Nr. 60. Abonnementeprete: in Giesen, abgebolt monatlich 50 Pig, in's Haus gebracht 60 Vfa., durch die Post bezogen vierteljährlich 9 1.50. Brattsbeilagen: Cherbeifische Familienzeitung( täglich) Oberbeffische Beitschrift für Landwirtschaft, Obst- und Gartenbau, sowie die Gießener Seifenblasen( wöchentlich). Das Blatt erscheint an allen Werktagen nachmittags. Donnerstag, den 12. März 1903. Gießener 2. Jahrgang. Insertionsprei 6: Die einspaltige Petitzeile für Gießen wi ganj Oberbeffen, die Kreise Bezlar und Marburg 10 Pfs fonit 15 Vig.: Reklamex bie Vetitzeile 30 resp. 40 fs. Bofizeitungsliste No. 3269. Redaktion und Expedition: Gießen Neuenweg 88. Fernsprechanschluß Nr. 363. Neuelle Nachrichten ( Gießener Tageblatt) Unabhängige Tageszeitung ( Gießener Zeitung) für Oberheffen und die Kreise Marburg und Wetlar; Lokalanzeiger für Gießen und Umgebung. Enthält alle amtlichen Bekanntmachungen der Großh. Bürgermeisterei Gießen und anderer Behörden von Oberhessen. Das ,, Loch in den Vogelen". ( Von unserem ständigen CB. Mitarbeiter.) Zweiunddreißig Jahre sind seit dem Abschluß des Frankfurter Friedens verflossen und noch immer haben bie Franzosen die Hoffnung auf die Wiedererlangung des burch jenen Frieden verlorenen Elsaß- Lothringens nicht aufgegeben. Wer das bezweifelt, den verweisen wir auf die revanchelustigen Rundgebungen der Nationalisten, der Männer von der Patriotenliga und anderer Chauvinisten, über die von Zeit zu Zeit aus Frankreich berichtet wird. Seit Jahresfrist war es zu wiederholtenmaten der K.iegs. minister André, der mit dem Säbel nach den Vogesen wies. Auch sein Kollege von der Marine, Herr Pelletan, nahm, wenn er von der ,, Barbarei des alten Germaniens" sprach, eine herausfordernde Miene an. Noch unlängst hielt es der frühere Präsident der Teputiertenlammer, Herr Deschanel, für angezeigt, seinen Landsleuten die Wiederherstellung des alten Galliens mit der Rein. grenze zu empfehlen, und selbst ein so gemäßigter Voli ifer wie der Sozialistenführer Jaurès mag auf die Wieder gewinnung Elsaß- Lothringens nicht verzichten; nur fecilich denkt er dabei nicht gleich an einen Krieg, sondern er gibt sich der naiven Hofnung hin, daß Deutschland die mit Strömen Bluts wiedergewonnenen Rheinlande cines Tages freiwillig, um ein nach Ansicht der Franzosen begangenes Unrecht zu fühnen, an Frankreich wieder abtreten wird. Diesen Kundgebungen der Ueberpatrioten schließt sic passend eine Rede des nationalistischen Abgeordneten Millevoye in der Deputiertenkammer bei der Verhand lung über die auswärtige Politik Frankreichs an. Da Redit Frankreichs auf Elsaß- Lothringen, erilärte hierbei Herr Millevoye, sei unbestritten, und eine Entwaffnung jei unmöglich, bevor diese Frage gelöst sei. Er erkenni also die Rechtsbeständigkeit des Frankfurter Fiedens nich an und verlangt die Lösung der elsaß- Lothringischen Frage bie für uns teine Frage ist. Aber er erwartet offenbar feine friedliche Lösung, sondern eine solche durch Wassen gewalt. Den Franzosen erscheinen das mag zu ihrer Entschuldigung gesagt werden die Reichsländer nod immer als Gelnechtete, von der eigentlichen Heimat Los gerissene. Sie werden in dieser irrigen Meinung durc gewisse Preßstimmen bestärkt und erhalten. Denn gibt es in Frankreich noch zahlreiche Revanchards". so gibt es in Elsaß- Lothringen nicht weniger Proteſtler Das geht klar aus einem Artikel hervor, welchen der bekannte Abbé Wetterle in seinem Journal de Colmar veröffentlicht. Die Protesterklärung immer wieder zu erneuern," sagt Herr Wetterle, war nicht notwendig. Sie behält ihre Bedeutung, so lange sie nicht widerrufer wird. Das ist der einzige Grund also nicht etwa ein Wechsel der Gesinnung warum die offizielle Protest erflärung seitdem unterblieben ist." Tas ist lehrreich besonders lehrreich für die Jdealisten, welche meinen, das man die Franzosen durch weitgehendes Entgegen lommer und Aufmerksamkeiten aller Art bestimmen lönne, au Elsaß- Lothringen zu verzichten. Tie Fanzosen verge sen nicht und verzichten nicht. - Die Politik. Die Romreise Kaiser Wilhelms. Nach dem römischen Telegraphenbüreau ,, Agenzia italiana" hätte Kaiser Wilhelm dem König Viktor Emanuel telegraphisch mitgeteilt, daß er den värjährigen Berliner Besuch des Königs am 2. Mai d. J. in Rom erwidern werbe. Wie jedoch in parlamentarischen Kreisen Roms erzählt wurde, wäre die Reise des Kaisers nach der ewigen Stadt verschoben worden, und zwar angeblich aus dem Grunde, weil auch der Rombesuch des Zaren aus Rüdsicht auf dessen Gesundheitszustand verschoben worden ist. Da nämlich, wie erinnerlich, der König Viktor Emanuel im vorigen Sommer zuerst den Kaiser Nikolaus und dann erst den Kaiser Wilhelm besuchte, so war vereinbart worden, daß dementsprechend zuerst der Zar und hierauf der deutsche Kaiser den italienischen Königshof besuchen würde. Nach der Tribuna" würde der Besuch des Zaren erst im Rovember d. J. erfolgen. Ist dies richtig und behält die angeblich zwischen den drei Höfen getroffene Vereinbarung ihre Gültigkeit, so würde auch die Romreise des Kaisers so weit hinausgerückt sein. Ei esleistung des Erzbischofs Dr. Fischer. Der zur Eidesleistung nach Berlin berufene Erzbischof von Köln, Dr. Fischer, hielt bei dem feierlichen Atte vor dem Kaiser eine Ansprache, in der er nach Worten des Dankes erklärte, er sei bereit, den Schwur der Treue zu leisten, nicht blos in dem Bewußtsein der Pflicht, sondern aus innerem Herzensdrange. Denn," so fuhr der Erzbischof fort ,,, ich verehre Euere Majestät in tiefster Seele als den erhabenen Herrscher, dem das Wohl aller seiner Untertanen, auch ich freue mich es hier ausSprechen zu können. seiner katholischen Untertanen am Herzen liegt. Ich verehre in Euerer Majestät den mächtigen, tatkräftigen Fürsten, der in einer Zeit, wo vielfach unglaube und Gottlosigkeit sich brüstet und an den Fundamenten des christlichen Voltslebens rüttelt, vor aller Welt keinen Hehl macht aus seiner christlichen Ueberzeugung, vielmehr bei den verschiedensten Gelegenheiten seinen demütigen Glauben an die Majestät Jesu Christi, als des menschgewordenen Gottessohnes und Erlösers der Menschheit, tundgegeben hat." Der Erzbischof erinnerte sodann an die bedeutsamen Worte, die der Kaiser im verflossenen Sommer in Aachen gesprochen, durch die er sich, das kaiserliche Haus und Heer und Volkt unter den Schuß des Kreuzes stellte, und schloß mit Segenswünschen. Der Kaiser erwiderte hierauf, daß die Pflichttreue sowie die Beweise patrioti scher Gesinnung aus der früheren Tätigkeit des Bischofs ihm Gewähr seien, daß dieser in den Gemütern der Geistlichen und Gemeinden den Geist der Ehrfurcht und Treue gegen den Kaiser, die Liebe zum Vaterlande und den Gehorsam gegen die von Gott geordnete Obrigkeit sowie die Eintracht unter den Bewohnern des Landes pflegen und nähren werde. Bu Hamara ein Bruder des Sultans? 