Nr. 112. Abonnementspreis: in Gießen, abgeholt monatlich 50 Bfg., n's Saus aebracht 60 Pfg., durch die Baft bezogen viertelfährlich Mr. 1.50. O Brattabetlagen: Oberheffische Familienzeitung( täglich) Oberbeffische Beitschrift für Landwirtschaft, Ob- und Gartenbau, sowie die Gießener Geffenblasen( wietlich). Das Blatt erscheint an allen Werktagen nachmittags. Donnerstag den 14. Mai 1903. Gießener 12. Jabraang. Insertionsprei 8. Die einspaltige Petitzelle für Gießen wh ganz Oberbeffen, die Kreise Bezlar und Marburg 10 fe fenst 15 Pfg.; Reklamen die Bettelle 30 resp. 40. Boftzeitungsliste Ste. 2800. Rebastien und Expedition: Gießen Remenweg B Fernsprechenfchish Ae, 308. Neuelle Nachrichten ( Gießener Tageblath Anabhängige Tageszeitung ( Gießener Zeitung für Oberheffen und die Kreise Marburg und Weklar; Lokalanzeiger für Gießen und Umgebung. Enthält alle amtlichen Bekanntmachungen der Großh. Bürgermeisterei Gießen und anderer Behörden von Oberhessen. Das Stimmrecht der Frau. ( Von unserem ständigen CB.- Mitarbeiter.) Die verschiedenen Frauenvereine treten anläßlich der bevorstehenden Wahlbewegung wieder lebhaft in Tätigteit. Der Verein für Frauenstimmrecht hat sogar seine Tahlbeteiligung durch Ausstellung eines Programms reden gelrecht organisiert. Danach sollen sich die von Frauen unterstüßten Kandidaten zu allen Forderungen der Frauenrechtlerinnen bekennen. Gleichzeitig rühren sich die weiblichen Doktoren lebhaft in der Presse, um eine attive Teilnahme am Wahlkampfe herbeizuführen. Tatsächlich ist ja nach dem berühmten Paragraphen 8 des preußischen Vereinsgesetzes den Frauen die Teilnahme an diesen Wahlvereinen gestattet und wir sehen denn auch, daß in derjenigen Partei, die uneingeschränkt für bie Frauenforderungen eintritt, in der Sozialdemokratie nämlich, die Frauen in die Bewegung eingreisen. Daß fie aber ein förderliches Element der politischen Bewegung gewesen wären, wird man kaum sagen können; tatsächlich haben auf den sozialdemokratischen Parteitagen bereits die heftigsten Reibereien wegen der Frauentätigfeit stattgefunden, als deren drastischstes Beispiel ein in echt bajuvarischer Urwüchsigkeit ausgestoßener Notschrei des Abgeordneten Auer unvergessen bleiben dürfte. Die Mehrzahl der Bevölkerung verhält sich gegen die Forderung der vollen politischen Gleichberechtigung der Frau aus idealen, materiellen und wissenscha, tlichen Gründen ablehnend. auch sein mag, jedenfalls werden die Amerikaner mit dem Empfang, der ihnen in Kiel bereitet werden soll, zufrieden sein können. Bekanntlich soll der Besuch der Yankeeschiffe in der Kieler Woche erfolgen, und es heißt, der Kaiser und Prinz Heinrich, die dann in Kiel sind, würden beide persönlich die amerikanischen Kapitäne an Bord ihrer Schiffe besuchen. Eine ganze Reihe Festlichkeiten zu Ehren der Amerikaner werden geplant: obenan stehen besondere Veranstaltungen, zu denen der Kaiser und Prinz Heinrich jeder für sich die Gäste einladen werden. Hieran werden in erster Linie die höheren amerikanischen Offiziere teilnehmen, während für die niederen Chargen des amerikanischen und deutschen Marine- Offizierkorps in den Räumen der Kieler Marine- Akademie Festlichkeiten stattfinden sollen. Für die Regatten in der Kieler Woche sind Wettfahrten zwischen den deutschen und amerikanischen Mannschaften geplant, falls die Yankees dazu Lust verspüren. Die deutschen Mannschaften werden außerdem ihre Kameraden von der amerikanischen Flotte als Festgäste bei sich sehen. Die amerikanischen Schiff erhalten auf dem Wege nach den deutschen Küstengewässern deutsche Marineoffiziere als Lotsen und Plazanweiser für den Hafen. Das ist fast zuviel des Guten. Internationale Streikbewegung. ::: Aus allen Weltgegenden laufen Nachrichten über große Streits ein: Zu dem Glasgower, dem Newyorker, dem Melbourner Streik ist nun noch ein großer Streil in Valparaiso getreten, und die nächsten Tage werden voraussichtlich noch als Fortsetzung des gegenwärtig herrschenden Streits der Arbeiter der Tecklenborg- Werft in Geestemünde eine große allgemeine Schiffsarbeiteraussperrung in Deutschland bringen. Als eine Folge des jüngsten Vorgehens des Bremer Lloyds gegen die sozialdemokratische Bewegung unter den Lloydarbeitern wird in den nächsten Tagen eine Arbeitseinstellung in Bremen und in den Hafenpläßen der Unterweser erwartet, wie man sie noch niemals erlebt hat. Sämtliche dem Arbeitgeberverband angehörenden Werften haben erklärt, sie würden die Arbeit einschränken oder einstellen, wenn die Arbeiter weiterhin den sozialdemokratischen Agitatoren folgen würden. Der sozialdemokratische Hafenarbeiterverband hat nämlich die Arbeiter aufgefordert, Akkordarbeit nicht mehr zu leisten und die Arbeitsleistung überhaupt auf etwa ein Drittel der bisherigen Leistung zu verringern. Es handelte sich für den sozialdemokra tischen Verband also nicht um Lohnfragen, sondern er wollte einzig und allein den Arbeitgebern zeigen, daß nicht ihnen die Macht und die Dispositionsfreiheit zuständen, sondern daß im Gegenteil die organisierte Arbeiterschaft imstande wäre, den Arbeitern ihre Gesetze und ihren Willen zu diktieren. Dagegen machen die Arbeitgeber Front, und wenn die Arbeiter nicht bis Donnerstag erklären, sie würden sich der sozialdemokratischen Agitation nicht fügen, sollen sie ausgesperrt werden. Hoffentlich kommt es noch zu einer Einigung. Gewiß, dagegen wird kein Kulturvolk anfämpfen, daß die Frau im Gesellschaftsleben eine hohe Stellung einnimmt, daß sie an den Kulturerrungenschaften betei ligt wird und daß sie auch eben dadurch befähigt wird, auf eigenen Füßen zu stehen, wenn es notwendig ist. Es wäre eine barbarische Grausamkeit, wenn man den Frauen die Bildungsstätten und den Eintritt in die Erwerbsstände auch wissenschaftlicher Natur verschließen wollte. Aber eine politische Gleichberechtigung mit dem Manne anstreben und eine Anwartschaft auf die Staatsverwaltung zu begehren, ist ein Schlag gegen die Natur, denn der Staat ist ein Männerstaat und wird es ewig bleiben, weil nur der Mann die äußersten Konsequenzen ziehen und den physischen Kampf für den Staat allein führen muß. Dem Weibe hat die Natur die Kraft und die brutalen Instinkte versagt, die den in den Kampf gestellten Mann ergreifen und für die Dauer des Kampfes beherrschen. Es ist auch gut so, daß es so ist, denn die Frau hat ein ganz anderes Ideal von irdischem Glück als der