Nr. 113. Abonnement@ prets: in Siegen, abgeholt monatlich 50 fg., in's Saus aebracht 60 fa., durch die Beft bezogen viertelfährlich Mt. 1.50. Gratisbetlagen: Oberhefftsche Familienzeitung( täglich) Oberbeffifche Beitschrift für Landwirtschaft, Obft- und Gartenbau, sowie die Gießener Seifenblasen( with). Das Blatt erscheint an allen Berktagen nachmittage. Freitag, den 15. Mai 1903. Gießener 12. Jahrgang Jafersionspeet 8: Die einfpaltige Petitzeile für Gießen wi gang Oberhessen, die Kreise Beglar und Marburg 10 fa fenft 15 Bfg.; Reklamen die Betisgeile 30 refp. 48 Bofzeitungslifte to. 300. Redaktion und Expedition: teßen Renenweg M Fernsprechenfchlek Re, 303. Neuelle Nachrichten ( Gießener Tageblath Anabhängige Tageszettung ( Gießener Zeitung für Oberheffen und die Kreise Marburg und Weklar; Lokalanzeiger für Gießen und Umgebung. Enthält alle amtlichen Bekanntmachungen der Großh. Bürgermeisterei Gießen und anderer Behörden von Oberhessen. Steht ein Orientkrieg in Sicht? ( Von unserem ständigen CB.- Mitarbeiter.) Wie aus Konstantinopel gemeldet wird, sind die Rüstungen der Türkei ganz enorm. Aus allen Teilen bes Reiches, insbesondere aus Kleinasien, treffen täglich bie zur Fahme berufenen Reserven ein und die Bekleidungsämter haben durch diese Häufung der Mannschaften alle Hände voll zu tun. Mindestens die Hälfte der einberufenen Truppen läuft in Zivil herum. Diese kleine Mobilmachung deutet darauf hin, daß die hohe Pforte sich gegen etwaige Ueberraschungen zu decken sucht und die Möglichkeit eines Feldzuges nicht für völlig ausge schlossen hält, wenn auch die hohen Militärs und Diplomaten dessen Wahrscheinlichkeit bestreiten. Neuere Breßstimmen halten diese gewissermaßen amtliche Auffassung der Dinge für optimistisch. Bei näherer Betrach hung der Sachlage ergibt sich jedoch in der Tat, daß zu einem übertriebenen Pessimismus kein Anlaß vorliegt, denn trotz der schweren Verbrechen der Dynamitbolde ist die ganze Orientfrage über ihr kritischstes Etadium schon hinaus. Die Wirren sind offenbar angezettelt von den bulgarischen Machthabern, die damit einen doppelten Zweck verfolgen. Einmal soll Bulgarien durch den Zuwachs von Mazedonien erheblich erweitert verden, sodann wollen die Bulgaren sich nicht mehr mit der inneren Autonomie begnügen; sie begehren auch die Souveränität. Durch die stürmische Art, wie bie Mazedonier die Reformen verlangten, suchten sie Westeuropa mit dem Echein von idealen Interessen in den Kreis der mitberatenden und mittatenden Elemente zu ziehen eine Spekulation, die fast geglückt wäre, benn in Frankreich machte sich bereits eine lebhafte Boltsbewegung für die ,, bedrückten" Mazedonier geltend. Aber der Zar erhob die Hand und sofort kam diese Bewegung zum Stillstand. Das war der Höhepunkt der. Krisis. Rußland hat durch seine Haltung nicht blos feine friedlichen Wichten, sondern auch seinen friedlichen Einfluß bekundet. Nicht blos das: es hat auch die bereits im Vorjahre durch die Rundreise des Grafen Lambsdorff angebahnte Neutralität Defterreichs und Italiens zur Geltung gebracht. Die Großmächte haben als der hohen Pforte und auch den unruhigen Elementen_auf dem Balkan mit aller Deutlichkeit zu verstehen gegeben, daß ihnen Mazedonien keinen Krieg wert ist. Die Türfei gewann durch diese unzweideutige Friedensliebe der Großmächte eine ganz andere Bewegungsfreiheit gegen die unbotmäßigen Balkanvölker. Die erste Folge davon zeigte sich in dem scharfen diplomatischen Vorgehen gegen die Regierung in Cofia, die nur kurze Zeit eine etwas herrische Haltung zur Schau trug, dann aber um so gründlicher einlenkte, weil auch die anderen Staxten gegen die Bulgaren vorgehen. In Griechenland beispielsweise, bei dem man nach dem gespannten Verhältnis zur Türkei einiges Interesse für die stammverwandten Mazedonier erwarten sollte, schreitet man ebenfalls scharf gegen die bulgarischen Dynamitbolde ein. Eine ganze Zahl von bulgarischen Enigranten ist verhaftet worden; die Türkei hält weiterhin mit ihren Rüstungen jede größere Aktion der Aufrührer im Schach und die Herren in Sofia müssen sich sagen, daß es um die innere Autonomie geschehen ist, wenn die Türkei ihre Kanonen gegen Bulgarien richtet. Vom Auslande ist tein Schutz zu erwarten. Das Temperament der Bulgaren war einmal eine internationale Kriegsgefahr, als der österreichische und der russische Einfluß noch in der Erwartung einer baldigen Auflösung des kranken Mannes im Balkan miteinander fämpften. Seitdem beide Mächte der Türkei gewissermaßen ihren Besißstand garantieren, ist Bulgarien vom Großherrn abhängiger als je. Offenbar hat man das in Sofia auch eingesehen und die Folge davon ist, daß nunmehr die Landesgrenzen so scharf bewacht werden, daß dem mazedonischen Aufstand der Zulauf fehlt. Der Haupträdelsführer, der bulgarische Oberst Zontschew hat sich anscheinend auf höheren Befehl festnehmen lassen und ist nach Sofia gebracht worden. Dort wird ihm zwar nicht viel geschehen; er fann aber wenigstens nichts verraten und die Regierung nicht kompromittieren. Fürst Ferdinand weilt wieder im Lande der beste Beweis für den Aufschwung der Politik und gegen die Wahrscheinlichkeit eines Krieges. Der bulgarische Ministerpräsident Danew hat in einer Unterredung mit einem Journalisten die Frage der Möglichkeit einer friegerischen Verwicklung auf dem Balkan erörtert. Er erklärte, er könne die bestimmteste Versicherung geben, daß seitens Bulgariens nichts geschehen werde, um ein solches Ereignis zu provozieren. Er gebe unumwunden zu, daß Bulgarien sich Hoffnungen auf Mazedonien mache, doch achte es die Souveränität der Türkei. Bulgarien betrachte die mazedonische Frage als Eache der Mächte, als eine Frage, die das kleine Volk allein nicht lösen kann. Die Ereignisse in Saloniki mürden in Bulgarien einmütig verurteilt. Das dort verwendete Dynamit sei möglicherweise auch aus Bulgarien eingeschmuggelt, doch sei dafür die bulgarische Regieruna nicht verantwortlich. Wie in Belgrader diplomatischen Kreisen verlautet, hat der Sultan dem Zaren ein langes Telegramm ge= sandt, worin er erklärt, die türkische Regierung habe die umfassendsten Maßnahmen zur Unterdrückung von Unruhen in Mazedonien getroffen, und weitere Metzeleien würden nicht vorkommen. Deutschfeindliche Prefstreibereien. )-( Das französische offizielle Telegraphenbureau, die Agence Hawas", mußte schon neulich von der Nordd. Allg. 3tg." zurechtgewiesen werden, weil sie allerhand Lügenmären über eine angebliche Verstimmung des römischen Hofes wegen des Kaiserbesuches im Vatikan der Welt