit zu nehmen. Jargon zurückzuverfallen, und statt des pathetischen und zugleich traulichen„ Du" das falte Sie" zu verwenden. Die Brüderlichkeit hat ja auch bei dem erbitterten Kampf, der im Trianon tobt, schließlich weiter keinen Zweck. Hus dem Gerichtsfaal. § Ein teurer Hundebis. Von einem Hunde gebissen wurde bor einigen Wochen die Ehefrau des iftalienischen Maurers und Spezereiwarenhändlers Meneghello in Eichstädt ( Bayern). Bald darauf verstarb die Frau an den Folgen des Bisses. Nunmehr hat der betreffende Hundebefizer, um einen kostspieligen Prozeß zu verineiden, im Vergleichswege an die Hinterbliebenen der Familie eine einmalige Abfindungssumme von 1800 Mark gezahlt. Dem Genossen Dr. Braun tastete er recht ungemütlich an die Ehre, als dieser ihn daran erinnerte, wie sie seiner Zeit einmal zu vieren, Bebel, Singer, Braum und Franz Mehring, sich gemütlich ein feines Souper zu Gemüte ge führt hätten. Es war auch nicht hübsch von Dr. Braun, das hier im Saale zu verraten, denn sofort wurden nei dische Stimmen laut, die derartige luxuriöse Gewohnheiten als eines armen, gefnechteten Proletariers für unwert er klärten. Sogar Herr v. Vollmar rief: Hört! Hört!, ver stummite aber sofort, als Bebel ihn an die Liebesmahle erinnerte, bei denen er während seiner Offizierslaufbahn geschwelgt habe. Die kleine Episode fand ihren pikanten Abschluß, als Braun erklärte, er habe nur noch eins hinzu. zufügen. Das Menu natürlich" scholl es im tiefen Bierbaß aus einer Ede, und unter allgemeiner Heiterkeit ver zichtete Braun auf seine beabsichtigte Replik. Hervorgerufen war die Kontroverse zwischen Bebel und Braun durch des letzteren heftige Angriffe auf Dr. Franz Mehring, der den Antrag gestellt hat, daß Journaliſten und Schriftsteller, die der sozialdemokratischen Partei an gehören, nicht in Blättern schreiben dürfen, die die So zialdemokratie gehässig angreifen. Braun, der dies Vorgehen als einen Eingriff in die freie Meinungsäußerung bezeichnet, weist darauf hin, daß Liebknecht in der Wiener " Fackel", die arg sozialistenfresserisch sei, geschrieben habe, daß auch Bebel scharf sozialistenfeindlichen bürgerlichen Blättern Beiträge geliefert habe, daß Mary, Engels, Bern stein, Kautsky an solchen Blättern mitarbeiteten und endlich das ist sein Hauptschlager, daß Mehring ſelbſt früher geharnischte Artikel gegen die Sozialdemokratie in der„ Gartenlaube" geschrieben habe. Hätte er( Braun) das gewußt, so hätte er Mehring nicht in die Partei eingeführt. Das hätte er damals getan, als Mehring seine Stelle als Redakteur der„ Volkszeitung" verloren gehabt hätte und im tiefen Glend steckte. Nach Brauns Ueberzeugung ist der„ Herr Dr. Mehring", wie er ihn konstant neunt, cine Natter, die die Sozialdemokratie an ihrem Busen nährt. Nur weil er wie ein Fuchs die Spuren seiner Vergangen heit verwische, könne Mehring sich halten. Er lebe allein von der Lüge. Nab und fern. © Unwetter und Stürme. An der Ostküste wütet ein heftiger Nordoststurm, verbunden mit Wolfenbrüchen, durch den namentlich das Seebad Swinemünde schwer zu leiden hatte. Die Holzstege der Badeanstalten wurden fortgerissen, Bäume entwurzelt und auch sonst großer Schaden angerichtet. Wegen Hochwasser fonnten die Gäste des Restaurants Seebrüde dieses am Abend nicht verlassen. An der Ostmole strandete die Schaluppe Wilhelmine" aus Wolgast und ging in Trümmer. Der Kapitän des Schiffes, Schröder, konnte gerettet werden; der Bootsmann Krüger dagegen ertrank. Hochwassermeldungen aus dem österreichischen Alpengebiet laufen zahlreich ein und lassen an einzelnen Orten Katastrophen befürchten. Hervorgerufen ist das Anwachsen der Flüsse infolge gewaltiger Wolkenbrüche, die seit vier Tagen unter Donner und Blitz ununterbrochen andauerten. Der Ort Zell steht unter Wasser, die Brücken und Straßen bei Döllach, Winklern und Heiligenblut sind zerstört, die Orte schwer bedroht, ebenso Greifenburg, Pontafel, Tarvis, Feistritz, Rötsch und Rattendorf. Die Bahnverbindungen sind allerorten unterbrochen. Ein furchtbarer Orkan hat in diesen Tagen, wie erst jezt bekannt wird, da der Telegraphenverkehr längere Zeit unterbrochen war, in Süd- Florida große Verheerungen angerichtet. Die Eisenbahnzüge treffen mit großen Verspätungen aus dem betroffenen Gebiet ein; die Passagiere erzählen, daß viele Menschen bei dem Orkan umge-kommen und bei Miami sieben Schiffe gescheitert sind. Der Schaden an Eigentum, der in Tampa angerichtet ist, belaufe sich auf eine Million Dollars. Der Sturm wütet jetzt in Alabama und Louisana. Die Versammelten begleiteten diesen Zornesausbruch, der sich über das Haupt Mehrings ergoß, mit leidenschaft. lichen Interjektionen, bei denen sich besonders Bebel her bortat, der einmal mit Stentorstimme dazwischen rief: „ Donner und Doria, dabei soll man still sein!" Olym pische Ruhe aber spiegelt sich bei den heftigsten Tiraden auf dem breiten Antlitz des Präsidenten Singer. Nur als Braun anfing, den von ihm angegriffenen Mehring mit seinen akademischen Würden als„ Herr Doktor" titulieren, bezeichnet er solche Floskeln als eines biederen Genossen unwürdig.