Nr. 35. Abonnementspreis: in Gießen, abgeholt monatlich 50 Bfg., in's Haus gebracht 60 Pfg., durch die Poft bezogen viertelfährlich Mt. 1.50. Gratisbellagen: Oberheffische Familienzeitung( täglich) Oberbeffische Zeitschrift für Landwirtschaft, Obst- und Gartenbau, sowie die Gießener Seifenblasen( wöchentlich). Das Blatt erscheint an allen Werktagen nachmittags. Mittwoch, den 11. Februar Gießener 12. Jahrgang. 1903. Jusertionsprei 8: Die einspaltige Petitzeile für Gießen wie ganz Oberheffen, die Kreise Wetzlar und Marburg 10 fg. sonst 15 Pig.; Reklamen die Petitzeile 30 resp. 40 Pfg. Postzeitungsliste No. 8269. Redaktion und Expedition: Gießen Neuenweg 28. Fernsprechanschluß Nr, 368. Neuelle Nachrichten ( Gießener Tageblatt) Anabhängige Tageszeitung ( Gießener Zeitung) für Oberheffen und die Kreise Marburg und Wetlar; Lokalanzeiger für Gießen und Umgebung. Enthält alle amtlichen Bekanntmachungen der Großh. Bürgermeisterei Gießen und anderer Behörden von Oberhessen. 255. Sigung. Deutscher Reichstag. Eigener Bericht. Der Ehrensold der Veteranen. Eine Interpellation Nißler und Genossen will wis. sen, ob der Reichskanzler einer Resolution des Reichs. tags auf Gewährung eines Ehrensolds an unsere Veteranen Folge gegeben habe. Im Austrage der Interpellanten begründete der konservative Abg. Nißler die Anfrage. Er bedauert, daß viele tausende von Veteranen jetzt die Beihilfe von 120 mt. nicht erhielten, weil das Gesetz die vollständige Erwerbsunfähigkeit fordere. Die auf eine Aenderung hinzielende Resolution set Reichstag einstimmig angenommen worden, dabei sei es aber dann leider geblieben, nur 720 000 mt. seien inzwischen mehr bewilligt worden. Die Frage des Ehrenfoldes sei wichtiger als unsere ganze Seolonialpolitik. vom Staatssekretär Freiherr v. Thielmann erwiderte, er habe sofort im Jahre 1901 nach Annahme der Resolution eine Umfrage veranstaltet. Im Etat des Invalidenfonds seien im laufenden Jahr 9 Millionen ausgeworfen, von denen 75 000 Veteranen Unterstützung erhalten könnten. Der Invalidenfonds werde frühstens im Jahre 1908, spätestens 1910 aufgezehrt sein. Sämt liche Invalidenausgaben müßten dann auf den ordentlichen Etat übernommen werden. Es seien noch etwo 600 000 Striegsteilnehmer vorhanden, darunter 100 000 n validen. Viele erhalten auch aus dem kaiserlichen Dispositionsfonds erhebliche Unterstützungen. Der Antrag Nißler habe sich nicht als ein gangbarer Weg erwiesen. Es ist bezeichnend, daß die Vertreter fast aller Parteien, die zu Worte kamen, sich über die Grundidee der alten Resolution wie der neuen Interpellation aner tennend aussprachen. Den Veteranen soll und muß ge holfen werden; dieser Ansicht sind alle ohne Aus. nahme; nur über den Weg der Beschaffung der erforderlichen Mittel sind sich die Parteien nicht einig. Die Frage ist von neuem angeschnitten", die Regierung er neut ,, angestoßen" worden das war der Zweck der Interpellation; dieser Zweck ist erreicht worden. Die fortgesetzte Beratung des Etats des Reichsam'é des Innern leitet Abg. Dr. Jäger mit einer Rede ein, die sehr gut gewesen sein mag, die aber den Nachteil hatte, daß man sie hier oben auf der Tribüne nicht verstand. Akustisch und menschlich verständlich war der von dem nächsten Redner, dem antisemitischen Abg. Raab, ausgesprochene Wunsch, es möne eine Reichsseebehörde er. nannt werden, die über die Vorschriften zur Verhütung von Unfällen auf See wache. Graf Posadowsky er widert, daß am 1. April neue Ausführungsbestimmungen zur Seemannsordnung herauskommen werden. Hieraus vertagt sich das Haus. Die Hauptversammlung des Bundes der Landwirte. CB. Berlin, 9. Februar. Gegen die Hauptversammlungen früherer Jahre hat sich doch manches verändert. Am Tische des Präsidiume fehlt ,, Vater Plöz", der mildegesinnté Organisator des Bundes, und seine Stelle nimmt der überschlanke Freiherr von Wangenheim, eine kühne Reitererscheinung, ein. Major Endell, in früheren Jahren einer der Hauptführer des Bundes, sizt im Zirkus Busch in einer Loge, aber die vorüberziehenden Delegierten erkennen ihn und spenden ihm freundliche Grüße. Dann kommen die Reden. Der Bundesvorstgende von Wangenheim beginnt. Er geht scharf mit der Regierung ins Gericht: sie habe die Landwirtschaft in der Zolltariffache arg hinters Licht geführt. Und die Konservativen hätten ihr dabei mit der Unterstüßung des Antrags Kardorff- geholfen. Dieser Antrag sei ein Unglück für die Landwirtschaft. Von den anderen Parteien war auch nichts zu erwarten; gegen das Zentrum wolle der Bund zwar keinen Kampf führen, aber die katholischen Bauern müßten darauf hinwirken, daß das Zentrum die Bundesforderungen zu den seinigen macht. Den Mittelstand, den Träger des Staates, habe die Regierung gröblich vernachlässigt, ihn zu stärken und zu erhalten sei Zweck des Bundes. Grundsägliche Opposition treibe der Bund nicht, nur dagegen wahre die Landwirtschaft sich, daß ihre Interessen denen anderer Stände geopfert würden. Nicht als Sklaven und Schmeichler, als freie deutsche Männer wollten die deutschen Landwirte ihrem Kaiser dienen. In das Hoch auf den Landesherrn timmte die vieltausendtöpfige Versammlung brausend ein. Der Bundesdirektor Abg. Roefice warf ebenfalls einen Rückblick auf das erste Jahrzehnt des Bestehens des Bundes und gedachte der Männer, die sich um den Bund verdient gemacht. Nach ihm erstattete der andere Direktor, Dr. Diederich Hahn, den Jahresbericht, der eine günstige Entwickelung der wirtschaftlichen Tätigkeit des Bundes nachwies. Die Mitgliederzahl ist dieselbe geblieben, eine Viertelmillion. Der Umsaß der Genossenschaften betrug 112 Millionen gegen 43 Millionen im Vorjahre. Dr. Hahn, ber Herrn von Wangenheim an bissiger Dialektik übertrifft, zog in scharfen Wendungen gegen den Grafen Bülon vom Leder, den er dem Grafen Caprivi zur Seite stellte. Beide seien sich so ähnlich, daß niemand es ihm, dem Redner verübeln fönne, wenn er sie mitunter verwechsele. Das tat Dr. Hahn denn auch unmittelbar darauf mit nicht mißzuverstehender Absichtlichkeit. Noch schärfer aber wurde die Tonart, als das Hauptthema des Tages, der Zolltarif und die neuen Handelsverträge, zur Debatte tam. Der erste Referent, Herr Stauffer II, kritisierte die Beteiligung der übrigen Parteien an dem Zolltarifwerke und forderte namentlich zur Bekämpfung der Nationalliberalen auf. Dann abei nahm der temperamentvollste Redner, den der Bund neben Herrn Dr. Hahn besißt, der westpreußische Bundesoorsigende v. Oldenburg- Januschau das Wort. Hagel bicht fielen seine Streiche namentlich auf die Konservativen, die für den Antrag Kardorff gestimmt haben, und den Grafen Bülow, der sie in die Zwangslage gebracht habe, in der sie den Antrag Kardorff annehmen