Mr. 110. bonnementspreis: in Sicken, abgeholt monatlich 50 Bfs.. Saus gebracht 60 Pfs, burd bie Boft bejogen viertel 0 jährlich wir. 1.50. Gratisbeilagen: Oberbeffische Familienzeitung täglich) Oberbefftiche Beitschrift für Landwirtschaft, Obst.** Gartenban, sowie die Gießener Seifenblasen( wöchent). Das Blatt erscheint an allen Berttagen nachmittag. Dienstag den 12. Mai 1903. Gießener 12. Jahrgang. Insertionspret 8: Die einfpaltige Betitzelle für Gießen th gang Oberbessen, die Kreise Weslar unb Marburg 15% fenft 15 Wig.: Steflames bie Wettelle 80 refp. 40 Postzeitungsliste Ste. 2800. Rebaltion und Expedition: Gießen Remenweg Fernsprechenfin R. 368. Nenelle Nachrichten ( Gießener Tageblatt) Anabhängige Tageszeitung ( Gießener Beitung) für Oberheffen und die Kreise Marburg und Wetzlar; Lokalanzeiger für Gießen und Umgebung. Enthält alle amtlichen Bekanntmachungen der Großh. Bürgermeisterei Gießen und anderer Behörden von Oberhessen. Wer ist schuld am Blutbade von Kifchinew? Zu den Greuefn in seischiner nimmt jeßt auch die russische Regierung das Wort. Der Minister des Innern hat an die Verwaltungsbehörden der einzelnen onbernements ein Rundschreiben gerichtet, in dem er die Ursachen der strawalle wie folgt schildert: Zwischen der jüdischen und der christlichen Bevölke rung Bessarabiens bestand schon seit längerer Zeit ein sehr gespannies Verhältnis. As mun Ende März das Gerücht von jüdischen Ritualmorden in Rischinew auffam, entstand unter den Arbeitern und dem einfachen Bolle in seischinew das Gerede, man müsse gegen die Juden losgeben. Geschriebene Aufrufe dazu wurden verbreitet; aber die Volksstimmung am Ostersonntag verriet noch nichts außergewöhnliches, bis nachmittags gegen 4 Uhr ein jüdischer Warusselbesitzer bei einer Volksbeluftigung eine Chriftenfrau derartig stieß und schlug, baß ihr sind ihren Händen entfiel. Das war der unmittelbare Anlaß zur Judenhezze. Sofort flogen Steine gegen die Fenster benachbarter Judenhäuser, die Unruhen pflanzten sich in die umliegenden Straßen fort, und die Menge durchzog dann verschiedene Stadtteile, überall die füdischen Häuser und Verkaufsbuden zerstörend. Hierauf begannen andere Rubestörer zu plündern. Die Ausschreitungen konnten nicht sofort unterdrückt werden, weil sie sich schnell ausbreiteten. Schon am Abend des Ostersonntags waren neun Juden ermordet. Am nächsten Morgen überfiel ein mit Stöcken bewaffneter Haufe von Juden auf dem neuen Bazar die dort in bedeutend geringerer Zahl anwesenden Christen. Die Prügelei hörte bald auf, am anderen Ende des Bazars wiederholte sich jedoch der gleiche Ueberfall. Aus der Mitte der jüdischen Angreifer ertönte ein Schuß, der einen Christen verwundete. Nun erneuerten sich die Unruben, die Wohnungen von Juden wurden zerstört und biese niedergeschlagen. Bei den Unruhen, deren Urheber vorzugsweise einfache Leute waren, sind 45 Personen getötet worden oder ihren Wunden erlegen, 74 10 den schmer, gegen 350 leichter verlegt, gegen 700 Juden gehörige Häuser und 600 Geschäftslokale wurden geplünSert" Der Minister sucht dann weiter die geringe Zahl bes zuerst zur Verfügung stehenden Militärs als die Ursache des Nichteingreifens der Behörden hinzustellen und schärft schließlich in unmittelbarem Auftrage des. Zaven den Verwaltungsbehörden ein, daß es ihnen un fer persönlicher Verantwortung auferlegt wird, Maßnah men zu treffen, um Gewalttätigkeiten vorzubeugen und die Bevölkerung zu beruhigen, damit der Anlaß zum Auftauchen von Befürchtungen für das Leben und Eigentum irgend eines Teils der Bevölkerung entfalle. Gin antisemitisches und ein jüdisches Blatt, die zu den Borgängen in Seifchinew in scharfen Artikeln sich geäußert hatten, erhielten von der Regierung eine Verwarnung. Es bleibt dahingestellt, inwieweit die Schilderung der Vorgänge seitens der russischen Regierung das Rechte trifft. Jedenfalls schafft sie aber die Tatsache nicht aus der Welt, daß die seischinewer Behörden in der Befämpfung der Unruhen so gut wie untätig gewesen find. Der türkisch- bulgarifche Konflikt. )-( Die gefahrdrohende Spannung zwischen der Türkei und Mazedonien hält die Mächte andauernd in Atem. Die Botschafter am Goldenen Horn wirken nachdrücklich auf den Sultan ein, er möge dem Drängen der türkischen Kriegspartei nicht nachgeben und den Krieg mit Bul garien unter allen Umständen vermeiden. Von wohlwol lender diplomatischer Seite- in Berliner politischen Kreisen