„ Genosse Braun," ruft er aus,„ ich mache dich darauf aufmerksam, daß wir uns auf Parteitagen nur mit dem Ehrentitel„ Genosse" anreden und dem bloßen Namen dahinter." Braun aber läßt sich nicht ver-blüffen und ist weiter nach seiner Art höflich, was Singer beranlaßt, gleichfalls in den fadenscheinigen bürgerlichen zu Auch im Mittelmeer baben sich starke Stürme gezeigt. Bei Zlarin scheiterte während eines Sciroccos der österreichische Dampfer„ Carlo". Die Mannschaft wurde gerettet, während die Ladung verloren ist. A Der Jagdhund als Mörder seines Herrn. Bei Stuhlweißenburg wurde auf der Entenjagd der Restaurateur Schramer von seinen Jagdgenossen mit einer Schußwunde in der Brust in den letzten Zügen liegend aufgefunden. Der Unglückliche hatte aber noch die Kraft, zu erzählen, daß sein Jagdhund ihn umspielt und dabei mit der Pfote den Hahn der Flinte berührt habe, so daß das Gewehr sich entlud. Schramer starb auf dem Transport zum nächsten Dorfe an seiner schweren Wunde. Lokales. Gießen, 16. September 1903. Frankfurt a Bigburger Ruber Bigburg nach R Fame Fahrt wegen Erzburg hierber ** Wichtige Zugänderungen vom 1. Okt. ab. Der endgiltige Fahrplan der Eisenbahndirektion Frankfurt für den Winter 1903/04 ist nunmehr festgestellt. Von den wichtigeren Menderungen seien die nachstehenden verzeichnet. Neue Züge. Strecke Frankfurt- Gießen -Kassel. Die ab 1. Mat eingelegten Schnellzüge 101 und 104 Frankfurt- Marburg-( Halle) und zurück werden auch im Winter beibehalten. Der ab 1. Mai täglich beförderte Personenzug 810 Marburg ab 8,58 abends, Frantfurt an 12,05 Nachts wird auch im Winter beibehalten. ** Die Stürme der letzten Woche, die in Verbindung mit einer starken Temperaturerniedrigung über ganz Westeuropa dahinbrausten und in unserem engen und weiten Vaterlande und jetzt in Niederösterreich großen Schaden anrichteten, sind nach Mitteilungen des Stockholmer Meteorologen Dr. Ekholm auf ungewöhnliche Schwankungen in der Sonnentemperatur zurückzuführen. Seit langem wisse man, daß die Witterungsverhältnisse in gewisser Beziehung zur Größe der Sonnenflecken oder zur verschiedenen Temperatur der Sonne ständen. Gegenwärtig herrsche ein ungewöhnliches Sonnenfleckenminimum, wie man es kaum seit Beginn des 19. Jahrhunderts erlebt habe. Jedoch seien die Sonnenflecken jetzt im Zunehmen, so daß ein Marimum im Jahre 1905 zu erwarten stehe. Dieser starke Wechsel der Sonnentemperatur bewirke, wie man annehmen könnte, Unruhe in den Luftschichten und verursache Unwetterwirbel mit darauffolgendem Regen. Besonders bei den tropischen Zyklonen seien Beobachtungen gemacht worden, die diese Annahme stützten. Die Efholnische Theorie ist nicht unwahrscheinlich. Doch ist sie vorläufig eben nur Theorie. Genaue und lang= jährige Beobachtungen sind nötig, um ihren praktischen Wert 311 erweisen. Der meelcher am Monta lof, war, wie gitt befchidt worde pembes Ergebnis Reitpferd Wagenpfe Bersonenzug 791a Bußbach ab 6,10, Gießen an 6,40 rsdorf- Gießen - Strecke Laubach Mücke. Auf der am Schwere 1. Oktober zur Eröffnung tommenden Strecke Laubach Gießen, 2. Preis Die Steuerpflicht der ausgehobenen Rekruten. Wer als Soldat bei den Truppenteilen einzutreten hat, möge nicht versäumen, noch vor Beginn des Militärdienstes die etwa noch rückständigen Steuern zu bezahlen. Ferner sei darauf aufmerksam gemacht, daß die Einkommensteuer derjenigen Personen, welche im Laufe des Steuerjahres zur Ableistung ihrer Dienstpflicht in das Heer eintreten, vom 1. desjenigen Monats ab, in welchem der Eintritt erfolgt, auf Verlangen durch das Steueramt in Wegfall zu stellen ist, sofern feststeht, daß der nunmehrigen Militärperson ein nach den Vorschriften des Einkommensteuergesetzes steuerpflichtiges Einkommen nicht mehr anzurechnen ist. Leichte Bir Ben, 1. Preis Leichte A 1. Breis;. Fre Arbeitspf Befing von Landwi wein oder dem Bir bhaufen, 1. Fohlen( b Brei 8, Ronr. Wa Mücke werden in jeder Richtung 4 Züge von der Strecke Hungen Laubach durchgeführt. Strede GießenGelnhausen. Personenzug 514 Gießen ab 8,32 abends ( bisher 8,19), Gelnhausen an 10,37( bisher 10,36); der Bug erhält in Gießen Anschluß an den Schnellzug 123 von Koblenz. Strecke Grünberg- Londorf- Lollar. Gemischter Bug 1040 Gießen ab 2,52( bisher 2,40) Grünberg an 4,20( bisher 4,16); Bug erhält in Gießen Anschluß von den Zügen 634 von Röln, 526 von Fulda und in Lollar Anschluß vom Zuge 796 von Fronhausen. Strede Grünberg- Londorf- Collare. Bres; Hrch. Mo 8uchtstut forr. Wait 4rdorf a. d. Lahn, Aus mischter Bug 1033 a Londorf ab 6,50, Lollar an 7,30 ( Werktags); Bug erhält in Lollar Anschluß an Personenzug. 