Nr. 189. Abonnementspreis: in Gießen, abgeholt monatlich 50 Pfg., in's Haus gebracht 60 Pfg., durch die Post bezogen viertelfährlich Mr. 1.50. Bratisbeilagen: Oberheffische Familienzeitung( täglich) Oberbeffische Zeitschrift für Landwirtschaft, Obst- und Gartenban, sowie die Gießener Seifenblasen( wöchentlich). Das Blatt erscheint an allen Werktagen nachmitags. Freitag, den 14. August 1903. Gießener IA 12. Jahrgang. Jnsertionsprei 8: Die einspaltige Petitzeile für Gießen wie gang Oberbeffen, die Kreise Weglar und Marburg 10 Pfg. fonft 15 Pfg.; Reklamen die Petitzeile 30 resp. 40 Pfg. Postzeitungsliste No. 3269. Redaktion und Ervedition: Gießen Neuenweg 28. Fernsprechanschluß Nr, 362. stla Neuelle Nachrichten ( Gießener Tageblatt) Anabhängige Tageszeitung ( Gießener Zeitung) für Oberheffen und die Kreise Marburg und Wetlar; Lokalanzeiger für Gießen und Umgebung. Enthält alle amtlichen Bekanntmachungen der Großh. Bürgermeisterei Gießen und anderer Behörden von Oberhessen. Bekanntmachung. Nachdem die bei einem Schweine des Dekonomen Preis dahier ausgebrochene Rotlauffeuche erloschen ist, wird die unterm 24. Juli 1. Js. angeordnete Gehöftsperre aufgehoben. Gießen, den 12. August 1903. Großh. Polizeiamt Gießen J. V. Roth. Gießen, 12. August 1903. Betr.: Schulversäumnisse.u rauschen; zweifelsohne hat das Kabinett an der Newa sick, über die Duldung dieses seines neuesten Schrittes durch die anderen in Ostasien beteiligten Mächte schon vorher vergewissert. Neue Umwälzung in Serbien. Was kommen mußte, fam: In Serbien ist angesichts der unhaltbaren Zustände innerhalb der militärischen Streis eine Ministerfrise ausgebrochen: Aus dem Kabinett Awakunowitsch trat infolge eines Zerwürfnisses mit dem Kriegsminister Atanaskowitsch in plötzlichem Entschluß der Justiz minister Ochiwfowitsch und der Kultusminister Stojanowitsch( beide Die Gr. Kreisschulkommission Gießen in de oftremradikal) sowie der Finanzminiſter Tr an die Schulvorstände des Kreises. Unsere Verfügung vom 27. April 1900 in obigem Betreff bringen wir eindringlich in Erinnerung. Namentlich ist streng daran festzuhalten, daß Urlaub nicht ge= währt werden darf, wenn er erbeten wird, weil im Elternhause geschlachtet wird, oder weil sich die Dreschmaschine daselbst befindet und bei dergleichen Anlässen mehr. Verfehlungen hiergegen werden entsprechend geahndet werden. Dr. Breidert. Bekanntmachung. Am 17., 20. und 21. ds. Mts. werden im hiesigen städtischen Hospital das dort befindliche Mobiliar, Betten, Schränke, Tische Stühle 2c. Haus- und Küchengeräte, Kleidungsstücke, Weißzeug, Kinderzeug, Bettwerk, Reinigungsmittel 2c. öffentlich meistbietend versteigert. Gießen, den 10. August 1903. Die Armen- Deputation der Stadt Gießen. Curschmann. Bekanntmachung. Die am 11. Juli 1. J. angeordnete Sperre der Marktstraße wird hiermit aufgehoben. Gießen, den 13. August 1903. Großh. Polizeiamt Gießen. J. V.: Roth. Bekanntmachung. Wegen Vornahme von Walzarbeiten wird die Moltkestraße von Freitag, den 14. 1. Mts. an bis auf weiteres für den Fuhrwerks- und Fahrradverkehr geSperrt. Gießen, den 13. August 1903. Großh. Polizeiamt Gießen. J. V.: Roth. Die Mandschurei ruffifche Provinz! A Was tatsächlich längst der Fall war, wird jetzt aud formell besiegelt: Rußland hat vor aller Welt die Mand churei für eine russische Provinz erklärt. Ein eben ergan jener Ulfas des Zaren befiehlt, daß aus dem Amur- General juberniat und dem Kwantunggebiet eine besonder Statthalterschaft gebildet werden soll. Es heißt in dem Utas: „ Der Statthalter wird mit höchster Gewalt in allen Zweigen der Zivilverwaltung des Gebietes bekleidet, die gleichzeitig der Leitung der Ministerien entzogen wird. Ihm liegt auch die Sorge für Rube, Sicherheit und Wohlfahrt sowohl der an der chinesischen Ostbahn liegenden Gegenden als auch der an die Statthalterschaft angrenzenden, jenseits der Grenze liegenden russischen Besitzungen ob. Die diplomatischen Beziehungen im Verkehr dieser Gebiete mit den Nachbarstaaten sind in den Händen des Statthalters fonzentriert. Ihm wird auch das Kom. mando der Kriegsflotte im Stillen Ozean sowie aller Truppen des Gebiets übertragen. Ein besonderes Komitee unter dem Vorsitz des Zaren wird die Anordnungen des Statthalters mit den allgemeinstaatlichen Absichten und der Tätigkeit der Ministerien in Einklang bringen." Generaladjutant Alexejew ist bereits zum ersten Statthalter im fernen Often" ernannt. Dieser Ukas bedeutet nicht mehr und nicht weniger, als daß die Mandschurei der chinesischen Verwaltung völlig entzogen und der russischen unterstellt wird. Mit großer Schlauheit haben die russischen Staatsmänner die Sache aber so eingefädelt, daß Rußland selbst, als Staat, mit der Verwaltung der Mandschurei nichts zu tun hat; der Statthalter verfährt dem Auslande gegenüber völlig selbständig; daß er nur nach den Weisungen Rußlands handeln wird, geht aus dem Ukas andererseits auch hervor. Zweifellos wird sich in England ein Sturm der Entrüstung über Rußlands Verfahren erbeben. Aber dieser Sturm dürfte ergebnislos vorüber. Weljkowitsch( liberal) aus, und nach wenigen Stunden trat das ganze Kabinett zurück. Der König hat die Demission des Ministeriums angenommen und den bisherigen Minister präsidenten Awakumowitsch mit der Neubildung des Kabi netts beauftragt. Bringt er sie nicht zu stande, so soll Gruitsch, der derzeitige Gesandte in Stambul, mit der Neubildung betraut werden. Als Grund der Krise wird mitgeteilt, daß die zucrst ausgetretenen drei Minister, die die Königsmörder begünstigten, von dem Kriegsminister forderten, er solle einige höhere Offiziere, die Vertraute König Aleranders waren, aus ihren Aemtern entfernen. Dagegen sträubte sich der Kriegsminister, infolge dessen verweigerten ihm die drei Minister die Bewilligung von ihm beanspruchter Gelder. Die Nenbildung des Ministeriums wird zweifellos zu großen Parteistreitigkeiten in Serbien führen, zumal da die drei Minister, die dem Kabinett das Lebenslicht