Nr. 12. Abonnementspreis: in Gießen, abgeholt monatlich 50 Pfg., in's Haus gebracht 60 Pfg., durch die Post bezogen vierteljährlich Mr. 1.50. Gratisbeilagen: Oberheffische Familienzeitung( täglich) Oberbeffische Zeitschrift für Landwirtschaft, Obst- und Gartenbau, sowie die Gießener Seifenblasen( wöchentlich). Das Blatt erscheint an allen Werktagen nachmittags. Donnerstag, den 15. Januar 1903. Gießener 12. Jahrgang. Insertionsprei 8: Die einspaltige Petitzeile für Gießen wie ganz Oberheffen, die Kreise Weglar und Marburg 10 Bfg. fonft 15 Vfg.: Reklamen die Petitzeile 30 resp. 40 Pfg. Boftzeitungolifte No. 3269. Rebaktion und Expedition: Gießen Neuenweg 28. Fernsprechanschluß Nr. 362. Neuelle Nachrichten ( Gießener Tageblatt) Anabhängige Tageszeitung ( Gießener Zeitung) für Oberheffen und die Kreise Marburg und Wetlar; Lokalanzeiger für Gießen und Umgebung. Enthält alle amtlichen Bekanntmachungen der Großh. Bürgermeisterei Gießen und anderer Behörden von Oberhessen. Die städtischen Oftrois. Die Gießener Neuesten Nachrichten" fönnen für sich das Verdienst in Anspruch nehmen, eines der wenigen deutschen Blätter gewesen zu sein, die rechtzeitig auf die Gefahren hingewiesen haben, die dadurch zahlreichen deutschen Kommunen erwachsen würden, wenn es im Reichstag gelänge, den Zolltarif mit einem Verbot der Oftrois auf Nahrungsmittel zu berbinden. Bereits im November vorigen Jahres hat unsere Zeitung auf diesen drohenden Eingriff in die Autonomie der städtischen Finanzpolitik durch die Reichsgesetzgebung in einem Leitartikel hingewiesen. Unsere Darlegungen, inzwischen ergänzt durch einen zweiten Aufsatz aus der Feder des hiesigen Nationalökonomen Professor Dr. Biermer, haben die Nunde durch die Presse, namentlich diejenige Süddeutschlands, gemacht und vielfache Zustimmung gefunden. Bekanntlich hat der Deutsche Reichstag, als er das Bolltarifgeset in ganz überstürzter Weise zur Verabschiedung brachte, es für gut befunden, über Hunderte von Petitionen, die aus allen Gauen Deutschlands beim Barlamente einliefen, schlankweg zur Tagesordnung überzugehen. Der Deutsche Bundesrat hat ihn daran nicht gehindert, obgleich er früher die ernstesten Bedenken hatte und wiederholt die Kabinetsfrage gestellt hat. Im Drange der Geschäfte" ist es völlig übersehen worden, daß die hauptsächlich interessierten Kommunen es an einem energischen Einspruche gegen den§ 10 des Zolltarifgefeßes, der seine Entstehung der Initiative des Deutschen Reichstags verdankt, nicht haben ganz fehlen lassen. Erst jezi wird weiteren Kreisen bekannt, daß die Magistrate der Städte Cassel, Darmstadt, Dresden, Heidelberg, Mainz, Mün chen, Potsdam, Straßburg und Wiesbaden sowie der Hessische Städtetag im Dezember bor. Is. rine Petition an den Reichstag gerichtet haben, die sich vollständig mit dem Inhalte unserer früheren Aufsätze deckt. Diese Petition ist uns erst jegt zu Gesicht gekommen, und wir halten es bei der Wichtig keit der Angelegenheit für zweckmäßig, sie unserem Leserpublikum im Wortlaute nachträglich mitzuteilen. Die Petition lautet wie folgt: Den Bitten der ehrerbietigst unterzeichneten Magistrate entgegen hat der hohe Reichstag bei der zweiten Lesung des Zolltarifgesetzes den von seiner Tariffommission beantragten § 10a, welcher die Beseitigung der für Rechnung von Kommunen oder Korporationen erhobenen Abgaben auf Getre de, Hülsenfrüchte, Mehl und andere Mühlenfabrikate, desgleichen auf Backwaren, Vieh, Fleisch, Fleischwaren und 621 Dr. Rumseys Patient. Toman von Dr. Halifar und T. L. Meade Autorisierte Bearbeitung von C. Weßner. ( Nachbend verbotex.y Endlich erhob sie sich mühsam von der Stelle, wo sie neben Vincents totem Körper gekniet, und taumelte in die Küche, Sie wollte nachdenken, aber sie vermochte es nicht, ihre( anten vers wirrten sich. Bitternd an allen Gliedern wanfte auf den Tisch zu, goß sich eine Taffe des noch heißen Cacaos ein und versuchte zu trinken. Das warme Getränk that thr gut, nach und nach wurde ihr ein wenig besser. Sie fonnte wenigstens wieder denken. Der erste Gedaufe war der an ihre Rettung, Vincent war tot feine Macht der Welt konnte ihn ins Leben zurüc rufen. Und Hetty wollte so handeln, baß feine Menschenseele auch nur den leifeften Verdacht auf sie werfen fonnte. Wie sollte sie das bewerkstelligen? Wenn es bekannt wurde, daß sie nicht bei ihm war, daß sie sich überhaupt nicht im Haufe befunden hatte, als er starb- dann war sie gerettet. Jawohl, so war es am besten. Alle Welt mußte erfahren, daß sie nicht zu Hause gewesen war. Einst hatte sie den Baron gerettet fekt mußte er sie retten. Es mußte befannt werden, daß sie heute abend eine Unterredung mit ihm gehabt hatte, gerade zu der Zeit, da ihr Mann gestorbent war. Was sie und der Baron erft als strengstes Geheimnis bewahren wollten: daß fie hinter verschlossener Thür im Bureau mit ihm zusammen war es mußte offenbar werden, hinaus pofanut in die meditierende und fritisierende Welt. Sie mußte fofort wieder zu ihm und ihm das sagen. Er mußte alles hintenansegen, um sie zu retten. Wenn er that, was sie sich ausgedacht, dann war sie sicher, Ste erinnerte sich von der Gerichtss verhandlung her eines hochbedeutsamen Wortes, welches damals bei Herbert Franzins' Tobe von Mund zu Munde gegangen war - das„ Alibi" nachzuweisen, hieß es, während die That begangen ward! Sie wollte ihr„ Alibi" nachweisen bei ihres Mannes Lode - sie war bei Baron von Audrey gewesen. Die ungeheure Gefahr, die wie ein heimliches Gespenst vor ihr auftauchte, machte sie ruhig und besonnen. Sie nahm die brennende Kerze in die Hand und ging in die Milchkammer, nahm aus dem Wandschrank die verhängnisvolle Flasche heraus und schloß den Schrank wieder zu. In die Küche zurückgekehrt, schüttete fie den Inhalt der Flasche ins Feuer und schob dann das Fläschchen in die Mitte der glühenden Kohlen. Gar bald hatten die hungrigen Flammen die Flüssigkeit aufgelegt und das Fett ausspricht, mit der einzigen Aenderung, daß diese Beseitigung erst am 1. April 1910 eintreten soll, zum Beschluß erhoben. Bunächst gestatten wir uns nochmals eindringlich auf die schweren Bedenken hinzuweisen, welche dagegen sprechen, daß der hohe Reichstag, über den durch die Verfassung der Reichsgesetzgebung gezogener Rahmen hinausgehend, bei Be ratung eines Geseßentwurfes über Reichszölle in das Selbstbestimmungsrecht der Gemeinden eingreift und hierdurch einen Vorgang schafft, welcher in Zukunft unabsehbare Folgen nach sich ziehen fann. Sodann weisen wir hin auf die in unseren früheren Petitionen bereits ausführlich dar. gelegte schwere Gefahr, welche aus diesem Beschlusse der Finanzwirtschaft der von uns vertretenen, für die Bestrei= ung ihrer Ausgaben zur Zeit zu einem erheblichen Teile auf die Einnahmen von indirekten Abgaben angewiesenen Gemeinden drobt. Bei der Unmöglichkeit, den durch den § 10a verursachten Fehlbetrag nur durch weitere Erhöhung der direkten Steuern wieber zu decken, würde den Gemeinden faum etwas anderes übrig bleiben, als ernstlich zu versuchen, ihre Ausgaben zu beschränken. Gerade in der legten Zeit sind in sämtlichen von uns vertretenen Städten viele Einrichtungen g troffen worden, welche darauf berechnet sind, das Wohl der minderbemittelten Klassen zu fördern. Selbst wenn man, was von den Verteidigern des§ 10a behauptet, von uns aber entschieden bestritten wird, annehmen wollte, daß die Lebensmittel um den vollen Bet ag der erhobenen Abgaben verteuert werden, so würde