790 nach Gießen und Frankfurt- Ausfallende Züge. Strecke Frankfurt- Gießen- Kassel. Gemischter Bug 7543 Friedberg 5,00 morgens, Gießen an 6,38( Werttags); als Ersatz ist Personenzug 791a Bußbach- Gießen eingelegt. Sonstige wichtige 8ugänderungen, insbesondere Früherlegungen. Strecke Gießen Fulda. Der Personenzug 531, Gießen ab 9,16, abends Fulda an 11,47 ist 3 Minuten später gelegt und hat in Gießen An- hat sich wegen Be Bei El Mungar in Algerien wurde eine französische Proviantkolonne, die einige Grenzforts mit Lebensmitteln versehen sollte, von einer starken Horde räuberischen Berbern überfallen und aufgehoben. Zwischen der aus etwa 21, Schwadronen der Fremdenlegionäre bestehenden militärischen Eskorte der Kolonie und den Räubern fam es zu einem Handgemenge; bei der Uebermacht der Feinde vermochten die Franzosen nichts gegen sie auszurichten. 33 Mann der Fremdenlegion wurden getötet, 47 verwundet. Die Berber führten 1000 Kameele weg. Auch einige bei der Karawane befindliche Weiße wurden gefangen genommen.. Bunte Chronik. Der Nationalkonvent der Deutsch- Amerifanischen Allianz in Baltimore hat beschlossen, zum Ge dächtnis der ersten deutschen Ansiedler in Amerifa ein Denkmal zu errichten. - schluß von dem 4 Minuten früher als bisher eintreffenden D- Bug 74 von Hamburg erhalten. In einer Färberei zu Rheydt explodierte Trockenzylinder. Einem Arbeiter Küster wurden von umbergeschleuderten Eisenstüden beide Beine abgerissen. Sein jüngerer Bruder erlitt schwere Verlegungen an der Brust. ** Erschossen. Der hinter dem„ Sessenhaus" in Gießen wohnhafte Rentner Müller hat sich heute vormittag erschossen. Das Motiv ist noch unbekannt. * * Ein Zimmerbrand entstand gestern morgen zu früher Stunde im Hospital in Grünberg, dem das Mobiliar des Konr. Schick zum Opfer fiel. Der Brand wurde schnell von Hausbewohnern gelöscht. Versichert war nichts. - Der französische Transportdampfer ,, Bretagne" erlitt bei Babin Schiffbruch, der Transportführer Kapitän Delserre erschoß sich aus Verzweiflung. * Für Laden besiger. Die Handelskammer in Darmstadt beschloß auf eine Anfrage der Großh. Regierung einstimmig, dem Großh. Ministerium die Offenhaltung der Schaufenster an Sonn- und Festtagen im Sinne der Petition des Oberbürgermeisters Mecum Gießen zu empfehlen. P ** Bur evangelischen Bewegung in Desterreich. Nach den neuesten Veröffentlichungen des Evange lischen Oberkirchenrats zu Wien sind im ersten Halbjahr 1903 insgesamt 2334 Personen in die evangelische Kirche eingetreten. Damit ist die Zahl der Uebertritte des zweiten Halbjahr 1902 mit( 1885) wieder um 449 Personen überschritten. Insgesamt sind seit 1898 zur evangelischen Kirche 26, 638 Personen übergetreten. Die Zahl der Uebertritte zum Altkatholizismus tönnen wir nicht genau feststellen: doch wird mit Sicherheit angenommen werden dürfen, daß dort die Zahl 10 000 nicht nur erreicht, sondern auch schon überschritten worden ist. Außerdem haben die Frei- Reformierten, die Brüdergemeinde und andere fleinere Gemeinschaften Fortschritte gemacht. ][ Turnerisches. In der Turnhalle des Turnvereins Gießen fand am Sountag eine Gau- und Vorturnerstunde statt, zu welcher sich der Gau- und Turnausschuß sowie die 2. Bezirksturnwarte eingefunden hatten. Es wurde der für den Winter aufgestellte Uebungsplan durchgeturnt und besprochen. Die Vorturnerstunde für den 1. Bezirk soll in Gemünden abgehalten werden. Der Fabrifa el bortselbst Reichstags Meffeld und Umo als deren Verfass lammt. In dieser welcher als Kand Geldmacherei dur Angeklagte, welch bringen will, b < Lumda, 15. Sept. Gegenwärtig ist man damit beschäftigt, einem langen Bedürfnis abzuhelfen. Es wird die neue Brücke über die Lumda gebaut; die Arbeit wird von der Firma Brenchahn& Sudhop, Braunschweig, ausgeführt und geht ihrer Vollendung entgegen. Die Straße wird durch den Brückenbau etwas verlegt, so daß die Fuhrwerke in Zukunft an der Brücke nicht mehr die scharfe Kurve haben, was besonders die Langholzfuhrleute mit Freuden begrüßen werden. Die Brücke wird in Beton ausgeführt und geht durch den Sammelteich, der zugeworfen, und weiter oberhalb neu angelegt werden soll. :: Laubach, 14. Sept. Gestern weilte der Friedberger Geschichtsverein mit etwa 18 Mitgliedern in unsern Mauern. Nachdem man die Ueberreste der Stadtfestigung, die Schäße des Gräflichen Archivs, die Bibliothek und die Kirche besichtigt hatte, fand im Saale des Kasinos eine zahlreich besuchte Versammlung, an der auch der Graf zu SolmsLaubach teilnahm, statt. Herr Professor Roeschen hielt einen Vortrag über das Wappen des Hauses Solms Laubach und über das Laubacher Stadtwoppen. Nach Schluß des beifällig aufgenommenen Vortrages unternahm man über den Ramsberg einen Gang zur Engelburg. Behandlung, we fino 20 Beugen elbftrafe von trener des Neber heit& ftrafe zu e teibiger beantrag Angeflagten für 300 Mt. () Hattersheim, 15. Sept. Gestern morgen wurde ein 18jähriger Kutscher von einem Pferde derart getreten, daß er unter den Wagen flog. Dann ging ihm ein Ra über den Hals, wodurch der sofortige Tod h rbeig führt wurde. ) Offenbach a. M., 15. Sept. Der Besitz r des G- st hofs Zum grünen Baum" wurde heute morgen in der Nähe der Ueberfähre in der Schloßstraße fodt aufgefunden. In seiner Tasche fand man ein leeres Portemonnaie Ob ein Unglücksfall