Nr. 190. Erstes Blatt. Abonnementspreis: in Gießen, abgeholt monatlich 50 Pfg., in's Haus gebracht 60 Pfg., durch die Post bezogen viertelfährlich Mr. 1.50. Gratisbeilagen: Oberhessische Familienzeitung( täglich) Oberheffische Zeitschrift für Landwirtschaft, Obst- und Gartenbau, sowie die Gießener Seifenblasen( wöchentlich). Das Blatt erscheint an allen Werktagen nachmittags. Samstag, den 15. August 1903. Gießener 12. Jahrgang. Insertionsprei 8: Die einspaltige Petitzeile für Gießen wie ganz Oberheffen, die Kreise Wetzlar und Marburg 10 Pfg. sonst 15 Pfg.; Reklamen die Petitzeile 30 resp. 40 Pfg. Bostzeitungsliste No. 3269. Rebattion und Expedition: Gießen Neuenweg 28. Fernsprechanschluß Nr, 362. Neuelle Nachrichten ( Gießener Tageblatt) Anabhängige Tageszeitung ( Gießener Zeitung) für Oberheffen und die Kreise Marburg und Weklar; Lokalanzeiger für Gießen und Umgebung. Enthält alle amtlichen Bekanntmachungen der Großh. Bürgermeisterei Gießen und anderer Behörden von Oberhessen. Bekanntmachung. Die am 8. I. Mts. angeordnete Sperre der Hammstraße zwischen der Unterführung an der Westanlage und der Neustadt wird hiermit aufgehoben. Gießen, den 15. August 1903. Großh. Polizeiamt Gießen. J V: Roth. Bekanntmachung. Wegen Vornahme von Kanalisationarbeiten wird die Kaplansgaffe von Dienstag, den 18. I. Mts. ab bis auf Weiteres für den Fuhrwerks- und Fahrradverfehr gesperrt. Gießen, den 15. August 1903. Großh. Polizeiamt Gießen. J. V.: Noth. Bekanntmachung. Wegen Vornahme von Pflasterungsarbeiten wird die Braugasse von heute ab bis auf Weiteres für den Fahrrad- und Fuhrwerksverkehr gesperrt. Gießen, den 15. August 1903. Großh. Polizeiamt Gießen. J. V.: Roth. Bekanntmachung. In der Zeit vom 8. bis 15. August 1903 wurden in hiesiger Stadt gefunden: 1 schwarzer Seiden- Boa, 1 grauer Sommerüberzieher, mehrere Kragen und eine Rohrverbindung mit 2 Schrauben; berloren: 1 goldenes Armband, 2 Damenuhren und 1 hellbraunes Por emonnaie. Die Empfangsberechtigten der gefundenen Gegenstände belieben ihre Ansprüche alsbald bei uns geltend zu machen. Gießen, den 15. August 1903. Großh. Polizeiamt Gießen. J. V. Roth. Der preussische Kronrat. * Einen Tag später, als ursprünglich festgesetzt, hat der preußische Kronrat nun doch im Berliner Schloß stattgefunden. Vorher hatte der Kaiser im Reichskanzlerpalais eine halbstündige Besprechung mit dem Grafen Bülow. Sämt liche Minister mit Portefeuille, außer Herrn Möller und Herrn v. Goßler, an dessen Stelle der Stellvertreter des Kriegsministers, Generalmajor v. Einem, erschienen war, nahmen an dem Kronrat teil. Die beiden Minister ohne Portefeuille, die Staatssekretäre Graf Posadowsky und von Tirpitz, die auf Urlaub weilen, waren vom Erscheinen entbunden. Der Kronrat beschäftigte sich zunächst mit der Frage der gegen die Hochwasserschäden zu ergreifenden Mitteilungen. Im Anschluß daran wurden, wie unser Berliner CB- Mitarbeiter erfährt, noch einige damit im Zusammenhang stehende Fragen erörtert, unter denen die Frage der Terminfestsetzung für die Einberufung des Landtags obenan stand. Der Kronrat dauerte anderthalb Stunden. Zugleich mit der Mitteilung von der Abhaltung des Kronrats veröffentlicht der„ Reichsanzeiger" die Meldung von der Verabschiedung des preußischen Kriegsministers v. Goßler. Der Rücktritt des Ministers hat selbstverständlich mit dem Kronrat nicht das geringste zu tun, das Rücktrittsgesuch des Ministers iſt bereits vom 1. Auguſt datiert. Wir haben seiner Zeit den Rücktritt des Herrn v. Goßler als sicher bevorstehend bereits angekündigt. Die ungewöhnliche Tatsache, daß Herr von Einem, der nicht selbst Minister ist, an dem Kronrat teilnahm, dürfte mit Fug und Recht als Bestätigung unserer weiteren früheren Meldung gelten, daß dieser Militär zum Nachfolger des Ministers ausersehen ist. Dem scheidenden Herrn v. Goßler hat der Kaiser in einem Herzlich gehaltenen Handschreiben den Verdienstorden der Preußischen Krone verliehen und ihn à la suite des 3. Garderegiments 3. F. mit der Uniform des Regiments gestellt. Die Politik. „ Wir Hohenzollern hüten uns selbst!" Ein charakteristisches Wort des Kaisers wird jetzt bekannt. Der Kaiser hatte bekanntlich seiner Zeit der Familie Bismard angeboten, die sterbliche Hülle des Altreichstanglers im Berliner Dome in prächtigem Sartophage beisetzen zu lassen. An der testamentarischen Bestimmung Bismarcks über seine Beiseßung scheiterte diese Absicht. Jetzt stellt sich heraus, daß der Kaiser den Plan, durch die Ausstellung eines Sarkophages im Dome das Andenken Bismarcks zu ehren, trotzdem nicht aufgegeben hat. Er hat Professor Begas beauftragt, einen solchen als Monument dienenden Sarfophag zu entwerfen. Begas erster Entwur zeigte den Fürsten in Kürassieruniform auf dem Sarkophage ruhend; auf den Stufen lag eine Dogge, als Sinnbild der Treue, den Kopf zu dem Toten emporgerichtet. An den beiden Seiten standen zwei Figuren: rechts die Kraft, eine Mannesgestalt, welche die verderblichen Elemente niedertritt, über der Schulter eine Keule; links eine weibliche Gestalt, die Hüterin des Rechtes. Ueber dem Sarkophag, in einer Wandnische, sollte die trauernde Germania aus einem Felsensiz dargestellt werden. Dieser Entwurf sagte dem Kaiser nicht zu, und er traf einige Abänderungen, vor allem die, daß er die Darstellung Bismarcs als eines alten deutschen Ritters in Eisenpanzer anordnete. Der so abgeänderte Entwurf gab den Dombaumeister Geh. Rat Raschdorf Veranlassung, sich dem Kaiser gegenüber höchst befriedigt über die neue Gestaltung des Denkmals zu äußern: Bismarck, so meinte er, ist hier gewissermaßen als „ Hüter der Hohenzollern" gedacht.