doch der hiernach auf die arbeitenden Klassen entfallende Abgabenbetrag noch bei weitem nicht heranreichen an diejenigen Summen, welche zur Beit zur Förderung gerade dieser Klassen aufgewendet werden und aufg wendet werden können, weil die Abgaben von Verzehrungsgegenständen den Gemeinden die Mittel hierzu bieten. Mit vollem Recht ist von dem Kal. Preußischen Herrn Minister des Innern bei der zweiten Lesung darauf hingewiesen worden, daß nur deshalb es den Gemeinden möglich ist, solche das Wohl der arbeitenden Klassen fördernde Einrichtungen zu treffen, weil sie eine gesunde Finanzwirtschaft haben, und daß man, wenn man in diese Finanzwirtschaft störend eingreift, die gedeihliche Entwickelung der Gemeinden hindert gerade gegen das Interesse der arbeitenden Klassen. Da überdies, wie wir auf Grund der bei den verschiedensten Gelegenheiten gemachten Erfahrungen und zweifelloser statistischer Nachweisungen als gewiß hinstellen dürfen, der Zweck der getroffenen Maßregel, die Berbilligung der Lebensbedürfnisse insbesondere für die unbemittelten Klassen, nicht erreicht werden wird, so gestatten wir uns an den hohen Reichstag noch in legter Stunde vertrauensvoll die dringende Bitte zu richten den in zweiter Lesung beschlossenen§ 10 a in dritter Lesung nicht aufrecht zuerhalten. Fläschchen vernichtet. Der schreckliche Zeuge ihrer That war befeitigt. Dak Suse bas Fläschchen mit den Tropfen gesehen, hotte sie vollständig vergessen fie hatte keine Ahnung, weiche eindringlichen Nachforschungen das Gericht anzustellen pflegte, welche Mühe ein Arzt sich gab, um irgend einen dunklen Bunkt bei überraschenden Todesfällen zu ergründen. An alles das dachte sie mit feinem Atemzuge, nur die nadte Thatsache ftand vor ihrem geistigen Auge; daß ihr Mann tot war- daß sie ihn mittels einiger Tropfen, welche ihm als Schlaftrunk dienen sollten, vergiftet hatte. „ Der Baron wird mich retten", Afterte fie vor sich hin. Wenn wir beweisen können, daß ich um diese Beit mit ihm zusammen war, bin ich geborgen. Ich will zu ihm schnell und ihm alles fagen. Es ist spät, fehr spät- und, ach, so dunkel; aber ich muß gehen." Hetty verließ das Zimmer. Den Hund nahm fie nicht mit, obgleich er abermals erbärmlich zu heuleu begann, als fie fich der Thür näherte. Er war ihr gefolgt und wollte mit ihr gehen, fie schloß jedoch die Thür schnell hinter sich zu. Er frakte an dem Holz herumt, als wolle er versuchen hinauszukommen, aber Setty nahm feine Notiz von dem angstvollen Bemühen und dem Jammern des armen Tieres. Sie war in ihrer eigenen Todes angst zu grausam, un an die eines anderen Wesens zu benken. Sie eilte schnell die Treppe hinauf in ihr feines Simmer, 309 das Jacket an und feste den Hut auf und verließ das Haus. Schwankenden Schrittes lief fie vorwärts, bis sie den Gipfel des Hügels erreicht hatte, welcher zwischen ihrem Pachtaut und dem Audrey'schen Gutshofe lag. Es war gut, daß der Weg von hier an bergab ging; denn sie mußte sich beeilen, wenn sie den Baron noch imm Bureau treffen wollte. War er nicht mehr dort, ban mußte fie, fo unangenehm ihr das auch war, ins Schloß gehen Finden und sprechen mußte sie ihn auf jeden Fall, nichts und niemand sollte sie daran hindern. Endlich hatte fie Großhofen erreicht. Sie ging auf dem thr bekannten Seitenweg auf das Gut zu und feste ihren Weg tro ber herrschenden Dunkelheit unbeirrt fort. Der Himmel war mit düfteren Wolfen bedeckt, weder Mond noch Sterne zeigten sich am Horizont. Schwankend und mühsam nach Atem ringenb ftrebte die fleine, schmächtige Gestalt vorwärts, bis sie in die Nähe des Wirtschaftsgebäudes gelangte. Jin Bureau braunte noch Licht. Gott sei Dank! Ihr Herz schlug zum Berspringen -ein Gefühl unendlicher Dankbarkeit stieg bei der Entdedung in ihr auf, daß der Baron noch hier weilte. Sie taumelte auf Sollten aber überwiegende Gründe es als unumgänglich erscheinen lassen, die Besteuerung von Verzehrunsgegenständen seitens der Kommunen zu beschränken, so bitten wir, zum mindesten biejenigen Gemeinden, welche bisher solche Abgaben erhoben, in der en ungestörtem Besize zu belassen und nur die fünftige Einführung oder Erhöhung der artiger Abgaben zu untersagen. sich bisher auf das sorgfältigste gehütet, wohlerworbene Rechte zu verlegen, insbesondere in die finanziellen Verhältnisse der Gemeinden, wie sie sich durch langjährige Erhebung von indirekten Abgaben gestaltet hatten, störend einzugreifen. Stets hat man Bestimmungen in den Abfägen 4, 5( letter Sas) und 6 des Wir geftatten uns in dieser Beziehung auf die 1867 zu verweisen, wonach bestehende indirekte KommunalArtifels 5 II§ 7 des Zollvereinsvertrages vom 8. Juli vertrages nicht entsprachen, weiter erhoben werden durften. abgaben, auch soweit sie den Bestimmungen des BollvereinsNcht minder läßt das Kgl. Preußische Kommunalabgabengesetz vom 14. Juli 1893, obwohl es in§ 14 die Reueinführung oder Erhöhung von Steuern auf den Verbrauch von Fleisch, Getreide, Mehl, Badzert, Kartoffeln und Brennstoffen aller Art verbietet, doch solche Abgaben da, wo sie bisher bestanden, weiter bestehen. Wir fönnen nicht glauben, daß zwingende Gründe vorliegen, von dieser bisher stets beobachteten weisen Bolitik des Schußes eingelebter und bewährter Einrichtungen abzugehen. Hiernächst ist noch auf einen Bunft aufmerksam zu machen, welcher eine dringende Veranlassung bietet, auch gegenwärtig die bestehenden Verhältnisse zu schonen. Die von uns vertretenen Gemeinden halten für die Erhebung der indirekten Abgaben ein mehr oder weniger bedeutendes Personal an Beamten, die zum größten Teil mit Pensionsberechtigung auf Lebenszeit angestellt sind, mithin nach Aufhebung der Erhebung von indirekten Abgaben nicht ohne Weiteres würden entlassen werden können. Die Gemeinden würden mithin genötigt sein, diese Beamten auch ferner zu besolden, ohne ihrer Dienste zu bedürfen, hierdurch aber auf lange Jahre eine große Last zu tragen, genötigt sein. Aus den vorstehend angeführten Gründen bitten wir den hohen Reichstag falls dem gänzlichen Fallenlassen des§ 10 a in dritter Lesung gewichtige Bedenken entgegenstehen sollten, den ersten Absatz dieses Paragraphen dahin zu ändern, daß von Kommunen oder Korporationen Abgaben auf Gea treide, Hülsenfrüchte, Mehl und andere Mühlenfabrifate, besgleichen auf Backwaren, Vieh, Fleisch, Fleischwaren und Fett nicht neu eingeführt oder in ihren Sägen erhöht werden dürfen." - die Thir zu, erhob die Hand und Kopfte lelse. Jm nächsten Augenblid wurde bie Thür geöffnet ein ihr völlig Frember stand vor ihr aber dort hinter ihm ftand der Baron. Im nächsten Moment wanfte fie fiber die Schwelle. Das Licht in dem großen Naume unb bie warme Luft nach ber Dunkelheit und der fühlen Temperatur im Freien verwirrten ihr die Sinne und machten fie schwindelig. Es warb ihr ganz bunfel bor ben Augen. Sie stammelte ein paar Worte, deren fie fich später nicht mehr zu entfinnen vermochte. Dann hörte fie, wie die Thür geschlossen wurde. Als sie um sich blidte gewahrte fle, daß fie mit dem Baron von Audrey allein war. Sie raffte fich auf, trat baftig auf ihn zu und fant vor ihm in bie Anice. Retten Ste mich, Herr Baron, retten Sie mich, wie ich Sie vor vielen Jahren rettete!" stammelte sie abgebrochen. Was ist geschehen Stehen Sie auf! Sprechen Sie!" Ich wollte beut abenb at Ihnen lommen- Herr Baron aber Bincent- die Stimme berlagte ihr bier, Vincent mar bor Eifersucht wie toll. Er wollte mich nicht zu Ihnen lassen, Herr