Nr. 39. Abonnementspreis: in Siegen, abgeholt monatlich 50 Pfg., in's Haus gebracht 60 Bfg., burch die Poft bezogen vierteljährlich Mr. 1.50. Gratisbeilagen: Oberheffische Familienzeitung( täglich) Oberbeffische Beitschrift für Landwirtschaft, Obft- unb Gartenbau, sowie die Gießener Seifenblasen( wöchentlich). Das Blatt erscheint an allen Berttagen nachmittag&. Montag, den 16. Februar 1903. Gießener 12. Jahrgang. Jusertionsprei&: Die einfpaltige Vetitzeile für Gießen wie gany Oberbeffen, die Streife Mezlar und Marburg 10 Big font 15 Bfg.: Reflamex die Petitzeile 30 refp. 40 Bfg. Boftzeitungslifte No. 3969. Redaktion und Expedition: Gießen Neuenweg 28. Fernsprechanschluk Nr. 362. Neuelle Nachrichten ( Gickener Tageblatt) Anabhängige Tageszeitung ( Gießener Zeitung) für Oberheffen und die Kreise Marburg und Wetzlar; Lofalanzeiger für Gießen und Umgebung. Enthält alle amtlichen Bekanntmachungen der Großh. Bürgermeisterei Gießen und anderer Behörden von Oberhessen. Die Friedensprotokolle mit Venezuela unterzeichnet! Das von aller Welt mit Ungeduld Erwartete ist denn mun wirklich erfolgt: Am Freitag nachts um die zwölfte Stunde sind die drei Protokolle zur Beilegung des leidigen Konflitts mit der südamerikanischen Republik von ben Vertretern der drei vereinigten Mächte einer- und dem Gesandten Bowen als Vertreter Venezuelas andererseits unterzeichnet worden. Die Nachricht wurde sofort an die Signatarmächte telegraphiert und diese tauschten Bratulationen aus." Zu dem deutschen Protokoll verpflichtet sich die venezolanische Regierung, die sogenannten erstklassigen Forberungen, welche sich auf 1718 000 Bolivares belaufen, ofort in vollem Umfange teils in Bar, teils in Wechseln, für die hinreichende Sicherheit gegeben ist, zu begleichen. Ferner wird die Berechtigung sämtlicher übrigen deutschen Forderungen grundsäglich anerkannt; sie im einzelnen festzustellen, wird die Aufgabe einer gemischten Kommission ein. Als Sicherheit dienen, wie schon erwähnt, 30 Prozent der Zolleinkünfte von La Guayra und Puerto Cabello, in Betrag, der auf jährlich 51 Million Bolivares gechäzt wird. Weiter soll die Frage, inwieweit diese Sicherheiten den drei Blockademächten oder auch den anderen Mächten für ihre Forderungen gegen Venezuela zu gute lommen sollen, von dem Schiedsgericht im Haag entichieben werden, wenn nicht darüber eine anderweite EiniJung erfolgt. Wie das Reutersche Bureau erfährt, haben die Befehlsjaber der verbündeten Geschwader bereits Befehl er jalten, die Blodade aufzuheben. Nach Privatmeldungen wird auch die Rückgabe aller jenommenen Kriegs- und Handelsschiffe an Venezuela tipuliert. Es ist keine Festes, teine Jubelstimmung, in der man bei uns die Kunde von dem vorläufigen Abschluß Der Unterhandlungen begrüßt. Um große Freude zu er vecken, dazu ist der ganze Fall, bei dem neben den sekuniären Interessen freilich auch die Ehre und das Ansehen des deutschen Namens auf dem Spiele stand, nicht angetan. Aber das Hangen und Bangen ist doch oorbet, der Ungewißheit ein Ende gemacht! Daß die Angelegenheit zu dem immerhin befriedigenden Ende jediehen, ist nicht am wenigsten der Umsicht unseres Beschäftsträgers Sped v. Sternburg und der Entschlossenjeit der Befehlshaber unserer Streitkräfte in den ve nezolanischen Gewässern zu verdanken, die unbekümmert am den Eindruck, den ihr Vorgehen bei unseren Gegern hervorrufen würde, taten, was Recht und Pflicht hnen gebot. 253. Sigung. Deutfcher Reichstag. Nachlese.- Eigener Bericht. Man merkte es heute dem Hause an, daß die sozialpolitischen Auseinandersetzungen, die sich schier bis ins Endlose ausdehnen, kein rechtes Interesse mehr finden. Das Haus war leer und auch die Nachfrage nach Einlaßfarten hatte nachgelassen. Die Redner verschiedener Parteien, Beus und Molkenbuhr von den Sozialdemofraten, Sittat vom Zentrum, Franfen von den Nationalliberalen, Dr. Crüger von der freisinnigen Volkspartei und Dr. Barth von der freisinnigen Vereinigung erinnerten, indem sie die Vorzüge ihrer Parteien priesen, au das bekannte Lied des schwäbischen Dichters, Preisend mit viel schönen Reden". Aber auf einen Höhepunkt gedieh Die Debatte nicht mehr; auch wurden feine neuen Vorjchläge mehr gemacht. Das Interesse war erschöpft. Diejenigen Redner, die bereits vorher einmal gesprochen hatten, haben heute nur deshalb das Wort ergriffen, um Richtigstellungen anzubringen und Nachlese" zu halten. Immerhin dauerte die Debatte fünf Stunden; dann vertagte rich das Haus bis Dienstag 1 Uhr. Die Politik. Deutsch und Polnisch. 6 Interessante Mitteilungen über das Polentum in Breußen finden sich in dem neuesten Teil der Veröffentlichungen des gl. Statistischen Bureaus über die Ergebnisse der Volkszählung vom 1. Dezember 1900, der ich mit der Muttersprache der Bevölkerung befaßt. Hiernach wurden am 1. Dezember 1900 3 305 749 Bolen, Ma suren und Kassuben ermittelt gegen 2922 475 am 1. DeJember 1890, so daß in zehn Jahren eine Zunahme um 383 274 Köpfe stattgefunden hat. Die Zahl der Personen, die nur polnisch als Muttersprache angegeben haben, betrug 3063 490 gegen 2765 101 im Jahre 1890. Troh der Zunahme ist der Anteil dieser reinen Polen an der Gesamtbevölkerung von 9,23 auf 8,89 Prozent zurückgegangen. Deutsch und Polnisch haben als Mutteribrache andeaeben 164 221 Merionen gegen 103112 im Jahre 1890, so daß hier eine sehr beträchtliche Zunahme von 0,34 auf 0,48 Prozent der Gesamtbevölkerung stattgefunden hat. Diese starte Zunahme der Personen mit deutscher und polnischer Muttersprache deutet darauf hin, daß der Kampf der deutschen mit den fremden Sprachgemeinschaften sich erheblich verschärft hat. Ein Schlag gegen die mazedonischen Komitees. ::: Die bulgarische Regierung hat sich endlich zu einem energischen Vorgehen gegen die mazedonischen K mitees aufgerafft: Nach einem Telegramm aus Sofia wur den die Mitglieder der beiden Komitees nebst deren Leitern, dem famosen General Zontschew und Herrn Michailowski, in der Nacht auf Freitag verhaftet. Zu dieser Maßregel ift die bulgarische Regierung ohne Zweifel durch eine Zurechtweisung veranlaßt worden, die sie sich in Peters burg geholt haben soll. Wie nämlich der Berliner Kor respondent der Wiener Zeit" erfährt, wäre Bulgarien wegen der türkischen Kriegsrüstungen in Petersburg vor stellig geworden, doch wurde ihm bedeutet, daß Bulgarien teinen Grund zur Beschwerde habe, da die militärischen Maßnahmen der Türkei mit Rücksicht auf die Tätigkeit der mazedonischen Komitees gerechtfertigt seien. Das bis herige Gewährenlassen seitens der bulgarischen Regierung hatte die Leiter der Komitees so völlig in Sicherheit aewiegt, daß sie aus ihren Absichten und Plänen kaum einen Schl machten. Es unterliegt feinem Zweifel, daß sie entschlossen waren, am 1. April das Signal zu einer allgemeinen Erhebung in Mazedonien, Aliserbien und Albanien zu geben. Minister Chamberlain und die Bureu. )-( Der englische Kolonialminister Chamberlain fährt fort, in Südafrika Frieden und Versöhnung zu predigen, hat aber damit bei den Buren wenig Glück. General Dewet hat ihm bereits in der bekannten Zusammenfunft in Bloemfontein den Krieg