266. nementyrets: in Gießen, abgeholt monatlich 50- Pfs, In aus gebracht 60 Bfg, burch die Poft bezogen biertel fährlich Mr. 1.50. mabeilagen: Oberheffifche Familienzeitung( täglich) Oneffische Beitschrift für Landwirtschaft, Obst- und Immenban, fotote bie Gießener Celfenblasen( wöchentlich). Das Blatt erscheint an allen Berttagen nachmitage. Donnerstag, den 12. November 1903. Gießener 12. Jahrgang. Jasertionsprei 8. Die einfpaltige Betitgeile für Gießen tote ganz Oberbeffen, die Kreise Weylar und Marburg 10 Pfc. forft 16 Pfg.; Reklamen die Betitgeile 30 resp. 40 Big. Postzeitungsliste No. 3969. Rebattion und Erpedition: Gießen Neuenweg 28. Fernsprechanfchlah At, 362. Neuelle Nachrichten ( Gießener Tageblatt) Anabhängige Tageszeitung ( Gießener Zeitung) für Oberheffen und die Kreise Marburg und Weklar; Lokalanzeiger für Gießen und Umgebung. Enthält alle amtlichen Bekanntmachungen der Großh. Bürgermeisterei Gießen und anderer Behörden von Oberheffen. Bekanntmachung. Aus den Zinsen der Stiftung der Elisabethe Schmidt fimb Galben von je 17 Mt. an vier bedürftige, unbescholtene lebige Dienstmädchen im Alter über 50 Jahre und neun arm Witwen aus Gießen zu verteilen. Meldungen sind unter Beifügung der erforderlichen Nachweise bis zum 100 Dezember I. Js. auf dem Armenamt, Neuen Bue 43, anzubringen. Gießen 10. November 1903. Großherzogliche Bürgermeisterei Gießen. Curschmann. Bekanntmachung. Aus der Minna Keil- Voat- Stiftung sind für das Fothr 1903 drei Gaben von je 70 Mt. an drei in Gießen wanbalte, würdige und bedürftige Handwerksmeister oder deren Witwen, evangelischer Konfeffion, zu vergeben. Bewerbungen haben bis fängstens 30. November d. Js. beim stätischen Armenamt, Neuenbäue 43, zu geschehen. Nur selbstständige Handwerker oder deren Witwen tönen berücksichtigt werden. Gießen, den 9. November 1903. Großh. Bürgermeisteret Gießen. Curschmann. Bekanntmachung. Aus der Stiftung der Ludwig Theodor Felsing EheTeate zu Gießen sind die diesjährigen Zinsen und zwar: 171 Mt. 43 Pfg. an zehn in Gießen geborene würdige Arme und 34 Mt. 29 Pfg. an fünf würdige Witwen zu gleichen Teilen zu vergeben. Ummeldungen hierzu haben bis zum 10. f. Mts. auf dom Bureau des städtischen Armenamts, Neuen Bäue 43, zu erfolgen. Gießen, den 10. November 1903. Großherzogliche Bürgermeisterei Gießen. Curschmann. Bekanntmachung. Wegen Vornahme von Kanalisationsarbeiten wird ddie Wettergasse von heute an bis auf weiteres für dden Fuhrwerks- und Fahrradverkehr gesperrt. Bießen, den 10. November 1903. Großh. Polizeiamt Gießen. Hechler. Neue Wetterwolken in China. Die neuesten Nachrichten aus China lauten keineswegs erfreulich. Es hat den Anschein, als bereite sich in China en neuer Boreranfstand vor, und zugleich wird von einer etten Zuspigung der Beziehungen zwischen Rußland und Japan berichtet. Einstweilen ist es unmöglich, den Wert oder Unwert user Meldungen zu prüfen; erwähnt sei nur, daß die Meldung von dem neuen Boreraufstand, der im Yangtsezum Ausbruch kommen soll, aus russischer Quelle stammt, oweniger verdächtig ist, als die andere, die das Neueriche Bureau in die Welt sendet. Indessen auch die russische Meldung läßt zwischen den Zeilen durchblicken, daß die Spannung mit Japan keineswegs völlig behoben und daß die Kriegspartei in Japan eifrig am Werke ist. Die japaLische Presse, heißt es in der aus Port Arthur kommenden Deldung, hetze zum Kriege. Dagegen bewahre das Kabinett won Tokio seine Besonnenheit, doch habe der japanische Brennierminister Katsura selbst die Lage als sehr friisch" bezeichnet. Rußland scheint dem japanischen Kabinett diese besonnene Saltung erleichtern zu wollen. Nach einer Meldung aus Tientsin sind die russischen Truppen aus Korea zurückgezogen orden. Damit fällt eines der Hauptmomente für die ErEegung der öffentlichen Meinung in Japan fort. Es handelt Fit bei den weiteren Differenzen lediglich um die japanischen Forderungen in der man dschurischen Frage; Sier aber werden die Japaner wohl nicht nur einen, sondern mehrere Pflöcke zurücksteden müssen. Denn an ein Nachgeben in der Mandschureifrage denkt Rußland unter feinen Umständen. Die Regierung des Zaren wird es darauf anEmrnen lassen, ob die Japaner sich wegen der Mandschurei an dem ragenden Berge der russischen Macht die Hälse Grechen wollen oder nicht. Wenn die Japaner halbwegs Elug sind, so verschließen sie den englischen Kriegshetern hr Dhr und verzichten auf das undankbare Geschäft, sich mit Bem russischen Bären auf einen Ringkampf einzulassen. Gute Nachrichten aus Südwestafrika! Unsere Zweifel an der Verläßlichkeit der britischen Meldungen über die Niedermeßelung der Deutschen in Warmbad durch die aufrührerischen Bondelzwart haben sich erfreulicherweise vollauf bestätigt: Von der Megelei in Warmbad ist kein Wort wahr! Wir geben nach stehend die neuesten amtlichen deutschen Nachrichten: Eine gestern( Mittwoch) in Berlin eingegangene tele graphische Meldung des kaiserlichen Gouverneurs von Deutsch- Südwest- Afrika besagt: Hauptmann v. Koppr hat am 1. November mit einer kleinen Abteilung Warmbad erreicht und die Stationsvorräte intaft vorgefunden. Der neue Sammelplatz des Feindes ist unbekannt. Schwierige Wasser- und Weide verhältnisse machen größere Operationen auf dem Schau plaße der Unruhen gegenwärtig unmöglich. Die Ver bindung mit Warmbad ist durch Witboi Patrouillen hergestellt. Die Depesche spricht zwar nicht ausdrücklich von der Un bersehrtheit der Weißen in Warmbad, nichts destoweniger darf sie als sichere Bürgschaft dafür gelten, daß den Weißen, insbesondere den Deutschen, kein Haar gekrümmt worden ist. Das besonders zu erwähnen, lag für Hauptmann v. Koppy tein Anlaß vor: er kennt den Inhalt der britischen Tartarenmeldung nicht und kann also auch nicht auf den Gedanken kommen, sie ausdrücklich zu widerlegen. Ferner aber bestätigt auch seine Meldung, daß die Stationsvorräte unversehrt seien, die Tatsache, daß die Weißen am Leben sind. Wäre die Station, wie die britischen Zügenblätter meldeten, eingeäschert worden, so könnten die Stationsvorräte nicht borhanden sein. Daß sie es sind, beweist also die Erhaltung des Stationsgebäudes. Dieses besteht aber aus einem, mil einer Mauer umgebenen, viereckigen, steinernen Kastell, das sich leicht verteidigen läßt und in dessen Innern die Euro päer leicht sichere Zuflucht finden konnten, wenn sie sie überhaupt suchten. Es war also gottlob wieder einmal nichts mit der britischen Schwarzmalerei. Inzwischen ist die Besatzung von Warmbad nicht nur durch die Truppe v. Koppys, sondern auch durch 150 Reiter unter Führung des Bezirksamtmanns v. Burgsdorff verstärkt worden, während Hauptmann v. Fiedler mit weiteren 180 Reitern und 4 Ge schützen von Windhuk her in Anmarsch ist. Es ist also für die Sicherheit der deutschen Station nichts mehr zu befürch ten, zumal da nach weiteren amtlichen Nachrichten sich die benachbarten Negerstämme durchaus loyal verhalten. Die Politik. Kürzlich ging die Nachricht durch die Presse, daß zwischen Regierung und preußischen Landtagsmehrheit Kom. promißverhandlungen über den Mittellandkanal gepflogen würden. Ueber den Inhalt dieser Verhandlungen wurden mancherlei Dinge verbreitet, die samt und sonders unzutreffend waren. Jezt sickert wieder die Nachricht durch, das Kompromiß sei auf der Grundlage abgeschlossen, daß der Mehrheit für ihre Zustimmung zu dem Kanalprojekt die Einführung von Schiffahrtsabgaben auf den deutschen Strömen von der Regierung zugestanden werden soll. Diese Frage sei gegenwärtig Gegenstand eifriger Beratungen in mehreren preußischen Ministerien. Diese ganze Nachricht, die geeignet ist, in Handels- und Schiffahrtskreisen große Beunruhigung hervorzurufen, ist, wie uns versichert wird, durchweg erfunden. Schon deshalb wird an eine solche Maßregel nicht gedacht, weil ein derartiges Vorgehen Preußens eine Aenderung der Reichsverfassung, deren Artikel 54 die Abgabenfreiheit der deutschen Ströme feſtſetzt, nötig machen würde. Und zu einer Aenderung der Reichsverfassung um einer preußischen Angelegenheit willen den Anstoß zu geben lehnt die preußische Regierung rundweg ab. Gleich nach dem Zusammentritt des neuen Reichstags wird im Hause eine Interpellation über das Zeugniszwangsverfahren gegen Redakteure eingebracht werden. Hoffentlich wird ihre Folge sein, daß dem unhaltbaren Zustande endlich ein Ende gemacht wird. Wie unser CB.