Nr. 9. Abonnementspreis: in Gießen, abgeholt monatlich 50 Pfg., in's Haus gebracht 60 Pfg., durch die Bost bezogen viertelfährlich Mt. 1.50. Gratisbeilagen: Oberhessische Familienzeitung( täglich) Oberhessische Zeitschrift für Landwirtschaft, Obst- und Gartenban, sowie die Gießener Seifenblasen( wöchentlich). Das Blatt erfa eint an allen Werktagen nachmittags. Montag, den 12. Januar 1903. Gießener 12. Jahrgang. Insertionsprei 8: Die einspaltige Petitzeile für Gießen wie ganz Oberheffen, die Kreise Wezlar und Marburg 10 Pfg. sonst 15 Vfg.: Reklamen die Petitzeile 30 resp. 40 Pfg. Postzeitungsliste No. 3269. Redaktion und Expedition: Gießen Neuenweg 28. Fernsprechanschluß Nr, 362. Neueste Nachrichten ( Gichener Tageblatt) Anabhängige Tageszeitung ( Gießener Zeitung) für Oberheffen und die Kreise Marburg und Wetzlar; Lokalanzeiger für Gießen und Umgebung. Enthält alle amtlichen Bekanntmachungen der Großh. Bürgermeisterei Gießen und anderer Behörden von Oberhessen. Die Kaiferreise nach Hannover. Man schreibt uns: Kaiser Wilhelms Reise nach Hannover wird in politischen Kreisen mit großer Aufmerksam teit verfolgt. Aeußerlich scheint es sich ja nur um eine Jagdfahrt nach Springe zu handeln, nichtsdestoweniger mißt man dem Aufenthalt des Herrschers in der Welsenproving aber doch eine politische Bedeutung bei, die ihr wahrscheinlich auch inne wohnt. Man erinnert sich der jüngsten Gerüchte und ausdrücklichen Kundgebungen aus dem Gmundener Hoshalt des Herzogs von Cumberland, der Affaire des sür der Welfenherzog begeisterten Landgerichtspräsidenten Dedefind; man erinnert sich der jüngsten Meldung, Prinz Albrecht, der Regent von Braunschweig, wolie abdanken und an seiner Stelle Prinz Heinrich von Preußen Verweser des Herzogtums Braunschweig werden. All diese erst ganz turze Zeit zurückliegenden Tatsachen wirken zusammen, in politischen Kreisen die Ueberzeugung wachzurufen und zu bekräftigen, daß der Kaiser nicht lediglich zu waidmännischem Vergnügen nach Hannover gefahren ist. Vor Jahren schon hat der Kaiser die alten hannoverschen Soldaten an Preußens Fahnen zu fesseln gesucht, indem er die Traditionen der althannoverschen Regimenter in glückliche Verbindung mit den Traditionen der preußischen Armee brachte. Dies: Okulierung der preußischen auf den Stamm der hannoverschen Heeiestradition ist geglückt: das Edelreis preußischen Heeresgeistes hat sich mit dem gesunden Stamme der Hannoverschen Tradition fest verbunden, und nur wenige althannoversche Nörgler stehen abseits. Ihr ohnmächtiger Zorn über des Kaisers fluge Taktik ließ sie das Märchen verbreiten, des Kaisers Entgegenkommen gegen die historischen Gefühle der alten hannoverschen Soldaten sei ein Beweis von Schwäche. Der Kaiser habe empjunden, daß das Gefühl der Zugehörigkeit zu Preußen in Hannover nur spärliche Wurzel gefaßt habe, und er habe deshalb durch seine Verknüpfung der preußischen mit der althannoverschen Heerestradition versuchen wollen, die Hannoveraner unmerklich zu preußisch denkenden Staatsbürgern zu machen. Diese Selbsttäuschung der in Hannover täglich an Terrain verlierenden Welfen mag in der Tat bestimmend für den Kaiser gewesen sein, sich einmal wieder in Hannover zu zeigen. Der Kaiser, der die Stimmung der Hannoveraner wohl kennt, wußte, daß er mit Jubel empfangen werden würde, und er hielt diese Probe aufs Exempel vielleicht für nötig, um dem grollenden Herrn in Gmunden zu zeigen: Auf Hannover darf sich das Welfenyaus teine Hoffnungen mehr machen. Der Empfang des Kaisers in Hannover, das spontane donnernde Hurrah, mit dem er bei seinem Erscheinen im Theater begrüßt wurde, hat gezeigt, daß in Hannover die deutsche Idee, die mit dem Zugehörigkeitsbewußtsein zu Preußen identisch ist, festen Fuß gefaßt hat. Diese Feststellung wollte der Kaiser vielleicht auch deshalb herbeigeführt sehen, weil er in Braunschweig endlich Frieden schaffen möchte: Die Ausschließung des Cumberländers vom Braunschweiger Thron hat nur so lange statt, als er Anspruch auch auf den hannoverschen Thron erhebt. Vermutlich wollte der Kaiser dem Cumberländer nahelegen, daß er besser tue, seine Ansprüche auf yannover aufzugeben und den braunschweigischen Thron einzunehmen. Die Politik. Der Reichsetat für 1903. ::: Der neue Reichsetat stellt sich in Einnahme und Ausgabe auf 2 464 972 734 Mart, d. h. er übersteigt den vorjährigen Etat um 160 489 619 Mark. Das Defizit für 1903 wird auf 11834 Millionen beziffert, und durch außerordentliche Deckungsmittel sollen insgesamt 239 903 924 Mark beigebracht werden. Die Ausgaben seßen sich zufammen aus 1998 644 768 Mark( gegen 1902 mehr: 25 816 945 Mark), an fortdauernden, 226 424 042 Mark ( mehr 45 863 569 Mark) an einmaligen Ausgaben des ordentlichen Etats und 239 903 924 Mark( mehr 88 809 105 Mark) an einmaligen Ausgaben des außerordentlichen Stats. Die Ausgabe von Schazanweisungen ist wie im Vorjahre auf 275 000 000 Mart im Höchstbetrage feſtgesetzt. Warum gey: Holleben? Herr v. Holleben hat Washington verlassen, ohne sich bei dem Präsidenten Roosevelt und dem Staatssekretär des Auswärtigen Hay zu verabschieden. Diese Formlosig= feit ist um so auffälliger, als Herr v. Holleben überhaupt nicht wieder auf seinen Posten zurückkehren wird. Die amerikanischen politischen Kreise erklären, eine gewisse Entschuldigung für diesen ,, polnischen Abschied" des deutschen Botschafters darin zu sehen, daß er sich frank fühlt. Das erllären sie als höfliche Leute. In Wirklichkeit aber ist man im Weißen Hause zu Washington etwas verschnupft über diese Abreise des Botschafters, die selbstverständlich die schon aufgebauschte Meldung bekräftigt, Holleben habe wegen Roosevelts Weigerung, das Schiedsrichteramt in der Venezuelafrage zu übernehmen, gehen müssen. Von offiziösen Federn wird diese Meldung freilich noch als unzutreffend bezeichnet, ebenso auch die andere, daß der Rücktritt v. Hollebens mit einer angeblichen Verstimmung der Vereinigten Staaten gegen Deutschland oder mit dem Pauncefote- Falle in ursächlichem Zusammenhange stehe. Aber angesichts der eigenartigen Abreise Hollebens werden die Ableugnungen wenig Glauben finden, zumal da sonst keine Gründe für Hollebens so plötzliche Abberufung angegeben werden. Krank war er schon lange, die Krankheit hat sich auch nicht erheblich verschlimmert. Wenn er nun in einent so wichtigen Moment plöblich abberufen wird, so bleibt nichts übrig, als daß er irgendwie Mißhelligkeiten gehabt hat, und seine Brüskierung der amerikanischen Staatstenter läßt erkennen, wo diese Mißhelligkeiten gelegen habe. Später wird man ja wohl über die Gründe des Rücktritts des Botschafters, dem übrigens wahrscheinlich die Abberufung des gesamten deutschen Botschaftspersonals in Washington folgen wird, Näheres hören. Chamberlains Inspektionsreise. Joe Chamberlain läßt auf seiner Reise durch die neuen südafrikanischen Kolonien von Tag zu Tag mehr durchblicken, daß von endgiltigem Vergeben und Vergessen, in dem Sinne, wie es die Burenführer beim Friedensschluß hofften, für ihn und die englische Regierung nicht die Rede sein kann und wird. Er sprach in Pretoria stets in harten Worten von den ,, Rebellen" und verlangte nachdrücklich die Wiedererstattung großer Geldsummen, die angeblich widerrechtlich nach Europa gesandt und von den dortigen Leitern der Burenbewegung festgehalten worden seien. Ehe dies Geld nicht in seinen Händen sei, könne von einer Rückkehr der noch in Europa befindlichen Burenführer keine Rede sein. Einen ganz anderen Ton schlug er gegenüber den englischen Minenbe sizern in Johannesburg an. Diesen versprach er zu dem großen Reichtum, den sie schon besigen, als getreuen Untertanen die weitgehendste Unterstützung der englischen Regierung. In Burenkreisen gährt es infolgedessen bedenklich und die hesonnenen Grautöpfe müssen sich anstrengen, um das Feuer der Jüngeren zu dämpfen, deren Groll sich wiederholt in scharfen Worten Luft machte. Kurze politische Nachrichten. * Berlin, 10. Januar.