Nr. 111. Erstes Blatt Bonnementspreis: in Sießen, abgeholt monatlich 50 Bfg., Le Baus gebracht 60 fg., burch die Boft bezoger vierteljährlich W. 1.50. Brattebetlagen: Oberheffische Familienzeitung( täglich) Olerbeffifche Beitschrift für Landwirtschaft, Obst- und Gartenban, sowie die Stekener Geifenblasen( wöchentlich). Das Blatt erscheint an allen Berlingen nachmittags. Mittwoch den 13. Mai 1903. Gießener 12. Jabraang. Jnsertionsprei 8: Die einspaltige Betttzelle für Gießen wi gang Oberbeffen, die Kreise Weylar und Marburg 10 fe fenft 15 Bfg.; Reklamen die Betttelle 30 refp. 40. Boftzeltungsliste No. 809. Redaktion und Expedition: teßen Renenweg Fernsprehaufelsh Ar, 802. Neuelle Nachrichten ( Sießener Tageblatt Unabhängige Tageszettung ( Gießener Beifung) für Oberheffen und die Kreise Marburg und Weklar; Lokalanzeiger für Gießen und Umgebung. Enthält alle amtlichen Bekanntmachungen der Großh. Bürgermeisterei Gießen und anderer Behörden von Oberhessen. Englifche Kriecherei vor Russland. RK. Was für den einzelnen Engländer gilt, das gilt auch für den britischen Staat: Man muß beide grob behandeln, wenn man sie gefügig haben will. Die deutsche Politik der Höflichkeit, die England gegenüber beobachtet wird, hat nicht verhindert, eher vielleicht bazu beigetragen, daß das Kabinett von St. James die Unterstüßung der deutschen Bagdadbahn trop weitestge henden Entgegenkommens gegen britische Wünsche, trok der Bereitwilligkeit der deutschen Unternehmer, den Engländern einen bedeutenden Einfluß auf die Verwaltung der Bahn zuzugestehen, ablehnte. Nicht einmal zu der Beförderung der britischen Post nach Indien durch die Bagdadbahn, die eine viel schnellere Verbindung Europas mit Indien darstellt als die Schiffsrouten, wollte man sich in England verstehen, troß der Vorteile dieser Beförderung für den Postverkehr. Es war nicht sowohl die Angst vor der Konkurrenz der Bagdadbahn als das Bestreben, das deutsche Unternehmen möglichst zu schädigen, was diese Haltung des britischen Kabinetts hervor rief. Umso merkwürdiger berührt es, daß England das, was es Deutschland versagen zu sollen glaubte, Rußland ohne weiteres bewilligen will. Die sibirische Bahn ist für Rußland das Instrument, mit dessen Hilfe es dereinst der britischen Herrschaft in Indien den Garaus zu machen gedenkt. Dieses direkt englandfeindliche Unternehmen will die Staatsweisheit der Männer an der Themse unterſtüßen! Im britischen Unterhause erklärte herr Chamberlain, der Sohn Jes und Generalpɔstmeister, ungefragt, er habe es stets vorgezogen, englische Bostsendungen, wenn irgend möglich, auch durch englische Schiffe befördern zu lassen. Wenn jedoch die sivirische Bahn eine regelmäßige Beförderung gestatte, die bedeutend schneller sei als die Beförderung auf dem Seawege, so würde er gezwungen sein, diesen Weg zu wählen. Die Regierung stände gegenwärtig mit den russischen Behörden darüber in Unterhandlung, unter welchen Bedingungen die transsibirische Eisenbahn zur Beförderung der englischen Poſt nach Peking und Ostasien benutzt werden könne; bis jetzt sei es jedoch nich nicht möglich gewesen, zu einem Abschluß zu kommen. Also wenn die sibirische Bahn schneller die Post befördert als die Dampfer, so ist Chamberlain gezwungen, sie zu benußen. Bei der Bagdadbahn, die zweifellos schneller die Post befördern würde als ein Schiff, war er nicht nur nicht gezwungen", sondern er erklärta die Benutzung der Bagdadbahn für unmöglich. Dieses Widerspruches Lösung zu finden, ist uns versagt. Nur eine Erklärung hätten wir dafür: Dieselbe, die wir für das der gesamten britischen Volksmeinung im schröffen Gegensatz stehende Entgegenkommen Englands gegenüber Rußland in der Mandschureiaffäre finden. Wenn sich die Meldung bewahrheiten sollte, daß England, Frankreich, Italien und Rußland ein Bündnis miteinander planen, das Deutschland überall auf dem Welttheater mit alleiniger Ausnahme der durch den Dreibundvertrag vorgesehenen Fälle isolieren soll, wenn diese Meldung, sagen wir, sich bewahrheitet, dann hätte Englands Kriecherei vor Rußland troß der Fußtritte, die es überall da, wo Russen und Engländer sich in der Welt gegenüberstehen, erhält, einen Sinn. Sonst wäre sie ein selbstmörderischer Wahnsinn. Arbeiterwohnhäufer auf Erbpacht. ( Von unserem ständigen CB.- Mitarbeiter.) Der Staatssekretär des Reichsamtes des Innern, Gra Posadowsky, hat dieser Tage in Wilhelmshaven für nahezi eine Million Mark Ländereien für das Reich angekauft, auf denen Arbeiterwohnhäuser in Erbpacht gebaut werder sollen. Dieses System ist bekanntlich seit Einführung de bürgerlichen Gesetzbuches in Deutschland auch wieder zu lässig geworden. Die Rechtsform selbst ist altgermani schen Ursprungs und durch die germanischen Volksein chläge in England besonders zur Durchführung gebrach vorden. Beispielsweise ist ein großer Teil des Baugrundes der Stadt London in den Händen eines einzigen Groß grundbesizers und überhaupt nicht veräußerlich. Verkäuf lich sind allein die Bauten, die auf diesem Grund und Boden stehen. Hier in Deutschland kannte man das Erb pachtverhältnis fast nur bei landwirtschaftlichem Besiz. E vurde aber ziemlich gleichzeitig mit der Aufhebung de leibeigenschaft beseitigt. Dann aber führte auch die Frei handelsbewegung, die seit einem Jahrhundert so mächtig insette, eine Einschränkung der Erbpachtgüter herbei. Fast in allen europäischen Staaten, mit Ausnahme von England, wo sich die altgermanischen Rechtsanschauungen am energischsten gegen das römische Recht zu behaupten wuß ten, wurde damit aufgeräumt. Neuerdings aber macht sich eine Gegenbewegung geltend, da man der Ansicht zuneigt, daß nicht eigentlich das Pachtsystem, sondern die Nebenbedingungen, vor allem die als Kanon bezeichne ten Pachtverpflichtungen sich als Belästigungen fühlbar gemacht haben. Es ist selbstverständlich, daß der Kanon je nach den wechselnden Markt- und Preisveränderungen beränderlich sein muß. Ebenso könnte eine Erleichterung der Weiterbegebung für die Erbpacht nur sörderlich sein. Zweifelhaft aber bleibt es immerhin, ob dieses System sich