N. 241, Ausgabe für den Ausgabe für den Amtsgerichtsbezirk Hungen. Mittwoch, den 14. Oktober 1903. Wonnementspreis: in Gießen, abgeholt monatlich 50- Pfg., in Haus gebracht 60 Pfg., durch die Poft bezogen viertel fährlich Mr. 1.50. Uittsbetlagen: Oberheffifche Familienzeitung( täglich) Cerbeffische Beitschrift für Landwirtschaft, Obft- und trtenbau, sowie die Gießener Seifenblasen( wöchentlich). Das Blatt erscheint an allen Berttagen nachmitags. Gießener 12. Jahrgang. Jufertionepret 8: Die einfpaltige Betttzelle für Gießen wie ganz Oberheffen, die Kreise Wehlar und Marburg 10 Pfg. fonft 15 Vfg.; Reklamen die Petitzeile 30 resp. 40 fg. Bostzeitungsliste No. 3269. Rebattion und Expedition: Gießen Neuenweg 28. Fernsprechanschluk Nr. 362. Neueste Nachrichten ( Gießener Tageblatt) Anabhängige Tageszeitung ( Gießener Beifung) für Oberheffen und die Kreise Marburg und Wetlar; Lokalanzeiger für Gießen und Umgebung. Esthält alle amtlichen Bekanntmachungen der Großh. Bürgermeisterei Gießen und anderer Behörden von Oberhessen. Jugendgerichte. Auf der Tagung des Vereins für Kinderforschung, bie soeb in Halle stattgefunden hat, erklärte Geheimrat Professe Dr. v Liszt: die kriminalistische Vereinigung habe imir den Grundsatz vertreten, daß das Kind unter feinen Uminden vor den Strafrichter gehöre. Bezüglich der Fraç der Minderwertigkeit sei eine Bewegung der juristischen und iminalistischen Vereinigungen im Gange, die bis zum Frühhr zu einem Gesetzesvorschlag führen solle. Diese Erflungen des rühmlichst bekannten Berliner Strafrechtslehre erfolgten im Laufe der Debatte über Vorschläge des Dircor Trüper- Jena, auf welche Weise am rationellsten und erechtesten Verfehlungen Jugendlicher zu bestrafen wäre und wie ihnen am besten vorgebeugt werden könnte. DiesVorschläge enthielten neben mehr erzieherischen Winten 6 These 5 den Kardinalsatz:„ Bevor jugendliche Individuemvegen Gesetzesverlegung öffentlich vor den Strafricht gestellt werden, sollten sie zunächst einem„ Jugendgeric", bestehend aus dem Leiter der betreffenden Schule, dem ehrer des betreffenden Kindes, dem Schularzte, dem Geischen und dem Vormundschaftsrichter überwiesen werden. Erst auf Beschluß dieses Jugendgerichtes sollten Jugdliche dem öffentlichen Verfahren überwiesen werden." Auf orstellungen Geheimrat v. Liszts lehnte man diese These ab, a sie gegen die Forderung der kriminalistischen Vereining einen Rückschritt bedeute. einer Zeit, da eben der Monstreprozeß Dippold zu Endgegangen ist, da der Fall des Fähnrichs Hüssener nach wie or die Volksstimmung erregt, ist es gewiß interessant, den usführungen von Männern zu folgen, die einen Teil ihre Lebensaufgabe in der Erforschung der jugendlichen Psye sehen. Wenn festgestellt wurde, daß im Jahre 1901 fast 0 000 Jugendliche im Alter von 12 bis 18 Jahren geritlich bestraft wurden, daß aber die Zahl derjenigen nochveit größer ist, deren Sünden im Verborgenen abgehandt wurde, so ist das ein erschreckendes Bild. Es sei ganzweifellos, so meinte der Referent in Halle, daß viele bon iesen Minderwertigen" keineswegs unzurechnungsfähigoder geistesschwach gewesen wären. Es gebe eben auch och andere abnorme Erscheinungen oder Zustände, die gichfalls pathologischer Natur wären und bei manchem Bu Gegesverlegungen führen, ja unbewußt dazu drängen. Es se die Sache der Erziehung, solche Mängel rechtzeitig zu entden und ihrer Ausbreitung vorzubeugen. Man beschäftig sich in den einschlägigen Kreisen, als da sind: Lehrer, Sulärzte, Seelsorger und Strafrichter, noch viel zu wenig it dem Studium der Kinderseele. Oder sei es nicht ein seltsamer Zustand, daß wir bei 22 Millionen Jugendlien im Alter von 12 bis 18 Jahren bis heute noch feien einzigen Lehrstuhl hätten, der sich mit dem Werden, Bachsen und Gedeihen dieser Millionen beschäf tige? Es isikeine Frage, daß die strafrechtliche Abhandlung jugendlich Verbrecher bei uns noch sehr im Argen liegt. Wer die erichtsverhandlungen mit einigem Interesse verfolgt, wir so manchesmal schon erstaunt gewesen sein, wie wenig derRichter das Psychische in den Bereich seiner Betrachtung og, wie schablonenmäßig oft über ein Leben abgehandeltvird, das eben erst begonnen hat, eins zu werden. Darum nre es eine gewaltige Verbesserung der bestehenden Zustände, venn die oben erwähnte These 5 zur Gültigkeit für die Prari käme, wenn also zunächst Männer über jugendliche Verirungen zu Gericht ſizen würden, deren Lebensberuf es i, sich mit dem Werden und Gedeihen von Minderjährigen beschäftigen. Freilich würde die Lisztsche Verheißung rch einen gewaltigen Schritt weiter vorwärts führen. Ab es scheint uns doch da manches noch längst nicht ausgereif genug zu sein, und wir glauben kaum, daß sich unsere geßgebenden Körperschaften so schnell dazu entschließen värden, die strafrichterliche Behandlung jugendEicher Peonen ab ovo auszuschließen. Bei der ständig steigenden ahl von Verbrechen oder Vergehen jugendlicher Personenwäre jedenfalls jeder Schritt zur Vervollkommmung res Verbesserung nach der kriminalistischen Seite hin außerordatlich zu begrüßen. Und wir würden es lieber gesehen haln, die Hallesche Resolution wäre mit der These 5 angenomen worden, vielleicht mit dem Ausdruck der Hoffmung, dasschließlich die Auffassung der kriminalistischen Vereinigung öllig Play greifen möchte, statt daß man für ein fernes, kam schnell erreichbares Ziel ein viel näher liegendes einfach prisgab, das viel mehr Aussicht auf rasche Verwirklichung bi. Das irsentlichste Moment bei der ganzen Frage ist natürlich die Cziehung; wie immer im Vorbeugen eine größere Bedeutun liegt, als im nachträglichen Sühnen oder Wiedergutmacher Dabei wurde in Halle vor äußerlichen Einflüssen der stärks Einfluß, nämlich der der Eltern, doch wohl etwas 311 stiefmtterlich abgehandelt. Vater und Mutter sind die natürlicha Erzieher ihrer Kinder. Sie haben die beste Gelegenhei dazu, die jugendliche Seele von Anbeginn zu erforschen und ihre Wandlungen zu beobachten. Trifft man aber die Psyche auf Abwegen, so ist es vor allem Pflicht der Eltern, vielleicht unter Zuhilfenahme berufsmäßiger Berater, nt leiser Hand korrigierend einzugreifen. Falsche Scham ht da schon viel gesündigt, mehr aber noch leichtfertiges sogenanntes„ Verziehen". Es muß vor allen Dingen den Eltern klar gemacht werden, wohin diese ursprünglich der Liebe entstammende, durch und durch falsche Erziehung führen kann. Dann wird vieles ganz von selbst besser werden. Die Vorschläge der Hallenser Versammlung beschäf tigten sich in ihrer Mehrheit leider weniger mit solchem Vorbeugen, als mit der späteren Korrektur. Das lag vermutlich an der Materie, die auf das Reinkriminalistische den Schwerpunkt legte. Von diesem Gesichtspunkte aus betrachtet, war besonders die Forderung von Interesse, daß statt oder neben der Strafe als Sühne oder der bloßen EinSperrung zum Schuße der