r. 293 tonementspreis: in Giehen, abgebelt monatlich 50.Bis., r's Haus gebracht 60 fg., burch bie Boft bezogen Stertels fahrlich Mr. 1.50. rattabellagen: Oberhefftfche Familienzeitung( täglich) rhefftiche Beitschrift für Landwirtschaft, bh- und di lantenban, foible bie Gießener Seifenblasen( wöchentlich). Das Blatt erscheint an allen Bertingen nagmitage. Montag, den 14. Dezember 1903. Gießener 12. Jubruang. Insertionsprei 6 Die einfaltige Besitzelle for Gießen wi gang Oberbeffen, bie Kreise Weiler und Warburg 10 fonft 15 Bfg.: Reflemen die Betitzelle 30 refp. 40 Boftzeitungsliste No. 3980. fg. g. Rebaltion und Ertebition: Gießen Neuen 28. Fernigrechaufis, 368. Neuelle Nachrichten ( Sichener Tageblatt) Anabhängige Tageszeitung ( Gießener Zeifung für Oberheffen und die Kreise Marburg und Wetzlar; Lokalanzeiger für Gießen und Umgebung Guthält alle amtlichen Bekanntmachungen der Großh. Bürgermeisterei Gießen und anderer Behörden von Oberheffen. Bekanntmachung. Die am 20. November If. Js. angeordnete Sperre oer Mordanlage zwischen der Dammstraße und dem Faufmännischen Vereinshause wird hiermit aufgehoben. Bießen, den 12. Dezember 1903 Großb. Polizeiamt Gießen. Hechler. Bekanntmachung. Es wird darauf hingewiesen, daß die Erneuerung der Erlaubnisfarten für Radfahrer, Musikinstrumente, Burus- und Automobilwagen für das Jahr 1904 im Monet Dezember im Regierungsgebäude zu Gießen, Banpplag Nr. 9, Zimmer Nr. 5, zu erfolgen hat. m 12. Dezember 1903. Grünberg 100 am Großherzogliche Bürgermeisterei Grünberg. Zimmer. nitto Bekanntmachung. Das Jagdrecht auf der Feldmark der Gemeinde mar, umfassend 700 ha, soll im Wege des MeistMebotes öffentlich verpachtet werden und habe ich hierzu Termin auf 12 Uhr, in der Gastwirtschaft von Brück am in der Galbanuar 1904, MitBahnhof anberaumt. Die Pachtbedingungen fönnen vorger auf der Bürgermeisteret hierselbst eingesehen werden. Krofdorf, den 9. Dezember 1903. Der Bürgermeister. Lichtenthäler. Das Befinden des Kaifers. † Berlin, 11. Dezentber. Die Besserung im Befinden Kaiser Wilhelms hält in erfreulicher Weise weiter an. Das beste Zeichen dafür war es, daß der Monarch heute Nachmittag seiner Hauptstadt zum stemmal feit seiner Erkrankung wieder einen Besuch machte. Er traf in Begleitung der Kaiserin nachmittags um 2 Uhr 15 min. auf dem Potsdamer Bahnhof ein, wo ihn der mit bei Juckerschimmeln bespannte geschlossene Wagen ervartete. Wie ein Lauffeuer hatte sich die Nachricht, daß der Raiser tommen werde, unter dem Publikum verbreitet, und in dichten Reihen scharten sich die Berliner, um ihrem Kaiser in frohes Willkommen zuzujubeln. Durch den Augenschein fonnten sie sich jetzt überzeugen, daß alle die Unkenrufe, die con großer Schwäche des Kaisers sprachen, stark übertrieben batten. In seiner Kürassieruniform, den glänzenden Stahlhelm auf dem Haupt, machte der Kaiser einen recht frischen und kräftigen Eindruck. Er erwiderte die Grüße des Publihums mit lebhaften Gesten, und man sah ihm an, wie herzlich er sich über die allgemeine Anteilnahme freute. Vom Botsdamer Bahnhof aus fuhr das Kaiserpaar in die Kunst. akademie, um dort die für den neuen Dom bestimmten Gemälde zu besichtigen. Für heut Abend ist ein Besuch der Borstellung im Schauspielhause vorgesehen. Am Montag mpfängt der Kaiser in Potsdam das Reichstagspräsidium. Gegenüber so flar sprechenden Beweisen sollten die Kassana stimmen von schwerer Krankheit des Kaisers wohl endlich berfüummen. Die französische Presse versteigt sich sogar schon Phantastereien von einem bevorstehenden Thronwechsel und dergleichen unsinnigem Zeug mehr. Man kann es den gutem Philistern an der Seine aber schließlich nicht verdenken, Denn sie dieses verdorbene Goullasch aus der journalistischen Sudelfüche ohne Mißtrauen hinunterschlucken, sehen sie doch, ß es in Deutschland nicht viel anders getrieben wird. Gebiffie fich eingeweiht stellende Kreise kommen immer wieder mit der Behauptung zu Tage, daß es mit dem Heilprozesse peere. Sie wollen eben nicht auf die Stimmen der Fachnämner hören, die jede Gefahr für beseitigt erklären; würde ihnen doch sonst die Gelegenheit genommen, sich mit ihrem ingeblichen besseren Wissen über Dinge, die der Allgemeinheit sers driegen bleiben sollen, zu brüsten und zu spreizen. Jezi muß die Reise des Kaisers nach dem Süden wieder dazu herhalten. Man will mit Sicherheit wissen, daß die Fahrt mit der Hohenzollern" unmittelbar nach Neujahr angetreten ririd. Der Kaiser würde zum Ordensfest wieder zurüd sein. lus Kiel wird dagegen gemeldet, daß die„ Hohenzollern" rst am 1. Februar ſeeklar sein wird. Mag dem sein, wie ihm volle, mag der Kaiser gleich oder später eine Erholungsreise anfireten: das kein Grund zu irgend einer Beunruhigung oorliegt, davon haben sich die Berliner heut durch eigenen Muggenschein überzeugen können. Der Kampf um den Etat. Die erste Lesung des Etats ergab einen Meinungsaustauisch, wie er von vornherein zu erwarten war. Immer finischeint es von Nußen, das Bild, wie es nunmehr vorliegt, noch einmal als Ganzes zu betrachten. Der neue Staatsjernetär des Reichsschakates, Srbr. v. Stenget, ist weit entfernt, Optimist zu sein. In trockener Zahlenmenschenmanier erklärte er zunächst, daß das Jahr 1902 mit einem Fehlbetrage von 30 721 000 Mark abschließe. Dieser Fehlbetrag habe seine Ursache nicht im Wachsen der Ausgaben, sondern im Zurückbleiben der Einnahmen, deren Netto- Ausfall sich auf 22 Millionen Mark stelle. Entsprechend dieser traurigen Lage sei der 1904er Etat in Bezug auf die Ausgaben mit äußerster Sparsamkeit aufgestellt worden. Trotzdem könne er natürlich nicht ohne stärkere Heranziehung der Bundesstaaten und nicht ohne namhafte Anleife existieren. Von dem Mehrbedarf entfielen 11,5 Millionen Mark auf die Veteranenbeihilfen, einschließlich derer sich die Vermehrung der gesamten Ausgaben auf 41 Millionen belausen, denen wiederum eine Einnahmenvermehrung von 15 Millionen gegenüberſtände. Die erheblichste Steigerung komme bei der Marine in Betracht: init fast 19 Millionen Mark; der Etat des Reichsheeres erfordere nur einen Mehrbetrag von 3% Millionen. Die schon im Vorjahre geforderte Gehaltserhöhung der Oberstleutnants fehre auch in diesem Jahre wieder, wofür im ganzen eine Viertelmillion Mark nötig sei. Man wird zugeben müssen, daß sich die Leitung der Reichsfinanzen alle mögliche Mühe gegeben hat, als sparsame Hausfrau zu erscheinen. Trotzdem wird ein Teil der Volksbertretung ein gewisses Mißtrauen nicht los. Im Laufe der Debatte tam dieses Mißtrauen denn auch mehrfach zum Ausdruck. Man glaubt offenbar, daß sich Frhr. v. Stengel erst sammeln wolle, um dann mit umso stärkerer Straft vor das Plenum zu treten und die aus der Ferne schon längst minkenden größeren Militär- und Marineforderungen durchzuseßen. Trägt ja seine kleine" Reichsfinanzreform mir den Charakter eines Provisoriums und ist nicht dazu_ge= schaffen, den Glauben an die Stetigkeit unserer Finanzlage zu befestigen. Solchen Gedanken gab denn auch der Vertreter der größten Partei, des Zentrums, Abg. Schädler, der zuerst zum Etat das Wort ergriff, Ausdruck. Er erkannte aber an, daß der Etat sehr vorsichtig aufgestellt und daß die darin waltende Sparsamkeit sehr zu begrüßen sei. Gegen die geplante Vermehrung der Zahl der Unteroffiziere werde das Zentrum feinen Einspruch erheben, dagegen würde es auch diesmal gegen die Verbesserung der Gehälter der Oberstleutnants stimmen. Was die Fürsorge für die Veteranen betreffe, so sei jeder Schritt nach dieser Richtung auf das lebhafteste zu begrüßen. Er, für seine Person, würde für diesen Zweck selbst davor nicht