( Hofbericht.) Der Kaiser ist heute Abend aus Hannover wieder hier eingetroffen. Mittags hatte der Kaiser in Hannover den ,, Verein ehemaliger hannoverscher Garde du Corps und ehemaliger Königs- Ulanen aus Hildesheim", dem er eine Standarte verlichen hat, begrüßt. Er ritt die Front des im Schloßhofe angetretenen Vereins ab und richtete an eine große Anzahl von Mitgliedern huldvolle Worte. Der Kaiser verabschiedete sich darauf mit„ ,, Adieu Kameraden!" von den Kriegern und begab sich zu Wagen nach der Kaserne der Königsulanen, um dort das Mahl einzunehmen. * Die Meldung, daß die bayerische Regierung bei dem Bundesrat beantragt habe, als Futtergerste nur mit Roggen vermischte und deshalb zu Brauzwecken unbrauchbar gemachte Gerste zuzulassen, wird offiziös für unbegründet erklärt. * Gegenüber den wiederholt aufgetauchten Gerüchten von einer Ueberschwemmung der Reichslande durch französische Ordensangehörige wird amtlich erklärt, daß kein Angehöriger einer französischen Kongregation die Erlaubnis zur Ausübung einer Ordenstätigkeit oder auch nur zum Aufenthalt in Elsaß- Lothringen erhalten hat. * Aus Caracas liegen Nachrichten von Bedeutung nicht vor. Es ist ein Prisengericht gebildet worden, welches die Giltigkeit der Beschlagnahme sämtlicher venezolanischer Schiffe prüfen sowie den Wert der Prisen festsetzen soll. * In Marokko regt sich der Rebellenführer Bu Hamara wieder. Er macht zur Zeit wieder eine Angriffsbewegung in der Richtung auf Fez und hat sein Lager bei El Hillah, einige zwanzig Kilometer von Jez, wieder aufgeschlagen. Der Sultan soll seinen Bruder Muley Mahomed abermals verhaftet haben, da dessen Popularität ihm bedrohlich zu werden beginnt. Was geht in Sachsen vor? Einzelne Blätter in außersächsischen Landen gefallen sich seit kurzem in geheimnisvollen Andeutungen über eine innepolitische Krisis, unter welcher das Königreich Sachsen augenblicklich leiden soll. Die Andeutungen ließen Ungeheures vermuten. Wir ersuchten darum unseren Berliner CB- Mitarbeiter, der Beziehungen zu sächsischen Kreisen hat, sich von eingeweihter Stelle informieren zu lassen und uns das Ergebnis seiner Informationen mitzuteilen. Unser Mitarbeiter schreibt uns heute: Seltsame Gerüchte gehen im Sachsenlande um. Die Chetragödie am sächsischen Hose hat das Volksempfinden in Sachsen in hohent Grade erregt, und in der Straße spiegelt sich diese Erregung getreulich wieder. Dabei tritt die merkwürdige Erscheinung zu Tage, daß die sächsische Bevölkerung, deren Liebe zum Hause Wettin sprichwörtlich geworden ist, in dem jezt entstehenden schwe ren Konflitt fast durchweg auf seiten der Kronprinzes sin steht. Zu einem großen Teile ist das darauf zurückzuführen, daß die Kronprinzessin sich über die angebliche Herrschaft jesuitischer Einflüsse am Dresdener Hofe beklagt und sich selbst als Opfer der Jesuiten bezeichnet hat. In dem fast vollständig protestantischen Sachsen ist auf diese Darstellung der flüchtigen Fürstin hin eine Mißstimmung gegen den Hof erwachsen, die zu Zeiten König Alberts undenkbar geresen wäre. Erklärt doch ein durchaus ruhiges Blatt, die ,, Dresdener Zeitung", das sächsische Volk sei wie in den Maitagen 1849 bis in die Tiefe erregt, die religiösen Gegensäße zwischen dem protestantischen Volke und dem katholischen Königshause träten scharf hervor, es sei noch lange nicht abzusehen, wohin die Katastrophe führen werde. Die Vorkommnisse in Sach sen hätten verzweifelte Aehnlichkeit mit den Ereignissen vor Ausbruch der französischen Revolution. Das Blatt rede also von der Möglichkeit einer Staatsumwälzung in Sachsen! Das ist natürlich reiner Unsinn. Selbst wenn die Sachsen nicht wüßten, daß in einem deutschen Bundesstaate Revolutionen für die Ruhestörer übel ablaufen müßten, sie sind doch besonnen genug und ihr Königshaus steht ihnen zu nahe, als daß sie dergleigleichen tolle Pläne in sich aufkommen lassen könnten. Daß aber ein ernstes Blait die Volkserregung für so tiesgehend ansieht, daß es den Gedanken an eine aus dieser Erregung herauswachsende Revolution nicht sofort von der Hand weist diese Tatsache macht einen eigentümlichen Eindruck. Es wird die Aufgabe aller ruhigen und besonnenen Kreise in Sachsen sein, dafür zu sorgen, daß die Gärung im Volfe allmählich nachläßt. Die Zuneigung der Bevölkerung für die Kronprinzessin, die bis zu dem Tage begreiflich war, da die Fürstin ihre Pflichten als Gattin und Mutter vergaß und verlegte, darf das sächsische Volk nicht dazu verführen, ohne Prüfung des Sachverhalts alle Schuld auf den Dresdener Hof abzuwälzen und Phantastereien für ernst zu nehmen, mit denen die Kronprinzessin ihr Verhalten jetzt zu beschönigen sucht. Von einem beherrschenden Einfluß der Gesellschaft Jesu am sächsischen Hof tann weder ein Freund noch ein Feind des Ordens im Ernst reden. Wir haben das Vertrauen, daß das sächsische Volk diese Tatsache bald ohne Voreingenommenheit anerkennen und daß das bisherige ungetrübte Verhältnis zwischen der Wettiner Dynastie und dem Lande auch in Zukunft bestehen wird. König Georg an sein Volk. Das ,, Dresdener Journal", das amtliche Hofblatt, bringt eine längere Darlegung, die selbstverständlich vom Könige gebilligt, wenn nicht verfaßt worden ist und den Zweck hat, die aufgeregten Gemüter zur besonnenen Beurteilung der Angelegenheit zu mahnen. Es wird darin u. a. gesagt, daß die öffentliche Meinung nach der prompten Anordnung der gerichtlichen Austragung der Sache mit ihrem Urteil bis zur Erledigung des Gerichtsverfahrens zurückhalten sollte. Gegenüber den Gerüchten, jesuitische und politische Einflüsse seien bei der ganzen Angelegenheit im Spiel gewesen, wird erklärt: ,, Die neuerdings aufgetauchten Versuche, der Handlungsweise der Kronprinzessin nachträglich eine politische und konfessionelle Seite abzugewinnen, sind im Interesse der Wahrheit auf das schmerzlichste zu bedauern. Demgegenüber sei zunächst festgestellt, daß die Verhandlungen, die zur Berufung des Sprachlehrers Giron geführt haben, nicht durch geistliche Mittelspersonen, sondern auf diplomatischem Wege erfolgt sind, wobei mit aller den Umständen nach möglichen Gründlichkeit versucht worden ist, der erteilten Weisung gerecht zu werden, die vorschrieb, daß der zu Berufende zwar ein guter Katholik sein solle, aber kein Jesuit sein dürfe. Wenn der Kronprinzessin seitens gewisser Berichterstatter Aeußerungen in den Mund gelegt worden sind, in denen sie sich über den Einfluß der Jesuiten am sächsischen Hose beklagt hat, so genügt es, die Tatsache hervorzuheben, daß nicht nur nach Paragraph 56 der sächsischen Verfassungsurkunde Jesuiten im Lande nicht aufgenommen werden dürfen, sondern daß auch nach landesgesetzlicher, bis in die neueste Zeit streng gehandhabter Vorschrift kein katholischer Geistlicher zu einem Priesteramt im Königreich Sachsen berufen oder zu geistlichen Amtshandlungen daselbst zugelassen werden darf, der auf einem unter der Leitung des Jesuitenordens oder einer diesem Orden verwandten religiösen Ge= nossenschaft stehenden Seminare seine Vorbildung erlangt hat. Weiter wird festgestellt, daß auch bei der Erziehung der königlichen Prinzen kein jesuitischer Cinfluß Plaz gegriffen habe, wie die Kronprinzessin behauptet hatte. Der gesamte Elementarunterricht der königlichen Prinzen mit Ausnahme des fremdsprachlichen und des Religionsunterrichts sei bisher durch einen evangelisch- lutherischen sächsischen Volksschullehrer erteilt worden. Fast sämtund spotten und sie mit höh würben fie füfterne Wielleicht selbst Lord Keith würde nischen Bliden ansehen. Der bloße mochte es nicht zu ertragen, daß jemand erfahre, fie Gebanke verlegte mit ihr diese Berachtung, diesen Spott zu teilen haben. fie aufs tiefste; sie vergr Jahren!" zu entziffern sich bemühte. Es ist so lange her müssen damals ganz jung gewesen sein vor neunzehn die stiller zu demühte i rudaniner ,, Sie haben es vergessen?" forschte sie, indem sie in sie immer noch in Er lächelte derselben Tochter, wer war sie dann? hielt? Lord Elsdales Nichte Wenn nicht Stella Ordes wurde; er hätte nur versucht, sie zu erschrecken, um sie fie sich nach dem Diner in Salon versammelt, wo aus Heinen Meißner Porzellantäßchen der Kaffee eingenommen Es wäre alles Unsinn, hatte sie