auftischte. Indessen das hat nichts gefruchtet: das halbamtliche Organ des Pariser Kabinetts setzt seine Lügenkampagne gegen die deutsche Politik fort. Die ,, Agence Havas" weiß neuerdings zu melden, am Sonnabend sei in Berlin eine„, halboffiziöse Note" veröffentlicht worden, worin der englischen Regierung der Vorwurf gemacht wird, daß sie dem Deutschenhaß nicht entgegengetreten sei, obwohl sie dem Berliner Kabinett für sein Verhalten während des Burenkrieges zu Dank verpflichtet gewesen wäre. Diese Nachricht ist völlig erfunden; eine offiziöse Verlautbarung dieser oder ähnlicher Art ist nicht erfolgt. Das hindert natürlich die wohledle Londoner Times", die Teutschland gar zu gern etwas am Zeuge flickt, nicht, die Nachricht der Agence Havas für bare Münze zu nehmen oder sie wenigstens als solche auszugeben. Aber damit nicht genug, die ,, Times" muß noch ein Erkleckliches dazulügen. Sie schreibt: ,, Es ist die höchste Zeit, daß es bekannt wird, daß das sogenannte" Berliner Kabinett, selbst wenn es gewollt hätte, gar nicht die Macht besaß, den Buren zu Hilfe zu kommen. Nach der Depesche des Kaisers an Krüger wurden wenigstens vier kleinere deutsche Höfe in Berlin vorstellig. Es wurde dem Berliner Kabinett zu verstehen gegeben, daß es notwendig sei, vor so ernsten Maßnahmen, wie diesem Telegramm an Krüger, sich zu entsinnen, daß die Häupter der übrigen deutschen Staaten verlangen könnten, zu Rate gezogen zu werden, weil man im Kriegsfalle von ihnen verlangen werde, daß sie ihr Kontingent zu den vereinigten deutschen Streitkräften stellten." Weiter behauptet das Blatt, auch in Wien habe die Krügerdepesche ,, großen Unwillen" hervorgerufen, was der Berliner Regierung nicht unbekannt geblieben sei. Sie hätte also, selbst wenn sie gewollt hätte, den Buren feine Unterstützung leihen können. Nicht England sei Deutschland, sondern umgekehrt dieses den Briten zu Dank verpflichtet für die großmütige Unterstüßung", die die Londoner Staatsmänner Deutschland in der Venezuelafrage gewährt hätten! Wahrhaftig, eine edle Dreistigkeit! Es bedarf keiner besonderen Hervorhebung, daß die Meldung von dem Einspruch der Bundesstaaten gegen die Krügerdepesche völlig aus der Luft gegriffen ist. Von dem angeblichen ,, Wiener Unwillen" gilt dasselbe. Solche Hezartikel der führenden Blätter in England zeigen, wie viel den glatten Worten der britischen Politik über das britisch- deutsche Einvernehmen zu trauen ist. Die Politik. Zwei neue deutsche Kardinäle? 222 Eine erfreuliche Kunde kommt aus Rom: In vatikanischen Kreisen verlautet, Papst Leo beabsichtige, außer dem Kölner Erzbischof Dr. Fischer noch den Bischof von Straßburg oder den Bischof von Mez zum Kardinal zu ernennen. Hoffentlich wird diese Absicht des Papstes, die eine, namentlich im Hinblick auf die nächste Papstwahl, sehr wünschenswerte Verstärkung des deutschen Einflusses im Conclave herbeiführen würde, nicht von der übermächtigen französischen Partei unter den Kardinälen vereitelt. Daß die Ernennung eines reichsländischen Bischofs neben dem Kölner Erzbischof eine Desavouierung Frankreichs und seiner Aspirationen auf die Reichslande darstellt, ist fraglos. Kulturkämpferisches aus Frankreich. Der jüngst gemeldete Krawall in der Kirche zu Aubervilliers bei Paris hat jetzt noch ein Nachspiel gehabt. Der französische Unterrichtsminister sperrte dem Abbé Valentier in Aubervilliers das Gehalt, weil er dem Jesuiten Coube, als einem Mitgliede einer der staatlich nicht genehmigten Orden, gestattet hatte, in seiner Kirche zu predigen. Der Abbé Valentier hat gegen die antiklerikale Zeitung ,, Action" einen Prozeß angestrengt; er beschuldigt sie, daß sie die in seiner Kirche vorgekommenen Ruheſtörungen angestiftet habe. In Versailles kam es zu einer gegen die Regierung gerichteten Kundgebung, als die Gräfin Delanges, die zu acht Tagen Gefängnis verurteilt worden war, weil fie einen Friedensrichter bei der Schließung einer Kongregationsschule beschimpft hatte, sich zur Verbüßung ihrer Strafe nach dem Gefängnis begab. Ihr wurden von einer großen Volksmenge Huldigungen gebracht. Die Polizei schritt ein und trieb die Menge auseinander. Kurze politische Nachrichten. * Ueber Beginn und Beendigung der diesjährigen Flottenmanöver ist folgendes festgeseßt: 15. August Zusam mentritt der Uebungsflotte unter dem Befehl des Admi cals v. Köster in Wilhelmshaven, 15. August bis 5. Sep. tember Manöver in der Nordsee und Marsch nach Kiel, 5. September bis 15. September Manöver in der Ostsee; 15. September Auflösung der Flotte in Kiel. * In der Stadtverordnetenversammlung in Kronstadi ( Siebenbürgen) wurde beschlossen, das Protokoll außer in der bisher ausschließlich gebrauchten deutschen Sprache auch in ungarischer Sprache abzufassen. Auch alle sächsischen( deutschen) Stadtverordneten stimmten diesem Antrage zu. Hof und Gesellschaft. *** Der Kaiser ist von Straßburg aus in Bitsch ein. getroffen, wo er auf dem festlich geschmückten Bahnho von den Spitzen der Behörden empfangen wurde. Staats. rat Jaunez entbot dem Monarchen in einer Ansprache im Namen der versammelten Mitglieder des Bezirksrates den Willkommen und den Dank für den Besuch und schloß daran die Versicherung unverbrüchlicher Treue. Der Kaiser dankte und sprach seine Freude über den glänzenden Empfang aus. Vom Bahnhof fuhr er dann mit dem Statthalter Fürsten Hohenlohe nach dem Marktplage, wo mehrere hundert junge Mädchen in Landestracht Aufstellung ge nommen hatten. Nachdem der Bürgermeister hier den Kaiser begrüßt und dieser den Ehrentrunk entgegenge nommen hatte, wurde die Fahrt nach der Kaserne des Magdeburgischen Jägerbataillons Nr. 4 fortgesetzt. Dori fand die Weihe und Uebergabe einer neuen Fahne statt. Abends wohnte der Kaiser mit seiner Gemahlin, die oorausgereist war, der Einweihung der neuen Fassade der Kathedrale in Meß bei. Der Monarch empfing den eigens zu dieser Feier entsandten päpstlichen Delegaten Kardinal Kopp in besonderer Audienz. Von der Fahrt des Kaisers nach Schlettstadt ist noch nachzuholen, daß der Kaiser unter Führung des Architek ten Ebhardt die Renovierungsarbeiten der Hohkönigsburg eingehend besichtigte und den Schlußstein zum Turmbau legte. Auf dem ganzen Wege wurde der Kaiser von Schu len, Vereinen und Behörden begeistert begrüßt. Vor der Abfahrt nach Schlettstadt hatte der Kaiser noch den Unterstaatssekretär Freiherrn Zorn v. Bulach empfangen und ihm seine Ernennung zum Wirklichen Geheimen Rat mitgeteilt. Der endgiltige Abschied von Straßburg gestern früh um 8 Uhr erfolgte unter dem Geläute der