zurückschreden, auf den Boden der Wehrsteuer zu treten. Selbstverständlich sprach sich der Redner des Zentrums gegen die Ostmarkenvorlage aus und empfahl dann schließlich auch), auf dem Wege der Weltpolitik Einkehr zu halten und nicht fortgesetzt Volldampf vorauszufahren. Das Schmerzenskind der Weltpolitik kam natürlich in den Etatreden der Opposition noch besonders zur Geltung. Bebel speziell versuchte sich in ironischem Tone an unserer auswärtigen Politif. Natür lich wandte sich der sozialdemokratische Führer dann gegen die abermaligen Heer- und Marineforderungen und protestierte nachdrücklich gegen eine Wehrsteuer, durch die wiederum die ärmeren Klassen am meisten getroffen würden. Viel zurückhaltender als früher gab sich in allgemeinen im Tone Eugen Richter, der dem Kriegsminister sogar einige Komplimente machte. Selbst die fortwährende Einführung neuer Geschütze und Gewehre billigt der freisinnige Abgeordnete von Hagen heute, da er sie auf die Fortschritte in der Erfindung zurückführen müsse. Der Etat an sich findet natürlich ebenso wenig seine Billigung wie die neue Finanzreform. Im Gegenteil, er findet den Etat so unflar wie möglich. Natürlich ist auch er gegen die Erhöhung der Oberſtleutnants- Gehälter, in der er lediglich eine weitere Belastung des Pensionsetats sieht. Es herrsche da ein Mißverhältnis im Vergleich zu den übrigen Beamten. Bezüglich der Veteranenbeihilfen beklagt er sich über das diskretionäre Verfahren der Behörde, die auch darin wieder nicht von der Schablone weichen wolle. Die Einführung einer Wehrfteuer ist selbstverständlich absolut nicht nach seinem Geschmack. Besonders absprechend beurteilte er das Verbleiben unserer chinesischen Brigade in Ostasien, das uns viel mehr koste, als unsere ganze Ausfuhr nach China Wert habe. Ueberhaupt sind die Kolonien Kiautschau, Südwestafrika u. s. w. für Richter unglaubliche Begriffe. Er findet für sie nur Spott und Hohn. Richter fordert Erhöhung der Matrikularbeiträge anstatt der geplanten Anleihe. Die Redner von der Rechten( Graf Stolberg für die Konservativen, v. Kardorff für die Reichspartei, Sattler für die Nationalliberalen) sind naturgemäß weniger kritisch im einzelnen, bekennen aber alle, daß sie die Lage wenig rosig fehen. Graf Stolberg meint allerdings, daß der kommende Zolltarif mit seinen Einnahmen wieder alles ins Lot bringen werde. Uebersieht man so das Bild, das die erste Be ratung des Etats bot, die wie üblich die Gelegenheit für rhetorische Erfursionen auf alle Gebiete der inneren und äußeren Bolitik hergeben wird man zu dem Er gebnis gelangen, daß ein pf um die Bewilligung der einzelnen Positionen nicht entbrennen wird. Abgesehen von einigen Streichungen im Etat für Heer und Marine wird höchstens noch die Ostmarfenvorlage auf Hindernisse stoßen, die der preußische Landtag am Ende wieder wird wett machen müssen. கர் Die Politik. Ueber die Verwendung der Reichsanleihen ergibt sich Näheres aus der dem Reichstage zugegangenen Denkschrift über die Ausführung der seit 1875 erlassenen Anleihegeseze. Von den bis Ende 1902 begebenen Anleihen sind 1639,7 Millionen für die Heeresverwaltung, 528,6 Millionen Mart für die Marineverwaltung, 174,9 Millionen für die Eisenbahnverwaltung, 106,0 Millionen für den NordostKanal, 97,5 Millionen für die Post- und Telegraphenverwaltung, 46,4 Millionen für das Münzwesen, 40 Millionen als Beitrag des Reichs zu den Kosten des Zollanschlusses Hamburgs, 16,6 Millionen für das Auswärtige Amt, 12 Millionen für den Zollanschluß Bremens, 243,9 Millionen für die Erpedition nach Ostasien verwendet worden. Nach einer bisher noch unbestätigten Blättermeldung soll zum Nachfolger des Gouverneurs von Deutsch Südwestafrika, Oberst Leutwein, der deutsche Generalkonsul in Kapstadt, v. Lindequist, ausersehen sein. Er gilt bei den Deutschen am Kap als ein guter Kenner afrikanischer Verhältnisse und ein sefr energischer Mann. Italien. Als eine Anerkennung des Königreichs Italien, wenn auch nur eine unmittelbare, kann ein Beschluß des Papstes angesehen werden, der in Italien einiges Aufsehen erregt. Die Verwaltung des Peterspfennigs hat nämlich auf Wunsch des Papstes Pius beschlossen, den größeren Teil der Gelder des Heiligen Stuhles aus den Londoner Banken zurückzuziehen. Man schätzt den Betrag auf 20 Millionen Lire. Das Geld soll in neuen 3½ prozentigen italienischen Renten angelegt werden. Mit dieser Begebung ist der Vatikan selbstverständlich an dem staatlichen Gedeihen des Königreichs Italien auf stärkste interessiert. England. In lezter Zeit verbreitete Nachrichten über eine angeblich schwere Erkrankung König Eduards werden neuerdings auf das entschiedenste dementiert. Der König sebe vielmehr vortrefflich aus und befände sich in der beitersten Stimmung. Belgien. Nachrichten aus Brüssel zufolge sind Verhandlungen im Gange, um die bisherige englisch- belgische Schiffahrtsverbindung zwischen Antwerpen und dem Congo durch eine deutsch belgische zu ersetzen. Der jetzige Kontrakt läuft Ende 1904 ab. Offenbar ist die Kündigung des englisch- belgischen Schiffahrtsvertrags durch Belgien darauf zurückzuführen, daß England der Antläger des Congostaates geworden ist. amolbitus@ 96a side Rufeland. Infolge Ueberhandnehmen der Studentenunruhen in Kiew sind die Vorlesungen an der dortigen Universität aufj zwei Tage eingestellt worden. Den ausständischen Studenten ist es nämlich gelungen, eine allgemeine Obstruktion herbeizuführen. Polizisten und Kosafen halten die Ordnung vor dem Universitätsgebäude aufrecht. Zwecklose Torenstreiche! Alien. Ueber das Abkommen zwischen Rußland und Japan oder doch über den Vorschlag eines solchen Abfoumens, den Rußland den Japanern gemacht hat, wird jetzt Näheres befannt. Rußland erklärt sich in seinem Vorschlage mit der Neutralität Nordkoreas einverstanden und überläßt den Süden der Halbinsel den japanischen Ansprüchen. Die Schwie rigkeit der Verständigung bildet die Mandschurei, hinsichtlich deren Japan Rußland nicht freie Hand geben will. Japan verlangt im Einverständnis mit Amerika die offene Tür und fordert ferner die Behandlung der koreanischen Frage unabhängig von der Mandschurei. Das ist freilich ein Verlangen, auf das Rußland sich nicht einlassen fann. Indessen gibt Rußland sich alle Mühe, mit Japan zu einer Verständi gung zu kommen. Der Zar hat an den Statthalter Admiral Alerejem neue Instruktionen sehr gemäßigten Charakters bezüglich der Verhandlungen mit der japanischen Regierung gesandt. Alerejem steht in allen auf Ostasien bezüglichen Fragen in unmittelbarer Verbindung mit dem Zaren, wäh rend der Minister des Auswärtigen Graf Lambsdorff dabei erit an zweiter Stelle tommt. Die Geschäfte werden in Wirk lichkeit allein vom Zaren und dem Admiral Alerejew er ledigt, jede günstige Wendung, welche die ostasiatische Frage nimmt, wird der Friedensliebe des Baren zugeschrieben. Uebrigens ist die von uns angekündigte Auflösung des japanischen Parlamentes inzwischen erfolgt. menn Amerika. A Die Strupellosigkeit der amerikanischen gelben Presse". enn es gilt, gegen Deutschland zu hetzen, ist bekannt. Ein recht charakteristisches Pröbchen brachten die legten Tage Da stand in Newyorker Blättern zu lesen: Der amerikanische Generalmajor Mac Arthur habe bei einer militärischen Konferenz in Honolulu einen Strieg mit Deutschland weger Südamerikas für„ unabwendbar"(!) erklärt und ihn sogar als„ bor der Tür stehend"(!) bezeichnet. Jegt erklär General Mac Arthur, er babe solche Aeußerungen nicht ge tan. Das wird freilich die gelbe Presse" nicht abhalten zu behaupten, er habe es doch gesagt. Jedenfalls