294. mementopreis: in Sichen, abgeholt monatlich 50.Wis., terbius gebracht 60 fg., burch die Poft bezogen fertel jährlich Mr. 1.50, beilagen: Oberbeffische Familienzeitung( täglich) linheffifche Beitschrift für Landwirtschaft, Ob- unb memban, fotote bie Gießener Seifenblasen( wöchentlich). Bat Blatt erscheint an alle artingen nadmitage. Dienstag, den 15. Dezember 1903. Gießener 12. Jahrgang. Insertionsprei Die inaltige Behitelle far Gießen wir gang Oberbeffen, bie Kreise klar und Warburg 10 fa. fenft 15 Bfg.: Reflemen die Bettigette 30 refp. 40 g. Boftzeitungslike No. 3900. Asbation und Expedition: Gießen Reuenweg 28. Bernirer, 368. Neuelle Nachrichten ( Gießener Tageblatt) Anabhängige Tageszettung ( Bichoner Feldung für Oberheffen und die Kreise Marburg und Wetlar; Lokalanzeiger für Gießen und Umgebung Esthält alle amtlichen Bekanntmachungen der Großh. Bürgermeisterei Gießen und anderer Behörden von Oberheffen. Verdingung. Die Herstellung und Lieferung von Schlosserarbeiten für die zum Kanalbetrieb erforderlichen Geräte, sowie die lieferung von Kanalbürsten soll Mitwoch, den 23. Dezember Vorm. 11½ Uhr- öffentlich verdungen werden. Zeichnungen, Arbeitsbeschreibungen und Bedingungen lielogen mvährend der Dienststunden auf unserem Anitszimmer zur Einsicht offen. Angebote auf Vordrucke, dew daselbst erhältlich, sind spätestens bis zum obengenannten Zeitpunkt an uns einzureichen. Zuschlagsfright 3 Wochen. Gücßen, den 14. Dezember 1903. Städtisches Tiefbauamt. Braubach. Bekanntmachung. I e am 14. November If. Js. angeorducte Sperre den Marktstraße wird hiermit aufgehoben. Gießen, den 14. Dezember 1903. Großh. Polizeiamt Gießen. Hechler. Bekanntmachung. Die unter dem Schweinebestand des Wilhelm Amend Bahnhofstraße 62 dahier ausgebrochen gewesene Rotlauffeuche ist erloschen. Die angeordnete Gehöftsperre ist amigehoben. Gießen, den 14. Desember 1903: Großh Polizeiamt Gießen. Hechler. Bekanntmachung. Dic am 20. November If. Js. angeordnete Sperre den Nordanlage zwischen der Dammstraße und dem Samännischen Vereinshause wird hiermit aufgehoben. ießen, den 12. Dezember 1903 Großh. Polizeiamt Gießen. Hechler. Ein Markſtein in der □ deutschen Arbeiterbewegung. CB Die Audienz, die der Reichskanzler am Sonntag einer Thordnung des jüngst in Frankfurt a. M. abgehaltenen riten nichtsozialdemokratischen Arbeiterfongresses erteilte, bodentet einen Markstein in der Entwickelung der deutschen beiterbewegung. Der Kongreß hat bekanntlich eine Reihe DOOR Forderungen aufgestellt, die auch von sozialdemot fratis dher Seite seit Jahren von der Regierung stürmisch verlangt werden: die Gewährung voller Koalitionsfreiheit, die ruisgesetzliche Regelung eines liberalen Vereins- und Verfiomallungsrechts, die Anerkennung der Rechtsfähigkeit der Busvereine und die Errichtung paritätischer Arbeiterfam1mm zur Schlichtung von Streitigkeiten zwischen Arbeit gubern und Arbeitnehmern. Diese Forderungen hat die Abor renaung des nichtsozialdemokratischen, nationalen Arbeiterforgresses in Frankfurt a. M. dem Reichskanzler unterbritet. Und die Antwort des Kanzlers läßt den Schluß n daß die Regierung auf die Vorstellungen der national gimmten Arbeiter hin bewilligen werde, was sie bisher den aaldemokratischen Arbeitern gegenüber ablehnen missen glaubte, weil sie fürchtete, die Sozialdemokratie urde diese Vergünstigungen nicht sowohl zu sachlicher Föroming des Arbeiterstandes, als zur Zuspikung der Gegente zwischen Arbeiterschaft und Bürgertum ausbeuten. Bei Dah mational gesinnten Arbeitern liegt eine solche Gefahr icht vor. Graf Bülow hat zwar der Abordnung kein binDanders Versprechen gegeben; das fann er als Kanzler eines Staatenbundes, dessen Gesetze von der Zustimmung der einzu Belnen Staaten abhängig sind, auch nicht. Wohl aber hat er prochen, daß die Regierung diese Forderungen der Abdang einer ernsten, sachlichen Prüfung" unterziehen wolle. Und das bedeutet mindestens einen starken moraOlischen Erfolg des Frankfurter Kongresses, wenn man sich orgegenwär gt, daß diese Forderungen bisher von der Rejierung überhaupt nicht diskutiert wurden. Der Reichstanzler sagte in seiner Erwiderung auf die ihm mrgetragenen Forderungen der Abordnung folgendes: Meine Herren, ich freue mich, Sie hier zu sehen und ich antex Ihnen, daß Sie durch Ihren Besuch mir Gelegenheit benm, Sie persönlich kennen zu lernen. Ihr Frankfurter Kongref var für mich eine willkommene Erscheinung. Ich habe mir über Mn Berlauf der dort gepflogenen Beratungen eingehend Bericht aftatitten lassen. Als die Wahl des richtigen Weges begrüße ich , daß die in Frankfurt versammelten Arbeitervertreter sich ar Seinen Majestät ben Kaiser gewandt haben. Nur auf gesetzlichem Wege, unter dem Schutz der Monarchie und auf dem Boden der Solidarität aller Staatsbürger ist ein wirklicher und dauernder Fortschritt für die deutschen Arbeiter möglich. Unbeirrt durch Segenströmungen von links und rechts hält das Oberhaupt des Reichs daran fest, daß es zu seinen für Deutschlands Zukunf wichtigsten Ausgaben gehört, die Wohlfahrt der deutschen Arbeiten zu fördern und ihr Vorwärtsstreben innerhalb der notwendiger Unterordnung auch der Arbeiterinteressen unter das Gemeinwoh nit Kaiserlichem Gerechtigkeitssinn zu unterstüßen. Es ist eir bleibender Ruhmestitel unseres deutschen Kaiseriums, daß e unter allen staatlichen Machtgebilden zuerst und aus freiem An: trieb die Initia ive zur Ei, führung gesetzlicher Schuhmaßregelr für Arbeiter ergriffen und eine Reihe von Fürsorgeeinrichtunger ins Leben gerufen hat, die in anderen Kulturländern noch nich verwirklicht sind. Die letzten 20 Jahre haben bei uns der arbeitenden Klassen gegen früher wesentliche Verbesserungen ihre wirtschaftlichen Lage gebrecht und an dem Ausbau der grund legenden Gesetzgebung wird stetig fortgearbeitet. Wenn irgent Jemand dem wertätigen Deutschen die Erreichung einer Lebens haltung wünscht, die ihn zum bestgestellten Arbeiter der Wel machen würde, so ist es unser Staiser. Das fönnen Sie mi glauben. Was nun die amtliche Behandlung Ihrer Resolutioner betrifft, so brauche ich Ihnen, meine Herren, die Sie politisc geschulte Männer sind, nicht auseinanderzusetzen, daß ich al erster Beamter eines so föderativen Staatswesens wie das deutsche Reich, keine bindenden Zusicherungen für künftige Arbeiten der Gesetzgebung aussprechen kann, um alle Ihre Wünsche zu er süllen. Wohl aber will ich Ihnen versichern, daß ich die Be strebungen verstehe und würdige, die Gleichberechtigung der Arbeiter auf dem Boden der Selbsthilfe und in staatlich geord neter Interessenvertretung noch mehr zur Geltung zu bringen und daß ich daher für eine ernste sachliche Prüfung Ihrer Frant furter Resolutionen Sorge tragen werde. Mögen Sie auch aus der Vergangenheit der staatlichen Arbeiterfürsorge in Deutschland das Vertrauen für die Zukunft schopfen, daß sich die verbün deten Regierungen ihrer sittlichen Aufgaben gegenüber den Ar beitern vollkommen bewußt und eutschlossen sind, sie gewissenhaf zu erfüllen. Die Hoffnung, daß Sie, meine Herren, dieses Ver trauen mit sich