Glocken und begeisterten Kundgebungen des Publikums. Hus dem Gerichtssaal. § Der Brand auf S. M. S. ,, Moltte". Die gegen den Oberleutnant Gleiß vom Kriegsgericht des Marinebil dungswesens verhängte Strafe von einem Monat Fest ungshaft wegen fahrlässiger Brandstiftung an Bord S. M. S. ,, Moltke", wurde vom Oberkriegsgericht der Ostseestation gestern auf Berufung des Gerichtsherrn in eine Gefängnisstrafe von einem Monat umgewandelt. Das Be rufungsgericht nahm nicht Ungehorsam gegen einen Dienst befehl, sondern Vergehen der fahrlässigen Brandstiftung gemäß dem Reichsstrafgesetzbuche an. § Das Ehedrama des Bettlers. In Wien wurde wegen Totschlags seiner Frau der 71jährige Josef Zimmermann zu fünf Jahren schweren Kerkers verurteilt. Zimmerman ristete samt seinem drei Jahre älteren Weibe ein Be ben, dessen tägliche Würze Zank und Streit waren; ein sonderbares Verhältnis bildete sich heraus, als der Alte eine 44jährige Nähterin zur Geliebten erfor und trotz der Eifersucht seines Weibes zu sich ins Quartier nahm. Die Eifersüchtige drohte ihm stets, wie er behauptete, sie werde ihn an den Galgen bringen. Nach einem heftigen Streit ergriff der Alte ein Küchenmesser und stieß es seiner Frau in den Rücken. Wenige Minuten später war sie tot. Zimmermann stieß sich dann das Messer selbst in die Brust, nerlekte sich aber nur leicht. Meine Gerichts- Chronit. Gegen den Matrosen Messerschmidt vom Schulschiff Stein" wird r dem Kieler Kriegsgericht dieser Tage die Anklage wegen tätlichen Angriffs auf den unglücklichen Fähnrich v. Abel erhoben werden, der bekanntlich Selbstmord aus getränktem Ehr. gefühl begangen hat. - Ein Prozeß à la Rothe wird in Dresden verhandelt werden. Die 53jährige Handelsfrau Therese Pauder ist angeklagt, durch Wahrsagungen und mediumistische Sean cen 23 Herren und Damen aus Dresden, Berlin, Chemnig um nicht weniger als 25,779 Mark betrogen zu haben. Zu der Verhandlung sind 33 Damen geladen. Frau Herber hatte sich während der bergangenen Monate wenig verändert, fie fah so träntlich und Antlitz gegriffen aus, wie früher, von Margarethens an welcher aber war völlig jener Ausdruck von Lebenslust gewichen, Herzens piegelten sich beutlich auf einſt auf bemſelben gelegen Empfin bungen ihres thisch blickten, wieder. Emma Stükte da бaut rem blaffen, fummervollen Gesicht, dessen Augen so apa Freude um den Hals dich gesorgt werden bor, би ,, Borwürfe fallen, daß auf diese Weise fü Nein." ermine Emmy zögerte einen Moment 1 meinen bulde zurück? Antworte mir!" de leichtfertig belbe spekuliert zu haben." ift unverantwortlich von dir," stieß Emmy her ich nicht!" brauste er auf. Weisest der Entgegnung. ,, Lies nur, lies dann diese Klarheit wird niffes für uns beide und noch verschiedenes Also ermanne dich und türe Ohne deines Vaters. wird dir meine Erregung und andere far werden ordentlich vorteilhaft sein. die unterhaltende Lekinferes fünftigen Verhält ว นาะ erzählen. war willkommen und begann er nach einen wissen, das Kutter dienste. Man hatte Also mix baten den Kapitän, fie a ist auf der Rhede von Cañenne mich von Havre abgeschickt, Seilsinseln" zu bringen. Ich fuhr damals im Staats den um Sie sin s Nab und fern. () Abgesagte Gedenkfeier. Die wie erinnerlich vom Marineverein Berlin beabsichtigte Gedenkfeier zum 25. Jahrestage des Unterganges E. M. S. ,, Großer Kurfürst", verbunden mit einem General- Appell der Ge setteten in Berlin, wird, wie uns zuverlässig von dort geschrieben wird, nicht stattfinden, da, nach einem einem Der Geretteten zugegangenen Schreiben sowohl der Staatssekretär des Reichsmarine- Amts, wie auch der Ches des Marinekabinetts diesem kameradschaftlichen Untersehmen nicht sympathisch gegenüberstehen, sodaß auch Der Kaiser sebst eine Musterung der Geretteten abgesehnt hat. Die friesische Landrechnungs- Versammlung sand nach alter Sitte auch dies Jahr in Aurich statt. Bereits vor mehr als 600 Jahren war es bei den Friesen Gebrauch, einmal im Jahre in der Nähe von Aurich unter einer mächtigen Eiche, dem Upstallsboom, welcher auch auf einem Taler des Königs Georg V. dargestellt ist, zur Rechtsprechung sich versammeln, wozu Abgesandte aus allen ostfriesischen Landschaften sich einfanden. Der Upstallsboom ist längst der Zeit zum Opfer gefallen, und an seiner Stelle erhebt sich eine aus Steinen hergerichtete Pyramide, in welche eine Marmortafel eingelegt ist, welche die Inschrift trägt:„ Auf der Verjammlungsstätte ihrer Vorfahren, dem Upstallsbɔɔm, ercichtet von den Ständen Ostfrieslands." Bekanntlich hielten von jeher alle deutschen Stämme im Mai das sogenannte ,, Maifeld" ab, auf dem die Volksgenossen zur Rechtsprechung und zur Heerschau zusammentraten. Die letzte Rettung. Was Automobilfahrern passie. cen kann, beweist folgender Unfall, der am Spandauer Schiffahrtskanal bei Berlin passierte. Ein Kraftwagen ge ciet plötzlich lichterloh in Brand, und um wenigstens et was von dem teuren Gefährt zu retten, blieb den Insassen kein anderer Entschluß übrig, als das brennende Automobil ins Wasser zu befördern. Viel wird allerdings auch das Wrack nicht mehr wert sein. Das zweihundertjährige Jubiläum von Sanki Petersburg wird in diesen Tagen mit großem Glanze ge feiert. Bekanntlich gründete am 16. Mai 1703 Peter der Große auf dem sumpfigen Mündungsterrain der Newo eine neue Residenz. Gegen 80,000 Arbeiter waren unausgesett tätig, und wie durch Zaubermacht entstand in furzer Zeit die junge Stadt. Deutsche und holländische Handwerker jeder Branche wurden ins Land gezogen, und feine 50 Jahre nach seiner Gründung zählte Petersburg bereits 80 000 Einwohner. Die jeßigen Festlichkeiten ha ben zum Mittelpunkt eine große kirchliche Prozession, die von der Kasankathedrale zum Denkmal Peters des Großen zieht. Die Straßen in der Nähe des Monuments und die berschiedenen öffentlichen Gebäude, darunter das kleine historische Haus des Gründers der heutigen Hauptstadt, werden im Festschmuck prangen. Für das Volk arrangiert man Festlichkeiten. Die Bürgermeister der großen Städte Rußlands sind zu einem großen Bankett und anderen Festlichkeiten von der Stadtverwaltung eingeladen worden. Die Ruderklubs veranstalten eine Regatta, bei der eine Flotte von Galeeren, nach Art der Galeeren aus der Zeit Peters des Großen, die Hauptrolle spielt. In dem leinen Palast im Sommergarten, der früher von dem Monarchen bewohnt wurde, findet eine Ausstellung statt, in der man unter anderen historischen Merkwürdigkeiten auch eine Karte sehen kann, deren sich Peter der Große bediente, wenn er junge Leute examinierte, die von