erklärt und nun geben ihm auch die Generale Botha, Delarey und Emuts, die sonst für ein Zusammenwirten mit den Engländern sind, einen Korb. Die englische Regierung hatte ihnen Size in dem in Aussicht genommenen gesetzgebenden Rat von Transvaal angeboten, die Generale lehnen es jedoch ab, diese anzunehmen, weil nach ihrer Meinung die Art und Weise, in welcher der neue Rat ausgestaltet werden soll, nicht zum Besten des Landes dienen kann. Auch bei seinem Besuch von Graafreinet, welches ein Mittelpunkt der holländischen Bevölkerung ist, hat der englische Staatsmann üble Erfahrungen gemacht. Die früheren Anhänger des hingerichteten Burentommandanten Scheepers trugen offen in den Straßen revslutionäre Abzeichen. Das alles spricht nicht dafür, daß der Optimismus, den Herr Chamberlain in Be zug auf die fünftige Gestaltung der Dinge in Südafrika zur Schau trägt, begründet ift. - Wo steckt Bu Hamara? cine Preisfrage. Das Schicksal des vielgenannten marokkanischen Prätendenten zu ergründen, wird wohl niemals gelingen. Zuerst hieß es, er sei gefangen genommen oder in der Echlacht gefallen, dann wurde gemeldet, er sei bereits in Fez eingebracht und um einen Kopf fürzer gemacht. Dann wiederum wurde verbreitet, er fei nicht als Gefangener in der Residenz Seiner Sherifianischen Majestät, sondern bei dem Riata- Stamme, der dem Sultan seine Auslieferung gegen bare Zahlung angeboten hätte. Wenige Tage darauf wurde telegraphiert, der ,, Vater der Eselin" sei überhaupt nicht gefangen, jondern auf freiem Fuß. Jeßt nun wird gemeldet, der Prätendent sei in Fez eingedrungen, habe dort einige Stunden geweilt, am nächsten Tage die Truppen des Sultans geschlagen und befinde sich gegenwärtig mit starter Mast bier Meilen von Fez entfernt. Aber auch diese Nachricht erweist sich wahrscheinlich als falsch. Kurze volitische Nachrichten. Der preußische Handelsminister Möller, der sich am Sonnabend in Hannover befand und der dortigen Handelskammer einen Besuch abstattete, erklärte daselbt, daß er den Mittellandtanal für die Provinz Han nover für durchaus notwendig erachte. V Infolge der Angriffe auf die Waren und kaufhäuser hat sich ein Berband deutscher Waren- und Kaufhäuser gebildet, der die gemeinsamen Interessen dieser Häuser gegenüber den Behörden und der Gesetzgebung wahrnehmen will. * Die türkische Regierung tritt den im Auslande berbreiteten Gerüchten entgegen, daß von ihr der Befehl zu einer Mobilmachung in großem Maßstabe ergangen sei, und versichert, daß bisher nur sechs Redif- Butaillone zur teilweisen Ablösung der seit September noch mobilen 14 Redif- Bataillone einberufen worden sind. Die Einberufung weiterer einzelner Redif- Bataillone zur Ablösung des Restes sei zu erwarten. Nach der Dresdener Chefcheidung. - Zur Beleuchtung der jeßigen Rechtslage. Der Richterspruch, durch den die Ehe des sächsischen Kronprinzenpaares vom Bande", also völlig geschieden wurde, wird, wie vorauszusehen war, von Berufenen und Internfenen eifrig glossiert. Die Frage, die wohl am eifrigsten hin und wieder erwogen wird, dürfte wohl die sein, ob der Kronprinz von Sachsen jest wieder heiraten darf, denn an dieser Frage ist nicht nur sein engeres Bater land, sondern ganz Deutschland naturgemäß eifrig interessiert. Nach zivilrechtlichen Grundsäßen besteht an der Mög lichkeit der Eingehung einer neuen Ehe für den sächsischen Thronerven fein Zweiset, anders liegt es dagegen in Hin sicht auf die firchenrechtliche Zulässigkeit. Eine Autorität aus diesem Gebiete, der Zentrumsabgeordnete Dr. Porsch hat seine Ansicht folgendermaßen geäußert. Die Auflösung der Ehegemeinschaft nach bürgerlichem Recht geht die firchliche Behörde und den Bapst nicht das geringste an. Das Konzil von Trident habe ausdrücklid festgejent, daß wegen Ehebruchs des einen Ehegatten das Band der Ehe nicht aufgelöst werden könne. Wer nad Entlassung des schuldigen Teils bei dessen Lebzeiten eine andere Che eingehe, habe selbst Ehebruch verwirkt. Für ben firchlichen Gerichtshof( das Konsistorium) und den Bapst tann es sich nur um die Ryaae handeln, ob ein Brund vorliege, die Ehe für null und nichtig zu erklären. Da die Che des Kronprinzen aber rechtsgiltig nach tano aischem Recht unter Beobachtung aller Formalitäten ge jchlossen sei, so wäre diese Möglichteit nicht vorhanden. In zweiter Reihe steht das Interesse für die rechtliche Lage der früheren Kronprinzessin. Während in sächsischen Regierungstreisen die Ansicht herrscht, daß die Prinzessin Luise an der Rückkehr nach Dresden verhindert werden dürfe, so wird von anderer Seite geltend gemacht, daf die Prinzessin als Reichsangehörige durch die Heirat mit dem Kronprinzen habe sie diese Eigenschaft erworben und durch die Scheidung feineswegs verloren an be liebigem Aufenthalt innerhalb der Grenzen des Deutschen Reiches nicht gehindert werden kann. Legitimationspa piere, Reisepaß 1. s. w. dürften nach der Scheidung der Brinzessin nicht vorenthalten werden. Das Kind, das die Brinzessin erwartet, tönne ihr dagegen unmittelbar nad der Geburt ohne jedes gerichtliche Verfahren mit Hilfe Der Polizei genommen werden. Es gilt vorläufig ale legitim. Ebenso wird behauptet, daß nach Maßgabe des Bejeges die Prinzessin nicht gehindert werden tönne, ihre stinder zu sehen. Der§ 1636 des B. G.-B. bestimmt, daf Die geschiedene Mutter ihre Kinder wiedersehen darf. Eine jehr schwierige Materie ist die Entscheidung darüber, welhen Namen die Geschiedene zu führen hat, nachdem ihr Der Kaiser von Desterreich die Rechte und den Titel einer österreichischen Prinzessin aberkannt hat. leber alle diese Fragen besteht augenblicklich zwischen Bachenal, dem Genfer Vertreter der Prinzessin, und dem ächsischen Hof ein lebhafter Meinungsaustausch. Ebenso ist das tostanische Haus eifrig dabei, mit allen Mitteln für Die Sicherstellung der verbleibenden Rechte der Prinzessin Luise zu sorgen. Die Mutter der Prinzessin, die Großherzogin von Toskana, wird dieser Tage in Nhon er vartet. Sie wird ihre Tochter dem Bernehmen nach nach Desterreich mitnehmen, wo diese ihre Niederkunft abwarten soll. Der frühere Erzherzog Leopold, jeßige Leopold Wölf ing, stattete seiner Schwester einen längeren Besuch ab. Apotheker und Kurpfufcher. Ein Beitrag zum Brozeß Nardenkötter.