„ Ach was", rief der Kaiser dazwischen, wir Hohenzollern brauchen feinen Hüter- wir hüten uns selbst!" Das Wort ist gerade in dem Zusammenhange mit Bismarck von besonderem Interesse. Ein märkischer Dickkopf. * Anläßlich des Todes des verdienten konservativen Parlamentariers v. Levezzow taucht die Erinnerung an ein schlagfertiges Wort des Entschlafenen auf, das dieser vor einigen Jahren seinem Könige erwiderte und das die Gradheit des Charakters des ausgezeichneten Mannes nicht weniger hervortreten läßt, wie die Tatsache, daß unser Kaiser ein freimütiges Wort sehr wohl zu würdigen weiß. Nach der Ablehnung der Kanalvorlage sagte der Kaiser bei einem Hoffeste zu Levehow unter anderem, indem er von den Gegnern der Vorlage sprach: Ja, diese märkischen Dickköpfe!" Ruhig sah Leveßow dem Herrscher ins Gesicht, und ruhig verseite er:„ Guere Majestät sind ja wohl auch ein Märker!" Während die Umgebung ob dieser Entgegnung sprachlos stand, lachte der Kaiser erfreut über die Schlagfertigkeit des alten Edelmannes, der selbst zu den Gegnern des Mittellandkanals gehörte, hell auf und schüttelte dem freimütigen Manne herzhaft die Hand. König Peters Pumpversuche. + Es scheint das Verhängnis der serbischen Könige zu sein, daß sie permanent in Geldklemme sind. Milan hatte als Pumpgenie nachgerade eine europäische Berühmtheit erlangt, und sein Sohn war, che Frau Draga ihn anstiftete, sich am Staatsvermögen zu bereichern, ebenfalls in steter Geldverlegenheit. Den Karageorgiewitsch' scheint es nicht anders gehen zu sollen: König Peter hat jetzt einen Vertrauensmann ins Ausland geschickt, um dort gegen Wechsel 1 Millionen Kronen aufzunehmen. Der Mann wandte sich zunächst nach Budapest; die Vanfiers, die er anging, erklärten aber, sie könnten das Geschäft nicht machen, da der serbische Thron zu unsicher sei. Der Abgesandte begab sich sodann zur Börse, um auf die Akzepte Wertpapiere zu erhalten. Das gelang aber gleichfalls nicht. Er wird jetzt eine Rundreise durch Europa antreten in der Hoffnung, vielleicht an irgend einer Stelle seinen Zweck doch noch zu erreichen. Sollten die westeuropäischen Geldleute unvorsichtiger sein als ihre Budapester Kollegen? Aber vielleicht findet sich der eine oder der andere, dem ein serbischer Orden das Risiko einer Million Kronen schon wert ist! Ein Unterseetunnel zwischen Spanien und Marokko. Eine unterseeische Tunnelverbindung zwischen Spanien und Marokko, die durch die Meerenge von Gibraltar gehen soll, wird von einem französischen Konsortium geplant. Der Tunnel soll etwas westlich von Tarifa in gerader Linie auf Tanger führen und im Zusammenhange mit einer zu erbauenden Eisenbahn über Fez nach Algier die Verbindung zwischen dem spanischen Eisenbahnnetz und der alge. rischen Zentralbahn herstellen. Die Kosten des mit den beiderseitigen Rampen etwa 41 Kilometer langen Tunnels sind auf 123, die der 591 Kilometer langen afrikanischen Eisenbahn auf 119 Millionen Francs veranschlagt. Die Meerestiefe erreicht im Zuge der gewählten Linie nur 396 Meter größte Tiefe, so daß dieser Uebergang trok der gröBeren Länge vorteilhafter erscheint, als die nur 14 Kilometer breite Stelle zwischen Gibraltar und Kap Cires, abgesehen von politischen Erwägungen, die mitsprechen. Als Bauzeit werden sieben Jahre angenommen. Spanien und Marokko sollen ihre Genehmigung zu dem Projekt bereits erteilt haben. Die Frage ist nur, wie sich England zu der Sache stellen wird. An dem Widerspruch Englands dürfte der ganze Plan scheitern. Die mazedonische Aufstandsbewegung. Von einer förmlichen Schlacht zwischen türkischen Truppen und mazedonischen Aufständischen wissen die neuesten Nachrichten aus dem Vilajet Monastir zu erzählen. Näheres über den Zusammenstoß ist noch nicht bekannt. Die Pforte dementiert kurz und bündig die Nachricht und sagt, es sei nur von kleineren Scharmüßeln die Rede. Aber wer wird der Pforte trauen? Daß eine solche Schlacht nicht in das Bereich der Unmöglichkeiten gehört, ist gewiß: Die mazedonischen Aufständischen verfügen über einen Waffenvorral bon nicht weniger als 35 000 Büchsen, von denen 25 000 bereits verteilt sind. Ihre Munition beläuft sich 3. 3. aus 150 Patronen für jedes dieser 35 000 Gewehre, außerdem sind über 7000 Pfund Dynamit in ihrem Besitz. In Kruschev o ermordeten, wie noch bekannt wird, Aufständische sämtliche türkischen Beamten und zahlreiche Mohamedaner. In Kitschemo richtete die mohamedanische Bevölkerung ein furchtbares Gemezel an. In dieser Stadt sollen alle Christen, Männer, Weiber und Kinder, Der Mörder hingeschlachtet worden sein. des russischen Konsuls in Monastir ist zum Tode verurteilt und sofort hingerichtet worden. Kurze politische Nachrichten. * Auf der socben beendeten Vorkonferenz für drahtlose Telegraphie haben sich die Delegierten der meisten Staaten über die wichtigsten Grundsätze für die internationale Regelung der Funkentelegraphie geeinigt. Deutschland wird voraussichtlich demnächst die Einladung zu einer allgemeinen Konferenz ergehen lassen, um diese Regelung herbeizuführen. * Das Befinden Lord Salisburys, des englischen Premierministers, der schon lange kränklich ist, hat sich so verschlechtert, daß sein Zustand zu ernsten Befürchtungen Anlaß gibt. In Chile ist eine Ministerkrisis ausgebrochen. Man erwartet wichtige politische Aenderungen. Der totgesagte Buhamara gibt dem Sultan von Marokko recht deutliche Lebenszeichen. Am 7. August bemächtigte er sich, wie jetzt bekannt wird, einer Stadt in der Nähe von Lazza. Die Truppen des Sultans sollen ihn darauf angegriffen und vollständig geschlagen haben. Sie haben Buhamara schon so oft vollständig" geschlagen, daß kein Mensch an diese neueste Siegesmär glauben wird. * In San Domingo ist eine