in den bäuerlichen Verhältnissen leicht wieder ein: führen wird, weil bei dem unsicheren Preisstande der Bodenerzeugnisse der Erbpächter allein fast alle Stöße der Konjunkturen aushalten müßte. Dagegen ist die Ueber: tragung dieses Systems auf die Baupolitik jedenfalls ein Mittel zur Seßhaftmachung der industriellen Bevölkerung und zur Linderung der Wohnungsnot. Der Baugrund wird gegen Gewährung einer angemessenen Verzinsung auf eine Reihe von Jahren für die Anlegung von Häu sern zur Verfügung gestellt, und in einem besonderen Vertrage zwischen Eigentümer und Pächter werden dann die Bestimmungen über die Zulässigkeit der Veräußerung und die Dauer des Verhältnisses getroffen. Durch eine berartige Politik wird vor allen Dingen die Spekulation in kleinen ohnungen, die bekanntlich am meisten ge sucht und daru'nu auch relativ am teuersten sind, ver hätet und ein Teil der Arbeiterschaft aus einem fluktuieren ben zu einem feßhaften Voltselenient gemacht. Im vorliegenden Falle handelt es sich um Arbeiter die in Reichsbetrieben tätig sind, so daß die Anlagen ir Wilhelmshaven eigentlich nichts anderes als Wohnstätter sind, die der eigentliche Unternehmer zur Verfügung stellt ähnlich, wie dies Krupp in Essen, Stumm in Neunkircher und Boring auf Borsigwerk getan haben. Die eigentlich Wohnungsfürsorge für die Arbeiter ist im übrigen nich von dem Reich) in Aussicht genommen, sondern wird Auf gabe der Gemeinden werden. Das Reich hat ein Haupt antriebsmittel geschaffen, indem es im Gegensatz zu den den Grund und Boden mobilisierenden römischen Rech die germanische Einrichtung der Erbpacht wieder erneu erte. Auf dieser Grundlage kann von Gemeinden und pri aten Spar- und Bauvereinen die Wohnungsfürsorge ir moßem Stile betrieben werden. Die Politik. Keine Lungenheilstätten in den Kolonien. Von verschiedenen Seiten war der deutschen Regierung nahegelegt worden, Heilstätten für Lungenkranke in Deutsch- Südwestafrika zu errichten. Es wurde daraus hingewiesen, daß das dortige Klima sich für diesen Zwed außerordentlich eigne. Die Aerzte, die zu der Frage ihr Gutachten abgaben, waren in ihrer großen Mehrheit Gegner des Vorschlages, und dementsprechend hat denn auch die dieser Tage in Berlin abgehaltene Konferenz der Landesversicherungsanstalten einstimmig den Vorschlag auf Errichtung von Lungenheilstätten in Deutsch- Südwestafrika abgelehnt. Neue„ Enthüllungen“ zum französischen Kulturkampf Herrn Edgar Combes, dem Sohne des franzöſischen Ministerpräsidenten, ist es gelungen, sich von dem Vorwurf der Bestechlichkeit zu reinigen: Er hat nachweisen können, daß er nicht derjenige Politiker war, der den Kartäusern gegen Zahlung von einer Million Francs das Niederlassungsrecht in Frankreich erwirken wollte. Jetzt zeihen die Freunde der vertriebenen Mönche andere Politiker dieses Verstoßes gegen Moral und Ehre. Der Redakteur des Lyoner Blattes ,, Reveil républicain", Varigny, erklärt, der Anwalt der Kartäuser, Lenthelme, habe ihm erzählt, daß eine politische Persönlichkeit ihm 400,000 Francs angeboten habe, wenn er ihr den Ankauf der Fabrifmarke der Kartäuſer ermöglichen würde. Lenthelme und der Direktor der Likörfabrit der Kartäuser, Abbé Rey, hätten auch angegeben, daß eine politische Persönlichkeit, die sich als Beauftragter einer Gruppe von 90 Deputierten bezeichnete, ihnen gegen Zahlung von 2,300,000 Frcs. die Stimmen von 90 Deputierten angeboten habe. Die erste Meldung ist ganz unverfänglich: Warum soll ein Politiker, der im Privatleben Kaufmann oder vielleicht Branntweinbrenner ist, nicht in dieser Eigenschaft an die Mönche herantreten und ihnen das Recht zur Fabrikation des berühmten ,, Chartreuse"-Likörs abkaufen wollen? Der Ankauf der Fabrikmarke bedeutet die Erwerbung der alleinigen Berechtigung, die Chartreuse fortan herzustellen. Hier liegt also ein durchaus reeller Vorschlag vor. Anders steht es mit dem zweiten Geschäft: Da handelt es sich um einen nichtswürdigen Mißbrauch des politischen Amtes, das die Wähler ihren Vertretern übertragen haben. Es fragt sich aber, ob diese zweite Enthüllung wahr ist: mindestens ist es sehr merkwürdig, daß die Herren Lenthelme und Abbé Rey nicht auch die Namen der betr. Deputierten nennen. Neues vom Balkan. () In Ueskueb und Monastir sollen neue Attentate und in ihrem Gefolge ein großes Blutbad unter der bulguriſch- chriſtlichen Bevölkerung sich ereignet haben. Näheres darüber ist bisher noch nicht bekannt. Bei den bisherigen Unruhen in Monastir sind von den Türken nach Angabe der Pforte neun bulgarische Mazedonier getötet und sechs verwundet worden. Tie in Monastir wohnhaften Konsuln wissen dagegen zu berichten, dort seien bei den Ereignissen am Mittwoch acht Griechen und sechs Bulgaren getötet sowie vier Griechen und drei Bulgaren verwundet worden. Wahrscheinlich wird es deshalb auch noch zu diplomatischen Weiterungen mit Griechenland kommen. Das mazedonische Komitee hat einen großen Anschlag für den 1. Mai alten Stils, also für den 13. nach unserem Kalender, angekündigt. Indessen wird es sich wohl nur um eine leere Drohung handeln. Jedenfalls trifft die Pforte alle Vorkehrungen, um einem solchen Anschlag zu begegnen, soweit er etwa auf die Hauptstadt des Ösmanenreiches gemünzt sein könnte. Alle in Konstantinopel vorübergehend sich aufhaltenden Bulgaren werden polizeilich ausgewiesen, alle öffentlichen Gebäude werden unablässig von starken Patrouillen und Geheimpolizisten bewacht. Unter den in den letzten Tagen zu Saloniki Verhasteten besinden sich nicht weniger als 468 Lehrer und 22 Professoren. Davon sind nur 82 Serben, alle übrigen sind Bulgaren. Die Pforte behauptet, die Verhafteten seien durchweg bezahlte Agitatoren, sie wird sie, um der Agitation die Wurzel abzschnueiden, den ganzen Sommer über in Haft behalten. Zu allem leber, luß machen auch die Armenier wieder einmal der Pforte das Leben sauer. Einige Banden armenischer Revolutionäre sind über die persische Grenze in den Sandschak Bajaset eingedrungen. Die Wirren in Marokko. )-( Mit der Nachricht von der Niederlage der Bi Hamara- Leute bei Tetuan war