fich eingeredet, als Großpapa, daß er nicht so traurig ist meinte Hedwig. du, Glück ist, was ich heute in der Schule hatte." Aber Glück fann man nicht teilen, nicht zerschneiden, find! Weiß die noch nicht einmal, was Glück ist! Siehst ,, Aber Hans, dann gieb doch ein Stückchen davon dem " Hedwig, Hedwig, bist wahrhaftig noch ein widel liche den Hofstaat und die Adjutantur des Königs und der königlichen Prinzen bildenden Herren mit zwei Ausnahmen gehören dem evangelisch- lutherischen Bekenntnis an. Mit diesen Feststellungen dürfte den Behauptungen von dem Einflusse einer katholischen Hofpartei" ,,, fleritalisierender oder ultramontaner Mächte am töniglichen Hofe" und ähnlichen Haltlosigkeiten der Boden entzogen sein. Jedenfalls erfordert es die Wahrheit, auf das nachdrücklichste zu betonen, daß seit dem Regierungsantritt des Königs Georg auch nicht eine einzige Regierungshandlung oder eine andere Tatsache vorliegt, die geeignet wäre, auch nur einen Schein für die Annahm zu rechtfertigen, daß König Georg weniger als sein Vorgänger auf dem Throne der Verpflichtung sich bewußt sei, die ihm aus seiner Stellung in einem nahezu rein evangelisch- lutherischen Lande erwachse. Wenn endlich die wieder und wieder zurückgewiesene Ueberlieferung von einer die Konfession des föniglichen Hauses betreffenden geheimen Festseßung auch bei dieser Gelegenheit verwertet worden ist, so wird die Versicherung genügen, daß den verantwortlichen Stellen von der Existenz einer solchen Klausel nichts befannt ist." Diese Erklärung, die allerdings etwas verspätet tommt, wird sicherlich zur Beruhigung der Gemüter im Königreich Sachsen beitragen. * Eine neue Darstellung der Gründe der Flucht der Kronprinzessin tritt in Sachsen auf. Danach wäre die kronprinzessin niemals entflohen, wenn ihr Liebesverhältnis nicht von ihrer Oberhofmeisterin entdeckt worden wäre. Die Oberhofmeisterin soll die Kronprinzessin und Giron zufällig bei einer stürmischen Lizbtosung überrascht haben. Die Oberhofmeisterin hatte zwar der Kronprinzessin erklärt, sie werde die Sache vorläufig für sich behalten. Der Argwohn, daß sie aber doch gelegentlich das Geheimnis verraten werde, hat die Kronprinzessin täglich mehr in eine furchtbare Angst vor der Blamage, vor Kloster und Irrenhaus versetzt, die schließlich zu ihrer Flucht geführt hat. Der toskanische Jamilienrat hat beschlossen, dem Erzherzoge Leopold Ferdinand eine Abfindungssumme von drei Millionen Stronen anzubieten gegen Unterzeichnung eines Reverses, in welchem er auf das Erbrecht an den Familiengütern des Hauses Toskana verzichtet. Nab und fern. * Internationate Denkmalsschändungen. Auf eine Art moralischer Infektion scheinen die Tentmalsschändungen zurückzuführen zu sein, die neuerdings in verschiedenen Städten verübt worden sind. Noch sahndet die Berliner Polizei auf die Verbrecher, die dort ihre Zerstörungsmut an verschiedenen Monumentalbauten ausgelassen haben, da werden schon wieder ähnliche Schandtaten aus anderen Orten gemeldet In Mailand wurde das Denkmal des Freiheitshelden Luziano Manara schwer beschädigt; mehrere Figuren des Bronzereliefs sind verstümmelt. Von den Tätern fehlt bisher jede Spur. Glücklicher dagegen war die ungarische Polizei; dieser ist es jetzt gelungen, den Missetäter zu verhaften, der kürzlich in Keßthely ein Denkmal beschädigt hatte. Er will bei Begehung der Tat betrunken gewesen sein. £ Selbstmord mittels Elektrizität. In Turin machte ein gewisser Jacojo Giordano seinem Leben in origineller Beise ein Ende. Er wand sich einen Draht um den rechten Arm und brachte ihn mit der Leitung der elektrischen Stadtbeleuchtung in Verbindung. Kaum hatte der Selbstmörder die Verbindung hergestellt, als er wie vom Blizz getroffen tot zusammensant. Der elektrische Strom war ein so starker, daß der Körper fast ganz verbrannt wurde. )-( der Betroleumbrand in Boryslaw, der zum zweiten Male innerhalb 6 Wochen an derselben Stelle wütete, hat diesmal ungeheure Dimensionen angenɔmmen. Das brennende Petroleum sprang bis zur Höhe von 50 Metern aus den Bohrlöchern empor. 33 Schächte und zahlreiche Wohnhäuser, die zwischen den Bohr demen standen, sind zerstört. Ein starker Wind vereitelte die Rettungsaktion. Umgekommen ist niemand, jedoch erlitten viele Menschen schwere Brandwunden. Eine Frau wurde vor Schrecken tobsüchtig. Beinahe zweihundert 59] Dr. Rumseys Patient. Roman von Dr. Halifax und T. L. Meade. Autorisierte Bearbeitung von C. Weßner. ( Nachdruck verboten.) Er schwankte auf den alten Stuhl zu und ſank schwer in denselben nieder. Wie oft hatte sein Vater hier gesessen und ge arbeitet! Sein Vater war ein gesunder Mann gewesen, gesund an Leib und Seele, den das Verhängnis der Audreys verschont hatte. Der Baron erinnerte sich iezt lebhaft an seinen Vater und alles, was dieser gethan und gesagt. Er gedachte seiner edlen, streng rechtlichen Grundsäße und seines ehrenhaften Lebenswandels. Plötzlich sprang er hastig empor. " Es hat feinen Zweck, noch länger zu schwanken!" rief er halblaut. Die Stunde ist gekommen, wo ich zu entscheiden habe! Ich muß der Thatsache ins Gesicht schauen! Herrgott im Himmel, hier stehe ich, ein Mensch, der einen armfeligen, winzigen Infeft, das hilflos zu feinen Füßen herumfriecht, wissentlich kein Leid zuzufügen im stande wäre und dieser Menich hat vor vielen Jahren in einem Augenblick wahnsinniger Leidenschaft einen Mord begangen- einen Menschen getötet! Der Mann griff mich an, ich feste mich zur Wehr. Ich hatte ja nicht die geringste Absicht, ibu zu töten! Troß alledem beging ich den Mord. Nach der schauerlichen That sentte sich das furchtbare Ver hängnis unseres Geschlechts auf meinen Geist herab, und ich vergaß alles alles! Fünf Jahre lang wußte ich nichts von der begangenen That. Jetzt kommt die Grinnerung daran mit aller Macht zurück und fordert Sühne. Ich beging einen Mord und ein anderer büßt meine Schuld. Wenn ich der Stimme des Bösen in mir folge, werde ich zum Schurken. Der unschuldig Verurteilte ist zu weiteren Leiden verdammt, und seine Mutter, deren Herz schon gebrochen ist, wird sterben, bevor ihr Sohn die Freiheit wieder erlangt. Auf diese Weise morde ich also weitere zwei Leben hin. Niemand hegt gegen nich Verdacht- niemand wird je ahnen, welch' grauenhaftes Daicin ich führe. Ich fühle mich start genug, die That zu verheinlichen und mein Gewissen zu beschwichtigen. Vielleicht werden uns wieder Kinder geschenkt, die mich lieben, wie ich meinen Vater liebte, und Margarete wird zu mir aufschauen mit Liebe, Vertrauen und Hochachtung, wie meine geliebte Mutter zu meinem ehrenhaften Vater aufschaute. Und alle Welt wird Robert von Audrey als über jedes Unrecht erhaben betrachten. Meine Bächter und alle meine Intergebenen werden mich lieben, ich fann ihre Intereffen wahren und ihnen burch das Feuer obdachlos gewordene Personen kampieren jammerad im Freien. Die Brandstätte mit rauchenden Trümmern bietet einen grauenhasten Anblick. Unter den ausgebrannten Petroleumschächten befindet sich der Aetnaschacht, der reichhaltigste, ergiebigste Eruptivschacht Vory3lams, der, erst vor 6 Wochen erschlossen, täglich fünfzehn Zifternen lieferte. 1200 3isternen sind im ganzen verbrannt. Der Schrecken unter der Bevölkerung, die sich kaum erst wieder beruhigt hatte, über diese neue schwere Heimsuchung ist grenzenlos. D[ Schule und Jagdsport.] Ein eigenartiger Zwit ist zwischen den wohlhabenden Besitzern und dem Lehrer im Torse Vilmniß auf Rügen ausgebrochen. Der Lehrer hat seiner Pflicht gemäß die Schüler, die den linterricht versäumen, um an Treibjagden teilzunehmen, auf die Schulversäumnisliste gelegt. Darauf haben sich die jagdliebenden Läter von ihm in Feindschaft zurück gezogen und wollen ihm fortan die Unterstützung beim Kirchenchor und Schülerausflügen verweigern. [ Eine folgenschwere Rachlässigkeit.] Beim Erdbeben in Andischan war es dem Chef des dortigen Telegraphenbureaus gelungen, aus dem vernichteten Amtsgebäude einen Apparat zu retten. Er verband ihn mit der Leitung im Freien und telegraphierte hinaus, von welchem Un glück die Stadt betroffen worden sei. Man wollte jedoch seiner Meldung teinen Glauben schenken. Von der näch sten Station wurde in familiär- grobem Ton, wie er unter Telegraphisten öfter vorkommen soll, eine persönliche Antwort telegraphiert; sie lautete: ,, Sei kein Esel, mach die Linie frei, habe viel Masut zu pumpen."