Nr. 38. Erstes Blatt. Abonnementspreis: in Gießen, abgeholt monatlich 50 Bfg., tn's Haus gebracht 60 Pfg., durch die Poft bezogen vierteljährlich Mr. 1.50. Brattabellagen: Oberheffische Familienzeitung( täglich) Oberhessische Zeitschrift für Landwirtschaft, Obst- und Gartenban, sowie die Gießener Setfenblasen( wöchentlich). Das Blatt erscheint an allen Werttagen nachmittags. Samstag, den 14. Februar 1903. Gießener 12. Jahrgang. Insertionsprei 8: Die einspaltige Petitzeile für Gießen wie ganz Oberheffen, die Kreise Weglar und Marburg 10 Bfg. font 15 Vfg.: Reklamen die Petitzeile 30 resp. 40 Bfg. Boftzeitungslifte No. 8369. Redaktion und Expedition: Gießen Nenenweg 28. Fernsprechanschluk Nr. 862. Neuelle Nachrichten ( Gießener Tageblatt) Unabhängige Tageszeitung ( Gießener Zeitung) für Oberheffen und die Kreise Marburg und Wetlar; Lofalanzeiger für Gießen und Umgebung. Enthält alle amtlichen Bekanntmachungen der Großh. Bürgermeisterei Gießen und anderer Behörden von Oberhessen. Hammer oder Ambols. [ Politische Wochenschau.] ( Jäger oder Hase. Pfeile. Die Gespenster. Weltbrand? - Lustige Hammerschmiede.- Unversandte Ein politischer Roman. Ein - Ein moderner Karl Martell.) In der Reichstagssigung vom letzten Donnerstag haben bier Redner der bürgerlichen Parteien, die Abgg. Trimborn vom Zentrum, Hilbd von den Nationalliberalen, Gamp von der Reichspartei und Dr. Stöder von den Konservativen plößlich einen gemeinsamen Frontangriff gegen die Sozialdemokratie unternommen. Dadurch hat sich die Sachlage im Reichstage völlig verschoben. Bisher spielten die Sozialdemokraten mit ihrer lebhaften und mitunter sehr scharfen Kritik die Rolle der Jäger, die den Hasen jagen, und nun ist es aus einmal umgekehrt. Diese Veränderung der Sachlage zeigt wieder mit Deutlichkeit, daß es in wirklichen Leben keine Kompromisse gibt und daß man nur eines der beiden sein kann, entweder Hammer oder Amboß. So mag wohl auch die Vorstandschaft des Bundes der Landwirte gedacht haben, als sie am Anfang der abgelaufenden Woche zu ihrer großen Jahresparade in Berlin zusammentrat. Da flangen die Hammerschläge einer scharfen Kritik auf die Parteien und die Regierung, daß die Funken sprühten. Allein die nachfolgenden, durch den Austritt des tonservativen Abgeordneten Grafen Roon aus dem Bunde veranlaßten Erörterungen haben doch gezeigt, daß es auf teine Verfeindung zwischen der politischen und der wirtschaftlichen Rechten abgesehen ist. Aber sie werden sich doch wohl manchmal in das Gehege tommen, zumal die schnelle Ansehung der Wahlen nicht genügend Zeit zu einer Verständigung bietet. Die Ansegung des Wahltermines auf Mitte Juni hat immerhin überrascht. Offenbar aber ist dieser frühe Zeitpunkt gewählt worden, um der durch die Zolltarifreform und die damit verbundene Agitation schon stark erschöpften Bevölkerung die Aufregungen eines langen Kampfes zu ersparen. Die Regierung hat sich zwar bei dem Wiederzusammentritt des Deutschen Reichstages den Anschein gegeben, als rechne sie noch auf eine lange Tagung, und es tamen Vorlagen um Vorlagen- bis dann plößlich Graf Ballestrem im Seniorenkonvent die Mitteilung machte, daß das letzte Stündlein des jeßigen Reichstages bald schlagen wird. Wäre die Regierung anders verfahren, dann hätte sie während der Etatsberatung noch lange sich den Schild mit scharfen Pfeilen spicken lassen müssen. So aber werden die Herren Reichsboten ihre kritischen Pfeile in den Köcher stecken und lieber draußen auf den Heerschild schlagen, als im Reichstage die Zeit und in Berlin das Geld zu verplempern". Die Regierung hat sich also mit ihrer Taktik in die Rolle des Hammers gesetzt und braucht nur etwa ein Vierteljahr lang während der Wahlarbeit Amboß zu sein. Noch mehr als die Reichsregierung wird die preußische Staatsregierung die Hammerschläge der Wahlagitation zu fühlen haben, denn in Preußen sind eine ganze Reihe von Fragen ungelöst geblieben. Auch hier soll die Beratung etwa um den 3. April herum zu Ende sein werden sonach einige Vorlagen unter den Tisch fallen, um bei den Wahlen wieder aufzustehen. ea Inzwischen fallen im österreichischen Kabinett die Hammerschläge der deutschen Kritik auf den Minister des Auswärtigen Grafen Goluchowski hernieder. Dieser ist bekanntlich Pole und man sagt ihm nach, daß seine Sympathien den polnischen Bestrebungen gehören. Da er gleichzeitig mit legitimistischen Kreisen Frankreichs, d. h. mit Kreisen jener Partei, die den Bourbonen die Herrschaft wieder verschaffen möchte, verwandt ist, so hat sich der Abg. Eichenkolb folgenden politischen Roman ausgedacht. Graf Goluchowski ist es, der auf dem Balkan die Bewegung schürt, um durch Entfesselung eines Weltkriegs die Wiederherstellung des Polenreiches zu erermöglichen, und der Minister selber wieder ist ein Werkzeug in der Hand des Jesuitengenerals. Diese Auffassung wird widerlegt durch die Tatsache, daß Oesterreich und Rußland auf eine Beruhigung der Gegend hinwirken. Allerdings erregt es auch neuerdings ein berechtigtes Befremden, daß die rumänische Regierung so energisch mit einem Memorandum eingreift, worin sie gegen die Türkei und Bulgarien den Vorwurf erhebt, daß sie allein an dem ganzen Verlauf der Dinge schuld seien. In diplomatischen Kreisen nimmt man an, daß hinter Rumänien Rußland stehe und daß Rumänien lediglich als russische Vorhut operiere, um durch Aufstellung einer Grenzarmee gewissermaßen die Möglichkeit eines Weltbrandes anzuzeigen, im übrigen aber für die Einführung von beruhigenden Reformen zu wirken. Hierfür sind aber die Aussichten wenig günstig. Ja, wenn der Sultan von Marokko seinen Kollegen am goldenen Horn ersetzen könnte, dann lägen die Dinge anders, denn der ist ein durchaus moderner Mensch, der sich durch seine Reformvorschläge in seinem Reich den Haß der maurischen Reaktionäre zugezogen hat. Anscheinend aber ist er mit feinen Kriegsoverationen jetzt im Glüd. Nach зи mit dem er wochenlang Amboß war, jaheint er jetzt mal französisches und spanisches Geld aushilft mächtigen Hammerschlägen sein Reich wieder zusammen zu zimmern, ein Karl Martell des dunklen Erdteils. Deutfcher Reichstag. - 258. Sigung. Eigener Bericht. Weitere Plänkeleien mit der Sozialdemokratie. Nachdem zuerst der