Verschwörung gegen das Leben des Präsidenten entdeckt worden. Zahlreiche Verhaftungen sind vorgenommen. * Der japanische Gesandte in Petersburg hatte wegen der Lage in der Mandschurei eine Audienz beim Baren. Hof und Gesellschaft. *** Das Kaiserpaar hatte zur Abendtafel im Mar morpalais den Kronprinzen und Frau v. Mirbach geladen. Vorher war ein Ausritt in die Umgebung des Neuen Palais unternommen worden. Die junge Großherzogin Karoline von Beim ar leidet nach einer offiziösen Kundgebung start an Anämie und Appetitlosigkeit. Dies sei der Grund, weshalf sie gleich nach den Weimarec Einzugsfeierlichkeiten sich nach St. Morik zur Kur begeben habe. Die Fürstin werde bald zurückerwartet. Die offiziöse Kundgebung erfolgte, um dem Gerücht entgegenzutreten, daß die Großherzogin dem am Weimarischen Hofe herrschenden strengen Etikettenzwang entflohen sei. ** König Eduard von England ist in Marienbad zur Kur eingetroffen. Kunft und Wissenschaft. LO. Neue Berwendung des Automobils. Bei Beauvine nächst Lille in Frankreich wurden mit Erfolg Versuche gemacht, schwere Automobile mit breiten Radkränzen zur För derung von Kanalbooten zu verwenden. Ein Automobil zog drei Kanalboote mit einer Ladung von 15 000 Zentnern bei einer Geschwindigkeit von 2½ Kilometer pro Stunde. LD. Blan- rot- gelbe Kanonen. Ein englischer Artillerieoffizier hat die dee gehabt, die Kanonen und Munitionswagen gestreift, und zwar mit blauer, roter und gelber Farbe zu bemalen, um sie im Gelände schwer sichtbar zu machen. Versuche, die in Aldershot mit derartig bemaltem Material gemacht worden sind, haben die Richtigkeit dieser Idee bestätigt. Truppenteile, welche ausgesandt wurden, um die ohne Deckung aufgestellten Kanonen zu suchen, fanden diese nur schwer und meist erst dann, wenn sie sich auf etwa 1000 Yards genähert hatten. Es mag daran erinnert werden, daß die schottischen Hochlandsjäger stets ihr buntfarriertes Nationalkostüm tragen, ohne dadurch, wie man doch meinen sollte, das Wild, auf das sie pürschen, zu verscheuchen. In der Natur finden sich eben auch die buntesten Farbenmischungen, ohne auffällig zu sein. Auffällig, weil selten, sind nur gleichmäßig getönte größere Flächen. rief er, in tiefen Zügen die würzige Waldluft einatmend, hören und die Wahrheit zu sagen. fragte die Prinzessin mit leichtem einmal jo ganz frei von allem 3wange die Wahrheit zu ganz leise, demi Baron unverständlich, flüsterte sie vor sich Die Prinzessin senkte, flüchtig errötend, das Haupt, und Ah, mein Herr". bin: ,, Kann der Augenblick ein Genuß sein, wenn man weiß, Ueberliftet. das Aufspüren von Verbrechen Stizze von P. Schneider. Mang giner scheint nicht isdem Auch iſt fie gegehen ist eine Kunst und batten vorbeipassieren lassen, schlüpften beide aus dem Geöffnete diese ungehört und, nachdent fie die Patrouillen fenden löste der Deutsche leise den Schlüssel zur Haupttür. bei, durch den dämmerigen Flur. Von dem Gürtel des SchlaBor Tagesanbrud) waren fie tfomen. Gewerbliche Sonntagsarbeit zur Erntezeit.| ( Nachdruck verboten). Näher und Näher kommt die Zeit der Vorbereitungen zu den Erntearbeiten und auch die Erntezeit selbst, und damit die Zeit der angestrengtesten Tätigkeit für viele ländliche und kleinstädtische Handwerker, die entweder selber eigenes Feld bewirtschaften oder in ihrem Beruf vorzugsweise von Bandleuten in Anspruch genommen werden, so insbesondere die Angehörigen des Schmiede-, Stellmacher, Sattlergewerbes u. s. w. Deshalb ist es gerade jezt von Bedeutung, die einschläglichen Bestimmungen über die Sonntagsruhe einer näheren Betrachtung zu unterziehen. Dabei ist zunächst zu erwähnen, daß die Gewerbetreibenden zu den Arbeiten an Sonn- und Festtagen ihre Arbeiter nicht verpflichten können. Arbeiten, welche nach den Bestimmungen dieses Gesetzes auch an Sonn- und Festtagen vorgenommen werden dürfen, fallen aber nicht unter die vorerwähnte Vorschrift(§ 105a der R.- G.- D). Im Anschluß hieran bietet gewissermaßen§ 105bI eine Aufzählung aller der verbotenen Arbeiten, indem er besagt:" Im Betriebe von... Werkstätten aller Art dürfen Arbeiter an Sonn- und Festtagen nicht beschäftigt werden. Die den Arbeitern zu gewährende Ruhe hat mindestens für jeden Sonn- und Festtag 24, zwei aufeinander folgende Sonn- und Festtage 36, für das Weihnachts-, Oster- und Pfingstfest 48 Stunden zu dauern. Die Ruhezeit ist von 12 Uhr nachts zu rechnen und muß bei zwei aufeinander folgenden Sonn- und Festtagen bis 6 Uhr abends des zweiten Tages dauern. Urteil von fachmännischer Seite vor; das Sportblatt für Rüchter und Liebhaber von Rassehunden schreibt in seiner Nr. 46 vom 14. August: Die Ausnahmen von dieser Vorschrift registriert§ 105c der R.-G.-D. in folgender Weise:" Die Bestimmungen des § 105b finden keine Anwendung 1) auf Arbeiten, welche in Notfällen oder im öffentlichen Interesse vorgenommen werden müssen.... 