Nr. 85 Erstes Blatt. Abonnementspreis: in Gießen, abgeholt monatlich 50 Bfg., in's Saus gebracht 60 Bfg., burch die Boft bezogen vierteljährlid M. 1.50. Bratisbellagen: Oberbeffische Familienzeitun täglich) Cberbeffifche Beitschrift für Landwirtschaft, Obft- und artenban, sowie die Sickener Teifenblasen( wöchentlich). Das Blatt erscheint an allen Berttagen nachmittags Samstag den 11. April 1903. Gießener 12. Jahrgang. Juiernionsprei 3: Die einspaltige Petitzeile für Gießen wi gang Oberbeffen, die Kreise Weslar unb Marburg 10 Pfs fenfi 15 Pfg.: Reklamex die Petitzeile 30 refp. 40- Boftjeltungsliste No. 3869. Redaktion und Expedition: Gießen Rexenweg a Fernsprechensing Mr, 868. Neuelle Nachrichten ( Gießener Tageblatt) Anabhängige Tageszeitung ( Gießener Zeitung) für Oberhessen und die Kreise Marburg und Wetlar; Lokalanzeiger für Gießen und Umgebung. Enthält alle amtlichen Bekanntmachungen der Großh. Bürgermeisterei Gießen und anderer Behörden von Oberhessen. Oſtern. [ Politifche Wochenfch a u.] ( Bon unserem ständigen CB. Mitarbeiter.) Obgleich heute das Osterfest ganz im Geiste der chrift lichen Religion gefeiert wird, ist es doch ein ur- und altbeutsches Fest. Wie alle Böller mit einer naiven, mit bem Naturleben verwachsenen Weltanschauung, so haben auch unsere Vorfahren die Erscheinungen im Kreislous des Jahres in ihrer Gottesverehrung und in ihrem religiösen Stultus in idealisierter Form verwertet. Die Zeit der schwellenden Keime war auch für die antik Welt in Deutschland bereits das eigentliche Auferste bungsfest, die Wiedergeburt des Erstorbenen, das Neuerwachen zum Lebenszweck. Eelbst im staatlichen Leben zeigt sich von dieser Weltermeuerung ein Wiederschein. Denn alljährlich, wenn die Dfterglocken flingen, beginnt auch für die steuerzahlende Welt ein bedeutungsvoller Zeitabschnitt. Das alte Etatsjahr ist versunken und aufs neue erblühen die Steuersäze. Wohl dem Staatsbürger und dem Staate, dem Gemeindeglied und der Gemeinde, die nicht zu höheren Eteuerleistungen herangezogen werden! Eine Zeitlang schien es, als ob das Auferstehungsfest des Steuerfistus dieses Mal unter dem Zeichen der Steuerhöhung begangen werden solle, wie es im Vorjahre in Sachsen der Fall war. Aber dank der vorsichtigen Steuerpolitik de Finanzministers v. Miquel ist dieser Kelch noch einmal an den preußischen Steuerzahlern vorübergegangem. Außerdem machen sich auch alle Anzeichen eines besseren Geschäftsganges bemerkbar. In Sachsen aber di rste man bei den bevorstehenden Wahlen die Folgen der Steuererhöhung zu fühlen haben, denn offenbar ist die erheblich verschärfte Oppositionsstimmung, die sich namentlich bei der Erörterung der Eisenbahnfragen gegem Preußen äußerte, auf den Steuerzorn der Tributpflichtigen zurückzuführen. Dort, aber auch anderwärts, fönte nur eine zugkräftige Wahlparole wieder die alte Gruppierung der Parteien herbeiführen. Aber wie die Dinge liegen, sehen sich diese allerwärts sammt und sombers nach einem geeigneten Etichwort um. Das Auferstehungsfest der Parteien, das am Wahltage gefeiert werden soll, äußert seinen Einfluß eher in einer zerseßenden Form, anstatt daß ein engerer Zusammenschluß zu erwarten wäre. Im Rheinland muß das Zentrum beispielsweise die Schilderhebung des Bundes der Landwirte niederwerfen, in Oberschlesien hat es sich gegen die Polen zu wehren. Auch die zugewanderten Polen am Rhein stellen eigene Kandidaten auf, die allerdings nicht die geringste Wahlanssicht haben, wohl aber das cime betwirken können, daß das Zentrum in eine schwierige Lage kommt. Die Spekulation der polnischen Hauptleitung liegt offen zu Tage. Die Zentrumspartei soll gezwungen werden, den Verzicht auf rheinische Polenlaudidaturen durch eine Preisgabe oberschlesischer Manda te an die Polen zu erlaufen. Aehnlich wie das Zentrum haben auch die Nationalliberalen einen häuslichen Kampf zu bestehen na mentlich in Süddeutschland, wo der alte kulturkamp geist anläßlich der Frage, ob der Paragraph 2 des Jesuitengefeßes aufgehoben werden soll, oder