Nr. 161. Moguementspreis: in Gießen, abgeholt monatlich 50 Pfs, ta's Saus gebracht 60 fg., durch die Poft bezogen viertel hrlich Mr. 1.50. Grabellagen: Oberheffische Familienzeitung( täglic) Oberbeffie Beitschrift für Landwirtschaft, bst- und ecloubek, fowie bie Glebener Geifenblasen( bentlich). 9ss Blew afbrit es alle Belegen nederitage. Montag, den 13. Juli 1903 Gießener 12. Jahrgang. Infection pret 8 Die einfaltige Betigelle für Cleber whe ganz Oberbeffen, die Kretse Wetlar und Rarburg 10 Pfe. fonft 15 fg.: Reklamen die Betttzelle 30 resp. 40 Pie. Postzeitungsliste No. 9000. Rebattion unb Expedition: Gießen Regenweg 28. Fernsprechanlah A, 800. Neuelle Nachrichten efoner Tageblatt) Anabhängige Tageszeitung ( Gießener Zeitung) für Oberheffen und die Kreise Marburg und Wetlar; Lokalanzeiger für Gießen und Umgebung. Enthält alle amtlichen Bekanntmachungen der Großh. Bürgermeisterei Gießen und anderer Behörden von Oberheffen. Bekanntmachung betreffend: Die polizeiliche Aufsicht über die Zu- und W gzüge. Da wir in letzter Zeit wiederholt die Erfahrung gemacht haben, daß den Bestimmungen des Gesetzes bezüglich der polizeilichen An- u. Abmeldung nicht nisprochen wird, machen wir darauf aufmerksam, daß diejenigen Personen, die in der Stadt ihren gewönlichen Aufenthalt nehmen wollen, dieſes innerhalb 8 Tage unter Vorlage einer Abmeldebescheinigung des seitherigen Wohnorts bei der unterz ichneten Stelle anzuzeigen haben. Gleichzeitig haben diejenigen Personen, welche ihren hiesigen Aufenthalt aufgeben, sich vor dem Wegzuge persönlich oder schriftlich abzumelden. Vorstehende Bes'immungen finden auch Anwendung auf Handlungsdiener, Gewerbsgehülfen, Lehrlinge, Fabrikarbeiter u. Diensboten. Zu den vorstehenden An- u. Abmeldungen sind auch diejenigen verpflichtet, welche den betreffenden Personen Wohnung und Unterfommten gewährt haben, wenn solches nicht von dem zunächst Ver= pflichteten geschehen ist. Zuwiderhandlungen gegen diese Bestimmungen unterliegen ciner Geldstrafe von 2-30 mt. Grünberg, am 10. Juli 1903. Großherzogliche Bürgermeisterei Grünberg. Zimmer. Die Politik. Erdichtete Kaiserworte. Angebliche Aeußerungen des Kaisers sind in jüngster Zeit durch die Presse gegangen. So sollte der Kaiser auch wäh rend der Kieler Woche sich zu dem amerikanischen Millionä Vanderbilt über den Ausfall der Reichstagswahlen geäußer haben. Er sollte erklärt haben, er denke nicht daran, der Reichstag wegen des Anwachsens der sozialdemokratischer Fraktion, das er übrigens vorausgesehen habe, aufzulösen selbst dann nicht, wenn der Reichstag die geplante Heeres verstärkung ablehnen sollte, was ihm ausgeschlossen scheine Jetzt wird offiziös gemeldet, an der ganzen Darstellung sei tein wahres Wort. Es bleibt schlechterdings unbegreiflich. mer ein Interesse daran haben kann, solche Erfindungen in die Welt zu setzen. Das neue bayerische Wahlgesek, das deni bayerischen Landtag in seiner nächsten Tagung vor: gelegt werden soll, baut sich auf denselben Grundsäßen aus wie das Reichstagswahlrecht: Der Gesetzentwurf soll das geheinie, gleiche, direkte und allgemeine Wahlrecht bringen. Doch joll der Termin der Wahlmündigkeit weiter als bisher hinausgeschoben werden. Die Wahlkreise sollen meistenteils nur einen, einige jedoch auch zwei Abgeordnete in den Landtag ichicken, wie es in Preußen ähnlich der Fall ist. Die Annahme eines derartigen Geschentwurfs darf als sicher gelten. Einigungsämter zwischen Aerzten und Kranfenfassen. Die badische Regierung hat in jüngster Zeit einen Gesezentwurf über die ärztliche Standesorganisation veröffentlicht, der in mancher Hinsicht vorbildlich für die übrigen Bundesstaaten ist. Baden bestzt als erster aller deutschen Staaten bereits seit 1864 eine ärztliche Standesvertretung, der die Diszplinargewalt gegen die Aerzte zustand. Diese Einrichting, der Landesausschuß, hat sich überlebt, und die Regierung will auf Wunsch der Aerzte jetzt eine ähnliche Organisation des Aerztestandes schaffen, wie sie Preußen und Sachsen bereits besigen. Es sollen eine Aerztekammer, ärztliche Ehrengerichte und ein Ehrengerichtshof errichtet werden. In Einzelheiten unterscheiden sich die Befugnisse dieser Institutionen von denen der preußischen und sächsischen. Der wichtigste Unterschied ist der, daß die ärztlichen Ehrengerichte zugleich auch als Einigungsämter bei Streitigkeiten zwischen Aerzten und Krankenkassen fungieren sollen. Diese Einigungsätter sollen aus zwei Mitgliedern des Vorstandes der Krankenkassen, zwei ärztlichen Mitgliedern aus dem Ehrengericht und dem rechtskundigen Beirat des Ehrengerichts gebildet werden. Diese Einigungsämiter sollen auch dann in Lätigkeit treten, wenn ein Vertrag zwischen einem Arzte und einer Krankenkasse von einem anderen Arzte beanstandet wird. Tie anderen Bundesstaaten sollten diesem Beispiel folgen. Bekanntlich hat der Abg. Trimborn im Reichstag derartige gemischte Schiedsgerichte als zweckmäßig empfohlen und beantragt, ohne daß diesem Antrage von Reichswegen stattgegeben worden wäre. Englands kanadische Sorgen. ( Immer größer wird die Gefahr für die Engländer, daß ihnen über kurz oder lang Kanada verloren geht. Mit Aufschließung des nordwestlichen Kanada hat sich die Einwanderung erheblich gesteigert. Aber die Mehrzahl der Finwanderer sind keine Briten. In den elf Monaten des aufenden Finanzjahres sind nur 35 670 Engländer, Schotten ind Iren eingewandert, dagegen 37 671 Personen aus den Bereinigten Staaten und 31 429 aus dem nicht englischen Europa. Dazu kommt, daß die französischen Kanadier hnehin sich stärker vermehren, als die englischen. Es unteriegt feinem Zweifel, daß die schon heute in Kanada ziemlich tarfe Strömung, die eine Lostrennung der Dominion von England und ihren Anschluß an die Vereinigten Staaten antrebt, binnen absehbarer Zeit ihr Ziel erreicht trotz aller Zollbraktiken des Herrn Chamberlain, Versöhnung zwischen der Türkei und Bulgarien. Es ist gekommen, wie wir's vorausgesagt hatten: Dei bulgarisch- türkische Konflikt ist ohne Schwertstreich beigeleg vorden. Einstweilen wenigstens. Aber auch späterhin wird on den Mächten dafür gesorgt werden, daß die Sofioter Bernegroße keinen Balkanbrand entfachen. Wie jetzt aus der Residenzstadt des Fürsten Ferdinand bekannt wird, hat Der Ministerpräsident Petrow der Pforte die Versicherung ibgegeben, Bulgarien wolle seine miltiärischen Drohmaß : egeln an der Grenze einstellen, nachdem die Pforte ihrer eits erklärt hatte, die Verstärkung der türkischen Grenzposten ind die Truppenzusammenziehungen an der Grenze seien nicht gegen Bulgarien gerichtet. Es bleibe dahingestellt, vieviel zu dieser plötzlichen Nachgiebigkeit der bulgarischen Regierung die Zustände beigetragen haben, die sich neuerings in Sofia entwickelt haben. In der Hauptstadt iſt näm ich nach privaten Nachrichten die Lage Höchst ernst. Es jerrscht tatsächlich der Belagerungszustand. Die Straßen verden Tag und Nacht von Wachen abpatrouilliert. Sobald mehr als drei Personen zusammenstehen, werden sie sofort zerstreut. Die Stellung des Fürsten Ferdinand wird täglich) bedenklicher. Seit der Abschaffung gewisser Gesetze durch das Ministerium sind selbst seine loyalen Untertanen in großer Unruhe. Sie befürchten einen ähnlichen Staatsstreich seitens des Fürsten, wie ihn der ermordete König Alexander ausgeführt hatte. Zuzutrauen ist dergleichen den Fürſten ſchon. In der Hauptsache aber ist hl der Wuf mit der russischen Knute dasjenige gewesen, was die bulgarische Abenteuerlust gedämpft hat. Ein Kinder- Kreuzzug. Englische Blätter erzählen eine echt amerikanische Ge schichte, die diesmal sogar nicht erfunden ist. Danach ist eins bekannte amerikanische Arbeiteragitatorin, Mutter Johns". auf eine sonderbare Idee verfallen, um für die an dem pennsylvanischen Weberstreif beteiligten Arbeiter Unterstügungen zu gewinnen.