fortnehmen, macht mir unser Zusammentreffer wertvoll und ich danke Ihnen nochmals, daß Sie mich aufgesuch haben." Wenn es den nichtsozialdemokratischen Arbeitern gelingt, für ihre Wünsche bei der Regierung Gegenliebe zu finden von einer ernst sachlichen Prüfung der Forderungen bis zu ihrer Genehmigung ist nur ein Schritt, der überdies sehr wahrscheinlich ist so wäre damit der Sozialdemokratic zweifelsohne das Wasser zu einem Teile abgegraben. Denn in Arbeiterfreijen wird man sich dann sagen, daß diese aus nationalem Boden stehende Arbeiterbewegung größeren poli tischen Einfluß in sich verkörpert, als die ganze sozialdemo kratische Partei. Für die Regierung handelt es sich jetzt da rum, der gesamten Arbeiterschaft Teutschlands zu zeigen: Wir sind gern bereit, euch soweit als irgend möglich entgegenzu kommen, alle cure Wünsche zu erfüllen, wenn ihr auf dem Boden der Verfassung bleibt und euch in die heutige Gesell schaftsform als Glieder einfügen wollt. Solange ihr das nicht tut, tönnt ihr nicht erwarten, daß wir euch die Mittel an dic Hand geben, eure staats- und gesellschaftsfeindlichen Tendenzen zum Ausdruck zu bringen. Die Politik. Ueber die reichsgesetzliche Regelung der Entschädigung auschuldig Berhafteter ist jetzt in der Hauptsache eine Vertändigung zwischen den verschiedenen Regierungen erzielt worden. Ein entsprechender Gesetzentwurf wird den Bundes rat voraussichtlich in einer der ersten Sizungen nach Neujahr beschäftigen. Damit rückt eine Forderung ihrer Erfüllung näher, deren Berechtigung heute von niemand mehr berkannt wird. A In reichsdeutschen Blättern waren jüngst Klagen darüber laut geworden, daß dentsche Geschäftsreisende jüdischen Bekenntnisses in Rußland einer besonderen Besteuerimg unterworfen seien und Aufenthaltsbeschränkungen sich gefallen lassen müßten. Auch war darüber Beschwerde geführt vorden, daß andere Deutsche mosaischen Glaubens großt Schwierigkeiten hätten, überhaupt nach Rußland Einlaß zu finden, während jüdische Bürger anderer Nationen in dieser Weise von Rußland nicht chifaniert wurden. Es war gefor dert worden, die deutsche Regierung solle bei den Handelspertragsverhandlungen für die Abstellung dieser Mißstände jorgen. Zu dieser Forderung bemerkt jetzt, offenbar im Aui trage der russischen Regierung, die„ Nowoje Wremja", das russische Gesetz fönne teinen Unterschied zwischen russischen und deutschen Juden machen und uch der Handelsvertrag keine den russischen Grundgesehen vidersprechenden Punkte enthalten. Die russischen„ Grund geseze" beziehen sich auf die Bevölkerung Rußlands; ihre Ausdehnung auf die Bürger anderer Nationen ist völker rechtlich unzulässig. Da in Deutschland alle Bürger ohne Unterschied der Konfession vor dem Geses gleich sind, müssen. die Vergünstigungen, die Rußland in den Handelsverträgen den Angehörigen des Deutschen Reiches für den Geschäfts forob! verkehr mit Rußland gewährt, ohue interschied Christen wie Juden zu gute kommen. Unsere Regierung vird es an einer entsprechenden Korrektur der russischen Auf fassung wohl nicht fehlen lassen. Eine weitere Maßregel der Arbeiterfürsorge bei der Sisenbahn wird neuerdings bekannt: Nach einer Verfügung des Eisenbahnministers an die Eisenbahndirektionen findet In den Fällen unverschuldeter Dienstverhinderung eine Fort. zahlung des Lohnes nach bestimmten Grundsätzen statt. Ar beiter, die mindestens ein Jahr ununterbrochen im Dienst sind, rhalten bei militärischen Uebungen von nicht mehr als vier zehn Tagen zwei Drittel des Lohnes, wenn sie verheiratet oder überwiegend Ernährer von Familienangehörigen sind. Bei länger als 14 Tagen dauernden Uebungen sollen diese zwei Drittel nur für die ersten 14 Tage bezahlt werden. Allen Arbeitern wird der Lohn weitergewährt bei Arbeits versäumnis infolge von Teilnahme an Kontrollversamm ungen, Aushebungen und Musterungen, bei Erfüllung staats bürgerlicher Pflichten, Wahrnehmung von Terminen, Feuerlöschdienst auf Grund öffentlich- rechtlicher Verpflichtung, Teilnahme an Wahlen. Entschädigungen werden abgerechnet. In anderen Fällen, insbesondere persönlichen Angelegenjeiten, soll es dem Ermessen der Verwaltung überlassen blei ben, eine Fortzahlung stattfinden zu lassen. Gleichzeitig bringt der Minister die Gewährung freier Eisenbahnfahrt bei dringenden Urlaubsreisen von würdigen und langgedienten Arbeitern in Erinnerung. Der Regierungspräsident von Lüneburg hat die Gemeindevorsteher von Braven, Bonstorf und Becke dorf ihres Amtes enthoben, weil sie bei der Landtagsvahl ihre Stimme einem Welfen gegeben hatten. Die An gelegenheit dürfte im preußischen Landtage zu lebhaften Er örterungen führen. au * Vor einiger Zeit meldeten wir, daß die Berufung zweier vestdeutscher Industrieller ins preußische Herrenhaus Stelle der verstorbenen Mitglieder Krupp md Stumm geplant sei. Nachdem dieser Tage der frühere Landtagsabge ordnete Glashüttenbesitzer Vo pelius in Sulzbach vom König ins Herrenhaus berufen worden ist, kommt jetzt die Meldung von der Ernennung des zweiten westdeutschen In dustriellen zum Herrenhausmitglied: Es ist der Geheime Kommerzienrat Karl Leg, der Vorsitzende des Vereins deutscher Eisenhüttenlente. Eine bemerkenswerte Verfügung hat das württember zische Ministerium des Innern erlassen. Sie ordnet an, daf zu Beiräten der Zentralstelle für Handel und Gewerbe auch Lohnarbeiter gewählt werden können. Das soll in der Weise geschehen, daß der Ausschuß der Versicherungsanstalt Württemberg zu dem Gesamtkollegium der Zentralstelle vier Beiräte und ebensoviele Stellvertreter wählt. Sie werden auf drei Jahre gewählt und erhalten als Ersatz für bar Auslagen und für Zeitverlust die in den Satzungen der Versicherungsanstalt Württemberg bestimmte Vergütung. Die Maßnahme ist ein neuer Beweis dafür, daß die deut schen Regierungen immer mehr dahin wirken, die Arbeiter zur aktiven Teilnahme an den Verwaltungsgeschäften heranzuziehen. In der sächsischen zweiten Kammer haben die Konser vativen jetzt die Aufhebung der viel angegriffenen steuer Jeseßlichen Bestimmung beantragt, welche das landwirtschaft fiche Betriebskapital im Gegensatz zum idustriellen Betriebs fapital steuerfrei läßt. Bisher hatten die Konservativen diese Bestimmung stets verteidigt. England. Chamberlains Zollfeldzug hat zunächst eine Veränderung im Parteimesen England herbeige führt: Die nuionistische Partei hat sich gespalten. Der Führer der Unionisten, Herzog von Devonshire, hat in einem Briefe der Politik Chamberlains eine unverhüllte Absage zu Teilverden lassen und gleichzeitig sich von allen Unionisten ge trennt, die etwa mit Chamberlain gehen wollen. Da ein Teil der Unionisten unbedingt zu Chamberlain steht, ist damit der Bruch der unionistischen Partei besiegelt. Amerika. † Zum Präsidenten von Kolumbien ist General Reyes, der Unterhändler zwischen Kolumbien und der Union wegen der Panamajache, gewählt worden. England und Holland sollen übereingekommen sein, die Republik Panamc nicht anzuerkennen, wenn sie nicht einen Teil der auswärtigen Schuld von Kolumbien, 1½ Millionen Dollars übernimmt. Die Vereinigten