Mr. 88. Ebonnementspreis: in Gießen, abgeholt monatlich 50 Bfg., Saus gebracht 60 Bfg., burd bie Boft bezogen viertelfährlich Mr. 1.50. Beatlebellages: Oberbeffische Familienzeitung( täglich) Oberbeffische Beitschrift für Landwirtschaft, Ob- xxd Bartenban, sowie die Sießener Seifenblasen( wöchentlich). Das Blatt erscheint an allen Berttagen nachmittags Donnerstag den 16. April 1903. Gießener 12. Jahrgang. Jusertionsprei: Die einspaltige Petitzelle für Gießen wi gang Oberbefsen, die reife Weslar und Marburg 10 Pfa fenft 15 Vfg.: Reklamen die Petitselle 30 refp. 40 is Bostzeitungsliste No. 3969. Redaktion und Expedition: Gießen Nenenweg 3 Fernsprechanichin Ar, 368. Neuelle Nachrichten ( Gießener Tageblatt) Anabhängige Tageszeitung ( Gießener Zeitung) für Oberhessen und die Kreise Marburg und Wetlar; Lokalanzeiger für Gießen und Umgebung. Enthält alle amtlichen Bekanntmachungen der Großh. Bürgermeisterei Gießen und anderer Behörden von Oberhessen. Deutfch- amerikanischer Zwischenfall. Den Jingoes in den Vereinigten Staaten ist großes peil widerfahren: Es gibt wieder eine Brenhaß gegen die beralebeiten Deutschen. Der amerikanische Ausschuß für Missionswesen im Auslande hat sich bei der Washingtoner Regierung bitter über den Kapitän des deutschen Streuzers Cormoran" beschwert, weil dieser angeblich einige Schüler der amerikanischen Missionsanstalt auf der deutschen Farolineninsel Ruf schnöde behandelt haben soll. Es han belt sich um ein paar Insulaner, die in dem amerikanischen Missionshause auf Ruf zu Missionaren gedrillt wurden. der ,, Cormoran" erschien eines Tages vor Ruf, und der Kapitän nahm sich den Vorsteher der Missionsanstalt, den Anierikaner Stimson, ins Gebet, weil die von ihm unterriesenen Missionare auf den Karolinen gegen die deutsche Obrigkeit gehetzt hatten. Die Missionsschüler hatten ihre feel orgerische Aufgabe darin erblidt, den Eingeborenen zu prebigen: Amerika ist alles, Deutschland nichts." Dies neue Evangelium behagte den deutschen Beamten auf Rut begreiflicherweise nicht, und so erschien eines Tages der Cormoran", um mit den Schuldigen ins Gericht zu gehen. Denn sehr ehrenwerten Herrn Stimson war das Verhör, bern ihn der Kommandant des deutschen Schiffes unterwarf, natürlich nicht sonderlich angenehm; jicher wird der Rapitän mit seiner Meinung nicht hinter dem Berge gehalten haben. Reverend Stimjon beschwert sich, er sei grob angefahren worden, außerdem habe er vier seiner Schüler, die die deutsche Flagge nicht respektieren wollten ,, an Bord des Cormoran" bringen müssen, und diese vier jeica vom Cormoran" zur Bestrafung nach dem 300 Meilen entfernten Ponape, dem Sitz der deutschen Karolinenverwaltung, geschickt worden. Unterwegs habe man die vier schwarzen Burschen nicht mit genügender Hochachtung behandelt. Daß der Kapitän ihnen nicht ehrerbietigst seine Pajüte zur Verfügung gestellt. und sie fürstlich hat bewirten lassen, ist allerdings unverzeihlich! Die Burschen hatten ja doch nur gegen Deutschland gehezt und bie beutsche Flagge beschimpft! Nach Berichten amerikanischer Blätter soll die Washingtoner Regierung ihren Berliner Botschafter beauftragt haben, bei Deutschland Protest gegen das Verfahren des Kapitäns zu erheben. Davon ist in Berlin, wie unser C. B. Mitarbeiter uns schreibt, an zuständiger Stelle nichts bekannt. Man weiß nur, baj in der Tat der ,, Cormoran"-Kommandant vier schwarze Zeitgenossen von Ruf nach Ponape gebracht hat. Er ist zu ausführlichem Bericht aufgefordert worden. An beutscher amtlicher Stelle ist man überzeugt, daß der Kapitän in jedem Falle korrekt und loyal verfahren ist und mir getan hat, was die Ehre des deutschen Namens ihm gebot. Die amerikanischen Beschwerdeführer werden also wohl kein Glück haben. Ein Paria. Beitrag zur Alkoholfrage. CB. Jn Bremen trat am Mittwoch der neunte internationale Songreß gegen den Alkoholismus zu einer fünftägigen Beratung zusammen, die eine Einigung unter den verschiedenen Richtungen bezweckt. Denn ein Teil der Alkoholgegner huldigt dem Radikalismus, indem er grundsätzlich den Kampf gegen den Alkohol predigt und das Teetrinken empfiehlt; ein anderer Teil aber will nur der Mäßigkeit zusteuern und nur den übertriebenen Gebrauch des Altohols abwehren, eine Richtung, die schon deshalb als die zweckmäßigere gelten muß, weil sie wenigstens die nationale Produktion schont. Gin radikaler Uebergang zur Temperenz würde alle Vermögenswerte für Brauanlagen und Spiritusbrennereien bernichten, die Weinbaugegenden schwer schädigen und eime Menge Arbeiter brotlos machen. Ein derartiges Ziel ist aber außerdem auch nicht erreichbar, selbst wenn man es auf eine gesetzliche Basis stellen wollte. Die gemäßigtere Richtung sucht dem Alkohol auf drei Arten betzukommen: 1. durch Belehrung, 2. durch die Gesetzgebung und 3. durch die Medizin. Grundsäßliche Gegner ann ja eine derartige Richtung nicht haben, weil der Mohol tatsächlich ein Feind ist, der schwere sittliche und gesundheitliche Gefahren mit sich bringt. Der Alkohol ist eben wirklich ein Paria; niemand ergreift öffentlich für ihn das Wort, aber heimlich huldigen ihm Tausende und Abertausende, weil er ein Mittel zur Pflege der Geselligkeit ist. Die Versuche, ihm auf dem Wege der Gasthausreform beizukommen, sind gescheitert, weil die privaten Klubhäuser sehr bald alkoholische Getränke führten und weil die Häuser ohne Aftoholgetränke meist auch ohne Gäste sind. Deshalb bleibt der einzig richtige Weg der Appell an die bessere Gimsicht des einzelnen. Den Hausfrauen müssen die Alkohollgefahren zur Kenntnis gebracht werden, die Schule muß sich die Belehrung hierüber angelegen sein lassem, die Gesetzgebung darf die Herabminderung der geitigen Kräfte nicht mehr als Milderungsgrund gelten laffen und den unbemittelten Opfern der Trunksucht muß man eine geeignete Heilbehandlung zu teil werdern lassen, anstatt daß man sie durch Aufnahme in die Säuferliste gesellschaftlich ächtet. Wenn sich der Tremer Kongreß in dieser Hinsicht einigt, dann darf er auch nach beendigter Arbeit im Ratskeller die sog.