- Aus fachmännischen Kreisen wird uns geschrieben Unter den Angeklagten im Brozeß Nardenfötter befant sich auch der Schwager des flüchtig gewordenen Kur pfuschers, der ehemalige Apothekenbesizer Klesper aus Frißlar, unter der Anklage, bei den Betrügereien Beihilfe geleistet zu haben. Da ihm aber eine unmittelbare Beteiligung an den betrügerischen Manipulationen seines Berwandten nicht nachzuweisen war, dürfte seine Freisprechung erfolgen. Gleichwohl aber hat der Apothekerstand allen Grund, mit Mißbehagen auf diesen Prozeß zurückzublicken, denn es haben sich hier immerhin erheb liche Schäden unerfreulichster Art offenbart. Wir haben gesehen, daß Inhaber angesehener Apotheken nicht blos mit dem Kurpfuscher in eine Geschäftsverbindung getreten sind, sondern auch dessen unlautere Zwecke durch ihr Entgegenkommen gefördert haben. So haben sich mehrere Berliner Apothekenbesizer bereit finden lassen, gegen eine Monatsentschädigung von etwa 100 Marf und einen fleinen Vreisaufschlag die Bersendung von Nardenfötterschen Schwindelmedikamenten zu übernehmen. Bei dem Publi Fum wurde dadurch der Einbrud erweckt, als seien die unfontrollierbaren Mischungen aus gefährlichen und harmlosen Bräparaten auf dem geordneten Wege in einer fonzessionierten Apotheke hergestellt worden. Darin liegt eine solche Frreführung des Publikums, daß die Organisation der Apothefer sich entschieden mit dem Falle be jassen muß. Denn durch diese Tauschung wurde ja auch der geforderte hohe Preis gerechtfertigt, der bei den Apo thefen begreiflich ist, weil die auf einer Apothete ruhenden Zinslaſten ganz außerordentlich hohe sind und auch der sonstige Aufwand nicht gering anzuschlagen ist. Der Staat Feuerregens", bes Schauspieles, um beffentwillen gegnung mit Curtius zu vermeiden. Gest bei Beginn des biel Fremde hier so wollte sie mit ihrer der Bestimmtheit, gegen welche ihr Gatte keinen WiderFamilie wieder offen, fo berlangte sie mit Spruch hatte. erst als ihre Farbe verblaßte, das letzte Ende des menden Gießbaches unten erlöschte, wandte zr Bewunderung feiner Nichte zu, um Worten der flamfich mit fich nicht weiter, die rüdwärts drängende ihre Abwesenheit zu bemerken. Doch er beunruht erst Menge mochte sie von seiner Seite gerissen haben, er traf ste gewiß im und rieb sich den Fingern einen auf der blinden Scheibe. mit neuen Durchblick auch den Himmel fehen konnte, der über den Häusern lag. Ste mochte nicht spielen vor der Tür, wie die anderen sucht nach einer freien, hohen, lichten Stätte, wo man Und dann kam die Sehnsucht über ein male. Sehne Tunge des Roche Stein fremde Dame ein. leren, tieferen Keller verftedt hatte. vertauscht. Im unterwürfigen Tone redete sie auf di die blaue Schürze des Kindes mit einer hellen, fauberes den Himmel schauen tönnen, der sich immer vor dem duni Die Mutter hatte unterdessen mit zitternden Fingeri ans heftimmt feblen dos riebe brom li D ic ei g tama je gegen die Möglichkeit gefchaffen, dah die für die Gesundheitspflege so notwendigen Apothefer ihr Auskommen finden, und nun benugen Mitglieder des Apotheferstandes ihre Privilegien dazu, um einem gewissenlosen Schwindler für sein Ansehen und die Ausbeutung bes Publikums Deckung zu gewähren. In richterlichen Kreisen verlautet, daß unter dem Gesichtspunkte der Preisbildung eine Beihilfe zum Betruge vorliege, und es geht auch das Gerücht, daß gegen mehrere Apotheter eine Anklage vorbereitet werde. Bei einzelnen Apothekern hat ja Nardenfötter eine schlaue Finte angewandt, indem er seinen Schwager lesper als Deckadresse benutte und Badurch den Apothekenbesizern die geheimen Zwecke jei ner Bestellung völlig verheimlichte; gegen diese Vortommnisse wird sich vom moralischen Standpunkte au wenig sagen lassen, wenn sie auch dem Geschäftsgeist. Ber hereingefallenen Herren wenig Ehre machen. Eine andere Art der Täuschung wurde durch die Verfehlung ber Apotheker wider eine bestimmte Borschrift begünstigt, die wohl die Schuldigen teuer zu stehen kommen wird und vielleicht mit der Stonzessionsentziehung enbigt. Jeder Apotheker muß eine Kopie des Rezeptes an bie Medizin befestigen; einzelne unterließen dies auf be stimmten Wunsch des Dr. Kronheim, andere erfüllten formaliter diese Vorschrift, indem sie die kopie so befestigten, daß sie ohne Entstellung des Gesamtbildes abgerissen werden konnten. Diese Herren machten sich also völlig zu Betriebsgehilfen des Kurpfuschers, indem sie die pharmakologischen Arbeiten, zu denen er ihrer Hilfe bedurfte, zwar ausführten, aber den offiziellen Charakter der Medizin verleugneten und so dem Kurpfuscher Gelegenheit gaben, die von jedem anderen Arzt ebenfalls erhältlichen Rezepte als ein ganz besonderes Heilmittel des berüchtigten Kurpfuschers auszugeben. Wie sind nun die Apothekenbesizer zu solchen Verirrungen gekommen? Der Hunger nach Geld allem erklärt fie nicht. Auch die Konkurrenzfurcht hat hier ihr Teil beigetragen. Dr. Kronheim sagte einmal im Laufe der Berhandlungen: Tue ich es nicht, tun es hundert andere. So mögen auch die Apotheker gedacht haben. Aber bei Dr. Kronheim war die Handlungsweise wenigstens einigermaßen durch dessen Notlage entschuldbar; hier aber liegen nur unschöne Motive vor und die Fälle erheischen umismehr eine Sühne, als die Bevölkerung in den Arzneipreisen lediglich deshalb die großen Opfer für das pharmaceutische Brivileg bringt, weil sie Vertrauen in die Tätigkeit der Apotheker haben will und kann. * Das Urteil im Prozeß Rardenkötter wird am Dienstag verkündet werden. Der Staatsanwalt hat beantragt: gegen Rardentötter wegen Betruges 3 Jahre 6 Monate Gefängnis, 5000 Mark Geldstrafe und 5 Jahre Ehrverlust, wegen der fleineren Delifte 330 Mart Geldstrafe; gegen den Angeklagten Dr. Kronheim 1 Jahr Gefängnis und einjährigen Ehrverlust. Der Angeflagte les per sei als der am wenigsten Belastete und Schuldige aus der Verhandlung hervorgegangen. Die Beihilfe zum Betruge sei nicht zur Genüge nachgewiesen and beantrage er dieserhalb die Freisprechung. Dagegen sei Klesper der Beihilfe zum unlauteren Wettbewerb für überführt anzusehen. Er beantrage gegen ihn hierfür sine Geldstrafe von 300 Mart. 21. Sigung. Preussischer Landtag. Haus der Abgeordneten. - Spezial- Wünsche. Eigener Bericht. Dem Justizminister ist sein Gehalt bewilligt worden, nachdem er vorher eine stattliche Anzahl von SpezialBünschen hatte anhören müssen. Sie trugen sämtlich sinen rein lokalen Charakter. Nur eine Anregung kann auf das Interesse eines etwas weiteren Kreises rechnen: der vom Zentrumsabgeordneten Nad byl geäußerte Wunsch, den Beamten möchte Mitteilung gemacht werden, wenn in ihre Personalaften abfällige Urteile über fie eingetragen werden. Minister Schönstedt lehnt diese Forderung als gegen die preußischen Traditionen verstoßend ab. Es stehe ja jedem Beamten frei, sich an seine Vorgesetzten zu wenden, wenn er glaube, daß in seine Personalatten ungünstiges hincingekommen sei. Abg. Sch mit( 3tr.) bittet seinerseits den Minister, die Einfriedigung der Anklagebank zu beseitigen. Auch hier verhielt sich der Minister ablehnend, da keine kligen nach dieser Richtung laut geworden seien. Im übrigen müsse es dem Ermessen des Präsidenten überlassen bleiben, den Angeklagten zu plazieren, wie und wo es ihm passe. Die weiteren kurzen Auseinandersetzungen waren noch weniger von Belang. Nab und Fern. ::: Der dritte Sohn unseres Kaisers, Prinz Adalbert, wird am 6. April nach der Mürwifer Marinestation übersiedeln, um dort seine Ausbildung im Torpedowesen zu erfahren. Er beendet dort diesen Speziallurjus am 30. Mai. Die darauf folgende Ausbildung im Infanteriedienst findet beim 1. Seebataillon im Juni statt, die im Artilleriebienst erfolgt auf dem ,, Mars" vom 6. Juli bis 30. September. * Erzherzogin Elisabeth von Oesterreicht. Im 73. Lebensjahre verstarb an Lungenentzündung zu Wien die Erzherzogin Elisabeth, die Mutter der verwitweten Königin von Spanien und der Prinzessin Ludwig von Bayern. Die Verstorbene hatte einmal die Aussicht, Kaijerin von Oesterreich zu