R. dule 4 am 19. Co Le für die G Berufsart zur Meift dhausbild an die Schulleitung Traber. ung. llen an Ort 36, 37, 40.41 am Mittelweg, hinter der Fru te, an der Ma enzahl hinter de Uhr auf der Lig thegung nachmittag burgerstraße fint ersweg um etwa tegen. Nr. 240. Ausgabe Ausgabe für den Amtsgerichtsbezirk Hungen. Abonnementspreis: in Gießen, abgeholt monatlich 50- fg., in's Saus gebracht 60 Bfg., burch bie Post bezogen viertel fährlich Mr. 1.50. Grattabellagen: Oberheffische Familienzeitung( täglich) Oberbeffische Beitschrift für Landwirtschaft, Obft- und Gartenban, sowie die Gießener Seifenblasen( wöchentlich). Das Blatt erscheint an allen Werttagen nachmittags. Dienstag, den 13. Oktober 1903. Gießener 12. Jahrgang. Insertionspeel& s Die einfpaltige Betitzeile für Gießen wie gang Oberheffen, die Kreise Weglar und Marburg 10 Bfg. fonft 15 Pfg.; Heklamen die Petitzeile 30 resp. 40 fg. Postzeitungsliste No. 3269. Rebattion und Expedition: Gießen Neuenweg 28. Ferusprechanschluk Nr, 362. Neneste Nachrichten 931 ( Steßener Tageblatt) Anabhängige Tageszeitung ( Gießener Zeitung) für Oberheffen und die Kreise Marburg und Wetlar; Lokalanzeiger für Gießen und Umgebung. Esthält alle amtlichen Bekanntmachungen der Großh. Bürgermeisterei Gießen und anderer Behörden von Oberhessen. für das Deutschtum. CB. Auf den Wällen von Posen wurde Bismarcks Standbild enthüllt, ein Zeichen für das Deutschtum im Osten, unter dem es zu ſiegen gilt. Verdrossen hat das Polentum dabei gestanden, als begeisterte Vaterlandsliebe das stolze Fest beging. Der große nationale Gedanke hat wenig Freunde unter diesen Leuten, die es nach so langen Jahren noch immer nicht begreifen wollen, daß ihr Heil von Deutschland kommt und daß Polen schon längst verloren ist. Unfruchtbares Jesthalten an verbitternden Ideen aus vergangenen Tagen lähmt die aufbauende Tätigkeit im vaterländischen Sinne, fanatischer Haß gegen die Deutschen stört die Eintracht, die so ng. dringend nötig ist, soll anders die Provinz aufblühen zum Segen ihrer gesamten Bevölkerung. Ernst waren darum auch mittags 10 th all die Worte, die mahnend gesprochen wurden, als des Denkhauer- u. Sehemals Hülle fiel. Fürst Herbert Bismarck sprach es aus, was dt Gießen öffen vor allem nottut:„ So lange die Polen eine eigene Fraktion zur Vertretung der polnischen Interessen bilden, müssen die Deutschen eine einzige deutsche Fraktion den Polen gegenüberstellen." Es hat lange gedauert, ehe diese Einsicht so recht zur Geltung fam. Schließlich konnte sie nicht ausbleiben. Vor allem war es das Zentrum, das durch seine polnische Politik am Ende an eine Kreuzung kam und sich nun zu entscheiden hatte, ob deutsch oder polnisch. Wie die Entscheidung ausfiel, lehrt die endgültige Trennung des Zentrums in Oberschlesien von den Polen. Man wird nun auch feine Scheinberechtigung mehr haben im Osten, katholisch und polnisch und evangelisch und deutsch für dieselben Begriffe auszugeben. enachbarten Gemein nden ortsüblich egen. ng. ober 1903 wur nhalt, 1 filber Bismarcks Standbild soll eine Mahnung und eine Warhalten am vaterländischen Gedanken und sich durch polnischen Fanatismus nicht einschüchtern lassen. Die treffliche Rede, hr mit Goldrand, die nach Herbert Bismarck Minister Frhr. v. Hammerstein hielt, ist einem neuen Pronunciamento in der polgefundenen Gegenischen Frage gleich zu achten.„ Die markige Gestalt des id bet uns gelten großen Bismarck möge in Deutschland die Kraft und den festen Willen verkörpern, hier auf dem in jahrelanger Arbeit zur deutschen Heimat gewordenen Boden stets Deutschlands Recht und Macht festzuhalten immerdar. Nach jenem Kaiserwort vom 4. September 1902 wollen wir Stammeseigentümlichkeiten und Ueberlieferungen schonen und pflegen, aber dieselben gehören der Geschichte der Vergangenheit an. Gegenpart und Zukunft dieses schönen Landes aber sind unser und cdnete Sperre de licgen für alle Zeiten unter dem Schutze des preußischen rage und 1 Panchaung sein. teine Mahnung an die Deutſchen, daß ſie ſeſten. ng. Беп. ng. Aars. Wie der eiserne Kanzler es einmal ausgesprochen, erhoffen und verlangen wir eine deutschtreue, wenn nicht deutsche Bevölkerung." Die Deutschen, die heute die Wacht an der Warthe halten, brauchen nicht bange zu sein um die Zukunft. Sie stehen nicht allein; ganz Deutschland steht hinter ihnen. Die Regierung ist fest gewillt auch Frhr. v. Hammerstein und Goetheftro betonte das wieder mit fester Hand den Kampf für das ationsarbeiten b f weiteres für der crt. Ben. schuhen Deutschtum durchzuführen. Also möge auch die„ unfruchtbare Nörgelei" unterbleiben, die nur den Gegner unterstützt. Also möge man auch vertrauend in die Zukunft sehen und sich durch des eisernen Kanzlers Standbild dauernd mahnen lassen an die Mission, die das Deutschtum in den östlichen Marken zu erfüllen hat.„ Wir ernten, was wir nicht gesäet haben, und wir säen, was wir nicht ernten werden", hat der Fürst Bismarck gesagt. Lassen Sie uns auch hier ernten", Schloß der Minister seine beherzigenswerten Worte- ,, was Preußens Könige und unsere Vorfahren gesäet haben, und Stiefeln in beft lassen Sie uns, was unsere Söhne und Enkel ernten werden, beitete Arbelter fäen: den Segen deutscher Eintracht, deutscher Arbeit und empfiehlt bera. 000000 ug! Daschenreife von 60 Pfg. an „ 100" " und Kisten von ingatsbesitzer, a. Rh. D00000! 0000000 am Lager bie Expedition. beutscher Gesittung, der als herrlichste Frucht den zufriedenen und gesicherten deutschen Bürger und Landmann zeitigen möge." Aber auch eine Warnung soll Bismarcks Standbild ſein. Für die Polen nämlich, die noch immer törichten Utopien nachjagen und darüber vergessen, daß sie Deutsche sind. Noch ist es Zeit zur Umkehr und zum Frieden. Weiter wird uns noch aus Posen berichtet: Auch Minister Frhr. v. Rheinbaben nahm das Wort zur Feier. Und vie sein Kollege Frhr. v. Hamnierstein wies er mit Nachdruck auf die Gemeinsamkeit der Bande und Empfindungen zwischen dem gesamten Volke und den deutschen Brüdern im Osten hin. Wenn Sie alle gemeinschaftlich und treu die Aufgaben erfüllen, die hier in der Ostmark unser harren, dann dürfen Sie auch sicher sein, daß die königliche Staatsregierung Sie nie und nimmer verlassen wird. Nachdem aus dem Munde des Trägers der Krone im letzten Herbst feierlich bestätigt worden ist, daß weder an der Sprache noch an der Religion der anders sprechenden Bewohner Preußens gerüttelt werden wird, wird es keiner mehr wagen, an der Lauterkeit unserer Absichten zu zweifeln. Aber es versteht sich andererseits auch von selbst, daß wir den staatsrechtlichen Zustand der Provinz nicht antasten lassen, daß wir diesen Eckstein aus dem Gebäude unseres Staates nicht herausreißen lassen werden, so lange der Bau des Staates besteht... Hier gibt es kein Zweifeln, tein 3agen, sondern nur ein Vorwärtsgehen." Das heißt klar und deutlich gesprochen und läßt fein Deuteln zu. Ein brennendes Moor. Aus dem ungarischen Komitat Szatmar kommt die Schreckenstunde, daß das gewaltige Ecseder Moor in Brand geraten ist. Unaufhaltsam greifen die Flammen um sich und es steht zu befürchten, daß alles, was auf jenem weiten Landstrich des Menschen fleißige Hand in langem, mühsamem Ringen dem türkischen Boden abgewonnen hat, vernichtet wird. Das Ecseder Moor, einer der größten Sümpfe Ungarns, erstreckt sich im westlichen Teile des Komitats Szatmar von Kismajteny bis Nagyecsed. Der Sumpf wird durch das Wasser des Kraszuaflusses gebildet. Noch in der Mitte des 18. Jahrhunderts war dieses sumpfige Gebiet 50 Kilometer lang und 30 Kilometer breit. Durch die zur Zeit Maria Theresias und später bewerkstelligten Austrocknungsarbeiten wurde das sumpfige Gebiet in seiner Ausdehnung um mehr als die Hälfte reduziert; gegenwärtig beträgt das ganze Gebiet ungefähr 280 Quadratkilometer, in der Breite höchstens 3 Kilometer. Das Moor liegt 110 Meter über dem Meeresspiegel; Gras, Schilf, Weidenbäume und allerlei Gestrüpp wächst auf dem Moorterrain. In einer großen Richtung hat sich ein Teich gebildet. Jetzt