zu müssen glaubten. Bei den nächsten Wahlen werde man nicht die Partei, sondern die Persönlichkeit der Kandidaten sich anzusehen haben, und solche Kandidaten, bei denen ein späterer Fraktionszwang zu befürchten steht, würde man verpflichten müssen, frattionslos zu bleiben. Damit wäre auch die Entwickelung des Parteiwesens in die Bahn gelenkt, die sie doch gehen muß: in die Bahn, die zur Bildung nur zweier Parteien führt, des Bundes der Landwirte und der Sozialdemokratie. Der Kaiser müsse inne werden, daß der Bund eine gute Sache vertritt, und daß der jezt herrschende Einfluß fremder, undeutscher, unchristlicher Elemente eine Gefahr für Reich und Bolt bedeutet. Mit der Hoffnung, daß die Konservativen sich wieder um die Bundesfahne scharen würden, schloß der Redner. Nachdem dann unter lebhafter Zustimmung der Ver. sammlung eine Resolution, die der Bundesleitung das Ver trauen des Bundes ausspricht, einstimmig angenommer war, nahm ein Vertreter der angegriffenen Konserva tiven, Herr von Kröcher, der Präsident des Abgeordneten hauses, das Wort, um in längerer Rede die Zustimmung ber Konservativen zum Antrag Kardorff zu rechtfertigen Die Darlegungen des Redners, sein Bemühen, die Annahme des Antrags Kardorff als notwendig im Interesse ber Landwirtschaft, die sonst garnichts bekommen hätte, nachzuweisen diese Darlegungen stießen mehrfach aus lauten Widerspruch, doch wurde auch vereinzelte Zustimmung laut. Herr von Kröcher riet zur Mäßigung und zum Frieden zwischen dem Bunde und den rechtsstehenden Parteien, auch den Nationalliberalen. Große Bewegung entstano, als Herr von Wengenheim und später Dr. Hahn gegenüber einer Aeußerung Kröchers, der Bundesvorstand habe die s. 3t. erlassene Kriegserflärung" zurückgenommen, als eine irrtümliche Auffassung erklärten, und betonten, der Bundesvorstand halte diese Erflärung Saz für Saß aufrecht. Das Haus rief dem Vorstande Beifall und billigte ausdrücklich das Urteil des Bundesvorstandes über den Antrag Kardorff. Abg. Liebermann v. Sonnenberg rief zum Krieg big aufs Messer gegen die Nationalliberalen auf, die politisch Binsenfelder seien, und jedem Windstoß, woher er auc fomme, nachgäben und der Staub füßten. Mit einem drei fachen Heilruf auf die Frauen, die dieser Versammlung übrigens nicht beiwohnten, schloß der Redner. Nachdem dann noch der erste Journalist des Bundes, Dr. Dertel, das Verhältnis zwischen dem Bunde und der ,, Dtsch. Tgsztg." mit dem eines Bruders zu seiner jün geren Schwester in wißiger und humorvoller Weise derglichen hatte, nahm der holsteinische Bundesvorsitzende Graf Reventlow das Wort zu einer scharfen Polemik gegen Herrn von Kröcher. Un dessen und seiner Fraktionsge nossen Taktik im Zolltarifkampf zu verstehen, das gehe über den gesunden Menschenverstand, dazu gehöre schon die 24jährige parlamentarische Erfahrung und Beziehungen zu den Herren von der Regierung, deren sich Herr von Kröcher gerühmt habe. Was nüße der Landwirtschaft der gute Glaube der Konservativen bei ihcer Abstimmung, wenn diese die Landwirtschaft ruinieren? Nur solche Abgeordnete kann der Bund brauchen, auf die er in allen Fällen zählen kann. Dann," sagte Graf Reventlow ,,, brauchen wir nicht nachher zu sagen: ,, Mar, kehre wieder, es is dir alles vergeben." Denn ein solcher May könnte in einer fompromißhaften Anwandlung doch einmal wieder uns im Stich lassen. Wir müssen solche Abgeordneten haben von denen wir mit Wallenstein von vornherein sagen fönnen: May, bleibe bei mir!" Nur wenn ,, Mar" uns Garantien gibt, daß er bei uns bleibt, nur dann soll er ,, unser Mar" sein!" dnern - Stürmischer Beifall wurde diesem, mie allen anderen auch Herrn von Kröcher- zuteil. Dann gab es eine verhältnismäßig unwesentliche Diskussion. Darauf hin wurde noch Mitteilung von der Wiederwahl der Herren o. Wangenheim und Röside auf fünf Jahre zu Vorsitzenden gemacht, und unter brausenden Hochrufen auf den Bund Der Landwirte ging die Versammlung auseinander. So scharf auch einzelne Redner sprachen, so hart auch Regierung und Konservative mitgenommen wurden, im allgemeinen hatte man den Eindruck, daß die Suppe nicht so heiß gegessen werden wird, wie sie in dieser Versammlung gefocht wurde. Aus all den Reden klang ein Unterton heraus, der auf eine gewisse Zufriedenheit der In freisinnigen parlamentarischen Kreisen verlautet, demnächst werde ein scharfes Restript der Minister er scheinen, das nicht nur jede Unterstüßung des Bundes der Landwirte seitens der politischen Beamten verbieten, sondern den Landräten überhaupt untersagen soll, die Wahlen zu beeinflussen. Die Meldung Klingt recht unwahrscheinlich. Die Politik. Der Stand der Venezuelafrage. Die Verhandlungen wegen Venezuelas stehen noch sc ziemlich auf dem alten Flect. Herr Bowen will nicht, was bie Mächte wollen, und die Mächte wollen nicht, was Herr wen will. Gegen das Haager Schiedsgericht haben sie cer auch eine ziemlich beträchtliche Abneigung, und so verhandeln sie denn mit ihm meiter. Sie hoffen trop allen bisherigen Erfahrungen, daß die Unterhandlungen demnächst zum Abschluß kommen werden. Die drei Mächte gehen nach wie vor in voller Uebereinstimmung vor. Vom Aufstand der Filipinos. Die handvoll philippinischer Aufständischen macht der nordamerikanischen Großmacht viele Sorgen und Mühen. Die Rebellion ist nicht klein zu kriegen. Nach einer Mel dung aus Manila stieß neuerdings eine aus hundert Mann bestehende Polizeitruppe auf 200 Ausländische, dic sich start verschanzt hatten. Die Polizei verlor zwei Tote darunter einen Offizier, und zwei Verwundete. Die heran gezogenen Verstärkungen schlugen die Aufständischen, wel che 15 Tote verloren, in die Flucht. Der Mordanschlag auf Ormanian, den armenischen Patriarchen in Konstantinopel, hat seine Sühne gefunden: De Urheber des Attentates, Apoth kr lehrling Agop Hatschekian und sein entflohener witschul diger Rogos Kaprielian wurden zum Tode verurteilt. Bor den übrigen vier Mitangeklagten wurden drei zu ver schiedenen Strafen, darunter zwei zu lebenslänglicher Haft, verurteilt. Diese vier Angeklagten erflärten, daß die Ab. sicht bestanden hätte, durch Drohungen von armenischen Notabeln Geld zu erpressen, und stellten jede Beziehung zu den auswärtigen armenischen Komitees in Abrede. Die neue britische Flottenvorlage fordert vor allem den Bau von drei Schlachtschiffen, die an Größe alle gegenwärtig existierenden Striegsschiffe übertreffen sollen. Jedes der drei Schiffe mirt 18'000 Tonnen Wasserverdrängung haben, vier 123öllige, achi 9,2zöllige Geschüße und zwölf 63öllige Schne uertanonen, also allein zwölf schwere, panzerzerstört.de Geschüße führen. Ferner ist der Bau von sechs Kreuzern vorgesehen, deren jeder 13 000 Tonnen Wasserverdrängung haben, 22 Knoten in der Stunde laufen und sechs 9,23öllige, zehn 6zöllige, sowie eine Anzahl kleinerer Geschüße führen soll. Kurze politische Nachrichten. * Berlin, 10. Februar.