ausgeblasen haben, als Führer der stärksten Partei des Landes, Awakumowitsch ebenso wie Gruitsch, große Schwierigkeiten machen werden. Angesichts dieses schon jetzt stark hervorgetretenen Parteihaders soll König Peter bereits regierungsmüde sein. Aus Belgrad verlautet in einstweilen freilich noch unverbürgter Weise, König Beter habe erklärt: Wenn die Parteifämpfe so weiter gingen, wie bisher, werde er a b- banken und Serbien verlassen. Diese Meldung flingt zwar nicht recht glaubhaft, immerhin beweist die Tatsache, daß ein solches Gerücht in Belgrad überhaupt aufkommen fonnte, wie verworren und lichtlos die Parteiverhältnisse in Serbien sich gestaltet haben. * Etwas post festum besinnen sich die Kabinette von Petersburg und Wien darauf, wie man mit den serbischen Königsmördern umzuspringen hat. Nach einer Meldung aus Wien wurde dem dortigen serbischen Militärattachee vom Wiener Generalfommando nahegelegt, seine Abschiedsbesuche in Zivil zu machen, da er in Uniform nicht empfangen würde. Ferner wurde die Regierung aufgefordert, den der Wiener Kriegsschule zugeteilten serbischen Hauptmann abzuberufen. Außerdem wurde in Belgrad zu versichen gegeben, daß man als neuen Militärattachee nur einen Offizier annehmen würde, der der Belgrader Garnison seit mindestens einem Jahr nicht angehört. Die serbischen Offiziere, welche russischen Militäranstalten oder russischen Truppenkörpern zugeteilt waren erhielten von der russischen Militäroberbehörde die amtliche Aufforderung, Rußland sofort zu verlassen. Nur infolge einer persönlichen Fürbitte des Königs Peter, der sich telegraphisch an den zaren wandte, erfolgte eine Fristverlängerung, nicht aber eine Aufhebung Der Maßregel. Die Politik. Crampas- Saßniz Torpedobootshafen. Der bisher nur durch idyllische Badefreuden bekannte friedliche Ort Crampas- Saßnitz auf Rügen ist, wie unser Berliner CB- Mitarbeiter erfährt, zu einem wichtigen Stübpunkt für unsere Torpedoboots flotille ausersehen. Gelegentlich seines legten Besuches in Crampas- Saßniz im vorigen Monat hatte der Kaiser schon Gelegenheit genommen, im Gespräch mit höheren Marineoffizieren die hobe strategische Wichtigkeit des Punktes zu erörtern. Jetzt ist eine aus mehreren höheren Regierungsbeamten bestehende Kommis sion an Ort und Stelle gewesen, um Studien behufs Anlegung eines Kasernements und Erweiterung des Hafens borzunehmen. Es ist in Aussicht genommen, eine Torpedoboots- Division ständig in Crampas- Saßnitz zu stationieren. Japanische Unhöflichkeit. * Unser Kaiser hat von Warnemünde aus an den an Bord des„ Fürsten Bismard" im Hafen von Yakohame weilenden Vizeadmiral Geißler ein Telegramm gesandt, in dem er ihn beauftragte, dem Kaiser von Japan persönlich seine Grüße zu überbringen. Jedoch war der Mikado gerade unpäßlich und konnte den deutschen Admiral nicht persön lich empfangen. So mußte dieser sich dem Hausminister Vitomte Tanafa gegenüber seines Auftrages entledigen. Es hätte dem asiatischen Herrscher wohl angestanden, den deutschen Admiral, der ihm einen Gruß des deutschen Kaisers überbrachte, später persönlich zu empfangen, wenn er ihn krankheitshalber nicht sogleich empfangen konnte. Gin amerikanisch- kanadischer Zwischenfall. A Auf dem Griesee kant es dieser Tage zu einem Renkontre zwischen einem amerikanischen Fischereifahrzeug „ Silverspray" und dem kanadischen Zolltutter Betrel". Die Silverspray" war zu weit nach dem kanadischen Ufer hinübergegangen, wurde vom„ Petrel" angehalten und geramimit. Als die„ Silverspray" hierauf zu entkommen versuchte, eröffnete der Zollkutter mit allen seinen Geschützen das Feuer auf sie.„ Silverspray" erhielt 20 Schuß; von der Bemannung wurde jedoch niemand getötet. Die Verfolgung wurde erst aufgegeben, als„ Silverspray" über der Grenzlinie war. Der Kapitän des amerikanischen Schiffes behauptet, er habe nur seine Netze gesucht, die auf die kanadische Seite hinüber getrieben waren, und will den Vorfall an das Staatsdepartement berichten. Da wird man wohl wieder von den Kanadiern, die Europas übertünchte Höflichfeit noch immer nicht kennen, und den nicht minder derben Yankees einige erbauliche Wechselreden zu hören bekommen. Kurze politische Nachrichten. * Der Handelskammer in Sonneberg ist eine Warnung vor Russen zugegangen, die unterwegs sind, um die deutsche Induſtrie zu studieren und die gesammelten Kenntnisse dann in Rußland für die Konkurrenz der deutschen Induſtrie zv verwerten. * Der preußische Kronrat ist nach einem Vortrage de Grafen Bülow beim Kaiser um einen Tag verschoben wor den. Vor dem Vortrage hatte der Kanzler eine Besprechung mit den Ministern. * Die Abgeordneten Bebel und Singer haben die ihnen angebotene sozialistische Landtagsfandidatur für Breslau abgelehnt. * Das Gerücht von einem Mordanschlag auf König Carol von Rumänien war in Budapeſt verbreitet. Das Gerücht erwies sich als völlig unbegründet. * Wie aus R om verlautet, soll Kardinal Satolli zum Kardinalstaatssekretär ernannt werden; er zögere aber noch, den Posten anzunehmen. * Bei Brest hat der französische Panzer„ Massena" das angekündigte Experiment, aus etwa 100 Meter Entfernung einen Panzerturm des„ Suffren" zu beschießen, gemacht. Die Geschosse wurden mit einer Anfangsgeschwindigkeit von 650 Meter abgefeuert. Ueber das Ergebnis der Schießerei wird noch Stillschweigen beobachtet. * Die Belgrader Zollbehörde verurteilte die bulgarische Regierung zu 21 000 Francs Strafe, weil sie acht Waggone mit Waffen und Munition als Papier deklariert hatte. Bei Kweitschou sind chinesische Truppen von den Auf ständischen geschlagen worden. 