nicht, seine Auferstehung feiert, während die norddeutschen Nationalliberalen unter Umständen dem Plane der preußischen Bräsialmacht zustimmen würden. Dieses Bild der Zerfahrenheit wird auf dem äußersten linken Flügel noch mehr verstärkt durch die zunehmende Verfeindung zwischen der freisinnigen Volkspartei und der freisinnigen Bereinigung. Auch bei den Konservativen zeigen sich die Einflüsse der religiösen Interessen in der zwiespältigen Stellungnahme zu dem viesumstrittenen Paragraphen 2. Roch schlimmer aber als in Deutschland ist am Auferstehungsfeste die Verstimmung unter den Parteien in Frankreich. Denn dort ist die Dreyfusaffäre in alter Heftigkeit wieder zum Gegenstand des Tageskampfes geworden und wie vor einem Lustrum, so stehen sich auch heute in der Stunde, die über die ehrenrechtliche Biedergeburt des ehemaligen Hauptmanns entscheiden soll, die beiden Parteien mit der gleichen Verständnislosigkeit und der gleichen Abneigung, sich auf eine sachliche Erörterung einzulassen, gegenüber. Die ganze Angelegenheit ist viel zu sehr Prinzipienfrage geworden, als daß sich hierin viel ändern würde. Bei einer so zugespizten Parteigegnerschaft nützen die Beschwichtigungsversuche der zwischen beiden Gegnern stehenden Vermittler naturgemäß nichts; hier entscheidet lediglich die physische Macht. Man sieht das mit Deutlichkeit wieder bei den allgemeinen Ausständen in Holland und in Rom. Im allgemeinen sind ja in lester Zeit alle Versuche der organisierten Arbeitertasse, ihren Willen durch Entfaltung der ihnen zu Gebote stehenden Kräfte, bezw. durch Stillegung der Gütererzeugung gescheitert. Die allgemeine Wehrpflicht ist schließlich auch im Innern und im unblutigen Kampse der wirtschaftlichen Interessen ein Machtmittel des Staates. Bei jedem großen Streif wurden die Truppem nicht allein zum Schuße der bedrohten Unternebmungen, sondern auch zur Bedienung der Maschinen und zur Erledigung der Arbeiten benüßt. So auch jetzt wieder. In Rom beispielsweise versorgen die Militärbäcker und die Militärschlächter die notleidende Menschheit mit Lebensmitteln. Unter diesen Umständen kann man auch diesen Versuch, eine allgemeine Geschäftsstille herbeizuführen, nur schlechte Aussichten stellen. Wir möchten nur wünschen, daß die Arbeiterfasse in Zukunft davor bewahrt wird, für ähnliche Unternehmungen nochmals Familienglück und Frieden auf das Spiel zu seßen und daß aus diesem Kampfe der Friede unter den Klassen erwachsen möge. Es wäre das schönste Osterfest, wenn die einzelnen Bevölkerungsschichten einander wieder verstehen lernten und das Auferstehungsfest des sozialen Friedens gefeiert werden könnte. Die Politik. Die Versöhnungspolitik des Kaisers. Kaiser Wilhelm soll bei seinem Kopenhagener Besuch einen nicht zu unterschäßenden persönlichen Erfolg davongetragen haben. Es soll ihm gelungen sein, die bisher Deutschland nicht freundlich gesinnte Kaiserinwitwe von Rußland gänzlich umzustimmen. Sie soll gesagt haben, wenn alle Deutschen so wie ihr Herrscher seien, dann sei sie gern deren Freundin. Auch die Prinzessin Marie bon Orleans hat der Kaiser besonders ausgezeichnet. Er schenkte ihr eine prächtige, mit Diamanten reich besetz Taschenuhr. Neue Heeresvermehrung. ( 2) Näheres über die bereits für die nächste Legislatur periode des Reichstages angekündigte Militärvorlage wird jezt bekannt. Danach soll u. a. ein neues Armee corps mit dem Generalfommando in Allenstein in Ostpreußen errichtet werden. Daß eine stärkere Belegung des Ostens mit Militär seit langem von der Militärverwaltung aus strategischen Gründen geplant war, war bereits bekannt, doch war man der Meinung, daß diese Verstärkung der ostdeutschen Grenzwacht durch Teslogierung von Truppen aus Westdeutschland nach der russischen Grenze erfolgen würde. Wie übrigen unser Berliner CB.