werden. Der 19jährige Kaiser Franz Josef fühlte für die um ein Jahr jüngere ie war damals schon Witwe des Erzherzogs Ferdinand von Este- Modena- eine warme Zuneigung, doch war seine Mutter gegen diese Verbindung. Der Kaiser ist der Verblichenen stets sehr zugetan geblieben. Er hat jetzt sofort seinen Aufenthalt in Budapest abgebrochen und ist nach Wien gereist, um selbst Dispositionen für die Beichenfeier zu treffen. Seemannslos. Aus Geestemünde wird schon wieder der Verlust eines Fischdampfers, des Uranus", gemeldet. Damit steigt die Zahl der diesjährigen Verluste der Geestemünder Fischerflotte auf fünf Schiffe mit über 50 Mann Besarung. Die Trauer unter der Bevölkerung ist unbeschreiblich. Am schwersten wurde den arien Hinterbliebenen des Heringsdampsers Friedrich Albert" rom Schicksal mitgespielt. Das Schiff war seit Tagen schon verloren gegeben: da plozlich) tommt die Nachricht, Gap der vermißle Dampfer signalisiert sei. Alles eilt zum Strand, von neuer Hoffnung belcbt. Hunderte von Augen, zahlreiche Ferngläser richten sich aus den herannahenden Dampfer. Ein Heringsdampfer ist es, aber ist es auch der, Friedrich Albert"? Endlich kann man auch den Namen am Bug erkennen. Ein sörmliches Rauschen von Weherufen geht durch die Menge. Nein, der Telegraph hat falsche Stunde gesandt; nicht der heißerjehnte, Friedrich Albert", sondern der Arthur Friedrich" ist es, welcher heimfehrt. Das grimme Meer gibt seine Toten nicht wieder heraus. Und heimwärts schleichen die Eltern und Frauen, die ärmsten, denen eine jäh geweckte Hoffnung wieder so graujam zerstört worden ist. [ Liebenswürdige Züge vom Kaiser] werden in Berliner Blättern erzählt. Auf dem legten Hofball war einer jungen Dame, ohne daß sie es merkte, beim Tanzen ein Teil der Schleppe abgetreten worden. Da zog ber Kaiser, der dies gesehen hatte, aus der Seitentasche seiner Attila- er trug die Uniform seines Leibgardehujarenregiments- eine kleine Schere, winkte einem Adjutanten und ließ durch ihn den Schaden reparieren. Der Kaiser hat die Widmung eines Marsches angenommen, den der seit zwei Wochen in Berlin weilende sechsjährige Klavierkünstler, der Spanier Pepito Arriola, ihm persönlich überreichte. ,, Das werde ich von meinen Trompetern spielen lassen," sagte der Kaiser lachend zu dem leinen Künstler, der sich der besonderen Huld des Monarchen zu erfreuen hat. Auch die Kaiserin hat eine Teine Komposition Pepitos als Widmung angenommen. Bepito wird seine Studien in Deutschland unter der Zeitung von Artur Niekisch beenden. [ Wie man billig ,, Rittergutsbesiter" werden kann.] Auf der Halbinsel Hela in der Danziger Bucht liegt das jogenannte adlige Rittergut Ceynowa, eine Sandfläche on 33 Hektar 71 Ar 50 Quadratmeter Größe mit einem Reinertrage von 2,93 Talern. Dieses Rittergut kaufte im vorigen Jahre der bayrische Kammerherr Baron von Leitner- Berlin für 8500 Mart von dem Kaufmann Philipp Boldberg in Berlin. Im Wege der Zwangsversteigerung soll nunmehr die Bejißung, deren hypothekarische Be lastung in feinem Verhältnis zum Werte steht, verkauft verden. [ Das Rauchmuseum] in Berlin, in dem die unsterblichen Werke des berühmten Bildhauers Rauch aufbewahrt werden, hat einem amerikanischen Zeitungsschrei ber Anlaß zu einer urkomischen Verwechselung gegeben. Ein Newyorker Blatt teilt mit, daß in Berlin für leidenschaftliche Raucher ein besonderes Smoking- Museum" eingerichtet sei, wo sie, während sonst in allen anderen Museen das Rauchen verboten sei, mit dem Kunstgenuß mich den einer guten Zigarre verbinden können!! ::[ Ein wunderlicher Weltreisender] ist der englische Millionär John K. Hampion. Er fährt das ganze Jahr von einem Erdteil zum andern, um stets frische Erdbeeren essen zu können. Nachdem er sich ein bedeutendes Vermögen erworben hatte, reist er jetzt seit elf Jahren im September von England nach Egypten. Vor dort aus durchreist er dann Spanien und Frankreich, so daß er im Juli nach England hinüberreisen kann, in welchem Monat die Erdbeerenzeit dort beginnt. Im Angust hält er sich in Schottland auf und im September fährt er wieder nach Kairo, wo die Reise wieder von neuem beginnt. )[ Strenge parlamentarische Zucht.] Die Japaner, die das parlamentarische System vom Abendlande übernom men haben, wenden es mit großem Eifer und sehr streng an. Sie haben eine sehr ernste Auffassung von den Pflichten der Abgeordneten, wofür jetzt eine bezeichnende Tatsache berichtet wird. Eines Tages gähnte ein Abgeordneter in Tokio. Bei uns würde wohl kaum einer darauf achten, im fernen Osten gab es deswegen einen großen Standal. Der Delinquent wurde vor Gericht gestellt, schuldig befunden, die gefeßlichen Einrichtungen seines Landes nicht genügend geachtet und sich der Regierung systematisch mißliebig gemacht zu haben, und er wurde verurteilt. ( †)[ Der älteste Wein der Welt] ist nach amerikanischen Blättern in Amerita zu kaufen. In Newyork sind sieben 20.000 mt. für ein Faß Sherry, angeblich aus dem Jahre 1767, bezahlt worden. Die Lese wurde für Napɔleon I. aufbewahrt, und nur eine kleine Menge ging an den König von Spanien. Napoleón erklärte den Jahrgang für besonders gut; aber er war zu ſehr mit einer Kriegsführung beschäftigt, um sich viel um seinen Weinkeller zu kümmern. Das Faß wurde in den Tuilerien niedergelegt, kam nach der Schlacht bei Waterloo zu Tage und wurde schließlich verkauft. Bunte Chronit. Der deutsche Kaiser und Prinz Heinrich wurden in zwei Generalversammlungen des NewyorkYachtklub einstimmig zu Ehrenmitgliedern gewählt. -Im Oberharz herrschen Schneestürme. Die Post fann mur auf Schlitten verkehren. Viele Telephon- und Telegraphenleitungen sind gestört. - Aus Nahrungssorgen versuchte in Berlin die Frau eines beschäftigungslosen Zigarrenarbeiters sich und ihr fünf Monate altes Söhnchen zu vergiften. Der hinzukommende Mann konnte noch verhindern, daß sie auch ihrem anderen Kinde Gist beibrachte. Mutter und Kind wurden in ein Krankenhaus gebracht. Der Mann verließ darauf die Wohnung und ist seitdem verschwunden. -Im Walde bei Gotschen( Krain) wurde von Holzarbeitern eine Bärin samt drei Jungen aufgefangen. Es gelang die drei jungen Bären einzufangen. Nach einer anderen Meldung griff die Bärin einen Holzarbeiter an und fonnte erst vertrieben werden, als sechs Männer zu Hilfe famen. In der Nähe der russischen Station Slatoust entgleiste ein Personenzug, wobei 4 Personen die Böschung hinunterstürzten. Der Zugführer und zwei Passagiere wurden getötet, 30 Passagiere und 1 Schaffner wurden schwer, 15 Personen leicht verletzt. Kurzes Allerlei. Der erste norwegische weibliche Rechtsanwalt debutierte dieser Tage am Stadt- und Seegericht zu Christiania. Die weibliche Verteidigerin wirkte etwas ,, befremdend", machte im übrigen aber den denkbar günstigsten Eindruck. Man erwartet, daß sie bald Kolleginnen erhält. Die amtliche ,, Wiener Zeitung" wird im August d. J. das Jubiläum ihres zweihundertjährigen Bestandes begehen. Am 8. August 1703 erschien die erste Nummer Des ,, Wiener Diariums", aus dem die ,, Wiener Zeitung" hervorgegangen ist. Giesener Cagesneuigkeiten. gewonnen hab erfte Nummer ** Ernannt wurde der Kreisbauinspektor des Quintett für S Kreises Alsfeld Albert Plitt zum Kreisbauinspektor von Johannes des Kreises Erbach. Dem Forstwart der Gemeinde- führenden Künf forstwartei Himbach, Wilhelm Wachter zu Himbach so daß das Pu ist das Allgemeine Ehrenzeichen mit der Inschrift Für Beifall veranl treue Dienste" berliehen worden. " ** Am 13. Februar wurde der Oberamtsrichter I. J. ernannt. folgten Bariat Bethoven, mit Quintett von Georg Olt in Homberg zum Oberamtsrichter bei Rebner und H dem Amtsgericht Michelstadt mit Wirkung vom 1. März Ranges erwies ** Die Zweite Kammer hält ihre 7. Sizung morgen Stelle eine g ** Herr Prof. Dr. Collin wird vom 7. März nahme fand ab in 14 tägigen Pausen in Hachenburg für die Ensemblespiel Dienstag, 17. Februar ab. Anton Dooraf Lehrer aus dem Westerwald Vorlesungen halten. 