schweben über der weiten Fläche schwärzliche Rauchwolken, und stundenweit leuchtet der Feuerschein des ungeheueren Flammenmeeres. Das Feuer, dessen Entstehungsursache bisher nicht aufgeklärt ist, greift mit rasender Schnelligkeit um sich. Das um das Moor aufgestapelte trockene Gras und Schilfrohr, aus dem die Bewohner dieses Landstriches Körbe flechten, begünstigt natürlich dieses rasche Umsichgreifen des Brandes. Der erhitzte Moorboden brennt in einer Tiefe von 10 bis 15 Zentimetern, und schon jetzt stehen gute 6000 Joch in Fla men. Ihre Glut scheucht eine Unzahl von Tieren aus ihren Verstecken im Röhricht auf. Alle irren wie rasend umher, einen Ausweg aus dem mörderischen Flammenwall suchend, bis sie endlich erschöpft und halbverkohlt niedersinken in ihr feuriges Grab. Aber auch Menschenleben hat die unheimliche Lohe schon gefordert. Ein Wagen mit drei Männern und zwei Frauen wurde von den Flammen umzingelt und Menschen wie Pferde gingen elend zu Grunde. Der intensive Brand lockerte den Boden, wo die Häuser der Gemeinde Barvely stehen. Der Grund senfte sich und mehrere Häuser stürzten zusammen. Auch dabei büßten vier Personen das Leben ein und zahlreiche andere trugen Brandwunden davon. Die Gendarmerie und Hunderte von Landleuten sind ununterbrochen an der Stätte des unübersehbaren Brandes. Alle aber müssen ratlos zusehen, wie die durch langer Jahre Schweiß dem Sumpfe mühsam abgerungene Scholle, der Nährboden armer Feldbauern, Stück um Stück zu Asche wird. Es ist vorläufig unabsehbar, wann der Brand nachläßt oder erlischt. Die Politik. A Sehr interessante Mitteilungen über die rapide Vermehrung der Schüler in den öffentlichen Schulen Amerikas, speziell Clevelands, die am deutschen Unterricht teilnehmen, machte jüngst Prof. Woldmann. Danach ergibt sich eine in den letzten Jahren um Tausende steigende Beteiligung, die eine beträchtliche Vermehrung der deutschen Lehrkräfte erforderte und eine räumliche Ausdehnung der deutschsprachlichen Schulappendiye überall zur Folge hatte. " Zum großen Teil", meinte Prof. Woldmann, dürfte die Sache wohl darauf zurückzuführen sein, daß viele größere Universitäten nur der deutschen Sprache mächtigen Studenten Aufnahme gewähren. Jedenfalls ist die große Teilnahme an dem deutschen Unterricht die beste Waffe gegen die Deutschenhasser, die fortwährend, bald offen, bald versteckt, an der Abschaffung des deutschen Unterrichts arbeiten." Es erührigt sich, diesem Urteil noch ein Kommentar beizufügen. Mannigfache Kommentare zu den Monarchenreisen dieser Tage liegen neuerdings wieder vor. Während die italienische Presse nach wir vor daran festhält, daß 3 ar Nikolaus Ende Oktober nach Rom kommt nur das Datum sei noch nicht bestimmt und außerdem nicht die Art der Fahrt- glaubt man in Wien und neuerdings auch in Petersburg fest versichern zu können, daß die Reise definitiv aufgegeben sei. Der Grund des Unterbleibens des Besuches wären zweifellos die geplanten zarenfeindlichen Demonstrationen der römischen Sozialdemokraten. Die Verhandlungen, welche die italienische Regierung mit der sozialdemokratischen Partei führte, haben sich nämlich zerschlagen, und auch Bebels freundlicher Rat an einen sozialistischen Kollegen, von der Gegenwart des Zaren einfach keine Notiz zu nehmen, scheint nicht verfangen zu haben. Auch Loubets Romreise ist nicht so glatt zu ordnen gewesen. Die strikte Weigerung des Vatitans, ihn zu empfangen, hat schließlich dazu geführt, daß der französische Präsident einfach nicht verlangen wird, vom Papste empfangen zu werden. Schließlich blieb ihm wohl auch nichts anderes übrig. Auch der gute König Leopold bat so seine Sorgen. Er läßt ietzt dementieren, daß er die Absicht gehabt habe, Kaiser Franz Josef zur Uebernahme des Schiedsrichteramts in der Kongofrage zu bewegen. Er lehne jedes Schiedsgericht in der Kongofrage überhaupt ab. Sollte man an der schönen blauen Donau abgewinkt haben? Eine erneute Reise König Leopolds nach Paris zu den leitenden französischen Persönlichkeitenspricht fast dafür. Auch sagt man, daß der König der Belgier die Absicht habe, an der Seine den Versuch zu machen, König Viktor Emanuel, der ja in diesen Tagen dahin kommt, für den Kongostaat zu ervärmen. Das wird nach der bisherigen Erfahrungen ziemlich schwer halten. Während der Sonn- und Feiertage pflegen die französischen Minister gewöhnlich geistvolle Reden zu halten. Diesmal bot die Enthüllung des Vercingetoriy- Denkmals in Clermont- Ferrand dem Ministerpräsidenten Combes und dem Kriegsminister André willkommene Gelegenheit, wieder einmal ihre Meinung über den verhaßten Klerikalismus zu sagen, der bekämpft werden müsse, wo man ihn nur fände. Vercingetorir würde gewiß höchst erstaunt gewesen sein, hätte er vernommen, wie seltsame Ideenverbindung von ihm auf die katholische Kirche führte. Nach längeren Besprechungen mit dem Grafen Julius Andrassy und Stefan Tisza und dem früheren Präsidenten des Abgeordnetenhauses Perczel hat Kaiser Franz Josef den Grafen Tisza zum ungarischen Ministerpräsidenten ernannt. Tisza hat die Berufung angenommen, verlangte aber vorher als Uebergang die Ernennung eines neutralen Geschäftsministeriums, das ihm das Terrain für seine Ausgleichsaktion vorberite. Man nimmt, besonders auch auf Grund des Hinzuziehens Perczels, an, daß Tisza in der Tat eine Politik der starken Hand" treiben werde. Die gesamte ungarische Presse ist wenig erbaut davon und proklamiert neuerdings den rücksichtslosesten Kampf gegen Tisza im ganzen Lande. A Das englische Kabinett wird allmählich vollständig. Marquis Salisbury ist zum Lord- Geheim- Siegelbewahrer ernannt worden und wird Mitglied des Kabinetts, welches nunmehr aus 19 Mitgliedern besteht. Von weiteren Ernennungen sind noch folgende zu verzeichnen: Pretyman: Admiralitätssekretär; Kapitän Lee: Zivil- Lord der Admiralität; Brownley Davenport: Finanzsekretär im Kriegsamt; Lord Balcarres: Schatzlord und Marquis Hamilton: HofSchatzmeister. Vier von diesen Ernennungen machen Ergänzungswahlen zum Parlament nötig. Da in der Balkanfrage alle Welt auf die Türkei einstürmt, läßt sich auch Montenegro seinen Anteil nicht nehmen. Es verlangt die Zurückziehung der türkischen Truppen, die in den Dörfern an der montenegrinischen Grenze eingetroffen waren, um Nachforschungen nach Waffen anzustellen und eine neue Viehsteuer einzuführen, wodurch es zu blutigen Zusammenstößen mit der christlichen Bevölkerung fam. Zuvorkommend wie immer befahl die Pforte sofortige Zurückziehung der Truppen. Ueberhaupt kommt der Sultan allen berechtigten Forderungen ungesäumt entgegen. Er erließ auch ein Frade, welches die Schonung der unschuldigen bulgarischen Bevölkerung, insbesondere der Frauen und Kinder, befiehlt. Die Lage in Fez scheint trotz aller deſchwichtigungsversuche noch immer sehr ernst zu sein. Wie telegraphisch gemeldet wird, haben alle fremden Hofangestellten die Stadt verlassen. Der Vertreter der Löweschen Waffenfabriken ist vom Sultan aufgefordert worden, mit zwei weiteren Maschinengewehren zum Feldlager herauszukommen. Dieser scheint also an ein Einstellen seiner kriegerischen Bewegungen noch nicht zu denken. Der kleine baskische Wetterwinkel am Busen von Biscaja ist eigentlich fortgesezt der Schauplatz von Tumulten. Nur bei ganz besonderen Anlässen berichtet darüber noch der Draht. Ein solcher Anlaß lag gelegentlich der berühmten Wallfahrt zur Jungfrau von Begona in Bilbao vor. Es entstand dabei ein heftiges Handgemenge zwischen den Klerikalen einerseits und den Sozialisten und Republikanern andererseits. Sogar drei Tote und viele Verwundete, man spricht von 29, trug man vom Plaze. Die Gendarmerie wurde mit Steinen bombardiert und Dußende von Fenstern wurden eingeworfen. Den ganzen Tag gab es Demonstrationen gegen den Papst und den König. Abends fand eine republikanische Versammlung statt, der 2000 Personen beiwohnten, und die natürlich mit den üblichen Demonstrationen endete. Eine Botschaft, die ursprünglich als Alarmnachricht verbreitet wurde, entpuppt sich nachträglich als ziemlich harmlos. Es war berichtet worden, daß die Japaner Masampo auf Korea eingenommen hätten und daß man die offizielle Kriegserklärung erwarte. Nun stellt sich heraus, daß die kleine Insel an der Südküste Koreas schon früher vertraglich an Japan abgetreten worden ist, daß also die Truppenladung gar nichts zu besagen hat. Den Engländern scheint aber nachgerade doch sehr unwohl zu werden. Die Admirale der chinesischen, australischen und ostindischen Geschwader Englands halten augenblicklich in Singapur eine Konferenz ab. Man sieht diese Konferenz als eine Erwiderung auf die Zusammenkunft der russischen Behörden in Port Arthur an, glaubt aber im übrigen, daß bei etwaigen Konflikten zwischen Rußland und Japan England nicht für seinen Alliierten einzuspringen braucht, da der englisch- japanische Vertrag die Bündnismacht nur für den Fall verpflichtet, wenn zwei Mächte als Gegner erstehen. Deer und flotte. Das fünfzigjährige Militärjubiläum des Herzogs Karl Theodor in Bayern wurde gestern festlich begangen. Am 9. August 1839 als dritter Sohn des Herzogs Maximilian geboren, wurde er am 12. Oktober 1853 zum Unterleutnant im 4. Chev.