„ Mutter Johns" ist mit einer Schar von Kindern, die sämtlich in den pennsylvanischen Tertilfabriken beschäftigt sind, von Philadelphia ausgezogen. Die Kreuzfahrer sollen Hunderte von Meilen marschieren, alle größeren Städte in der Nähe von Philadelphia aufsuchen und schließlich in New- York in Oyster Bai Halt machen. Die jugendlichen Wanderer führen theatralische Kostüme, Glasdiamanten, Megaphens, Phonographen und Banner mit Inschriften mit sich. Sie geben 11. a. allegorische Vorstellungen, die das Mitgefühl mit den Streifenden erregen sollen. Die Allegorie veranschaulicht die Uebermacht des Kapitals über die Arbeit. Das Kapital" wird dargestellt durch die Figur eines Knaben in köstlichen Gewändern. Neben ihm sitzt die Frau Fabrikbesizer", die reichlich mit Diamanten behängt ist. Die Idee ist, wenn man die Yankees fennt, gar nicht so übel; der„ Kinderkreuzzug" wird sicherlich ein erfleckliches Sümmchen abwerfen. Erwähnt sei, daß 3. Zt. in Pennsylvanien 75 000 Textilarbeiter streifen. Sie verlangen von den Unternehmern eine Herabsetzung der Arjeitszeit auf wöchentlich 55 Stunden. * Kurze politische Nachrichten. König Karol von Rumänien wird, wie unser Berliner CB- Mitarbeiter hört, anfangs August in Ischl den Kaiser Franz Josef besuchen. * Anläßlich des Besuches des amerikanischen Admirals Totton im Buckingham- Palast hat König Eduard ein Begrüßur 1s- Telegramm an den Präsidenten Roosevelt gerichtet. Die Reise König Victor Emanuels nach Paris wird sofort nach dem Zusammentritt des Konklaves stattfinden. * Angesichts der Erregung, die die Kischinewer Vorgänge hervorgerufen haben, hat der Zar eine nochmalige strenge Untersuchung der Kischinewer Vorgänge angeordnet. Alle bereits aus der Haft entlassenen Personen sind wieder verhaftet worden. Der angebliche Hauptschuldige Piserjewski hat sich der Strafe durch Selbstmord entzogen. * Die Meldung von einer Versetzung des 6. und 7. Regiments von Belgrad nach der Provinz wird jetzt amtlich bestritten. Der serbische Gesandte in Montenegro Milosch Wassitsch ist von seinem Posten abberufen worden. * Die Washingtoner Regierung hat ein Kanonenboot nach dem Orinoko entsandt, mit dem Auftrage, die Freigabe der von den Venezolanern beschlagnahmten amerikanischen Schiffe zu erzwingen. ** Hof und Gesellschaft. Der Kaiser hat seine Nordlandsreise begonnen. Di Hohenzollern" mit Nymphe" und" Sleipner" im Gefolg passierten in langsamer Fahrt Dragör auf der Insel Amagen ** General- Feldmarschall Haeseler hat in Magdeburg einen leichten Infall erlitten. Er fiel auf der Straße und zog sich eine Verstauchung des linken Handgelenks zu. Dock hielt ihn seine Verletzung nur um einen Tag in seiner Inspek tionsreise auf. ** Wunder und Legenden. Rom, 11. Juli. Bulletin über Bulletin:„ Es geht besser, Nahrungsauf nahme befriedigend", fündet das eine,--- ,, es geht zu Ende", flagt das andere, wenigstens läßt es sich zwischen den Zeilen lesen, die von Schwellung an Füßen, Beinen und Händen infolge des im Körper des Papstes angehäuften Harnstoffes melden. Der unbefangene Beobachter wird aus dem pessi Bristischen Standpunkt beharren müssen, wenn nicht ein Wunder geschieht. Und geschehen denn in unserer Zei! noch Zeichen und Wunder? Kardinal Rampolla scheint es anzunehmen, denn er hat sich aus Neapel die Bischofsmütze des Hl. Januarius verschrieben, die wundertätige Reliquie des Schutzheiligen der Vesuvstadt. Von dem Domkapitular Grafen Caracciole eigenhändig überbracht, ist das bischöfliche Abzeichen de heiligen Januarius jetzt im Zimmer des Papstes auf einen ad hoe errichteten Altar aufgestellt. Die Bischofsmüße soll nach der frommen Ueberlieferung schon manchem Kranken an dessen Wiederherstellung ärztliche Sunst verzweifelte, Ge nesung gebracht haben. Brünſtige Gebete der Gläubigen steigen zum Himmel, das Wunder zu erflehen. Aber selbst imter den Kardinälen schüttelt manch einer bedenklich da Haupt. Kardinal Macchi, der den Papst besuchte, drückte sick einem englischen Journalisten gegenüber offen dahin aus, daß man sich trösten müsse, einen Gerechten sterben zu sehen. Die weiße Taube. Das römische Volf aber verschließt Auge und Ohr der herben Wirklichkeit. Und man fann gewissen Preßtreisen der Vorwurf nicht erwehren, daß sie diese mystisch zuversichtliche Stimmung in iwwerannvortlicher Weise nähren. Immer wieder werden neue Aussprüche des Papstes kolportiert, immer wieder sucht man aus purer Sensationssucht den Fern stehenden einzureden, daß der am Rande des Grabes schwebende Kranke innstande sei, auszustehen und mit seinen Aerzten zu scherzen. Versteigt sich ein Blatt doch zu der rührenden Erzählung von einem weißen Täubchen, das der Papsi täglich zu füttern gewöhnt war, und das jetzt an das Fenster des Schlafzimmers pickte, um die gewohnte Agung entgegenzunehmen. Der treue Kammerdiener Centro lief s auf des Papstes Geheiß ein, und das Vögelchen wurde von > em Kranken auf dem Bettrande eigenhändig gefüttert! Das Vermögen des Papstes. mußte gleichfalls zu einer Legendenbildung herhalten. Wie bereits gemeldet, hatte der sozialistische Avanti" die Nach richt in die Welt gesezt, daß der Papst seinen Neffen 20 Mil lionen Lire hinterlassen habe. Ziese Meldung wird jetzt vor catifanischer Seite aus ganz energisch dementiert. Der Bapst besitzt ungefähr 100 000 Francs, die er von den Einfünften seiner Selpflanzungen bet Mainza gespart hat, dazu Tommien nod) Geschenke im Wert von etwa 100 000 Lire. Caß von 20 Millionen gejabelt wurde, hängt wahrscheinlich mit einer Verwechselung des Privatvermögens des Papstes mit dem„ päpstlichen" Schab zusammen, der sich von Papsi ju Papst vererbt und zur Zeit etwa 30 Millionen Lire be tragen wird. Wo ist König Alexanders Barvermögeni Eine Frage an die serbische Regierung. Die serbische Regierung hat den Gläubigern des ermor deten Königspaares nach vielem Drängen und Hin- und Herverhandeln eine Ausgleichsquote von 20 Prozent auf hre Forderungen im Betrage von 400 000 Mark offeriert, nachdem sie anfänglich von einer Verpflichtung, für die Schulden Alexanders und Dragas aufzufommen, überhaupt nichts wissen wollte. Die rechtliche Seite dieser Angelegenheit soll hier nicht untersucht werden. Aber die gänz liche Schuldentilgung wäre sehr einfach, wenn man das Privatvermögen des Königs