Staaten sollen Panania der Rat gegeben haben, diese Bedingung anzunehmen. Deutscher Reichstag. ( 7. Sigung.) CB. Berlin, 14. Dezember. Unverhofft tommt oft. Man erwartete heute eine langveilige Sigung, dennoch brachte sie eine Sensation. Eine an. genehme Sensation. Vor Eintritt in die Tagesordnung konnte nämlich Präsident Graf Ballestrem über das Befinden des Kaisers Bericht erstatten. Das Präsidium hat sich heute dem Mo narchen vorgestellt. Bei dieser Gelegenheit nahmi Gra Ballestrem Veranlassung, von der großen Besorgnis ai DOB baten hapon, Jungfer. neben m Will Sie es mir nicht Was find das für Reden? noch trauriger machen, als ich schon bin?" Aber menn mir etwas menschliches paifieren Will Er mich denn durchaus gar nicht ein wenig gut? Dersprechen, ist Sie mir denn berie hat doch cinen fo b. Heyden im 3immer. Dort erwartete man sie schon. Gassen nach dem Hause des preußischen Ministerresidenten. die dunklen, nur ab und zu von einer Dellampe erleuchteten bemerfte Elfriede, und ich habe e fehr, sehr bararter." interdessen eilte Julia mit ihrer treuen Brigitte durch Ein Talar, in dem mehrere verSeelen war bei Herrn Brustfang mit mit getvietter e- Taffenbaubnisja aus der ,, Voilà, Monsieur." freintritt gewährt. auf Julia, die seinen Blick ruhig erwiderte. Der Feldmebel schaute hinein und dann wieder forschend De Lacour," las er.„ Der hohe Senat hat Führt den Herrn hinauf, Euch Schließer." fagto Sulig mit Rate foute doch Rudolf tacherlichen zu verton et entfchliegtichen Batersnamen. Tauschen. poetischen Ach, und Buttermilch hieße, dann wär's amer Franz oder Otto noch zu überlegen, so schwer es ihr auch mir aber Jeremias Melchior! wenn er wenigftens Apotheke, und sie vermeidet geflissentlich den Platz am Fenster einem to Minchen braucht in den nächsten Tagen gar nichts aus der sprechen, die weite Kreise des deutschen Volkes aus Anlaß der Erkrankung des Kaisers ergriffen hat, sowie von der freudigen Benugtuung, als bekannt wurde, daß die Krankheit nicht ernst und die Heilung bald zu erwarten sei. Der Kaiser hat diese Rundgebung huldvollst aufgenommen. In Verfolg dessen hat der Monarch wohl/ Stunden lang sowohl über seine Krankheit wie auch über andere interessante und gelehrte Gegenstände gesprochen. Die Reichstagspräsidenten hatten den Eindruck, daß der Kaiser die alte Frische vollkom men wieder erlangt habe. Seine Stimme war wieder vollkommen klar; nur wenn man mit einer gevissen Voreingenommenheit heranging, fonnte man noch einen leisen Schleier auf der Stimme durchhören. Der Kaiser, so schloß Graf Ballestrem, war bei guter Stimmung und hat sich, wie gesagt, huldreichst mit uns unterhalten. Die Befriedigung des Hauses über die Mitteilungen des greisen Präsidenten drückte sich in lebhaftem Beifall aus. Hierauf wird die erste Lesung des Etats und der lex Stengel fortgesetzt und als Erster spricht Abg. Bebel gegen den Reichskanzler. Spuren von Stößen oder Schlägen geachtet, und wo solche zu bemerken sind, werden die Mannschaften zur wahrheitsgetreuen Angabe der Ursache derselben aufgefordert. Ferner werden den Hauptleuten öftere unerwartete Revisionen der Mannschaftsstuben, der Instruktionsstunden u. s. w. anbefohlen. Schiffsumtaufe. Das alte Panzerschiff„ Preußen" ist in aller Stille in„ Saturn" umgetauft worden, nachdem mit dem Stapellauf des Flottenflaggschiffes„ Preußen" am 30. Oktober zwei Kriegsschiffe mit dem Namen„ Preußen" in der Marine vorhanden waren. Aus dem Gerichtssaal. der nächste Hydrant ein Kilometer entfernt war. Die Mann schaften der Feerwehr des 4. bayrischen Infanterie- Regiment welche zuerst auf der Brandstätte erschienen war, holten m Lebensgefahr die Petroleumfässer aus dem brennema Schuppen. Um 9 Uhr vormittags war das helle Feuer ut löscht. Menschen sind nicht verlegt worden, der sachliche den wird auf 2 Millionen Mark geschätzt. § Soldatenmißhandlungen in 1000 Fällen. Vor dem Metzer Kriegsgericht begann gestern( Montag) die Verhandlung gegen den Leutnant Schilling vom Infanterieregiment Nr. 98 wegen Mißhandlung Untergebener in etwa 1000 Fällen. Für die ganze Tauer der Verhandlung, zu der 87 Zeugen geladen sind, und die deshalb in dem Saale des hiesigen Schwurgerichts stattfindet, wurde auf Antrag des Vertreters der Anklage die Oeffentlichkeit ausgeschlossen. Einen eigenartigen Beitrag zu dem Kapitel Soldatenmißhandlungen lieferte eine Sigung des Oberfriegsgerichts in Breslau. Der Verteidiger eines jetzt zur Reserve entlassenen Unteroffiziers Geisler vom Schlesischen Leibk rassierregiment( welcher einen im Dienst etwas schwerfälligen Soldaten des öfteren mißhandelt hatte, so daß der Mann schließlich desertierte) führte aus, der inzwischen aus dem Dienst geschiedene Wachtmeister Peucker habe instruktionsgemäß den im Stall versammelten Unteroffizieren die königliche Order vorgelesen, welche sich entschieden gegen die Mißhandlung der Soldaten kehrt und dieselbe streng verbietet; als die Verlesung beendet, habe der Wachtmeister aber aus eigener Machtvollkommenheit das den kaiserlichen Intentionen direkt widersprechende Resumee daran angeknüpft:„ Haut ſie- aber unter vier Augen!" Tatsächlich hätten denn auch andere Unteroffiziere sich ebenfalls Mißhandlungen zu schulden kommen lassen, insbesondere aber auch der Wachtmeister. Das Oberkriegsgericht verurteilte den p. Geisler wegen Mißhandlung in acht und vorschriftswidriger Behandlung Untergebener in vier Fällen zu drei Wochen gelinden Arrests. Die Rede, die Graf Bülow am Donnerstag hielt, habe nicht das geringste Verständnis bekundet für die sozialdemo kratische Weltanschauung( Gelächter rechts), ihm sei alles Die ein Mühlrad im Kopfe herumgegangen.( Erneutes Ge lächter.) Ebenso hat mich der Kriegsminister v. Einem nicht im mindesten sachlich widerlegt. Ich habe in keiner Seise behauptet, daß die Mißstände, die ich anführte, sich auf das ganze Offizierkorps erstreckten. Ich erkenne auch den guten Willen der obersten Heeresverwaltung an, den Weißhandlun gen abzuhelfen, ebenso den guten Willen des obersten Kriegs. herrn. Aber gerade, wenn troß dieses guten Willens solche Mißstände nicht aufhören, so werden wir doch das Recht haben, zu sagen, daß der Weg, den man eingeschlagen, um die Mißstände zu beseitigen, nicht der richtige ſein kann. Graf Bülow habe gefragt, wer denn im Zukunftsstaat das Auswärtige Amt leiten werde. Ich antworte ihm: Um un gelegte Gier fümmere ich mich nicht. Wer weiß, vielleichi werden sogar einzelne Geheimräte von ihm dabei sein ( Große Heiterfeit.) Der Kanzler fragt uns nach dem Aus sehen unseres Zukunfts Programm Glaubt etwa der Reichskanzler, sich mit uns verständigen zu können?( Graf Bülow schüttelt verneinend mit dem Kopfe, was stürmische Heiterkeit des Hauses hervorruft.) Also nein! Nun, dann weiß ich nicht, weshalb er uns überhaupt solche Frage vorlegt. Uns fragt der Kanzler nach dem Programm unseres Zukunftsstaates, er aber konnte am Donnerstag auf meine Frage nach dem Stand der Handelsverträge im Gegenwartsstaat feine Antwort geben. Und wenn ich ihn etwa fragen wollte: Herr Reichskanzler, was gedenken Sie in zwei Jahren als Kanzler zu tun, da würde er mir gewiß antworten: Herr Bebel, ich glaube, Sie sind reif für Dalldorf.