- Regt. ernannt, tat später im 3. Art.- Regt. und im 1. Kür.- Regt. Dienste und schied 1865 als Major aus dem aktiven Truppenſtande. Doch nahm er teil an den Feldzügen don 1866 und 1870/71, an letterem im Hauptquartier des Kronprinzen Albert von Sachsen, und wohnte den Schlachten bei Gravelotte, Beaumont und Sedan bei. In der Folge blieb er dem Frontdienst fern und rückte allmählich bis in den Dienstgrad eines Generals der Kavallerie auf, in den er am 15. April 1888 befördert wurde. Wie man weiß, liegen die eigentlichen Verdienste des Herzogs allerdings auf einem anderen Gebiete als dem militärischen. Schon von jeher hatte er mit Eifer und Erfolg wissenschaftliche Studien betrieben, als er sich im gereiften Alter gänzlich der Heilkunde widmete. 1880 erwarb er sich die staatliche Approbation zur Ausübung des ärztlichen Berufs und entwickelte seitdem eine aufopferungsvolle und segensreiche Tätigkeit als Augenarzt, worin seine zweite Gemahlin, eine geborene Prinzessin von Braganza, ihn getreulich unterstützt. In den zwei von ihnen errichteten Heilanstalten in Tegernsee und in München haben biele Tausende von Augenkranken Heilung gefunden. Auch unser Kaiser zählte zu den Patienten des Herzogs, als er sich im Juli 1897 auf seiner Nordlandsreise eine Verletzung des Auges zuzog. Die am 5. September desselben Jahres erfolgte Ernennung des Herzogs zum Chef des 5. Drag.- Negts. darf wohl als der Ausdruck des kaiserlichen Dankes für die geleistete Hilfe gelten. Bei der diesjährigen Kaiserparade des 11. Korps führte Herzog Karl Theodor dem Kaiser sein Regiment persönlich vor. Die Ersatmänner" beim belgischen Militär. Wie aus Brüffel gemeldet wird, ist soeben ein königlicher Erlaß erschienen, der den Preis der„ Ersaßmänner" für den Zeitraum vom 1. Oktober 1903 bis dahin 1904 festsetzt. Diejenigen, die ab 2. Oftober 1903 sich für die mit 1. Oktober 1904 beginnende Dienstzeit verpflichten, erhalten 1700 Frcs. als Kavalleristen oder reitende Artilleristen, 1600 Frcs. in der Feldartillerie oder im Train, 1550 im Verwaltungsbataillon, 1525 in der Festungsartillerie und bei den Pionieren, 1500 bei der Infanterie. Aus dem Gerichtssaal. sinnend schweist sein träumerischer Blick in die Weite. Nach dem Kaiserhoch legte der Kronprinz am Denkmal einen Kranz nieder, nahm die Vorstellung der Ehrengäste und des Denkmalkomitees entgegen und zeichnete verschiedene Persönlichkeiten durch Ansprachen aus. Nach dem Parademarsch der Ehrenkompagnie kehrte der Kronprinz nach dem Schlosse zurück und trat bald darauf die Rückreise nach Berlin an. Der Kaiser der Sahara", Jacques Lebaudy, hat, wie aus London zuverlässig berichtet wird, sein demnächst zu gründendes Sandkaiserreich allen Ernstes dem englischen Auswärtigen Amt als Schutzgebiet angeboten. Was aus dieser Angelegenheit werden wird, ist vorläufig allerdings noch strengstes Amtsgeheininis". Ebenso streng geheimgehalten wird der Name des bevollmächtigten Gesandten", den er zur Vertretung seiner Interessen in London zurückgelassen hat. Rebaudy, der über Paris, wo er augenblicklich weilt, und Las Palmas nach dem Saharareich zurückkehren wird, hat in London große Einkäufe von Feldbaracken, Feldbetten und Uniformen gemacht. Uebrigens ist es nicht ungefährlich, über den neuen Monarchen zu spotten. Er droht dem Amsterdamer Handelsblatt, das den ,, Kaiser der Sahara" firzweg für verrückt erklärt und behauptet hatte, der einzige Unterschied zwischen ihm und anderen Narren sei nur der, daß die letzteren hinter Schloß und Riegel säßen, Lebaudy dagegen frei umhergehe, mit einem Majestätsbeleidigungsprozeß. Außerdem soll dem Blatte noch eine Zivilklage drohen, und man darf begierig sein, wie hoch der Kaiser" den ihm und seinem Reiche durch das Handelsblatt zugefügten materiellen Schaden tarieren wird. Wenn es wirklich zu einem Prozeß kommen sollte, was bei dem Geisteszustand, in dem sich Lebaudy befindet, und bei den in Aussicht stehenden hohen Advokatenhonoraren sehr wohl möglich ist, darf man in der Tat auf den Ausspruch des Gerichts begierig sein. § Ein interessanter Sachbeschädigungsprozeß beschäftigte in letter Instanz das Reichsgericht. Dieses verurteilte die Nordseelinie zu Hamburg, an den Nordischen Bergungsberein 200 000 Mark Entschädigung zu zahlen. Der dieser Linie gehörige Dampfer„ Cobra" war troz aller Warnungszeichen bei Altenbruch mit voller Kraft vorbeigefahren, als die Hebeprähme des Bergungsvereins ein vor zwei Jahren gesunkens Schiff Weser" gerade in der Schwebe hatten. Durch den Wasserdruck, den dadurch die„ Cobra" hervorrief, rissen die Trossen der Hebepräme, und alle Arbeit mar vergeblich; die Weser" sank wieder in die Tiefe und wurde erst später nach erneuten kostspieligen Bergungsarbeiten gehoben. Das Reichsgericht erachtet die Entschädigung von 200 000 Mark als angemessen. § Ein Prozeß à la Sternberg beschäftigt zur Zeit das Berliner Schwurgericht. Der landwirtschaftliche Tarator Steldt ist angeklagt, sich wiederholt an schulpflichtigen Mädchen vergangen zu haben. Wegen Begünstigung haben sich mit ihm zugleich acht Frauen, die sich als Handelsfrau, Schneiderin 2c. bezeichnen, zu verantworten. Sie sollen ihre Wohnungen dem dem Angeklagten ständig für seine lichtschenen Zwecke zur Verfügung gestellt und vielfach die Vermittlerinnen gespielt haben. Als Zeuginnen figurieren eine Anzahl von Mädchen, die jetzt in einer Fürsorgeanstalt untergebracht sind, u. a. die bekannte Frieda Sittel, die Heldin einer romantischen Flucht aus dem Magdalenenstift in Teltow. Die Deffentlichkeit bei der Verhandlung wurde wegen Gefährdung der Sittlichkeit ausgeſchloſſen. § Der Einsturz der Münchener Corncliusbrücke, durch den am 26. August vorigen Jahres zwei Personen getötet und 34 verletzt wurden, fand vor dem Schwurgericht seine strafrechtliche Sühne. Als schuldig an dem Unfall wurden der Ingenieur Grüb und der Zimmerpolier Abenthum zu sechs bezw. vier Monaten Gefängnis verurteilt. ** Hof und Gesellschaft. Der Madrider Polizeiskandal wird jezt doch noch, wenigstens teilweise, seine gerichtliche Ahndung finden. Der Staatsanwalt ist eingeschritten und hat drei der am meisten fompromittierten Inspektoren gefänglich einziehen lassen. Es ist gegen sie eine gewaltige Menge von schwer belastendem Material zusammengetragen worden. Das„ Rettungswerk" des Gouverneurs, der die Spißen schonte, dagegen 112 kleine Beamte entließ, wird den wirklich Schuldigen schließlich doch nichts helfen. Die entlassenen Beamten veranstalteten ein Meeting, worin sie unter Anführung zahlreicher Beispiele nachzuweisen suchten, daß nicht sie, sondern gerade die im Amt Verbliebenen mit Räubern und Dieben unter einer Decke steckten. Einer der Entlassenen hatte am Tage vorher aus Nahrungssorgen Selbstmord begangen. Der Jagd- und Erholungsaufenthalt des Kaiser= paares in Hubertusstock wird bereits in den nächsten