lehrt die manet ite L De Boren nie bie fein Fuß mehr um betreten. arnice Sind? Deinen aus: audi ber erettete wäre dir fiir bir fonte, labral if eine orbeit, lojce เวค inht nur offen leben soll er, Dei's drum. Ich begehre ihn ja nicht für mich. nicht so a mir Nur Sei Du Sprachſt neulich ſo lange im furchtbar zu Grunde gehen. Bischen Bilister nicht loNEON W vald eines geivaltmit denen sie ihre Gaben geschmückt Fräuleins Tränen auf die Blumen und Blätter gefallen, famen Lopes fterben sollte. Sie hatte gesehen, wie ihres ( Fortsetzung folgt.) hatte. hattoch brav Hübschen C Seine Durchlaucht dem ihren Nachbar und Konkurrenten, Allein warum, warum, um aller, en padre jest ganz rot bei dem Gedanken, daß sie sich höhnischer Schadenfreude auf seinem Heiligen den Monsieur Georg willen hatten Peters, Metallt hatte. ihrer niger en annehmen route Rachbarin 1" jaateurge Beit, verftebe ele end Telne Sand olge werden dann begreifen, daß igen Sicht leser Krau und sein Gefolge Ankündigung des hohen Besuches, doch den op ber fangen lassen muß, um das gleich anwenn instand zu setzen, und sie werk aus für die junge Hausfrau fich nicht wundern, meine Braut mir den Gefallen tut, die Seri Sache wieder, daß man det uns solche weldungen der gelben Presse nicht sonderlich tragisch zu nehmen braucht. O Viel Federlesens zu machen ist nicht Sache der Yankees. Noch ehe Kuba formell amerikanischer Staat geworden ist, haben die Vereinigten Staaten von dem fubanischen Hafen Guantanamo als amerikanischer Flottenstation Besitz ergriffen. Zu dem Akte, der ohne besondere Feierlichkeit bor sich ging, waren 400 amerikanische Seesoldaten und 300 Matrosen gelandet worden. Die Kubaner wurden um ihre Zustimmung erst gar nicht gefragt: Das Sternenbanner ging am Mast empor, die amerikanischen Truppen präsen tierten, die Musik spielte den Yankee doodle, und die Sache war erledigt: Guantanamo ist amerikanischer Kriegshafen. Das nennt man kurzen Prozeß machen! Trotz des amerikanischen Protektorats über Panama wollte Kolumbien zunächst doch der neuen Republik den Krieg erklären, hat sich inzwischen aber eines anderen besonnen 2100 Mann folumbischer Truppen waren an den Küster des Golfes von Darien gelandet, um in Panama einzufallen Ferner waren weitere 5000 Mann kolumbischer Truppen au dem Marsch nach Panama. Da aber das ganze in Frage kommende Gebiet unpassierbar war, ganz abgesehen von der dort ansässigen, bisher unbesiegten Indianerstämmen, mußter die kolumbischen Truppen zurückbeordert werden. Sie sini nau großen Leiden nach Karthagena zurückgekehrt. Balkan- Staaten. * Europa scheint nun doch sich auf seine Würde besinner zu wollen. Rußland, Deutschland und Desterreich- Ungari haben ihre Gesandten in Belgrad nebst allen übrigen diplo matischen Beamten mit un 6 e stimmten Urlaub aui Belgrad abberufen. Der Grund dieser außerordentlichen Maßregel ist, daß der Königsmord nicht nur noch imme ungefühnt ist, sondern daß die Königsmörder am Belgrade Hofe die erste Rolle spielen. Bei den bevorstehenden Hof festlichkeiten wäre eine Berührung der ausländischen Ge sandten mit jenen Elementen nicht zu umgehen gewesen Wirkungsvoller wäre es wohl gewesen, man hätte die Ge sandten erst gar nicht mit König Peter in offiziellen Vertehr treten lassen, so lange der Königsmord ungeahnde blieb. Deutfcher Reichstag. ( 6. Sizung.) CB. Berlin, 12. Dezember. So schnell ist selten im Reichstage gearbeitet worden wie jeute. In knappen zwei Stunden erledigte das Haus die erste und zweite Lesung des Handelsvertragsprovisoriums mit England. agringen eventfow entgegen, die nur geeignet seien, Herrn Chamberlain Waffen gegen Deutschland zu liefern. Der Sozialdemokrat Bernstein trat für die Borlage ein; seine Ausführungen führten noch einmal die Grafen Kanit und Reventlow auf den Plan, denen Herr Bernstein antwortete. Damit schloß die erste Lesung. Die zweite war noch kürzer. Inzwischen war ein Antrag Herold- Spahn vom Zentrum, das Provisorium auf zwei Jahre, also bis Ende 1905, festzusetzen, eingegangen. Bei der Abstimmung wurde dieser Antrag, nachdem die Anträge Reventlow und Kardorff gefallen waren, mit großer Mehrheit angenommen. Die dritte Lesung der Vorlage wurde auf Montag angesetzt; das Haus ging dann in der Etatsberatung und der Beratung des Reichsfinanzreformentwurfs weiter. Für diesen Entwurf brach zunächst der preußische Finanzminister v. Rheinbaben eine Lanze. Er führte 11. a. aus: Für die deutschen Kleinſtaaten sei es unmöglich, so hohe Matrikularbeiträge aufzubringen. Eugen Richter habe zwar tags zuvor für das Dußend Kleinſtaaten mit besonders ungünstiger Finanzlage die Spendierhosen angehabt( Heiterkeit), es sei ihm damit aber doch wohl nicht Ernst gewesen. In den kleinen Bundesstaaten liege die Sache jedenfalls noch viel schlimmer, als in den großen. Die Debatte begann ein neuer Mann im Reichstage, der Holsteinische Abg. Graf Reventlow( Antis.). Er stellte sich als den Sprecher des Bundes der Landwirte und der neuen Wirtschaftlichen Vereinigung" vor und bekämpfte in jeinen Ausführungen die von der Regierung geforderte Verlängerung des Provisoriums auf unbestimmte Zeit. Statt dessen verlangt er die Verlängerung nur auf ein Jahr, außerdem will er das Handelsprovisorium nicht auf diejenigen Kolonien Englands ausgedehnt wissen, die die deutsche Einfuhr schlechter behandeln als die englische. Der Redner richtete sehr scharfe Angriffe auf die Handelspolitik des Reiches und vor allem auf die englische Zollpolitik uns gegenüber. Er sprach davon, daß die Bevölkerung Deutschlands zu der Regierung fein Vertrauen habe. Die Regierung solle dem Auslande die Zähne zeigen. Die deutsche Handelspolitik verdiene, um mit dem Kanzler zu reden, die Censur Vb. Erheblich andere Tonart beherrschte die Rede des konservativen Grafen Kani. Er erklärte, seine Partei habe nach wie vor das Vertrauen zur Regierung, daß sie die deutschen Wirtschaftsinteressen wahrnehmen werde, wie sie versprochen habe. Deshalb stimme seine Partei der Vorlage zu, unter der Voraussetzung, daß sie auf eine bestimmte Zeit beschränkt werde. Abg. v. Starzynski( Pole) bekämpft die Ostmarfen Zulagen. Abg. Schrader( freis. Ver.) erklärte sich ebenfalls gegen die Ostmarken- Zulage. Was den Etat angeht, so sei er ungünstig; viel könne daran aber nicht gebessert werden. Die Erhöhung der Oberstleutnantsgehälter lehne er ab, so lange nicht auch die entsprechenden Kategorien der Rivilbeamten ebenso behandelt werden. Die Vorteile, die die Finanzreform- Verlage bringt, sei nicht viel wert. Der Redner verbreitete sich dann über den Fall Forbach und erflärt weiter: Unter allen Umständen müsse das Vorkommen von Mißhandlungen in der Armee beseitigt werden, vor allem durch schärfere pflichtmäßigere Kontrolle seitens der Vorgesezten. Der Redner schloß mit einer Aufforderung an die Regierung, auf dem Gebiet der sozialen Fragen tätiger zu sein als bisher, namentlich die Rechtsfähigkeit der Berufsvereine und das rückhaltlose Koalitionsrecht der Arbeiter, das Vereins- und Versammlungsrecht und die Arbeiterfammern zu gewähren. Eine Kritik der Bedeutung der Sozialdemofratie schloß die Rede. In entschiedener Weise nahm Staatssekretär Graf Posa. dowsky gegen den Abg. Grafen Reventlow Stellung. Eine Handelspolitik, wie dieser sie empfehle, würde Deutschland mit aller Welt in einen Zollfrieg verwickeln, sie würde die deutschen Interessen aufs schwerste schädigen. Die Frage der Handelsverträge müsse mit Ruhe behandelt werden. Abg. Gothein( frs. Verg.) verteidigt gegenüber den beiden Vorrednern aus dem Hause die Nichtkündigung der Handelsverträge und