Mr. 216. Abonnementspreis: in Gießen, abgeholt monatlich 30 Pfg., in's Haus gebracht 60 Pfg., durch die Post bezogen vier: els jährlich Mr. 1.50. Brati@ beilagen: Oberhessische Familienzeitung( täglich) Oberbeffische Zeitschrift für Landwirtschaft, Cbst- zad Gartenban, sowie die Gießener Seifenblasen( wöchentlich). Das Blatt erscheint an allen Werktagen nachmitage. Dienstag, den 15. tember 1903. Gießener 12. Jahrgang. Insertionspreid Die einspaltige Petitzeile für Gießen wie ganz Oberhessen. Die Kreise Wetzlar und Marburg 10 Pfg. sonft 15 Pig.; Sief! mes dic Petitzeile 30 resp. 40 Pfg. Postzeitungsliste No. 3269. Redaktion und Expedition: Gießen Nenenweg 28. Fernsprechanschluk Nr, 362. Neuelle Nachrichten ( Gießener Tageblat!) Anabhängige Tageszeitung ( Gießener Zeitung) für Oberheffen und die Kreise Marburg und Beglar; Rofalanzeiger für Gießen und Umgebung. Enthält alle amtlichen Bekanntmachungen der Großh. Bürgermeisterei Gießen und anderer Behörden von Oberhessen. Bekanntmachung. Es wird hiermit zur Kenntnis der Interessenten gebracht, daß die Verwaltung der Armee- Konservenfabrik ju Mainz von Anfang Oktober ab gelbe Kocherbsen, weiße, Nund- und Langbohnen, sowie Linsen letzter Gcnte fauft und f. 3t. bezügliche Angebote entgegennimmt. Die Angebote sind entweder an die Fabrik direkt der an das dem Verkäufer zunächst gelegene ProviantAmt zu richten, dessen Mitwirkung auf Wunsch des Verfäufers auch bei Abfertigung der Sendungen in Anspruch genommen werden kann. Den Angeboten sind Proben von ungefähr 1/2 L. beizufügen. Der Ankauf erfolgt frei Fabrif Mainz und wird bemerkt, daß die Abroukosten vom Bahnhof Mainz bis zur Fabrik, welche vom Verkäufer zu tragen sind, für 100 stilogramm 10 Pfg. betragen. Die, Vermittlung der Abfertigung auf dem Bahnhof bierselbst, die Verauslagung der Fracht- und Abrollfosten übernimmt auf Wunsch die Verwaltung, wie sie auch auf Ansuchen den Verkäufern Magazinsäcke zur lebersendung der Hülsenfrüchte gegen Tragung der Eisenbahnfracht 2c. Kosten zur Verfügung stellt. Gießen, den 12. September 1903. Großherzogliches Kreisamt Gießen. Dr. Breidert. Bekanntmachung. Die Nordanlage, zwischen Asterweg und SchillerStraße, wird wegen Vornahme von Kanalisationsarbeiten von Dienstag, den 15. 1. Mts. ab bis auf Weiteres für den Fuhriverfs- und Fahrradverkehr gesperrt. Gießen, den 12. September 1903. Großh. Polizeiamt Gießen. Hechler. Eine fozialpolitische Tat. Obligatorische Handwerker- Versicherung. CB. Das Sprichwort vom goldenen Boden des Handwerks hat längst seine allgemeine Geltung verloren: an den Fingern fann man die wenigen Handwertszweige her zählen, deren Angehörige heute noch ein ausfömmliches und behagliches Dasein durch ihrer Hände Arbeit sich zu schaffenimstande sind. Vielfältig sind bei dieser Lage der Dinge die Versuche und Vorschläge, das darniederliegende Handwerk wieder aufzurichten. Aber fast all diese Vorschläge, gute und schlechte, bezogen sich zunächst in der Hauptsache auf die Sicherung eines besseren Ertrages der Arbeit des arbeitsfähigen Handwerkers. Erst in neuerer Zeit ist man der wahrlich kaum minder wichtigen Frage näher getreten, pie dem erwerbsunfähigen Handwerfer, der bei der ungünstigen Lage des Gewerbes feinen Sparpfennig für Notfälle, für Alter und Invalidität zurücklegen konnte, die bittere Not ferngehalten werden könne. Sozialpolitiker, Volkswirte und nicht zuletzt die Handperfervertretungen, die am besten wissen, wo dem Hand verker der Schuh drückt, haben über diese Frage nachgedacht. Zunächst hat man es mit einer freiwilligen Selbstersicherung der Handwerker bei den Alters- und validitätsversicherungsanstalten versuchen wollen. Die Praris lehrte, daß diefer Weg der rechte nicht sei. Einmal sind die Altersrenten, die ein Handwerker sich auf diese Weise sichern fann, zu niedrig, um eine nennenswerte Hilfe darzustellen. Zum andern zeigte sich in Handwerferfreisen dine gewisse Abneigung, von der freiwilligen Selbstversicheung Gebrauch zu machen, die Abneigung des ſelbſtändigen. handwerkers gegen eine Gleichstellung mit dem abhängigen Lohnarbeiter. Mag dieser Widerstand nun berechtigt sein oder nicht: Genug, er war da, und mit dieser Tatsache mußte ieder ernsthafte Politiker rechnen. Diese ungünstigen Erfahrungen mit der freiwilligen Selbstversicherung haben dann in weiteren Kreiſen den Gedanken an eine 3 wangsversicherung des Hand- nerfs nahegelegt, und es ist kaum zuviel gesagt, wenn man behauptet, daß diese Anschauung jetzt von neun Zehnteln der beteiligten Kreise geteilt wird. Nach dem Vorgange der Tagungen fast aller einzelnen Handwerkszweige in den letzten Jahren hat eben jetzt der vierte Deutsche handwerks- und Gewerbekammertag in München einen Anraag angenommen, der die Regierung und den Reichstag uffordert,„ für die selbständigen Handwerker eine obli jatorische Alters- und Invalidenversicherung nach dem Muster der Arbeiterversicherung einzurichten". Dieser Beschluß ist gerade im gegenwärtigen Augenblick von besonderer Bedeutung. Bisher wollte die Regiening von einer solchen obligatorischen Versicherung der Sandwerker nichts wissen. Neuerdings aber konnten wir mitteilen, daß die Anschauung der leitenden Kreise in diesem umfte sich geändert habe. Die Regierung steht dem Plane freundlich gegenüber, und es unterliegt keinem Zweifel, daß dem Antrage des Münchener Handwerkertages eine Vorlage der Regierung an den Reichstag folgen wird, die sich die in München geäußerten Wünsche in der Hauptsache zu eigen machen dürfte. Unter diesen Umständen ist es von besonderem Interesse, die einzelnen Forderungen des Münchener Antrages sich zu vergegenwärtigen. Diese Forderungen, die von einer aus Mitgliedern der Handwerkskammern Breslau, Lübeck und Hamburg gebildeten Kommission unter Hinzuziehung des Abgeordneten Euler und eines Vertreters des Reichsamts des Innern formuliert worden sind, besagen: Der Handwerks- und Gewerbekammertag fordert die Ausdehnung der bisher im Reiche bestehenden Invalidenpersicherung auf alle selbständig ein Handwerk betreibenden Personen, und zwar ohne Rücksicht auf die Höhe ihres Einkommens. Die Lohnklassen sollen in Eintommentlassen umgewandelt und die Beiträge sowie die Renten je nach den verschiedenen Klassen bemessen werden. Invalidenrente soll ohne Rücksicht auf das Lebensalter derjenige Versicherte erhalten, der dauernd erwerbsunfähig ist. Altersrente soll ohne Rücksichtnahme auf das Vorhandensein von Erwerbsfähigkeit jeder Versicherte erhalien, der das 65. Lebensjahr vollendet hat. Befreit von der Versicherungspflicht sollen nur sein diejenigen selbständigen Handwerker, die bereits die Altersgrenze erreicht haben oder deren Erwerbsfähigkeit infolge bon Alter, Krankheit oder anderer Gebrechen ohnehin dauernd auf weniger als ein Drittel herabgesetzt ist oder denen vom Reich, von einem Bundesstaat, einem Kommunalverbande, einer Versicherungsanstalt oder zugelassenen Rasseneinrichtung Pensionen, Wartegelder oder ähnliche Bezüge zugebilligt sind. Ferner wird vorgeschlagen, nicht die Errichtung besonderer Handwerferversicherungsanstalten, die sehr kostspielig werden müßten, sondern die Angliederung der Handwerkerversicherung an die Arbeiterversicherung zu fordern." Der lebhafte Beifall, den dieser Antrag auf der Mündener Tagung fand, und die Ablehnung der fadenscheinigen Einwände, die von den wenigen Gegnern der ZwangsSelbstversicherung geäußert wurden, bewies die Einmütigkeit der Handwerfervertretungen in der Wertschätzung der obligatorischen Versicherung. Daß sie alle Aussicht