Tagen beendigt werden. Das Jagdglück war dem Kaiser weiterhin sehr günstig. Während der Vor- und Nachmittagspürsche des zweiten Jagdtages erlegte er insgesamt sieben prächtige Hirsche. Prinz Adalbert beteiligt sich ebenfalls an der Jagd und hat bereits mehrere Stück Damwild zur Strecke gebracht; bei den Bürschfahrten wird der Prinz öfters von seiner Mutter begleitet. Die Kaiserin betätigt sich auch in Hubertusstock mit Vorliebe als Amateurphotographin. So photographierte sie lezthin während der Besichtigung der Jagdbeute vor dem Schlosse den Kaiser, den Prinzen Adalbert, sowie sämtliche Herren des Gefolges. Nab und Fern. wruhlen angerichteten Schäden ohne Arbeit sein. Die Penn sylvania- Eisenbahn konnte den Verkehr zwischen Newyork un Philadelphia wieder aufnehmen. Bunte Chronik. Der wegen tödlicher Mißhandlung de Schülers Heinz Koch zu acht Jahren Zuchthaus verurteilte Privatlehrer Dippold wurde zur Verbüßung seiner Straße nach der Strafanstalt Kloster Ebrach übergeführt. In einem Pistolenduell, das zwischen zwei Offizieren auf dem Truppenübungsplatz bei Wesel stattfand, erhielt der eine der Duellanten einen lebensgefährlichen Schuß in die Leber. -In Paris erschoß in einem Hotel der belgische Photograph Grenling seine Geliebte, die rumänische Tänzerin Elise Popescu. Der Täter wurde verhaftet. Vermischtes. - * Der G Joh. Schäfer mit der Inschr * Berse Vorsfelde( Dire nannt wurde z geber im Prob Ser Stationsaff + Tage ordneten- Berfar пабут. 41/2 10 [ Kaiserliches Geburtstagsgeschenk an einen Hundert jährigen.] Der Kaiser hat dem Ackermann Lambert Schmöint in der Bauerschaft Klosterholte, Kirchspiel Bowinkel unwei Osnabrück, zu dessen hundertstem Geburtstage eine reich ber goldete Tasse mit seinem Bildnis, angefertigt in der kgl. Por Der zellanmanufaktur, als Geschenk überreichen lassen. Greis erfreut sich einer seltenen Geistes- und Körperfrische, so daß er noch täglich seiner gewohnten Beschäftigung auf dem Felde nachgehen kann. Er hat beim letzten Kornmähen nicht gefehlt und ist auch jetzt bei der Kartoffelernte mit tätig. Sein Vater ist 96 Jahre und sein Großvater gar 107 Jahre alt geworden. Schwere Automobilunfälle werden von den verschie densten Seiten gemeldet. Bei der Zuverlässigkeitsfahrt des Frankfurter Automobilklubs auf den Feldberg stürzte infolge Platens eines Pneumatiks ein Fahrzeug in den Straßengraben. Von den vier Insassen erlitten Rechtsanwalt Dr. Auffenberg- Frankfurt einen Armbruch, ein zweiter Herr einen Beinbruch, die beiden anderen blieben unverletzt. Auf der Chaussee zwischen Langensalza und Meryleben überfuhr das Automobil des Professors Sonnenburg aus Berlin ein vierjähriges Mädchen. Die Kleine war sofort tot. Das Automobil stürzte um und die Insassen erlitten mehr oder minder schwere Verlegungen. Bei Compiègne stürzte ein Automobil die steile Waldböschung hinab. Von den sechs Insassen blieben der Maschinist und ein Reisender auf der Stelle tot, die übrigen wurden schwer verletzt, darunter eine Dame lebensgefährlich. Die Reisenden sind Ausländer, ihre Persönlichkeiten konnten bisher nicht festgestellt werden. Hier sei ein tödlicher Unfall angeschlossen, der sich auf der Radrennbahn in Dresden ereignete. Bei dem 100 Kilometerrennen, bei dem Nobl- München gegen Dangla- Frankreich Sieger blieb, stürzte Görnemann- Berlin und zog sich eine schwere Gehirnerschütterung und Bruch des Genickes zu. Er starb abends im Krankenhause an seinen schweren Verlegungen. Die Enthüllung des Denkmals Friedrichs des Großen zu Rheinsberg fand im Beisein des deutschen Kronprinzen in feierlichem Akte statt. Der Kronprinz traf am Vormittag ein und wurde von dem Landrat v. d. Knesebec und einer Deputation der Stadt empfangen. Nach dem Frühstück im Schlosse betrat der Kronprinz in Begleitung des Hofmarschalls v. Trotha, des Majors v. Oppen und des Adjutanten den Festplatz, wo er die Front der von dem Infanterieregiment Nr. 24 gestellten Ehrenkompagnie und der Vereine abschritt. Hierauf hielt Rechtsanwalt Dr. Simonys die Festrede, nach deren Schluß auf ein von dem Kronprinzen gegebenes Zeichen die Hülle von dem Denkmal fiel. Dieses, vom Berliner Bildhauer Elster geschaffen, zeigi den jugendlichen Friedrich in dem Augenblick, wie er von einem Spaziergang aus dem Part kommt. Er hält einen Band Voltaire in der Hand, in dem er soeben gelesen, und Elektrizitätswe noffenschaft d larertweg. 3 Bahnhöfen". an der Robb für die Män Julius Rudf 7. Besuch des von Ries auf Reffels in de Stein und M Säufern Ofta Bichler um G Neuftädter F Beschaffung [ Ein moderner Robinson] ist, wie italienische Blätter melden, auf der kleinen Insel Galite, 80 Kilometer nord, westlich von Biserta im Mittelmeer gelegen, entdeckt worden. Auf dem bisher für menschenleer gehaltenen Inselchen leben 50 Menschen, darunter ihr Ur- und alleiniger Stammbater. Er nennt sich d'Arco und ist italienischer Herkunft. Er er zählt, er habe bereits im Jahre 1850 sein Vaterland verlassen wegen einer kleinen Messerstecherei". Da habe er sich mit einem Mädchen auf die Insel Galite geflüchtet, habe geheiratet, Kinder gezeugt, Häuser gebaut, das Land fulfi biert und befinde sich nun mit seinem Stamm, wie der Augen schein zeige, gesund, glücklich und zufrieden auf seiner Insel. Befragt, wo er denn die Mittel her habe, womit er dies alles zustande gebracht, antwortete er:„ Alsbald nach meiner Ankunft hat mich mein guter Stern auf der Insel eine ber borgene Höhle entdecken lassen, da fand ich einen Schatz mit seltenen alten Münzen, spanischen und anderen, wahrschein lich war der Schaß von alten Küstenpiraten hier verstedt worden. Ich habe die Münzen in Neapel verwertet. Für das Geld kaufte ich Dinge, die ich auf der Insel für meine Bauten, Anlagen u. s. w. nötig hatte. Man sieht, die neue Robin sonade bietet noch manche Rätsel. Wie hat Signor d'Arco 3. B. die in Neapel gekauften Waren, Hilfsmittel für seine Bauten, Werkzeuge u. s. w. nach Galite gebracht? Dann erhebt sich noch eine Nationalitäts- Frage: d'Arco behauptet, er und seine Leute seien Italiener, die Franzosen nehmen alles, Land und Leute, für sich in Anspruch. Wie auch die Frage entschieden werden mag, ein Krieg wird zwischen Ita lien und Frankreich wegen Galite und seiner neuentdeckten Bewohner wohl kaum entbrennen. A Gine Erinnerung an die Konitzer Mordaffäre wird durch die Meldung wachgerufen, daß dem Fleischergesellen Moriz Levy, der wegen wissentlichen Meineides am 16. Februar 1901 zu vier Jahren Zuchthaus verurteilt worden war, der Rest seiner Strafe im Gnadenwege erlassen worden ist. Wie erinnerlich, hatte Moritz Lewy, der Sohn des anfänglich für den Schuldigen gehaltenen Schlächtermeisters Lewy, eidlich in Abrede gestellt, Ernst Winter gekannt zu haben. Diese Aussage wiederholte er im September 1900 in der Gerichtsverhandlung gegen den ebenfalls wegen in der Konizer Affäre gemachter falscher Aussage angeklagten Präparanden Speisiger. Er blieb auch bei dieser Aussage, obwohl nachher etwa ein halbes Dußend Zeugen bekundete, ihn im Verkehr mit Winter gesehen zu haben. Darauf erfolgte seine Verurteilung wegen wissentlichen Meineides. + Brandkatastrophe. Im Dorfe Sandhof bei Marienburg brach nächtlicherweile Feuer aus, bei welchem 5 Personen in den Flammen umfamen und eine tödliche Verlegungen erlitt. Das Feuer soll auf Brandstiftung zurückzuführen sein. Ein amerikanischer Armeeskandal. Im amerikanischen lebungslager von Cripple Creef ist es zu einem großen Skandal gekommen, in den eine ganze Anzahl der vornehmsten Damen der Newyorker und Washingtoner Gesellschaft verwickelt sind. Es scheint dort mehr als fidel zugegangen zu sein. Die Gatten der Damen erfuhren von den Extravaganzen ihrer Frauen und Töchter mit den Herren Offizieren, und so fam es zum Eklat. Die sämtlichen kommandierenden und höheren Offiziere des Lagers sind plöglich abberufen und zur Disposition gestellt, bis die sofort eingeleitete Untersuchung Klarheit bringen wird. Eine Anzahl jüngerer Offiziere befindet sich in Stubenarrest. Das Ende des Erfinders. Bei Erwood in Westkanada fand Hugh Mann, einer der Pioniere der Entwicklung der dortigen Eisenbahn, unter traurigen Umständen seinen Tod. Er hatte eine Maschine erfunden, die eine völlige Umwälzung im Schienenlegen herbeiführen sollte. Er hatte mit außerordentlicher Geduld drei Jahre lang daran gearbeitet. Jetzt hatte er sie glücklich vollendet und fuhr nach der Kopfstation bei Erwood, wo ein Bau im Gange war. Es scheint, daß ein Treibriemen abgeglitten war, und beim Wiedereinrichten geriet Mann in die Maschinerie er wurde in die Höhe gerissen und erwürgt, bevor Hilfe herbeikommen konnte. Die Ueberschwemmungen in Amerika haben noch gröBeres Unheil im Gefolge gehabt, als die ersten Meldungen befürchten ließen. Die Lage in Paterson ist bedenklich. Man befürchtet den Zusammenbruch des großen Dammes, was ein schweres Unglück nach sich ziehen würde. 