Baron! Er hatte sich etwas in den Stoof gelebt, was ihn rein verbreht machte! Er glaubte- bak ich Sie- Herr Barsu - vor Jahren geliebt hätte. Ich will nicht lügen- Herr Baron einmal muß die Wahrheit doch beraus- ich habe Sie geliebt wie wahnsinnig ich liebe Sie heute noch- von ganzem Herzen- ach, ich fonnte ja nicht bafir! Sie machten sich nichts aus mir- ich weiß es- Sie haben mir nie, weder burch ein Wort, noch durch einen Blid Anlaß gegeben zu denken, Sie interessierten sich für mich und trotz alledem liebte ich Sie glühend! Sie waren in meinen Augen ein Gott to betete Sie an! Ich thue es noch- und mein Mann muß bas in meinem Gesicht gelesen haben- - Sie sind von Simmen!" unterbrach ber Baron die erregte Frau. Warum tommen Sie hierher und reben solche Worte? Stehen Sie fofort auf! Ihr Wesen und Ihre Worte flöken mir größte Besorgnis ein. Stommen Sie, Hetty, fassen Sie sich!" Bas ich zu fagen gekommen bin, muß gefagt werden". entgegnete Getty, mühsam nach Atem ringenb. Lassen Sie mich hier tauern, es erleichtert meine Schmerzen in der Seite, wenn ich mich an das Bult lehne. Mir ist, als wäre mein Herz in Stüde zerriffen, so furchtbar weh thut each-" Wenn Sie mir etwas Wichtiges zu sagen baben, so reden Sie!" brängte Audrez rem Interesse mit diesem Manne Rücksprache nehmen? Was wollen Sie tun, Barbara? 3ch besige feinen Einfluß Soll ich in 3 auf ihn," setzte er hinzu ,, er fann mich nicht leiden, aber Cic fie ihn. Ich bin dankbar für den freundlichen Ger würden nichts ausrichten können," unterbrach Lassen? führung Eie wirklich bringen und die Wahrheit ,, Es steht mir kein anderer Weg offen," erwiderte sie Ihren gegenwärtigen Entschluß zur Ausbekannt werden mude. , Nicht? Das ist Unsinn! Wenn. ich Sie nicht verrate, grauen fchaute Haaren fie im erschüttern Geiste, der den alten errn mit ben lich werden ließ. mußte schwer leiden, wenn verwundet worden, ihr geöffnet hatte.. fein vereinſamtes Herz, das imürde, der sie geliebt und sie ihr Geheimnis bekannt Leben so tief und schmerz Auch er Gesellschaft gerate. schwererem Geldbeutel, die Mutter hatte nämlich für beides damit ihm dort nichts fehle und daß er nicht in schlechte dem Herzenssöhnchen sofort in die Garnisonstadt ziehen, So stand nun Willy mit schwerem Herzen und noch aeforat, vo Deutscher Reichstag. 237. Sigung. Die Betroleumfrage. CB. Berlin, 14. Januar. Um Bundesratstische war heute wiederum der Staatssekretär Graf Posadowsky und Unterstaatssekretär b. Fischer erschienen, für turze Zeit hospitierte auch der preußische Handelsminister Möller. Auf der Tagesordnung stand ein Thema, für das sich jede Hausfrau interessieren dürfte, die Frage einer staffelmäßigen Verzollung des Betroleums. Raffiniertes Del soll nach dieser Resolution höher verzollt werden, als ungereinigte Ware. Abg. Wurm von der Sozialdemokratie sprach sich dagegen aus, weil dadurch der Preis für Petroleum unnötig erhöht werde, währeno Frhr. v. Heyl der Ansicht ist, daß durch einen gestaffelten Boll die deutsche Industrie für eine Delraffinerie gewonnen werde, wodurch das Monopol Rockefellers gebrochen und etwa 40 000 Personen Arbeit finden würden. Der Unterstaatssekretär b. Fischer teilte mit, daß die Regierung immer noch ihre früheren Bedenken gegen die Resolution habe. Der freis. Abg. Frese war gegen die Resolution, weil schließlich auch die Delreinigungsindustrie, die großgezogen werde, unter Rockefellerschem Einfluß stehen werde, was der Abg. Dr. Baasche( nat. lib.) für teinen Ablehnungsgrund hielt. Die weitere Diskussion verlor sich in eine rein private Auseinandersegung zwischen den Abgg. Graf Kaniz, Gothein, Dr. Paasche, die nichts neues mehr brachte, trobem die genannten Abgeordneten zu einer Replik und Duplit das Wort ergriffen. Nach einer furzen Bemerkung des Abg. Dr. Müller- Sagan( freis. Volkspartei) wurde die Resolution mit 152 gegen 70 Stimmen angenommen. Es folgte die Beratung der Resolutionen der Abgeerdneten v. Heyl und Stod. Die Resolution Hehl verlangt von der Regierung die Kündigung der Meistbegünstigungsflausel gegenüber allen den Ländern, die in Bollbehandlung deutscher Waren nicht Reziprozität gewähren. Die Resolution Stock verlangt die Lösung der Berträge nur gegenüber solchen, bei denen die Meistbegünstigung zu Deutschlands Nachteil ausgeschlagen sei. Nach der Begründung der Resolution durch die Antragsteller spricht sich Graf Posadomsky gegen eine prinzipielle Stellungnahme der Regierung in der Meistbegünstigungsfrage aus. Nur darauf wolle er hinweisen, baß es ein Irrtum sei, wenn man annehme, Amerika sei im vollen Besitz der Meistbegünstigung. Darauf vertagt sich das Haus auf Donnerstag Mittag 1 Uhr. Preussischer Landtag. 2. Sigung. Herrenhaus. CB. Berlin, 14. Januar. Das Haus ist besucht, als Fürst zu Wied die Sizung mt 42 Uhr eröffnet. Sie ist kurz, denn sie dauert laum eine halbe Stunde. Vor Eintritt in die Tagesordwang regte der Frhr. v. Manteuffel an, die Büste bes verstorbenen früheren Herrenhauspräsidenten Fürften Otto zu Stolberg- Wernigerode im Saale aufaustellen. Der Präsident erklärte, der Anregung Folge zu geben. Tarauf folgten geschäftliche Mitteilungen und Angaben über die Aenderungen in der Zusammenseßung des Hauses. Nachdem der Präsident die Ermächtigung erbeten und erhalten hatte, dem Kaiser zum Geburtstage die Glückwünsche des Hauses darzubringen, folgte die Bereidigung der neu eingetretenen Mitglieder Herzog Karl v. Croy- Dülmen, Prinz v. Pleß und Graf Wladimir Storzewski- Radomice. Um 2 4 Uhr vertagte sick; das Haus. Wann die nächste Sizung stattfindet, ist noch unbestimmt. Haus der Abgeordneten. - Das Finanzjahr. er= 2. Sigung. CB. Berlin, 14. Januar. Die heutige Sigung begann mit der Präsidentenwahl; das alte Präsidium, bestehend aus den Abgg. v. Kröcher, Frhr. v. Heereman und Dr. Krause wurde wiedergewählt. Dann überreichte der Finanzminister Frhr. v. Rheinbaben den Etat mit der üblichen kritischen Rede. Anfangs malte er etwas Grau in Grau. Das schlechte Geschäftsjahr, das namentlich in dem Rückgang der Eisenbahneinnahmen zum Ausdruck komme, habe völlig seine Erwartungen bestätigt. Schuld daran fei die mangelnde Kapitalkraft und der amerikanische Wettbewerb auf dem Eisenmarkte, der unsere Arbeitsfraft lähme. Gleichwohl aber finde noch ein starker Abfluß von Arbeitern nach den Industriegebieten statt, so daß die Landwirtschaft nach wie vor ein Kind der Sorge für die Regierung bleibe. Troßdem der Einnahmeüberschuß beim Eisenbahnetat um 47 Millionen Mark hinter dem Vorjahre zurückgeblieben sei und sonach die Finanzverhältnisse durchaus nicht zum Besten stehen, meldeten sich beim Reichsschazzamte die verschiedenartigsten Behörden und jedes ministerielle Ressort kämpfe, wie eine Löwin für ihr Junges, für seine Anforderungen. Mit großem Beifall wurde alsdann die Anerkennung aufgenommen, die er der weisen Finanzpolitik seines Amtsborgängers von Miquel zollte. Bis jetzt seien 771 Millionen Mark Schulden getilgt und auch im letzten Jahve habe die Schuldentilgung nicht gestockt. Es seien 178 Millionen auch in diesem Jahre zur Schuldentilgung bestimmt. Von großer Bedeutung sei es, daß die Wohmungsfürsorge nicht ins Stocken geraten und daß auch für das Deutschtum im Osten die Fürsorge nicht erlahmen soll. Zum Schluß sprach er sich für eine Reichsfinanzreform aus und betonte nachdrücklich die kulturelle Tendenz dieses Etats, indem er darauf hinwies, daß 40 Millionen Mark für Schulzwecke namentlich zur Erhöhung