wird nach einer Mitteilung unseres CB. Mitarbeiters erzählt, daß es sich dabei um die deutsche Regierung handelt, ist der Padischah vor einer kriegerischen Verwicklung mit Bulgarien insbesondere mit dem Hinweis gewarnt worden, daß ein solcher serieg das Signal für die anderen Kleinen Balkanstaaten abgeben würde, ebenfalls in den Stampf einzugreifen. Auch einzelne Großmächte würden, wenn die türkische Regierung die Friedensbemühungen Europas vereitelte, sich) gezwungen sehen, ihr das bisherige Wohlwollen zu entziehen. Weitere Vorstellungen wurden von der europäischen Diplomatic bei der Pforte gegen die sich stetig mehrenden Gewalttätigkeiten der mohamedanischen Bevölkerung und des türlischen Militärs gegenüber der mazedonischen christlichen Bevölkerung erhoben. Auch Bulgarien versucht weiter, direkt und durch die Mächte die Pforte zu veranlassen, die Massenverhaftungen von Bulgaren in Mazedonien einzustellen, um die allgemeine Beunruhigung der Bevölke rung nicht noch mehr zu steigern. Recht interessante Enthüllungen hat die Untersuchung der Attentate in Saloniki gebracht. Danach sind in den ersten vierzehn Tagen des Dezember 1902 sechs Fässer Dynamit, die angeblich., eingesalzene Fische" enthielten. von Paderma an die Adresse des Agenten und Kommissio närs Georg Minassot in Saloniki eingetroffen. Nun wiegt ein Faß mit eingesalzenen Fischen nur 60 bis 70 Kilo gramm, die fraglichen Fässer wogen aber je 275 Kilogramm. Der Jubalt konnte daher nicht aus eingesalzenen Fischen bestehen. Man nimmt daher an, daß die Sendung aus Dynamit bestand. Danach dürften an 1500 kilo gramm Dynamit unter den Augen der Zoll- und Hafenwächter in Saloniti eingeführt worden sein. Diese erste Sendung von 1500 silogramm Sprengstoff hätte somit zur Herstellung der Bomben gedient. Wenn man nun annimmt, daß 250 oder selbst 500 silogramm Sprengstoff bereits verwendet oder mit Beschlag belegt worden sind, so wären noch etwa 1000 seilogramm Dynamit auszufinden. Die Höllenmafchine der Mafia. Ein ruchloses Verbrechen ist in Newyork im letzten Augenblick noch vereitelt worden. Kurz bevor der Dampfer„ Umbria" der Cunard- Linie abfahren wollte, beschlagnahmte die Polizei unter dem auf dem Pier lagernden Passagiergut eine seiste mit 100 Pfund Dynamit und einer komplizierten, in Tätigkeit befindlichen Maschine. Die Polizei hatte einen Brief erhalten, demzufolge die Mafia beabsichtigte, einen englischen Dampfer in die Lust zu sprengen. Das beabsichtigte Attentat gleicht in seiner Anlage aufs Haar dem verbrecherischen Auschlage, den vor Jahren in Bremerhaven ein gewisser Thomas ins Werk sette. Damals explodierte die Maschine durch einen Zufall schon kurz vor ihrer Verladung an Bord und richtete furchtbares Unheil an. Diesmal gelang es, den Plan der Attentäter ohne jeden Schaden zu vereiteln. Er ging von der italienischen Verbrechergesellschaft der Masia aus, von deren unheimlichem Emporblühen in Newyork und großen Teilen der Vereinigten Staaten wir schon mehrfach berichtet haben. Des weiteren wird dazu aus Newyork gemeldet: Die Kiste mit Dynamit, welche von der Polizei kurz vor der *, ahrt der ,, Umbria" unter dem Passagiergut auf dem Pier gefunden worden war, wurde an das Ende des Biers gebracht und ins Wasser getaucht. Bei der folgenden Untersuchung fanden sich 200 Dynamitpatronen, 2 Trockenbatterien und 3 Zünder. Nach der Aussage eines Cachverständigen brannte einer der Zünder in dem Augenblick, als die siste untergetaucht wurde, und diese wäre wahrscheinlich in wenigen Minuten explodiert. Der der Polizei zugegangene Bericht, demzufolge die Mafia beabsichtigte, die„ Umbria" in die Luft zu sprengen, war Pietro Demartini unterzeichnet. Er besagte, daß die Mafia den Befehl gegeben hatte, jeden von Newyork abfahrenden Dampfer unter britischer Flagge zu zerstören. Die auf dem Dampfer ,, Umbria" aufgefundene Höllenmaschine sollte dartun, wie leicht es wäre, Schiffe zum Einken zu bringen. Nur der Brief führte die Polizei zur Entdeckung des geplanten Verbrechens. Hoffentlich geht man jeßt in Amerika energisch gegen diese gefährliche Notte von Verbrechern vor. Nur der größten Wachsamkeit und Energie der Polizei wird es allerdings gelingen, in ihre Geheimnisse und Schlupfwinkel einzubringen. Denn die Häupter der italienischen Mafia wissen den Verräter zu treffen, wohin er sich auch flüchten möge, und die Furcht vor ihnen schließt der gewaltigen Menge ihrer Landstente, die