„, 12 Apostel", d. h. die 12 Fässer ältesten und auserlesensten Weines, besichtigen, deren Inhalt schon manchen getröstet und manchen gelabt hat. Und trinken die Kongreßmitglieder dann auch ein Gläschen in Ehren, niemand wird's wehren. Der Anti- Alkoholkongreß wählte den Direktor Dr. Delbrück- Bremen zum Vorsitzenden. Im Namen des Reiches begrüßte Staatssekretär Graf Posadowsiy die Teilnehmer und führte in längerer Rede, welche mit lebhaftem Beifall aufgenommen wurde, aus, daß die Entwicklung der modernen Kultur, in welcher das Leben sich vorwiegend nicht mehr in Gottes freier Natur, sondern in geschlossenen Räumen vollziehe und an die geistige und körperliche Spannkraft jedes einzelnen erhöhte Anforderungen stelle, die Gefahr des übermäßigen Alkoholgenusses erhöhe, und daß deshalb eine Bekämpfung der Alkoholgefahr um so notwendiger sei. Tie Art dieser Bekämpfung, ihr Umfang und ihre Ziele würden nach der Eigenart eines Volkes, nach seinen allgemeinen Lebensgewohnheiten und nach den Nimatischen Verhältnissen des Landes wesentlich verschieden sein müssen. Freude an förperlicher Uebung in frischer freier Lust und Verbesserung der Wohnungsverhältnisse der ärmeren Volksklassen würden aber allermärts ein geeignetes Mittel sein, um den Feind zu befämpfen. Die Gesetzgebung würde stets nur äußerlich, gewissermaßen mechanisch, eine gewisse Hilfsaktion leisten können, die innere Heilung des Uebels müsse ohne Beschräntung jeglichen Lebensgenusses aus einer veredelten Volkssitte hervorgehen. Und hier erwachse, namentlich den höher gebildeten Gesellschaftsklassen, die ernste Pflicht, Führer der Mission zu sein. Die Jugendkraft schöpfe ein Volk nur aus der Versolgung idealer Ziele und deshalb sei es mit Freude zu begrüßen, wenn sich warmherzige Vertreter der Wissenschaft und Praxis zusammenfänden, um solche Ziele zu einer Lebensaufgabe zu machen. Alle gebildeten Völker stehen in diesem Kampfe für die geistige und körperliche Gesundheit der Menschheit Schulter an Schulter. Möchte deshalb, so schloß der Staatssekretär, der Kongreß ein neuer Marfstein sein auf dem Wege des Fortschrittes menschlicher Gesittung. Der Ehrenpräsident des Kongresses, Bürgermeister Dr. Pauli, überbrachte der Versammlung den Willkommen der Stadt Bremen, worauf eine Reihe Begrüßungsansprachen auswärtiger Vertreter solgien. Die Politik. Versöhnung zwischen Hohenzollern und Cumberland? Englische Blätter fabeln von einer Heirat zwischen dem deutschen Kronprinzen und einer Prinzessin von Cumberland. Nach einer Meldung des Daily Telegraph verlautet in Kopenhagener diplomatischen Kreisen, daß Kaiser Wilhelm und König Christian über die CumberlandFrage verhandelt haben, und daß der König von dem Ergebnis der Konferenz befriedigt sei. Es sei beschlossen worden, daß der deutsche Kronprinz im Sommer Prinz und Prinzessin May von Baden besuchen soll, dessen Gemahlin die älteste Tochter des Herzogs von Cumberland ist. Der Kronprinz werde dort der Prinzessin Alexandra von Cumberland, der zweiten Tochter des Herzogs begegnen. Prinzessin Alexandra ist am 29. September 1882 geboren. Das Blatt deutet an, die Prinzessin sei zur Gemahlin des deutschen Kronprinzen ausersehen. Die Nachricht, die schon früher folportiert wurde, trägt den Stempel der Erfindung an der Stirn. Ein englisch- französisch- italienischer Dreibund? (!) König Victor Emanuel von Italien wird sich demnächst zu mehrtägigem Aufenthalt nach Paris und London begeben. In Paris wird er drei Tage verweilen; unmittelbar darauf begibt er sich an das Londoner Hoflager. Der Umstand, daß die Reise unmittelbar auf den Besuch des Königs Eduard in Rom und Paris folgt, und das Gerücht, der jezige italienische Minister des Auswärtigen, Prinetti, der Erneuerer des Dreibundes, werde zurücktreten und durch den franzosen- und englandfreundlichen Marineminister Morin ersetzt werden- diese beiden Umstände lassen in ausländischen Blättern das Gerücht aufkommen, daß eine britischfranzösisch- italienische Allianz im Werke sei. Die Wahrscheinlichkeit hierfür ist namentlich bei der maritimen und kolonialen Eifersucht zwischen England und Frankreich nicht groß. Aber auch wenn ein solcher neuer Dreibund zustande käme, eine Tendenz gegen den alten Dreibund, der ohnehin auf 12 Jahre hinaus gilt, würde ihm nicht innewohnen können. Uebrigens erweisen die bevorstehenden Reisen des Kaisers und vorHer seiner beiden ältesten Söhne nach Rom, daß das Verhältnis zwischen Italien und Deutschland nach wie vor das gleiche iſt. 11 Die Balkanwirren. Rußlands Sühneforderung für die Ermordung des Konsuls Schtscherbina wird jept bekannt. Das Petersburger Stabinett verlangt als Entschädigung für die Familie Schtscherbinas 120,000 Fres., ferner die Entsendung bon 20,000 Mann anatolischer Truppen nach Altserbien zur ständigen Niederhaltung der Albanesen und endlich die Errichtung einer Sühnekapelle auf dem Tatort. Die Türkei wird diesem Ersuchen wohl oder übel nachkommen müssen. Zar Rikolaus hat übrigens auf die Depesche, die den Tod Echtscherbinas meldete, eigenhändig die Worte geschrieben: Schtscherbina starb als edler held in Ausübung seiner Pflichten." Der Mörder Schtscherbinas, der albanesische Soldat Ibrahim, der ursprünglich nur zu 15 Jahren Kerker verurteilt war, ist in einer erneuten Verhandlung zum Tode verurteilt worden.- Die jüngsten Nachrichten aus Mazedonien lauten nicht besonders ermutigend. Das Bandenunwesen macht sich immer lästiger bemerkbar; die Bevölkerung leistet den Banden entweder aus Furcht oder aus Haß gegen die Türken Vorschub, und jeder Tag bringt neue Scharmützel zwischen türkischen Truppen und Bulgaren. Ehe die Türfei nicht mit eisernem Besen Kehraus in Mazedonien macht, wird es auch nicht anders werden. Nur dann wird auch die Gefahr eines größeren Albanesenaufstandes hintange halten werden. Und die Türkei wird schleunigst eingreifen müssen, weil nach zuverlässigen Meldungen eine allgemeine mazedonische Erhebung, gegen die die bisherigen Vorgänge nur ein Kinderspiel sind, für die Woche nach dem griechischkatholischen Osterfest, also gegen Ende dieses Monats, g- plant ist. Earafom, das Haupt der ganzen mazedonischen Bewegung, der sich aus seiner Sofister Gefangenschaft merkwürdig schnell befreite, ist in den Ausstandsbezirken aufgetaucht und war bereits mehrmals mit türkischen Truppen im Handgemenge. Er wird mit der Proklamiecung des allgemeinen Aufstandes nicht länger auf sich warten lassen, als ihm unbedingt nötig erscheint. Hidalgoschlauheit. )-( Die Spanier wollen es offenbar weder mit dem Sultan von Marokko noch mit Buhamara verderben. Sie suchen nach einem Vorwand, um sich nach Buhamaras Wunsch der nach Melilla geflohenen Sultanstruppen zu entledigen, ohne daß sie dabei den Eultan vor den Kopf stoßen. Bis jetzt sind in Melilla 400 Flüchtlinge eingetroffen, und noch mehr sind zu erwarten. Das gibt der spanischen Regierung die Handhabe, die Leute los zu werden. Ministerpräsident Eilvela hat erklärt, wenn die Zahl der Flüchtlinge noch zunehme, werde es nötig werden, sie nach Tanger zu schicken. Buhamara wird dagegen nichts einzuwenden haben, und Sultan Abdul Aziz kann auch nichts Feind seliges darin erblicken. Englische Wirtschaftspolitik in Südafrika. ) Die Engländer sind in Südafrika jezt eifrig mit der Parzellierung der früheren Staatsbergwerke von Transvaal beschäftigt. Die ehemaligen großen Minen werden in kleinen Losen an Gold- und Diamantengräber und