hat, verwirklicht zu werden, haben wir schon betont, und in dieser Erwägung ist der Beschluß des Handwerkertages als eine politische und sozialpolitische Tat von außerordentlicher Bedeutung zu begrüßen. Kaifer Wilhelm in der Bellye. Budapest, 14. September. Bewillkommt vom Jubel der Bevöferung, begrüßt von sympathischen Kundgebungen der Presse, ist der Deutsche Kaiser in die alte Beste Mohacz eingezogen, um sich von dort aus auf dem Dampfer„ Sophie" in das Karapancsaer Jagdgebiet, die weiten Waldungen der Bellye zu begeben. Die ehrwürdige Stadt Mohacz, deren Mauern 1526 den Fall des Ungarnreichs vor dem türkischen Halbmond und ebense in siegreicher blutiger Schlacht 1687 die Vernichtung des türfischen Heeres und die Wiederaufrichtung des Magyarentums sahen, hatte sich zum Empfang des kaiserlichen Gastes würdig geschmückt. Vom Bahnhof bis zur Dampferstation zog sich, von uralten Linden flankiert, ein wahrer Wald von buntbevimpelten Masten, deren lange Reihen bei einem prächtigen Seidenzelte endigte. Nachdem der Kaiser mittels Hofsonderzugs eingetroffen, wurde er am Bahnhof von Erzherzog Fricdrich und dem Oberspan Freiherr v. Fejervary begrüßt. Nach dem offiziellen Empfang begab sich der Erzherzog mit seinem kaiserlichen Gast sofort zum Landeplatz, wo der festlich geschmückte Dampfer„ Sophie" sie erwartete. Das Schiff ist in blendendem Weiß gestrichen und in seiner prächtigen Einrichtung ein würdiges Seitenstück zu des Kaisers Jacht„ Hohenzollern", wie dieser selbst mit freudiger Anerkennung bemerkte. Auf dem Dampfer ist für den Kaiser ein eigenes Wohnappartement, bestehend aus einem Schlaf- und einem Arbeitszimmer, eingerichtet. Außerdem befinden sich im Dampfer separate Gemächer für Erzherzog Friedrich und seine Familie. In der Mitte des Dampfers ist ein Speisesaal, für achtzehn Personen. In schneller Fahrt führte das wackere Schiff den Erzherzog und seinen Jagdgast den weiten Hochwaldungen der Bellye zu, die sich an den schilfbedeckten Donauauen entlang ziehen und weltberühmt sind durch ihren reichen Wildstand an mächtigen Hirschen, Wildschweinen, Wasservögeln, Reihern, Adlern, furz allem was da kreucht und fleugt und des Waidmanns Auge erfreut. Im Karapancsaer Jägerhause dem Ausgangspunkt der Jagden in der Bellye, erwartete den Kaiser ein behaglich eingerichtetes Appartement von vier Zimmern. Auf seinem Arbeitstische besinden sich zwei Photographien der Kaiserin Auguste Viktoria, auf dem Pfeilerkasten ein Porträt des Kronprinzen und eines der Mutter des Kaisers. Die Wände zieren Jagdbilder, vergrößert nach vom Kaiser selbst aufgenommenen Momentphotographien. Die übrigen Gemächer teilen sich in ienen Speisesaal, einen Rauchsaal, einen Enipfangssaal und ein Badezimmer. Jin Jägerhause hat auch die Begleitung des Kaisers Hofmarschall Graf Eulenburg, Generalmajor à la Suite Löwenfeld, Oberstabsarzt Dr. Illing usw. Unterkunft gefunden. Sofort nach seiner Ankunft begab sich der Kaiser in Begleitung des Oberjägers Adolf Dokupil und des Jagdgehilfen Felix Pfennigsberger auf die Pirsche. Beide haben dem Kaiser schon bei seinem Jagdbesuch 1897 als Führer durch das Bellyer Revier gedient und wurden von ihm als alte Bekannte freundlichst begrüßt und nach ihrem Ergehen gefragt. Erzählt man sich doch über die kamerad. schaftliche Art, wie der Kaiser mit seinen Jagdgenossen verfehrt, Wunderdinge. Um einen frankgeschossenen Hirsch, der sich im Donauschilfe verbarg,„ auszumachen", soll der Kaiser sogar einmal den guten Pfennigsberger auf seinen Rücken haben steigen lassen, damit dieser einen bohen Baum erflettern und von dort aus dem franken Tier den Gnadenschuß geben könne. Die beiden Fäger find mit den Gewohnheiten der hochgeweihten Recken ihres Reviers aufs genaueste vertraut und konnten gleich beim ersten Pirschgang den Kaiser zum erfolgreichen Schuß auf einen stattlichen Vierzchnender und einen Sechzehnender bringen. Der Kaiser meldete sein Jagdglück der Kaiserin telegraphisch durch ein Telegramm. Morgen findet eine Jagd auf Adler statt, der bei seiner ersten Anwesenheit in der Belly der Kaiser großes Interesse abgewann. Die Karapancfaer Jäger haben dem hohen Gast als Geschenk zwei Flußadler zugedacht, welche im Mai aus dem Neste genommen wurden und nun stattlich herangewachsen und ziemlich zahm sind. Der Kaiser wird die beiden prächtigen Tiere lebend mit nach Berlin nehmen. Das Tobuwabobu. Belgrad, 13. September. Gegenüber den unhaltbaren Zuständen in der serbischen Armee legt König Peter nach wie vor unschlüssig die Hände in den Schoß. Er erklärt seine Tatlosigkeit damit, daß er nicht anders fönne: Die Volfsvertretung habe die Königs mörder begnadigt, und er sei als konstitutioneller Fürst berpflichtet, diefem Beschluß zu gehorsamen. Davon, daß der einstige Beschluß der Stupschtina, der den Königsmördern Straflosigkeit zusicherte, von diesen durch unzweideutige Todesdrohungen gegen etwaige widerspenstige Volksvertreter erzwungen worden ist, schweigt der König; er weiß zwar auch, daß die Stupschtina heute einen anderen Spruch abgeben und daß sie ihm keinen Vorwurf daraus machen würde, wenn er sich über jenen ersten Beschluß hinwegsette. Aber er selbst hegt offenbar vor den Mischitsch und Maschin, die jetzt um ihren Kopf kämpfen, mehr Furcht als vor der Mißstimmung im Volke und im Offizierskorps. Und so läßt er denn die Dinge gehen, wie sie gehen wollen, mit anderen Worten, er läßt die von den Königsmördern kommandierte Regierung munter weiter gegen die Gegner der Mörder Alexanders vorgehen. Die kriegsgerichtliche Verhandlung gegen die 24 verhafteten Nischer Offiziere wird voraussichtlich am Dienstag stattfinden. Wie sie enden wird, ob sie ohne eine Empörung der Kameraden vorübergehen wird, läßt sich nicht boraussagen. Soviel scheint allerdings schon sicher, daß auch die Regierung und die Mörder des Königspaares, die selbstverständlich bei der Zusammensetzung des Kriegsgerichts nur ihre Anhänger berücksichtigt haben, den Bogen nicht überspannen und eine verhältnismäßig milde Vestrafung der Verhafteten herbeiführen werden. Die Anklage gegen die in Nisch verhafteten Offiziere gründet sich auf die beiden Tatsachen, daß sie in ihrem Aufruf ihre Kameraden aufforderten, alle am Königsmord Beteiligten zu töten und die Erfüllung der von dem Offizierkorps an maßgebender Stelle zu erhebenden Forderung auf Entlassung der Königsmörder eventuell zu erzwingen sei. Auf dieses Vorgehen ist im serbischen Militär- Strafgesetz Festungshaft bis zu einem Jahre gesetzt. Für die Anstifter zu diesem Vergehen ist mehrjährige Festungshaft vorgesehen. Ein Verluft des Offiziersranges ist mit dieser Bestrafung nicht verbunden. Wahrscheinlich wird auf ein erheblich niedrigeres Strafmaß erkannt werden. Indessen ist kaum anzunehmen, daß die Freunde der Verhafteten im Offiziersforps, wenn anders sie die Gerichtsverhandlung ungestört vorbeigehen lassen, sich mit einer Verurteilung ihrer Kameraden, und sie noch so milde, zufrieden geben werden. Dazu ist die Erregung gegen die Königsmörder im Offizierskorps zu verbreitet und zu groß. Hinzu kommt, daß die Regierung immer mehr Offiziere verhaften läßt, um ihnen den Prozeß zu machen. Wieder ist eine Anzahl Offiziere, die ihre Zustimmung zu der Proklamation ihrer Nischer Kameraden gegeben hatten, teils in die Belgrader Festung übergeführt, und teils in Hausarrest gesezt. Oberstleutnant Milosch Vasitsch, der ehemalige Flügeladjutant des Königs Milan, wurde unter polizeiliche Aufsicht gestellt. Die Offiziere der Pozarevacer Garnison erklärten sich mit den Nischer