sie sich durch Drohungen gefügig gemacht haben, fest den Mund. Es ist als ein wahres Wunder zu betrachten, daß einer der Mitwisser des Geheimnisses diesmal der mahnenden Stimme des Gewissens Gehör geschenkt und durch seine Warnung ein entsetzliches Verbrechen gehindert hat. Ist er doch von Stund an seinen Augenblick vor dem Dolche ber Mafiosen sicher. Die Politik. Der neue preußische Kriegsminister. (-) Herr v. Goßler, der preußische Kriegsminister, ist zwar noch nicht zurückgetreten, aber an seinem Rück tritt ist, wie wir schon meldeten, nicht der leiseste Zweifel mehr. Und auch über seinen Nachfolger scheinen Zweifel nicht mehr zu bestehen. In militärischen Streisen nimmt man, wie unser Berliner CB.- Mitarbeiter hört, als gewiß an, daß Generalleutnant v. Ginem, gen. v. Rothmaler, der z. 3t. Direktor des Allgemeinen Kriegsdepartements im seriegsministerium ist, der Nachfolger Goßlers werden wird. Man hört jeßt auch schon näheres über die Aufgabe, die seiner wartet: Die angekündigte neue Militärvorlage soll darin bestehen, daß die Verstärkung der nur aus zwei Bataillonen bestehenden Infanterieregimenter auf drei Bataillone gefordert wird. Das würde eine Erhöhung der Friebensstärke unseres peeres um etwa 30 000 Mann bedeuten. Keme Notstandstarife mehr! Der Erlaß von Notstandstarifen für Gegenden, die von Mißernten beimersucht werden, solf in Breußen aufs allergeringste eingeschränkt werden. In einem Einzelfalle hat der Eisenbahnminister erklärt, daß die Gewährung von Notstandstarifen für einzelne von Wißernten heimgesuchte Landesteile nach den Erfahrungen der lesten Jahre nicht nur zu vielen Unzuträglichkeiten bei ihrer Anwendung, sondern auch zu vielen Berufungen geführt hat. Solche Tarife könnten fortan nur dann eingerichtet werden, wenn es sich um ganz außergewöhnliche Unglücksfälle, wie Ueberschwemmungen: c. handle, bei denen die Feststellung der einzelnen Betroffenen feine Schwierigkei ten biete, oder wenn allgemeine Landeskalamitäten in Frage kommen, wie sie im Artikel 46 der Reichsverfassung vorgesehen sind. Neues aus Marokko. * Völlig widersprechende Nachrichten kommen, wie immer, aus Mar off. Nach der neuen Meldung soll. ten die Regierungstruppen die Aufständischen bei Tetuan geschlagen haben, nach der anderen wird Tetuan von ben Aufständischen hari belagert; ein Ausfall de Gouver neurs wurde zurückgeschlagen. In der Stadt herrscht Banik, wer kann, flüchtet. Die Coldaten in Tanger weigern sich, nach Tetuan abzugehen. An der stifte freuzen englische seriegsschiffe. Die zweite Nachricht ist wahrscheinlich die zutreffende. Kurze politische Nachrichten. * Bei einem Festmahl zu Ehren der 39. Wanderversammlung bairischer Landwirte hielt Prinz Ludwig von Baiern am Sonntag in Schweinfurt eine Rede über die Bedeutung der Landwirtschaft. Er betonte dabei den hohen Wert des Großgrundbesißes, der jedoch nic mals das ganze Land umfassen dürfte. Stets müsse neben dem Großgrundbesitz ein kräftiger mittlerer und fleinerer Besitz, sowie eine hinreichende Zahl von Tagelöhnern vorhanden sein. * In Lille wurden Straßenkundgebungen veranstaltet, die sich teils gegen die Geistlichen, teils gegen die Regierung richteten. Ungefähr 300 Verhastungen wurden vorgenommen. * In der spanischen Stadt Tarrasa fand am Sonntag Abend ein heftiger Zusammenstoß zwischen Republifanern und der Polizei statt. Gin Republikaner wurde getötet, mehrere Polizisten verwundet. * Amerika wird auch gegen Rußlands neuerliches Borgehen in der Mandschurei nicht einschreiten. * Die venezolanische Regierung hat einen ihrer Diplomaten, Belatini, nach Europa entsandt, um an Ort und Stelle die zwischen den Mächten und Venezuela noch strittigen Fragen zu regeln. Hof und Gesellschaft. *** Der Kaiser ist gestern Abend 6 Uhr 20 Min. von Donaueschingen aus in Straßburg eingetroffen, wo er bis zum Donnerstag frith Aufenthalt nimmt. Auf dem Bahnhof fand großer Empfang statt, worauf sich der Monarch mit seinem Gefolge nach dem Kaiserpalast begab. Auf dem Wege bildeten die Truppen der Garnison zu beiden Seiten der Straßen Spalier. Abends 7 Ühe fand im Kaiserpalast ein großes Diner statt, zu welchem unter anderen auch die beiden Bezirkspräsidenten Bring Alexander zu Hohenlohe- Schillingsfürst aus Colmar und Graf Zeppelin aus Wet Einladungen erhalten hatten. Auf dem Wege nach Straßburg stattete der Kaiser dem Großherzog von Baden einen längeren Besuch ab. *** Prinz