3000 von deutscher Offizieren ausgebildete Mannschaften sind zur Verstärkung in Kanton eingetroffen. * Auf der Eisenbahnstrecke Söul- Fusan fand ein Schar mügel zwischen Japanern und Koreanern statt, wobei ein Koreaner getötet und mehrere verwundet wurden. * Das Dorf Poeloe Tengah im Inneren von Sumatra is von niederländischen Truppen genommen worden. Dei Feind hatte 300 Tote; auf Seiten der Niederländer wurder ein Offizier und sechs Mann getötet und ein Offizier und fünfzig Mann verwundet. Hof und Gesellschaft. *** Zum Besuche des Kaisers in Dresden, welcher, wie bereits erwähnt, für den 1. September cr. festgesetzt ist, wird noch genteldet, daß sich der Kaiser am 2. September vom Reustädter Bahnhofe aus zur Teilnahme an der Parade nach Zeithein begeben wird, von wo an demselben Tage die Rückkehr nach Dresden erfolgt. Im Anschluß an das im königlichen Residenzschlosse stattfindende Diner verläßt der Kaiser Dresden, um zunächst nach Merseburg weiterzureisen. Der Kaiser beabsichtigt, gelegentlich seines für Ende nächsten Monats in Aussicht genommenen Aufenthaltes auf der Gutsherrschaft Cadinen einen Abstecher nach Labiau zu unternehmen, um in den daselbst belegenen großen Forsten der Jagd auf Elchwild obzuliegen. *** Die Kaiserin empfing im Neuen Palais den Oberpräsidenten von Bethmann- Hollweg, um von ihm Mitteilungen über den Umfang und die Art der auch in der Provinz Brandenburg zu beklagenden Hochwasserschäden entgegenzunehmen. Die Kaiserin ließ dem Oberpräsidenten als Beihülfe für besonders dringende Notfälle den Betrag von 3000 Mt. überweisen. *** Prinz und Prinzessin Rupprecht von Bayern sind von ihrer dreivierteljährigen Weltreise zurückgekehrt und nach kurzem Aufenthalt in München nach Possenhofen zu den Eltern der Prinzessin weitergefahren. Hus dem Gerichtsfaal. § Der Humbertprozeß. Im Vordergrunde der Verhand lungen steht noch immer Romain Daurignac. Im Gegensat zu den bisherigen Gutachten befundet der Graphologe Hof Jard, die Handschrift Romains weiche von der auf den mi Trawford gezeichneten Schriftstücken bedeutend ab. Romain nicht erlaubte, feine ausgezeichneten Eigenschaften zu wür digen. jetzt noch unter ſtarten Schatten verborgen wären. schuldigst Mühe geben, die Lichtseiten zu entdecken, welche meines Herrn Vaters eifrig beobachten und mir pflichtIch würde also nach dem Befehl und ganz im Sinne Sie legen war; denn gerade in kleinen Badeorten bildet sich stets Waldheim zu finden, woran aller Welt ganz besonders geihre Vermittlung auch eine Annäherung an den Grafen sellschaft auszuschließen, so hatte man ja die Hoffnung, durch Da fie die Absicht erkennen ließen, sich nicht von der Geimmter Mittelpunkt des intermehr noch als fouft ein he Damen daran teilzunehmen." ten, daß der Graf Waldheim nicht anders kann, als mit seinen fchen Punkte der Umgegend arrangierten und es so einrichVerantwortung dafür übernimmt, do die Meinung des Herrn von Bergen ist, und wenn er die " Nun, Herr Baron", sagte Herr von Stolten, wenn die Unwille des Gra( Schluß.) Ein Spiel des Zufalls? Von A. Hoffmann. War es Zufall oder leitete mich ein höherer Wille? Wie( Nachdruck verboten.) mieder mor Teugnet Tebhaft, auf die Initialen der Brüder Trawford Tautende postlagernde Briefe abgeholt zu haben. Doch erkennen ihn drei Postbeamte wieder. Hierauf werden wieder einige Geldgeber vernommen, die den Humberts gegen Wucher. zinsen Millionen liehen. Einer von ihnen sagte unter großer Heiterkeit, daß er noch immer Vertrauen zu den Humberts habe. Moderne Indianer. Sie stirbt immer weiter aus, die alte Indianerromantit, die je nach Einband, Druck und Bilderausstattung und dem Stande der väterlichen Kasse in Zweigroschenheften oder Fünfmark- Prachtausgaben das Entzücken unserer Knabenwell bildet. Indianerterritorien gibt es wohl in ziemlicher Aus dehnung, meilenweit kann man das Gebiet der Chero. tesen, der Creeks u. s. w. durchqueren, nach Indianern, wie sie in unserer Phantasie leben, wird man sich vergebens umsehen, geradeso wie nach den wogenden Prairien, auf denen sie einst den zottigen Büffel jagten. Statt der welligen Grasflächen wiegen sich im Winde Weizen-, Mais- und Baumwollenfelder, man sieht fruchtprangende Obstgärten und Weinberge, unabsehbare Prairien mit weidenden Pferde-, Vieh- und Schafherden, herrliche Laub- und Nadelwälder, Del- und Gasbrunnen, Kohlen- und Asphaltgruben, blühende Städte und Städtchen und Fabriken. Und die Indianer? Hören wir die launige Schilderung eines amerifanischen Journalisten, der vor kurzem sich längere Zeit in Indianerterritorium aufhielt und dies im bequemen Wagen durchstreifte. " „ Holla, Kutscher! Wir sind doch im Indianerterritorium?"" Yes, Sir!"" Wo sind denn die Indianer?" -Ich bin einer!"„ Aber Sie sind ja so weiß wie ich!" Gewiß, Sir! Und doch war mein Urgroßvater mütterlicherseits ein Vollblut- Cherokese!" Und Sie lesen, schreiben, rechnen?". ,, Cum laude, Sir! Studierte auf unserem Seminar bei Talequah!" ,, Sind Sie auch ein Christ?" - ,, Selbstredend, Sir!"—„ Auch Eigentümer?"„ Habe mein„ Allotment" an ein Bleichgesicht( ha, ha, ha!) verpachtet!" Und Sie waschen sich, fleiden sich, rasieren und frisieren sich?"-„ Das letztere besorgt mein Barbier, Sir!" Sind wohl auch verheiratet?" Ahem!! Noch nicht ganz, Sir! Meine zukünftige Squaw( ha ha. ha!) studiert in Philadelphia." Sie Schalt, Sie."„ Ha, ha, ha, ha!" ,, Lachen Sie nicht! Sie sind vielleicht eine Ausnahme von der Regel, aber-" ,, No, Sir! Unsere Ausnahmen sind die sogenannten„ Hill Billies", die wenigen, konservativen eigentlichen Rothäute. Diese wohnen vereinzelt in den abgelegenen Barrancas"( Schluchten) der Berge und faulenzen bei ihren Schweinen. Aber auch ihre Nachkommen zivilisieren sich und kehren nicht mehr in die Berge zurück. Im öffentlichen Verkehr im Territorium werden Sie kaum einen einzigen wilden Krieger" mehr antreffen Sie werden alle Harbenschattierungen unter uns finden, von fupferrot bis weiß, aber wilde Indianer gehören der Vergangenheit an!" Indianische Namen kommen nur noch vereinzelt vor. Die am meisten gebildete und modernisierte Nation ist die der Cherokeſen. Das Schulwesen steht fast auf gleicher Stufe mit dem der Union. Der Mehrzahl nach sind die In dianer Landwirte und Viehzüchter, in den Städten aber auch Handwerker aller Professionen. Geistige Getränke dir fen im Territorium weder fabriziert noch in