5) auf die Beaufsichtigung des Bestattfindet." Gewerbetreibende, die in der vorbezeichneten triebes, soweit er nach Biffer 1-4 an Sonn- und Festtagen Art Arbeiter an Sonn- und Festtagen beschäftigen, sind verpflichtet ein Verzeichnis anzulegen, in welches für jeden einzelnen Sonn- und Festtag die die Zahl der beschäftigten Arbeiter, die Dauer ihrer Beschäftigung, sowie die Art der vorgenommenen Arbeiten einzutragen sind. Das Verzeichnis ist auf Erfordern der Ortspolizeibehörde sowie den Gewerbes inspektoren jederzeit zur Einsicht vorzulegen. ... Wir müssen sagen, eine schönere und praktischere Anlage haben wir trop München und troß Frankfurt bisher noch nicht gefunden. Vor allem eine hübsche Lage an einem Waldrande unter prächtigem Eichenbestand. Der Plaz selbst mit allem Raffinements hergerichtet, nicht einmal Herren- und Damen- Toiletten fehlen. Ein aus glazierten Biegelsteinen erbauter Raubzeugzwinger ist ge= radezu ein Modell für derartige Anlagen. Das reizende Klubhäuschen auf einer Anhöhe bietet bet unfreundlichem Wetter guten Aufenthalt und ist auf das feinste ausgestattet, Tip Top, sogar das Telephon ist nicht vergessen. Der liebenswürdige und eifrige I. Vorsitzende des Vereins bot alles auf, um den Mitgliedern ein Heim zu schaffen, wie es fein zweiter Verein aufzuweisen hat." ** Gesellenprüfungen. Ueber die Wichtigkeit der Gesellen- bezw. ehilfenprüfungen enthält der Geschäftsbericht der Berliner Handwerkskammer Ausführungen, die jedenfalls allgemeine Beachtung verdienen. Selbst große Fabriken in Berlin nehmen in neuerer Zeit nur noch junge Leute an mit absolvierter Gesellenprüfung, auch in den Eisenbahn- und den Militärwerfstätten gilt dieser Nachweis ißt als Vorbedingung zur Einstellung. Von verschiedenen Seiten ist schon des öfteren betont worden, daß von der ganzen Handwerkergesetzgebung die Regelung des Lehrlingswesens der beste und für die Praxis des Lebens auch der wirksamste Teil iſt. In dem nun folgenden§ 105d verdient besonders Abs. 1 das Interesse ebenso der Landwirtschafts- wie der Handelskammern, denn er ermöglicht es, vielleicht für die Schmiede, Stellmacher, Sattler und andere Handwerker, die an den zur Erntezeit sich häufenden Ausbesserungsarbeiten beteiligt sind, eine günstigere Regelung der ganzen Frage als bisher auszuwirken. Sein Wortlaut ist der nachfolgende: Für bestimmte Gewerbe, insbesondere für Betriebe, in denen Arbeiten vorkommen, welche ihrer Natur nach eine Unterbrechung oder einen Aufschub nicht gestatten, sowie für Betriebe, welche ihrer Natur nach auf bestimmte Jahreszeiten beschränkt sind, oder welche in gewissen Zeiten des Jahres zu einer außergewöhnlich verstärkten Tätigkeit genötigt sind, fönnen durch Beschluß des Bundesrats Ausnahmen von der Bestimmung des§ 105b Abs. 1 zugelassen werden."- So wäre vielleicht eine einheitlichere Regelung der Angelegenheit möglich. - Alugt ber fpnbifat un einiger Be find gefcha berg hat * M der Spiger legentlich veranstaltet ift von 87 hatte, daß sich das geliebte Monstrum am gewohnten Blake feinen Stiefeln nicht befand, ging er schnurstracks zur Bolizei und bezichtigte seine Bechtumpanen und barmherzigen Samariter der Wegnahme seiner Uhr. Einem Freunde jedoch lam die Affaire nicht geheuer vor und er beschloß auf dem Zimmer des undankbaren Herrn Haussuchung vorzunehmen. Anfangs war dieselbe ganz erfolglos, als man aber auch das Bett einer näheren Prüfung unterzog siehe da da fand man, friedlich auf der Matraße ruhend die Uhr. Der Eigentümer war verblüfft und geftand unter Abbitte zerknirscht sein Unrecht ein. ** Fortbildungskursus für Lehrpersonen. In der Zeit vom 19. bis 22. und vom 26. bis 29. August d. J. veranstaltet Herr Dr. E. von Sallwürk in Darmstadt einen Fortbildungskursus für Lehrerinnen und Lehrer aus dem Großherzogtum Hessen. Allen teilzunehmen wünschen, wird der erforderliche DienstLehrpersonen, welche an diesem Fortbildungskursus urlaub unbeanstandet bewilligt. ** Die Anlage musif findet morgen in der Südanlage um 12 Uhr mit folgendem Programm statt: 1. Kaiser- Duverture von Voigt, 2. Glühwürmchen- Idyl von Lincke, 3. Kuß- Walzer von Strauß und 4. Finale a. 6. Op. ,, Rienzi" von Wagner. - - * Mangel an Postbeamten. Der Bedarf an Beamten der mittleren Laufbahn des Reichspost- und Teles graphendienstes ist noch nicht bedeckt. Es bietet sich somit den jungen Leuten beim Schluß des Sommerhalbjahres der Schule Gelegenheit zum Eintritt. + Es dürfte immer noch nicht überall bekannt sein, das Ansichtskarten auch mit 3 Pfennig frantiert sein fönnen, und zwar dann, wenn der Aufdruck„ Postkarte" gestrichen, an dissen Stelle Drucksache" geschrieben wird und wenn die Grußbemerkungen usw. nicht mehr als fünf Worte enthalten. 3. B." Besten Gruß sendet Euch Otto." Was darüber ist, das ist vom Uebel, weils Strafporto tostet. ** Der Verein der Gastwirte für Gießen und Umgegend begeht am 20. August d. Is., aus Anlaß seines 19. Stiftungsfestes einen Ausflug nach unserem Walde, wo man unter Konzert und Tanz und zwar Junge und Alte den Tag fröhlich verleben will. Bei dieser Gelegenheit wird dem Besitzer des Windhofes, Chr. Duill, welcher seit 25 Jahre dem Gastwirtſtande angehört, ein Dip om überreicht. + Sedanfest. Das diesjährige Sedanfest der Stadt Grünberg soll am 30. August stattfinden; in Verbindung damit ist die 50jährige Gedächtnisfeier der Stadtfirche geplant. Die Sedanfeier wird in der seither üblichen Weise als Volks- und Jugendfest auf dem Festplatz an der Gießener Straße begangen; dem Fest voraus geht ein Festgottesdienst in der Stadtkirche. Will man das aber nicht gelten lassen so zeigt§ 105f der R.-G.-D. eine Möglichkeit, die selbst das Herz des größten Partitularisten erfreuen kann und zwar mit den nachfolgenden Worten:„ Wenn zur Verhütung eines unverhältnismäßigen Schadens ein nicht vorherzusehendes Bedürfnis der Beschäftigung von Arbeitern an Sonn- und Fefttagen eintritt, so können durch die untere Verwaltungsbehörde Ausnahmen von der Bestimmung des§ 105b I für bestimmte Beit zugelassen werden. Die Verfügung der unteren Verwaltungsbehörde ist schriftlich zu erlassen und muß von dem Unternehmer auf Erfordern dem für die Revision zu ständigen Beamten an der Betriebsstelle zur Einsicht vorgelegt werden. Eine Abschrift der Verfügung ist innerhalb der Betriebsstätte an einer den Arbeitern leicht zugänglichen Stelle auszuhängen. Die untere Verwaltungsbehörde hat über die von ihr gestatteten Ausnahmen ein Verzeichnis zu führen, in welchem die Betriebsstätte, die