und der Königin auffinden Fönnte. Wo ist es und wer hat es verschwinden lassen? Unter Alexanders Nachlaß hat sich nicht eine einzige Banknote, nicht ein einziges Wertpapier gefunden. Und boch hatte, wie unzweifelhaft von kompetenter Stelle in Wien versichert wird, König Alexander bei einem großen Wiener Hause noch im Frühling des vorigen Jahres ein Vermögen pon 800 000 Francs liegen. Dieses Kapital wurde damals im Auftrage des Königs behoben und bei einer Wiener uni mehreren ausländischen Banken plaziert, jedoch auf der Namen der Königin Draga. Unzweifelhaft feststehend is auch, daß von der letzteren größere Geldsendungen ins Aus land geschickt wurden und daß bei der letzten Finanzoperation der sogenannten Sechzigmillionenanleihe, 500 000 France in den Konak wanderten. Wo sind diese großen Summer geblieben? Auf diese Frage müßte die serbische Regierung wenn sie nicht den schmählichen Verdacht der Duldung von gewissenlosen Unterschleifen auf sich laden will, unbeding Auskunft geben oder wenigstens zu geben versuchen. Si lange sie in dieser Richtung keine energischen Schritte tut wird die öffentliche Meinung sie mit mißtrauischen Auger betrachten. In dieser Hinsicht ändert auch der Umstand nichts, daß Lie kostbaren Ringe Aleranders und Dragas, Geschenke des Eristu nickte zustimmend und horchte sodann nach jektierten Bau Holz zu kaufen, da einzelnen Rufen, die aus der Ferne herüberschallten. Gilia sprang er empor und Entschuldige, liebe Mutter, ich glaube, ein Besuch" zum Kabinet hinstürzte Material in Eristus Waldungen zu finden war. Auf Mirius' nunmehrige Bemerkungen Data für einen Augenblick Farbe gewechselt, um jedoch angeblich kein passendes hin hatte um sodann als Schreiber Data Berwendung zu Seine Dienste antragend, die auch bei fin= nun zu Mirius, ihm den, und dieser junge Mann to probeweise angenommen wurden. erra Data dah rfuhr Inbte er feinen ehemalidenen man sich beschäftigt. hr ganzes Wesen stand we Daß die Damen nicht darüber hätten flatschen sollen; aber auch die männlichen siniuen fonnten sehr scharf in ihren geniert fröhlich und kameradschaftlich gegen die Herren, ale im Einklang mit den Vorschriften der Konvenienz, war so un Baren und anderer Herrscher, Nippes, prächtige Waffen. orientalische Kuriositäten sich angefunden haben und über sie jogar ein sorgfältiges Inventar aufgenommen worden ist das der Königin Natalie, als angeblich einziger Erbberech igten, übermittelt worden ist. Die Juwelen, Andenken und Kunstgegenstände lassen sich, das kann ein jeder in jeder Zeitung täglich lesen, schwer verschärfen", aber bar Gelt acht. Und sollte auch, wie es den Anschein hat, Königir Natalie auf die Erbschaft verzichten und die Gläubiger Alexanders aus einem etwaigen Verkauf der Wertsacher 1. f. w. völlig befriedigt werden, die häßliche Frage wiri darum doch nicht aus der Welt geschafft: Wo ist Alexander: Barvermögen geblieben? Die serbische Regierung wird 31 hrer Beantwortung, abgesehen von den moralischen Gründen chließlich schon durch den Umstand gezwungen werden, daß nach einem in Belgrad mit Vesiimmtheit auftretenden Ge : ücht ein Testament des Königspaares mi genauer Angab er vorhandenen Barmittel in den Händen sicherer Per onen liegt, die zur gegebenen Zeit schon damit hervortrete verden. Ein Steuerwink für Chamberlain. In der„ Daily Mail" findet sich eine scheinbar harmlos leine Plauderei mit einer tiefpolitischen Pointe, die den be fannten Zollabsichten Joe Chamberlains zur Folie diene soll. Der findige Journalist führt seinen Lesern die Einrich hung eines englischen Salons im Bilde vor, eines geschmack boll eingerichteten Salons, der nur den einzigen Fehler hat daß, wie man nachher vernimmt, kein Stück in und an ihn von englischen Händen erzeugt ist. Die Dame des Hauses aber weiß nichts davon. Sie begreift nicht, daß die Leut jetzt den ausländischen Einfuhrtarifen und dergl. so viel Wich tigkeit beilegen. Sie erklärt,„ niemals die schrecklichen bil ligen Sachen zu kaufen, die man nach England herüberschicke und stets die einheimische Industrie zu unterſtüßen". Dc klärt sie aber unser Journalist über ihren großen Irrtum ganz gehörig auf. Wo haben Sie jene große Photogravure Nelsons Tol gefauft?" fragte ich, so erzählt er dem Leser. Sie sah, daf fie meine Anflage widerlegen konnte und antwortete trium phierend: In dem hübschen Geschäft in der P.- Street. Das Bild war so billig." Ich stand auf und betrachtete es genau In einer Ecke stand in kleinem Druck» Printed in Ger many. Ich lenkte ihre Aufmerksamkeit darauf, was ihr nicht gefiel.„ Aber jedenfalls habe ich es hier rahmen lassen." Ich sah wieder hin, es war ein deutscher Goldrahmen.„ Wi bezahlen Deutschland jährlich 4 000 000 Mark für diese Orna mente, obgleich ich glaube, daß sie die aus englischen Eichen: holz am vorteilhaftesten für die Ausfuhr finden." Sie er gab sich und sant auf einen hübschen kleinen Stuhl aus öster reichischem gebogenen Holz.„ Das wußte ich nicht."„ Natür. lich wußten Sie das nicht," sagte ich tröstend. Uebrigens bin ich ebenso schlecht. Ich habe neulich ein Inventar meines Hauses aufgenommen und...."„ Es ist sehr hübsch ein gerichtet." Die Fabrikanten würden das gern hören; es sind lauter Ausländer." Sie runzelte die Stirn und klopft mit einem fleinen, in der Schweiz geschnitten Papiermessei auf den Tisch. ,, Alle?" Mit Ausnahme einer alten, von mi selbst geschnitten Konsole ist, glaube ich, alles, von der Tür matte mit dem Wort Salve bis zu der Patentschornsteinkappe die meinen amerikanischen Ofen vom Rauchen kuriert hat in einem fremden Lande entworfen, erfunden, gewebt oder geformt. Bei meiner Untersuchung fand ich, daß jedes Stüd Borzellan oder Steingut in meinem Hause außerhalb fabri ziert wurde." Und nun kommt eine gepfefferte Aufstellung von den Un summen, die das arme reiche England den fremden industriel len Freibeutern alljährlich in den Schoß werfen müsse. Dei ganze Zolltarif wird durchgehechelt und bei jeder Position wo es irgend angeht, neben der Gesamtsumime, die das Aus land schluckt, bedeutungsvoll hinzugesetzt: Davon zahlten wi an Deutschland allein so und so viel. Denn Deutschland Industrie ist dem Verfasser vor allem ein Dorn im Auge Und die Ziffern tanzen gespenstisch mit ihren vielen Nuller bor dem Angesicht der britischen Steuerzahler und bereiter Joe den Weg, den er gehen will und wird. Vor der über wältigenden Wucht seiner Statistik- so hofft der hilfreich Bollplauderer werden sich die Augen des britischen Volke: schließen wie die seiner schönen Zuhörerin, als die belgische Uhr" elf schlug und er leise Abschied nahm, indem er das amerikanische Schloß an der Haustür aus norwegischem Hola zurückzog, sie leise mit dem deutschen Griff schloß und durc in in den Vereinigten Staaten gegossenes cifernes Tor schritt. Die Hebrenlere. zehrungsprozeß, der sich dank der Energie der sozialdemokra tischen Partei an dem Freisinn vollzicht, nicht durch Wahlunterstützungen freisinniger Kandidaten aufhalten sollten ein Vorschlag, der von den entschiedensten Gegnern der Sozialdemokratie