oder ein Verbrechen vorliegt, ist noch nicht festgestellt. Kurz vor R den: Brief: we brin Aufforderung, n dus ja, wann Ohne Fl A Patent D Summete one unverän fund abnehmba llen der Pf mfache Hebell Ausgeftat cichlägen. Groß Feld V Wegen Au en 24, Sep gute in meinem Fa 2 Blac per hämme nd 18orma chmie ewer it vrhanden H. & Frankfurt a. M., 15. Sept. Ein Mitglied des Würzburger Rudervereins der in einem„ Grönländer" von Geschäftliches. ptember 1908 Bürzburg nach Rotterdam gondeln" wollte, mußte hier haale. Ich hab nemlich Reidfärde vorgeführt; ich sage Ihne, ungeheure Import von Bohnenkaffee in Deutschland bom 1. D fenbahndirettion mehr feftgeftell ie nachstehende feine Fahrt wegen des stürmischen Wetters aufgeben. Von Würzburg hierher war er in 22 Tagen gefahren. Der Herbst- Pferdemarkt, urt- Gieße melcher am Montag sich an die Landw. Ausstellung anSchnellzüge 10 loß, war, wie wir bereits gestern gemeldet haben, sehr immer mein Pedder de Hannes un ich in die namentlich auf Nerven, Herz und Magen bis jetzt nicht zurüd werde ut beschickt worden. Die Prämiierung hatte u. a. Mai täglich be folgendes Ergebnis: Babends, Frant beibehalten. Bießen an 6,40 Frensdorf- Gießen, Anerkennung. e. Auf der an Tag verschwiege hädd. Viel giebts ja net mehr, ich hab' mich bei de einzelne Beschäfdigunge immer zu lang uffgedas hädde Se sehe solle- ich saß ja ziemlich fesd im Saddel awer die Eese bliewe nie unner mir! Ich war jedoch so leichd net endmudigd un hab de Versuch, mich als Reidkünsoler zu bewunnern erschd uffgewe, wie ich mit de Erd so e halb Dußend mal durch mei Buckel in nähere Berihrung gedrede war.- Dann sin mer Fußdappe vom Sonndag gedrede, nur mit dem Unnerschied, daß mer ibberhaupt net haam sin- mer hawwe in de Fesdhall geschlafe. Am annern Tag erfuhr mir e groß Freud: alle zwaa ham mer in de Lodderie gewonne de Hannes e paar Hosedräger un ich e Biegel fann, guce se mich mit ganz annere Aage an- wie ich Seitdem die Schdangeröder wisse, daß ich so schreiwe Borgemäsde mache so hinne e rum geherd hawwe, wolle se mich zum no ich hab nir dagege. Bis dahin Gruß. Reitpferde: A. Frensdorf- Gießen, Anerkennung. Wagenpferde: S. Michel- Gießen, 1. Preis; A. Schwere Arbeitspferde( paarweise): S. Michel- eisen- ich habe meine Fraa mitgebrachd. Strede Laubach Bießen, 2. Preis. von der Stred de Gießen ab 8,32 abenb Leichte Arbeitspferde( paarweise): S. MichelGießen, 1. Preis; A. Frensdorf- Gießen, 3. Preis. Leichte Arbeitspferde( einzeln): A. Bing- Lich, er 10,36); bn L. Preis; A. Frensdorf- Gießen, 2. und 3. Preis. Arbeitspferde( einzeln), welche 6 Monate im mellaug 123 bon orf- Lollar 2( bisher 2,40) Besitz von Landwirten sind, die dem Landes- Pferdezuchtberein oder dem landw. Verein angehören: J. Scharchrhält in Gießen Windhausen, 1. Preis. 526 bon Fulda Fohlen( dreijährige): Hrch Geiß 2r- Windhausen, 1. bon Fronhausen Preis, Konr. Wait 4r- Dorfgüll, Otto Schmidt- Laubach, 4. Breis; Hrch. Maus- Lumda, Anerkennung. Lollar. Lollar an 7,30 3an Personenzug usfallende Rüge fel. Gemischter an 6,38( ert her eintreffenden Seffenhaus" in Buchtstuten: Joh. Faber 10r- Leihgestern, 2. Preis; Ronr. Wait 4r- Dorfgüll, 4. Preis; 2. Volt 12r- Allenborf a. d. Lahn, 7. Preis. Aus dem Gerichtssaal. Strafkammer. Der Buzbach- Gießen änderungen Ben- Fulda 15. September 1903. bends Fulda an Der Fabrikant Theodor Bücking 2. von Alsfeld in Gießen Un hat sich wegen Beleidigung des Rechtsanwalts und Notars Reh dortselbst zu verantworten. Gelegentlich ber Reichstags- und Landtagswahl, gelangten zu Usfeld und Umgegend mehrfach Flugblätter zur Verteilung, als deren Verfasser und Verbreiter der Angeklagte sich beheute vormittag Fannt. In dieſen Blättern wurde bem Rechtsanwalt Reh, welcher als Kandidat aufgestellt war, Pflichtverletzung und estern morgen Belbmacherei durch Gebührenüberhebung vorgeworfen. berg, bem das Angeklagte, welcher den Wahrheitsbeweis seiner Behauptungen fiel. Der Brand erbringen will, bestreitet jede beleidigende Absicht, er will Versichert wat Reh nur bekämpft haben um seine Wahl zu vereiteln. Zur Berhandlung, welche den ganzen Tag in Anspruch nimmt, andelskammer in find 20 Beugen geladen. Die Staatsanwaltschaft hält eine Großh. Regierung Geldstrafe von 500 Mt. als angemessen, während der VerOffenhaltung der treter des Nebenklägers das Gericht bittet auf eine Freiim Sinne der heitsstrafe zu erkennen. Der Angeklagte und dessen Verm- Gießen zu teidiger beantragte Freisprechung. Das Gericht hält den Angeklagten für schuldig und erkennt auf eine Geldstrafe von ngin Defter 300 mi. en des Evange schreib ich Ihne awwer. - - Euer Krisch doff Schomber, Schdangerod. Eingesandt. Dann ,, En Rücklick auf die Ausstellung." Verrauscht sind alle frohen Festesklänge und das„ Aαtägliche" beginnt nun wieder seinen Lauf. Doch mit trauriger Miene gedenkt man der Ungnade des Himmels, der die vielen Bemühungen des anerkennungswerten Landwirtschaftlichen Vereins mit Wind und Regenschauern belohnt hat. Troz diesem Malheur haben