- Mitarbeiter an unterrichteter Stelle erfährt, ist der Reichskanzler zu einer derartigen Aenderung der Gesetzgebung bereit. † Angesichts der Klagen über die Belastung der preukischen Amtsvorsteher hat der Minister des Innern einen Grlaß an die Regierungspräsidenten der sieben östlichen Provinzen gerichtet, in dem die Klagen als berechtigt anerkannt und Vorschläge gemacht werden, wie dieser Ueberlastung der Amtsvorsteher zu begegnen sei. * Bei den Unterredungen, die der Eisenbahnminister Budde während seiner letzten Besichtigungsreisen im Osten mit den Arbeiterausschüssen der Eisenbahnwerkstätten hatte, lehnte der Minister es ab, irgendwo eine allgemeine Lohnaufbesserung zuzusagen. Weiter ließ der Minister keinen Zweifel darüber, daß jeder Arbeiter entlassen werden würde, der agitatorisch für die Sozialdemokratie wirke. Der Widerstand, den Graf Tiszas Plan, für die österreichische und die ungarische Armee ein gemeinsames Wappen einzuführen, bei allen ungarischen Parteien gefunden hat, hat den Ministerpräsidenten veranlaßt, von der Idee abzustehen. Wie verlautet, trägt sich der Ministerpräsident mit dem Gedanken an eine Auflösung des ungarischen Abgeordnetenhauses. Desterreich- Ungarn und Rußland haben die Pforte zu sofortiger, unveränderter Annahme der Mürzsteger Reformfordernngen aufgefordert. Die Antwort der Pforte erfolgte sofort, was sie enthält, ist zur Zeit noch unbekannt. O Die französische Regierung setzt den Kampf gegen die geistlichen Orden mit unverminderter Hartnäckigkeit fort. Ein vom Präsidenten Loubet unterzeichnetes Dekret des Marineministers verfügt die Entfernung der Nonnen aus den Marinespitälern. In dem Bericht des Marineministers, in welchem diese Entfernung begründet wird, ist ausgeführt, daß die Nonnen entgegen den Bestimmungen die Leitung der Vorratsmagazine an sich gerissen, sich jeder Kontrolle entzogen und arge Mißbräuche begangen hätten. zu großen Lärmszenen kam es gestern in der spanischen Deputiertenkammer, als der Ministerpräsident Villaberde angesichts der Vorgänge bei den Wahlen erklärte, die Republikaner und Obstruktionisten trügen die Verantwortung dafür. Monarchisten und Republikaner schleuderten einander Beleidigungen zu. Zwischen zwei Abgeordneten fam es sogar zu Täflichkeiten. Nach dem Skandal ließ der republikanische Führer Salmeron den Ministerpräsidenten Villaverde fordern. Villaverde erklärte, er könne als Minister das Duell nicht annehmen, er wolle Salmeron Rede stehen, sobald er nicht mehr im Amte sei. Dieser Moment dürfte bald eintreten. In Santander ist die Ruhe wieder hergestellt. A einige weitere nordamerikanische Kriegsschiffe sind vor Panama eingetroffen, um die Kolumbier an einem Angriff auf den Isthmus zu verhindern. Deutsche Schiffe gehen nach neueren Meldungen nicht nach Panama in See. Mit einer völligen Niederlage der Regierung von Santo Domingo hat die Revolution in dem Negerfreistaat geendet: Nach dreitägigem Kampfe um die Hauptstadt hat die Partei des Rebellenführers Jimenez' den Sieg errungen. Der unterlegene Präsident General Wos y Gil, der erst im April d. Is. nach einer Revolution zum Präsidenten gewählt war, soll sich nach dem deutschen Konsulat begeben haben. Die Stimmung sowohl der jegt ans Ruder gelangten, wie die der unterlegenen Partei gegenüber Amerika ist wegen dessen Einmischung in die Revolution feindlich. ** Hof und Gesellschaft. Das letzte Bulletin über den Gesundheitszustand des Kaisers fonstatiert, daß die Wunde von gutem Aussehen ist und sich zu verkleinern beginnt. Der Kaiser erledigt in gewohnter Weise die Regierungsangelegenheiten. ** Der deutsche Kronprinz wird am 14. d. Mts. einer Einladung des Amtsrats v. Dieke in Barby zur Jagd folgen. Eine Wendung im Prozefs Kwilecki. Die gerichtlicherseits eingesetzte Kommission, der die Frage der wissenschaftlichen und ästhetischen Prüfung der von der Verteidigung behaupteten„ Familienähnlichkeit“ oblag, hat gestern( Mittwoch) getagt und ist zu dem Resultat gekommen, daß die Aehnlichkeit zwischen dem kleinen Grafen" und der angeklagten Gräfin Kwilecki unleugbar in prägnantester Weise besteht. Im Gegensatz dazu ließ sich nicht die geringste Aehnlichkeit zwischen dem Sohn der Bahnwärtersfrau Meyer und dem kleinen Grafen finden. Diese Feststellung ist natürlich für den weiteren Verlauf des Prozesses von großer Tragweite und wird von der Verteidigung als wichtiges Beweismoment benutzt werden. Das ausführliche Ergebnis der Untersuchung, die während der gestrigen Prozeßpause von den Gerichtsärzten Störmer und Straßmann, sowie dem Porträtmaler Vogel im Beisein der Vertreter der Anklagebehörde und der Verteidigung unter Ausschluß der Deffentlichkeit stattfand, wird zwar erst in der morgen( Freitag) stattfindenden Sigung mitgeteilt wer den, jedoch sind wir in der Lage, das Wesentlichste daraus schon heute mitzuteilen. Eine genaue Vergleichung der Körperformen und der Gesichtszüge der angeblichen Brüder, des 1895 geborenen unehelichen Sohnes der jetzigen Bahn. wärtersfrau Meher und des jungen Grafen Stanislaus Amilecki, ergab ganz beträchtliche Unterschiede in Größe und Gestaltung. Von irgend einer verwandtschaftlichen Aehnlich. feit fann weder nach medizinischen noch nach ästhetischen Be griffen die Rede sein. Dagegen fand man bei der angeklagten Gräfin und dem Majoratserben nicht nur den allgemein in der wileckischen Familie herkömmlichen Frau Grie Don fechs monaten edwar die mahlin zu reichen hat. geftelt, binnen welcher er Hand vor dem Altar als seiner GeDer 3 Sungund fagte auf der Insel frei bewegen und hat nur an Während dieser Frist fann er sich jedem Abend arthirfiers in molch mit der fintenden Sonne in das Haus des Richters von chem ihm feine Wohnung angewiesen wird, brigen Euch getroffen." Archibald drückte ihre Hand an seine Lippen. fich ab und ging ſtolz erhobenen Hauptes durch die Gruppen angeklagt, nicht meine Schuld ist es, daß so hartes Urteil bittend, it tranenben Augen in den " Burnt mir nicht, Lord Archibald; nicht ich habe Euch Er wandte itive und berous spannung Der weiterhin δα und meinen Tee fochen könnte. fich anschrein paar ritte, was ganz ungefährte. noche am Sundebitathen Beg bedeutend abtiffen, fagte man mir, daß ich meinen eine Erhöhung finden, auf Der ich ein Feuer anzünden Allers wenn ich den Sumpf durchIch würde auch hier und Beit zu verlieren, wenn ich noch votings hätte ich nicht viel Anbruch der Nacht hinuntethettich, als die bereits the m fam flimmerte and grolite. baren auftralifden Giemitter mit nft i einer schnell aufsteigenden Zsoltenwand verschwand. gewölbe sich ausspannenden Dunstbogen, in dem es gar feltBetten tebende Ich kannte diesen bie: jarvenen, über das ganze