niemals befolgt werden wird, während die indifferenteren Mitglieder rechtsstehender Parteien heute schon mit verschränkten Armen diesem Schausviel zusehen. Während sonach auf der rechten Seite die Neigung vorverrscht, mit mechanischen Mitteln, wie Aenderung des Wahlrechts und Hinaufsetzung der Altersgrenze, ihre Interessen sicher zu stellen, wollen die Freisinnigen den Schwerpunkt auf den Ausbau einer Organisation legen. Ein Teil empfiehit Zusammenschluß der liberalen Parteien durch eine Art interfraktionellen Agitationsausschusses, also eine Reorganisation von oben, ein anderer Teil, wie das„ Berl. Tagebl.", empfiehlt die Gründung von Bürgervereinen, also eine Reorganisation von unten. Man scheint also doch er kannt zu haben, daß die Sozialdemokratie ihre blendenden Erfolge zum großen Teile auch ihrer Organisation und Werbearbeit verdankt. Eine wichtige Folge dieser vortrefflichen Organisation ist die starke Wahlbeteiligung der Sozial demokratie. In dieser Hinsicht ist sie ein Vorbild für alle übrigen Parteien, in deren Reihen die Gleichgiltigkeit vielfach zu Hause ist. Aber diese Gleichgiltigkeit ist geradezu ein Frevel an dem Staatswesen, einmal, weil sie das Zustandekommen eines absolut richtigen Wahlbildes hemmt, sodann, weil die ganze Last der konstitutionellen Pflichten auf wenigen Schultern ruht. Die Ausübung der Wahl ist als Recht gewährt, um bei dem einzelnen Staatsbürger als Pflicht in Erscheinung zu treten. Nur dann hat das gleiche Wahlrecht einen wirklich informierenden Charakter, wenn auch davon ein allgemeiner Gebrauch gemacht wird. Wir haben das freieste Wahlrecht auf der ganzen Welt und die vollkommenste Form der Wahlsicherung, und dennoch eine so geringe Beteiligung! Da die allgemeine Ausübung des Wahlrechts ein notwendiges öfentliches Interesse ist, so wäre dessen Umvandlung in eine Wahlpflicht zu empfehlen. In der Schweiz werden Wahlversäumnisse mit Geldstrafen belegt; das sollte auch hier eingeführt werden, und hartnäckigen Wahlbürgern, die absolut nicht zur Front zu bringen sind, sollte für eine Zeitlang das aktive und passive Wahlrecht aberkannt werden. In einer Zeit, in der durch die Wahlpflicht eine starke Beteiligung herbeigeführt würde, wäre der Verlust dieses bürgerlichen Wahlrechts ganz gewiß eine harte Strafe, zumal der Verfehmte hierdurch mit den strafrechtlich aus der Ehrenklasse der Staatsbürger hinausgefallenen Elementen auf eine Stufe fäme. Das wäre unseres Erachtens Die beste Wahlrechtsreform. Eine nachträgliche Wahlbetrachtung. CB. Wenn demnächst der Schnitter auf dem Felde draußen bas Korn auf den Boden legt, dann zieht hinter ihm her die riesige Schar der Aehrenleser, die auf den abgeernteten Stoppelfeldern den fargen Bedarf für den schmalen Haushalt zusammensucht. Dieser Schar ist ein Teil der deutschen Bublizistik vergleichbar, die sich augenblicklich nach beendetem Wahlkampf mit der Frage befaßt, was geschehen soll, um ein anderes Wahlbild herbeizuführen. Die konservative Presse tritt immer unverhüllter mit dem Vorschlag hervor, bas gleiche Wahlrecht aufzuheben. Insbesondere eine Stimme in der„ Kreuzzeitung", gezeichnet A. v. W. worunter sich jedenfalls der konservative Kandidat im zweiten Berliner Wahlkreise Prof. Adolf von Wenchstern verbirgt Hlagt über die Urteilslosigkeit des deutschen Volkes und meint schließlich, das gleiche Wahlrecht passe höchstens für- Schöppenstedt. Der Verfasser deutet auch an, daß das komnende Parlament wohl nicht von langer Dauer sein werde, Denn höchst wahrscheinlich müsse man mit einer Auflösung rechnen. Gerade das eben ist am wenigsten wahrscheinlich, denn, Die bereits früher betont, ist die Regierungsmehrheit unverändert geblieben und würde sich auch durch eine Neuwahl kaum wesentlich ande gestalten. Außerdem aber ist es zuverlässig sicher, daß der Kaiser für eine Aenderung des Wahlrechts nicht zu haben ist. Wenn der Verfasser jenes Artikels selbst betont, daß eine Aenderung ohne Konvulsionen" nicht zu erreichen sei, so plädiert er gegen sich selbst, benn was er hier Konvulsionen nennt, ist eine abgeschmächte Bezeichnung für innere Unruhen und blutigen Zwist. Wer möchte ein derartiges Unglück für unsere Nation in einer gärenden Zeit, in der sich die Völker auf eine neue Machtberteilung rüsten, wohl wünschen? Ein anderer Teil der Aehrenleier spricht sich dafür aus, daß auch insofern ein möglichst getreues Wahlbild gewähr leistet werden solle, als die Parteien der Rechten den AufNab und Fern. Den Abschlu des deutschen Bundesy sickens zu Han nover bildet ein großes Bankett, dessen Präsidium die siegen den Schüßen führen. Ein Wißklang kam in die bisher sc harmonisch verlaufenen Festlichkeiten dadurch, daß ein Leip ziger Schüße verhaftet wurde, weil er versucht hatte, die Scheibenanzeiger zu bestechen, um für sich bessere Schuß resultate zu erlangen. Ehrung der Deutschen Schiffsbautechnischen Gesellschaf in Schweden. Die Mitglieder der Deutschen Schiffsbautech nischen Gesellschaft trafen auf ihrer Festfahrt an Bord des Seydlig" und des Feldmarschall" in Stockholm ein. Beide Dampfer waren reich mit Flaggen geschmückt. Bei der Ein fahrt in den Hafen spielten die Schiffskapellen die schwedische Nationalhymne. Eine große Menschenmenge hatte sich aus der Uferstraße versammelt. Bei der Landung wurden die Gäste von dem Personal des deutschen Konsulats und einem Empfangsausschuß empfangen. Alle Fahrzeuge im Hafen tragen Flaggengala. Die Zeitungen bieten in Leitartikeln ben Gästen ein herzliches Willkommen. Die Hochwassergefahr in Schlesien ist noch weiter in Steigen begriffen. Im Bezirk Ratibor sind erhebliche Ver fehrsstörungen durch Unterwaschung der Bahndämme zu be flagen. Das Hochwasser der Glazer Neisse hat verschieden Menschenopfer gefordert. In Desterreich sind ebenfall: verschiedene Landesteile schweren Ueberschwemmungen aus gesezt, und in Rumänien haben infolge großer Wolkenbrüch eine ganze Anzahl von Menschen in den empörten Flüssen ihr Leben lassen müssen. NNNINNN Achtung! bie Straßen unfere Anlagen der Pulve impofanten Eindruc reiter eröffnet, bot er ein recht abwechslun thren Fahnen waren Main Offenbach, Bad Nauheim, Lau bertreten. Die hie Equipagen mit By gefellen in Rittel, dem Feftzuge gewiff etwa 18 Ehrendam zeugten, daß auch abhold ist; auch z Allen meinen verehrl. Inserenten, Abonnenten und Geschäftsfreunden hiermit zur geft. Kenntnis, daß seit Samstag, den 11. Juli d. J., der bisher für mich tätig gewesene Annoncen- Acquisiteur, Herr Wilhelm Koch zu meinem Geschäft resp. meinen Zeitungen in keiner Beziehung mehr steht, da der Genannte sich große Unehrlichkeiten und Schwindeleien hat zu Schulden tommen lassen. Der flüchtige Hochstapler Manolesco, dessen Entweichung aus der Frrenanstalt Herzberge wir meldeten, wird von den Behörden bisher noch immer erfolglos gesucht. Man befürch tet, daß Manolesco, trotzdem er Anstaltskleidung trug, als er entwischte, doch ins Ausland entfommen sei. Er hat eine reiche Freundin, die ihn wahrscheinlich unterstützt haben wird. Deren Name ist aber der Berliner