Sente an de ickbergé Feinen ugen zufammengedrängt, bemerfte es taum eine aufführte Don Gienalm Deste gen nege an welchenze der schlanken Seele war in Herfchritt. mursel in dak lemme mächtige Geſtalt sitterte und ichmanfte Säufig strauchelte er über einen Stein oder eine Baum Gestalt Ellas hafteten, die auf dem schmalen Pfade vor ihm nicht, daß ich dich liebe?" jan seine Brust und flüsterte leise: Du fonntest zweifeln an meinem Herzen? Sie blidte glückselig lächelnd zu ihm auf. gehen meinte? icht Durch die tiefe Nacht, der ich zu ve Sie lehnte sich Du wußtest Von fainon us schloß sie fest in seine mächtigen Arme. tausenden im Bechfer der ander mitgeteilt haben e zuholen. schienen den Damen beweisen zu Frau Ke Athirfield tamen, um Abschied zu nehmen. Gouverneur war selbst gekommen, die Damen abder Reverend und ein großer Teil der Geschlechter liebende Herzen eingewohner Taschen der kurzen Meilen in der Umgegend. öffnen, stand Claude an den fen l minfeln, die Pfeife 3 fleider, zu faul, die Augenlider zu Der Wirt war ein echter Schwabe, hieß Claude Michel und erfreute sich der struppigsten, brennroten Haare zwanzig den Zähnen, die Hände in den Mit herabgezogenen Mund-, in r264. bantementopreis: in Gießen, abgeholt monatlich 50- Pfg, n's Iius gebracht 60 Pfg., burch die Poft bezogen viertel fährlich Mr. 1.50. Bratibellagen: Oberheffische Familienzeitung( täglich) Sberleffische Bettschrift für Landwirtschaft, Sbft- und Bastaban, fotote bie Gießener Seifenblasen( wöchentlich). Do Blatt erscheint an allen Berttagen nachmitage. Dienstag, den 10. November 1903. Gießener 12. Jahrgang. Jafertiss@ pret 8: Die einfpaltige Petitzeile für Gießen wie ganz Oberheffen, die Kreise Weylar und Marburg 10 Pfg. fortft 16 Bfg.; Reklamen die Petitzelle 30 resp. 40 Bfg. Postzeitungsliste No. 3989. Rebattion und Erbedition: Gießen Nenenweg 98. Fernsprechanschluß Nr. 362. Neuelle Nachrichten ( Gießener Tageblatt) Anabhängige Tageszeitung ( Gießener Zeitung) für Oberheffen und die Kreise Marburg und Wetlar; Lokalanzeiger für Gießen und Umgebung. Enthält alle amtlichen Bekanntmachungen der Großh. Bürgermeisterei Gießen und anderer Behörden von Oberheffen. Gießen, den 6. November 1903. Str: Die Kontrolle der Bierdruckvorrichtungen. as Großherzogl. Kreisamt Gießen die Großh. Bürgermeistereien der Landgemeinden des Kreises. Sie wollen binnen 8 Tagen ein Verzeichnis der Wirte rer Gemeinden vorlegen, welche Bierdruckvorrichtungen im brauch haben. J. V.: Dr. Wagner. Bekanntmachung. Es wird hiermit zur öffentlichen Kenntnis gebracht, B: die nach§ 6 des Reichsgesetzes vom 21. Juni 1887 ex: bie Naturalleistungen für die bewaffnete Macht 1 Frieden ermittelten Durchschnittsmarktpreise, ein) ließlich eines Aufschlages von Fünf vom Hundert, pro tomat Oftober 1903 für den Lieferungsverband Gießen co 100 g. betragen: bafer Mt. 15.30, Heu Mt. 6.80, Stroh Mt. 4.30. Gießen, 6. November 1903. Großherzogliches Kreisamt Gießen. J. V.: Dr. Wagner. Bekanntmachung. Donnerstag, den 12. d. M., vormittags 92 Uhr wird Bh im Gasthaus zum Holländischen Hof eine Hauptrfammlung des Landwirtschaftlichen Bezirksvereins Gießen athfinden, zu der die Herrn Mitglieder des Vereins eingedom werden. Ein gemeinschaftliches M ttaa ss n zum Preise on zwei Mt.( einschließlich 1 Schoppen Wein) wird ſich mn 12 Uhr anschließen. Der Generalversammlung geht um 9 Uhr eine Aushuizung voraus, die Herren Mitglieder des Ausschusses eben ersucht, bierzu zu erscheinen. Gießen, den 6. November 1903. Der Duektor des landwirtschaftlichen Bezirksvereins Gieß n. Dr. Breidert. Tagesordnung der Hauptversammlung: 1. Püfung der Rechnung für 1902/03 ststellung des Vo anslags 1903/04. 