Kameraden solidarisch. Infolge dessen wurden 17 Offiziere der dortigen Garnison in Belgrad eingeferkert. Es kann nicht ausbleiben, daß die Feinde der Mörder Alexanders sich ihrer Haut wehren und einen vernichtenden Schlag führen. Wen wird er treffen? Nachrichten von anderer Seite bringen eine sensationelle Erklärung für die Untätigkeit König Peters; Danach iſl und füßte fic. Dann hob er sie in ihren Wagen und ordnete die Leine für ihre Hand. Ich mich wegen der Wölfe bei deinem unruhigen Pferde. So weit der Wald reicht, begleite ich dich; ich ängstige Filia ichritt er au feinem Buchie, ſtedte die Wistolander bin jogleich bereit." Der andere fladte mit der kurzen nute. Gotf Ich Das braunes Täubchen?" andere ist nicht meine Sache. werde ein Gläschen auf seine Gesundheit trinken! fegne ihn! Er hat ein Herz für den armen Bauer! ,, Dmitri Petrowitsch ist ein sehr anständiger Herr, Hü, hü, schläfst du ein, mein unternommen, während ich meinen Weg weiter fortickte. Der ihren Ausflug in den zunächst gelegenen Teil des Erzgebirges mußte, ohne der Sache auf den Grund gekommen zu sein. Am nächsten Tage hatte die kosmopolitische Gesellschaft fchließlich war die Uhr so spät geworden, daß man abbrechen etwas übertriebenen, stolzen Hoffnungen eines Mutterherzens und zu erflären. an einer fleinen wollte, daß wir wieder zusammentreffen sollten. böhmischen Station, Ich kam etwa acht Tage später gegen Abend nach einem Mein junger deutscher Freund und ich, wir trennten uns das Schicksal er ein völlig willenloses Werkzeug in der Hand der Kö nigsmörder, insbesondere des Obersten Maschin, des Schwagers und Mörders der Königin Draga. Maschin war es, der, ohne den König erst zu fragen, auf die erste Kunde von dem Aufruf der Nischer Offiziere mitten in der Nacht die Urheber des Aufrufs in Nisch verhaften ließ. Er sandie Patrouillen, aus je einem Offizier und vier Soldaten bestehend, in die Wohnungen der 24 Offiziere, von denen der Aufruf ausging, ließ sie trotz ihres Widerstandes sesseln und ins Gefängnis bringen. Maschin wußte, daß Obers Jankowitsch, der Kommandant der Nischer Division, es mi den Verhafteten hielt. So befahl, er denn im Namen des Königs, aber immer ohne dessen Vorwissen nachts um 4 Uhr die Amtsenthebung Jankowitsch'. Zugleich fordert er vom Kriegsminister, ebenfalls einent der Königsmörder, telegraphisch die Einsetzung eines anderen Komplizen, des Generals Djufnitsch, als Divisionär von Nisch. Djuknitsch war bereits pensioniert; Alexander hatte ihn seiner Zeit aus der Armee entfernt. Infolge dessen wurde König Peter in der Nacht geweckt und mußte eilends einen Ufas erlassen, der Djuknitsch reaktivierte und zum Divisionär von Nisch ernannte. In der ganzen Armee herrscht völlige Anarchie, der König ist völlig ohnmächtig. Maschin iſt in Wahrheit König von Serbien Die Politik. Dal Dentschtum in Oberschlesien hat vom Reichskanzlei Grafen Bülow die Zusicherung kräftiger Unterstützung erhalten. Der in Gleiwit abgehaltene erste oberschlesische Goutag des Deutschen Ostmarkenvereins hatte dem Kanzler nach Norderney ein Telegramm gesandt, das die Hoffmung aussprach, daß auch in Oberschlesien den im Kampfe gegen das vordringende Polentum stehenden Deutschen die mächtigen Hilfsmittel des Staates nicht versagt bleiben werden". Darauf antwortete Graf Bülow unter anderm, die Pflege unseres Volkstums in Oberschlesien liege ihm nicht minder am Herzen, wie in Westpreußen und Posen. Er sei überzeugt, daß der Oberpräsident Graf Zedlitz mit bewährter Sachkenntnis die richtigen Wege finden wird, um die nationalen Gesichtspunkte, welche für die Politik der Staatsregierung maßgebend sind, unter den besonderen Verhältnissen Oberschlesiens erfolgreich durchzuFühren. In oben sind gegenwärtig die deutschen SozialDemokraten zu ihrem diesjährigen Parteitage versammelt. Die Begrüßungsreden hielten die Abgg. Kaden- Dresben und Bebel, der den Tag eröffnete. Zum ersten Vorzenden des Parteitages wurde Abg. Singer, zum zweiten bg. Raden gewählt. Während des Parteitages soll eine Ronferenz der preußischen Sozialdemokraten stattfinden. A Eine Denkmalsenthüllung, die einen aus geprägt politischen Anstrich gewann, hat in Trégnier ( Bretagne) stattgefunden. Dem von dort gebürtigen fran zösischen Bibelforscher Ernest Rénan ist dort ein Denkmal errichtet worden, zu dessen Enthüllung sich auch Minister präsident Combes eingefunden hatte. Bei dem Festmahl, das später stattfand, hielt Combes eine Rede, in der er unter anderm sagte:„ Frankreich hält die Aera der Eroberungen für beendet. Wir sehen jenseits der Grenze nur Lächelnde Gesichter. Der Horizont gehört dem Frieden. Die Republik wird sich bemühen, ihn zu bewahren. Ic hoffe, wir werden bald das Morgenrot des allgemeinen Frie dens anbrechen sehen." Sehr schön. Aber wer garantieri dafür, daß alle französischen Ministerpräsidenten so benken? Ost Prinz Heinrich von Preußen nach den Vereinigten Staaten gereist, so muß selbstverständlich auch England einen dem Throne nahestehenden Prinzen dorthin entsenden: Aus London wird berichtet, daß der Prinz von Wales, also der Thronfolger, Ende September zum Besuch bes Brafbenten Roosevelt nach Amerika reist. Er wird von bem Geschwader des Admirals Wilson esfortiert. belegenen Insel, mitten in er britchen Bai, das Sternenbanner gehißt. Selbstverständlich ist der Dreistigfeit ein neuer britischer Protest auf dem Fuße gefolgt. Aber schlieslich wird sich England wohl beruhigen, wenn die Yankees sich gegen die Rüdgabe der Inseln sperren. † Präsident Castro macht wieder einmal durch einige feiner Heldentaten unliebsames Aufsehen. Zunächst weigert fich dies noble Oberhaupt eines Gaunervolkes, die Hof und Gesellschaft. Der Kronprinz wird als Vertreter des Kaisers der feierlichen Enthüllung des Denkmals Friedrichs des Großen in Rheinsberg beiwohnen; der Termin des Enthüllungsaktes ist der näheren Festsetzung durch den Kronprinzen vorbehalten. musländischen Schiedsrichter an den gemischten Tribunalen zu bezahlen. Diese Tribunale waren eingesetzt, um die Streitigkeiten zwischen ausländischen Gläubigern und venesolanischen Schuldnern zu schlichten. Wahrlich, ein Verfahren, das an Filzigkeit und Arroganz seines gleichen fucht. Aber Castro weiß, er steht unter dem mächtigen Schuß der Union, deren willfähriges Werkzeug er ist. Sie braucht ihn neuerdings, um den Kolumbiern, die den Panamafanal abgelehnt haben, zu dem inneren Aufstande auch noch äußere Schwierigkeiten zu bereiten. Aus Curacao wird gemeldet: Aus allen Gegenden Venezuelas werben Truppenbewegungen gemeldet, namentlich Grenze von Kolumbien. Man erwartet einen neuen Vor= Rob Castros gegen Rolumbien. Die Yankees umb Castro ein edles Brüderpaar. an der Ak ** Zu der Hochzeit des Prinzen Andreas von Griechenland mit der Prinzessin Alice von Battenberg, die, wie wir meldeten, anfang Oktober d. I. in Darmstadt stattfinden wird, erfahren wir noch, Das Prinz Andreas nach erfolgter Vermählung mit seiner jungen Gemahlin bis zum Mai nächsten Jahres im Alten Balais am Louisenplay in Darmstadt Wohnung nehmen wird. Bis zu diesem Zeitpunkt wird der Prinz auch bei dem in Darmstadt garnisonierenden Garde- Dragonerregi. ment Nr. 23 meiter Dienste tun. Im Laufe des Monats Bai 1904 sebenti dal bermählte Paar tu dauerndem and lacto. überzufiebeln. Zwischen Quirinal und Batikan scheinen Verhandlungen zu schweben, deren Ziel nur eine Verständigung sein fann. Ein römisches offiziöses Blatt meldet, daß König Viktor Emanuel während seiner Anwesenheit in Treviso eines Morgens sehr früh nach Bossagne