Mann. Dieser sucht es in der Betätigung seiner Persönlichkeit auf dem freien Markte des öffentlichen Lebens, die Frau aber ist dann am glücklichsten, je enger und heiliger ihr Wirkungskreis ist. Diejenigen Frauen, die im Weitbewerb mit dem Manne um eine höhere soziale Bedeutung des Weibes kämpfen, haben dafür die idealen Interessen eingesetzt und rauben der Frau, indem sie diese in die volle Tageshelle des Lebenskampfes hinauszerren, den magischen Glanz, der sie und ihren stillen häuslichen Wirkungstreis umgibt. Die bekannte Laura Marholm war bis zu ihrer Verheiratung Frauenrechtlerin der aufgenommen. mit dem Gleichberechtigungsziel; seitdem sie aber den segensreichen Einfluß der Frau in der Familie ausübt und den idealen Wert des eigentlichen Frauenberufes erkannt hat, tritt sie nur noch für die Zulassung der Frauen zu den Bildungsstätten und Erwerbsmöglichkeiten, wie sie oben geschildert sind, ein; sie bedauert aber diese Aermsten, denen kein Familienglüd beschieden ist. Und so wie Frau Marholm wird manche ihrer Mitschwestern, die in jugendlicher Schwärmerei für die Gleichberechtigung der Frau mit dem Manne eingetreten ist, befehrt worden sein und heute ihre Geschlechtsgenossinnen davor warnen, durch die Forderung der bürgerlichen Gleichberechtigung mit dem Manne das Weib in seiner Stellung als die Trägerin und Pflegerin der sittlichen Lebensanschauung zu entthronen. Der amerikanische flottenbefuch in Kiel, Mit besonders freudigem Gefühl scheinen die Yanfees der deutschen Einladung nach Kiel nicht zu entsprechen. Erst lehnen sie die Einladung ab, dann, als diese Ungesogenheit in Deutschland zu böses Blut machte, nahmen sie an, und wenn auch die von dem bekannten deutschfresserischen ,, Newyork Herald" in die Welt gesetzte Meldung falsch war, das amerikanische Mittelmeergeschwader habe noch keine Segelordre nach Kiel bekommen, die Einladung sei also noch nicht endgiltig angenommen, so schitfen die Yankees doch nur drei Schiffchen nach Kiel, statt des ganzen Geschwaders. Angeblich aus taktischen Rücksichten: Man brauche die übrigen Schiffe des Mittelmeergeschwaders für Asien. Es kommt also nur die alte ,, Chicago", der Kreuzer ,, San Franzisko" und das Kanonenboot Machias" nach Kiel. Sollten die Amerikaner die Kritik der deutschen Seeleute über ihre Schiffe so fürchten, daß sie nur alte Kästen, deren Minderwertigkeit entschuldbar ist, nach Niel zu schicken wagen? Wie dem Der Melbourner Eisenbahnbedienstetenstreik dauert fort, indes scheint es, als werde er mit der Niederlage der Streikenden werden. Der Bahnverkehr ist bereits wieIn Chiles Hauptstadt Valparaiso ist ein großer Hafenarbeiterstreif ausgebrochen, in dessen Verlaufe es zu blutigen Ausschreitungen kam. Die Ausständigen haben alle Baulichkeiten am Quai in Brand gesteckt, wobei 200 Personen verbrannten und 200 verwundet wurden. Auch kam es zu einem Zusammenstoß zwischen den Ausständigen und der Polizei. Diese feuerte auf die Masse und tötete und verwundete mehrere. Der Verkehr liegt gänzlich darnieder. Die Regierung lehnte jede Verhandlung mit den Ausständigen ab, ist vielmehr entschlossen, mit allen Mitteln die Ordnung wiederherzustellen. 6000 Soldaten sind an verschiedene Punkte entsandt worden. Die Politik. Nochmals der Rücktritt des Erbprinzen von Meiningen. (!) Auch von anderer Seite wird jetzt die Information unseres Berliner CB.- Mitarbeiters bestätigt, daß der Rücktritt des Erbprinzen Bernhard vom Kommandɔ des schlesischen Armeekorps mit den jüngsten Erlassen des Prinzen nichts zu tun hat. Allerdings ist es Tatsache, daß Bestimmung des Erlasses, der den Soldaten die Anzeige bei Mißhandlungen zur Pflicht machte, an maßgebender Etelle nicht volle Billigung gefunden hat: Nach der Wehrordnung hat der Soldat das Recht, nicht aber die Pflicht, sich zu beschweren, und insofern verstößt der Korpsbefehl des Prinzen gegen die Wehrordnung. Auch die weitere Bestimmung des Korpsbefehls, wonach, von jeder Beschwerde dem Generalkommando sofort Mitteilung zu machen sei, damit dieses ev. den Beschwerdeführer in einen anderen Truppenteil versezen könne, auch diese Bestimmung, die den Soldaten diz Furcht vor späteren Nachteilen bei einer Beschwerde nehmen sollte, hat an leitender Stelle Anstoß erregt. Troßdem ist es nicht zutreffend, wenn dieser Korpsbefehl als Grund der Verabschiedung des Erbprinzen bezeich net wird. Freilich werden gegenteilige Gerüchte nicht ganz verstummen, um so weniger, als solchen Gerüch ten neue Nahrung gegeben wird durch die Tatsache, daß dieser Korpsbefehl jetzt zurückgenommen worden ist. Im Interesse der Vermeidung solcher Ausstreuungen wäre es zu wünschen, daß die preußische Militärverwaltung ohne Umschweise die Gründe des Rücktritts des Erbprinzen mitteilte. Sie kann das um so leichter, als in der Tat die von uns mitgeteilten harmlosen Gründe den selbstgewollten Rücktritt des Erbprinzen herbeigeführt haben. Als Nachfolger des Erbprinzen wird neben dem Herzog Albrecht von Württemberg und dem Divisionsfommandeur v. Wohrsch noch der Kommandeur der 9. Division, Generalleutnant v. Eichhorn genannt. Für die Ernennung des Herzogs Albrecht wird namentlich angeführt, daß der Herzog streng katholisch ist und zu dem Fürstbischof von Breslau Kopp sehr herzliche Beziehungen unterhält. Zum deutschen Katholikenprotektorat im Or'ent. (-) Während des Kaiserbesuches in Rom sollte der deutsche Reichskanzler mit dem päpstlichen Kardinalstaatssekretär Rampolla auch über die Frage des deutschen Protektorats über die im Orient lebenden Kathlifen verhandelt haben; Rampolla sollte die deutschen Wünsche, die angeblich auf eine Uebernahme des Protektorats über alle Katholiken im Orient durch Deutschland hinzielen, rundweg abgelehnt haben. An dieser ganzen Erzählung ist, wie unser Berliner CB.