Polizei nicht bekannt. Manolesco hat, um zu entkommen, seinen Wächter auf das Kloset zu locken gewußt und dort hinterrücks mit einem Zaschentuch halb erwürgt. A Der Prügel- Hauslehrer Dippold, unter dessen unmensch)- licher Pädagogik der ihm anvertraute Sohn des Direktors Roch von der Deutschen Bank in Berlin sein Leben aushauchen mußte, ist der Bayreuther Frrenanstalt zur Beobachtung seines Geisteszustandes überwiesen worden. Im übrigen ist die Boruntersuchung in der sensationellen Affäre noch nicht zumi Abschluß gelangt. Die Anflage dürfte wegen des Verbrechens der Körperverletzung mit Todeserfolge erhoben werden, so daß sie der Angeschuldigte in der nächsten Schwurgerichtsperiode vor dem Landgericht Bayreuth zu verantworten haben wird. Seine nunmehr angeordnete Beobachtung in der Irren anstalt hat übrigens nur den Zweck, einen im modernen Strafprozeß bei außergewöhnlichen Fällen stets zu gewärtigenden Einwand schon jezt auf seinen Bestand prüfen zu lassen, damit die Hauptverhandlung einen ungestörten Verlauf nimmt. Ein grauenvolles Verbrechen beging der Mühlenbesitzer Bladuski in Zonnostje an der schlesisch- russischen Grenze. Ei tötete durch Beilhiebe seine Frau, seine drei Kinder und einen Arbeiter. Dann legte er Feuer an die Mühle und erbärgte sich. Bunte Chronik. In Kassel trafen unter Führung des Oberleutnants von Tettenborn die nach Deutschland gesandten 8 chinesischen Militärschüler ein. Hochachtungsvoll Albin Klein, Inhaber der Gießener Verlagsdruckerei Lokales. vertreten. Besonde Museum entlichene Lehrlingen getragen gefchmidten Rabern Spann der Brauerei von Meggermeiftern gefunden, fie erinne neration, die das Von Lehrlingen ge auch zwei Ochsen de der Vorsitzende des Herr Louis Becker, Schienenen und rief ein herzliches Wil Fleischer Innung u Mitteldich. Bundes Mainz; Redner h Fahren in Frankfurt die von den Väter gepflegt, vereint mit Band geschlungen, d Meister und G. seller Freundschaft heraus bezeuge. Er wüns brachte sein Hoch Namens der Gi Obermeister, Herr hielt eine wohlgefe ausführte, es hab Gießen, den 13. Juli 1903. ** Oberbürgermeister Mecum Gießen hat gestern seine Ferien angetreten. In Hannover wurde dem Fleischermeister Fischer durc einen Schüler sein einziges Auge ausgeschossen. Das ander hatte F. vor längerer Zeit auf gleiche Weise verloren. || Nach einer Erklärung des Königl. Preußischen Kriegsministeriums vom 22. Juni d. Js. gehören die Großh. Hessischen Oberrealschulen zu denjenigen Lehranstalten, deren Reifezeugnisse als vollgiltiger Nachweis des erforderlichen Bildungsgrades für den Offizierberuf angesehen werden. Die Primanerzeugnisse dieser Anstalten berechtigen zur Ablegung der Fähnrichsprüfung. In Passau wurden beim Einsturz eines Gebäudes ein Mann getötet, drei schwer und zwei leicht verletzt. Von den schwer Verletzten konnten zwei erst nach langer mühseliger Arbeit unter den Trümmern hervorgeholt werden. In Petersburg wurde eine griechische Bettlerbande ber haftet, die Kinder in abscheulicher Weise verstümmelte, um bas öffentliche Mitleid zu erregen. * Julius Römheld, der eifrige Förderer des Gewerbewesens, Ehrenmitglied des Landesgewerbe- Vereins, feierte am 11. Jult in geistiger und körperlicher Frische in Mainz seinen 80. Geburtstag. ** Hauptlehrerprüfungen. Die diesjährige Prüfung der Hauptlehrer ist vom Großh. Ministerium, Abteilung für Schulangelegenheiten, auf Dienstag, den 1. September festgesetzt worden. * Die 59. Jahresversammlung des hessischen Hauptvereins der Gustav Adolf- Stiftung wurde am 7. und 8. Juli in dem schön gelegenen Städtchen Herbstein gefeiert, dessen evangelische Bewohner die Festgäste überaus freundlich aufnahmen und ihre Festfreude durch Errichtung einer schönen Ehrenpforte und Schmückung ihrer Häuser mit duftendem Tannengrün bezeugten; auch katholische Enwohner hatten an ihren Häusern Kränze und Guirlanden angebracht. Fernsprech verfehr. Der Sprechverfehr zwischen Gießen und Basel ist vom 10. Juli ab zugelassen worden. Gesprächsgebüt r 2,50 Mt. * ** Vom Manöver. Für die Manöver der 21. Division sind u. a. folgende Dispositionen getroffen: Die Divisionsmannöver der 21. Division finden vom 15. bis 19. September zwischen Limburg und Marienberg statt, während zu gleicher Zeit die 25. Division zwischen Wetter und Wetzlar ihre Uebungen abhält. Den Beschluß der Herbstmanöver bilden die Korpsmanöver, welche vom 21. bis 23. September in der Gegend zwischen Limburg und Mengerskirchen abgehalten werden. Am 23 September, dem letzten Tage, manöveriert das gesamte Korps gegen einen markierten Feind. Für die Korpsmanöver wird ein Halb- Bataillon schwerer Feldhaubigen gebildet, deren Formierung am 21. September in Limburg stattfindet. Am 23. September( dem letzten Manövertage) werden die sämtlichen Truppen aus der Gegend von Limburg in die Standorte befördert, so daß die Ankunft dort noch am Abend erfolgen kann. * Brand. Kurz nach 3 Uhr entstand gestern auf bis jetzt noch unaufgeklärte Weise dicht am Eingang der Chaussee des Schiffenberger Waldes einer kleiner Brand. Das Feuer wurde jedoch bald wieder von den Vorbeigehenden gelöscht. -z Ihr 2. Stiftungsfest fierte am vergangenen Samstag in den Räumen des Felsenkellers" die Gesell. schaft Chattia"- Gießen. Zahlreiche Gäste hatten sich eingefunden, um den Darbietungen des Vereins zu lauschen. Eingeleitet durch mehrere Musikstücke, folgte der flott ge spielte Einafter 3weimal verheiratet", der ungeteilten Beifall der Zuhörer erntete. Sodann hielt der Vorsitzende, Herr Leun, die Begrüßungsansprache, in der er namentlich den Damen huldigte, die den Verein einen prächtigen Pokal stifteten. Nachdem noch verschiedene Zither- Solies vorgetragen wurden, trat der Tanz in seine Rechte, der alle noch in fröhlichster Stimmung bis zum frühen Morgen zusammenhielt. -z Der evangelische Arbeiterverein veranstaltete am gestrigen Sonntage auf Textors Terrasse ein Kinder- und Familienfest, das sich eines zahlreichen Besuches erfreute. Ein aus etwa 120 Kinder bestehender Chor, sowie ein exaft vorgeführter Kinderreigen trugen noch zur Erhöhung des Festes bei. Man kann sagen, daß das Fest in allen Teilen einen befriedigenden Verlauf nahm. * * V. Mitteldeutsches FleischergehilfenBundesfest verbunden mit dem 15jährigen Stif tungsfest des Schlachtervereins Brüderschaft Gießen. Jm Sonnenglanz als Bundesfest, vollzog sich gestern das Metzgerfest. Eine D putation mit einer Kapelle empfing in den Morgenstunden bis zum Mittag immer wieder neue Schaaren auswärtiger Vereine, die mit flingendem Spiel in die Stadt geführt wurden. Mittags stellten sich die Vereine am Brandplaß zum Festzug auf, der sich durch um Meister und C Freude darüber au Gießener Meister eingeladen habe, f Herrn Marr- Fran Fest teilzunehmen teilnehmern von Glückwünsche zu wörtlich:„ Nun al als Obermeister de biete ihnen Name bestes Gelingen zu daß wir die durch fammengehörigkeit gute Beziehungen habe." Herr Birreri fchaft 1888, in dem Große genannt werd Ich habe nicht Zeit Kaiser Friedrich Ab leiden ohne zu flag Raiser gelobte ein friedens zu