solche, die es werden wollen, verkauft, und die Nachfrage ist so groß, daß der Absatz reißend von statten geht. Selbstverständlich sind die Käufer fast aus. schließlich Engländer. Gleichzeitig ist die Zollschranke zwischen der Kapkolonie und den beiden früheren Bu renrepubliken gefallen; nur Branntwein, Bier, Dynamit und von ausländischem Korn verfertigtes Mehl werden beim Uebergang aus der Kapkolonie nach den beiden ehemaligen Freistaaten verzollt oder überhaupt nicht durchgelassen. Kurze volitische Nachrichten. * Neue Küstenbefestigungen werden an der Nordsee borgenommen. Bei Bremerhaven sollen infolge der b borstehenden Erweiterung der Hafenanlagen drei neue start bewehrie Forts angelegt werden; ebenso soll die Jusel Borkum befestigt werden. Dieser Tage wurden 18 Zwölfzentimetergeschüße nach Borkum geschafft. Wie berlautet, soll auch der Hafen von Emden demnächst zum Reichstriegshafen neben Kiel und Wilhelmshaven erklärt werden. * Die Reichstagsstichwahlen werden, wie jezt feststeht, am 25. Juni stattfinden. Die Wahlkuverts sind bereits bestellt; Fabrikation und Expedition der Kuberts müssen bis zum 9. Juni erledigt sein. Alles in allem tosten die 17 Millionen Kuverts, die PreuBen braucht, etwa 70 000 Mark. * Der kommandierende General des XVI. Armeeforps, Generaloberst Graf v. Haefeler, der Ende die ses Monats sein 50jähriges Dienstjubiläum feiert, wird demnächst in den Ruhestand treten. Als sein Nachfolger wird der jetzige Gouverneur von Meg, Generalleutnant Stöger, genannt. * Die Ernennung des Kölner Erzbischofs Dr. Fischer zum kardinal ist gesichert, sie dürfte Ende Juni erfolaen. die Sonne geführt hatte, so tonnte sie für Stunden ihren eigenen Geschäften nachgehen. Welchen? brachte. feit auf das junge Mädchen, doppelt, wo der MüßigGedanken zur vollen Entfaltung Unsäglich schwer drückte die erzwungene Tatenlosiggang alle traurigen Das Berhältnis amischen ihr und Men war, mem Am Abend herrschte tiefe Etille im Haus. Wie Bri und Sorge Der bei Onkel Balduin vorsprechen. Das ganze zierliche Gebäude, Beneditta endlich wieder einmal ohne Haft Haus der Brenkmanns, welches er bewohnte, verschwand gitte u berichten wußte, waren Maschtes ebenso wie junge Herr zu einem Feste ausgebeten. Ev durfte ein früheres Gartenirs in herrliche Stimme aber auch immer gewaltiger braay Doch auch dein Frühling ,, Liebe im Himmel, auf Erden! Bahn. Heut zieht's vorüber und darf dich nicht fümmer Bleibe nur fein geduldig! ß blühen und eine Tür schlagen und gleich darauf schnelle Tritte die sich alle Sehnsucht ihres Herzens ant, Als sie geendet, hörte sie in dem totenstillen Haus Zähne zusammen. sich derartig in ihrer Gegenwart auszusprechen. lassen, als ihr Ulrich an der Tür entgegen trat. Or hielt sie stillschweigend so schnell als möglich das Zimmer verHänden setzte sie den verlangten Imbiß nieder, dann wollte nahe mußte das Ereignis bevorstehen. Und sie war immer noch im Hause. Mit brennenden Wangen und zitternden Wie sicher mußte sich Ellen fühlen, um Wie Die unfreiwillige 3eugin dieser Auslassung biß die IN Gies * Gegen die Einführung einer obligatorischen Schlachtviehversicherung für das Reich verhält sich der größte Teil der Bundesstaaten ablehnend. Bekanntlich hatte der Reichstanzler eine Umfrage an die Bundesregierungen gerichtet, wie sie zu der Frage ständen. * Der Papst leidet beständig an Katarrh, der von seinem Leibarzt Dr. Lapponi zwar nicht ernst genɔmmen wird, der Umgebung aber doch Sorge macht. * Die Revolution in San Salvador hat mit dem Siege der Aufständischen geendet: Juan Arias, der Präsident, hat sich dem Führer der Aufständischen, Bonilla, ergeben, dessen Truppen die Hauptstadt Tegucigalpa eingenommen haben. Hof und Gesellschaft. Das Kaiserpaar machte gestern die gewohnte Bromenade im Tiergarten; der Kaiser hatte darauf eine Besprechung im Auswärtigen Amt mit dem Staatsse kretär Frhen. v. Richthofen und hörte später Borträge, Zur Tafel bei dem Kaiserpaar waren geladen der Herzog von Sachsen- Koburg und Gotha, der Erbprinz- Regent von Hohenlohe- Langenburg, Intendant v. Hülsen, MinisterResident Coates, Gesandter v. Voigts- Rhez, Bezirks- ẞräsident Graf Zeppelin. Der Staiser wird, wie nunmehr feststeht, an der im Monat Juni d. Js. in Hamburg stattfindenden Enthüllung eines Kaiser Wilhelm- Dentmals persönlich teilnehmen. *** Prinz und Prinzessin Rupprecht von Bayern, die auf ihrer Weltreise jezt nach China gekommen sind, wurden von der Kaiserin- Regentin in Paotingfu em pfangen. *** Das Befinden des Herzogs Ernst von SachsenAltenburg, welche sich in Mentone durch Ausgleiten auf der Treppe einen rechtsseitigen Schenkelhalsbruch zuzog, ist gegenwärtig befriedigend. Der greise Patient verbringt seit einigen Tagen, im Zimmer oder auf dem Balkon in einem Sessel ruhend, fast den ganzen Tag außerhalb des Bettes, so daß demnächst die ersten Stehversuche unternommen werden sollen. Die Rückreise des Herzogs nach Altenburg wird voraussichtlich im Bause der nächsten Woche erfolgen können. Stiefeltern. RK. In dem jüngst in Berlin verhandelten Straß falle gegen einen 12jährigen Knaben, der seine Eltern beraubt und dann einen Mordversuch gegen sie unternommen hat, ist es eine charakteristische Erscheinung, baß der Knabe einen Stiefvater hat. Im allgemeinen sind die Stiefväter weniger dem Mißtrauen des Volkes bezüglich ihrer Kindesliebe ausgesezt als die Stiefmutter, aus dem einfachen Grunde wohl, weil der Mann als tätiges Mitglied des öffentlichen Lebens weit weniger die Lasten der Kindererziehung und demnach auch beren Annehmlichkeiten und Schattenseiten weniger zu tragen hat, als die Frau. Die Lieblosigkeit der Stiefmutter ist sogar in der deutschen Volkspoesie, im Märthen von Aschenbrödel, als eine geradezu typische Eigenschaft dargestellt worden in vielen, wenn nicht in ben weitaus meisten Fällen mit Unrecht. Gerade in Berlin hat man ja vor kurzem den tragischen Fall erlebt, baß eine Frau in den Tod ging, weil sich ihre auf falsche Bahnen gebrachte Etieftochter das Leben genommen hatte. Aber gleichviel! Stiefeltern haben stets, auch wenn sie von dem besten Willen beseelt sind, mit dem Mißtrauen der Umgebung und der Verständnislosigkeit der Kinder zu rechnen. Denn sie treten als fremde Personen in deren Erscheinungskreis, und wenn sie nach geschlossener Ehe auch die Autorität des verstorbenen Eheteils zugewiesen erhalten, so ist und bleibt dies doch ihrem ganzen Wesen, wenn auch nicht dem Zwecke und der Absicht nach eroberte Rechtsstellung, während das unter der Autorität der natürlichen Eltern aufwachsende Kind mit innerer Ueberzeugung und in dem unbewußten Gefühle der Richtigkeit sich dieser Autorität unterwirft. Speziell dann, wenn nach längerer Witwenschaft der Mutter wieder ein männliches