empfiehlt die Annahme der Vorlage. Abg. v. Kardorff( Reichsp.) will das Provisorium auch nur um ein Jahr verlängern, tritt aber im übrigen den AusDer Wildhirt. Eine Voltserzählung von J. Becker- Marburg. Abg. Payer( südd. Volksp.) beleuchtet die ungünstige Finanzlage und bezeichnet den„ Militarismus“ als deren Hauptursache. Die Finanzreformvorlage lehnt er ab. Dann vertagte sich das Haus auf Montag 2 Uhr. Aus dem Gerichtsfaal. lisajen Geruch ausströmten. Die wenigen nod) lebende Tiere wurden von der Bahngesellschaft übernommen, dern sie mußten sofort geschlachtet werden. Dem Besizer wur dafür etwa 400 Mark ausgezahlt. Dieser erhob eine Scha ersazklage gegen die Bahn, indem er behauptete, der führer habe die Schweine vor der Verladung baden las Edaveine könnten aber solche naturwidrige Behandlung vertragen. Die Bahngesellschaft wurde wegen mangel wewene freigesprodjen. § Wegen Vatermordes wurde der 19 Jahre alte Arbeiter Franz Späth aus Raiserslautern vom Schwurgericht in Zweibrücken zu zehn Jahren Zuchthaus und die üblichen Nebenstrafen verurteilt. Der Angeklagte hatte im Auguſt d. Is. seinem dem Trunke ergebenen Vater, dem Schlosser Späth, abends bei der Rückkehr von der Arbeit aufgelauert und ihn mittels vier Revolverschüsse niedergestreckt. Der Vatermörder war der Tat vollkommen geständig. Die Geschworenen verneinten die Schuldfrage nach Mord und bejahten die Schuldfrage nach Totschlag, worauf das Gericht auf die obige Strafe erkannte. Damit verließen beide die Wildhütte, indem sie vorsichtig im dunkeln Schatten des Buchenwaldes da hinschlichen. Nach einer Wanderung von etwa fünf Minuten tamen sie an die alte Lehmkaute. Diese be stand aus einem weitläufigen rings von Hügeln, welche dicht mit dornigem Gebüsch bestanden waren, umgebenen Gelände, das vielfach durchschnitten und durch graben war. Während an der einen Seite hohe Erdwände starrten, befanden sich an anderen Stellen unregelmäßige Aufschüttungen, neben tiefen Löchern. Das Ganze machte den Eindruck der Verwilderung und der berlassenen Dede, wie das in der Regel der Fal ist bei abgegrabenen Lehmgruben oder außer Betrieb gefeßten Steinbrüchen. Nab und fern. Der Schönburg- Waldenburgsche Ehezwiſt wird ryt ein zweites gerichtliches Nachspiel haben. Wie aus No gemeldet wird, will jetzt der wieder nach seiner toskanischen Heimat zurückgekehrte Kutscher Benedetti, der angeblide Entführer der Prinzessin Alice, gegen den Gemahl der Prinzessin, den Prinzen Schönburg- Waldenburg, die Ver leumdungsklage erheben. § Der Gendarm als Einbrecher. In Essen wurde von der Strafkammer der Gendarm Fuhrmann zu zwei Jahren Zuchthaus und fünf Jahren Ehrverlust verurteilt. Juhrmann hatte den Geldschrank der Heinrichshütte in Hattingen erbrochen und 3000 Mark daraus geraubt. Tiophel schritt nach einer schluchtartigen Vertiefung, welche an drei Seiten von hohen Erdwänden umgeben war, über deren Rand sich dichtes Gestrüpp und Ge büsch neigte. Sorgfältig verfteeft unter Steingeröl lag hier die Büchse, welche er hervorholte. fand man ty Die beiden L Don der Leid geldhafft mou Stolpern mi [ Derr Lehrer Pro Der falsche Verwandte. In Berlin wurde der Arbeit Hermann Hubert aus Königsberg i. Pr. unter dem dringen den Verdacht verhaftet, einen Mord an einem Königsberge jungen Mädchen und verschiedene weitere Straftaten be gangen zu haben. Hubert hatte sich als angeblicher Ber wandter bei einem Berliner Gastwirt einzuschmuggeln wußt. Als dieser Betrug aufgedeckt wurde, kam es heraus, daß man es mit einem gefährlichen Verbrecher zu tun hatte § Wegen wissentlichen Meineids wurde der Polizeisergeant Otto Gerlach) aus Dirschau vom Schwurgericht in Danzig nach mehrtägiger Verhandlung zu drei Jahren Zuchthaus und 5 Jahren Ehrverlust verurteilt, auch wurde der Angeflagte für unfähig erklärt, jemals wieder als Zeuge eidlich bernommen zu werden. Bei der Urteilsverkündigung wurde seitens des Vorsigenden ausgeführt, daß von einem Beamten besonders Wahrheitsliebe verlangt werden müsse und deshalb eine verschärfte Strafe für Meineid in Anwendung zu bringen sei! " Da hastese. Nun versuch Dein Glück. Wenn's unten im Feld flappert, denn weißte, daß fie kommen." Die Burschen trennten sich damit, Hangeurt, indem er vorsichtig am Rande des Waldes hinschlich, der Wildhirt, um sich links nach dem offenen Felde zu wenden. Der Mons war inzwischen hoch über den Wald gestiegen und erleuchtete bei flarem Lichte das weite Gelände. Der Hangcurt hielt die Büchse Tiophels wo fie dieser berbefommen, darüber hotte er nichts ge befannte Be troffen tot 3 bieß, einn er fich übera Ignorrte einen Belz. fondern befr Die Gräfin in Männerkleidung. In das Hospital Beau jour in Paris wurde ein junger Automobilist eingeliefert, de bei einem Zusammenstoß lebensgefährlich verletzt worden war, Bei der Untersuchung stellte es sich aber heraus, daß man eine Dame in Männerkleidern vor sich hatte. Es war die 20jährige Komtesse Jvry, die den Automobilsport stets in männlicher Kleidung ausübte. Die Unglückliche, die mit einem Lastwagen zusammengefahren und aus ihrem Wagen geschleudert worden war, erlag nach kurzer Zeit ihren Ver legungen. § Naturwidrig. Ein furioser Prozeß hat sich jüngst in Meriko abgespielt. Ein Viehhändler versandte eine Anzahl Schweine im Werte von etwa 5000 Mark von Ocotlan nach Monterrey. Unterwegs berendete ein großer Teil, und bei der Ankunft in Monterrey mußten die Wagen schleunigst aus der Station entfernt werden, meil sie einen pestilenziaStraße u. 1 nur bon tro mein für feb Jahre fand Aufnahme war das G Gräfin Russel zum zweitenmal geschieden. In London purde die zweite Ehe der Gräfin Russel mit dem Kutscher Brown gerichtlich geschieden. Die Lady hat eine schlimme Zeit hinter sich. Als es sich herausgestellt hatte, daß ihr Mann nicht der stolze Prinz Athrobald Stuart de Mndens var, für den er sich ausgab, nahm ihn Gräfin Russel doch als ihren Gemahl in das Palais ihrer Mutter, der Lady Scott, auf. Mr. Brown sagte jedoch offenbar der vornehme Lon im Hause seiner Gattin auf die Dauer nicht zu. Er blieb Nächte hindurch von Hause fort und beantwortete die Fragen seiner vornehmen Frau mit derben Schimpfworten und Drohungen Privatdetektives stellten schließlich fest, daß er fich mit Dire umhertrieb, und als er deshalb in Gegenwart der Schwieger mutter von seiner Frau zur Rede gestellt wurde, mißhandelte er sie in brutalster Weise sagt- fest in der Hand. Das Gefahrvolle seines Thuns wich weit zurück vor dem Reiz desselben. Er war, seitdem Ttophel Wildhict geworden, schon öfters des Nachts draußen bet ihm in der Hütte gewesen und beide hatten dann auch jedesmal dem Wilde nachgestellt, wobei aber Hangcurt noch niemals etwas getroffen, denn ein geübter Schütze war er eben nicht. an allen m bon über 2 funden wur [ Papf find im Va bauern eing richtet wird, zu gewähre fämtliche G nädten Be fiben. Ein g Sach' ift fo berlogenen Brügel ger g'hauen, da fann ich ni Er fe fo blaß au B.: Ja Ein B der Kerl da ner: Er Schmeißer ウ Der! * Die Untersuchung der geheimen Humbertpapiere hat jetzt endlich eine Sensation gebracht. Die Kommission hat die Ueberzeugung gewonnen, daß in den Akten, die sich af den begnadigten Deserteur Brugnière beziehen, sich mehren irreführende Radierungen werden nachweisen lassen. Eine Fälschung ist schon aufgedeckt worden. Sie betrifft die Randbemerkung auf dem Briefe Gustav Humberts, die nat der Abschrift, welche der Kommission bisher allein vorlag, vom General Boulanger unterzeichnet war. In der Ur schrift der Akten, welche die Kommission zuletzt einfal stehen nur die Anfangsbuchstaben G. B., und