- Mitarbeiter mitteilt, wird die Forderung dieses neuen ostpreußischen Armeekorps nicht die einzige sein, die die neue Militärvorlage enthält. Ein Fehlgriff. * In Breslau ist ein Vortrag des Breslauer frei religiösen Predigers Tschirn: ,, Hat Christus gelebt?" vom Amtsanwalt verboten worden. Zugleich ist gegen Tschirn das Ermittelungsverfahren wegen groben Unjugs, began. gen durch die Anlündigung des Vortrags, eingeleitet worden. Tschirn wollte gegenüber den Zweifeln der modernen Theologen die Existenz Christi nachweisen. Unter diesen Umständen dürfte es zur Erhebung der Anklage wegen groben Unfugs gegen Tschirn nicht erst kommen. Ein Attentat auf König Eduard? )( In Lissabon wollen die Londoner Geheimpolizisten, die den König Eduard begleiten, einem gegen denselben geplanten Mordanschlag auf die Spur gekommen sein. Sie wollen unter den Dienern des Prinzen Alfonso einen berüchtigten, gefährlichen Anarchisten entdeckt haben. Der Mann wurde sogleich festgenommen, und weitere Verhaf tungen folgten. Ein furchtbares Verbrechen, das während der Galavorstellung in der Oper zur Ausführung kommen solite, sei so verhindert worden. Wahrscheinlich ist die Geschichte blinder Lärm. Allerdings ist in Lissabon ein Desterreicher, Siegfried Nacht, verhaftet worden, dieser scheint aber ein harmloser Reisender zu sein. Die Bagdadbahu. ::: Der englische Ministerpräsident Balfour hat sich mit großer Entschiedenheit für eine Beteiligung des englischen Kapitals an der Bagdadbahn ausgesprochen. Die einheimische Presse ist damit einverstanden, da die Bagdadbahn einen Teil des Landweges nach Ostajien beherrscht. Deutschland aber kann ebenfalls mit einer Heranziehung des englischen Kapitals einverstanden sein, da hierdurch das bereits aufgetauchte politische Mißtrauen einzelner Staaten beseitigt wird. Wie ie Russen die Mandschurei ,, räumen“. (!) Die Dickfälligkeit der Russen gegenüber allen Ver suchen, sie zu der versprochenen Räumung der Mandschu rei anzuhalten, mutet nachgerade ebenso komisch an wi der Aerger, den die Engländer darüber empfinden. Ruß land ,, raumt" schon seit Jahr und Tag die Mandschurei aber den russischen Kosak von der Mandschureibejazung der dieses Gebiet tatsächlich geräumt hätte, hat noch feines Sterblichen Auge gesehen. Jezt drehen die Russen der Engländern ganz ohne Scheu eine Nase. Bitterböse melde das Reutersche Bureau aus Peting: ,, Die einjährige Frist die Rußland für die Räumung gestellt war, ist abgelau fen. Seit etwa 14 Tagen haben die Russen begonnen ihre Truppen aus dem Innern der Provinz zurückzuzie hen. Einige sind nach Port Arthur gegangen, andere nad den Stationen längs der Bahnlinie. Tatsächlich hat abei auch nicht eine Truppenahtoitung die Mandschurei verlassen." Die Russen werden sich hüten, den einmal offu pierten Braten den anderen zu überlassen. Ihnen kann ja am Ende doch keiner an den Wagen fahren. Kurze politische Nachrichten. * Die von der Sozialdemokratie in Magdeburg auch in diesen: Jahre bei der Polizei nachgesuchte Erlaubnis zur Veranstaltung eines Umzuges am 1. Mai wurde vom Polizeipräsidium wiederum verweigert. * Die Staatsbahngesellschaft im Haag hat den Vorschlag der Arbeitervereinigung, über die Wiederausnahme der Arbeit durch die Ausständigen in Unterhandlungen zu treten, abgelehnt. Rußland läßt die Nachricht dementieren, daß es bei dem Haus Rothschild in Paris einen Pump aufnehmen will. Warum dann neulich die Zurechtweisung der französischen Diplomatie, wenn man die Pariser Finanz nicht mürbe machen will? * ,, Manchester Dispatch" nill wissen, daß Chamberlain im Herbst auf einige Wochen nach Amerika reisen wird. * ,, Standard" meldet aus Washington: Die Kommission, welche zur Aufnahme von Verhandlungen über eine internationale Regelung des Wertverhältnisses zwischen den Währungen der Gold- und Silberwährungsländer ernannt worden ist, wird sich Mitte Mai nach London begeben. * Die Amerikaner, die erst so lebhaft dafür eintraten, daß China die Kriegsentschädigung in Silber zahlen dürfe, fordern jezt selbst von China die Zahlung in Gold, nachdem sie eingesehen haben, daß keine der anderen Mächte auf den amerikanischen Silberleim gegangen iſt. * Die Revolution in San Domingo scheint für die Aufständischen