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Gratisbellagen: Oberhefftiche Familienzeitung( täglich) Oberhefflche Beitschrift für Landwirtschaft, Obst- und Gartenbau, sowie die Gießener Seifenblasen( wöchentlich). Das Blatt erscheint an allen Werktagen nachmittags. Samstag, den 14. Februar Gießener 12. Jahrgang. 1903. Jnsertionsprei&: Die einfpaltige Petitzeile für Gießen wi ganz Oberbeffen, die Kreise Weglar und Marburg 10 Pigfonit 15 Vfg.: Reklamen die Petitzeile 30 refp. 40 Pfg. Boftzeitungsliste No. 8860. Redaktion und Expedition: Gießen Neuenweg 28. Ferxiprechauschluß Nr. 368. Neuelle Nachrichten den( Gießener Tageblatt) Anabhängige Tageszeitung ( Gießener Zeitung) für Oberheffen und die Kreise Marburg und Weklar; Lokalanzeiger für Gießen und Umgebung. Enthält alle amtlichen Bekanntmachungen der Großh. Bürgermeisterei Gießen und anderer Behörden von Oberhessen. Hus der Reichshauptstadt. Wandelbilder von Spectator. 2011( Nachbruck verboten.) Heulen und Zähneklappern herrscht in den Familien Bäter fluchen, Mütter schmollen, Töchter zittern um die erwarteten Wonnen verschiedener Ballnächte; den Söhnen wird um ihr stark mit Hypotheken belastetes Taschengeld bange. Das ist das traurige Echo, das in den Einzelwirtschaften unserer Residenzstadt die kommunalwirtschaft herborruft. Der Magistrat hat nämlich eine Erhöhung der Gemeindesteuern in Aussicht genommen, um das ins Schwanken gekommene Gleichgewicht des Budgets wieder herzustellen. Man darf dabei nicht glauben, daß diese Erhöhung eine so erhebliche sein soll. Es handelt sich viel mehr nur um eine Steigerung von 100 Prozent auf 108 Prozent. Aber wer zahlt denn überhaupt Steuern gern? Das menschliche Wesen soll noch gefunden werden, das eine leidenschaftliche Zuneigung zu dem Steuererheber- in seiner amtlichen Eigenschaft wenigstens fühlt. Niemand hat beim Steuerzahlen das erhebende Bewußtsein, bas jeber haben müßte, der für das Allgemeinwohl etwas Großes tut. Und besonders in einer Zeit, da eine gewissenhafte Finanzverwaltung keinem Mitbürger durch ,, Unterschäßung" zu nahe treten will, ist man bei der geringsten Erhöhung der Abgaben nervös und doppelt empfindlich. - In der Deffentlichkeit ist freilich von dieser seelischen Depression nichts zu spüren. So herrschte beispielsweise auf dem Alpenball absolut keine trübe Stimmung, ob wohl dort viele Leute waren, bei denen die vom Magistrat beabsichtigte Höherschäzung durchaus nicht unerhebliche Summen darstellt. Aber es ist der Vorzug des Alpen. festes vor fast allen sonstigen Bällen der Saison, daß es als Sorgenlöser eine unfehlbare Wirkung ausübt. Keine Veranstaltung sonst läßt die Berliner ,, Gesellschaft" so fidel und gemütlich erscheinen, als der Ball des Alpenvereins. Für manchen ist es vielleicht der einzige Abend im Jahr, an dem er aus seiner steifleinenen Haut fährt, indem er mit dem feschen Straylertostüm etwas von der Naturfrische der Gebirgler anzieht. ,, Auf den Bergen", die in das KrollTheater mit großer Kunst und noch größeren Kosten hineingezaubert werden, ist die Freiheit" von allem tonventio nellem Zwange. Die Krollsche Bergluft bringt es mil sich, daß man sich duzt und-busselt und was die Hauptsache istbusseln läßt. Auf der Alm, da gibt's ta Sünd'! Mancher Bergluftitus würde sich damit begnügen, wenn er in den wirklichen Bergen während der ganzen Sommerferien nur die Hälfte so reizender Deandle und darum um so reizenderer Busseln fände. Auch für alle sonstigen Gebirgsvergnügungen ist gesorgt; selbst das jetzt so beliebte Abstürzen wird auf einem Rutschbrett mit einem Eifer und einem Vergnügen geübt, als diene es als Vorübung für den nächsten Sommer. 