1: Man wird sich erinnern, daß zu gunsten des marottanischen Prätendenten Bu Hamara von dessen Anhängern geltend gemacht wurde, er sei Muley Monamed, der ältere Bruder des Sultans Abdul Aziz. Der Sultan beantwortete dies damit, daß er eine Persönlichkeit nach Fez brachte, die als der rechte Muley Mohamed ausgegeben und von dem Sultan unter geeigneter Aufsicht mit der Leitung der militärischen Operationen beauftragt wurde. Durch diesen schlauen Streich wurden die Gemüter in Fez beruhigt und die Sympathien, die sich dem Prätendenten aus dynastischen Gründen zugewandt hatten( denn Muleys Ansprüche auf den Thron sind besser als die des gegenwärtigen Sultans), dem ,, Vater der Gjelin" wieder abwendig gemacht. Das furioseste an der Geschichte ist, daß einem Korrespondenten des ,, Morning Leader" in Tanger von glaubwürdiger Seite versichert wird, daß der Prätendent wirklich Muley Mohamed und seine Anhänger fest davon überzeugt sind. DaDurch würde sich der außerordentliche Einfluß, den er über zahlreiche marokkanische Stämme gewonnen, allerdings erklären. Amerikanisches Flotten- Experiment. Wenn die Newyorker ,, World" gut unterrichtet ist, wird Portugal demnächst das zweifelhafte Vergnügen haben, ein amerikanisches Geschwader in seinen Gewässern zu sehen. Das Marineministerium in Washington sol nämlich beabsichtigen, demnächst durch Experimente fest u- stellen, ob ein Geschwader, welches aus einem amerikanischen Hafen ausgesandt werden soll, nach Kreuzung des Atlantischen Ozeans noch genügende Schlagfertigkeit besigt, um sofort eine friegerische Operation gegen irgendwelche europäische Flotte zu unternehmen. Das Geschwaser wird Lissabon aufsuchen, wozu Portugal bereitwillig feine Zustimmung gegeben haben soll. zu groß wird die Freude über das Nahen der Amerikaner in Portugal wohl nicht sein. Kurze politische Nachrichten. * Der in Aussicht gestellte Gesezentwurf zur Siche. rung des Wahlgeheimnisses soll nicht an den Reichstag tonimen; die entsprechenden Bestimmungen wer den vielmehr aus dem Wege der Verordnung in Kraft treten. * Staatssekretär Gras Posadowsky ist von seiner Erkrankung wieder hergestellt. * In Sachen des Trierer Schulstreits hatte Abgeordneter Dr. Spahn in Trier mit dem Bischof Korum eine Unterredung. * Gegenüber den Behauptungen Bebels im Reichstage wird von maßgebender Seite in Essen mitgeteilt, die Firma Krupp habe den Bereinigten Staaten niemals Panzerplatten angeboten, geschweige geliefert. * Bei dem Empfang der aristokratischen Damendeputation des Wiener tatholischen Schulvereins, die dem Papst das Porträt des Schulvereinsprotektors, des Thronfolgers Franz Ferdinand, überreichte, sagte der Papst, der Erzherzog, sein Liebling, hätte ihm teine grö Bere Freude bereiten fönnen, als die, welche er ihm durch den um Gott und Menschen wohlverdienten Schulverein zuteil werden ließ. * Chamberlain ist in Funchal( Madeira) eingetroffen; er war vier Tage gichtfran, befindet sich aber wieder bedeutend besser. * Aus dem Gebäude des mazedonischen Komités in Sofia, das vor einiger Zeit unter Siegel gelegt wurde, sollte vor zwei Tagen auf Anordnung des Ministers des Innern das ganze Archin in die Sophianer Polizei- Präjeftur gebracht werden. Als der Polizeiprä eft mit einem Bolizeikommissär die Ueberführung vornehmen wollte, fand er die Kasse geöffnet, ihres Inhalts beraubt, das ganze Archiv, Bücher, Aften, Dokumente, waren gestohlen. 279. Sibung. Deutscher Reichstag. Eigener Bericht. Noch immer der Militäretat.- Ein buntes Bild! Am Ministertisch und auf der Estra de nur Uniformen, und auch auf der Rednertribüne ein Offizier in Uniform: Generalmajor v. Einem. Er verteidigt die Verhältnisse in der Spandauer Artillerie- Werk statt gegenüber den Angriffen des sozialdemokratischen Abg. Zubeil. Der Generalmajor ist ein gewandter Reb ner und geschickter Debatter, sachlich, schlagfertig, mit einem starten Stich ins Jronisierende. Sein taustischer Wis trifft oft den Angreifer auf der äußersten Linken, so daß er die Lacher auf seiner Seite hat. Die Heiterkeit der Rechten flingt wie Schadenfreude, so oft der Redner einzelne Angriffe entweder als erfunden oder übertrieben hinstellt. Es tam in diesem Zwiegespräch weniger auf das Was als auf das Wie an: der sachliche Wert der Auseinandersetzung war ohne allgemeine Bedeutung, das Rede duell zwischen einem Offizier und einem Volksredner dagegen bot einen gewissen Retz. Vorher hatte noch Abg. Zubeil einige ,, Liebenswürdigkeiten" mit dem wildkons. Abg. Pauli Potsdam ausgetauscht. Beide Teile wurden rein persönlich, so daß sie selbst den Beifall der Parteifreunde nicht fanden. Nach diesen Intermezzi wird das Kapitel bewilligt, ebenso debattelos einige weitere. Dann wird zurückgegangen zu der gestern wegen mangelnder Beschlußfähigkeit unerledigt gebliebenen Titeln betr. die Erhöhung des Gehalts für 205 Oberstleutnants der Infanterie. Die Gehaltserhöhung wird abgelehnt. Dafür stimmten die ganze Rechte und die Nationalliberalen, ferner die freisinnigen Abgg. Frese, Ernst und Lenzmann. Abg. Bebel führt Beschwerde über die Abkommandierung von Soldaten zu landwirtschaftlichen Arbeiten, zur Dienstleistung als Burschen und schließlich über die Einmischung der Vorgesetzten in die religiösen Angelegenheiten, unterstützt von seinem Parteigenossen Ledebour. Dann vertagt sich das Haus. 41. Sung. Preussischer Landtag. Daus der Hbgeordneten. Etgener Bericht. - Lotterieverwaltung.