der Lehrergehälter vorgesehen sind. Hierauf vertagte sich das Haus bis Montag 11 Uhr. Die Politik. Eine Eisenbahn über die Anden! Nach Meldungen aus Valparaiso zieht der chilenische Kongreß den Bau einer Eisenbahn über die Anden ernstlich in Erwägung. Der Auchuß empfiehlt die Gewährung einer Zinsgarantie von 5 Prozent auf 1500000 Bfund Sterling. Der Vertrag für den Bahnbau, welcher öffent lich vergeben werden soll, soll der Regierung das Recht des Ankaufs der vollendeten Bahn vorbehalten. Ueber die Trace der Bahn ist noc nichts bekannt; hoffentlich geht es mit ihr wie mit dem Panamatanal. Mr. Joe Chamberlain und die führenden Persönlichkeiten der südafrikanischen Minenindustrie sind zu einem Uebereinkommen bezüglich der Regelung der fi nanziellen Angelegenheiten gekommen. Der Beitrag Transvaals zu den Kriegskosten soll 30 Millionen Pfund Sterling( 600 Mill. Mark) betragen. Außerdem soll eine Garantie für eine Reichsanleihe von 30 Millionen Pfund gegeben werden, welche für öffentliche Arbeiten in Transvaal und der Oranjetolonie bestimmt sind. Woher aus dem ausgesogenen und verwüsteten Transvaal die 600 Millionen Mark von den Buren aufgetrieben oder auch nur verzinst werden sollen, ist das Geheimnis Chamberlains. Kurze politische Nachrichten. * Berlin, 14. Januar.( Hofbericht.) Der Kaiser hatte heute Vormittag eine Unterredung mit dem Reichstanzler in dessen Palais. Der Kronprinz, der morgen die Reise nach Petersburg antritt, ist heute hier angekommen. Er wird, ehe er nach Beendigung seiner Universitätsstudien zur Dienstleistung beim 1. GardeRegiment zu Fuß nach Potsdam zurückkehrt, noch eine Orientreise unternehmen. Diese soll an angs März beginnen und sich über Konstantinopel bis nach Jerusa lem erstreden. Die Rückreise soll über Egypten und Italien gemacht werden. Die Dauer der Reise ist auf sieben bis acht Wochen berechnet. * Die Hauptdaten aus dem an anderer Stelle besprochenen preußischen Etat für 1903 seien hier mitge teilt: Die ordentlichen Einnahmen sind auf 2602 205 930 Mart, die ordentlichen Ausgaben auf 2516 369 633 m., die außerordentlichen auf 158536 279 ME., zusammen auf 2 674 905 930 k., mithin die Ausgaben um 72 700 000 Mark höher als die Einnahmen veranschlagt. * Die Nachrichten aus Fez lauten zur Abwechselung wieder einmal beruhigend. Die Meldung von einer Niederlage und Flucht des Sultans wird bestritten. Was ist Wahrheit? * Um der Kohlennot in Amerika zu steuern, soll demnächst der amerikanischen Voltsvertretung ein Gesetz, betr. die zollfreie Einfuhr von Kohlen nach der Union, vorgelegt werden. Der Lonyayfche Ebezwift. Eine überraschende Meldung kam dieser Tage über Wien aus Mentone: Graf Elemer Lonyay, der Gemahl der früheren österreichischen Kronprinzessin Stefanie, sollte seine Gattin nach einem voraufgegangenen heftigen Streit verlassen haben und, ohne sein Reiseziel zu verraten, plötzlich in die weite Welt gegangen sein. Diese Meldung ist allerdings sofort widerrufen worden und allem Anschein nach ist anzunehmen, daß Graf Lonyah sich noch in Rap cartin ei Mentone mit seiner Gattin zusammen aufhält. Dagegen bringt man seinen Versicherungen verschiedenen Journalisten gegenüber, zwischen ihm und seiner Gemahlin habe stets das beste Verhältnis geherrscht, in eingeweihten Wiener und Budapester Kreisen wenig Glauben entgegen. Schon vor zirka sechs Wochen tauchte die Nachricht auf, daß Graf Elemer Lonyay beabsichtige, sich von seiner Gattin zu trennen. Zwischen dem gräflichen Paare waren bereits ein Jahr nach der Verehelichung Zwistigkeiten ausgebrochen, die bei dem reizbaren Charakter der Gräfin die Kluft zwischen den Ehegatten stets erweiterten. Einen großen Teil des Jahres lebte das Paar nicht beisammen und nur bei den Hochzeitsfeierlichkeiten der Tochter der Gräfin Lonyah, der Fürstin Elisabeth Windischgräß, und später für einige Tage in Budapest wurde das gräfliche Paar wieder beisammen gesehen. In der letzten Zeit war auch davon die Rede, daß Graf Elemer Lonyay das Palais seines verstorbenen Ontels, des geweſenen ungarischen Finanzministers Grafen Melchior Lonyay, in Budapest fäuflich an sich gebracht habe, um einen Teil des Jahres dort zu verbringen. Gräfin Stefanie Lonyay soll mit diesem Entschlusse nicht einverstanden gewesen sein und dem Grafen einen dauernden Aufenthalt in London vorgeschlagen haben. Vor zirka einem Jahre pachtete Gräsin Lɔnyay das Schloß des Grafen Dr. Wenzel Kaunit in Austerlitz, doch der Aufenthalt daselbst war nur auf wenige Tage beschränkt. Gräfin Lonyay weilte zur Herstellung ihrer Gesundheit in den letzten Monaten im Süden, insbesondere auch in Nizza und Cannes. In Nizza erhielt die Gräsin den Besuch des Grafen Elemer Lonhay, und dort scheint der Zwist zwischen dem gräflichen Paare zum Ausbruch gelangt sein. Wie versichert wird, kam es zu einer übecaus peinlichen Szene. Gaf Louyay soll seine Gattin mit Vorwürfen überschüttet und ihr vorgeworfen haben, daß unter den gegenwärtigen Verhältnissen seine ehemalige tiefe Liebe zu ihr erstickt sei. Als Grund des Zwistes, der bereits dreimal zu vorübergehenden Trennungen des gräflichen Paares geführt haben soll, wird angegeben, daß die Grä, in auf ihren Reisen stets einen Auswand und Lurus trieb, der mit den Vermögensverhältnissen des Paares in feinem Einklang stand. Die Gräsin tauste um hohe Eummen auf ihren Reisen teure Gegenstände und war auch sonst nicht zu bewegen, von ihren sehr fostspieligen Passionen zu lassen. Den Hauptgrund der Differenzen bildete jedoch der Umstand, daß Gräfin Lonyay nie vergaß, daß sie einst Kronprinzessin war, und sich in die geänderte Stellung als Gräfin nicht recht hineinfinden konnte. Die Verstoßung von Seite ihres Vaters verstimmte die Gräfin sehr, und jeit der Szene an dem Totenbette ihrer Mutter, der Königin Henriette, war die Gräfin gegen die Außenwelt ganz verschlossen. Sie trat trotzdem auch ihrem Gatten gegenüber stets so selbstbewußt und als eine dem Stande nach höhere Person auf, daß dieser ihr wiederholt Vors stellungen erhob und sie auf ihre jeßige Stellung gebührend aufmerksam machte. Die Gräfin war jedoch nicht geneigt, sich zu fügen, und so war die nur mühsam aufrecht erhaltene geistige Harmonie völlig zerstört. Wohl wurde wiederholt versucht, den Zwist beizulegen. Die Verwandten der Gräfin, die sie oft- jedoch stets ohne ihren Gemahl besuchte, suchten auf die Gräfin einzuwirken und ließen ihr moralische und materielle Hilfe zuteil werden. Auch diesmal scheint 28 noch einmal gelungen zu sein, das drohende Gespenst der Trennung zu beschwören. Weder in Budapest noch in Wien glaubt man mehr, daß eine Scheidung jezt erfolgen werde. Daß aber bei den obwaltenden Verhältnissen sehr leicht wieder ein neuer Riß in das eheliche Leben des gräflichen Paares treten und daß dieser schließlich einmal unüberbrückbar werden kann, wird allgemein befürchtet und betrauert. Nab und fern. Giessen Die Berufun in den Ausschuh ber unfern Information Samstag in Darm Rattfindet ** ProvinzialBroving Doerheffen über den von Heinvi Refurs gegen einen Handlung feinen Ref Opper V. von Ett trieb einer Gaftmir abgewiefen unter B des Verfahrens u von S. an die bes Johannes Sch )-( Aenderung der preußischen Klassenlotterie. Der Spielplan der preußischen Klassenlotterie wird abgeändert. Es hat sich nämlich das Bedürfnis herausgestellt, den Spielplan, insbesondere bezüglich der mittleren Gewinne günstiger zu gestalten und zu diesem Zwecke unter Herabsetzung ves