65 heit, und die Teilnehmer haben sich gemeldet. famen durch aus Anlaß seiner Pensionierung das allgemeine Ehrenzeichen vom Kaiser verliehen. Versetzt wurde zum ** Der Lokomotivführer Hose zu Gießen erhielt fünstler, die Geh Weise zu 1. Februar Herr Stationsassistent Alba ch von Gießen wiederlehrende nach Büdingen. ** Provinzial Ausschuß- Sizung. Am Samstag verhandelte u. A. der Provinzial Ausschuß in Sachen der + Kathol Einhorn war a folgedeffen der Nummern dis Enteignung des Geländes zur Erbauung einer Auditorium mu veterinärmedizinischen Klinikan der Frank- nicht anders, a X Cout wurden. Die welche gestern chen, und unse sein möge, hat ( großer und E allen Teilen ein brachte manches Morgen suchter rinnen ihre hä ** Der S 2ahr untern erfreute sich I furterstraße. Der Vertreter des Staats, Bauinspektor penden. Zum Becker, legte Quittung darüber vor, daß die vom Pro- gemütlichster E vinzial Ausschuß als angemessener Kaufpreis für dies Gelände festgesetzte Sunme nunmehr hinterlegt sei, worauf die Enteignung ausgesprochen wurde. rauf wurde in die Verhandlung betr. der Enteignung des Geländes zwischen Klinik- und Wilhelmstraße zum Zwecke der Errichtung einer Augen- und Chirur= gischen Klinik eingetreten. Die zu enteignenden Besitzer werden vertreten durch die Rechtsanwälte Ju stizrat Hirschhorn, Grünewald, Kay, Röm held, Geh. Justizrat Reah, sowie durch den Pfarrer Naumann( für die evang. Pfarrgemeinde). Der Staat ist vertreten durch Justizrat Jödel- Friedberg und Bauinspektor Becker. Die Lokal- Kommission hat als angemessen für die zu enteignende Fläche den Qugwaren überfü dratnicter mit 5 Mk., bei einer Parzelle( Plant) mit war die bengo 8 Mt. bemessen. Für die auf der Gabriel'schen Be Hei fröhliche sigung vorhandenen Gebäude sind 27 000 ME. zuge Belenfigkeit E billigt, während die vorhandenen Bäume nach einer per Bieberlies vorzunehmenden Schäzung durch Sachverständige be Ausflügler et wertet und bezahlt werden sollen. Der Vorsitzende des getreten. Provinzial- Ausschusses, Dr. Breidert schlägt vor, zuerst ** Die zu verhandeln über die Notwendigkeit, daß die geplanten sozialbemo Kliniken erbaut werden müssen, auf dem zur Enteig- Wahlkreis Gi nung bestimmten Gelände und dann erst über den Wert besucht. Man desselben. Die Parteien erklären sich mit dem Vorschlag Organisation einverstanden. Justizrat Hirschhorn bemängelt, daß der Mitte der der Provinzial- Ausschuß in diesem Falle urteilen soll Barteiorgan auf Grund des Gutachtens der Lokalkommission, dessen sprechen u. 2 Vorsitzender als solcher nicht mitgewirkt hat im münd wegen der fi lichen Verfahren, in welchem er und alle seine Kollegen den Standpu die Gründe eingehender dargelegt haben, welche gegen benachbarten die Notwendigkeit der Erbauung der geplanten Anstalten auf dem in Frage kommenden Gelände sprechen, als dies aus den Protokollen der Aften zu ersehen sei. Rechtsanwalt Katz schließt sich dem an und bemängelt, daß seinem Mandanten dem Aug. Gabriel für die Bäume auf seinem Grundstück fein ernstliches Gebot gemacht sei, wie es das Gesetz über die Enteignung vorschreibt. Er habe in der Verhandlung vor der Lokalkommission gegen diesen Mangel schon protestirt und müsse seinen Protest heute wiederholen. Es gehe nicht an, wenn der Vertreter des Staates früher erklärt hat, er wolle für jeden Baum 1 Mark zubilligen, um der Forin zu genügen. Justizrat Jödel betont den Ausführungen seines Kollegen Hirschhorn gegenüber, daß dessen Darlegungen teine positiven Anträge enthalten. Man könne doch nicht jeßt wo der Staat das Gelände brauche, noch ein Mal von vorn anfangen. Der Einwand des Kollegen Katz sei nicht stichhaltig, der Staat habe ein positives Angebot gemacht, er wolle für die Bäume zahlen, was durch Sachverständige bestimmt sei, und das genüge nach dem Gesetz. Rechtsanwalt Grüne wald weist darauf hin, daß wenn diese Angelegenheit fich so lange verzögert, nicht den Grundeigentümern die Schuld treffe. Nachdem die Lokalkommission 7 Monate Zeit gebraucht, um das Gutachten abzugeben, weshalb er dieser gar keinen Vorwurf machen wolle, da könne man es den Interessenten doch nicht verdenken, wenn sie an dem Gutachten Kritik üben, an einem Gut achten, welches nach dem Gesetz die Grundlagen bilden soll, wonach der Verwaltungsgerichtshof sich bei der vorliegenden Sache richten soll. Er stelle deshalb den Antrag, daß beschlossen werden möge, die Lokalkommission möge den angegebenen Mangel ihres Gutachtens ab helfen, indem der jetzige Vorsitzende Kreisamtmann Kranzbühler im mündlichen Verfahren sich noch ein mal sein Urteil bildet. Kreisamtmann Kranzbühler erflärt, er ſei überzeugt, daß sich an dem Inhalt des Gutachtens nicht das allergeringste ändern wird, würde dem gestellten Antrag entsprochen werden. Der Pro vinzial- Ausschuß beschließt am Montag( also heut Nachmittag) eine Besichtigung des in Frage fommender Geländes vorzunehmen, uni dann über die Frage de Notwendigkeit der Enteignung desselben verhandeln zu fönnen. ** Staditheater. Morgen, Dienstag, wird zum Benefi für Herrn Zoder das fünfaltige Luftspiel Krieg im Frieden zur Aufführung fommen. A Der dritte Kammermusikabend in der großen Aula unserer alma mater, für den Herr Universitätsmufif direktor Trautmann noch zwei weitere Mitwirkende, Herrn Natterer( Violine) und Herrn Leimer( Viola) lle Numme 134 42 31 95[ 400] 435 37 531 [ 300] 50 52 99 3112 50 4198 225 4 5007 44 158 74 [ 250] 815 636 47 709 93 95 97 6- 57 63 744 1007 11000 45 6 35 57 809 E 71 760 857 99 719 36 E 79 553 67 6 1508 800[ 400] 608 59 739 91 666 77 45 508 45 22 33 35 35 923 93 210 2008 [ 1000] 80 8 922 30 99 43 53 65 99 91 98 600 30 25023 66 540 52 6 [ 300] 32 53 435 521 66 60 704 951 30267 76/250 98[ 250] 22 65 413 22 5 758 804 36 315 93 97 350 1000 13 56 276.80 3001 68 9. 