- Universitäten. Zum Etat der Lotterieverwaltung wurde nach unerheblicher Debatte eine Resolution angenommen, welche die Regierung auffordert, in Betracht zu ziehen, 1. eine reichsgeseßliche Regelung des Lotteriewesens, 2. die Bildung einer Lotteriegemeinschaft der beteiligten deutschen Staaten, 3. die Berschärfung der Strafbestimmun gen gegen den unerlaubten Vertrieb fremder Loose. Der Minister des Innern v. Rheinbaben hatte sich gegen die reichsgeseßliche Regelung ausgesprochen, dagegen mit der Berschärfung der Strafbestimmungen einverstanden erklärt. Beim Etat der Universität regnete es, wie gewöhnlich, Wünsche und Beschwerden, deren wohlwollende Erwägung der Ministerialdirektor Althoff zusagte. Die Diskussion über den Etatstitel Universitäten wurde abgebrochen, nachdem die Abgg. Hahn ( B. d. L.), Heeremann( 8tr.), Weihe( tons.) und Rölle( natl.) gesprochen hatten. Nab und fern. ) Die Orientfahrt des deutschen Kronprinzen. De Kronprinz und Prinz Eitel Friedrich begaben sich am zweiten Tage ihres Aufenthalts in Kairo mit Gefolge nach Ghizeh, wo sie die Sphing besichtigten und die groß Pyramide bestiegen. Darauf ritten sie nach Abusir und Saffarah, wo das Frühstück im Mariettehaus eingenommen wurde, und ritten dann über Memphis nach Bedrachin, bon wo sie mit dem Dampfer nach Kairo zurückkehrten. Abends speisten die Prinzen bei dem Khedive, woraus sie einer Festvorstellung in der Oper beiwohnten. Der Kronprinz wird, nachdem er von seiner Erholungsreise nach dem Süden in die Heimat zurückgekehrt sein wird, zunächst im ersten Garderegiment zu Fuß in Botsdam Frontdienst verrichten. Auch am diesjährigen Kaisermanöver wird der Kronprinz teilnehmen. Wie in Aussicht genommen worden ist, soll dem ronprinzen gelegentlich für kurze Zeit das Kommando über eine größere Truppen abteilung erteilt werden, auch ist geplant, ihn den Schiedsrichtern zuzuteilen. Dem Kronprinzen soll dadurch Gelegenheit gegeben werden, auch nach dieser Richtung hin seine militärischen Kenntnisse zu erweitern beziehungs weise auszubilden. Es ist nicht ausgeschlossen, daß die Rückfehr schnell erfolgt, denn ein Telegramm aus Kairo meldet, daf Brinz Eitel Friebrich an den Masern ertrantt ist. *** Prinzessin Luise von Toscana ist, wie die ,, Dresb Neueste Nachr." aus Lindau melden, nach Genf abgereist wo sie von Lachenal empfangen wurde. Sie wird in einige meiner Sorgefesten auf, welcher Art fie auch fein mögen." auszuführen, wohne Rüdficht doch, daß ,, Sehr schön. Hören ich Sie nach barSamtschatta schiden fönnte?" Sie mich jest an! Sie wissen Jawohl, Herr Oberst!" ,, Sie wissen ferner, durchaus gerechtfertigt märe!" daß nach dem, was hier vorgefallen, eine derartige Strafe daß Sie es verdient hätten, und werden. nen nahing batte in tiefes Nachdenken. Der tägliche Verkehr mit der schö Hemerteame Paltin stüßte seinen Kopf auf die Hand und versant meine Befehle befolgt nochmals tief verbeugt hatte. der Gräfin, daß ich in zehn Minuten zum Tee tominte." Der Beamte entfernte sich schnell, nachdem er sich Run tönnen Sie gehen und sorgen Sie dafür, daß Inzwischen melben Sie vergejjen nein, die Mama hätte es nicht wantte es Robert am liebsten hatten, fich's ja am deutlichsten. unter tostbaren Büchern und anderen Geschenten. Es war vergessen dürfen, sie hätte daran denken müssen. Ja, wenn an dessen Geburtstagen der wurde, aber, Wie war es doch im vorigen besonders die Mutter, den Robert ja flar, daß die Eltern an den Geburtstagen, da zeigte Bitterkeit, Robert wäre, dachte der nabe in aufquellender lich Bust gemacht hatte, war nichts mehr zu merken, dagegen den kleinen Witty innerlich wie äußerlich umgewandelt. Ein paar Jahre waren seitdem vergangen, jie hatten Tros, der früher in dem Knaben gesteckt • Smeuss, Gedrücktes befommen. Er das ihres Kindes, zu verlieren. Von den: witbeilig in Tränen ohnmächtiger Empörung jollen, daß sie im Begriffe ftand, noch ein ameties Herz, hatte jeir mi open nach mbau zurädtetyren und auch borläufig dor! bleiben. Später wird die Prinzessin in England Auf enthalt nehmen. ::: Nardenfötter verhaftet. Der Berliner Kurpfuscher Mardenkötter ist in London verhaftet worden. Er wurde bem Bow- Street- Polizeigericht in der Angelegenheit sei ner Auslieferung vorgeführt und dann bis zum Eintref fen weiterer Verfügungen in die Untersuchungshaft zu rückgebracht. Wie erinnerlich, hatte Nardentötter, der zuvor gegen eine Raution von 15000 Mark aus der Haft entlassen worden war, aus Furcht vor der zu erwartenden schwe ren Strafe, ohne seine Verurteilung abzuwarten, die Flucht ergriffen. Bei den Auslieferungsverhandlungen, Sie sofort von den deutschen Behörden eingeleitet worden sind, handelt es sich lediglich um Formalitäten, da England auf Grund gegenseitigen Vertrages im Falle einer wegen Betruges erkannten Haftstrafe ausliefert. Was die Beschlagnahme des Vermögens Nardenfötters anbetrifft, so liegt die Bestimmung darüber, ob sie jezt aufzuheben ist, im Ermessen des Gerichtes. Nardenkötter wird zunächst wieder dem Moabiter Untersuchungsgefängnis zugeführt werden, nachdem sein Verteidiger gegen das Urteil rechtzeitig das Rechtsmittel der Revision beim Reichsgericht eingelegt hatte. Der Ausbruch des Vesuvs scheint nicht so gefährlich zu sein, wie es anfangs den Anschein hatte. Die Bevöl Terung der bedrohten Orte verhält sich infolgedessen bisher gänzlich ruhig. Der Ausbruch gewährt einen großartigen Anblick. Der Vulkan ist fortgesezt in Tätigkeit und wirfi große Feuergarben verbunden mit dichten Dampfwolken aus. Man vernimmt auch unterirdisches Grollen und ver spürt leichte Erdstöße. [ Der Gipfel der Tentmatssucht. Die französische Denkmalsmanie wird immer schlimmer. Es genügt nicht mehr, daß jede Stadt ihre Jeanne d'Arc, ihr Krieger Denkmal und ihren berühmten Mitbürger in Stein ode. Erz besitzt, jest kommen auch noch die Tiere an die Reihe. In Paris hat sich ein Ausschuß gebildet, an dessen Spize der Präsident des Tierschutzvereins steht, um den Brieftauben, deren man sich bei der Belagerung von Baris im Jahre 1870-71 bebiente, ein Denkmal zu jeßen. >[ Dressterte- Wanzen.] Das Pariser Journal weiß von einem Herrn Schumann zu erzählen, der Romain Taurignac noch übertrumpft hat. Der Bruder der ,, großen Therese" beschäftigt sich, wie seinerzeit gemeldet, mit der funstgerechten Abrichtung vn Flöhen; Herr Schumann hat sogar die viel dümmeren und fauleren Wanzen in ben Bereich seiner Tätigkeit gezogen. Aus lauterem Gold hat er ein winziges aber durchaus naturgetreues Modell des großen Tampfhammers der Kruppschen Fabrik her stellen lassen, während das Gerüst aus Platin, die Ketten und Rollenzüge aus Silber gefertigt sind. Auf einen Win! des ,, Künstlers" tommt eine ausgewachsene Wanze