50 Häuser sollen in Paterson schon weggeschwemmt worden sein, 500 Familien find obdachlos: mehrere Tausende sollen wegen der in den 13. Straßen b. Fahren d von Straße zwischen Ma von Arbeiten des L. Beil wege. 16. lände an der in der früher ftraße. 18. ** Gesundheitsregeln für Schüler und Schülerinnen ver öffentlicht ein Wiener Arzt im schulamtlichen Auftrage. Mag auch das meiſte, was er anrät und vorschlägt, schon bekannt sein und die einschlägige Körpermoral längst Ge meingut aller Gebildeten, so ist es doch gut, wenn von Schule und Amts wegen noch einmal eindringlich verlaut bart wird: Trachte, bei Tageslicht einen Arbeitsplatz zu haben, von welchem aus du ein Stück Himmel erschauen kannst. Für das Schreiben brauchst du Licht von links( Fenster links, Lampe links). Lohnerhöhung veränderunge der Jean D La öffentlichen Lahntanal- 2 dahin, den Wasserstraß bis zunächst bruck zu för inzwischen tereffenten b ben 1. Se lichen Arbe nachdem d arbeitete L Hauptfache 500-600 t der Antrag bei der W bis Weilbu anlagen u Schiffsgröß darauf hin lung erklär ein eine G Benüße nur Tinten, die schon beim Ausfließen aus der Feder recht dunkel sind. Er hat sich in Verbind liegenden S Hüte dich: andauernd sehr kleinen Druck zu lesen; * Di * militärischer leicht schaden, andauernd fein zu schreiben, fein zu schraffieren; andauernd feine weibliche Handarbeiten zu verrichten. Solche können besonders dann den Augen wenn sie keinen Farbengegensatz bieten( zum Beispiel feines Sticken weiß auf weiß). Halte beim Schreiben, Häkeln, Nähen u. s. w. das Auge so weit von der Arbeit entfernt als es deine Körpergröße gestattet. Beim Kapitel Kost" rät der Verfasser unter anderem an ,, Wenn der nötige Appetit vorhanden ist, so möge ein, weil ausgiebigeres Frühstück verabreicht werden als das meist übliche, zum Beispiel mäßige Mengen von abgekochter Milch Kakao, schwachem Milchkaffee oder schwachem Tee mit ab gekochter Milch, aber dazu Beilagen je nach Vermögensver hältnissen", wie zum Beispiel Butterbrot, Fleisch, Fisch, Wurst, Eier." Was diesen Punkt anlangt, so liegt in den meisten Fällen, wo die Eltern ihren Kindern ein unzureichen des Frühstück vorsetzen, der Knüppel beim Hunde, d. h. es mangelt an dem nötigen nervus rerum. Troßdem ist der Hinweis durchaus nicht unangebracht. Denn es gibt auc Eltern, die noch immer mit dem alten Vorurteil nicht brechen können, daß man den findlichen Magen am frühen Morgen nicht gleich durch fräftige Koſt„ belasten" dürfe. Für diese ist die Mahnung des Wiener Arztes wohl vor allem bestimmt: Gebt euren Kindern vor den Strapazen der Schule ordentlich 311 essen, denn jede Maschine, die arbeiten soll, muß geheizt werden. Ludw. Be Lauterbach = A Agent, de hat zu S ** C legter Stu bon Bar Freitage. bon Georg Herren L rollen inn Abonneme Lende" Abonneme * I Firma I befiger S Chrift. N protura er wird am Bug fährt Uhr in G Beldaftste bereitunge fich in al pflegt. S wordene Better n Befuck. Das Neuefte aus den Witzblättern. Triftiger Grund. A.:„ Ich höre, Ihr Fräulein Tochter fingt?" B.: Ja, ich habe sie gestern nach Leipzig ge schickt." A.:" Ah, Sie wollen sie ausbilden lassen?" B.:„ Nein, ich will meine Ruhe haben!" Frech. Herr:„ Nun, paßt Ihnen der Anzug, den ich Ihnen neulich geschenkt habe?" Bettler: Hm, es geht: aber wenn Sie sich mal etwas Neues anschaffen, so lassen Sie sich doch einen Jafettanzug machen... der kleidet mich besser!" ( Dorfbarbier.) Doppelsinnig. Stammgast:„ Der Herr Rat war heute recht aufgefragt."- Wirt:„ Ja, seine Frau ist wieder da." Acngstlich. Der kleine Paul:„ Mama, gib mir schnell einen Löffel Zacherlin ein, ich habe einen Floh verschluckt." Er kennt ihn. A.:„ Heute glaube ich euren Bureauche in der Straßenbahn gesehen zu haben." B.:,,Was machte er?" A.:„ Er schlief." B.:„ Dann war er's!" In der Kunstausstellung.„ Wie finden Sie das Bild „ Schreiendes Baby"?"„ Es schreit zum Himmel!" ( Lustige Welt.) nicht feh mittag * Bessin Erbauung Bürgerme Rödges, Bertreter Mieder Be wollen bi Rilometer ein. Die Ber en Newport Wizhandlung& hthaus berunt ung seiner ergeführt. en zwei S attfand, ert hen Schub Der belgiide mänische La tet. in einen Sun Lambert Sdn Bowinkel in stage eine rei igt in der tgl. en lassen. und Körperf Beschäftigung legten Kornma offelernte mit t ater gar 107 italienische Bla 80 Kilometer n en, entdeckt word nen Injelchen la niger Stammb Herkunft. Gr Vaterland verla Da habe er sich geflüchtet, habe t, das Land t mm, wie der Aug en auf seiner abe, womit er alsbald nach me der Insel eine ich einen Scha anderen, wahrid iraten hier ber berwertet. Für el für meine Bautz ht, die neue S hat Signor d Hilfsmittel für te gebracht? e: d'Arco bebou Franzosen nehme bruch. Wie auch d g wird zwischen feiner neuentdede * Lokales. beträgt 15 Kilometer. Eine große Anzahl Wünsche, die von den Vertretern der Gemeinden zum Ausdruck gebracht wurden, sollen nach Möglichkeit Berücksichtigung finden. Die Vorarbeiten werden von der Firma Lenz& Co., Berlin, ausgeführt; die Firma baute auch die Bahn Bußbach- Lich. Voraussichtlich wird der so lang erwünschte Bau im nächsten Jahre begonnen werden. + Aus dem Biebertal. Eine große Enttäuschung wurde den Bewohnern von Bieber und Ümgegend dadurch bereitet, daß die Firma Rinn und Cloos Heuchelheim ihren bereits begonnenen Fabrikneubau zu Bieber wieder aufgegeben hat. Es wird nämlich eine zweite Fabrik hierselbst von Herrn Kommerzienrat Gail- Gießen erbaut werden, und hatte derselbe auf der nahen„ Kronenmühle" die Arbeit bereits aufnehmen lassen. Nunmehr haben Rinn und Cloos ihre zur Hälfte fertig gestellte Fabrik nebst dem großen Baugelände an Herrn Gail verkauft, welcher daher vom Bau feiner Fabrik Abstand nimmt und die käuflich erworbene Fabrik vollenden wird. Gießen, 13. Oftober 1903. Der Großherzog hat dem Gemeindeeinnehmer Joh. Schäfer II zu Hattenrod das Allgemeine Ehrenzeichen mit der Inschrift:" Für 50jährige treue Dienste" verliehen. Versest wurde der Bahnmeister Lautenbach von Borsfelde( Direktionsbezirk Hannover) nach Kirchhain. Ernannt wurde zum Fahrkartenausgeber der Fahrkartenausgeber im Probedienst Pies in Marburg. Versetzt wurde ber Stationsassistent Stelze von Kreiensen nach Kirchhain. + Tagesordnung für die Sigung der Stadtverordneten- Versammlung Donnerstag, den 15. Oftober nachm. 4 Uhr in Gießen. 1. Rechnungsabschluß des Elektrizitätswerts für 1901/03. 3. Baugesuch der Baugenossenschaft des evangelischen Arbeitervereins für den Wetzlarerweg. 3. Baugesuch des Georg Schäfer für„ An den Bahnhöfen". 4. Baugesuch des Ph. Schwan für eine Scheuer an der Rodheimerstraße. 5. Baugesuch des Wilhelm Hause für die Mäusburg, Ladenveränderung). 6. Baugesuch des Julius Ruckstuhl und Alfred Fröhlich für die Wallthorstraße. 7. Gesuch des Albert Rübsamen um Genehmigung zum Lagern von Ries auf einer städtischen Wiese. 8. Reparatur eines Ressels in dem Kasernengebäude. 9. Gesuch der Firma Stein und Meyer wegen Herstellung einer Zufahrt zu den Säusern Ostanlage 20 und 22. 10. Gesuch des Georg Bichler um Erlaubnis zur Anlage von Ueberbrückungen im Neustädter Feld. 11. Umpflasterung der Marktstraße. 12. Beschaffung eines Regenmantels für den Straßenmeister. 