Oberhaupt an die Epiße der Familie tritt, wird das Gemütsleben des Kindes leicht irrigen Eindrücken ausgesezt sein. Die festere Hand des Mannes übt naturgemäß auch einen festeren Druck aus; nicht selten ist es gerade auch die Mutter, die, des strafferen Regimentes froh, durch den Hinweis auf des Vaters Strenge sich bie Disziplin erleichtert. Vielfach tritt- nicht aus einem Hang zur Härte, sondern auch aus Notwendigkeit - an einen Stiefvater weit häufiger, als es notwendig wäre, der Zwang, die Strafgewalt auszuüben, heran, weil die Mutter, anstatt selbst zur Rute zu greifen, alle Verfehlungen der Kinder vor sein Forum bringt. Das Auge des in der Entfaltung seiner Eigenliebe gestörten Kindes sieht das alles ganz anders an, weil ihm die Erkenntnis der sittlichen Beweggründe in dem Verhalten des Stiefvaters fehlt, und so schleicht sich in sein Gemüt, ohne daß die Eltern es ahnen und wissen, eine Bitterfeit und eine Abneigung ein, die je nach der Chavakierveranlagung früher oder später, heftiger oder geringer zum Ausbruch kommt. Wenn dann noch eine unverständige Umgebung diese Empfindungen durch ihre Kritik bestärkt, dann ist ein solch verirrtes Kind den heftigsten Gemütseindrücken ausgesetzt. In dem Berliner Fall haben wir ein interessantes Problem für einen Psychologen nicht nur, sondern auch für einen Pädagogen vor uns, vielleicht sogar ein Seitenstück zu dem Herzog Johann Parricida von Schwaben- im Kleinen natürlich. An diesem vertrat bekanntlich nach dem Tode seiner Eltern sein Oheim, der König von Böhmen, Vaterstelle und dennoch nahm der junge, zügellose Mensch an einer Verschwörung teil, die seinem zweiten Vater das Leben kostete. Und warum? Weil er sich in der Güterverteilung von diesem verraten glaubte. Von der Mitwelt verachtet, von der Regierungsgewalt geächtet, irrte er als ein friedloser Mann durch die Welt, um schließlich ganz unterzugehen. Niemand weiß, wo er sein Ende gefunden hat. Aber heute bleibt die Frage noch offen, ob Johann Paricida, der Vatermörder, auf diese Abwege gekommen wäre, wenn nicht die Umgebung seine Anschauungen beeinflußt hätte. Wenn hier der Fall ähnlich läge, welcher eine Verantwortung für die Umgebung, die zwar straflos, aber dennoch vor ihrem eigenen Gewissen schwer schuldig wäre, so wirkt der Fall fast wie ein Appell an die Oeffentlichkeit, vor Kindern die Handlungen der Stiefeltern niemals zu kritisieren, dagegen in solchen Fällen, in denen tatsächliche Ausschreitungen nachweisbar sind, für die Kinder den Schutz der Behörden anzurufen. Kunft und Wiffenfchaft. K. G. Auf die Tiara des Saitaphernes, von deren Fälschung jetzt so viel die Rede ist, ist von der Direktion des berühmten Zirkus Barnum ein Angebot von 250,000 Frcs. an die Verwaltung des Pariser Louvremuseums ergangen, d. h. wenn die Tiara falsch ist, echt hat sie für Barnum keinen Wert. Der mutmaßliche Verfertiger des Kunstwerks, der russische Goldschmied Rachumofsti, behauptet noch immer, daß er nicht gewußt habe, daß die Tiara zu einem Betruge gebraucht werden solle; doch findet dies bei Sachverständigen wenig Glauben. Nab und fern. (-) Verschobene Denkmalsenthüllungen. In Küstrin sollten am Sonnabend in Anwes nheit des Kai ers drei Denimäler enthüllt werden, die vom Professor Janensch und Bildhauer Haverkamp geschaffen sind und den großen Kurfürsten, Friedrich den Großen und Kaiser Wilhelm I. darstellen. Da die Büste Friedrichs des Großen aber nicht bis zum Enthüllungstermine fertig gestellt werden konnte, ist jetzt die Feier bis zum Juni verschoben worden. ) Berliner Korso. Die beabsichtigten Korsofahrten in der Siegesallee des Berliner Tiergartens haben gestern ihren Anfang genommen, trop der kalten, fast winterlichen Witterung. Diese brachte es allerdings mit sich, daß in den Reihen der Korsofahrenden sich große Lücken zeigten und die meisten der übrigens recht eleganten Gefährte nach einigen Rundfahrten schleunigst wieder nach Hause fuhren. Doch der Anfang ist gemacht. Berlin hat seinen offiziellen Korso, wie andere europäische Großstädte. (:) Die ,, unglückliche Fran". In Dresden wird jetzt in der königlichen Hofkirche für die Prinzessin Luise von Toskana wieder gebetet, während sie bislang von der Fürbitte ausgeschlossen war. Der Text des Gebetes bezeichnet die Prinzessin als ,, unglückliche Frau". Das läßt darauf schließen, daß sich am sächsischen Hof eine mildere Auffassung des Schrittes der früheren Kronprinzessin Bahn bricht. ( 2) Ein russischer Verschwörer. Der Oberstaatsanwalt am Neapeler Apellgerichtshof beantragte, daß dem, wie s. 3t. gemeldet, von der russischen Regierung gestellten Gesuch um Auslieferung des russischen Staatsangehörigen Göß nicht stattzugeben sei, weil das Verbrechen, dessen Götz beschuldigt wird, mit einem politischen Verbrechen im Zusammenhang stehe. Göß war, wie erinnerlich, in Neapel verhaftet worden, weil er angeblich an einem Komplott gegen den zaren beteiligt war und weil er die Hauptschuld an der Ermordung des russischen Ministers Schipjagin trage. Göz hat eine lange Karriere als Verschwörer hinter sich. Schon 1886 wurde er unter dem Verdacht, an einem nihilistischen Anschlag beteiligt zu sein, zur Deportation nach Sibirien verurteilt. Nach einer qualvollen Fußreise von über zwei Jahren kam die Karawane, der er zugeteilt war, in Jakutsk an. Dort wurde den Erschöpsten aber vom Gouverneur bedeutet, daß sie noch weiter, in die Wüste hinein, ziehen müßten. Als sie sich weigerten, hieb und schoß die Eskorte auf sie ein. Viele wurden getötet, die anderen, unter ihnen Götz, meist schwer verwundet und später teils zum Tode, teils zu lebenslänglicher Bergwerksarbeit verurteilt. Der englische Staatsmann Gladstone nannte damals dieses Vorkonimnis ein entseßliches Verbrechen gegen die Menschheit, und ein Erzbischof ſoll gesagt haben, daß er jetzt begriffe, wie jemand zur Dynamitbombe greifen könne. Göz mußte vier Jahre Zwangsarbeit in den Minen tun, dann gelang es ihm aber zu entwischen. Seitdem lebte Göß, dem reiche Mittel zur Seite stehen, der nihilistischen Propaganda in der Schweiz und in Italien. Eine harte Pflicht! Der Fähnrich zur See Hüssener, der, wie gemeldet, in Essen den zweiundzwanzigjährigen Artilleristen Hartmann erstach, weil er ihn nicht gegrüßt hatte, scheint an Größenwahn zu leiden. Bei ihm wurde ein Notizbuch gefunden, in dem er eine ganze Seite voll Namen von Soldaten aufgezeichnet hatte, die er wegen nicht vorschriftsmäßigen Grüßens zur Anzeige bringen wollte. An die Familie Hartmann hat er ein ,, Entschuldigungsschreiben" gerichtet, in dem er erklärt, es sei seine, harte Pflicht" gewesen, sich als Offizier Gehorsam zu verschaffen. Hüssener wird nach Kiel übergesührt und von dem dortigen Kriegsgericht abgeurteilt werden. Bunte