es natürlich wieder nichts. Im Gegenteil, sie machen den Sultanstruppen in Tetuar das Leben herzlich schwer. Nachdem sie die ganze Umgebung barbarisch verwüstet haben, griffen sie am Dienstag die Stadt heftig an. Ueber den Ausgang liegt noch keine Nachricht vor; aller Wahrscheinlichkeit nach wird der Kamp mit der Einnahme Tetuans durch die Rebellen enden Die Europäer haben auf einem englischen Panzerschiff die Stadt verlassen. Cleveland wider Roosevelt. (-) Präsident Roosevelt hat nun doch einen ernsthaften Nebenbuhler für die nächste Präsidentenwahl bekommen. Die amerikanischen Demokraten haben Grover Cleveland, der schon zweimal das höchste amerikanische Staatsamt bekleidete, als ihren Kandidaten für die Präsidentenwahl aufgestellt. Cleveland hat zwar neulich erflärt, er wolle nicht mehr kandidieren, doch wird er diese Weigerung kaum aufrecht erhalten, wenn er begründete Aussicht hat, im Wahlkampf nicht zu..erliegen. Cleveland ist bekanntlich ein Gegner jener politischen Abenteuersucht, die neuerdings in der Union und namentlich in den leitenden Kreisen sich breit macht. Diese Welteroberungssucht der Yankees pflegt Roosevelt, der dadurch gewählt zu werden hofft. Eben erst hat er auf seiner Wahlreise in der Stadt Watsonville in Kalifornien ein Langes und Breites über die vorherrschende Stellung geredet, die die Vereinigten Staaten nach seiner Meinung schon jetzt im Stillen Ozean besigen. In Zukunft würden sie, sagt er, eine noch unendlich viel bedeutendere Stellung einnehmen. Im Laufe des jezigen Jahrhunderts müsse der Etille Dzean unter amerikanischen Einfluß kommen. Der große Newyorker Streik, den die Maurer begonnen haben, hat auch alle übriger Bauarbeiter in Mitleidenschaft gezogen und die gesamte Bautätigkeit lahm gelegt. Durch den Streit der Maurer sahen sich die Bauunternehmer genötigt, auch die übrigen Bauarbeiter, für die sie keine Arbeit hatten, zu entlassen. Etwa 100,000 Arbeiter, fast alle Zimmerleute, Erdarbeiter, Fuhrleute und Ziegelstreicher sind beschäftigungslos. In Brooklyn wurde die Polizei infolge Ausschreitungen ausständiger Grobschmiede zum Eingreifen genötigt. Kurze politische Nachrichten. * Staatssekretär Graf Posadowski überwies dem Verband deutscher Arbeitsnachweise eine Beihilfe von 6000 Mart aus Reichsfonds. * Zum Besuche des Präsidenten Loubet wird der Kronprinz von Dänemark in Paris erwartet. * Gegen die Araber, die den ,, heiligen Krieg" gegen die Franzosen in Algier erklärt haben, hat der Gouverneur vier Schwadronen Kavallerie und ein Bataillon ber Fremdenlegion nach Taghit entsandt. * In der griechischen Deputiertenkammer treibt die Opposition Obstruktion, indem sie den Sizungen fern bleibt. Die Lage des Ministeriums ist schwierig. Man spricht von einer bevorstehenden Krise. * Der Präsident von Kolumbien Marroquin ist infolge politischer Unruhen zurückgetreten. Der zweite Vizepräsident Reyes wurde zum Präsidenten ernannt. Hof und Gesellschaft. *** Der Kaiser hat sich eine Erkältung zugezogen und verließ infolgedessen gestern den Palast in Straßburg den ganzen Tag über nicht. Die geplante Reise nach Schlettstadt und der Hohkönigsburg mußte aufge= geben werden.- Die Illumination der Stadt am Abend borber hat dem Monarchen überaus gefallen. Nur beDoras förper dute zufammen Rosalinde ftieß einen taum unterbrüdten Ehret a. Eurag in feiner Hand, als erblicke fie etwas lebernatürliches, 3hre Augen hafteten auf dem Beamten und dem Etui fie getroffen, fie ftüßte fich mühsam auf einen Unbegreifliches! Frau Schweigert, bitte, betrachten Sie diesen nachgrübele, bix H& Beſen, das mich gewisse Zefurchtungen unterdrüden.ann fann Schwester, und nicht Ich fühle, wie recht Margarethe umschlang tief auffeufzend den Hals der ihre Augen füllten sich mit Tränen. nend und dieses du hast, Emmy," sagte sie weifat bem Hause?" Verkehr des errn von Strössen in diesem fchroden, plöglich ab. men nannte, und wandte sich. als ſei ſie aufs höchste exEmmy zuckte sichtbar zusammen, als Alfred den NaSterned erbebte und trat einen Schritt 21 Frau Gregorys Brillant fchmuck. ( Schluß.) Von K. Vollmer. Es bedarf wohl kaum eines Versprechens," erwiderte ( Nachdruck verboten.) dauerte er lebhaft, daß bet den Vorbereitungen mehrere Arbeiter schwer verunglückt sind. Er ließ jedem von ihnen 300 Mark aus seiner Privatschatulle zahlen. Der Kaiser wird sich bald nach seiner Rückkehr aus den Reichslanden nach Schloß Prökelwig in Ostpreußen begeben, um, wie alljährlich, als Jagdgast des Fürsten zu Dohna- Schlobitten bis etwa gegen Ende dieses Monats dort zu verweilen. Die Rückreise nach Potsdam, auf welcher der Monarch seiner Gutsherrschaft kadinen, ferner dem Hochschlosse in Marienburg und der Leibhusarenbrigade in Langfuhr je einen kurzen Besuch abzustatten gedenkt, wird voraussichtlich am 27. oder 28. d. M. erfolgen. *** Dem Generalmajor von Mizlaff, dem Chef des Militärinstituts zu Hannover, wurde in der Reitbahn von dem Pferde eines Offiziers durch einen Hufschlag der linke Unterschenkel zerschmettert. Die Verlegung ist schwer, doch ist das Befinden des Verwundeten zufriedenstellend. Höfifche Verftimmungen? Immer aufs neue schwirren Gerüchte umher, zwischen dem Berliner und den Höfen mehrerer anderer Bundesstaaten sei nicht alles in Ordnung. Daß zwischen dem Kaiser und dem Grafregenten von Lippe- Detmold eine Verstimmung besteht, ist ja Tatsache; das Zerwürfnis datiert von dem lippischen Thronfolgestreit her. Mittelbar soll dieser Thronfolgestreit auch auf das Verhältnis zwischen dem Meininger und dem Berliner Hofe störend eingewirkt haben. Es wird behauptet, in Berlin habe die vom Herzog von Meiningen herbeigeführte Anerkennung der Ebenbürtigkeit der Lippe- Biesterfelder Linie durch den meiningischen Landtag sehr berſtimmt. Tatsache ist, daß Herzog Georg, der früher sehr häufig in Berlin weilte, und namentlich mit Kaiser Friedrich in treuer Freundschaft verbunden war, seit Jahren das Kaiserschloß an der Spree nicht mehr betreten hat. Nichtsdestoweniger wäre es, wie unser Berliner CB.