besonderen Trinkhallen verkauft werden. Wer seine Kehle anjeuchten will, der muß Wasser trinken oder sich in der Apotheke für teures Geld ein wenig Medizin" verschaffen. Die persön liche Sicherheit der Fremden wie des Einwohners ist nicht gefährdeter als anderswo in der Union. Die meisten Des perados gehören zu den eingewanderten Weißen. Das Familienleben der Indianer ist ein völlig zivilisiertes. Die Block. häuser sind im Innern mit allen Bequemlichkeiten der Neuzeit ausgestattet und können das auch sein, denn die meisten Indianer sind wohlhabende Leute. Die Erziehung der Kinder ist völlig modern, mit allen Vorzügen und Fehlern einer modernen Erziehung. Putsucht und Verschwendung sind, wo sie sich eingenistet haben, geradezu augenfällig. Die modernen Squaws" tragen die feinsten Toiletten mit Schid und vollendeter Grazie. Ueberhaupt diese modernen Indianerinnen! Man hat keine Ahnung davon, wozu sich diese Enkelinnen der„ roten Teufel" herausgemustert haben! Klavier, Mandolinenspielen, singen, Verse machen, Romane lesen, Romane schreiben(!), malen und zeichnen, Gols und Bolo spielen, tanzen und flirten, ganz wie die Kaukasierinnen. Und trotz aller übertriebenen Verfeinerung sollen diese modernen Squaws" sehr tüchtige Hausfrauen sein. Nab und fern. Der Bruder des verstorbenen Burenobersten Schiel, der Minendirektor Mar Schiel, der sich zur Zeit in Salzburg aufhält, mußte der Beisepung seines Bruders in Reichenhall aus einem zwingenden Grunde fernbleiben. Er hat sich durch unerlaubte Auswanderung der Wehrpflicht in Preußen entzogen und darf seitdem Deutschland nicht betreten. May Schiel richtete nun von Salzburg aus an das preußische Kriegsministerium die telegraphische Bitte, ihm zu den Beiseßungsfeierlichkeiten für einige Stunden das Betreten deutschen Bodens zu geftatten. Da bis zu der Beisegung eine Antwort hierauf nicht erfolgte, so mußte er der Trauerfeier wohl oder übel fernbleiben. + Eisenbahnunfälle. Auf dem Bahnhofe in Leinhausen entgleiste ein Güterzug, der auf ein totes Geleise fuhr. Die Maschine fuhr gegen den Prellbock und wühlte sich tief in das Erdreich ein. Die sechs nächstfolgenden Wagen wurden total zerstört. Ein Bremser ist ums Leben gekommen; auch zehn Pferde wurden getötet. Ein Personenzug der öfterreichischen Nordbahn fuhr bei Napagedi auf einen Güterzug auf. 21 Reisende wurden leicht verlegt, mehrere Wagen entgleisten. Bienen auf der Diebesjagd. Unangenehme Erfahrungen mußten Einbrecher machen, die nächtlicherweile in der Nähe von Charlottenburg erfolgreiche Geflügeldiebstähle ausgeführt hatten und schließlich auf den Gedanken kamen, in einem Garten Bienenstände auszurauben. Die Bienen fielen über die nächtlichen Störenfriede her und zwangen sie zur Flucht. Diese erfolgte so eilig, daß die Spitzbuben einen großen Teil des gestohlenen Geflügels im Stich lassen mußten. Grausame Strafen in amerikanischen Gefängnissen. In der amerikanischen Union herrscht große Erregung, weil in einem Gefängnis des Staates Georgia ein junges weißes Mädchen, Mamie de Crist, dreißig Beitschenhiebe erhalten bat, nur weil sie der Frau des Gefängniswärters heftig geantwortet hat. Bei dieser Gelegenheit wurde offiziell konstatiert, daß im ganzen Süden der Union die Gefangenen roh und grausam bestraft zu werden pflegen. Der Direktor des Gefängnisses, in dem sich Mamie de Crist befindet, hat sofort seinen Posten niedergelegt und ist geflüchtet, da er fürchtete, gelyncht zu werden. Petitionen an den Präsidenten sind allenthalben ergangen, Maßregeln zur Vermeidung solcher Grausamkeiten zu treffen. A Der furchtbare Orfan in Westindien, über dessen berbeerende Wirkungen auf Martinique schon berichtet wurde, hat auch auf Jamaica großen Schaden angerichtet. Die Bananenernte ist so gut wie vernichtet. Meilenweit sind die Pflanzungen zerstört und Millionen Dollars von Wert vernichtet. Trauerfeier für die Opfer der Pariser Stadtbahn katastrophe. Auf Kosten der Stadt Paris wurden die 25 Opfer des furchtbaren Unglücks auf der Untergrundbahnstation Menilmontant, die nicht von ihren Familien reflamiert worden waren, feierlich zu Grabe geleitet. In dem Hofe der Kaserne de la Cite fand eine große Trauerveranstaltung statt, bei der Ministerpräsident Combes eine Rede hielt. Der Verwaltungsrat der Stadtbahn hat 10 000 Francs für die bedürftigsten unter den durch das Unglüd betroffenen Familien ausgeworfen. Der preußische Minister der öffentlichen Arbeiten hat aus Anlaß des Unglücks auf der Pariser Stadtbahn eine sofortige genaue Un. tersuchung der Einrichtungen der Berliner Hoch- und Unter grundbahn daraufhin angeordnet, ob und welche Maßregeln erforderlich erscheinen, um Unfällen solcher Art vorzubeugen. Bunte Chronik. Im Konzerthaus zu Hamburg findel oom 15.- 17. August die Generalversammlung des Ver. bandes deutscher Kriegsveteranen statt. In das Schweidnizer Gefängnis wurde der Rechts. mwalt Jahr eus Zobten eingeliefert, der der Unterschlagung on 20 000 Mt. amtlicher Gelder beschuldigt wird. - Der Verband deutscher evangelischer Pfarrervereine jält vom 18. bis 20. August in Koburg seine diesjährige Abgeordnetenversammlung ab, zu welcher zirka 200 Dele. jierte erwartet werden. - Der Dampfer des Desterreichischen Lloyd„ Poseidon" ist beim Kap Karmel an der syrischen Küste untergegangen. Passagiere und Besatzung wurden gerettet. Vermischtes. [ Kurpfuscherei und Rentenentziehung.] Auf ganz eigen. artige Weise hat sich ein Fabritarbeiter um seine Invalidenrente gebracht, die ihm wegen eines schweren Magenleidens zuerkannt worden war. Da ihm ärztliche Behand lung keine Linderung verschaffen konnte, wandte er sich an einen Wunderdoktor", der indessen auch nichts ausrichtete. Trotzdem unterschrieb er diesem, da ihm die Kurkosten zum Teil erlassen worden waren, ein Reflameattest, worin er zugab, daß er nach faum achttägiger Behandlung wieder böllig hergestellt worden sei". Diese unüberlegte Gefälligkeit fam zur Kenntnis der zuständigen Versicherungsanstalt