daneben i mit Bleistift vermerkt, es sei damit der Direktor der Militä justiz Bonnet gemeint. Bei genauerer Prüfung stellte fib aber heraus, daß ursprünglich in der Tat der Name Bou langer dort gestanden, und daß man ihn später bis auf dm Anfangsbuchstaben ausradiert hatte. Er hatte Posto gefaßt hinter einem großen Dornbursch, der sich in dichter Masse am Rande des Acker: landes befand. Da bernahm er unten im Felde die Klapper des Wildhirten und gleich darauf das Heran: tommen einer Anzahl Hirsche, deren einzelne Stücke er bei dem Mondlichte leicht unterscheiden konnte. Sie nahmen ihre Richtung nach der Stelle, wo er stand und mußten, wenn sie selbige beibehielten, dicht am Busche vorüberstreichen. Hochklopfenden Herzens ducte sich Hangcurt, obwohl das garnicht nötig war, und nahm die Büchse an die Wange. Er stand schußbereit, als in langen Säßen die Hirsche heranfamen zuerst das Leittier, welches jetzt nur wenige Schritte vor dem Gebüsch auftauschte. Einen Woment stußte cs, weil es augenscheinlich von der neuen Gefahr Wind bekommen hatte. Dies genügte, daß ihm der Bildschüß denn das war nun Hangcurt einen Treffer aufbrennen fonnte, so daß das Tier nach kurzen Fluchten am Rande des Waldes zusammenbrach. Er wartete, bis nach einer fleinen Weile Tiophel athemlos heranfam. " Vermischtes.** A[ Die althannoverschen Uniformen] werden bei dr Hundertjahrseier der drei in Hannover garnisonierenden gimenter, an der auch der Kaiser teilzunehmer: beabsichtg aufs neue zur Geltung kommen. Sämtliche noch lebe Offiziere der vormals föniglich Hannoverschen Armee hale die Aufforderung erhalten, in ihren alten hannoversche Uniformen den ani 19. Dezember in Hannover stattfinder den Festlichkeiten beizuwohnen. Bleib still," rief ihm dieser schon von Weitem zu, und als er dicht in seine Nähe fam, flüsterte er:„ M'r müffen uns' ne Zeitlang ba im Wald verstecken und abwarten, ob der Schuß nit am End'' n Forstlaufer, der fich im Wald' rumaetrieben. becbeiaelockt bat. [ Ein treuer Hund.] Treue Anhänglichkeit hat let Jagdhund des Gutsjägers Leu zu Sponholz bekundet. öger war zwei Tage lang verschwunden; beim Nachinder Denn siehste,& wär' mir' ne miserable Geschic wennse mich beim Wildern erwischten, nit wegen de paar Monaten Loch- da läg' mir schon nichts dranaber dann könnt d'r Gemeinde am End' aufgege werden,' n andern Wildhirten anzuschaffen, und Amt behalt' ich gern." tochter hat lich, weil fi pier spielen Die beiden Burschen sprangen in den Wald bersteckten sich im Gebüsche, wobei sie immer die St im Auge behielten, wo der Hirsch liegen mußte. S warteten nun schon eine ganze Weile, aber es tein Laut vernehmlich. ' S is alles cher," meinte Tiophel, indent borwärts schlich und alsbald vor dem hirsch stand Diesmal hafte Glück gehabt, denn hasten gut g troffen." " Die im Vogels bahin bean im Kreise behaupteter banden, wi Mißhägbe Feloftrafgef Bogelsberg Weidner m Sprechung Der Schulgefu wird erled Die d fahren bei dahin bean Der wette Fef feine Folg Hangcurt war außer sich vor Freude über den g lungenen Schuß. Wenn ihm selbst auch das erleg Stück Wild nicht viel nüßen konnte denn nach Haue durfte er doch nichts davon mitbringen--, so war do der Umstand, daß er einen Hirsch derart getroffen, de er alsbald nach dem Schuß zusammengestürzt w ein außerordentlich erfreulicher für ihn und hob sen Selbstgefühl nicht wenig, denn er betrachtete sich nu schon als einen Wilddieb, der sein Handwerk verstand wobei man bedenken muß, daß in den Augen de Landleute jeder, von dem man glaubte, daß er mi Erfolg wilddiebte, in feinem Ruse nichts einbüßte, jo sogar in einen gewissen Ansehen stand, und zwar au dem sehr natürlichen Grunde, weil eben das Hirschwi den Leuten oft sehr viel Schaden an den Feldfrüchten anrichtete. Freilich betrachtete man andererseits eine der Wilddieberei Verdächtigen als einen Menschen, d stets den Strid um den als habe, der ihm zugezo würde, wenn man ibn rewischte.( Forts. folgt. Auch Domanial forftwarte, Folge geg Der Weinbaud in der all Domänen Der Antr nommen. Sier tage 10 X den Ober ** Manche, und ihre Swed zu das Geld beffer ver wir möcht bei einer ridfichtig Daß Ciek bingt der dürfen. gewerbe Lande ein Bayern auf den jabraus, man in und das In dem Lösung d feine lieb Lichtoolle Broßherz enigen og Lt jaft übernom efer erhob Dem Beiker er behauptete, be Berladung babe idrige Behandle rde wegen mang ern. Tab man ihn erschossen negen. Der Hund hatte getreulicy Diikiden Tage und Nächte bei der Leiche gewacht und war bau der Leiche nicht wegzubringen, als sie zu Wagen fort. geeftaf fit wurde. Der Jäger hat sich wahrscheinlich beim bern mit seinem eigenen Gewehr erschossen. [ Der reiche Arme.] In Altona stürzte der alte SprachLehrer Professor" Beliz, ein Sonderling und eine stadtbellesonate Persönlichkeit, auf der Straße vom Schlage getroffen tot zu Boden. Professor" Beliz, wie er allgemein bien notleidender Schriftsteller", war gefürchtet, weil enr: fich überall bei Theater, Konzerten u. dergl. Freifarten " je Cheswift scorette. Selbst in den heißesten Sommertagen trug er aben. Wie a nach feiner tost edetti, der a egen den Gem ma Belz. Er rauchte gern, faufte sich aber keine Bigarren, ondern befriedigte sein Rauchbedürfnis, indem er auf der Eraße u. 1. w. Zigarrenstummel sammelte. Er lebte fast mar bon trockenen Semmeln, und so kam es, daß er allgeWaldenburg in fiür sehr arm und hilfsbedürftig galt. Noch im vorigen erlin wurde der Br. unter dem an einem Stoni weitere Straf dh als angeblide irt einzuigmugg wurde, fam es Verbrecher zu t In das Hospit omobilist eingelie rlich verlegt wor aber heraus, fich hatte. Es Automobiliport e Unglüdlid, und aus ihren furzer Zeit i geldjieden. J tuffel mit den Lady hat eine sgestellt hatte, bald Stuart de n Gräfin Ruffe Mutter, der ar der vornehme icht zu. Er bli portete die Frage fworten und Dr t, daß er fich mil Degenwart der G stellt wurde, mi hen Humbertpapie t. Die Kommi n den Atten, d re beziehen, figm nachweisen laffe rden. Sie ban ftab Sumberts, on bisher allein net war. In mission zulett G. B., und da der Direktor der erer Prüfung Der Tat der Nam n ihn später bis o ( s. rmen] werden bei ver garnifonierende eilzunehmer. beabj Sämtliche nod noverschen Arme en alten ham in Hannover ft Anhänglichtet Sponholz belum unden; beim miferable dhten, nit w ir schon nights am End' aug anzufchaffen, en in den Wal et fie immer Sie liegen mußte Weile, aber d e Tiophel, ind or dem hi enn haften gu Freude über be Eft auch das e- denn na ingen-, fo wa berart getroffen ammengefürt ihn und hob betrachtete fid Handwerk be in den Augen laubte, daß a nichte einbifte land, und zwar eben bas bir on den Felfrid andererfeits d inen Meniden der ihm ge Fortfol chre fand er auf Kosten der Armenanstalt längere Zeit Aufnahme im Allgemeinen Krankenhause. Um so größer war das Erstaunen, als heute bei der Nachlaßaufnahme aan allen möglichen Stellen in der Wohnung ein Vermögen hon über 20 000 Mark in Gold und Kassenscheinen aufgefunden wurde. Lachende Erben. - - 0[ Papst Pius modellmüde.] In den letzten Wochen fiind im Vatikan hunderte Gesuche von Malern und BildBauern eingelaufen, in denen an Papst Pius die Bitte geichtet wird, zu einem Gemälde oder einer Büste eine Sigung au gewähren. Der Papst hat nun den Auftrag gegeben, sämtliche Gesuche abschlägig zu beantworten, da er in der istem Zeit nicht gesonnen ist, einem Künstler Modell zu riben. Gün gewissenhafter Beuge. Stoffel:„ Die Sadh' ist so g'wesen: Der Schreiner hat den Hirschwirt einen erlogenen Spizbuben g'heißen; da hat der Hirschwirt einen Brügel genommen und hat den Schreiner hinten' nauf hauen, das' s patscht hat. Ob er ihn aber' troffen hat, Hann ich nit sagen, ich hab' g'rad g'schnupft. Er kennt seinen Sohn. A.: Ihr Sohn sieht To bloß aus, der ist wohl ein rechter Stubenhocker?" 