sein. E fellen allezeit bestreb zu leben. Die Frü gangenen Jahre gez Beweis der Liebe u entgegenbringen. Jubelt age namens ein Erinnerungszeich Beziehungen: Meif Sie aber meine lie Ruf einstimmen: d insbesondere aber schaft"-Gießen er binetstück, auf der Gefellen- Verein Brü auf der anderen Se 1903 die Fleischerwurde nach einem Prolog ein Fal Auch die Borsigender Sprachen und überrei Delegierten zu einer bas nächſtjährige Bur wurde: 1. Besprechu Besprechung irer die 3. Besprechung über über die Stellungna nicht Bundes Vereine über dem Centralber des Central- Berband 7. Lage des Gefellen abhelfen, wie entsteh Schuß da. 9 Anna Fleischer- Verband. Vereine in einer reges Leben, die M Hinzuziehung auswä wei Zeilen und wu an Raroussels, Bho fo daß das Feft, das batte, zu aller Bu Fellesfreude durch ei Die tangluftige Juge dadurch nicht unter Feuerwert abgebrann nten und daß feit nich tätig Im Kod n feiner große Schulden ruderei 25 1903. eßen hat en Ariege Großb n Lehran hweis des eruf ange talten be derer des e- Vereins, Ser Frische Diesjährige erium, Ab en 1. Sp ffischen 1g wurde chen Herb Feftgäste durch Er Cung ihrer | | 3 Uhr ging ein Zug des Vereins„ Brüderschaft" und die Ehrendamen per Wagen durch die Stadt, vorauf die Musik, ebenfalls in Wagen. Hoffentlich wird das Fest heute nicht durch Gewitterregen unterbrochen. Dem Schlächterverein Brüderschaft" und nicht minder dem Mitteldeutschen Bund wünschen wir ferneres Blühen und Gedeihen. " s. Launsbach, 13. Juli. Die silberne Hochzeit feierte gestern Herr Johannes Hobbach und Frau. Beide sind noch rüstig und munter, und wir wünschen dem Paar noch viele glückliche Jahre. Rodheim a. d. Bieber, 12. Juli. Nie geahntes prächtiges Festwetter brachte uns der heutige Sonntag, die Sonne schien in den Mittagsstunden mit heißer Glut auf die Menschenmassen nieder, die dicht gedrängt auf der langgestreckten Dorfstraße standen. Die Straßen waren überaus freundlich geschmückt; es gab wohl kein Haus, das nicht in der einen oder andern Weise mit Fahnen, Kränzen und Guirlanden, der durch grünen Fichtenschmuck der Festfreude Ausdruck verliehen hätte. Hatten schon die zu Fuß und Wagen eingetroffenen Kriegervereine ein erhebliches Kontingent an Besuchern gestellt, so war es besonders unsere Kleinbahn, welche eine außerordentlich große Schar von Festteilnehmern welche eine außerordentlich große Schar von Festteilnehmern zur Stelle brachte. In erfreulicher Weise erfuhren wir, daß unsere Kreisstadt allein etwa 60 Personen zu unserm Feste entsandt hatte, was wir hier besonders gebührend hervor. heben möchten.- Am Ausgang des Dorfes nach Gießen zu und an der hiesigen Haltestelle traten die Vereine zum Festzuge an. Unter den Klängen mächtiger Artillertemä sche gespielt von der Kapelle des 47. Artillerie- Regiments voйzog sich der Durchmarsch durch die Ortsstraßen. In der schier endlosen Kolonne waren über ein halbes Hundert Vereine mit Fahnen vertreten. Obgleich sich unter den ordengeschmückten, wettergebräunten Veteranen eine nicht geringe Anzahl von solchen befand, auf deren Häuptern sich bereits der Schnee des Alters niederzulassen beginnt, wurde der Marsch mit tadelloser Frische ausgeführt. Es war eine Freude zu sehen, daß man es hier mit alten preußischen Soldaten zu tun hatte, die hier teilweise lange schon, nachdem sie den bunten Rock ausgezogen, noch immer gern und willig dem Gehorsam heischenden Kommando nachtamen. Der stattliche Festzug wurde eröffnet von einer kleinen Radfahrergruppe m't geschmückten Rädern, in deren Mitte ein Brüderpaar fuhr, deren Räder durch eine prachtvolle Guirlande verbunden war, worin die Schrift prangte: Radfahrer. Abteilung des Turnvereins Rodheim Nach einer Gruppe Festdamen folgte das erste Musikkorps, hinter welch m wir den Vorsitzenden des Kreiskriegerverbandes, Herrn Landrat von Heimberg bemerkten. Sodann folgten die Mitglieder des hiesigen Gemeinderates, woran sich die Menge der erschienenen auswärtigen Vereine aus der Nähe und aus der Ferne anschlossen. Wohl waren auch die Vereine aus dem äußersten Ende des Kreises Biedenkopf erschienen, allein sie fuhren alle mit der Kleinbahn über Gießen. Auch waren mehrere Kriegervereine aus dem angrenzenden Kreis Wezlar in bereitwilliger Weise der Einladung zu unserm Feste gefolgt. Den Schluß in dem fast unendlosen Festzug, der in seiner Mitte nochmals von einem Musikkorps und einer Gruppe Festjungfrauen unterbrochen war, bildeten die hiesigen Vereine, die nach besten Kräften zur Verschönerung unsers Festes beigetragen haben. Vor allem gebührt den beiden Gesangvereinen aufrichtigen Dank für ihre Liedervorträge, denn ge= rade durch die Einlage schöner Vaterlandslieder wird ein Kriegerfest erst recht verherrlicht. bie Straßen unserer Stadt bewegte zum Festplatz in den Anlagen der Pulvermühle. Der Festzug machte einen recht imposanten Eindruck, durch einen Herold und zwei Spißenreiter eröffnet, bot er durch einige geschickt arrangierte Gruppen ein recht abwechslungsreiches Bild. 8um größten Teil mit thren Fahnen waren die Vereine aus Wiesbaden, Frankfurt, Mainz, Offenbach, Hanau, Darmstadt, Siegen, Marburg, Bad Nauheim, Lauterbach, Weglar und Weilburg im Zuge vertreten. Die hiesige Megger- Innung war vollzählig in Equipagen mit Zylinder erschienen; die hiesigen Meggergesellen in Rittel, weißer Schürze und mit Beilen, drückten dem Festzuge gewissermaßen den Stempel des Gewerbes auf; etwa 18 Ehrendamen in Weiß mit bunten Scherpen, bezeugten, daß auch das zarte Geschlecht den Mezgern nicht abhold ist; auch zwei Gründer der Brüderschaft waren noch vertreten. Besonders hervorheben möchten wir die aus dem Museum entlichene Bundeslade der Megger, welche von Lehrlingen getragen wurde, und eine Abteilung Radfahrer mit geschmückten Rädern. Auch das stadtbekannte Ponny GeSpann der Brauerei Bichler war vertreten. Einige Söhnchen von Meßgermeistern hatten in dem geschmückten Wagen Platz gefunden, sie erinnerten an die heranwachsende jüngere Ge neration, die das Erbe ihrer Väter dereinst weiterführen. Von Lehrlingen geführt machten in langsamem Schritt, auch zwei Ochsen den Festzug mit. Auf dem Festplaß hielt der Vorsitzende des Schlächtervereins„ Brüderschaft"-Gießen Herr Louis Becker, eine Begrüßnugsansprache an die Erschienenen und rief allen, besonders der Megger- Innung, ein herzliches Willkommen entgegen, sein Hoch galt der Fleischer- Innung und den Ehrendamen. Als Vertreter des Mitteldsch. Bundes sprach der 2. Vorsitzende des Herr Habbig Mainz; Redner hob hervor, daß der Bund, der vor 5 Jahren in Frankfurt gegründet, heute groß und st lz dast he, die von den Vätern ererbte Kollegialität werde gehegt und gepflegt, vereint mit den Meistern, habe sich um beide ein Band geschlungen, daß die Interessen des Gewerbes wahre. Meister und& sellen seien sich einig, es habe sich eine wahre Freundschaft herausgebildet, welche auch das heutige Fest bezeuge. Er wünschte dem Bunde ferneres Gedeihen und brachte sein Hoch aus auf den deutschen Fleischer- Verband. Namens der Gießener Metzger- Innung ergriff