Chronit. Zwischen Rheine( preußischer Regierungsbezirk Münster) und Lathen hat die Ems große Wiesen und Ackerflächen seeartig überflutet. Das Wasser steigt bei anhaltendem Regen und Schnee fortgesetzt. -Bei Besichtigung des Münchener Pferdemarktes durch den Prinzregenten, wurde diesem unter anderem auch ein Rassepferd gezeigt, das bei der Vorführung sehr unruhig war. Ein Schußmann eilte hinzu, um das Pferd zu halten, wurde aber von den Hufen des Pferdes derartig gegen Brust und Unterleib getroffen, daß er auf der Stelle tot zu Boden fiel. - Von einem scheu gewordenen Droschkenpferde wurd: auf der Treskower Landstraße unweit von Neuruppin ein Automobil umgeworfen, wobei die Insassen desselben, zwei Herren und eine Dame, auf das Pflaster geschleudert wurden. Die Dame erlitt dabei mehrere Rippenbrüche und mußte vorläufig in einem Neuruppiner Gasthause untergebracht werden. Von dem auf Krazsand bei Kurhaven gestrandeten nach Harburg bestimmten deutschen Schoner ,, Germania" wurden sechs Personen durch das Rettungsboot ,, Anna Maria Elisabeth" gerettet. - Infolge eines Zusammenstoßes mit einem russischen Kreuzer sank im Suezkanal eine Bark und versperrte die Passage mehrere Stunden hindurch gänzlich. Zwischen ausständigen und nichtausständigen Bäckergesellen in Barcelona kam es zu wiederholten Zusammenstößen, bei denen mehrere Personen verlegt und eine Anzahl Verhaftungen vorgenommen wurden. Vermischtes. * Der den Profeffor Den Architefter den Präfident Beheimen Rab Softheaters u ** Zur nigten In feine 200000 Hechte bei Das evangel auf die jüng die Uebernal Farg von Bu ( 2)[ Aus Bismarcs Feldzugsbriefen] bringt jest bi Gartenlaube weitere Veröffentlichungen. Sehr launig i eine Stelle in dem Briefe, in dem Bismarck erzählt wie ihn sein Sohn Wilhelm, der inzwischen zum Leut nant befördert worden war ,,, am 2. im Bette, mit Blumen thals Uniform und fremden Hosen an", überfallen habe ,, dazu hängte er Karls Landwehr- Kartouche um, seste meinen, nur in der Spize nicht richtigen, Generalshelm auf, und so nahm ich ihn mit zur Kirche, wo er sid vor Sr. M. meldete, der über den Anzug nichts sagte Zu Tisch tranken wir Sekt, aus Rothschilds Keller ge fauft, bis dein Sohn cinen roten Sattel auf der Na hatte, und dann ritt er mit Philipp über Lagniy und Claye wieder in sein drei Meilen entferntes Quartier nicht ohne mir mein Gold aus der Westentasche und i Paar Handschuhe abgenommen zu haben, auch mit nak und Zigarren versehen." g §[ Die deutsche Einwanderung nach Amerifal ist in der jüngsten Zeit bedeutend gesunken. Der deutsch Anteil an der Gesamtziffer der Europamüden fiel von 18 auf 4 Prozent, der irische von 8 auf 3 Prozent, während der italienische von 12 auf 33 und der öster sterreichisch- ungarische von 14 auf 27 Prozent gestiegen ist. Die Gesamteinwanderung hat in einem noch nie beobachteten Maße zugenommen, so daß die Einwande rungsbeamten kaum imstande sind, die ihnen erwachsen den Arbeiten zu bewältigen. In den ersten elf Tagen des April kamen über 41 000 Einwanderer in Newhort an [ Barlamentarische Holzhacker.] Eine drollige Erin nerung an die 1848er Zeit bringt der damalige Depu tierte Andrae in seinen Aufzeichnungen, die ein Berliner Blatt veröffentlicht. In der damaligen zweiten preußi schen Kanimer war eine Anzahl ,, Original- Wasserpoladen vertreten. Sie verbanden das Schöne mit dem Nützlichen, arbeiteten in den Frühstunden in Berlin als- Hol Kleinmacher und gingen dann in die Kammer: um noch 3 Taler Diäten zu verdienen! Ihr Führer und Hauptschreier mit dem schönen Namen Kiol Bassa wat so an das Barfußgehen in der heimatlichen Wasser pollackei gewöhnt, daß er während der Sizungen in der Kammer die ungewohnten Stiefel auszuziehen pfleg te. Als Kiol Bassa zum erstenmale die geliebten Diäten in vielen blanken Talern einstrich, war er so dankbar gerührt, daß er nash polnischer Sitte dem Kassierer den Rockzipfel küßte. Bei solchen Volksvertretern hich es natürlich: je länger die Verhandlungen sich hinziehen um so lieber für uns und unsere Diäten! (?)[ Ein gutes Geschäft.] Ein Bürger von Liverpool verlor vor einiger Zeit bei einem Eisenbahnunglüd ein Bein, worauf das Gericht die Bahngesellschaft verur teilte, dem Krüppel eine Entschädigung von 24 000 Mart zu zahlen. Als der Mann das Geld erhielt, ließ er seinem Anwalt mitteilen, daß er gegen eine gleiche Summe der Gesellschaft auch sein zweites Bein zur Ver fügung stelle. [ Perfide Rache.] In Kopenhagen macht eine tra gikomische Geschichte die Runde. Jemand hatte sich mit einem Wursthändler entzweit und beschloß, sich an die sen zu rächen. Als dieser Tage der Laden des Wursthändlers mit Publikum angefüllt war, trat hastig der Mann hinein und warf eine tote Katze auf den Badentisch mit den Worten: Hier ist die zwölfte- habe heute keine Zeit Rechnung vorzulegen, tomme aber mɔr gen wieder!" Weg war der Boshafte, ein Teil der Kundschaft retirierte, und der Ladeninhaber raste wie ein Vulkan. (!)[ nblutige Tieropfer in Persien.] Ter russische General Koljubakin veröffentlicht sein Tagebuch von einer Reise durch Persien als Gesandter des Zaren. Unter anderem erzählt er folgende ergözliche Episode. Bi jeder Ansiedelung, welche die Gesandtschaft passiert: strömten die Bewohner aus ihren Hütten und machten am Wege Front. Bisweilen brachten sie den Reisenden Früchte oder einen Hammel zum Opfer". Die Opferung war aber recht komisch: es erschien ein Mensch mit einem Messer und drohte dem auf dem Boden liegenden Hammel den Tod an. Die Sache lief aber ohne Blut bergießen ab; General Koljubakin spendete dem Opfer priester einen Dukaten und der Hammel wurde begnadigt )[ Ein toller Aprilscherz.] Eine Anzahl wunderbare Nachrichten enthalten die mit der letzten Poſt einge troffenen amerikanischen Zeitungen. Wunderhübsch is vor allem die Geschichte von dem ,, Räuber ohne Arme In Butte, Montana, lebt ein Mann, der ohne Arm geboren wurde und sich lange Zeit in Jahrmarktsbuben als Naturwunder zeigen ließ. Vor einigen Tagen nen drang dieser Mann um 6 1hr morgens mit einem Re volver zwischen den Fußzehen in die Räume des ,, Ca lifornia Club" ein und forderte den Kassierer des Spid saales auf, ihm sofort 50 Dollars zu geben andern alls müsse er die noch anwesenden Spieler niederschießen Der Mann ohne Arme erhielt weit mehr, als er vær langt hatte. Am Nachmittag erschienen jedoch in seiner Wohnung brei ,, Polizemen", um ihn festzunehmen, f fanden ihn auf einem Stuhle sizzend, mit einem Fe volver zwischen den Zehen des einen und einem Rasie messer zwischen den Zehen des anderen Fußes. Es ent spann sich ein erbitterter Kampf, und das Naturwund gab mehrere Schüsse ab; es nüßte ihm aber garnichs, denn er wurde schließlich doch verhaftet. )([ Die Bergrößerung des