8: a ein Bierstubenhocker." - Ein Biedermann. Wirt:„ Warum kriecht denn Ber Kerl da schon immer unter dem Tisch herum?" Kellmer: Er hat ein Zehnmarkstück verloren." Wirt: Schmeißen Sie ihn heraus, ehe er's wiedergefunden hat!" Der Musikfein d.„ Die kleine KommerzienratsHotter hat sich aber schnell verloben können. Wahrscheinid, weil sie so viel Geld hat." Oder weil sie nicht Klacoier spielen fann!" ( Luſt. Welt.) Hessischer Landtag. Darmstadt, 12. Dezember 1903. Die Anfrage der Abgg. Hauck u. Gen., die Hütekinder Logelsberg betreffend, wird von Staatsminister Rothe bahin beantwortet, daß das Verdingen von Hütefindern nur in Ameise Lauterbach in größerem Umfang üblich sei. Die haupteten Mißstände seien lange nicht in dem Maße vorBandan, wie angenommen werde. Die noch vorhandenen ßägde würden durch bezügliche Bestimmungen im neuen eloftrafgesetz und durch die beabsichtigten Meliorationen im Bogelsberg noch weiter beseitigt. Auf Antrag des Abg. Weidner wird Drucklegung der Anwort und alsdann De prechung beschlossen. Der Vorstellung des Algemeinen deutschen Vereins für Ghulgesundheitspflege, betreff nd Anstellung von Schulärzten Third erledigt erklärt. Die dringliche Anfrage des Abg. Berhold, Enteignungsver: fahren bei dem Bahnhofsbau in Bischofsheim betreffend, wird him beantwortet, daß die Verhältnisse jest geregelt seien. Der Petition des Zugführers Port zu Gießen, andermelte Feststellung seines Besoldungsdienstalters betr ,. soll Fine Folge gegeben werden. Auch den Vorstellungen der Großherzoglich hessischen Dom anialforftwarte und der staatlich bestätigten Kommunalfirftmoarte, Erhöhung ihres einkommens betr, wird feine folge gegeben. Der Antrag des Abg. Wolf weitere Erwerbungen von Bei mbaudomänen betr., ruft eine längere Erörterung hervor, in ber allseitig anerkannt wird, daß die bis jetzt vorhandenen Domänen den gehegten Erwartungen entsprochen haben. Der Antrag wird in der Fassung des Ausschusses angeI lommen. Hierauf tritt Vertagung auf Dienstag, 15. Dez., vormit1g 10 Uhr ein. Lokales. Gießen, 14. Dezember 1903. X Der Großherzog empfing u. a. am 12. Dez. " In Oberamtsrichter Frey von Lauterbach. *** Großherzogs Geburtstagsspende. Ramche, die ein warmes Herz für unseren Großherzog haben und ihre Hand stets auftaten, wenn es galt, einem edlen Zoad zu dienen, haben bei der jezigen Sammlung gesagt, Ms Geld fönnte für ein Kinderhospital oder dergleichen beffer verwendet werden. Darüber läßt sich gewiß reden, bir möchten uns aber doch den Einwand gestatten, daß man bei einer Gabe, die erfreuen soll, in erster Linie doch benidsichtigen muß, was den Empfänger am meisten beglückt. Daß dieß bei der Wahl, die man hier getroffen hat, unbedingt der Fall ist, glauben wir ganz sicher behaupten zu dürfen. Unser Großherzog ist unablässig bestrebt, das Kunstgewerbe in Hessen zu fördern und auf diesem Gebiete dem Lambe eine erste Stellung zu erobern, wie sie bisher z. B. Bayern hatte. Eine Menge Dinge, die früher aus Bayern auf den Markt tamen und alles das, was z. B. besonders jahuraus, jahrein aus England bezogen wurde, alles dies soll mann in Butunft ebenso schön, ja fünstlerisch viel wertvoller und das ist die Hauptsache, viel billiger in Hessen herstellen. In dem Ernst des Lebens unseres Großherzogs bildet die Loffung dieser Aufgabe und diese fünstlerischen Bestrebungen feine liebste Beschäftigung und findet er auch darin erholende, ligtvolle Stunden gerade in der jeßigen, ernsten Beit. Unser Bußherzog brachte erst fürzlich erhebliche persönliche Opfer, die größere Gewerbetreibende in Hessen sehr zu schäzen wissen. Fernstehende haben aber heute schon das Gefühl der Genugtuung und des Stolzes, wenn sie fast in allen größeren Städten des deutschen Reiches, ja selbst in Eng land in gewerblichen Ausstellungen oder an den Schaufenstern der Geschäfte Gegenstände finden, die Hessen ihre künstlerische Entstehung verdanken. Es ist beabsichtigt, im nächsten Jahre in St. Louis( Amerifa) eine größere hessische tunstgewerb liche Ausstellung zu veranstalten, wozu Se. Königl. Hoheit schon ganz bedeutende Kräfte gewonnen hat, da begründete Aussicht vorhanden ist, bei unsern deutschen Landsleuten in Amerita dem Kunstgewerbe nicht unwesentliche Absaßgebiete zu erschließen. Ein solches großangelegtes Wert, wie es unser Großherzog begonnen hat, bedarf selbstredend aber auch barer Mittel, wenigstens im Anfang und glauben wir, daß es nicht unbescheiden flingt, wenn an alle Einwohner Hessens die Bitte ergeht:" Gebe jeder nach seinen Kräften, aber gebe Jeder etwas." ** Tausend Mart hat der verstorbene Rentner Schreiber Gießen dem Deutsch österreichischen Alpenverein Sektion Gießen", dessen langjähriges treues und eifriges Mitglied er war, vermacht, daran aber die Bedingung geknüpft, daß der Betrag nur in Gießen oder in deren Umgebung Verwendung finden soll und zwar ist die ausdrückliche Genehmigung des Verschönerungsvereins Gießen erforderlich, über die Art, wo und wie das Geld verwendet wird. ** Ehrender Auftrag. Der Meggermeister Fr. Schreiner in Gießen, welcher schon im vergangenen Jahre zur Hofjagd nach Lezlingen die Frankfurter Würftchen zu liefern hatte, erhielt auch jest wieder von der faiserlichen Hoffüche in Berlin" einen Auftrag auf Frankfurter Würstchen für die Hofjagd Göhrde, welche am 18. d. M. stattfindet. Zweifellos bedeutet die Uebertragung der Lieferung an einen Gießener Meister, daß die Wurstfabrikation in unserer Stadt Vorzügliches leistet. " ** Silberner Sonntag. Am gestrigen Sonntag war die Landfundschaft überaus zahlreich in unsere Stadt gekommen um Weihnachts Einkäufe zu machen. In der Neustadt, der Marktstraße, dem Marktplak, der Schulstraße, Mäusburg und Kreuzplaz sowie in der oberen Bahnhofstraße war am Nachmittag ein Gewühl von Menschen, daß es, nicht zum Vorwärtskommen war. Die Geschäfte hatten recht hübsch zu tun, doch klagen die Geschäftsleute, daß bei dem milden Wetter viele Artikel, die besonders ins Geld laufen, und mit denen die Läger gefüllt sind, nicht verkauft werden. Am Seltersweg bewegte sich mehr die Stadtfundschaft auf und ab, um die Echaufenster zu betrachten. Die Gießener lieben es nicht am Sonntag ihre Einfäufe zu machen und bevorzugen hierzu mit Recht die Wochentage, an denen mai mit mehr Ruhe seine Auswahl in den Läden treffen kann. * Redaktions- Schmetterling. In der Zeit geirrt hat sich ein schöner Falter der uns heute morgen freundlichst überbracht wurde. In der behaglichen Wärme unferes Redaktions- Kontors surrt das Tierchen am Fenster und Blüten und Sonnenschein wird es nicht sehen, das Leben ist zu kurz um schön zu sein. ** 8wanzigpfennigstücke aus Nickel. Die Frist, innerhalb welcher die Zwanzigpfennigftücke aus Nickel bei den Reichs- und Landestassen in Zahlung oder zur Umwechslung angenommen werden, endigt mit dem 31. Dezember 1903. * * Sortenanbauversuch mit Hafer. Auf dem Sommer mit 8 verschiedenen Haferforten vergleichen de AnVersuchsfelde der landw. Winterschule Alsfeld sind im letzten bauversuche durchgeführt worden, deren Ergebnisse für die praktische Landwirtschaft unseres Gebietes von Wert bei der Auswahl von Hafer sorten sein dürften. Das Versuchsfeld, in der Nähe von Alsfeld gelegen, ca. 300 Meter über dem Meere, hat einen milden, tiefgründigen Lehmboden und war seither in herkömlicher Weise von dem Vorbefizer ohne Aufwendung größerer Mengen