( ofbericht.) Der Kai jer stattete gestern in Potsdam der Erzherzogin Jsabella von Desterreich- Ungarn einen Besuch ab. Heute Mittag kehrte der Kaiser mit dem Kronprinzen und dem PrinzenHeinrich nach Berlin zurück. Die Kaiserin besuchte gestern mit der Prinzessin Heinrich die Erzherzogin Friedrich in Potsdam und danach die Kaiserin Augusta- Stiftung. * In militärischen Kreisen verlautet als ganz bestimmt, daß unsere Feldgeschütze C 96 bei ihrer Umwandlung in Rohrrücklaufgeschüße sämtlich Schußschilde erhalten sollen. Nab und fern. )-( Die Ueberführung der Prinzessin Luise in eine Heilanstalt hat, wie es vorauszusehen war, zu allerhand Gerüchten Anlaß gegeben. Die Prinzessin soll sich bei ihrer Uebersiedelung nach La Metairie in furchtbarer Aufregung befunden haben. Insbesondere scheinen die zahlreichen Geheimagenten, mit denen man sie umgeben hat, bei ihr eine Art von Verfolgungswahn erzeugt zu haben. In jedem unbekannten Menschen sieht sie einen sächsischen Agenten. Als in der Nacht in der Nähe des Hotel Suisse ein Brand ausbrach, war die Prinzessin außerordentlich aufgeregt und blieb die ganze Nacht schlaflos. In Dresden tursierte sogar ein Gerücht, ivonach die Prinzessin vor ihrer Uebersiedelung nach La Metairie in einem Anfall von Schwermut versucht haben soll, Hand an sich zu legen. Die Anwälte ber Kronprinzessin würden in dem Chetrennungsprozesse dafür plädieren, daß die Prinzessin, ihre Klientin, geistesfrank sei, und versuchen, die Ansehung eines neuen Termins zu erlangen, der dann natürlich bedeutend später stattfinden müßte. Die Mittel zur Unterbringung der Weiter pagte? lebte, wieder gettas aus dent Hause möchtest du mir wohl versprechen, behalten?" Erregung. nicht leben, er darf nicht!" nicht den Wea Doch dann schloß fie wie vor etwas FurchtSeuchend flog der Atem aus ihrer Brust. ,, Er darf lallte fie fie wenn es möglich in wahnsinniger Korem ofe Augen unbarmherzig." In und gehurst: her freche Enchnut Sea Mädchens for The ihrem Antlig. Ja Petra follte bleiben, abhängig von ihr meinem Hause? Gewiß, Freund, und ein wilder Triumph leuchtete aus Petra im Hause zu ich bin nicht eine Schuld des Mädchens in diesem Fall bessere Be geglaubt, vielleicht wäre es Anna Bichungen machte jeden solchen Gebanten stets neu gegen sie auf. in welcher diese ihr sogar möglich gewesen, die ruhige lich und Petra Herwerzuführen, aber Weges schritt, brachte zu nichte und Haar zu Flechten gebrauchen, Saarhändler hat zwei verschiedene Arten von und Perrückenmachen, welche das lockige Haar zu Perrüden, zu versorgen, diejenigen, welche das schlichte, ungelote Brobuft von einem Dugend weiblicher Köpenehmern zusammengebunden. und dann die Coiffeurs Zuweilen ist ein solches Crep bas ähligen Saarfümitoleic herwell li g ic g zein wurden vom toscanischen Hofe in reichchem Maße zur Verfügung gestellt. Aus Salzburg wird eine Drbensschwester erwartet, welche die spezielle Pflege der Prinzessin übernehmen soll. Die Großherzogin von Toscana reiste nach Wien, um den Kaiser Franz Joses in der Angelegenheit der Prinzessin Luise umzustimmen. Mit der schon früher festgesezten Reise verbindet sich jetzt dte Mission, eine Versöhnung mit dem österreichischen Hofe herbeizuführen. Die Familie Toscana rechnet bei ber bekannt milden Gesinnung des Monarchen auf Wiedereinsehung in die Rechte einer österreichischen ErzHerzogin. ::: Die Berliner Kuppeleiaffaire, die zur Verhaftung des Landmessers Steldt führte, schlägt immer weiter? Wellen. Außer den zuerst gefaßten brei Supplerinnen ist jetzt noch eine vierte namens Prozell in das Moabiter Untersuchungsgefängnis eingeliefert worden. Steldt behauptet, mit der Hauptbelastungszeugin, einer jeẞt 15 Jahre alten Auguste Nitsche, erst nach deren vollendetem vierzehnten Lebensjahr verkehrt zu haben. Die behörd lichen Ermittelungen seßten vor einiger Zeit ein, als Auguste Nitsche ihrer verheirateten Schwester Enthüllungen über das Treiben in der Wohnung der Frau Remme machte. Die kleine Nitsche war aus dem Stift Bethabera zu Neu- Weißensee entflohen und erzählte ihrer Schwester, bie das Mädchen zu sich genommen, daß sie bis vor vier Monaten mit einem Herrn Stolze in intimem Verkehr gestanden habe. Die hiervon in Kenntnis gesetzte Kriminalpolizei beschlagnahmte dann eine Unmenge Briefe und Ansichtspostkarten, die der angebliche Herr Stolze seit Jahr und Tag an die Nitsche geschrieben hatte. Die meisten Briefe und Karten waren mit Elly und Franziska unterzeichnet und aus zahlreichen Provinzstädten postLagernd dem Mädchen zugestellt worden. Die Kriminalpolizei nahm nun die Fremdenpolizei derjenigen Städte, von denen aus der Herr Stolze die Karten geschickt hatte, in Anspruch und ließ in den Hotels, von denen der Unbekannte Ansichtspostkarten gesandt hatte, feststellen, daß Stolze identisch war mit dem Oberleutnant Steldt aus der Berliner Straße 160 zu Wilmersdorf. Steldt hatte in die Fremdenbücher der Hotels- er hat in seinem Beruf als landwirtschaftlicher Tarator sehr häufige und ausgedehnte Reisen zu machen seinen richtigen Namen eingetragen. Nach seiner Rückkehr von der jüngsten Reise wurde Steldt zu einer Vernehmung nach dem Polizeipräsidium geladen, wo er zu seiner höchsten Ueberraschung fich plößlich der kleinen Nitsche und einigen Kupplerinnen gegenübergestellt sah, mit denen er in stetem Verkehr getanden hatte. Die Untersuchung ergab dann gegen ihn o belastende Momente, daß seine Verhaftung verfügt werben mußte. Außer ihm sind mehrere angesehene Berliner Bürger, unter anderem ein reicher Schlächtermeister K., schwer tompromittiert.. soll flüchtig sein. Die verhafteten Rupplerinnen hatten eine förmliche Gesellschaft auf Gegenseitigkeit gegründet und führten sich wechselweise schulpflichtige Mädchen zu. Außer der Nitsche sind bisher brei weitere Opfer der ruchlosen Verführerinnen der Polizei bekannt. Man glaubt aber, daß ihre Zahl eine sehr große ist. ) Hungersnot in Ungarn. In mehreren Gemeinden bes Biharer Komitats herrscht laut einer amtlichen Melbung Hungersnot. In vielen Dörfern starben Menschen Hungers. Die Regierung wird eine besondere Hilfsaktion veranlassen. Es ist kaum zu verstehen, wie bei unseren heutigen Verkehrsverhältnissen eine derartige Kalamität über einen ungarischen Landstrich hereinbrechen konnte. Die Hilfsaktion" der Behörden hätte wohl etwas früher einfeßen können. Bunte Chronik. Der Steinbrecher Becker in Merzig wurde als mutmaßlicher Berüber des Dynamitattantats auf die Villa dies Bürgermeisters Thiele in Merzig verhaftet. -Bei einem Spaziergang am Fuldaufer warf in Kassel ein Husarenunteroffizier plößlich seine Geliebte in die Fulba. Das Mädchen wurde gerettet. Der Unteroffizier ist festgenommen worden. - In Biebrich wurde der Schiffer Oswald, der in mehreren Wirtschaften Streit gesucht, erstochen aufgefunden. Zwei Arbeiter wurden als der Täterschaft verdächtig berhaftet. In Ruth( Galizien) wurden 370 Privathäuser und mehrere öffentliche Gebäude durch eine Feuersbrunst zerftört. 