2 3. Vortrag des Herrn Universitätsp ofessors Dr. Gisevius zu Gießen über Wahl unserer Getreidesorten. 4. Vortrag des Herrn Kreisveterinärarztes Schmidt zu Gieken über Vehseuchen. 5 Refämpfung der Obststädlinge. 6. Ergebnisse der allgemeinen Fas lschau im Jahre 1903. 7. Verschiedenes. Bekanntmachung. Bei dem am 12. ds. Mts. dahier stattfindenden Viehmarkt fifa det der Auftrieb von Vieh Morgens um 8 Uhr statt. Der Vichmarkt wird außerhalb, der Krämermarkt innerhalb der Stadt abgehalten. Grünberg, am 9. November 1903. Großherzogliche Bürgermeisterei Grünberg. Zimmer. Bekanntmachung. Vom 1. Oktober 1903 müssen in den Invaliden. flarten der männlichen Personen Marten III. Klasse zu 24 Pfg. und den weiblichen II. Klasse zu 20 Pfg. von Ten Arbeitgebern eingeklebt werden. Grünberg, am 9. November 1903. Großherzogliche Bürgermeisterei Grünberg. 3immer. Die Erkrankung des Kaifers. Die Hiobspost aus Potsdam, daß der Kaiser, der eben noch gesund und frisch an der Seite des Zaren in Wiesbaden und Wolfsgarten weilte, sich einer Kehlkopfoperation hat unterziehen müssen, hat, wie es vorauszusehen war, in ganz Deutschland wie auch im Auslande ein Echo allgemeiner Teilnahme erweckt. Anfangs, wie es nicht zu verwundern war, gemmischt mit ängstlicher Bestürzung. Doch haben sich die Befürchtungen, soweit sich bis jetzt der Verlauf der Krankheit übersehen läßt, als übertrieben herausgestellt. Die Natur des Leidens hat nach dem auf Grund der mikroskopischen Untersuchung des Professor Dr. Orth herausgegebenen Bulletin nichts Bösartiges an sich. Es handelt sich um einen Stimmbandpolypen, wie sie häufig vorkommen und bei rechtzeitiger Entfernung ohne irgend welche Schädigung der Gesundheit vollkommen verheilen. Diese Polypen entstehen im allgemeinen bei chronischen Entzündungen der Schleimhaut des Kehlkopfes, indem an einigen Stellen die Schleimhaut in abnormer Weise wächst und wuchert. Die krankhaften Wirkungen, die ein Kehlkopfpolyp hervorruft, richten sich nach der Größe, Form und dem Siz der Geschwulst. Zunächst werden die Stimmbänder natürlich in ihrer Beweglichkeit und Schwingungsfähigkeit gehindert, und es entsteht eine schnarrende, belegte Stimme, im schlimmsten Falle Heiserkeit. Wird die Geschwulst, welche vielfach am vorderen Vereinigungswinkel der Stimmbänder sigt, groß oder gerät die an einem Schleimhautstiel sipende Geschwulst in die Stimmrige, so kann ein derartiges Ereignis Atemnot, ja im schlimmsten Falle Erstickungsanfälle herbeiführen; auch sind die beweglichen, d. h. an einem Stiel ſizenden Geschwulste imstande, beständigen Hustenreiz hervorzurufen und zu unterhalten. Die Weichheit der Geschwulst, um die es sich im Falle des Kaisers handelt, bietet eine faſt untrügliche Gewähr für ihre Gutartigkeit. Bei dem Ruf, den der Frankfurter Laryngologe Professor Dr. Moritz Schmidt, der die Operation ausgeführt hat, in der medizinischen Welt genießt, ist nicht daran zu zweifeln, daß die Entfernung des Polypen bollständig geglückt ist. Es wird sich daher zur Beendigung des Heilprozesses nur noch um einige Wochen gänzlicher Schonung der Stimmbänder, d. h. totale Enthaltung des Stimmgebrauchs für den hohen Patienten handeln. Beunruhigende Gerüchte, die sich anfangs an die Kunde von der Operation knüpften, entbehren also tatsächlich jeder rationellen Begründung. Doch ist ihr