- Mitarbeiter zuverlässig hört, tein einziges wahres Wort. Die Protektoratsfrage ist weder zwischen Rampolla und dem Grafen Bülow, noch überhaupt sonst bei dem Besuch im Vatikan erwähnt worden. Deutschland liegt es völlig fern, das Protektorat über die rientalischen Katholiken, das sich bekanntlich Frankreich seit Jahrzehnten angemaßt hat, anzustreben. Die deutsche Regierung betrach tet es lediglich als ihre Aufgabe, die im Orient lebenden deutschen Katholiken und nötigenfalls deren Besitz und Eigentum in derselben Weise zu schüßen, wie Rußland und Italien ein Schußrecht über ihre Angehörigen geltend machen. In der Erfüllung dieser Aufgabe wird sich die deuische Regierung selbstverständlich auch von den französischen Protektoratsgelüfter nicht irre machen lassen. Keine päpstliche Nuntiatur in Berlin. (?) Französische und nach ihnen deutsche Blätter wußzu berichten, der Kaiser habe beim Besuche im Vatikan den Papst ersucht, in Berlin eine päpstliche Gesandtschaft zu unterhalten, und Leo XIII. babe diesem Ersuchen insofern zu willfahren versprochen, als er sich bereit erflärt habe, nach Berlin einen ständigen Delegierten zu entsenden; die päpstliche Nuntiatur folle in München bleiben. Diese Meldung ist, wie unser Berliner CB.- Mitarbeiter uns schreibt, von A bis 3 eine blanke Erfindung. Die Frage einer ständigen Vertretung der Curie in Berlin ist weder vor noch bei dem Kaiserbesuch beim Papste zur Erörterung gekommen. Richtig ist dagegen, daß Kaiser Wilhelm den Papst bei seinem Besuche gebeten hat, beim nächsten Konsistorium einen zweiten deutschen Bischof zum Kardinal zu ernennen; es sei nicht billig, daß die 22 Millionen deutscher Katholiken nur durch Kardinal Kopp vertreten seien. Der Kaiser ließ durchblicken, er würde es gern sehen, wenn der Mezzer Bischof Benzler diese Würde erhalte. Der Papst wird aber vermutlich, um das Empfinden Frankreichs zu schonen, den Erzbischof Fischer von Köln zum Kardinal ernennen. Lippe gegen Lippe. )( Zwei Mitglieder des hohen Adels, ein deutscher Bun desfürst und ein naher Verwandter von ihm, der GrafRegent Ernst zur Lippe- Biesterfeld und der Graf Erich zur Lippe- Weißenfeld, standen sich leßthin vor dem Landgerichte in Detmold als Kläger gegenüber. Graf Erich flagte auf Aberkennung der Zugehörigkeit des Graf- Regenten zu der erbberechtigten Familie. Der Vertreter des Klägers suchte in längerer Rede den Nachweis zu erbringen, daß dem Graf- Regenten der Anspruch auf die Zugehörigkeit zur erbberechtigten Familie und damit auch der Gebrauch der Titel 2c. nicht zustehe. Der Rechtsbeistand des Beklagten stützte sich in der Hauptsache auf den Dresde ner Schiedsspruch vom Jahre 1897, durch den bekanntlich die strittigen Punkte zu Gunsten des Graf- Regenten entschieden sind. Zu einem Urteilsspruche tam es noch nicht, der Gerichtshof setzte die Urteilsverfündung auf den 12. Juni cr. an. Erfreulich berühren diese Streitigkeiten gerade nicht. Der Mühlhansener Aerztestreit gelungen! | Mit Hilfe der Regierung sind die Mühlhausener Aerzte in ihrem Kampfe gegen die dortigen Ortstrantenfasse Sieger geblieben. Die Aerzte haben es durchgeseßt, daß die Kasse für die streikenden Kassenärzte von auswärts nicht genügenden Ersaz erhielt. Infolgedessen konnte die Kasse ihren Mitgliedern nur eine durchaus unzureichende ärztliche Versorgung gewähren. Beschwerben darüber zwangen schließlich die Aufsichtsbehörde, einIm Auftrage meiner Schwester muß ich Ihnen felbe jebes Margarethe vermeiden zu mollen und meiner Echwester Besten, rungsversuch unterlassen und jedes Zusammentreffen mit fich als völlig frei betrachtet, Ihnen somit also das Berhältnis mit Ihnen als aufgelöst und zu meinem aufrichtigsten Leidwesen mitteilen, daß dieSie, zu Ihrem ihr gegebene Wort zurückgibt. hitten, jeden Annähe seinen Armen feit, in sehr vert geher Weise mit Er schien einer Droschke mit größter erster Klasse, die ihnen zu sprechen Lebhaftig pfiff jofort herbeijagte. dann nach Interesse in so hohem Man Geſtalt und das Antlik des jungen Kavaliers, welcher ſein Während dieser Zeit hatte Bruno Gelegenheit, bie genau und in der Nase prangte ein entzückender, goldener. Sandalen schüßten die HenringOhr Beweglichkeit, wodurch der Glanz des Goldes Ohren- und Nasentnorpeln frei aufgehangen, und an dieser und Nasenringe werden an den durchstochenen Schimmer der teine noch mehr hervortris, und der Die Edelsteinen in früh in Gebrauch, jedoch ohne Stein. reiche Leute in den Zeiten der Republik von gravierten und Eroberungszüge bis Griechenland Nur selten machten Peintegangen Gebrauch; erst später, als die RöSiegelringe waren auch bei den Römern schon mer ihre zuschreiten. Sie erklärte, falls bis Dienstag mittag niat mindestens sechs Aerzte von der Kasse angestellt seien, werde sie selbst die genügende Anzahl Aerzte ernennen. Der Kasse war es unmöglich, die geforderten sechs Herren aufzutreiben, und so ernannte die Regierung, in der Voraussicht, daß andere Aerzte für das Amt sich nicht würden finden lassen, die streikenden Mediziner aufs neue zu Kassenärzten. Die früheren Aerzte übernehmen also wie zuvor die Behandlung der Krankenkassen; die geforderte Honorarerhöhung tritt vom 1. Juli ab ein. Vom Balkan liegen neue Nachrichten von Belang nicht vor. Fast möchte man sagen ,, Gottlob!", denn alles neue, was aus dem Wetterwinkel Europas kommt, pflegt nichts gutes zu sein. Der für den Mittwoch vom mazedonischen Komitee angekündigte große Anschlag scheint nicht zur Ausführung gekommen zu sein, und in diplomatischen Kreisen schöpft man wieder einige Hoffnung, daß ernstere Verwicklungen sich hintan halten lassen werden. In diesem Sinne hat sich Graf Goluchowski und auch der türkische Großvezier Ferid Pascha am Mittwoch ausgesprochen. Hoffentlich behalten sie recht! Nach türkischen Angaben hat der gestern gemeldete Uebertritt armenischer Aufständischer nicht über die persische, sondern über die russische Grenze stattgefunden. Dies wird jedoch von russcher Seite bestritten, da die russische Grenze derart bewacht werde, daß ein solcher Uebertritt unmöglich sei. Marokkanisches. () In Tetuan, der von 10000 Anhängern Buhamaras hart bedrängten Stadt, wird die Lage von Tag zu Tag kritischer. Am Dienstag ruhte der Kampf, die Gefallenen, deren Zahl Dreihundert übersteigen soll, wurden begraben. Abgeschnittene Köpfe wurden an den Mauern angebracht. Munition und Lebensmittel reichen nur noch für wenige Tage. Der in der Stadt befindliche Kommandant der Sultanstruppen, Arafa, floh. Einstweilen hält sich die Stadt noch, da sie Ersatz vom Sultan erhofft. Abdul Aziz ist denn auch dabei, ungefähr 3000 Mann Kavallerie- und Infanterieverstärkungen nach Tetuan abzusenden. Diese können aber erst in 10 Tagen dort eintreffen, und bis dahin dürfte die Stadt gefallen sein. Auch bei Ceuta ist die Lage kritisch. Die Grenzwache flüchtete nach Tanger; der spanische General Bernal trifft daher Vorbereitungen, dei Grenzlinie selbst zu verteidigen. Englische, französische und spanische Kriegsschiffe sind nach Maroff unterwegs. Kurze politische Nachrichten. In Amerika argwöhnt man, England handle in der Mandschureifrage in Uebereinstimmung mit Frankreich und Rußland. Man glaubt, England habe mit den beiden Mächten eine geheime Allianz geschlossen und das Bündnis mit Japan gekündigt.