Friedrich von Preußen hat sich mit seinen beiden militärischen Begleitern Major Wied von Hohenborn und Leutnant v. Schweinitz zur Fortsetzung seiner Universitätsstudien von Potsdam nach Bonn zurückbegeben. Nab und Fern. Ein neues deutsches transatlantisches Rabel In Borkum begann bei gutem Wetter programmmäßig die Legung des zweiten Deutsch- Atlantischen Stabels von Borkum nach 9ordamerika. Direktor Moll von der Deutsch- Atlantischen Kabelgesellschaft taufte das Kabel mit einem breifachen Hoch auf Seine Majestät ben Kaiser. Das Kabel wurde dann vom Strande aus eingebettet und in ein Rabelhaus eingeführt. Darnach begann der neue Kabeldampfer„ Bobbietsri" sofort bie Weiterlegung des Kabels durch die Nordsee und den Kanal. In einer Ansprache an die Teilnehmer betonte Direktor Moll, daß dies das erste, durch eine deutsche Stabelfabrik, die ,, Norddeutschen Seekabelwerke" in Norbenham hergestellte größere Untersectabel sei. Man hoffe, die Legung des Stabels im nächsten Jahre zu vollenden und spätestens am 1. Januar 1905 ben Betrieb auf bem ganzen Kabel zu eröffnen. ::: Zwei Schiffskatastrophen werden von Hamburg aus gemeldet. Das Schiff Christine Engeline", Sapitän Jungerhans, mit einer Labung Mais von Kopenhagen nach Wolgast bestimmt, ist mit der ganzen Besagung untergegangen. Ebenso ist der Fischbampfer Soriana" unweit Canso gestrandet. Der Kapitän und 14 Mann der Besatzung sind ertrunken, nur brei wurden gerettet. Zuversichtlich, fchloffen. Niemand anderes." Sie ist bie Diebin," flüsterte Angelita Spaarmann Es mag fein," sprach Rosalinde mit ernster Nachnachbem fich bie Türe hinter Dora ge bentlichkeit, auerich habe ben Mut nicht, es ihr auf ben Stopf zuzufagen!" Echächtelchen Dora zittern cun, so nehmen hinhteza Sie so starr und falt mie ein fleines feine and ihr Sie fie berührte basselbe nicht. Statue bor mir?" eine an, Dora! Warum stehen peo das fleine Andenten bulben, daß das arme Mädchen bei einer solchen eine gewöhnliche Dienstmagd. legenheit allein in der finſteren Küche jizt, gerade wit Ich leugne Dora Dazu uca habe fie nicht Herzen gern und daß ich meine bestilt, inde ala Dienītmä ,, Sie müssen frische Luft einatmen," sagte jie ,,, und Das zu müssen. einzig unangenehme ist nur, meinen Mann allein lassen ich habe einen entzückenden Aufenthalt gefunden. Sie nehmen sich seiner ein wenig an, night Giessener Cagesneuigkeiten. Gießen, den 12. Mai 1903. ** Der Großherzog empfing am Samstag, 9. Mai u. A. den Professor Mittermayer von Gießen. * Der zweiten Kammer der Stände iſt eine Regierungsvorlage betr. die Annahme eines Hilfslehrers bei der Blinden- Anstalt zu Friedberg zugegangen. Grund dazu gab, daß das beginnende Schuljahr mit 27 Zöglingen eröffnet wurde, während deren Zahl seither nur 17 bis 19 betrug. ** Eine andere Regierungsvorlage betrifft die Errichtung einer Parallelklasse an der Präparandenanstalt zu Lich. Es waren am 17. April 1. J. in diese Anstalt bereits 60 neue Schüler angemeldet, während nur etwa 32 aufgenommen werden können. Eine Ueberweisung von Schülern an die beiden anderen Präparandenanstalten in Lindenfels und Wöllstein ist nicht möglir, da auch diese besetzt sind. Bei dem vorhandenen Mangel an Lehrern darf aber eine Zurückweisung von Schülern nicht stattfinden. Es muß daher zur Errichtung einer Parallelklasse geschritten werden. Die Kosten einer solchen betragen zusammen 2350 Mt. ** Die nationalliberale Partei hat 138 Kandidaten aufgestellt, darunter viele Zählkandidaten in flerikalen Wahlkreisen. [ Liebigfeier.] Groß und interessant war die Festversammlung, welche auf Einladung des Rektorats und Senats unserer Landes- Universität heute Vormittag 12 Uhr in der großen Aula an der Ludwigstraße sich einfand, um der Feier des hundertjährigen Geburtstages Justus von Liebigs mit beizuwohnen. Von der Familie dieses heute in aller Welt gefeierten ehemaligen Gießener Professors nahmen an dem Fest- Atte mit teil Fräulein Marie von Liebig aus Frizlar, Liebigs jüngste Tochter und Fräulein Meta Bufs aus Gießen, eine Groß- Nichte Liebigs. Die Regierung war vertreten durch die Ministerialräte Weber und Braun. Außerdem waren von auswärts anwesend: Geh. Reg.