( Masut ist der Rückstand von Petroleum; die Redensart bedeutet in diesem Zusammenhange so viel wie ,, viel Schmiererei zu bewäl tigen".) Alcine Gerichts- Chronit. Die Ehefrau des Dekonomen vom Tüsseldorfer sozialdemokratischen ,, Gewerkschaftshaus", Ludwig Schmidt, wurde von der Strafkammer ivegen Nahrungsmittelfälschung zu 150 Mark Geldstrafe verurteilt. Die Frau hatte verspätet eingetroffenen Mittagsgästen Gemüse aus dem Abfallfasse, welches die Ueberbleibsel des Mitagsmahles enthielt, vorgesezt. [ Ein Erinnerungszeichen an den Besuch des Prinzen Heinrich in Newyork] ist dieser Tage der ,, Newyorker Staatszeitung" überreicht worden. Es ist ein von 400 der bedeutendsten Zeitungen der Verein. Staaten gewidmetes Prachtalbum, ein greifbarer Dank für das große Bankett, welches die ,, Newyorfer Staatszeitung" am 26. Februar 1902 zu Ehren des Prinzen Heinrich im Hotel Waldorf- Astoria den Vertretern der Presse gab und bei welchem der Kaiser durch den Mund seines Bruders den ,, kommandierenden Generälen" der öffentlichen Meinung seinen Gruß entbieten ließ. Die Kunst des Silberschmiedes, des Zeichners, des Photographen und des Buchbinders haben sich vereint, um im Sinne der Spender ein hervorragendes Kunstwerk zu schaffen. $[ Präsident Roosevelt als Floretsechter.] Washington wird berichtet: Die neueste Einrichtung im Aus Weißen Hause ist ein Fechtboden, auf dem die mannhafte Kunst der Muskelentwickelung im engsten Kreise geübt wird. Präsident Roosevelt ist allen athletischen Uebungen, von der Bärenjagd bis zum Parforceritt und der Kunst der männlichen Selbstverteidigung mit dem Fausthandschuh, hold, und dieser Liebhaberei ist es zuzuschreiben, daß er sich nun auch, da im Weißen Hause genügend Plaß durch die Entfernung der Bureaus ge= schaffen, ein Athletenzimmer hat einrichten lassen. Während der Weihnachtsferien ist dasselbe eingeweiht worden. Präsident Roosevelt und sein Freund, General Wood, haben sich brav im Schwerterkampie gemessen. Die Vorstellung war freilich ein Privatissimum, bei welchem nur die unmittelbaren Familienmitglieder als Zuschauer zugegen waren. Als Schwerter wurden Holzstäbe benut, Sie in England wohlbekannten ,, Cudgels", mit welchen sowohl der Präsident wie General Wood vortrefflich umzugehen verstehen. Aber das Parieren hat seine Schwierigkeit; und da bei der Uebung die Bandagen nur den Arm schüßen, und der den Kopf bedeckende Lederhelm nicht alle wohlgezielten Hiebe abwehrt, so hat auf beiden Seiten mancher Schmiß gesessen und die Beulen sind als Zeichen des mannhaften Fechtens zurückgeblieben. Als Folge dieser leicht sichtbaren Beulen kursierte dann jetzt in Washington das Gerücht, der Präsident habe bei einem Floretgefecht beinahe ein Auge eingebüßt. Gutes zuwenden, wenn ich sie im Barlament vertrete. Ich werde also in jeder Hinsicht als ehrbarer, hochgeachteter Mann dastehen. Es ist freilich des Teufels Anteil aber dem Anschein nach das Leben eines Engels!" er Hier stockte der Baron in seinem leisen Selbstgespräch. „ Mir ist, als ob der Teufel selber mich auslache weiß, daß auch mein Leben einmal zu Ende geht und er mich dann sicher in den Krallen hat. Bis dahin- bis zu meinem Tode führe ich das Leben eines elenden Heuchlers. Was soll ich thin=" Gleichsam als Antwort auf diese in bitterster Verzweiflung hervorgestoßene Frage klopfte es abermals an die Thür. Audrey war heftig zusammengezückt, dann öffnete er und prallte erschredt zurück, als er Margarete vor sich erblickte. " Ich habe gar keine Zeit, Maggie, bitte, störe mich nicht", empfing er sie. Statt jedoch zurückzukehren, trat seine Gattin über die Schwelle. Du bist ia ganz allein", sagte sie, sich in dem großen, dunklen Raum umschend. Was thbust Du, Robert? Du siehst so müde und abgespannt aus. Wir sind schon mit dem Eſſen fertig. Qutel Wildenstein ist auch gekommen, er möchte Dich gern schen. Sie wundern sich alle, daß Du Dich garnicht bliden läßt. Willst Du nicht mit mir fommen?" " Ich komme nachher. Erst muß ich reiflich über etwas nachdenken." Die Baronin stellte sich so, daß sie das Antlitz ihres Gatten im vollen Lichte sehen konnte. Ein Etwas in seinen Augen berührte ihr Herz eigentümlich, und sie schlang zärtlich die Arme um seinen Hals. Denke jezt nicht mehr nach, Liebling", bat sie sanft. Sich einmal, wenn Du auch iezt gesund bist, so darfst Du nicht vergessen, daß es eine Zeit gab, wo Du sehr, sehr frauf warst. Du haft noch nicht zu Mittag gegessen. Es ist wirklich nicht recht von Dir, daß Du so wenig auf Deine Gesundheit achtest. Kommi mit mir, Robert, ich bitte Dich." Nein, nein, iegt nicht", enigegnete er. Ich muß erst mit mir über etwas einig werden, sonst finde ich doch keine Ruhe." Willst Du mir nicht anvertrauen, was Dich quält? Vielleicht fann ich Dir helfen." Nein, lieber Schab, das fannst Du nicht, höchstens dadurch, daß Du mich jetzt verläßt." Giessener Cagesnenigkeiten. ** Der Großherzog ist am 26. Dezember in Bom Frust Challie jegt entgegennim ( 1) Milit der 13. Snfaren bay eingetroffen und sogleich mit Sonderzug nach Delhi nachmittag 4 Uhr weitergefahren, welche Stadt er nach 36stündiger Eisen die febr gut befuch bahnfahrt erreichen soll. ** Der Zweiten Rammer ließ der Abg. Leun folgende Anfrage zugehen: Ist der Großh. Regierung be fannt, daß seit wenigen Jahren fünf Arbeiter aus einem find befonders herb Walzer von C. M Verdi,„ In bon Landftreicher" von einzigen Orte auf Bahnhof Gießen überfahren wurden, fürmischen Beifall movon trei sofort ihren Tod fanden und zwei zu Krüppeln wurden? Ist die Großh. Regierung bereit, Schritte zu Einlage Saben laffen mußte. D thun, die eine größere Sicherung und Besserung der Ver- Glodengeläute muß hältnisse herbeiführen? ** Tagesordnung für die Sigung der Stadtwollende Applaus benn aus dem 12 verordneten Versammlung auf Donnerstag den ca. 18, gewiß ein Stunden feines Hi 2. Desgl. foldem Erfolg nu 15. Januar 1902, nachmittags 4 Uhr. 1. Auslosung von Schult verschreibungen der Anleihe von 1896. von 1897. 3. Baug such Sch vieder für Ecke Marktplag und Schulstraße. 4. Baugesuch Pfaff für Ede Hillebrandund Krednerstraße. 5. Baugesuch Pfaff für den Schiffenbergerweg. Petroleumgesellschaft für die Frankfurterstraße. 7. Anbring. ung eines Schildes an dem Gitter am Schülersgarten. 8. Bürgersteig in der Marburgerstraße. 9. Anlage eines neuen ** Befizwech hofstraße Nr. 61 Konditor Ludwig 6. Baugesuch der Deutsch Amerikanischen Befizer Herr Eiferb = Mart fäuflich erftar ** Berkehrsver Komitee die ihm i v. Je. übertragene Friedhofs, hier: Einrichtung einer elektrischen Klingelleitung. heutiger Nummer 10. Anlage einer Hürde und eines Grabens auf dem alten Rödger Weg. 11. Rechnungsabschluß des Gas- und Wasserwerks für 1901/2. 12. Ausdehnung der Ortswasser. in diesen Tagen di leitung in Quedborn. 13. Submissionsholzverkauf aus den welche beizutreten b Gießener Stadtwaldungen fürs Wirtschaftsjahr 1902/3. 14. Vergebung von Unterhaltungsarbeiten an städtischen Gebäuden. 15. Festsetzung des durchschnittlichen Jahresarbeitsverdienstes der in land- und Forstwirtschaftlichen Betrieben beschäftigten Arbeiter. 16. De Löhne der städtischen Taglöhner. 17. Gesuch des Wirtes Friz Teigler um Erlaubnis zur Benußung städtischen Geländes und eines städtischen Brunnens. 18. Besetzung von Lehrer stellen. 