Gesellschaft gegen die Uebeltäter, eine für Leib und Seele sorgfältig erwogene Heilerziehung Platz greifen möge. Die immer wieder erneute Betonung dieser Frage ist mehr als erklärlich, wenn man das dauernde Anwachsen der Verbrechenszahlen, das wir schon oben erwähnten, in Betracht zieht. Die staatlichen oder städtischen Institute, die zu solchem Zwecke zur Verfügung stehen, reichen nicht entfernt aus, und weitere Vorkehrungen sind dringend bon Nöten. Mit der Hoffnung, daß die Erziehungsbedürf tigen bald abnehmen möchten, ist wenig getan. Die Tatsachen lehren leider das Gegenteil. Wer aber praktische Erfolge erzielen will, hat nicht mit Hoffnungen, sondern mit Tatsachen zu rechnen. Ruffifch- japanische Konfliktsmärchen. Das Dunkel, das über dem neuesten Vorgehen Rußlands und Japans in Ostasien ruht, wird auch durch die neuesten Nachrichten von dort nicht gelichtet. Ginge es nach den Versicherungen der englischen Presse, so steht ein Krieg zwischen Rußland und Japan wegen Koreas unmittelbar bevor. Aber es will doch scheinen, als sei auch bei dieser englischen Meldung der Wunsch der Vater des Gedankens. Oder sollte es sich vielleicht nur um Börsenmanöver handeln? Man weiß, daß Nußland gegenwärtig unter der Hand mit der Großfinanz verschiedener Länder wegen einer neuen Anleihe handelt; Herrn Wittes Rundreise durch die europäischen Hauptstädte, die russischerseits erst so eifrig dementiert und dann als Privatvergnügungsreise des einstigen Finanzgewaltigen ausgegeben wurde, diente keineswegs privaten Zwecken. Und in deutschen Finanzkreisen geht das Gerücht, Herr Witte stehe dicht vor dem Abschluß der neuen Anleihe, deren Unterbringung der Zweck seiner Reise war. Da wäre es höchst plausibel, wenn nicht nur britische Politiker, sondern auch britische Finanziers Nachrichten in die Welt lancieren, die einen niedrigen Begebungskurs der Anleihe zur Folge haben müssen. Man wird diesen Gedanken um so weniger von der Hand weisen können, als der Widerspruch zwischen der britischen Darstellung der Lage und derjenigen deutscher Telegraphenagenturen sehr fraß ist. Zunächst hat sich die Nachricht von der Besetzung der koreanischen Ortschaft Masampo durch die Japaner, wie wir schon meldeten, nicht bestätigt. Eine nichtbritische Meldung aus Shanghai besagt überdies, die in Tokio stattfindenden Verhandlungen mit Rußland wegen der Räumung der Mandschurei ließen die politische Lage in Japan ruhig erscheinen. Und der Pariser japanische Gefandte Kwunio versichert, die Beziehungen zwischen Rußland und Japan seien durchaus korrekt und freundschaftlich. Dasselbe versichert die Pariser russische Botschaft. Und schließlich erklärt der russische Statthalter in der Mandschurei, Alexejew, die Meldung über die Bewegung japanischer Truppen nach Korea für erfunden. Das klingt denn doch ganz anders als die Alarmnachrichten der Londoner Blätter, die sogar schon davon zu berichten wissen, der Krieg zwischen Rußland und Japan solle diesen Freitag von Rußland begonnen werden; eine Anzahl Feldgeschütze seien in Port Arthur eingeschifft, ohne daß man ihre Bestimmung fenne; mit fieberhafter Gile werde an den Befestigungen Port Arthurs gearbeitet, und in Rußland selbst würden mit der sibirischen Bahn große Truppenmassen nach Ostasien gesandt. Ein englisches Blatt glaubt sogar, mit diesen Tatarenmeldungen sei noch nicht genug geleistet: Zu allem Ueberfluß meldet es, Cholera und Pest seien unter den Russen in Niutschwang ausgebrochen! Selbst wenn man nicht an ein britisches Börsenmanöver oder an eine der von der britischen Presse beliebten optischen Täuschungen des englischen Publikums glauben wollte: Wie die Dinge in Ostasien derzeit liegen, ist ein russisch- japanischer Krieg an sich höchst unwahrscheinlich. Japan kann, wie wir schon erwähnten, im Falle eines Krieges mit Rußland auf den Beistand seines englischen Verbündeten nicht hoffen, so lange sich nicht eine andere Macht auf Rußlands Seite schlägt. Und das erscheint ausgeschlossen, schon weil Rußland eine solche Hilfe einer anderen Macht, etwa Frankreichs, ablehnen wird, um eben den Engländern nicht Gelegenheit zur Einmischung zu geben. Man wird also gut daran tun, die britischen Meldungen über japanisch- russische Verwickelungen mit großem Skeptizismus und faltem Blut aufzunehmen. Wenn Herr Witte seine Anleihe erst untergebracht haben wird, wird die britische Presse sicherlich selbst wieder abwiegeln. Die Politik. Allerhand Gerüchte knüpfen sich an die am 19. Dezember in Anwesenheit des Kaisers stattfindende Hundertjahrfeier der drei hannoverschen Regimenter. Aus der Tatsache, daß an den Jubiläen auch Prinz May von Baden, der Schwiegersohn des Herzogs von Cumberland, vermutlich teilnehmen wird, konstruiert man alle möglichen vagen Kombinationen, deren nähere Erörterung nach Lage der Dinge fein Interesse hat. Eine der ersten Vorlagen, die dem Reichstage in der nächsten Tagung zugehen werden, ist der Entwurf einer Vereinbarung zwischen der deutschen und der englischen Regierung über die Verlängerung des bis zum 3. Dezember d. Is. gültigen Handelsprovisoriums. Man scheint in der Tat entschlossen zu sein, mit den Polen keinerlei Federlesen mehr zu machen. So wurde dem Erzbischof v. Stablewski die Schließung des Posener Priesterseminars angedroht, wenn die jungen Klerifer nicht deutsche Geschichte und Literatur an der neuen Posener Akademie hören sollten. Infolgedessen erließ der Erzbischof eine dahingehende Bestimmung. In der nächsten Zeit ist die Frist abgelaufen, die seinerzeit bei Einführung des Gesetzes vom 12. Mai 1901 über die privaten Versicherungsgesellschaften gewissen kleineren Gesellschaften gestellt worden war, damit sie sich gemäß der Vorschriften, betreffend Reservefonds, Rücklagen u. s. w. reorganisieren könnten. Diese Reorganisation wird vielfach darin bestehen, daß sich diese Gesellschaften einer größeren tapitalsfräftigen Gesellschaft anschließen. Dabei wird es kaum ausbleiben, daß ihre Versicherten höhere Prämien bezahlen müssen als bisher, weil vielfach die kleineren Gesellschaften eben mur durch ihre größere Billigkeit konkurrenzfähig gehalten worden waren. Die Stimmung in Ungarn wird immer erregter. Stefan Tisza ist durchaus nicht der Mann nach dem Geschmack der Ungarn. Sie wollen durchaus eine weniger prononcierte Persönlichkeit. Dem Kaiser wurde darum der Finanzminister Lukacz vorgeschlagen. Ob Lukacz' telegraphische Berufung zum Kaiser mit dieser Stimmungsmacherei zusammenhängt, ist zweifelhaft. Jedenfalls ist die Kabinettskrisis, wie man sieht, noch längst nicht überwunden. Das abermalige Wildwerden des Mullah verursacht den Italienern viel Kopfzerbrechen. Man glaubt bestimmt, daß die Avantgarde des Wüstenfürsten in das italienische Somaligebiet einfallen werde und daß sowohl die Lage von Obbia, wie die von Benadir arg gefährdet sei. Das schleunige