aus einem ,, Käfig" hervorspaziert und nimmt an dem Hammer Aufstellung. Zwei ihrer Gefährtinnen legen einen dünnen Eisendraht, durch den eine zu schmiedende Stange ,, sym bolisiert" wird, auf den Ambis, und schließlich bewegt die erste Wanze einen Hebel, durch den der Hammer zum Fallen gebracht wird. Wenn das so weitergeht, so werden wir wohl nächstens ,, dressierte" Batterien und Infusionstierchen unter dent Mitroffob zu sehen bekommen! Bunte Chronit. Der Fischdampfer Baltrum" aus Bremerhaven, der sich seit dem 13. Februar in See befindet, gilt als verloren. Die Besatzung bestand aus 11 Mann. Die Zahl der seit Weihnachten verschillenen Fischdampfer der Weserflotte ist damit auf sechs gestiegen. Der Kaiser besuchte unter Führung des Generals Beecker und des Fürsten Hohenlohe die Deutsche Automobilausstellung in Charlottenburg. Sein besonderes Interesse erregten die humoristischen Zeichnungen des Malers Kneip in dem ebenfalls ausgestellten Huldigungsalbum. - Infolge Explosion einer Petroleumlampe verbrannte bei lebendigem Leibe der Korbwarenfabrikant . Schwarz in Berlin. Die Gesellschaft zur Bekämpfung der Geschlechtskranktheiten, die im vorigen Jahre in Berlin ins Leben gerufen worden ist, hat in Frankfurt a. M. ihren ersten Kongreß abgehalten. Der Zwed der Gesellschaft ist in ihrem Titel gegeben. Reichskanzler Graf Bülow hat in einem offenen Schreiben an die Gesellschaft seine Sympathie mit ihren Bestrebungen ausgedrückt. - Eine Sternberg- Affäre beschäftigt die Polizeiverwal hung von Inowraglaw. Es haben duzende von Vernehmungen bereits stattgefunden, und es sind auch bereits einige Verhaftungen vorgenommen worden. Im Amtsgericht zu Lausigk versuchte der Unterjuchungsgefangene Karl Fleischhauer einen Gefängnisbeamten zu ermorden. Der Beamte liegt schwerverleßt dar nieder. Fleischhauer ist flüchtig. Die bei Thorn verschwundenen drei Mädchen sind aufgefunden. Sie hatten sich im Walde verirrt. In Kopenhagen versuchte eine Frauensperson aus offener Promenade ein etwa elfjähriges Mädchen zu er drosseln. Die Polizei glaubt es, mit einer Wahnsinnigen oder mit einem verkleidet n Manne zu tun zu haben. Bisher konnte die Person nicht festgenommen werden. In ganz Tunis wütet ein furchtbarer Sturm; in vielen Landesteilen herrscht starker Schneefall, was jeit Menschengedenken nicht der Fall war. Der von Neapel in Newyork eingetroffene Dampfer Karamania" mit 733 Passagieren an Bord ist unter Choleraverdacht von den Hafenbehörden in Quaran äne et Märt worden. Die Stadt Townsville( Australien) ist durch einen Cyklon arg verwüstet worden. Die Bevölkerung ist ob bachlos. Das Hospital wurde start beschädigt und 15 in bemselben befindliche Kranke getötet sowie viele verletzt. Lokales. Gedenktafel für den 12. März. 604. Papst Gregor I. t. 1365. Eröffnung der Uni versität Wien. 1607. Paul Gerhardt* 1801. Kaiser Paul von Rußland ermordet.-1821. Prinzregent Luit pold von Bayern in Würzburg* 1824. Der Physiker Kirchhoff in Königsberg * ribattelegramm. Bei der heute Bormittag, erfolgten 6. Biehung der lezten( Haupt)-Klasse der Hessisch Thüringischen Staatslotterie wurden folgende Gewinne gezogen: 10 000 Mt. auf: 14078, 32 024, 37871, 43 836, 5000 Mt. auf: 33 064, 73 280, 78 521, 89 649, 3 000 Mt. auf: 6 228, 13 270, 15 448, 18 101, 20 233, 21 506, 24 233, 26 346, 36 255, 37 222, 49 451, 50 250. Provinzial Ausschuß. Der Provinzial- Ausschuß hat beschlossen, den Besuch des neuen Siechenhauses und dessen Besichtigung bis zum 21. d. Mts. an jedem Werktage nachmittags 3 und 4 Uhr allgemein zu geftatten. Es be ** ohne jebe Entschädigung an die soz. Partei ab, wofür ihm der Druck des Blattes für die nächsten 10 Jahre übertragen wurde. Die Druckerei und Beitung, welche im Jahre 1892 22 656 Mt. Schulden hatte, ist heute vollständig schulden frei und hat einen Wert von mindestens 100 000 Mt. feierten wie alljährlich so auch diesmal den Geburtstag ihres ** Wetzlar, 12. März. Die hier ansässigen Bayera Landesvaters, des Prinzregenten Luitpold, gestern Abend durch eine festliche Zusammenkunft im Riesen". Es geht babei stets recht bayrisch gemütlich zu. " - Orfter Bra 20 Min. Auf Flateberatung f Bauwesen bes M fium in Offenba Reubau eines bes heute berhin darf hierzu nur der Anmeldung bei dem im Siechenhause Manfried hat die ihm von konservativer Seite eingetragene Entbindungsanf Hersfeld, 10. März. Herr v. Scharfenberg in werben Titel 12 Aus Darmstadt wird uns berichtet, daß die Rotenburg mit Rücksicht auf sein vorgeschrittenes Alter Seppenheim, 17 Kammerverhandlung über die Gießener Universitätsneubauten interessante Debatten zeitigten. Sämtliche Forderungen - wurden bis auf die 18 000 Mt. für das akademische Forstinstitut bewilligt. Die ebenfalls mit aufgestellten 558 000 Mt. für die Erweiterungsbauten an der Technischen Hoch. schule zu Darmstadt wurden trotz der Befürwortung seitens des Ministeriums und des Finanzausschusses abgelehnt. ** Ernannt wurde am 10. März der ordentliche Professor Dr. Erich Bethe zu Basel zum ordentlichen Professor in der philosophischen Fakultät der Landes- universität mit Wirkung vom 1. April d. J. *** Gestern wurde an hiesigem Kreisamt über eine eventuelle Geländeabtretung für die Vergrößerung des Bahnhofes Lollar verhandelt. Zahlreiche Interessenten waren anwesend. Lollar ist genau wie Gießen bezüglich seines Bahnhofes so glänzend nicht bestellt; der Verkehr wächst von Tag zu Tag, aber die Bahnhofsanlage fann sich, so wie die Verhältnisse liegen, schwer ausdehnen. Hoffen wir, daß die Interessenten: Grundeigentümer, Gemeinde und Staat sich einigen, damit eine Enteignung vermieden wird. ** Militärisches. Den Mannschaften des Beurlaubtenstandes geht dieser Tage die neue gelbe Riegsbeorderung Diese tritt am 1. April in Kraft und ist bei Vermeidung unangenehmer Folgen in den Militärpaß einzufleben, die veraltete rote Kriegsbeorderung ist herauszuzu. nehmen. *** Für Fahrtunterbrechungen auf Eisenbahnen sind folgende neue Bestimmungen getroffen: Die Bescheinigung der Fahrtunterbrechung darf nur auf derjenigen 8wischenstation der in der Fahrkarte bezeichneten Strecke erteilt werden, auf welcher die Unterbrechung tatsächlich erfolgt ist. Macht ein Reisender z. B. von der Unterbrechungsstation aus einen Abstecher nach einer seitwärts gelegenen Station ohne sich die Fahrtunterbrechung auf der ersten Station bescheinigen zu lassen, so darf diese Bescheinigung also nicht nachträglich von einer anderen Station erteilt werden, da eine solche nachträgliche Bescheinigung nach den maßgebenden Bestimmungen unzulässig ist. Auch auf der Unterbrechungsstation selbst darf diese Bescheinigung nicht nachträglich erteilt werden. Sie muß sofort nach dem ersten Verlassen des Zuges auf der Unterbrechungsstation eingeholt werden. ** Der Butzbach- Licher Eisenbahn- Akt.