19. Gesuch des Karl Döring zu Gießen um Erlaubnis zum Wirtschaftsbetrieb im Hause Dammstraße 39. fann. Im Interef fähig zu erhalten, dieser Stelle zu re in materieller Hin nüßige Werk zum giebigfter Weise in ** Die Beb den Arzt den Vater eines diefem sie Mittel zu Hinweis verweigert Das ** Am 8. Januar d. J. wurde der ordentliche Professor in der philosophischen Fakultät der Landes- Uni- si der Besiz des D versität Gießen Dr. Albrecht Dieterich auf sein Nachsuchen mit Wirkung vom 1. April 1903 aus dem Staats. dienste entlassen. ** Kostenfreie Unterrichtsturse in Sprachen und Handelsn issenschaften sollen hier om Plage durch den Reformbildungsverein e. V. veranstaltet werden. Alle Diejenigen, welche sich für die Bildung der hiesigen Ortsgruppe interessieren und an den Freikursen teilnehmen wollen, mögen ihre Adresse an den Vorstand in Hamburg 30, Mansteinstraße 47 einsenden. Die Leitung der hiesigen Ortegruppe sell durch einen Verwaltungsrat geschehen, wozu sich gebildete Herren, Lehrer oder Kaufleute melden fönnen. ** Theaterverein. Nach längerer Pause, verursaht durch Vechinderung der in Aussicht genommenen Gäste, veranstaltet der Theaterverein am Mittwoch, den 21. Januar wieder eine Vorstellung, die vorletzte im Hauptabonnement. Zur Aufführung wird eine neue dreiaftige Komödie von Ludwig Thoma gelangen,„ Die Lokalbahn", welche seit einigen Wochen an allen Bühnen Süddeutschlands mit großem Erfolge gegeben wird und die einen belustigenden Ausschnitt aus dem kleinstädtischen Leben bietet. Die Rolle des Bürgermeisters spielt Herr Krause vom Kgl. Hoftheater in Stuttgart. Vorher geht das schöne Stimmungsbild Herbst" von walter SchmidtHäßler in Scene, in dem der genannte Gast ebenfalls die Hauptrolle spielt. ** Stadttheater. Die„ Schlierseer" beginnen ihr Gastspiel hier am Mittwoch den 14. d. Mts. mit dem dreiaftigen oberbayerischen Voltsstück mit Gesang und Tanz ,, 8' Glöckerl vom Birkenstein", welches für Gießen Novität ist. Zu den Aufführungen der Schlierseer" haben Abonnementsbillets teine Giltigkeit. Die ermäßigten Preise der Pläge stellen sich im Vorverkauf bei Herrn ,, Hat es etwas mit Deinen Abrechnungen zu thun?" fragte Margarete, auf den Stoß Papiere auf dem Schreibtisch deutend. Wenn ja, dann fönnte ich Dir gewiß helfen, ich habe Onkel früher so oft rechnen helfen." Es hat nichts damit zu thun, es ist ein psychologisches Problem, Maggie." Ach Robert, wie geheimnisvoll Du thust", bemerkte sie mit leisem Lächeln; als sie jedoch seinen Blicken begegnete, legte sich ihr eine bange Sorge aufs Herz. „ Ich wünschte wirklich, Du ließest mich Dir beistehen." Du fannst es nicht!" versezte er fast mwillig; denn der Ausdruck in ihrem schönen Antlig fügte nenen Schmerz zu seiner ohnehin übergroßen Qual. Ich möchte wirklich allein sein, Maggie, um nachzudenken. Wenn ich das Nätsel gelöst habe, komme ich, eher nicht." " So sollen wir nicht auf Dich warten, Robert? Es ist schon neun Uhr vorbei." Nein, gehe nur zu Bett, Maggie. Laß die Seitenthür offen, damit ich ins Haus fann." Margarete näherte sich der Thür nur mit Widerstreben. Auf der Schwelle drehte sie sich nochmals um und sah ihrem Gatten voll ins Gesicht. „ Ich sehe, daß Dich irgend etwas furchtbar quält, lieber Robert", bemerkte sie fauft. Ich bin überzeugt, daß Du stark genug bist, das rechte herauszufinden. Was Dich bedrückt, ahne ich nicht einmal. Wenn Du aber über ein moralisches Problem nachgrübelst, dann kann der Ausgang in nichts anderem bestehen, als in dem Siege des Guten über das Böse." Maggie, Maggie, Du machst mich wahnsinnig", rief er halblaut, als sie jich zum Gehen wandte. Seine Stimme war icdoch so heiser, daß sie seine Worte nicht hörte. Er lauschte ihren sich entfernenden Schritten, dann verschloß er die Thür abermals. " Aus Dir sprach Gott und mein guter Engel", flüsterte er erschüttert wie im Gebet. Dann sant er stöhnend in den Stuhl und murmelte: Soll ich den Weg der Sünde einschlagen, so möge die Macht des Bösen mir Kraft verleihen-" Kaum waren diese sündhaften Worte im Tone einer Beschwörung aus seinem Munde gekommen, da störte ihn ein abermaliges slopfen an der Thür aus seinen Gedanken und Margaretes Stimme rief: „ Mach auf, Robert, ich bin es!" Borbedingung für di dem Entscheid des D Arzt sei gezwungen, likums Rechnung annehme, daß ein wolle, den Doktortite habe vor dem nich fonne sich daher le Erwerbung des Doft ärztlichen Kreisen di nommen werden, daß handle sich also um bedürftigen und dies? das Maß der zu se ungen mit in Betrach ** Die Realg in Frankfurt a. ( Obertertia) und führ ( Unterteriia) und 3 Aufnahme in die unt dingt, in welcher sich daß sie sich den Leh eignet hat. Das S Osterwoche. Die An zu erfolgen und werde Stadtschulrat Dr. W. im Schullofale, im T und Samstag 11-12 Beto Betr.: Die Aus beträgt: Gewerbe bermitil Wir bringen hi die von den hiesigen 1. für Vermitt Herrschaft in 2. Für Vermitt Herrschaft no Mt. 4, Frau bote jeweils Bezüglich der G Dorbs ist eine Hende Gießen, 10. Ja Großherzo Verkehrs In einer am 4. Bersammlung hiesiger mit den Vorarbeiten Dereins zur Förde betraut. Diese Arbei einer demnächst einzub jammlung die Gründ lann. Um jedem den S gejamten Bürgerschaf it der geringste Jah wobei jedoch erwarte gabe feiner Kräfte mi Wir bitten um Liften, welche in den näd Gießen, den 10 Ernst Baljer. Theo Jean Kirch. Anto keiten. Ernst Challier, welcher Bestellungen auf Billets schon jest entgegennimmt, natürlich billiger. ember in Bom erzug nach Delhi Stündiger Gijen der Abg. Leun 6. Regierung be rbeiter aus einem erfahren wurden, mei zu Aruppeln eft, Schritte zu fferung dec Ber: ng der Stadt Donnerstag den Auslosung von 96. 2. Desgl. ( j) Militär- Konzert. Das Trompeterchor der 13. Husaren aus Mainz gab am geftrigen Sonntag nachmittag 4 Uhr und abends 8 Uhr zwei große Konzerte, die sehr gut besucht waren. Von den vorgetragenen Stücken sind besonders hervorzuheben:„ Die Schöne von Valentia", Walzer von C. Morena, Fantasie a. d. Oper„ Traviata" von Verdi,„ In lauschiger Nacht" a. d. Operette„ Die Landstreicher" von Ziehrer. Die lettere Piece erntete solch' stürmischen Beifall, daß sich die Kap lle zu einer erneuten Einlage Haben Sie nicht den flein Cohn gesehen" herbei lassen mußte. Das Altniederländisches Dankgebet" mit Glockengeläute mußte wiederholt werden, da der nicht endeuwollende Applaus belohnt werden mußte. So wurden denn aus dem 12 Nummern reichen Programm schließlich ca. 18, gewiß ein Zeichen, wie beliebt das Korps nach Stunden seines Hier seins geworden. Herr Stein kann zn solchem Erfolg nur beglückwünscht sein. ** Besitzwechsel. Das Eiserbeck'sche Haus in der Bahnhofstraße Nr. 61 ift für 41000 Marf an Bäcker und Konditor Ludwig Müller übergegangen. Der frühere Besizer Herr Eiserbeck hatte das Haus seinerzeit zu 37 000 Ede Martiplay Ede Hillebrandür den Schiffen Amerikanischen e. 7. Anbring ülersgarten. 8. lage eines neuen auf dem alten des Gas- und Mart fäuflich erstanden. ** n Klingelleitung. heutiger Nummer ersichtlich, hat das provisorische [ Verkehrsverein.] Wie aus dem Inserat in Komitee die ihm in der Versammlung vom 4. Dezbr. ** Eine interessante Gerichtsentscheidung für Bäcker beröffentlicht das Hanseatische Gewerbeblatt. Ein Bäckermeister in Sch. verweigerte einem Dienstmädchen die verlangte Abgabe von ein paar Frühstückssemmeln, obwohl er genug solcher Semmeln im Geschäft hatte. Als Grund gab er zu erkennen, indem er zu dem Dienstmädchen, welches eine zeitlang die Frühstückssemmeln bei einem anderen Bäcker geholt, mit Bezug hierauf äußerte, es brauche ihm keine Semmeln abzukaufen; auf einige Semmeln täglich stehe er nicht an. Wegen verweigerter Brotabgabe zur Anzeige gebracht, wurde der Bäcker vom Schöffengericht zu 15 Mk. Geldstrafe verurteilt. Die von ihm eingelegte Berufung wurde kostenfällig verworfen. Die Ausrede des Angeklagten, es seien sämtliche Semmeln schon von Wirten bestellt gewesen, wurde für nicht glaubhaft befunden, da der Semmelvorrat noch nicht abgezählt war. Aus Hessen und Dachbargebieten. i. Vom Dünsberg. De: Taunusklub- Weglar hatte seine erste diesjährige Tour nach dem Dünsberg auf den gestrigen Sonntag vorgesehen. Bietet doch der Dünsberg in seiner herrlichen Lage auch zur Winterszeit ein großartiges Pano rama, eine unabsehbare Fernsicht, die durch den erbauten Turm erst recht zur Geltung gefømmen ist. der Ortswasser. in diesen Tagen die Einzeichnungsliste für Diejenigen, brachte vor einigen Wochen aus berufener Feder mehrere lichen Betrieben ines städtischen verkauf aus den welche beizutreten beabsichtigen, in Umlauf gesetzt werden tsjahr 1902/3. fann. Im Interesse