Japaners.] Die japanischm Blätter stimmen einen Klagegesang an: die Soldatm ihres Landes sind zu flein. Sie haben die Ursach der Kleinheit der japanischen Rasse mit heißem Bemüh studiert und glauben, entdeckt zu haben, daß sie in d orientalischen Sitte, auf Matten zu ſizen, herrührt. Dis Körperhaltung, sagen sie, läßt das Blut in den Glieder nicht frei zirkulieren, und das Individuum kann infolge Dessen nicht wachsen. Die Japaner der jüngeren Gene nation, die in Schulen erzogen werden, welche nach euro päischen Mode mit Tischen und Bänken ausgestattet sind dürften sich schon besser entwickeln und weit größer wa den als ihre Ahnen. Man könnte dem entgegenhalten daß die türkischen und syrischen Soldaten, die meist wahrt Riesen sind, in ihrer Jugend auch auf Matten saße Daran scheinen die japanischen Zeitungen garnicht ge sacht zu haben. gelfben G Der Wahlf ift im Mo dacht worde ein weiterer figurieren in 6000 Mt., fich das zum δ Bingen, das Bentrum Ber evangel. Aird Bierheller b ordens Phil * Ei bem in den zu Gieße Ferner erhi Suleman Allendor Benfio Barchfeld fefretär See * Po Boftrat Krol inspektor Al zum Boftra nad Rönig berg nach Rohdies vo ** dohl nach Grünberg haufen nach der Postdire träger ous felretärfteller Etatemä die Bostaffift Gießen, Trin Lauterbach Boftafiftent u. A. zu B зи die Bizefeld der Wachtm ** 26 festen Her und Baurat 3 Uhr Steins Gar Bon einem erwarten, do in den Kreis Beamten im ftarte Beteil aus dem J die Anmeld 17. d. M. ** & Rliebe die Beerdig angetrau Da steht Braut. 2 id Ihnen mu beachteten. bea Berbliche anfeinenber Herrn Ti und legtere lirte, word Aussage far Aste 8. Giessener Cagesnenigkeiten. Der Großherzog empfing am 15. April u. A. den Professor Dr. Weimar vom Realgymnasium zu Gießen, en Architekten B. der von Mainz, den Realschuldirektor farg von Buzbach; zum Vortrag den Staatsminister Rothe, den Präsidenten des Oberkonsistoriums, D. Buchner, den Geheimen Kabinettsrat Römbeld, den Generaldirektor des efen] bringt jest E gen. Sehr launig em Bismard erza inzwischen zum Lu m Bette, mit Blume Kartouche um, j chtigen, Generalsbe an", überfallen has hoftheaters und der Hofmusit Werner. ** Zur Reichstagswahl. Ein Aufruf der vereiigten Innungsverbände Deutschlands fordert Reichen Sie Offerte ein", an welchen Handwerter oder Raufmann wird diese Aufforderung nicht schon ergangen sein. Es wird der Aufforderung Folge geleistet, die Preise äußerst gestellt aber und das ist die Schattenfeite ein Anderer hat den Zuschlag bekommen. Warum? Wir wollen es nicht untersuchen. Nur die Zeit und das verwendete Material ärgert den Submittenten und es ist an uns schon öfters die Frage gestellt worden, kann man denn nicht diese Auslagen fich vergüten lassen. Nach einer Entscheidung des Reichsgerichts ja; ein Handwerker fann eine von ihm geforderte Offerte auf etwa zu liefernde Arbeiten daß solche Offerten oftmals lediglich zur Er sielung niedriger Preise eingeholt würden. Die Offerte stellte eine geforderte Leistung dar, welche geschlich zu vergüten sei. Einen anderen Krebsschaden hat das der tapferen Stammtruppe gewidmet worden. Mit der Ansführung des Denkmales wurde Herr Professor Dr. Röschen betraut. Es wurde rechts von dem Haupttore, das vom Regiment gestürmt worden ist, auf dem Massengrabe der tapferen Grenadiere( das, so schreibt die„ Alsf. Oberh. 8tg.", im vorigen Jahre entdeckt worden ist) auf dem alten Friedhofe ein Hügel in Form eines Rechteckes errichtet und mit Basaltblöcken umschlossen. Auf einem großen Basalt blocke wurde die vom Regimente gestiftete Tafel aufgelegt. Im Auftrage des Offizierkorps des Regiments Nr. 80 übergas Herr Professor Dr. Röschen mit einer Ansprache das zugleich einen Kranz nieder. Der Vorsitzende des Schloßbauvereins sprach dem Offizierforps gebührenden Dank aus und erklärte, daß der Verein das Denkmal allezeit in treuer Obhut und in hohen Ehren bewahren werde. ur Stirche, wo erre 200 000 Mitglieder zur energischen Wahrung ihrer bezahlt verlangen. In dem betr. Urteil wurde ausgeführt, Denkmal dem Vorstande des Schloßbauvereins und legte Anzug nichts fag tothschilds Keller Sattel auf der - Rechte bei den Landtags- und Reichstagswahlen auf. Das evangel.- lutherische Landeskonsistorium in Sachsen hat - -- ipp über Lagninaf die jüngst ergangene Anfrage hin erklärt, daß es gegen entferntes Duarte die Uebernahme einer Reichstagskandidatur durch einen evanr Westentasche un Lshen Geistlichen grundsäßlich feine Bedenten habe. haben, auch mit der Wahlfonds der sozialdemokratischen Partei geschäfte reichen mitunter Offerte ein, nur um ins Geschäft ditverein hat nach seiner aufgestellten Bilanz im ver if im Monat März von unbekannten Gebern reichlich be. hinein zu kommen, fizen solche Firmen dann drinn, so werden ng nach Ameri dacht worden. Ein Unbekannter hat 10000 Mt. gespendet, die Preise angezogen. Ein reizendes Beispiel dazu wird uns esunken. Der deut in weiterer begeisterter Anhänger" 30000 Mt. Weiter uropamüden fiel 8 auf 3 Pro 6000 f., 5000 Mt u. s w. if 33 und der fich das zum Muster nehmen. 27 Prozent gefti in einem noch daß die Einwan die ihnen erwachse Windhausen. Der hiesige Konsum- und Kregangenen Jahre 5122 Mart 74 Bfg. Reingewinn erzielt; die Anzahl der Genossen betrug am Ende des Jahres 295. Nieder- Ofleiden. Das Fest der Silbernen Hoch. zeit feierten am 2. Ostertag Herr Gastwirt Nikolaus Metz ** Darmstadt. Dem Vernehmen nach wird das russische Raiser in furzer Zeit nach Darmstadt reisen. Von hier aus soll ein Besuch in Italien stattfinden. aus Thüringen gemeldet. Beim Ausschreiben einer 5000 figurieren in der Zusammenstellung mehrmals Beträge von Meter langen Wafferleitung hatte eine Firma 53 322 Mt. geund seine Ehefrau. Andere Parteien sollten fordert, wogegen eine andere Firma die Arbeiten für 1935 Mt. Im Wahlkreis Alzey liefern will. Selbst wenn man der letzten Biffer noch eine Bingen, der Hochburg d. hessischen Freisinns, wird für Null anhängt, beträgt fie taum 37 Prozent der ersteren. Die Heiterteit" hatte am 2. Osterfeiertag per das Zentrum Gutsbesizer Jos. Senfter Gabsheim kandidieren. Bieberlieschen sich nach dem Windhof gemacht und dort bei * Berliehen hat der Großherzog dem Rechner der Chor- und Einzelg sängen den Feiertag im besten Einverden ersten elf Lage evangel. Kirche zu Groß- Zimmern, Oberlehrer i. P. Christoph nehmen verlebt. derer in Newport Bierheller die Krone zum Silbernen Kreuz des Verdienst] Eine drollige Gordens Philipps des Großmütigen. Der damalige D igen, die ein Berl ligen zweiten pra iginal- Wafferpolat in die Kammer: Ihr Führer men Kiol Bassa heimatlichen id der Sizung fel auszuziehen - ** Eisenbahnpersonalien. Der Kaiser hat dem in den Ruhestand übergetretenen Stations affisten Peter zu Gießen den