- Mitarbeiter erfährt, grundfalsch, wollte man auf diese Verstimmung zwischen dem Kaiser und dem Fürsten Georg den Rücktritt des Sohnes des Fürsten und Schwagers des Kaisers, des Erbprinzen Bernhard, vom Kommandɔ des 6. Korps zurückführen. Dieser Rücktritt hat mit dem persönlichen Verhältnis der beiden Häuser nicht das mindeste zu tun. Es handelt sich einfach um einen Vorgang, der auf den Wunsch des erbprinzlichen Paares zurückzuführen ist, in der Nähe des hochbetagten Fürsten Georg zu weilen. All die Nachrichten, die von der Uebersendung eines ,, blauen Brie: fes" mit der Aufforderung zum sofortigen Rücktritt an den Erbprinzen fabeln, sind müßige Kombinationen. Die Leute, die das Gras wachsen hören, wissen zu melden, während einer Reise des Erbprinzenpaares sei dieser blaue Brief angekommen, von dem persönlichen Adjutanten des Erbprinzen als dienstliches Schreiben geöffnet und dann dem Erbprinzen nachgesandt worden; auf dem Bahnhof in Oppeln habe dieser die erste Kunde von seiner Verabschiedung erhalten, die ihn wie ein Blizz aus heiterem Himmel getroffen habe. Von alledem ist nichts wahr: der Erbprinz hat ohne irgendwelche äußere Einwirfung lediglich aus den oben angeführten Gründen seinen Abschied selbst erbeten. Bei all diesen Gerüchten handelt es sich um dieselbe Phantasietätigkeit, die schon bei dem Rücktritt eines anderen deutschen Thronfolgers von einem Generalfommando zu Tage trat: Man erinnert sich, daß ähnliche Gerüchte umgingen, als der Erbgroßherzog von Baden vom Kommando des 8. Armeekorps zurücktrat. Damals wurde auch von Verstimmungen zwischen Berlin und Karlsruhe gewispert. Daß diese Ausstreuungen unzutref= fend waren, geht schon daraus hervor, daß der Kaiser jetzt Karlsruhe besucht hat. Dieser Besuch ist das beste Dementi solcher leichtfertig in die Welt gesezten Gerüchte. Nab und Fern. V Der hundertste Geburtstag Justus von Liebigs wurde gestern in Darmstadt, der Vaterstadt des großen Chemikers, festlich begangen. Die Stadt war reich mit Fahnen und Guirlanden geschmückt. Vormittags fanden in den höheren Schulen Festakte statt. Um halb 11 Uhr begann im städtischen Saalbau eine große Feier, der auch der Großherzog beiwohnte. Ferner waren erschienen zahlreiche Verwandte des Gefeierten, u. a. seine Tochter, Frau Geheimrat Thiersch- Leipzig und verschiedene Enkel Liebigs, Vertreter der Wissenschaft, industrieller Körperschaften, der Landwirtschaft, der Aerzte, sämtliche Minister, sowie zahlreiches Publikum. Die Feier wurde mit Gesängen des Musikvereins eingeleitet und geschlossen. Die Begrüßungsrede hielt Professor Staedel von der Technischen Hochschule, die eigentliche Festrede Professor Vollhard- Halle, ein Freund und Schüler Liebigs. Beigeordneter Dr. Glaessing feierte im Namen der Stadt Darmstadts großen Sohn; Professor Dr. Paul Wagner hob die außerordentlichen Verdienste Liebigs um die Landwirtschaft hervor. Nachmittags fand ein Festmahl statt. Die Korporationen und Fachbereine der Technischen Hochschule veranstalteten eine Huldigung vor dem Denkmal Liebigs. RK. Bei lebendigem Leibe allmählich ganz zu berſteinern ist das traurige Los, dem die Frau eines Poſtsekretärs R. verfallen ist. Ihre Krankheit erregt in der ganzen medizinischen Welt des In- und Auslandes großes Aufsehen. Es handelt sich bei dieser Krankheit um eine allmählich eintretende Versteinerung des Körpers, die langsam fortschreitend, sämtliche Gliedmaßen ergreift. Bisher war nur ein derartiger Krankheitsfall bekannt. Es handelte sich um einen Franzosen, bei welchem die Verſteinerung des Körpers in einer jahrelangen Krankheit die ganze linke Seite ergriff. Der Patient nutzte das Leiden aus, um sich für Geld sehen zu lassen und bereiste zu diesem Zweck den ganzen Kontinent. - Der Korpsbruder als dieb. Bei dem studentischen Korps ,, Saxonia" in Bonn kamen im vergangenen Jahre fortgesezt Diebstähle vor. Es wurde unter anderen aus dem Korpshause ein Geldbetrag von 500 Mark entwendet, während ein zweites Mal die Korpskasse ihres Inhalts beraubt wurde. Als nun dieser Tage wiederum einem Angehörigen des Korps aus seiner Wohnung ein Barbetrag von 100 Mark auf rätselhafte Weise verschwand. eraaben die eifrigst betriebenen Nachforschungen, daß niemand anders, als ein von Köln a. Kh. zum Besuche herübergekommener inaktiver Korpsbruder Frhr. v. O. der Dieb sei. Vor ein Ehrengericht gestellt, räumte v. D., der vordem im Korpshause gewohnt hatte, nach anfänglichem Leugnen die dort verübten Diebstähle ein. Die Angelegenheit erregt begreiflicherweise in korpsstudentischen Kreisen Bonns großes Aufsehen. Dem Vernehmen nach ist Freiherr v. D. durch schleunige Abreise weiteren Schritten zuvorgekɔmmen. Zu ::: Der Raubmörder Jablonowski verhaftet. Kozy in Galizien gelang es der Gendarmerie, einen der beiden Raubmörder, die am 4. Januar dieses Jahres die Ackermannschen Eheleute zu Abbau Rosenberg in Westpreußen mit der Art erschlagen und dann eine gröBere Geldsumme geraubt hatten, dingfest zu machen. Der Verhaftete gab an, Strutek zu heißen, ist aber unzweifelhaft mit dem verfolgten Mörder Jablonowski identisch. Seine Auslieferung ist sofort beantragt worden. () Der König der Diamanten. In den Kreisen der Amsterdamer Diamant- Industriellen wird vielfach behauptet, daß der berühmten Firma Josef Asscher u. C. der Auftrag zu teil geworden sei, den Excelsior, den größten Edelstein, der im Jahre 1903 bereits in der Jagerfontein- Mine in Südafrika gefunden wurde, nunmehr zu bearbeiten. Bisher wurde dieser Schaz in London bewahrt. Er ist größer als ein Hühnerei und wiegt 970 Karat. Der berühmte Koh- I- Nor wog vor der Schleifung 500 Karat, ebenso soll auch der berühmte Imperial, der auf der Pariser Weltausstellung zu sehen war, weit an Gewicht zurückstehen. Die ganze Angelegenheit ist von einem Syndikat mehrerer Londoner Diamantfürſten in die Hand genommen. (:) Yankeeunverfrorenheit. Ein Amerikaner paßte im Hydepark zu London den Moment ab, wo die Königin Alexandra dicht bei ihm im Wagen vorbeikommen mußte, schwang sich schnell aufs Trittbrett und überreichte der Ueberraschten einen prachtvollen Rosenstrauß, der dankend acceptiert