ungünstig zu verlaufen. General Vazquez bedrängt mit den Regierungstruppen die in der Hauptstadt San Domingo sich verschanzt haltenden Aufständischen sehr stark. Die Vorstadt San Carlos hat er ihnen bereits abgenommen. Die Führer der Aufständischen sind bereits gefallen. Hof und Gesellschaft. Der Kaiser und die Kaiserin nahmen gestern am Gründonnerstag nach altem Brauch mit dem Prinzen Adalbert im Pfeilersaal des Königlichen Schlosses bas heilige Abendmahl. Der Kaiser begab sich später zu Fuß nach dem Auswärtigen Amt und hatte daselbst eine Besprechung mit dem Staatssekretär Freiherrn von Richthofen. Die Kaiserin ich somit erfreulicherweise wieder ganz hergestellt. *** Wie aus Konstantinopel telegraphiert wird, widmet die dortige Tagespresse den deusschen Prinzen äußerst sympathische Artikel. Der Säbel, den der Sultan als Geschenk für den Kaiser den Prinzen übergeben hat, übertrifft an Kostbarkeit alles, was bisher in Waffen geleistet worden ist. Donnerstag Mittag 1 Uhr reisten die Prinzen nach herzlichem Abschiede ab. Der Sultan verlieh dem Deut schen Kronprinzen den Orden Chanedani- ali- Daman und dem Prinzen Eitel Friedrich den Imtiaz- Orden. Die verwitwete Königin Marie von Hannover vollendet am 14. d. M. ihr 85. Lebensjahr in seltener Frische. Der Tag wird voraussichtlich ziemlich still begangen, da Prinz Georg Wilhelm von Cumberland an einer Nierenentzündung von neuem heftig erkrankt ist. Hus dem Gerichtsfaal. 8,, Giche" und Wohlfahrt". Der Prozeß gegen die drei früheren Vorstandsmitglieder der eingegangenen Hilfskassen ,, Eiche" und ,, Wohlfahrt" über die wir gestern berichteten, endete mit der Returteilung aller drei Angeschuldigten. Hjarup wurde zu drei Monaten Gefängnis und 100 Mark Geldstrafe, Hübner und Biertümpel wurden zu je einem Monat Gefängnis verurteilt. 8 Schwindeleien im tile des Töpfers Jänicke enthüllte ein Prozeß, der sich dieser Tage vor dem Schwurgericht zu Zürich abspielte. Der Musikdirektor Rüde war angeflagt, seine Geliebte, eine Frau Semadini, veranlaßt zu haben, leichtgläubigen Leuten durch schwindelhafte Angaben Geld zu entlocken. Die Semadini erzählte unter anderem, sie stehe mit einem Geheimbund zur Hebang verborgener Schäße in Verbindung, dem auch die Herrscher großer europäischer Staaten angehörten; ferner besize sie das sechste und siebente Buch Mosis und könne hiermit ihren Mienten zu großem Reichtum verhelfen. Es gelang ihr auch wirklich, einigen Gimpeln mehrere tausend Franken abzuschwindeln. Rüde wurde nun wegen Anstiftung zum Betruge zu acht Monaten Arbeitshaus verurteilt und für fünf Jahre aus der Schweiz ausgewiesen. § Rudolf von Habsburg ein Bettler. Vor dem Bezirksgericht in Reichenbach in Desterreich wurde vorgestern ein Bettler vorgeführt, der sich wegen Umhertreibens versuchen, Sie bei Fräulein Maschte Iɔs zu bitten werbe fcharfgeschnittene Geficht des jungen Mannes. Ein eigentümlicher Sug flog über das unbewegliche Wahfollten! und reichte es ihr hin machen, damit keine Zeit verloren geht. er hatte ein Geldstück aus dem Portemonnaie genommen wenn Stärkungsmittel fehlen rend ich zu ihr gehe, mögen Sie sich zum Ausgehen bereit Und da, Man hat nur eine Mutter zu verlieren!" fte er ernit hini ünftes Kapitel. zurückkehrte, wartete Als Ulrich einige Tage später aus den seiner eine hatte für den Abend ein kleines Gartenung. oder andere der jungen Damen sie in den Schatten stellen das ihn mit ihren näheren Freundinnen bekannt macher Ellen brauchte teine Sorge zu haben, daß die eine Lagerräumer arrangiert Ellen follte. Unfer Ostpreußen ist das Aschenbrödel des Deutſchen ( Nachdruck verboten.) Von Fritz Skowronnet Stiefkind! Reiches. ich zum Pönigreich emnarichmang. Den Selbst da die Provinz schɔn dem Staate Preußen, als er och zwer enschenwellen erger Städten zugute. Die fleinere, die der as uper bas vano. ger, die zu Anfang des achtzehnten den Seiten des Pregels eine gute Saat bereitet. ſea Rand mar in sülle vorhanden wer wacker die Hände Gebirgsbauern fanden in der ostpreußischen