Zusammenziehen einer größeren Flotte vor Aden, deren Oberbefehl Admiral Virio übernehmen soll, spricht jedenfalls dafür, daß man in Rom die Situation für recht ernst hält. * Ernsthafte zivilisierte Absichten scheint Negus Menelik zu haben. Er hat ein Edikt erlassen, nach dem künftig Sklavenhändler in seinem Lande nicht mehr mit bloßen Geldstrafen, sondern auch mit Strafen„ an ihrem Körper" belegt werden sollen. Da man in Abessynien unter solchen körperlichen Strafen etwa das Abhacken einer Hand oder eines Beines versteht, dürfte dieser Erlaß eine abschreckende Warnung sein. An den Straßenkämpfen in Vilbao tragen die Wallfahrer die Schuld. Sie schossen mit Revolvern und benahmen sich demonstrativ. Bei dem Kampf vor der Nikolaskirche wurden die Wallfahrer in die Kirche hineingedrängt, schossen aber vom Turm herab und aus den Fenstern weiter. Im ganzen sollen sieben Personen ihren Tod gefunden haben, und 33 sollen verwundet sein. Hand in Hand mit der Kunde von einer bevorstehenden Hungersnot in der Kapkolonie kommt die Nachricht, daß man in Johannesburg und Kapstadt mit dem Plan umgehe, eine Chamberlain- Liga zu gründen, welche Chamberlains Ideen dort unten popularisieren soll. Auch in London hat man ähnliche Absichten. Nur hat man hier für die Liga einen viel geschmackvolleren Namen gefunden. Man will sie nämlich„ Orchideen- Liga" taufen. Es ist nicht abzusehen, wie stark schon dieser Name für Joes Pläne wirken wird! Wie sich der gute Präsident Roosevelt noch im Jahre 1898 die Dinge vorgestellt hat, zeigt eine Mitteilung des früheren Marineministers Long, dessen Unterstaatssekretär Roosevelt war. Long erzählt, der jeßige Präsident der Vereinigten Staaten habe damals allen Ernstes vorgeschlagen, Spanien ohne Kriegserklärung mit der Flotte in Europa 311 überfallen. Sonderbar, höchst sonderbar. Der abgefagte" Zarenbesuch. Rom, 13. Oktober. Die römische Bevölkerung hat eine große Enttäuschung zu verzeichnen: Der Zar kommt nicht her vorläufig nicht, heißt es zwar; allein manchmal ist aufgeschoben - aufgehoben. Halbamtlich wird bekannt gegeben, daß der Generaladjutant des Zaren, Fürst Dolgoruky, heute Vormittag dem Könige ein eigenhändiges Schreiben seines Souberäns überreicht habe, in welchem dieser seinem Bedauern Ausdruck gibt, den bereits für Ende Oktober angesetzten Befuch in Rom vrschieben zu müssen. Freilich legt der Zar und neben ihm zusammenballe. heiden fleinen Reisefoffer waren fertig gepact, aber die Umgebung Michael Pawlowitschs stets auszeichnete. Sier fand er alles in der peinlichen Ordnung bor, die fidh an und ging in Bottkoffs Bimmer hinüber. Er stand schnell auf, fleidete Die auf blut!" Der Arzt gab Murenin ein Beichen. mit eigentümlich schwerer, stoßweiser Betonung, Rühre mich nicht an es lebt Blut daran," sagte er Menschen Still entfleideten fie den Kranken, den ein heftiger Schüttelfrost gepackt hatte, und Tooten ihn ann ging er mit eiligen Schritten davon, um jemne Ser. vietten zu holen. Murenin blieb unbeweglich auf derselben Stelle ſtehen. ( Fortsetzung folgt.) Wehle genommen. Heute ganz nb 311 nehmen: Schubert und Sch Aber trotzdem fie das wußte, berührte sie der Anblick der Noten eins der losen Blätter nach dem andern 1ie durfte nicht wieder lieben nach dem ich. Es zog jie förmlich, einen Band und nicht wieder singen Das war vorbei fiir alle Zeiten. offenbar Gewicht darauf, zu erklären, oder, was dasselbe ist, erklären zu lassen, warum diese Absage erfolgt ist. Der Agenzia Stefani" wird nämlich aus Darmstadt gemeldet, daß laut amtlicher Mitteilung der Zar aus Gründen, die von seinem Willen unabhängig seien, seinen Besuch am italienischen Hofe verschieben müsse. Nun weiß aber hier wie anderswo jeder Zeitungsleser, worauf der Entschluß des Zaren zurückzuführen ist: Die Ultra- Radikalen unseres Landes, die sich Sozialisten nennen, aber Anarchisten sind, haben den Herrscher aller Reußen ,, weggegrault". Sie drohten mit Demonstrationen, denen der Bar sich nicht aussehen wollte. Die hiesige Presse bestreitet natürlich, daß der Zar unehrerbietig empfangen worden wäre. Die der Regierung nahestehende Tribuna" führt aus, wenn die russische Polizei gut unterrichtet sei, dürfe sie nicht behaupten, daß die Würde und die Person der russischen Kaisers in Italien weniger geschützt werden könnten oder größere Gefahr laufen würde, als anderswo. Die italienische Regierung hätte die bündigsten Versicherungen über die würdige und achtungsvolle Aufnahme geben können, die der Kaiser gefunden haben würde. Die Italie" schreibt, der Direktor der russischen Polizei sei drei Tage in Rom geblieben, um über die politische Lage in Italien in Bezug auf die Reise des Kaisers von Rußland nach Rom Erhebungen zu veranstalten. Er habe Ratgeber gehabt, die ihn offenbar falsch unterrichteten, indem sie Gefahren sahen, die in Wirk lichkeit nicht bestanden. Er habe die Drohung von Kundgebungen ernst genommen, welche das italienische Volk verurteilt habe; nun zeige sich das Ergebnis davon.- Auch an Anklagen gegen die Regierung fehlt es nicht; diese wird getadelt, daß sie dem Treiben der radikalen Presse nicht rechtzeitig Einhalt getan. Und so sind unsere Blätter von Klagen und Anklagen überfüllt, ohne an der Tatsache etwas ändern zu können. König Viktor Emanuel III. in Paris. Der König von Italien hat seine Reisepläne nicht geändert; er weilt seit heute( Mittwoch) in Paris. Dieser Besuch wird auf italienischer Seite als ein Ereignis gefeiert, das die Aussöhnung zwischen Frankreich und Italien besiegeln und dazu beitragen wird, die Mächte des Dreibundes und des Zweibundes einander zu nähern. Italien, so heißt es in einem dieser Jubelartikel, könne sich keine bessere Politik wünschen, als beizutragen, beide Bündnisse auszusöhnen und dadurch den unbewaffneten Frieden vorzubereiten. Die Stadt Paris hat dem Königspaar im Hotel de Ville" durch die Herren Deville und de Selves einige kostbare Andenken überreichen laſſen. König Viktor Emanuel erhielt den„ Tänzer am Kothurn", Königin Helene die„ Tänzerin mit dem Tamburin". Es sind dies zwei reizende Bronzestatuetten, 50 Zentimeter hoch, Werke des Bildhauers Léonard. Ferner haben der Seinepräfekt und der Präsident des Munizipalrats dem König vier, mit dem Wappen von Paris geschmückte Bände überreicht. Zwei dieser Bücher enthalten die Wappen von Paris, die beiden anderen einen Atlas mit den alten Plänen und die Bilder der historischen Gedenkmünzen der Stadt. Endlich erhielt der König einen Medaillenschrank in Form eines Schreibpultes aus Mahagoniholz. Als Relief sind die savonischen Wappen mit der Krone angebracht. In den vier Ecken des Schrankes sind die Initialen V. E. zu sehen. Das Schränkchen enthält achtzehn Meproduktionen der schönsten Gedenkmünzen in Sil ber, deren Originale im Besize der Stadt sind. Nab und fern. Zu dem Pistolenduell bei Wesel wird jetzt