wurde. Soweit wäre alles schön und gut. Wie erstaunte aber die Königin, als sie unter den Blumen verborgen die Probenummer einer neuen Zeitung entdeckte, die der ſemarte Yankee für seine Londner Landsleute herausgibt. Der Rosenstrauß mit der Zeitung bildete einen Teil seiner Reklame für das neue Unternehmen. So unverfroren kann nur ein Yankee sein. |:[ Der künstliche Pferdeschwanz.] Von der Reise des Kaisers nach Italien wird nachträglich noch eine hübsche Anekdote bekannt. In der Begleitung des Kaifers befand sich auch der Berliner Hofsattlermeister C. Bernhard, der schon wiederholt zur Beaufsichtigung des Zaumzeuges für die kaiserlichen Pferde den Monarchen auf Reisen, ins Manövergelände usw. begleitet hat. Diesmal hatte die Anwesenheit Bernhards noch einen besonderen Zweck. Es wurde von dem Kaiser nur ein prächtiger Schimmel als Reitpferd mit nach Rom genommen, den er dort in der Uniform des Regiments der Gardes du Corps geritten hat. Da es aber nicht ausgeschlossen erschien, daß der Kaiser auch einmal in Husarenuniform zu Pferde steigen würde und die Pferde der Husaren bekanntlich lange Schweife haben, während die der Gardes du Corps- Pferde geſtuzt sind, so hatte der Hoffattlermeiſter Bernhard den Auftrag, einen langen künstlichen Haarschweis für den Schimmel des Kaisers mitzunehmen, um ihn dann, falls dies notwendig erſchien, in ſicherer und unauffälliger Weise an dem Tiere zu befestigen, eine Arbeit, die recht viel Geschick erfordern soll. (?) Auf den Strand geraten ist, wie aus Mozambiqu gemeldet wird, der deutsche Postdampfer, Gouverneur" un weit der Pombabucht. Die Reisenden und die Post wurder durch den Dampfer„ Reichstag" nach Mozambique ge bracht, von wo sie auf dem Dampfer ,, Herzog" weiter. befördert werden sollen. Zwei Dampfer sind zur Flott machung des ,, Gouverneur" abgegangen. Während die ser Seeunfall ohne Verluste an Menschenleben ablief, tommt aus Kopenhagen die traurige Mitteilung, daß ein dänisches Hochseefischerboot mit 16 Mann Besaßung verschollen ist. Man meint bestimmt annehmen zu dürfen, daß das Boot auf seinen Fanggründen bei den Faröerinſeln von einem englischen Fischdampfer im dichten Nebel überrannt wurde. )-( Einen Lustmordversuch an einem Kinde verübte auf den Köllnischen Wiesen zwischen Berlin und Rixdorf ein unbekannter Mann, dem es leider gelang, zu entfliehen. Er wußte das Mädchen durch Vorspiegelungen von zwei Spielgefährten zu trennen und überfiel es dann. Als es sich wehrte, riß er ihm die Kleider vom Leibe und brachte ihm mit einem Taschenmesser einen langen und tiefen Schnitt am Unterleib bei. Auf die Hilferufe des Opfers eilten in der Nähe befindliche Männer hinzu, bei deren Herankommen der Wüstling die Flucht ergriff. Die Berliner Kriminalpolizei glaubt ihm auf der Spur zu sein. Bunte Chronik. Von dem in Gnesen garnisonierenden Dragonerregiment sind siebzig Mann an Brechdurchfall erkrankt. Da das Garnisonlazarett überfüllt ist, müssen Baracken erbaut werden. Die stark an Gesichtsrose leidende Ehefrau des Schuhmachers Bartels in Magdeburg hat offenbar in Verzweiflung über den nahe bevorstehenden Tod ihres Mannes in ihrer Wohnung ihr vierjähriges Töchterchen mit einem Strick erdrosselt, ihr 1jähriges Söhnchen in einem Eimer ertränkt und darauf sich selbst an der Türklinke erhängt. -Bei der Feuersbrunst in Ottawa( Kanada) wurden nach weiteren Nachrichten 40 Häuserblocks zerstört, 250 Häuser sind völlig niedergebrannt. 2000 Menschen sind obdachlos, 20 Millionen Kubikfuß Bauholz sind von den Flammen vernichtet. Aus dem Gerichtssaal. § Ein Unteroffizier als Giftmörder. Die erneute Verhandlung gegen den Unteroffizier Karnowski vom 34. Infanterieregiment, welcher im Februar d. Js. wegen Giftmordes vom Kriegsgericht der 4. Division zum Tode verurteilt wurde, findet heute und morgen vor dem Oberkriegsgericht in Bromberg in der Berufungsinstanz statt. Der Angeklagte hatte bekanntlich das außerehelich geborene Kind seiner Geliebten durch Verabreichung einer giftigen Säure getötet. Giessener Cagesneuigkeiten. XBar der Wisser welches geffern Schriftsteller Fr mies er burd gerade unfere 8 Gottesglauben. Ausnahme bas tenntnis gewefe danten ein, d habener fei, al burch eine n reineren und Menschheit be jeder Einzelne bermöge. W Weise, denn alte Dogmen fo wenig ftan *** Sr. Königl. Hoheit der Großherzog wird, soweit uns bekannt, dem Regimentsfeft mit beiwohnen. *** Zur Reichstagswahlbewegung. In unserem Wahl. freis Gießen Grünberg- Nidda ist die Bewegung wieder ins Stocken geraten. Dem gewonnenen liberalen Kandidaten Syndifus Schoßmacher ist von seiner vorgefeßten Behörde die Genehmigung zur Uebernahme der Kandidatur nicht erteilt worden und einen neuen Herrn hat man bis zur Stunde noch nicht aufgestellt. Man spricht von einem Handwerksmeister aus Gießen, das aber jeder Unterlage entbehrt. Die Herren aus dem antisemitischen Lager sind ruhig in der festen Ueberzeugung, daß der bisherige Vertreter Bürgermeister Köhler wieder durchgeht. Nur die Sozial. demokraten arbeiten mit einem wahren Bienenfleiß; fein Drt wird von dieser Partei übersehen, überall ist der Agitator am Plaze. Auch heute heißt es darum: Abwarten, voraussagen läßt sich gar nichts. Aus dem Wahlkreise Alsfeld LauterbachSchotten tommen einmal die Nachrichten der Herr Kreisrat Dr. Wallau, der freisinnig- nationalliberale Kandidat habe die Kandidatur abgelehnt und wieder, wie nun der Lauterbacher Anzeiger als bestimmt schreibt, auf Angehen seiner Parteifreunde, angenommen. Der Wahlkampf wird danach also auch hier ein interessanter werden. M. in der Bahnhofstraße. Das Abonnement für unsere Beitung muß der Abrechnung halber mit unseren Boten für die jeweilige Bezugszeit im Voraus bezahlt werden. * ** Ernannt wurde mit Zustimmung der Großh. Ministerien des Innern und der Finanzen der zweite Beamte und stellvertretende Direktor bei der Großh. Lotterie- Direktion Dr. Langrock zum stellvertretenden Vorsitzenden des Vorstandes der land- und Forstwirtſchaftlichen Berufsgenossenschaft für das Großherzogtum Hessen. * ** In der leßten Zeit ist der„ Bund der Bodenreform" schon öfters hervorgetreten, um auch weitere Kreise mit seinen Bestrebungen bekannt zu machen, zumal es eine Bewegung von der größten Bedeutung für die leibliche, geistige, sittliche und auch geschäftliche Gesundheit, die Kraft und den Frieden unseres Voltes ist. Der Bund der deutschen Bodenreformer tritt dafür ein, daß der Grund und Boden, diese Grundlage aller nationalen Existens, unter ein solches Recht gestellt wird, das seinen Gebrauch als Werkund Wohnstätte befördert, das jeden Mißbrauch mit ihm ausschließt, und das die Wertsteigerung, die der Boden ohne die Arbeit des Einzelnen erhält, möglichst dem Volksganzen nußbar macht. Die Bodenreform ist feineswegs eine Parteisache. Der Bund zählt und wirbt Freunde in allen politischen Parteien. Tafür, daß man es hier mit einer Sache zu tun hat, die über den Parteien steht, spricht, daß Staatssekretär Graf Posadowsky, der fonservative Abgeordnete Dr. Dertel, der nationalliberale Abgeordnete Graf Driola, der freisinnige Abgeordnete Eugen Richter schon den Grundsäßen des Bundes ihre Zustimmung gezollt haben, und selbst der sozialdemokratische Vorwärts" mußte sie als ganz vernünftig" bezeichnen. Seit dem Jahre 1900 sind dem Bunde 141 Vereine aller Art mit 107 000 Mitgliedern beigetreten. Man vergleiche den Leitartikel in heutiger Nummer. ** Eine besondere Warenhaus steuer wird die hessische Regierung einer ausgearbeiteten Denkschrift zufolge nicht einführen. Dagegen soll das Gewerbesteuergefeß eine gründliche Revision erfahren. * A Graf Kaniß, Kommandeur der 49. Brigade, ist hier in Gießen eingetroffen zur Frontmusterung unserer 116 er. Die Abreise erfolgt Freitag. ** * Prof. Dr. Albert, Direktor des Gießener Landwirtschaftlichen Instituts, hat einen Ruf nach Königsberg erhalten. ** Als Geschworene für die am 8. Juni beginnende Sigungsperiode des Schwurgerichts im II. Quartal wurden ausgeloft: Kaufmann Hr. Geißler in Lollar, Schuhmacher Karl Berg in Gießen, Prof. Dr. Biermer in Gießen, Mezger Gg. Chr. Zinser in Allendorf a. Lda., Fabrikant Heinrich Emmelius in Gießen, Landwirt Fr. Schön in Nuttershausen, Landwirt Wilhelm Reß in Gettenau, Landwirt Hermann Otto Junter in Grebenau, Fabrikant Wilhelm Vogeley II. in Alsfeld, Landwirt H. Geisel V. in Leusel, Kaufmann Julius Kaufmann in Schotten, Landwirt Lorenz Niclas II. in Ober- Ofleiden, Landwirt Heinrich Erb III. in Lehnheim, Landwirt H. Scharch in Stumpertenrod, Landwirt Konrad Martin in Maulbach, Landwirt Adam Möller in Pfordt, Weinhändler August Saame in Gießen, Kaufmann Th. Geilfuß in Gießen, Landwirt Karl Zulauf in Epenrod, Beigeordneter Ludwig Enders in Reiskirchen, Landwirt Ludwig Seybold I. in Nieder- Eschbach, Landwirt H. Günther V. in Köddingen, Landwirt Tobias Harth II. in Kloppenheim, Kaufmann Ferd. August Wehn in Gießen, Rentner Hermann Bausch I. in Nieder- Wölstadt, Bürgermeister Leonh. Lang II. in Odenhausen, Dekonom Joh. Frizel in Schwalheim, Landwirt Joh Raab in Düdelsheim, Müller Theodor Stein in Grünberg und Landwirt Heinrich Muth V. in Gettenau. ** Der Neubau der katholischen Kirche ist bereits bis zu den Tür- und Fensterwölbungen gediehen. Die Rohbauarbeiten sollen bis Herbst vollendet sein. Mit Beginn des Frühjahrs 1904 werden die Gewölbe hergestellt und alsdann sofort der innere Ausbau in Angriff genommen; im Herbst 1904 soll alsdann die Einweihung des Gotteshauses stattfinden. Vorläufig wird nur das Chor, das Kreuzschiff, die Kapelle, die Safristet ausgebaut, woran sich noch ein Teil des Längs- und der Seitenschiffe schließt. Der größte Teil des Längsschiffs und die beiden Türme sollen erft in etwa 10 Jahren erbaut werden. *** Die Wählerlisten von Gießen zur Reichstagswahl sind fertiggestellt und werden vom Samstag ab zur Einsicht offen gelegt. Die Zahl der Wähler beträgt über 5000 und hat sich gegen die letzte Wahl um ca. 700 Wähler ver= mehrt. bigen Gottes heit halte no wie viel für wie die Unfter quenzen der 2 ber Drihodore fenntnis fcheu Materialismus materialistisch erftehung, wi fei. Der V weis zu erbr gebnis der Teftament re eines Seins ein Triumpf felbft verkün Tiefen haben Glauben get ganze Welt no man doch noc fich auf Bewe fein 25 jährig Schrift Au banken niede habe alle Anhalt des wechfel nenn Fleisches, un bon der Wie bon dem G Körper baut auch bis zu für feine& austommen fich durch da fach und viel einfach in de Aurüdführen Beift als d erfchöpfe fid fordere die felbft Bedir war feit J Weil es bis immer es u den Tonner aber erst a empfinde di Hier wies e Der R Wenn der er durch sei müsse der all unendli aber tomm wenn das So bleibe Verdi Die erforderlich Mittwo öffentlich Ang bis zum Buic Gie Zann ftets auf Lo Tapezie fucht bei fo gütung Gieße gkeiten. r Großherzo 8feft mit beiwohne In unserem Wa ift die Bewegun wonnenen liberale feiner borgefe me der Kandidat erin hat man& spricht von ein er jeder Unterla citifchen Lager f bisherige Bertrit Nur die Soi enenfleiß; fein D ift der Agitat Abwarten, vorau Lauterba richten der Her liberale Randidat er, wie nun der t, auf Ungehen Wahlkampf wit Sen. nement für unfere unferen Boten für t werden. ung der Gro nzen der zweite bei der Großh stellvertretenden und forstwirt Broßherzogtum der Boden1 auch weitere achen, zumal es ür die leibliche dheit, die Kraft Bund der deut der Grund und iftens, unter ein rauch als Wert brauch mit ihm der Boden ohne dem Voltaganzen wegs eine Par reunde in allen 8 hier mit einer eht, spricht, daß ervative Abge geordnete Graf Richter schon gezollt haben, mußte sie als 1900 find dem 0 Mitgliedern uttger Nummer. 