(?) * Der Kaiser von Japan hat das Parlament mit einer Thronrede eröffnet, in der er Maßregeln zu einer wefentlichen Vervollkommnung der nationalen Verteidigung ankündigte. Also: neue Schiffe, neue Soldaten! Hof und Gesellschaft. *** Der Kaiser holte gestern, nachdem er abends both noch plöglich die eigentlich für gestern angesetzte Parade über das 15. Armeekorps abgenommen hatte, Sen Ausflug nach Schlettstadt und der Hohkönigsburg nach. Vormittags nahm er das Frühstück beim kommanForenden General ein, abends fand ein Diner beim Staatssekretär v. Koller statt. *** Generalfeldmarschall Graf Waldersee nahm bei Stuttgart die Parade über die 26. Division ab. Die Truppen standen unter dem Kommands des Herzogs Albrecht von Württemberg. Die Truppenschau beref glänzend. Aus dem Gerichtssaal. § Beamtenbeleidigung. Die Straftammer in Dortmund verurteilte den Rechtsanwalt Clemens Wulff aus Berlin wegen Beleidigung des Assistenten Schröder, der die Gespräche, die Rechtsanwalt Wulff mit seinem Bruder, dem Bantier Wulff, im Gefängnis hatte, überwachte, zu 600 Mark Geldstrafe. Der Staatsanwalt beantragte wegen Bestechung drei Monate Gefängnis. § Ein wahrer Unmensch ist der Bergmann Wilhelm Batalos aus Raurel, den das Dortmunder Schwurgericht wegen schwerer Sittlichkeitsverbrechen zu 10 Jah ren Zuchthaus und 10 Jahren Ehrverlust verurteilte. Patalos hatte seine eigenen drei Töchter zur Blutschande gezwungen, indem er ihnen drohte, sie zu ermorden, wenn sie ihm nicht zu Willen sein würden. Kleine Gerichts- Chronik. Wegen fortgesetter Weinfälschungen wurde der Weingutsbesizer Dr. Schlamp- Nierstein von der Mainzer Strafkammer zu 1500 mt. Geldstrafe, eventuell 300 Tagen Gefängnis verurteilt. Das Kriegsgericht der 4. Division in Inowrazlaw verurteilte den Oberleutnant v. Thymen vom 140. Infanterieregiments wegen Sittlichkeitsbergehens zu sechs Wochen und einen Tag Festung." - Der Millionenprozeß der Gräfin Lonyah gegen ihren Vater, den König von Belgien, wird Ende Mai stattfinden. Die Brüsseler Rechtsanwälte Janson und Ninauve haben bereits die Mage überreicht, welche die Herausgabe von 17 Millionen Mark fordert. - Der Pariser Graf von Coutades, der vor zwei Monaten den Geliebten seiner Frau, Dr. Bouchet, auf der Straße niederschoß und schwer verwundete, wurde von der Jury freigesprochen. Frau von Coutades, hat auf Scheibung geklagt und beabsichtigt, ihren Liebhaber nach dessen Wiederherstellung zu heiarten. Nab und fern. (,) 80 freiwillige Krankenpflegerinnen des Vaterländischen Frauenvereins bestanden vor dem Generalarzt Dr. Schaper in der Berliner Kaiser- Wilhelm- Akademie ihre Schlußprüfung. Die Damen hatten ihre praktische Ausbildung zu freiwilligen Kriegskrankenpflegerinnen im fgl. Garnisonlazarett und in den Berliner Unfallstationen vom Roten Kreuz erhalten, deren Vertreter Generalarzt Dr. Schjerning und Direktor Max Schlesinger dem Festakte beiwohnten. Den Vorsiz führte Prinzessin Elisabeth zu Hohenlohe. Zu dem Attentat auf die„ Umbria" in Newyorl wird gemeldet, daß die Höllenmaschine aus einem Familienpensionat auf Bestellung von einem Rollkutscher abgeholt worden ist. Der Kutscher saß während der Fahrt auf der unheimlichen Kiste ohne jede Ahnung von ihrem Inhalt. Die Angaben des Kutschers führten auf die Spur eines gewissen Rousseau, der in der betreffenden Pension gewohnt hatte, aber jetzt verschwunden ist. Man fand in einem Koffer, der ihm gehörte, Teile eines Uhrwerts, und seine Handschrift soll ganz derjenigen des Warnungsschreibens gleichen, das die Newyorker Polizei bekanntlich erhielt. (:) Eine steirische Stadt in Flammen. Tie untersteirische Stadt Windischgräß steht in Gefahr, völlig ein Raub der Flammen zu werden. Durch ein nächtlicherweile ausgebrochenes Feuer, das bei einem starken Sturm in rasender Eile um sich griff, wurden bisher 80 Gebäude eingeäschert. 100 Familien sind obdachlos. Der Jammer und das Elend sind unbeschreiblich. Zehn Feuerwehren arbeiten rastlos. Der Statthalter ist anwesend.- Ein ähnlich trauriges Geschick traf die kanadische Stadt Ottawa. Durch einen von ruchloser Hand angelegten Brand wurden 200 Familien obdachlos, der Brandstifter wurde verhaftet. $ Den freiwilligen Hungertod ist in Odessa die junge reiche Gräfin Potocki gestorben. In Odessa tras vor einigen Wochen, von Kairɔ kommend, Graf Potocki, ein Sproß der bekannten polnischen Magnatenfamilie, ein. Der Graf, der viele Millionen besitzt und in Rußland mehr als hundert Güter sein eigen nennt, ist hoffnungslos krank und suchte in Kairo vergebens Heilung. Die junge Gräfin nun grämte sich ob der unheilbaren Krankheit ihres Gatten so sehr, daß sie Hungers zu sterben beschloß. Obwohl die Verwandten alles mögliche taten, um sie von ihrem wahnsinnigen Vorhaben abzubrin gen, nahm sie tatsächlich vierzehn Tage lang weder Speise noch Trank zu sich und starb vor einigen Tagen infolge großer Entkräftung. Ein furchtbares Familiendrama hat sich in dem Heinen Orte Les Vignes bei der französischen Stadt Mende abgespielt. Die Frau eines Bauern ließ, nachdem sie eine junge Ziege im Beisein ihrer beiden Kinder geschlachtet hatte, diese allein zurück. Während ihrer Abwesenheit ergriff das ältere, ein 7jähriger Bube, das noch vom Blute der Ziege rot gefärbte Messer und stach mit diesem seinen kaum 2jährigen in der Wiege schlummernden Bruder nieder. Er verstümmelte darauf den Leichnam in entsetzlicher Weise. Als die Frau zurückkehrte, geriet sie über das furchtbare Echauspiel in so wahnsinnige Wut, daß sie den jugendlichen Mörder beim Halse faßte und erwürgte. Sie suchte sich dann selbst den Tod geben, wurde aber von herbeieilenden Nachbarn daran gehindert. Bunte Chronik. Die Beseitigung der ersten WagenKlasse aus den Personenzügen hat der preußische Eisenbahnminister Budde angeordnet. Diese neue Reform soll bereits bis zum Herbst dieses Jahres beendet und im Laufe des Sommers die allmähliche Ausschaltung der ersten Wagenklasse durchgeführt werden. In Posen ist wiederum eine Falschmünzerbande feſtge. nommen worden, die sich mit der Herstellung und dem Bertriebe von Zweimarkſtücken