bekannt, daß die beiden Duellanten der Leutnant Schreiner vom 57. In fanterie- Regiment und der Reserveleutnant Rauchfuß aus Düsseldorf waren. Ersterer erhielt den lebensgefährlichen Schuß in die Leber und soll inzwischen bereits im Krankenhause zu Wesel verstorben sein. Der Grund zu dem Ehrenhandel soll in einer Eifersuchtsszene zu suchen sein. Verhängnisvolles Bauunglück. In Perleberg wurden fünf Bauarbeiter, die in einem Kellergewölbe beschäftigt waren, infolge Einsturzes des Gewölbes verschüttet. Einer der Arbeiter kam dabei ums Leben, ein zweiter wurde lebensgefährlich, und die drei anderen wurden schwer verletzt. Dippold beinahe gelyncht. Die Ueberführung des Brügelpädagogen Dippold nach dem Gefängnis in Bamberg ist nicht ohne Volkszusammenrottungen vor sich gegangen. Am Bahnhof wollte die Menge Dippold lynchen, als er den Zug verließ, und ebenso erwartete ihn am Tore des Gefängnisses eine wild erregte Menge, die kurzerhand Justiz an ihm vollziehen wollte. Einem starken Aufgebot bon Gendarmerie und Polizei gelang es erst mit der Drohung, von den Waffen Gebrauch zu machen, Dippold sicher ins Gefängnis zu bringen. A Der Philosoph als Zeuge. In Wien wurde der bekannte Philosoph Professor Dr. Lorenz Müllner als Zeuge in der Straffache eines Droschkenkutschers vernommen, der an eine ,, Elektrische" angefahren war. Professor Müllner hatte beim Zusammenstoß in der Droschke gesessen. Er gab folgende, philosophisch angehauchte Zeugenaussage ab:„ Ich kann meine Aussage nur unter dem Vorbehalte der subjektiven Richtigkeit machen, da ich der Ansicht bin, daß niemand in der Lage ist, einen Vorgang, der sich unvermutet vor ihm abspielt, nach Ablauf einiger Zeit mit Sicherheit objektiv richtig darzustellen. Es tritt da eine Reihe psychischer Unterströmungen auf, die es bewirkt, daß nur innerliche Gedankenbilder, logische Schlüsse und subjektive Empfindungen mit dem wirklich Erlebten zu einem neuen Bilde vermengt werden, das dem Borgange objektiv feineswegs genau entspricht. Ich kann daher nur angeben, daß vor dem Pferde des Einspänners ein Radfahrer fuhr, daß der Einspänner diesem ausweichen wollte und dabei mit der entgegenkommenden Tramway kollidierte. Ich selbst habe die Kollision vorausgesehen und bereits versucht, die Stoßwirkung abzuschwächen und mein Verhalten so einzurichten, daß ich nicht verlegt werde. Ich hatte den Eindruck, daß der Kutscher im Dilemma, einen Menschen zu überfahren oder an die Tramway zu streifen, bon zwei llebeln das geringere gewählt habe." Der Richter Sprach den Authher frei Bunte Chronik. In Konstantinopel wurde durch den Chef der geheimen Polizei ein russischer Untertan Ladgikow, der den besten Gesellschaftskreisen angehört, verhaftet. Man ficht einen Konflikt der Pforte mit der russischen Gesandtschaft voraus. -Aus Nizza wird ein schwerer Automobilunfall gemeldet. Der Bürgermeister von Sospal, der sich mit zwei Freunden auf einer Vergnügungsfahrt befand, wurde dabei getötet, die anderen beiden Mitfahrer schwer verletzt. Jagdliche Tierquälereien. Unter obigem Titel bringt die" Dorfzeitung" in Hildburghausen einen Artikel, der uns von geschäßter waidmännischer Seite mit dem Ersuchen um Wiedergabe übermittelt wird. Es heißt darin: Wenn wir bedenken, wie viele Stimmen schon laut geworden sind gegen das Schächten von Rindern, welcher En rüstungssturm sich ferner erhebt gegen die Vivisektion und sonstige Tierquälereien, dann erscheint es doch in hohem Grade auffallend, warum eigentlich zum Schutze des armen Wildes verhältnismäßig noch das allerwenigste geschah. Hält man die wissenschaftliche Tierquälerei, die Vivisektion im Interesse der leidenden Menschheit für notwendig, so ist damit wenigstens ein edle Zweck verbunden. Die Jagdliche Tierquälerei dagegen ist in zahllosen Fällen nichts weiter, als ein ganz gewöhnlicher Roheitsalt. Es wäre daher höchst wünschenswert, wenn die Deffentlichkeit ihr Augenmerk auch einmal mit aller Schärfe auf die Kehrseite des edlen Waidwerks richten würde, denn gar nirgends kommen mehr und grausamere Tierquälereien vor, wie gerade bei Ausübung der Jagd. In dieser Beziehung wird von Jahr zu Jahr mehr gesündigt, denn die Qualität der Jäger hat mit deren stetig zunehmender Zahl nicht etwa gleichen Schritt gehalten, sondern in ganz bedenklichem Maße abgenommen. Waidmänner von echtem Schrot und Korn werden bald eine Rarität. Das Tun und Treiben der Mehrzahl hat mit dem edlen Waldwerk wenig oder gar nichts gemein, sondern tennzeichnet sich mehr als Unfug und gemeine Schinderet. Mag dieses Urteil auch noch so hart flingen, vom Standpunkte des Jägers, des humanen Menschen aus, ist es gerecht und der Beweis hierfür jede Stunde zu erbringen. Nicht genug, daß die Mehrzahl der Jagden in unverständiger und egoistischer Weise ruiniert wird, erfahren dabei auch noch unzähliche Stücke Wildes die unmenschlichste Behandlung durch den verdammenswertesten Unfug, den es gibt: durch das weite Schießen mit Schrotgewehr. Dieser Umstand ist es, den wir aufs schärfste verurteilen und heute e mal näher beleuchten wollen. - Ein leichtsinniger Schüße handelt viel roher als das mordgierigste Raubtier, weil unter dessen Fängen das Wild nicht so lange zu leiden hat, wie an den Folgen eines zu weit abgegeben Schrotschusses. Nun kann aber z. B. der Fuchs nichts dafür, daß er ein Raubtier ist, der Jäger aber als Mensch sollte dann nicht schlimmer sein wie dieses und als vernunftbegabtes Wesen sich nicht zur größten Bestie machen. Nehmen wir aus der täglichen Praxis nur einige Beispiele heraus und betrachten uns vorerst einen Hasen, der auf unsinnige Entfernung angezwickt wurde. Wir sehen, seine Flucht wird zunehmend fürzer, allem Anscheine nach hat er einen Schrot in den Weichteilen, daher rasch den Hund von der Leine! Kaum vernimmt der Hase dessen Herantommen, wird er, wenn auch mit Anstrengung wieder flüchtig, die Strecke vergrößert sich und nach einigen Hatensolägen ist der Hase leider in Sicherheit. Und nun deuke man sich den weiteren Verlauf; abgehezt und schwerfrank drückt sich der Hase in irgend einen Busch, die Schmerzen nehmen ständig zu und lassen ein Hungergefühl gar nicht aufkommen, jeden Augenblick durchbebt ein trampshaftes Bitern den fleinen Körper der nach langen bangen Stunden matter und elen der wird, bis endlich der Tod oder ein Raubtier diese Leiden beendet. Und nun wollen wir noch ein weiteres durchaus nicht seltenes Bild liefern, welches wohl geeignet sein könnte, das Herz des rohesten Menschen zu erweichen. Bergangenen Sommer schoß ein sogenann ter Jäger auf 60 Schritte nach einem Rehbocke und zwar Spitzblatt. Wie sich später herausstellte, trafen drei Schrote. Giner ging in die rechte Keule bis an den Knochen, ein weiterer traf die Bauchwand beim Kurzwildpret, während der dritte Schrot seinen Weg zwischen Blattknochen und Rippen nahm und an einer