500 Familien sind obdachlos geworden. - Ein Familiendrama hat sich in einem Orte in der Nähe von St. Gallen abgespielt. Ein Sticker tötete durch Messerstiche und Beilhiebe zwei seiner Kinder, verletzte seine brei anderen Kleinen und seine Frau lebensgefährlich und brachte dann sich selbst einen schrecklichen Schnitt am Halfe bei Vermischtes. [ Prinzessin Luise als Dichterin.] Unter der NeberArift Die Sehnsucht nach Glück" veröffentlicht die Frankf. Zeitung" jezt eine Reihe von Gedichten der ehemaligen sächsischen Kronprinzessin Luise( aus Nor derney 1897). Von den Gedichten, über deren litterarischer Bert wir kein Urteil fällen wollen, sei das folgende wie. bergegeben, da es geeignet ist, einen Einblick in das eigenartige Seelenleben der Verfasserin zu gewähren. Entsagung. Du hast mit ruhlos heißem Sehnen Ein Herz erträumt, das dich so ganz verstand, Ob du's gefunden? ob das Aug' voll Tränen Rückwärts du wendest und es mich dann fand? Glück gibt es nur im schmerzlichen Entsagen, Pflicht macht das Schwere dir nicht schwer, In deines jungen Lebens sonnig schönsten Tagen Trau' keinem Glück, es läßt dich kalt und leer. Träumt dann dein Herz von stillen Glückesstunden, Rastlos sie suchend strebst du himmelwärts, Im Schaffen hat dein Geist sein Glück gefunden, Hoch ist dein Ziel und mitig sei dein Herz! [ Die kleinsten Uhren.] Zu den raffiniertesten Lurus. artikeln gehören nicht in leßter Linie auch die winzigen Uhren, die für Liliputaner gemacht zu sein schei nen. Doch hält hinsichtlich der Kleinheit der Uhren nicht bas XX. Jahrhundert den Rekord; denn die Uhrmacher des XVI. Jahrhunderts brachten Uhrwerke selbst in Ohr gebängen unter, und Anna von Dänemark, die Gemahlin König Jakobs I. von England, besaß einen Sting, dessen Krystalleinfassung eine Uhr barg, die wie der Abbé Arnauld in seinen Memoiren versichert die Stunden schlug, aber nicht auf eine Glocke, sondern auf den Finjer der Trägerin, den der Hammer leicht berührte. [ der vergeßliche Botschafter.] Von dem neuen französischen Botschafter in Berlin, Herrn Bihourd, erzählt der Bariser ,, Gaulois" eine pifante Geschichte. Darnach soll bas Debut des Botschafters am Berliner Hose ein sehr unglückliches gewesen sein. Er sollte dem Kaiser sein Beglaubigungsschreiben überreichen und war mit dem üblichen Zeremoniell in einen großen Saal geführt worden, in welchem die Würdenträger des Hofes bereits verjammelt waren. Da öffnete sich die gegenüberliegende Tür und herein trat der Kaiser. Er wollte auf Bihourd zuschreiten, wurde aber, nachdem schon vorher in ganz unjeremoniöser Weise allerlei geflüstert und gemunkelt worsen war, auf halbem Wege von einem seiner vertrautesten Ratgeber aufgehalten. ,, Majestät," sagte der Vertraute, , Sie können den Botschafter nicht empfangen, er hat sein Beglaubigungsschreiben vergessen. Und so war es in der Tat: Herr Bihourd hatte sein Beglaubigungsschreiben zu pause liegen lassen, wie man einen Bleistift oder eine Bonbonnière vergißt. Der Kaiser begab sich in ein Nebenzimmer und mußte dort eine Viertelstunde warten, bis der nach dem Botschaftergebäude geschickte Gilbote mit em vergessenen Beglaubigungsschreiben zurückkehrte. Herr Bihourd aber fonnte in der Zwischenzeit über die Uninnehmlichkeiten nachdenken, die ein zerstreutes Temperament mit sich bringt." Also erzählt der ,, Gaulois". Die Geschichte braucht aber darum noch nicht wahr zu sein, denn der Gaulois" hat sich noch niemals durch beondere Wahrheitsliebe ausgezeichnet, zumal, wenn es sich barum handelt, den Männern, die heute in Frankreich im Ruder sind, einen kleinen Hieb zu verseßen. =[ Unerwünschte Berühmtheit.] Professor Wiley, der Chef des chemischen Laboratoriums im amerikanischen Ackerbau- Departement, fühlt sich schwer gekränkt, weil er seit einiger Zeit an 12 Personen Experimente mit durch Borax konservierten Nahrungsmitteln macht. Als die Experimente begannen, erhielten die Washingtoner Blätter täglich seltsame Berichte über die ,, Diners", welche Projessor Wiley, nachdem er sie nach allen wissenschaftlichen Regeln mit angeblich gesundheitsschädlichen Substanzen Durchmischt hatte, seinen zwölf Kostgängern" vorseßte, und der Name des gelehrten Chemikers ward dadurch natürlich in sehr kurzer Zeit Gemeingut. Es ist jetzt so schlimm geworden," flagte Professor Wiley dieser Tage, ,, daß die Leute auf der Straße mit Fingern auf mich weisen und sagen: ,, Da geht der Mann, der Onkel Sams Rochschule leitet." Das wird bald unerträglich. Neulich besuchte ich eines der Theater, und als ich den mitt leren Gang hinabspazierte, um auf meinen Platz zu gelangen, stießen sich die Leute an und vaunten sich zu, laut genug, daß ich es sehr gut hören konnte: ,, Da geht Old Boray!" Der Spigname haftet mir selbst unter meinen wissenschaftlichen Kollegen an. Es ist nicht hübsch, wenn man vor Kollegen eine wissenschaftliche Auseinandersetzung macht, das Gefühl zu haben, als ob dieser Professor weise nickte und murmelte: Hm, Borax hat cecht," oder ein anderer Kollege leise vor sich hin sagte: ,, Na, da ist Borar aber auf Abwege geraten," und dergleichen mehr. Ich werde jetzt," schloß der Professor mit kläglicher Miene ,,, Zeit meines Lebens unter dem Namen ,, Lorar" bekannt sein, und ich kann nichts dagegen machen. Wenn das so fortgeht, muß ich die Experi mente aufgeben; man scheint dieselben nicht ernst zu nehmen. Auch der Ackerbausekretär ist aufgebracht darüber, daß offenbar ein Bestreben vorliegt, die Experimente lächerlich zu machen." Nach dem Gesagten ist es flar, daß Professor Wiley leichter auf Borar reagiert, als seine Kostgänger, die sich bei den Experimenten bis jezt ganz wohl zu befinden scheinen. ( †) Gesegneter Appetit. In eine der ersten Restau rationen der russischen Stadt Kiem trat dieser Tage gegen 11 Uhr vormittags ein fräftig gebauter Mann und ließ sich ein Gabelfrühstück servieren. Er verzehrte neun Portionen Koteletts, sechs Flaschen Bier, fünf Bouteillen Wein, zwei Flaschen Selterwasser, zwei Schwarze und vier Benediktiner, zahlte die Nota mit 27 Rubel 40 Kopefen, gab 2 Rubel Trinkgeld und verließ frisch und munter das Lokal, begleitet von dem Staunen des gesamten Kellnerpersonals, dem ein so gesegneter Appetit noch