mit der Jahreszahl 1892 und dem Münzzeichen A befaßte. -Im städtischen Krankenhause zu Dortmund überfiel in der vergangenen Nacht ein Kranker einen Wärter und ermordete ihn. - Zwei gefährliche Hochstapler, die in der Maske von Offizieren und Studenten auftraten, wurden in Berlin verhaftet. Es sind ein ehemaliger Student Karl Güttler und ein gewisser Karl Schnock. - Bei einem Einbruch in ein Goldwarengeschäft in Berlin fielen den Dieben Schmucksachen und Uhren im Werte von 60,000 Mark in die Hände. Bisher fehlte jede Spur von den Spizbuben. -In Trier wurde die vermögende Witwe Lurk in dem von ihr allein bewohnten Hause mit durchschnittenem Halse im Bett tot aufgefunden. Der Raubmörder hatte alle Kiſten und Schränke durchwühlt. Auf der Werft der Aktiengesellschaft ,, Weser" lief ein für den ,, Norddeutschen Lloyd" erbauter 3500 großer, für den Verkehr nach Neu- Guinea bestimmter Reichspostdampfer vom Stapel. Im Auftrage des Prinzen Heinrich taufte ihn Konsul Achelis auf den Namen ..Prinz Sigismund". Unter dem Verdacht, den gemeldeten Luſtmordversuch an einem kleinen Mädchen in Rirdorf begangen zu haben, wurde der obdachlose ,, Arbeiter" Wilhelm Schulz in Stegliz verhaftet. In Sprottau wurde die Ehefrau des ermordet im Brunnen aufgefundenen Stellenbesizers Göldner zu Sprottischdorf wegen dringenden Verdachtes der Täterschaft verhaftet. Vermischtes. [ Dienstmädchen einst und jetzt.] Die Dienstmädcher in der guten alten Zeit pflegen gewöhnlich von älterer Hausfrauen als Muster aufgestellt werden. Unsere Gene ration von Dienstboten mag nun allerdings sehr schlecht sein, aber sie ist auch nicht schlimmer als ihre Vorgän gerinnen, wenn man die veränderten Zeitverhältnisse in Betracht zieht. Jede Hausfrau heutzutage würde sich bedanken, wenn sie eine solche ,, Perle" ihr eigen nennen sollte, wie sie im, Koburger wöchentlichen Anzeiger“ von 1796 geschildert wird. Dort findet sich folgende Warnung: Nachdem die bisher als Magd in meinen Diensten gestandene Helena Müllerin aus Bedheim nach öftern mit Güte übersehenen groben Beleidigungen und ausgestreuten Lästerungen in der abgewichenen Nacht heimlich ihre Sachen hinweggeschafft hat und darauf des Morgens aus meinem Dienst entwichen ist, so mache ich solches hiermit bekannt, um für diese Undankbare, Ungesittete und Entwichene jedermann zu warnen. Koburg, den 19. Dezem ber 1796. C. H. L. W. Spiller v. Mitterberg." sieht also, auch damals gab es schlechte Dienstboten, wie es heut auch noch gute gibt. Wird doch aus MährischSchildberg berichtet, daß dort die 96jährige Dienstmagd Anna Schambera ein eigenartiges Jubiläum beging: sie steht seit 80 Jahren treu und redlich im Dienste der Familie König. Die Mutter ihres heutigen Dienstgebers, Man Frau Koja Konig, iſt 73 Jahre alt, und deren Sohn Franz König hat sie als kleines Kind auf dem Arm getragen. Seinen einen Sohn hat sie bei einem großen Brande mit eigener Lebensgefahr gerettet. Glücklich die Hausfrau, die ein solches Juwel findet! Gies ** 3r Weplar- Altent Sammlungen f Rraemer in fammlungen ab ** Landt eingebrachte angefragt, ob Laborato erhalten und Wiffenschafte eine zweite am [ Eine Schönheitskonkurrenz für Männers wird am 23. Mai in Wien abgehalten werden. Das Preis. ichteramt haben mehrere bekannte Künstler, Schriftstel ler und Mediziner übernommen. Dieser Umstand ist eigent lich noch befremdender als die ,, Männerschau" selbst; denn für diese wären die berufensten Richter doch eigentlich Frauen gewesen. [ Liebig und der Spiritismus.] Zu den Erinnerungen an Justus Liebig, dessen hundertster Geburtstag socben begangen wurde, erzählt Dr. O. v. Völderndorff, der als junger Münchener Student im Hause des berühmten Chemikers verkehrte: Einmal traf ich Liebig sehr empört. ., Denken Sie sich, soeben habe ich einen Besuch von der Gräfin X. gehabt, die mich ganz ungeniert gebeten hat, ich möchte doch einen Vortrag über die geheimnisvollen Kräfte halten, welche dem Tischrücken, Geisterklopfen und ähnlichem( es war dieser Sport gerade damals im Beginn) zugrunde liegen". Ich habe ihr gesagt: 1. von ,, kräf ten" könne gar keine Rede sein, sondern nur von, Schwachen". 2. Geheimnisvoll seien sie noch viel weniger, und 3. die Wissenschaft habe damit gar nichts zu tun, vielleicht könne Herr Solbrig Aufschluß erteilen. Als darauf die Frau Gräfin etwas erstaunt äußerte: ,, Das ist ja der Direktor des Jrrenhauses," erwiderte ich: ,, Allerdings, dahin gehören auch diese Beschäftigungen." )-([ Ein Radikalmittel] behufs Erlangung fürzerer Arbeitszeit wenden die Pariser Barbier- und Haarkünstlergehilfen jetzt an, die schon seit längerer Zeit für die Einführung des 8 Uhr- Ladenschlusses an Wochentagen und des 5 Uhr- Schlusses an Sonn- und Feiertagen fämpfen. Die Gehilfen wenden sich direkt an das Publikum und suchen es für sich zu gewinnen. Das Mittel, das sie dabei zur Anwendung bringen, hat zwar den Reiz der Originalität, ob es aber helfen wird, ist eine andere Frage, denn es ist ein Droh- und Schreckmittel. Die Gehilfen lassen nämlich Zettel folgenden Inhalts verteilen und ankleben: ,, Gruß denen, die uns hören wollen! Wer sich in Barbierläden rasieren läßt, die an den Sonntagen nach 5 und an den Wochentagen nach 8 Uhr geöffnet sind, wird von dem Rasiermesser geschnitten und von den Zähnen der Haarschneidemaschine ganz jämmerlich behandelt werden!" Als ein Journalist zu einem zettelverteilenden Gehilfen spöttisch sagte: So etwas läßt man wohl druk ten, aber man tut es nicht," antwortete dieser: Glauben Sie das nicht, mein Herr! Ich habe letzten Sonntag einen Herrn, der sich nach fünf Uhr rasieren ließ, ganz gehörig geschunden. Ich bin zwar entlassen wor den, aber das ist gleichgiltig! Ich finde eine andere Stell: und mache es dort ebenso." (!)