Himmels. fid) plöglich verfinsterte und hinter Das war eines jener furcht Typus in unveränderter Form. Die Aehnlichkeit erstreckte sich auch auf allerlei Einzelheiten: in der Bildung der Hände und vor allem in dem eigenartigen Schnitt der Ohrmuscheln. Die Untersuchung wurde, wie eingangs bereits angedeutet, nicht nur nach allgemeinen Gesichtspunkten, sondern an der Hand von peinlich genauen anthropometrischen Feststellungen vorgenommen. ..Aus einer kleinen Garnison". Von unserem-Mitarbeiter wird uns geschrieben: V01 den Schranken des Meyer Kriegsgerichts wird der Proze gegen den Leutnant a. D. Oswald Bilse verhandelt, welchei beschuldigt ist, unter dem Titel„ Aus einer kleinen Garni son" einen Roman herausgegeben zu haben, dessen Figuren und Zeichnungen beleidigend sind für den größten Teil des Offizierkorps des Trainbataillons Nr. 16 in Forbach. Bilse leugnet im Prozesse nicht die Tendenz, Kritik haben üben zu wollen an den Zuständen dieser kleinen reichsländischen Garnisonen, die sich von denen anderer deutscher Garni sonen wesentlich unterschieden. Aber er bestreitet, die Ab ficht gehabt zu haben, seine Vorgesezten, seine Kameraden oder deren Familien zu beleidigen. Er beruft sich dabei auf das freie Recht jedes Schriftstellers, seine Figuren que der Phantasie zu schöpfen und weist darauf hin, wie natürlich es wäre, daß bei solch freier Darstellung Einem BeKenntnisse in die Feder flössen, die ihren Ursprung in der nächsten Umgebung haben. Hat Leutnant Bilse ein Recht, sich in seinem Schaffen mit dem eines freien Schriftstellers zu vergleichen? Diese Frage verdient nähere Beachtung. Als Georg Hirschfeld seine Mütter" schrieb, wußte man, daß er seine Familie darin geschildert hatte. Sudermann in der„ Ehre", in „ Sodoms Ende" schilderte bekannte Typen. Selbst Friedrich v. Schiller, dem doch niemand den Vorwurf des Pamphle tisten zu machen wagen wird, konnte sich die Lust nicht verbeißen, ab und zu einmal konkrete Dinge in absolute Phantasien zu verspinnen und Namen seiner Zeit zu glossieren. Tat Leutnant a. D. Bilse nur dasselbe, was die anderen taten? Nein. Die Haussuchung hat erwiesen, daß sämt liche Figuren seines Romans sie sind durch die Bank widerwärtig ursprünglich im Manuskript Ramen trugen, die denen jener Offiziere des Forbacher Trainbataillons nahezu genau entsprachen. Ihm war also offenbar nicht ein Typ tief ins Gedächtnis eingeschrieben, sondern er trug planmäßig die Absicht, diese Gesamtheit von ihrer schlechtesten Seite zu zeichnen und verschmähte kein Mittel, um die Niedertracht seiner Figuren in das hellste Licht zu setzen. Sämtliche angegriffenen Offiziere bestätigen, daß sie sich selbst an unverkennbaren Details wiedererkannt hätten und daß jedermann in Forbach sie wiedererkennen mußte. Bilse sagt, alles das habe ihm ferngelegen. In solchem Leugnen liegt ein Stück Feigheit, das in seltsamem Widerspruch steht zu dem prätentiösen Auftreten des jungen Offiziers, der seine durch Leichtsinnigkeit erworBenen Vorstrafen mit Wizen entschuldigt und seine Vorgesezten und Kameraden als minderwertige Gestalten behandelt, auf die er als Kritiker sarkastisch herabsieht. In dieser Art schriftstellerischer Tätigkeit liegt ewas Bersebendes und sie sollte niemandem fremder sein, als einem Offizier unserer Armee, deren Disziplin der ganzen Welt als BeiSpiel voranleuchtet. Erst vor wenigen Jahren erschien ebenfalls in den Reichslanden der Roman eines jungen Portepeeträgers, der den Titel Verhängnis" trug und in ähnlicher Weise über die Stränge schlug. Man hat nicht gehört, daß damals eine Anklage erfolgt sei. Seit der Kabinettsordre des Kaisers über die Veröffentlichung schrift. stellerischer Arbeiten durch Militärpersonen scheint man ernsthafter daran gehen zu wollen, solchen eigenartigen schriftstellerischen Erzeugnissen die Eristenz zu beschneiden. So sehr man auch für die Meinungsfreiheit in Wort und Schrift schwärmen mag, wer die Dinge deutlich sieht, wird zugeben müssen, daß es unseren Offizieren schlecht ansteht, über ihre Kameraden öffentlich Schmutz auszubreiten. Man tann diesen Prozeß daher nur begrüßen und hoffen, daß er für die jungen Leute eine Lehre sein wird, die allzu leicht persönlichen Haß vor das Forum der Allgemeinheit tragen und Dinge heraufbeschwören, über deren Folgen Sie sich nicht im entferntesten klar sind. Ueber den Verlauf der Verhandlungen wird uns weiter folgendes berichtet: Im Mittelpunkt der bisherigen Ergebnisse steht die Person und die Aussage des Majors Fuchs. Gleich wie er vor die Schranken trat, passierte ihm etwas, das seinem Doppelgänger im Roman, dem Obersten v. Cronau, als Charakteristikum anhaftet: Mit einer heftigen Bewegung schleuderte er eine Träne von sich, die sich in seinem Augenwinkel gebildet hatte. Wie Cronau, so hat auch Fuchs eine Duellaffäre durchgemacht, die durch die Vermittelung einer Offiziersfrau beigelegt wurde. Der Apotheker Dreesen, bekannt als vorzüglicher Pistolenschüße, hatte ihm einen Kartellträger geschickt, weil Fuchs den Offizieren den Verkehr im Dreesenschen Hause untersagt hatte mit der Begründung, Frau Dreesen habe sich über die Offiziere beleidigend geäußert. Major Fuchs hatte nach den Erklärungen, die er dem Beauftragten gab, diese Maßregel auf eine Mitteilung der Frau Rittmeister Ey hin getroffen. Diese schwächte nun auf Vorhalten ihre Worte ab, der Major entschuldigte sich und hob das Besuchsberbot auf, so daß die Ehrenaffäre friedlich beigelegt wurde. Major Fuchs verbreitet sich eingehend über die Verhältnisse im Offizierkorps. Einen Einfluß der Frau Rittmeister Ey( im Roman Frau Starte) auf seine dienstlichen Anordnungen bestreitet er entschieden. Das Ehepaar Ey lebt ziemlich gut. Die ReitStunden der Frau Ey habe ich untersagt und nicht geduldet, wie der Roman besagt. Von dem Vorleben der Frau Ey, die früher vor der Che eine Pension hielt, ist mir Nachteiliges nicht bekannt geworden. Auch über die ehelichen Szenen in der Familie des Oberleutnants Koch( im Roman Leimann) ist dem Zeugen nichts bekannt. Die Frau ist inzwischen infolge einer Krankheit gestorben. Koch hat inzwischen den Abschied eingereicht. Er ist förperlich gut beschrieben, aber am„ heulenden Elend" leidet er nicht. Mit Bezug auf Beutnant Witte( im Roman Borgert) fagt der Zeuge, dieser habe viele Schulden. Frau Koch war schön, und Witte fanzte gerne mit ihr und machte ihr den Hof, aber nur in allen Ehren, wie befannt wurde. Beide Familien wohnten in einem Hause. Das Ehepaar Edler wurde geschieden, weil bekannt wurde, daß u. a. Leutnant Block( im Roman Kol. berg) mit Frau Edler von 5 bis abends 11 Uhr im Walde war. Die Führungszeugnisse über Bilse behauptet Beuae nach Pflicht und Gewissen abgegeben zu haben. Es Taufen immer noch Rechnungen für Bilse ein. Er kaufte so viel alte Schränke und Kommoden auf den Dörfern. Bilse sei mehrmals gepfändet worden. Der Angeklagte sagt, die Pfän. dung komme nur von seiner Verhaftung. Zeuge Major Fuchs sagt ferner aus: Rittmeister Bandel wollte in Gesellschaft immer der erste sein und verfeindete sich mit vielen Kameraden. Bilse verkehrte eng mit ihm. Der Zeuge vermutete, daß Bandel an der Abfassung des Buches beteiligt war. Der Anklagebertreter: Rittmeister Bandel hat Zeuge Major Fuchs als vermutlichen Verfasser des Buches bezeichnet. Fuchs: Keine Idee, ich werde mich doch nicht selbst beleidigen. Anzeige gegen Bilse hat Witte im Verein mit Koch veranlaßt. Von dem Buch sind 150 Eremplare in Forbach verbreitet. Die Kommandostimme. Der Rittmeister Ey( im Roman Rittmeister