niemals vorgekommen war. Was der Mann erst zum Diner essen mag! Aus dem Gerichtsfaal. Theaterverein. ( 7. Vorstellung.) Monna Vanna. von Maeterlinc. ** gebe und die Bofibi buch mit fich Gendungen mit weifungen, gewi zutragen hat. Inhabern der ftellen geführt. bie Eintragunge Der Theaterverein hatte am Montag mit der Aufführung des Maeterlind'schen Schauspiels Monna Banna" einen großen, ja den größten Erfolg dieses Winters zu verzeichnen. Der Ruf, der dem Wert des berühmten blämischen Dichters boranging, hatte den Theatersaal bis auf den lezten Platz gefüllt, über dem Auditorium lag eine Spannung, die sich schon nach dem ersten Aft in ftarte Beifalls bezeugungen auslöfte. In die Ehren des Abends teilten sich Frau Willich vom Hoftheater in Wiesbaden ( Vanna), Herr Loehr von der Darmstädter Hofbühne( Prin civalli) und unsere heimischen Künstler. Die Rolle der Vanna vollendet zu gestalten bringt Frau Willich alle äußeren und inneren Mittel mit: eine vornehme Erscheinung verfügt sie über ein höchst sympatisches Organ, das Maß zu halten § Der hineingefallene Bauernfänger. Eine ,, haarige" Sache wird demnächst das Berliner Landgericht beschäf tigen. In den letzten Jahren hatte ein sog.„ ,, Haar- und Bartspezialist" von Berlin aus ein schwunghaftes Geschäft mit einem angeblich ,, unfehlbaren" Haar- und Bartwuchsmittel betrieben und damit schönes Geld verdient. Schließlich ist er aber doch einmal an den Unrechten gekommen, und zwar war dies ein einfacher schwäbischer Bauer. Dieser hatte sich, um seinem start gelichteten Haupthaare wieder die frühere Fülle zu verleihen, eine entsprechende Dosis des unfehlbaren" von dem Berliner Wunderdoktor kommen lassen und damit unermüdlich seinen kahlen Schädel eingerieben, ohne daß sich der sehnlichst erwartete Haarschmuck einstellen wollte. Deshalb verlangte er die Rücknahme der Salbe, bezizziehungsweise Rückzahlung des dafür erlegten Betrages, wie dies der Verschönerungsrat in seinen Annoncen für den Fall der Unwirksamkeit des Mittels versprochen hatte. Mein dieser lehnte nicht nur das Verlangen des Bauern ab, sondern forderte ihn noch höhnisch auf, nach Ber( in zu kommen. Er müsse sich zunächst einer Untersuchung unterziehen, ob ihm die gewünschten Haare auch nicht etwa nach innen gewachsen seien. Allein der Schwabe ließ sich hiermit nicht abspeisen; er sandte den Brief und das ,, unfehlbare Mittel" an die Berliner Staatsanwaltschaft ein, die sich den Geschäftsbetrieb des Kurpfuschers etwas genauer besah und schließlich eine Bes trugsanklage erhob. bor Weiterung empfohlen wer oder bei den Bo Boten niederzul pp. thunlichst briefträgers ode fich von der B hälftellen- Inha Die Marienschloß laufende Jahr und gleichwohl alle Register der Lidenschaft zu durchlaufen den 27. Febru weiß. Diese Vanna, die uns Rätsel um Rätsel aufgiebt eingereicht sein. wird uns durch die Kunst der Willich glaubhaft. Sie ringt sich zu einer Größe empor, die uns die undramatische, un ** Weib brei Begriffe m dichterische Lösung des Konflikts schier vergessen macht. Das fungen, bie di ist das größte Lob, das die Kritik Frau Willich spenden man aus Liebe fann. Als würdiger Partner gab Herr Löhr sein Bestes. ratet man aus Reißt ihn der Uebereifer auch manchmal fort, so spürt Rüdfichten: G Kleine Gerichts- Chronik. Wegen Verbrechens gegen das teimende Leben wurden in Glaz( Schlesien) der 50jährige Kreisarzt Franz Scholz und seine Köchin Kropatschet von der dortigen Straftammer nach sechsstündiger Berhandlung verurteilt, Scholz zu drei Jahren Zuchthaus und fünf Jahren Ehrverlust und die Kropatschef zu einem Jahr sechs Monaten Gefängnis. man doch, er hat seine Rolle durchdacht und alles ab von seinem We sauß die Fre Mann pflegt seinem Befind spazieren mit f macht Partien weint uns das Trauer unsere ** Wie de der in Würger 150 Arbeiter Unfere Erfahrung mac den Bienen va hatte, angelockt vor den Flug Reinigungsaus von Bienen wurden dadur Vor Ende Feb entfernen. gestreift, was Manier und Konvention bedeutet. Im legten seiner Gemahli Aft, so sagt man, hat der Dichter den Prinzi valli zu unerfreulicher Passivität verurteilt. Das ist absolut nicht der Fall: hier soll das Spiel der Mienen den Schwall der Worte ersetzen. Der Intention des Autors nahe zu tommen, zeigte Herr Löhr ein löbliches Streben, erreicht hat er fie freilich nicht. Den geschätzten Gästen gegenüber hatten die Mitglieder unseres Stadttheaters teinen leichten Stand. Indessen war Herr Gerlach( Suido Colonna) ehrlich bemüht, seiner schweren Aufgabe gerecht zu werden. Er hatte sich von Anfang an zu stark ausgegeben, so daß ihm ein Cres cendo damit abgeschnitten war Herr Ramseyer( Colonna, der Vater) hatte seine Rolle klar und verständig erfaßt Im ersten Att hörten wir Colonna und seine Offiziere von der Eignoria in Florenz sprechen, die Regie hatte zu be merken vergessen, daß seit etlichen Jahrhunderten der Ton des Wortes auf der vorletzten Silbe ruht. Die Ausstattung die das Drama erhalten hatte, war unseren Bühnenverhält nissen gemäß, dürftig ein rot bestrahlter mystischer Prospekt sollte uns Bisa vortäuschen. Ein dreimaliger Peitschenknall symbolisierte den Zug der Rinder und Proviantwagen, der Bisa zu Hülfe tommt. Ueber den Wert des Schauspiels ist das Urteil längst gesprochen. Hier in Gießen hat wte überall die Theatralit gezündet: stürmischer Beifall durch brauste das Haus, Frau Willich wurde ein riesiger Lorbeer franz überreicht. Der Not gehorchend waren im Bar quet eine oder mehrere Sigreihen eingeschaltet, man faß in drangvoll fürchterlicher Enge. Und es ging von Mund zu Mund: wann endlich erleben wir das neue Theater? Giessener Cagesneuigkeiten. ** Stadttheater. Morgen Donnerstag wird als Volfsvorstellung das reizende 3 aftige Luftsp.el" Donna Diana" von Moreto noch einmal zur Aufführung gelangen. Am folgenden Freitag word als Beneft für Heren Steinet ,, Wilhelm Tell" in Szene gehen. ** Wie alle Jahre, so hält auch in diesem Jahr Sonntag den 15. Februar in den Räumen des Hotels Einhorn der Katholische Gesellenverein die aller seits beliebte und gebräuchliche Kappensizung ab. Die Vor arbeiten lassen auf ein gutes Gelingen schließen. ** Als erster Frühlingsbote wurde heute in dem Garten des Herrn Bauunternehmers W. Frankfurterstraße ein wunderschöner Schmetterling gefangen. Gewiß für diese Jahreszeit ein seltener Gast mit leuchtenden Frühlingsver lockungen. W Vichmarkt. Auf dem gestrigen Viehmarkt waren ca. 1300 Stück Milchvieh, Fettvieh und Fahrochsen sowie 200-250 Kälber vorhanden. Die zahlreich vom Rhein und Main sowie von der Mosel und der Sieg gekommene Kundschaft hatte sehr reichlichen Bedarf, legte auch gute Preise an, so daß wir einen recht flotten Markt