der Obermeister, Herr Stadtverord. Pirr das Wort und hielt eine wohlgesetzte, fräftige Ansprache, in der Redner ausführte, es habe sich ein inniges Freundschaftsband um Meister und Gesellen gewunden; er drückte seine Freude darüber aus, daß die Gesellen nicht allein die Gießener Meister zur Teilnahme an dem Bundesfest eingeladen habe, sondern auch den Verbandsvorsitzenden Herrn Marr- Frankfurt, der leider verhindert sei, am Fest teilzunehmen. Er sei aber ermächtigt, den Festteilnehmern von Herrn Mary die besten Grüße und Glückwünsche zu übermitteln. Darauf sagte Redner wörtlich: Nun aber meine lieben Freunde komme ich als Obermeister der hiesigen Metzger- Innung und entbiete ihnen Namens derselben aufrichtigen Gruß und bestes Gelingen zu ihrem Feste. Seten sie überzeugt, daß wir die durch tägliche Arbeit sich ergebende Zusammengehörigkeit zu schätzen wissen. Wir wissen was gute Beziehungen zwischen Meister und Gesellen für sich habe." Herr Pirr erinnerte an das Gründungsjahr der Bruderschaft 1888, in dem Kaiser Wilhelm I., der mit Recht der Große genannt werde, die Augen schloß mit ben Worten: " Ich habe nicht Zeit müde zu sein" in dem der edle Dulder Kaiser Friedrich Abschied nahm mit den Worten: Lerne leiden ohne zu klagen", in dem aber auch unser jeßiger Kaiser gelobte ein Schirmherr in Wahrung echten Völkerfriedens zu sein. Er fonstatierte mit Freuden, daß die Gesellen allezeit bestrebt waren in Frieden mit den Meistern zu leben. Die Früchte die daraus erwachsen haben die vergangenen Jahre gezeigt. So übergebe ich euch an euerm Jubelt ige namens der Innung dieses fleine Angebinde als Beweis der Liebe und Sympatten die wir eurer Vereinigung entgegenbringen. Möge euch diese Sammelstandarte stets ein Erinnerungszeichen sein, daß nur der Dreiklang guter Beziehungen Meister, Gesellen, Lehrling dieses bewirkte. Sie aber meine liebe Festesfreunde wollen mit mir in den Ruf einstimmen: der 5 mitteldeutsche Fleischergehilfenbund, insbesondere aber der Schlächter Gesellenverein„ Brüderschaft"-Gießen er lebe hoch". Die Standarte ist ein Kabinetstück, auf der einen Seite ist eingestickt: SchlachterGesellen- Verein Brüderschaft Gießen" und Lamm und Fahne, auf der anderen Seite Gewidmet zur 15jährigen Jubelfeier 1903 die Fleischer- Innung Gießen". Von den Ehrendamen wurde nach einem von Fräulein Arnold gesprochenen Prolog ein Fahnenband ant die Fahne geheftet. Auch die Vorsitzenden der auswärtigen Vereine hielten Ansprachen und überreichten Fahnenbänder. Hierauf traten die Delegierten zu einer Bundes- Sizung zusammen, in der für das nächstjährige Bundesfest folgende Tagesordnung festgelegt wurde: 1. Besprechung über die nächste Bundessizung. 2. Besprechung ürer die Statuten und deren evtl. Aenderung. 3. Besprechung über das nächste Bundesfest. 4. Besprechung über die Stellungnahme des Bundes zu Festlichkeiten von nicht Bundes- Vereinen. 5. Wie stellt der Bund sich gegenüber dem Centralverband Berlin. 6. Nußen bezw. Schaden des Central- Verbandes Berlin zum Mitteldeutschen Bund. 7. Lage des Gesellenstandes. 8. Wie wollen wir Mißständen abhelfen, wie entstehen sie, und wozu ist der Gesellen- Ausschuß da. 9 Annäherung des Bundes an den deutschen Fleischer- Verband. 10. Besprechung über Aufnahme zweier Vereine in einer Stadt. Auf dem Festplatz herrschte ein reges Leben, die Musit, die Feuerwehrkapelle, die sich durch Hinzuziehung auswärtiger Kräfte verstärkt hatte, spielte zu zwei Teilen und wurde ihrer Aufgabe vollauf gerecht. Auch an Karoussels, Photographie- Buden usw. fehlte es nicht, so daß das Fest, das sich eines guten Besuches zu erfreuen hatte, zu aller Zufriedenheit ausfiel. Leider wurde die Festesfreude durch ein Gewitter unterbrochen, was besonders die tanzlustige Jugend bedauerte. Doch wurde das Fest dadurch nicht unterbrochen. Abends wurde ein schönes Feuerwert abgebrannt. Heute ist der zweite Festtag. Mittags fatholifde Guirlanden hr zwischen en worden. der 21. offen: Di 15. bis 19. t, während ind Wetzla bstmanöver September chen abge Bten Tage rten Feind Schwerer Sptember em letzten Der Gegend ie Ankunft ern auf bi er Chauffe Das Feuer n gelöscht ergangene Gefell batten fid u laufchen r flott g Iten Beifall nde, Her ntlich den gen Botal orgetragen e noch in ufammen in beram Cerraffe ei en Besuch Shor, fowi r Erhöhun eft in all ehilfen en Stif beriga vollzog ner Stapl tag imm Klingenbe ftellten fi rfidh bur *** Mücke, 12. Juli. Die ihrer Vollendung und ihrer Gröffnung entgegengehende Bahnlinie von Laubach wurde dieser Tage zum ersten Mal bis zur hiesigen Station mit einer Lokomotive befahren. Die Eröffnung der Bahn dürfte demnach am 1. August erfolgen. " ** Obersorg b. Alsfeld, 12. Juli. Heute ging gegen abend hier ein schweres Gewitter nieder; ein Blizz schlug in eine Scheune ein die in Flammen aufging. Der Besizer befand sich auf dem Kriegerfest in Nieder- Gemünden. ):( Büdingen, 12. Juli. Der Gemeinderat hat fast einstimmig die Errichtung eines Elektrizitätswerkes beschlossen. * * Kassel, 12. Juli. 8 chinesische Offiziere trafen zum Besuch der Kriegsschule hier ein. Aus dem Gerichtssaal. Straffammer. - Gießen, den 10. Juli. Das Urteil in der am letzten Montag verhandelten Berufungssache gegen Gastwirt Wilhelm Busch in Gießen Knecht Christian lautet auf Verwerfung der Berufung. Schmidt von Frankenbach, welcher seinem Dienstherrn Johannes Konrad zu Beltershain eine Hose stahl, bekommt mit Rücksicht auf seine vielen Vorstrafen, 6 Monate Gefäng nig. August Wendt von Ober- Wöllstadt zieht seine gegen ein Urteil des Friedberger Schöffengerichts gerichtete Berufung, wonach er wegen Unters hlagung 14 Tage Gefängnis erhielt, vor Eintritt in die Hauptverhandlung zurück. Zum Schlusse wird der noch sehr jugendliche Viehhändlergehülfe Hermann Frant von Gedern wegen eines an einem 8 jährigen Mädchen verübten Notzuchtsversuchs in eine Gefängnisstrafe von einem Monat genommen. - Geschäftliches. = Die allseitig als äußerst reichhaltige und kunstvoll arrangierte Deutsch Koloniale Jagd- Ausstellung, wurde um vielfachen Wünschen zu entsprechen, vom 15. d. b8 10. August ausgedehnt. Hierdurch wird die mit dieser Ausstellung bei bundene Lotterie, welche nach Schluß derselben vorzunehmen ist, erst am 11. August d. I. in Karlsruhe gezogen. Bei dieser Lotterie fommen 2328 Gewinne mit Mf. 40 000 wovon der Hauptgewinn Mt. 10 000 3 á 1000 Mt. 2c. ohne Abzug zur Verlosung fommen.- Lose zu 1 Mark, Porto und Liste 25 Pfg. sind, so lange Vorrat, vom General- Agent J. Stürmer, Straßburg i. Els. und allen inserirten Los- Verkaufsstellen zu beziehen. Standesamt- Nachrichten der Stadt Gießen. Aufgebotene. Am 3. Juli August Edmund Arthur Bunde, Bauführer dahier mit Berta Klara Martha Senf in Dölzchen. " f " " 9. " " 11 If " ff 11 Wilhelm Ruppert II., Weißbinder dahier mit Anna Jankowiat in Heuch lheim. Wilhelm Franz, Lokomotivheizer dahier mit Ottilie Fatum in Wohnbach. August Peter Ferdinand Orth, Wagenführer in Frankfurt a. M. mit Christiane Dorothea Scharmann dahier. Heinrich Theodor Karl Ludwig Mühlich, Wagnermeister dahier mit Wilhelmine Emma Dorothea Kirchner hierselbst. Adolf Christian Jacob Emil Müller, Kanzleibeamter in Cassel mit Marie Kirchner dahier. Eheschließungen. Am 4. Juli: Karl Christian Philipp Winter, Schlosser in Nidda mit Lina Elisabethe Brückel dahier. Friedrich Wilhelm Christian Bach, Dachdecker dahier mit Anna Margarethe Müller hierselbst. Friedrich Aulenbacher, Schneider dahier mit Louise Schmidt hierselbst. 