( Heiterkeit.) Ich bin zu höflich, dem Herrn Reichskanzler auf seine Frage nach dem Zukunftsstaats- Programm eine ähnliche Antwort zu geben. Graf Bülow fragte auch nach unserem positiven Tun. Nun, es gab eine Zeit, wo wir der Regierung zur Seite standen. Ich erinnere an den russischen Handelsvertrag!( Rufe rechts: Sehr wahr!) War das unsererseits damals fein positives Tun? Redner geht dann noch ein auf Crimmitschau, um gegenüber dem sächsischen Bevollmächtigten Fischer nochmals die musterhafte Haltung der dortigen Ausgesperrten zu betonen. Mit den Worten: Unser die Zukunft, unser die Welt trotz alledem!" schließt Bebel seine 2½stündige Rede. Die Antwort des Reichskanzlers. folgender an lefen: In genauigkeit zu Ehre und me dort gedruckt einen Belzm Pelzfragen g was man sch Menschen dri rend er doch Ein schweres Eisenbahnunglück ereignete sich in da Nähe von Cordoba in Spanien. Infolge eines Damn rutsches entgleiste ein vollbesezter Personenzug. 14 Passage wurden dabei getötet, zahlreiche andere erlitten schwere e letzungen. Ein weiterer Unfall wird aus Frederiksborg gemelde Dort stießen zwei Personenzüge zusaminen. Dabei wurde ein Passagier schwer, sechs leicht verletzt. Intereffe der fordere ich un nen meine nicht entſteller meine Bitte nicht, weil m ich überhaupt ich bin besche ** Schiffs legter Zeit Wahnsinnstat einer Mutter. In der Turmstraße Berlin spielte sich eine furchtbare Tragödie ab. Die Frau des Schneiders Lindemann erschlug in einem Wahnsinm anfall ihre beiden Knaben Bruno und Wolter im Alter von 5 und 7 Jahren mit einem Beil. Als der Chemann dazu fam, war die Unglückliche gerade dabei, das Hirn des einen Knaben aus der zerschmetterten Schale zu lösen. Als st ihren Mann sah, ergriff sie die Flucht und eilte dem nahen Spreearm zu, um sich ins Wasser zu stürzen. Doch wurde sie noch im letzten Augenblick ergriffen und in eine Feren anstalt gebracht. von ge junge in die infolge des benen häufig Bere Zahl v fönnen solche einer schriftlic des Vaters o der Schiffsju zirkskomman Die Ueberführung des Er- Fähnrichs Hüssener nad Ehrenbreitstein hat zu allerhand Gerüchten Veranlassung geben. Die einen sagen, seine„ Versegung" von Magdeburg dorthin sei ein Schritt zur Begnadigung, während ander ihn vom Magdeburger Publikumm bedroht glaubten. Keine beiden Meinungen ist richtig. Die Magdeburger Festungs- Zitadelle ist nur für solche Gefangene bestimmt, di im Offizierrange stehen. Da Hüssener auf Befehl des ober sten Kriegsherrn seine Charge verloren hat, war ein Umzug somit von selbst geboten. Das Publikum konnte ihm aber so lange er in Magdeburg saß, nicht gefährlich werden, deur er durfte auch nicht eine Minute aus der Zitadelle heraus Die Kommandantur wie die Festungsverwaltung erhielter fortwährend Drohbriefe, worin dem Hüssener allerlei, ange droht wurde für den Fall, daß er einmal außerhalb der Zia delle gesehen würde. § Das Urteil gegen die Defrandanten der Prager St. Wenzel- Vorschußkasse lautet für die Hauptschuldigen, dem früheren Monsignore Drozd und dem Direktor Kohut, auf je sieben Jahre schweren verschärften Kerker und Schadenersak. Dre Kassenverwalter Hereck erhielt zwei Jahre, der Rechnungsführer Pekelaender dreizehn Monate schweren Kerker. Die Revisoren Bily und Grünwald wurden freigesprochen. Die Angeklagten behaupten sämtlich, vermögenslos zu sein und nicht zu wissen, wo die 8 Millionen Defizit hingewandert sind. Ein in London wohnhafter Prager hat aber in einem an das Gericht gerichteten Brief eine Mitteilung gemacht, die vielleicht zur Auffindung der Summe führt. Dieser Herr traf vor einigen Jahren in Köln mit einem Geistlichen zusammen, der sich ihm auf der Reise nach London als Signor Rozzi aus Rom vorstellte. Als sie gemeinsam die Tresors der Bank von England besichtigten, erzählte Signor Rozzi, er verwalte ein großes Vermögen, das er in England sicher anzulegen gedenke. Darauf begaben sie sich zu der Firma Burdett- Kurts die ihnen erklärte, die fremde Valuta auszuwechseln und diese dann in den sogennannten„ Securities" unter einem Losungsworte niederzulegen. Signor Rozzi gab den Schlüssel dem Institut zur Verwahrung und wechselte an dem gleichen Tage 30 000 Pfund Sterling aus. Vor zwei Jahren, bei einem Besuch in der Heimat, sah der Prager auf der Karlsbrücke ein Gesicht, das ihm bekannt vorkant. Gleich fiel ihm auch der Name ein. Er bekam jedoch auf seinen Ruf„ Rozzi" keine Antwort. Auf seine Erfundigung, wer der Geistliche sei, wurde ihm der Name des Pater Drozd genannt, der als Direktor der St. Wenzel- Vorschußtasse eine in Prag sehr bekannte Persönlichkeit war. Graf Bülow erhebt sich sofort zur Erwiderung. Meine Darlegungen von neulich müssen doch einen starken Eindruck auf Herrn Bebel gemacht haben, da er sich so lange mit ihnen beschäftigen mußte. Je erregter Herr Bebel gesprochen, desto ruhiger werde ich sein. Wenn er gesagt hat, die Sozialdemokratie habe die Mißstände in der Armee nicht verallgemeinert, so hat mich diese seine Behauptung wegen ihrer Kühnheit am meisten überrascht. Er und seine Presse haben allerdings verallgemeinert. Und wenn Herr Bebel gesagt hat, wo werde mehr geschimpft, als auf den Kasernenhöfen? so könnte ich ihm einen Ort nennen( stürmische Heiterkeit), und ich könnte ihm sogar einen Herrn nennen( erneute stürmische Heiterkeit). Aber ich werde das nicht tun! Noch schärfer als am Donnerstag geht heute Graf Bülow mit der Sozialdemokratie ins Gericht. Er konstatiert, daß Bebel auch heute auf die Frage nach dem Aussehen des Zutunftsstaates die Antwort schuldig geblieben sei. Der sozialdemokratische Staat wäre ein großes Zuchthaus, in welchem niemandem freie Wahl der Arbeitsstätte zusteht. Laut und bernehmlich betonte der Reichskanzler folgenden Satz: Ich erkläre, daß Beamte nicht Sozialdemokraten sein dürfen. Sie brechen den Eid der Treue, den sie geleistet; das werden wir nicht dulden. Ihre positiven Leistungen wo sind sie? Ich jehe in Ihrer Bewegung nur den Mangel aller Eigenschaften, die wir als gute Deutsche kennen. Ich sehe nur geist- und fruchtloses agitatorisches Schüren. Ich sehe in Ihren Reihen feine Spur von wahrer Freiheit, sondern die ärgste Heuchelei. Auf Ehre und Gewissen erkläre ich, daß ich lieber von einem ehrwürdigen Monarchen, als von Demagogen regiert sein will, die nur von Ehrgeiz und Machtdünkel geleitet sind. Ich glaube nicht, daß die Sozialdemokraten triumphieren werden; ich vertraue auf den gesunden Sinn des deutschen Volkes und auf die Vaterlandsliebe der bürgerlichen Parteien. Sollte es dennoch anders kommen, dann wird der Triumh nur ein kurzer sein und die Voraussage des englischen Philosophen Spencer in Erfüllung gehen, daß die Bewegung lediglich vernichten wird, was wir„ moderne Barbaren" geschaffen haben. Lauter Beifall begleitete die kraftvollen Ausführungen des Reichskanzlers. Nach einer fürzeren Erwiderung des Kriegsministers von Einem und einer ebenfalls kurz gehaltenen Rede des