hatten. Der aufgetriebene Vorrat in besserer Milchware konnte die Nachfrage dennoch bei weitem nicht decken. Ein vorhandener Posten Abmelkfühe ging nach Koblenz. Auch die vorhan denen fetten Rinder gingen schnell ab, deckten aber den Be darf nicht. Der Kälbermarkt wurde dadurch gut, weil MAGGI'S An Dr. we W Für das C biefigen Fabri die Stelle ein per Ostern fri Shriftl. Of 200 B. an Friseurleh Ferd. Aff. zu verkaufen. New Amtli Frankfurt, Wiesbaden und Mainz starf einkauften und sich Einspännige gegenseitig besonders in guter Ware die Preise in die Höhe trieben. Für den heimischen Bedarf wurden nur wenige Kälber von unseren Mezgern gefauft. Die wenigen Baar schweres Gangvieh ging zu verhältnismäßig hohem Breis nach dem Niederrhein, während Handelsleute aus dem Siegerlande die Mittelware abnahmen. Das Geschäft is Gangochsen leidet ot, so lange in den Kalendern für Januar und Februar nur eintägige Märkte für Gießen an gefündigt werden, während doch tatsächlich 2 Tage Mart abgehalten wird und der zweite Markttag außer für Schwein Betr.: die Für das Ein Teil der Handelsleute nur weiß darum, derjenige Te und von der besonders für Fettvieh und für Gangochsen beftimmt if Arbeitgebern und dies ist der größere Teil weiß von zwei Marktage Arbeiter je Wahlberechtig nichts und bleibt demselben daher fern nnd daher fomm es, daß der Handel in Ochsen sich für Gießen zersplittert auf Es gingen ab Milchfühe 1. Sorte 480-500 Mt. 2. Sort 6. 300-420 mt. 3. Sorte 275-325 Mt., alte Abmelttüb in den Stund 150-180 mt. pro Stüd. Verkauft wurde der Str. Schlacht den Stadtber gewicht; Fette Rinder 64-66 Mt., Kälber 1. Sorte( über bäude, Garter 50 Pfd. schwer) 65-70 Mt. 2. Sorte( zwischen 40-50 Bfd. wiegend) 58-62 m. 3. Sorte( leichtere Tiere 54-56 Mt. Paarweise erzielten Fahrochsen schwere Ware 850-900 Mt. mittel Tiere 760-820 mt. Der Mart war früh geräumt. Wahlbere welche zur Be und im Gen oder Beschäfti eines öffe 1. Montag mit be ufpiels Donn olg diefes inters tbes berühmte Theateriaal bis ditorium lag eine en ft in ftarle hren des Abends ter in Besbabe Sofbühne( Brin Die Rolle der ** Jeber Banbbriefträger führt, so schreibt uns die Bostbirektion, auf seinem Bestellgange ein Annahmebuch mit sich, in welches er die von ihm angenommenen Sendungen mit Wertangabe, Einschreibsendungen, Bostanweisungen, gewöhnliche Backete und Nachnahmesendungen einzutragen hat. Gleiche Annahmebücher werden auch von den Inhabern der an fleineren Landorten errichteten Posthülfsstellen geführt. Ta dem Absender das Recht eingeräumt ist, die Eintragungen selbst vorzunehmen, so fann ihm, um sich bor Weiterungen und Verlusten zu sichern, nicht genug empfohlen werden, die den Landbriefträgern mitzugebenden oder bei den Posthülfstellen zur Weitergabe an den bestellenden Boten niederzulegenden Bostanweisungebeträge, Wertsendungen pp. thunlichst eigenhändig in das Annahmebuch des Landbriefträgers oder der Posthülssstelle einzutragen oder wenigstens fich von der Buchung durch den Landbriefträger oder Posthülfftellen- Inhaber zu überzeugen. Die Direktion des Landeszuchthauses Marienschloß hat die Lieferung der Naturalien 2c. für das laufende Jahr ausgeschrieben. Angebote müssen bis Freitag, ben 27. Februar, vormittags 1211 Uhr bei der Direktion eingereicht sein. Billich alle äußeren Erfgeinung verfü 18 Maß zu halten aft zu durchlaufen Rätsel aufgiebt bhaft. Sie ring Indramatische, un fen macht. Do Billich spender Löhr fein Bestes ht und alles ab ** Weib, Frau oder Gemahlin? Ueber die brei Begriffe macht David Strauß folgende feinen Bemerfungen, die die Allg. 3tg." in Erinnerung ruft: Wenn man aus Liebe heiratet, wird man Mann und Weib; hei ratet man aus Bequemlichkeit: Herr und Frau, aus materiellen " Aus Heffen und Nachbargebieten. + Quedborn, 10. Febr. Die Gemeinde- Feld und aldjagd wurde gestern zum Preise von 795 Mt. verpachtet. Pächter sind Forstassessor Eckstein aus Buzbach und eine Jagdgesellschaft aus Frankfurt a. M. Seitheriger Pachtpreis betrug 445 Mr. Eichelsdorf( bei Schotten). Der hiesige Krieger berein, hat Herrn Fr. Hewel, Bildhauerei Gießen, den Auftrag erteilt ein Kriegerdenkmal zu errichten, in der Form einer Obeliste von schwarzen Schwedischen Granit, Unterbau von Odenwälder Granit, Oben mit einem Adler gekrönt. Unterseibertenrod. Wo man singt, da laß dich ruhig nieder, böse Menschen, haben feine Lieder. Daß man diesen Spruch als Wahrheit betrachtet, beweisen die viele in Städten und Gemeinden, bestehenden Gesang- Vereine. Auch in unserem ruhigen Dertchen, hatte man vor 1½½ Jahr einen solchen gegründet, den der hiesige Lehrer Schön mit großer Mühe dirigierte. Herr Schön war nicht allein be= müht, schöne Lieder einzuüben, sondern auch zur Abwechselung Theater- Vorstellungen zc. zwecks Vermehrung der Mitalieberzahl und Hebung der Einigkeit, was allgemeine Freude und Anerkennung, geweckt hat. Wie es nun leider überall vorkommt, ist's auch hier der Fall, einigen Mitgliedern ging trotzdem nicht alles nach Wunsch, und mehrmals gab es wietracht. Die Folge ist, daß Herr Lehrer Schön sein Amt als Dirigent niederlegte und jüngst in einer General- Versammlung durch Abstimmung auch be= ist für unsern sonst so friedlich gesinnten Ort, wie überhaupt im Algemeinen zu bedauern. Wünschen wir, das es nur eines neuen Anlaufs bedarf, um das Begrabene wieder zu heben. al fort, so spür Rücksichten: Gemahl und Gemahlin. Man wird geliebt schloßen wurde, den Verein aufzulösen, das letztere besonders eutet. Im letter seiner Gemahlin. Die Wirtschaft besorgt das Weib, das bon seinem Weibe, geschont von seiner Frau, geduldet von er den Bringi Haus die Frau, den Ton die Gemahlin. Den tranten Mann pflegt das Weib, ihn besucht die Frau, und nach seinem Befinden erfundigt sich die Gemahlin. Man geht spazieren mit seinem Weibe, fährt aus mit seiner Frau und macht Partien mit seiner Gemahlin. Sind wir tot, so be weint uns das Weib, beklagt uns unsere Frau und geht in Trauer unsere Gemahlin. ** Wie der Rh. K. aus Haiger meldet, sollen auf der in Würgendorf zu erbauenden Dynamitfabrik 100 bis 150 Arbeiter Beschäftigung finden. Das ist abfolu Tienen den Schwal Autors nahe Streben, erreicht ha en gegenüber hatter en leichten Stand a) ehrlich bemü en. Er hatte fi Daß ihm ein Cre amfeyer( Colonna verständig erfast feine Offiziere vo egie hatte zu be Sunderten der To Die Ausstattung en Bühnenverhält mystischer Profpet iger Beitfchentra roviantwagen, be t des Schauspiel Gießen hat ne her Beifall dur n riefiger Lorber waren im Bor altet, man faß in ing von Mund wir das neu gkeiten. nerstag wird al Luftsp.el Don fführung gelang für Heren Stein in diesem Ja äumen des Hote berein die alle ung ab. Die Vo fließen. eute