Kronen- Orden vierter Klasse verliehen. e mit dem Mägi Ferner erhielten das Allgemeine Ehrenzeichen der Bremser Berlin als- semann in Friedberg, Bahnwärter Immel in Allendorf a. Lda. und Weichensteller Volt in Gießen. Bensioniert wurde vom 1. April ab Stationsassistent Berchfeld zu Gießen. Versezt wurde Eisenbahnfelretär Seer von Gießen nach Frankfurt a. M. ** Post person alien: Versezt sind u. A.: der die geliebten Boftrat Kroll von Darmstadt nach Dresden, der Oberpostwar er so dan inspektor Klint von Berlin nach Darmstadt unter Ernennung the dem Raffierer zum Poſtrat, der Oberpostsekretär Erdmann von Gießen Volksvertretern bij na Königsberg( Br.), die Bostmeister Graeff von Grünungen fich Rosdies von Büdingen nach Brauft und Schmidt von Wer Bürger von Liverpool bohl nach Grünberg, die Oberpostassistenten Fischer von Gjenbahnunglüd ein: Grünberg nach Buzbach und Rupp von Frankfurt- Sachsenhngesellschaft verur hausen nach Gießen. Uebertragen ist die Verwaltung mg bon 24 000 Rad! Beld erhielt, ließ der Postdirektorstelle in Butzbach dem Postinspektor Flaschengegen eine gliträger aus Frankfurt( M.), die Verwaltung von Ober- Postweites Bein zur Beselt tärstellen den Ober- Postpraktikanten Haubach in Gießen. Etatsmäßig angestellt sind u. A. als Postassistenten die Poſtaſſiſtenten Herzberger in Hungen, Kanngießer in Gießen, Trinkaus in Lauterbach, Loß in Gießen, Ruppel in Lauterbach und Weißel in Nidda, als Postverwalter der Poftassistent Vetter in Großfelda. Angenommen sind u. A. zu Postanwärtern der Feldwebel Böcher in Günberg, die Vizefeldwebel Joekel in Lich, Pfeifer in Schotten_und der Wachtmeister Lorenz in Schlitz. e Diäten! agen macht eine to nand hatte sich m beschloß, sich an er Laden des war, trat ha Kaße auf den Jade die zwölfte- hab en, tomme aber mor te, ein Teil der Kund nhaber raste wie ein Serfien.] Der rufi ein Tagebuch von ein er des Zaren. Un gößliche Episode. ** Abschiedsfeier. Bu Ehren der von hier verfeßten Herren Kreisschulinspektor Professor Dr. Lucius und Baurat Stahl findet nächsten Montag, nachmittags 3 Uhr im Restaurant 8am neuen Saalbau",( früher Steins Garten) dahier eine gesellige Vereinigung statt. Vom einem Abschiedsessen wurde abgesehen. Es steht zu erwarten, daß bei der großen Beliebtheit genannter Herren in den Kreisen der Lehrerschaft, der Bürgermeister und der Beamten im Kreise, sowie der hiesigen Bürgerschaft eine ſtartte Beteiligung an dieser Abschiedsfeier stattfindet. Wie aus dem Inserat in Nr. 81 des Blattes ersichtlich, werden f dem Boden liegend die Anmeldungen hierzu tunlichst bis morgen Freitag den lief aber ohne 8 17. d. M. erbeten." 1 spendete dem Op Sesandtschaft paffi 1 Hütten und mad ten sie den Reifend Opfer". Die Opfer chien ein Mensch mmel wurde begnad te Anzahl wunderbar er letzten Poſt in n. Wunderhübsch Räuber ohne At ann, der ohne An Jahrmarttsbu r einigen Tagen orgens mit einer ** Es geht uns von der Firma Gauschemann & liebe, Frankfurt a. M. folgende Berichtigung betr. die Beerdigung des Tschampel zu: Nicht die ehrbar angetraute Frau Tschampel hat die Aeußerung Da steht der Mörder" ausgerufen, sondern die sog. Braut. Betr. der greisen Eltern des Verstorbenen fann i Ihnen nur mitteilen, daß die Leute die Braut nur wenig Auch habe ich nicht gesehen, daß der Bruder des Verblichenen die Braut am Arm führte, sonderen ihre Se Räume des anscheinenden Freundinen. Dann ſei noch bemerkt, daß ich en kaffierer des& herrn Tschampel sowie seine Frau ſchon vor Jahren kannte 3 sul Spieler niederschi lirte, worauf erst einige Anwesende die Frau auf meine Aussage fannten. in veit mehr, als er hienen jedoch in se ihn festzunehmen, ſizend, mit einem nen und einem Raj anderen Fußes. Es und das Naturwu te ihm aber garni verhaftet. aners:] Die japani ang an: die Gold: Sie haben die Urja je mit heißem Bem haben, daß sie in u fizen, herrührt. s Blut in den Gli dividuum tann infe ner der jüngeren G erden, welche nach änten ausgestattet In und weit größer nte bem entgegenhal Soldaten, die meist m auch auf Matten fo Beitungen garnit ** In den nächsten Tagen scheinen wir nach der herrschenden Temperatur auf grüne 8weige nicht mehr fommen zu sollen; man tut am besten, zu Hause zu bleiben, Kohlen in den Ofen zu legen und selbst, wenn man ausgeht, einen dicken Winterpaletot anzuziehen und einen soliden Schirm mitzunehmen, im Wirtshaus aber Grog oder dergleichen zu trinken. So präpariert, fann man es einigermaßen aushalten und wer einige Phantasie besigt, vermag sich sogar, wenn er mit blauer Nase und krebsroten Fingern vor einem tnospenden Baum oder grünenden Strauch steht, einzubilden, daß er sich im Frühling befindet und das große Erwachen der Natur festlich begehe. Wie es in den letzten Tagen bei uns zugegangen ist, wissen wir alle leider nur zu gut, aber ie weiter wir hinauskommen, desto schlimmer werden die Nachrichten von dem Wetter. Aus dem Vogelsberge wird uns permanent Schnee und Eis gemeldet und das Zahntal ist nicht besser bran. Selbst Frankfurt sieht seit mehreren Tagen jeden Morgen weiße Dächer und mit Schnee bedeckte Anlagen. Ja, der April ist unberechenbar. Aus Hessen und Nachbargebieten. + Grünberg, 16. April. Am zweiten Osterfeiertag ist unserem Orte gesanglich ein Genuß geworden. Der hiesige Gesangverein hatte ein Concert arrangiert und dazu auch einige auswärtige Sänger mit gewonnen. Der Besuch war ein sehr gut r, noch besser aber war der sangliche Erfolg; so daß man es gern sehen würde, wenn die Turnhallenpforte sich recht bald wieder für einen gleichen Zweck öffnen würde. Unter den einzelnen Gesängen möchten wir noch die Solos eines auswärtigen Sängers erwähnen. *** Grünberg. Es wird gegenwärtig schon fleißig gearbeitet an der Vorbereitung für die hier in Hamels Garten vom 16.