des Vereins und um diesen lebensstädtischen Ge- fähig zu erhalten, wollen wir nicht verfehlen, auch an Jahresarbeits dieser Stelle zu recht zahlreicher Beteiligung, namentlich in materieller Hinsicht, aufzufordern, damit das gemeinStädtischen Tage nützige Werk zum bevorstehenden Sommer in ausrum Erlaubnis giebigster Weise in Aktion treten fann. 19. Gesuch den Arzt. Das sächsische Oberlandesgericht hat gegen ** Die Bedeutung des Doftortitels für 18 zum Wirt ben Vater eines Studenten der Medizin entschieden, der diesem sie Mittel zur Erlangung der Doktorwürde mit dem der ordentliche Hinweis verweigert hatte, nach§ 29 der Gewerbeordnung der Landes- Uni sei der Besitz des Doktortitels nicht mehr die unerläßliche auf sein Nach. Borbedingung für die Ausübung der ärztlichen Proxie. In dem Entscheid des Oberlandesgerichts wird ausgeführt, der Arzt sei gezwungen, den Anschauungen des größeren Pub litum Rechnung zu tragen, das, wenn auch irrtümlich, annehme, daß ein Arzt, der als voll angesch n werden wolle, den Doftortitel besigen müsse. Der promovierte Arzt habe vor dem nicht promovierten einen Vorsprung und fönne sich daher leichter im Wettbewerb behaupten. Erwerbung des Dofto titels sei infolgedessen gegenwärtig in Die ärztlichen Kreisen die Regel und es müsse hiernach ange= nommen werden, daß dieselbe ein Staatsbedürfnis sei handle sich also um die Lebensstellung des Unterhaltungsbedürftigen und diese musse nach§ 1610 des B.-.- B. für das Maß der zu seinen Gunsten zu machenden Aufwendungen mit in Betracht gezogen werden. 18 dem Staats. ſe in Sprachen Blaze durch ben werden. Alle hiesigen Dris. sin teilnehmen nd in Hamburg ng der hiesigen geschehen, wozu melden können. Bause, verur Damenen Gäste, och, den 21. hte im Haupt neue dreiaftige " Die Lotal allen Bühnen n wird und die tleinstädtischen 8 spielt Herr Vorher geht ter Schmidt st ebenfalls die " beginnen ihr Mt8. mit dem fang und Tanz hes für Gießen lierfeer" haben Die ermäßigten auf bei Herrn thun?" fragte eibtisch deutend. ich habe Ontel psychologisches emerfte fie mit te, legte sich ihr eistehen." illig; denn der hmierz zu feiner ich allein fein, el gelöſt habe, Es ist schon ie Seitenthür Widerstreben. und sah ihrem r quält, lieber daß Du start bedrückt, ahne isches Problem derem bestehen, nnig", rief er e Stimme war e. Er lauschte er die Thür I", flüfterte er in den Stuhl einschlagen, fo Cone einer Be e ihn ein aber fen und Mar Es ** Die Realgymnasialkurse für Mädchen in Frankfurt a. M. eröffnen Ostern eine neue 5. Klasse ( Obertertia) und führen die best- henden Klassen als 4. Klasse ( Unterterria) und 3. Klasse( Obersekunda) weiter. Die Aufnahme in die unterste klasse ist durch eine Prüfung bedingt, in welcher sich die Schülerin darüber auszuweisen hat, daß sie sich den Lehrstoff der höheren Mädchenschule anze eignet hat. Das Schu jahr beginnt am Montag nach der Osterwoche. Die Anmeldungen haben bis 31. Januar zu erfolgen und werden von dem Leiter der Kurse, Herrn Stadtschulrat Dr. W. Lünge, Schöne Aussicht 16, und im Schullofale, im Trub 18. p.( Sprechstunden: Mittwoch und Samstag 11-12 Uhr) entgegengenommen. Bekanntmachung. Schaden der Einzelhut, ihre Folgen für die sogn. Hütfinder ** Vom oberen Vogelsberge. Schon öfters sind die in der Presse gerügt worden; auch die Frankfurter Zeitung" eingehende Abhandlungen über die Hütefrage", die voll über die Hütefrage", die voll und ganz der Wahrheit entsprachen. In der Zweiten erfahren u d hoffentlich mit dem gewünschten Erfolg. Leider hessischen Ständekammer wird dieser Punkt eine Besprechung kommen durch Vermittlung der evang. Erziehungsvereine Knaben und Mädchen in die Hände von Landwirten, die otendrein eine schöne Verpflegungssumme erhalten, und zu wendung finden. Gerade Waisenkinder sind sehr gesucht. dem Zwecke des Viehhütens im Sommer größtenteils VerMögen doch diese Beilen dazu beitragen, daß man den Pflegeeltern seitens der Vereinsvorstände zur Bedingung macht, daß Pflegefinder zu angeführtem Zwecke keine Verwendung in dem Betriebe der Landwirtschaft finden dürfen. = Lindheim( Wetterau), 8. Jan. Die landwirt schaftliche Haushaltungsschule hat dieser Tage ihren ersten Kuisus für 1903 begonnen. Derselbe schließt Ende Mai. Dieses Institut besteht ber its seit 1889 und erfreut sich stets eines starten Besuchs. Die Schule unter steht dem landwirtschaftl. Bezirksverein Büdingen und hat die Zuigabe, Mädchen im Alter von 16-20 Jahren in Führung eines bürgerlichen Haushaltes erforderlich sind. allen Kenntnissen und Fertigkeiten auszubilden, welche zur ** Bingenheim, 11. Jan. gestern, Sonntag, feierte Landsilbernen Hochzeit. Ter Jubilar ist bereits seit 14 wirt Jakob Wilhelm Lohfint und seine Ehefrau das Fest der Jahren Obmann des hiesigen Bauernvereins, der gegenwärtig 107 Mitglieder zählt. ** Vom Lande. Der verg. Freitag brachte recht warmes Witter, sodaß auf den einzelnen Bienenständen bereits mehrere Völker ihren ersten Reinigungsausflug hielten. -- Wie bereits an anderer St De bekannt gegeben wurde, haben sich alle Militärpflichtigen der Bürgermeister i pbach- Launsbach, welche den Jahren 1883, 1882, 1881 und fruver geboren sind und über denen eine endgilt ge Entscheidung seitens der Ersazbehörde nicht getroffen, in der Zeit vom 15. Januar bis 1. Februar auf der Bürgermeisterei Krofdorf zur Stammrolle zu melden. ** Frankfurt a. M., 11. Januar. Von einem herben Mißgeschick wurde der großh. h ss. Konsul dahier, Lauteren, heimgesucht Dem durch seinen Wohlthätigkeitssinn be= Bekanntmachung. Betr. Die Ausführung der Verordnung betr. das Gewerbe der Gesindevermieter und Stellen- in hiesiger Stadt bermittler. Wir bringen hiermit zur öffentlichen Kenntnis, daß die von den hiesigen Vermietfrauen beanspruchte Gebühr beträgt: 1. für Vermittelung eines Dienstboten an eine Herrschaft in Gießen Mt. 5.( Frau Pizzer Mk. 3.) 2. Für Vermittelung eines Dienstboten an eine Herrschaft nach auswärts Mt. 7.( Frau Pizzer Mr. 4, Frau Heßler Mt. 5), wovon der Dienstbote jeweils Mt. 2 zu entrichten hat. Bezüglich der Gebührentare des Gesindevermieters Dorhs ist eine Aenderung nicht eingetreten. Gießen, 10. Januar 1903. Großherzogliches Polizeiamt Gießen. Hechler. Verkehrsverein Giessen. In einer am 4. Dezember abgehaltenen öffentlichen Bersammlung hiesiger Bürger wurden die Unterzeichneten mit den Vorarbeiten zur Gründung eines Vereins zur Förderung des Fremdenverkehrs In der Zeit vom 3 bis 10. Januar 1903 wurden gefunden: 1 Coupon, Geld, 1 gold. Zwicker, 1 Paar Glacehandschuhe, 1 Herrenhut, 1 silb. Kettenarınband und 1 Peitsche. fannten Wanne plaste im linten Auge eine Aber. Es wurde dadurch eine Entzündung herbeigeführt, die die Entfernung des Augapfels notwendig machte. ** Darmstadt, 3. Jan. Heute ist dahier der langjährige verdienstvolle Präsident der Evangelischen Deutschen Kirchengesangvereine Wirkliche Geheimrat Exz. Ludwig Hallwachs in hohem Alter gestorben.