Abg. Stöcker, die sich im wesentlichen gegen die Sozialdemokratie richtet, vertagt sich das Haus. Deer und flotte. Die nächstjährigen Kaisermanöver sollen zwischen dem 2. und 9. Armeekorps stattfinden, die je um eine Division verstärkt werden sollen. Wie es heißt, soll auch die GardeDivision an den Manövern teilnehmen. Wie in diesem Jahre jollen auch im nächsten Jahre bei einigen Armeekorps ReJerbe- Infanterieregimenter errichtet werden. dadurch eine Die go Stadt Galve fondern aud 1900 unmög zeritörte und bejton ist au digen Injel Kirchhofsschändungen kaum glaublicher Art sind, au dem Patria Real- Friedhof zu Mandua entdeckt worden. Einverständnis mit dem Totengräber hat dort eine organi ierte Räuberbande alle metallenen Gegenstände weggeschlepp und verkauft. Die Pantheons bekannter Familien sind zer stört und marmorne Sargplatten an Kolonialwarenhändle und Fleischerläden der Nachbarschaft veräußert, die jezt Ch waren darauf feilbieten Die eisernen Tore eines der Pan theons eignete sich bezeichnenderweise ein Geistlicher für ſein neuerbautes Landhaus an. Zwischen den Gräbern weideten die Kühe eines Milchhändler; auch wurde dort eine ausge dehnte Kaninchenzucht betrieben. die es dem Wächter und seinen Kumpanen gestattete, gelegentlich kleine Treibjagden auf dem Kirchhof zu veranstalten. Auch sind Leichname ver schwunden, die wahrscheinlich zu Studienzwecken verkauft worden sind. § Die Teeprobe. Vor dem County- Gericht in Southwark fällte ein Richter unter dem heiteren Beifall des Publikums ein salomonisches Urteil. Eine Teefirma hatte gegn eine Kleiderfirma auf Zahlung von 500 Viertelpfundpaketen Tee geflagt. Das Kleidergeschäft pflegte diesen Tee den Kunden als Geschenk mitzugeben, schickte aber in diesem Falle die beorderte Sendung zurück mit der Behauptung, die Ernte von 1903 sei offenbar bedeutend schlechter als die des Vorjahres. Der Richter hörte Kläger und Beklagten an und ließ sodann alle, einschließlich der Zeugen, aus dem Gerichtssaal wegführen. Darauf befahl er, daß unter seiner Aussicht und vor den Augen des Gerichtshofes von jeder Sorte Tee eine gleich starke Probe gemacht werde und ließ die nötigen Tassen beschaffen. Die Zeugen und die Prozessierenden wurden darauf einzeln vorgerufen und freundlichst eingeladen, zwei Tassen Tee zu trinken. Unter schallender Heiterkeit des Publikums erklärte nicht nur der Besitzer des Kleidergeschäftes, sondern auch sein Manager und der von ihm geladene Sachverständige auf das bestimmteste, daß der Tee des Jahres 1903 bei weitem der beste sei. Man kann sich denken, daß die Gesichter der drei Herren nicht gerade sehr intelligent aussahen, als ihnen der Richter erklärte, daß der von ihnen so sehr bevorzugte Tee gerade der wegen seiner angeblichen Mangelhaftigkeit zurückgewiesene sei, und daß er natürlich nicht umhin könne, nun für den Kläger zu entscheiden, in der festen Ueberzeugung, daß die Herren sich jezt freuen würden, einen so vorzüglichen Tee gekauft zu haben. Zur Verhütung von Soldatenmishandlungen ist kürzlich feitens der Kommandantur des preußischen Gardekorps an alle Regimenter desselben ein Befehl erlassen worden, in welchem die Hauptleute angewiesen werden, in öfteren Zeiträumen genaue förperliche Untersuchungen der Mannschaften pornehmen zu lassen, ohne daß lettere hiervon vorher in Renntnis aefekt werden. Hierbei wird insbesondere auf Nab und Fern. Vermischtes. Punkt, liegt von Merito fchen Flut un dämme, wie Stadt genüge das Wasser n dem neuen aufgelegt we Meeresspiege ! 2 Fuß abfäl Ladungen ist Orfan. Ein mal in der [ Der Sattel des Herzogs von Sachsen- Meiningen.] Wie erinnerlich, wurde vor kurzem in Orlon( Luxemburg) in dem Nachlasse eines Schlächtermeisters ein aus dem Feld zug 1870/71 stammender Sattel aufgefunden, in deſſen Taschen 85 000 Francs in Tausenderscheinen enthalten waren. Jetzt wird bekannt, daß der Herzog von Sachsen- Meiningen den Sattel als sein Eigentum reklamiert und bereits die nötigen Schritte bei der luremburgischen Regierung einge leitet hat. Der Sattel war ihm während des Krieges ar unerklärliche Weise abhanden gekommen. Die seiner Zi nach dem Verbleib des kostbaren Reitutensils angestellin Nachforschungen bei den Zivil- und Militärbehörden blieben ohne Erfolg. Tödlicher Unfall einer österreichischen Erzherzogin? Die neunzehnjährige Erzherzogin Klothilde, die Tochter des Erzherzogs Josef, ist plötzlich gestorben. In Wien geht das Gerücht, sie sei auf der Jagd verunglückt. Da Vorso Monat? D reftor!"- fetten Liebh öchst einzigen Au dann verzich fuchen mit Wahr drängen sich mollen wohl [ Der Burengeneral Ben Viljoen,] der so tapfer gegri die Engländer männlichen Geschlechts zu kämpfen wußte, i wie aus London berichtet wird, von einer Engländerin m spielender Leichtigkeit eingefangen worden. Die Dame heiß Miß May Belfort, und ist eine Sängerin, die in den Lor doner Musikhallen auftritt. Sie gab strahlend die Richti keit des Gerüchtes zu, erklärte jedoch, daß eigentlich die A sicht vorgelegen habe, die Verlobung noch zu verschweiger Die beiden glücklichen Leute wollen Ende Februar heirate Miß Belfort wird demnächst sechs Wochen lang im Palag Theater auftreten. Brandkatastrophen. An Bord des Dampfers Orion" aus Bergen brach, als er sich zwischen Makur und Syltefjord befand, Jeuer aus, das das Schiff nach vergeblichen Ver suchen, es an Land zu setzen, vollständig zerstörte. 26 Personen von der Mannschaft und den an Bord befindlichen Passa gieren konnten sich in den Booten retten, während 6 Personen in den Flammen umkamen. Von den geretteten Personen ha ben drei schwere Brandwunden erlitten. In dem Zollschuppen des Mezzer Bahnhofes brach gestern früh kurz nach 3 Uhr Großfeuer aus, dem eine sehr bedeutende Delladung, mehrere Waggons amerikanischens Specks sowie andere Güter reichliche Nahrung boten. Außer den Feuerwehren von Mek und des Vorortes Sablon waren auch drei militärische Feuerwehren bei der Rettung gefährdeter Güter und Löschung des Brandes tätia. Diese aeſtaltete sich besonders schwieria, weil Maxim Gorki und Bebel. Der Führer der deutsche Sozialdemokraten hat ein eigenartiges Geschenk erhalten: ein aus einem Mammutzahn geschnitztes Tintenfaß. Der Geb ist der russische Dichter Marim Gorki, der für Bebel seit jeh große Sympathien empfindet. Gorki hat das Tintenfaẞ 1. 3 von einem sibirischen Sträfling als Geschenk erhalten. * den Hilfige Walbrach Büdingen m ** De jährigen L Alice ein Arantenpfleg feiner fortd dem Elisenh Grund und * Ta berordne Dezember, Ausgabe de 1902/03. 