Abg. Stößel seinen Antrag aus Einführung eines Höchstarbeitstages von 10 Stunden für die der Gewerbeordnung unterstehenden Betriebe begründet hatte, ergriff der sozialdemokratische Abg. Albrecht des Wort zu einer längeren Erwiderung. Auch Abg. Stößel hatte Veranlassung genommen, die Sozialdemokratie noch mals bezüglich ihrer Sozialpolitik anzugreifen. Der Abg. poch, sagie er, sei noch in furzen Höschen umhergelaufen, ils das Zentrum bereits Sozialpolitik getrieben habe, und er habe damals gewiß noch nicht gewußt, ob er Proletarier oder Ausbeuter werden solle. Im übrigen machte er der Sozialdemokratie den Kampf gegen die Religion zum Vorwurfe. In einem scharfen Tone setzte nunmehr der Abg. Albrecht ein. Fronisch nannte er zunächst den Abg. Stöbel ,, noch anständiger" als die Redner des vorhergehenden Tages. Die Sozialdemokraten würden mit großer Entschiedenheit den heutigen Kampi gegen die Unternehmer fortseßen, denn Kapital und Arbeit ständen sich seindlich gegenüber. Im übrigen sei die Sozialdemokratie durchaus nicht religionsfeindlich, Stößel meine, sondern im höchsten Grade tolerant. Ee sei ihr jeder willkommen, der sich zu ihren Zielen be kenne, nur den Abg. Stöcker würde die Sozialdemokratie nicht mit offenen Armen aufnehmen. Das Zentzum treibe eine heuchlerische Sozialpolitik"; die geplante Witwenund Waisenversammlung sei nicht blos eine Verhöhnung ber Witwen und Waisen, sie sei vielmehr politische HochStapelei. Im weiteren Verlaufe seiner Ausführungen griff er sehr lebhaft die Verordnung über die Heimarbeiter unter heftigen persönlichen Verstößen gegen den Frhrn. v Heyl an, wodurch er diesen zu einer Erwiderung nötigte wie Staatssekretär Graf Posadowsty betont nochmals, daß die Regierung auch in Zukunft den unter dem roten Banner tagenden Eizungen fernbleibe, weil sie keinen Grund habe, sich für rein politische Bestrebungen zu in teressieren. Die einzigen Träger des jeßigen politischen Lebens seien auf der einen Seite die Sozialdemokraten, auf der anderen die Agrarier. Wenn die Sozialdemokratie behaupte, für die Besserung der Arbeiterverhältnisse sorgen zu wollen und auf der anderen Seite die Umänderung Ser Staatsordnung anstrebe, dann verbinde sie zwei Dinge, bie mit einander nichts zu tun haben. Wenn Sie, so ries er der Sozialdemokratie zu, die Lage der Arbeiter bessern wollen, dann verquicken sie nicht derartige Interessen miteinander; Sie werden dadurch der Arbeiterklasse am meisten nüßen. Das Staatsoberhaupt eines nicht monar hischen Staates habe ihm einmal gesagt: Die deutsche Sozialpolitik wird Europa revolutionieren revolutio nieren im Sinne einer höheren Kultur. Der lebhafte Beifall rechts und in der Mitte zeigte, daß seine Rede „ gesessen" hatte. Nach einer kurzen Bemerkung des süddeutschen Volks parteilers Eckhardt kommt Abg. Ahlwardt( Antis.) zum Wort. Mit Hallo und Gelächter von der linken Seite empfangen, beginnt er seine Rede mit einer Betrachtung über das Koalitionsrecht der organisierten Arbeiter, für das er energisch eintritt unter Hinweis auf die Verhält nisse in Nordamerika. Sodann geht er auch zur Attacke gegen die Sozialdemokratie über, die sich offenbar seine Angriffe wenig zu Herzen nimmt. Denn herrschte wähcend der Ausführungen der Vorredner auf der äußersten Linien Unruhe, so zeigte sich jetzt in jenen Reihen eine ge misse Ulfstimmung, die der Präsident häufig zu dämmen versuchte. Dann trat Bertagung ein. Die Politik. Die ,, große liberale Partei“, von der so oft die Rede ist, soll nunmehr zur Wirk lichkeit werden wenn die Wünsche derer in Erfüllung gehen, die sich für diese Idee ins Zeug legen. Unser Berliner CB- Mitarbeiter erfährt aus parlamentarischen Kreisen, daß bei hervorragenden Angehörigen aller liberalen Parteien die Absicht besteht, demnächst an die Liberalen im Lande eine große Rundgebung zu erlassen, die zum Zusammenschluß aller Liberalen führen soll. Zunächst ist ein Zusammengehen der Liberalen bei den nächsten Wahlen geplant, darüber hinaus aber soll die Bereinigung der Berliner Gruppen zu einer großen Partei ins Auge gefaßt sein. Wie verlautet, ist die offene und scharfe Opposition, die einzelne hervorragende na tionalliberale Abgeordnete der nationalliberalen Partei neuerdings öffentlich machen, auf die Beteiligung dieser Herren an dem Plan der Gründung einer großen liberalen Bartei zurückzuführen. Auch berichiedene von den Angehörigen der drei liberalen Parteien inzwischen abgeschlossene Kompromisse gelten als Ausfluß dieser Be vegung: So haben jezi in Halle Nationalliberale, Anhänger der freisinnigen Bereinigung und der freisinnigen Volkspartei einen gemeinsamen Kandidaten in dem Leip ziger Rechtsanwalt Martin aufgestellt. Regierung und Bund der Landwirte. $ Aus parlamentarischen Kreisen erfährt ein konser vativer Parlamentsberichterstatter, daß sich die Regie cung neuerdings mit ihrem Verhältnis zum Bunde der Bandwirte beschäftigt habe. Binnen kurzem sei eine dar auf bezügliche Kundgebung, der der Kaiser offiziell seine Zustimmung geben werde, angesichts der bevorste henden Wahlen zum preußischen Landtage und Reichstage zu erwarten. Inwieweit diese Meldung auf Tatsachen beruht, läßt sich vorderhand nicht kontrollieren. Ein lästiger Titel. - Prinz Heinrich der Niederlande ,,, Ons Willemintjes" Gatte, ist mit dem ihm durch seine Vermählung zuteil gewordenen Titel eines Prinz- Gemahls" nicht zufrieden. Und er hat dazu Gründe, die nicht von der Hand zu weisen sind. Im Holländischen kann dem Worte ,, Prins Gemaal" ein wenig schmeichelhafter Nebenjinn beigelegt werden, sodaß man es dem Prinzen nicht verargen kann, wenn er Wert daraus legt, seine Rangbezeichnung nicht zur Zielscheibe unehrerbietiger und alberner Pöbelwißeleien gemacht zu sehen. Gemaal" heißt nämlich im Holländischen nicht nur ,, Gatte", sondern dient auch noch als Bezeichnung verschiedener Gegenstände aus dem Müllereiwesen. So bedeutet das Wort u. a. eine Art Mahlapparat, dann auch daz Mahlgeld, die Mehlmeze die der Müller von jedem Scheffel für sich nimmt- und schließlich auch das Mengkorn, das früher von dem Müller zweds besseren Mahlens dem Getreide zugesetzt wurde. Es soll auch Müller gegeben haben, die gutes Getreide mit schlechtem Mengforn mischten, nachdem