ihren Instruktionsreisen ins Ausland zurückkehrten. Außerdem enthält die Ausstellung ein Porträt des unglücklichen Sohnes des Monarchen, Alexis. Von anderen Dingen sind zu erwähnen eine Bettdecke, Epiegel, Tische, Stühle und Gobelins, die alle Eigentum Peters waren. Ferner sieht man seine Brille, Kleidungsstücke, die er getragen hat, geographische Darstellungen, ein Arbeitskostüm, welches er während seiner Hochzeitszeit trug. * Die Zuverlässigkeit des Bectillonschen Meßsystemé wurde in Prag schlagend erprobt. Dort wurde dieser Tage ein Mann, der mehrere Sprachen spricht, als verdächtig angehalten und vorsichtsweise in Haft genommen. Man fand bei ihm Papiere, die auf den Kamen Laurent Katherin Chautant lauteten. Da der Mann mit der Wahrheit nicht herausrücken wollte, wurde er nach dem Bertillonschen System anthropometrisch auf. genommen und die bezügliche Karte wurde nach Wien, Berlin und Paris gesandt. Aus allen drei Städten langte bie gleichlautende Meldung zur, daß das Individuum zufolge in der Karte angegebenen anthropometriſchen Daten mit dem Bäckergehilfen Konstant Bloch aus Sulz in Elsaß- Lothringen identisch ist, daß dieser Bloch bereits eine Reihe von Strafen hinter sich habe und wegen seines Bebenswandels aus Frankreich ausgewiesen sei. Jetzt erst gestand der angebliche Laurent Katherin Chautant ein, daß er sich dieser Papiere, die er von einem ,, Unbekannten gekauft haben wollte, bedient habe, um seinen virtlichen Namen zu verbergen. Der internationale Landstreicher wurde wegen Vagabondage und Beilegung eines falschen Namens zu 14 Tagen Arrest veurteilt. Nach Abbüßung der Strafe wird er in seine Heimatsgemeinde Eulz abgeschoben werden. ::: Die Großmut eines Millionenerben bildet in Brescia des Tagesgespräch. Dort starb der frühere Bürgermeister von Goito bei Mantua, Dr. Francesco Bolbrini, der mit Uebergehung seiner armen Verwandten jeinen Gutsverwalter Carlo Ceni zum Universalerben eines 3 Millionen Lire betragenden Vermögens machte. Obwohl das Testament unanfechtbar war, beschloß Ceni, von der ererbten Summe nur 500 000 Lire für sich zu behalten und 100 000 Lire seinen armen Ver-wandten zu schenken. Den Rest der Erbschaft, mehr als 8 Millionen Lire, überließ er großmütig den enterbten Berwandten des Dr. Boldrini und zahlte auch ein Legat von 200 000 Lire aus, das Dr. Boldrini in einem früheren Testament für eine Nichte festgesetzt, dann aber wieder zurückgezogen hatte. werden )[ Henequinhüte.] Die Panama- Strohhüte auf der Weltausstellung in St. Louis 1904 eine neu Konkurrenz erhalten. Diese geht von der merikanischen Regierung aus, welche für die Ausstellung Hüte aus ,, Henequin" herstellen läßt. Es sind dies die Fasern einer Alveart( Agave Irtli), welche bisher nur zur Fabrikation von Tauen und Fasergeweben verwendet wurden. ::: Einen trockenen ,, Willkommen" bot die Stadt Schweinfurt dem Prinzen Ludwig von Bayern, der dort, wie gemeldet, die landwirtschaftliche Ausstellung besucht. Er wurde vom Bürgermeister mit einer Ansprache begrüßt; zum Schlusse reichte der Vater der Stadt dem Prinzen einen kostbaren Deckelkrug zum Willkomm- Trunt. Als aber der Prinz den Deckel hob, machte er ein sehr verdubtes Gesicht: der Krug war nämlich leer! Das ganze befrackte und behandschuhte Empfangs- Komitee war im nächsten Augenblick mit dem Deffnen vɔn Flaschen beschäftigt und bald konnte der Prinz den Ehrenbecher aufs Wohl der Stadt Schweinfurt leeren. () Wie russische Bauern ,, löschen". Vor einigen Tagen, so lesen wir in russischen Blättern, entstand im Kirchdorfe Popajino, Kreis Etariza, ein großes Feuer, das schnell um sich griff und sich im Laufe einer Etunde auf das halbe Dorf verbreitete. Da es gerade Feiertag war, so versammelten sich auch aus den benachbärten Dörfern große Menschenmengen. Ans Löschen des Brandes dachte jedoch niemand, und zwar aus folgendem Grunde: Unter anderen Gebäuden war auch die fiskalische Branntweinbude in Brand geraten. Angesichts des köstlichen Nasses, das dort in großen Mengen aufgespeichert war, trat alles übrige in den Hintergrund. Die kaum begonnenen Löscharbeiten wurden eingestellt. Jeder ließ das Haus des Nachbars oder seine eigene Hütte im Etich, und eilte zur Branntweinbude, um in der allgemeinen Verwirrung sich wenigstens einen Teil des köftlichen Getränkes anzueignen. Mit kaum glaublicher Gaschwindigkeit verschwanden Hunderte von Flaschen in den Brust, Seiten- und Hosentaschen der ,, Retter", was dort nicht Platz finden konnte, wurde im Stiefelschaft untergebracht. Im Besize dieser edlen Beute ließ man ruhig das Dorf brennen, zog sich hinter einen Zaun oder sonst an ein verstecktes Pläßchen zurück und gab sich nach den Strapazen und Aufregungen dem Genusse des mit so großen Mühen erkämpften Göttertrankes hin. Die Fol gen traten nur zu bald an den Tag: nach kurzer Zeit waren nicht nur die meisten Männer, sondern auch viele Frauen und sogar Kinder sinnlos betrunken. Bald begann auch noch eine allgemeine Schlägerei der Beute wegen, und während die Flammen prasselten, die Häuser krachend zusammenſtürzten, das Vieh in den Ställen aus Todesangst an den Stricken zerrte und blökte, konnte man an einer Stelle das Geschrei der Streitenden, an einem anderen Orte den wilden Gesang der Betrunkenen vernehmen. Als das halbe Dorf niedergebrannt war und das Volk sich zerstreut hatte, fand man die Leichname von zwei Männern, die sich einfach zu Tode getrunken hatten. Ein Glück war es noch, daß die Bauern nicht in den Besitz der in der Branntweinbude aufgespeicherten Spiritusfässer gelangen konnten, denn in diesem Falle wäre die Zahl derjenigen, welche das Schicksal der erwähnten beiden Männer geteilt hätten, groß gewesen. Im ganzen sind 17 Gehöfte mit allen Nebengebäuden niedergebrannt. (::) Im Gefängnis erdrosselt. Ein kaum glaublicher Vorfall wird gegenwärtig in der italienischen Presse lebhaft besprochen und hat bereits zu energischen Maßnahmen der italienischen Regierung Veranlassung gegeben. Vor einigen Wochen wurde in der Nähe von Rom ein Matrose Namens d'Angelo wegen Insubordination gegen seinen Kapitän verhaftet und in das Gefängnis ,, Regina Coeli" zu Rom gebracht, nachdem er während des Transports von den ihn begleitenden Karabinieri in unmenschlicher Weise geprügelt worden sein soll. Im Gefängnis tobte und schrie d'Angelo so sehr, daß man ihm, wie einem Jrrsinnigen, die Zwangsjacke anlegen mußte; aber anstatt sie ihm, wie es Vorschrift ist, nur höchstens acht Stunden zu lassen, mußte er sie drei, nach einer anderen Version sogar fünf oder sechs