- Rat Professor Dr. Zinck als Vertreter der Nachbaruniversität Marburg; Prof. Dr. Schering, als Vertreter der technischen Hochschule Darmſt adt und Prof. Dr. Voigt im Auftrag der Akademie für Sozial- und Handelswissenschaften. Ferner hatte sich eine große Anzahl Damen mit eingefunden. Die Feier nahm einen sehr programmgemäßen Verlauf. Gleich nachdem der Krönungsmarsch aus der Oper„ Die Folkunger" verklungen, bestieg Herr Geh. Hofrat Prof. Dr. Naumann die Rednerbühne und entrollte vor dem Auditorium von Gelehrten, Staatsmännern und Militärs auf Grund der Schriften Liebigs ein so fesselndes und lebendiges Charakteubild, das manches Neues und Interessantes mit kund gab. ,, Gießen kann stolz sein auf Justus von Liebig. Mit 21 Jahren schon Professor, wurde er von Ludwig I. nach hier berufen, wo er das erste chemische Laboratorium in Deutschland einrichtete und die damals fleine Landesuniversität zum glänzenden Mittelpunkte der neuen Wissenschaft machte. 1845 ehrte ihn Großherzog Ludwig II. durch die Erhebung in den erblichen hessischen Freiherrnstand." Der erste Vertreter unserer Provinz, Herr Provinzialdirektor Dr. Breidert gab hierauf zur Kenntnis, daß Se. Königl. Hoheit der Großherzog der Universität ein Delgemälde Liebigs, gemalt nach dem besten in dessen Familie befindlichen Proträt, zu verleihen geruht habe. Es ertönte anschließend daran der Chor aus dem Oratorium Die Jahreszeiten" und die Feier in der Aula war damit zu Ende. Der 2. Teil war die Feier am Denkmal. Se. Magnificenz, Herr Rektor Dr. Krüger als Erster legte im Namen der Lehrkörper der Universität mit einer sehr stilvollen Ansprache einen Lorbeerkranz nieder. Des Weiteren legten Kränze nieder, Student Unverzagt für die Studentenschaft, der Vertreter von Marburg, für die Hochschule Darmstadt Herr Prof. Dr. Schering, die jüngste ärztliche Hochschule in Frank furt a. M., die Deutsche- Chemische Gesellschaft und der Verband C.-St. Zum Schluß besichtigte Fräulein von Liebig, am Arme des Rektors, das Denkmal ihres Vaters und die Feter zu Ehren eines der größten Söhue des letzten Jahrhunderts hatte damit ihr Ende. *** Liebig- Dekoration. Eine elegante Fenster- Dekoration hat die Firma Eberhard Megger, Delikatessen und Kolonialwaren, Selters weg, aus Anlaß des heutigen hundertjährigen Geburtstages unseres großen Landsmannes Liebig sich ge Leistet. Zwischen Palmen- und Blattgewächsen sind die Plakate der Liebig Fleischertraft Compagnie geschmackvoll arrangiert und dazwischen uberaus wirkungsvoll massenhaft Büchsen mit diesem so überaus populär gewordenen Fabrikat gestreut. War Justus v. Liebigs Beschäftigung mit der Tierchemie resp. deren Ergebnisse nicht von so großem Interesse für die Allgemeinheit wie die der Flurchemie, so brachte ihn die erstere doch auf die Idee des Fleischextraktes, die dazu beigetragen hat, Liebig zu dem bekanntesten deutschen Gelehrten der ganzen Welt zu machen. Es erfreut sich die Dekoration der Firma Megger übrigens der ungeteilten Aufmerksamkeit der zahretchen an dessen Geschäft Vorübergehenden. Verdingung v. Schreinerarbeit. Die hundertjährige Wiederkehr des Stiftungstages des 2. Bataillons feiert unser Regiment am festlich begehen. Samstag den 6. Juni d. J. Das Regiment wird den Tag ** An unserer Landesuniversität haben sich bis jetzt etwa 280 Studirende neu eingetragen. Die letzte Im- jährig Freiwilliger von der Esk. 13. Hus. Rgts. seinen matrikulation findet am 16. Mai statt. ** Die Handwerkskammer bringt in Erinnerung, daß alle Lehrlinge, welche innerhalb des Großherzogtums eine handwerksmäßige Ausbildung erhalten, bei dem Sekretariat der unterzeichneten Kammer von dem Lehrherrn anzumelden sind. In gleicher Weise ist der etwaige Austritt eines Lehrlings aus der Lehre unter Angabe des Grundes anzuzeigen. Die Anzeige ist spätestens vier Wochen nach dem Ein- bezw. Austritt auf vorgeschriebenem Formular durch die Lehrmeister zu bewirken Die Innungen haben für ihre Mitglieder am 1. Januar und 1. Juli j. I. ein Verzeichnis der ein- und ausgetretenen Lehrlinge ebenfalls auf vorgeschriebenem For mular dem Sekretariate einzureichen. Die Nichtbefolgung der ordnungsgemäßen An- und Abmeldungen der Lehrlinge und die Unterlassung des Abschlusses eines schriftlichen Lehrvertrags zieht gemäß den§§ 103 n und 150 4a G. D. Geld. strafen bis zu 20 Mt. nach sich. *** Die laufende Woche steht unter der Herrschaft der drei gestrengen Herren, mit welchem man in Norddeutschland den 11. bis 13., in Süddeutschland den 12. bis 14. Mai meint. Sie treten regelmäßig um diese Zeit mit besonders niedriger Temperatur auf, und sie sind nicht blos strenge, sondern auch mächtige Herren, wie sie Friedrich dem Großen