13. Straßenbesprengung: a. Umgestaltung der Gießfässer. b. Fahren der Gießfässer. 14. Kanalisation: a. Lieferung von Straßentappen. b. Verlegung des Stadtringgrabens zwischen Marburgerstraße und Landgrafenstraße. c. Vergebung von Arbeiten. d. Beschaffung von Geräten pp. 15. Gesuch des L. Beil um Abtretung von Gelände am Schiffenbergerwege. 16. Gesuch des L. Seuling um Abtretung von Gelände an der Roonstraße. 17. Auffüllung der Gerbergruben in der früher Franz Plant'schen Hofreite in der Bahnhofstraße. 18. Gesuch der städtischen Friedhofsarbeiter um Bohnerhöhung. 19. Die Lastwagen der Stadt. 20. Bauveränderungen im Bürgermeistereigebäude. 21. Vermächtnis der Jean Diet Witwe für die Unterhaltung von Gräbern. Lahnkanalisation. Bekanntlich hat sich in der öffentlichen Versammlung im Mai d. I. in Limburg der Lahntanal- Verein gebildet. Der Zweck dieses Vereins geht dahin, den Ausbau der Lahn zu einer leistungsfähigen Basserstraße nach heutiger Auffassung von der Mündung bis zunächst zur preußisch- hessischen Grenze mit allem Nachbruck zu fördern. Im Gegensatz zu dieser Bestrebung ist inzwischen ein Gesuch von Industriellen und sonstigen Intereffenten betreffend die Kanalisation der Lahn, datiert: Ems, ben 1. September 1903" an den Herrn Minister der öffentlichen Arbeiten gerichtet worden. In dieser Eingabe wird, nachdem das von der Firma Havestadt& Contag ausgearbeitete Lahntanal- Projekt einer abfälligen Kritik( in der Schülerinnen be Hauptsache wegen der hier vorgesehenen Schiffsgröße von mtlichen Auft 500-600 t.) unterzogen worden ist dem Sinne nach folgend vorschlägt der Antrag gestellt:„ Die Lahn teilweise zu fanalisieren, ermoral längt Gebei der Mündung beginnend und allmählich fortschreitend Och gut, wenn vor bis Weilburg unter Berücksichtigung der verhandenen Schleuseindringlich verlau anlagen usw. Die neuen Bauwerke sollen indessen für Schiffsgrößen von 300 t. bemessen werden". Es muß hier darauf hingewiesen werden, daß in der Limburger Versamm lung erklärt worden ist, daß auch der neue Lahn- Kanalverein eine Schiffsgröße von etwa 300 t. für genügend hält. Er hat sich auch schon mit der Firma Havestadt& Contag in Berbindung gesetzt zum Zwecke der Umarbeitung des vorHiegenden Projekts für diese Schiffsgröße. splatz zu haben, b chauen kannst. t von links( Fen Ausfließen aus en; u schraffieren; eiten zu verride gen leicht schade ( zum Beispiel f nu. f. w. das deine Körperg unter anderem t, so möge ein b Den als das m n abgefochter achem Tee mit nadh Vermögen ot, Fleisch, ngt, fo liegt in de ern ein unzureide im Sunde, d. h. Troydem ist de Denn es gibt auc rurteil nicht brede m frühen Morge irfe. Für diese r allem bestimmt r Schule ordentli foll, muß gehe blättern. r Fräulein Todte n nach Leipzig g sbilden laffen?" der Anzug, den i er: Sm, es get nfchaffen, fo lai der kleidet m ( Dorfbarbier) err Rat war her rau ist wieder de a, gib mir fam Floh verschlud euren Bureaud -B.: Was mad war er's!" Den Sie das Bi m Himmel!" ( Luftige Welt) Die Prüfung im Hufbeschlag vor einer militärischen Prüfungskommission haben u. a. bestanden Ludw. Bettinghausen aus Bellersheim, Joh. Eifert aus Lauterbach, Hrch. Mattheiß aus Gambach. = Berhaftet wurde am Sonntag in Gießen ein Agent, der sich Unredlichkeiten seiner Kundschaft gegenüber hat zu Schulden kommen lassen. * * " Stadttheater Gießen. Nochmals sei in legter Stunde auf die heutige Voltsvorstellung von Minna von Barnhelm hingewiesen. Freitag wird als dritte Freitage Abonnementsvorstellung das hochinteressante Drama von Georg Engel Ueber den Wassern" bringen, in dem die Herren Linzen und Sandorff, wie Frl. Hagen die Hauptrollen inne haben. Der Sonntag bringt als zweite SonntagsAbonnementsvorstellung das neue Volksstück„ Geschwister Lencke" und am 20. Oftober als zweite DienstagsAbonnementsvorstellung„ Der blinde Passagier". ** In das Gießener Handelsregister wurde die Firma Johannes N cel zu Gießen, Inhaber Steinbruchbefizer Johs. Nickel, eingetragen. Dem Geschäftsführer Christ. Nickel und dem Kaufmann Karl Nickel ist Einzelprofura erteilt. Die Aus Anlaß des Gallusmarkt in Grünberg wird am Mittwoch ein Personen- Sonderzug gefahren, der Bug fährt 1008 Uhr vormittags in Alsfeld ab und ist 1140 Uhr in Gießen und hält auf allen Stationen. Geschäftsleute in Grünberg haben die weitgehendsten Vorbereitungen zu dem Markt getroffen, da die Landbevölkerung sich in althergebrachter Weise in großer Anzahl einzufinden pflegt. Leider hat sich auch wieder der bald stereotyp gewordene Gallmarksdr eingestellt; hoffentlich klärt sich das Wetter noch auf und bringt Grünberg den erhofften großen Besuch. An Kurzweil und Unterhaltung wird es gewiß nicht fehlen. ** Bahn Grünberg- Lich. Am Sonntag nachmittag fand in der Wirtschaft zur Horsteburg bei OberBessingen eine Versammlung des Gesamtkomitees zur Erbauung der Bahnlinie Grünberg- Lich statt, an der die Bürgermeister oder deren Vertreter der Gemeinden Grünberg, Rödges, Queckborn, Ettingshausen, Münster, Ober- Bessingen, Nieder Bessingen und Lich teilnahmen. Sämtliche GemeindeVertreter erklärten sich mit dem Bau einverstanden und wollen die Kosten der Vorarbeiten tragen, die sich pro Kilometer auf 100 mt. belaufen, die Gesamtlänge der Linie ** Reisekosten für Angestellte von Ausstellern nach St. Louis. Von Anfang Februar 1904 ab wird Karl Stangens Retsebureau ständige Vertreter ni Newyork unterhalten, die bei Ankunft eines jeden Passagterdampfers von Europa zugegen sein werden, um diejenigen Reisenden zu empfangen, die sich in Karl Stangens Reisebureau mit Fahrkarten versehen haben. Dieselben merden für die mit solchen Fahrkarten versehenen Reisenden zur Verfügung stehen und nach Möglichkeit dafür sorgen, daß diese vor Unbequemlichkeiten und Uebervorteilungen geschüßt werden, ebenso kann auch angemessenes Logis zu billigen werden, ebenso kann auch angemessenes Logis zu billigen Preisen und Fahrkarten auf den besten Linien nach St. Louis und anderen westlichen Stä ten erlangt werden. Die für das nächste Jahr gültigen Preise zur Fahrt von Newyork nach St. Louis stehen noch nicht fest. Karl Stangens Reisebureau wird jedoch voraussichtlich in der Lage sein, zum Preise von 160 Mark zu liefern: Abholen von Bord des Dampfers, ein Tag Logis und Verpflegung in Newyork ( Hoboken), Transport zur Bahn, Retourbillet 1. Klasse von Newyork nach St. Louis. Die Kosten für Sendung eines Angestellten nach St. Louis werden daher etwa wie folgt zu berechnen sein: Retourbillet 2. Kajüte Bremen- Newyork mit Barbarossalinie 380 Mart, Kosten in Newyork und Retourbillet nach St. Louis 160 Mart, Zusammen 540 Mart. Für den Aufenthalt in St. Louis wird Karl Stangens Reisebureau bis zum Februar 1904 billige Offerten bereit machen nach welchen Logis in St. Louis im voraus bestellt und auf Wunsch auch bezahlt werden kann, so daß auch solche Angestellte, die der englischen Sprache nicht mächtig sind, unbedenklich nach St. Louis gesandt werden können. Wetzlar, 11. Oft. Am Freitag morgen verschied der Chef des alten Bankhauses Moritz Heertz, Herr August Heerz, im nahezu vollendeten 80. Lebensjahre. Gestern folgte ihm der Begründer der bedeutenden optischen Werkstätten von M. Hensoldt u. Söhne, Herr Moriz Hensoldt. Er hätte in wenigen Wochen seinen 82. Geburtstag feiern können Weylar, 12. Okt. Der nationale Verein hat den Herrn Ludwig Roth in Wiesbaden als Landtagsabgeordneten aufgestellt und durch Mehrheitsbeschluß den Vereinsmitgliedern zur Pflicht gemacht, für diese Kandidatur zu wirken. Butzbach, 12. Oft. An die Eröffnung der neuen Schmalspurbahn Butzbach- Lich ist nicht vor dem 1. Januar zu denken. Die Arbeiten sind mindestens noch sehr zurück, während zwischen Lich und Hof- Gill schon Materialzüge verkehren. Bad Nauheim, 12. Oft. Der in der bekannten Einbruchsaffaire verhaftete Koch Karl Schutt aus Frankfurt a. M. wurde aus der Haft entlassen, da er seine Unschuld nachweisen konnte. Auch die beiden Frauen vermochten in ihm den Einbrecher nicht zu erkennen. Bad