vos prises für jede Klasse eine fünfte Klasse einzuführen, die Zahl der Einsatzgewinne und damit der Freilose herabzusehen und die Zahl der Stammloje entsprechend zu vermehren. Hierdurch wird das Spielkapital jeder Lotterie von 22 545 500 mt. auf rund 33 950 000 MÉ. erhöht. Die hieraus sich ergebende Mehreinnahme des Staates von etwa 300 000 mark soll aber den Spielern in Form einer Prämie wieder zu gute tommen. Kleinhandel mit B trägt der Refurren gebühr wurde aba Gießen um Erla in Lollar wurde Furrenten in de Ro * Wie verlo bas der Alcestraß feitigen Wiefcufer und Gartenanlage, Nachflänge zur Süsseldorfer Ausstellung. Bekanntlich bildete einen der Hauptanziehungspunkte auf der Düsseldorfer Ausstellung das Nubierdorf Kairo, in welchem die braunen Gesellen aus Afrika die Besucher durch Erlangung von Backschisch" zu brandschazen pflegten. Nach Schluß der Ausstelluno sind in mehreren Fällen deutsche Mädchen mit diesen Burschen nach Afrika durchgegangen. Der deutsche Konsul in Alexandrien hat bei ihrer Ankunft im dortigen Hafen interveniert und sich mit der Düsseldorfer Behörde wegen der Rückbeförderung der Mädchen in Verbindung gesetzt. Jack der Aufschliter in Altona. In Altona treibt in den letzten Tagen ein gefährlicher Messerheld sein Unwesen. Er verlegte nachts die 30 jährige Choristin Seebold vor ihrer Wohnung in der Lübecker Straße und bald darauf ein junges Mädchen vor dem deu schen Schauspielhaus durch Stilettstiche in den Unterleib. Der Täler ist flüchtig. Man bringt die Tat wohl nicht mit Unrecht mit dem letzten Lustmorde an einer Prostituierten in Zusammenhang. |::| Menschliche Hyänen. Aus Temesvar wird gemeldet: In der nahen Gemeinde Paracz betrieben vier Bauernburschen systematisch Leichenschändung, indem sie frische Gräber öffneten, Kleider und Wertsachen der Toten raubten und verkauften. Die Spuren ihres verbrecherischen Treibens wußten sie geschickt zu verdecken. Nur ein Zufall führte die Entdeckung und Verhaftung der Täter herbei. Bunte Chronit. Aus Budapest wird telegraphiert: Prinz Friedrich Liechtenstein, der einer Jagd bei seinem Schwiegervater, dem Grafen Aponyi, beiwohnte, hatte das Unglück, einem Frster beide Augen auszuschießen. Es ist keine Hoffnung vorhanden, den Förster am Leben zu erhalten. Zu Pats in Ungarn ermordete der reiche Landwirt Stefan Horvath seine Frau und Schwiegermutter. Der Grund zu der unseligen Tat ist unbekannt. In Kassel drang der Roßschlächter Odenbach in die Wohnung seiner seit einigen Tagen von ihm getrennt lebenden Ehefrau ein. Nach Weigerung der Frau, in die gemeinschaftliche Wohnung zurückzukehren, schoß Odenbach und traf die Frau in den Kopf, die tötlich verletzt ins Landkrankenhaus gebracht wurde. Der Mörder wurde verhaftet. Vermischtes. Reiber zu Baum fann als im Site begrüft werden. entlang ziehenden, und Lonyftraße wi teilen gehören. hauptet werden, portr ff ich zu Baus Man niment an, in fleinerem Umfan [ Der Pflege des Reitsports durch europäische Herrscher] widmet der„ Sport" einen längeren Artikel. Danach ist der begeistertste Anhänger der edlen Reitkunst unter ihnen der Kaiser Franz Josef von Desterreich. Noch heute sitzt er trotz des hohen Alters frisch zu Pferde und läßt es mit Vorliebe scharfe Gangarten g hen. Noch zu Beginn der achtziger Jahre war der Kaiser ein eifriger Parforcereiter, und es gab kein Hindernis, das nicht genommen wurde. Unser Kaiser ist ebenfalls ein vorzüglicher Reiter und sißt oft stundenlang ohne Ermüdung im Sattel. Der Bar ist dagegen kein passionierter Reiter; es kommt höchst selten vor, daß man ihn zu Pferde sieht, und Jagden reitet er überhaupt nicht mit. Unter den Königen ist Alfons von Spanien ein vorzüglicher Reiter, er reitet sehr viel über Tags, aber nie ein und dasselbe Pferd, denn er liebt es, sehr oft zu wechseln. Sehr gerne reitet auch König Viktor Ema nuel, aber seine Gemahlin tut es ihm da zuvor. Streift: sie doch schon von Kindesbeinen an immer hoch zu Roß in den Bergen Montenegros herum und an Schneid kommt der Königin Elena keine zweite gleich. Der Kö nig von Portugal war ein ganz hervorragender Reiter, aber sein Körpergewicht nahm derart zu, daß er heut nur mehr ganz besonders starte Pferde reiten kann. Der König von England ist ein mäßiger Reiter und liebt auch die nationalen Fuchsjagden nicht. Er ritt sehr we nige solcher Jagden mit, die allerdings auch das Anstrengendste sind, das man sich denken kann. Sein Lieblingsreitpferd war ein arabischer Pony. Eine vorzüg liche Reiterin ist Königin Alexandra. [ Bum Gebrauch der neuen Rechtschreibung] gibt der Verfasser der in den bayrischen Schulen eingeführten ,, Sprachübungen", Lehrer Franz Dittmar, in folgenden Zeilen eine hübsche Versregel: In Tal, Tat, Ton, in Tor, Tür, Tran Ist's h für immer abgetan, Die Tränen weint man ohne h; Der Thron" steht unerschüttert da. Man trennt, es ist ein seltsam Ding, Nun Hat- ke, schwit- zen, En- gerling. Fremdwörter schreib nach deutscher Art, Wenn sie nicht fremde Form gewahrt, Zum Beispiel: Bluse, Gips, Pomade, Auch Kofs, Liför und Schokolade, Dagegen Chaise, Tour, Logis, Café, Journal und Jalousie! Nach Vorschrift seht man nun die Zeichen Wie Punfte, Strichpunkt und dergleichen. Das Komma wird ,, Beistrich" genannt Und fünftig sparsam angewandt. Schreibt man ein Wort bald groß, bald klein, Bescheiden klein wird's beste sein. ** Der Heif feiner Versammlung rats des Herrn M einer berufsste fischen Landw rung im allgemeine Grundiäßen mit de änderungen zu beri den Verhandlungen vereinen gegeben n ridzukommen und Ein Antrag des fämpft die Beschlüss eignet erscheinen, de Handelsverlehr Vor nmmene Antrag g suchen, den Beschlüs eifennung zu verjag Beranstaltung on ( unter Berücksich in der Virhaucht, Bef Landwirtschafts an der allgemeinen forgung in Hambur ** Die Arbe infolge des Frostmet ** Stadttheater Schlierser Bauernh 16. Januar das Muffaring gelanger fin feiner Glanzrelle + Kellerbrand Theute mittag gegen einem Kellerloche de meg Auf weiche Brand gerieten, greifen wurde grö ** Warnaug. tritt und viel vo französischen Armee Gastwirten von hi genehme Entdeckung. mehr belagte, stattete mab, wußte aber am edhe u berduften. 1,70 ltr. groß, un hnedigen Schnurrb pricht fremdländische Behanzia und U be Mit diesen Zeilen Un aufmerfiam ge Der im ** hier verstorbene D tand früher in Bing Des fleinen Bauernst ** Bon hesji den arg blider stai fl legung vom Staate an aus Großentüder me eben; Schieferdef Betrugs vom Staate Engel aus Röhl we Sigen. ** Große Go Hellung in Ber lichter Fortuna" v den großen Ga Veneritcage 34/35, fe nit welcher eine groß urgischer Stanindh ng tellungen lönnen sich eiligen. Ein besond der fünstlichen Erbri legt und sollen zahlrei und Einrichtungen in B Dieser schließ wird allgemein enlotterie. Der wird abgeän herausgestellt, Giessener Cagesnenigkeiten. Die Berufung des Herrn Professor Dr. Biermer in den Ausschuß der hessischen Landes hypothefenbank ist nach unseren Informationen noch nicht definitiv, da erst nächsten Samstag in Darmstadt die konstituierende Versammlung ftattfindet. ** Provinzial- Ausschuß. Der Provinzial- Ausschuß der Broving Oberhessen verhandelte in seiner geftrigen Sgung über den von Heinrich Jacobi zu Ober- Bleen erhobenen Refurs gegen einen Polizeibefehl. Jakobi zog in der VerAus Hessen und nachbargebieten. ) Klein- Linden, 14. Januar.