3 Errichtun mühlwehrs. Herstellung [ Raum ist in der kleinsten Hütte.] Einen gewaltige Schreck bekam in Großenhain an einem der letzten Morge eine Gärtners Ehefrau. Sie wunderte sich, daß der sozit frühzeitig auf dem Posten zu findende Hoshund nicht a der Hütte kam, als sie ihn rief. Um zu sehen, warum de leise winselnde Hund nicht herauskäme, griff die Frau in Duster des Morgens in die Hütte. Der Gegenstand, de sie erst erfaßte, war ein Hut, und beim zweiten Hinei greifen wurde ihre Hand von einer harten Männerhar festgehalten und ihr ein fröhliches Guten Morgen!" zug rufen. Der Schreck! Natürlich blieb die Frau nicht rubit vielmehr alarmierte sie Mann und Knechte, welche verein bald der mysteriösen Sache auf den Grund gingen. Je stellte sich's heraus, daß ein obdachloser Handwerksbursd die Gesellschaft des Hundes gesucht, um sich zu wärmen und nicht in der kalten Nacht im Freien kampieren zu müsser Obwohl erst fnurrend, so hatte sich der Hund doch in die Sachlage gefügt, und er muß während dieser Nacht ganz bedenklich an die Wand gequetscht worden sein, denn es ging ziemlich eng her; aber es bestätigte sich auch hier die schöne Wahrheit: Raum ist in der kleinsten Hütte für ein glückli liebend Paar! Niemand konnte sich der Komik der Situa tion entziehen, als der Fechtbruder seinem Schlafgemade entstieg: man ließ ihn laufen, und der Mann, froh, so lei ten Kaufes davonzukommen, trollte halbwegs vergnügt ver dannen. [ Gerechte Eutrüstung.] Im„ Wolgar“, einer in Nischmi- Nowgorod erscheinenden Tageszeitung, war unländl beim Eleftri der Turnh das evange mäßigung 8. Auszeich wehren. 9 den Ladensa 1+ 5 Der zweite bot wieder Prof. Dr. Darwins, f Herrn Land oberheff. M Der Ausdru bon foramie berläumden, machen, die aud gram Geberden u fabige Ge Viehzucht, f fich viele he Schaffenen= holchenla Behemoth, ein Behäm Rindvich. Mejdhutteba Mit diefen mal fein B In Infanterie chienen tfernt war. Fomber an die Redaktion des Blattes gerichteter Brief zr aus dem bre war das belle orden, der ja äßt. Teflon Nr. 4251 Ihres Blattes ist eine empörende Un gemuigfeit zugelassen worden, eine Ungenauigkeit, die meine Ehrend meinen guten Namen antaſtet. Nach dem, wa: dom gedruckt steht, fönnte man nämlich meinen, ich hätt einn Belzmantel gestohlen, während ich doch bloß einer Belfragen gestohlen habe. Man soll vorsichtig sein in defn id ereignete finoman schreibt und man kann nicht ungestraft von einen Infolge eines Daichen drucken: er hat einen Belzmantel gestohlen, wäh jonenzug. 14 ere erlitten en oudere ich unverzüglichen Abdruck dieses Briefes. Sie kön render doch in Wirklichkeit bloß einen Pelzfragen stahl. In Interesse der Wahrheit und um meines guten Namens willer Frederiksborg g ammen. Dabei Tegt. In der Turni Tragödie ab. g in einem nem meine Tätigkeit erörtern, aber die Tatsachen dürfen Si nicht entstellen. Ich hoffe, daß Sie nicht zögern werden meine Bitte zu erfüllen. Meinen Namen unterschreibe id nit, weil mich die Polizei noch nicht aufgesucht hat und idh überhaupt nicht wünsche, daß man meinen Namen fennt ich bin bescheiden!" " Schiffsjungen für die kaiserliche Marine gewünscht. In nd Welter im felter Zeit hat die Anmeldung zum Eintritt als Schiffs= abei, das Hirn irritfolge des bisherigen starken Andranges notwendig gewor Als der Cheme jujrnge is die kaiserliche Marine abgenommen, was auf die chale zu lösen, denen häufigen Abu sungen zurückzuführen ist. Eine grö cht und eilte de Bore Zahl von Aldungen ist aber jetzt erwünscht, und Bu stürzen. De filmen solche unter Vorlage eines Geburtszeugnisses und ffen und in eine einer schriftlichen, von der Polizei beglaubigten Eimvilligung dok Vatters oder Vormundes entweder bei dem Kommando der Schiffsjungenabteilung in Friedrichsort oder beim Bezitskommando des Wohnsitzes erfolgen. Fähnrichs Hi rüchten Veranla fegung von M OLDie gehobene Stadt.] Gehoben werden soll die ganze Sigung, währen Stadt Galveston in Teras, und zwar nicht nur die Straßen bedroht glaubten sabondern auch der Boden unter den Gebäuden. Man wit tig. Die Ma durch eine Wiederholung der Katastrophe im September Gefangene beiti 119900 möglich machen, bei der ein Orfan 3000 Hänse 3örte und mehr als 8000 Menschenleben vernichtete. Gal t gefährlich werde rer auf Befect de Bemation lift auf dem östlichen Ende einer langen ſchinalen jan en hat, war& Plan Anjel erbaut; ser mittelpunt te gen liner noti lifum fonnte in ault, liegt nur 8 Fuß über dem Meeresspiegel. Im Gol der Zitadek foen dut und Ebbe beträgt nur 18 3off. Die Regierungs mgsverwaltung Mitme. wie die Steinmauern genannt werden, hatten di Süffener alle tödt menügend geschützt, bis der Orkan kam. Damals ſticç umal außerhalb le cas mffer nach den offiziellen Berichten um 15 Fuß. Nad dem neuen Plan soll nun Erde auf der Golfseite der Stad glaublicher Arcmigelegt werden, so daß sie 17 bis 20 Fuß über den Sun enddeft for Metes ipiegel ſteigt und auf der Buchtſeite bis zu 1 oder bucon Meriko ist nur geringe Flutkraft; der Unterschied zwi er hat dort eine Begenstände wegg unter Familien an Kolonialwar t beräußert, die en Tore eines& 2 Fuß abfällt. Als Handelszentrum der Baumwollenschiffs Lindungen ist Galveston jetzt noch bedeutender als vor den Dorfan Eine derartige Ingenieurleistung wird zum ersten mal in der Geschichte geplant. Das Neuefte aus den Witzblättern. je ein Geistlider Vorsorglich.„ Was, nur dreißig Mark Gage in en den Gräberna Monat? Davon kann ich aber nicht fett werden, Herr Di wurde dort eineltor! Ja, mein Lieber, das sollen Sie auch nicht; einer ie es dem WiFlatten Liebhaber kann ich nicht brauchen." ntlich fleine Tr Auch sind Leichem Studienzwecken es. on Sachsen- Mein in Orlon( Lur ifters ein aus de ufgefunden, in cheinen enthalten och ste Entsagung. Backsisch:„ Ach, nur einer einzigen Fuß von Leutnant von Sternau möchte ich haben kann verzichte ich mit Freuden Sonntag auf meinen Apfel Fuchen mit Schlagsahne!" Wahrscheinlich. Unteroffizier:„ Schulze, Sic Strängern sich am Löhnungstage am meisten vor 17 ollen wohl mit det Held uff de Vörie inekulieren?" Si Lokales. Gießen, 15. Dezember 1903. Der Großherzog hat am 12. Dezember d. J. von Sadien- Milfsgerichtsschreiber bei dem Amtsgericht Gießen Rarl albreach zum Gerichtsschreiber bei dem Amtsgericht 88idinggen mit Wirkung vom 7. Januar 1904 ernannt. lamiert und bereik ischen Regierung ährend des Krieges ** Der Großherzog richtete anläßlich des 25 unur. Die feiner übrigen Todesgedenktages der Großherzogin Heindenfils angeſtelllic e ein Handschreiben an den Wohltätigkeitsverein für Militärbehörden bli kronkenpflege zu Darmstadt in welchem er den Verein seiner fortdauernden Huid versichert und erklärt, daß er * ** , der so tapiren Gliſenhoſpital den sich in deſſen Besitz befindenden zu kämpfen wu und und Boden zum freien Eigentum schenke. einer Engländ Tagesordnung für die Sigung der Stad rden. Die D batordneten Versammlung, Donnerstag, den 17. Dezember, nochm. 4 Uhr: 1 Rechnung über Entnahme und gabe des Gr. Rea'gymnasiums und der Realschule für 1102/03. 2. Gummireifen für die Räder des Leichenwagene. ngerin, die in b strahlend die daß eigentli noch zu beri Ende Februar b Errichtung eines Pegels an der Lahn oberhalb des OberBochen lang im mühlwehrs. 4. Bewilligung ein& Nachtragskredits für stellung von Hausanschlüssen und Beschaffung von Zählern er Führer der dabeim Elektrizitätswerf. 5. Verbesserung der Beleuchtung in Tintenfaj. Der do evangelische und katholische Schwesternhaus. 