Ebene zu beider Pest entoölterten Dörfer neu besiedelten. Die armen Weitaus bedeutsamer Herrenderung der ihres Glaubens wegen beri Serts die von war die Einmanfranzösischen Refugiés, tam nur ben Salzbur zu verantworten hatte; da ihm aber nicht nachgewt Jen werden konnte, daß er um eine milde Gabe angesprochen hatte, so mußte er freigesprochen werden. Das Sensationelle an dem Falle war die Tatsache, daß der Bettler behauptete, mit dem Kaiser Franz Josef denselben Stammbater zu haben; der aus Zürich stammende Mann heißt nämlich tatsächlich Ritter Rudolf von Habsburg. Da bekanntlich die Habsburger des Kaiserhauses im Mannesstamme ausgestorben sind, so nimmt der Abenteure für sich die Anerkennung der reineren Abstammung in Anspruch. Obschon er freigesprochen worden war, wurde er an die Grenze abgeschoben. Giessener Cagesneuigkeiten. sowie je 228% von der Grund Gewerbe- und Kapitalrentensteuer und beträgt die Einnahme hieraus wie eingerommen 810704 Marf. Aus dem Octroi ist unter Abzug der Rückvergütung und der Erhebungskosten der Betrag bon ca. 100 000 Mart in Einnahme vorgesehen. Die Schuldentilgung ist in Höhe von 179 245 Mart in Aussicht genommen. Der Etat wird gleich nach Ostern von der Stod verordneten- Bersamm'ung beraten werden. ** Stadttheater. Das Elbinger OperettenEnsemble des Direktors Her n Walter Steinert eröffnet im hiesigen Stadttheater die Op retten- Nachsaison mit Millöckers berühmter Operette ,, Der Bettelstudent" statt mit„ Boccaccio". Den ersten Kräften des unter der musi- - Gießen. Die Gemälde- Ausstellung am Brand, falischen Leitung des Kap Almeiſte 3 Herrn Schaß und unter welche wieder geöffnet ist, hat diesesmal wieder der Spielleitung des Oberregiss urs Herrn Siegfried Bruck ſtehenden Ensembles soll in der Operette„ Der Bettelstudent" hervorragende Kunstwerte befannter Meister aufzuweisen. Außer einer Kollektion von Werken( 18 Gemälde des her- Gelegenheit geboten worden, sich dem hiesigen Publikum vorragenden Schweden Bruno Liljefors), ist noch ein Teil aleich in gan; hervorragend n Partien zu zeigen. Die erste von der Ausstellung der Freien Vereinigung Darmstädter Operettensängerin Fräulein Amélie Stöger singt die „ Laura", die Opere tensonbrette Fräulein Mizze Barté Künstler der Ausstellung einverleibt worden und zwar von die„ Bonislava". Als„ Symon" und" Jan" werden sich Professor E. Bracht- Dresden, J. Hammer- München, O. Ubbelohde Groffenfeld, E. Selzam Utting u. s. w. Ferner sind die beiden Tenöre, Herren Nolte und" Sompner ein noch Werte von Thoma- Karlsruhe, Eckenbrecher- Berlin, Talat- führen; Herr Bruck bringt die fomishe Rolle des„ Allendorf" zur Darstellung Am Dienstag( 3. Feiertag) geBerlin, Grüßner- München, Chertzi- Neapel, Keller- Reutlingen München und Murthe- Düsseldorf vertreten. Nach Obigem langt das lezte Werk des Walzerkönigs Johann Strauß, die dürfte die gegenwärtige Ausstellung die interessanteste sein, dreiaftige Operett„ Wiener Blut", erstmalig zur Aufführung. die jemals der Kunstverein aufzuweisen hatte und fann der Besuch derselben nur aufs angelegentlichste empfohlen werden. Der d'eser Tage in den Ruhestand getretene KomDie Ausstellung ist an den Feiertagen Mittags von 11 bis mandeur der Distrikts gendarmerie Oberstleutnant a. D. Kull3 Uhr ununterbrochen geöffnet. mann hatte ursprünglich das Schusterhandwerk gelernt. Mitte der 50er Jahre trat er als Gemeiner beim 2. hess., ißigen 116. Infanterieregiment ein, wurde alsbald Unteroffizier und zeichnete sich im Gefecht bei Laufach im Jahre 1866 derart aus, daß er noch während des Krieges zum Offizier ernannt wurde. Im Laufe der Jahre wurde er zum Hauptmann befördert, machte den Feldzug 1870/71 mit, war längere Zeit Ehef der 8 Komp. des genannten RegiDiftriftsoffizier in Oberhessen und dann in Rh inhess n. mens und trat dann zur Gendarmerie über. Er war zuerst An jedem Plaze stellte er seinen Mann und machte das Sprichwort:„ Schuſter bleib bei deinem Leiſten" vollſtändig ** Die Wahlen zur Handwerkskammer. Das Material für die