[ Der Schutzengel".] Seitdem die französische Regierung mit den geistlichen Kongregationen im Streit liegt, wird auch der in Paris sehr populäre Pater du Lac, wo er geht und steht, von einem Geheimen" begleitet, der ihn nicht aus den Augen läßt. Pater du Lac hat sich an den Anblick ſeines Schußengels" schon so gewöhnt, daß ihm etwas fehlt, wenn er ihn einmal nicht sieht, und der Schutzenget" entledigt sich seines delikaten Auftrages so diskret als möglich. Manchmal aber wird dem Pater die unerwünschte Begleitung doch recht lästig. Als er vor einigen Tagen in einem Straßenbahnwagen Play nahm, stieg sofort auch der„ Schußengel" ein und setzte sich bescheiden daneben; naiv, wie Geheimpolizisten nun einmal sind, glaubte er wirklich, daß Pater du Lac von seiner wahren Bedeutung keine Ahnung habe. Ter Pater zeigte sich aber der Situation gewachsen. Als nämlich der Schaffner erschien, um das Fahrgeld zu holen, gab ihm Pater du Lac 60 Centimes mit den laut gesprochenen Worten: Für den Herrn hier auch, der gehört zu_mir." Unter dem Gelächter des Publikums verließ der Schutzengel" schleunigst den Wagen [ Ein Komponist als Musikfeind.] Es kommt häuftg vor, daß man das Handwerk, das man ausübt, oder das Geschäft, das man in der Jugend gelernt hat, nicht liebt. Man sollte aber glauben, daß man für die Musik eine bestimmte Vorliebe haben muß, wenn man freiwillig Komponist geworden ist; denn man wird doch nicht so ohne weiteres Komponist, etwa wie man Schuster oder Schneider wird. Es muß daher sehr überraschen, wenn man erfähr, daß Auber, der Komponist der ,, Stummen von Portici" und anderer Opern von Bedeutung, die Musik geradezu haßte. Das ergibt sich klar aus seinen in der Nationalbibliothek zu Paris aufbewahrten Brie fen, die jetzt von Jean Chantavoine in der„ Revue musicale" veröffentlicht werden. In einem Briefe an seinen Freund, den Baron von Tremont, einen leidenschaftlichen Musikliebhaber, schreibt Auber: ,, Wenn ich vertragsmäßig 1000 Taler Rente hätte, würde ich mit dem größten Vergnügen mein Klavier zum Fenster hinauswerfen." Der Baron bemerkt dazu: Er liefert seine Opern ab und überläßt sie dann seinem Schicksal. Die Musik ist für ihn nur ein Mittel zum Leben, das er ge wählt hat, weil es ihm am leichtesten zur Verfügung stand. In seinen Briefen spricht Auber stets nur von dem Gewinn, den seine Opern ihm bringen oder bringen werden. )[ Die Thronerbin des Zigeunerherrschers.] In Bo ston starb vor einigen Tagen der Zigeunerfönig James Stanley, der in dem Vororte West Roxburg von seinen Untertanen mit königlichem Pomp beerdigt wurde. Die Leiche wurde in einem eisernen, 800 Pfund schweren Carge begraben. Stanley hat testamentarisch seine Gat tin Isabella als Königin eingeseßt und ihr sein Ver mögen, bestehend aus 100 000 Mart in barem Gelde und einem Hausgrundstück im Werte von 60 000 Mart, hinterlassen. Den größten Teil des Vermögens hat die Königin durch Wahrsagen erworben. Kurzes Allerlei. In Säckingen fand man bei einer alten Frau, die sehr oft unterſtüßung in Anspruch nahm, bei ihrem Ableben einige Tausendmarkscheine um die knie gebunden. - Ein Londoner Agent faufte vor einiger Zeit eine Partie Orchideen zum Preise von etwa 2 Mt. das Stüd Da er nicht genug Abnehmer fand, übergab er den Reſt einem Gärtner. Eine der Pflanzen entwickelte Blü ten von reinstem Weiß mit blutrɔten Tupfen; ein eng lischer Blumist erstand sie jetzt für 20000 Mark. ** Bo die allmähli Berfonenzug = A Mecum t Rgl. Hoheit Rönigl. So ben für den aus Anlaß d und erfundigte an der alten Residenz des stadt weilt. Die bei Daubrin noffen G Gießen Hohn K Raffel Mt. Beckerm ** Re den Dienst Großh. Po ** B bem ausgede zu den Bau herricht fett Der gefamte und der V ca. 100 dürfte an ben wir in Bau begri Normal- An verterinär- n bereits über an der Au nächster 8 bauen ang Dach gebra ** D * deffen Waff ben Handel nannt wor eins in de von der für die L übertragen Jahre beg ** bauvere mittags 3 Schwertern trag über bäume( Ref Diplomen Stet in u Z. des Deu Oberhe gung in Der 1.2 bericht pr zu entneh 1903 betr um 36 erfreuliche Mitglieder 6300 einsjahr lich in Vorführ des Re geprüft Herr Pr CD G Die ge bereine und deren Sonra f dem Arm getrage inem großen Bran Blücklich die Hausi nz für Männe werden. Das Bre Künstler, Schrifti jer Umstand ist eigen nerschau" felbit; de ichter doch eigentl 1 Zu den Erinneru titer Geburtstag f v. Bölderndorff, d Hause des berühmte Liebig fehr empore inen Besuch von d niert gebeten hat, i die geheimnisvoller n, Geisterklopfen un ade damals im gefagt: 1. von rn nur von, Sch viel weniger, ts zu tun, bielle en. Als darauf e: Las ist ja de te ich:, Allerdings Jen." Erlangung Lürzeren ier- und Haarfünft ngerer Zeit für die an Wochentagen unto Feiertagen fämpfen das Publikum unde Cas Mittel, das sie zwar den Reiz der t eine andere Frage Giessener Cagesneuigkeiten. Gießen, den 14. Mai 1903. ** Zur Reichstagswahlbewegung. Im Wahlkreise Bezlar- Altenkirchen finden zur Zeit zahlreiche Wahlversammlungen statt. Am Sonntag sprach Herr Bürgermeister Kraemer in Wehbach, während die Antisemiten zwei Versammlungen abhielten, nachmittags eine in Hamm a. Sieg, eine zweite am Abend in Bezdorf. 1. Die Geljilfen laj verteilen und an ollen! Wer sich in 1 Sonntagen nac Uhr geöffnet sind und von den Zäh mmerlich behandel n zettelverteilender ißt man wohl drul tete dieser: ,, Glau habe legten Sonn Uhr rasieren lief var entlassen wor cine andere Stell Die französische Re ationen im Strei läre Pater du Lac eheimen" begleite ter du Lac hat si schon so gewöhnt, al nicht sieht, und elifaten Auftrages r wird dem Pater cht läſtig. Als er nbahnwagen Blaz gel" ein und setzte heimpolizisten nun Pater du Lac von g habe. Ter Pater 1. Als nämlich der zu holen, gab ihm laut gesprochenen r gehört zu mir." rlien der..Schut** Landtagsabg. Köhler hat eine schon im Jahre 1898 eingebrachte Interpellation wiederholt und bei der Regierung angefragt, ob sie bereit und gewillt sei, das Liebig Laboratorium zu Gießen dem Andenken Liebigs zu erhalten und in ihm ein Museum der Geschichte der chemischen Wissenschaften einzurichten. Es kommt häufig an ausübt, oder gelernt hat, night nan für die Mujit enn man freiwillig vird doch nicht so nan Schuster der überraschen, wenn ist der ,, Stummen n Bedeutung, die flar aus seinen ufbewahrten Brie in der Revue einem Briefe an nt, einen leiden uber: ,, Wenn ich ** Von der Eisenbahn Minister Budde hat die allmähliche Ausschaltung der 1. Wagentlassen aus den Personenzügen angeordnet. = Audienz beim Landesherrn. Oberbürgermeister Mecum wurde gestern Vormittag in Darmstadt von Sr. Kgl. Hoheit dem Großherzog in Audienz empfangen. Sr. Rönigl. Hoheit fam auch im Laufe der Unterhaltung auf den für den 29 d. Mts. in Aussicht genommenen Besuch, aus Anlaß des Regiments- Jubiläums, in Gießen zu sprechen und erkundigte sich mit sichtlichem Interesse nach den Arbeiten an der alten Burg( altes Schloß am Brand), der zukünftigen Residenz des Fürsten, wenn er in seiner Provinz al- Hauptstadt