bewiesen, der, um seinen Willen durchzusehen, gegen die Meinung des Hofgärtners diesem befahl, die Lorbeerbäume früher herauszusetzen. Es geschah, und dieselben litten bedenklichen Schaden. Das grimme Auftreten der gestrengen Herren Mamertus, Pankratius und Servatius liegt in der Regelmäßigkeit der Winde, die während der Winterzeit hauptsächlich von Südwest und den angrenzenden Himmelsgegenden in West- Europa wehen sich dann aber nach Westen und von da nach Norden wenden und dann wieder zurückgehen. Der Wendepunkt im Norden, vor Eintritt der beständigen Wärme, trifft gewöhnlich auf Mitte Mai. Der Nordwind führt natürlich falte Luft herbei, die Süddeutschland etwas später trifft, darum auch die Verschiebung in den Daten. ** Blizableiter prüfen lassen! Während der langen, falten und nassen Winterszeit leiden die Blizableiter oft dermaßen, daß ihr ganzes Anlagekapital umsonst ausgegeben worden ist, wenn man nicht die nötigen Reparaturen vornehmen läßt. Die oberirdischen Leitungen lassen sich durch genaue Besichtigung leicht kontrollieren, allein bet der Hauptsache, bei den unterirdischen muß die Erde ausgegraben werden, oder man läßt die Untersuchung elektrisch vornehmen und so den Grad der noch vorhandenen Widerstandsfähigteit feststellen. *** Gießen, 12. Mai. Das Kriegsgericht sprach in seiner gestrigen Verhandlung den Feldwebel Banse von der 9. Kompagnie des Regiments 116 wegen der Anklage der schweren Urkundenfälschung frei. Dem Feldwebel war zur Last gelegt zu Gunsten eines Mannes in der Stammrolle dessen auf 1 Jahr 4 Monate lautende Vorstrafe wegen Körperverlegung die er im Civilleben erhalten durchgestrichen zu haben, um demselben die Kapitulation zu ermöglichen. Die Vorstrafe ist später von Banse unterlassen worden zu übertragen. ** Am Sonntag hielt der Verein„ Contentia", wie fest ab, welches trotz des schlechten Wetters sehr gut besucht gestern schon kurz berichtet, sein erstes diesjähriges Sommerwar und den schönsten Verlauf nahm. Die Kinderspiele mit Breisverteilung fanden allgemeinen Anklang, auch wurde recht flott getanzt. An dem Preisschießen beteiligten sich sehr viele Herren, das gestern Montag Abend bei heiterster Stimmung fortgesetzt wurde. Breisverteilung und gingen als Sieger følgende Herren von Nach 9 Uhr war 119 Schüzen hervor: 1. Preis Student Hensoldt, 2. GeoWenderoth, 6. Bahnbeamter H. Strömel, 7. H. Sehrt, 8. meter Daum, 3. Hch. Wenderoth, 4. Student Dauber, 5. A. Kuhnd, 9. J. Wenderoth, 10. Einj. Freiw. Gümblein, 11-13. Geometer Daubert, 14. Kuder, 15. H. Sehrt. Die einzelnen Preise waren recht schön. Der Verein fann mit seinem Fest zufrieden sein. erwarb den Bauplaz Ecke Ostanlage und Landgrafenstraße **[ Besizwechsel.] Bauunternehmer H. W.. inn für den Preis von 12000 Mt. Aus Hessen und Nachbargebieten. ** Buzbach. Steuerkommissär Otto Müller ist in gleicher Diensteigenschaft in das Steuerkommissariat Friedberg versetzt worden. ** Bad- Nauheim. Vom 1. bis einschl. 7. Mai sind 703 Kurgäste angekommen und beträgt die Gesamtfrequenz bis zum 7. Mai 1669 Personen, wovon noch 1210 anwesend sind. Bäder wurden bis zum letzten Donnerstag 10,318 abgegeben. Verdingung v. Anstreicherarbeit. Die für die Instandsetzung von 27 Anschlagtafeln Die für die Anfertigung und Aufstellung einer Anschlagtafel am Stadtringgraben in der Dammstraße erforderliche Anstreicherarbeit soll erforderliche Schreinerarbeit soll Mittwoch, den 20. Mai d. J., vorm. 10% Uhr Mittwoch, den 20. Mai d. Js. Borm. 10 Uhr öffentlich verdungen werden. öffentlich verdungen werden. Zeichnung, Arbeitsbeschreibung und Bedingungen liegen während der Dienststunden auf unserer Amtsstube zur Einsicht offen. Angebote auf Vordruck, der daselbst erhältlich, sind spätestens bis zum obengenannten Zeitpunft an uns einzureichen. Zuschlagsfrist 14. Tage. Gießen, 11. Mai 1903. Städt. Tiefbauamt. Braubach. bis Angebote auf Vordruck, der bei uns erhältlich, sind zum obengenannten Zeitpunkt an uns einzureichen. Zuschlagsfrist 14 Tage. Gießen, ain 11. Mat 1903. in träftiger Städt. Tiefbauamt. Braubach. Metzger-, Alleinst. Mädchen o. Frau er** Groß- Gerau. Der Stadtvorstand beschloß, It.„ Gr.. G. Arsbl.", die Anschaffung einer transportablen Wahlzelle von der Firma Wilhelm Jenzer in Hamburg. ** Mainz, 11. Mat. Auf dem Wege vom Großen Sande nach der Kaserne stach heute Vormittag ein EinBerittführer mit seiner Lanze in den Rücken. Der Unscheuten. fall ereignete sich dadurch, daß die Pferde beider Reiter Feldmarschall Graf Walbersee weilt schon vom 8.