gestatteten Arbeiten, die Zahl der in dem Betriebe beschäftigten und der an den betreffenden Sonn- und Festtagen tätig gewesenen Arbeiter, die Dauer ihrer Beschäftigung sowie die Dauer und die Gründe der Erlaubnis einzutragen sind." * " Дав großem Fo billigem werter Ro und Be Auffaffung Büge Bap jedem drif Den a bers interf Gefecht * Verbesserungen des Schweinemarttes. Mit dem durch die Kanalisation gewonnenen Boden hat man unseren jenseits der Lahn befindlichen Schweinemarkt aufge füllt und für das Hochwasser nicht mehr erreichbar eingerichtet. Quer über den Platz von der Rodheimerstraße nach den Bleichen hin ist ein schöner befestigter Fußweg angelegt, der auch bei Regenwetter passierbar ist. haben am Montag hier fast sämtliche ausländischen Arbeiter * Nordeck. Bei dem Bahnbau Ebsdorf- Dreihausen aufgehört zu arbeiten und sind verschwunden. Lohnabzüge die Ernte in vollem Gange. Schaden hat leider durch den sollen die Schuld daran sein. Regen die Gerste gelitten; die größeren Bächter und Landzurück und bauen mehr Hafer und Weizen. Der Reichtum wirte tommen immer mehr von der Anpflanzung derselben Der Stand des Grummets ist sehr schön. Das Obst ist schon an Gemüse ist überaus groß und Futter giebt es reichlich. Nidda, 13. Aug. Dank der sonnigen Witterung ist - so vollkommen geworden, daß man das Fallobst eben schon zu Gelée ausnutt. Seit 8 Tagen haben wir hier voll. tommen helle, weiche Trauben( Orleans). In dem benach barten Micheln au war die Ernte von Frühbirnen so reich, daß sie die Leute kaum verwerten konnten. Im Wald reifen gegenwärtig die Brombeeren, welche ebenso reichlich vorhanden sind, als Erd- und Himbeeren; sie werden eifrig gesucht und preiswürdig verwertet. Leider noch viel zu wenig gewürdigt werden die hier häufig vorkommenden eß baren Schwämme( Champignons, Steinpilz, Reizfer), die von giftigen Schwämmen leicht zu unterscheiden sind. nur auf 60 brachte. jegt eine expediteur und für nu fehr interef des Gefecht sche Buchho Stande + Lich, 15. Auguft. Die gestern hier stattgefundene Bürgermeister wahl ergab ein Resultat, wie man es einerseits voraussah und erwartete, wie es aber auch andererStaatliche Versicherung der Hand- seits den Beweis erbrachte, daß Lich seit Jahren ein Oberwerker. Der Handwerkskammerfongreß, welcher im Sep- haupt an seiner Spize hat, mit welchem man voll und ganz tember in München stattfindet, wird sich mit einer Frage zufrieden ist. Es erhielt nämlich der bisherige Bürgermeister von hervorragender Wichtigkeit für die deutschen Handwerker Heller 421 Stimmen, während es der Gegenkandidat Vogt beschäftigen. Die Schaffung einer obligatorischen Versicher ung der Handwerker gegen Alter und Invalidität ist auf X Friedberg, 15. August. Nicht weniger als 12 die Tagesordnung gesetzt worden. Das Reichsamt des Pfarramtstandidaten werden am 1. September das hiesige Innern hat auf eine vertrauliche Anfrage erklärt, die Re- evangelische Predigerseminar verlassen. Das Seminar wird gierung sei mit der Einführung einer obligatorischen Vervon 18 Kandidaten besucht. sicherung einverstanden, und zwar unter der Bedingung, daß die Einkommen unter 2000 Mt. in die allgemeine Invaliden versicherung eingereiht und für die höheren Einkommen zwei Extraklassen auf die bestehende Invalidenversicherung aufge= baut würden. Die Aussichten der allgemeinen Handwerkerversicherung erscheinen danach sehr günstig Daß diese Bestimmung, den Bedürfnissen des praktischen Lebens nicht entspricht, beweisen die zahlreichen Klagen. Wie weit nun aber die aus den Kreisen der Schmiede, Stellmacher u. 1. w. sich erhebende Forderung, die für die Sonntagsruhe im Handelsgewerbe geltenden Bestimmungen auch auf die bei den Erntearbeiten besonders durch Ausbesserungen interessierten Handwerksarten zu erstrecken, Aussicht auf Verwirklichung hat, müssen wir dahingestellt sein lassen. Diese Forderung ist aber zum Wohle der Landwirtschaft wie des beteiligten Handwerks ebenso billig, wie die dem Handel gewährte Rücksicht auf lebhaftere Geschäftszeiten, ja sie ist eher noch notwendiger, denn sie betrifft das tägliche Brot für alle Stände. Lokales. Schw. Gießen, 15. August 1903 ** In den Ruhestand versetzt wurde zum 1. Suptember der Universitätsdiener Joh. Ruhl zu Gießen. Bei dieser Gelegenheit wurde ihm das Silberne Kreuz des Verdienstordens Philipps des Großmütigen verliehen. ** In den Tod getrieben. In Groß Karben war eine 21jähr. Magd beschäftigt, die in der vorigen Woche mit mehreren anderen Bediensteten auf dem Felde arbeitete, einige Burschen neckten das Mädchen und dieses gab schließlich dem Einen eine Ohrfeige. Diesem flog die brennende Bigarre aus dem Munde und fiel in einen Haufen Korngarben, der abbrannte. Dadurch entstand ein Schaden von 5-6 Mark. Der Eigentümer erstattete gegen das Mädchen Anzeige. Die Behörde lud das Mädchen zur Vernehmung vor und mittlerweile machten verschiedene Burschen der Magd große Angst vor der zu erwartenden Strafe. Die Unglückliche nahm sich die Sache schließlich so zu Herzen, daß sie am Dienstag früh statt nach Vilbel zur Vernehmung zu gehen, den Weg nach der Nidda einschlug, nachdem sie ihrem Vater hatte sagen lassen, sie ginge ins Wasser. In der Tat ist sie seitdem nicht mehr gesehen worden, und man nimmt an, daß sie sich ein Leid angetan habe. * Der Wahlprüfungsausschuß der zweiten Rammer hat in seiner gestrigen Sißung bezüglich der Wahlreklamation gegen die Wahl des Abgeordneten Orb zu Bieber beschlossen, die Regierung zu veranlassen in dieser Sache neue eingehende Erhebungen anstellen zu lassen. Wir berichteten vor einigen Tagen über die Einweihung des neuen Schliefplages des Vereins Hundesport für Gießen und