aber Ale, welche die schöne Ausstellung verherrlicht haben, tapfer und treu auf Ihrem Posten aus gehalten und gebüret Ihnen deshalb vielen Dant. War es doch wahrhaftig kein Vergnügen auf diesem zugigen Blaze bei Wind und Wetter zu stehen und den geehrten Besuchern mit freundlicher Miene entgegen zu fommen. Nur Eins konnte mir nicht gefallen. Es ist wohl kein großes Verbrechen gewesen, aber doch hat es immerhin einen schlechten Eindruck auf alle Frembe hinterlassen, die die Ausstellung mit ihrem Besuche beehrt haben. Es war die Reinlichkeit der Grünbergerstraße. Ob nun dieselbe ein Stieftind der städt. Reinigungsbehörde ist, oder ob es die Anwohner derselben nicht besser verdienen, oder wollte man blog den Schmutz mit dem Nüßlichen verbinden, und die Ausstellungsbesucher beim Anblick desselben zur Retourfahrt zwingen? Ich weiß es nicht. Jedenfalls war es kein lobenswerter Anblick für eine angehende Großstadt. Besißen wir doch in Gießen eine Menge vortrefflicher Kehrmaschinen, welche die Straße Morgens und Mittags reinigen fonnten und auch den Fußweg mit frischem Lahnsande zu bestreuen, um so dem Uebel ein wenig abzuhelfen. Auch mangelt es auf der ganzen Straße an notdürftigen Uebergängen und wäre es sehr erwünscht, wenn selbst die Landbevölkerung gesagt haben:" Bei uns daham isses awer sauwerer". Man muß es den Ausstellungsbesuchern eigentlich danken, daß sie sich überhaupt durch den Dreck hinauf wagten. Hoffentlich wird man bet späteren Festlichkeiten diese Kleinigkeit besser_beachten. - Kurz vor Redaktionsschluß erhalten wir noch folgen- die Behörde baldige Abhilfe schaffen würde. Da muß sich De Färdemarkd. Schdangerod, de 15. im 9de. ersten Halbjahr ben Brief: angelische Kirche Uebertritte des um 449 Personen Ewe bringd mer de Briefdräger Ihr Kard mit de zur evangelischen Die Zahl der Aufforderung, noch iwwe de Färdemarkt zu schreiweich tönnen wir nicht duhs ja, wann ich aach liewer die Schandtate von dem eit angenommen nicht nur erreich ift. Außerdem neinde und andere alle 68 Turnber Vorturnerftunde sschuß sowie di Es wurde der für eturnt und be Bezirk soll in ift man damit helfen. Es wird Die Arbeit wird unschweig, auß1. Die Straß daß die Fuhr hr die scharfe 1. fuhrleute mit in Beton aus Ohne Fleiss keinen Preis AURORA Patentkummet der Deuzeit. Dreifacher Schutz. Kummete aus einem Stück Leder ohne jegliche Naht, Der zugeworfen öne unveränderliche Form und tadelloser Siz. Hölzer sind abnehmbar, was bei Zusammenhängen oder Umder Friedberger fallen der Pferde sehr zweckmäßig ist, da durch eine unfern Mauern einfache Hebellösung sofort die Hölzer abfallen. ung, die Schä bie Kirche beschlägen. ine zahlreich be raf zu Solms schen hielt einen ms Laubach und Schluß des bei man über den Ausgestattet mit formenschönen und stilgerechten Groß- Felda. Louis Völzing. Inhaber der goldn. Medaille Paris 1900. Versteigerung. morgen wurde den 24. September m n noch berart getreten ihm ein Ra Wegen Aufgabe meines Geschäfts lasse ich Donnerstag, guterhaltenes Schmiedewerkzeug 6 h rbeig führt in meinem Hause, Gießen, Neue weg 18 versteigern: Sefit r bes Guff morgen in bet bt aufgefunden emonnaie D ift noch nig 2 Blac bilge ucbst Eſseeisen, 1 Ambok, zwei eper hämmer, 1 Starchmaschine, 1 Biegmasmine und 1 Bormassine, 10 Schneidkluppen u sonstiges homie werfz ug. Auch noch brauchbares Eisen ist v.rhanden Ein Ordnungsliebender. Zirkus Lorch beehrt sich, g stüßt auf das gütige Wohlwollen, welches ihm überall in reichem Maße entgegengebracht wird, die ergebene Mitteilung zu machen, daß derselbe in kurzer Zeit mit einem ganz neuen Zirkus, der mit dem leßtmodernsten und elegantesten Komfort ausgestattet ist, mittels Ertrazuges( 46 Achsen) in Gießen eintreffen wird, um daselbst einen Zyklus von sensationellen Vorstellungen zu eröffnens. Die Gesellschaft, welche aus über 100 Personen besteht, darunter die großartigsten Kunst- Spezialitäten in sämtlichen Branchen des Zirkusfaches, ist ganz neu für Gießen, der Marstall enthält eine große Anzahl von nur edlen Raffepferden, und kann ich das Unternehmen in diesem Genre als einzig dastehend bezeichnen. Alles Nähere durch spätere Annoncen und Plakate. Gesucht für die Administration des Zirkus möbl. Zimmer, möglichst in der Nähe des Zirkusplates. Ebenso verlangt Fuhrnnternehmer mit wenigstens 18-20 Pferden, sowie Fourage- Lieferant. Offerten mit Preisangabe a. Zirkus Lorch- Caffel erb. Eine Ladenthefe billig abzugeben. Gießen, Asterweg 57. Sofort tüchtige Erdarbeiter gesucht. Baustelle Kreuzplay- Nordanlage. Jäger& Rumpf. Kanalbau Gießen. Zu vermieten bern.ieten. Krofdo. feestraße 48 gesunde Wohnung zu verin. Näh. raselbst bei Gabriel Jakob. ine zwet- und eine 3- Zimmer: wohnung mit Zubehör zu Gieken, Riegelpfad 30. Landgrafenstraße 3. 