- 18. Mai stattfindende Lokal- Ausstellung Tie des Vogelsberger Geflugel- und Vogelzuchtvereins. Anmeldungen dazu haben spätestens bis 8. Mai zu erfolgen; die Tiere selbst müssen am 15. Mai eintreffen. Als Preis. richter hat man den Herrn J. Knaup aus Klein- Karben für Wassergeflügel, Hühner und Tauben, und die Herren Ferd. Schott- Grünberg und Hofapotheker Roßbach. Laubach für Vögel, Litteratur und Geräte gewonnen. Die Ausstellung wird nach dem, was man hört, auch reichlich beschickt werden und die Konkurrenz unter den Tieren eine schwere sein. Darmstadt, Hier feierte gestern der Kunsthistorifer Geheimrat Prof. Dr. phil. Georg Schaefer, der von 1869 bis 1902 Professor an der dortigen Technischen Hochschule war, seinen 80. Geburtstag. * Der Raub mörder von Sponsheim ist am Dienstag in Frankfurt auf der Kaiserstraße verhaftet worden. Am 1. April hat man die 72jährige Honorine Steimer zu Sponsheim bei Bingen, die früher Oberin der Nieberbronner Krankenschwestern war, im Keller ihres Hauses ermordet aufgefunden. Ueber die Person des Mörders blieb mannicht lange im Zweifel. Die Ermordete hatt ean dem Tage den Besuch eines entfernten Verwandten, des am 10. März 1895 geborenen Anton Detrois aus Montigny bei Meß erhalten, ihm laut Eintragung in ihr Tagebuch eine Unterstügung gegeben, nachher war er aber verschwunden. Seit längerer Zeit war der Frankfurter Kriminalpolizei bekannt, daß Detrois sich in Frankfurt aufhalte und von hier Ausflüge in die Umgebung unternahm. Detroiß wohnte unter dem Namen Peter Sturm in einem Hotel am Hauptbahnhofe und gab bei seiner Verhaftung an, daß er Sturm heiße. Er brachte viel Geld in hiesigen Animiertneipen durch. Eine besondere Vorliebe hatte der faum 18jährige für Dirnen. Bei seiner Vernehmung gab Detrois an, daß er von seiner Tante Geld verlangt habe. Diese habe ihm das verweigert und darauf habe er sie mit seiner Krawatte( Selbstbinder) erdrosselt und die 5000 Mart gestohlen, noch 1300 Mart wurden bei ihm vorgefunden. Gestern vormittag, furz vor 12 Uhr erfolgte seine Ueberführung nach Mainz, wo seine Aburteilung er folgt. Die Mainzer Staatsanwaltschaft hatte eine Beloh. nung von 5000 Mart auf die Ergreifung des Verbrechers ausgesetzt. Brietkasten der Redaktion. H. K., Burg- Gemünden. Konnte Ihre Arbeit gestern noch nicht bringen. Lassen Sie den Boten" nur fleißig zirkulieren. Besten Dank. Marktbericht. Gieken, 16. April. Auf dem heutigen Wochenmarkt tofteten Butter per Pfd. 1.20-0.00 mt. Hühnereier 6 Pfg., 2 St.11 Pfg., EnteneterSt. 6-7 Bfg., täſe per St. 5-8 Pfg. Käsematte 2 St. 5-6 Pfg., Erbsen per Liter 21 Pfg., Linsen per Liter 32 Bfg., Tauben per Baar Mr. 1.00-1.20, Hühner per Stid Mt. 1.00-1 70, Hahnen, per Stüd Mt. 0,85-2.00, Enten per Stüd 2.00-2.40, Gänse p. Bfb. 54-60 Pfg, Ochsenfleisch per Pfd. 66-76 Bfg., Rindfleisch per Pfd. 60-66 Pfg. Schweinefleisch per Bfo. 66-76 Big. Schweinefleisch gesalzen per Bfund 0.80 Pfg., Kalbfleisch per Bfb. 66-72 Pfg., Hammelfleisch per Pfd. 52-72 Pfg., Kartoffeln per 100 kilo 6.00-0.00 mt., Zwiebeln per 3t. mt. 6.00-7.00, Milch per 2iter 18 Bfg. Weylar, 15. April. Auf dem hiesigen Wochenmarkt kostete bas Pfund Butter 1.25 Mt.. Eier 2 Stüd 12 Bfa. Noch fortwährend ** Ulrichstein. Im vorigen Jahre ist der Ulrichsteiner Schloßbauverein gegründet worden, der sich die Erhaltung der Ueberreste unserer hiesigen altehrwürdigen Burgruine zur Aufgabe gestellt. Der junge Verein hat unter Leitung seiner beiden Vorsitzenden, Amtsrichter Rausch und Postverwalter Meisti eine eifrige Tätigkeit entwickelt, sowohl in Werbung von Mitgliedern, als auch in Verfolgung seines gestellten werden Bestellungen auf unsere Zeitung für das Bieles. Die Zahl der Mitglieder ist bereits auf 120 gestiegen. Ferner ist vergangene Woche auf dem Schloßberg ein Denkmal zur Erinnerung an die im siebenjährigen Kriege am 7. April 1759 bei Erſtürmung des Bergschlosses gefallenen 20 Mann vom heſſiſchen Grenadier- Regiment( unter Führung des Oberſten von Ditfurth) errichtet worden. Dieses Denkmal ist zum Jahrestage der Erstürmung vom Offiziertorps des Füsilier- Regiments Nr. 80 dem Andenken II. Quartal von allen P o st anstalten, Landbriefträgern und der Expedition entgegengenommen. Drud und Verlag der Gießener Verlagsbruderet, für die Repattion verantwortlich: Albin Klein, Gießen. Carl Stückrath. Möbelfabrik Asterweg 47 Giessen. GW EWERNE 1878 Ederstrasse 8 Gegründet 1868. Einzelne Möbel, sowie vollständige Wohnungs- Einrichtungen. in jeder Ausführung zu billigsten Preisen stets am Lager. Abgepaste Gardine in crême und weiss, das Fenster von Mk. 3,- an. Eigene Polster, Dekorations- und Cischler- Werkstätten für neuantertigung und Aufarbeitung. 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Daunen, Auch fönnen am genannten Tage auf Wunsch der Eltam Giessen, Neue- Bäue II. oder deren Stellvertretern solche leiblich und geistig nicht un reife Kinder aufgenommen werden, welche bis zum 30. Sept. d. Js. das sechste Lebensjahr vollenden. Diejenigen dieser zur Stadttheater Gießen. Anmeldung gebrachten Kinder aber, welche für den Schuls besuch nicht genig herangereift betrachtet werden können, tommen zur Zurückstellung für das nächste Schuljahr. Freitag, den 17. April. Barchent, Bettzeug, Giroflè- Giroflà, der Anmeldung der Kinder ihr Geburtsscher Bett- Cattune. Damaste, Betttuchleinen u. Halbleinen. bestbewährte Qualiläten empfehlen billig .M. Hartmann Nachfolger. O Grünberg. O Bilz- Limetta.[ Bruteier ( rebhuhnfarbige) bei Bestes alkoholfreies Erfrischungsgetränk. Heinr. Grüning Empfohlen von ersten Autoritäten Deutschlands. Generalvertreter: Konrad Roth, Gießen, 3ozelsgasse 9. Verkaufsstellen: Karl Schwaab. Hofl. Seltersweg, Georg Adami, Frankfurterstr. 9, Ad. 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Diejenigen, welche dieser Aufforder ung nicht Folge leisten, verfallen in die in§ 368 de Reichsstrafgesetzbuchs bestimmte Geld- oder Haftstrafe Außerdem wird die Vertilgung der vorhandenen Raupennester auf Kosten des Säumigen angeordnet werden. Gießen, am 14. April 1903. Der Oberbürgermeister J. V. Georgi, Beigeordneter. Verdingung. Die Lieferung von rund 780 Meter Bordsteinen aus Basaltlava für den Ausbau verschiedener Straßen soll Samstag, den 25. April d. J Vorm. 11 Uhr öffentlich verdungen werden. Arbeitsbeschreibung und Bedingungen liegen während Stube mit Küche pr. piil der Dienſtſtunden auf unserer Amtsstube zur Einsicht offen. Angebote auf Vordruck, der daselbst erhältlich, sind bis zum genannten Zeitpunkt an uns einzureichen Zuschlagsfrist 3 Wochen. trake 8 im Laden. Schöne 3- Zimmerwohnung in Vorde haus, mit allem Zubehör, per 1. April zu vermieten. Ed. 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Js. angeordnete Sperre der Wallthorstraße, zwischen Hunds- und Brandgasse, wird hiermit aufgehoben. Gießen, am 14. April 1903. Großh. Polizeiamt Gießen. J. V.: Roth. Bekanntmachung. Die Wallthorstraße zwischen Brand- und Brau gasse wird wegen Vornahme von Kanalisationsarbeiten für den Fuhrwerks- und Fahrradverkehr bis auf weitere gesperrt. Gießen, den 14. April 1903. Großh. Polizeiamt Gießen Hechler. Hessischer Hof Restaurant Kaltwasser langjähriger Direktor im Hotel Großherzos empfiehlt: Einzelne Diner von 12-2 Uhr. Warme Küche den ganzen Tag. Münchener und Frankfurter Biere. Welne erster Firmen.&&& Giessen. Frankfurter Straße, Ecke Aliceftraße. 00000 0000 Drucksachen jeder Art liefert schnell und preiswert Albin Klein, Giessen. G 000000000 FÜR UNSERE Z11. Suppenteller, die Luft im Gras hält unter ein umgekehrtes Wasserglas einen brennenden viel) auf einen tiefen porzellanenen damit achsstock, Man gießt ungefähr ein halbes Glas Wasser( nicht Mr. 88. Donnerstag den 16. April. 1903.