127 53 269 40058 41 75 4100 42008( 250) 146 85 206 90[ 250] 828 16 36 767 45096 701 909 64 8 401 558 610 $ 5.523 29 89 reiten. uinspektor des Quintett für Klavier, 2 Violinen, Viola und Violincello der Gemeindeter zu Himbach Inschrift für Oberamtsridter amtsrichter bei gewonnen hatte, nahm einen glänzenden Verlauf. Die| entbehren könne. Redakteur Vetters stellt den Antrag die erste Summer des interessanten Programms war ein von Johannes Brahms, dessen Feinheiten die aus führenden Künstler in schönster Weise zu Gehör brachten, so daß das Publikum sich nach jedem Saz zu lebhaftem Beifall veranlaßt sah. Auf das Quintett von Brahms folgten Variationen für Klavier, Violine und Cello von Bethoven, mit deren Vortrag die Herren Trautmann, Rebner und Hegar sich aufs Neue als Künstler ersten Quintett von Brahms spielten die Herren an dritter Mitteldeutsche Sonntagszeitung vom 1. Juli d. J. während des viertel Jahres wo der Wahlkampf währt wöchentlich zwei Mal erscheinen zu lassen, welcher Antrag abgelehnt wird. Stadtv. Krumm sprach dann über die bevorstehende Reichstagswahl. Er erklärte, er bedauere, daß die Partei nicht in der Lage sei, einen geeigneten Kandidaten für die Wahl aus dem Wahlkreise aufstellen zu können, der nicht von Gießen sei. Darauf kam der Redner auf den vom Reichstag angenommenen Zolltarif zu sprechen. Ferner beschloß die Versammlung den Maifeiertag nur am 1. Mai zu halten, sei es auch nur durch eine Versammlung am Abend Wiesed, Heuchelheim, Lollar c. an das Gießener Gewerbegericht besprochen. Strumm empfahl in den einzelnen *** Dutenhofen. Hier soll im Frühjahr ein dritter Lehrer angestellt und ein Schulhausneubau errichtet werden. Der Gemeinderat hat nun aber die Anstellung des dritten Lehrers abgelehnt. Die Regierung wird jedoch auf diesem Beschluß bestehen bleiben. r. Zur Reichstagswahl im Kreise Wetzlar. Durch die Aufstellung des Dr. Giese, Kandidat der deutschsozialien Reformpartei, welcher auch vom Bunde der Landwirte unterstützt wird, und des bisherigen nationalliberalen Abgeordneten, Bürgermeister strämer, ist es möglich, daß es eine große Stimmenzersplitterung giebt und der vereinigte Wahlbezirk Wezbisher stets mit den Nationalliberalen in die Stichwahlen gekommen ist. bem 1. März Ranges erwiesen. In derselben Besetzung wie in dem Sigung morgen Stelle eine gleichbenannte Tonschöpfung des Böhmen des Tages. Es wurde noch die Angliederung der Orte lar- Altenkirchen dem Zentrum ausgeliefert würde, das Anton Dooraf, die eher eine noch freundlichere AufDas burg für die Ensemblespiel zeigte in allen Säßen die größte Correft- beteiligten Gemeinden eine dahin zielende Agitation zu bom 7. März nahme fand als die beiden ersten Vorträge. en halten. 65 heit, und die Schönheiten der einzelnen Compositionen entfalten, damit die Gemeindebehörde genau so wie die famen durch den geläuterten Geschmack der mitwirkenden Gießen erhielt Künstler, die Alle ihr Bestes gaben, in vortrefflichster das Gießener Gewerbegericht angeschlossen zu werden. Die Gemeinde Nieder- Ohmen. Dienstag, den 17. d. Mts. t wurde zum Gesellenverein. Die alljährlich von Lollar beschließt, betreffs der Gewerbestreitigkeiten, an dadurch für die einzelnen Orte entstehenden Kosten seien nur ganz Versammlung in den Waldungen der Gemeinde Nieder- Ohmen, Windhain. Igemeine Ehren Weise zu Gehör von Gießen wieberlehrende farnevaliſtiſche übendunterhaltung im hotel wes dans geringe Die Berjaminfina fakte noch einen Bürgermeisterei Rödgen. Dienſtag, den 17. Febr. m Samstag ber f Einhorn war auch in diesem Jahr gut arrangiert und infolgedessen der Besuch auch recht zahlreich. Die einzelnen Trohe zu feiern. in Sachen der Nummern des Programms erhöhten die Stimmung und das ** Der Verein für Geflügel- und Vogelzucht zu Erbauung einer Auditorium mußte und fonnte nach der Art der Vorträge und Gartenräumen des Wormser Festhauses seine 11. Worms veranstaltet am 22., 24. März in den Saal und Vogel- AusBauinspektor spenden. Zum Schluß das begehrte Tänzchen, welches bei stellung,( zugleich 4. Ausstellung des rheinischen Gedie fpreis für dies hinterlegt fei, wurde.- Da × Contentia und Steins Saalvan, zwei Namen, welche gestern in vielen Familien in engem Roner genannt Die Contentianer hatten ja farnevalistisches Stränz wurden. und Zuchtstationen aus den Provinzen Starkenburg, Oberhessen und Rheinhessen sind speziell gebeten, sich mit Tieren der von ihnen angestrebten Zuchtum Vergleiche anstellen und Blutwechsel durch Tausch oder Ankauf bewerkstelligen zu können. der Enteignung chen, und unsere Angaben, daß der Besuch ein sehr guter richtungen an der hiesigen Ausstellung zu beteiligen, ilhelmstraße zum sein möge, hat sich erfüllt. Die Räume in Steins Saalbau und Chirur ( großer und feiner Saal) waren dicht besetzt, das Fest in zu enteignenden allen Teilen ein wohlgelungenes. Der inszenierte Jahrmukt sanwälte zu brachte manches heitere Intermezzo. Erst im späten Montas Kay, Röm. rch den Pfarrer emeinde). Der Morgen suchten die letzten Contentianer und Contentiane rinnen ihre häuslichen Penaten auf. ** Der gestern vom Fechtverband Gießen del- Friedberg 2a hr unternommene Ausflug nach dem Windhof Stommiſſion hat erfreute sich eines sehr regen Besuches. Die Räume Fläche den Lug waren überfüllt. Gine besondere Hummer des Tages elle( Blank) mit briel'schen Be Bei fröhlichem Beisammensein konnte man auch die war die bengalische Beleuchtung des ganzen Etablissiments. 27000 Mt. zuge Belentigkeit der Beine erproben. Gegen 9 Uhr wurde iume nach einer per Bieberlieschen, welches allerdings bei der Masse der chverständige be Ausflügler etwas Verspätung hatte, der Heimweg anr Borsitzende des getreten. hlägt vor, zuerst daß die geplanten dem zur Enteig st über den Wert it dem Vorschlag bemängelt, daß alle urteilen for ommission, dessen ft hat im münd lle seine Kollegen en, welche gegen r geplanten An Gelände sprechen en zu ersehen sei und bemängelt Sabriel für di ches Gebot gemach nung vorfchreibt Lofalkommission und müsse seiner nicht an, wen ärt hat, er woll um der Form zu Den Ausführunger über, daß dessen enthalten. Man 3 Gelände brauche, ** Die gestern im Orbig'schen Lotale stattgefundene sozialdemokratische Konferenz für den Reichstags Wahlkreis Gießen Grünberg- Nidda war sehr stark besucht. Man beschäftigte sich zuerst mit der Frage der Organisation zu den bevorstehenden Reichstagswahlen. Aus der Writte der Versammlung wurde gewünscht, das hiesige Parteiorgan täglich erscheinen zu lassen. Hier gegen sprechen u. A. die Stadtv. Krumm und Orbig und zwar wegen der finanziellen Bedenken. Krumm vertrat auch der Standpunkt, daß man als Agitationsmittel für die benachbarten Wahlkreise einer Wochenzeitschrift doch nicht Der Einwand des r Staat habe ein für die Bäum stimmt sei, und anwalt Grüne eje Angelegenhei Brundeigentümern ofalkommission achten abzugeben, urf machen wolle och nicht verdenken, n, an einem Gut Brundlagen bilder shof sich bei der stelle deshalb den Die Lokalfommiffion es Gutachtens ab De Areisamtman Kranzbühle hren fich noch ein dem Inhalt de ndern wird, würd verden. Der Pro ntag( allo bent Frage tommende ben verhandeln über die Frage de g, wird zum Benef Krieg im Frieder in der großen Au Universitätsmuff weitere Mitwirkend en Beimer( Viola) I. Seffisch- Thüringische Staatslotterie ( Mitteldeutsche Staatslotterie) 3iehung V. Klasse 14. Februar 1903. ** Am Freitag Nachmittag ist zum ersten Mal einer der bei unglüdsfällen auf der Bahn jur Hilfeleistung bestimmten Rettungszüge auf der StationBuzbach probeweise in Funktion getreten. Der Zug, welcher aus Aerztewagen, Geräte- u. Mannschaftswagen bestand, war von Gieken seitens mehrerer höherer Beamten der Direktion Frankfurt a. M. nach dort beordert worden und traf gegen 6 Uhr ein. Auf dem BahnHof Buzzbach wurde eine llebung abgehalten, worauf der Zug um 7 Uhr wieder nach Gießen zurückfuhr. Aus Heffen und Nachbargebieten. Großen- Linden. In dieser Woche wurde mit Genehmigung der Eisenbahndirektion mit den Regulierungsarbeiten der in legten Jahren erfolgten Lammrutschungen der östlichen Seite des Einschnittes begonnen. Ein von Seiten des Unternehmers vorangegangenes Arbeitergesuch hatte zwar guten Erfolg. doch ist die bis heute angemeldete Anzahl noch nicht genügend, um die im Laufe dieses Jahres zu beseitigenden 30,000 cbm Erde und Steine und Geröll hinwegzuschaffen. *** Lüßellinden. Im vergangenen Jahre hat unsere Gemeinde für Holz aus ihren großen Waldungen zwischen Klein- Linden, Gießen und Großen- Linden die ansehnliche Summe von rund 30,000 Mt. gelöst. Alle Nummern, neben welchen nichts bemerkt ist, sind mit 200 Mart gezogen. ( Ohne Gewähr.) 