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Allen denen, welche sich von der nachteiligen Wirkung des Kaffees auf den menschlichen Organismus, überzeugen ließen, möge eine soeben vom Deutschen Reichs- Gesundheitsamt herausgegebene Spezialbroschüre " Der Kaffee" zur Belehrung und Aufklärung dienen und zwar in ihrem eigensten Interesse. Auf Grund zahlreicher, eingehend geschilderter Fälle und Beobachtungen kommt das Kaiserl. Gesundheitsamt zu dem Mengen doch schon die Anfänge der geschilderten VerSchluß:„ Ein Getränk, welches bei Verwendung kleiner giftungswirkungen in sich trägt, eignet sich nicht zum Genuß für Kinder, nervöse und Herzkranke Perfonen." Es ist daher von größter Wichtigkeit, ein gutes Ersatzmittel für den Bohnenkaffee ausfindig zu machen. Unter den Produkten, welche bisher in den Handel kamen, dürfte nach dem übereinstimmenden Urteil aller Autoritäten, die sich hierüber geäußert haben( v. Pettenkofer, v. Ziemssen, Virchow, Eulenburg, Tobold 2c.), Kathreiners Malzkaffee als vollkommenster Kaffee- Ersatz zu betrachten sein, weil er den Anforderungen der Hygiene, des Wohlgeschmackes und der Haushaltung gleichmäßig entspricht. Marktberichte. Kelterobstmärkte. Die von der Zentralstelle für Obstverwertung und Obstmarktkomitee Frankfurt a. M. veranstalteten diesjährigen Kelterobstmärkte finden am 21. und 28. September und 5. Oktober in der Stadthalle, Klostergasse Nr. 14, Frankfurt a. M. statt. Die Märkte beginnen jedesmal morgens 8 Uhr und endigen mittags 1 Uhr. Vermittelung für Käufer und Verkäufer unentgeltlich. Frankfurter Hen- und Strohmarkt vom 15. Sept. ( Amtliche Notierungen.) Heu per Zentner Mt. 3.40. bis 320, Stroh per Zentner Mt.; 2.40-2,- Berantwortlich: für ben politischen und Inseratenteil Albin Alein: für das Sokale, den„ Gerichts." und" Deffentlichen Sprechsaal": Fr. Cov mann Druf und Berlag der Gießener Berlagsbruderei( vorm. Wilh. Keller). Gießen. Der heutigen Auflage unserer 3 itung liegt die Biehungsliste der Verlosung gelegentlich der Landw. Ausstellung zu Gießen bei. Abonnements für das KOO IV. Quartal O KOOX werden zum Abonnements- Preis von Mt. 1.80, frei ing Haus, von unserer Expedition, sowie von unseren Trägern schon jegt entgegengenommen. Die Expedition. Weiner werten Kundschaft zur gefl. Nachricht, daß ich mein Geschäft in Uhren- Gold- u. Silberwaren von Kirchplatz 6 nach Seltersweg 10 verlegt habe. Hochachtungsvoll C. Stöver, vorm. F. Scharmann. Uhrmacher. Gießen. Man verlange: OBELF OTT CHELSE - 1 COGNAC Aerztlich empfohlen. Vielfach preisgekrönt. Gesetzlich geschützt. Unsere Destillate sind in unserer Brennerei aus gesunden französischen und deutschen Weinen gebrannt. Erste Taunus- Cognac- Brennerei Fritz Scheller Söhne Homburg v. d. H. Gegründet 1843. 1/1 Flasche M. 1.80. 2.40, 3., 4., 5.— 1/2 Flaschen verhältnissmässig. Preise stehen auf den Etiketten. 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( Ohne Gewähr.) 6 68 97 166 84 274 347 59 97 582 96 626[ 1000] 63 85[ 400] 765 835 939 45 1188 256 58 69 342 405 48[ 1000] 539 54 606[ 400] 84 798 [ 1000] 845 94 940 2027 35 135 72 225 56 330 65 99 401[ 2000] 25 87 501[ 2000] 31[ 400] 82 649 701 19[ 5000] 845 922[ 400] 30[ 400] 80 93 3021[ 400] 27 57 67[ 400] 136 254[ 400] 327[ 1000] 49 99[ 400 430 52 78[ 2000] 502 55 707 29[ 400] 75 820[ 400] 46 51 13000] 61 906 23 34 56[ 400] 53 4014 68[ 400] 91 154 81 202 5 90 311 20 54 66[ 400] 75 97 421 36 505 10[ 400] 48 53 705 17 27[ 400] 90 869 5012[ 400] 66 1000] 80 99 142 55 225 359 543 627 52 849 65 949 53 68 6002 71 79[ 2000] 166 89[ 400] 545 57[ 1000] 60 67 78[ 400] 80 613 723 79 92 833 41[ 400] 59[ 400] 90 7006 25[ 400] 166 218 35 80 426 535 603 9 29 68 744 81 99 800 21 91 936 8000 227 348 81[ 3000] 82 417 83 96 571 619[ 2000] 44 700[ 400] 862 906 73 9066[ 2000] 122 27 50 68[ 1000] 70 218 34 96 305 46 55 93[ 400] 413 84[ 400] 85 531 76 [ 40 000] 616[ 400] 812[ 400] 80 997 10064 87[ 400] 146 58[ 400] 81 87[ 400] 204 53[ 400] 414 64 505 [ 400] 73[ 400] 643 92 707[ 400] 41 898 925[ 400] 11047 82 115 47 226[ 1000] 365 405 30[ 3000) 87 513 33 671 736 871 77 980 83 12009 39 45 47[ 400] 232 77[ 1000] 502 631 63 73 776 978[ 1000] 89 13043 [ 400] 55 82 103 67 78 255 56 66 314 21 40[ 400] 62 505 51 622[ 400] 722 839 980 14057[ 400] 148 73 329 33[ 400] 403[ 400] 31 35 66 87 91 534 79 631 38 51 711 33[ 400] 67 885 15001 98 130 46 82 217[ 400] 61 70 304[ 400] 57 81 428[ 2000] 57 89 515 48 600 80[ 400] 90 768 809 16[ 400] 25 28 40 68 74 910 13 62 16171 224 87 327 70[ 400] 71 437[ 400] 81 505 94 634[ 400] 68[ 400] 786 835 70 901 86 17008 12 53 93 106 17 58[ 400] 248 339 56 422 400) 54 69 588 637 705 35 845 59[ 400] 900 17 34 98 18007[ 1000 10 400 133 1000] 44 87 285 315 28 454 58 694 717 27 66 81 818 912 17[ 400] 19036 119 68 202 54 56 330 73 418 23 79 609[ 400] 21 29 37[ 1000] 72 786[ 400] 68 896 20186[ 400] 236 71 99 383 402[ 400] 17 23 46 51 95 653 72 768 816 94 970 21011 110 327 79 412 13 502 34[ 400] 82 615 24 27 64 780 931 69 22046 53 64 119 47 212 16 56 342 47 547[ 400] 686[ 400] 93 826 68[ 2000] 909 20 63 92[ 400] 23006 35 107 332 423[ 3000] 84 85 512 628 89 702 949 24086 159[ 2000] 61 302 11 45 467 74[ 1000] 664 [ 400] 71 703 25 820 70 918 42 81[ 2000] 25037 73 188 211[ 