- Ges. in Buzba ch ist die Genehmigung zur Ausgabe von 550 000 Mt. 4proz. Schuldverschreibungen erteilt worden. ** Anpflanzung. Zu der von der Stadtverordneten Versammlung im vergangenen Jahre genehmigten Anflanzung des Eisenbahndammes an der Westanlage zwischen dem Viadukt an der Neustadt und dem Gailfuß'schen Lager plaz wurden gestern die ersten Arbeiten ausgeführt. Straßenmeister Bommersheim ließ das zu beflanzende Gelände umgraben. Hoffentlich beeilt sich nun auch unser Stadtgärtner mit der Anpflanzung, damit der unschöne Anblick des öden Dammes an der Anlage verschwindet. *** Verkehrs- Verein. Der Vorstand des Verkehrs- Vereins war gestern Nachmittag im Bürgermeisterei- Gebäude bersammelt, um diejenigen Herren zu bestimmen, welche die Geschäfte des Vereins zu führen haben. Bum Vorsitzenden wurde Wilh. Homberger, zum Schriftführer Frizz Helm und zum Rechner Carl Röhr gewählt. Es wurde beschlossen, Entwürfe zu beschaffen, nach welchen thunlichst bald in Farben ausgeführte Blafate, darstellend einzelne Partien unserer Stadt und Umgegend malerisch wirkend bestellt werden sollen, bamit noch in diesem Jahre ein Teil dieser Reklame zum Aushang gelangt. Weiter ist für später in Aussicht genommen ein furzer Führer für Gießen und Umgebung, der in einer Massenauflage hergestellt, gratis zu verteilen sein würde. Der Stand der Mitglieder beträgt vorerst 271 mit einem Gesamtbeitrag von ca. 1000 Mart. [ Lahnthal Sängerbund] Nächsten Sonntag tritt die auf dem letzten Sängertag zu Wehlar mit der Revision der Statuten betraute Kommission zu einer Beratung hier im Hotel Vittoria zusammen. Für Sonntag den 5. April ist dann ein Sängertag behufs Unterzeichnung der revidierten Saßungen und Auswahl der Bundeslieder für das nächstjährige Bundesfest in Grünberg in Aussicht genommen. Aus Heffen und Nachbargebieten. *** Konfessionswechsel. Im abgelaufenen Berichtsjahre find im Großherzogtum Hessen 179 Bersonen, darunter 113 Katholiken, zur evangelischen Landeskirche übergetreten, aus der evangelischen Landeskirche zu anderen Religionen sind im gleichen Zeitraume 48 Personen, darunter 11 zur fatholischen Kirche übergetreten. ** Oberförsterei Kirtors. Der Besatz des 6 km hiervon 5 km Chausse von der Station Ehrings. hausen der Bahnlinie Gießen- Fulda entfernt gelegenen Wasch teiches bei Heimertshausen, nämlich etwa 7 Ctr. Karpfen und Ctr. echte soll in Submission verkauft werden. Die Karpfen( meist Schuppenkarpfen) werden etwa 3 Pfd., die Hechte 1 Pfd. das Stück wiegen. Die Uebernahme der Fische erfolgt am Teich. Angebote wolle man bis zum 23. März einreichen. + Offenbach. Buchdruckereibefizer Ulrich Offen bacher Abendblatt", tritt mit dem 1. Juli 1903 die Beitung abgelehnt. I A Frankfurt, 11. März. Oberst v. Brochen, seit 3 Jahren Kommandeur des 1. furhess. Inf. Rgts. dahier, nimmt seinen Abschied. Er hat das Kommando bereits abgegeben. A Frankfurt. Schon wieder hat sich hier ein Mädchen aus Liebeskummer ums Leben gebracht. Die 30 Jahre alte Louise Lemmermann aus Darmstadt, Tochter eines dortigen Lehrers, dahier in Stellung bei dem Bankier Jesse Selig mann, hat sich heute Morgen mit Salzsäure vergiftet. Sie starb unter qualvollen Schmerzen, während sich die Aerzte um sie abmühten. A Frankfurt, 11. März. Dem Reisenden Ludwig Schaller dahier wurde auf dem Hauptbahnhof, während er eine Depesche aufgab, ein Handkoffer mit 1800 Mt. in Gold und Papier gestohlen. Dom zu Worn Renes Schloß Ferner werden laften, 126, Begeanfalt Nieder- Ramfta forgungswefen abteilung, Min 130, Bentralba Darmstadt I un heim, 5, Amtsg gerichtsgebäudes Beaftein, 8, 9 mtsgerichtsgeb Erwerbung, 12 haue Marienfd fragungen. T 4, Amtsgericht uridgeftelt. cine längere fahrens. Abg. forderten 250 werden. Der jorität- geger Antrag des b Sierauf tri 2. Gigum Gießen f Frankfurt a. M., 11. März. Wenn's nicht langt, dann machen wir sie langend," war ein Lieblingswort des Spezerei- und Milchhändlers Georg Vögler in der Rohrbachstraße dahier. bachstraße dahier. Und dann panschte er, daß es nur so eine Art hatte. So pumpte er einmal 9 Liter Wasser zu, um das vorhandene Quantum von 3 Liter Milch auf 12 Liter zu„ strecken", die ein Bäcker bestellt hatte. Sonst war Herr Vögler äußerst peinlich Er band seinen Burschen auf die Seele, niemals Wasser aus der Waschwasserleitung, sondern stets nur aus der Trinkwasserleitung zu nehmen. Eis, das die Burschen nach ihrer Aussage pfundweise in die Ranne thaten, mußten sie vorher erst abwaschen. Diese zarte Rücksichtsnahme auf die Gesundheit und das Wohlergehen seiner Mitmenschen mag dann auch wohl die Richter zur Milde gestimmt haben, also daß sie nicht, wie beantragt, auf 1 Monat, sondern nur auf 14 Tage Gefängnis und 100 Mt. Geldstrafe erkannten. ** Das Programm für das Wettsingen um den Kaiserpreis auf dem großen Männergesangswettstreit zu Frankfurt a. M., ist wie folgt festgesetzt. Es werden fingen am 4. Juni vormittags: Männergesangverein Hannover, 215 Sänger, Heaars Rudolf v. Berdenberg; Männergefangverein Leipzig, 227 Sänger, G. Webers Waldweben; Männerchor Magdeburg, 123 Sänger, V. Lachners Hymne an die Musit; Sängerbund Mülheim a. d. R. 153 Sänger, C. Altenhofers Am Römerstein; Sanssouci Dortmund, 175 Sänger, J. Brambachs Gesang der Geister über den Wassern; Sanssouci Essen, 166 Sänger, M. Neumanns Sturmes erwachen; Hilaria Offenbach, 153 Eänger, Hegars Weihe des Liedes. 5. Juni vormittags: Liedertafel M.- Gladbach, 236 Sänger, Brambachs Gesang der Geister; Männerge fangverein Köln, 236 Sänger, Brambachs Meeresstille und glückliche Fahrt; Liedertafel Berlin, 192 Sänger, Hegars Rudolf v. Werdenberg; Männergesangverein Erfurt, 171 Sänger, L. Rempters Meeres stimmen; Männergesangverein Bonn, 222 Sänger, R. Beckers Friedrich Rotbart; Froh sinn Mülheim a. d. R., 181 Sänger, E. Heusers Hünengräber; Lehrergesangverein Bremen, 141 Sänger, P. Cornelius Der alte Soldat. 