in dem Gart Canffurterstraße Gewiß für di nden Frühlingsv Viehmarkt ward d Fahrochsen for hlreich vom Rhe er Sieg gefomm f, legte auch gu otten Markt hatte Ichware konnte 1. Ein vorhanden Auch die vorha edten aber den B dadurch gut, w einfauften und f Preise in die Hö urden nur weni Die wenigen Ba mäßig hohem Bre delsleute aus de Das Geschäft den Kalendern f rfte für Gießen a lich 2 Tage Mar außer für Schwei ochfen bestimmt arum, derjenige T Jon zwei Martag und daher tom Gießen zersplitter -500 Mt. 2. So f., alte Abmelffi de der Str. Schlad lber 1. Sorte( üb e( zwifchen 40te( leichtere Tier cochfen schwere Wa 0 Mt. Der Mar ** Unsere Bienenzüchter müssen gegenwärtig die Erfahrung machen, daß der zu fühe Reinigungsausflug den Bienen verderblich ist. Ein bekannter Bienenzüchter hatte, angelockt durch die warme Witterung, die Schußhüllen vor den Fluglöchern entfernt und so seinen Bienen den Reinigungsausfing ermöglicht. Am Abend fand er hunderte von Bienen auf der Erde erstarrt liegen. Drei Stöcke wurden dadurch so entvölkert, daß sie zu Grunde gehen. Vor Ende Februar sollte daher kein Imter die Schuzhülle entfernen. ** Dillheim, 7. Febr. Der Schreckensruf:„ Die Steinmühle brennt!", das Alarmsignal der Feuerwehr und das Stürmen mit der Brandglocke versezte verflossenen Samstag Abend 7 Uhr unsere Orte bewohner und die der Umgegend in nicht geringe Aufregung. Alles rannte zur Brandſtätte. Ein grausig- schöner Anblick bot sich den Herzueilenden dar. Durch leicht brennbare Stoffe der Mühle genährt, behauptete so das vernichtende Element seine Vollkraft ca. 4 Stunden und fraß in dieser Zeit das neue Werk aus dem altehrwürdigen Gemäuer heraus. altehrwürdigen Gemäuer heraus. Dant dem tatkräftigen Einschreiten der Löschmannschaften der nächsten Orte und des glücklichen Umstandes, daß hinreichendes Wasser zur Hans war, fonnten die sich an die eingeäscherte Mühle anschließenden Baulichkeiten vor dem Flammenangriff geschüßt und gerettet werden Obgleich das in Asche Liegende versichert ist, ist doch der Schaden, der Herr Carlé betroffen, ein ganz beträchtlicher. Entstehungsursache bis jetzt unbefannt. a Rodheim a. d. B. Dem eifrigen Bemühen des Vorsitzenden des hiesigen Flottenvereins ist es gelungen, baß auch hier die kinematographischen Aufführungen des deutschen Flottenvereins, zur Aufführung gelangen. Es ist hierzu Dienstag, 24. März und als Lokal der neue Bendersche Saal" anders hen, da sich nur der eine Tag hierzu gewinnen ließ, so sind auch nur zwei Vorstellungen vorgesehen. -n. Marburg, 10. Febr. Gestern Abend fand hier die Gründung eines Komitee's ftatt zu dem Zwecke, die dem nächst in Angriff zu nehmende Bahn Marburg- E68dorfer Grund, die vorläufig nur bis Dreihausen gehen soll, nach irgend einem Punft der oberhessischen Bahn weiterzuführen. Man hat gleich bei der Gründung des Komitee's drei Linien für die Weiterführung ins Auge gefaßt: Marburg- Mittelsberg- Schweinsberg, MarburgDreihausen- Mücke und Marburg- Dreihausen Londorf. In einer demnächst abzuhaltenden Versamm lung wird man sich für eine der genannten Linien entscheiden und die Agitation dafür beginnen. Holzversteigerungen und Holzverkäufe. Oberförsterei Laubach. 1. Freitag den 13. Febr. 1. im Rendelrain. 2. im Nasse wald. 3. aus Mushau. 4. aus Peterswald und Baumfircherwalde. 5. aus Schornberg und Dicebusch. 6. aus Wenzelstopf. Führer zum Vorzeigen des Stammholzes steht in der Altenhainer Forstwartwohnung bis 10 Uhr vormittags zur Verfügung. Bei sehr ungünstiger Witterung findet die Versteigerung auf dem Obernseenerhof statt. 2. Montag den 16. Febr., nach Zusammenkunft vormittags 10 Uhr beim Pflanzgarten( Hirtenbach), 1. im Hausplatz und Süßekopf und 2. im Wildfrauberg. Oberförsterei Homberg. Freitag den 13. Februar, vormittags 9 Uhr aus den Distrikten Schönberg, Buchwald, Kippen und Gebrannter Wald der Forstwartei Gontershausen: Stämme: 15 Eichen( meist Bauholz= 68,30 Fftm., 17 Riefern( Bauholz) 7,15 Fstm., 15 Buchen( Schnittholz) 9,37 stm.; Derbstangen: 9,31 Fichten 86,11 stm. Zusammenfunft im Diſtrift Gebrannter Wald an der Rizzenloch wiese bei Höingen. - Druck und Verlag der Gießener Verlagsbruder i, vorm. Wilh. Keller'sche Buchdruckerei( gegr. 1783); für die Rebaftion verantwortlich: Albin Klein, Gicken. MAGGI'S BOUILLON- KAPSELN á 12 und 16 Pig. für 2 getrennte Portionen, mit feinstem Fleischextrakt, Gemüsen etc. hergestellt, enthalten alle Bestandteile Billigste Bezugsquelle für Zimmertüren aller Art bester Konstruktion. E. H. Müller, Giessen. Dampftischlerei und Sägewerk Preise einfordern! Warnung! An Stelle des unübertrefflicnen echten Dr. Thompson's Seifenpulver werden den Hausfrauen oft minderwerthige Producte ausgehändigt. Man achte genau auf die Schutzmarke ,, SCHWAN"! Man verlange es überall! Für das Comptoir eines hiesigen Fabrikgeschäftes ist hat zu vergeben die Stelle eines Lehrlings per Ostern frisch zu besetzen. Schriftl. Off. unter Chiffre 200 B. an die Grp. e I. Hypothet Grebe, Gutsbefizer, Niederweimar. Städtisches Friseurleh long gesucht. Schlachthaus. Ferd. Aff. Neue- Bäue 21. Einspänniger Bollwagen Nevenweg 18. zu verkaufen. Heute u. morgen Ochsenfleisch 56 Big. Rindfleisch 50 Pig. Amtliche Bekanntmachungen. Bekanntmachung. einer vollständigen Fleisch- oder K aftbrühe. Stets frisch zu haben bei Eberhard Metzger, Frankfurterstrasse 1, Ecke Süd- Anlage. Als Arbeiter gelten diejenigen Gesellen, Gehilfen,| Angebote auf den Satz bezw. das Stück, sowie Muster Fabrikarbeiter und Lehrlinge, auf welche der siebente sind bis zum obengenannten Zeitpunkt mit entsprechender AufTitel der Gewerbeordnung Anwendung findet, desgleichen schrift vers hen an uns einzureichen.-Buschlagsfrist 3 Wochen. Betriebsbeamte, Werkmeister und mit höheren technischen Gießen, am 10. Februar 1903. Leistungen betraute Angestellte, deren JahresarbeitsverStädtisches Tiefbauamt. dienst an Lohn oder Gehalt zweitausend Mark nicht übersteigt. Braubach. Bekanntmachung. Die der Zuständigkeit des Gewerbegericht unterstellten Hausgewerbetreibenden sind, sofern sie selbst mindestens 2 Arbeiter regelmäßig das Jahr hindurch Die Wallthorstraße zwischen Weßstein- und Hundsgasse oder zu gewissen Zeiten des Jahres beschäftigen, als wird wegen Vornahme von Kanalisationsarbeiten von DonArbeitgeber, andernfalls als Arbeiter wahlberechtigt. Die Wahl ist unmittelbar und geheim; sie findet nach den Grundsätzen der Verhältniswahl statt. nerstag, den 12. 