2000] 37 65 305 34 61[ 1000] 67 90 528 624 26 32 34 68 72[ 400] 82 93[ 400] 754 64 98[ 400] 814 27 26046 60 86 138[ 5000] 91 208 30 341 433[ 400] 530 606 83 87 98 727[ 2000] 38 45 808 60 96 931 77[ 400] 27012 91 97 107 60 285 321 526 620 775 854 91[ 400] 908 16 28041 61[ 400] 65 122 44 67 258 91 97 318 25[ 1000] 44 55 429[ 1000] 506 11 61 609[ 400] 37 53 83 777 81 803 28 942 94 29059[ 400] 80 101 [ 400] 49[ 400] 99 214 90 331 72 78 546[ 400] 70[ 400] 631 64 740 826 961 30069 116[ 2000] 25[ 400] 32 200 83 310 25 72 442 65 589 606 787 856[ 400] 73 75 78 933 81 31021 196 295 350 58 68 431 52[ 3000] 94 620 92[ 1000] 756 881 89[ 2000] 903 45 92 32037 74 124 40 46 81 [ 400] 207 316 50 73 404 27 73 606 80 715 33 832[ 1000] 62 33067 124 58 79 82 93 295[ 400] 360 413 637 46 74 701 2[ 1000] 70 75 92 895 34199[ 1000] 277 321 51 431 529 603 45 738 94 803 88[ 400] 35005 72[ 3000] 215 34 45[ 400] 73 300 455 83 504 9 10 26 28 [ 400] 68 638[ 400] 56 714 32[ 1000] 98 846 60 927 36067 99[ 3000] 148[ 1000] 69 98[ 400] 266[ 400] 328 408 39 88 511 620 716 79 896 918 ( 1000] 36 7537065[ 400] 101 33[ 3000] 62 284[ 1000] 301[ 1000] 39 51 80 97 456 69 99 523 841 92 93 99 983[ 400] 38035 99 125[ 5000] 55 261[ 400] 66 91 322 400 26[ 400] 37 40 71 514 74[ 400] 82 605 59 705 926 54 94 39003[ 1000] 77 200[ 400] 59[ 400] 354 466 87 547 71 500[ 400] 46 56 81[ 400] 83[ 400] 714[ 1000] 15 43 76 908 40014 87 93 200 72 317 61 401[ 400] 35[ 400] 73 512 19 40[ 1000] 73 94[ 3000] 96 614 750 58 802 41 919 63 41012 55 79 119 86 218 25 [ 400] 30[ 400] 351 436 77 607 11 821 46[ 2000] 85 928 94 42128 31 51 62 238[ 400] 52 62 466 558 622 69[ 1000] 74 747 94 861 909 43017[ 400] 101 68 245 77 341 80 433 38 98 526 88 633 702 19 69 808 36[ 1000] 47 [ 1000] 61 98 941 64 44043 138 64[ 3000] 343 45 68 86 515 33 641 804 71.96 45080 113 229 345 76[ 1000] 77 452 64 70 80 551[ 400] 694[ 1000] 336 83 917[ 400] 37 46044 98 167 230 65 96[ 1000] 301[ 400] 41 51 68 411 28 81 660 83 98 779 863 909[ 2000] 21 45 72 78 47071 117 262 309 404 80 514 45 47 80 658 711 12 52 54 824[ 400] 51 98 946 58 79 92[ 400] 48016 84[ 2000] 126[ 400] 30[ 400] 200 57[ 2000] 362[ 1000] 95 431 508 80 602 758 853 958 91 49015[ 1000] 32 48 98[ 2000] 115 58 261 62 Verdingung von Arbeiten und Lieferungen. Für die Feldbereinigung Bettenhausen sollen nachverzeichnete Lieferungen und Arbeiten Montag, den 21. d. Mts., vormittags 10 Uhr, auf dem Rathause zu Bettenhausen durch öffentliches Ausgebot vergeben werden und zwar: Liefern v. Cementröhren, veranschl. zu 550.75 Mr. Anliefern v. Sticksteinen 661,20 "! Anliefern v. Uebergrundmaterial 261." " Verlegen der Gementröhren 168 80 " 1 " " Aufsetzen der Steine 70." " Chaussierungsarbeiten 919.50 " " " 567." Grabenarbeiten Die Verdingungsunterlagen liegen auf Gr. Bürgermeisterei Bettenhausen zur Einsicht offen. Gießen, den 11. September 1903. Großh. Kulturinspektion Gießen. Wißmann. Albingia Versicherungs- Aktier- Gesellschaft Hamburg schließt Unfall- Versicherungen mit und ohne Prämien- Rückgewähr, Lebenslängliche Eisenbahn- Unfall- Versicherungen giltig für die ganze Welt mit einmal. Prämienzahl. auf Lebenszeit, Seereise- Unfall- Versicherungen für einzelne Reisen, Haftpflicht- Versicherungen für Industrielle. Handel- und Gewerbetreibende, Landwirte und Sonstige Berufe. für Private 2c., Einbruchdiebstahlversicherungen für Geschäftsinhaber, Banken, Privathaushaltungen 2c. Mäßige Prämien. Liberale Bedingungen. Jede weitere Auskunft wird gerne erteilt durch die GeneralAgentur Gießen: Adolf Schmidt, Landgrafenstraße 5. NB. Vertreter weiden an allen Orten angestellt. Kalk- und Marmor werke, Dampfziegelei, August Gabriel jr., Giessen Massenfabrikation. Bahnanschlüsse. Werke Abendstern. Telephon Nr. 84. 342 436 41 77[ 400] 559[ 1000] 634 762 813 56[ 400] 70 946[ 2000] 66 73 80 50013[ 1000] 55 140 208 433 63 92 99 504[ 2000] 14 37 79 609 20 [ 1000] 72 714[ 400] 41 67 820 25 40 54 56 51039 71 92 116 94 95[ 400] 98 223 37 56 92 432 44[ 400] 45 541 83 99[ 400] 723 800 38[ 400] 39 63 88[ 400] 962 52138[ 400] 62[ 400] 216[ 400] 31 46 65 327[ 400] 90 442 58 508 14 20[ 2000] 97 603 7 12 33 56 68 768 94 839 43 908 11 53121 41[ 400] 78 244 98 310[ 400] 24 409 10[ 60000] 56 519 606 30 723 40 822 30 35 74 97[ 1000) 999 54003 28 46 50 78 118 43 59 86 341 45 73 408 544 47[ 400] 606 860 959 55214[ 400] 16 36 82 338 48[ 2000] 66 412 69 93 94[ 400] 509 26 35 86 617 86 700 46 933 86 56024 65 94 129| 400] 274 383 416 603[ 400] 16 730 82 943 57035 36 48 211 17 31 34 336 468 901400] 549 56 58 87 657[ 400] 60 709 72[ 1000] 73 85 986 58003 25 31 80 95 1000] 217 75 326 464 653[ 2000] 787[ 400] 831 56 84 956 67[ 3000] 59009 136 269 95 330 39 67 480 555 66 629 720 24 862[ 1000] 978 88 95 60021[ 400] 131 56 201 13 26[ 400] 34 49 88 327 420 35 59 96 539 51 79[ 400] 97 641 52[ 2000] 84 93 757 835 45 63 82 61012[ 400] 14 36[ 10001 51 63 94 115[ 400] 72 212[ 400] 53 340[ 400] 97[ 10000] 483 546 668 99 713 35[ 400] 803[ 400] 43 62001 22 56 57 158 79 246 365 87 