weilt. e, würde ich mit zum Fenster hin : Er liefert seine em Echicfal. Die Leben, das er ge en zur Verfügung er stets nur von ngen oder bringen rrschers.] In Bo unertönig James rburg von seinen digt wurde. Die Pfund schweren tarisch seine Gat ind ihr sein Ver in barem Gelde bon 60 000 Mart - A * Die Submission zur Regulierung der Lumba bei Daubringen brachte folgende Offerten: Schepp und Genoffen Saasen Mt. 31618- Becker it. WismerGießen 35898 W.nter Biskirchen Mt. 39658 Hohn Kunzenheim Mt. 48437- Bepp- Fuhlort bei Raffel Mt. 48731- Alb. Rübsamen- Gießen Mt. 63292 Beckermann- Koblenz Mt. 83095. ** Regierungsassessor Pistor in Gießen wurde mit den Dienstverrichtungen eines Polizei- Inspektors bei dem Großh. Polizeiamt Darmstadt beauftragt. Veterinär Medizinische Klinik. Auf dem ausgedehnten Gelände an der Frankfu terstraß, welches zu den Bauten der Klinik für Tierheilkunde verwendet wird, herrscht seit einigen Wochen eine überaus rege Tätigkeit. Der gesamte Bauplatz welcher zwischen der Frankfurterstraße und der Main- Weserbahn liegt, hat eine Front'änge von ca. 100 Meter und eine Tiefe von ca. 260 Meter und dürfte an Flähen- Inhalt der umpfangreichste Bauplatz sein den wir in den letzten Jahren in Gießen gehabt haben. Im Bau begriffen sind bis jßt drei Institute nnd zwar das Normal- Anatomische, das Patalogische und das chirurgische verterinär- medizinische Institut. Zvei der Gebäude sind bereits über Kellerhöhe aufgemauert, während für das dritte an der Ausschachtung eifrig gearbeitet wird. Ferner soll in nächster Zeit mit dem vierten, dem Verwaltungsg bäude zu bauen angefangen und alle Bauten in dem Jahr noch unter Dach gebracht werden. ermögens hat die ib man bei einer n Anspruch nahm dmarkscheine einiger Zeit eine 2 Mt. das Stüd übergab er den entwickelte Blü Tupfen; ein eng 0000 Mart Der Gertrudis brunnen in Biskirchen, dessen Wasser auch in Gießen durch Herrn Jean Weisel in den Handel kommt, ist vom Kaiser zum Hoflieferanten ernannt worden. *** Die Erbauung von zwei Pfarrhäusern: eins in der Liebigstraße und eins in der Kirchstraße, ist jetzt von der obersten Kirchenbehörde genehmigt worden. Das für die Liebigstraße ist den Architekten Stein& Meyer übertragen worden und soll mit dem Bau schon in diesem Jahre begonnen werden. Mai der Landesverbandstag in Mainz abgehalten wird; es wurden als Delegierte die Herren Dr. Heuser und traf die Neuwahl des Vorstandes; einstimmig wurde der J. Schad gewählt. Der legte Punkt der Tagesordnung beeitherige wieder gewählt. Derselbe ſetzt sich aus folgenden Herren zusammen: Prof. Dr. Oncken Vorsigender, J. Schad Schriftführer, Dr. Heuser, zweiter Vorsigander und fan Stelle des vorstorbenen Herrn Provinzialdirektors Geh.Rat Dr. Bechtold wurde Herr Kreisamtmann Dr. Kranz bühler neugewählt. *** Die Hauptversammlung des Oberhess. Obstbauvereins findet statt Samstag den 16. Mai nachmittags 3 Uhr in Friedberg im Gasthaus zu den Drei Schwertern. Auf der Tagesordnung steht u. A. ein Vortrag über Nuere Erfahrungen über das Pflanzen der Obstbäume( Referent: Distgärtner John) und die Verteilung von Diplomen und Preisen an Aussteller von Bußbach und Stet in und an Vereinsbaumwärter. die Musketiere Laubach und Steinwand sowie gegen den ** Das Kriegsgericht verhandelte vorgestern gegen Hornisten Spahn von der 7. Kompagnie des 116 Inf.- Regts. Dieselben haben, wie wir s. 8. ausführlich berichteten, abends spät ihre Kameraden von der 10. Kompagnie in der Sonnenstraße und dann Ecke N- uen Bäue und Neuen Weg verhauen. Laubach hatte dabei, allerdings nur in sehr schonender Weise von dem Seitengewehr Gebrauch gemacht, er will nur mit der flachen Klinge geschlagen haben. Der Gerichte hof verurteilte wegen gemeinsamer Körperverlegung Steinwand zu 10 Tagen und Spahn 5 Tagen Gefängnis. Laubach erhielt jedoch wegen schwerer Körperverlegung 4 Wochen G.fängnis. z. Die Hauptversammlung des Kreisausschusses des Deutschen Flottenvereins für die Provinz Oberhessen wurde gestern bei schwacher Beteili gung in der fleinen Aula der hiesigen Universität abgehalten. Der 1. Punkt der Tagesordnung betr ffend den Rechenschaftsbericht pro 1902 wurde verlesen, aus dem u. A Folgendes zu entnehmen ist: Der Mitgliederbestand am 1. Januar 1903 betrug 828 und hat sich im Laufe des Jahres nm 36 erhöht. Auch in Hessen überhaupt hat er erfreuliche Fortschritte gemacht. Während die Zihl der Mitglieder 1901 5535 betrug, zählt der Verein jetzt 6300 Mitglieder. Vorträge wurden im verflossenen Vereinsjahr gar nicht gehalten, dagegen werden voraussicht: lich in diesem Jahre mehrere Vorträge sowie Lichtb lderVorführungen stattfinden. Sodann folgte die Entlastung des Rechners für die Jahresrechnung 1902, welche geprüft und richtig befunden wurde. Der Vorsitzende Herr Professor Dr. Onden, teilte mit, daß am 24. * [ Besibwechsel.] Das Haus Schottstraße 3, bisher im Besiz des Cigarrenfabrikanten Gerbodé, wurde für 21 000 Mark an den Kaufmann A. Michel sen. verkauft. " Aus Hessen und Nachbargebieten. * * | nis verurteilt. Die von dem Angeklagten eingelegte Berufung wird heute kostenpflichtig zurückgewiesen.- Die heim wegen Beleidigung muß umständehalber von der TagesSache gegen den Zuchthaussträfl ng Heinrich M. von Dauernordnung abg seßt werden.- Zum Schlusse hat sich Ernst F. von Ober- Ofleiden wegen Körperverleburg zu verantworten. Gelegentlich eines Disputs bei einer Tanzmusik schlug er den Ludwig H. von Gontershausen mit einem Stuhl dermaßen auf den Kopf, daß dieser besinnungslos zusammenbrach und über 14 Tage das Bett hüten mußte. 10 Monate Gefängnis. Unter Zubilligung mildernder Umstände erhält der Angeklagte Brietkasten der Redaktion. S. in Grünberg. Lassen Sie Ihren Baum vorläufig nur stehen; derselbe schadet der Mauer Ihres Nachbars jetzt noch nichts. Wenn Sie sich einmal zum Umpflinzen berstehen sollten, dann nehmen Sie die Arbeit nur im Herbst vor. Die Frau weiß vielleicht nicht, daß man jetzt derartige Arbeiten nicht vornimmt. Marftbericht. Gieken, 14 Mai. Auf dem heutigen Wochenmarkt fofteten Butter per Pb 1.00-1.20 mt. Hübnereter 6 Pfg, 2 St.11 Bfg., Enteneier St. 6-7 Pfg., Käse per St. 5-8 Pfg.. Käsematte 2 St. 5-6 Pfg., Erbsen ver Liter 21 Bfg., Linien per Liter 32 Big, Tauben per Paar Mr. 0.75-1.00, Hühner per Stild Mt 130-240, Hahnen, per, Stüd Mf. 1 10-2.30, Enten per Stid 2.00-2.40, Ganie p. Bid. 54-60 Pfg, Ochsenfleisch per Pfd. 66-76 Bfa., Rindfleisch per Pfd. 60-66 Pfg. Schweinefleisch per Pf. 66-76 Bia. Schweinefleisch gesalzen per Bfund 0.80 Pfa, Kalbfleisch per Pfd. 68-74 Bfg., Hammelfleisch per Pfd. 52-72 Bfa., Kartoffeln per 100 Kilo 7.50-8.00 mt., Zwiebeln per 3t. mf. 7.00-800, Milch per Liter 18 Pfa. Frankfurter Viehmarkt. Zum Verkauf standen 491 Ochsen, 53 Bullen, 760 Kühe und Färsen( Stiere und Rinder), 194 Kälber 124 Schafe und Hämmel, 1114 Schweine, 3 Ziegen, 3 Schaf lämmer. 