1, Ed Rordanlag nandergehende for Zimmer für 1 ober 1. März zu verin. Waltborftroke 15. on Domänencat .mittl. Stoď per zu berm. irchenploh 21. euftadt, Neubau n Meggermeister Laden mit zu berm. Hofmannftr. 14. rstrasse 27 Stod, beft. aus n nebft Zubehör , die Parterre bestehend aus 4 ebft Zubehör und er 1. April llerftr. 16, part Itfeftraße und G find per 1. Apri merwohnungen Zubehör zu verm Die prachtvolle von Herrschaften abgelegte" Dekoration wird in den nächsten Tagen nach diesem Balle von einigen großen Vereinen benüßt, die dann ebensolche Feste zu ermäßigten Preisen, aber sicherlich mit nicht ermäßigtem Bergnügen veranstalten, während der Besuch des eigentlichen Alpenvereinsballes fast eine kleine Tiroler Reise kostet. So folgt auf den großen Alpenball jedesmal eine ganze penfestwoche. lo Wir sind jetzt überhaupt in der Zeit der Wochen". Neben der Alpenwoche fann man eine landwirtschaftliche Boche konstatieren. Wie alljährlich um diese Zeit tamen auch in diesem Jahre zahlreiche Mitglieder des Bundes der Landwirte zur Generalversammlung, die eine Kraftprobe der Landwirtschaft inmitten der Industrie- und Handelsmetropole Berlin darstellt. Von dem politischen Gegensatz ist bei dem Verkehr zwischen Gästen und Gastgebern allerdings nicht viel zu merken. Der Berliner Aufenthalt bietet den Herren, wenn sie die Sorgen des Berufes von sich geschüttelt haben, eine angenehme Abwechselung. Sie sind vergnügt und machen die Inhaber von Theatern, Restaurants und Hotels nicht minder vergnügt. dwerke fönnen zu oder getrennt ab werden. Nähere aus, Grünberger tädtisches achthaus leisch 56 i eisch 45 Big und Montag. Vermischtes. ::[ Graf Bloß- Bumte".] Der fürzlich verstorbene Generalleutnant v. Bumke ist der Held einer hübschen Anekdote. Bumte, der auf seine bürgerliche Hertunft mit Recht so große Stücke hielt, sollte, als er noch nicht geadelt war, auf einem Hosballe einer Prinzessin vorgestellt wer den. Der diensttuende Hofmarschall führte diese Vorstellung aus, indem er ihn, als wäre das selbstverständ lich, Oberst v. Bumte nannte. Der Oberst verbesserte den Hofmarschall sofort mit den Worten: Bloß Bumle" worauf dieser schnell gefaßt und ohne eine Miene zu verziehen, die Vorstellung mit den Worten: Graf BloßBumte" siegreich beendete. [ Elektrisch beleuchtete Cylinderhüte] sind die neuest Reklame in München. Abends, wenn nach Schluß der Borstellung im Hoftheater die Zuschauermenge aus dem Hause strömt, bewegen sich zwei Herren durch den Men schenschwarm, an deren Cylindern in feuriger Schrift ab wechselnd die Namen vielannoncierter Haar- und Mund. wasser erscheinen. Auch von einer Kurpfuscherwoche tann man infolge des vielleicht nicht ganz zufälligen Zusammentreffens der Erstaufführung des l'Arrongeschen Volksstückes, Sanats rium Liebenberg" mit dem Prozeß gegen Nardenfötter und Genossen sprechen. Das jüngste Opus des alten l'Arronge, das ja literarisch sicherlich nicht einwandfrei ist, bricht eine kräftige Lanze für die Wissenschaft gegen daß im aufgeklärten Berlin besonders überhand nehmende Kurpfuscherwesen. Es bietet einen Kommentar zu dem Unwesen, das jene Leute treiben, die aus abgerissenen bosenknöpfen Diagnosen stellen und nur einem einzigen Menschen zu helfen verstehen, sich selbst nämlich. Wie sich ja auch Nardenfötter im Prozeß noch zu helfen wußte, indem er die für seine Verhältnisse sehr geringe Kaution im Stich ließ und in ein besseres Jenseits der Grenze entfloh, um dort oder von dort aus vielleicht das ein trägliche Geschäft fortzuführen. Er wird, wie er hier sein Fortkommen" fand, es auch anderswo finden. Denn ,, der hat die Macht, an den die Menge glaubt", und