sie die entsprechende Menge des guten Korns für sich beiseite gebracht hatten. Alle diese Nebenbedeutungen können leichi Anlaß zu plumpen Wizeleien geben, wie sie der holländische gemeine Mann liebt, und im Interesse des Königshauses liegt es nicht, daß dem ohnehin von den Holländern als Eindringling" scheel angesehenen Prinzen ein alberner Spißname angehängt werde. Deshalb hat jezt das holländische Landeskonsistɔrium auf Wunsch des Prinzen die Geistlichkeit angewiesen, in der kirchlichen Fürbitte den Prinz- Gemahl fortan nur als Prinz Heinrich oder als Prinz Heinrich der Niederlande zu erwähnen. Ob die holländische Volksvertretung in eine Aenderung des Titels, der s. 3t. erst nach langen Debatten festgestellt wurde, willigen wird, steht noch dahin. Meneliks Abkehr von Frankreich. )-( Der aus persönlichen Antipathien entstandene Zwist zwischen dem Negus Menelik und dem französischen Gefandten in Harrar, Lagarde, hat sich noch schärfer zugespitzt und dürfte nicht unerhebliche politische Folgen haben. Menelik hat alle Beziehungen zu Lagarde abgebrochen und ihn aufgefordert, Harrar zu verlassen. Zugleich beginnt Menelik, den französischen Einfluß in Abessynien abzuschütteln und sich mehr als bisher an England anzulehnen; offenbar sind britische Intriguen bei dem Zwist mit Lagarde nicht untätig gewesen. Auch ist dem Negus hinterbracht worden, daß Frankreich dem ., tollen Mullah", der Meneliks Feind noch mehr ist als der der Engländer, Waffen geliefert hat, um ihn gegen Die Engländer widerstandsfähiger zu machen. Daß der Mullah auch gegen Menelik focht, hatten die Franzosen nicht bedacht. Die Annäherung zwischen Menelik und England ist durch die Unterstützung des gemeinsamen Friedens beider seitens Frankreichs natürlich beschleunigt worden. Jezt fechten England und Abessynien Schulter an Schulter gegen den Mullah. Frankreich hat sich also much hier wieder gegenüber England eine diplomatische Schlappe geholt. Kurze politische Nachrichten. Das * Berlin, 13. Februar.( Hofbericht.) Kaiserpaar besuchte heute Vormittag in Begleitung des Kronprinzen und des Prinzen und der Prinzessin Heinrich und eines fleinen Gefolges die Maschinenfabrit von Ludwig Loewe in Martinicenfelde. Der Aufenthalt, der auf 40 Minuten berechnet war, dauerte schließlich zwei und eine halbe Stunde, so daß der in der Loeweschen Waffenfabrik angekündigte Besuch unterbleiben mußte. Der Kaiser verblieb längere Zeit in der Lehrlingsschule und hörte einen Teil des Vortrages über Eijenlegierungen mit an. Besonderes Interesse bot den Majestäten die Schiffswerkstatt. Der Kaiser sprach viele Arbeiter, von weichen einige ihre Orden und Ehrenzeichen angelegt hatten, an und erkundigte sich nach ihren Familienverhältnissen und ihrem Ergehen. Auch die Kaiserin unterhielt sich mit den Arbeitern. Die hohe Frau wunderte sich über die jubtile Arbeit mancher Gegenstände und äußerte einem Urbeiter gegenüber, was mit den Gegenständen geschehe, Die nicht gleich gut gerieten. Auf die Antwort, daß die Sachen an die Arbeiter zurückfämen, fragte die Raiserin: ., Und weiter geschieht nichts?" ,, Gewiß," entgegnete der Befragte mit einer bezeichnenden Geste, dann aist's ftanden et aus fie eine Weile schweigerd nebeneinander, scheindem Boot und half ihr auf den Strand. Dann Nacken varf. bis plöglich Curtius fast unwillig fam in die Wellen tauchenden glühenden Sonnenscheibe, bar berfunken in das überwältigende Schauspiel der langden Kopf in den rten Tag sich langsam mit leuchtenden Augen um, bis er endlich in den diese blickte auf einer Bank nieder. heißer Glut auf ihm ruhten. Augen Annas Er ließ sich versanten, die in neben thr die Epißenhülle, welche sie um Ihr Fleiner Hut war auf den Boden geglitten, ebenf die Schultern getragen, acrüsten Saar meiñe Brestart mit der vielbeliebten Vorfahren begreifen lernen. zenbe Zutat sehr gewöhnlich. entsteige. Man bedente noch, daß auch gewürzt waren, und man wird den starken Durst unserer wie eine Apotheke rieche und ein heißer Rauch bem Becher verlangt, daß alles so schart gewürzt sei, daß der Mund In einem Speiseliede wird Die Brühen, in denen das Weine start Pfefferbrühe; auch Safran war als würauch der machten noch reichlichen Gebrauch von Syrup und Honig. von Zucker und Backwerk. Dɔay die Köche des Hochmeisters Bremen sah man im Jahre 1376 geharnischte Männer land war er schon im vierzehnten Jahrhundert nicht mehr deutend, die Mauren hatten dort Siedereien. In Deutsch ganz selten; auf der Tafel des Erzbischofs Albrecht von Buderbau Spaniens war im Mittelalter be= li 21 D ic g ne ganz gebrigen Aufhanger gratis! Die Reijerin lachte hell auf über diese drastische Antwort. Auch die Wohlfahrtseinrichtungen wurden vom Raiserpaar eingehend besichtigt. * Die Verhandlungen in der Venezuelafrage haben, wie aus Washington gemeldet wird, zu einem befriedigenden Ergebnis geführt, sodaß die Unterzeichzung der Protokolle Sonnabend oder Sonntag zu er varten ist. Die deutschen Forderungen werden von England und Italien als durchaus billig angesehen. Dem Reichstage wird noch ein Nachtragsetat wegen der venezolanischen Expedition zugehen. Die höhe des Etats wird erst nach der Aufhebung der Blockade ermittelt werden. * Kronprinz Friedrich August von Sachsen ist on seinem Knöchelbruch so weit geheilt, daß a ſeil inigen Tagen wieder in der Reitbahn reitet. * Der Großherzog von Oldenburg ist in Stuttzart zum Besuche des Königs von Württemberg einge toffen. * In Karlsruhe ist der Staatsminister a. D. Wil helm Nott nach längerem Leiden gestorben. * Die Wahl des konservativen Reichstagsabgeordneten . Oldenburg- Januschau( Elbing- Marienburg) ist von her Wahlprüfungskommission für ungiltig erklärt worben. * Infolge schwerer Erkrankung der Erzherzogin Elijabeth ist tönigin Maria Christine von Spanien mit der Infantin Maria Teresa nich Wien gereist. - * Den Meldungen über türkische Rüstungen Jowie über eine Mobilisierung wird von Konstantinopel aus widersprochen. Damit ist freilich ganz und gar nicht gesagt, daß sie nicht doch Tatsache wären. In der mazedonischen Ortschaft Tikwesch wurde vor einigen Tagen ein Kind eines Türken tot aufgefunden. Der Verdacht wurde auf die christlichen Einwohner des Dorfes gelenkt, infolge dessen