- H. war längere Zeit Vorstand der Justizabteilung im großh. Hess. Ministerium mit dem Titl Geh. Staatsrat. Er war dann bis zu seinem Lebens nte M tglied der Kammer der Stände. ** Darmstadt, 9. Januar. Im 46. Lebensjahre starb der frühere Hoftheater- und Hoffriseur Louis Hermes. Das Amt des Hoftheaterfriseurs befand sich seit Gründung des Hoftheaters( 1810) in den Händen der Familie Heim§. Der Verstorbene war zuletzt geistig umnachtet. ** Hanau, 9. Jan. Ueber das Vermögen des verhafteten Bankiers Leopold Lilienfeld ist das Konkursver fahren eröffnet worden. Anmeldungen haben bis zum 18. Februar zu erfolgen. Die erste Gläubigerversammlung findet am 4. Februar, Prüfungstermin am 4. März statt. ** Mainz, 9. Januar. Eines überaus starken Besu 4.s erfreut sich der gegenwärtig hier stattfindende Vortragsfur& für praktische Landwirte. Im Ganzen wurden am 1. Tage über 300 Karten gelöst. ** ** Mainz, 11. Jan. Hier wurde die Hebamme H sch wegen Verbrechens gegen das frimende Leben verhaftet. Witwe, die ihr am 29. Dezember geborenes Kind getöt t Diez, 9. Januar. In Hahnstätten wurde ine und im Holzschuppen versteckt hatte, verhaftet. ** Bad- Ems, 9. Jan. Bei der Arbeit an einem hiesigen Hotel stürzte der Malermeister Joseph Adler aus Oberlahnstein von einer 6 Meter hohen Leiter ab und er litt so schwere Verlegungen, daß er alsbald starb. Der lahnstein. Verunglückte war Mitglied des Magistrats von Ofer ** Rinteln, 11. Jan. Auf der Rückreise von d r Oftamerikanischen Station starb Kapitänleutnant v. Lengerf. Der Verstorbene war gebürtig von hier. 3. Kursus der wissenschaftlichen Worl.sungen für Lehrer und -r. Marburg, 11. Jan. Am 14. Januar beginnt der Lehrerinnen, der, während seine Vorgänger Litteratur, G schichte, Philosophie und Psychologie boten, sich ausschließlich in den Dienst der Naturwissenschaften stellen wird. De Professoren Dr. Kayser und Dr. Kohl werden über die Geologie Oberhessens und der angrenzenden Gebiete reip. über Physiologie und Systematik der Pflanzen lesen. De schon lange geplante Errichtung einer Volksfüche wird sich demnächst verwirklichen. In einem im Tentrum der Stadt gelegenen Hause wird ein Raum hergerichtet, in dem- beiter für ganz billiges Geld warmes Mittagessen erhalten können. Auch arme Kinder der Kleinkinderschule sollen daselbst zu Mittag gespeist werden. Mit Errichtung einer Pferdebahn, die die Stadt vom Nordbahnhof bis zum Sü viert durchziehen soll, wird es demnächst Ernst. Den Stad verordneten wird eine bezügliche Vorlage zugeben. Marktbericht. Weylar, 10. Jan. Auf dem hiesigen Wochenmarkt kostete das Pfund Butter 0.90 Mt., Eier 2 Stück 18 Pfg. Brietkasten der Redaktion. Nach Heuchelheim. unbrouchbar. Bedauern sehr, aber vollständig merkt Ihr eine Verminderung der Schläge, zB 29 in der Besorgte Alkoholisten. Zählt Euren Buls täglich; Minute, dann gießt nur tüchtig auf. D. Autohol betanatlich die Herzthätigkeit beschleunigt, werdet Ihr bald Tempo zählen können. Natürlich ist allzuviel ungesund. Druck und Verlag der Gießener Verlagsdruderri, für die Redaktion verantwortlich: Albin Klein. Gießen. vorm. Wilh. Keller'sche Buchdruckerei( gegr. 1783) Ein größeres rheinischwestfälisches Hochofen wert sucht zum bald. Eintritt einen erfahrenen energ. Schmelzmeister als verloren: 1 Regenschirm und 1 seid. Herrenhalsband. Die Empfangsberechtigten der gefundenen Gegenstände Obermeister. belieben ihre Ansprüche alsbald bei uns geltend zu machen. Gießen, den 10. Januar 1903. Großherzogliches Polizeiamt Gießen. Hechler. Baumschule Oberursel am Taunus. S.& J. Rinz FRANKFURTA. M. Markt 25 HOFLIEFERANTEN Coniferen. Obstbäume in allen Formen Alleebäume, Ziergehölze, Rosen etc. Preissverzeichnisse gratis a Franco z Biensten Gesetzlich geschützt Bureau- Telephon 7689. Zur Frühjahrspflanzung betraut. Diese Arbeiten sind soweit gefördert, daß in einer demnächst einzuberufenden weiteren öffentlichen Verfammlung die Gründung dieses Vereins vor sich gehen empfehle in starker Qualität zu besonders billigen fann. Preisen: Um jedem den Beitritt zu diesem, die Interessen der hochstämmige Hepfel, Birn, Zwetschen, mirabellen, gesamten Bürgerschaft fördernden Verein zu ermöglichen, Sauerkirschen u. Castanea vesca. ist der geringste Jahresbe trag auf zwei Mark festgesetzt, wobei jedoch erwartert wird, daß jeder sich nach Maßgabe seiner Kräfte mit höheren Beträgen beteiligt. Städtisches Kanarienhähne und -Weibchen Wir bitten um recht zahlreiche Zeichnungen in den Schlachthaus. billig abzugeben. Liften, welche in den nächsten Tagen in Umlauf gesetzt werden. Gießen, den 10. Januar 1903. Ernst Balser. Theodor Haubach. Max Jaskowski. Jean Kirch. Anton Wiscam. Gustav Mund. Karl Röhr. Heute u. morgen Ochsenfleisch 56, Pfg. Morgen Schweinefleisch 54 Pf. Seltersweg 34 Tüchtiges Laufmädchen fofort gesucht. Bahnhofstraße 64, II. Angebote mit Lebenslauf, Gehaltsansprüchen u. Zeugnisabschriften sind unter K. V. 1063 an Rudolf Moffe, Cölu einzusenden. Bu vermieten: Bahnhofstraße 20, ( bisher dem Herrn Franz Blank gehörig) sind auf 1. April zu verm. 1. der erste Stock, bestehend aus drei Zimmern und Küche mit den Hintergebäuden, legtere zur Einrichtung eines gewerb lichen Betriebs oder von Lagerräumen geeignet; 2. der zweite Stoď bestehend aus drei Zimmern und Küche, mit einer Kammer im Dachstock; 3. die Mansardenwohnung bestehend aus Stube mit zwei Kammern. Näheres bei der Bürgermeisterci, Zimmer Nr. 15. In unserem Neubau am Brandplatz ist noch eine schöne Sin schön möblirtes Zimmer so- 5- Bimmerwohnung m. Erker fort ev. später zu de mieten Näh. Lindenplatz Nr. 4. per April zu vermieten, desgleichen dafelbft 4 Zimmerwohn3- Zimmer- Wohnung im mittlungen. Näh. Frankfurter ir 29. Stock per 1. April 1903 zu ver= mieten. Steinftraße 25. Sine 2- Zimmer- Wohnung zu vermieten. Neuenweg 60. 4- Zimmerwohnung per 1. April zu vermieten, II Stod. Weserstrake 9. 3-3immerwohnung mit allem Zubehör zu vermieten. Näh. Liebiaftr. 64, II. chön möbl. Zimmer sofort eb. später zu vermieten. Näh. Marktstraße Nr. 11. öbl. Zimmer mit oder ohne Pension zu vermieten. Wetsteingasse 7. 3- Zimmer- Wohnung i. mittleren Stock per sofort zu vermieten. Kirchstraße 2. Durch Versehung des Herrn Hauptmann Beder ist dessen seit 7 Jahren innegehabte Wohnung in meinem Hause Afterweg 29 II. für sofort oder später zu vermieten. Sanitätsrat Dr. Haupt. Möblirtes Zimmer zu vermieten. Seltersweg 68 3- Zimmerwohnung per 1. April zu vermieten. Bahnhofstraße 10. Stadttheater Gießen. Dienstag, den 13. Januar 1903 Donna Diana. Orpheum Varietè. Täglich Gr. Vorstellung. Wir gestatten uns hiermit ganz ergebenít anzuzeigen, daß wir mit dem heutigen Tage Anzeige. in Giessen, 6 Schulstraße Nr. 6, gegenüber dem Stadtpoftamt, eine Wein- und Likör- Handlung en gros und en detail eröffnet haben. Langjährige Erfahrungen in der Branche fetzen uns in den Stand, bei vorzüglichen Qualitäten und vollständiger Reinheit unferer Weine mit angemeffenen billigen Preisen die uns beehrende Kundichaft in jeder Weife zufrieden zu ftellen. Gießen, Januar 1903. Hochachtungsvoll und ergebenit 5. Laufersweiler& Co. 6. MAGGI'S BOUILLON KAPSELN A 12 and 16 Pf. für 2 getrennte Portionen, übertreffen alle ähnlichen Präparate an Wohlgeschmack und praktischer." appetitlicher Aufmachung. Stets vorrätig bei Robert Stuhl, Spezereihdlg., Neustadt 23. Todes- Anzeige. Heute morgen 4 Uhr entschlief sanft unser geliebter, unvergesslicher Gatte, Vater, Sohn, Bruder undSchwager Herr Benno Wertheim im 43. Lebensjahre. Um stille Teilnahme bittet im Namen der trauernden Hinterbliebenen Auguste Wertheim, geb. Stamm. Giessen, den 11. Januar 1903. Die Beerdigung findet Dienstag, den 13. Januar Nachmittags 312 Uhr vom Sterbehause, Nordanlage, aus statt. Bekanntmachung. Gascokes. Mit Bezugnahme auf die Bestimmungen in§ 25 In der Stadtverordnet n- Versammlung vom 22. d. Mts. wurder Wehrordnung werden alle im Jahre 1883 geborenen de beschlossen, die am 10 April d. I. feſtgefeßten Preise bis auf Militärpflichtigen, sowie diejenigen, welche dieses Alter weiteres beizubehalten, mit der einzigen A 18nahme, daß der Preis bereits überschritten, aber sich zur Musterung noch nicht für Nuncokes, Größe Nr. 2, um 5 fernig für den Centner herabgestellt haben, oder bei der Musterung in 1902 zurückgesezt wird fodaß die Nukcofes Nr. 1 und 2 jeg gleichen Preis haben. Die Cokespreise stellen sich hiernach wie folgt: gestellt worden sind, und entweder in Gießen ihren geFür den Gentner ab Verfaufsstelle: seglichen Wohnort haben, oder als Studenten, Gymna- Stück- Cokes 1,10 Mr. siasten oder Zöglinge anderer Lehranstalten, oder als uh- Cokes, ausschließlich trocken gelagert in 2 verschiedeHaus und Wirtschaftsbeamte, Handlungsgehilfen, Lehrnen Korngrößen für Stubenheizung und für weite und enge Ofenschächte passend linge, Handwerksgesellen, Dienstboten, Fabrikarbeiter zerffeinert: oder in ähnlicher Eigenschaft sich dahier aufhalten, hiermit aufgefordert, sich behufs Eintragung ihrer Namen in die Rekrutierungsstammcolle in der Zeit vom 15. Januar bis 1. Februar d. J. bei der Bürgermeisterei dahier im Zimmer Nr. 13 zu melden, und In dabei, wenn sie dahier nicht geboren sind, ihren Geburtsschein, welcher von dem betreffenden Standesamt zu erwirken ist, und, wenn sie bereits bei einer früheren