fuhr. Wie es hieß, wollte der König den Geburtsort Canovas besichtigen. In Wahrheit besuchte er jedoch den Pfarrer des Ortes Parolin, der ein Neffe Pius X. ist, und hatte mit ihm eine lange Unterredung. O Recht lebhaft dürfte es bei dem Empfang des Zaren in Rom zugehen: Wie schon gemeldet, wollen die italienischen Sozialdemokraten dem Zaren ihren Groll über die Polizeiwirtschaft und Willkürherrschaft in Rußland besonders deutlich ausdrüden. Wessen der Zar sich dabei zu versehen hat. das lehrt eine Meldung aus Kom, wonach sich dort in aller Deffentlichkeit ein Komitee unter dem Vorsiz des italienischen Bebel, des Abg. Ferri, gebildet hat, um das Auspfeifen, die Proteste in Parlament und Gemeinderäten und das Aushängen von Trauerfahnen zu regeln. Also eine Organisation des Standals in optima forma! Eine solche Begrüßung wird für den 3aren etwas neues, aber auch etwas höchst peinliches sein. Nab und fern. Neue Volksheilstätte. In Bad Wildungen wurde die neu errichtete Teutsche Volfsheilstätte für Blasen- und Nierenleidende in Gegenwart des Fürsten und der Fürstin von Waldeck feierlich eröffnet. Der Fürst verlas ein Telegramm des Kaisers, das dessen Segenswünsche für die Anstalt zum Ausdruck bringt. Von einem neuen amerikanischen Gewaltstreich wird aus Britisch- Nord- Borneo berichtet. Bekanntlich hatten die Yankees dort bereits vor einigen Wochen sieben britische Inseln einfach anneftiert, was natürlich einen Protest der Londoner Regierung zur Folge hatte. Dieser Brotest ist noch nicht erledigt, und schon wieder hat ein ameriBanisches Arieasichiff auf einer unter ienem Simmelsstrich A Ueber den Verlauf der angeblichen„ Bestfälle" in Marseille ist es noch immer nicht möglich, sich ein flares Bild zu verschaffen. Offiziell wird die Existenz einer Bestepidemie hartnäckig geleugnet. Des weiteren besagt eine Bekanntmachung der Behörde, daß weder eine neue berdächtige Erkrankung, noch ein neuer Todesfall unter den Erfrankten vorgekommen sei, und die Entlassung der unter Beobachtung stehenden Personen bevorstehe. Der allge meine Gesundheitszustand in Marseille sei ausgezeichnet; die Sterblichkeitsziffer sei seit einigen Tagen unter dem Durchschnitt. In direktem Widerspruch mit dieser Darstellung stehen Meldungen Pariser Blätter, daß in der Vorstadi Saint Mauront neuerdings zwei verdächtige Krankheitsfälle vorgefonimen sind. Zwei Wärterinnen im Salvator. Spinital ieien erfrankt. Gerüchte von einem schweren Manöverunfall entstanden durch Auffindung eines herrenlojen defekten Luftballons der bayerischen Luftschifferabteilung„ Kranich" bei Kollin in Böhmen. Glücklicherweise sind die Befürchtungen nach Mitteilungen der bayerischen Luftschifferabteilung unbegründet. Der Ballon ,, Kranich" war bei den Uebungen in der Nähe von Ingolstadt als sogenannter Füllsad verwendet worden, d. h. er war mit Gas gefüllt und diente dazu, andere Ballons nachzufüllen. Bemannt war er nicht. Jedenfalls ist er vom Sturm losgerissen worden. Paris als„ Kriegshafen". Der französische Marineminister will die Stadt Paris mit einem Kriegshafen beschenken, allerdings nur en miniature. Der Marineminister läßt in den Befestigungswerken der Stadt ein Bassin bauen, das 160 Meter lang, 10 Meter breit und 4 Meter tief ist; in diesem sollen sich Miniaturgeschwader bewegen, die aus Modellen von allen Kriegsfahrzeugen, die in Zukunft gebaut werden, gebildet sind. Die kleinen Schiffe werden nach den Plänen der Marineingenieure genau ausgeführt und mit ihrer ganzen Maschinerie und ihrer Bewaffnung ausgerüstet; dann wird man Versuche mit ihnen machen, um genau feſtzustellen, was die Ausführung der Modelle im großen an Schnelligkeit, Widerstand usw. leisten wird. Man hofft so alle Mißgriffe im Bau der Kriegsschiffe vermeiden zu können. Die Modelle werden nach den Versuchen die Sammlungen des Marinemuſeums bereichern. † Bergwerkskatastrophe. Ein schwerer Unglücksfall ereignete sich im rheinischen Minengebiet. Auf einem zur Grube Von der Heydt" gehörenden Schacht stürzte infolge Reißens des Förderkorbseiles eine Förderschale mit bier Bergleuten in die Tiefe. Sämtliche vier Verunglückten starben nach kurzer Zeit an ihren schweren Verlegungen. tan Bab auf den Tisch des ungarischen Abgeordnetenhauses niederlegte, da sie ihm vom Abgeordneten Dienes zur Bestechhung angeboten seien, und die den Sturz des ungarischen Ministeriums hervorriefen, werden noch einen Ratten fönig von Prozessen verursachen. Sie liegen einstweilen in der Kasse des Abgeordnetenhauses. Jezt erschien der Rechtsanwalt eines der Dienesschen Gläubiger, um 575 Kronen von den 10 000 zu pfänden. Der Kassenchef des Abgeordnetenhauses konnte in die Ausfolgung nicht willi gen, weil das Haus über die Verwendung der Summe noch feinen Beschluß gefaßt habe. Mit diesem Bescheide will sich jedoch der Gläubiger nicht zufrieden geben und wird nun, da gegen die Bewilligung der Erefution selbst kein Einwand erhoben wurde, das Abgeordnetenhaus auf Herausgabe der Summe belangen. Inzwischen sind jedoch eine ganze Menge anderer Exekutionen von Gläubigern des Eisenbahnunglück in Holland. Der Schnellzug Amsterdam Berlin entgleiste bei Barneveld. Drei Personen wurden schwer verlegt, darunter ein Deutscher namens Drocier(?). Sie wurden in das Krankenhaus zu Apeldoorn gebracht, wo sie sich den Umständen nach zufriedenstellend befinden. 15 Personen wurden leicht verlegt. Ueberschwemmungen in Desterreich haben großen Schaden angerichtet. Infolge anhaltender heftiger Regengüsse wurde der Eisenbahnverkehr auf verschiedenen Streden in Salzburg, Tirol, Kärnthen und Krain unterbrochen. Bahlreiche Brüden sind weggerissen und Dammrutschungen verursacht worden. In Feistritz sind sechs Gebäude ein. gestürzt, viel Vieh ist umgekommen. Bunte Chronik. In Hamburg tagt gegenwärtig die Generalversammlung des Vereins für Sozialpolitik unter dem Vorsitz Professor Schmollers. Professor Frande- Berlin hielt einen Vortrag über die Lage der in der Seeschifffahrt beschäftigten Arbeiter. -In Hermsdorf bei Braunau wurde die Wirtschafterin Teuber im Schlafe mit einer Art erschlagen und ihres Geldes und ihrer Schmucksachen beraubt. Der Täter ist bisher nicht ermittelt. Hus dem Gerichtssaal. * Priva ber 6. Alaffe wurden folgende 63 410( na Ma Richelfast), 200 110 000 m auf 29719, 26 138, 38 auf Nr. 3851, 365099, 37 139, 983 767. * Der Ve Alsfeld beab aber wohl in Schwebe bleiben müssen, bis das Abgeordneten Anisstellung ei Martin Dienes angemeldet worden. Die Prozesse werden d. Js. zu Al Vermischtes. [ Der jüngste Beteran aus dem Striege 1870-71] ist em Nürnberger, nämlich der Musiker und Spezereihändler Hans Gmeiner. Gmeiner ist am 26. Juni 1855 geboren, sein Ausmarsch erfolgte am 1826 1, 1855 von 15 Jahren 1 Monat. In der Musikkapelle des 15. Infanterieregiments hat Gmeiner den ganzen deutsch- franzöfischen Feldzug mitgemacht. Vor Paris wurde er zum Unteroffizier befördert, beim Einzug in Paris schmetterte seine Trompete kräftiger denn je. Als Unifum sei mitgeteilt, daß, nachdem die Beförderung zum Unteroffizier erfolgt war, der Bataillonsarzt ihn auf doppelte Menage sette. Das rasche Wachstum des jungen Mannes und der stets zu. § Aufgehobenes Todesurteil. Vom Feriensenat des Reichsgerichts wurde das gegen den russischen Erntearbeiter Beter Konieczny gefällte Todesurteil aufgehoben und die Sache zur nochmaligen Verhandlung an das Schwurgericht zu Güstrow zurückverwiesen. Konieczny war seiner Zeit schuldig befunden worden, am 31. Mai d. J. seinen mit ihm zusammen in Dalwitz beschäftigten Landsmann