Tage tragen. Während dieser ganzen Zeit nahm er weder Speise noch Trank zu sich, weil er freiwillig verhungern wollte, wie die einen behaupten, weil er nichts erhielt, sagen die andern. Als der Matrose am siebenten Tage seiner Gefangenschaft so schwer erkrankte, daß sein Tod jeden Augenblick eintreten konnte, wurde der Gefängnisarzt gerufen, aber der Herr Doktor tam erst 11 Stunden später, nachdem er gerufen worden war und konnte nur noch den inzwischen wirklich eingetretenen Tod des Patienten feststellen. Die Autopsie der Leiche ergab, daß er von den Wärtern mißhandelt und erwürgt worden war. Der Direktor des Gefängnisses ,, Regina Coeli" wurde daraufhin strafweise nach Catania verseßt, der Gefängnisarzt entlassen und unter Anklage gestellt. Die eigentlichen Urheber des Mordes wurden sofort verhaftet. * Das Erbbegräbnis der Leipziger Bank. In einem tiefen Kellergewölbe des stolzen Gebäudes am Rathausring, das einst dazu bestimmt gewesen, den Geschäftsbetrieb der Leipziger Bank aufzunehmen, und das nunmehr von der Leipziger Filiale der Deutschen Bank bezɔgen worden ist, werden gegenwärtig die dokumentarischen Reste des alten Leipziger Finanzinstituts, alle bis zum Jahre 1890 zurückreichenden Korrespondenzen, Geschäftsbücher und schriftlichen Belege des Etammhauses in Leipzig, Chemniß, Plauen i. V., Aue und Markneukirchen, in sichere Aufbewahrung genommen. Es ist ein eigenes Geschick, daß diese Belege aus der Geschichte eines mächtigen und doch so bald zerschmetternden Bankinstitutes gerade in jenem Baue ihre Ruhestätte finden, dessen Emporwachsen gleichzeitig ein weiteres Emporblühen der Leipziger Bank zu verheißen schien. Jetzt erzählt nur noch diese„ Bücher- Gruft" von ihrer entschwundenen Größe. Was an Belegen bis zum Jahre 1890 vorhanden war, mußte die Metamorphose zur ,, Pappe" durchmachen. Bunte Chronik. Bei einem heftigen Unwetter wurden in der Nähe von Linz( Rhein) mit Abwickeln eines Telegraphendrahtes beschäftigte Soldaten vom Blizze getroffen. Ein Soldat ward schwer verletzt und ein Offizier vom Pferde geschleudert. Drei auf dem Basaltwerk Sortselbst beschäftigte Arbeiter wurden durch einen Blizstrahl gelähmt, desgleichen ein Schiffer, der mittelst Kahn über den Rhein sehen wollte. Das Fahrzeug sant. - Der Tierarzt Iskraut aus Jerichow wird von der Staatsanwaltschaft zu Stendal wegen Sittlichkeitsverbrechens an der neunjährigen Helene Sanftleben in Tangermünde steckbrieflich verfolgt. - Der Wirt Wille bei Zeche ,, Minister Achenbach" in ber Nähe von Dortmund erschoß seine Frau und ententleibte sich selbst. Die Eheleute hinterlassen sechs Kinber, von denen das älteste zehn Jahre zählt. Vermischtes. [ Ein ,, doppeltes" Hoch.] Vom Schlusse der Tagung des Landesausschusses in Straßburg wird folgender Zwi schenfall berichtet: Der sozialdemokratische Abgeordnete Emmel hatte vor Verlesung des kaiserlichen Erlasses den Saal verlassen. Er hat seinen Siz neben dem Abgeord neten Seyller. Beim Kaiserhoch ließ nun Abgeordneter Seyller seine Stimme besonders mächtig erschallen und cief dann, auf den leeren Siz des Abgeordneten Emmel deutend: ,, Herr Präsident! Ich habe für zweie hoch ge cufen!" Unter allgemeiner Heiterkeit leerte sich der Saal [[ es Betr.: Rei Das Groß an die Gro Nach§9 dürfen die Vo Bablhandlung (( 22)[ Die längste Straße Berlins] soll nach allgemei Ermittelung ner Ansicht die berühmte Friedrichstraße sein. Das ist aber irrig. Die größte Länge der Berliner Straßen hat jezt die Seestraße, denn sie mißt 3680 Meter. Dann folgt bie Müllerstraße mit 3640 Meter, und erst an dritter Stelle kommt die Friedrichstraße mit einer Länge von 3300 Meter. [ Einen nicht wahlberechtigten Bürgermeister] hat die Stadt Elberfeld. Das dortige Stadtoberhaupt, Oberbürgermeister Funcke, ist in Elberfeld selbst nicht wahl. berechtigt, weil er in einer zwar eingemeindeten, aber zum Wahlkreise Remscheid- Lennepp- Mettmann gehörenden Straße wohnt. Herr F. wird demnach in diesem Kreise seinem Wahlrechte genügen müssen. Daß der Bürgermeister einer Stadt in ihr selbst nicht wahlberechtigt ist, dürfte mit dem Fall Funcke" wohl einzig dastehen. unmittelbares ber Boftverw worden ist, be beamten im G Wir em Anfechtungen ftehenden Rei Funktionen b * Lieb Minifterium be eines Liebig M zu treten, w Außer den vi aus der Zeit Die Heerbe, bes Hauses mehr vorhan altes Eisen bor 10 Jah vernichtet. Bfingften diesem Jah um fich ein )-([ Ein Pökelfaß zu sechs Kindern gesucht]- dieses start kannibalisch flingende Inserat kann man in dem Hohenstein- Ernsttaler Tagblatt lesen. Es handelt sich aber nicht um das Auftauchen menschenfresserischer Neigungen in Deutschland, sondern es ist nur ein von Gal genhumor diktierter Notschrei eines verzweifelten Fami lienvaters. Von Haus zu Haus war er mit seinen sechs ,, Würmern" auf die Wohnungssuche gezogen. Nirgends wollte man ihn aufsuchen, und nun will er die kleine Gesellschaft, um ihr ein Obdach zu verschaffen- einpökeln. 2[ Auch ein Zweikampf.] Von dem berühmten französi schen Kritiker Sainte- Beuve, dem dieser Tage in Paris ein Denkmal gesezt wurde, erzählt ein Pariser Blatt fol gende Anekdote: Sainte- Beuve, der wegen seiner scharfen Zunge in Dichterkreisen sehr gefürchtet war, hatte ein mal den Dichter Ratisbonne schwer gekränkt. Die beiden waren bis dahin gute Freunde gewesen, aber Ratisbonne, der, wie die meisten Dichter, sehr empfindlich war, konnte die Schmach, die Sainte- Beuve ihm angetan hatte, nicht auf sich sitzen lassen und forderte den bissigen Kritiker zum blutigen Zweikampfe heraus. Gemeinsame Freunde bemühten sich, den Streit beizulegen, aber Sainte- Beuve erklärte mit großer Entschiedenheit:, Von dem, was ich gesagt habe, kann ich nichts zurücknehmen, und ich bin bereit, Genugtuung zu geben. Ihr kennt mich und ihn; wir sind beide nicht mehr die jüngsten, und bei unse rem Leibesumfang würden wir einen Zweikampf mit De gen oder mit Säbeln nicht geschickt genug durchführen können. Ich schlage daher folgende Duellart vor: Man seze jeden von uns in einen Rollstuhl und gebe jedem von uns einen Regenschirm als Waffe; dann lasse man uns gegen einander los, bis einer besiegt auf dem Plaze bleibt." Es braucht nicht erst gesagt zu werden, daß das seltsame Duell nicht stattfand. )([ Die Schicksale eines Buches.] Auf einer Auktion von Kunstgegenständen und Antiquitäten in Manchester wird dieser Tage ein lateinisches Gebetbuch aus dem Jahr: 1516 versteigert werden, das mit 20,000 Mark bewer tet ist. Das Buch hat eine eigenartige Geschichte. Ein Bauer aus der Umgegend der