fünftlicher Düngemittel bewirtschaftet worden. Vorfrucht waren Hackfrüchte; die Beschaffenheit der einzelnen Parzellen, 4 ar groß, war gleichmäßig, so daß keine Sorte in den Wachstumsbedingungen einen Vorsprung hatte. Die Saatfrucht wurde von den Original- Büchtern bezogen. Die Saat konnte wegen der nassen Witterung im Frühjahre erst am 5. Mai vorgenommen werden. Die Ernte war spät und wurde am 4. September für sämmtliche Sorten gleichmäßig an demselben Tage aus eführt. An fünftlichen Düngemitteln erhielt jede Parzelle von 4 ar vor der Saat 8 Klg. Superphosphat und 5,6 lg. 40proz. Kalifalz, entsprechend einer Düngung pro Morgen von 1 Bentner Superphosphat und 35 Alg. 40proz. Kalisalz. Um 25. Mai erhielt jede Parzelle von 4 ar 4 Alg. Chilifalp ter, entsprechend 25 Alg. pro Morgen. Die sämtlichen Sorten litten etwas vom Rosten, und ebenso waren dieselben durch häufige Das Ernte, Niederschläge und Stürme teilweise gelagert. Das Ernte, bezw. Druschresultat ist nun folgendes: Es brachten auf den Morgen( 1/4 ha) berechnet: 1. Leutewiger Gelbhafer 17,07 Alg. und 21,19 3tr. 16,69 23,88 2. Strubes Schlanstedter 3. Beseler 3 16,63 21,50 16,06 15,81 = 4. Kirsche's Ertragsreichster 5. Befeler 2 " If LT " " 11 " " 20,38 11 H " 1 21,50 15,08 M " 21,37 " 26,56 " 1 12,56 13,00 " " 1 18,19 " 6. Heines Ertragsreichster 7. Beseler 1 8. Ligowo- Hafer Obgleich also hier unsere besten Sorten unter gleichen Wachstumsbedingungen unter sich konkurierten, zeigt sich zwischen der besten und schlechtesten Sorte eine Ertragsdifferenz an Körnern von ca. 4 Ztr. pro Morgen. Nach den diesjährigen Versuchsergebnissen wären für unsere Gegend demnach: Leutewißer Gelbhafer, Strubes Schlanstedter und Beseler 3 die besten Haferforten, die sich auch ziemlich gleichständen und den Landwirten empfohlen werden könnten. Der Versuch soll 1904, womöglich mit den gleichen Sorten, wiederholt werden. A Weglar, 12. Dez. Auf dem hiesigen Wochenmarkt fostete das Pfd. Butter 1,25 Mt., Eier 1 Stüd 9 Bfg. Kirchhain, 12. Dez. Die hi sige ko.nhausger offent schaft hat auf nächsten Mittwoch eine V.rsammlung einbe rufen, in welcher u. a. auch eine Vergrößerung der jegt geschaffenen Kornhausanlage beschlossen werden soll. Provinzial- Ausschuß- Sißung. Wie wir bereits berichteten fand heute eine öffentliche Sigung des Provinzial- Ausschusses der Provinz Overhessen statt. Den ersten Bunft der Tagesordnung betraf den Leichenbeschauer in der Gemeinde Azenhain im Kreise Alsfeld. Der Sachverhalt ist folgender: Nachdem der frühere Leichenbeschauer Johannes Seng II. zu Azenhain verstorben war, wurde Johannes Hahn von da als Leichenbeschauer seitens der Gemeinde Azenhain in Vorschlag gebracht und unterm 4. Dezember 1882 als solcher verpflichtet. Hahn besist in Azenhain ein Gut, das er bis zum Tode seiner Ehefrau ordnungsmäßig bewirtschaftete. Seit dieser Zeit hat er jedoch sehr nachgelassen und fast vollständig aufgehört, in ber Landwirtschaft tätig zu sein. Wenn er schon bei Lebzeiten seiner Ehefrau dem Alkohol gerne zugesprochen hat, so tut er es jetzt, nachdem die Aufsicht, die seine Frau über ihn geführt hatte, weggefallen ist, in erhöhtem Maße. Der Drtsarmenverband Azenhain sah sich daher veranlaßt beim Großh. Amtsgericht Grünberg Antrag auf Entmündigung des p. Hahn zu stellen, welchem auch unterm 16. Juli d. J. stattgegeben und die Entmündigung ausgesprochen wurde. Darauf verfügte das Kreisamt Alsfeld, daß p. Hahn einst. weilen vom Dienst zu dispensieren sei und beantragte unterm 4. September d. J. bei dem Provinzial- Ausschuß in Gemäßheit des§ 53 der Gewerbeordnung die Zurücknahme der Bestallung des Johannes Hahn. Aus dem Beschluß des Amtsgerichts Grünberg, durch welchen Hahn wegen Trunksucht entmündigt worden sei, erhelle, daß dem Beställten jetzt diejenigen Eigenschaften fehlten, welche bei der Bestallung borausgesetzt werden mußten. Nachdem der in der heutigen Verhandlung vernommene Bürgermeister der Gemeinde Azenhain bestätigte, daß die vorgetragenen Verhältnisse noch beständen, erkannte der Provinzial- Ausschuß nach geheimer Beratung zu Recht, daß die dem Johannes Hahn erteilte Bestallung als Leichenbeschauer zurückgenommen wird. Die Kosten des Verfahrens hat p. Hahn zu tragen. Sodann wird das Urteil in Sachen Verteilung des Rapitalvermögens der Hohenmart- Forsttasse verkündigt, dahingehend, daß unter Aufhebung des Urteils des Kreisausschusses des Kretses Friedberg vom 5. Februar 1903 den von den Ortsverständen Dortelweil und Nieder- Erlenbach gestellten Anträgen auf Verteilung des Ueberschusses der Hohenmarktasse stattzugeben sei. Die baren Auslagen des Verfahrens fallen den Gemeinden Dortelweil und NiederErlenbach zur Last. Aus dem Gerichts[ aal. Straffammer. Gießen, den 11. Dezember 1903. Der frühere Wirt Reinhold Choschid von Gießen hat bei seinem Wegzug eine Anzahl ordnungsmäßig gepfändete Gegenstände mitgenommen. Das hiesige Schöffengericht verurteilte ihn dieserhalb zu 3 Tagen Gefängnis. Die von der Staatsanwaltschaft und von dem Angeklagten eingelegte Berufung wird heute zurückgewiesen und das untergerichtliche Erkenntnis bestätigt. Die Schüler Philipp Konrad Busch, Philipp Heinrich Petrie, Valentin Kohlas und der Maurerlehrling Karl Busch, alle von Groß- Karben sind wegen Diebstahls bezw. Hehlerei angeklagt. Die Verhandlung ergiebt, daß dem Besizer der Bismarckquelle dortselbst eine Anzahl Stanioltapfeln im Werte von 40 Mt. und sonstige Gegenstände aus einer Bretterhütte gestohlen worden sind. Drei der Angeklagte sind geftändig, Sachen entwendet zu haben und werden zum gerichtlichen Verweis verurteilt; Karl Busch dagegen wird freigesprochen. Der Technifer Philipp Damm III. von Reis firchen wurde vom hiesigen Schöffengericht wegen Körperverlegung zu 10 Mt. Geldstrafe verurteilt. Auf seine Berufung wird er heute freigesprochen, da die Beweise nicht ausreichend sind. Maurer Karl Martin von Romrod stach nach einem Wirtshausstreit dem Handelsmann Leopold Fischer dortselbst ein Meffer in den Unterleib, sodaß dieser zurzeit noch bettlägerig ist. Mit Rücksicht darauf, daß Lebensgefahr bestand, welche jedoch gehoben zu sein scheint, erkennt die Kammer auf 2 Jahr 6 Monate Gefängnis, worauf 2 Monate Untersuchungshaft in Aufrechnung gebracht werden. Rum Schluffe werden die geschiedene Ehefrau Marie Peter, geb. Klippert und der Landwirt Georg Fint von Diclamen, von der gegen sie erhobenen Anklage des Ehebruchs, mangels Beweis freigesprochen. Der Hamburger Futtermittelmarkt. Originalbericht von G.& D. Läders, Futtermittelgroßhandlung, Reis- und Delfuchenmühle, Hamburg. Im Laufe di: ser Berichtswoche hat sich die hiesige Börse für Baumwollfaatmehl und Kleie weiter befestigt; bei allen anderen Futtermitteln hat sich jedoch wenig geändert. Tendenz: schwankend. Reisfuttermehl 24-28 Prog. Feit und Protein Mr. 4.00-4.15 pr. 50 Kilo ab Samb trg, Mt. 4.25-4.40 ab Hamburg, ohne Gehaltsgarantie Mt. 3,30-3,90 ab Hamburg Reisfleie 2.00-3.00, Weizenkleie, grobe 4.20-4.50, Roggentleie 4.10-4 50, Gerftefleie 4.60-5.25, Eidnußtleie( gemahlene Erdnusschalen) 1.85-2.25, Erdnußkuchen und Erdnußmehl 52-54 Broz. 5.90-6.20, 53-58 Proz. 6.00-7.15, Baumwollfaatfuchen und Baumwollsaatmehl 52 bis 58 Proz. 6.10-6.40, 58-62 Proz. 6.25-6.60, Cocusnußkuchen und Mehl 8-34 Proz. Fett und Protein 5.25 6.CO, Palmternfuchen und-Mehl 22-26 Broz. 5.00-5.25, Hapsfuchen und-Meht 38-44 Bro. 4.40-4.75, Leintuchen und-Mehl 38-42 Broz. 5.85 bis 6.50, Maisölkuchen und-Mehl 18-14 Broz. 5,75-6.00, e- trocknete Schlempe 33-45 Pro 5.20--5.50, Getrocknete Treber 24-30 Proj. 490-5.20, Malzteime t. 450-4.80 alles pro 50 Kilo ab Hamburg. Berantwortlich: für den politischen und Inferatenteil: Albin Klein; für das Lokale, ben Gerichts." und" Deffentlichen Sprechsaal": Fr. Oppermann Städtisches Schlachthaus. Heute Fafelochsfleisch 48 Pig. Morgen weinefleisch 30 Pis. Kreuzplatz 14 00000000000 hristbaumständer Chris mit Musik und mit Nickeltuss, drehbar, 2 Stücke spielend, Mk. 25 per Stück. 