Franz Piesyt durch Bier, in das er Arsenik getan, vergiftet zu haben. Als Motiv des Angeklagten, welcher die Tat be harrlich leugnet, ist Anstiftung der Ehefrau des Piesyk angenommen; diese lebte getrennt von ihrem Ehemanne in der Heimat des Angeklagten, welcher erst kurze Zeit vorher von dort nach Deutschland gekommen war. Die Aufhebung des Urteils erfolgte wegen prozessualer Verstöße. Großherzogl gefuchte Erlaub unter der Bedin 0,50 Mr. das G mindestens 60 y da Loſe zum wenden find. dm Kreisen Al geftattet. ** Die ihren Anfang zu Ende. Vor wieder in ge nehmende Appetit fießen Dieſe Vergünstigung als sehr be ſo mit die Red § Der Streit um die Dienesschen 10 000 Kronen. Die 10 000 kronen. die, wie erinnerlich, der Abgeordnete Zolrechtigt erscheinen. -$ [ Die Hundertjahrfeier Chicagos] findet am 30. d. M. statt. Aus der kleinen Hütte eines weißen Einwanderers, der sich im Jahre 1803 am Ufer der Großen Seen niederließ, ist die heutige Hauptstadt der Petroleumfönige und der Pökelfleischkaiser entstanden und hat sich mit märchenhafter Schnelligkeit zur Millionenstadt entwickelt. Daß eine solche Stadt die hundertste Wiederkehr ihres Gründungstages königlich feiern muß, ist selbstverständlich. Schon da mit sich Newyork, die seßhafte Rivalin Chicagos, grün und blau ärgere, muß alles so großartig wie nur irgend mög lich gemacht werden. Man spricht von einem eigenartigen Fackelzug", der von 600 mit Acetylen beleuchteten Automobilen veranstaltet werden soll. Auch Neuauffrischungen historischer Episoden will man sich leisten, so einen Ueberfall durch Rothäute, die den Kriegspfad beschreiten werden, um die kleine Festung anzugreifen, hinter deren Mauern die ersten Kolonisten eine Zuflucht suchten. Der Ueberfall soll nur„ imitiert sein, dafür sollen aber die Rothäute echt, fein in der Schlacht erprobte, tätowierte und mit Adlerfedern Der geschmückte Gestalten. Auch die furchtbare Feuersbrunft, die Chicago einst fast vollständig vernichtete, soll refonstituiert werden. Hier werden die Veranstalter viel zu tun haben, um zu verhüten, daß der imitierte Brand sich nicht zu einem echten auswachse. fölägigen Geb + Cine bon Gießen Kunaliſationsarb freigelegt worden sol iber Arbeit. nicht versäumen, schwundener Be natürlich nicht macht ihnen arg [ Bom Drechslerlehrling zum Pfarrer.] Weihbischof Bolaska in Debreczin( Ungarn) weihte vorgestern seinen gewesenen Diener Anton Solinger zum Pfarrer von NagyToszeg. Beim Festbankett teilte der Bischof in seiner Rede mit, Pfarrer Solinger sei Drechslerlehrling gewesen und habe in der Werkstätte seines Vaters gearbeitet. Als Soldat machte er den bosnischen Feldzug mit und brachte es zum Wachtmeister. Dann trat er als Diener in die Debrecziner Pfarre. Als Diener studierte er die Gegenstände des Gymnasiums, maturierte, beendete die theologischen Studien, wurde zum Priester geweiht, wurde Kaplan in Toszeg und erhielt nunmehr die Installation als Pfarrer. [ Die Ansichtspostkarte in England.] Während der Sommerferien ist in England der Gebrauch der AnsichtsPostkarte so angewachsen, daß in vielen Postämtern die Beamten Ueberstunden arbeiten müssen und trotzdem mit der Arbeit nicht fertig werden können. Aus Douglas, einem Orte auf der Insel Man, wurden an einem Tage mehr als 100 000 Ansichtspostkarten versandt. In dem Seebade Mars gate sind weitere sechs Postbeamte angestellt worden, und trotzdem bleiben dort täglich ganze Postsäcke für die Post des nächsten Tages liegen, weil man die durch die Postkarten vermehrte Arbeit nicht bewältigen kann. ** Der T * Reserve rüd zugleich die Ein me folgt: a) und Militär- fr Au Pferde, reite soldaten; 13. artillerie, Fußa Verkehrstrupper handwerker und weitende Artille fahrende Felbar fanen in die Re artillerie. tt Schen Schwalben cuf der Straße mbl, welche ni fliegen. Die Nahrung. Vor Adel meldet: Dec Maximilian G dem Namen fand erhoben. ** Fuhr burach gestern Sendung bon Feinbergwert [ Bei der Hinrichtung des Raubmörders Detrois] in Mainz ereignete sich, wie nachträglich bekannt wird, ein grausiger Zwischenfall. Das bei der Exekution benutzte Fallbeil mußte nämlich zweimal in Bewegung gesetzt werden, ehe der Kopf des Delinquenten, welcher beim ersten Male nicht vollständig vom Rumpfe getrennt worden war, in den bereitstehenden Korb fiel. Zu diesem schaurigen Vorgange verden folgende Einzelheiten bekannt. Nach dem ersten Fallen des Beiles wurde der Gefängnishof, auf dem die Hinrichtung stattfand, durch die Gendarmerie von den geladenen Zuschauern geräumt und eine sofortige Besichtigung der Richtstätte vorgenommen. Diese ergab, daß sich beim Vorschieben des Körpers des Delinquenten ein Teil des Rockfragens desselben in die Nute eingeklemmt hatte, in welcher das Fallbeil bei seinem Herabfallen geleitet wird. Dadurch wurde der Fall naturgemäß abgeschwächt und das Beil blieb, da der Delinquent instinktiv den Hals einzog, im Unterfiefer stecken. Auch an einigen Fasern des Halses hing noch der Kopf, der auf diese Weise nicht in den Korb fallen konnte. Nachdem das Beil nochmals gehoben und wieder gesenkt, war der Kopf vollständig vom Rumpfe getrennt, so daß er nun zu dem Körper in den Sarg gelegt wurde. Die Schneide des Fallbeils hat beim Einschlagen in den Unterfiefer eine nicht unerhebliche Scharte erhalten. Den Scharfrichter dürfte dieserhalb keine Schuld treffen, da er, wie berichtet wird, den Delinquenten vor der Hinrichtung angeblich nicht zu Gesicht bekommen hat und daher dessen„ Toilette" nicht in Ordnung bringen fonnte. Verhafteter Defraudant. Der 21jährige Postgehilfe Seger genannt Seibring, der am 5. d. M. nach Unterschla gung eines ihm anvertrauten Betrages von 4200 Mark aus Duisburg flüchtig geworden war, ist am Schalter eines Postamts in Berlin verhaftet worden. Er wollte dort einen postlagernden Brief in Empfang nehmen. In dem Besis des Defraudanten wurden noch etwa 60 Mart vorgefunden. von dem veruntreuten Gelde hatte er nach seiner Angabe seinem Vater bereits 3300 Mart übersandt, während er 600 Marf einem Mädchen, mit dem er sich amitsiert, geschenkt haben will. dben ein neu geleichten B bocilen an ein tvar. Das Mam da heute Gießen ein Di inem Bausche Bäder Hennin eine Unterlage Die Schadenf inter dem ra rwartet sein boußte fich aber uf das Rucher rf die neue Umbau des B Gefahren. Gin fchien für d her ihm begegn mae fährt hier i Her Tiefert ein in feiniter 2 melangen nu Werarbeitung ung Bedingu Brotpreis 89900 geordnetenhaue Dienes zur Sturz des ungs och einen Hatte iegen einitiveile sept erschien ubiger, um er Kaffendhef gung nicht to der Summe m Bescheide geben und w tution felbft to enhaus auf S n find jedoch ein Gläubigern 11 Lokales. Gießen, 15. September 1903. * Privattelegramm. Bei der heutigen Ziehung ber 6. Klasse der Hessisch- Thüringischen Staatslotterie wurden folgende Gewinne gezogen: 60 000 Mt. auf Mr. 53 410( nach Mainz), 40 000 mf. auf Nr. 95 676( nach Michelstadt), 20 000 Mt. auf Nr. 73 474( nach Darmstadt), 10 000 mt auf Nr. 61 397, 71 689, 5000 mt. auf Nr. 2719, 26 138, 38 125, 67 625, 92 563, 97 390, 3000 mt. auf Nr. 3851, 8381, 11 430, 23 423, 21452, 35 072, 36 099, 37 139, 40 594, 44 163, 58 967, 84 123, 98 318 98 767. " net lang". Warum nicht", frug der Grünberger.