derselben stecken blieb. Nach Verlauf einer vollen Woche wurde dieser Rehbock noch lebend angetroffen: eine wahre Jammergestallt, das reinste Skelett. Wenn wir uns nun die entsetzlichen Leiden vorstellen, welche das arme Tier bei der großen Hize Tag und Nacht infolge seiner Wunden auszustehen hatte, dabei noch geplagt von brennendem Durst, so haben wir erst die Hälfte seines grauenhaften Zustandes erraten. schon gleich am ersten Tage haben Schmeißfliegen ihre zahlreichen Eier flumpenweise in der Nähe der Schußwunden abgelegt, nach Hunderten begannen die auskriechenden Maden am lebenden Fleisch zu fressen; von Tag zu Tag größer werdend, vermehrten sie mit zu nehmendem Fraß die Qualen des armen Tieres bis zu einen Grade, den zu beschreiben unmöglich ist. Halb verhungert und verdurftet, bei lebendigem Leibe von den Würmen angefressen, das war des stattlichen Rehbocks Ende, das ein gewissenloser Schüße so jammervoll gestaltete. ( Schluß folgt.) Lokales. Denn Gießen, 14. Oftober 1903. Dittmar und dem Finanzminister Dr. Gnauth der Rione orden 1. Klasse. in ben Wedding Citen fich bie audinem frische nell bte 2 Gelnh Schlüchtern fiel tagswahl ben& auf. OfileinBum erfien Mal Teft flott Aud nagbem lange war.( Alle A * Die Handwertstammer zu Darmstadt versendet z. Z. den Bericht über ihre Tätigkeit für das Jahr 1902/03. Der Bericht giebt ein anschauliches un fassendes Bild von der gesamten Tätigkeit der Kammer unb umfaßt 1. Innere Angelegenheiten, 2. Die Tätigtei der Kammer, 3. Genossenschaftswesen, 4. Die Organisation des Handwerks. Der Anhang enthält die Namen derjengen, welche im Frühjahr 1903 vor Prüfungsausschüssen innehals des Kammerbezirts gemäß§§ 131 ff der Gewerbeorduna die Gesellenprüfung bestanden haben, insgesamt 1537. Da von etwa 10 Prüfungsausschüssen das Resultat der statt gehabten Prüfungen noch aussteht, wird die Zahl de ge prüften Lehrlinge im Jahre 1903 1600 überschreiten. für gebe * Angebote bei der gestern stattgefundenen Submission herstellung des der neuen Kliniken in Gießen. 1. Karl Nikolaus 1376,91 Mt. 2. C. Dörr 1298,20 Mt. 3. G. Bebiz 1268,80 964,70 Mt. Najaft. D. Ref Alefel würdigen Wal der Walpurgi † Groß 4. Ed. Kohlermann 1021,51 Mt. 5. Degen- Großen- linden Heffens, Her geftern Vorm an Altersschw X Wice 6. Laucht& Klippel 937,85 Mt. 7. L Betri III. 920,50 Mt. 8. W. Euler 890,25 W 9. Schäfer& Reuling 874,30 Mt. 10. G. Nauheimer$ 2,58 Mart. 11. 2. Petri II 850,60 mt. 12 5. Labad Jahre alte 848,75 Mt. 13. A. Wagner 800,33 Mt. 14. Fint 764 Mt. 15. Schäfer& Größer 729,85 Mt. Mary 636,20 Mt. 16 Rarl ** Dr. jur. Paul Kretschmar, der mit Wirkung vom 16. Oft. als außerordentlicher Professor von der Unversität Leipzig an die Landesuniversität zu Gießen berufen borden ist, übernimmt die Stelle des nach Greifswald ghenden Extraordinarius Dr. Erich Jung. Als Sohn des 1897 verstorbenen ordentlichen Professors in der Gießener juristi schen Fakultät wurde Paul Gustav Kretschmar am 1. Juli 1865 in Leipzig geboren und erhielt seine Vorbereitug auf dem Gymnasium zu Gießen. 1885-1889 ſtudierte er in Gießen und Leipzig, promovierte 1895 in Leipzig nd beſtand 1889 die erste und 1892 die zweite juristische Staats. prüfung. Nachdem er als Rechtsanwalt praktisch teig ge wesen war, habilitierte er sich 1899 in Leipzig. Oftern 1902 erfolgte seine Ernennung zum außerordentlichen Professor in Leipzig. = Auf dem Bahnhof Gießen trafen heute moren um 8 Uhr aus der Richtung Fulda etwa 150 Retrutn zur Einstellung in das Regiment Kaiser Wilhelm( 116) ei Von einigen Unteroffizieren und Mannschaften empfangen, zogen die zukünftigen Vaterlandsverteidiger in langem 8ug aber nicht in gleichem Schritt und Tritt der alten Kaserneju. Vormittags 11 Uhr fand in der alten Kaserne die Breidig ung der am 1. Oktober beim Regiment eingetretene Einjährigen statt. X Alle versicherungspflichtigen Besonen, die jetzt zur Ableistung ihrer Militärpflicht einezogen werden, machen wir darauf aufmerksam, daß sie unerzüg lich die in ihren Händen befindlichen Ouittungskarten, ach die noch nicht vollgeklebten, an das zuständige Polize ureau abliefern müssen, da die jetzt nur 2 Jahre lang altigen Karten samt den verwendeten Beitragsmarken sont ihre Gültigkeit verlieren. des Vereins Hundesport zu Gießen sind: Teckel Fuchs ** Die weiteren Resultate von dem Preis- Sliefen Offenes Schliefen: Moriß und Waldmann von Webstein ( beide im Besitz von Ferd. Schmidt- Gießen) sowie Toni v. Hangelstein( Bes. Forstwart Lozwiesick) 1. und Ehrenpreise. - Wald Schmock( Bes. Alb. Nübsamen- Gießen), Männe v. d. Neu Waldmann v. Spiegelsluft( Bes. Peter Meißner- Gießen), stadt( Bes. E. Noll- Gießen) 2. und Ehrenpreise. Harras- Baumgartner( Bes. Baumgartner- Frankfurt a. M.) mann( Bes. Vizefeldwebel Reiß- Gießen) 3. Preis. und Max v. Paradies( Bes. Carl Blum- Frankfurt a. M.) Höchstlobende Erwähnung. ( Bes. L. Benner- Gießen) 2. und Ehrenpreis, Loni v. d. Sieger- Schliefen: Jopp Seilbach( Bes. 5. Himmelreich) 2. und Ehrenpreis. Sieger- Schliefen( aufs Dachs) Jopp( Bes. L. Benner Gießen) 2. und Ehrenpreis. - ( Hauptlehrer stellen. Die Gemeinden Grünberg, Lehrerstellen abgelehnt. Lollar und Heuchelheim haben die Errichtung von Haupt * Die gegen einen Gießener Beamten in Umlauf gesetzten Gerüchte beruhen, wie wir auf der Bürger meisteret erfahren haben, auf Erfindung. Veranlassung zu dem Klatsch hat wohl der Umstand gegeben, daß wir seit dem 1. Oktober einen neuen Pfandmeiſter be kommen haben. Man sollte doch vorsichtig sein, beim Aussprechen von solchen Nachrichten. ** Der Agent Jacob in Gießen, dessen Ver Haftung wir meldeten, ist gestern Abend gegen 10 000 Mark Kaution aus der Haft entlassen. ** Selbstmord. Heute morgen gegen 7 Uhr wurde am Tor des Gießener Friedhofes ein beffer ge || Nach Meldung auswärtiger Blätter ist eine hochkleideter Mann tot aufgefunden. Er hatte sich mittels herzige Stiftung des Großherzog& in Vorbereit- Revolvers, der neben ihm lag, erschossen. Papiere und ung begriffen. Der hohe Landesherr hat, um die Darm- Wertsachen fand man nicht vor. ständter Künstlerfolonie in den Stand zu setzen, die Ziele, die sie sich gesteckt hat, noch wirksamer zu verfolgen und thre Bestrebungen auf dem Gebiete der angewandten Kunst auch über die Grenzen unseres Hessenlandes hinaus in energischer Weise zu fördern, den Entschluß gefaßt, zu Gunsten der Künstlerkolonie eine Stiftung, bezw. einen Stiftungsfonds zu schaffen, durch welchen die dauernde Sicherstellung dieser Kunstbestrebungen gewährleistet, bezw. denselben auch eine feste materielle Basis gegeben werden soll. *** Versett. Erbprinz zu senburg und BüdingenWächtersbach, Lt. im 2. Großh. Drag.- Regt.( Leib- Drag.Regt.) Nr. 24, in das Kür.