richteten die Türken unter diesen ein furchtjares Gemezel an. Dreißig Christen sollen getötet sein. 20. Sigung. Preussischer Landtag. Haus der Abgeordneten. Eigener Bericht. Prozeß Kardenfötter und Justizbeschwerden. Eine Sensation des Tages kam bei der zweiten De ratung des Justizetats zur Sprache: der große Kur pfuscherprozeß Nardenkötter und die Entweichung des Hauptangeklagten. Der nationalliberale Abg. Dr. Eckel gab seiner Verwunderung Ausdruck, daß dieser Kurpfuschei gegen die kleine Kaution von 15 000 Mart auf freien Fuß gesetzt wurde. Justizminister Dr. Schönstedt erwiderte, er sucht stets den Schein zu vermeiden, als ob er auf Gerichtsbeschlüsse Einfluß ausübe. Er wisse nicht, welche Gründe bei der Kautionsfestsetzung für Nardenfötter maßgebend gewesen seien. An dem Fall trage mit Schuld die un glaubliche Torheit des großen Publikums. Der Minister ging dann auf die Klagen über ungerechtfertigte Verhaf tungen ein. Die neuesten Fälle, erklärte er, würden in der Presse übertrieben. Andererseits bestreite er nicht, daß bei der Behandlung der Untersuchungs- und Strafgefangenen den bestehenden Vorschriften nicht immer entsprochen werde. Er erinnerte an die von ihm und dem Minister des Innern erlassene Verfügung über die Fesselung der Gefangenen. Außerdem habe er alle Bestimmungen über die Behandlung der Untersuchungsgefangenen zusammen. stellen und den Gefängnisbeamten überall mitteilen lassen. In der weiteren Debatte wurde die Errichtung neuer Amtsgerichte in Westdeutschland gefordert, eine Anregung, die der Minister wohlwollend zu behandeln versprach. Auf eine Bemerkung des Abg. Schmit( 8tr.), der die Wiedereinbringung der vorjährigen Vorlage über das juristische 7 Semester- Studium empfahl, erwiderte Minister Schönstedt, die Vorlage sei bisher nicht wieder eingebracht worden, weil die Frage noch nicht geklärt sei. Ein Redner wandte sich gegen die Errichtung eines neuen Oberlandesgerichts in Düsseldorf und bemerkte u. a.: Hoffentlich sei der Justizminister ein Feind dieses Projekts und lasse sich nicht durch die Düsseldorfer Ehrenjungfrauen verführen.( Große Heiterkeit.) Justizminister Schönstedt entgegnete, er nehme eine ganz objektive Etellung zu dieser Frage ein. Der antisemitische Abg. Werner kritisierte das hohe Strafmaß gegen den Redakteur und Verleger der ,, Staatsbürger- Beitung und bemängelte das Verhalten Staatsanwaltschaft. Justizminister Schönstedt erklärte, auf diesen Prozeß hier nicht eingehen zu wollen. Dann trat Bertagung ein, Nab und fern. der Zur Dresdener Ehescheidung teilt der in dieser Frage gut unterrichtete Fränkische Kurier" mit, daß die böllige Scheidung auf direkten Antrag des Kronprinzen Friedrich August selbst erfolgt ist. Das Blatt weist zugleich auf die Möglichkeit hin, daß der im kräftigen Mannesalter stehende Erbe der Krone Sachsens die Ge wissensfrage als guter Katholik durch den Ehegerichts. hof im Vatikan entscheiden lassen wird, um den Kindern eine Mutter, dem Lande eine spätere Königin zu geben. Entgegen den bisherigen Nachrichten soll die Prin zessin Luise bei der Mitteilung der Scheidung in Weinträmpfe verfallen sein. Daß der Papst direkt oder indirekt einen Einfluß auf die Prinzessin zwecks deren Uebersiedelung nach La Metairie ausgeübt habe, erklärt das Blatt für unwahr. Die Prinzessin sei allerdings in einem Zustande tiefer seelischer Depression, man dürfe ihr aber nicht andichten, daß sie geistig gestört ſei. Selbstmordversuche habe die Prinzessin nie gemacht. Ihrer Reue würde fein rechter Glaube geschenkt, vor allem hielte Kaiser Franz Josef daran fest, daß sie sich nicht dauernd von Givon trennen wolle. Er habe deshalb der Verwendung der Großherzogin von Toskana für ihre Tochter kein Gehör gegeben. Doch wolle diese sich noch mals darum bemühen, daß ihre Tochter wenigstens ihre Kinder ab und zu sehen dürfe. Am toskanischen Hose sei man durch die Fassung des Urteils peinlich berührt. Giron, der wieder in Brüssel weilt, will eine Massenflage gegen alle Blätter anstrengen, welche ihn als Erpresser und Verführer schildern. Er wolle sich gänzlich von der Prinzessin trennen, sobald dieser ein sie be *[ Ein deutsch- franzöftsches Berbrüderungsiŋa. Im Bariser Ambigu- Theater wird gegenwärtig ein Rühr stück augeführt, das Die letzten Patronen" betitelt ist. Es behandelt eine oft erzählte, in vielen Bildern und Gedichten verherrlichte Episode aus dem deutsch- französischen Kriege. Der damalige französische Oberst Lambert verteidigte sich in einem Bächterhäuschen bei Bazeilles mit einem Häuflein Soldaten tapfer gegen die instürmenden Bayern unter dem Hauptmann Lijfignols, und die kleine Schar streckte nicht früher die Waj fen, als bis die legten Patronen verschossen waren und fast alle Verteidiger des Pächterhauses als Tote oder Schwerverwundete den Kampfplaz bedeckten. Hauptmann Lissignolo drückte den überlebenden Franzosen ob dieser heldenmütigen Verteidigung einer unhaltbaren Po sition seine höchste Bewunderung aus und ließ sich zv dem lebensgefährlich verwundeten Kommandanten Bambert führen, dem er tieferschüttert die Hand reichte Jezt gibt nun das im Ambigu" aufgeführte Stück einem französischen Blatte Veranlassung, eine Art Fort segung der ,, Episode von Bazeilles" zu erzählen: Ginige Jahre nach 1870 machte ein Offizier vom Regiment des Obersten Lambert eine Studienreise nach Deutschland, auf welcher er auch München berühren sollte. ,, Erkun digen Sie sich doch nach Lissignolo," sagte ihm Oberst Lambert, der inzwischen gesund geworden war, beim Abschied ,,, und bringen Sie mich ihm in Erinnerung." In München besuchte der Offizier Herrn Lissignols, der dort als Major a. D. lebte, und entledigte sich des Auftrages, den ihm Lambert gegeben. Kaum hatte Lissig nolo den Namen Lambert gehört, als er von seinem Siße aufsprang und ausrief: Lambert! Lambert ist nicht tot! Und wir trauern um ihn." Dann rief er seine Frau und seine Tochter und sagte, ohne sie vorher von dem Gegenstande der Unterhaltung in Kenntnis gesezi zu haben, mit vor Rührung zitternder Stimme: ,, Wir hatten uns getäuscht! Er ist nicht tot." Und die beiden Frauen weinten, und der französische Offizier fühlte wie auch ihm ein Tränlein ins Auge stieg. Es gibt doch noch