411 41 71 99 537 699 1400] 856 930 70 63021 40 96 199 248 311 28 74[ 2000] 479 736 908 26[ 400] 39[ 400] 55[ 2000] 72[ 1000] 79 90 [ 1000] 96 64027 156 64[ 400 82 222 35 58[ 400] 322 28 426 59[ 400] 517 96[ 400] 97 605 51 726 840 918 36[ 2000] 98 65201 39 47 61 319[ 400] 450 529 68[ 400] 74 601 22 65 746 60 91 822 93 931 79 66046[ 1000) 85 138 50 64 237 39[ 400] 566 655 733 855 978 67055 73[ 1000 78 89 98 104 98 307 31 34 35 1400] 59 80 94 427 531 34 49[ 400] 50 93[ 400] 609 25[ 5000] 67[ 2000] 70 82 733 60 [ 400] 67 810 39 54 923 24 88 68006 28 48 324 27[ 400] 451 59 555 76 1000 97 644 53 68 84[ 400] 766 848 934 73 69003 19 56 310 17 28 55 434[ 400] 35 58 788 826[ 400] 39 84[ 400] 964 70039 44 84 153 219 78 321 72 403 65 72 641 45 63 93[ 400 707 77 84[ 400] 898 920 71088 125[ 1000] 62 244 58 317 441 45 77 518 66 72[ 400 76 82 684[ 400] 713 14 20 35 95 99 400] 801 40[ 400] 921 49 69 82[ 400] 72064[ 400] 198 230 36 53[ 400] 79 359 64[ 400 443 74 563 75[ 1000] 650 51[ 400] 89[ 10000 98 702[ 400] 7 92 95 824 920 [ 400] 73085 124 210 13 326 38 475( 20 600] 77 628 61 68 78 708 85 822 32[ 400 39 73 995 74057 196[ 400] 232[ 400] 327 92 460 552 64 86 685 709 827 97 914[ 400] 51[ 400] 63[ 400] 75230 91 368 77[ 400] 84 94 408 57 60[ 400] 79 622 42 742[ 400] 67[ 400] 821 927 38 41 45 75 99 76038 65 159 279 331 86[ 400] 88 [ 400] 467 98 599 605 51[ 400] 747 49[ 1000 844 77056 198 224 336 79 98 586 642 52 72 705[ 400) 24 29 53 834 56 63 76 79 928 95 78008 100 37 98 272 303 11[ 2000] 46 61 569 92 99 639 66 754 64 65 982 45 95[ 2000] 79005 11 103 29 58 227 1400] 51 59 320[ 400] 99 414 30 [ 2000] 574 616 99 708[ 400] 15[ 400] 17 29 39 56 79 97 821 45[ 400] 77[ 400] 938 80008 98 101 40 1000 273 87 367 70 474 621 52 717 27 61 64 810 21[ 1000] 951 81086 162[ 400] 65 406 534 65[ 400] 76[ 400] 95 600 34 47 59 63 769 91 807[ 400] 31 45 72 80 82007 1400] 17 85 158 239 404 33 44 535 57 71 73 618 46 78 726[ 400] 40[ 2000] 65 86 836 56 [ 400] 903 83064 102 13 82[ 400] 98 262 69 91 93 310 92[ 400] 416 32 [ 400] 53 509 63 643 748 992 84038 123[ 3000] 36 82[ 400] 206 8[ 400] 20 12 41 66 000] 303 16 38 85[ 400] 530 44 74 93 827[ 400] 94 938 63 80 82 95 98 85023 51 61 192 246 59 74 415 29 50 79 86 657[ 400] 712[ 2000] 27 55 801400 832 79 87 925 86007 55 61 63 76 80 116 26[ 400] 52 96 212 30 46 80 326 70 403 51 59[ 400] 573 632 704 45 845 59 98 955 87014 185 315[ 1000] 16[ 2000 80 406[ 400] 28 93 570 723 66 800 6 22 95 926 50 75 88 88016 100 12 21 276 324 37 56[ 400] 94[ 400] 96 418 28[ 1000 42 638 853 54 90 953 90 89102 39 242 57 1000] 90 337 93 439[ 400] 529 33 88[ 400] 729 31 38 52 86 800 44 70 929 715 820 50 61 87 88 991 91005[ 400] 8[ 400] 83[ 400] 156 62[ 400] 90013 15 106 23 58 66 71 93 242[ 400] 333 42 419[ 400] 33 544 79[ 400] 88 335 73 414 28 74 514 78[ 400] 79 838 67 74 75[ 400] 82[ 400] 92023[ 400] 150 54[ 400] 203 20[ 1000 35[ 400] 41 310 12[ 400] 28 425 400 41 97 501[ 400] 34[ 400] 63[ 5000] 80 91 836[ 400] 48 93006 123 201 10 26 32 415 18 85 562 84 607[ 400] 15 705 82 940 94047 729 45[ 400] 80 86[ 400] 872 84 97[ 1000] [ 400] 56 95 121 29 48 79 235 336[ 400] 78 91 464 83[ 400] 511 57[ 1000] 95081 206 87 820 46 87 88 440 69 75 503[ 400] 20 78 641 85 753 58 851 60 915 96018 79 184[ 1000] 86 238 56 301 471 84 599 603 14 15 38 48 94 735 825 901 77 84 97055 67 120 38 78 82[ 400] 261 372[ 400] 87 90[ 5000] 93 449 528 39 61 63[ 400] 634 50 65 720 29 31 852 901 25 98022 135 73 85 208 65 300 18[ 3000] 56 73 74[ 400] 75 464 71 550 77 81 714 17 60 64 67[ 3000] 811 22 46 51[ 400] 55 78 90 92 918[ 400] 90 804 36[ 400] 71 92[ 1000] 98 909 20 30[ 1000] 53 96[ 400] 99014 52 106 19 201 S6 411 19 513 94 99 635 76 709 35 staatl. konz. Kollekteur der Hess. Thüringischen( Mitteldeutschen) Staats- Lotterie. Richard Buchacker, Neuen- Bäue 11. Giessen. Zur bevorstehenden Saison bringe mein großes Lager in Sicheln, Sensen, Wezsteinen, Sensenwürfe, Sensenringe, Fruchtreffe, Fruchtpressen, Keltern, Bohnenmesser und Bohnenmaschinen Erntestricke 2c. in empfehlende Erinnerung. Ganz besonders mache auf meine Sensenmorfen: ,, Silberstahl" ,, Regenbogen" aufmerksam. Hochachtungsvoll orrmann. Edgar Bo Eisenhandlung. Sau und Küchengeräte. = Offeriere: Gesiebte Ofenkoblen Nr. 1 Schmiedekohlen Nr. III ab Bahn und auf Lager. Heinrich Ruppert. Ermenrod. Baumaterialien Cement, Cementwaren und Tonplatten. Heinrich Völzing Groß- Felda. LudwigsConditorei und ZuckerwarenFabrikation in Gießen, Marktstr. 32 empfi hlt Gebäck aller Art in Bisquits, Makronen, Leb- u. Honigkuch n so wie Chocolade, Bonbons, nfitüren in größter Auswahl. Versandt nech and= wärts prompt. Wer Stelle fucht, verl. die Deutsche Vakanzenpost' Eglingen FÜR UNSERE END Doch ist's so einfach. wird? ſtellt die nach gun hin, wie es gemacht Vorschrift Wer erst Vorbereitungen treffen Wollt Ihr wissen sieht seinen Rod aus, legt ihn fein säuberlich auf den Boden Stühle wird es Euch glauben, daß Ihr das fertig bringt. und springt über ihn weg. Mr. 217 Mittwoch, den 16. September 1903.