( Selbstmord.) Gestern Vormittag wollte ein wander der Kaufmann, als er dem hiesigen Viadukt sich näherte, aus einem stehenden Güterzug ein Packet sich aneignen. Im Augenblick der Bemächtigung aber wurde er von einem Bahnbeamten erwischt. Er ergriff sofort die Flucht. An dem nach Wplar führenden Bahndamm schoß er sich mittelst eines Revolvers eine Kugel in den Kopf, worauf fofort der Tod erfolgte. Der Unglückliche soll aus Thüringen stammen und wahrscheinlich zu dieser verhängnisvollen That verleitet mittleren Gehandlung seinen Refurs zurück. Das Gesuch des Johannes schon einige Zeit außer Stellung sich befinden, was ihn em Zwede unter Opper V. von Ettingshausen um Erlaubnis zum Be affe eine fünfte trieb einer Gastwirtschaft wurde mangelnden Bedürfnisses haben wird." eminne und da hl der Stamm ardy wird das 00 Mt. auf rund ergebende Mehr abgewiesen unter Verurteilung des Refurrenten in die Kosten des Verfahrens und Zahlung eines Verhandlungsgesuchs von Sch. an die Provinzial fasse. Desgleichen das Gesuch bes Johannes Schomber zu Wiesec um Erlaubnis zum ** Bobenhausen, 14. Jan. In den letzten 14 Tagen herrschte hierorts ein reges Treiben. Nachdem der seitherige Bürgermeister M. sein Amt niedergelegt, hatte Neuwahl ſtattzufinden, welche auf den 10. Januar anberaumt war. Mart soll aber Kleinhandel mit Branntwein. Die Kosten des Verfahrens Zwei Parteien standen sich, wie früher, so auch diesmal wieder zu gut: trägt der Refurrent. Vor Erhebung einer VerhandlungsLung, Bekannt gebühr wurde abgesehen. Dem G such des K. Rühl zu Gießen um Erlaubnis zum Betrieb einer Gastwirtschaft wieder gegenüber und war es im Voraus bekannt, daß dieselben nummerisch einander gleich. Um so eiftiger wurde beide feits gearbeitet. Das Ergebnis am Wahltage ge= flat te sich folgendermaßen: Herr Heinr. Wilh. Schmidt erhielt 53, der Gegenfandidat, Herr Heinrich Horft 50 Stimmen; ersterer ist somit gewählt. Möchte es dem neumüter recht bald zu besänftigen! Sunkte auf der in Lollar wurde statig geben unter Verurteilung des ReKairo, in wel turrenten in de Rosten des Verfahrens. hazen pflegten das der Alcestraße gegenüberliegende Terrain am rechts gewählten Herrn Bürgermeister gelingen, die erregten GeBesucher durch ehreren Fällen ch Afrika durch andrien hat bei eniert und sich Rückbeförderung Wie verlautet, beabsichtigt die Stadtverwaltung seitigen Wieseckufer bis zur Wieseckbrücke, Möbelfabrit und Gartenanlage, Ligerräume 2c. des Herrn Chr. Reiber zu Bauzw den anzulaufen. Ein derartiger Blan fann als im Jiter sse der Stadt liegend nur mit Freuden begrüft werden. Die an beiden Ufern der Wſeck parallel n Altona treibt entlang ziehenden, mit modernen Gebäuden bedeckten Alice serheld sein Un Chocistin Sec teilen gehören. und Lonystraße würden zweifelsohne zu den schönsten StabtAndererseits dürfte wohl unbestritten be** Alsheim, 14. Januar. Hier wurde am Sonntag die 93% Jahre alt gewordene Ey frau des Jakob Jungmann 1 zu Grabe getragen. Als erster Leidtrogender schritt hinter dem Sarge der 92 Jahre alte Ehemann, der mit ihr in 70jahriger Ehe gelebt hatte. ** Egel bach, 14 Januar. Wie sich nachträglich herausgestellt hat, ist bei einem Feuer, daß am Sonntag hier Straße und bald hauptet werden, daß Gelände in solch günstiger Lage sich Wohnhaus, Scheuer und Stallung des Landwirts Chr. hen Schan piel. Der Täter ist nit Unrecht mit Täter herbei. agd bei seinem hnte, hatte das zuschießen. Es Bullardt einäscherte, dieser in den Flammen umgekommen. ** Vom Odenwald, 13 Januar. Die Influenza wieder weiter. Sie hat bereits eine ganze Reihe Todesfälle im Gefolge gehabt. ** Mainz, 13. Januar. Weinhändler Kern, gegen dn sich die Diebstahlsanzeigen mehren, simuliert jetzt Geistes gestöriheit. vortrefflich zu Bauzwecken eignet und gut rentieren wird. Man nimmt an, daß die Reiber's he Möbelfabrik zunächst ten in Jujam in fleinerem Umfange nach dem Seltersweg verlegt wird. ** Der Hessische Landwirtschaftsrat bat in wird g o gemeldet: seiner Versammlung vom 5. Janita: im Anschluß bes Refevier Bauern rats des Herrn Ministerialrat Braun, betr. Schaffung dem sie frische einer berufsständischen Vertretung der Ses er Toten raubfischen Landwirtschaft, b. schlossen, Großh Regie: verbrecherischen rang im allgemeinea fine Zustimmung zu den niedergelegten Tar ein Zufall Grundiäßen mit der Gitte zu erfläcen, die gewünschten Abtelegraphiert: den Verhandlungen in den landwirtschaftlichen Provinzial änderungen zu berüdsicht gen und 6 hält sich vor, i nach vereinen gegeben n'alls nochmals auf die Ang legenheit zu rückzukommen und dann erst definitive Stellung zu nehmen. Ein Antrag des Herrn Difonomierat Schlente befämpft die Beschlüsse des deutschen Han el tages, welch grückgeschlagen Der siegende Train erbeutete mehrere eignet erscheinen, der Verunreinigung der Kleie im Handelsverkehr Vorschus zu leisten. Der einstimmig angenmmene Antrag g ht dahin, die Richsregierung zur suchen, den Beschlüssen des deutschen Handelstages die An fennung zu rersag n. Ferner werden die Anträge auf Veranstaltung on relativen Leistungsprüfungen ( unter Berücksichtigung des Futteraufwandes) zur Förderung der Virhwucht, Beschichung der Ausstellung der Deutschen Landwirtschafts& sellschaft in Hannover und die Beteiligung an der allgemeinen Ausstellung für hygienishe Milchver sorgung in Hamburg angenommen. am Leben zu ceiche Landwirt ermutter. Der nt. Odenbach in die m getrennt le Frau, in die schoß Odenbach ich verletzt ins rder wurde ber rch europäisch ängeren Artikel der edlen Reit ofef von Defter en Alters frist e Gangarten g e war der Kai ab kein Hinder Kaiser ist eben oft stundenlan st dagegen tei felten vor, dai et er überhaup 3 von Spanie iel über Tag liebt es, jeh ig Viktor Em zuvor. Streift er hoch zu Ro dan Schnei gleich. Der S ugender Reite 1, daß er heut ** Die Arbeiten an den Kanalisationsarbeiten sind infolge des Frostwetters wieder eingestellt worden. 8 *** Stadttheater. Als 3. und legtes Gastspiel Schlierseer Bauernheaters wird morgen Freitag, den 16. Januar das Saftige Volfsstück„ Jägerblut" zur Aufführung gelangen. Herr Xiver Terofal tritt darin in seiner Glanzrelle als„ Badec Zangert" auf. + Kellerbrand. Einen Mensch auft uf verursacht n heute mittag gegen 12 Uhr aufsteigende Rauchwoiten aus einem Kellerloche des Restaurant„ Zum Perfeo" im Selters= weg Auf weiche Weise die dort lagernden lerren Säcke in Brand gerieten, ist rä selhaft. Durch rechtzeitiges Eingreifen wurde gröserer Schaden verhütet. ** Warnung. Ein fiember Mann, der sehr nobel auf tritt und viel von der Fremdenlegion, sowie von der französischen Armee zu schwadronieren versteht, bereitet den Gastwirten von hier und in der Umgegend manche unangenehme Entdeckung. Nachdem ihm der Landaufenthalt nicht mehr besagte, stait te er einer hiesigen Wirtschaft ein Besuch ab, wußte aber am andern Morgen ohne Begleichung seiner Zeche zu verduften. sagter, vermutlich Franzose, ift ca, 1,70 tr. groß, ung fähr 28-30 Jahre alt, hat rötlichen, schneidigen Schnurrbart, ziemlich verlebte Gesichtszüge und spricht fremdländischen Acc nt. Befleidet ist er mit schwarzem Gehanzia und U berichuhen, Gepäck hat man nicht bemerkt. etter und lid Mit dieſen Beilen ſeien die Gastro.rte zc. auf diesen GeEr ritt sehr we sen aufmerksam gemacht. kann. D auch das Ar ann. Sein Lieb J. Eine vorzüg eibung] gibt de en eingeführte r, in folgende I. Ding, Art, ahrt, 2, Zeichen ichen. int bald klein, Marktbericht. Gießen, 15. Jan. Auf dem heutigen Wochenmarkt fosteten Butter per Bid. 0.75-0.90 Mr. Hübnereter 1 St. 8-10 Pfg., Enteneter