Stark) be streitet, daß sein Verhalten im Dienst oder in der Familie dem Angeklagten Grund zu seiner gehässigen Schilderung gegeben habe. Vhdl f.: Sie werden als ein seine Frau roh behandelnder, ungebildeter, dienstlich unfähiger und dem Trunke ergebener Offizier geschildert. Als Ehemann wird es Ihnen etwas schwer sein, die Frage zu beantworten, wie Sie zu Ihrer Frau stehen. Sie sollen mit den Pantoffeln nach ihr geworfen und ihr einmal zugerufen haben: Halt's Maul! 3euge: Davon ist mir nichts bekannt. - Vhdl f.: Sind Sie dem Trunke ergeben? Ihre Stimme soll es, wie der Roman sagt, verraten, daß Sie einem guten Trunk nicht abgeneigt seien. Zeuge: Ich will nicht sagen, daß ich nicht gern einmal ein Glas Bier trinke, aber cinen Rückschluß hieraus auf meine heisere und tiefe Stimme 311 ziehen, ist unstatthaft. Ich werde nämlich sehr leicht heiser, wenn ich scharf kommandieren muß. Im großen und ganzen schließt sich der Zeuge den Darstellungen des Majors Fuchs an. Entlastungszeugen. Außer dem Rittmeister Bandel( im Roman König), in dessen Hause der Angeklagte viel verkehrte, tritt auch noch Mittmeister Haegele mit seinen Bekundungen für Bilse ein. Wandel erzählte von der Duellaffäre Fuchs, daß Frau Ritt. meister Ey unter Tränen erklärt habe, sie müßte die Sache wieder in Ordnung bringen. Sie könne nicht zugeben, daß ein verheirateter Mann totgeschossen würde. Der Apotheter Dreese ist als ein sehr guter Schütze befannt. Frau Mittmeister Ey ritt täglich Dienstpferde mit Wissen des Kom mandeurs. Ein im Stall hängender Damensattel gab einem Obersten aus Straßburg Anlaß zu Bemerkungen. Zeuge ist vom Dienst suspendiert gewesen wegen eines gegen ihn schwebenden gerichtlichen Verfahrens in Bezug auf die Ver waltung des Kasinos. Er bestätigt auch die Wahrheit des im Roman erwähnten Pumpversuches von Kasinogeldern durch Leutnant Witte und andere. Verschiedene, unerhörte Szenen im Roman stimmen überein mit Forbacher Stadt: gesprächen. Rittmeister Haegele( im Roman Hagemann) sagt aus, Frau Ey habe die Pferde in einer Art benutzt, die Zeuge für nicht zulässig halte. Wenn es heißt, Herr Rittmeister Ey sei einem guten Trunke nicht abhold, so trifft dieses vollständig zu. Daß Fischer und Koch verschuldet sind, war bekannt. Frau En holte ihren Mann aus dem Kasino ab. Leutnant Habenichts hatte viel Verkehr mit Mädchen. Der Angeklagte hat sich im Verkehr mit mir stets liebenswürdig und korrekt benommen. Seinen Roman schrieb er wohl, um eine Kritik an den bestehenden Verhält nissen zu üben und die erwähnten Personen lächerlich zu machen. Der Verhandlungsführer verliest ein kriegsgerichtliches Urteil gegen Bandel, das eine Parallele im Roman findet. Er wurde von der Anklage des Betrugs bei der Kasinoberwaltung freigesprochen unter Anerkennung seiner guten Dienste für das Kasino. Leutnant Witte hatte die Anklage beranlaßt, die Zeugen vermuten, weil er ihm die Anleihe nicht bewilligte. Der Verteidiger konstatiert, daß der Angeklagte Bilse nach seiner Uebernahme ins Bataillon auf ein Jahr in den Ehrenrat gewählt wurde. Darauf wurde für die Vernehmung der Zeugen Witte und Koch die Deffentlichkeit wegen Gefährdung der Sittlichkeit und der militärischen Interessen ausgeschlossen. Nab und fern. Ein Brand auf der Elberfeld- Barmer Schwebebahn ries unter den Passagieren eine gewaltige Panit hervor. Neben dem Wagenführer schlugen plößlich mehrere fußhohe Flammen in die Höhe. Die bestürzten Insassen des Wagens drängten zur Tür und drückten diese auf. Ein Mädchen sprang hinaus und fiel in das unter der Bahn ausgespannte Nez, wurde aber sofort ergriffen und auf den Bahnsteig gezogen. Der Wagen, der voll Qualm war, schob sich während des Vorfalles langsam vor bis zum Bahnhof, so daß die Fahrgäste gleich aussteigen konnten. Der Unfall, so aufregend er war, hat doch das Gute gehabt, zu zeigen, daß auch in Fällen ernstlicher Gefahr auf der Schwebebahn die getroffenen Vorrichtungen das Leben der Passagiere zu schirmen imstande sind. Vom Tanz in den Tod. In Eichstedt bei Stendal artete ein frohes Tanzfest in eine wüste Rauferei aus, bei der schließlich das Messer das entscheidende Wort sprach. Ein Bauernknecht namens Konezki wurde erstochen, zwei andere schwer verletzt. Der Haupttäter, der den Tod Konekkis auf dem Gewissen hatte, ließ sich durch einen Güterzug totfahren. Wegen Entführung einer Minderjährigen verhaftet wurde in dem Hamburger Vororte Rothenbergsort ein 17jähriger junger Mann aus Berlin. Dieser hatte ein 15jähriges Mädchen in Berlin kennen gelernt, mit dem er ein Liebesverhältnis anknüpfte. Bald darauf wußte er die Betörte zu bewegen, mit ihm gemeinsam die Flucht zu ergreifen. Die Hamburger Kriminalpolizei benachrichtigte die Eltern des Mädchens, daß sie ihr Kind abholen könnten. Der hoffnungsvolle Bursche und seine Geliebte hatten das zu ihrer Flucht nötige Reisegeld ihren Angehörigen entwendet. Eine Aufsehen erregende Verhaftung ist in Dresden erfolgt. Der dortige bekannte Frauenarzt Dr. Planer wurde unter dringendem Verdacht des Meineids in das Untersuchungsgefängnis abgeführt. Planer hatte vor anderthalb Jahren in einem Strafprozeß gegen den Agenten Behnert als Zeuge eidlich in Abrede gestellt, mit der Ehefrau Behnert, die er als Arzt in Behandlung hatte, geschlechtlich verkehrt zu haben. Inzwischen hat sich das Belaftungsmaterial gegen Planer so verdichtet, daß er verhaftet wurde. Lokales. Gießen, 12. November 1908. Bei der heutige ge ** Privattelegramm. Ziehung der Hessisch- Thüringischen Landeslotterie wurde folgende Gewinne gezogen: 1 Prämie von 7500 Mark auf Nr. 37 541, welche zuletzt mit 300 Mt. zogen wurde, 1 Gewinn von 10 000 Mt. auf Nr. 13 424 Dem Pfarrer an der Matthäusgemeinde Geor Schlosser wurde von der theologischen Fakultät de Landesuniversität der Grad des theologischen Dottors thre halber verliehen. * * Die Lehrertonferenz für den Kreis Gießen fand gestern Mittwoch im Neuen Saalbau unter dem Bo bieber hergeftelt Motortrag fchloß Brin gemeinscha en vereinigte Eine Brünberg am * Geftern erfammlung Wichtige aus de Whaften bes Bu fetränke in ei bbie Londor milbelten". Die en Streit fofo tattet und siz des Provinzialdirektors Dr. Breidert stallizeiliche fond Kreisschulinspektor Kleinschmidt verlas die Statistit befie am Ron Boltsschulwesens im Schuljahr 1902/03. Die Schülerz des Kreises beträgt 11614, davon entfallen auf Gie 2130, auf die Landorte 9484 Schüler; nach dem Geschl sind 5744 Knaben und 5 870 Mädchen; nach dem Belen nis gehören 11 253 der evangelischen, 191 der katholisch * Der ar eritogene S bicht um ihn fü + Von 6 Darfolgt: Reife 142 der israelitischen und 27 einer anderen Religion on Betrugs von G Gegen das Vorjahr nahm die Schülerzahl um 205 zu. De helle Otto M Kreis zählt 196 Schulstellen, davon 44 in Gießen und 15 Großh. Amtsar auf dem Land. 16 Klassen haben noch über 80, 7 über 90 Jofeph Selzer und 1 über 100 Schüler, im Jahre 1901/02 gab es nod Großh. Amtsa Klassen mit über 100 Schülern. In Gießen hat die Schül Aug zahl wiederum bedeutend zugenommen, während sie auf der treibende a Band zurückging. Die 105 Fortbildungsschultlasse babfichtigt be zählen 1833 Schüler, mehr 121. Die Erziehungsan Mainz einen stalt in Arnsburg hat 2 Klassen mit 23 Schüler Bedfellebre fo Die Zahl der Lehrkräfte stieg um 5 auf 196, davon fint und der sozi 193 Lehrer, 3 Lehrerinnen. In 46 Gemeinden wird no Unterrichtsbau Schulgeld erhoben. Hiernach referierte Lehrer Biben Besuchern lein- Reiskirchen über: Was fann die Volksschule tun, un * Der der bedrohlichen