Nauheim, 10. Oft. In der abgelaufenen Woche sind 112 Aturgäste angekommen. Die Gesamtfrequenz beträgt bis zum 8. Oktober 1903 23 820 Personen, wovon am genannten Tage noch 489 anwesend waren. Bäder wurden bis zum letzten Donnerstag 326 153 abgegeben. = Groß- Felda, 12. Dft. Gestern wurde hierselbst die erste im Großherzogtum bestehende Pferdezucht- Genossenschaft nach badischem Muster begründet. Zweck derselben ist, durch den Zusammenschluß der Interessenten, sowie durch Einrichtung einer bequemen Deckgelegenheit 2c. für einen fleineren Bezirk, die Pferdezucht intensiver zu heben, als dies bisher geschah. Bei der seitherigen Methode wurden etwa 40 Pzt. der zuchtfähigen Stuten gedeckt, während in Baden nach dem dort geübten System mehr wie 90 Pzt. zur Zucht Bewendung fanden. Landtagsabgeordneter Korell- Leusel soll, wie wir hören, die Absicht haben, in der 2. Kammer einen Antrag zu stellen, worauf das badische System zur Hebung der Pferdezucht in Hessen allgemein einzuführen set. [:] Niederwald, 10. Oft. Heute fand hier durch die Pächter der hiesigen Jagd eine Treibjagd statt, bei welcher 14 Schüßen beteiligt waren. Das Resultat des Treibens war ein recht geringes, es wurden nur 1 Hase und 2 Hühner zur Strecke gebracht. § Ober- Ohmen, 13. Oft. Das Grund- und Berggrundbuch unserer Gemarkung gilt vom 1. November 1903 an als angelegt. () Marburg. Ein Arbeiter aus Bortshausen, der auf einer hiesigen Baustelle beschäftigt ist, fuhr eines abends in voriger Woche auf seinem Rade nach Hause. Als er zwischen Ronhausen und Bortshausen kam, frachte plößlich ein Schuß, worauf er an seinem Rade eine heftige Erschütterung bemerfte. Er stieg ab und untersuchte es, wobei er feststellte, daß eine Kugel den Gummireifen des Hinterrades zerfetzt hatte. Während er noch mit dem Rade beschäftigt war, nahte der Schüße mit hocherhobenem Gewehrkolben. Jetzt klärte sich die Sache auf. Der Schüße, der sich auf der Jagd befand, hatte in der Dunkelheit den Radfahrer für einen Rehbock gehalten! Das verwundete Rad wird der Schüße wohl herstellen lassen müssen. - Darmstadt, 12. Oft. Die hiesige Centrumspartei beschloß, bei der bevorstehenden Landtagswahl für die Wahlmännerliste der Nationalliberalen Partei zu stimmen. Stadttheater. ( Erste Vorstellung des Theatervereins.) Unserer neuen Direktion bot sich gestern zum ersten Male Gelegenheit thr Können vor fast völlig ausverkauftem Hause zu zeigen. Es fand die erste Vorstellung des Theatervereins, noch dazu mit einem der größten Sterne der Schauspielwelt, mit Frau Agnes Sorma als Gast statt, und man spielte Gerhard Hauptmanns Märchendrama, Die versunkene Glocke", deren erstes Rautendelein Frau Sorma seinerzeit am Deutschen Theater in Berlin gewesen war. Die Vorstellung verlief in jeder Beziehung würdig, man merkte überall die sorgfältige Vorbereitung und Regieführung. Schöne Bühnenbilder, wie wir sie bei ähnlichen Gelegenheiten hier niemals zuvor sahen, erfreuten das Auge. Ueber die Leistung des berühmten Gastes sind die Aften längst geschlossen, es hieße Eulen nach Athen tragen, hier eine Analyse ihres Spiels zu geben oder ihr Lob zu singen. Dagegen seten mit ganz besonderer Anerkennung die Mitglieder unseres Theaters genannt, ein jedes füllte vollkommen seinen Plaz aus. Herr Sandorff führte die außerordentlich schwierige und anstrengende Rolle des Glockengießers Heinrich verständnisvoll und ohne im Geringsten zu ermüden, durch. Hier und da wäre nur etwas deutlicheres Sprechen zu wünschen gewesen. Herr Telefy als Nickelmann und Herr Tamte als Waldschratt, Frau Kellermann als Magda befriedigten völlig, die beste Leistung bot aber doch Herr Linzen. Sein Pfarrer schloß sich würdig seinem Wachtmeister in Wallensteins Lager an. Alles in Allem: Gestern konnten sich auch die Anspruchvollsten unserer Theaterbesucher davon überzeugen, daß wir in unserem neuen Direktor und seiner Künstlerschaar Kräfte gewonnen haben, die auch den schwierigsten Aufgaben gewachsen sind. Litterarisches. Ich kann ja ohne Dich nicht leben!" Von dem Komponisten Otto Rechlin ist unter obigem Titel soeben ein neues Lied im Musikalienhandel erschienen, zu welchem Baul Großmann, der Dichter des bekannten Liedes„ Zwei dunkle Augen", die Worte geschrieben hat. Text und Musit sind im Volkston gehalten, die Melodie ist einschmeichelnd und tief empfunden, die Instrumentation einfach und überaus flangreich. Das für Klavier mit einer Gesangstimme und für Orchester eingerichtete Tonstück ist, durch alle Musitalienhandlungen sowie vom Komponisten und Selbstverleger Otto Rechlin, Karlshorst, Treskow- Allee 65, zu beziehen. Geschäftliches. Auf der diesjährigen allgemeinen Deutschen Ausstellung für Gewerbe, Industrie und Landwirtschaft zu Außig haben die„ Singer" Nähmaschinen, welche bekanntlich auf der großen Pariser Weltausstellung mit dem„ Grand Prix" ausgezeichnet wurden, wiederum einen hervorragenden Erfolg zu verzeichnen, und zwar war die Singer Co. die einzige Ausstellerin, welche zwei erste Preise, nämlich das Ehrendiplom zur Goldenen Medaille für Nähmaschinen und das Diplom zur Goldenen Medaille für Kunststickerei davongetragen hat. Die Ernährungs- Hygiene und der Kaffee. Was das Volt täglich genießt, ist von entscheidender Bedeutung für liches und geistiges Wohlbefinden. In dieser wichtigen Erseinen Gesundheitszustand, für seine Lebenskraft, sein förperkenntnis begegnen sich jetzt die Einsicht der modernen Wissenschaft und der gesunde Verstand, das natürliche Gefühl des schlichten Mannes. Immer mehr Stimmen werden laut, die dem gesunden und kräftigen, aus unserem heimischen Getreide bereiteten Malzkaffee, namentlich wie er in der ausgezeichneten Form von Kathreiners Malzkaffee auf den Markt kommt, begeistert das Wort reden und ihn wegen seiner natürlichen, vollständig unschädlichen und angenehmen Eigenschaften zum allgemeinen Volksgetränk erhoben wissen möchten. Es ist in der Tat auch überraschend, wie leicht und gern man sich zu Kathreiners Malzkaffee bekehrt, wenn man erst einmal einen Versuch damit gemacht hat. Marktberichte. Gießen, 13. Oftbr. Auf dem heutigen Wochenmarit tosteten Butter per Bfb. 1.00-1.15 Mt., Hühnereter 2 Stüd 14-18 Pfg., Enteneter St. 8 Pfg., Käse per St. 5-8 Pfg.. Käsematte 2 St. 5-6 Pfg., Erbsen per Liter 21 Pfg., Linsen per Liter 32 Bfg., Tauben per Paar M. 0.70-0.90, Hühner per Stüd Mt. 1.30-1.80, Hahnen, per Stüd Mt. 0.70-1.50, Enten per Stüd 1.80-2.40, Gänse p. Pfd. 54-60 Pfg., Ochsenfleisch per Pfd. 68-78 Bfg., Rindfletsch per Pfd. 62-66 Pfg. Schweinefleisch, per Pfb. 66-76 Pfg. Schweinefleisch gesalzen per Pfund 0.80 Bfg., Kalbfleisch per Bfd. 70-76 Bfg., Hammelfleisch per Pfd. 56-74 Bfg., Kartoffeln per 100 kilo 5.50–6.50 Mt., Zwiebeln per 3t. Mt. 4.50-5.00, Kirschen per Pfund 00-00 Pfg. Milch per Liter 18 Pfg. Dauer der Marktzeit von 8 Uhr morgens bis 2 Uhr Nachmittags. Gegenstände des Wochenmarktverkehre dürfen vor Beginn der Marktzeit überhaupt nicht, und während der ersten drei Stunden der Marktzeit im Umherziehen feilgeboten werden. Berantwortlich: für ben politischen und Inseratenteil Albin Klein: bas Sotale, ben„ Gerichts." und„ Deffentlichen Sprechsaal": Fr. Oppermant Brad und Berlag der Gießener Verlagsbruderei( vorm. Wilb. Keller), Gießen. Wer seinen Kindern täglich Kathreiners Malzkaffee zu trinken giebt, der giebt ihnen Gesundheit und Wohlbefinden, körperliche und geistige Frische. NUR 25 AMTLICH GLÄNZEND BEGUTACHTET: SALUTARIS 25 TOILETTE- FETT- SEIFE NUR Pro Unübertroffen für Haut- n Ceintpflege: Rein, mild, sparsam. C. Naumann, Seifen- u. Parfümeriefabrik, Offenbach a.M. Stadt- Theater Giessen. Direktion: Steingoetter. Freitag den 16. Oftober. 3. Freitags- Abonnement- Vorstellung. Novität! Novität! Ueber den Wassern. Drama in 3 Aufzügen von Georg Engel. Evangelischer Jünglings- und Männer Verein Giessen. Sonntag, den 18. Oftober 1903 Sechzehntes Jahresfest Vorm. 9 Uhr: Gottesdienst in der Johanneskirche. Nachm. 