Ersazwahlen zur Handwerkskammer ist nunmehr von Gr. Ministerium an die wahlberechtigten Korporationen abgegeben worden, mit dem Anfügen, daß das Ergebnis der Wahl bis zum 15. April dem in den Stimmzetteln bezeichneten Herrn Wahlkommissär einzureichen ist, andernfalls die Stimmzettel nicht berücksichtigt werden. Die für die Wahl zur Verfügung stehende Beit iſt ſonach schon sehr kurz bemessen, und kommt weiterhin in Betracht, daß die österlichen Feiertage für die Abhaltung der Bersammlungen nicht günstig sind. Die notwendige Verständigung über die in den einzelnen Wahlkörpern und Wahlbezirken zu wählenden Handwerksmeister dürfte so in etwas erschwert sein, trotzdem wird es sehr wünschenswert erscheinen, wenn eine Einigung vorher erfolgt, schon um Stimmenzersplitterung zu vermeiden. Wer seither die Thätigkeit der Handwerkskammer verfolgte, fonnte mit Genugtuung feststellen, daß die Mitglieder der Rammer mit voller Einmütigkeit an die derselben gestellten, nicht leichten Aufgaben herangingen, daß sie alle das Handwert betreffenden Fragen in befriedigender Weise zu lösen suchten. Ein wichtiger Faktor zur Ermöglichung fruchtbarer Arbeit war aber, daß die Mitglieder im Laufe der vergangenen 3 Jahre sich vollständig in den zu behandelnden Stoff einzuarbeiten und allen Fragen mit vollem Verständnis gegenübertraten. Es wird deshalb die Sache des Handwerks nur fördern können, wenn bei den Ersaßwahlen auf diese Tatsache Rücksicht genommen und in allen Wahlbezirk.n darnach gestrebt wird, die seither wohl bewährten Männer, die sich in uneigennütziger Weise in den Dienst des Ganzen gestellt hahen, wieder zu wählen:„ 8um Wohle de& Handwerkerstandes!" *** Die Fleisch beschau im Gießener Schlachthause ist seit dem 1. April auf Grund des Reichsges& g ändert. Eine ganze Anzahl Fünfmarkstück großer blauer Farbstempeln werden dem untersuchten Fleisch aufgedrückt. ( Wir zählt n an einem ausgeschlachteten Kalb nicht weniger als 12 Aufdrücke.) Die Hausfrauen, denen die Megger das gestempelte Nahrungsmittel aushändigen sind gerade nicht sehr erbaut von dieser Neuerung, werden sich aber mit der Beit daran gewöhnen müssen. ** Aus dem städtischen Voranschlag für 1903/1904 welcher zur Einsicht für Jedermann seit einigen Tagen auf der Bürgermeisterei offen liegt ist zu ersehen, daß die Betriebsrechnung mit 1720 890 Mart also der Voranschlag im Ganzen mit 3194 458 Mark in Einnahme und Ausgabe abschließt.- Der Rest aus früheren Jahren ist in der Betriebsrechnung auf 140546 Mart in Einnahme gestellt, von welcher Summe 55 675 Mart in Ausgabe stehen. Die zur Ehebung kommenden Gemeindesteuern bestehen nach dem Voranschlag aus 14% der Einkommensteuer Den VORZUG zu Schanden. ** Ulrichstein, 10 April. Am Dienstag kommender Woche wird der Schloßbau- Verein zu Gießen am Hause des Kaufmanns Natan Reiß eine Gedächtnißtafel an= bringen lassen zur Erinnerung an die Tatsache daß Feldmarschall Blücher nach der Schlacht bei Leipzig, auf der Verfolgung Napoleons begriffen, in jenem Hause sein Quariier aufgeschlagen hatte. Standesamt- Nachrichten der Stadt Gießen. Aufgebote. 7. April. Johannes Knobeloch, Sergeant dahier mit Katharina Keil in Nieder- Ohmen. 8. Adam Nickel, Gärt ner dahier mit Elisabeth Henriette Auguste Weiß dahier. 9. Ludwig Wilhelm Krug, Gerichtsassessor in Mainz mit Sophie Friederike Adami dah'er. Eheschließungen. 4. Ap il. Georg Heinrich Wenderoth, Schlosser dahier mit Anna Pauline Kliffmüller dahier. Johann Heinrich Krauth, Sergeant im Inf. Regt. Nr. 168 zu Buzbach mit Katharine Schneider dahier. 7. Otto Eschbach, Schloss r dahier mit Karoline Riedhammer dahier. 9. Wilhelm Pfeil, Frieseur dahier mit Ottilie Helene Dietrich dahier. Geborene. Jahre 6 Monate alt, Ehefrau des Werkmeisters Friedri Weber dahier. Marie Köhler, geb. Scherff, 23 Jahre 9 Monate alt, Ehefrau des Glasermeisters Theodor Köhler in Alsfeld. 9. Johannes Feuster, 34 Jahre 9 Monate alt, Fabrikarbeiter dahier. 28 März. Dem Ofenseßer Albert Heß ein Sohn. 29. Tem Postschaffner Christoph Beck r II. eine Tochter, Katharine Elisabeth Susanne. 