- 10. Juni in Mainz zur Inspizirung der Garnison. ** Aus dem Rodgau. Die Speisekartoffeln sind gegenwärtig ein sehr gesuchter Artikel und haben bereits einen Preis erlangt, wie in gleicher Höhe seit vielen Jahren nicht erlebt wurde. Der Centner ist unter 3,40 Mt. nicht zu kaufen. Soldat nur denjenigen Körperteil in Bewegung zu sehen, ** Beim Ueben( Griffe, Marschieren u. s. w.) hat der der zur Ausführung des gegebenen Kommandos allein notwendig ist, lautet eine alte Kasernenhofsweisheit. Am Wiederhaarigsten gegen diese Bestimmung ist der Kopf, er möchte immer mit agiren.„ Mucken" lautet dafür der technische Ausdruck. Um seinen Leuten das Mucken beim Griffefloppen abzugewöhnen, band ihnen der Unteroffizier Karl Weber von der 9. Komp. 115 Inf.- Regts.( Darmstadt) die Ohrläppchen feft und ließ sie dann Griffe machen. Die Leute erlitten dabei große Schmerzen. Einer lag wochenlang mit ents zündetem Ohr im Lazaret. Das Kriegsgericht der 25. Division verurteilte dieser Tage den vielversprechenden Soldatenerzieher wegen 9 solcher Fälle zu 3 Wochen Mittelarreſt. Der Frühling ist da! Nun wehen die Lüfte so mild und lau, Es teimt und duftet in Wald und Au', Die Vögel tamen vom fernen Strand, Ste brachten den Frühling mit in's Land, Die Kinder jubeln und rufen Hurrah " Der Frühling, der schöne Frühling ist da!" Es rauschen die munt'ren Quellen zumal Und senden Bächlein in's grünende Tal, Die Blumen strecken ihr Köpfchen hervor, In den Lüften singt der Vöglein Chor Es regt und fewegt sich fern und nah: ,, Der blütenreiche Frühling ist da!" Da sprießet und sprudelt die Lebenslust, Es wird mir so wohl so weit die Brust. Aus vollem Herzen ein fröhlicher Sang, Aus frischer Kehle ein jubelnder Klang Im Wald schallt das Jagdhorn, Halloh, Trarah: ,, Der Frühling, der gold'ne Frühling ist da!" - Nun dringt auch der Sonne warmer Schein Herein in des Kranten Kämmerlein, Und neu belebet sich seine Brust Von Frühlingskraft und von Frühlingslust, Vor Freude spricht er Hallelujah: " Der langersehnte Frühling ist da!" Es wehen die Lüfte, so mild und lau, Es trimt und fnospet in Wald und Au', Die Vögel tam n vom fernen Strand, Ste brachten den Fühling mit in's Land, Ihr Menschen alle, ob fern und nah: „ Der blütenreiche Frühling ist da!" Gießen. Marktbericht. Louis Roloff. Gießen, 12 Mai. Auf dem heutigen Wochenmartt lofteten Butter per Pfb. 1.00-1.20 Mt. Hühnereter 6 Pfg., 2 St.11 Pfg., EnteneterSt. 6-7 Pfg., Käse per St. 5-8 Pfg.. Käsematte 2 St. 5-6 Pfg., Ebsen per Liter 21 Pfg., Linsen per Liter 32 Bfg. Tauben per Paar M. 0.75-1.00, Hühner per Stüd Mt. 130-2 40, Hahnen, per, Stüd Mt. 110-2.30, Enten per Stüd 2.00-2.40, Gänse p. Bid. 54-60 Pfg, Ochsenfleisch per Pfd. 66-76 kg., Rindfleisch per Pfd. 60-66 Pfg. Schweinefleisch per Pfo. 66-76 Big Schweinefleisch gesalzen per Bfund 0.80 Pfa., Kalbfleisch per Pfd. 68-74 Big., Hammelfleisch per Pfd. 52-72 Bfg., Kartoffeln per 100 kilo 7.50-8.00 mt., Zwiebeln per 3t. Mt. 7.00-8.00, Milch per Liter 18 Rfa. Druck und Verlag der Gießener Verlagsdruckerei, vorm. Wilh. Keller'sche Buchdruckerei( gegr. 1873); für die Redaktion verantwortlich: Albin Klein, Gießen. Restaurant Centralballe. Donnerstag, den 14. Mai Großes Freiconcert. Anfang 7 Uhr. Es ladet freundlicht ein Karl Schneider. Gießen. Junger Mann, Mehrere möbl. Zimmer welcher versteht perfeckt mit Pferden mit oder ohne Pension zu ver umzugehen, sucht Stedung als mieten Herrschaftskutscher oder Lohn= futscherei. 3u erfragen in der Expedition dieses Blattes. Ein braves gesucht. 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Kräuter- Wein belebt 1. dwebe Unverdaulichkeit, verleiht dem Verdauungssystem einen Ausschwung und entfernt durch einen leichten Stuhl alle untauglichen Stoffe aus dem Magen und Gedärmen. Hageres, bleiches Aussehen, Blutmangel, Entkräftigung sind meist die Folae schlechter Berdauung, mangelhafte Blutbildung und cines frankhaften Zustandes der Leber. Bei gänzlicher Appetitlosigkeit, unter nervöser Abspannung und GemütsverNimmung, sowie häufigen Bopfschmerzen, schlaflosen Nächten, siechen oft solche Kranke langsam davin.- Kräuter- We'n giebt der geschwächten Lebenskraft einen frischen Impuls. Kräuter- Wein steigert den Appetit, befördert Verdauung und Ernährung, regt den Stoffwechsel fräftig an, beschleunigt und berbessert die Blutbildung, beruhigt die erregten Nerven und schafft dem Kranten neue Bräfte und neues Leben Zahlreiche Anerkennungen und Dankschreiben beweisen dies. 