und diese verfügte daraufhin kurzer Hand, daß die Invalidenrente in Zukunft in Fortfall zu kommen habe, da der Empfänger ja nach eigener öffentlicher Bekundung jezt wieder völlig gesund sei. [ Drollige Ehrenerklärung.] In einem Berliner Blatt stand dieser Tage folgende Ehrenerflärung", mit der sich die junge Dame, der sie gilt, wohl kaum zufrieden gefühlt haben wird. Sie lautete: Nehme hiermit die Beleidigung gegen Fräulein K..., Elisabethkirchstraße, zurück, erkläre sie für ein anständiges Fräulein. Bedaure diese Worte sehr. C. D." [ Lakonische Kritik.] In Würzburg bildet das Tages gespräch ein lustiger Streich, den man sich mit dem hoch wohlweisen Magistrat erlaubt hat. Seit drei Jahren wird Sort schon an einer Kanalisationsanlage gebaut, die schon oft den Unmut und den Spott der Bürgerschaft herausge fordert hat, denn das ungenügende Funktionieren der Anlage steht im umgekehrten Verhältnis zu den genügend johen Kosten, die sie schon verursacht hat. Dieser Unnuut hai ich nun sehr verblinit geäußert. An der Arbeitsstelle steht eine Tafel mit der Aufschrift: Gesperrt Der Magistrat. Ein Unzufriedener machte durch Zettel mit der gleichen Schrift Zusätze, so daß nun die Aufschrift der Tafel lautete: Ein. Gesperrt gehört Der Magistrat. [ Ganz seine Meinung.] Die Gattin des bisherigen ungarischen Ministerpräsidenten Graf Khuen- Hedervary mußte troß ihres Bittens auf Wunsch ihres Mannes von der letzten Sigung des Abgeordnetenhauses, in der das gesamte Kabinett seine Entlassung gab, fernbleiben. Graf Khuen mußte ihr jedoch zusagen, daß er sie sofort, nachdem der Akt der Anmeldung der erfolgten Demission sich vollzogen hat, hiervon auf telephonischem Wege verständigen werde. Dies geschah denn auch, und als die Gräfin die Nachricht entgegengenommen hatte, rief sie freudig bewegt aus:„ Gott sei dant, daß nun auch dies zu Ende ist!" Als man dem Ministerpräsidenten die Antwort seiner Gemahlin reproduzierte, nahm er sie mit vergnügtem Lächeln entgegen und sagte leise:„ Ganz meine Meinung." [ Gletscher- Neger. Vor einigen Tagen war eine Dame mit einer größeren Gesellschaft auf einer Gletscherpartie im Wallis begriffen, als sie plötzlich merkwürdige Gestalten auf sich zukommen sah. Sie waren wie Touristen gekleidet, aber sie hatten kohlrabenschwarze Gesichter. Neger auf einem Gletscher? fragten sich alle erstaunt. Die Sache klärte sich am Abend im Hotel auf. Dort konnte man die ,, Neger" wiederfinden, wie sie eifrig bemüht waren, sich wieder in Europäer umzuwandeln. Sie wuschen und rieben auf ihren schwarzen Gesichern herum, und mit großer Mühe gelang es ihnen, die schwarze Kruste zu entfernen. Es waren Pariser Touristen, die sich die Gesichter mit Ruß beschmiert hatten, da es das beste Mittel sei, die Haut vor den Sonnenstrahlen zu schützen. Hoffentlich findet das Beispiel Nachahmung, schon um der wunderbaren Farbenwirkung willen, die die Neger in der Schneeregion hervorbringen. Heiteres. Vorsichtig. Tapezierer( zu seinem Lehrbuben):„ Du, Franzl, paß guat auf, daß nirgends das Seegras bei dem neuen Sofa herausschaut. Dös gehört nämlich in a vegetarisches Speisehaus." -Iaso!„ Du hast Deine Verlobung mit dem Assessor von Kracht aufgehoben, liebe Elsa?"" Jawohl zum Ehemann mag er wohl taugen, aber zum Bräutigam taugt er nicht..." alles tun wer Demuth bebau und erklärte, und durch ein fcheiben zu m 1824 in Gie nachdem Gief trat er als ununterbroche Dienft tätig verfchiedenen ben legten 25 Gedächtnis au amten zu schä fählte Gießen Auch etwas. Junger Ehemann:„ Kannst Du denn mein Leibgericht noch immer nicht zubereiten, Maus?" Frau:„ Nein, das hat mich die Köchin noch nicht gelehrt aber dasjenige ihres Soldaten kann ich bereits fochen!" - Ihre Auffassung. Minna:„ Nun, wie geht es Dir in Deinem neuen Posten, wie ist Deine Herrschaft?" Gusti:„ Ach, dos ist eine knauserige Bagage! Im Winter gehen sie nach Italien, um Kohlen zu sparen, und im Sommer ans Meer, damit sie das Baden nichts kostet." - Der hohle Klang. Denke Dir das Pech, gestern abend war ich doch zu meinen zukünftigen Schwiegereltern geladen; beim Eintritt in den Salon kommt mir der Diener entgegen, und ich stoße mit dem Kopfe vor dessen hochgehaltenes Präsentierbrett."-- Na, hoffentlich hat es weiter feiner gehört!?" ( Megg. H. Bl.) Richtige Wahl. Zwei Mädchen liebten einen Mann und wünschten ihn zu heiraten. Beide gefielen ihm. Er bestellte sie zu einem Rendezvous an verschiedenen Orten der Stadt, hielt aber dasselbe nicht ein. Am nächsten Tage fragte er das eine Mädchen: Was dachtest Du Dir, als ich nicht fam?"" Daß Du mir untreu geworden bist", erwiderte sie. Dieselbe Frage stellte er dann dem andern Mädchen. Ich war besorgt, Du fönntest unter einen Wagen geraten oder plötzlich erkrankt sein", antwortete sie. Diese heiratete er. - Aus dem Aufsaz einer höheren Tochter. „ Die gehetzte Gemse sprang von Klippe zu Klippe. Endlich fonnte sie nicht mehr weiter. Vor ihr gähnte der Abgrund und hinter ihr der Verfolger." ( Jugend.) Kunft und Wissenschaft. wachsen und lung in der quemt: fich des Mannes berber aber Demuth ist Bürger der gelegt und bie Demuth gabs unterschied, ih erllärt es fich noch in voller Tätigkeit fcheid licher Gewiffer Allgemeinheit Ranzleirat De Wunsch in d fchieden sein, welche ein S innigft lieben unferer ganze Lebensabend FC. Seltene Bücher. Eine der kostbarsten Büchersammlungen, die Ratsschulbibliothek in Zwickau, ist jetzt fertig geordnet; sie enthält mehr als 20 000 Bände, darunter die seltensten Bücher, z. B. eine Bibel vom Jahre 1490, ein 1480 zu Bamberg erschienenes Rechenbuch, handschriftliche und gedruckte Musikalien aus der Reformationszeit, ein Exemplar der beiden ältesten Ausgaben protestantischer Gesangbücher, Schriftstücke von Luther, Melanchthon und mehreren Reformatoren, mehrere Bände mit handschriftlichen Dichtungen von Hans Sachs. Der Begründer dieser Bibliothek war der Stadtschreiber Stephan Roth, ein Freund Luthers, der im Jahre 1546 seine Sammlung