7. E:- der für Bebel fe igung des Gaspreises für das Panorama von Closmann. hinzugefügt werden, die von Meßgern, Bauern, Vieh- und Fruchthändlern verstanden und gebraucht werden. Daß viele dieser Ausdrücke in der Gaunersprache vorkommen, ist befannt. Sogar einige russische Worte sind mir vorgekommen und zwar tapufte- Sauerkraut und wodki- Schnapps; sie stammen aus der Russenzeit anno 1813/14 als Blücher und hinter ihm die Russen über den Vogelsberg nach dem Rhein zogen. Von französischen Ausdrücken hört man nicht selten den Ausruf, der im Göß von Berlichingen" vorkommt, aber verdorben:„ leschemunto!" Daß Influenza meistens Infulenza, oder Infaulenzia gesprochen wird, ist bekannt. Unter durchdringendem Glearreriel" durchdringendes Gliederöl versteht man Chloroformö!. M ** An der am 12. Dezember d. J. abgeschlossenen juristischen Fakultätsprüfung beteliigten sich 37 Kandidaten. Nach Beendigung der schriftlichen Prüfung wurden 2 Kandidaten wegen ungenügenden Ausfalls ihrer schriftlichen Prüfung zurückgewiesen. Ein Kandidat trat zurück. Die mündliche Prüfung eines Kandidaten wurde wegen Erkrankung des Kandidaten bis zum Januar n. J. verschoben. * Gestern tagte in Gießen der Bergmännische Verein im Hotel Vittoria". Herr Bergmeister Köbrich Darmstadt hielt einen sehr beifällig aufgenommenen Vortrag über die preußische Knoppschaftsnovelle und ihre Bedeutung für das bessische Knoppschaftswesen. Herr Geheimer Bergrat Tecklenburg wurde zum Ehrenmitglied des Vereins gewählt. Die Versammlung war sehr stark besucht. < Mieder- Ohmen. Einen bedauerlich n U.fall criitt der hiesige Briefträger R. Wahrscheinlich fil derselbe in feiner Scheuer, als er Heu holen wollte, von einer Leiter. Er wantte in das Zimmer und wurde alsbald bewußtlos. Am Kopfe hatte er eine unbedeutende Wunde. Erst am Mittwoch fehrte das Bewußtsein allmählich wieder zurück. § Romrod, 12. Dez. Gestern abend wurde dahier im Saale des Herrn Wilh. Kraus der projektierte Leseverein gegründet. Der Verein zählt ca. 50 Mitglieder. Ermenrod, 14. Dez. Einem lange gehegten Wunsch entsprechend, hat der hiesige Kriegerverein nunmehr beschlossen, eine Fahne anzuschaffen. A Frankfurt a. M., 14. Dez. In Cronberg ist vorgestern Abend Geh. Kommerzienrat Maximilian v. Guaita, langjähriger Präsident der hiesigen Handelskammer, Präsident der Cronberger Eisenbahn und Mitglied des Herrenhauses, gestorben. Aus Franten, 14. Dez. In der Kreisirrenanstalt Werneck wurde der Oberamtsrichter Hallein von Ochsenfurt in Haft genommen, dem die Unterschlagung von über 17 000 Mt. Mündelgelder zur Last gelegt wird. H. ist geständig. Provinzial- Ausschuß- sikung.M ( Schluß.) Der weitere Punkt der Tagesordnung betrifft die Unterhaltung der Durchlässe in der Ortsdurchfahrt NiederGemünden. Der Provinzial- Ausschuß erkennt nach geheimer Beratung zu Recht, daß die Beschwerde als unbegründet zu verwerfen und die Gemeinde Nieder- Gemünden in die Kosten des Verfahrens zu verurteilen sei. In Folge Rücknahme des Rekurses fiel die Sache, Gesuch des Georg Deubel 2. zu Riddingshausen, um Erlaubnis zum Betrieb einer Gastwirtschaft aus. Mörlen um Erlaubnis zur Errichtung eines Ringofens Dem Gesuch des W. R. Schneider zu Oberin der Gemarkung Nieder- Mörlen wird unter Abänderung des Urteils des Kreisausschusses zu Friedberg stattgegeben und zwar nach Maßgabe der eingereichten Pläne und unter Beobachtung der von Gr. Gewerbe. Inspektion Gießen vorgeschlagenen und den zwischen Gr. Badedirektion BabNauheim und p. Schneider vereinbarten Bedingungen. Hierauf wurde die Sigung geschlossen. ** Louis Kümmel, der in weiten Kreisen bestens befannte Piston- Virtuose, ein Oberhesse von bestem Schrot und Korn, Mitglied der Gr. Hofkapelle zu Darmstadt, welcher sich rühmen darf, der beste Vertreter seines Instruments. des Cornet à Piston, zu sein, wäre seinem engeren Vaterlande, Hessen, bald durch seine Berufung an das Kaiserliche Hoftheater in Wien, entrissen worden. Herr Kümmel hat diesen ehrenvollen Ruf abgeschlagen und will seinem Vaterlande treu bleiben, was ihn gewiß alle Musikfreunde die ihn gehört, danten werden. Ein welch' schäßenswerter Künstler Herr Kümmel ist, geht am besten aus der Allg. Deutschen Musit Ztg.", die als Fachblatt mit ihrem Lob nicht verschwenderisch ist, hervor, genanntes Blatt schreibt u. a.: Früher allſsommerlich in Interlaten als Solift tätig, zieht es Herr Kümmel seit drei Sommern vor, zu reisen und feiert, wie aus den Kritiken aller Orten hervorgeht, wahre Triumphe. Letzten Sommer ist Herr Kümmel innerhalb 10 Wochen in mehr als 40 Städten Deutschlands und der Schweiz in 65 Konzerten solistisch aufgetreten und hat außer beim Publikum namentlich auch bei den Musikern begeisterte Aufnahme gefunden. Uns vorliegende Kritiken heben die Meisterschaft hervor, mit der der Künstler sein Instrument behandelt; sie rühmen die tadellose Sicherheit, unübertreffliche Technik, größte Weichheit in der Kantilene und loben die Darbietungen eigener Rompofitionen. Mögen Herrn Kümmel noch recht lange weitere Erfolge blühen, ihm und seinem Kunstinstitut, dem er angehört, zur Ehre!" Um dem Spinnstuben unfug zu steuern, sind Fortdauer der trocknen, aber trüben und ruhigen Witterung, behördlicherseits neue Verordnungen erlassen worden Darnach darf die Spinnstube in den Wohnungen von Witwen und in den Häusern in welchen schulpflichtige Kinder * wohnen, nicht abgehalten werden. Außerdem müſſen die Spinnstuben zur übliche Polizeistunde, 10 oder 11 Uhr, geschlossen werden. Vergebung von Wegbauarbeiten. Die Chauſſierung von 520 Ifb. Mtr. der neuen Zwillingsschneise in Distrikten der Forstwartei Nieder- Ohmen, sowie das Anliefern, Auffeßen und Kleinschlagen der hierzu erforderlichen Grundbau- und Decksteine soll am 18. Dez. vergeben werden. Auskunft im Forsthaus Obergrubenbach bei NiederOhmen. ** In der Zeit der Weihnachtseintäufe ist neben so mancherlei Bitten auch diejenige so recht am Blaze: Vergesset auch des kleinen Handwerkers und Gewerbetreibenden nicht, ermöglicht auch ihm durch Zuwendung von Bestellungen und möglichst bare Zahlung die Aussicht auf eine ungetrübte Weihnachtsfreude. Er ist dieses Beistandes in dem schweren Ringen, sich und die Seinen ehrlich durchzuschlagen, seinen Verpflichtungen gegen Staat, Gemeinde und Familie gewissenhaft nachzukommen, in der Tat b*- dürftig und wert. Also auch unsern Handwerkern und kleinen Leuten ein lohnendes Weihnachtsgeschäft! - Auf den kürzesten Tag müssen wir dieses Jahr Wetterbericht. ( Wetterdienst zu Gießen: Peppler.) Verlauf der Witterung von Samstag bis Montag. Ein im Südwesten erschienenes TIEF zieht nordwärts ab. Infolgedessen wehen östliche bis sübliche Winde, tracknes, aber noch trübes, ziemlich fühles Wetter hervorrufend. Das nordöstliche HOCH zeigt keine Veränderung. Dayer für etwas fälter. Dienstag und Mittwoch: Marftberichte. Gieken. 15 Dezbr. Auf dem heutigen Wochenmarkt fofteten Butter per B 1.10-1.20 wit, Hühnereler 2 Stüd 16-20 Pig., Enteneter St. 8 Bfg.. Käse per St. 6-8 Big.. Käsematte 2 St. 5-6 Pfg., Erbsen ver Liter 21 Bfg., Linse per Liter 32 Big., Tauben per Paar . 