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Gießen. 69 775 97 908 62 Turnverein Gießen. Sonntag, den 17. Mai Anturnen. Von Nachmittags 4 Uhr ab G Concert,© abends verschiedene Aufführungen, hierauf Tanz Der Vorstand. PS Am Himmelfahrttag fin det Turngang nach Laubach über Queckborn statt. Abmarsch morgens 7 Uhr vom Ludwigsplatz aus. Eisschränke und Kühlanlagen für Metzgereien, Hotels, Restaurants, Konditoreien. Butterhandlungen, Haushaltungen liefert in vorzüglicher Ausführung E. H. Müller, Giessen. Eisschrankfabrik. Schiffenberg Schönster und beliebtester Ausflugsort der Gegend. Restauration zu jeder Tageszeit. Ia. Biere. Vorzüglichen Apfelwein. Maibowle. Gat gepflegte Weine. Schiffenberger Likör. Kaffee, Thee, Kakao 2c. Kalte und( bei vorh. Anmeldung) warme Speisen. Verehrl. Vereinen kann bei rechtzeitiger Bestellung stets ein Saat reserviert werden Zur Rückfahrt nach Gießen hält jezt auch der 10 Uhr- Zug abends. Um zahlreichen Besuch bittet Fernsprecher 338. 48061 65 384 449 93 502 10 91 97 601 37 54 710 49 85 894 964 49055 121 70 218 375 747 812 905 15 69 50005 109 16 256 79 81 99 385 95 462 508 39 605 18 91 783 94 806 71 939 64 51003 82 114 201 5 8 67 300 36 64 81[ 20 000] 87 90[ 100] 457 78 99 514 24 200] 44 602 751 69 834 55 59 938 86 52121 200 3 15 353 472 527 92 667 765 79 95 882 95 53007 9[ 100] 22 34 82 90 183 308 84[ 100] 495 549 67 736 916 54099 267 83 417 524 661[ 100] 720[ 150] 22 71 829 48 59[ 300] 55036 195 205 37 47 79 83 304 35 401 87 556 602 32 716 862 954 77 95 56070 77 127 37 46 270 491 641 55 73 724 54 76 829 981 95 57007 93 208 75 81 466 93 650 64 747 96[ 100] 854 78 996 58009 214 427 517 38 62 839 59013 32 150 395 518 30 75 616 99 100] 708 851 914 60019 101 16 223 401 567 610 708 30 958 61242 150 307 46[ 150] 408 82 84 99 593 622 43 74 880[ 100] 916 82 62000 8 27 55 181 225 47 330 402 25 569 613 773 868 908 10 34 79 82 63087 117 33 59[ 100] 245 60 340 52 433 43 98 543 636 83 714 94 861 94 943 93 64020 26 28 57 [ 100] 94 179 239 602[ 100] 27 83 704 64 812 27 65073 82 307 74 442 76 96 514 611 27 50 751 86 93 836 37 41 81 977 91 66065 317 72 406 58 59 509 92 630[ 100] 745 871 91 903 6 43 51 65 82 67008 35 105 97 276 93 96 305 15 73 525 611 64 763 894 922 29[ 5000] 68022 35 47 95 104 27 237 91 371 439 71 528 50 614 30 892 94 992 69090 106 97 204 9 318 438 636 81 713 18 827 945 70085 131 282 97 449 565 79 635 68 769 820 68 933 59 71064 273 395 550[ 100] 624 37 724[ 150] 62 802 958 72011 177 233 353 409 51 597 625 75 742 813 22[ 100] 63 921 35 69 73030 113 39 217 66 312 421 45 514 47 612 55 719 903 45 74079 100 416 681 717 35 58 76 77 96 884 935 75018 150 201 29 59 80 327 64 413 42 69 552 693 744 71 892 913 22 59 65 80 76031 99 145 277 320[ 100] 451 512 645 842 75 77017 300 15 637 65 728 813 87 905[ 100] 29 40 71 83 78014 158 227 79 302 69 423 715 802 41 42 99 923 42 73 94[ 300] 79003 100 296 321 411 34 43 57 540 64 86 88 623 47 743 884 80124 248 342 85 475 88 634 875 994 81140 43 45[ 3000 u. e. Pr. v. 40 000] 71[ 100] 88 209 92 334 591 788 896 945 69 82096[ 150] 114 205 367 86 415 94 583 99 722 832 51 74 81 921 34 83004 8 81 81 142 220 86 94 417 31 34 532 693 745 54 56 839 71 88 924 58 77 84009 13 16 67 166 209 360 91 455 583 84 655 56 706[ 100] 18 80 818 941[ 100] 51 67 85089 150 60 223[ 100] 39 333 421 52 520 620 98 747 53 836 73 914 86009 17 22 74 89 136 56 92 94 295 316 48[ 150] 427 73 87 552 673 757[ 200] 814 38 44 914 36 80 87032 40 124 38 294 547 622[ 100] 37 57 725 36 94 890[ 150] 931 92 88023 48 67 644 230 56 69 73 91 429 30 34 514 652 72 716 44 68 833 71 89072 104 12 209 480 92 566 661 863 66 90009 14 71 142 52 447 96 512 33 83 796 819 27 75 91013 63 66 231 49 548 72 645[ 100] 714 88 92130 49 74 329 459 556 619 720 69 878 911 65 71 96 93018 64 68 118 29 242 48 93 329 86 574 621 777 830 51 927 28 84 89 94025 98 113 14 31 56 91 285 503 46 629 38 81 748 863[ 150] 75 95148 223 426 38 60 521 719 837 974 97 96028 69 194 317 55 582 91 639 70 702 14 69 72 89 97100 10 23 221 339 471 562 80 658 73 770 962 98047 179 86 214 45 365 87 520 722 41 57 78 850 82 900[ 100] 99040 83 101 99 247 319 71 431 48 81 531[ 150] 42 604 38 52 68 712 26[ 150] 805 73 83 95 919 78 58 Friedrich Lyncker. staatl. fonz. 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