5. Juni nachmittags: Sängerchor Barmen, 195 Sänger, J. Rheinbergers Rolands Horn; Liedertafel Solingen, 132 Sänger G. Raucheneckers Gruß der Heimat; Liedertafel Würzburg, 127 Sänger, MeyerOlbersleben Bolters Schwanenlied; Liederverein Rassel, 142 Sänger, J. B. Zerletts Seesturm; Männergesangverein Wiesbaden, 151 Sänger, Schuberts Ruhe, schönstes Glück der Erde; Sängerhain Oberhausen, 223 Sänger, Hegars Kaiser Karl in der Johannisnacht; Lehrergesangverein Ber lin, 226 Sänger, Hegars Kaiser Karl. 6. Juni vormittags: Männergesangverein Essen, 163 Sänger, Hegars Walpurga; Sängerchor des Turnvereins Offenbach, 185 Sänger, He gars Hymne an den Gesang; Concordia Wiesbaden, 147 Sänger, M. Bruchs Bom Rhein; Concordia Essen, 192 Sänger, Brambachs Meeresstille und glückliche Fahrt; Männergesangverein Straßburg, 192 Sänger, S. Hutters Auferstehung; Deutscher Sängerfreis Elberfeld, 195 Sänger, J. Schwark Frühling. ein 4jähriger und ein 2% jähriger Junge mit einem Re A Vom Main, 11. März. In Euerhausen spielten volver. Dabei entlud sich die Waffe, und die Kugel drang der Großmutter der beiden Knaben in die rechte Brust. An dem Aufkommen der Frau wird gezweifelt. A Kaffel, 11. März. In den Thonwerfen von Großalmerode fiel der 19jährige Julius Töpfer in einen 20 Mt. tiefen Schacht und blieb sofort tot. ** Wie schon berichtet, tagt vom 11. bis 14. Juli in Mannheim der 18. Rongreß der Allgemeinen RabfahrerUnion, der sich auch mit der Einigungsfrage aller deutschen Radler befassen wird. Das Protektorat hat der Großherzog Friedrich von Baden übernommen und neben der Stiftung eines Ehrenpreises sein Erscheinen beim großen Rad-, Automobil- und Wagen- Blumentorso in Aussicht gestellt. Allen Rablern dürfte bekannt sein, daß der hohe Herr dem Sport sehr gewogen ist, und daß unter seiner Regierung in Baden dem Radsport weitgehendste Konzessionen gemacht wurden. Möge die Anwesenheit des Miteinigers des deutschen Reiches von guter Borbedeutung sein, daß auch das angestrebte bald einige deutsche Radlerreich geschaffen wird. Anwesend figender, Komm Ras, Moll, Ri Anipper und 1. Aus d zuteilen: zwischen Gießen flern- Wegl fahrplan 1903 Bor als Nachn Schlüffe auf der Ferner hat die Auges in der b) Vom Verei fabrikanten in fteinhandel und feine Mitglied empfiehlt den i 2, 3m Un Handelstam Handelstammer berträge, Beseitigung der mäßigung der birelter Tarife. tragsverhandlun Litteratur und Der Nov gefe fiminte anderung bahin erhalten sollen, aufnehmen.ratwurfs betr. Hammer für den und die Wahl d ber Bertretung beutigen Hande urch bedeutende& lich Mafertigung nach J.S artiftrake 8. Abteilung für ei ab, wofür ihm Jahre bertragen he im Jahre 1892 ftänbig hulben 100 000 . anfäffigen Bayra Geburtstag ihres 6, gestern Abend fen". Es geht Reffischer Landtag. Darmstadt, 11. März. Erster Bräsident Haas eröffnet die Sizung um 9 Uhr 20 Min. Auf der Tagesordnung steht die Fortsetzung der Etatsberatung für das Vermögen bei Rapitel 124. 8 ntralbauwesen des Ministeriums des Innern, Titel 10, Gymna fum in Offenbach. Der Titel wird bewilligt. Titel 11, Reubau eines Gymnasiums in Worms, wird auf Wunsch bes heute verhinderten Abg. Reinhart abgesezt. Genehmigt 3. In den Ausschuß für eilige Sachen wurben| wiederum die beiden Vorsitzenden gewählt, die je nach der Art des zu behandelnden Gegenstandes andere Mitglieder der Kammer fooptieren können. 4. Die deutschen Hagelversicherungs- Aftiengesellschaften hatten die Handelskammer ersucht, bei der Großh. Regierung auf die wirtschaftlichen Schätigungen hinzuweisen, die uns einem eventuellen Vertrage mit der Norddeutschen Hagelversicherungsgesellschaft auf Gegenseitigkeit zu befürchten sind. Die Kammer beschloß diesem Wunsche zu entsprechen. Scharfenberg in perben Titel 12, Neubau eines Museums zu Darmstadt, 13, Seite eingetrogene Entbindungsanstalt in Mainz, 14, Blindenanstalt zu FriedHersfeld Hünfeld. berg, 15, Landeshospital Hofheim, 16, Landesirrenanstalt fehen, Unfenntnis der einschlägigen Bestimmungen auf Seiten eschrittenes Alter Heppenheim, 17, Landw. Versuchsstations zu Darmstadt, 18, .Brochen, feit 9 Inf.- gis. babier, Dom zu Worms, 19, Kurfürstlichs Schloß zu Mainz, 20, Reues Schloß zu Gießen, 21, Kreisamtsgebäude in Worms. Ferner werden bewilligt Ropitel 125, Ablösung von Schulmando bereits ab. Laften, 126, Gutenberg- Museum in Mainz, 127, Heil- und flegeanstalt für epileptische Kinder und Jugendliche in Nieder- Ramstadt, 128, Bodenmeliorations: und Wasserver5. Das Verfahren in Wechselstempelprozessen enthält unnötige Härten, da das Bergehen in der Regel auf einem Verfleinerer Gewerbetreibender, leichtes Ablösen der schlecht gummierten Marten auf glatten Wechselformularen u. s. w. beruht. Die Kammer beschloß entsprechend einem Antrage der Handelskammer zu Mühlhausen i. Th., die Vereinfachung des Verfahrens im Wechselstempelsteuerprozeß zu befürworten. 6. Durch die beschlossene Umwandlung der D- Büge 75 und 76 in Schnellzüge mit I.- III. klasse wird einem bringenden Wunsch, bes Kammerbezirts hier ein Mädchen forgungswesen, 129, Kunststraßenwesen. Bei der 9. HauptDie 30 Jahre alte abteilung, Ministerium der Justiz, werden bewilligt Kapitel er eines bortigen 130, 8entralbauwesen, Titel 1, Berlegung der Amtsgerichte endlich Rechnung getragen, nachdem die Rammer wiederholt fier Jeffe Selig. Darmstadt I und II, Titel 3, Amtsgerichtsgebäude in Reichelsbeantragt dem Herrn öffentlichen Arbeiten 6 sich die erste gerichtsgebäudes zu Oppenheim, 7, Amtsgerichtsgebäude zu für diese Verkehrsverbesserung ihren Dant auszusprechen. Reifenden Ludwig nhof, während er Böastein, 8, Neubau eines Haftlokals zu Wörrstadt, 9, Amtsgerichtsgebäude zu Alzey. 