Umgegend und sagten damals schon, daß die neue Anlage mustergiltig sei. Heute liegt uns ein Radsport. Zu der für den 23. August d. Is. Radfahrer- Bundes_ausgeschriebene Touren- Rundfahrt im Befür den Nordbezirk des Gauverbandes IX. des Deutschen zirk sind bereits 25 Fahrer angemeldet. Die Reise geht ab Wellersburg, Gießen( Nordanlage, Neustädtisches Tor), Heuchelheim, Dorlar, Garbenheim, Weglar, Dillenburg, Eibelshausen, Lasphe, Biedenkopf, Coelbe, Marburg, Gieselburg, Nieder- Walgern, Frohnhausen, Odenhausen Lollar, zurück zur Wellersburg. Im ganzen sind es 148,1 km. und zwar in Gruppen von je 5 Fahrern in Abständen von Die Abfahrt von der Wellersburg erfolgt morgens 5 Uhr je 5 Minuten. sich auf dem Friedhofe ein hiesiger 74 Jahre alter Greis. * Storndorf, 13. August. Gestern nachmittag erhängte Familienverhältnisse sollen das Motiv zur Tat gewesen sein. *** Die verschwundene Uhr. Einem jungen Mann, der die ja an sich ganz löbliche Absicht hat, den Bierkonsum der Stadt Gießen auf ein idealeres Niveau zu bringen, hatte sich einen mächtigen Affen gekauft. Als man aufbrach, geleiteten die Freunde den Schwerkranken" zur Ruhe. * Homberg a. d. D., 12. August. Gestern fand hier besten Mannesalter an einem Lungenschlage ganz plöglich unter überaus großer Beteiligung die Beerdigung des im Bürgerschule, Herrn Müller, statt. Der Verstorbene war und unerwartet dahingeschiedenen ersten Lehrers unserer 27 Jahre lang an unserem Schulsystem tätig. Als der aber am anderen Morgen in seiner Schmerzenstifte erwachte, erfaßte ihn der Menschheit ganzer Jammer in zwiefacher Gestalt, denn er bemerkte, daß er Der Unglückliche suchte und suchte und als er sich überzeugt zwar einen mächtigen Kater, aber- teine Uhr mehr hatte. Am 8 lungsreifend Molenbed rid Lop, F Am 8 Wagnermeif Kirchner, T bahier. Orten und von über 300 Personen besuchte VersammFreiensteinau, 14 Aug. Eine aus einigen zwanig lung, die am Sonntag hier abgehalten wurde, sprach sich wie die erste einmütig für den Bau einer Bahn deren Siz hier ist, und die mit der Weiterbearbeitung von Fulda nach Salmünster aus. Die Kommission, der Frage betraut wurde, hat zunächst die Aufgabe, die Länge der ganzen Linie festzustellen und über die Beschaffung der Mittel zu beraten, die durch Ausarbeitung eines detaillierten Planes erforderlich werden. | sich im Frühjahr über Oberhessen und die angrenzenden × Aus Oberhessen, 13. Aug. Die Schweinepest, die preußischen Gebiete ausbreitete und die Schweinemärkte sehr nachteilig beeinflußte, ist jetzt im Erlöschen begriffen. Doch bereits greift eine neue Seuche unter den Schweinen um sich, die Rotlauffeuche in der Form der sog. Backsteinblattern. und Alsfeld aus. Die Seuche breitet sich besonders in den Kreisen Weglar Anna Luft Adolf Chr Raffel und Peter Kirch Susanne G Königsberg hiesige Turnverein sein 18. Stiftungsfest durch eine größere ]: Kirchhain, 15 Aug. Morgen Sonntag feiert der Festlichkeit in der neu erbauten Festhalle. Eine Anzahl der Nachbarvereine haben ihr Erscheinen zugesagt, sodaß bei günstigem Wetter auf ein schönes Fest gerechnet werden fann. * Fulda, 13. August. Eine Frau Wolf aus Frankfurt a. M. entwendete im hiesigen Dome Altardecken und Beichtstola und machte im Gefängnis einen Selbstmordversuch, indem sie sich die Pulsader öffnete. Zur Verblutung kam es indes nicht. Neuen + Offenbach, 14. Aug. Die gestrige geheime Sigung der Stadtverordneten wählte gestern abend unseren neuen besoldeten Beigeordneten in der Person des Herrn Zopf, von Aue, vorerst auf die Dauer von 6 Jahren. + Frankfurt a. M., 12. Aug. Das Kriegsgericht verurteilte den Unteroffizier Heinrich Scherer vom 88. Infanterie200 Fällen zu 1½ Jahren Gefängnis und Degradation. Regiment wegen Mißhandlung von Refruten in mehr als Za Dach Uo nur stiltzung gebender Wer gegen d der benu Ko hergeste Kosm verbindet denen ein Jede des Herrn der Zähr Kosm Die Kiefer u Die Bürs eines jed Kosm Bei von Zab natürlich Alle die das F Die Geschäfter Eilt Gar des Str II. 24 Haup Los 1 M J.St und alle gewohnten Bla Schnurftracks zu und barmherzige Einem Freund und er beschlo Haussuchung 3 erfolglos, alt fung unterzog Matrage ruhent üfft und geftant Der Bedarf an Spoft- und Tele bietet sich somi nerhalbjahres de rall bekannt sein tiert sein fönnen farte" gestrichen wird und went fünf Borte ent Otto." Wal porto toftet. einemarttes Boden hat mar Deinemarkt aufge erreichbar einge heimerstraße nad Fußweg angelegt dorf- Dreihaufer indischen Arbeite Sen. 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Dod hweinen um fid Backsteinblattern Kreifen Weglar onntag feiert der rch eine größere Eine Anzahl der agt, fobaß bei gerechnet werde olf aus Frankfur weden und Beight Selbstmordverfud Berblutung far e geheime Sigun unferen neuer Herrn Bopf, bo Priegsgericht v m 88. Infanterie en in mehr al O Degradation. Frankfurt, 14. August. Der Geschäftsführer Paul Alugt der hiesigen Filiale der„ Hansa", Allgemeines Handelssyndikat und Inkassobureau," Bethmannstraße 45, ist seit einiger Zeit verschwunden. Zahlreiche fleine Geschäftsleute sind geschädigt. Ein Vertreter desselben Bureaus in Nürnberg hat ebenfalls das Beite gesucht. * Mainz, 14. August. In Gegenwart des Großherzogs, der Spigen der Zivil- und Militärbehörden wurde die gelegentlich des Deutschen Weinbau- Kongresses veranstaltete Ausstellung feierlich eröffnet. Die Ausstellung ist von 87 Ausstellern beschickt. Litterarisches. Das erste Porträt des neuen Papstes in großem Formate( 63: 80 cm), hübscher Ausführung, dabei billigem Preise( Mark 2,00) hat mit anerkennenswerter Raschheit die bestbekannte Kunstanstalt G. Freytag und Berndt, Leipzig hergestellt. Wirklich