Auftauchen nur zu erklärlich, wenn man sich das traurige Ende unseres unvergeßlichen Kaisers Friedrich bergegenwärtigt. Es wollen eben, durch ausländische Sensationsblätter genährt, die Stimmen nicht schweigen, die bor einigen Jahren, als der Kaiser an einer unschuldigen Balggeschwulst im Gesicht operiert wurde, in Kassandratönen von einer Vererbung des schrecklichen Leidens sprachen, das unseren Friz" in der Vollkraft seiner Jahre fällte. Ganz abgesehen davon, daß die medizinische Wissenschaft, was die Erblichkeit von Krebsleiden betrifft, noch lange nicht das letzte Wort gesprochen hat und mindestens ebensoviel gewichtige Stimmen gegen wie für die Vererbung in die Wagschale fallen, so bürgt in erster Reihe die genaue mikroskopische Untersuchung des Professors Orth, Virchows würdigen Nachfolgers, dafür, daß das Leiden mit Krebs nichts zu tun hat. Dann aber weiter. Würde es sich um eine gefährliche Erkrankung des Kaisers handeln, würde der Kronprinz sicher nicht zur Jagd nach Wernigerode abgereist sein, sondern wäre, wie es seine Pflicht als Sohn und Thronfolger erheischt hätte, an der Seite des Vaters und Herrschers geblieben. Der Kaiser erledigt auch weiter die Regierungsgeschäfte. So hörte er den Vortrag des Reichskanzlers, der später zur Frühstückstafel gezogen wurde. Der einzige Unterschied bei den Audienzen gegen sonst be steht jetzt darin, daß der Kaiser, der sonst lebhaft alle Einzelheiten auf der Stelle zu erörtern pflegte, zu gänzlichem Schweigen verurteilt ist. Uebrigens findet, das sei nebenbei erwähnt, durch die infolge der Erkrankung gebotene Schonung jetzt auch ein Punkt bei den Zweikaiserbegegnungen in Wiesbaden und Wolfsgarten, der ein gewisses Befremden hervorgerufen hatte, seine ungezwungene Erklärung: das Fehlen aller Toaste, die sonst bei dergleichen Ereignissen stehende Regel zu sein pflegen. Die Rücksicht auf den Gesundheitszustand des Kaisers machte hier eine Ausnahme von der Gepflogenheit zur gebieterischen Notwendigkeit. Das letzte Bulletin konstatiert einen äußerst befriedigenden Verlauf des Heilungsprozesses. Es lautet: „ Die nach der Operation selbstverständlich auftretende entzündliche Reaktion läßt bereits nach. Immerhin wird die Heilung der kleinen Wunde voraussichtlich noch einen Zeitraum von acht Tagen in Anspruch nehmen.“ Wie fest die Aerzte von der Gutartigkeit des Polypen überzeugt sind, geht weiter aus einer Erklärung des Professors Orth einem Berliner Journalisten gegenüber hervor. Er ermächtigte diesen, so scharf wie möglich zu erklären, daß auch nicht der leiseste Verdacht für eine irgendwie bedenkliche Bildung vorliegt." Die Sympathiekundgebungen laufen aus Inland und Ausland in stattlicher Fülle ein. Ganze Berge von Telegrammen häufen sich auf den Bureaus des Hofmarschallamts. Wohl der erste, der dem Kaiser nach Bekanntwerden der Operation telegraphisch seine Teil. nahme aussprach, war Prinzregent Luitpold von Bayern. Ihm schließen sich in ungezählter Reihe die inländischen Fürsten, die ausländischen Potentaten und Regierungen und die Würdenträger an. Mit diesen offiziellen und offiziösen Rundgebungen vereint sich in treuer Anhänglichkeit und liebender Sorge das gesamte teutsche Volk. Dankbar wird es in allen Schichten der Nation empfunden werden, daß die schnelle Veröffentlichung der genauen Feststellung des Krankheitsbefundes ihr den Alp drückender Gespensterfurcht von der Seele genommen hat. Zugleich ist mit diesem nicht genug zu lobenden Vorgehen des Hofmarschallamts allen