gute, liebe Menschen! - [ Eine russische Straßenbahnscene.] Aus Jaroßlan wird russischen Blättern folgendes Geschichtchen berichtet: Einen Wagen der Jaroßlawschen elektrischen Straßenbahn besteigt eine verabschiedete ,, Exzellenz". Sie nimmt einen Plaz in der ersten Klasse des Wagens ein und blickt von hier aus mit großem Mißvergnügen auf das in demselben Wagen befindliche sehr gemischte Publikum, das in der zweiten Klasse sitzt. Der Wagen seßt sich endlich nach langem Warten in Bewegung, rollt aber fast im Schneckengang dahin, womit die Exzellenz, wie man es an ihrem Gesichtsausdruck wohl wahrnehmen kann, durchaus nicht zufrieden ist. Mit Ungeduld schaut die Exzellenz durch die Fenster des Wagens uno ruft endlich mit gebieterischer Kommandostimme: Anhalten!" Man vernimmt den scharfen Ton einer Glocke, der Wagen vermindert die Schnelligkeit seiner Fahrt und hält endlich vollständig an. Die Exzellenz steigt hierauf gravitätisch aus dem Wagen und wendet sich zum Kondukteur mit folgendem Befehl: ,, Sieben Minuten auf mich warten!" Der Kondukteur erlaubt sich sehr bescheiden zu bemerken: Exzellenz, es ist uns streng verboten, unterwegs auf irgend einen Bassagier zu warten." Still geschwiegen!" brüllt die Erzellenz. ,, Hast du nicht gehört, was ich dir befohlen habe? Es ist dir gesagt worden, daß du parten sollst, und du hast zu warten!" Hierauf musterte die Exzellenz mit drahendem Blicke den ganz zerschmettert dastehenden KonSutteur, wendet sich ab und geht in ein Haus hinein. Der Kondukteur aber kraut sich den Kopf und wartet geduldig, bis es der Exzellenz gefällig ist, zurückzukommen und die Erlaubnis zur Fortseßung der Fahrt zu geben. Das übrige Publikum murrte natürlich darüber, aber nur ganz leise und verstohlen. In Paris verwundete der Graf Contades Merz auf offener Straße mit einem Revolverschuß den Verführer seiner Frau, seinen Hausarzt Dr. Bouchet, während dieser mit der Gräfin von einem Stellbichein kam. Die Verlegung Bouchets ist nicht lebensgefährlich. Wie aus Krakau gemeldet wird, explodierte beim Bau eines Tunnels in der Nähe von Chrow eine Dynamitpatrone zur unrichtigen Zeit, und mehrere Personen wurden aetötet. andere verletzt. Kurzes Allerlei. Eine alte Bäuerin, welche fürzla auf der Bregenzerwaldbahn nach Bregenz fuhr, bemerkte, daß sich in dem betreffenden Zuge viel mehr Fremde als Vorarlberger befanden. Dies ärgerte sie und bei der nächsten Haltestelle sagte sie zu einigen Fremden: Jetzt macht, daß Ihr hinauskommt, die Bahn gehört uns Vorarlbergern!" -Ein bejahrter Mann ist kein alter Mann. Der einundneunzigjährige Moses Hönig in der ungarischen Stadt Tisova, welcher den 48er Freiheitstampf als Honvéd- Feldwebel mitmachte, hat sich mit einer sechzigjährigen Frau ( Fräulein?) vermählt. Das ,, junge Paar" zählt zusammen anderthalb Jahrhunderte. Das Beste aus den Witblättern. Moderne Ehe. Herr: Ihr Mann tut mir immer leider geht in so ärmlicher Garderobe und traut sich kaum ein Glas Bier zu trinken." Frau Doktor: Ja, er muß erst meine Schulden aus der Studentenzeit bezahlen!" Kostspieliger Ehrgeiz. ,, Schon dreiviertel Jahr schulden Sie mir die Miete Sie müssen jetzt aus ziehen!" Was glauben Sie denn, ich ziehe aus, ohne bezahlt zu haben?! Niemals!!" - Billiger Vorschlag. ,, Kaufen kann ich dir feinen neuen Theatermantel, liebe Rosa, aber ich will dir suggerieren lassen, ich hätt' dir einen gekauft."( Fl. BL.) Das Ziel. Dichterling( der auf einer Auktion einen großen Krug Tinte erstanden hat, für sich): ,, Na, wenn ich den leer gedichtet habe, werde ich wohl unsterblich sein." Frechheit. Räuber( zum Ueberfallenen): Ihre einzige Banknote, die ich Ihnen abgenommen habe, scheint mir noch nicht einmal echt zu sein schließlich komme ich Jhretwegen noch mit der Polizei in Konflikt." Ein nobler Chef. Chef: ,, Heute können die Herren einmal um sechs ühr fortgehen, weil mein Namenstag ist." Buchhalter: Das wird schwer gehen, Herr Kommerzienrat, es ist nämlich schon acht Uhr." " - Entschuldigung. Sie sind Automobilist, Herr Baron? Haben Sie auch schon Menschen überfahren?" ,, Nur zwei, Gnädigste, ich bin noch Anfänger."( M. H. BL.) Hellischer Landtag. Darmstadt, 13. Febr. Die Zweite Rammer nahm vorgestern ihre Beratunge wieder auf. Der erste Präsident Geh. Reg.- Rat Haas er öffnete die Sigung um 10 Uhr 40 Min. Für giltig er flärt werden die Wahlen der Abgg. Reinhart, Reh, Schön berger, Möllinger, Bennrich, Dr. Gutfleisch, Braun, Lang Seelinger, Jous und Schmalbach. Die übrigen Wahlprüf ungen werden von der Tagesordnung abgesezt. Eine An zahl zur vorläufigen Beratung stehender Gegenstände wir zumeist den zuständigen Ausschüssen überwiesen. vorübergehent zur Anschaff 660 Mt. gefe - Die Sto regierung vor der für die benben feft an Jahre 1910, in Fortfall fo gleid für Bie hat die Finan Antrag der Berfammlung wird für Gi Sierauf wird in die Beratung des Hauptvoranschlag der Staats- Einnahmen und-Ausgaben für 1903/04 einge treten mit einer Generaldebatte, in der zunächst Finanz minister nauth das Bort ergreift. Derselbe giebt eine Erläuterung der allgemeinen Finanzlage, die zwar nicht allzu günstig sei, aber auch feinen Anlaß zu Kleinmut biete. Hierauf giebt Abg. Möllinger einige Erläuterungen zum Bericht des Finanzausschusses. Abg. Molthan legt die Stellungnahme seiner Freunde zur allgemeinen finanziellen Lage dar. Staatsminister Rothe erwidert auf einige feiner Ausführungen, worauf Abg. Ulrich Bertagung auf Freitag früh 9 Uhr beantragt; das Haus stimmt dem zu, vorher sollen die Anträge der Abgg. Haas und Reinhart auf Wahl bon Sonderausschüssen für die Wahlrechtsvoriage und di Aenderung der landständischen Geschäftsordnung zur Beratung gelangen. Darmstadt, 13. Februar. wie er bishe wegen Be hat die Sozia tigt, weldje b Antrag zu e Die Wahlen z werden und f Aufregung ein Mal vermeide trage Lollar zunehmen feir Das auswesen zu sei Präsident Haas eröffnete die Sigung. beschloß dem Antrag Haas- Darmstadt und Gen., der die Wahl eines Sonderausschusses zur Vorberatung der gierungsvorlage, die Landstände betr., berlangt, zuzu stimmen, sowie den Antrag Haas and 44 Genossen, betr e in der Sozia wie er dies he der Ansicht Seuchelhe bie Revision der landständischen Geschäftsordnung