die bekannten Leute, die immer noch nicht alle werden, glauben ebeu an deas Stellameschwindel dieser Aesculape, )[ Handwerker- Adel.] Manche deutschen und öſterreichischen Handwerkerfamilien vermögen ihren Slamm baum durch Jahrhunderte hindurch zu verfolgen; das Gewerbe vererbt sich in den Familien stets vom Vater aus den ältesten Sohn. Im Alter von 79 Jahren starb dieser Tage in Braunau der lezte Vorstand der aufgelösten, einst so starken Braunauer Tuchmacherzunft Anton Tschan der. Er gehörte einem Geschlechte an, in dem das Tuchmachergewerbe schon durch sechs Jahrhunderte betrieben wird, da die Archive der Stadt und der Tuchmacherzunft Braunau bereits im 14. Jahrhundert den Namen Tschauder unter denjenigen Personen anführen, die sich um das Gewerbe der Tuchmacher in Braunau große Verdienste erworben haben. =[ Die Kohlengewinnung der Welt.] Das statistische Amt zu Washington gibt an, im Jahre 1901 seien 865 Millionen Tonnen Kohlen gewonnen worden, welche sich also verteilen: Vereinigte Staaten 293, England 245, Deutschland 168 Millionen. Diese drei Länder begreifen also 81 Prozent der gesamten Gewinnung. Darauf fol gen: Desterreich- Ungarn 43, Frankreich 35, Belgien 25 Millionen Tonnen. Diese drei Länder begreisen also nur 13 Prozent der gesamten Gewinnung. Auf den Kopi der Bevölkerung werden Kohlen verbraucht: England 3,89 Nordamerika 3, Belgien 2,95, Deutschland 1,72, Frank reich 1,15, Desterreich- Ungarn 0,40 Tonnen. Belgien übertrifft Deutschland und Frankreich und sührt Kohlen ein. Die Ziffer für Desterreich ist nicht richtig: da der Kaiserstaat 43 Millionen Einwohner zählt, müssen über eine Tonne auf den Kopf kommen, da auch Kohlen eingeführt werden. ( †)[ Das wandelnde elektrische Haus.] Eine der eigenartigsten Reklamen ist in letter Zeit in der Umgebung von Chicago durch eine Elektrizitätsgesellschaft einge richtet worden. Ein kleines auseinandernehmbares Land haus im Stil einer Sennhütte, das in seinem Innern vier elegante Zimmer enthält, wird der Reihe nach an verschie denen Orten aufgebaut, und die Bewohner des umgebender Landes erhalten eine besondere Einladung, diese ,, elek trische Hütte" zu besuchen, die während einer Woche von 9 Uhr morgens bis 10 Uhr abends geöffnet bleibt. Man tritt ein, wird vom Angestellten der Gesellschaft empfangen und in den Räumen umhergeführt. Es sind dort alle möglid en reuar igen Verwendungen der Elektrizität zv sehen: Ventilatoren, Lampen nach neuen Modellen, ver vollkommnete Fernsprecher, eine Batterie für eine elet trische Küche- alles in Tätigkeit. Nachdem man sich die Einrichtung angesehen hat, soll man mit der Ueberzeugung fortgehen, daß es durchaus notwendig ist, für alles und jedes Elektrizität zu verwenden und bei besagter Gesellschaft auf Stromlieferung zu abonnieren. Nach einer Woche wird das Haus wieder abgebrochen und nach einem anderen Ort geschafft. eingeschäßt worden, und damit sei er auch zufrieden, aber er möchte nicht vereidigt werden. Und die Herren Mommissäre taten ihm den Gefallen. George W. Vanderbilt war auf 100 000 Dollars eingeschäßt worden; er gab an, daß er überhaupt nicht steuerpflichtig sei, weil er in Lakewood wohne, aber er sei willens, Steuern von- 50 000 Dollars zu zahlen. Letztes Jahr bezahlte er nur Steuern von 10 000 Dollars. Der Millionär Drexel, dessen Einschätzung 100 000 Dollars betrug, schwor ab, weil er Einwohner von Newport sei, mud braucht nun nichts zu zahlen. er. [ Das verschwundene Hündchen.] Folgendes ergözliche Geschichtchen berichten Pariser Blätter. Die Rentnerin Amelie Hougret, ein ältliches Fräulein, hatte ein reizendes Hündchen namens kiti, das sie zärtlich liebte. Eines