1. Mts. ab bis auf Weiteres für den Wagenverkehr, für Radfahrer und Reiter gesperrt. Gießen, den 10. Februar 1903. Großherzogl. Polizeiamt Gießen. Hechler. Holz- Versteigerung. Die Abstimmenden geben ihren Stimmzettel in eigener Person ab. Das Reich, der Staat, die Gemeinde und sonstige öffentliche Verbände und juristische Personen üben ihr Stimmrecht durch ihre gesetzlichen Vertreter aus. Es wird dringend empfohlen, daß die Arbeitgeber durch Bescheinigung der Polizeiverwaltung, die Arbeiter durch Zeugnisse ihrer Arbeitgeber, der Polizeiverwaltung oder der zuständigen Stranfenfassen sich vor dem Wahl sollen in den Waldungen der Stadt Staufenberg ausschuß über ihre Wahlberechtigung ausweisen, da sie in den Distrikten Mühlwald, Lahnkopf, Birken andernfalls von der Wahl zurückgewiesen werden können. und Eichwald versteigert werden. Ungiltig sind Stimmzettel: 1. welche nicht von weißem Papier, oder welche mit einem äußeren Kennzeichen versehen sind; 2. welche keinen oder insoweit sie feinen lesbaren Namen enthalten; 3. insoweit darin die Person des Gewählten nicht unzweifelhaft zu erkennen ist; 4. auf welchen mehr als 12 Namen oder insoweit darin Namen von nicht wählbaren Personen verzeichnet sind; 5. welche eine Verwahrung, einen Vorbehalt oder Bemerkungen enthalten, die nicht lediglich den Gewählten kennbar machen sollen. Gleichzeitig fordere ich hiermit zur Einreichung von getrennten Wahlvorschlaglisten für Arbeitgeber und Arbeiter auf. Jede Vorschlagsliste muß 12 Namen enthalten, Betr.: die Wahlen für das Gewerbegericht von mindestens 20 Wahlberechtigten des betreffenden Gießen Teiles unterzeichnet und spätestens zwei Wochen vor dem Für das Gewerbegericht Gießen sind von den Wahltermin, also Freitag, den 27. Februar, abends bei Arbeitgebern aus der Zahl der wählbaren Arbeitgeber Bürgermeisterei eingereicht sein. und von den Arbeitern aus der Zahl der wählbaren Die rechtzeitig eingereichten Vorschlagslisten werden Arbeiter je 12 Beisitzer auf 3 Jahre zu wählen. Die nach erfolgter Prüfung spätestens 8 Tage vor der Wahl Wahlberechtigten berufe ich zur Vornahme dieser Wahl in ortsüblicher Weise veröffentlicht. Gießen, am 11. Februar 1903. Der Oberbürgermeister. Mecum. auf Samstag, den 14. März 1903 in den Stunden von Mittags 12 bis Abends 8 Uhr in den Stadtverordneten- Sigungsfaal, Bürgermeisterei- Gebäude, Gartenstraße 2, Zimmer 11. Verdingung. Wahlberechtigt sind die Arbeitgeber und Arbeiter, Der für die Zeit vom 1. April 1903 bis 31. März welche zur Zeit der Wahl das 25. Lebensjahr vollendet 1904 erforderliche Bedarf an Besen für die Kehrmaschine und im Gemeindebezirk der Stadt Gießen Wohnung( etwa 36 Säße) sowie an Biasavabesen( ungefähr 300 Stück) oder Beschäftigung haben; Personen, welche zum Amte soll Donnerstag, den 19. ds. Mts., vormittags 11 Uhr eines Schöffen unfähig sind, sind nicht wahlberechtigt. öffentlich verdungen werden. Montag, den 16. Februar 1903, 65 Eichenstämme Bau- und Wagnerholz. 47 Eichenstämme Schnittholz 30-63 Cmt. Durchmesser 35,90 Fm. 35 Stieferstämme Schnittholz 30-41 Ctm. Durchmesser 16,61 Fm. 37 Fichtenstämme 11 Birkenstämme 4 Erle 21 Eichen Derbstangen 405 Fichten- Derbstangen 16 Fichten- Reisstangen 14 m. 3 Mtr. lange Küfernußholzfnüppel Mittwoch, den 18. und Donnerstag, 19. Februar 44 Nm. Buchescheit Eichescheit darunter 42 Rm., welches sich zu Rüferholz eignet. Nadel- Rundscheit Buchen- Stnüppel 253 Eichen und Nadel- Knüppel 25 " 34 ff 47 " 1 " 36 Birke und Aspe- Knüppel 5449 " 2626 11 Eiche und Nadel- Wellen 242 " Buchen- Wellen Buche, Eiche und Nadel- Stöcke Der jedesmalige Anfang ist Vormittags 9 Uhr und zwar am 16. und 18. Febr. im Distrikt Mühlwald bei der Haltestelle Friedelhausen, am 19. Febr. im Distrikt Eichwald bei der Brücke in den Salen. ( 18. Bemerkt wird, daß das Eiche Scheitholz am 2. Tag Februar) zur Verfteigerung fommt. Staufenberg, 7. Februar 1903. Gr. Bürgermeisterei Staufenberg Stephan. g Bekanntmachung. Betr.: Die Stiftung des Gemeinderatsmitglieds Friedrich Lony sen. d Ad Die diesjährigen Binsen aus der rubr. Stiftung sollen an acht Arme der Stadt Gießen mit je 20 Mt. vergeben werden. Bewerbungen um dieselben sind bis zum 20 d. Mts. schriftlich oder mündlich bei dem Armenamt, Neuen Bäue 43, Bimmer Nr. 2 vorzubringen. Gießen, den 6. Februar 1903. Die Armen- Deputation der Stadt Gießen. Mecum. Bekanntmachung. Betr. Die Stiftungen der Frau Hofgerichtsrat von Krug und ihres Sohnes des Hofgerichtsrats Dr. Karl Krug. Die diesjährigen Zinsen aus den rubr. Stiftungen sollen an 12 Arme der Stadt Gießen mit je 20 Mt. bergeben werden. Bewerbungen um dieselben sind bis zum 20. ds. Mts. schriftlich oder mündlich bei dem Armenamt, Neuen Bäne 43, Bimmer Nr. 2 vorzubringen. Gießen, am 6. Februar 1903. Die Armen- Deputation der Stadt Gießen. Mecum. Verdingung. Die für die Errichtung eines Glasabschlusses, sowie für sonstige baulichen Herstellungen in der Wohnung des städtischen Straßenmeisters erforderlichen Schreiner- und Weißbinderarbeiten sollen Samstag, den 14. I. Mts., Vorm. 10 Uhr öffentlich verdungen werden. Arbeitsbeschreibung, Zeichnungen und Bedingungen Jean Dern& Co., Giessen Gegr. 1883. Inhaber: Oskar Gutmann. Bureau und Lager: Westanlage 31, Telephon 21. Gegr. 1883. Cementwaren-Fabrik und Lager: Frankfrtstr. 114, eign. Bahnanschl. Bau- und Kanalbau- Artikel. Trottoir-, Fussboden- und Wandplatten. Grösstes Lager am Platze in sämtlichen Bauartikel Giessener Pferdemarkt- Lotterie. Erster Hauptgewinn ein eleg. vierfibiger Wagen mit Pferd u. silberplatt. Geschirr. Ferner 7 Pferde und Fohlen, sowie 590 Gewinne be= stehend in landDer von Domänenrat | Rube bem. mittl. Stock pe 1. April zu verm. Näh. Kirchenplan 21. Laden zu vermieten. Fr. Hennings, Seltersw. 14. 3- Zimmer Wohnung i. mittleren Stod per sofort zu vermieten Kirchinaße 2. Möblirtes Zimmer zu vermieten. Seltersweg 68. Schillerstrasse 27 ist der 1. Stock, best. au 4 Zimmern nebst Zubehör per fefort, die Parterre Wohnung, bestehend aus Zimmern nebst Zubehör un Ziehung 26. März 1903. 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Grebeborn, Windhain, Eibertshain, Weidefeld und Eschenburg geschlagenes Bau- und Grubenholz zur Versteigerung: 820 Nadelholzftämme 268,52 Fftm. 27 Gidenstämme 11,41 stm. 5 Buchenftämme 4,01 Fftm. 196 Rm Nunholz 2 Mtr. lang. 846 St. Fitenwangen 1-5€ 1. Wissenbach, 7. Februar 1903. Der Bürgermeister Weimer. Bin von Samstag, den 14. d. Mts. ab regelmäßig alle 14 Tage in der Wirtschaft von Herrn Groh in Ulrichstein zu sprechen und empfehle mich im schmerzlosen Zahnziehen, Zähne reinigen, plombieren der Zähne in Gold, Silber, Cement 2c., sowie Einsetzen fünstlicher Zähne und Gebisse. XXXX URET Hochachtungsvoll H. Storch, Zahntechniker. XXXXX XX Nähmaschinen. Bur befte Nur beste Fabrikate. Opel, Phönix, Seidel u. Naumann vermieten. Näh. Schillerstr. 16, part Ecke Moltkestraße und G Steinweg sind per 1. 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