ebenfalls Beigeordneter einem Sonderausschuß zu überweisen. Die Wahl der Aus schußmitglieder soll später stattfinden. Es erfolgte nachdem die Generaldebatte über den Etat. Abg. Ulrich bemerkt dazu, daß unsere Finanzlage eine un günstige sei. Es bleibe ein Defezit von über zwei Mia. Mt. zu dicken, eine außerordentlich hohe Summe, für die mar fast sämtliche Reserven heranziehen müsse. Die vom Finanz minifter im vorigen Jahre ausgesprochene Hoffnung, daß wir die beschlossene Erhöhung der Vermögenssteuer von 55 Pfg auf 75 Pfg. bald wieder würden fallen lassen fönnen, sei einfach unerfüllbar. So stehen wir denn vor der Frage: Was nun? Und da antwortete er furz: Er höhung der Bermögenssteuer, stärkere Progession derselben und der Einkommensteuer bei den großen Einkommen, viel leicht auch eine weitere Ausdehnung unserer Erbschaftssteuer. Auf die Nebenbahnen kommend, sagte Ulrich: Wenn jemand behauptet habe, daß man einen Nebenbahnsport in Hessen treibe, so müsse er das entschieden zurückweisen. Der Bau von Nebenbahnen sei eine höchst wichtige Kulturarbeit. Finanzminister nauth widerlegt in längeren Aus. führungen die vorgebrachten Beschwerden. Eine längere Geschäftsordnungsdebatte entspinnt sich über einen Antrag des Abg. Dr. Gutfleisch, in Bufunft den Samstag regelmäßig von Rammersizungen frei zu halten, wie den Montag. Dann habe jeder Abgeordnete 3 aufeinanderfolgende Tage für die Erfüllung seines bürger lichen Berufes frei. Präsident Ha as weist dem gegenüber auf das Recht des Bräsidenten hin, die Zeit für die Siz ungen nach seinem Ermessen zu bestimmen. Abg. Rein hart erklärt sich nur dann mit dem Antrag einverstanden, wenn wenigstens noch allwöchentlich eine Nachmittagsfizung abgehalten würde. Abgg. Dr. Heidenreich und Cramer sind für, Abg. Erk ist gegen den Antrag. Staatsminister Rothe erklärt auf Befragen des Präfidenten, daß die Regierung nicht gegen die Freilaffung des Samstage sei. Der Antrag Gutfleisch wird schließlich mit großer Mehrheit angenommen, ebenso der Antrag wöchent lich je eine Nachmittagssigung abzuhalten. Hierauf Fort setzung der Generaldebatte des Etats. Finanzminifter Gnauth bemerkt, er würde sich freuen, einmal in der Staatstaffe mit glänzenden Ueberschüssen rechnen zu können. Er wolle aber die Mitglieder des Hauses heute nicht auseinander gehen lassen, ohne ihnen noch einen Beweis für das Vertrauen in die Bufunft zu geben. Dieser Beweis sei ous einem anderen Lager als den bisher hier berührten, nämlich von der Börse. Er habe gestern eine neue hessische Staatsanleihe zu drei Brozent im Nominalwert von 252 Millionen Mark zum Abschluß gebracht und zwar zu 90,93. Sihung der Stadtverordneten. W. Gießen, 12. Februar. ( Schluß.) Die Firma Jäger u. Rumpf, welcher mit Genehmigung der Bersammlung freihändig die Weiterführung des Siel baues entlang der Lahn übertragen worden ist, beantragt ihr die normierten 10.000 Marf Raution welche sie eigentlich für die gute Ausführung der Arbeit zu stellen hat, in Rücksicht darauf zu erlassen, weil die Firma der Stadt erstens bereits eine Sicherheit von 15000 m. ge leistet hat und durch die verträgliche Einbehaltung von 10% für den Wert der fertig gestellten Arbeiten die Stadt weitere 7500 Mt. Sicherheit in Händen hat und weil weiter durch diese 10% die Stadt nach Fertigstellung der zuerst surch Submission übernommenen Arbeiten durch Jäger u. Rumpf der Stadt weitere 7500 Mt. zufließen also im Ganzen 30 000 Mt. Sicherheit für die Stadt vorhanden sein wird. Tiefbauamt und Bau- Deputation schlagen vor, der Firma zur Zeit die Rautionsstellung zu erlassen. nach Fertigstellung der übernommenen Arbeiten aber außer den schon gestellten 15000 Mt. Raution von Jäger u. Rumpf durch den 10% Abzug gebildeten Guthaben weitere 8500 Mt.als Raution zurückzubehalten, womit die Versammlung sich einverstanden erklärt. Bur Teilung des Zeichensaales der Stadtknabenschule, um darin - eine gewiffe gern einen T schwer wiegen wer wird den übernehmen, bücben, sei ni Loge fein, ein Rechtsprechung Sache weiter treten, er ha politischen S wünscht eine Gewerbegerid möge den Fa prinzipiell fich tes Gewerbeg heim ist den Gewerbegerid Kaufmannsge gegliedert w dann mehr das was der trag der S Bersammlung erhebt. stellt einen Roften würde daraus nicht Arbeitsnachwe Beamte einen nicht erwachse dieselben foste Ansicht sollte überhaupt für Bohnungen m 500 M. von hoben werden mit 8 gegen ben Wohnu aber bei 50 Bfg. und erheben zu la gehend die V nungsnachwei würde diefer allenfel ber einem gem Leute, welche 6 heim hat die bedarf es de vermieten sich ungen fönne barum wolle Bei den Bra Seidenstoffe weiß, schwarz robenweise ar Foulards von Adolf G 18. t, 13. Febr. ihre Beratunge Reg- Rat Haas e n. Für giltig e hart, Reb, Schön ch, Braun, Lang brigen Wahlpr efeht. Eine An Gegenstände mir iefen. Hauptboranidlag Hr 1903/04 einge zunächst Finan Derselbe giebt ein Die zwar nicht all leinmut biete. nige Erläuterungen Moltban leg meinen finanzielle ert auf einige feine tagung auf Freita t dem zu, dorhe Reinhart auf ab sporiage und bi nung zur Beratung 13. Februar. ng. Das au nb Ben., ber die beratung der e , berlangt, zuzu 44 Genossen, bett Bordnung ebenfall ie Wahl der Kus tte über ben Stat inanglage eine un ber zwei Mill. me, für die ma Die vom Finan e Hoffnung, da mögenssteuer vo rben fallen laffe en wir benn bo tete er furz: G rogeffion derselbe Gintommen, viel r Erbschaftssteuer ich: Wenn jemand bnsport in Heffer weisen. Der Bau Kulturarbeit. in längeren Aus tte entspinnt fi eis, in Bufun fizungen frei jeder Abgeordnet ung feines bürger eift dem gegenüber Beit für die Siz en. Abg. Rein trag einverstanden Nachmittagsfigur idenreich un gegen den Antrag ragen des Präf e Freilaffung be wird schließlic Der Antrag wöchent Hierauf Fort Finanzministe imal in ber Staats u tönnen. en zu l eute nicht autein n Beweis für dal efer Beweis sei out berührten, nämlid neue beffifa Nominalwert vor bracht und zwar dneten. , 12 Februar. mit Genehmigung hrung des Siel Den ist, beantragt ung der Arbeit j , weil die Firma n 15000 m. ge haltung von 10% beiten die Stad en hat und wei Fertigftellung ber Arbeiten burd 500 Mt. sufließen it für die Stadt Bau- Deputation autioneftellung mmenen Arbeiten Mt. Raution bon g gebildeten But zurüdzubehalten, nerflärt.