künstlerisch in Auffassung und Durchführung, ist dieser schöne, die milden Büge Papst Pius X. sprechend ähnlich zeigende Wandschmuck jedem christlichen Hause bestens zu empfehlen. Den alten noch lebenden Veteranen von 1866 besonders inter ssiert es sicherlich, wenn sie hören, daß über das Gefecht bei Aschaffenburg am 17. Juli 1866 jezt eine Beschreibung, bearbeitet vom tgl. Eisenbahn- Oberexpediteur Adolf Günther, im Buchhandel erschienen und für nur 1 Mark zu haben ist. Das Büchelchen ist sehr interessant und aufgebaut auf den tatsächlichen Hergang des Gefechts, flar geschrieben. Den Verlag hat die Krebs'sche Buchhandlung in Aschaffenburg. Standesamt- Nachrichten der Stadt Gießen. Aufgebotene. Am 8. Aug. Jakob Johann Heinrich Obenhack, Handlungsreisender dahier mit Julie Josephine Nathalie Koch zu Molenbeck St. Jean, Brüssel. Am 12. Aug. Johann Friedrich Lotz, Friseur mit Elisabethe Schmandt dahier. - Eheschließungen. Am 8. Aug. Heinrich Theodor Karl Ludwig Mühlig, Wagnermeister dahier und Wilhelmine Emma Dorothea Kirchner, Tochter des verstorbenen Gastwirts Peter Kirchner bahier. August Lange, Amtseinnehmer zu Schwartau und Anna Luft, Tochter des Restaurateurs Otto Luft dahier. Adolf Christian Jakob Emil Müller, Kanzleibeamter zu Rassel und Marie Kirchner, Tochter des verstorb. Gastwirts Peter Kirchner dahier. Karl Wilke, Schlosser dahier und Susanne Geller, Tochter des Landwirts August Geller zu Königsberg. Am 10. Aug. Karl Link, Bäckermeister dahier Neuenweg 11 ist gestern ein gesundes Mädchen angekommen. gratulieren mit einem Gut Heil" P., B., W. u. K. Das KosmodontZahnpflege- System. Nach Vorschrift des Herrn Prof. Dr. med. Julius Witzel. nur peinliche Mund- und Zahnpflege, die die Unterstützung des Zahnarztes nicht ausschliessen darf, bietet gegen die ungünstigen Folgen der Zahnfäule etc. weitgehenden Schutz. Wer also auf die Erhaltung seiner Zähne Wert legt, wer sein körperliches Wohlbefinden dauernd sichern und das Wohl seiner Pflegebefohlenen wirklich fördern will, der benutze Kosmodont- Zahnpflege- Mittel, hergestellt nach den Vorschriften und unter ständiger Kontrolle des Herrn Professor Dr. med. Jul. Witzel. pro Flasche Mk. 1.50, Kosmodont- Mundwasser, Doppel- Flasche mk. 3.verbindet die Vorteile eines antiseptischen Zahnputzmittels mit denen eines erfrischenden, aromatischen Mundwassers. Jeder Flasche Kosmodont- Mundwasser liegt die Broschüre des Herrn Professor Dr. med. Jul. Witzel bei:„ Die Erkrankungen der Zähne und deren Einfluss auf den Körper." Nr. 1 für Erwachsene, Mk. 1,25 Kosmodont- Zahnbürste, nr. 2 für Kinder, mk. 1.Die Kosmodont- Zahnbürste ist dem anatomischen Bau der Kiefer und den natürlichen mundverhältnissen genau angepasst. Die Bürste trifft die Kauseite, sowie die innere und äussere Fläche eines jeden Zahnes. Kosmodont- Zahncrême, pro Cube-75 mk. Bei Anwendung der Kosmodont- Zahncrême wird der Ansat von Zahnstein verhütet und die Zähne werden in frischer, natürlicher Farbe erhalten. Alle Kosmodont- Zahnpflegemittel sind in Kartons verpackt, die das Faksimile des Herrn Professor Dr. med. Julius Witzel tragen. Die Kosmodont- Zahnpflegemittel sind in allen einschlägigen Geschäften, sowie direkt durch die unterzeichnete Firma erhältlich. Kosmodont- Gesellschaft Wilh. Anhalt G. m. b. 8. Ostseebad Kolberg. Eilt! In wenigen Tagen! Eilt! Garantiert Ziehung 22. August 1903 II. Wohltätigkeits Geld- Lotterie = des Strassburg- Neudorfer k. Arbeiterheims u. Männervereins Nur Geld- Gew. 2490 Baar ohne Abzug. M. 41000 Hauptgew. baar ohne Abzug M. 15 000 Los 1 M., 11 L. 10 M.; Porto u. Liste 25 Pf. extra, empfl J. Stürmer, Lott. General- Agent, Strassburg i. E. und alle mit diesen Losen und Plakaten kenntlichen Verkaufsstellen. E& und Elisabethe Johanna Haubach, Tochter des Schreiners Christian Haubach dahier. Am 12. Aug. Ludwig Stühler, Kaufmann dahier und Elisabethe Hof, Tochter des Zimmermanns Johannes Hof zu Wattenheim. Geborene. - - Am 4. Aug. Dem Weichensteller Konrad Hausrath ein Dem Maurer Wilhelm Kipper eine Sohn, Konrad. Tochter, Paula. Dem Hilfsbahnwärter Heinrich Albach ein Sohn, Otto. Am 6. Aug. Dem Spengler Wilhelm Rühl ein Sohn, Otto. Dem Friedhofsaufseher Friedrich Sier eine Tochter.- Dem Taglöhner Konrad Döring eine Tochter, Luise Helene. Am 7. Aug. Dem Taglöhner Wilh. Wagenbach ein Sohn, Karl. Am 9.Aug. Dem Bankier Albert Heichelheim ein Sohn. Dem Postboten Wörner eine Tochter, Paula Am 11. Aug. Dem Schlossermeister Hermann Leyerzapf eine Tochter. Dem Regierungsbaumeister Hermann Heyer ein Sohn, Hans Gustav Albert. Gestorbene. Am 10. Aug. Heinrich Kloz, 58 Jahre alt, Gemüsebändler dahier. - - Geschäftliches. Die Ziehung der Deutsch Kolonialen Jagd. Lotterte wurde infolge ungenügendem Los absage auf den 7. Oftober d. J. verlegt. Dieselbe findet dann aber garan tiert statt. Lose à 1 Mt., 11 Lose 10 Mf. sind noch bei den bekannten Losverkaufsstellen und dem General- Agenten J. Stürmer Straßburg i. Els., Langestraße 107, zu beziehen. Kirchliche Nachrichten für Gießen. Katholische Gemeinde. Samstag, den 14. August. Nachmittags um 5 Uhr und abends um 8 Uhr: Gelegenheit zur heil. Beichte. Sonntag, den 15. August.( 11. Sonntag nach Pfingsten.) Vormittags von 6.30 Uhr an: Gelegenheit zur hl. Beichte. um 7 Uhr: Die erste heil. Messe, vor und in derselben Austeilung der heil. Kommunion. um 8 Uhr: Die zweite hl. Messe. " " " um 9½ Uhr: Hochamt mit Predigt. Nachmittags um 21 Uhr: Sakramentalische BrüderschaftsAndacht. Marktbericht. Gießen, 13. August. Auf dem heutigen Wochenmarkt fosteten Butter Enteneier per Pfd. 1.00-1.20 mr, Hühnereier 7-8 fg., St. 8 Pfg., Käse per St. 5-8 Pfg.. Käsematte 2 St. 5-6 Pfg., Erbsen per Liter 21 Pfg., Linsen per Liter 32 Bfs, Tauben per Paar Herde: bom Herborner Eisenwert, Wilh. Krek in Wertheim, J. I Jung und Gebr. Roeder- Darmstadt Defonomie- Herde mit großer Feuerung die besten für Landwirte schon von Mt. 17.