St. -00 Bfg., Käse per St. 5-8 Pfg. Käsematte 2 St. 5-6 Vfg.. Erbsen per Liter 21 Pfg., Linsen per Liter 32 Bfg., Tauben per Paar T. 0.70-1.00, hühner per Stüd Mt. 1.00-1 40, Hahnen, per Stüd Mt. 90,0-1.60, Enten per Stüd 2.00-2.50, Gänse p. Pid. 58-70 Pfg., Ochsenfleisch per Pfd. 66-76 Pig, Rindfleisch per Bfb. 60-64 Pfg. Schweinefleisch per Bfo, 70-80 Big. Schweinefleisch gesalzen per Pfund 0.84 Pig, Kalbfleisch per fb. 68-72 Bfa., Sammelfleisch per Pfd. 50-70 Vfa., Kartoffeln per 100 kilo 6.00-6.50 M., Zwiebeln per St. f. 4.50-5.50, Milch per Liter 18 Vfa. Krieg im Frieden. In der Mönchebergstraße zu Kassel ist es in der Nacht auf Montag zwischen Trainsoldaten und Artilleristen zu einer wahren Schlacht gekommen. Veranlassung gaben mehrere Artilleristen dadurch, daß sie einen Trainsoldaten ancempelten. Auf beiden Seiten wurde mit blanker Klinge gefochten und scharf zugehauen. Die Artilleristen erlitten eine schwere Niederlage. Sie wurden bis zur Magazinstraße zuMüßen und Degen, die er den andern Tag in der Artilleriefaserne ablieferte. Die Artilleristen hatten 7 Verletzte, darunter waren 3 so schwer( 1 lebensgefährlich) verletzt, daß sie sofort ins Lazareth gebracht werden mußten Der Train zählte 5 Blessierte, 2 davon sind schwer verletzt. Eine kriegsgerichtliche Untersuchung iſt eingeleitet. ** Der im Alter von 79 Jahren am Montag dabier verstorbene Domänenrot i. P. Wilhelm Rube stand früher in Binzenhein und hat sich um die Hebung des kleinen Bauernstandes große Verdienste erworben. Deueste Nachrichten. Frankfurter Vichmarkt. Zum Verkauf standen 458 Ochsen, 30 Bulien, 901 Kühe und Färsen( Stiere und Ninder), 275 Käiber, 310 Schafe und Hämmel, 1174 Schweine. Bezahlt wurde für 50 Kilo Schlachtgewicht. Ochsen: a) vollfleischige, ausgemästete höchsten Schlachtwertes bis zu 6 Jahren 69-70 mt. b) junge, fleischige, nicht ausgemästete und ältere ausgemästete 63-66, c) mäßig genährte junge, gut genährte ältere 60-62 m. d) gering genährte jeden Alters 00-00 Mr. Bullen: a) vollfleischige höchsten Schlachtwertes 62-64 Mr. b) mäßig genährte jüngere und gut genährte ältere 59-60 E kühe und Färfen ( Stiere und Rinder): a) vollfleischige, ausgemäftete Färsen( Stiere und Rinder) höchsten Schlachtwertes 61-62 Mr., b) vollfleischige ausgemästete Kühe höchsten Schlachtwertes bis zu 7 Jahren 56-57 r., c) ältere ausgemäftete Kühe und wenig gut entwickelte jüngere Kühe und Färsen( Stiere und Rinder) 45 bis 47 t., d) mäßig genährte Kühe und Färsen( Stiere und Rinder) 39-41 Mr. Wer ½ Kilo Schlachtgewicht: Kälber: a) feinft e Mast( Vollm.- Maft) und beste Saugfälber( Schlachtgw.) 78-80 Pfg( Lebendgewicht) 47-48 fg.. b) mittiere Mast- und gute Saugfälber( Schlachtgewicht) 72-75 Pfg.,( Lebendgewicht) 43-45 Pig.. c) geringe Saugfälber 60-63 Pig, d) ältere gering gewähr. Woft ämmel 64-66 Big, b) ältere Masthämmel 59-61 Bfg. Kälber( Fresser) Bfg, Scale: a) Mastlämmer und jüngere c) mäßig genährte Hämmel und Schafe( Merzschafe) 50-52 Pfa. Schweine: a) vollfleischige der feineren Rassen und deren Kreuzungen im Alter bis zu 1 Jahren( Schlachtgewicht) 56 Vig,( Lebend. gewicht) 52 Pfg., b) fleischiche( Schlachtgewicht) 69 Bfg.,( Lebendgewicht) 51 Bfg. c) gering entwickelte. sowie Sauen und Eber Pfg. Das Geschäft in Hornvieh war gut und der Ueberstand unbedeutend. In Kleinvieh war das Geschäft gut und ist der Markt geräumt. Aus Oesterreich standen 135 Ochsen zum Verkauf. Berlin, 15. Jan. An hiesiger zuständiger Stelle ist nichts davon b fanm, daß Italien und die Vereinigten Staaten für die Aufhebung der Blockade vor Venezuela eingetreten sien. Die Frage der Aufhebung der Blockade wird erst zur Etört cung fommen, wenn Bowen in Washington angelangt ist und man weiß, welche Vollmachten ihm von Castro gegeben sind. Holzversteigerungen und Holzverkäufe. Freitag, 16. Januar für Bau- und Nugholz im Gambacher Wald. Zusammenkunft jeden Tag, Vormittags 10 Uhr am Jagdhaus. Fichtenstangenholz- Bertauf. Die Fürstlich Solmsische Oberförsterei zit Lich hat aus dem Distrift Riedwalo ca 4100 Fichten Reisstangen Freitag, Freitag, ca. 57 m. und ca. 2000 FichtenDerbstangen= ca. 102 Fitm. zu ver= faufen. Angebote nimmt die Oberförsterei zu Lich entgegen. den 16. Januar, sollen in Londorf diverse Hölzer versteigert werden. Zusammenfunft vormittage 10 Uhr auf der Stride AppenbornWeitershain an der Abfahrt in den Distrift Noll. Nähere Auskunft erteilt Forstwart Leyerer, Odenhausen. Montag, den 19. Januar, von morgens 10 Uhr ab, werden bei Herrn Gastwirt& ung in Sinn aus Staatswald Eichen, Buchen, Erlen und Aspen verkauft. 16. Januar, morgens 10 Uhr, im Saale des Heinrich Völzing zu Groß- Felda aus den Distriften der Forstw. Groß- Felda; Göringerberg, Gebr. Ropf, Sumpf, Jünglingsheden, Erlentopf, Schellebainzerfopf, Volperts wiesenkopf, Lichtenplatt, Weidenberg. Hamburg, 15 Jon. Die Meldung von der Begründ ung e nes neuen Schifffan strustes durch Morgan, der alle deutschen, brushes, französischen und italienischen Schaffhausen fahriges schaften, die den Verkehr zwischen Europa und Südamerika unterhalten, umfasse, ist eine Erfindung. Wien, 15. Jan. Der Wiener Hof läßt offizös erflären, er werde sich in der Angelegenheit der sächsischen Stronprinzessin nicht ins Mittel legen. Ein Schloß in Desterreich sei der Kronprinzessin nicht angeboten worden. San Domingo, 15. Jan. Die haitianische Regierung teilte dem amerikanischen Gesandten mit, sie könne der For derung Ameritas auf sofortige Zahlung von 6500 Pfund Sterling nicht nachkommen. Caracas, 15 Jan. Elfhundert Aufständige griffen am 6. Januar Gumana an, das durch 500 Mann Regierungstruppen verteidigt wurde. Nach siebenstündigem Gefecht zogen sich die Aufständischen unter zurücklaffung von 200 Gefangenen, 300 Gewehren und 29 000 Patronen zurück. Trotz der Blockade wird für die Aufständischen täglich Munition aus Caracas nach Venezuela geschafft. Arbeitsnachweis der Stadt Gießen Gartenstraße Nr. 2( Bürgermeistereigebäude) Zimmer Nr. 14. An den Werktagen von 8 bis 1 Uhr und von Angebot der Arbeitnehmer: ** Bon hessi chen Behörden werden stedbrieflich verfolgt: arg blidher stai Pfl g aus Köngeruh im wegen Körperor= legung vom Staate anwat in Gieße; Maurer Karl Reith 3 bis 6 geöffnet. aus Großenlüder wegen Diebstahls vom Amtsanwalt zu Gießen; Schieferdecker Heinrich Aßmuß aus Nidda wegen Betrugs vom Staatsanwalt zu Mainz; Dienstknecht Joh. Engel aus Röht wegen Diebstahls vom Staatsanwalt zu Gießen. ** Große Geflügel- und Kaninen- Ausstellung in Berlin. Der Verein Berliner Geflügelzüchter Fortuna" veranstaltet vom 7. bis 9 Februar d J. in den großen Galeriesälen des Louisenhofes, S., Dresdenerstraße 34/35, seine 17. allgemeine Geflügel- Ausstellung, mit welcher eine große Kaninchens hau des Bundes Branden burgischer Kaninch nzüchter verbunden ist. An beiden Ausstellungen fönnen sich Züchter ous dem ganzen Reiche beteiligen. Ein besonderer Wert wird auf die Vorführung der fünstlichen Erbrütung und Aufzucht von Geflügel ge= legt und sollen zahlreich, diesen Zwecken dienende Apparate mid Einrichtungen in Thätigkeit gezeigt werden. 