englischen Stadt Klanarth brachte vor einiger Zeit zu einem Büchertrödler in Lam peter einen Sack mit alten Büchern, für welchen ihm großmütig 10 Mark bewilligt worden. Zwei der erworbenen Bücher verkaufte der Trödler dann für 10 Mark an einen anderen Händler, der eins, das Gebetbuch, für 80 Marl an einen Antiquar in Manchester weiterverkaufte. Der Antiquar bekam für das Buch 8000 Mart, und jetzt ist es für 20,000 Mark zu verkaufen. ( ,,)[ Damen als Forschungsreisende.] Drei Alpenfüh rer aus Valtoumanche sind dieser Tage nach Südamerika abgereist, um mit einer amerikanischen Dame Namens Pick eine Forschungsreise durch Bolivia, Patagonien und Feuerland zu machen. Die Reise soll sechs Monate dau ern. Man wird sich vielleicht noch erinnern, daß vor einigen Wochen auch nach Asien mehrere Alpenführer ge gangen sind, um sich an einer gleichfalls von einer Dame unternommenen Himalaya- Fahrt zu beteiligen. - (:)[ Poetischer Briefwechsel zwischen einem Richter und einem Sträfling.] Die schwierigsten Stunden seines Lebens so wird aus Newjort gemeldet hat der dor tige Polizeioffizier Ernst v. Diezelski hinter sich. Der Richter Flammer gab ihm nämlich den ebenso freundlichen wie schmeichelhaften Auftrag, eine Anzahl Verse als Ant wort auf das Gesuch eines vagabondierenden Poeten zu schmieden, der kürzlich nach Blackwells Island geschickt wurde, von wo er wieder losgelöst zu sein wünscht. Rich ter Flammer war ob der launigen Verse des modernen Troubadours sehr heiter gestimmt, ermittelte jedoch, nach dem er sich über das Vorleben des stromernden Poeten genau erkundigt, daß dieser am besten im Arbeitshause aufgehoben sei, weshalb er das Gesuch zurückzuweisen ge dachte. Das sollte nun v. Diezelski, der in der deutschen Armee gedient hat, ehe er Newyorker Blaurock wurde, in schönen Versen tun, weil er allgemein als großes Genie gilt. Er bestieg auch sofort den Pegasus, arbeitete eine ganze Nacht unverdrossen und legte dann, müde und er schlafst von der anstrengenden Arbeit, dem Kadi sein Gei stesprodukt mit der Bemerkung vor, es sei die anstren gendste Arbeit seines Lebens gewesen, und er wünsche in Zukunft von ähnlichen Folterqualen verschont zu blei ben. Der Richter las die poetischen Ergüsse, die bei wei tem nicht an die Geistesprodukte eines Goethe oder eine? Schiller heranreichen, und schickte sie dem Dichter John Donelly auf Blackwells Jsland zu; aus den gereimter und doch so ungereimten Zeilen kann er lesen, daß er seine sechs Monate pflichtschuldigst abzubrummen hat.- So gemütlich wie in Amerika dürfte es doch wohl nirgend in der Welt zugehen! Das große Los der preußischen Klaffenlotteri im Betrage von 500 000 mt. wurde gestern gezogen. Es fiel auf die Nr. 9421. Von Gewinnen über 100 000 Marb blieb nur noch ein solcher von 150 000 Mt. im Rade bietet der D heit, diese W fundiger Füh 30. und 31 Sonderfahr ( für Weftde deren vorlä gefchäftsfte WN.7, Do Pfennigma An diese St 20. Mat ge * Di einer Boftp 31. Mai in Auch für d tereffe des Patete befor * Ra ift für die Dempes in eine Traini Verh yens und im Lo fahren zu b Rennen fü auch Fußb abhalten zu Aus Δ 201 wird nächst Uhr durch Schülerzah ftügungen der hiesiger * Beglar to Tage abzu bersammlun auf Freitag * Fri des deutsche der Mitglie R : übernomme Marten fü mein Unter Wein 2 Atel Otto Farbigen es. m Schlusse der Tagun cg wird folgender 3 okratische Abgeordne aiserlichen Erlasses be B neben dem Abgeor ließ nun Abgeordnete mächtig erschallen un Abgeordneten Emm Giessener Cagesnenigkeiten. Gießen, 15. Mai 1903. Gießen, den 14. Mai 1903. Betr.: Reichstagswahlen. Das Großherzogliche Kreisamt Gießen an die Großh. Bürgermeistereien des Kreises. Nach§ 9 des Reichstagswahlgesetes vom 31. Mai 1869 150 gestiegen, hauptsächlich infolge der im Winter stattgefundenen finematographischen Vorführungen aus dem Marineleben. Die Generalversammlung des landw. Bezirksvereins Alsfeld findet Mittwoch, den 20. Mai, nach mittags 2.30 Uhr im Gasthause zur Krone" in Kir, Bugleich Christenlehre für die Nenfonfirmirten aus der Matthäusgemeinde Vormittags 9.30 Uhr: Pfarrer Scheunemann. Vormittags 11 Uhr: Kinderkirche für die Markusgemeinde. Pfarrer Scheunemann. borf statt. Herr Lehrer Schmitt zu Ohmes wird einen nach dem Hauptgottesdienst zur Besprechung über den Vortrag halten über die Frage:„ Nach welchen Grundsäßen muß die Nußgeflügelzucht betrieben werden, damit dieselbe Die Neufonfirmirten aus der Markusgemeinde werden Spaziergang in die Safristei eingeladen. abe für zweie hoch ge dürfen die Vorsteher, Beisiger und Protokollführer bei der für den Landwirt tatsächlich einen merklichen Gewinn ab- der Matthäusgemeinde versammelt sich erst nach Pfingsten. eit leerte sich der Saa Wahlhandlung in den Wahlbezirken und die Beisiger bei der wirft" und Herr Kreiskulturtechniker Buhl zu Alsfeld einen ns] foll nach allgeme Ermittelung des Wahlergebnisses in den Wahlkreisen kein solchen über:„ Die Entwässerung unter besonderer Berücks chstraße sein. Das i unmittelbares Staatsamt bekleiden. Personen, welchen von der Postverwaltung das Amt eines Postagenten übertragen worden ist, besitzen den Charakter eines unmittelbaren Staatsbeamten im Sinne der genannten Vorschriften. Berliner Straßen h 580 Meter. Dann fol , und erst an dritt mit einer Länge ho gten Bürgermeister Wir empfehlen Ihnen deshalb zur Vermeidung von Anfechtungen zu veranlassen, daß Postagenten bei den bevorsichtigung der Drainageanlagen." In der Johannestirche. Vormittags 8 Uhr: Pfarrer Dr. Naumann. Bugleich Christenlehre für die Neulonfirmirten aus der Johannesgemeinde. Vormittags 9.30 Uhr: Pfarrer Euler. Vormittags 11 Uhr: Kindergottesdienst für die Lukasgemeinde. Pfarrer Euler. rtige Stadtoberhaup stehenden Reichstagswahlen nicht mit den oben bezeichneten ersten Schnitt. Durch das nasse Wetter der letzten Tage und Bibelbesprechung. erfeld selbst nicht wah Funktionen betraut werden. eingemeindeten, abe Nettmann gehören Dr. Breidert Aus dem Ohmthal. Die Ernteaussichten für das laufende Jahr sind bisher als recht günstig zu bezeichnen. Noggen und Weizen stehen durchweg gut und auch für die Sommerfrucht sind die Aussichten gut. Der Klee hat sich durchweg sehr gnt entwickelt und verspricht einen vollen sind noch viele Landwirte mit der Kartoffelaussaat rückständig, die aber auch noch nicht verspätet ist, wenn in Kürze trockenes Wetter eintritt. Die Wiesen zeigen einen guten Ausschlag, namentlich da, wo Dünger angewendet ist. Die Obstblüte verspricht, wenn nicht durch Fröste Schäden entstehen, eine gute Ernte. Abends 8 