„ Nu am erschten Oktober soll jo de Boh nah Labach gie," do Grimmerch". Aber doch zu Gallusmartt", meinte ber fahr merr voh d'r Micke no Labach un nett meh voh Grünberger. Grünberger." Jo, wenns Werrer dennoch is, fanns geAber" meinte er, schieh". ,, euer Sunobendsmärt hotts Ge Gellmärt gritts. Die Grimmercher dürfe nur net glabe, daß see allee do sin. Ra Reupe, la Hirsch, glabe see die Grimmercher finnten Alla Waze schlatte, ta Deiwel timmt für die Zukunft no Grimmerch. Oder bie Labacher fönner ach schlachte. Dann fönnt ihr Grimmer cher eire Würst mit de Grieme alla fr....!" Lüftet's Hütchen und ruft:„ Jö Fuchs". Der Vorstand des Geflügelzuchtvereins Alsfeld beabsichtigt, mit der am 17. und 18. Oftober Prozesse werde de. Js. zu Alsfeld stattfindenden Geflügel- und VogelBeld zu verfüge der Geflügelzucht dienenden Geräten zu verbinden. Das 1870-71] Spezereihändle ni 1855 geboren Großherzogl. Ministerium des Innern hat die nach gesuchte Erlaubnis zur Veranstaltung dieser Verlosung unter der Bedingung erteilt, daß bis zu 2000 Lose, zu 0,50 Mr. das Stück, ausgegeben werden dürfen und mindestens 60 pct. des Bruttoerlöses aus dem Verkaufe 10, also im Alle der Loſe zum Ankauf von Gewinngegenständen zu vere apelle des 15. wenden sind. Zugleich wurde der Vertrieb der Lose in en deutsch- ſtanden Kreiſen Alsfeld, Lauterbach und Schotten rde er zum Unte gestattet. schmetterte sein fizier erfolgt wat geregte ihren Anfang nahmen, sehen heute and 15. September mage ſezte. Dazu Ende. Von diesem Tage ab wird Frau Themis und der stets wieder in gewohnter Weise ihres Amtes walten und zung als sehr b somit die Rechtspflege wieder ungestört auf allen einschlägigen Gebieten ihren Fortgang nehmen. det am 30. d. ** Die Gerichtsferien, welche am 15. Juli Ein Stück der ehemaligen Festung& mauer en Einwanderer von Gießen ist heute morgen im Seltersweg durch Ben Seen nieder Rana'isationsarbeiter in einer Länge von ungefähr 8 Meter roleumfönige un freigelegt worden. Das Mauerwerk zeugt von folossaler sich mit märchen solider Arbeit. Fachleute und Altertumsforscher sollten es widelt. Daß ein nicht versäumen, dieses Stück Bauwert aus längst enthres Gründung schwundener Zeit sich anzusehen. Den Arbeitern ist es ndlich. Schon natürlich nicht so angenehm, darauf gestoßen zu ſein; es icagos, grün un nur irgend mö macht ihnen arg zu schaffen, dasselbe soweit als nötig abzutragen. mem eigenartige*** Der Tag der diesjährigen Entlassung der beleuchteten Mute Reserve rückt immer näher heran, mit ihm aber auch Neuauffrischunge zugleich die Einstellung der Refruten Eingezogen werden so einen Ueberfal wie folgt: a) Garde: am 1. Oftober Defonomiehandwerker reiten werden, um und Militär- Frankenwärter; 2. Oftober Kavallerie, Jäger eren Mauern dizu Pferde, reitende Feldartillerie, Traingemeine und TrainDer Ueberfall sol soldaten; 13. Oftob r Infanterie, Jäzer, fahrende Feld. Rothäute echt fein artillerie, Fußartillerie, Pioniere und Mannschaften für die mit Adlerfeder Berkehrstruppen. b) Linie: am 1. Ottober DefonomieFeuersbrunit, di handwerker und Militär- Krantenwärter; 3. Oktober Kavallerie, foll retonstituien reitende Artillerie und Train; 13 Oftober Pioniere und tel zu tun haben sich nicht zu einem fahrende Feldartillerie; 14. Oftober Infanterie aller Garnisonen in die Regiments. Stabsquartiere; 15. Oftober Fußartillerie. cr.] Weihbischof gestern seinen ge arrer von Nagy of in seiner Rede ing gewesen und eitet. Als Soldal nd brachte es zum in die Debrecziner enstände des Gym logischen Studien ++ Schon seit drei Tagen sieht man eine Menge Schwalben ratlos umherfliegen. Gestern ganz besonders auf der Straße nach Alsfeld. Wir suhen eine ganze Anzahl, welche nicht mehr so viel Kraft hatten in die Höhe zu fliegen. Die ungünstige Witterung entzieht ihnen die Nahrung. Von der Rabenau wird dass Ibe gemeldet. Adelsverleihung. Der„ Reichsanzeiger" meldet:„ Der österreichisch ungarische Generalkonsul all in Toszeg und Maximilian Goldschmidt in Frankfurt a. M. iſt unter dem Namen„ von Goldschmidt- Rothschild" in den Adelsstand erhoben. rrer. . Während auch der Ansicht * ▲ Lüzellinden. Im Laufe dieser Woche wird durch 3. Rühe mit 1-2 Kälbern. Ehrenpreis( 100 Mt.): Ludw. Velten in Azbach, Chr. Piz in Lauter, Gg. Volt 3r in Großenlinden. 3. Preis: J. Schmandt 13r in Steinbach. 4. Preis: Adam Tasch und Hrch. Weber in Azbach, Ludw. Jöckel 3r in Grünberg, W. Hartmann 2r. in Heuchelheim und Karl Geiß in Ulrichstein. 4. Kühe mit 3 und mehr Kälbern. Ehrenpreis: Chr. Piz in Lauter. 2. Preis: Ludwig Jäckel in Grünberg und August Reicholt in Bobenhausen. Anerkennungen: J. Ph. Krödt in Heuchelheim, Ludw. Menges 7r und L. Faber 4r in Großenlinden. 5. Kalbinnen. Ehrenpreis: Karl Pfeffer und Karl Keil in Grüneine, bazu bestimmte Kommission der durch das Gefechtsschießen berg( lezterer den Ehrenpreis der Gr. Heſſ. Staatsregierung). und Exerzieren im hiesigen Gelände verursachte Kulturschaden, soweit er angemeldet ist, abgeschätzt werden. †† Londorf. Auf der Freiherrlich Rabenauschen Wiese am Bahnhof, direkt hinter dem Postgebäude hat der letzte Sturm eine uralte Steinpappel umgeworfen. Etwa ein Meter über der Erde ist sie abgebrochen. Was könnte dieser jahrhunderte alte Baum all' erzählen! A Romrod, 9. Sept. Mit dem gestrigen Tage ist dahier wieder eine alte Einrichtung die Biegenweibe, ins Leben gerufen worden. Lauter, 14. Sept. Gestern und heute fand hier die bietjährige Kirchweih ftatt. Das schöne Better er ber Mittagsstunde hatte viele Besucher aus der Nachbarschaft, besonders von Grünberg angelockt, so daß der rührige Wirt, Herr Tröller, alle Hände voll hatte, um den Wünschen seiner Gäste gerecht zu werden, was ihm zu aller Zufriedenheit auch gelang. Leider wurde durch den eintretenden Regen die Festesfreude in etwas beeinträchtigt; doch die liebe Jugend, die schmucken Mädchen, tamen doch zu ihrem Recht. Als man sich am Abend zum Abschied die Hand drückte unterm Baraplü, da hieß es: Bis de Sonndag en Kabonn!" A Flensungen, 14. Sept. Unterm hohen Lannenbaum drehten sich am Sonntag im Tanze die Paare. Zwar war der Abend unser Kirchweih fühl und naß, doch der Nachmittag schön; bei einem guten Glas Bier, das Herr Reiz in genügendem Quantum den zahlreichen Gästen verabreichen fonnte, tam die Feststimmung zum Durchbruch, so daß die Kirchweih, trotz dem Regen, zu aller Zufriedenheit verlief. )( Ober- Seibertenrod, 12 Sept. Spielende Kinder fanden in der am Dorf vorbeifließenden Ohm einen runden Gegenstand, der sich als der Kopf des neugeborenen Kindes herausstellte das die Mutter, wie gestern aemeldet, getötet. Die Frau soll bereits ein umfassendes Geständnis abgelegt haber. § Darmstadt, 14. Sept. Das Finanzjahr hat mit einem rechnungsmäßigen Fehlbetrag von über zwei Millionen Mark abg schlossen, der freilich aus den Ueberschüssen der früheren Jahre noch gedeckt ist. Aber damit sind auch die und deshalb gilt es jest, noch fester als bisher die Hand Reserven aus den sieben fetten Jahren völlig anfgezehrt, auf den Staatsfäckel zu legen. Die Landwirtschaftliche Provinzial- und Verbands- Ausstellung zu Gießen. 5. Tag: 14. September.