1 Friseur, 1 Fuhifnecht, 1 Fabcbursche nach auswärts, 1 Büreaugehilfe, 10 Dienstmädchen per sof rt( Gießen), 2 Dienstmärchen per sofort nach auswärts, 1 Dienstmädchen für Haus und Kinder für 1. April( Gießen), 1 Köchin per 1. April( Sieken), 1 Dienstmädchen per 1. Februar oder später( Gießen) 1 Laufmädchen für den ganzen Tag, 1 desgl. für 1. bis 2. Stunden am Vorm ttag, 1 Lauffrau. Lehrlinge: 1 Bäcker, 1 Sch einer, 2 Friseure, 1 Sattler nach auswärts, 1 Schlosser, Nachfrage der Arbeitgeber: Vorherige Besichtigung wird empfohlen. Auskunft erteilen auf Verlangen die Großh. Forstw. Jacobi zu Windund Hammel zu Schelluhausen. Freitag, den 16. Januar, vorm. 9 Uhr anfangenb werden in den Waldungen der Gemeinde Allendorf a. d. Lumda Holzsortimente versteigert. Zusammenfunft am Raulstöppel. Druck und Verlag der Gießener Verlagsbruderei, 4 Bäcker, 1 Glaser, 3 Schlosser, 1 Schmied, 1 Wagner, 2 Schneider, 10 Schreiner, 5 Hausburschen, 4 Fuhrleute, 8 Laglöhner, 1 Diensten cht, 1 Arbeiter, 2 Schreibgehilfen, 2 Dienstmädchen, 2 Lauffrauen, 1 Washfrau, 1 Flickerin. Lehrlinge: 2 Kaufleute, 1 Schreiber. für die Redaktion verantwortlich: Albin Klein, Gießen. Schönheitspflege. Erbitte fofort unter Nachnahme an untenstehende Adresse 3 Stud Aot- Scife( einfache Packung) und 1 Glas Not- Kräutertabletten. Ihre Auf- Douche erhielt ich s. 3t. und finde ich die ganze Methode so vorzliglich, daß ich nicht umhin lann, Ihnen meinen Dant auszusprechen. Achtungsvoll 8. Bt. Bad Ems, 29. Mai 02.( gez.) M. K., Hof- Schauspielerin. Fortwährend laufen derartige und meistens noch weit glänzendere Anerkennungen von den ersten Künstlerinnen und vornehmen Damen über die Zufriedenheit mit den Erfolgen der Schönheitspflege nach der Not- Methode ein. Wem daran gelegen ist, eine verblüffend schnell und einfach wirkende Methode tennen zu lernen, welche das Gesicht von Unreinigfeiten, Bideln, Mitessern, unnatürlicher Röte, Finnen, Sommersprossen, Knöichen in der Haut, Eiterpustein, Rasendote, Wimmerln und allen Flecken im Gesicht reinigt und der Haut eine wunderschöne, liebliche, frische Farbe verleiht, ferner Runzeln beseitigt oder mildert, lasse sich die hochinteressanten Mitteilungen über die Aot- Methode tommen, welche die Firma Wilh. Anhalt G. m. b. H., Ostseebad Stolberg, an jedermann vollständig gratis und franto versendet. Für jedes junge Mädchen, für jede Frau von größtem Interesse. Niemand scheue die fleine Mühe, eine Poftfarte deshalb zu schreiben. Man lernt tostenfrei überaus reelle, wertvolle, niißliche Winke, höchst schäßenswerte Auskünfte über Teintpflege und alle Gebiete der Schönheitspflege kennen, daß man für diesen Hinweis dankbar sein wird. Die Aok- Methode zeigt den Weg zu einer rationellen, wirksamen und dabei unter allen Umständen gesundheitsdienliche Schönheitspflege, die außer der eigenartigen Not- Seife( Sträuter- Sahnen- Seife) wenig Silfsmittel braucht. Die Not- Seife( Kräuter- Sahnen- Seife) ift infolge ihrer eigenartigen Zusammensetzung und ihrer einfachen burch die Not- Methode gegebenen Anwendungsvorschriften bas beste, weil natürlid to und erfolgreichste Teintpflege- Mittel ber Gegenwart. Preis in Geicients Badung A, in fünstlerischer Kartonausstattung, 1 d. 1.60, 3 Stud Mt. 4.50, in Gebrauchs- Badung B, in clegunter Bapiers Bachung, 1 Stüdf 9. 1.40, 3 Stlid Mt. 4.—, In allen feineren Parfümerie- Geschäften. Wo nicht zu haben, direkt von Wilh. Anhalt G. m. 6. S., Ostseebad Kolberg, portofrei gegen vorherige Einsendung von Mt. 5.- für A;- bezw. Met. 4.50 für B. Bekanntmachung. Gintauf bon höchsten Tagespretjen. Der vom Stadtvorstand festgestellte Fluchtlinienplan für die Marburgerstraße von der Nordanlage bis zum sen, Reh, Zieges, Fuchs, Wiesecker Wege und die von diesem Straßenzuge ab- Marder-, Otter-, Jitis, Dachszweigenden Seitenstraßen ist vom Großherzoglichen Mi- und Kaninchenfellen zu jeweiligen nisterium des Innern durch Verfügung bom 29. Novbr. 1902 mit der vom Streisausschuß empfohlenen Abänder- Georg Schultheis, ung, wonach die Vorgärten bereits von der Straße B- B ab beginnen sollen, unter Verwerfung der hiernach noch nicht erledigten Einsprüche genehmigt worden. Ich habe den Plan nuumehr festgestellt, und liegti derselbe zu Jedermanns Einsicht auf dem städtischen Tiefbauamt, Gartenstraße 2, Zimmer 6 aus. Gleichzeitig bringe ich das nachstehende, vom Großherzogl. Ministerium des Innern durch Verfügung vom 29. November 1902 genehmigte Ortsbaustatut zu diesem Plane als Nachtrag zu dem Ortsbaustatut der Stadt Gießen vom 6. Juli 1888 zur öffentlichen Kenntnis; Einziger Paragraph. Auf Grund des Artikels 20 des Gesetzes vom 30. April 1881, die allgemeine Bauordnung betr. wird be: Kürschner, Gieren, Marktstraße 3. Prima Aepfelwein. J. Arnold. Nächste Tage Gießener Stadttheater. Freitag, den 16. Januar 1903: des Drittes u. letztes Gastspiel Schlierseer Bauerntheaters: Fahrrad. Ei noch gut erhaltenes Fahrrab ( Straßenrenner) ist billig zu vert Abschlagsz. gestattet. Friedrich Schmidt, Lounsbach Beiche Beirat vermittelt Bureau Krämer, Leipzig Brüderit.6.Auskunft aegen 30 fa ägerblut. eine Morgen Freitag Mezelsuppe, wozu freundlichst einladet Hotel- Restaurant Seipp. Reines Kornbrot Bichung sicher 17. Januar garantiert nur aus Roagenmehl hergestellt, in bester, wohlftimmt, daß an den Querstraßen A- A, B- B, C- C, D- D, und E- E, Gebäude, welche nach diesen Straßen ihren Ausgang haben, auch unter den Vorausseßungen des§ 7 des Ortsbaustatuts vom 6. Juli 1888 vorerst der 1. Wohlthätigkeitsnicht errichtet werden dürfen. Ausgenommen hierbon sind die Eckbaupläge an der Marburgerstraße. Gießen, den 14. Januar 1903. Großherzogliche Bürgermeisterei Gießen. Mecum. @ teßen, den 15. Januar 1903. Der Oberbürgermeister Mecum. Bekanntmachung betr. Abhaltung der Viehmärkte. Geld- Lotterie d. Strassburg- Neud. Arbeiterhelms 2490 Geldgew. M. 41000 Hauptgewinn ,, 15000 " 1 à 15000 15000 6000 6000 27 1 à 3 à 1000 3000 " 4500 Unter Bezugnahme auf die Bekanntmachung Großh. 25 zus. 4500- Kreisamts Gießen vom 19. Februar 1902 bringen wir zur H Kenntnis der Interessenten, daß am Dienstag, den 20. 1. Mts. 400 zus. 5000= 5000 Rindviehmarkt und am Mittwoch, den 21. 1. Mts. Schweine: 2060 zusammen marft stattfindet. Gießen, 13. Januar 1903. Großh. Bolizeiamt Gießen. He her. Gascokes. In der Stadtverordnet n- Versammlung vom 22. d. Mts. wutbe beschlossen, die am 10 April d. J. feitgefeß'en Preise bis auf weiteres beizubehalten, mit der einzigen Asnahme, daß der Preis berab= 7500 Baar ohne Abzug auszahlbar Loos M. 11 L. 10 M. P. u. L. 25 Pf Nachnahme theurer, empfiehlt. J. Stürmer, Strassburg i. E. Hier: R. Buchacker, W. Semmler General- Agent Langestr. 107. Ph. Weiler. für Nuscoles. Größe Nr. 2, um 5 Pfennig für den Gentner herb: Kartoffeln, gesezt wird sobaß die Nukcokes Nr. 1 und 2 jeg gleichen Preis haben. Die Cokespreise stellen sich biernach wie folgt: Für den Gentner ab Verkaufsstelle: 1,10 Mr. Stück- Cokes Juh- Cokes, ausschließlich trocken gelagert in 2 verschiede nen Korngrößen für Stubenheizung und für weite und enge Ofenschächte passend zerkleinert: Größe Dr. 1. etwas größer als durchschnittliche Korngröße des Anthracit, gangbarste Sorte Größe Br. 2, fleiner als burchschnittliche Korngröße des Anthracit. In Wagenladungen von mindestens 36 Gentnern: Jukcokes r. 2 Bei Entnahme von mindeflens 200 Centnern: Stückcokes Jußcokes Dr. 1 Stückcokes Bußcokes Dr. 1 Dußcokes Dr. 2 1,25 Mr. 1,25 Mr. 1,05 Mr. 1,20 Mr. 1,20 Mr. 1,00 Mr. 1,15 Mr 1,15 Mr. Für Cofesabnehmer, welche awei und mehr Doppel. waggons besichen, ermäßigt sich der Preis um weitere 5 Pfa pro Centner. berechnet. Für Infuhr an das Haus werden 5 fennig für den Tentner NB. Sofern das Berbringen der Gotes bis zu 6 Centnern - auf die betr. 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