134 42 54 84 209 75 300 36 47 50 76 88 423 60 512 31 75 84 611 31 95[ 400] 729 56 60 803 93 928 89 1007 9 70 113 47 56 228 31 51 435 37 531 607 31 37 746 59 818 34 36 42 99 909 31 2032 58 132 33 47 [ 300] 50 52 85 90 205 39 47 361 501 33 610 738 97 836 37 911 22 25 94 99 3112 50 58[ 300] 72 79 214 311 53 65 477 98 542 623 816 64 65 69 955 4198 225 40 46 49 73 95 339 97 443 84 554 79 645 76 743 48 849 928 34 5007 115 50 214 349 65 71 499 547 99 636 44 702 68 875 920 6028 44 153 74 212 18 304 11 40 57 408[ 400] 68 98 525 33 54 629 64 75 95 [ 250] 815 52 85 927 54 7053 56 206 54 60 67 97 320 454 93 95 518 88 636 47 709 65 81 85 800 8019 55 83 111 25 272 309 26 430 32 51 515 27 93 95 97 625 710 46 72 915 92 9050 95 103 217 344 77 505 28 64 79 649 57 63 744 54 65 818 26 85 903[ 300] 63 68 74 10076 101 21 246 341 91 535 639 97 722 809 901 19 23 86[ 250] 11000 45 65 102 42 56 80 204 66 352 87 440 46 68 78 554 64 69 619 701 35 57 809 67 86 98 12213 27 46 96 97 302 11 30 406 39 53 546 56 668 71 760 857 905 42 61 13001 18 27 31 95 173 82 211 383 568 93 632 55 99 719 36 50 806 90 953[ 400] 88 14156 83[ 250] 90 213 53 404 31 75 79 553 67 639 761 62 65 93 99 812 82 983 15081 173 84 213 20 96 361 69 80 92 454 84 523[ 250] 92 641 800[ 400] 11 14 42 928 39 49 16076 82 174 404 7[ 250] 77 535 55 79 608 59 739 73 829 36 79 969 17089 101 4 56 59 226 315 84 97 450 577 91 666 77 87 89 735 60 860 87[ 400] 18076 92 184 72 256 300 79 431 45 508 45 47 603 19 78 719 861 915 49 51 19121[ 250] 42 95 205 17 22 33 35 392 520 72 76 699 735 63 837 922[ 300] 54 20083[ 2000] 191 271 362 76 436 633 35 57[ 250] 753 821 57 62 923 93 21028 59 69 71 78 81 204 5 39 301[ 300] 416 573[ 250] 88 729 [ 1000] 80 811 54[ 250] 22017 78 81 124 55 455 513 95[ 1000] 606 56 883 922 30 99 23086 92 195 230 77 84 90 99 423[ 250] 517 758 813 44 921 43 53 65 99[ 1000] 24023 211 14 21 88 338 438 58 66 93 528 55 57 77 91 98 600 30 85 768 860 88 916[ 400] 47 51 25023 52 69 93 96 252 84 89 306 58 60 99[ 300] 400 33 63[ 250] 66 540 52 60 602 82 722 803 34 45 93 947 26005 136 41 230 355 430 [ 300] 32 53 542 89 620[ 400] 883 938 39 27207 32 55 65 97 331 37 59 435 521 66 77 605 775 923 26 28008 111 52[ 300] 350 438 577 90 615 60 704 951 29082 162 65 69 96 260 312,472 575 700 77 87 846 92 988 39 30267 99 346 424 43 581 660 764 805 79 933 85 31051 73 79 141 98[ 250] 229 381 83 92 698 760 889 970 77 88 32019 38 128 59 91 246 65 413 22 581 90 623 35 74 85 96 706 37 47 812 22 42 56 903 9 37 70 76[ 250] 33083 172 80 204 25 42[ 300] 54 360 69 86 421 532 44 64 634 758 804 36 42[ 10000) 69 945 84[ 400] 34006 41 123 84 95 290 95[ 400] 315 93 97 417 33 58 64 555 664 75 733 42 820 28 940 35042 92 94 103 87 222 76 420 45-527 578 649 729 832 981 36100 [ 1000] 1 31 69 74 84 243 347 442 89 581 605 809 69 80 907 12 58 37027 56 276 80 415 21 90 95 592 94 779 837 61 75 87 923 89 38003 54 156 300] 68 91 200 3 44 47 310 96 415 43 614 91 95 898 951 86 39066 98 127 53 269[ 250] 75 79 308 18 417 21 38 57 552 694 789 828 74 934 78 40058 224 53 333[ 400] 38 4: 411 53 85 591 704 51 53 78 805 931 41 75 41004 81 191 225 44 88 93 301 16 43 531 757 79 830 64 99 968 42003[ 250] 68.90 193 270 405 676 780 808 16 32 47 43014 18 89 250 146 85 206 38 70 332 33: 57 91 95 99 404 31 53 526 86 663 724 31 8 90[ 250] 828 76 86 960 44033 133 68 275 86 312 25 99 413 15 64 615 16 36 767 45096 186 275 305 47 80 438 65 535 43 60 82 91 614 36 47 70 701 909 64 87 46051 96 234 547 623 50 742 81 855 47089 256 320 74 101 558 610 29 38[ 1000] 719 37 93 918 48019 151 205 71 95 378 402 $ 5.523 29 89-91 638 64 80 787 852 930[ 1000] 49034 94 126 010001 42 im Gemeindewald. Zusammenkunft Vormittags 10 Uhr im Seewald am Wege nach Annerod. Bürgermeisterei Allendorf a. d. Lda. Mittwoch, den 18. Febr. in den Gemeindewaldungen, Distrikt Kinnwald, Steinwaid und Langebruch. Zusammenfunft Vormittags 10 Uhr auf der Kreisstraße Alertshausen- Beuern an der Grenze zwischen Alertshausen und Climbach. Bürgermeisterei Grüningen. Mittwoch, den 18. Febr. foll im Grüninger und Dorfgiller Markwald folgendes Holz versteigert werden: 46 Fm. Eichen- Bauholz von 13-28 Cm. Durchm. 34 Fm. Kiefern- Bauholz bis 14 Mtr. 52 Rm. Kiefern- Nußscheiter und Knüppel ( 3 Meter lang). Die Zusammenkunft ist morgens 10 Uhr am Fußpfad von Grüningen aach Garbenteich. Bürgermeisterei Leihgestern Mittwochs, den 18. Febr. im Gemeindewald. Zusammenfunft im„ Sprung". Winnerod. Donnerstag, den 19. Febr. in den Zim merischen Waldungen zu Winnerod, Distrikt Burgwald, Petersgrund, Eichwald und Neuhof. Anfangs vormittags ½ 10 Uhr am Ausgang der Straße Winnerod- Lindenstruth aus dem Burgwald. Bürgermeisterei Wiesed. Freitag, den 20. Febr. in den Gemeindewaldungen, Diftritt Blockswald und Dorrloch. Zusammenfunft Vormittags 10 Uhr am Dorrloch, an der Straße nach Lollar. Ober- Ofleiden. Die Gemeinde Ober- Dfleiden giebt 322 Kiefern- Stämme 39 stm. Inhalt, zu Grubenholz geeignet, in Submission ab. Postfreie Angebote sind bis zum 20. d. Mts. vormittags 10 Uhr an die Bürgermeisterei einzureichen. Overförsterei Lich. Montag, den 23. Febr. Zusammenfunft 10 Uhr am Kolnhäuserkopf. Dienstag, den 24. Febr. im Distrift Graudorn. Druck und Verlag der Gießener Verlagsbruderei, vorm. Wilh. Keller'sche Buchdruckerei( gegr. 1783); für die Redaktion verantwortlich: Albin 66 83 245 355 477 581 602 40 43 94 848 50 98 957 85 50029 34 75 154 200 4[ 300] 383 39 78[ 20 000 u. Pr. v. 60000) 523[ 300] 55 56 72 622 40 765 75 848[ 40 000] 68[ 51023[ 300] 31 48 84 106[ 250] 86 247[ 250] 344 64[ 3000] 92 97 473 80 81 507 38 43[ 400] 620 711 845 927 52005 50 88 123 220 79 94 95 377 90[ 300] 445 506[ 300 27 47 620 21 774 90 805 18 31 906 53020 24 57 104 14 73 225 45 45C 33 511 55 887 93 978 54144 85 253 478 522 37 653 58 93 786 808 19 2€ 47 59 87 91 900 32 72 88 55108 39 43 208 35 332 46 74 591[ 200] 624 35 738 68 821 84 997 56027 91 95 104 32 200 14 300 19 406 14 30 538 82 685 89 775 82 805 35 60 999 57029 69 73 125 45 264 80 316 41[ 250] 94[ 250] 406 13 2 44 54 577 81 95 602 799 833 937 54 58118 32 55 87 202 25 36 54 84 374 86 488 508 11 36 52 