1. April. Dem Sergeanten Wilhelm Luh ein Sohn. Dem Werkmeister Friedrich Weber eine Tochter, Marie Mathilde Wilhelmin. Dem Taglöhner Heinrich Wagner eine Tochter, Karoline. Dem Kaufmann Julius Berdur ein Sohn. 2. Dem Knecht Ludwig Win rich ein Sohn, Ludwig W lhelm. 3. Dem Hilfsweichensteller Karl Müller ein Sohn, Friedrich Ernst. 4. Dem Registrator D to Stier ein Sohn, Karl. 8. Dem Esenbahnwerfmeister Rudolf Larbig eine Tochter, Th res» Wilm. Gestorbene. 4. April. Valentin Henn, 91 Jahre 4 Monate alt Furschüß dahier. 6 Marie Mathilde Wilhelmine Weber, 4 Tage 20 Stunden alt, Tochter des Wertmeisters Friedrich Weber dahier. 8. Wilhelmine Weber, geb. Hans, 27 grösster Ausgiebigkeit hat Kirchliche Nachrichten. Evangelische Gemeinde. 1. Ofterfeiertag, den 12. April. Rollefte zum Besten des Kirchenfords. In der Stadtkirche. Vormittags 9.30 Uhr Pfarrer Scheunemann. Vormittags 11 Uhr: Kinderkirche für Matthäus- und Markusgemeinde gemeinsam. Pfarrer Scheunemann. Abends 6 Uhr: Pfarrer Schlosser. Im Anschluß da an: Beichte und Vorbereitung zu der mit der Konfirm tion verbundenen Abendmahlsfeier. In der Johanneskirche. Vomittags 9 30 Uhr: Pfarrer D. Naumann. Vormittags 11 Uhr: Kindergottesdienst für die Johanne gemeinde. Pfarrer D. Naumann. Nachmittags 2 Uhr: Pfarrer Euler. 2. Osterfeiertag, den 13. April. Kollefte für die Armen. In der Stadtkirche. Vormittags 9.30 Uhr: Ronfirmation der Kinder auf der Matthäusgemeinde. Feier des heil. Abendmahls. Pfarre Schlosser. Nachmittags 2 Uhr: Vorstellung und Prüfung be Konfirmanden aus der Markusgemeinde. Pfarrer Sche nemann. Abends 6 Uhr Pfarrassistent Begt. Im Anschluß daran feierliche Entlassung der Knaben horstschüler. In der Johanneskirche. Vormittags 9.30 Uhr Pfarrer Euler. Vormittags 11 Uhr: Rindergottesdienst für die Butat gemeinde. Pfarrer Euler. 20 Gro ausgeführt Wilhelm) Nachmittags 2 Uhr: Vorstellung und Prüfung der Konfi manden aus der Johannesgemeinde. Pfarrer D. au mant. Nächsten Sonntag den 19. April, Quasimodogeniti, findet die Konfirmation der Kinder aus der Markusge. meinde in der Stadtkirche, derer aus der Jo hanneskirche und in Verbindung damit die Feier des heil. Abendmahls statt. Die Beichte dazu wird am Sam tad den 18. April, nachmittags 2 Uhr, in beiden Kirchen gehalten. Bei der Konflemation wird eine Rollefte zum Besten der Armen erhoben werden. Am Sonntag Quasimodogen.ti, nachmittags 2 Uhr findet die Vorstellung und Prüfung der Konfir manden aus der Lucas- und Miltärgemeinde in der Johanneskirche statt. Marktbericht. Gießen, 11. April Aus dem heutigen Wochenmarkt fofteten Butter per Pib. 1.20-0.00 Mt. Hühnereler 6 Bfg, 2 St.11 Bfg., Enteneierst 6-7 Pfg., Käse per St. 5-8 Pfg. Kasematte 2 St. 5-6 Bfg., Erbsen ver Liter 21 Bfg., Linsen per Liter 32 Bfg. Lauben per Paar mr. 1.00-1.20, Hühner per Stüd Mt 100-170, Hahnen, yr Stud Mt. 0,85-2.00, Enten per Stid 2.00-2.40, Gänse p. Blb. 54-60 Pfg. Ochsenfleisch per Pfd. 66-76 Bfq., Rindfleisch per Bfd. 60-66 Pfg. Schw inefleisch per Pfo 66-76 Bia Schweine fleisch gesalzen per Bfund 0.80 Bfa., Kalbfleisch per Bfd. 66-72 Bfg., Hammelfleisch per Pfd. 52-72 Bfq., Kartoffeln ber 100 Kilo 6.00-0.00 mt., Zwiebeln per 3t. Mt. 6.00-7( 0, Milch per Liter 18 Pfa. ر Schwarze Seiden in ebelfter Färbung und Garantie- Schein für gutes Tragen sowie Seidenstoffe jeder Art in unerreichter Auswahl und hochmodernen Dessins zu billigsten Engros- Breisen, meters und robenweise an Private porto- und sollfret. Proben franto. Briefporto 20 Bfg. Seidenstoff- Fabrik- Union Adolf Grieder& C Zürich G.22. Kgl. Hoflieferanten. ( Schweiz) MAGGI's Suppen- WÜRZE. u. Speisenman nehme deshalb nie zu viel - nicht überwürzen! GEBRÜDER ROEDER, DARMSTADT. gegründet 1866, 1erdie Preise, Fisie fonction Kochherde, 320 Ardeler, 回回 45 Geräumiges möbliertes Rimmer in einem Neubau mitten b Stadt, billig zu vermieten. Näheres in der Erp. d. Bl. Zu den Osterfeiertagen empfeh'e prima Bockbier der Aktien Brauerei Gießen sowie frische Bic hefe. J. Peppler, Grünberg. Hoher Nebenverdienst 6. J Müller, Jlversgehofen- Erfur Als Alleinvertreter der Roeder'schen Kochherde bringe ich mein ständiges Bertrieb leicht verf. 