Tages wurde Kiti an die Leine genommen und Frl. Hougret schlenderte mit ihm nach der Place Clichy, w sie die schönsten Hüte in den Schaufenstern bewunderte. Diesen Augenblick benüßten ein paar Taugenichtse, um Kiti zu entführen. Sie schnitten die Leine durch, ban den einen Knochen daran und suchten mit Kiki das Weite, ohne daß es Fräulein Hougret merkte. Plötzlich schütterte jedoch die Leine ein heftiger Rud. Eine große Dänische Dogge hatte den Knochen bemerkt und hinab. geschluckt und zerrte nun, da er angebunden war, an der Beine. Mit einem Schrei des Entsetzens und den Worten: ,, Mein Gott! Er hat meinen Kiti verschlungen!" fiel Fräu lein Hougret in diesem Augenblick in Ohnmacht. Ein da nebenstehender Offizier fing die Dame in seinen Armen auf und may brachte die Rentnerin in die nächste Apo theke. Aber ein Schußmann hatte den ganzen Vorgang beobachtet und die Räuber Kiti's verfolgt und dingfest gemacht. Nach einigen Stunden gelangte Fräulein Hougret wieder in den Besit ihres Lieblings. Beinahe wär. sie nochmals in Ohnmacht gefallen, wenn auch diesmal vor Freude. £[ Arme Milliardäre.] Der amerikanische Eisenbahnund Schiffahrtstönig, J. Pierpont Morgan, stellte sich dieser Tage im Steuerdepartemant ein, um gegen die ihm für sein persönliches Eigentum auferlegte Steuer zu protestieren und die Einschätzung er wurde in diesem Jahre mit 600 000 Dollars eingeschäßt зи ,, forrigieren". Dem Steuerkommissär gegenüber Lonstatierte Herr Morgan, daß er feine Atien, Bonds, Hypothefen usw. besize, welche steuerpflichtig seien. Auf die Frage, ob er denn nicht außer diesen Sefuritäten noch Vermögen besige, das steuerbar sei, entgegnete Herr Morgan: Jawohl aber die Schulden, die darauf haften, sind größer als der Wert des Vermögens. Jch borge ein gut Stück Geld, in der Tat Millionen, und jener Teil meines Besizes, der als persönliches Eigentum betrachtet wird, ist lange nicht so groß, als er in Ihren Büchern erscheint." Des weiteren sagte Herr Morgan, daß er gefeßlich nicht gehalten werden fönne, Steuern auf persönliches Eigen tum zu zahlen. Er wolle nicht als Drückeberger betrach tet werden, sondern sei gern bereit, seinen Anteil zu bezahlen, aber was zu viel sei, sei eben zu viel. Sein per fönliches Eigentum fei testes Jahr auf 400 000 Dare )[ Chinesische Kriegstaftif]. Eine wunderliche Ge schichte über den Eifer des chinesischen Admirals LiChou, dem die Aufgabe zuteil geworden ist, den Wan tonfluß von Piraten zu säubern, wird dem ,, Daily Expreß" aus Hongbong mitgeteilt. Als die Regierung den Admiral ermahnte, die Räuber besser im Auge zu be halten, verfiel er auf eine höchst merkwürdige Ide Er schaffte für etwa 1000 Pfd. Sterl. photographische Apparate an und läßt nun seine tapferen Leute in allen möglichen martialischen Haltungen photographieren. Diese Photographien werden am Fluß entlang unter die Bevöl ferung verteilt und sollen auf die Räuber einschüchterne wirken.. [ Der modernisierte Rubens.] Der amerikanische Millionär Yerkes hätte jüngst, bei seiner Rückkehr von Frankreich nach Amerika, von einem amüsanten Jrr. hum der amerikanischen Zollverwaltung Nußen ziehen fönnen, wenn er geschwiegen hätte. Yerkes hatte einen Rubens mitgebracht, den er in Paris gekauft und teuer bezahlt hatte. Er suchte seinen Einkauf, der ihn mit Freude und mit Stolz erfüllte, nicht zu verheimlichen und hatte bei der Zollabfertigung in Newyork den nicht ganz unbekannten Namen des Malers seines Bildes rich. tig angegeben. Aber die amerikanischen Zollbeamten scheinen in Kunstsachen nicht sehr beschlagen zu sein, denn sie hielten Rubens für einen modernen französischen Ma ler. Unter diesen Umständen