- an. Regulier Füllösen, Bachelöfen für Holzbrand und Steinkohlen, sowie Dauerbrandöfen amerikautschen u. irischen Systems. Steinkohlenösen von Mf. 8. an sowie sämtliche Eisenwaren empfiehlt zu niedrigen Preisen CarlHaberkorn Nchf Emil Willems, Grünberg Landwirtschaftliche Ausstellungs- Lotterie Giessen. Ziehung 15. September 1903 2000 Gew. Mk. 40 000. zus. 1 Hauptgw. i. W. v. Mk. 5000 1 " """ 2 " 46 Gw. i.W.v.100-800) " 2000 2000 31 000 á 1000: 1950" 5-100 Los 1 Mk., 11 Lose 10Mk. Porto und Liste 25 Pfg. empfiehlt L. F. Ohnacker, Darmstadt. Zwiebelkuchen Dienstag, Donnerstag und Samstag von morgens 9 Uhr an zu haben bei Versende: 30 Ltr. Weißwein zu Mt. 12.53 30 Ltr. Rotwein zu Mr. 13.50 gegen Nachnahme. Faß lethwetse u franko zurückzusenden Fr. Brennfleck Weingut Schloß Kupperwolf Edesheim, Pfalz. Zöpfe, Scheitel, Frisets, Toupe werden naturgetreu angefertigt und aufgear= beitet. Damen Kopfwaschen 1 Mark. Spezialität: Grane und weiße Haar: Arbeiten. H. Tichy Gießen Seltersweg 43, Ecke Göthestrasse. Erntestricke genannt Garbenbänderempfiehlt | mr. 0.70-0.90, Sühner per Stüd Mt. 1.20-1.70, Hahnen, ver Stüd Mt. 0.70-1.10, Enten per Stid 1.80-2.00, Gänse p. Bld. 54-60 Pfg., Ochsenfleisch per Pfd. 68-78 Bf., Rindfleisch per Bfd. 60-66 Bfg. Schweinefleisch per Pfd. 66-76 Pfq. Schweinefleisch gesalzen per Pfund 0.80 Pfg., Kalbfleisch per Pfd. 68-74 Bfg., Hammelfleisch per Pfd. 56-74 Bfg., Kartoffeln per 100 kilo 8.00–00.00 m., 3wiebeln per 3t. Mr. 6.50-7.00, Kirschen per Pfund 00-00 Pfg. Milch per Liter 18 Pfg. Frankfurter Hen- und Strohmarkt vom 13. Aug. ( Amtliche Notierungen.) Heu per Zentner Mk. 3.10 bis 3.50, Stroh per Zentner Mf. 1.90-2.10. Berantwortlich: für den politischen und Inseratenteil Albin Klein; far bas Bolale, den„ Gerichts-" und" Deffentlichen Sprechsaal": Fr. Oppermann Drnd und Verlag ber Gießener Verlagsbruderei( vorm. Wilh. Keller), Gießen. Eine anerkennende Zuschrift. Herrn Franz Wilhelm, Apotheker, t. und f. Soflieferant in Neunkirchen, Niederösterreich. Mittersill. Mache Ihnen zu wissen, daß Ihr Wilhelm's antiarthritischer antirheumatischer Blutreinigungs- Thee sieben Personen, die gichtleidend waren, geholfen hat, so daß alle jetzt gesund sind; eine Verson, muß ich be= merken, ist schon ein ganzes Jahr im Bette gelegen, und auf mein Anraten hat sie solchen Thee getrunken und kann jetzt wieder ihren Geschäften nachgehen. Auch meine Frau findet diesen Thee im Hause unentbehrlich. Ich sage dem Erfinder dieses Thees tausendmal Dant, indem dieser Thee in jedem Hause und in jeder Familie ist oder vorrätig sein soll. Achtungsvoll Georg Kräll. Bestandteile: Innere Nußrinde 56, Walnußschale 56, Ulmenrinde 75, franz. Orangenblätter 50, Eryngiiblätter 35, Stabiosenblätter 56, Lemnsblätter 7, Binumstein 1-50, votes Sandelholz 75, Bardannawurzel 44, Carugwurs( 35, Radic. Cariophyll. 350 Chinarinde 8.50 Eryngiiwurzel 57, Fenchelwurzel Samen) 75, Graswurzel 75, Lapathewurzel 67, Süßholzwurzel 75, Sasavarillwurzel 35, Fenchel, röm. 3:50, weiß Senf 350, Nachtschattenstengel 75. Die Bestandteile sind nach einem eigenen Verfahren geschnitten und getrocknet, wodurch der Heilwert speziell erhöht ist. Nicht zu verwechsein mit gewöhnlicher Handelsware. Der heutigen Auflage liegt eine Ertrabeilage bei, mit welcher den Landwirten und Schweinezüchtern von der Großfuttermittelhandlung Abraham Koch in Alzey ein Ferkelmehl empfohlen wird. 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Bürgermeistereien der umliegenden Orte werden ersucht, Vorstehendes in ihren Gemeinden befannt machen zu lassen. Gießen, den 15. August 1903. Der Oberbürgermeister Mecum Herbst- Pferde- Markt zu Gießen. Am Montag, den 14. September 1903 findet im Anschluß an die landwirtschaftliche Ausstellung geräucherte à Paar 25, 30 und 35 Pig. empfiehlt Friedrich Schreiner, Mekgermeister, Gießen. Selteroweg. Brotpreise Zur bevorstehenden Saison bringe mein großes Lager in Der hiesigen Bäcker Kg. Sicheln, Sensen, Wez- Weißbrot bom 16. bis 30. August. Pfg. 26 52 24 2 48 " 72 22 44 steinen, Sensenwürfe, i Schwarzbrot Sensenringe, Fruchtreffe, 3 Fruchtpressen, Keltern, Bohnenmesser und 1 Kornbrot 2 " Der auswärtigen Bäcker: Bohnenmaschinen 1 Weißbrot bei Georg Dern II. Erntestricke 2c. in empfehlende Erinnerung. Ganz besonders mache auf meine Sensenmarken: auf dem Trieb an der Grünbergerstraße Pferdemarkt Silberstahl" ,, Begenbogen" statt. Die für die Ausstellung errichteten Stallungen aufmerksam. stehen auch für den Pferdemarkt zu Verfügung. funft hierüber erteilt Herr Hoflohnkutscher Huhn, Aus= Hochachtungsvoll über for fitige Mart bangelegenheiten Herr Weinhändler Edgar Borrmann. Schwan, Mit dem Pferdemarkt ist ein Zuchtviehmarkt, sowie eine Prämiierung verbunden: a) für Pferde von Händlern, b) für Pferde von Landwirten, die auf der Ausstellung nicht bereits Prämien erhalten haben. Der Prämiierungsplan ist von Herrn Oekonomierat Schlenke Hardthof bei Gießen zu beziehen. Nachmittags 3 Uhr findet Konzert, Prämienverteilung und Vorführung der prämiierten Pferde statt. Gießen, 25. Juli 1903. Die städtische Pferdemarkt- Kommission. Jean Kirch, Stadtverordneter Eisenhandlung. Hane und Küchengeräte. Brennholz ( Tannen Abfallholz) liefert für 1.15 Mk. pro 3tr. frei ans Haus. Gr. Linden W. Steinmüller Witwe( Langgöng.) 23 24 Heinrich Weber( Heuchelh.) W. Jabel Wieseck W. Weißel Langgöns u. L. Steinmüller Gr. 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