- * Fuhrmannsleiden. In der Klinikstraße Bostämtern die brach geſtern das Rad eines Wagens, der eine schwere trotzdem mit de Sendung von Maschinenteilen für das Gießener Braun Douglas, einer fteinbergwerk enthielt; mit großer Mühe hatte man em Lage mehr leben ein neues eingesetzt, als auch schon bei dem auf dem Seebade Mat geweichten Boden ein zweites Rad zerbrach und einstübig. Bei der Prämiierung erhielt noch so mancher weilen an ein Fortbringen des Wagens nicht zu denken ſtellt worden, säcke für die Vo urch die Poftfarte rders Detrois] i bekannt wird, Frefution benut ung gesetzt werden war. + Das Schicksal eines 3 wetschen Kuchens. kam da heute früh gegen 10 Uhr auf dem Seltersweg in Gießen ein Dienstmädchen und hat ein Kuchenblech mit einem Zwetschenfuchen. Auf einmal nahe am Hause des Bäcker Hennings gab's einen Klatsch und der Kuchen hattebeim ersten Male fine Unterlage gewechs It er lag auf dem Trottoir. orden nat, in den Die Schadenfreude einesteils und das Bedauern andererseits Jaurigen Borgang unter dem rassierenden Publikum, daß das Backwerf so unDie Luft naßfalt, der Himmel wieder ins beste Grau verhüllt, so brach ter Montag Morgen an und unsere Aussteller blickten mit düsteren Mienen gen Himmel empor. Das Fl hen nach besserem Wetter blieb unerhört und so hat denn das unfreundliche Wetter auch den ganzen Tag Stand gehalten. Trogallebem war der heute stattgefundene HerbstPferdemarkt ganz angemessen besucht. Viel Tiere waren zur Stelle und der Handel ließ ebenfalls nichts zu wünschen Pferdebefizer, der von den Preisrichtern des Landwirtsch. V reins mit ein m roten, grünen oder blauen Bande nicht bedacht werden konnte, doch noch das ersehnte Bändchen. Im Nachstehenden nun noch das Resultat der Prämierung des Vogelsberger Rindvieh. a. Wettbewerb für Einzeltiere. 1. Bullen bis zu 2 Jahren. Ehrenpreis( 120 Mf.): Georg Müller in BezenRad dem erften erwartet sein Dasein beschließen mußte. Das Mädchen rod und Fr. Weller in Azzbach. auf dem die Hin on den geladene Besichtigung de ß sich beim Vor Teil des Rod hatte, in welde wußte sich aber zu helfen, packte wieber alles zusammen auf das Ruchenblech und verschwand. †† Alleweil is schie". Kommt da ein Fuhr wrt die neue vor kurzem dem Verkehr übergebene Straße Umbau des Ziegelberge) von Laubach nach Grünberg hert wird. Dadur gefahren. Ein Bäuerlein leitet den„ Klepper".„ Jezt is nd das Beil blieischten für die Grimmercher", sagte er.„ Wieso", frug einzog, im Unter der ihm begegnende Grünberger: Jo alleweil is es schien, Halies hing not Korb fallen fonnte nd wieder gejent etrennt, so daß e rde. Die Schneid n Unterfiefer ein Scharfrichter diri vie berichtet wird angeblich nicht zu me fährt hier jo wie gebotdert, doch die Herrlichkeit währt Herren- Garderoben liefert ein Tuch- u. Maaßgeschäft( Schneidermeister) in feinster Ausführung zu den billigsten Preisen. Es Toilette" nicht in gelangen nur prima in- und ausländische Stoffe zur jährige Boftgehilf ung Bedingung. Off. u. K. L. 100 an die Exp. d. Bl. erb. Berarbeitung. Direkte Kasse oder monatliche Ratenzahlnad) Unterschla on 4200 Mart au Schalter eines Boit wollte dort eine 1. In dem Bef Part borgefunden ad feiner Angabe not, während er amitiert, geichen Für Bäcker! Brotpeis. Formulare hält stets am Lager Brotpets.Formulare die Expedition. Anerkennungen: J. Reßler 9r in Großen- Linden, W. Lenz 2r in Klein- Linden, Karl Keil in Grünberg und Balthaser Philipp 3r in Steinberg. 2. Bullen über 2 Jahre. 1. Preis: Die Gemeinden Großenlinden u. Wißmar. 2. Preis: Fr. Weller in Azbach. 3. Preis: Gemeinde Steinbach. Anerkennung: Gemeinde Kleinlinden. Schirme werden schnell und gut reparirt n. nenbe= zogen. Kaffeler Schirmfabrik Giesen, Seltersweg 9 Eine Ladenthete billig abzugeben. Gießen, Asterweg 57. ¤¤¤¤¤¤¤¤¤¤¤¤¤¤¤¤¤¤¤¤in, Fruchtsäcke Kartoffelsäcke empfiehlt billigst Robert Stuhl, Neustadt 28, Gießen. 2. Preis: Ludw. Magnus in Großenlinden. 3. Preis: Karl Jöckel 5r Wwe. in Grünberg. 4. Preis: 2. Keßler 1r in Großenlinden und Hrch. Haas 13r in Steinbach. Anerkennungen: J. Stein 4r in Unter- Seibertenrod und H. Stein 3r in Ulrichstein. 6. Kleine Sammlungen, bestehend aus 6 Stück über 1 Jahr alten Tieren. 2. Preis: Chr. Pizz in Lauter. 7. Große Sammlungen, bestehend aus 10 Stück über 1 Jahr alten weiblichen Tieren. 2. 1. Preis: Zuchtverein Grünberg( Mt. 200). Azbach( Mt. 150). Ortszuchtverein Großen- Linden. 3. c. Wettbewerb nur für Zuchthöfe. 10. Bullen über 2 Jahre. 2. Preis: Jul. Zimmer in der Bingmühle. 12. Kühe mit 3 und mehr Kälbern. Julius Zimmer in der Bingmühle. 14. Sammlungen, bestehend aus 1 Bullen, 3 Kühen und 2 Kalbinnen. Julius Zimmer in der Bingmühle. Marktberichte. Gießen. 15 Sept. Auf dem heutigen Wochenmarkt fosteten Butter per Bfb. 1.10-1.25 Mr., Hühnereter 2 Stüd 14-16 Bfg., Enteneter St. 8 Pfg., Räse per St. 5-8 Pfg.. Käsematte 2 St. 5-6 Bfg., Erbsen ver Liter 21 Pfg., Linsen per Liter 32 Bfg., Tauben per Paar mr. 0.70-1.00, Hühner per Stüd Mt. 1.30-1 80. Hahnen, per Stud Mt. C.70-1.50, Enten per Stüd 1.80-2.40, Gänse p. Bfd. 54-60 Bfg., Ochsenfleisch per Pfd. 68-78 Bfg., Rindfleisch per Bfb. 60-66 Bfg. Schweinefleisch per Pfd. 66-76 Bfa. Schweinefleisch gesalzen per Pfund 0.80 Pfa., Kalbfleisch per Pfd. 68-74 Bfa., Hammelfleisch per Pfd. 56-74 Bfg., Kartoffeln per 100 kilo 5.50-7.50 mt.. Zwiebeln per 3t. Mt. 5.50-6 50, Kirschen per Pfund 00-00 Pfg. Milch ver Liter 18 Vfa. Dauer der Marktzeit von 8 Uhr morgens bis 2 Uhr Nachmittags. Gegenstände des Wochenmarktverkehrs dürfen vor Beginn der Marktzeit überhaupt nicht, und während der ersten drei Stunden der Marktzeit im Umherziehen feilgeboten werden. Frankfurt a. M., 14. September. Fruchtmarkt, E8 notierten nach Qualität: An Weizen, hiesiger und Wetterauer Mf. 16.20-16.30, turhessischer Mt. 16.20-16.30, norddeutsch. Mr. 16.40 6. 16.50, Ransas Mt. 17.40-17.80, Roggen, hiesiger Mt. 13.40 bis 13.50, russischer Mt. 14 20-14.50. Amerikaner Mt. 14.40 bis 14.60, Gerste, hiesige Mt. 15.50 bis 15.75, Pfälzer, Mr. 16.10 bis 16.30, fränkische Mt. 16.10, Riedgerste Mt. 15.80 bis 16 30, ungarische Mt. 17.50-18.50. Hafer, hiesiger Mt. 13.25-13.80, furhessischer Mt. 13.30-13 90, Württemberger Mt.-- bis bayerischer Mt. 13.25-13.75, russischer Mt. 13.50-14.90, Mais Mixed Mt. 12.75-13.25, La Plata Mt. 12.50-12.75, weißer Mais Mt. 13.10-13.30, russischer Mt. 12.50-12.75. Alles pro 100 Kilo ab hier. Frankfurter Viehmarkt. Zum Verkauf standen 459 Ochsen, 75 Bullen, 736 Kühe und Färsen( Stiere und Rinder), 261 Kälber, 163 Schafe und Hämmel, 1334 Schweine. Aus Oesterreich 180 Ochsen. Bezahlt wurde für 50 kilo Ochsen: a) vollfleischige, außgemästete höchsten Schlachtwertes bis zu 6 Jahren Mt. 73-75, b) junge fleischige, nicht ausgemästete und ältere ausgemästete Mr. 69 bis 71, c) mäßig genährte junge, gut genährte ältere Mt. 66-68, d) gering genährte jeden Altecs Mt.. Bullen: a) vollfleischige höchsten Schlachtwertes Mt. 65–67, b) mäßig genährte jüngere und gut genährte ältere Mt. 62-64, c) gering genährte Mt.-, Kühe und Färsen( Stiere und Rinder): a) vollfleischige, ausgemästete Färsen ( Stiere und Rinder) höchsten Schlachtwertes Mt 68-70, b) boll fleischige, ausgemäſtete Kühe höchsten Schlachtwertes( bis zu 7 Jahren) mt. 65-67, c) ältere ausgemäftete Kühe und wenig aut entwickelte jüngere Kühe und Färsen( Stiere und Rinder) Mt. 55-57, d) mäßig genährte Kühe und Färsen( Stiere und Rinder) Mt. 52-54, e) gering genährte Kühe und Färsen( Stiere und Ninder) Mt. Bezahlt wurde für 1 Pfund a) feinste Maft( Vollm.- Mast) und beste Saugfälber( Schlachtgewicht) 85-86 Pfg.