Musterung fonfurriert haben, ihren Losungsschein vorzulegen. Größe Nr. 1 etwas größer als durchschnittliche Korngröße des Anthracit, gangbarste Sorte Größe Nr. 2, fleiner als durchschnittliche Korngröße des Anthracit Wagenladungen von mindestens 36 Centnern: Stückcokes Nußcokes Nr. 1 Unkcokes ir. 2 Bei Entnahme von mindestens 200 Centuern: Stückcokes Nukcokes Nr. 1 Nußrokes Nr. 2 1,25 Mr. 1,25 Mf. 1,05 Mf. 1,20 Mt. 1,20 Mr. 1,00 Mr. 1,15 ME 1,15 Mr. Für Cofesabnehmer, welche zwei und mehr Doppel. pro Gentner. wagaon 8 bezichen, ermäßigt sich der Preis um weitere 5 Pfg. Für Anfuhr an das Haus werden 5 Pfennig für den Centner NB. Sofern das Verbringen der Cotes bis zu 6 Gentnern - auf die betr. Lagerplätze( Keller, Stall ic.) mit keinem außergewöhnlichen Zeitaufwand verbunden ist, geschieht dies ohne besondere Vergütung. berechnet. Zugleich wird darauf aufmerksam gemacht, daß diejenigen, welche die Anmeldung unterlassen, sich zu ge= wärtigen haben, daß sie mit einer Geldstrafe bis zu 30 Mark oder mit Haft bis zu drei Tagen belegt, von der Teilnahme an der Losung ausgeschlossen, und ihrer etwaigen Ansprüche auf Zurückstellung u. a m. für verlustig erklärt werden. Bezüglich der zur Zeit der Meldefrist abwesenden Militärpflichtigen sind deren Eltern, Vormünder, Lehr-, Brod- oder Fabrikherren zu diesen Anmeldungen verpflichtet. Ferner wird bemerkt, daß ſtatt; dagegen bleibt bei folgenden biesigen Firmen der Im Gaswerk findet nur ein Verkauf von über 5 Centner Cokee Gesuche um zurückſtellung von Militärpflichtigen auf Kleinverkauf unserer Grund des§ 32 pos. 2 Lit. a, b, c, d, e, f und g, der der Wehrordnung rechtzeitig bei der Bürgermeisterei vorzubringen sind; verspätete Gesuche können keine Berücksichtigung finden. Gießen, den 3. Januar 1903. Großherzogliche Bürgermeisterei Gießen. Mecum. Gießener Stadttheater. Mittwoch den 14. Januar 1903: Beginn des Gastspiels der Schlierseer. Restaurant Royal. von 1 bis 5 Centner Gascokes eingerichtet, nämlich bei den Herren: Bachenheimer u. Schaumberger, Marburgerstr. 22 adreas Euler, Steinstraße 11. Joh. Fischer, Alicestraße 19, H. Hof, Bahnhofstraße 34 Gebr. Kahl, Frankfurterstraße 151, Ed. Klinkel, Bahnhofstraße 10, Emil Lot, Kirchenplatz 9, Emil Bistor Nachfolger, Marktstraße 10, Georg Schäfer, Licherstraße 2, Auguft Strud, Bismarckstraße 6, Georg laverzagt, Kaplansgasse 5, Diese Firmen berechnen obenstehende Preise unserer Gascokes samt Anfuhr wie das Gaswerk und verabfolgen dieselben auch in Mengen unter 5 Centnern. Die Preise unserer Gascofes für die Abnehmer außerhalb der Gemarkung Gießen ermäßigen sich um den Betrag der Octroirückver= gütung von 4 Pfennig für den Gentner. Gießen, den 31. Dezember 1902. Städtisches Gas und Wasserwerk Gießen. Otto Bergen. Bekanntmachung. Für ein 6 Monat altes Kind Morgen, Dienstag, den 13. Januar werden Pflegeeltern gesucht. Metzelsuppe. Morgens: Wellfleisch mit Krant. Ein tüchtiges braves Näh. auf dem Armenamt. Heinrich Elges. Fenchelhonig, aus garantiert reinem Honig, per Dienstmädchen Helterer besserer Mann große Flasche 50 Pfg. in fleine Familie gegen hohen auf 1 bis 2 Tage vro Woche für Lohn per sof. gesucht. leibte Arbeit gesucht. Offerten Su erfragen Ludwigsplatz 13 im unter B 88 an die Erp. d. Bl. Laden. in der Apotheke Eintauf bon Hafen, Reh, Ziegen-, Fuchs, Marder-, Otter-, Jltis-, DachsundStaninchenfellen zu jeweiligen höchsten Tagespreisen. Georg Schultheis, Kürschner, Gieken, Marktstraße 3. g. Blutstock. Timermann Für Magenleidende. Allen denen, die sich durch Er'ältung oder lleberladung des Magens, durch Genuß mangelhafter, schwer verdaulicher zu heißer oder zu falter Speisen oder durch unregelmäßige, Lebensweise ein Magenleiden, mie: Magenfatarrh. Magenkcarp, Magen: schmerzen, schwere Verdauung oder Verschleimung zugezogen haben, sei hiermit ein gutes Hausmittel empfohlen, dessen vorzügliche Heilsame Wirkungen schon seit vielen Jahren erprobt sind. Es ist dies das Verdauungs- und Blutreinigungsmittel, der Hubert Ullrich'sche Kräuter Wein. Kräuter- Wein. Dieser Kräuter- Wein ist aus vorzüglichen. heilkräftig befundenen Kräutern mit gutem Weine bereitet und stärkt und belebt den ganzen Verdauungsorganismus des Menschen ohne ein Abführmittel zu sein. Kräuterwein beseitigt alle Störungen in den Blutgefässen, reinigt das Blut von allen verdorbenen krankmachenden Stoffen und wirkt fördernd auf eine Neubildung gesunden Blutes. Durch rechtzeitigen Gebrouch des Kräuter- Weins werden Menübel meist schon im Reime ersti ft. Man sollte also nid fäumen, feine Anwendung allen anderen scharfen, äßenden, Gesundheit zerstörenden Mitteln vorzuziehen. Alle Symptome wie Kopfschmerzen Aufstoßen, sod rennen, Blähungen, Hebelkeit mit Erbrechen, die bei chronischen( veralteten) Magenleiden um so heftiger auftreten, werden oft nach einigen Mal Trinken beseitigt. deren unangenehme Folgen, Stuhlverstopfungie Beklemmung, Bolik chmerzen, Herzklopfen, Schlaflosigke t, sowie Blutanstauungen in Leber, Milz und Pfortadersystem( Hämorrhoidalleiden werden durch Kräuter- Wein rh und gelind beseitigt. Kräuter- Wein belebt jedwede Unverdaulichkeit, verleiht dem Verdauung ſyſtem einen Ausschwung und entfernt durch einen leichten Stuhl alle untaugliten Stoffe aus dem Magen und Gedärmen. Hageres, bleiches Aussehen, Blutmangel, Entkräftigung sind meist die Folce schlechter Verdauung, mangelhafter Blutbildung und eines frankhaften Zustandes der Leber. Bei gänzlicher Appetitlosigkeit, unter nervöfer ofpannung und Gemütsverstimmung, sowie häufigen Kopfschmerzen, schlaflosen Nächten, siechen oft solche Kranke lang am dabin. Kräuter- We n giebt der geschwächten Lebensf aft einen frischen Impuls Kräuter- Wein ste gert den Appetit, befördert Verdauung und Ernährung, regt den Stoffw chsel fräftig an, beschleunigt und verbessert die Blutbildung beruhigt die erregten Nerven und schafft dem Kranken neue Bräfte und neues geben. Zahlreiche Anerkennungen und Danfschreiben beweisen dies. Bräuter Wein ist zu haben in Flaschen à Mt. 1.25 und Mt. 1.75 in den Apotheken von Gießen, Großen- finden, W klar Fro hausen, Fraunfels, Buzbach, Brandoberndorf, Gladenbach, Weilburg, GroßzenBufeck, Allendorf, Grünbers, Lich, Hungen, Laubach Bad Nau heim, Marburg u. f. w., sowie in allen größeren und fleineren Orten ganz Deutschlands in den Apotheken. Auch versendet die Firma Hubert Ullrich, Leipzig, Weststrasse 82", im Eng osverkauf 3 und mehr Flaschen Kräuter: wein zu Originalpreisen nach allen Orten Deutschlands portound fistefrei. Mindestquantum im Engrosveisand also drei Flaschen. Vor Nachahmung wird gewar t. Man verlange ausdrücklich Kräuterwein. Hubert Ullrich, schen Mein Kräuterwein ist kein Geheimmittel; seine Bestand. teile sind: Malegamein 450,0, Weinfprit 100,0, Glycerin 100,0, Rotwein 240,0, Ebereschensaft 150,0 Riischsaft 320,0, Fenchel, Anis. Helenenwurzel, amerif. Kraftwurzel, Enzianwurzel, Kalmuswurzel aa10,0. Diese Bestandteile mische man. Cognac deutscher per Fl. von M. 1.40 französ. 3. Nächste Tage Biehung sicher 17. Januar der 1. WohlthätigkeitsGeld- Lotterie d. Strassburg- Neud. Arbeiterheims Rum, Arak, 2490 Geldgew. M. 41000 NordhäuſerFruchtbranntwein " Hauptgewinn ,, 15000 sowie diverse Sorten Liköre empfiehlt Ghristian Wallenfels, 17 Marktplatz 17 am Kriegerdenfmal. Telephon 262. Gearündet 1826 Fahrrad, 1 à 15000 15000 1 à 6000 3 à 1000 25 zus. 4500 وو 6000 22 3000 4500 12 2060 zusammen 400 zus. 5000= 5000 7500 Baar ohne Abzug auszahlbar. Loos IM. 11 L. 10 M. P. u. L. 25 Pf. Nachnahme theurer, empfiehlt. J. Stürmer, Strassburg i. E. noch sehr gut erhalten, ist billig zu| General- Agent verk. Abschlagszahl. gestattet. zu Groß- Felda. Hilfe Hamburg, Fichteſtr. 33. Heinrich Schön, Liebigstr. 65. Langestr. 107. Hier: R. Buchacker, W. Semmler Ph. Weiler. Montaa. den 12. Januar sische Familienz 1903. Mr. 9. bat mich um ein Almosen. Verkaufe doch deine Stlaven," ich dem Manne, welcher mein Mitleid mit ,, Sennor!" entgegnete el, ich bat um Geld und nicht um Ihre Ratimme zu erregen suchte. schläge.' antwor flagen T.T UND. EINST JETZT chuster, bleib' bei em Leisten!"