sensationellen Aufbauschungen, in denen sich der geschwäßige Mund Deutschland feindlicher Blätter im Auslande zu ergehen Lust verspüren könnte, ein für allemal ein fester Riegel vorgeschoben worden. Zur wirtschaftlichen Lage. Aus kaufmännischen Kreisen wird uns geschrieben: In die dumpfe pessimistische Stimmung hinein, in die die deutsche Geschäftswelt durch die schweren Krisenjahre gebracht wurde, flingen mehr und mehr, wie ferne Friedensglocken, die Stimmen jener Leute, in deren hoffnungsfreudigen Gemütern bereits das Frühlingslied eines neuen großen Aufschwungs ertönt. Mag man diesen Leuten nun die beson ders feine Spürnase in wirtschaftlichen Dingen, deren sich die meisten rühmen, glauben oder nicht, so ist doch eines sicher, daß der aufmerksame Beobachter diese gar nicht mehr so vereinzelten Stimmen nicht länger überhören darf. Umso weniger, als ja gerade ein aufmerksamer Beobachter wissen muß, daß die Stimmung der Einzelnen ebenso einen Einfluß auf die Lage ausübt, wie die wirtschaftlichen Verhältnisse auf die Stimmung. Eine Untersuchung, ob die heutige Situation in Deutschland für einen Aufschwung günstig sei, würde sicherlich zu einem befriedigenden Resultat führen. Die Krisis der lezten Jahre hat für eine Reduktion der Preise und für ein Verschwinden der großen Warenbestände gesorgt; hierzu kommt eine gute Ernte und die Erkenntnis, daß die amerikanische Industrie- Krisis entgegen der allgemeinen Befürchtung uns keinen erheblichen Schaden zugefügt hat; dagegen ist mit ziemlicher Sicherheit anzunehmen, daß der jenseits des Ozeans wieder erwachende Optimismus bei uns etwas abfärben wird. Als bedeutungsvolles Symptom sind auch die internationalen Vereinbarungen der großen Elektrizitätsgesellschaften anzusehen, Deutschland einen fräftigen„ Happen" bei den fünftigen Erfolgen dieses Industriezweiges garantieren, und die vielleicht den Anfang bilden für eine Reihe internationaler wirtschaftlicher Verbindungen. die Wenn diese anscheinend gesunde und aussichtsvolle Situation bis jetzt kaum die Stimmung der Börsenkreise_gebessert hat, so liegt dies wohl nur daran, daß Industrie und Handel noch immer von dem Gespenst der schlechten Beiten" gleichsam gelähmt sind. Und die Zeitungen, die jetzt allmählich beginnen, eine frische Zuversicht zu zeigen und zu predigen, tun ein gutes Werk. Insbesondere der Kleinindustrie, dem Kleinhandel muß jezt zugerufen werden: Rafft euch auf, eh' es zu spät ist. Alem Anschein nach ist die Zeit gekommen!" Eh' es zu spät ist! Der leidenschaftslose Beobachter weiß es, daß derjenige eine günstige Konjunktur", wie es im Leben heißt, am besten ausnüßt, der zuerst auf dem Wege ist.( Das gilt, nebenbei bemerkt, auch bei der Wendung zum Schlechteren.) Später, wenn erst die große Masse vom Optimismus erfaßt wird und vorwärts stürmt, dann ist bald der Gipfel erreicht und beim Gipfel beginnt der Abstieg. Man darf freilich nicht vergessen, daß bei diesem Vorwärtskämpfen auf zwei Schritte nach vorwärts ein Schritt nach rückwärts folgt; Enttäuschungen fehlen nicht und dürfen nicht entmutigen. Wer aber die anderen erst das Terrain sondieren läßt und dann vorsichtig nachſteigt, der erreicht möglicherweise nur Enttäuschungen oder, wie der Börseaner so schön sagt:„ Den letzten beißen die Hunde." Es ist ein undankbares Geschäft, den wirtschaftlichen Wetterpropheten zu spielen; allein wenn man weiß, daß man durch das Prophezeien von besserem Wetter eine Besserung herbeiführen hilft, so wird aus diesem schwierigen Amt eine