183 Ochsen aus Desterreich. Bezault wurde für 50 Kilo Ochsen: a) vollfleischige, ausgemäste e höchsten Schlachtwertes is zu 6 Jahren Mt. 67-69, b) junge fleischige, nicht ausgemästete Mt. 62-65, c) mäßig genährte junge, gut genährte ältere Mk. 59-60, d) gering genährte jeden Altes Mr. 50-56. Bullen: a) vollfleischige höchsten Schlachtwert 8 Mt. 62-63, b) mägig genährte jüngere und gut genährte ältere Mk. 59-60, c) gering genährte Mr., ühe und Färfen( Stiere und Rinder): a) vollfleischi je, ausgemästete Fäisen( Stiere und Rinder) höchsten Schlachtwertes Mk. 62--64, b) vollfleischige, ausgemästete Kühe hö often Schlachtwertes bis zu 7 Jahren Mt. 6-61, c) ältere ausgemästete Kübe und wenig aut entw delte jüngere Kühe und Färs n( Stere und Rinder) Mr. Mf. 46-48, e) gering genährte Kühe und Firsen( Stiere und Rind r) Mt. Bezaht wurde für 1 Pfund a) feinste Mist= ( Vollm.- Mast) und beste Sausfälber( Schlachtgewicht) 83-84 Bfg ( Lebendgewicht) 49-51 Pfa, b) mittlere Waft- und gute Saugfäl er Grünberg. Für die vom 16.- 18 Mai dahier in Hamels Garten" stattfindende Geflügelausstellung sind die Vorarbeiten in vollem Gange. Sie wird den Rahmen der beiden früheren Ausstellungen noch garz bedeutend übertreffen. Nachdem durch den Geschäftsführer Herrn Södler und den Schriftführer H. Dörr der Ausstellungskatalog zusammengestellt worden ist, läßt sich schon ein Schluß auf die Reichhaltigkeit des ganzen Unternehmens ziehen. Es sind nahezu 250 Nummera Großgeflüzel, Hühner, Tauben und Vögel angemeldet, so daß das vorhandene Säfigmaterial lange nicht ausreicht, und der Verein sich genötigt fah, noch weitere Säfige anfertigen zu lassen. Wert volle Toulouser und Emden r Gänse gelangen zur Ausstellung, ebenso circa 30 Stämme Enten der verschiedensten Raien. Sehr reichhaltig sind die Meldungen über Ninorka, Italiener und Hamburger eingela fen; besonders die rebhuhnfarbig' n Italiener sind in einer überaus großen Zahl gemeldet. Auch 49-51, d) mäßig genährte Kühe und Färsen( Stiere und R nder) die Tauben werden sich in großer Reichhaltigkeit und in allen möglichen Raien präsentieren, so daß auch der Taubenliebhaber voll und ganz auf seine Rechnung fommen wird. Eine reiche Collection Vögel wird Herr R. Ritter- Grünberg zur Schau bringen. Das Comitee ist eifrigst bestrebt den B suchern der Ausstellung den Aufenthalt s angenehm wie möglich zu machen, so daß der Verein für seine Mühen und Arbeiten, wie es ein solches Unternehmen erheischt, durch einen recht zahlreichen Besuch seitens der Grünberger und der weitesten Umgegend reichlich entschädigt wird. ** Heppenh im( kr. Alzey), welches seither die Bezeich nung Heppenheim„ im Loch" führte, wird fortan nach einer Großh. Verfügung Gau- Heppenheim benannt. ** Stangenrod. Das Grundbuch und das Berggrund buch für unsere Gemarkung wird vom 1. Juni 1903 an alg angelegt anzusehen sein laut Bekanntmachung des Amtsgerichts Grünberg. * ** Der Gemeinderat von Leusel beschloß, im Sinne des Wohnungsfürsorgeg seßes die Wohnungsfürsorge auf die Gemeinde zu übernehmen und derjenigen minderbemittelten Familien, die sich ein kleines Häuschen erwerben möchten, das nötige Kapital aus der Landeskreditkasse zu beschaff n. + Mannheim, 12. Mai. Der Offizier Theodor ost vom 2. badishen Grenadier- Regim nt Nr. 110 hat, wie aus Nw York gemeldet wird, bei Elizabeth im Staate New Yrsey Selbstmord verübt. Der Offizier hatte einen 1jährigen Urlaub, der am 14. Mai ablief. Aus dem Gerichtssaal. Strafkammer fihung. Gießen, 12. Mai 1903. Das Schöffengericht Hungen hatte den Landwirt Otto H. von Inheiden wegen unterlassener Straßenreintgung in eine Geldstrafe von 5 Mt. genommen. Angeklagter bestreitet daß die ihm angesonnene Reinhaltungspflicht be. steht, weshalb er Berufung verfolgte. Nach Ansicht des do tigen Bürg r neisters ist die fragliche Straße nicht als Ditadurchfahrt anzusehen, womit auch die Pflicht der Reinhaltung wegfällt. Das Gericht hebt das Urteil erster Instanz auf und erkennt auf Freisprechung Wegen Sachbeschädigung wurde der Schuhmacher Ludwig G. dahier vom hiesigen Schöff ngericht unter Einbeziehung einer wegen Widerstand erhaltenen Gefängnißstrafe zu 7 Wochen Gefäng2 große Heckkäfi je zu ver faufen. Näh. Kirchenvlag 21. Gießen. Contentia. ( Wohlthätigkeits- Berein.) Sonntag, den 17. Mai, von Nachmittags 3 Uhr an Wiederholung unseres Ersten großen Sommerfestes auf der Schönen Aussicht" mit demselben Programm wie am legten Sonntag. Alles Nähere durch die Plakate. Die geehrten Mitglieder der Vereinigung der 4 Wohltätigkeitsvereine sowie deren sämtlichen Angehörigen werden höft. gebeten sich an dem Feft zu beteiligen. - Zu vermieten: ( Schlachtg wich)( 78-80 Pig,( Lebendgewicht) 46-48, Pfд., c) gelinge Savgfälber 65-67 Pfg., d) ältere geting genährte Kälber ( Fresser) Pfg., Schafe: a Mastlämmer und jüngere Masttämmel 68-70 Pfg., b) ältere Masthänmel 64-66 Pf., c) mäßig genährte Hämmel und Schafe( Märzschafe) Pf. Schweine: a) vollfleischige der feineren Rassen und deren Kreuzungen im Alter bis zu 1 Jahren( Schlachtgewicht) 55 Pfg,( Lebendgewicht) 44 Pfg., b, fleis hige( Schlachtgewicht) 54 Pfg.( Lebendgewicht) 43 Pfg. c) gering entwickelte. sowie Sau n und Eber( Schlachtgewicht) 44-50 Pig, Lebendgem cht, d) ausländ Schweine unter Angabe der Herkunft Bfg. Das Geschäft war in Hor:: vieh mittelmä tg, Ueberstand bedeutend, in Kleinvieh gut geräumt. Schützenstraße 5. Eine schöne 3- Zimmerwohnung part. zu vermieten. Wilh. Noll. mit Wetzlar, 13. Mai. Auf dem heutigen hiesigen Viehmarkt wurden aufgetrieben: 75 Stück Rindvich und 850 Schweine Kleine Wohnungenden alsbald zu vermieten Brandblak 15. Eine kleine 1= b. 2- Zimmer wohnung zu vermieten. Gieken. Rodheimerftr. 29. Eine frbl. 3 bis 4- ZimmerKreuzplag 10. wohnung zu verm. Weylar, 13. Mai. Auf dem hiesigen Wochenmarkt kostete das Pfund Bu ter 1.00 Mt., Eier 2 Stück 11 Pfg. 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