von 6000 Büchern und Manuskripten der Stadt vermachte. RL. Ein Wikingerschiff ist bei Tönsberg in Norvegen teilweise ausgegraben worden. Es ist ebenso groß und alt wie das weltberühmte Gofstadschiff, das von der Universität Christiania aufbewahrt wird. Da die Jahreszeit jett ungünstig ist, wurde die Ausgrabung des Schiffes einstweilen eingestellt; sie soll im Frühling wieder aufgenommen werden. Das schon ausgegrabene Achterteil des Schiffes wird wieder sorgfältig zugedeckt werden. SM. Auf der Suche nach Nordenskiöld. Die Abfahrt der französischen Südpolexpedition unter Leitung von Dr. Char. cot wird übermorgen von Havre aus stattfinden. Die Expedition hat zunächst die Aufgabe, die schwedische Südpolerpedition unter Nordenskiöld aufzusuchen, die, wie man annimmt, in den Gewässern des Grahamilandes festgehalten wird. Der Weg dorthin wird über drei Stationen gehen: Madeira, Buenos- Ayres und Punta Arenas. Im leßten Hafen sollen Kohlen und ein zerlegbares Haus für die lleberwinterung an Bord genommen werden. Wenn Nordenskiöld gefunden werden sollte, wird die Fahrt in das Eismeer angetreten. LG. Jules Verne erblindet. Aus Amiens wird berichtet, daß Jules Verne, der Verfasser so vieler phantastischer Romane und Novellen, fast vollständig erblindet ist. Er soll sich einer Staroperation unterziehen, aber er will davon nichts hören. Mit 75 Jahren", sagt er, unterzieht man sich einer so schweren Operation nicht ohne Gefahr für das Leben." Trotz seines Leidens hat der Dichter den Mut nicht berloren; ein Beweis dafür ist, daß er gegenwärtig an seinem hundertsten Roman arbeitet. Lokales. Gießen, 14. August. * Der Großherzog gedenkt sich am Freitag vormittag zur Eröffnung der gelegentlich des 21. Deutschen Weinbaufongresses veranstalteten Ausstellung nach Mainz zu begeben. ** Der Großherzog hat am 12. August d. J. dem Pfarrer Karl Scheunemann zu Gießen die zweite evangelische Pfarrstelle zu Babenhausen, Dekanat Groß- Umstadt, übertragen. + Die zweite Staatsprüfung im Justizund Verwaltungsfach für das Jahr 1903 nimmt Montag, den 12. Dftober 1903, vormittags 9 Uhr, in Darmstadt ihren Anfang. Gesuche um Zulassung zur Prüfung sind bis spätestens den 1. Oktober d. J. bei den zuständigen Stellen einzureichen. Verseßt wurde der zum Stati nslassenrendanten ernannte Güterexpeditionsvorsteher Lenz-Wezlar in dieser Eigenschaft nach Gießen. Der psychiatrischen Alinit zu Gießen wurde zwecks Untersuchung seines Geistes zustandes der wegen Unterschlagung in Mainz verhaftete ehemalige Volksbanktassierer Hermann zugeführt. ** 8ur Pensionierung des Kanzleirat Wilhelm Demuth. Vor einigen Wochen machte der Oberbürgermeister Mecum der Stadtverordneten- Versammlung folgende Mitteilung: Meine Herren! Sie werden mit großem Bedauern vernehmen, daß unser Demuth um seine Benfionierung bei mir eingekommen ist. Ich habe dem Senior unserer städtischen Beamten vorgestellt, daß wir alle uns an den Gedanken gewöhnt haben, ihn in der städtischen Verwaltung so lange wirken zu sehen, bis ihn dereinst ein Höherer von seinem Posten abrufen würde, ich habe ihm weiter gesagt, daß er sich ja schonen könne und daß man Die S Areifes Schott Anstellung erf halt während find mit Leber amt Schotten Fußw Wie aus dem auf der Gief aus Paris Mensch mit f und ohne fann. Drièg Bersönlichkeit ihm zugejube ftellung in folgendermaß waren die L lich. Er schlu Ganz zum noch einen Ra hinderung des auch diesem fungierten B also nach die Sonntag geb ohne Weiteres lauf hat das wo der Geschä berteilung bo über Ariegger * In Ausflugsort Sonntag und * Ein statt. jur Aur wei nad Würzb * * 23 i dem wir mell ohne Eifenbal alte Hospital er fich erft fr = Uet Bablung, bi gischen G 59 Affen, 9 für Ob zu feinem Leht gends das Seegehört nämlich Sawohl alles tun werde um ihn von der Arbeit zu entlasten. Herr Demuth bedauert aber, er wies auf sein hohes Alter hin und erklärte, daß er durch den dringenden Rat seines Arztes und durch ein Augenleiden veranlaßt sei, aus seinem Amte | über 1000 Vögel und gegen 500 Reptilien. Der Tterbestand des Gartens ist damit einer der bedeutensten unter allen ähnlichen Instituten. Gegen 70 000 Mart sind zur jährlichen Futterat on nötig, und die Zahl der verschiedenen ( ohne Fische) beträgt im Jahr 30-40 000 kg. Geschäftliches. Es ist eine Freude, zu sehen, wie unsere Kolonien beitragen, daß gute deutsche Fabritate sich immer mehr über die ganze Welt verbreiten und selbst in das dunkelste Afrika nit dem Affeffor fcheiden zu müssen. Wilhelm Demuth ist am 20. November Futtersorten beträgt über 100. Allein der Fleischkonsum eindringen. Einen entsprechenden Beleg hierfür liefert eine Jum Bräutigam taugt nachdem Gießen eine Realschule erhalten, auch diese. 1840 1824 in Gießen geboren, er besuchte die Volksschule, und Pannit Du denn n, Maus?" nicht gelehrt. its fochen!" In, wie geht es Herrschaft?" el im Winter , und im SomOftet." Das Bech, gestern Schwiegereltern mir der Diener r dessen hochge. ch hat es weiter egg. H. Bl.) liebten einen trat er als Schreiber in den Dienst der Bürgermeisterei um ununterbrochen bis heute, also 63 Jahre lang im städtischen Dienst tätig zu sein. Er hat nicht weniger als unter 7 verschiedenen Bürgermeistern gewirkt, welche besonders in den letzten 25 Jahren den erfahrenen, mit einem sehr guten Gedächtnis ausgerüsteten, alle Verhältnisse kennenden Beamten zu schäßen wußten. Als Demuth in das Amt eintrat zählte Gießen 9000 Einwohner, er sah diese seine Vaterstadt wachsen und gedeihen, er sah mit Interesse manche Wandlung in der städtischen Verwaltung sich vollziehen und bequemt sich diesen schnell an. Eine besondere Eigenschaft des Mannes ist sein unverwüstlicher manchmal sogar etwas berber aber nicht über das Ziel hinausschießender Humor. Demuth ist einer der Wenigen noch lebenden Alt- Gießener Bürger der stets eine freiheitliche Gesinnung an den Tag gelegt und diese auch bis in sein Alter bewahrt hat. Für Demuth gabs feinen Rang- trinen Partei- oder