8 ste u er wird Denfschrift zu Gewerbesteuer - 49. Brigade, terung unserer des Gießener Königsberg uni beginnende uartal wurden Schuhmacher Gießen, Mez Fabrifant Hein In in Rutters mau, Landwirt fant Wilhelm V. in Leufel, dwirt Lorenz Erb III in enrod, LandAdam Möller Bießen, Rauf rl Bulauf in Reiskirchen, hbach, Landwirt Tobias uguft Wehn er- Wöllstadt, en, Defonom 6 in Dübelsnd Landwirt Kirche it gen gebiehen. et sein. Mit [ be hergestellt ff genommen; des Gottes Chor, das t, woran sich Schließt. Der Türme sollen eichstagswahl zur Einsicht Er 5000 und Wähler ver xar die Religion nie das Ergebnis der Wissenschaft? So lautete das Thema, über welches gestern Abend im Theatersaal des Cafe Leib der Schriftsteller Friedrich Robert Ehlers sprach. Einleitend ries er durch naheliegende Beispiele darauf hin, weshalb gerade unsere 8- it reif sei für einen reineren und höheren Gottesglauben. Redner legte dar, wie die Religionen ohne Ausnahme das Ergebnis der jeweiligen wissenschaftlichen Erfenntnis gewesen seien, und ging auf den Unsterblichkeitsges danken ein, der nach seiner Anschauung noch ungleich erhabener sei, als die Schrift ihn lehre. Er betonte, daß er durch eine neue Weltanschauung den Gedanken für einen reineren und höheren Gottesglauben wecken wolle. Die Menschheit bemühe sich nicht für neue Erkenntnis; da müße jeder Einzelne fommen, der etwas tatsächlich Neues zu bieten vermöge. Unterstüßung fände er ja nur auf die schwerste Weise, denn die Menschheit verhalte sich allemal passiv. Das alte Dogmengebäude halte vor der Leuchte der Wissenschaft so wenig stand, daß es überall für einen unserer Zeit wür digen Gottesglauben versage. Nur die Macht der Gewohnheit halte noch an dem alten Glauben fest. Wüßte man, wie viel für den besseren Glauben schon vorbereitet ist, und wie die Unsterblichkeit der Seele gerade aus den leßten Consequenzen der Wissenschaft sich ergebe, so würde auch wohl der Orthodoxeste sich nicht mehr vor einem Wandel im Betenntnis scheuen. Die Frommen seien, obwohl sie dem Materialismus verpönen, im höchsten Grade noch selbst materialistisch, denn sie glauben an eine fleischliche Auferstehung, wie sie selbst im neuen Testament nicht offenbart sei. " | Der Vortragende führte Beispiele an, um den Nachweis zu erbringen, daß auch die christliche Religion das Ergebnis der Wissenschaft ihrer Zeit war. Auch das neue Teftament reiche in seinen be sten Stellen für die Erfüllung eines Seins im Jenseits noch nicht aus. Einst werde es ein Triumpf der Wissenschaft sein, wenn die Geistlichkeit selbst verkünden müsse: Weil die Wissenschaft in die tiefsten Tiefen haben leuchten können, darum haben wir den neuen Glauben gewonnen. Um hier etwas zu wagen, wo die ganze Welt noch von anderen Vorauss zungen ausgeht, müsse man doch noch etwas mehr als Mut haben, dazu müsse man sich auf Beweismittel stüßen. Der Redner berief sih auf fein 25 jähriges inspiratorisches Forschen" und auf seine Schrift Aus dem Nichts zum Glauben", in der er seine Gebanten niedergelegt habe. Die ganze Welt der Erscheinungen habe alle Jahrtausende noch garnichts für einen g ringsten Anhalt des Lebens über den Tod hinaus vermocht. Stoff wechsel nennt man' bas große Gesetz für den Wandel alles Fleisches, und bei diesem Wandel berahre sich nichts anderes, von der Wiege bis zum Grabe, als j ner unsichtbare Künstler, von dem Schiller sagt:„ Es ist der Geist, der sich den Körper baut." Der Redner legte dann dar, das, wenn er auch bis zu einem gewissen Grade Pantheist sei, er dennoch für seine Gotteserkenntnis noch nicht mit dem Panheismus auskommen fönne. Pantheistisch set nachzuweisen, daß alles Wie viel sich durch das Prinzip des Gegensatz 8 bedinge. Wie viel fach und vielfältig die Natur auch erscheine, so sei sie dennoch einfach in dem Sinne, daß sich alles auf eine einzige Dielle zurückführen lasse. In der Verbindung von Körper und Geist als der Vereinigung von Endlichem und Unendlichem erschöpfe sich das All der Natur. Für den ewigen Bestand fordere die Natur das Prinzip des Gegenteils als das sich selbst Bedingende. Die Vereinigung von Körper und Geiſt war seit Jahrtausenden das Höchste Problem der Philosophie. Weil es bisher noch nicht gelöst wurde, müsse es deswegen immer es ungelöst bleiben. Die Elektrizität kenne man durch den Tonner und Blizz alle Jahrtausende; das Gesez stamme aber erst aus unseren Tagen und mit den Geseßen davon empfinde die Menschheit erst den Segen der Elektrizität. Hier wies er auf Beispiele hin. Ebenso sei es mit Philosophie Der Redner tam sodann zu seiner eigentlichen These: Wenn der Körper deshalb das Was der Welt sei, weil er durch seine in Endlichkeit begrenzte Ausdehnung bestehe, so müsse der Geist als das absolute Gegenteil davon überall unendlich, unbegrenzt und unausgedehnt sein. Dadurch aber fomme man von einer Ueberraschung zur anderen: Denn wenn das Was die ganze Welt der Erscheinungen umfasse, so bleibe für den Geist nur ein Nichts übrig. Freilich, Verdingung v. Anstreicherarbeit. | Die für die Instandsegung von 27 Anschlagtafeln erforderliche Anstreicherarbeit soll Mittwoch, den 20. Mai d. I., vorm. 10½ Uhr öffentlich verdungen werden. Angebote auf Vordruck, der bet uns erhältlich, sind bis zum obengenannten Zeitpunkt an uns - Zuschlagsfrist 14 Tage. Gießen, ain 11. Mat 1903. Städt. Tiefbauamt. Braubach. einzureichen. Kinderfärge in allen Größen. welch ein Nichts. Ein Nichts, das vor den Sinnen feine| Erscheinung mehr haben könne und auch irgend eine wahr nehmbare Spur auffinden lasse, dafür aber die ganze Welt umspanne und so über alle Begriffe weit führe, wie der Gedanke geh, und dieser sei ohne Anfang und Ende weit. In dem Nichts des Geistes liege die einzige Zuversicht für den unserer Aufklärung würdigen und besseren Glauben. Dann legte der Vortragende an der Hand seiner Darlegungen den Zuhörern nahe, daß es kein Zufall sei, wenn wir mit unserem Leib und unserer Seele die ganze Natur in uns hätten, nicht aber schon Gott. Gott sei ein drittes Anderes, das noch nicht in der Uebereinstimmung der Natur vorhanden sein könne. Gott, der uns Irdischen unerfindlich ist, hätten alle edleren und größeren Naturen durch die Jahrtausende geahnt, eine grobsinnige Vorstellung aber habe den Das sei die erhabenste EcBegriff davon ganz verwirrt. kenntnis, daß Gott sich in der Natur noch überall anschließen müsse; denn weil wir von der Natur und selbst Natur seien, so könnten wir schon um deswillen Gott noch nicht in uns haben. Der Redner sprach als seine Ueberzeugung aus, daß einst der Ausgleich zwischen Wissen und Glauben erfolgen werde: in solcher Zuversicht sollten sich alle Denkenden zusammenfinden, dann wüchse die Hoffnung, daß endlich das vieltausendjährige Bei- und Hauptwerk im Glauben, daß der jammervolle Aberglaube wenigstens für die Kirche seine Macht verlöre. Der Vortragende glaubt an eine weltbefreiende Reformation und feierte die große Zeit, deren Söhne sich reif fühlten, für sie zu handeln.