Abnahme der Landbevölkerung Einhalt hende Annä Kreisam mann Kranzbühler sprach zum Schlaftern Abend über das Denkmalschutzgesetz; zahleiche Lehrer wurden berei zu Vertrauensmännern ernannt. bieten". * " neegänse fe Emnnte man Vanderbögel Bieb batte einen V fmmbers schwer 8 feblte nich ** Stadttheater Gießen. In der morgige Don Carlos- Aufführung wird Herr Linzen die Rolle de Königs, Herr Sandorff den Bosa, Herr Achterberg be Carlos spielen, außerdem sind in größeren Rollen b schäftigt die Herren Telefy und Haag. Die Eboli liegt i den Händen des Frl. Hohl und die Königin wird von F Minna Löser aus Kassel gegeben werden, die als eventuelle den für die no Ersatz für Frl. Hagen in Frage tommt. * * - - faleinen Brenn nat bald abgi fiärter als ba bequem geräu O Mangodfen I. nartt waren loafelbft ausge kes legten M durften auf haben werden, Massen, weil Seuchenversch verbracht wü fern zu halte am Bahnhof Fremdenvorstellung im Stadttheater Gieße Das lebhafte Interesse das sich seit Einführung der neue Direktion Steingoetter dem Gießener Stadttheater zuwende giebt sich auch darin kund, daß von auswärts zahlreic Anfragen betreffs Einrichtung von Fremdenvorstellungs., angelern am Sonntag Nachmittag eintreffen, die jeweils um 1½ Uhr beginnen und etwas nach 6 Uhr ihr Ende erreiche werden. Für nächsten Sonntag, den 15 November ift de erste dieser Fremdenvorstellungen angefeßt, die Gerhaer Bahn au Hauptmanns berühmtes Märchendrama„ Die versunken Glocke" bringt. Die Aufführung dieses berühmt Wertes im Gießener Stadttheater zeichnet sich durch übe raschend schöne Bühnenbilder hervorgerufen durch ne Dekorationen und zahlreiche Lichteffette sowie durch eine von berufener Kritit hochanerkannte Darstellung aus. Die Preise der Pläße sind: Gallerie 30 Pfg., 2. Bart Estrade 60 Pfg., 1. Partet 1 Mt., Sperrsiz 1,50 Loge 2 Mt. Briefliche Bestellungen sind an das Theate bureau, Gießen, Wallthorstraße 48, zu richten. X Der durch verschiedene Umstände hinausgeschobee Bazar zum Besten der Alice Schule findet m bestimmt am 18., 19. und 20. November statt. Die Vo bereitungen sind bereits in vollem Gange und man darf warten, daß bei dem lebhaften Interesse und dem groß Eifer der Mitwirkenden ein nach allen Richtungen hin friedigendes Ergebnis erzielt werde. Das mäßige Eintritt geld sowie die vollständig normalen Verkaufspreise ermöglic es Jedermann, die Veranstaltung zu besuchen und auch mit d bescheidensten Mitteln zum Gelingen des ganzen beizutrag Die Contentia"- Gießen hält nächst Samstag im Neuen Saalbau ihr Wintervergnügen d Das Programm bietet viel Humorvolles und wechselung. Die" Contentianer" mögen sich daru recht zahlreich einstellen. * " ** Der 3ither flub Gießen hält kommend Samstag im Cafe Leib seinen diesjährigen Balla Vorher sind Aufführungen und dergleichen im Program verzeichnet. Ein gutbesetztes Haus ist dem Klub wünschen. ** Das 25. Jahresfest des Oberhessisc Vereins für innere Mission, das am 10. und 1 November in Geßen stattfand, nahm einen außerordentl schönen Verlauf. Nachdem am Dienstag Vormittag Vorstand des oberhessisch n Erziehungsvereins getagt hat fand nachmittags in dem an der Kirchstraße gelegen Konfi mandenhaus die Szung des Vorstandes un Synodalvertreter statt. Der Hauptgeger stand der Vo sammlungen war: Die Behandlung der inneren Ms im Religions- und Konfirmandenunterricht. Das Refer das Pfarrer Dieckmann- Ror hem erstattete, gab zu gehender und fördernder Besprechung Anlaß. Nach d Festgottesdienst, der in der Stadtkirche stattfand, und dem Professor Dr. Drews preoigte, versammelten sich z reiche Freunde der Sache in Steins Garten zu einem schön verlaufenden Familien- Abend. Der Kirchengesa verein, der auch schon im Festgottesdienst mitgewirkt, t einige Lieder vor, Pfarrer D. Schlosser und Professor Stamm hielten interessante und fesselnde Ansprachen ü das Thema: 25 Jahre innere Mission in Oberhessen. Der andere Morgen sah eine sehr zahlreiche Versammlu im Konfirmandensaal der Johanneskirche, wo vom Detan Wagner- Grünberg gehaltenen Morgenandacht Pfarrer Lic. Weber- M.- Gladbach die ernste Frage behandelle Wie können Autorität und Pietät in unserem Boltslebe nach de ** 8 m 88wiebelmarkt Bu Anfang andwirten a Ne R ichne Neueste B Jand Car Vertreter f Underberg Unentbehrlich für jede Familie! 2. Movember Bei der andes lotteri Prämie bon t mit 300 Dt. auf S thausgemein ogischen Fo gifchen Do schnittserlös Mt. 6-6 pro 8tn. Der Handel ging sehr gut, sodaß der Vorrat verkauft wurde de hergeftellt werden? An den eingehenben, vortrefflichen| zu kaufen. Später gingen die Bretse höher und der Durch Potrag schloß sich eine lebhafte, interessante Diskussion an. Gim gemeinschaftliches, durch mancherlei Toafte belebtes Effen vereinigte noch viele Festgäste im Cafe Ebel. Eine Gemeinderats- Stzung findet in tün berg am Samstag Abend statt. * Gestern Mittag nach Beendigung der Kontrol benammlung in Grünberg hatten sich einige Kontrollpiftige aus den benachbarten Ortschaften in den Wirtshaften des Guten zu viel getan und gerieten an der Getränke in eine allgemeine Keilerei, wobei die Odenhäuser und die Londorfer sich mit Stöcken und Schirmen„ berLüzellinden, 11. Nov. Die Scheuer des Landwirts Gehrt brannte heute Nachmittag nieder. (*) Wetzlar, 10. Nov. Heute vormittag entgleisten bei Niederdresselndorf zwölf Wagen eines Güterzuges, welche sämtlich stark beschädigt wurden. Beide Hauptgleise waren ca. 8 Stunden gesperrt, so daß der Verkehr nur durch Umsteigen aufrecht erhalten werden konnte. Menschen sind nicht verunglückt. Der Materialschaden ist erheblich. § Ulrichstein, 9. Nov. Zu den beiden Bahnprojekten ir den Krebelten". Die Polizei, die gleich zur Stelle war, machte Mücke- Ulrichstein- Rirfeld und Ehringshausen- Feldatal- Ulrichalbau unter Dr. Breid 03. Die entfallen bten Streit sofort ein Ende. Polizeiliche Anzeige ist bereits perlas die polizeiliche sondern auch eine militärische Strafe zu erwarten, ertattet und haben die Kampfesmutigen nicht nur eine bta fie am Kontrolltage unter den Kriegsartikeln stehen. * Der am Montag Abend in Grünberg im Streit ; nach demerito che ne necht wurde, da sich seine Angehörigen en; nach den nächt um ihn fümmerten, der Anatomie in Gießen überwiesen. Von hessischen Behörden werden u. a. steckbrieflich erfolgt: Reisender Bernhard Aumann aus Steele wegen Betrug von Großh. Staatsanwaltschaft Gießen; Schreiner gefelle Otto Meidt aus Schotten wegen Diebstahls vom Broßb. Amtsanwalt zu Büdingen und Weißbindergeselle Jofeph Selzer aus Pfaffenwiesbach wegen Betrugs vom Broßh. Amtsanwalt zu Gießen. 