3 Uhr an: Feier im Saal der Kleinkinderschule( Diezstraße 15). Jedermann sei herzlich eingeladen. Der Vorstand Pfarrer Dr. Haumann. Nächste Ziebung am 15. Oktbr. cr. Frisch GEWAGT 1st halb GEWONNEN! Laut reichsgerichtl. Entscheid. vom 8. April 1895 für ganz Deutschland incl. aller Bundesstaaten gesetzl. erlaubte Serienlosgesellschaften besteh. aus je 100 Anteilen comb. in 24Ziehungen mit abwechs. Haupttreffer in Mark: 300000, 240000, 180000, 120000, 105000, 102000, 90000, etc. etc. Gesamtbetrag der kleinsten Treffer ca. 20 Prozent des Einsatzes. Keine Nieten. nur 5 Mk. mationsfrist. - Jedes Loos ein Treffer! Gewinnlisten n. jeder Ziehung. Monatlicher Beitrag Bei Nichtconvenienz 3 Tage ReklaUmgehende Anmeldungen zu richten an: J. SCHMIDT& Co. in Arnheim a. Rhein. Niederland No. 95. - Empfehle mein gross. Lager in Defenu. Herden sowie die großen Hopewell- Defen mit eingemauertem Wasserschiff( Aurorahütte) und als Alleinverkauf für Grünberg und Umgegend die weltberühmten Röderherde ferner: Kesselrümpfe und Kupferkessel. Großes Lager in Betr.: Die Ausführung der Verordnung vom 5. Februar Betr.: Maßregeln zur Abwehr der Maul- und Klauen1901, das Gewerbe der Gesindevermieter und Stellenvermieter betr. Bekanntmachung. Bestehender Bestimmung gemäß bringen wir nach stehend den Gebührentarif der hiesigen Gesindevermieterinnen und Stellenvermittler zum Abdruck. Die Gebühr einer Gesindevermieterin beträgt. 1. Für Vermittlung eines Dienstboten an eine Herrschaft in Gießen 2. Für Vermittlung eines Dienstboten an eine Herrschaft nach auswärts ( Frau Heßler Mk. 5.-) Mt. 5.Mt. 7.Seuche. Bekanntmachung. Mit Rücksicht auf den am 20. und 21. Oktober I. Je. dahier stattfindenden Viehmarkt bringen wir die nachstehenden Bekanntmachungen wiederholt zur öffentlichen Kenntnis mit dem Anfügen, daß Zuwiderhandlungen gegen die darin enthaltenen Anordnungen unnachsichtlich zur Bestrafung gelangen. Gießen, den 10. Oftober 1903. Großh. Polizeiamt Gießen. Hechler. Gießen, den 2. Oftober. wovon der Dienstbote jeweils Mt. 2. zu entrichten hat. Betr.: Maßregeln zur Abwehr der Maul- und Klauenseuche. Die Gebühr des Stellenbermittlers Hermann beträgt: für einen 1. Gesellen Mk. 3." " 2. 3. !! " 2.1.50 " " Das Großherzogl. Kreisamt Gießen an die Ortspolizeibehörden des Kreises. Von den am 29. und 30. v. Mts. dahier stattgehabten Viehmärkten ist eine große Anzahl von Vieh in die verwovon Meister und Geselle je die Hälfte zu entrichten hat. schiedensten Ortschaften des Kreisen verbracht worden. Für Gießen, den 9. Oftober 1903. Großh. Polizeiamt Gießen. Hechler. Unsere Poliklinik für Zahn-, Mund-, u. Kieferkrankheiten, chirurgisch- zahnärztliche Orthopädie steht jetzt unter Leitung eines Assistenten und ist Wochentags von 1-3 Uhr für Unbemittelte unengeltlich geöflnet. Glesson, Schwalm, Zahn- Arzt. Bahnhofstrasse 63.( an der Wieseckbrücke.) Versteigerung. Mittwoch, 15. Oktober nachmittags 2. Uhr, werden im Biefer'schen Saale verfteigert: 1 feines Sofa, ein Schreibtisch, 1 Bücherregal, 1 gr. Tisch, 1 Linoleumbelag, 1 Auszieh= tisch, 1 Aquarium, 1 eich. Bauerntischchen, 1 Zigarrenschränkchen, 4 Riemenscheiben, 1 Bügelofen{ und eine Ladeneinrichtung. Die Versteigerung findet beftimmt statt. Die Sachen können jezt schon besichtigt werden. Geißler, Gerichtsvollzieher. Gießen EUREKA Jede Hausfrau versuche Vormbaum's Wasch- Pulver Eureka, dasselbe verhütet d. unliebfame Ab: färben u. Einlau= fen der Wäsche, erhält die wollene Wäsche wunderbar Chon- und Zementröbren und Platten. bligichnell blendend weiß und Gleichzeitig empfehle mein Lager in Werkzeugen und Banbeschlägen, Haus- und Küchengeräten, FleischHadmaschinen( Aleranderwerk) zu den billigsten Fabrikpreisen. Auf Wunsch alles frei ins Haus durch eigenes Fuhrwerk. Louis Hafner, Grünberg. Markt 7 Telefon Nr. 1. Fritz Eccarius Markt 7 ( Wilhelm Orbig Nachfolger) Küchenlampen Stehlampen Hängelampen Beste absolute Chaisenlaternen, Petroleumempfiehlt: PATENT unter Sarantie. von Mt. 0,50 bis . 3,50 ben 2.00 bis " t. 40.2.00 bis ben 員 m. 80.fisere Sturmlaternen. echte Motardterzen. Öfen u.-Rocher Elektrische Lampen. Gaslampen. Lager Ein großes weich, macht die weiße Wäsche giebt derselben einen höchst angenehmen frischen Geruch. 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Nach Biffer 2 dieser Be fanntmachung müssen die erwähnten Tiere der Ortspolizeibe. hörde und von dieser dem Großh. Kreisveterinäramt angemeldet werden. Nach Mitteilung des Großh. Kreisveterinäramts Gießen sind indessen keine derartigen Anzeigen eingegangen. Wir beauftragen Ste daher, zu ermitteln, welche Tiere von den seit 7 v. Mts. stattgehabten Viehmärkten in Ihre Gemeinde eingeführt worden sind. Dem zuständigen Großh. Kreisveterinäramt ist von dem Ergebnis alsbald Mitteilung zu machen. Indem wir unsere Bekanntmachung vom 7. v. Mts. nachstehend erneut zum Abdruck bringen, beauftragen wir Sie, dieselbe wiederholt in Ihrer Gemeinde zu veröffentlichen und auf die genaue Befolgung unserer Anordnungen hinzu. mirfen. J. V.: Dr. Kranz bühler. Bekanntmachung. Betr.: Maßregeln zur Abwehr der Maul- und Klauenseuche. Zufolge Verfügung des Großh. Ministeriums des Innern vom 5. 1. Mts. werden mit Rücksicht auf das stärkere Auftreten der Maul- und Klauenseuche in den Regierungsbezirken Koblenz und Wiesbaden folgende Maßregeln für den Kreis Gießen angeordnet: 1. Wiederkäuer und Schweine, welche aus den Regier ungsbezirken Koblenz und Wiesbaden eingeführt oder auf Biehmärkten, insbesondere auf Schlachtviehmärkten, angekauft wurden und nicht zum Zwecke sofortiger Schlachtung unmittelbar in ein öffentliches oder Privatschlachthaus übergeführt werden, müssen an demjenigen Standorte, an dem sie nach ihrer Einführung in das zu schüßende Gebiet oder nach ihrer Wegbringung von dem Viehmarkte zuerst eingestellt werden, mindestens sieben Tage verbleiben und dürfen denselben innerhalb der nächsten 14 Tage( nach Ablauf der siebentägigen Quarantäne) nur verlassen, wenn sie innerhalb veterinäramtes feine seuchenverdächtigen Erscheinungen gezeigt jener Kontumazzeit nach dem Zeugnis des Großh. Kreis. haben. Alle Tiere der genannten Arten, welche mit den der Kontumaz unterstehenden während deren Dauer zusammen in einem Gehöfte untergebracht sind, werden denselben Vor schriften unterworfen. 2. Alle Tiere, welche den unter 1. enthaltenen Maß nahmen unterworfen sind, müssen unverzüglich der Drtspolizeibehörde und von dieser dem Großh. Kreisveterinäramt angemeldet werden. Seitens der legtgenannten Behörde wird eine Liste über diese Anmeldungen geführt. 3. Wird zur Ausführung eines der Quarantäne unter worfenen Tieres ein freisveterinärärztliches Zeugnis verlangt, so hat die Requisition des Großh. Kreisveterinäromtes durch die Ortspolizeibehörde zu erfolgen. - 4. Der Handel mit Klauenvieh im Umherziehen wird vorerst bis zum 1. Dezember 1. J. allgemein untersagt. Dieser Maßregel sind ausnahmslos alle umher zichenden Händler unterworfen; sie ist nicht etwa auf die Herkünfte aus den obengenannten beiden preußischen Regierungsbezirken beschränkt. bor 5. Bei sämtligen Bichwärkten innerhalb des Kreises Gießen ist das aufzutreibende Vieh schon dem Auftrieb auf den Markt einer Besichtigung durch Dabei den überwachenden Tierarzt zu unterziehen. find seuchenverdächtig befundene Tiere bis zur genaueren Feststellung ihres Zustandes vom Auftrieb auszuschließen und zu separieren. Für geeignete Einricht und ein leeres Mansardenzimmerungen zum Zwecke der vor dem Auftrieb vorzunehmenden Besichtigungen, sowie für Räumlichkeiten zum Sepa rieren verdächtiger Tiere und für das etwa nötige Aufsichtspersonal hat der Unternehmer Sorge zu tragen. Bei Viehmärkten, bei welchen die voraussichtlich aufgetriebene Viehzahl über 500 Stück Großvieh beträgt, ist zur leberwachung des Marktes ein weiterer beamteter Tierarzt oder, falls ein solcher nicht zur Verfügung steht, ein für dieses Geschäft besonders zu verpflichtender praftischer Tierarzt zuzuziehen. billig zu vermieten. Gießen, Seltersweg 10. Möbl. Zimmer mit Klavierbenutzung zu verm. 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