- Regt. von Seydlit( Magdeburg.) Nr. 7 versetzt. * * Berliehen wurde dem Staatsminister Rothe der Rote Adlerorden 1. Kl., dem Justizminister Dr. *** Wie wir hören feiert das Sänger. Chor des Turnvereins am 1. November sein 2. Stiftungsfest verbunden mit Fahnenweihe in der Turnhalle. Ein neues reichhaltiges Programm nebst verschiedenen Ueberraschungen versprechen den Abend zu einem herrlichen zu gestalten. Die Fahne, welche größtenteils von Mitgliedern des Vereins gestiftet wurde, wird dies r Tage in dem Geschäft des Herrn J. Schulze Ecke Kreuzplatz und Seltersweg ausgestellt werden. ** Eine Bezirks- Vorturnerstunde des 2. Be zirks des Gaues Hessen fand am Sonntag nachmittag in der geräumigen Turnhalle des Turnvereins zu Grünberg statt. Es hatten sich der Bauturnwart Will- Weglar, der 1. Bezirksturnwart Wigandt- Gießen und eine ganze An zahl Turner des Bezirks eingefunden um die vom Gauturn wart gegebenen Uebungen durchzuturnen zur späteren Ver a. M. in ein nach der Geb Die e unter der ne ftarter Betei Bläschen we geblieben zu Leffings unb helm" hatte führte wieder Hoffishen In man den Wor den vielen furzes energi führung war das Spiel verwandlung Uhr( der Be an) zum legt und da ein f Spiel ja leid anerkannt wu des Herrn Linzen un und Fellhein Sandorff wirkungsvoll erachten wir ffranjöfifchen G Bon feinen mi Giben haben ftanden, hoffe der höheren Bahl anwesen Gießen erfennung her ENTO Wire Mitglied gezieme Die nachmit Friedho Ofens Fü Ofe Gros B Selterswe Man ve auth der R Darma wertung in den Bereinen. Nach der Vorturnerstunde vereinigten sich die Teilnehmer in der Wirtschaft zum Taunus zu einem frischen Trunt, bei Gesang und Scherz nahte nur zu schnell die Abschiedsstunde für die auswärtigen Turner. Gelnhausen, 13. Dft. Im Wahltreise GelnhausenSchlüchtern stellt das Centrum als Kandidaten für die Landtagswahl den Reichstagsabgeordneten Richard Müller- Fulda auf. Litigleit fil aridoulides it der Kammer Die Tätigte e Organisatio Namen derjer usschiffen inne er Gewerbeort gefamt 1537. Resultat der bie Bahl de überschreiten. denen Submi Rentral- Bajdh Nitolaus 1 Bebig 1268,8 () Klein- Eichen. Nach 53 Jahren fand am Sonntag zum ersten Mal in unserem Dörfchen wieder ein Kirchweihfeft statt. Auch eine Wirtschaft wurde wieder eröffnet, nachdem lange Jahre überhaupt keine Wirtschaft im Orte war.( Alle Achtung vor einer solch' soliden Einwohnerschaft. D. Red.) [:] Alsfeld, 12. Oft. Die Renovierung der altehrwürdigen Walpurgiskirche ist beschlossen, da jedoch die Wiederherstellung des alten Rathauses augenblicklich große Ausgaben erfordert, gedenkt man vorerst nur die Erneuerung des Daches der Walpurgiskirche in Angriff zu nehmen. 785 The Heſſens, Herr Oberlehrer i. P. Bierheller von hier, iſt † Groß- Zimmern, 12. Oft. Einer der ältesten Lehrer geſtern Bermittag in hohen Alter von nahezu 90 Jahren Mt. 890,25 Nauheimer& 12 5. Lah mt. 14. 85. 16 er mit Birtu von der Uni Ben berufen or Breifswald gen Sohn des Der Gießener fchmar am 1 ne Vorbereity a 889 ftudierter i in Leipzig d ite juristische tal It prattis tig in Leipzig. außerordeid an Altersschwäche gestorben. Wiesbaden, 13. Oft. Die hier festgenommene 37 Jahre alte Slees aus Stirn geſtand ein, das in Frankfurt a. M. in einen Batet aufgefundene tote Rind geboren und nach der Geburt getötet zu haben. Stadttheater. ( Minna von Barnhelm.) Die erste Boltsvorstellung im Stadttheater unter der neuen Direktion fand gestern Abend unter sehr starker Beteiligung des Publifums statt. Nicht ein Siz Bläschen weder im Parket noch in den Logen schien frei geblieben zu sein, und auf der Gallerie stand Kopf an Kopf. Lessings unvergängliches Lustspiel, Minna von Barnhelm" hatte diese große Anziehungskraft ausgeübt und führte wieder den Beweis, daß das Volk an Darbietungen lassischen Inhalts viel Gefallen findet. Andächtig lauschte man den Worten des Dichters, jedes zu laute Lachen bei den vielen komischen Szenen des Stücks wurde durch ein turzes energisches Bischen sofort niedergehalten. Die Aufführung war durchaus angemessen, stellenweise vorzüglich, das Spiel flott und die Zwischenakte troß öfterer Szenen verwandlung so kurz, daß der Vorhang schon furz nach 10 Uhr( der Bettel gab wohl in Folge Druckfehlers 11 Uhr an) zum letzten Male fiel. Am Spiel wüßten wir hier und da ein kleines Versprechen abgerechnet, was bei flottem Spiel ja leicht vorkommt nichts auszuseßen, besonders anerkannt wurden vom Publikum der ganz vortreffliche Just des Herrn Haag, der Wachtmeister Werner des Herrn Linzen und der Wirt des Herrn Conradi. Minna und Fellheim wurden durch Frl. Hohl und Herrn Sandorff, Franziska durch Frl. Hellberg sehr wirkungsvoll dargestellt. Eines besonderen Lobes teilhaftig erachten wir auch Herrn Teleky, der die Charge des ndige Bolizeirear franzöſiſchen Glücksjitters Riccaut ſehr hübsch durchführte. Bon seinen mit guter Aussprache vorgetragenen französischen Sägen haben wohl die meisten der Besucher nichts verftanden, hoffentlich haben ihn aber um so besser die Schüler der höheren Lehranstalten und die, wie es schien, in großer Bahl anwesenden höheren Töchter folgen fönnen. en heute mort m 50 Retrut elm( 116) ein n empfangen, langem Bugh alten Raferne.Raferne die Bibi at eingetretene ichtigen Bom pflidt eingeg daß sie unr ungstarten, die ahre lang tiger smarken for ihr Preis- Sliefe ind: Tedel Fuchs mann von Beta Ben) sowie Toni 1. und Erenpreise er Meißne- Gieken Männe 6. d. New Cenpreise. - Wald n) 3. Preis. er- franfurt a. M m- Franfurt a. M Schlifen: Jo npreis, Loni v. und Ehrenprei ( Bef. L. Benne meinden Grünber - - Gießen ist wie in sozialpolitischen Büchern mit Anerkennung hervorgehoben wird eine der ersten, wenn nicht Stung von Haup amten in Umlau auf fer Bürger ng. Beanlaffun and gegeben, da Pfandneifter b fichtig ein, betr en, deffen Ver nd gegen 1000 gegen 7 U es ein beffer g batte fich mittel fen. Sapiere und Thor bes Turn Krieger- Verein Wir erfüllen hiermit die traurige Pflicht unsere Mitglieder von dem Ableben des Kameraden Johannes Ruhl geziemend in Kenntnis zu setzen. Der Vorstand. Die Beerdigung findet Freitag, den 16. I. Mts. nachmittags 4 Uhr von der Kapelle des neuen Friedhofes aus statt. Ofenschirme die erste deutsche Stadt gewesen, die ihr Theater durch Einführung zahlreicher billiger Voltsvorstellungen in den Dienst der Volksbildung stellte. Sein Beispiel hat jezt überall, selbst bei Hoftheatern, die sonst ultrakonservativ sind, Nach ahmung gefunden. Möchte die neue Direktion thr anertennenswertes Streben auch bei allen folgenden Volts. vorstellungen beweisen, der Beifall des Volts auch in flingender Münze, troß der niedrigen Eintrittspreise, wird ihr dann nicht fehlen. Aus dem Gerichtssaal. Straffammer. Gießen, den 13. Oftober 1903. Der vielfach vorbestrafte Taglöhner Konrad Paul 3. schuldig erkannt, daß er den Wirt Schwaß von Friedberg von Villingen wird in der heutigen Schlußverhandlung um eine Beche prellte, den Megger Siegfried um 10 Mt. ett auch die an ben immune Mit