191 der la anderen zahl um 206 4 in Gießen über 80, Gießen hat die , während fie dungsschull ie Erziehun fien mit 236 auf 196, do 901/02 gab Gemeinden ferierte Lb Bolfsidhule bevölkerung G sprach zum Lehrer wurde 1. In der m Linzen die Herr Achterbe größeren 3. Die Eboli Rönigin wird ben, die als con mt. im Stadttheater Einführung da Stadttheater n auswärts Fremdendorf die jeweils un Uhr ihr Ende 15 November ngefeßt, die Die ver ng dieses eichnet fich du rborgerufen da e- forie Darstellung 30 fg., Sperrfig 10 ind an bas richten. inde hinausge Schule find aber statt. Dit nge und man da ffe und dem gro Richtungen bin Das mäßige Eint laufspreise ermi ugen und auch r gangen bei en hält Binterbergni norbolles un mögen fid n hält tom jährigen Ba etchen im Pro ift dem Oberheffi bas am 10. einen außero Stog Bormit vereins getog Aus Hessen, 9. Nov Um angehende Gewerbetreibende auf die Meister prüfungen vorzubereiten, beabsichtigt der Verein selbständiger Gewerbetreibender in Mainz einen Kursus über Buchführung, Roftenberechnung, Bechfellehre sowie über die Grundzüge der Gewerbeordnung and der sozialpolitischen Gesetzgebung abzuhalten. Die Unterrichtsdauer ist auf 25 Stunden berechnet und ist von den Besuchern eine Gebühr von nur 5 Mt. zu entrichten. * Der beste Thermometer für die bevortehen de Annäherung von faltem Wetter dürften die uffern Abend kurz vor 7 Uhr über die Stadt gezogenen Schneegänse sein. Die Tiere flogen ziemlich tief und fonnte man deutlich das sonderbare schreien dieser Wandervögel hören. Viehmarkt Gießen. Der gestrige Fahrviehmarkt Satte einen Vorrat von ca. 70-80 Tiere aufzuweisen. Bes Forber schwere Baare waren diesmal nicht darunter vertreten. Es fehlte nicht an Rauflustigen am Markt, besonders wurben für die noch im Nassauischen und Kurhessischen vertretenen Fleinem Brennereibetrieben Fohrochsen gekauft, sodaß der Vorwat bald abging Die Nachfrage war übrigens bedeutend Ftärker als das Angebot. Ein doppelt so starter Markt wäre Sequen geräumt worden. Bezahlt wurden für das Paar Gang och sen I. Sorte 800-850 m., II. Sorte 700-750 St., angelernte Stiere 550-650 Mt. Auf dem Schweine marft waren 800 Tiere aufgetrieben und war der Handel bafelbft ausgezeichnet. Die Ware wurde zu den alten Preisen bes letzten Marktes abgesezt. 5 Waggon Schweine, welche per Bahn aus dem Kurhessischen hier angelandet waren, Burften auf Veranlassung der Veterinärpolizei nicht ausgeHaben werden, resp. sie wurden auf dem Markt nicht zugeJaffem, weil nach den Bestimmungen zur Verhütung der Seuchenverschleppung eine 5tägige Beobachtung, dieser Schweine verbracht würde. Die Maßregel, die Schweine vom Markte fern zu halten, hatte zur Folge, daß die Tiere größtenteils am Bahnhof verkauft wurden. - 8 wiebelmarkt Gießen. Der gestrige zweite Zwiebelmarkt hatte einen Vorat von 350-400 Bentner. zu Anfang des Marktes war die Waare von vereinzelten Landwirten ausnahmsweise mit Mt. 5-5 pro Zentner Neu! Neu! Rübenschneider neuestes eigenes System, schneidet 1 Centner in 3 Minuten. Neueste Brockelmühlen, große Leistung, leichter Gang. Jauchepumpen mit Patententleerung liefert zu billigsten Preisen auf Probe Carl Buss, Wetzlar. Fabrik Landw. Maschinen. ſtein- Rirfeld ist nunmehr ein drittes entstanden und zwar die Linie Alsfeld- Windhausen- Ulrichstein- Schotten; in dieser Angelegenheit ist bereits für nächsten Sonntag unter dem Vorsitz des Herrn Grünfeld eine Versammlung in Alsfeld anberaumt. für das Jahr 1904/05 liegt vom 16. d. Mts. an acht Tage X Lehnheim, 10. Nov. Der Voranschlag der Gemeinde der Interessenten offen. lang auf dem Bürgermeisterei- Bureau dahier zur Einsicht gegenüber ist seit einigen Wochen ein großer Steinbruch Trais- Münzenberg, 10. Nov. Unserem Dorfe jenseits der Wetter entstanden. Die Butzbach- Licher Eisenbahnaktiengesellschaft hatte dort für den denkbar niedrigsten Preis von den Grafen Solms- Laubach ein Stück wüstliegenden Gelände angekauft und dort einen vorzüglichen Basalt entdeckt. Nun steht dort eine Klopfmaschine, die den Basalt. schotter für die Bahnstrecke liefert. Es werden sogar die schönsten Pflastersteine hier hergestellt. * Marburg, 10. Nov. Die in altertümlichen Farbenmalereien neu hergestellte Rathaustür, die einen Schmuck unseres ebenfalls in mittelalterlichem Stil hergestellten Rathausportals bildet, wurde in der Nacht vom Sonnabend zum Sonntag derart zerkragt und beschädigt, daß die Arbeiten noch einmal ausgeführt werden müssen. Als Täter wurden die Mitglieder einer Studentenverbindung ermittelt. Ge bildete Jünglinge! Amöneburg, 10. Nov. Bei der Wahl eines Kreistagsabgeordneten für hiesige Stadt, die gestern stattfand, wurde der Bürgermeister J. Weber hierselbst einstimmig wiedergewählt. + Frankfurt, 11. Nov. Gestern stürzte bei einem Neubau eine Mauer ein und verschüttete einen Arbeiter; durch die auf der Baustelle beschäftigten Arbeiter wurde er aus seiner lebensgefährlichen Lage befreit. Er hatte schwere Duetschungen davongetragen. Mainz, 11. Nov. Die hiesigen Sozialdemokraten stellen an Stelle des verstorbenen Landtagsabgeordneten Haas den Redakteur der„ Mainzer Volksztg." Adelung als Landtagskandidaten auf. * Mainz, 10. Nov. Heute wurde vom Domkapital der hochwürdigste Herr Domkapitular Professor Dr. Fr. J. Selbst zum Kapitelsvifar und somit zum Bistumsverweser für die Zeit der Verwaisung des bischöflichen Stuhles ge= wählt. [§] Bingerbrück, 10. Nov. Ein Bahnwärter fand gestern zwischen den Geleisen die Leiche eines Handwerksburschen. Ob Selbstmord oder Unglücksfall vorliegt, war nicht festzustellen. Briefkasten. Abonnent H., Nieder- Ohmen. Wir werden in der Sache Abhülfe schaffen, die ersten Schritte dazu sind bereits getan. Gruß! Bu vermieten Parterre- Wohnung, Bleichstraße 11, 5 Zimmer mit allem Zubehör, Gartenanteil, sowie Trockenboden, zu vermieten. Näh Gießen, Neuenweg 28. Möbl. Zimmer mit oder ohne Bension zu verm. Wegsteingasse 7, Gieß n. Möbl. Zimmer Gießen, Kreuzplatz 11, III. zu vermieten. Bertreter für Grünberg und Umgebung: E. Willems Möbliertes Zimmer Haberkorn Nachf., Grünbera. Unentbehrlich für jede familie! Underberg Boangkamp Maay Bittee Boonekamp emper idem, Fabrikation alleiniges Geheimniss der Firma: Underberg H.UNDERBERG- ALBRECHT Gegr. 1846. Hoflieferant Seiner Majestät des Kaisers und Königs Wilhelm D. am Rathhause in RHEINBERG am Niederrhein. Anerkannt bester Bitterlikör! 24 Preis- Medaillen! 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Auf dem heutigen Wochenmarkt fosteten Butter per Bfb. 1.00-1.10 M., Hühnereter 2 Stüd 16-18 Pfg., Enteneier St. 8 Pfg., Käse per St. 5-8 Pfg.. Käsematte 2 St. 5-6 Pfg., Erbsen per Liter 21 Pfg., Linsen per Liter 32 Pfg., Tauben per Paar mr. 0.70-0.90, Hühner per Stüd Mr. 1.30-1.80, Hahnen, per Stud Mr. C.70-1.50, Enten per Stüd 1.70-2.20, Gänse p. Bfd. 56-60 Pfg., Ochsenfleisch per Pfd. 68-78 Bfg., Rindfleisch per Pfd. 62-66 Pfg. Schweinefleisch per Pfd. 66-76 Pfg. Schweinefleisch gesalzen per Pfund 0.80 Bfg., Kalbfleisch per Pfd. 70-76 Pfg., Hammelfleisch per Pfd. 56-74 Pfg., Kartoffeln per 100 kilo Centner 16-20 mt. Milch per Liter 18 Vfa. Dauer der Marktzeit 5.00 5.50 mr., Rwiebeln per 3t. Mr. 4.50-5.00, Aepfel per von 8 Uhr morgens bis 2 Uhr Nachmittags. Gegenstände des Wochenmarktverkehre dürfen vor Beginn der Marktzeit überhaupt nicht, und während der ersten drei Stunden der Marktzeit im Umherziehen feilgeboten werden. Berantwortlich: für den politischen und Inseratenteil: Albin Klein; für das Lokale, den Gerichts." und" Deffentlichen Sprechsaal": Fr. Oppermann, Als einfach ,, unersetzlich" wird Kathreiners Malztaffe von vielen Hausfrauen bezeichnet. Diesem Urteile muß Jeder unbedingt beistimmen, der die vielen Vorzüge aus Erfahrung tennt, die Kathreiners Malzfaffee tatsächlich in sich vereinigt und die ihn hoch über alle ähnlichen Erzeugnisse stellen, Jeder, der sich von seiner Befömmlichkeit, von seinem Wohlgeschmack und seiner Billigkeit durch die Praxis überzeugt hat. Wetterbericht. ( Wetterdienst zu Gießen: Peppler.) Verlauf der Witterung von Dienstag bis Mittwoch. Das nördliche TIEF ist nach Lappland gezogen, während ein gut entwickeltes Teiltief noch über der Ostsee lagert. Infolgedessen sind Nordwestwinde eingetreten, unter deren Einfluß Temperatur und Bewölfung wieder abzunehmen beginnen. Regen wird. nur noch ganz vereinzelt gemeldet. Das westliche HOCH scheint sich über unser Gebiet weiter auszubreiten. Daher für Donnerstag und Freitag aufklärendes, kälteres Wetter