- Bur enschule, um darin vorübergehend 2 Klaffen unterzubringen, werden 500 Mt., zur Anschaffung von Schulbänken zc für diese Klassen 660 Mt. gefordert und von den Stadtverordneten bewilligt. Die Stadt Dresden hat beschlossen, bei der Reich regierung vorstellig zu werden, damit das Reich die Pension der für die Oktroierhebung im städtischen Dienst fret werdenden fest angestellten Beamten, falls das Oftroi mit dem Jahre 1910, dem Beschlusse des Reiche tags entsprechend, in Fortfall tommt, auf das Reich übernommen wird. Obgleich für Gießen nur der Oftroi Inspektor in Frage fommt, hat die Finanz- Deputation beantragt, man möge sich dem Antrag der Stadt Dresden anschließen, welchen Antrag die Bersammlung zum Beschluß erhebt. Der durchschnitt iche Tagelohn wird für Gießen für die Zwecke der Invalidengesetzgebung wie er bisher war neu festgesezt.- - Ein Antrag der Gemeinde Lollar wegen Beteiligung am Gewerbegericht Gießen hat die Sozialpolitische und die Finanz- Deputation beschäftigt, welche beide der Ansicht sind, der Zeitpunkt, um dem Antrag zu entsprechen, sei augenblicklich recht ungeeignet. Die Bahlen zum Gewerbegericht müssen endlich vorgenommen werden und sind bereits ausgeschrieben, man will auch die Aufregung einer Gewerbegerichtswahl in einem Jahre zwei Mal vermeiden und die Wahl würde, wolle man dem Antrage Lollar näher treten, im Herbst dieses Jahr neu vor zunehmen sein. Stadtv. Krumm bedauert verhindert gewesen zu sein bei der Beschlußfassung über diesen Antrag in der Sozialpolitischen Kommission, er hatte dafür gestimmt, wie er dies heute in der Versammlung auch tun werde. Er würde der Ansicht Ausdrud gegeben haben Lollar, Wieseck, Heuchelheim 2c. an unser Gewerbegericht anzugliedern. Beigeordneter Georgi erflärt, daß Krumms Wünsche eine gewisse Berechtigung haben Gewiß würden jene Orte gern einen Teil der Kosten übernehmen, aber außer andern schwer wiegenden Bedenken sei die Frage schwer zu lösen, wer wird den Vorsitz bei einem erweiterten Gewerbegericht übernehmen, dem Oberbürgermeister diese Arbeitslast aufzubücben, sei nicht angängig. Wird man später erst in der Lage sein, einen ständigen Vorsitzenden für die gewerbliche Rechtsprechung beschäftigen zu fönnen, dann läßt sich die Sache weiter behandeln, dann kann man derselben näher treten, er halte darum den gemachten Borschlag der Sozialpolitischen Kommission für richtig. Stadtv. Loeber wünscht eine Prüfung wie viel Arbeiter falls Lollar zum Gewerbegericht Gießen zählen würde, dessen Rechtsprechung dann mehr unterstehen. Stadtv. Orbig wünscht man möge den Fall formell anders behandeln, man möge heute prinzipiell sich dahin aussprechen, daß man für ein erweiter tes Gewerbegericht später zu haben sei. Stadtv. Seichelheim ist der Ansicht, daß der Zeitpunkt für ein erweitertes Gewerbegericht erst gekommen sein wird, wann wir die Kaufmannsgerichte haben, die ja den Gewerbegerichten angegliedert werden sollen. Der Oberbürgermeister erklärt, das was der Kollege Orbig wünscht, sei ja schon im Antrag der Sozialpolitischen Kommission gesagt, worauf die Bersammlung deren Antrag in der Sache zum Beschluß erhebt. Oberbürgermeister Mecum hat den Antrag ge= stellt einen städtischen Wohnungs- Nachweis zu errichten. Kosten würden, wie der Antragsteller ausführte, der Stadt daraus nicht erwachsen, da die Einrichtung an den städtischen Arbeitsnachweis angegliedert werden würde und dessen Beamte einen erheblichen Mehraufwand an Arbeit dadurch nicht erwachsen wird. Die Mieter von Wohnungen sollen dieselben kostenlos nachgewiesen erhalten, nach seiner Ansicht sollte die Vermietung von fleinen Wohnungen überhaupt für beide Teile fostenlos geschehen und erst bei Wohnungen mit einem jährlichen Wohnungspreis von über 500 Mt. von dem Vermieter eine Gebühr von 1 Mt. erhoben werden. Die sozialpolitische Komm ssion beantragte mit 3 gegen 2 Stimmen; die Versammlung wolle beschließen den Wohnungsnachweis einzurichten vom Vermieter aber bei Wohnungen zu 300 Mt. 20 Pfg., zu 500 Mt. 50 fg. und über 500 Mt. Jahresmiete 1 Mt. Gebühren erheben zu lassen. Der Oberbürgermeister rechtfertigt ingehend die Vorteile der Einrichtung eines städtischen Wohnungsnachweises für Vermieter und Mieter besonders aber würde dieser wohlthätig wirken im Interesse der fleinen Leute, welche billige Wohnungen brauchen und suchen. Stadtv. Ballenfels begrüßte mit Freuden den Antrag Mecum, der einem gewissen Bedürfnis entspreche. Stadtv. Heichelheim hat die Ansicht, für Vermietung großer Wohnungen bedarf es der Einrichtung nicht, denn solche Wohnungen vermieten sich von selbst. Für die Miete von fleinen Wohnungen könne der Wohnungsnachweis ein Bedürfnis sein, darum wolle er nicht dagegen stimmen. Stadtv. Betri Bei den befürchtet für die Folge durch die zu schaffende Einrichtung eine allzugroße Belastung des Beamten der damit betraut werden soll und es sei zu befürchten, daß es später doch zu einer Anstellung, wenn auch nur einer jungen Kraft tommen wird. Stadtv. Krumm ist bei der Unruhe die in der Versammlung herrscht und weil er auch leise spricht, für die Berichterstatter nicht zu verstehen. Beigeordneter Georgi erklärt sich für die Vorlage, es wäre ihm aber sympathischer, wenn man Wohnungen zum Mietspreis von 300 Met. und darunter kostenlos vermitteln würde. Stadtv. Hanau spricht sich ganz entschieden dagegen aus.