Religionsunterschied, ihm waren stets alle Menschen gleich, und daher erklärt es sich wenn man den nun 79jährigen Beamten, der noch in voller Rüftigkeit einher geht, nur ungern aus seiner Tätigkeit scheiden sieht, eine Tätigkeit in der er mit peinlicher Gewissenhaftigkeit und Pünktlichkeit im Interesse der tete fie. Diese Allgemeinheit länger als ein Menschenalter gewirkt hat. Kanzleirat Demuth tritt morgen, am 15. August, auf seinen Wunsch in den wohlverdienten Ruhestand. Möge ihm beschieden sein, an der Seite seiner noch lebenden Gattin, welche ein Jahr jürger ist als er, im Kreise seiner ihn innigft liebenden Kinder und Enkel, geachtet und geehrt von unserer ganzen Bürgerschaft einen langen und heiteren Lebensabend zu genießen. e gefielen ihm. hiedenen Orten nächsten Tage Du Dir, als ich orden bist", er in dem andern er einen Wagen Centochter. lippe. Endlich te der Abgrund ( Jugend.) aft. n Büchersamm ist jetzt fertig de, darunter die Jahre 1490, ein Die Stelle eines Kreisstraßenmeisters des Kreises Schotten ist zum 1. Oftober neu zu besetzen. Die Anstellung erfolgt zunächst auf einjährige Probe. Das Gehalt während dieser Zeit beträgt 1800 Mart. Meldungen handschriftliche sind mit Lebenslauf bis zum 1. September an das Kreisamt Schotten zu richten. nationszeit, ein testantischer Gechthon und meh handschriftlichen inder dieser Bioth, ein Freund lung von 6000 achte. in Norivegen enso groß und von der Unidie Jahreszeit s Schiffes einst ieder aufgenom teil des Schiffes Die Abfahrt der von Dr. Char Den. Die Expe che Südpolerpe , wie man an ides festgehalten Stationen gehen: as. Im legten Haus für die Wenn Norden. t in das Eismeer s wird berichtet, hantastischer Ro det ist. Er soll - er will davon unterzieht man Gefahr für das er den Mut nicht gegenwärtig an 14. Auguft. Freitag bermittag utschen Weinbau ainz zu begeben. 2. Auguft d. J. Gießen die aufen, Defanat im Justiz1903 nimmt Uhr, in Darmzur Prüfung Den zuständigen Blaffenrendanten eglar in diefer Gießen wurde er wegen Unter Bollebanttaffierer Ranzleirat chen machte der ten- Bersammlung erben mit großem um feine Benabe bem Senior wir alle und an Städtischen Ber ihn bereinst ein , ich habe ihm e und daß man " * Fußwettlauf auf dem Sportplaz Gießen. Wie aus dem Inseratenteil ersichtlich, tritt nächsten Sonntag auf der Gießener Rennbahn der Fußwettläufer Ortègue aus Paris auf, und wird den Beweis erbringen, wie der Mensch mit seinen eigenen Füßen, also ohne Hilfsmaschinen und ohne Pferd, eine staunenswerte Schnelligkeit befizen tann. Ortègue ist in der Sportsw It feine unbekannte Bersönlichkeit und überall wo er aufgetreten ist, hat man ihm zugejubelt. Am vergangenen Sonntag gab er Vorstellung in Mainz, worüber die dortigen Zeitungen u. a. folgendermaßen berichten:... Nach allgemeinem Urteil waren die Leistungen dieses schnellfüßigen Mannes erstaun lich. Er schlug seine Gegner manchmal um mehrere Runden. Ganz zum Schluß, nach bedeutenden Leistungen, nahm D. noch einen Kampf mit einem Motorfahrer auf, der in Verhinderung des angekündigten Reiters einsprang, und gewann auch diesem einen guten Vorsprung ab. Als Preisrichter fungierten Vorstände der Mainzer Turnvereine." Es ist also nach dieser Zeitungsmeldung etwas Besonderes nächsten Sonntag geboten und ein Besuch der Rennbahn nicht so ohne Weiteres von der Hand zu weisen. Nach dem Wettlauf hat das Publikum freien Zutritt zu Textors Terrasse, wo der Geschäftsführer des Ortègue, Herr Haas die Preisverteilung vornimmt und dann einen Vortrag halten wird über Kriegserlebnisse. * * In Heuchelheim, dem bekannten und beliebten Ausflugsort der Gießener tanzluftigen Jugend, findet am Sonntag und Montag das diesjährige Kirchweihfest statt. * Ein bekannter Gießener Bürger, der in Kissingen zur Kur weilte, wurde plötzlich wahnsinnig und mußte nach Würzburg verbracht werden. * * Wieder durchgebrannt. Der Knabe, von dem wir meldeten, daß er in Koblenz durchgebrannt, hier ohne Eisenbahnkarte landete, war zur Aufbewahrung ins alte Hospital gegeben, von wo er gestern Mittag, nach em er sich erst kräftig satt gegessen, das Weite suchte. Ueber 300 Tiere sind es, nach der neuesten Bählung, die gegenwärtig im Frankfurter 300logischen Garten verpflegt werden. Darunter befinden sich 59 Affen, 99 Raubtiere, 168 Wiederkäuer, 16 Dickhäuter, ** Auch eine liebende Gattin. In dem nahen Lang- Göns geriet die nicht sehr sanfmütige Frau des Landwirts Ohly mit ihrem Ehemann wegen einer geringfügigen Meinungsverschiedenheit in Streit. Beide waren im Begriff auf dem Felde Frucht abzumachen. Die Gattin nahm dabei die Sichel und brachte ihrem Manne eine gefährliche Verlegung bei. + Großen- Bused, 13. Aug. Ein Radfahrer- Verein, der bereits 30 Mitglieder zählt, ist hier gegründet worden. X Friedberg, 12. Aug. Auf dem heutigen Schweinemarkt, dem ersten seit dem Ausbruch der Schweinepest, herrschte ein reger Geschäftsgang Die Preise waren ziemPest und lich hoch, was wohl durch die Schweinefeuchen Rotlauf mit verursacht wurde. Besonders stark war der Antrieb von Ferkeln. Auch auf dem Krämermarkt herrschte größere Kauflust, da infolge des Schweinemarktes eine größere Anzahl Landbewohner in die Stadt kamen. * Lauterbach. Welches Interesse der Großherzog unserer einheimischen Industrie entgegenbringt, geht daraus hervor, daß der Großherzog bei dem oberhessischen Leinenversandgeschäft Konrad List größere Bestellungen in Tischzeug, sowie eine Bestellung auf den neu eingeführten Tafellikör Curacao Nusiola bei dem Fabrikanten desselben aufgab. aus der Kolonie Tabora in Ostafrifa herübergekommene Photographie, auf der man zwischen einer tropischen Vegetation zwei Neger mit der bekannten„ Dalli" plätten sieht. Man erkennt auf letterer deutlich das Schild mit der Aufschrift„ Dallt", welches für die grinsenden Neger eine Art Fetisch zu sein scheint, da sie es bei ihrer Plättarbeit darangelassen haben. Die Deutsche Glühstoff- Gesellschaft in Dresden, der die Original- Photographie freundlichst überlassen wurde, hat Vervielfältigungen in Form von Ansichtskarten herstellen lassen, die sie Kolonialfreunden, die bei ihr darum nachsuchen, gern kostenfrei übermittelt. Kirchliche Nachrichten für Gießen. Evangelische Gemeinde. 