10, Saftlofal in Alzey, 11, Erwerbung, 12, Bellenstrafanstalt Buzbach, 18, Landesucht1800 t. in ob haus Marienschloß, 14, Genehmigung einzelner Kreditüberr, daß es nur fragungen. Titel 2, Amtsgerichtsgebäude in Dieburg, und 4, Amtsgerichtsgebäude in Lampertheim, Jenn's nicht langt, urückgestellt. Bei Kapitel 132, Grundbuchwesen, entsteht Lieblingswort des eine längere Debatte über die Bweckmäßigkeit des neuen Ver ler in der Rohr fahrens. Abg. Leun und Gen. beantragen statt der ange fo forberten 250 000 Mt., daß nur 150 000 mt. bewilligt Liter Wasser zu, werden. Der Antrag des Ausschusses wird mit großer Mater Milch auf 12 jorität gegen 14 Stimmen angenommen, damit ist der hatte. Sonst war Antrag des Abg. Leun gegenstandslos geworden. Hierauf tritt Vertagung auf Donnerstag 9 Uhr ein. - 2. Sigung der Großh. Handelskammer Gießen für die Kreise Gießen, Alsfeld und Lauterbach. inen Burschen auf Baschwasserleitung, tung zu nehmen. pfundweise in die abwaschen. Diese und das Wohlerwohl die Richter ht, wie beantragt, ge Gefängnis und Gießen, 10. März 1908. Anwesend waren die Herren: Kommerzienrat Koch, Vorsisender, Kommerzienrat Heichelheim, Balser, Dürbeck, Ihring, Kas, Moll, Röbr, Wallach, Burbuch sowie der Syndifus Dr. singen um den Snipper und Assessor Willenbücher. ergefang& wettftreit 1. Aus dem Geschäftsbericht ist Folgendes mitfezt. Es werden zuteilen: a) Im Interesse der geschäftlichen Beziehungen gefangverein Han zwischen Gießen und den Anwohnern der Bahnstrecke AbendDenberg; Männer stern- Wezlar hat die Handelskammer für den Sommerers Waldweben; fahrplan 1903 der Bieberthalbahn befürwortet, daß sowohl Lachners Hymne Vor- als Nachmittags in beiden Richtungen direkte AnR. 153 Sänger, schlüsse auf der Station Abendstern hergestellt werden.- i Dortmund, 175 Ferner hat die Kammer die Einlegung eines späten Abendüber den Wassern; auges in der Richtung Gießen- Lich- Hungen beantragt. umanns Sturmes b) Vom Verein deutscher Verblendstein- und Terrafottenr, Hegars Weihe fabrikanten in Berlin sind Ditsgebräuche für den Verblendafel M. Gladbach, steinhandel und Bedingungen aufgestellt worden, unter denen eifter; Männerge seine Mitglieder Verblendsteine verkaufen. Die Kammer Meeresstille und empfiehlt den intereffirten Firmen deren Annahme. Sänger, Hegart 2. Im Anschlusse an die Verhandlungen des hessischen rein Erfurt, 171 Handelskammertags vom 8. März erklärte sich die ännergesangverein Sandelskammer für den Abschluß langfristiger HandelsRotbart; Froh berträge, Wiedereinführung der Meistbegünstigungsklausel, Heusers Hünen. Beseitigung der Durchfuhr- und Unterscheidungszölle, ErSänger, P. Cor mäßigung der Gebühren für Ursprungszeugnisse, Herstellung tags: Sängerchor bir efter Tarife. Buziehung von Interessenten zu den Ber Rolands Horn; tragsverhandlungen. Schuß des gewerblichen Eigentums, der Taucheneders Gruß Litteratur und Kunst. Sänger, Meyer Der Novelle zum Krantenversicherungsberein Raffel, 142 gese stimmte die Kammer zu, befürwortete jedoch eine Ablännergesangverein änberung dahin, daß Wöchnerinnen feine Unterſtügung mehr e, schönstes Glüd erhalten sollen, wenn sie nach 4 Wochen ihre Arbeit wieder In einer nochmaligen Erörterung des Gesetz Sänger, Hegars aufnehmen. gefangverein Ber. entwurfs betr. Saufmannsgerichte sprach sich die Juni vormittags: Kammer für den Anschluß dieser Gerichte an die Amtsgerichte gars Walpurga; und die Wahl der Beisitzer nach Art der Schöffen aus. Mit 85 Sänger, He der Bertretung der Kammer in der Vollversammlung des Wiesbaden, 147 deutschen Handelstages wurde der Vorsitzende beauftragt. cordia Effen, 192 glüdliche Fahrt; änger, Butters feld, 195 Sänger, erhausen spielten mit einem Re bie Kugel brang rechte Bruft. An verfen von Großin einen 20 t. .. bis 14. Juli in einen Radfahrer age aller deutschen at ber Großherzog eben der Stiftung Bur Frühjahrs- Saison reizende Neuheiten in Knaben- Garderoben. Besichtigung meiner großen Auswahl ohne Kaufzwang. Der Aufschwung den diese Abteilung meines Geschäftes in den legten Jahren zu verzeichnen hat, liefert den glänzenbften Beweis für Reellität u. Billigkeit. Für Herren und Jünglinge Sacco- Anzüge, Gesellschafts- Anzüge, SommerPaletots, einzelne Hosen. Grosse Vortelle oßen Rab-, Auto- durch bedeutende Einkäufe nur gediegener Fa brikate, welche zu wirt: it gestellt. Allen lich billigen, aber festen Preisen abgebe. 7. Von den Eingängen sind besonders zu erwähnen: Kgl. Eisenbahndirekt on Frankfurt a. M., Entwurf des Sommerfahrplans 1903. Kartellrundschau, Heft 3, Jahrg. 1. Eingabe des Bundes deutscher Nahrungsmittelfabrikanten und Händler an den Reichskanzler, betr. Bes itigung des sog. fliegenden Gerichtsstandes für Industrie und Handel im § Bujammenhang mit 10 bes Rahrungsmittelgefez es. Denkschrift der Großh. Handelskammer Darmstadt, betr. Errichtung einer Reichsbanthauptstelle in Darmstadt. Die Eingänge fönnen im Sekretariat der Handelskammer eingesehen werden. Aus dem Gerichtssaal. Straffammer fißung. Gießen, den 10. März 1908. Die Sache gegen Justus R. von Lauterbach, welche letzten Freitag behufs weiterer Beweiserhebung vertagt wurde, wirb fortgesetzt. Es wird festgestellt, daß Angeklagter nach einem Disput, den er mit dem Zeugen Habermehl hatte, diesen mit einem Messer, das er zufällig in der Hand hatte, am Arm verlegte. Das Urteil lautet auf 3 Wochen Gefängnis, indem dem Angeklagten inilbernde Umstände im weitgehendsten Maße zugebilligt werden. Das zur That genußte Messer wird eingezogen. Sodann wird über die von Friedrich F. vor Wieseck gegen ein schöffengerichtliches Erkenntnis das ihn wegen Bedrohung des Bäckers Wilhelm Forbach zu 5 Mr. Geldstrafe verurteilte, verfolgte Berufung verhandelt. Zeuge Forbach will von dem Angeklagten bedroht worden sein, was dieser bestreitet. Da der Zeuge nicht ganz einwandfrei erscheint, g'aubt das Gericht auf dessen Aussage hin ein verurteilendes Erkenntniß nicht gründen zu sollen, weshalb der Berufung stattgegeben und Frei sprechung eintritt. Alsdann wird Heinrich E. von Mittelseemen, welcher zu Ilbenstadt in Dienst stand und bei seiner heimlichen Entfernung seinem Dienstherrn einige Kleidungsstücke mitnahm, zu 3 Monate Gefängnis verurteilt. Weiter wird Philipp St. von Bruchenbrüden, wegen Glückspiels ohne obrigkeitliche Erlaubnis, in 3 Mt. Geldstrafe genommen. Den Echluß bildet eine Sache gegen eine Anzahl Holzhauer von Lich, wegen Widerstands und Beleidigung. Die Angeflagte haben am 19. Januar ds. Jrs, nachdem sie dem Branntwein zugesprochen hatten, sich den Anordnungen der Forstwarte widersetzt, dieselben bedroht und beleidigt. Rottmeister Johann L., welcher der Rädelsführer war, erhält 3 Monate und 1 Woche Gefängnis, während die übrigen mit 2 Monaten bis zu 2 Wochen durchkommen. Schöffengericht. Gießen, 10. März 1903. Der seither dahier beschäftigt gewesene Schornsteinfegergeselle. wird aus der Untersuchungshaft vorgeführt. Die Antlage legt ihm zwei Betrugsversuche zur Last, die er zugesteht. Mit Rücksicht auf die vielen Vorstrafen, erkennt das Gericht auf eine Gesängnisstrafe von 4 Wochen, unter Anrechnung der Untersuchungshaft. Taglöhner Heinrich M. von Hausen hat sich wegen Beleidigung des Nacht- wächters Schlund zu verantworten. Der Angeklagte hält es für unnötig, daß ihm der Nachtwächter aufpasse und Bekanntmachung. Die Gewährung von Beihilfen an ehemalige Striegsteilnehmer betr - meint, es sei nicht recht, wenn der Nachtwächter blase und rufe: Die Glocke hat drei geschlagen", uud es in Wirklich feit noch feine 3 Uhr sei. Die Beweisaufnahme ergibt, daß M. auch dem Nachtwächter zugerufen hat:" Du bist mir gerade der Richtige, Lügner seid Ihr". Das Urteil lautet auf eine Geldstrafe von 25 Mt. event. 