- Der Woh nungsnachweis wird dem Antrag der Kommiffion entsprechend und ebenso die hierzu festgesezten Sagungen von der Versammlung angenommen. - Wegen der Bullenhaltung interpelliert Stadtv. Loeber den Oberbürgermeister. Die Versammlung habe vor längerer Zeit Beschluß gefaßt, Bullen Simmenthater Rasse einzustellen, es sei auch dieserhalb ein Ausschreiben erfolgt, man habe aber in der Versammlung nichts weiter gehört, wer den Zuschlag erhalten. Der Oberbürgermeister bemerkt, daß Herr Simon der Mindestfordernde gewesen und daß diesem auch der Zuschlag erteilt werden wird. Wegen einer Eingabe von 15 Kunst- und Handelsgärtnern an die Bürgermeisterei resp. die Stadtverordnetenversamm lung interpelliert Stadtv. Hanau und bemerkt, daß er zwar nicht wisse was in der Eingabe stehe, dieselbe solle aber wie ihm versichert worden sei, vom 16. Juni v. J. datieren und er frage an, wie es mit dieser Angelegenheit stehe. Der Oberbürgermeister erklärt die Sache sei jetzt erst durch die Kommission spruchreis geworden und werde demnächst der Versammlung zugehen. Es stehe aber zu erwarten, daß die Versammlung den Antrag der Gärtner ablehnen werde. Giessener Cagesneuigkeiten. ** Bund deutscher Bodenreformer. Eine kleine, aber ausgewählte Schar von Männern war es, die sich Mittwoch Abend im Cafe Ebel zusammenfand, um einer Einladung des Bundes deutscher Bodenreformer zur ersten Vereinssizung Folge zu geben. Nach einleitenden Worten des Einberufers Herrn Dr. Vogt erhielt das Wort Herr Generalagent Schmidt, um über Boden reform und Stadtgemeinde zu reden. Lebhaft gestaltete sich die anschließende Diskussion. Herr Oberbürgermeister Me cum berichtete von den Stadterweiterungsfonds, und von Wünschen, die die neue Bauordnung hoffentlich erfülle. Weiter hörte man durch ihn und durch Herrn Dr. J. A. Meyer, der die Gießener Boden- und Wohnungsverhältnisse zum Gegenstand seiner besonderen Studien gemacht hat, von Gießener Bodenpreisen, von auch hier befindlichen Monopolbestrebungen aus den letzten Jahren. Die erste Vereinsfizung schloß mit der Wahl eines Ausschusses, bestehend aus Vertretern der verschiedensten Parteilagern. ** Dienstag wird Herr Pfarrer Schulte aus Beuern im Cafe Ebel einen Vortrag über die Spinnstuben im nördl. Oberhessen halten. Der Vortragende ist einer unserer besten Kenner des Oberhessichen Volkslebens, und der von ihm gewählte Gegenstand wird gewiß in weiten Kreisen lebhaftem Interesse begegnen. Wie aus der Annonce im heutigen Blatte ersichtlich ist, sind auch Gäste willkommen. Die Plazmusik findet morgen auf der Südanlage mittags 12 Uhr mit folgendem Programm statt: Krönungsmarsch Krönungsmarsch von Mayerbaer; Dankgebet von Vallerius, Valsebleu von Marquis, Fantasie über„ Verlassen" von Reindel. ** Die Contentia hält morgen Sonntag in beiben Sälen von Stein's Etablissement ihr Mastenkränzchen ab. Es bedarf wohl feines besonderen Hinweises, daß gerade die Festlichkeiten dieses Vereins sich immer eines großen Zuspruches erfreuen. Dieses Mal möchten wir aber doch noch besonders darauf hinweisen, daß etwas Gediegenes und Neues auf dem Programm mit steht; also doppelt zahlreich die Mitglieder sich einfinden sollten. [ Privattelegramm.] Bei der heute Vormittag erfolgten Ziehung der 5. Klasse der Hessisch- Thüringischen Landeslotterie wurden folgende Nummern mit den Hauptgewinnen gezogen: Die Prämie von 60 000 Mt. auf Nr. 50578, welche zuletzt mit 20 000 Mt. gezogen wurde( nach Oldenburg), 40 000 Mt. auf die Nr. 50 848( nach Offenbach), 10 000 Mt. auf Nr. 53 842 ( nach Offenbach), je 5000 Mt. auf Nr. 63 193 und 85 109 nach Offenbach, je 3000 Mt. auf Nr. 51 364 ( Oldenburg) und 89 711, je 2000 Mt. anf Nr. 20 033, boben Fleischpreisen Braut- und HochzeitSeidenstoffe in unerreichter Auswahl. Hochmoderne Genres in weiß, schwarz und farbig zu billigsten Engros- Preisen meter- und robenweise an Brivate porto- und sollfrei. Wundervolle Foulards von 95 Bf an. Broben franto. Briefporto 20 Pf. 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Jezt liegt der Geſundbeter im Krankenhause wo hoffentlich die Kunst der Aerzte den Heiligen wieder soweit curiert, damit er sich vor dem Gießener Landgericht verantworten fann. Aus Hessen und nachbargebieten. Holzheim, 11. Febr. Bei der heute stattgehabten Neuwahl des Bürgermeisters hat Holzheim wiederum Zeugnis davon abgelegt, welch schönes Verhältnis zwischen Ortsoberhaupt und Einwohner besteht. Der seitherige Bürgermeister Herr P. Kloß wurde einstimmig mit 230 Stimmen( ca. 90% der Wählerschaft) zum dritten Male wiedergewählt. Kirchliche Nachrichten. Evangelische Gemeinde. Ju der Stadtkirche. Sexagesimae. Sonntag, den 15. Februar. Gottesdienst. Vormittags 9.30 Uhr: Pfarrer Scheunemann. Bormittags 11 Uhr: Militärgottesdienst. Pfarrer Euler. gemeinde. Pfarrer Scheunemann. Nachmittags 2.30 Uhr: Kinderfirche für die MarfutAbends 6 Uhr: Siehe Johannesfirche. Donnerstag, den 19. Februar, abends 8 1hr im unteren Konfirmandensaal, Kirchstr. 9, Bibelstunde. Marc. 6. Pfarrer Scheuneman. In der Johanneskirche. Bormittags 9.30 Uhr: farrer uler. Nachmittaps 2 Uhr: Kindergottesdienst für die Pufasgemeinde. Pfarrer Euler. Abends 6 Uhr Pfarrer Dr. Naumann. Sonntag, den 15. Februar, abends 8 Uhr Versammlung und Bibelbesprechung im Konfirmandenfall der Joannesfirche. Phil. 2, 1-11. Montag, den 16. Febr., abends 8 Uhr Bibelstunde im Konfirmandensaal der Johanneskirche. Pfarrer Euler. Katholische Gemeinde. Svuntag, den 15. Februar. Sexagesima. Bormittags von 6.30 Uhr an: Gelegenheit zur hl. Beicht. um 7 Uhr: Die erste heil. Meffe, vor und in derselben usteilung der heil. Kommunion. um 8 Uhr: Die zweite hf. esse. Н Militär gottesdienst mit Predigt. um 9.30 Uhr: Hochamt mit Bredigt. achmittags um 230 Uhr: Christenleyre; darauf fatramentalische Brudschafts- Andacht. Methodistengemeinde, Asterweg 16. Sonntag, den 15. Februar, abends 8 Uhr Predigt. Mittwoch, den 18. Frebruar, abends 8 Uhr. Bibelstunde. Marttbericht. Gießen. 14. Febr. Auf dem heutigen Wochenmarlt lofteten Butter per Pfd. 0.85-1.00 Mr. Hühnereter 1 St. 7-8 Bfa., Entencier St. -00 Bfg., Käse per St. 5-8 Pfg.. Käsematte 2 St. 5-6 Bfg.. Erbsen ver Liter 21 Bfg., Linsen per Liter 32 Bfg., Tauben per Paar T. 0.80-1.10, Hübner per Stud Mr 1.00-150, Hahnen, ber Stüd Mt. 0,90-2.40, Enten per Stid 2.00-2.50, Gänie p. Bid. 54-60 Bfg., Ochsenfleisch per Pfd. 66-76 Bfa, Rindfleisch per Bfb. 60-66 Pfg. Schweinefleisch per Pfo. 66-76 Big. Schmeinefleisch gesalzen per Pfund 0.80 Bfa., Kalbfleisch per Bfd. 66-72 Bia., Hammelfleisch ber Pfd. 52-72 Bfg., Kartoffeln per 100 til 6.50-7.00 Mt., Zwiebeln per 3t. Mr. 6.00-7.00, Milch ber Liter 18 Bfg. Drud und Verlag der Gießener Verlagsbruderei, vorm. Wilh. Keller'sche Buchdruckerei( gegr. 1783); für die Redaktion verantwortlich: Albin Klein, Gießen. leiftet die altbewährte MAGGI- WÜRZE der Hausfrau unschäßbare Dienste, um auf billige Art gute, schmackhafte Gerichte zu bereiten. Sehr konzentriert, uur sparsam verwenden. 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