wahrscheinlich. Linde's Kaffee- Essenz feinster Kaffee- Zusatz in Packetchen zu 10 u. 20 Pfennig in allen besseren Kolonialwaren handlungen zu haben. Außer den von mir seither geführten Bieren bringe jezt auch Kirchstraße 2 Mainzer Aktienbier Möbliertes Zimmer zu vermieten. Schön möbl. Zimmer mit billiger Bension zu verm. Giesen, Bismarckstrake 17. Dammstraße 6 Möbliertes Zimmer zu vermieten. Städtisches beliebt wegen seines reinen, milden Geschmackes und weil es außerordentlich gut bekommt, zum Verkauf und empfehle dasselbe die 11 Flasche zu 18 Pfennig 1/2 " 1 9 " Wiederverkäufer erhalten Rabatt. Zugleich bemerke Schlachthausich, um Täuschungen und Verwechselungen vorzubeugen, Heute Ochsenfleis 54 Pf. An- und Verkauf von gebrauchten Möbeln, Betten, Kleidern, Wäsche, Oefen und Herden, Gold- und Silbersachen, Antiquitäten, Metallen, Eisen, Lumpen und Knochen. fowie Webernahme ganzer Einrichtungen. Lonis RothenbergerWtw Das El des Columbus ift Sturmvogel Modell 1903 Es ist das langgesuchte und billige Rad. Feinste Präzisfonsarbeit,| Höchste Eleganz, Größte Stabilität, Niedrigster Preis. Man verlange unsere Preisliste. Deutsche Fahrradwerke Sturmvogel Gebr. Grüttner Fahrräder und Nähmaschinen O Berlin Halensee 105. daß nur mir allein die Vertretung der Mainzer Aktien- Brauerei für Gießen und Umgegend übertragen worden ist. Gotthilf Röhrle Bier- Großhandlung. Marburgerstraße 7. Telephon 344. Gießen. Warum ist es wohl notwendig gewesen, dass zu all den vielen Sorten in der NaumanniaSeife noch eine neue KernSeife in den Handel gebracht wurde? Weil eben darunter keine in so hohem Grade, die für eine wirklich gute Haushaltungsund Küchenseife erforderlichen Eigenschaften besitzt als gerade Naumannia- Seife Sparsam, rein, mild, neutral, billig, Wäsche und Hände nicht angreifend, für alle Waschzwecke gleich gut geeignet, sind die Eigenschaften, nur 12 Pig. welche bei die Naumannia- Seife per Stück bei jeder einsichtigen Hausfrau beliebt machen. Für Bäcker! Brotpreis- Formulare hält stets am Lager die Expedition. Ceiche Verfam 100 поф Morgenanbad Frage behan ferem Boll Contentia ( Wohlthätigkeits- Verein- Gießen.) Samstag, den 14. November, Abends 82 Uhr Wintervergnügen verbunden mit Konzert, Theater und darauffolgendem Ball im Neuen Saalbau( früher Steins Garten). Turnverein Giessen. Samstag, den 14. November, abends 8 Uhr, Winterfest in der Turnhalle. Eintritt nur gegen Vorzeigung der Wintervergnügungskarte gestattet. Der Vorstand. Der Vorstand. Stadt- Theater Gießen. Direktion: Steingoetter. Freitag, den 13. November 3. Volksvorstellung. Don Carlos. Infant von Spanien. Giessener Zither- Club. Dramatische Gebicht in 5 Aften Wohlthätigkeitsverein. Samstag den 14. November, abends 8 Uhr: Theater. Ball im Cafè Leib. Aufführungen. Vorträge. Freunde und Gönner des Vereins sind herzlich willkommen. Zu zahlreichem Besuch ladet ein Sonntag Nachmittag Ausflug nach Klein- Linden und Tauz. Der Vorstand. ( Bernhardshäuser- Hof) Elserne Brockmühlen in größter Auswahl empfiehlt Prima Kartoffel Speise- n. Salatkartoffel zu den billigsten Tagespreisen empfiehlt J. Hankel Schloßgasse Gießen. Karl Germer, Heuchelheim. Offeriere: Gesiebte Ofenkohlen Nr. I 95 Schmiedekohlen Nr. III ab Bahn und auf Lager. Heinrich Ruppert, Ermenrod. III. Hessisch- Thüringische Staatslotterie ( Mitteldeutsche Staatslotterie) Biehung I. Klaffe. 11. November 1903. von Fr v. Schiller. Meine gebrannten Kaffee's O erfreuen sich großer Beliebtheit, auf meine neuen Mischungen mache ich besonders aufme: ksam Emil Fischbach, Gießen. Bazar zum Besten der Alice- Schule Giessen am 18., 19. und 20. November im Neuen Saalbau, Anfang 4 Uhr nachmittags. 9., 10., 11. u. 12. Deobr. 1903 Ziehung zu Freiburg 1. B. 250000 Loose. 3te Grosse Freiburger Geld- Lotterie zur Wiederherstellung des Münsters. Lose à 3.30 Porto und Liste 30 Pfg. extra. 12,184 Geldgewinne ohne Abzug Mark Ende 12 Uhr. Christ bescherung der Kleinkinder- Bewahranstalt. Am 4. Advents- Sonntag, den 20. Dezember d. I., soll die Chriftbescherung für die Kinder unserer stalt stattfinden. Wir haben für 250 Kinder die Bescherung 322500 berichten und den Weihnachtstisch mit Gaben zu beder Hauptgewinne: M100,000 40,000 . 20,000 M. 10,000 H 1 à 5 000 2 à 3 000 2 à 2000 5& 1 000 = 20 à 5 000 6 000 4 000 5.000 10 000 = 20 000 500 200 à 100 200 à 50 10 000 1000 à 20= 20 000 2000 à 10= 20 000 6 8750 à 52 500 Lose versendet: Haupt- Debit = Um dies zu können, wenden wir uns wieder an die Lieb und den wohlwollenden Sinn der Freunde unserer Ansteh und ihrer Kinder. Wir bitten, uns Gaben an Kleidungs stücken, Stoffen, Garn und dergleichen, besonders aber aud Geldgaben, die uns die gleichmäßigste Bescherung für unsere Kleinen ermöglichen, zuwenden zu wollen. Eine Liste zur Erhebung von Beiträgen wird nich herumgegeben. Vielmehr bitten wir, die uns zugedachten Gaben recht bald an eine der nachbenannten Vorftandsdamen gelangen zu lassen: Frau Rechtsanwalt Grünewald, Liebigstraße 21; Frau Johanna Haas, Oftanlage 31; Frau Kommerzienre Heyligenstaedt, Liebigstraße 49; Frau Rechnungsrd Kalbfleisch, Ludwigstraße 7; Frau Professor Leift. Ditan lage 36; Frau Pfarrer Naumann, Südanlage 8; Fra Luise Ottens, Bismarckstraße 11; Frau Lina Schmall Oftanlage 36; Fräulein Luise Wortmann. Dammstraße 32 Auch die Schwestern unserer Anstalt sind bereit, abes Kleinkinderschulschwestern sind, Diezstraße 15. Gießen, den 7. November 1903. O wie häßlich Ad. Miller& Co. anzunehmen; man wolle freundlichst beachten, baß es bi find Mitesser, Blütchen, Finnen, Ge- Darmstadt, Rheinstrasse 14. fichtspicke, rote Flecke 2c., daher gebr. Lose in Giessen bei: Richard man gea. alle hautunreinigkeiten u. Buchacker, Neuen- Bäue 11, Phil. Gautausschläge nur d.echte Badebeuler Weiler, Cig., Markt 1, Wilhelm Semmler, Cig. Seltersweg 25. Teerfchwefel Seife Schupmarke: Steckenpferd" à Stück 50 Pfg, echt bei: Adolf Bieler, Gießen. Victoria- Drogerie Marktstraße 5. Gasmotor 2pfd., gut im Stand, preiswert zu verkaufen. Reflektanten wollen sich Zucker Neu! Kranke ,.Dr. S. Mayer's Kurmittel" ( kein Geheimmittel) ist jetzt die sicherste wirkliche Hilfe. Prospekte über seine Zusammensetzung d. Apoth. R. O. Lindner, Dresden- A. 16. an d. Exp. d. Bl. wenden. Hilfe*. Blutſtock. Timerman Alle Nummern, neben welchen nichts bemerkt ist, sind mit 67 Mart gezogen. ( Ohne Gewähr.) 4 17 39 69 144 229 94 353 79 419 539 63 78 745 833 81 1007 12 62 149 326 477 85 501 609 44 747 93 888 967 2006 27 48 191 250 87 363 457 93 515 40 72 83 99 610 12 22 77 81 701 31 838 66 934 54 79 3026 44 70 362 77 413 14 550 608 51 738 806 83 996 4069 102 86 212 31 51 88 91 305 64 413 44 71 510 44 98 601 83 722 64 77 87 97 973 82 95 5015 51[ 100] 65 71 80 169 92 272 306 27 95 435 63 546 623 740 46 99 832 49 76 908 26 42[ 100] 55 6138 39 74 271 77 426 36 64 90 545 79 88 657[ 100] 61 67 760 61 77 832 84 903 37 7111 33 82 261 74 358 59 442 59 71 77 504 10 48 617 30 32 33 40 73 77 89 719 50[ 200] 83 820 89 93 910 23 78 8035 46 199 330 38 48 59 603 17 713 63 75 884 986 9009 60 84 99 113 48[ 100] 76 97 223 342 76 465 500 15 20 618 42 753 98[ 100] 802 56 58 62 87 10031 33 56 186 93 349 467 73 560 616 70 775 835 915 955[ 100] 11028 42 43 100 39 223 36 62 68 372 94 445 57 59 61 62 72 73 536 54 604 48 751 83 811 50[ 100] 917 38 79 12031 116 22 216 97 377 450 83 85 87 95 518 38 94 897 934 87 97 13040 59 106 11 39 72 213 15 71 347 57 76 432[ 100] 53 62 85 637 38 48 96 712 32 62 885 934 57 76 14037 66 101 229 316 49 92 421 58 707 9 42 68 831 65 66 920 15025 