10. Sonntag nach Trinitatis, Sonntag den 16. August Gottesdienst. In der Stadtkirche. Vormittags 8 Uhr: Siehe Johanneskirche. Vormittags 9.30 Uhr: Pfarrer Schlosser. In der Johannestirche. Vormittags 8 Uhr: Pfarrer Euler. Bugleich Christenlehre für die Neutonfirmierten aus der Bufasgemeinde. Vormittags 9.30 Uhr: Pfarrassistent Vogt. Sonntag, abends 8 Uhr: Versammlung und Bibelbesprechung im Konfirmandensaal der Johanneskirche. Batholische Gemeinde. Freitag, den 14. Auguft. -r Marburg, 13. August Der Gerichtssekretär Otto Florian von Neustadt an der M.- W.- B, gebürtig aus Löwenberg in Schlesien, wurde gestern verhaftet und ins hiesige Amtsgerichtsgefängnis eingeliefert. Er hat sich Unterschlagungen der von ihm verwalteten Ortsfrankenkrasse zu Schulden kommen lassen. Die unterschlagene Summe soll Nachmittags um 5 Uhr und abends um 8 Uhr: Gelegenca. 6000 Mt. betragen. Ueber das Vermögen Florian's ist bereits das Konkursverfahren eingeleitet. + Kirchhain, 12. Aug. Der heutige Fohlenmarkt war durch den Umstand, daß bereits in den letzten Tagen eine größere Anzahl Fohlen aufgekauft waren, etwas schwächer beschickt als der erste Markt. Immerhin waren ca. 100 Tiere aufgetrieben. Der Handel war recht flott und wurden fast sämtliche aufgetriebene Fohlen verkauft. Mit dem Markt war auch wieder eine Prämiirung der besten Fohlen verbunden. Preise erhielten: L. Steinhaus- Niederwald, K. Wolf und H. Schmitt- Kirchhain, K. Herbener II. und P. Herbener- Großfeelheim, Seim- Maulbach, Linne- Niederasph. Schierholz- N.- Dfleiden, Schütz- Erfsdorf, Fett- Amönau, PfaffGinseldorf, Orth- Roßdorf, Weber- Wenkbach, Römer- Kirchhain, Zint Speckswinkel, Diet- Erb nhausen, SchneiderWollmar. : Offenbach a. M., 13. Aug. Hier kam jetzt eine Postkarte an, die am 7. Juni 1897 in Wilhelmshöhe bei Kassel aufgegeben und auch abgestempelt worden ist. Frankfurt a. M., 12. Aug. Eine noble Schuldnerin, und zwar eine, die man in Frankfurt als solche genau fennt, stand vor der Ferienkammer, Abteilung für Handelssachen. Die Prinzessin Alexander von IsenburgWächtersbach wurde zur Bezahlung einer Wechselschuld an einen hiesigen Bankier tontumaziert. Ihre Verbindlichkeit beträgt 50000 Mart. Die Gesamtsumme der in den beiden Sigungen des Monats tontumazierten Wechsel beläuft sich im Uebrigen auf 86 356 Mt. Anhängig waren 135 Klagen. XMainz, 13. Aug. Auf der Kasteler Brücke fiel heute morgen von einem hoch mit Holz beladenen Wagen ein Fuhrmann herab vor die Räder. Das linke Bein wurde ihm dabei am Knie direkt abgefahren und schrecklich zersplittert. Mainz, 13. Aug. Einem Restaurateur ging der Hausbursche, der neu eingestellt war, gleich am ersten Tage seiner Tätigkeit mit 1225 Mt., die ihm zur Besorgung an einen Handwerksmeister übergeben waren, durch. || Kassel, 13. Aug. Nach den neuesten Mitteilungen treffen der Kaiser und die Kaiserin Sonntag, den 16. d. Mts. in Wilhelmshöhe ein. Kassel, 12. Aug. Unteroffizier Degen vom HessenHomburg- Husaren- Regiment, der durch oberkriegsgerichtliches Erkenntnis wegen Mordversuche zu 6 Jahren Zuchthaus und Ausstoßung aus dem Heere verurteilt worden war, hat sich am letzten Montag dem Gericht noch einmal vorführen lassen und bei demselben wiederaufnahme des Verfahrens beantragt. Die Giessener Verlagsdruckerei ( vorm. Wilh. Keller'sche Buchdruckerei; gegr. 1783) empfiehlt sich zur Herstellung sämtlicher Druckarbeiten für Handel und Industrie, für Bebörden und für den Privatbedarf in geschmackvoller Ausführung. Verlag der Giessener neueste Nachrichten, des Boten aus dem Obm- und Feldatbal, der Grünberger- Zeitung und der Curnzeitung für den Gau Hessen. man achte genau auf die Hausnummer. Giessen, Neuenweg 28. H heit zur heil. Beichte. Samstag, den 15. August. Mariä Himmelfahrt. Vormittags von 6.30 Uhr an: Gelegenheit zur hl. Beichte. um 7 Uhr: Die erste heil. Messe, vor und in derselben Austeilung der heil. Kommunion. um 8 Uhr: Die zweite hi. Messe. Militärgottesdienst mit Predigt. " um 9 Uhr: Hochamt mit Predigt. Nachmittags um 21% Uhr: Fest- Andacht mit Segen. Methodistengemeinde, Asterweg 16. Sonntag 16. August, abends 8 Uhr: Predigt. Mittwoch den 19. August, abends 8½½2 Uhr: Bibelstunde. Gottesdienst der israelitischen Religionsgesellschaft. In der Synagoge, Südanlage. Sabathfeier am 15. August 1903 Freitag abend 7.10 Uhr. Samstag vormittag 8 Uhr. Nachmittags 4 Uhr. Sabathausgang 8.45 Uhr. Wochengottesdienst: Morgens 6.30 Uhr. Abends 7 Uhr. Marktbericht. Marburg. Der gestrige Schweinemarkt war mit 1113 Stück befahren. Es fosteten 6 Wochen alte Saugferfeln das Paar 15-18 Mt., 8-12 Wochen alte Ferkeln das Paar 23-36 Mt., 4-5 Monat alte Läufer das Paar 65 bis 70 Mt. Mastschweine, sehr teuer, das Stück 70-80 Mt. Es herrschte ein flotter Handel, wohl hervorgerufen durch die in lezter Zeit steigenden Preise. Frankfurter Arbeitspferdemarkt. Der gestrige Pferdemarkt war starf von Kauflustigen besucht. Die Gesamtzufahr an Pferden belief sich auf über 1000 Stück, von denen gegen 400 in den Vereinsstallungen untergebracht wurden. Die zugeführten Pferde waren durchweg von guter, zum Teil vorzüglicher Beschaffenheit, sodaß die Händler allen Anforderungen der Käufer gerecht werden fonnten, zahlreiche Käufe wurden abgeschlossen und waren die erzielten Preise meist zufriedenstellend.- Der nächste Hauptmarkt findet vom 27. bis mit 30. September statt und es ist mit demselben, wie bisher eine Verlosung verbunden. Berantwortlich: für ben politischen und Inseratenteil Albin Klein; für bas Botale, den„ Gerichts-" und„ Deffentlichen Sprechsaal": Fr. Oppermann Drud und Berlag ber Gießener Berlagsbruderet( vorm. Wilh. Keller), Gießen. Patentkummet und Geschirrversandthaus Inh. 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