Rücksicht auch die an den Tag gelegte ehrlose Gesinnung und Kaufmann Ritter in Laubach um 8 Mt. beschwindelte. Monaten auf die bürgerlichen Ehrenrechte auf 5 Jahre aberfannt. Der Landwirt Wilhelm Merlé von Angen rod wurde vom Alsfelder Schöffengericht wegen einer Körperverlegung, die er bem Knecht Nikolaus Steinbach von Bell mit einer Glasscherbe an einem Auge zufügte, zu einer Gefängnisstrafe von 5 Monaten verurteilt. Der von ihm verfolgten Berufung wird insofern stattgegeben, als daß das Gericht aus dieser und der vom hiesigen Schwurgericht erfannten Strafe von 2 Jahren und 6 Monaten eine Gesamtstrafe von 2 Jahren und 9 Monaten bildet. Der wegen Bedrohung seiner Familie bereits bestrafte Zimmermann Otto Wildhack von Grünberg hat seine Familie wieder mit einem Revolver bedroht. Unter Einbeziehung früher erkannten Strafen und wegen eines Betrugsversuchs befommt er 15 Monate Gefängnis. Wegen Urkundenfälschung erfolgt Freisprechung. Die Ehefrau des Schreiners Martin Diebel von Buy bach ist geständig, daß sie mittels falschen Schlüssels aus der Wohnung des Stationsassisten Saamer Kleidungsstücke im Werte von 20-25 Mt. entwendet hat. Sie wird dierserhalb in eine Gefängnisstrafe von 4 Monaten genommen. Der wegen Majestätsbeleidigung angeklagte Rentner Karl Engel von Großen Buseck wird mangels Beweis freigesprochen. Konrad Kleh 2. von Orles= hausen, der zur Zeit wegen Betrugs und Unterschlagung eine Zuchthausstrafe verbüßt, hat sich wegen Vergehens gegen die Konkursordnung zu verantworten. Er ist beschuldigt, daß er als Kaufmann seine Bücher nicht ordnungsmäßig geführt hat. Ec bekommt dieserhalb eine Gefängnisstrafe von 30 Tagen, welche in 20 Tage Buchthaus umgewandelt und mit 10 Tagen auf die früher erkannte Straße aufgerechnet wird. Zum Schlusse findet die Sache gegen den Optiker Ernst Arbeit von Wetzlar, durch Berufungsrücknahme thre Erledigung. - Berantwortlich: für ben politischen und Inseratenteil Albin lein: Mr bas Sokale, den Gerichts." und" Deffentlichen Sprechsaal": Fr. Opperman Drud und Berlag der Gießener Berlagsbruderei( vorm. Wilh. Keller), Gießen. Aufklärung und Mahnung. Es ist eine allbekannte Tatsache, daß das in den rauhen Jahreszeiten zur Welt kommende Jungvieh sehr häufig wir möchten fast sagen in der Regel nicht nach Wunsch gedeihen will und darum in vielen Fällen ziel- und wahllos ✰ Kohlen✰ von den beften Bechen, Jukkohlen, Anthractt, prima rheinische Briketts und Zoks ju ben billigften Breifen. Prima Tannen- Brennholz pro Centner geschnitten Mt. 1.2€ gehackt R " 1.86 febes Quantum fret ans Saus liefert And. Euler. Eintrittskarten Festkarten etc. Kohlenkasten für Vereinsfestlichkeiten Füller Feuergeräte Ofenvorsetzer wieder eingetroffen. Grosse, gediegene Auswahl. Brüder Schmidt Seltersweg 83. ngsfeft verbunde neues reichhaltige ungen versprechen Iten. Die Fahn eins gefliftet wurd Herrn J. Schul werben. unbe bes 2. ag nachmittag in zu Grünberg Will- Weglar, ber eine ganze Die vom Bautur ur späteren Be Man verlange: Giessen. Seltersweg 83. GRECOGNAC Aerztlich empfohlen. liefert sauber und preiswert Albin Klein Gießen, Neuenweg 28. dem Schlachtmesser überliefert wird. Welch nachteiligen Einfluß ein solches Verfahren auf die Ergebnisse der Viehzucht ausüben muß, bedarf keiner näheren Beweisführung; der Praktiker wird dies ohne weiteres schon so ermessen können. Der Landwirt hat es aber durchaus nicht nötig, mit solchem Schaden zu rechnen, denn bei einigermaßen sachgemäßem Vorgehen werden sich die jungen Tiere ebenso gut entwickeln, wie wenn ihnen unbeschränkter Weidegang zur Verfügung stände. Dieser muß naturgemäß in den talten Monaten unterbleiben. Da aber den Tieren regelmäßige Körperbewegung unbedingt notwendig ist, so soll dafür Sorge getragen werden, daß dem Vieh( sowohl dem Jung- wie dem Großvieh) bei günstiger Witterung ein angemessener Aufenthalt im Freien, sonst aber wenigstens dem Jungvieh irgend ein geschützter Tummelplatz oder Laufstall zur VerfügMan wird schon aus dieser ein= fachen Maßnahme bemerkenswerte Vorteile ziehen, die ung gestellt werde. noch auffälliger werden, wenn im Stalle auf reine noch auffälliger werden, wenn im Stalle auf reine brochener Luftwechsel iſt ein Segen, Körperpflege eine gehalten wird. Regelmäßiger, wenn angängig ununterLuft, ordentliche Körperfläche und geeignete Fütterung Wohltat für die Tiere, und der Viehzüchter, der aus angestammtem Vorurteil seinem Vieh keine frische Luft gönnt und den Striegel spart, leistet sich selbst den schlechtesten Dienſt. Alle gewonnenen Vorteile können freilich verloren gehen, wenn die Fütterung nicht allen Anforderungen genügt. Vor allen Dingen muß das Futter für das Jungvieh die notwendigen Nährstoffe in erforderlicher Menge und leicht verdaulicher Form enthalten, es muß ferner über einen genügenden, aber unter keinen Umständen zu großen Gehalt an knochenbildenden Salzen- Kalt und Phosphorsäure verfügen. Namentlich auf lettere Stoffe wird oft sehr wenig geachtet, und doch sind sie, wenn sie in angemessener Menge verwendet werden, für die Ausbildung des Knochengerüstes der Tiere von allergrößter Bedeutung. Wie weit übrigens die Unterschiede im Gehalt an Kalk und Phosphorsäure gehen, mag daraus entnommen werden, daß Kartoffeln, Runkeln, Topinambur 2c. nur 0,3 Teile Kalf und 0,8 - 1,5 Teile Phosphorsäure in 1000 Teilen Pflanzenmasse enthalten, während sich in gleicher Menge Erbsenstroh ca. 16 Teile Kalk, in den Ackerbohnen über 12 Teile Phosphorsäure finden. Eine genaue Beachtung der Tabellen kann nicht immer stattfinden, und man wäre wirklich übel beraten, wenn es nicht möglich wäre, die fehlenden Salze in richtiger Weise zu ergänzen. Allerdings darf dabei die Verdauungskraft keine Einbuße erleiden. Diese muß unter allen Umständen auf der Höhe erhalten werden, was mit Hilfe der bekannten " Bauernfreude" sehr leicht gelingt.„ Bauernfreude" ist in der Tat ein unentbehrliches Hülfsmittel im Biehstalle, denn sie trägt anerkanntermaßen außerordentlich bet zur raschen und günstigen Entwicklung der Tiere. Diese unbestreitbare Tatsache ist einerseits auf die verdauungsstärkenden, appetitanregenden Eigenschaften, anderseits auf den angemessenen Gehalt des Präparates an fnochenbildenden Salzen zurückzuführen. Da mit Hülfe der„ Bauernfreude" das Futter seine höchste Ausnügung erfährt, so verbilligt sie außerdem die Aufzucht, ein Umstand, der jedenfalls jeden Landwirt animieren wird, einen Versuch mit der vieltausendfach bewährten ,, Bauernfreude" aus der Chemischen Fabrik Th. Lauser in Regensburg zu machen. [ 2046] Geschäfts- Eröffnung. Einer verehrten Einwohnerschaft von Gießen und Umgegend, werten Freunden und Bekannten die ergebene Mitteilung, daß ich in Gießen 33 Bahnhofftraße 33 ein Uhren-, Gold- u. Silberwaarengeschäft eröffnet habe und sehe ich bei Bedarf geneigtem Zuspruch gerne entgegen. Reparaturen prompt und billigft. Hoher Nebenverdienst d. Vertrieb leicht verk. Artifel. Hochachtungsrollst Wilhelm Reusch. Bekanntmachung. J. Müller, Ilversgehofen- Erfurt. Betr.: Das Einhalten der Tauben während der බල Saatzett. Die Besizer von Tauben werden unter Hinweis 00000auf Artikel 79 des Feldſtrafgesetzes aufgefordert, ihre Tauben wegen der Saatzeit bis Ende ds. Mts. einzuhalten. Das Ei des Columbus iſt Sturmvogel Modell 1903 Es ist das langgesuchte und billige Rad. Feinste Präzissonsarbeit,| Höchste Eleganz, Größte Stabilität, Niedrigster Preis. Man verlange unsere Preisliste. Deutsche Fahrradwerke Sturmvogel Gebr. Grüttner Fahrräder und Nähmaschinen Berlin Halensee 103. 