656 783 91.1300] 836 59024 119 224 70 72 322 2 [ 250] 92 423 32 49 56 525 36 709 32 48 80 85 827[ 400] 36 92 912 60011 17 50 93 94 184 267 303 9 10 71 80 93 96 451 60 92 508 16 67 627 47 67 74 717 26[ 250] 42 78 810 88 909 67 84 88 61047 172 [ 1000] 231 85 341 75 93 411[ 250] 23 46[ 250] 652 89 788 815 25 78 80 $ 2021 150 75 261 91 335 39 75 556 80 878 912 98 63051 84[ 300] 19: 5000] 222 365 469 78 502 16 84 659 716 802 4 24 93 968 64024 30 39 77 88 136 37 40 54 236 80 316 66 97 461 507 35 600 799 931 65030 37 57 82 87 130 45 57 88 324 300 53 446 523 42 56 82 650 726 98 869 994 97 66011 28 47 215 85 336 407 53 605 28 33[ 1000 33 719 895 902[ 250] 65 86 89 93 67049 70[ 400] 75 120 34 84 92 288 99 304 17 24 66 415 527 83 632 81 94 718 874 920 27 68048 57 78 88 133 39 202 10 325 420 22 27 38 42[ 300] 64 96 605 8 755 828 924 91 69042 55 61 65 126 37 72 208 95 378 585 610 21 66 842 65 79 55 70043 113 220 361 91 421 48 518 93 633 40 48 67 812 64 68 927 71023 93 152 67 91 242 62 80 94 303 20 55 88[ 2000] 402 87 578 625 783[ 250] 877 900-25 89 97 72025 345 57 86 88 464 76 90 503 39 40 79 634 41 65 723 813 14 31 41 939 55 72 73103 88 91 243 59 78 411 554 734 60 809 905 68 73 88 74010 19 67 80 139 91 358 456 58 630 96 712 18 73 809 18 58 75024 93 153 59 204 8 414 581 600 39 91 722 32 42 89 805 19 6 057 76001 26 109 67 82 298 303 29 458 563 86 678 79 89 97 820 77118 19 62 96 98 324 94 457 75 622 23 30[ 300] 36 44 773 807 80 918 67 95 78029 88 134 83 226 37 60 83 303 24 76 78 427 72 520 93 646 62 725 843 50 58 79018 33 89 90 118 42 200 63 381 85 91 420 519 53 57 59 95 639 706 82 97[ 300] 886 902 80070 118 205 315 29 54 67 79 400 599 624 25 79 757 61[ 250] 831 35 80 927 36 74 81019 134 67 269 369 400 544 58 84 85 625 30 791 300] 841 47 975 92 82015 45 51 56 159 296 328 36 46 79 87 91 437 51 552 606 705 894 903 55 74 90 83011 62 93 123 38 44 279 316 54 85 411 571300] 322 27 80 670 93 774 78 83 95 840 76 926 49 51[ 300] 82 84052 102 86 269 359 427 20 549 71 99 611 20 24 45 714 45 81 85 930 66 68 92[ 250] 85100[ 250] 9[ 3000] 26 64 282 461 612 46 99 702 68 806 66 905 43 86045 60[ 250] 107 219 30 36 79 95 327 55 79 89 400 8 71 539 82 832 51 773 75 876 79 86 907 60 87004 46 77 112 37 69 88 98 243 312 46 90 595[ 250] 662 716 75 86 857 955 88109 10 80 217 93 95 311 498 558 75 82 618 724 38 66 96 859 88 913 89007[ 300] 104 27 211 29 34 59 305 17 28 89 99 432 62 79 84 530 92 658 97 711[ 2000] 54 824 71 901 39 90053 94 126 55 79 296 387 449 79 97 508 18 70 84 98 754 865 039 78 91071 187 95 241[ 1000] 62[ 300] 78 83 314 428 83 512 53 62 603 17 53 67 74 97 738 69 70 82 825 38 954 90 92032[ 400] 122 98 217 36 53 77 319 427 54 61 66 75 78 86[ 250] 90 564 94 612 35 37 712 27 46 863 84 920 39 93031 36 80 128 48 50 53 65 225 83 94 310 22 61 64 425 40 87 533 69 92 614 16 75 710 35 78 87 820 33 38 78 931 91 94070 80 90 106 206 19 28 36 305 33 86 436 51[ 300] 515 68[ 2000] 31 98 647 65 80 756 69 92 841 44 64 927 94 95052 169 83 427 42 556 605[ 250] 57 717 815 985 96025 58 68 167 87 95 213 38 386 426 76 526 51 72 99 727 84[ 300] 929 57 67 # 7050 136 212 99 339 60 71 73 76 87 580 661 705 25 34 48 51 57 84 300 882 938 55 85 98004 23 237 47 327 501 9 36 37 76 88 652 66 96 707 9 27 823 31 948 99010 30 54 116 38 210 405 55 503 46 56 61[ 250] 091[ 400] 609 731 831 1300 66 69 95 978 85 92 lein, Gießen. Richard Buchacker, Giessen. staatl. konz. Kollekteur der Hessisch- Thüringischen( Mitteldeutschen) Staats- Lotterie. Neuen Bäue 11, Cigarren- Geschäft. g ei mge Amtliche Bekanntmachungen. Holz- Versteigerung der Stadt Gießen. Montag, 23.Februar 1903, vorm. 9 Uhrbeginnend werden in der Leib'schen Wirtschaft im Bbilosophenwald aus den Waldungen der Stadt Gießen versteigert: ans dem Distrikt Mühlberg 32 Fichten Stämme mit 6,02 Festm. 1180 Fichten Derbstangen mit 60,79 Feftm. 49 Rmtr. Buchen- Scheitholz 50 7 14 " " Buchen- Knüppelholz EichenErlen " " 36 Eichen" 2 Nadel" 1 3 Erlen= " 12 48 Eichen" 1 5 Erlen 810 " 980 EichenNadelU " 11 " " Buchen- Stockholz Nadel- Knüppelholz 700 Wellen Buchen- Meifig aus dem Diftritt Rollstockiwäldchen 1 Fichten- Stamm mit 0,44 Festm. 50 mtr. Eichen- Scheitholz 38 62 Eichen- Knüppelholz Eichen- Stockholz 1440 Wellen Eichen- Reisig aus den Distrikten Sandberg, Krfulum und Philosophenwald. 7 Fichten- Stämme mit 1,72 Festm. 1 Kiefern- Stamm mit 0,66 Festm. 3 Rmtr. Nadel- Scheitholz 36 " 1 п 17 -Stnüppelholz Buchen- Stockholz NadelTheater- Verein 8. Vorstellung: Donnerstag, den 19. Februar. Gastspiel von Frene Triesch. Schnitzler- Abend: 1. Liebelei, Schauspiel in 3 Akten, 2. Litteratur, Lustspiel in 1 Aft. Anfang 8 Uhr vünktlich. Ende gegen 10%/. Uhr. Billets von Mt. 5, 4, 3, 2,( Mitglieder 50 Pfg. Ermäßigung) bei E. Challier und an der Kaffe. Studentenfarten bei E. Challier Mt. 1.50, an der Kasse Mt. 2. XX Steins Saalbau. Montag, den 23. Februar, abends 8 Uhr: Wolzogens bunter Abend. Direttion: Martin Stein, Hamburg. Mitwirkende: Cognac deutscher per Fl. von M 1.40 französ. "!" 3.Rum, Arak, NordhäuſerErnst Freiherr von Wolzogen. Fruchtbranntwein Stadtkundiger junger Mann sucht sofort dauernde Be schäftigung. 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Februar 1908 Zum Benefiz für Haus Zoder. Krieg im Frieden. Contentia. ( Wohlthätiakrits- Verein) findet bei Mitglied Senkler( Rheinischer Hof) die Samstag, den 21. Februar 1903 statutgemäße ftatt. Generalversammlung A. Luh, Mittel-, Höll, Groß- und Klein- Waldfeld. B. Mahr, Straßen-, Brückenfeld und Halbentlee. Auf den Feldern B wurden im Herbste 1902 allein Tagesordnung: 1. Jahresbericht, 2. Jahreskaffabericht und Entzur Strede gebracht: 3 Fasanen, 56 Hühner, 85 Hasen. Großen Linden, am 14. Februar 1903. Großh. Bürgermeisterei Großen- Linden. Leun. Holzversteigerung am Donnerstag, den 19. Februar cr. Borm. von 10 Ahr an im Gemeindehaus dahier. Es kommen zum Verkauf: Eichen: 50 Nm. Scheit u. Knüppel, 2 Nm. Stöcke, Reiser; 241 " Buchen: 340 Scheit, 360 Nm. nüppel, 12 Rm. " Stöde, 1367 Rm. Reiser; Nadelholz: 8 Rm. Knüppel, 63 m. Reiser, 800 Stück Bohnenstangen; eichholz: 1 Rm. Stnüppel. Das Holz liegt in den Distr. Großwäldchen, Korntück, Dickehau, Altehau, Wettenberg und Eichwald 10c des Gemeindewaldes Krofdorf- Gleiberg. Krofdorf, den 11. Februar 1903. ORE Der Bürgermeister: Lichtenthäler. Entlastung des Rechners, 3. Gesamtvorstands: wahl, Verschiedenes. Anfang panft 9 Uhr. Der Vorstand. Außer den von mir seither geführten Bieren bringe jezt auch Mainzer Aktienbier b beliebt wegen seines reinen, mien Geschmackes und weil es außers ordentlich gut bekommt, zum Verkauf und empfehle dasselbe die Flasche zu 18 Pfennig. 9 " 9 11 Bier in Faß für Wirte und Wiederverkäufer in Gebinden von 20 Liter an ftets auf Lager. Gotthilf Röhrle, Biergroßhandlung. Telephon 344. Marburgerüraße 7. Markt 7 Fritz Eccarius Markt 7 ( Wilhelm Orbig Nachfolger) Nähmaschinen. Küchenlampen Rur beste Fabrikate. Opel, Phönix, Seidel u. Naumann u. 1. m. empfiehlt zu billigften Stehlampen Breisen und 5jähriger Garantie Hängelampen K. A. Artz, in Langgöns. 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Montag, den 16. Februar 1903.