Uhr im Konfirmandensaal: Versammlung Nächstfolgenden Sonntag, den 24. Mai, wird eine Kollefte für die evangelischen Glaubensgenossen im Ausland aß der Bürgermee eines Liebig- Museums im alten Liebig- Laboratorium näher in diesem Kreise Ministerium des Innern sehr gern geneigt ist, dem Gedanken erhoben werden. ** Liebig Museum. Wir hören, daß das berechtigt ist, dürf dastehen. Kindern gesuch]- Inserat tann man zu treten, wenn sich die Sache nur verwirklichen ließe. Außer den vier Wänden des Laboratoriums ist nichts mehr aus der Zeit der Wirksamkeit Liebigs in Gießen vorhanden. lesen. Es handelt si Die Heerde, das Sandbad sowie die sonstigen Einrichtungen schenfresserischer Ne des Hauses an denen Liebig s. 8t. gearbeitet hat, sind nicht ist nur ein von Ga mehr vorhanden, es wurde wie man uns mitteilt alles als r er mit seinen fed bor 10 Jahren etwa, beim Brande im neuen Laboratorium, e gezogen. Nirgent bernichtet. in will er die fleir verschaffen- eir Pfingsten an der Wasserkante. Wer die hoffentlich in diesem Jahre ausgezeichneten Pfingsttage benutzen will, um sich ein Stückchen Wasserfante" anzusehen, dem " berühmten französ bietet der Deutsche Flotten- Verein die Gelegen* Jubiläumsfeier des Lehrers Hünergarth mußte eingeEhringshausen. Die für den 16. Mai vorgesehene tretener Hindernisse wegen auf den 27. 1. Mts. verschoben werden. * Ruppertenrod, 13. Mai. feierte im engsten Streife ſeiner Familie, herr Behrer ettade fett 25jähriges Dienstjubiläum. Vor 25 Jahren an die hiesige, neuerrichtete Unterklasse berufen, wirkte er an derselben 5 Jahre lang, und hiernach bekleidete er seit 20 Jahren die Lehrerstelle der Oberklasse. Somit hat er 25 Jahre seiner Wirksamkeit ununterbrochen im Dienste der hiesigen Schule vollbracht. eser Tage in Baci ** Aus dem Vogelsberge. Ein überaus reges Geschäft n Pariser Blatt fo heit, diese Absicht gegen billiges Geld und unter sachin Kartoffeln findet zur Zeit statt. Die Nachfrage nach egen seiner scharfe fundiger Führung zu verwirklichen. Es soll nämlich am Saatkartoffeln in der Wetterau ist seitens unserer Vogels30. und 31 Mai Pfingstsonnabend und Sonntag) eineberger Landleute so stark, daß der Preis für die Kartoffeln tet war, hatte ein getränkt. Die beiden Sonderfahrt Berlin- Hamburg- Kiel- Berlin stattfinden en, aber Ratisbonne,( für Westdeutschland Anschluß auch in Hamburg möglich) Migelic angetan hatte, nich geſchäftsstelle des Deutschen Flotten- Vereins, Berlin Bemeljijigen fritite WN.7, Dorotheente en Gotten Bereins in Pfennigmarke Portovergütung bezogen werden kann. Un diese Stelle müssen Anmeldungen bis spätestens zum 20. Mai gerichtet werden. Freunde , aber Sainte- Beuv ,, Bon dem, was ich ehmen, und ich bin fennt mich und ihn; sten, und bei uns Sweikampf mit Le ug durchführen fön. art vor: Man ſeze jebe jedem von uns se man uns gegenDem Blaze bleibt." n, daß das seltsame uf einer Auktion von in Manchester wird ich aus dem Jahr 0,000 Mark bewer tige Geschichte. Gin hen Stadt Klanart chertrödler in Lam r welchen ihm groß vei der erworbenen 10 Mark an einen buch, für 80 Marl eiterverkaufte. Ter Mart, und jetzt ist e.] Drei Alpenfüh Je nach Südamerito en Dame Namen a, Patagonien und sechs Monate dau erinnern, daß vor re Alpenführer ge Ils von einer Dame eteiligen. en einem Richter en Stunden seines et- hat der dor. hinter sich. Der ebenso freundlichen ahl Verse als Ant erenden Boeten zu s Island geschic sein wünscht. Rich erse des modernen ittelte jedoch, nach romernden Poeter nim Arbeitshause zurückzuweisen ge r in der deutschen laurod wurde, in als großes Genit Die Vereinigung mehrerer Pakete zu einer Bostpaketadresse ist für die Zeit vom 24. bis einschl. 31. Mai im inneren deutschen Verkehre nicht gestattet. Auch für den Auslandsverkehr empfiehlt es sich im Intereffe des Publikums, während dieser Zeit zu jedem Bakete besondere Begleitpapiere auszufertigen. **[ Radfahrsport.] Der Sportplatz an der Hardt ift für die Saison 1908 an den ehemaligen& ennführer Dempes in Gießen verpachtet worden. Derselbe beabsichtigt eine Trainierschule wie solche vor Jahren unter der Leitung erh yens hier bei starker Beteiligung bestand einzurichten und im Laufe des Sommers mindestens 3 große KadwettFahren zu veranstalten, und zwar 2 für Amateure und ein Rennen für Berufsfahrer. Der Pächter beabsichtigt weiter auch Fußball- Wettkämpfe, sowie andere athletischen Spiele abhalten zu lassen. Aus Hessen und Nachbargebieten. A Lollar. Unsere Handwerker- Sonntags- Zeichenschule wird nächsten Sonntag, den 17. Mai, Vormittags von 8/2 Uhr durch den Bezirksausschuß besichtigt. Die gegenwärtige Schülerzahl beträgt 40 Die Schule erhält namhafte Unterftüßungen von der Gemeinde, vom Eisenwerk wie auch von der hiesigen Gewerbebank. us, arbeitete eine nn, müde und er Dem Radi fein Gei 3 sei die anstren und er wünsche verschont zu blei güffe, die bei wei Goethe oder eines Dem Dichter John us den gereimten er lesen, daß er brummen hat. och wohl nirgende Klaffenlotteri gestern gezogen. en über 100 000 00 Mt. im Rade ** Wezlar. Mit Rücksicht auf den am 20. Mai in Wezlar stattfindenden Wochenmarkt und dem am gleichen Tage abzuhaltenden Schwalbacher Viehmarkt ist die Generalversammlung des Landwirtschaftlichen Vereins vom 20. Mai auf Freitag, den 22. Mai verlegt worden. * * Friedberg. Hier hat sich eine Ortsgruppe Friedberg des deutschen Flottenvereins definitiv konstituiert. Die Zahl der Mitglieder, welche früher faum 25 betrug, ist auf etwa eine ansehnliche Höhe erreicht hat. Kaufte man anfangs den Doppelzentner für 5,50 Mt., so fostet er jetzt 3 Mt. mehr also 8,50 Mt. Außer den vielen Wagen Doll Rattoffen, die aus der Wetterau geholt werden, ist namentlich alle Samstag in Grünberg ein sehr reger Hanbel mit Kartoffeln. ** Göbelnrod. Ein Unglücksfall, der schlimme Folgen nach sich ziehen konnte, ereignete sich vorgestern am hiefigen Steinbruch. sigen Steinbruch. Der Landwirt Georg Willens nahm andere beigeſellten. Während er seiner Arbeit nachging, seine Kinder mit auf das Feld, welchen sich noch mehrere spielten die Kinder an den unangeschlossenen Rollwagen, die Ein Wagen, in dem sich zufällig ein Kind befand, wurde im Gleise an dem oberen Teile des Steinbruchs standen. von den andern ins Rollen gebracht, und ehe der unglückliche Bater auf das Geschrei der Kinder herbeikommen konnte, von der ſteilen Höhe in den Steinbruch gestürzt, wo es bewar eins seiner Kinder bereits mit samt dem Rollwagen sinnungslos aufgehoben wurde. Durch ärztliche Hilfe wurde das Kind wieder zum Leben zurückgebracht, jedoch zweifelt man an dessen Aufkommen. ** Kirchhain, 13. Mai. Zum gestrigen Schweinemarkt waren ca. 900 Schweine aufgefahren. Das große Angebot wirkte etwas drückend auf die Preise, welche dadurch zurückgingen, doch war immerhin noch lebhafter Handel und mittags gegen 12 Uhr der Markt beendet.