0.80-1.00, Hühner per Stud Mr. 1.30-1.40, Hahnen, per Stad Mt. C.80-1.70, Enten per Stüd 1.70-2.20, Ganie p. Bld. 50-60 Pfg., Ochsenfleisch per Pfb. 68-78 fg., Rindfleisch per Bfb. 62-66 Pfa. Schweinefleisch per Bf 66-76 Big Schweinefleisch gesalzen per Bfund 0.80 Bfg., Kalbfleisch per fb. 70-76 Bia., Hammelfleisch per Pfd. 56-74 Bfg., Kartoffeln ver 100 kilo 5.50 6.00 mf., Zwiebeln ver 3t. Mt. 4.50-5.00. Aepfel per Gentner 16-20 Mr. Milch ver Efter 18 Bfa. Dauer der Marktzeit von 8 Uhr morgens bis 2 Uhr Nachmittags. Gegenstände des Wochenmarktverkehrs dürfen vor Beginn der Markizeit überhaupt nicht, und während der ersten drei Stunden der Marktzeit im Umherziehen feilgeboten werden. Frankfurt a. M., 11. Dezember. Fruchtmarkt, Es ntierten nach Qualität: An Weizen, hiesiger und Wetterauer Mf. 16.20-16.25, furhessischer Mf. 16.20-16.30, norddeutsc. Mr. 16.40 6 16.50, Kansas Mt. 17.75-18.10, Roggen, hiesiger Mt. 13.25 bis 13.50, russischer Mt. 14.30-14.60. Amerikaner Mt. 14.40 bis 14.75, Gerste, hiesige Mt. 15.30 bis 15.75, Pfälzer, Mr. 15.80 bis 16.20, fränfische Mt. 15.80, Riedgerste Mt. 15.75 bis 16.10, ungarische Mt. 17.50-18.50. Hafer, hiesiger Mr. 12.25-18.25, fur hessischer Mt. 12.25-13 25, Württemberger Mt. big bayerischer Mt. 12.25-13.25, russischer Mr. 12.90--14.75, Mais Mixed Mr. 11.95-12.20, La Plata Mt. 11.40-11.60, weiner berichten. De bie Sonne inte größte fübliche Deffimation mais mt. 12 10-12.30, ruffiſcher MR. 13 25-13.50. Alles pro 100 um des 22. Dezember erreichen wird, so werden der 22. und 23. Dezember gleicher Länge sein. Die Dauer hat das Tintenfor 88. Auszeichnung von Mitgliedern der freiwilligen Feuer dieser zwei fürzesten Tage wird von dem 21. und 24 ganz eschenk erhalten. em der legten rte sich, daß der ide Hofhund ni hem. 9. Ausnahmetage für die Beschäftigungszeit und tc.] Einen geben Ladenschluß der Geschäfte im Jahre 1904. + Hess Vereinigung für Volkskunde. weite Mitgliederverband am 14. d. Mts. zu Gießen Ebat pieder viel des Interessanten. Der Vortrag des Herrn rof. Dr. Groos: Die Anfänge der Kunst und die Theorie wins, fand großen Beifall; ebenso die Mitteilungen von Shoun Landgerichtsrat Dorns iff über Fremdwörter in der In Bezug auf Letztere wird bemerkt: beliumben, herabseßen. Koranzen" fommt wahrscheinlich 1 zu fehen, wan me, griff die Br Der Gegenstan beim zweiten r harten Mamolberhass. Mundart. überschritten werden. " ** Wir erhielten heute früh folgendes Eingesandt Hinten am Weglarer Weg, von der Kliniksbrücke bis zu der Restauration Hartmann und noch etwas weiter bis zu den Eisenbahn- Arbeiter- Wohnungen, werden jetzt bei dieser gelinden Witterung noch mehrere Schlammsprizer- Douchen unentgeldlich verabreicht. Wiedrigenfalls man och lange wartet werden dieselben vielleicht von anderer Seite entwendet Also bitte etwas breilen und abEin Steuerzahler." und Suten Morgen! Dr Ausdruck, falfaftern", genauer:„ berfalfaftern" bedeutet: fahren. medite, welde been fioramieren und bedeutet: auszanken, den Kragen heraus die Frau nicht Grund gingen fer Handwerksb n fich zu wärmen Fampieren zu er Sund doch in and diefer Nacht g en fein, denn es g auch hier die f Sütte für ein glud Wann, froh, fo le - IF machern, die Nägel schneiden. Das Wort„ grawaumen", a:„ gramamen",„ Grafitten machen" heißt: abgeschmackie Beberben und Bewegungen machen.„ Cheffruse"-Gesellschaft, In denjenigen Gegenden, wo sta fe läbiige Ges.schaft. Webzucht, folglich auch lebhafter Viehhandel stattfindet, haben fig vilele hebrä sche Ausdrücke eingebürgert, z. B. achilen- essen; daßffenen= trinfen; foscherer Achelebug= sauberes Essen; polchesen laufen; Jajensorof= Schnapps. Behäimes( von Behemoth, siehe Buch Hiob)= Untier. Sagt einer: Du bist in Behäimes, fun Stroh, so bedeutet dies: Du bist ein Minbroich. Boschet Pfennig; Schuck- Mart; Bajes- Haus; Muttebajes Narrenhaus; Uschbesbajes= Wirtshaus. ti diesen wenigen hebräischen Ausdrücken mag es für dieslein Bewenden haben; es fönnten noch einige Dugend er Romit der St einem Schlafgema bwegs bergnügt Bolgar" einer Thing, war unland [:] Krofdorf, 15. Dez. Die hier und in Hohensolms demnächst stattfindenden Milchverwertungs- und Geflügelzuchtturse mußten wegen Verhinderung der Lehrerin in die Zeit vom 25. Januar bis 20 Februar 1904 verschoben werden. Dorlar. Ein boshafter Streich ist, wie wir hören, der hi- figen Numühle zugefügt worden. In der Nacht vom Samstag zum Sonntag wurden 12 derselben zugehörende Säcke Weizen in die Lohn geworfen. () Nieder- Ohmen, 14. Dez. An unsrer dreiklassigen Schule wirken zur Zeit nur zwei Lehrer, da wegen des herrschenden Lehrermangels die dritte Stelle für einige Zeit unbes zt bleiben muß. Im fommenden Früjahr soll, wie man allgemein hofft, endlich der so dringend nötige Neubau eines Schulhauses begonnen werden. ab hier. Frankfurter Viehmarkt. Zum Verkauf standen 462 Ochsen, 43 Bullen, 711 Kühe und Färsen( Stiere und Rinder), 240 Kälber, 319 Schafe und Hämmel, 1499 Schweine. Aus Oesterreich 000 Ochsen. Bezahlt wurde für 50 Kilo Ochsen: a) vollfleischige, außgemästete höchsten Schlachtwertes bis zu 6 Jahren Mt. 71-73, b) junge fleischige, nicht ausgemästete und ältere ausgemästete Mt. 66 bis 68, c) mäßig genährte junge, gut genährte ältere Mt. 61-64, d) gering genährte jeden Altecs Mt. Bullen: a) vollfleischige höchsten Schlachtwertes Mt. 65-67, b) mäßig genährte jüngere und gut genährte ältere Mt. 62-64, c) gering genährte Mk.-, kühe ( Stiere und Rinder) höchsten Schlachtwertes Mt 62--64, b) voll fleischige ausgemäftete Kühe hösten Schlachtmertes( bis zu 7 Jahren) Mf. 58-60, c) ältere ausgemäßtete Kühe und wenig aut entwickelte jüngere Kühe und Färs n( Stiere und Rinder) Mt. 48-50, d) mäßig genährte Kühe und Fäisen( Stiere und Rinder) Mt. 45-47, e) gering genährte Kühe und Färien( Sttere und Rinder) Mf.-, Bezahlt wurde für 1 Pfund a) feinste Mist( Vollm.- Maſt) und beste Saugfälber( Schlachtgewicht) 82-84 Pfg.( Lebendgewicht) 48-49 Prg., b) mittlere Waft und gute Saugfälter( Schlachtge wich) 73-76 Big.,( Lebendgewicht) 43-46 Pfg., c) geringe Saugtälber 57--60 Pig., d) ältere gesing genährte Kälber( Fresser) Bfg., Schafe: a Mastlammer und jüngere Maftbämmel 66-68 Pfg., b) ältere Masthämmel 52-56 Pfg., c) mäßig genährte Hämmel und Schafe( Märzschafe) 48-50 Bfg. Schweine: a) vollfleischige der feineren Rassen und deren Kreuzungen im Alter bis zu 1½ Jahren ( Schlachtgewicht) 54 Pfg,( Lebendgewicht) 42 Pfg., b) fleischige ( Schlachtgewicht) 53 Pfg.,( Lebendgewicht) 41 Bfg. c) gering entwidelte, sowie Sauen und Eber( Schlachtgewicht) 44-46 Bfg, Lebendgewicht, d) ausländ. Schweine unter Angabe der Herfunft Pfg. Das Geschäft in Hornvieh war gut und ist der Matft geräumt. und Färfen,( Stiere und Rinder): a) vollfleischige. ausgemäſtete Färsen Verantwortlich: für den politischen und Inseratentell: Albin Klein; für das Bokale, den„ Gerichte" und" Deffentlichen Sprechsaal": Fr. Oppermann Es hat wirklich Wert für Jeden Eigene grosse Schreinerei, Polsterund Dekorationswerkstätte. sich die neu eingerichteten Musterzimmer und Lagerräume der Firma H. C. Werner Ehrende freiwillige Anerkennungs. schreiben. 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