26 71 133 71 204 30 64 320 451 88 511 23 44 67 90 645 46 63 720 25 42 814 44 94[ 100] 924 79 16076[ 100] 314 30 42 406 503 21 30 61 63 65 66 96 616 38 721 26 37 77 78 94 844 96 979 17051 91 225 349 478 531 87 95 887 955 18013 33 54 128 31 240 52 457 72 90 99 521 60 83 629 53 846 78 915 94 97 19099 131 73 387 437 83 87 775 814 27 36 77 946 98 20075 159 273 307 450 75 530 60 651[ 1000] 60 95 758 852 21147 95 259 484 587 90 619 53 83 715 27 848 51 66 83 22018 65 137 202 52 66 357 422 35 42 49 62 551 633 45 797 830 47 82 958 23023 80 86 133 91 211 370 75 88 450 57 607 856 78 84 24140 45 75 305 20[ 100] 23 76 438 585 91 618 34 70 87[ 100] 796 814 38 86 970 77 25003 41 45[ 100] 90 187 241 63 65 80 95 305 428 620 30 723 823 25 50 70 976 26103 19 30 236 480 568 695 99 707 18 42 63 835 54 27014 94 185 282 93 96 341 60 433 39 44 506 733 56 817 839 28001 19 63 102 50 227 380 85 91 436 72 94 514 52 611 734 36 901 9 29016 127 36 38 65 84 213 15 31 85 402 10 54 543 607 83 723 34 803 22 52 82 941 66 1000] 80 30008 17 21 66 166 213 31 43 65 83 346 73 428 40[ 100] 70 504 86 700 66 827 980 31032 37 43 139 92 296 315 44 45 49 60 67 83 85 91 514 66 652 59 69 800 18 907 32001 35 109 41 87 228 52 81 325 37 39 48 415 33 36 68 95 581 86 672 78 704 49 809 57 976 33002 18 52 54 62 122 74 200[ 100] 11 36 49 333 70[ 100] 440 546 51 86 673 82 98 713 46 94 935 42 64 34020 38 71 134 84 85 88 217 30 310 28 37 52 406 40 58[ 100] 96 596 624 712 16 63 867 10073 940 44 35025 127 345 449 538 622 43 752 843 75 87[ 100] 913 62 85 86 99[ 100] 36002 24 28 120 27 60 73 86 488 537 75 631 84 724 69 818 924 56 64 37084 170 215 67 72 79 363 414 35 552 600 37 84 709 16 801 4 34[ 100] 960 38046 64 131 213 44 50 492 96 570 694 731 51 865 924 40 Hamburg, Fichteſtr. 33. Der Vorstand der Kleinkinder- Bewahranstalt. Dr. Naumann. Landw. Ausstellung Giessen Nächsten Samstag den 14. November, Vorm. 9 Uhr soll auf dem Ausstellungsplaß das von der Festhalle gewonnene Holz und Eisenzeng meistbietend gegen Barzahlung versteigert werden. Der Bau- und Plak- Ausschuß. 81 772 77 847 945 47024 70 176 204 396 527 79 88 713 27 76 79 85 897 908 46 64 48080 100 209 20 64 318 28 407 510 46 75 615 92 743 804 21 917 52 49046 53 59 74 103 489 537 69 786 858 906 50003 67 105 53 87 476 91 540 79 89 704 59 83 92 874 91 98 957 51187 93 203 96[ 100] 320 46 97 402 56 606 703 816 906 76 52018 163 214 303 78 433 516 639 51 63 715 35 39 92 827 50 68 908 17 59 53039 40 131 258 63 315 24 79 91 410 30 45 530 39 623 24 70 741 828 66 902 71 9 42 523 37 53 614 46 64 85 90 728 50 808 59 67 908 18 30 54006 39 43 44 52 75 109 58 209 24 48 62 81 96 99 302[ 100] 4 19 67 400 921 28 46 56019 82 108 29 39 41 217 93 302 492 515 19 44 643 48 49 55011 132 41 69 79[ 100] 318 93 416 58 78 508 9 628 88 797 840 763 807 13 94[ 200] 926 81 57049 50 112 32 40[ 5000 60 250 96 98 32 59 99 335 438 75 645 754 97 98 804 20[ 1000] 977 90 59040 73 138 301 21 444 56 628 44 726 41 76[ 200] 81 806 76 910 58036 53 98 203 65 253 303 6 441[ 100] 73 704 20 84 827 89 930 60034 98 125 221 78 96 301 14 502 10 17 616 738 47 852 98 901 50 61083 94 226 27[ 200] 32 50 87 321 564 630 79 91 98 710 70 81 823 25 98 923 38 62001 58 130 44 59 81 97 366 413 83 99 633 35 40 71 705 32 47 76 79 894 949 63101 13 229 310 11 45 90 407 28[ 100] 511 23 46 69 731 33 878 92 618 40 813 46 59 910 33[ 100] 64003 73 152 223 66 75 330 82 508 649 17 53 77 217 32 78 335 62 448 74 76 564 87 602 9 39 64 86 714 832 51 65010 69 82 97 285 352 90 467 597 621 733 51 822 982 66095 111 901 18 67019 67 81 268 332 59 65 431 77 606 710 22 976 68122 292 482 520 86 689 726 828 965 69036 95 101 226 76 300 25 58 62 404 67 74 592 616 71 891 70019 48 68 102 10 57 280 421 33 540 61 73 88 90 619 704 22 43 866 92 960 76 71052 102 7 237[ 25000] 57 94 343 478 509 645 73 76 79 42 97 171[ 100] 206 99 304 12 15 23 465 72 74 545 49 55 58 95 601 28 763 816 925 26 85 72203 12 36 76 430 88 513 677 762 90 824 73017 40 46 705 8 36 40 867 984 74053 66 67 94 106 64 85 256 88 324 58 84 414 57 70 555 648 61 86 737 97 863 93[ 100] 97 945 717 46 47 60 76021 38 50 177 355 419 507 21 48 79 600 66 99 759 61 75009 132 58 69 236 352 66 67 421 43 91 500 35 615 85[ 100] 91 892 907 28 77046 114[ 100] 72 235 63 345 406 13 98 554 620 725 28 31 894 989 78035 56 156 66 246 68 70 388 405 38 46 48 75 91 612[ 200] 47 717 926 50 86 79079 155 68 93 263 77 367 74 78 81 401 52 510 93 94 679 730 41 99 831 77 89 926 30 39[ 100] 80013 43 54 139 59 100 267 79 319 50 62 91 417 20 66 616 718 76 79 875 85 98 989 96 81012 24 75 81 108 30 48 88 206 8 334 86 514 17 26 43 44 604 23 48 63 72 793 885 82053 54 60 87 103 63 266 99 478 653 732 37 98 862 90 917 47 48 67 74 89 83018 91 98 145 52 55 97 276 382 486 625 710 21 38 84011 30 45 55 90 150[ 100] 256 397 407 95 513 25 54 67 85033 47[ 100] 122 26 39 58 94 235 451 63 98 539 617 19 57 724 57 600 16 96 733 56 76 837 85 98 906 57 69 87012[ 100] 46 103 55 287 98 860 926 86021 22 72 89 106 41 210 13 14 38 53 317 430[ 100] 50 514 455 56 86 535 60 65 87 635 720 36 872 900 86 88049 70 88 102 10 59 209 22 409 51[ 1000] 83 543 644 65 84 707 10 807 95 904 7 21 85 89040 106 14 78 508 620 62 76 92 801 87 996 8 22 59 121 40 50 72 201 400 505 46 81 91 650 76 802 51 920 30 66 70 90088 156 80 288 498 507 631 766 83 876 96 912 76 77 91004 6 92020 68 75 175 87 261 340 60 574 605 75 712 29 77 92 823 90 956 93 93003 51 59 96 130 37 97 217 61 320 51 77 439 45 90 98 639 48 81 84 [ 400] 56 39004 27 76 242 98 304 20 24 26 99 485 530 78 84 627 64 727 306 10 490 567 10026 202761 77 87 63 806 37 66 67 919 49 50 83[ 100] 40021 85 139 272 76 83 331 40 73 461 67 526 661 73 830 31 34 68 94 912 36 70 93 41001 21 30 51 98 150 70 73 259 72 421 79 526 58 639 46 57 63 73 750 823 25 27 68 923 54 42094 95 101[ 100] 19 80 216 48 58 64 93 311 18 80 95 405 72 92 529 41 701 23 899 914 50 95 43097 148 56[ 200] 89 92 254 80 87 374 93 418 40 45 86 505 46 71 677 93 807 12 949 81 86 44047 61 110 46 217[ 100] 53 362 78 93 436 93 590 724 64 833 45134 82 267 332 403 87 510 640 72 73 88 98 733 38 48 49 51 841 78 46001 213 15 45 318 21 69 73 88 404 39 78 90 518 57 601 40 55 78 95046 81 288 318 88 404 58 62 70 85 544 82 645 712 805 23 84 97 16 76 915 97008 15 129 252 305 19 38 463 93 577 647 52 60 724 966 90 902 96003 7 12 172 218( 1000 45 76 91 363 408 77 523 66 697 727 78 809 98064 98 114 24 62 76 211 16 47 60 364 67 86 436 52 72 55 667 763 89 98 846 73 911 55 99064[ 100] 80 86 89 106 10 37 75 208 425 531 58 736 78 820 48 70 Nächste Ziehung: 12. November Neuen- Bäue 11. staatl. tonz. Haupt- Kollekteur der Hess. Thüring.( Mitteld.) Staats- Lotterie. Richard Buchacker, Giessen. D.RGM 133074 D.RGMT 180507 Carl Karapmann j Mutheim Robe Leichte Arbeit Kampmanns' Pendelwasch maschine ,, Leichtwäscher ist allen voran und unstreitig di beste, imGebrauch leichtgehends t Handwaschmaschine der Welt, mi welcher in Wirklichkeit Kinde von 8 Jahren arbeiten können empfiehlt M. Rosenthal, Giessen Liebigstrasse. Naturkuhbutter 10 Bi- Cor VF 6 Mr., 5 Vid Butter und 5 Pfd. Honig 5 M Pflaumenmuß fü u. did 10 3.20 Mt. Sternlieb, sandth., Tlude Nr.42. v. 100 Centner Bree! Kornstroh ( Hanodrusch) sofort gesucht. Offerten an di Expedition 6 PI. erbeten. Haushälterin selbständig und selbsttätig, äußer tüchtige Person mit besten Empfeh ungen aus ersten Häusern, such entsprechende Stellung, wo die Hausfrau fehlt, evtl.' n Landhau Casino 2c. Gefl. Off. u. Z. 1850 an das, Tageblatt" Heidelberg. Junger Mann als Handlanoer gesucht. H. 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