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Osterfeiertag nachmittags 4 und abends 8 1hr Grosses Militärkonzert ausgeführt von der Kapelle des Inf. Reg.( Kaiser ausgeführt von der Kapelle des 13. Husaren Regimente Wilhelm) Nr. 116 unter persönlicher Leitung des Herrn( König Humbert von Italien) aus Mainz mit beMusikdirektors E. Krauße. Zu zahlreichem Besuch laden ergebenst ein sonders ausgewähltem Programm. Trescher& Schrödel. Wirtschafts- Eröffnung. Einer werten Einwohnerschaft von Gießen und Umgegend zur gefälligen Kenntnis, daß ich das Gasthaus Zum Deutschen Kof" Nenenweg 5 " Gießen fäuflich erworben und am heutigen Tage eröffnet habe. Neuenweg 5 Durch vollständigen Umbau des Hauses, sowie Instandsegung aller Zimmer, Aufarbeitung und Reinigung sämtlicher Betten habe ich mein Gasthaus der Neuzeit angepaßt und bitte ich höft chst, mein Unternehmen gütigft unterstüßen zu wollen. Brima Mittagetisch von 12 bis 2 Uhr. Kalte und warme Speisen zu jeder Tageszeit. Ia Bier aus der Gambrinus- Brauerei Butzbach, J. C. Melchior. Stallung für ca. 10 Pferde. Indem ich für das mir in me nem bisherigen Lokale„ Kühler Grund" intgegengebrachte Wohlwollen bestens danke, bitte ich, mir dasselbe auch fernerhin in meinem jeßigen Lofale erhalten zu wollen. Hochichtend Ludwig Flamme Gießen, den 9. April 1903.( füher Kühler Grund.") Empfche Stahl- Wendeflüge mit selbsteinfallender Shieberfeststellung Vorderpflüge mit auswechselbaren Achsenschenkeln, staub- und schwnhsicherer. WUK raft Bester Küchen Extract Glebt Suppen und Gemüsen vollkräftigen Geschmack. Wirkung verblüffend. Enorm billig Ein Schweizer Die Aufnahme der schulpflichtigen Kinder. Montag den 20. April d. Je., vormittags von 10 bis 12 Uhr, findet in der hiesigen Volksschule, und zwar in der Stadtfnabenschule im Zimmer Nr. 3, I. Stock werf, in der Stadtmädchenschule Zimmer Nr. 6, 1. Stockwerf, die Aufnahme der Kinder statt, welche bis 1 Mai d. 3. das sechste Leber sjah zurückgelegt haben. Auch fönnen am genannten Tage auf Wunsch der Eltern oder deren Stellvertreten solche leiblich und geistig nicht unreife Kinder aufgenommen werden, welche bis zum 30 Sept. d. Js. das sechste Lebensjahr vollenden. Tiejenigen dieser zur Anmeldung gebrachten Kinder aber, welde für den Schulbesuch nicht genug herangereift betrachtet werden können, fommen zur Zurückstellung für das nächste Schuljahr. Bei der Anmeldung der Kinder ist der Impsschein vorzulegen und bi auswärts Geborenen der Geburtsschein mitzubringen. Außerdem haben dajenigen Eltern, welche Den der Gewährung freier 2 hrmittel für ihre zur Aufnahme gefon menen Kinder G. brauch mach n wallen, unt r Vorzeigung des diesjährigen Staatssteuerzettels bei dem betreffen en Hauptlehrer Antrag zu stellen. Gießen, den 9. April 1903. Für den Schulvorstand: J. V.: Georgi. Hahn, Reftor. Jubiläums- Stipendien- Stiftung, zu Ehren der 25jährigen Regierung des Ed. Klinkel, Bibnbofitrafe 10. höchstseligen Großherzogs Ludwig III. gesucht. 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Hiernach berechtigte und befähigte junge Männer, welche zum Zwecke ihrer Ausbildung eine höhere Bildungsanstalt besuchen oder besuchen wollen, und sich um das Stipendium zu bewerben beabsichtigen, sind eingeladen, ihre Gesuche durch ihre betreff nde Bürgermeisterci an die Bürgermeisterei der Hauptstadt ihrer Provinz, also aus Orten der Provinz Starkenburg an die Bürgermeisterei Darmstadt, aus Rheinhessen an die Bürger( Sartenanteil per Monat meisterei Mainz, aus Oberhessen an die Bürgermeisterei 14 Mr. zu vermieten. Sine 4- Zimmerwohnung nebst Bleichplatz zu vermieten. E. H. Müller, Schillerstraße 26. mit Kleine 3-3immerwohnung ,, Schöne Aussicht." Schillerstrasse 27 Schöne 4- Zimmerwohn ung mit Zubehör und 251.1 Big, entendiek. 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