5 Tage Gefängnis und spricht dem Beleidigten die Befugnis zu, das Urteil an der Ortstafel in Hausen zu veröffentlichen. Der Taglöhner Ludwig Sch. aus Frankenbach ist wegen Bedrohung angeklagt. Er leugnet, wird aber durch den Beugen, den er falt machen wollte, überführt und erhält, in Anbetracht der vielen Vorstrafen, 4 Wochen Gefängnis.- Der Taglöhner Christian St. in Gießen nimmt auf der Anflagebant Plaz. Die Anklage ist erhoben wegen Beleidigung eines Schußmanns und Widerstands gegen die Staatsgewalt. Die Verhandlung lehrt, daß der Nachtdienst eines Schußmanns mit zu den schwersten Berufen zählt. Der betr. Schußmann wollte den Namen eines Unbekannten, der sich bei drei weiteren Ruheftörern befand, feststellen und da der Mensch sich nicht zur Angabe des Namens bequemte, diesen festhalten. Der Angeklagte St. trat nun dazwischen, be Leibigte den Schußmann und verseste demselben einen Stoß vor die Brust, sodaß er ablassen mußte. Das Gericht ertennt auf eine Gefängisstrafe von 4 Wochen und spricht dem Schuhmann die Bublikationsbefugniß. Vor einiger Beit bemerfte eine Frau, wie etwa 20 Jungen in Löbershof damit beschäftigt waren, ein fleines dem Herrn Winn ge höriges Gebäude zu zerstören. Die Biegel wurden heruntergeworfen, die Gefache eingeschlagen, die Thüren ausgehängt und zertrümmert, sowie das Holzwerk fortgeschafft. Auf Burufe der Frau wurde gelacht und ruhig weiter zerstört. Leider konnten die meisten Jungen, weil sie das strafmündige Alter noch nicht besaßen, nicht strafrechtlich verfolgt werden. 8wei Jungens sizzen heute auf der Anklagebank. Einer erhält die Strafe des gerichtlichen Verweises, gegen den anderen wird die Sache ausgesetzt, da sein Alter- über das Zweifel bestehen möglichst festgestellt werden soll. Brietkasten der Kedaktion. In seiner Nummer vom 11. März 1. Js. erteilt der Gießener Anzeiger" folgende BriefkastenAuskunft: " Jeder Bäckermeister, auch wenn er tein Meisterftüd" gemacht hat, kann Lehrlinge halten." Diese Auskunft ist zwar kurz und bündig, sie ist aber, wie uns ein Blick in die Gewerbeordnung überzeugte und uns auch auf unsere vorsorgliche Erkundigung bei dem Vorsitzenden der Meisterprüfungskommission für die Provinz Oberhessen bestätigt wurde, richtig. nicht Da seit der Handwerkernovelle von 1897 die Fragen:" Wer ist befugt, Lehrlinge zu halten?" und: " Wer ist befugt, den Meistertitel in Verbindung mit der Bezeichnung eines Handwerks zu führen?" für die beteiligten Kreise von aktuellem Interesse und von größter Wichtigkeit sind, und da die öffentliche Erteilung einer Belehrung, wie die oben angeführte, geeignet ist, irrige Ansichten über die bestehende gesetzliche Regelung dieser Fragen aufkommen zu lassen, verweisen wir auf die einschlägigen Bestimmungen der gen. Novelle, auf welche wir demnächst noch näher eingehen werden. Arbeitsnachweis der Stadt Gießen & tönnen eingestellt werden: 2. Sattler, 2 Schreiner, 1 Küfer, 2 Schneider, 1 Anstreicher für einige Tage, 5 Knechte, 3 landw. Arbeiter, 1 Gartenarbeiter, 1 Schweizer, 6 Hausburschen, 27 Dienstmädchen, 2 Köchinnen, 8 Lauf- bezw. Bußfrauen, 5 landw. Mägbe, 1 Milchaustragerin, 2 Kartoffelleterinnen. Lehrlinge: 1 Gärtner, 1 Spengler, 1 Schmied, 1 Wagner, 4 Schlosser, 1 Stellmacher, 1 Buchbinder, 3 Bäder 2 Schuhmacher, 2 Schneider, 1 Friseur, 2 Glaser, 3 Kaufleute Es suchen Arbeit: 2 Schloffer, 1 Mechaniker. 1 Buchbinder, 4 Schreiner, 1 Schneider, 2 Maler bezw. Anstreicher, 1 Glaser, 1 Buchhalter oder Schreiber, 1 Büreaugehilfe oder Aufseher, 1 Aushilfskellner, 5 Anechte, 12 Taglöhner, 3 Kutscher, 14 Hausburschen, 1 Kinderfräulein bezw. Gesellschafterin, 1 Dienst. mädchen, 7 Sauffrauen. Lehrlinge: 1 Schneider, 1 Weißbinder, 1 Kaufmann, 11 Schreiber. Möbel wert auf Lager. 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Es ist dies das Verdauungs und Blutreinigungsmittel, der Hubert Ullrich'sche Kräuter- Wein. Dieser Kräuter- Wein ist aus vorzüglichen, heilkräftig befundenen Kräutern mit gutem Weine bereitet und stärkt und belebt den ganzen Verdauungsorganismus des Menschen ohne ein Abführmittel zu sein. Kräuterwein beseitigt alle Störungen in den Blutgefässen, reinigt das Blut von allen verdorbenen krankmachenden Stoffen und wirkt fördernd auf eine Neubildung gesunden Blutes. Durch rechtzeitigen Gebrauch des Kräuter- Weins werden Magenübel meist schon im Keime erstickt. Man sollte also nicht fäumen, feine Anwendung allen anderen scharfen, äzenden, Gesundheit zerstörenden Mitteln vorzuziehen. Alle Symptome wie Bopfschmerzen Aufstoßen, Sodbrennen, Blähungen, Uebelkeit mit Erbrechen, die bei chronischen( veralteten) Magen. leiden um so heftiger auftreten, werden oft nach einigen Mal Trinken beseitigt. Stuhlverkopfung und deren unangenehme Folgen, wie Beklemmung, Solikschmerzen, Herzklopfen, Schiafiefighe t, sowie Blutanstauungen in Leber, Milz und Pfortabersystem( Hämorrhoidalleiden) werden durch Kräuter- Wein rasch und gelind beseitigt. Kräuter- Wein belebt jedwede Unverdaulichkeit, verleiht dem Verdauungssystem einen Aufschwung und entfernt durch einen leichten Stuhl alle untauglichen Stoffe aus dem Magen und Gebärmen. Hageres, bleiches Aussehen, Blutmangel, Entkräftigung sind meist die Folge schlechter Verdauung, mangelhafter Blutbildung und eines frankhaften Zustandes der Leber. Bei gänzlicher Sppetitlosigkeit, unter nervöser Sbspannung und GemütsverNimmung, sowie häufigen Gopfschmerzen, schlaflosen Nächten, fiechen oft solche Krante langsam dahin. Kräuter- Wein giebt der geschwächten Lebenskraft einen frischen Impuls. 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