00000000060 Moritz Gregori& Sohn GIESSEN Plock strasse 16. 1903 Versteigerung Dienstag, 15. d. M nachmittags 2 Uhr versteigere ich Neustadt 55 gegen Barzahlung: 1. 6 goldene Brochen, 1 G Kollier, 1 si'bernes Mejen Kette und 3 Doup'e- Uhre 2. mehrere Pferde und a 11 Kivvwagen, 1 Bian Breat, 2 Ladenschränte, zier öcke, Bleifiguren u. aller Artt Versteigerung zu 1 find stimmt, zu 2 teilweise statt. Born Gerichtsvollziehe Gießen Spazierstöcke in großer Auswahl sehr preiswert. Kaffeler Schirmfabrik Gießen, Seltersweg 9. Montag, Famil den 14. Dezember Neuheit! Der Kaiserliche Hofzug. Neuheit! Beide Maschinen mit Uhrwerk, Mk. 9.50 per Stück. Für Vereine empfehlen: Grosses Lager in Verlosungs- Gegenständen. Bazar zum Besten der Alice- Schule. Holzversteigerung im Gießen. Gemeindewal Montag, 21. Dezember, vor mittag 8 9 Uhr beginthe werden im Distrikt Fernewi Außer den von mir seither geführten Bieren bringe versteigert: jetzt auch Mainzer Aktienbier 11 Flasche zu 18 Pfennig 9 " Nachdem unser Bazar, dessen Abhaltung sich zeitweise so mannigfache Umstände beliebt wegen seines reinen, milden Geschmackes und weil hindernd in den Weg gestellt hatten, so schön und harmonisch verlaufen ist und vor- es außerordentlich gut bekommt, zum Verkauf und empfehle aussichtlich auch einen Ueberschuß in solcher Höbe ergeben wird, daß wir der Sorgen dasselbe die für eine gedeihliche Weiterentwicklung unserer Schule für die nächste Zeit enthoben sein werden, drängt es uns, allen denen öffentlichen Dank auszusprechen, die ihre Zeit, Mühe und Geld in den Dienst der guten Sache gestellt haben. Wir danken also herzlich allen Damen und Herren, die sich der mühevollen Einrichtung der Ver- ich, um Täuschungen und Verwechselungen vorzubeugen, Wiederverkäufer erhalten Rabatt. Zugleich bemerke faufsstände unterzogen, die Stände mit Geschenken ausgestattet oder als Verkäuferinnen daß nur mir allein die Vertretung der Wainzer in rastloser Arbeit ihr Vergnügen gefunden haben; wir danken ferner den Behörden, Aktien- Brauerei für Gießen und Umgegend übertragen der Regiments musik und der Feuerwehr für ihre Unterstützung und möchten schließlich worden ist. auch nicht versäumen, den Herren Drescher und Schrödel für ihr allezeit hilfbereites Entgegenkommen unsere Anerkennung und Dank auszusprechen. Der Vorstand des Alice- Frauenvereins. Bekanntmachung. In der Zeit vom 5. bis 12. Dezember 1903 wurden in hiesiger Stadt d gefunden: 2 Portemonnaies mit Inhalt, 1 Brille, 1 Fächer, 1 Scheere, 1 Regenschirm, 1 Stück- Boks Halstuch und 1 Handwagen. berloren: 1 braunes Portemonnaie mit etwa 18 Mt. Inhalt, 1 Mosaitarmband, 1 Stück einer goldenen Uhrkette und 1 Zehnmarkstück. Die Empfangsberechtigten der gefundenen Gegenstände belieben ihre Ansprüche alsbald bei uns geltend zu machen. Gießen, den 12. Dezember 1903 Großh. Polizeiamt Gießen. Gotthilf Röhrle Bier- Großhandlung. Marburgerstraße 7. Telephon 344. Gießen. Gaskoks. Gegenwärtige Preise: 3 Rmtr. buchen Scheithol 29 eichen " 18 " n del 2 birken Н 62 " buchen Knüppel 67 " eichen 11 birken " 17 " buchen Stockhol 4 etchen " 32 nadel " 6000 Wellen buchen Reisig 2250 eichen 330 2400 nodel " Weichholz Oppenröder Weg, on der Haupt schneise im Dachsbau. Die Zusammenkunft ist auf bem Die Brennholzversteigerungen finden für die Folge immer an Ort und Stelle statt. Gießen, 12. Dezember 1903. Gr. Bürgermeisterei Gießen. Mecum. Ausbildungskurse für Handdwerksmeister und ältere Gesellen Wir beabsichtigen im Januar und Februar 1904 Meita: pidas Für den Zentner ab Verkaufsstelle furse abzuhalten für: Buß- Boks, ausschließlich trocken gelagert in 2 verschiede nen Korngrößen für Stubenhetzung und für weite und enge Ofenschächte passend zerkleinert: 1,10 Mr. Größe Br. 1. etwas größer als durchschnittliche Korngröße des Anthracit, gangbarste Sorte 1,25 Mr. Größe Br. 2, fleiner als durchschnittliche Korngröße des Anthracit. 1,25 Mr. In Wagenladungen von mindestens 36 Zentnern: Stückkoks 1,05 Mr. 1,20 Mr. 1,20 Mr. Bußkoks r. 1 Mußkoks Nr. 2 Bedingungen der Hessischen Landes- Hypothekenbank Bei Entnahme von mindestens 200 Zentnern: in Darmstadt für ihre vom 14. Dezember 1. Js. an bis auf weiteres zu erteilenden Zusagen. Der Zinsfuß für alle Darlehen beträgt 34%; die Tilgung regelmäßig 1/20/0. Bei Hypothekar- Darlehen an Private beträgt die einmalige Entschädigung für Kursverlust und Be gebungskosten 14%. Für die Darlehen, welche später als 4 Wochen, von der Zusage an gerechnet, zur Auszahlung gelangen, erhöht sich diese Vergütung auf 1,95%. Bei Kommunal- Darlehen beträgt die einmalige Entschädigung für Stursverluft und Begebungsfosten 1,65%; falls die Abhebung des Darlehns später als 4 Wochen nach der Zusage erfolgt, erhöht sich diese Vergütung auf 1,80%. Auf Wunsch fann ein Teil der Geldbeschaffungskosten in der Weise gestundet werden, daß er an Stelle der Tilgungsbeiträge in den ersten Jahren berrechnet wird. 0000000000000 Petroleum- Glühlicht ohne Strumpf, ohne Lampenänderung! Kein Rußen, fein Dunsten. Explosionssicher. Unbegrenzte Dauer jaftigkeit. 50 Broz. Oelersparnis. Zehufache Lichtverstärkung. Fitr 10" 12" 14" 16" Rundbrenner vorrätig. Stick Mr. 1.80 fco. Machnahme. J. Pausch II, Kronach. ( Wiederverkäufer gesucht.) 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Klinkel, Bahnhofstraße 10, Emil Lotz, Kirchenplatz 9, Emil Bistor Nachfolger, Marktstraße 10, Georg Schäjec, Licherstraße 2, Auguft Strud, Bismarckstraße 6, Georg verzagt, Grünbergerstraße 13. Daniel Wirth's Nachf.( Theod. Geilfns) Weftanlage 38. 1. Schuhmacher in der Anfertigung eines Paar Stiefels nos Maaß, 2. Schneider im Zuschneiden und Anfertigen eines Angeb oder Ueberziehers nach Maaß, 3. Sattler in der Herstellung von Kummeten. 4. Schreiner und Glaser, soweit letztere sich mit der Anfet ung von Bilderrahmen befassen, im Holzfärben und Beizen m Fournieren, 5 Maler, Lackierer und Wet& binder a) im Auffärben von Farbstoffen auf massive Höl er, b) im Schriftenmalen, c) im Holz und Marmormalen, 6. in gewerblicher Buchführung für Gewerbetreibende. 7. über Handwerkter- Genossenschaftswesen für alle für)-08 Genossenschaftswesen sich interessierende Versonen. Das Unterrichtsgeld ist auf 5 Mark festgefeßt: wenig S mittelten und unbemittelten Teilnehmern kann eine Unterstütz gewährt werden. Nähere Auskunft erteilen die Vorsitzenden der Ortsgewes Stesen Schulen tätigen Lehrer. vereine und der gewerblichen Unterrichtsanstalten, sowie die Anmeldungen und Gesuche sind baldigst an unterzeichnete Behörde zu richten. Darmstadt, im Dezember 1903. Großh. Zentralftelle für die Gewerbe. Noack. Backzutaten in bekannter bester Qualität bei Emil Fischback Gießen. Prima Kartoffel Speise- u. Salatkartoffel zu den billigsten Tages-] preisen empfiehlt J. Hankel Schloßgaffe( Gießen. Schönes großes - Möbliertes Zimma und eine kleine Wohnung zu vermieten Famili Neuenwea. 31 Einfach möbl. Stubi für ein alleinstehendes Fräulein oder Herrn vom 1. Januar zu vermieten. Gießen, Marktplatz 17 1 Die durch den Wegzua d Herrn Pfarrer Scheunement leer gewordene Wohnung Aliceftraße 12 unterer Stod, 8 Zimmer mit allem Zubehör, ist sofort anderweitig Vereinszimmer vermieten. 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