= Von den Brieftauben, die am vergangenen Sonntag hier aufliegen gelassen wurden, ist eine ganze Anzahl, ca. 60-80 Stück, hier zurückgeblieben. in ihrer legten Versammlung, nicht nachzugeben und die + Mainz, 14. Mai. Die Bauunternehmer beschlossen Sperre über die Maurer aufrechtzuerhalten. Nachdem infolge der Sperre bereits viele Zimmerleute haben entlassen werden müssen, geschieht jetzt auch bei den Tünchern ein Gleiches. Kirchliche Nachrichten. Evangelische Gemeinde. Rogate, Sonntag den 17. Mai. Gottesdienst. In der Stadtkirche. Vormittags 8 Uhr: Pfarrer Schlosser. Restaurant ,, Zum Perkeo". Hierdurch gestatte ich mir ganz ergebenst anzuzeigen, daß ich das Restaurant ,, Bum Seltersweg Nr. 31 übernommen habe und in der bisherigen Weise fortführe. Perkeo" Ich babe einen guten bürgerlichen Mittagstisch à Couvert Mk. 1.-, im Abonnement 12 Marken für 10 Mr., eingerichtet. Indem ich noch be nerke, daß mein Lokal vollständig neu wieder hergestellt ist, empfehle ich mein Unternehmen dem geneigten Wohlwollen der mich beehrenden Gäſte. Gießen. Hochachtungsvoll Robert Luckenwald. Ausschank von Pilsener Bier aus der Aktien- Brauerei Gießen à Glas 10 fg. / Wein 25 Pfg.- Reichhaltige Abendkarte. Atelier für Portraitmalerei| Hilfe Otto Fritz akad. Kunstmaler. Unterricht. Plookstrasse 8 a II. Farbiges Panorama von Giessen 45 65 za 5 Mk. Kaffee- Abschlag nur in Holland! Holländ.- Compagnie für Java- Kaffee- Export Maastricht 59, Holland versendet Postcolli von 10 Pfund echten, garantirt feinsten, frisch gebrannten Holländ. Java- Kaffee geg. Nachnahme von M. 9 verzollt franko in's Haus. 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Vormittags von 6.30 Uhr an: Gelegenheit zur hl. Beichte. um 7 Uhr: Die erste heil. Messe, vor und in derselben Austeilung der heil. Kommunion. H " um 8 Uhr: Die zweite hl. Messe. " um 9 Uhr: Hochamt mit Predigt. Nachmittags um 21 Uhr: Christenlehre; darauf Andacht. Dienstag und Freitag abends 6 1/2 Uhr ist Maiandacht. Methodistengemeinde, Asterweg 16. Sonntag 17. Mai, abends 8 Uhr: Predigt. Mittwoch den 20. Mai, abends 8 1/2 Uhr: Bilbelkunde. Marttbericht. Marburg, 14. Mai. Zum heutigen Schweinemarkt stark b. schickt. Die Kaufluſt wurde erſt rege bei etwas waren aufgetrieben 1001 Stück. Der Markt war also sehr weichenden Preisen Es kosteten das Paar 4-6 Wochen alte Ferkeln 22-26 Mt., 7-8 Wochen alte 40 bis 44 Mt., 3-4 Monate alte Läufer 50-65 Mt., ältere Schweine wurden zu 80-120 Mt, je nach Größe und Qualität, verkauft. Butzbach, 14. Mai. Der heutige Schweinemarkt war infolge des günstigen Wetters sehr gut befahren. Es waren nämlich 119 Wagen angefahren. Die Preise stellten sich für Ferkel das Paar 35-40 Mt, Einlegeschweine 70-95 Mart. Schlachthaus Gießen. Rindfleisch 50 Pig. Hammelfleisch 50 Pfg. Desenfleisch 50 Pfg. gesalzenes Dchsenfleisch 35 fa. Druck und Verlag der Gießener Verlagsdruckerei, vorm. Wilh. Keller'sche Buchdruckerei( gegr. 1873); für die Redaktion verantwortlich: Albin Klein, Gießen. öbl. Zimmer mit Kabinet ab 15. Mai zu verm. E. Akmann, Maler, Gießen, Brandgasse 8, II. Möbliertes Zimmer mit oder ohne Pension Kirchplay 6. Für Bäcker! Brotpreis- Formulare hält stets am Lager die Expedition. C. Lück's Kräuter- Thee. Bestandteile des neuerdings noch wesentlich verbesserten 6. Lüd's Kräuter- Thee: Je 5 Ko. Schafgarbe, Pfriemenkraut, Lindenblüte, Ehrenpreis, Wachholderbeeren, Huflattich, Pfeffermünze, Bruchkraut, Cassiablätter, Pulverholzrinde, Alantwurzel, Wasserfenchel, Eibischwurzel, Fliederblüten, Birkenblätter, Feldthymian, Baldrianwurzel, Nessel traut, Süßholzwurzel, Bohnenhülsen, 10 Ko. Gichen spiegelrinde. Packete, die auf der roten Umhüllung nicht obige beiden Schußmarten tragen, sind nicht die echten, seit Langen Jahren bekannten und berühmten Präparate der Firma C. Lüd in Colberg, man weise solche Nach. ahmungen entschieden zurüd. Brets pro Packet Mr. 0.50. Geschäfts- Eröffnung. ROLAND HAMBURG? ROLAND HAMBURG? Einem verehrlichen Publikum von Gießen und Umgegend, sowie allen meinen Freunden und Bekannten zur gefl. Renntnis, daß ich kommenden Samstag den 16. Rai! Wer wagt gewinnt! An den Bahnhöfen Dr. 71 etne 41te Gothaer * Geld- Lotterie. Restauration mit Metgerei Zhung v. 23.- 26. Juni 1903. eröffne. Ich werde mich streng bemühen die mich beehrenden Gäste und Kunden mit nur guten Speisen und Getränken zu bedienen.- Die Metzgerei befindet sich im Hinterhaus; der Verkauf von Fleisch- und Wurstwaren erfolgt auch über die Straße. Alle meine Bokalitäten sind neu renoviert. Gießen, 14. Mai 1903. Hochachtungsvoll Karl Hartmann, Metzger und Wirt. ( früher im Rheinischen Hof".) NB. Samstag früh frische Wurft und Solberfleisch. Geschäfts- Eröffnung. Teile hierdurch den geehrten Einwohnern von Grünberg und Umgebung mit, daß ich mit dem heutigen Tage ein Schuhwaren- Geschäft eröffnet habe. Mit der Bitte mein neues Unternehmen gütigst unterstüßen zu wollen, zeichnet Alefelderstr. 3. Hochachtungsvoll Ludw. Dörr, Schuhmacher. FÜRSTLICHE BRAUEREL E TRADE LIVERPOOL LANDWIRTH WIEN FOR HYGUEEN EXHIBITION FO LONDON Gegründet 1696 VICTORIA 50862 S Alsfelderstr. 3. KÖSTRITZ THÜRINGEN RUNGSMITTELAL MAGDEBURG 1833 URC AGENDE GEN MAGDEBURG INGIN DER AMSTERDAM 1894 G LEIPZIG Gegründet 1696 Köstritzer Schwarzbier. WAAREN ZEICHEN Dieses altberühmte Bier, welches infolge seines großen Malz- und Würze- Extraktes und geringen Alkoholes besonders Kindern, Blutarmen, Wöchnerinnen, nährenden Müttern und Rekonvalescenten jeder Art von hohen medizinischen Autoritäten empfohlen wird, ist zu haben in: Gießen bei Fr. Kühuhold, Bierdepot, Ludwigstraße 55. 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Es wird mein eifrigstes Bestieben sein, alle mich beehrenden Gäste durch Verabreichung von guten Speisen und Getränken, sowie durch eine aufmerksame Bedienung zufrieden zu stellen. Gießen, 12. Mai 1903. Mit aller Hochachtung Rob. Meuser, Wirt. Nächsten Samstag Abend: Großes Freikonzert. 8000 NB. Verweise noch speziell auf mein neu eingerichtetes Weinzimmer. 6666666666666666000000000000 EINST Freie spaziert bergessen wurden. Gegen Abend trennt sich die Gesellschaft heiter und in guter Laune. und Trinten nid ländliche Spiele getrieben, wobei sei Nr. 113. Famil Freitag den 15. Mat 1903.