- ** Gastwirt Brottengeier im Orpheum zu Gießen hat den Konkurs angemeldet. Zum Konkursver. walter ist der Privatier Kurt von Münchow ernannt worden. ** Verhaftet wurde, wie auswärtigen Blättern berichtet wurde, der Feldwebel Jeckel, Verwalter des Offiziers tafinos Gießen, unter dem Verdacht, fortgesette Unterschlagungen begangen zu haben. Der Mann ist verheiratet und dient im 12. Jahre. Aus Hessen und nachbargebieten. Homberg( Hessen), 12. In Neuenhain eifrankten 3 Landwirt, die einem anderen Landwirt beim Abziehen einer verendeten Kuh behilflich gewesen waren, an Blutvergiftung durch Milzbrand. Alle drei schweben in Lebensge fahr. Um die Krankheit und Todesursache der Kuh hatte man sich nicht bekümmert. ** Biebrich, 11. Mai. Hier wurde gestera Nachmittag ein 5 Jahre altes Mädchen von einem Unbekannten in den Bark geleckt und wahrscheinlich entführt. Das Kind ist seit dem verschwunden. Bad Ems, 12. Mai. Sämtliche Stadtverordneten unterzeichneten die Eingabe des Magistrats an das Ministerium, in der gegen die beabsichtigte Ve pachtung der fistalischen Mineralquelle Protest erhoben wird. In der Eingabe heißt es, nuc in der Hand der Staatsregierung dürfte der Betrieb der Emser Mineralquellen und der Vertrieb des Wassers die Interessen aller Betheiligten befriedigen Stockheim, 10. Mai. An dem Bau der Nebenstrecke von hier über Höchst a. d. Nidder nach Vilbel werden in aller Kürze die Erdarbeiten, die Erbauung der erforderlichen Brücken, Durchlässe u. s. m. vergeben, worauf sie sofort in Angriff genommen werden sollen. Bereits im Winter wurden die Durchführung durch die Wälder bei Heldenbergen, Eichen und Altenstadt abgeholzt. Die neue Strecke wird im allgemeinen dem Niddertal folgen und von hier über Glanberg, Lindheim, Altenstadt, Oberau, Höhft, Eichen, Heldenbergen, Büdesheim, Dorfelden und Gronau nach Vilbel führen. Wölfersheim i. d. Wetterau, 11. Mai. Die neuen staatlichen Fabrifgebäude am hiesigen Bahnhof sind schon seit einiger Zeit vollendet, ebenso die Beamtenwohnungen, Bureauräume, Trockenschoppen und der etwa 50 Meter hohe Kamin, der zugleich als Wasserturm dient. In der Fabrik sollen die aus der Grube„ Ludwigshoffnung" geförderten Braunkohlen zu Briketts verarbeitet werden. Der Betrieb konnte noch nicht aufgenommen werden, da zwischen Staat und Eigentümer gelegentlich der Erbauung der Drahtseilbahn nach der Grube bezüglich des Geländeerwerbs MeiROLAND HAMBURG? ROLAND HAMBURG? O Moderne Herrn- Anzüge Burschen- Anzüge Knaben- Anzüge Arbeiter- Kleider Sommer- Joppen einzelne Hosen 2C. 2C. in einer bis jetzt noch nicht geführten Tannene, eichene, polierte und reichhaltigen Auswahl stets auf Lager Metallfärge Louis Werner, Schreiner. Möbel und Sarglager. Wolfengasse. Tapezierer- Lehrling Sießen Alleinst. Mädchen o. Frau er hält ein Zimmer geg. Verrichtung sucht bei sofortiger guter Ver- einig. 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Nich den in seinem Besitz befindlichen Papieren heißt der Verunglückte Alfred Weniger aus Saalfeld in Thüringen gebürtig und als CigarrenReisender bei einer Firma Zeitlofs in Stellung. Frankfurt a. M., 11. Mai.( Getreidemarit- Bericht.) Troßdem der im Laufe vergangener Woche vorübergehenden matteren Tendenz hat sich der Getreidepreis in den letzten Tagen wiederum derartig fest gestaltet, daß derselbe seinen alten Stand wieder erreicht hat. Die fortgesetzte gute Kauflust Frankreichs und Englands, sowie ungünstigere Ernteberichte aus Amerika haben hierzu wesentlich beigetragen. Fremder Weizen ist in seinen Qualitäten gesucht und knapp offeriert, während für Lieferung das Geschäft beschränkt bleibt. Für Mehl herrschte gute Nachfrage, i doch ble ben die Mühlen sehr reserviert, da selbst der erhöhte Wehlpreis im Verhältnis zu den Wetzenforderungen schlechtes Rendement giebt. Landwetzen weniger offeriert, bei guter Nachfrage. Gerste geschäftslos. Hafer, speziell inländischer, knapper ausgeboten, russischer ebenfalls anziehend. Mais in gesunder Waare sehr knapp und behauptet, defekte Qualitäten wesentlich billiger erhältlich. Futterertikel sehr knapp und gesucht, speziell Weizenschalen und Futtermehl. Es notiert: Weizen, hiesiger und Wetterauer Mart 17.00-17 10, ab Station unserer Gegend Mt. 16.70 bis 16 80, furhessischer Mt. 17.00-17.10, norddeutscher Mt. 17 30 bis 17.40 Amerikaner Redwinter Mk 17.50 bis 17.75, Kansas Mt. 17.50-17.75, russischer Nicolajeff Mt. 17.20-18.30, Saronska Mt. 17 10-18.10, Uifa Mt. 16.90-17.90, Azima M. 17.30-18.50, La Plata Mt. 16.90-18.20, rumänischer Mt. 17.50-18.10, Walla Walla 17.75 bis 17 90. Roggen hiesiger Mt. 14 90 bis 15.00, russischer Mt. 14.75-15.10, Amerikaner Mf. 14 80-15.10. Gerste, hiesige Mt. 15.20-15.50, Pfälzer Mt. 16.10-16.50, fränkische Mt-.---, Riedgerste Mt.---, ungarische Mt.-- Hafer, hiesiger und W.tterauer Mt. 14.90-15.10, furhessischer -.-, baye 14.80 bis 15 10, Württemberger Mt.-.rischer Mt. 14.50-15,50, russischer, Mt. 14.50 bis 15 50, Ma& Mixed Mt. 11.80-12.10, Weißer Mais Mt. 12 50 bis 12.75, La Plata 14 10-14.30, Odessa Mt. 14.20 bis Mt. 14.40, Virginia Mt. 14.90-15.10. Alles per 100 Kilo netto effettiv loco hier.- Mehl fest. Es notiert nach Qualität: Weizenmehl hies. Nr. 0, Mr. 25.75 bis 26.25, feinere Marken Mt. 28.75 bis 29,25, hief. Nr. 1 Mt. 23.75-24 25, feinere Marken Mt. 25 25 bis 25.75, hies. Nr. 2, Mt. 22.75-23.25, feinere Marken Mt. 23.75-24.25, hies. Nr. 3, Mt. 21.75-22 25, feinere Marten Mt. 22 75-23.25, hiesiges Nr. 4, Mt. 19.00-19.50, feinere Marken Mt. 19 75-20.25, Roggenmehl, hiesiges Nr. O, Mt. 22 75-23.25, do. Nr. 1, Mt. 20.25 bis 21.25, do. Nc. 2 Mt. 15.75-16.25. Alles p.r 100 kilo incl. 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