brauchte der glückliche Be sizer des Rubens nicht viel Eingangszoll zu zahlen. Das Unglück war, daß er sich seines Abenteuers allzu laut rühmte; die Sache wurde ruchbar und eines Tages forderte die Zollverwaltung von Herrn Yerkes die Nachzahlung der ,, vergessenen" Zollgebühren. Vielleicht hatten die Zollbeamten gar nicht so unrecht mit ihrer Wertschäßung des Bildes warum soll man den Namen eines toten Künstlers teurer bezahlen lassen als den eines lebenden? $[ Die Gedankenwage.] Ein Gelehrter( natürlich ein Amerikaner!) namens Anderson, Direktor eines Gymnasiums, hat, wie er behauptet, das Mittel gefunden, die menschlichen Gedanken zu wiegen. Auf die Spur seiner Entdeckung will er durch die allgemein bekannte Tatsache gebracht worden sein, daß die Eindrücke und Empfindungen des Gehirns Blutzuflüsse und Verände rungen des Gravitäts- Zentrums hervorbringen, die ja nach der Natur der erhaltenen Eindrücke sehr verschie den sind. Herr Anderson hat dieses Faktum vor allem an den Schülern( arme Schüler!) seines Gymnasiumē fonstatiert. Er hat sehr bedeutende Unterschiede festge stellt in den physiologischen Erscheinungen, die sich bei ihnen zeigten, wenn sie auf die von dem Lehrer ge stellten Fragen antworten mußten; die Art und Stärke Dieser physiologischen Erscheinungen war vollständig abhängig von der Art der Fragen. Die Feststellung des Ge nichts der einzelnen Gebanten soll mittels eines Injtruments erfolgen, daß, nach der Behauptung des Er. finders, mit bemerkenswerter Genauigkeit die Quali tät des bei jeder Anstrengung des Gehirns verdrängten Blutes registrieren soll. Bielleicht erfindet jest ein an serer Amerikaner das mittel, die Worte zu wägen. li g 0 ic e1 Pferdemarkt zu Giessen. Am Mittwoch, den 25. März 1903 findet auf den städtischen Marktanlagen nächst der Rodheimerstraße Pferdemarkt statt. Für Stallungen in der Nähe des Marktes ist ausreichend Sorge getragen; wegen derselben wolle man sich on Herrn Hoflohnfutscher Huhn dahier wenden. Auskunft über sonstige MarktangelegenHeiten erteilt Herr Weinhändler August Schwan dahier. Mit dem Pferdemarkt ist eine Prämiirung verbunden, für welche 1565 Mt. zur Verfügung stehen. Der Prämi irungsplan ist bon Herrn Deconomierat Sch ente- Hardthof bei Gießen zu erbitten. Die Breisverteilung erfolgt im Anschluß an die Prämiirung um 12 Uhr. Omnibus berbindung von dem Bahnhof nach dem Marktplaß und zurück. Am 26. März Rachmittags 2 Uhr findet in der Turnhalle der Stadtfnabenschule eine Verlosung statt von Pferden, Wagen, landwirtschaftlichen Maschine und Gerätschaften, Haushaltungs- und Gebrauchsgegenständen. Der Generalvertrieb der Bose à 1 Mack ist dem Herrn Richard Buchacer dahier übertragen. Gießen, 1. Februar 1903. Die Pferdemarktkommission. Jean Kirch, Stadtverorbueter. Giessener Pferdemarkt- Lotterie. Erster Hauptgewinn ein eleg. viersiziger Wagen mit Pferd u. silberplatt. Geschirr. Ferner 7 Pferde und Fohlen, sowie 590 Gewinne be= stehend in landZiehung 26. März 1903. Lose a Mt. 1.-( für Porto und Liste 25 Pf. mehr) sind in allen durch Plakate kenntlichen Geschäften und bei den Polizeidienern zu haben. Zweiter Hauptgew. ein Lauterbacher Bägelchen mit Richard Buchacker, Pferd und Geschirr. wirtschaftlichen Maschinen und für Jedermannp nüßlichen Gebrauchsgegenständen. Zum fommissionsweisen Verkauf der Bose werden überall Wiederverkäufer gesucht. General- Vertrieb, Giessen, Neuen- Bäue 11. Dritter Hauptgewinn Daselbst 11 ein Reitpfecd mit Sattel und Zaum. Jean Dern& Co., Giessen Gegr. 1883. Inhaber: Oskar Gutmann. Bureau und Lager: Westanlage 31, Telephon 21. Gegr. 1888. 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