( Lebendgewicht) 52-54 Bfg., b) mittlere Maft- und gute Saugfälber( Schlachtgewicht) 78-80 Pfg.,( Lebendgewicht) 48-50 Pfg., c) geringe Saugfälber 70-73 Pfg., d) ältere gering genährte Kälber( Fresser) Bfg., Schafe: a) Mastlämmer und jüngere Masthämmel 70-73 Bfg., b) ältere Masthämmel 66-69 Pfa., c) mäßig genährte Hämmel und Schafe( Märzschafe) Pfa. Schweine: a) vollfleischige der feineren Rassen und deren Kreuzungen im Alter bis zu 1 Jahren ( Schlachtgewicht) 61-62 Pfg.,( Lebendgewicht) 48 Pfg., b) fleischige ( Schlachtgewicht) 60 Pfg.,( Lebendgewicht) 47 Pfg. c) gering entwickelte, sowie Sauen und Eber( Schlachtgewicht) 52 Pfg... Lebendgewicht 57, d) ausländ. Schweine unter Angabe der Herfunft Pfg. Das Geschäft in Hornvieh war gut und ist der Marft geräumt. - Berantwortlich: für ben politischen und Inseratenteil Albin#lein: fr bas Sokale, ben ,, Gerichts." und" Oeffentlichen Sprechsaal": Fr. Oppermann Bad und Berlag ber Gießener Berlagsdruderei( vorm. Wilh. Keller), Gießen. Gewandte Berkäuferin Eine zwei- und eine 3- Zimmerwohnung mit Zubehör zu vermieten. in der Kolonialw. Branche erf., für fofort oder 1. Oktober ges. Gieken, Rieselpfad 30. Freie Station, Familienanschluß bei dauernd angenehmer Stell Landgrafenstraße 3. ung. Offerten m. Zeugnisabschr. Mansarde, 3 schöne Zimmer: und Gehaltsansprüchen erb. an M. Kleincibst, Braunfeld a. L. wohnung mit Küche und Zubehör an ruhiae Leute zu vermieten. Bine schöne 3Zimmerwohnung im 1. Stock und eine Rodheimerstraße 29 ist eine mansardenwohnung mit allem von der Wirtschaft Müller bis zum und Küche, zu vermieten fleine Wohnung, zwei Zimmer Zubehör zu vermieten. 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Oktober 1903 der Deutsch- Kolonialen- Lotterie 2328 Gewinne zusam.: Mk. 40000 Los 1 Mk., 11 L. 10 Mk.; Porto u. Liste 25 Pfg. empf. J. Stürmer, Lott.- General- Agent, Strassburg i. Els. und alle mit diesen Losen kenntlichen Verkaufsstellen. In Giessen bei: R. Buchacker; W Semmler; Ph. Weiler. Das Ei des Columbus it schäfts- Verlesung. Meiner werten Kundschaft zur gefl. Nachricht, daß ich meine Korb- u. Stuhl- Flechterei vom 15. d8. Mts. wieder nach Weidengasse Nr. 8 vis à vis d. Polizeiamt verlegt habe. Gießen, 14. Septbr. 1903. August Werner, Korbmachermeister. PferdeVerkauf. Weil jetzt überzählig, stehen bei mir zum Verkauf eine mittelschwere branne Sturmvogel Modell 1903 State, Gjährig Es ist das langgesuchte und billige Rad. Feinste Präzissonsarbeit,| Höchste Eleganz, Größte Stabilität, Niedrigster Preis. Man verlange unsere Preisliste. Deutsche Fahrradwerke Sturmvogel Gebr. Grüttner GO Fahrräder und Nähmaschinen OO Berlin Halensee 103. OOOOO II. 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( Ohne Gewähr.) 4[ 1000] 5 31[ 400] 130[ 400] 37 64 81 230 533 642 48 73 705 73 838 901 15 82 96 99 1021 25 109 33[ 400] 79 252 79 372 444 51 518 [ 400] 62 623 43 55[ 1000] 79 728 869 912 19 2030 51 54 60 107 42 65 287 326[ 1000] 48 73 89 526[ 400] 28 655[ 400] 717 59 915[ 400] 18 39 53 89 3005 97 104 49[ 400] 86 95[ 400] 226 33 81 87 438[ 400] 75 519 636 44 78 700 40 45 800[ 1000] 98 960 4000 128 55 88 97 357 58 98 403 611[ 3000] 19 40 64 728 852 70 966 90 5025[ 400] 48 133 96 228 325 83 667[ 400] 78 740 901 28 33[ 3000] 6015 74 82 86[ 400] 117[ 400] 31 93 223 46 89 433 35 56 87 523 666 87 706[ 400] 54 65 814 20 912 89 96 7002 70 107 53 55[ 1000] 76 234 46 86 319 469 507 57 87 706 828 48 55[ 1000] 60 929[ 400] 64 86 88 8133 [ 1000] 80 89[ 1000] 99 319 22 43 55[ 400] 56 67 464 84 87 562 98 613 711 43[ 400] 74[ 400] 75 804 69 921 50[ 400] 87[ 400] 9091 198 331 47 [ 400] 472 548 61 66 71[ 400] 631[ 400] 37[ 1000 66[ 400] 70 761[ 400] 837[ 1000] 92 930 10066 82 136[ 1000] 247[ 1000] 326 74 418 41[ 400] 596 647 727 55 842 52[ 1000] 926 61 81 11011 272[ 400] 418 42 590 683 709 30[ 400] 818 912 39 91 12003 4 69 83 118 67 446[ 1000] 48 94 552 658 752 95 [ 3000] 858 950 74[ 400] 13002 94 118 79 81 215 61[ 400] 63 430[ 400] 38 529 57 710 37 68 835 61 913 68[ 400] 14086[ 5000] 298 405 73 539 55 628 875 96 918 46 50 15068 92 123 33 57 262 72 86 334 51 58 419[ 400] 24 34[ 2000] 568 609 770 834[ 400] 62 998 16025 70 143 222 77[ 1000 331 49 65 79 82 406, 96 551 63 1000] 629 850 56 17000[ 1000] 157[ 1000] 59[ 3000] 223 25[ 400] 49 50 344 446[ 2000] 79[ 400] 531[ 400] 45 601[ 1000 53 [ 400] 73 710 55[ 1000] 66 846 968[ 400] 74 18064 66 129 31 45 52 226[ 400] 65 415 87 649[ 400] 80 703 823 966 19004 23 29 66 138 81 239 67 77 80 94 376[ 400] 413 83 87 511 12 13 72 76 83 656 702 8 9 802 1 931 65 20049 72[ 400] 81 91 96 150 286 331[ 1000] 47 412 81 518 41 70 732 78 805 52 98[ 1000] 937 21026 33 34 82 94 120 30[ 1000] 49 205 336 [ 400] 38 85 440 542 99[ 400] 637 59 88 94 95[ 400] 701 15 41 1400 914 84 91 22014 43 127 89 251[ 50000] 61 332 467 505 633 730 45 76 804 908 [ 400] 47 23123[ 400] 52 89 228 71 328[ 400] 73 412 27 32 64 509[ 400] 50[ 400] 55[ 400] 605 83 746 89 400] 869 916 53 24115 24[ 400] 81 95 289 307 36 801[ 400] 403 569[ 400] 604[ 1000] 67 706 20 36[ 400] 37 894 906 38 73[ 400] 99 25007 13 137 290 311 44 520[ 1000] 21 83 630 41 700 44 50[ 400] 60 73[ 400] 83 901 28 26003 10 27 44 61[ 400] 198 203 52 334 42 94 [ 400] 402 31 54[ 400] 96 674 702 804 18 957[ 1000] 82 27010 17 106 37 63[ 1000 315 405[ 400] 31 559 72 787 810 41 85 966 88 28019[ 400] 113 27 35 211 302 10[ 400] 45[ 400] 464 84 98 552 77 79 602[ 1000] 58 77 709 75 76 808 903 24[ 400] 41 56 60 29029 31 139 43 217[ 400] 336 98 412 533[ 400] 50 65 79 97 678[ 400] 82 736 42[ 1000] 92 805 19 35 59 98[ 1000] 931 36 30097 178 94 213 80[ 400] 429 60 72 514 15 20 98 612 716[ 400] 811 31[ 1000] 89 31005 16 51 112 15 99 256 71 85 387[ 400] 441 57 70 513[ 1000] 96[ 400] 685[ 400] 774[ 1000] 821 34 41,55 93 925[ 400] 32003 22 58 69 72 97 171 85[ 400] 92[ 400] 235 56 413[ 400] 536 [ 2000] 41[ 400] 70 617[ 1000] 22 89 773 840 71 963 72[ 400] 93 33233 328 54 582 89 683 704 806 69 949 80 34034 72 126 53 216[ 400] 22 333 [ 1000 43[ 400] 454 59 575[ 400] 650 74 97 821[ 400] 25 907 35047 290 324 456 78[ 400] 547 615 35 719 27[ 400] 33 47 75 800 15[ 400] 965 91 36029[ 400] 83 116 239[ 400] 48[ 400] 98 334 65[ 400] 84 406 19 546 99 682[ 400] 84 724 800 30 85 931 39 37049 281 332 1400 43 77 427 95 532[ 400] 44 611 33 56 61 90 848 75 94 914 43[ 400] 38054 56 111 84 270[ 1000] 93 335 49 53 73 75 95 418 30 63 97 531 77 723 49 55 57[ 400] 65 77 84 866 965 69 39110[ 400] 318 433[ 400] 41 59 529 31 88 618 44 49 702[ 3000] 18 60 818 81 919 73 40031[ 2000] 79 219 415 32 526 628[ 400] 39 783 803 14 971 41004 35 159 75 84 89 232 68 71 305 23 52 531 643 75 82 798 833[ 400] 99 42148 208 75[ 400] 397 420 40 503[ 1000] 49 653 841 85 914[ 400] 90 43018 24[ 400] 67 282 364 96 421 29 56 99 603 13 51[ 3000] 712 [ 490] 16 30 815 51 92 907 60 80 44002[ 1000] 6 153 218 34 56 313 46 71 411 67 75 55 92[ 400][ 100] 717[ 1000] 46 841 78 914 19 39 57 45136[ 1090] 226 42 49 51 73 502 676[ 400] 711 12 1 0 47 871 0161 77.233 835 52 60 1100090014301 65 110] 06 901 30 3900 74 4700833 167 253) 49 11 0 65 38 566 1030 06( 400) 621 75 37 15.7 48083.90 93 1400 121 400 63 26 25 53 95 627 46 63 73 881 76 960 55 49 23 87 13141516 31 +353 90 625 703 38[ 400] 33 89 97 910[ 100] 23( 40031 79 EUREKA Jede Hausfrau versuche Vormbaum's Wasch- Pulver Versteigerung. Mittwoch, den 16. d. Mts., Nachm. 3 Uhr sollen Eureka, auf dem Ausstellungspl.( Trieb) dasselbe verhütet d. unlieb: fame Abfärben u. Einlau= fen der Wäsche, erhält die wollene Wäsche wunderbar weich, macht die weiße Wäsche blitzschnell blendend weiß und giebt derselben einen höchst angenehmen frischen Geruch. 99 Eureka" wird von den bedeutendsten Hausfrauen- Zeitungen c. als bestes Waschmittel der Gegenwart empfohlen und sollte da: her in keinem Haushalte fehlen. Eureka fostet pro Packet " 15 Pfg. und ist in allen besseren Geschäften zu haben Cavalier Crême ist das beste Putzmittel für feineres schwarzes Lederwerk! Färbt nicht ab! Lässt keine Nässe durch und macht das alltägliche Putzen der Schuhe unnötig! In Dosen à 10 und 20 Pfennig überall vorrätig! Fabrik: Union Augsburg. Brennholz 1.15 mt. pro Ztr. frei ans Haus. ( Tannen Abfallholz) liefert für B. Nuhn, Lollar. 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