6. " " 1 8. " Samuel, gen. Sally Strauß, Kaufmann in Lauterbach mit Wilhelmine Stern dahier. Eli Neufeld, Kaufmann in Nordhausen mit Johanna Rosenthal dahier. Geborene. *** Friedberg, 12. Juli. An den Manövern der hessischen( 25.) Division wird der Großherzog teilnehmen. Er wird zeitweilig im hiesigen Schlosse und im fürstlichen Am 28. Juni: Dem Sergeanten Heinrich Schmidt ein Sohn. Schlosse zu Hohensolms Wohnung nehmen. ** Burg- Gemünden. Johannes Sann XII. wurde als Feldgeschworener der Gemerkung Burg- Gemünden eidlich verpflichtet. 30. " 1 " " " f M " IT 1. Juli: " 1 " f " Н E 3. 11 " 7. " H 11 4. " 11 5. " " f dahier. Tagiöhner Ludwig Becker IX. eine Tochter, Minna. Echreiner Heinrich Pfeil ein Sohn, Heinrich Johannes Karl. städtischen Taglöhner Georg Schmidt III. eine Tochter, Katharine, Karoline. Eisendreher Heinrich Babel eine Tochter. Kesselhetzer Johannes Funt ein Sohn, Heinrich. Schreiner Otto Harig eine Tochter, Elise. Gestorbene. Louise Becker, 63 Jahre alt, Lauffrau dahier. Elisabethe Weiß, geb. Franz, 62 Jahre alt, Ehefrau des Schreinermeisters Christoph Weiß dahier. ** Nieder- Gemünden, 12. Juli. Vom schönsten Wetter begleitet, feierte heute der Krieger- Verein seine Fahnenweihe und damit verbunden der Hassia- Bezirk Homberg_sein 25jähriges Bestehen. Die Vereine Nieder- Ofleiden, OberOfleiden, Homberg, Appenrod, Lehrbach, Ehringshausen, Deckenbach, Schadenbach, Bisfeld, Bemsfeld, Leidenrod, Elpenrod," Maulbach, Ober- Gleen, und der Krieger- und Gesang- Verein Burg- Gemünden hatten sich zu dem Feſt eingefunden. Die Fest- und Weiherede hielt Herr Pfarrer Am 3. Juli: Dr. Karl Kempf, 41 Jahre alt, Fabrikant Häuser- Nieder- Gemünden. Die Fahne wurde mit einem Prolog einer Ehrendame dem Verein unter besten Wünschen überreitt. Hiernach bewegte sich der imposante Festzug durch die Dorfstraßen nach dem festlich geschmückten Festplatz, auf dem der Vorsitzende des Vereins Nieder- Gemünden, Herr Gastwirt Södler eine Begrüßungs- Ansprache hielt. Die Musit leistete die Alsfelder Stadtkapelle, welche in ausgezeichneter Weise ihrer Aufgaben gerecht wurde. Daß auf dem Festplaß sich entwickelte muntere Leben und Treiben wurde leider durch ein schweres Gewitter gestört. Der Regen fiel in solcher Menge, daß selbst die Beltücher die Besucher nicht vor den Regen zu schüßen vermochten. Heute, Montag, wird das Fest seinen Fortgang nehmen; hoffentlich wird es nicht noch mal gestört. Im Großen und Ganzen fann der Krieger- Verein mit dem ersten Tage seines Festes zufrieden sein, da es an Besuchern nichts zu wünschen übrig ließ und das Fest auch sonst einen guten Verlauf nahm. ** Homberg a. d. Ohm, 12. Juli. Gestern abend ging hier und in unserer Umgegend ein schweres Gewitt r nieder, vom strömendem Regen und stellenweise Hagel begleitet. In Elpenrod wurde eine Kuh im Stall vom Blizz erschlagen.- In Brauerschwend schlug der Blizz in die Kirche und ging durch die Orgel ohne zu zünden. " 6. " 8. Erna Elisabeth Johanna Rühl, 7 Mon. alt, Tochter des Kaufmanns Wilhelm Rühl dahier. Friederike Findt, geb. Schmidt, 81 Jahre alt, Ehefrau des Maurer Heinrich Findt dahier. Marktbericht. Gießen, 11. Juli. Auf dem heutigen Wochenmarkt kosteten Butter per fb. 0.80-1.00 Mr., Hühnereier 6-7 Pfg., Enteneier St. 6-7 Pfa., Käse per St. 5-8 Pfg.. Käsematte 2 St. 5-6 fg., Erbsen per Liter 21 Pfg., Linsen per Liter 32 Pfg., Tauben per Paar Mr. 1.00-1.20, Hühner per Stüd Mt. 1.20-220, Hahnen, per, Stid Mt. 0.70-1.60, Enten per Stid 2.00-2.20, Gänse p. Pfd. 54-60 Pfg., Ochsenfleisch per Pfd. 68-78 Pfg., Rindfleisch per Pfd. 60-66 Pfg. Schweinefleisch per Pfb. 66-76 Pig. Schweinefleisch gesalzen per Pfund 0.80 Pfg., albfleisch per Pfd. 68-74 Pfg., Hammelfleisch per Pfd. 56-74 Pfg., Kartoffeln per 100 Kilo 9.50-10.00 Mr., Zwiebeln per 3t. Mr. 9.00-10.00, Kirschen per Pfund 30-54 Pfg. Milch per Liter 18 Vfa. Druck und Verlag der Gießener Verlagsdruckeret, vorm. Wilh. Keller'sche Buchdruckerei( gegr. 1873) für die Redaktion verantwortlich: Albin Klein, Gießen. Städtisches Schlachthaus. Morgen, Ochsenfleisch 36. Bekanntmachung. Im Interesse einer möglichst frühzeitigen Jnangriffnahme der Arbeiten zum weiteren Ausbau der Fernsprechanlagen ist es erforderlich, daß die Anmeldungen neuer Fernsprechanschlüsse spätestens bis zum 1. Auguft d. J. an die Kaiserlichen Telegraphenanstalten eingereicht werden. Verspätet angemeldete und infolgedessen außerhalb des Bauplans herzustellende Anschlüsse können in dem nächsten Bauabschnitt nur dann ausgeführt werden, wenn die Antragsteller zu den entstehenden Mehrkosten einen Zuschuß von 15 Mk. leisten. Uebersteigen jedoch diese Mehrkosten 50 Mt., so wird der wirkliche Betrag derselben eingezogen. Darmstadt, 8. Juli 1903. Kaiserliche Ober- Postdirektion. Kobelt. Bekanntmachung. Die Stelle des städtischen Vollziehungsbeamten ( Pfandmeister) ist infolge Ruhestandsverseßung des bisherigen Inhabers anderweit zu besetzen. Mit der Stelle ist ein pensionsfähiger Gehalt von 1480 Mt steigend um jährlich 40 Mt. bis zum Höchstgehalt von 2200 Mt. sowie Hinterbliebenen- Fürsorge verbunden. Bewerber, welche die Prüfung im Finanzfach II. Kategorie bestanden und als Vollziehungsbeamte schon praktisch tätig ge= wesen sind, erhalten den Vorzug. Meldungen sind schriftlich unter Beifügung von Lebenslauf, Beugnisab schriften und Gesundheitsschein bis zum 10. August hierher einzureichen. Gießen, 11. Juli 1903. Der Oberbürgermeister J. V.: Curschmann, Beigeordneter. Bekanntmachung. In der Zeit vom 4. Juli bis 11. 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Witsel bei:„ Die Erkrankungen der Zähne und deren Einfluss auf den Körper." Dr. 1 für Erwachsene, Mk. 1,25 Kosmodont- Zahnbürste, hr. 2 für Kinder, mk.= Die Kosmodont- Zahnbürste ist dem anatomischen Bau der Kiefer und den natürlichen mundverhältnissen genau angepasst. Die Bürste trifft die Kauseite, sowie die innere und äussere Fläche eines jeden Zahnes. Kosmodont- Zahncrême, pro Cube-.73 mk. Bei Anwendung der Kosmodont- Zabncrême wird der Ansat von Zahnstein verhütet und die Zähne werden in frischer, natürlicher Farbe erhalten. Alle Kosmodont- Zahnpflegemittel sind in Kartons verpackt, die das Faksimile des Herrn Professor Dr. med. Julius Witzel tragen. Die Kosmodont- Zahnpflegemittel sind in allen einschlägigen Geschäften, sowie direkt durch die unterzeichnete Firma erhältlich. Kosmodont- Gesellschaft with. Anhalt G. m. b. H. Ostseebad Kolberg. 000000000: 60000000 Drucksachen jeder Art liefert schnell und preiswert Albin Klein, Giessen. 6000 00000000 000000000 Für Weinbezug! 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