00000 0000 C Diese Bekanntmachung findet auf die Militärbrieftauben keine Anwendung. Gießen, den 13. Oktober 1903. Großh. Bürgermeisterei Gießen. Mecum Kalk- und Marmorwerke, Dampfziegelei, August Gabriel jr., Giessen Massenfabrikation. Bahnanschlüsse. Werke Abend ern. Telephon Nr. 84. Stadt- Theater Giessen. Direktion: Steingoetter. Freitag den 16. Oktober. 3. Freitags- Abonnement Vorstellung. Novität! Novität! Ueber den Wassern. Drama in 3 Aufzügen von Georg Engel. Evangelischer Großh. Gewerbeschule Gießen. Betr.: Maßregeln zur Abwehr der Maul- und Klauenseuche. Bekanntmachung. Beginn des Wintersemesters 1903/04 am 19. Otto- Mit Rücksicht auf den am 20. und 21. Oktober I. Js. ber ds. Js. dahier stattfindenden Viehmarkt bringen wir die nach. Der von Großh. Centralstelle für die Ge- stehenden Bekanntmachungen wiederholt zur öffentlichen werbe festgesetzte Lehrplan giebt allen Berufsarten im Renntnis mit dem Anfügen, daß Zuwiderhandlungen Handwerk sowie für Vorbereitung zur Meisterprüfs gegen die darin enthaltenen Anordnungen unnachsicht ung Gelegenheit zu entsprechender Fachausbildung. lich zur Bestrafung gelangen. Anfragen und Anmeldungen sind an die Schul- Gießen, den 10. Oftober 1903. leitung zu richten. Großh. Polizeiamt Gießen. Hechler. Gießen, im Oktober 1903. Jünglings- und Männer Verein Berufirat: Giessen. Sonntag, den 18. Oftober 1903 Sechzehntes Jabresfest- Vorm. 9 Uhr: Gottesdienst in der Johanneskirche. Nachm. 3% Uhr an Feier im Saal der Kleinkinderschule( Diezstraße 15). Jedermann sei herzlich eingeladen. Eisenw. BOLLAR Der Vorstand Pfarrer Dr. Naumann. Gashaus Stern Carl Rohl Gasthaus Zum * Stern Lollar. Fessere und einf Logier zimmer. 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Von den am 29. und 30. v. Mts. dahier stattgehabten Viehmärkten ist eine große Anzahl von Bich in die ver schiedensten Ortschaften des Kreisen verbracht worden. Für diese Fälle bestimmte unsere Bekanntmachung vom 7. v. Mts. u. a., daß alle Tiere, welche auf Vichmärkten angekauft und nicht zum Zweck sofortiger Schlachtung unmittelbar an ein Schlachthaus übergeführt werden, während einer bestimmten Frist unter Quarantäne stehen. Nach Biffer 2 dieser Be. fanntmachung müssen die erwähnten Ti re der Ortspolizeibe. hörde und von dieser dem Großh. Kreisveterinäramt ange meldet werden. Nach Mitteilung des Großh. Kreisveterinäramts Gießen sind indessen keine derartigen Anzeigen einge. gangen. Wir beauftragen Sie daher, zu ermitteln, welche Tiere von den seit 7 v. Mts. stattgehabten Viehmärkten in Ihre Gemeinde eingeführt worden sind. Dem zuständigen Großh. Kreisveterinäramt ist von dem Ergebnis alsbald Mitteilung zu machen. Indem wir unsere Bekanntmachung vom 7. v. Mts. nachstehend erneut zum Abdruck bringen, beauftragen wir Sie, dieselbe wiederholt in Ihrer Gemeinde zu veröffentlichen und auf die genaue Befolgung unserer Anordnungen hinzu. wirken. J. V. Dr. Kranz bühler. Bekanntmachung. Betr.: Maßregeln zur Abwehr der Maul- und Klauenseuche. Bufolge Verfügung des Großh. Ministeriums des Innern vom 5. 1. Mts. werden mit Rücksicht auf das stärkere Auftreten der Maul- und Klauenseuche in den Regierungsbezirken Koblenz und Wiesbaden folgende Maßregeln für den Kreis Gießen angeordnet: 1. Wiederkäuer und Schweine, welche aus den Regiers ungsbezirken Koblenz und Wiesbaden eingeführt oder auf Viehmärkten, insbesondere auf Schlachtviehmärkten, angekauft wurden und nicht zum Zwecke sofortiger Schlachtung unmittelbar in ein öffentliches oder Privatschlachthaus übergeführt werden, müssen an demjenigen Standorte, an dem sie nach ihrer Einführung in das zu schützende Gebiet oder nach ihrer Wegbringung von dem Viehmarkte zuerst eingestellt werden, mindestens sieben Tage verbleiben und dürfen denselben innerhalb der nächsten 14 Tage( nach Ablauf der siebentägigen Quarantäne) nur verlassen, wenn sie innerhalb Kampmanns' Pendelwasch veterinäramtes teine seuchenverdächtigen Erscheinungen gezeigt Kampmanns' Pendelwaschener Stontumazzeit nach dem Zeugnis des Großh. Kreis maschine ,, Leichtwäscher". haben. Alle Tiere der genannten Arten, welche mit den der beste, imGebrauch leichtgehendste tontumaz unterstehenden während deren Dauer zusammen in Handwaschmaschine der Welt, mit einem Gehöfte untergebracht sind, werden denselben Vorwelcher in Wirklichkeit Kinder schriften unterworfen. von 8 Jahren arbeiten können Leichte Arbeit ist allen voran und unstreitig die Mitt, ihr. Adr. sof. 600 reiche M. Partien u. Bild. z. Ausw.-U. A. w. s. z. verh. 1 j Waise m. 150 000 M. V., 1 häusl. er. Dam. m. 200 000 M. V. u. 1 Gutsb., Ww., m. ca. 350000 Mk. V. u. spät. Erbe. All. Näh. d. F. Gombert, Berlin S 14. Cigarren- und gesucht. Wickelmacher Marburgerstrasse 35. Gießen. Hilfe gegen Blutstockun Erwig, Hamburg, Bartholomeusst. 57. MAGGI'S SUPPEN für 2 Teller Suppe. in Würfeln zu 10 Pfg. 2 Teller DRBS 10 Tuppe Ohne weitere Zutat, nur mit Wasser zuzubereiten. Bestens empfohlen von Fr. Leo Nachf., C. Herber, Giessen, Seltersweg 58. Jean Dern& Co. Giessen. Gegründet 1883. Inhaber: Oskar Gutmann. 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Dabei find ſeuchenverdächtig befundene Tiere bis zur genaueren Feststellung ihres Zustandes bom Auftrieb auszu schließen und zu separieren. Für geeignete Einricht ungen zum Zwecke der vor dem Auftrieb vorzunehmenden Besichtigungen, sowie für Räumlichkeiten zum Sepa rieren verdächtiger Tiere und für das etwa nötige Aufsichtspersonal hat der Unternehmer Sorge zu tragen. Bei Viehmärkten, bei welchen die voraussichtlich aufge triebene Vichzahl über 500 Stück Großbieh beträgt, ist zur leberwachung des Marktes ein weiterer beamteter Tierarzt oder, falls ein solcher nicht zur Verfügung steht, ein für dieses Geschäft besonders zu verpflichtender prak tischer Tierarzt zuzuziehen. Gießen, 7. September 1903. Großherzogliches Kreisamt Gießen. J. V.: Dr. Kranzbühler. Bandeisen eine größere Menge, hat sehr billig abzugeben die Expedition. fällig einen Probeabzug. Nicht wahr, das Bild sieht ihm fehr ähnlich? Aber der junge Herr hat die Sachen heut noch nicht bezahlt!". Bate bis fieht ihm auch Kr. 93. Camili Donnerstag, ben 15. Ottober itung