Pflicht. Vor allem wende ich mich an die kleineren Geschäftsleute, denen der Eristenzkampf bei dem modernen Zentralisierungssystem immer schwerer gemacht wird, und die die letzte Krisis so sehr schwächte, wie sie jenes System kräftigte. Für sie heißt es, doppelt auf der Hut sein und mit allen Mitteln des modernen intelligenten Geschäftsmannes, sei es Reklame, sei es eine praktische Produktionsweise, zu kämpfen und zu arbeiten, daß sie mit dabei sind, wenn die goldenen Früchte des wirtschaftlichen Aufstiegs zu pflücken sind. Ein Minister Selbstmörder! Eine ſenſationelle Nachricht kat aus Rom: Der eben erſt neu ernannte italienische Finzminister Rosano hat sich am Montag früh durch einen Schuß ins Herz getötet. Die Veranlassung zu dem Selbstmorde ist in Enthüllungen über das parlamentarische Vorleben Rosanos zu suchen, die ihn der Bestechlichkeit und grober Rechtsbeugung überführten. Rosano war schon in letzter Zeit Gegenstand schärfster Angriffe in der italienischen Presse. Diese konnte er ignorieren, bis vor wenigen Tagen in mebreren angesehenen Blättern eine Geschichte erzählt wurde, die so skandalös war, daß ein parlamentarisches Seesseltreiben gegen Rosano und wohl auch für das ganze Kabinett Giolitti unausbleiblich schien. Rosano wurde nämlich bezichtigt, er habe 1898 seinen Einfluß als hervorragender Advokat und Deputierter dazu mißbraucht, um einen wegen Teilnahme an einem Aufstand zu langjähriger Haft verurteilten Sozialisten Berga maschi in Freiheit setzen zu lassen. Und zwar habe er das getan gegen ein Entgelt von 5000 Francs. Bergamaschi selbst erzählte die Sache lang und breit in einem römischen Blatte; er teilte sogar den Wortlaut der Nassiber mit, die ihm Rosano und dessen Schwiegersohn, Marquis Ferri, ins Gefängnis einschmuggelten. Ein Billet Rosanos besagte, die Summe, die Bergamaschi ihm anbiete, sei zu gering. Bergamaschi solle sie erhöhen. Als das geschehen sei, habe Rosano mit dem Minister, dem Generaldirektor des Sicherheitswesens und dem Präfekten von Neapel gesprochen, die Polizei habe dann ihre Anklagen zurückgenommen und Bergamaschi in Freiheit gesetzt. Also ein Korruptionsskandal ärgster Sorte. Selbstverständlich konnte Giolitti dazu nicht schweigen, er beschied seinen Finanzkollegen zu sich und forderte ihn auf, sich öffentlich zu rechtfertigen. Rosano versprach das und fuhr sofort nach Neapel, wo Bergamaschi wohnt. Er versuchte diesen zur Zurücknahme oder doch zur Abschwächung seiner Beschuldigungen zu veranlassen. Das erwies sich als vergeblich, und Rosano sah nun keinen anderen Ausweg mehr als die Kugel. Er verweilte nach der Besprechung mit Bergamaschi noch einige Zeit im Kreise seiner in Neapel lebenden Familie und begab sich dann früh zu Bett. Montag Morgen um 5% Uhr stand er auf und ging in sein Arbeitszimmer, wo er mehrere Briefe schrieb. Darauf tötete er sich durch einen Revolverschuß ins Herz. Der Tod trat sofort ein. Als die Kammerfrau um 6 1hr das Zimmer betrat, um dem Minister Kaffee zu bringen, fand sie ihn an seinem Schreibtisch sizend, den Kopf auf die Hand gestützt, tot vor. Sie benachrichtigte sofort den Senator Munic chi und den Deputierten Colosimo, einen Verwandten Rosanos, die einen Priester und einen Arzt holen ließen. Dieser konnte aber nur feststellen, daß der Tod bereits eingetreten war. Municchi benachrichtigte dann die Frau und die Kinder Rosanos. Sobald die Nachricht bekannt wurde, begaben sich Vertreter der Behörden nach dem Hause des Ministers. Der Zutritt zum Hause wurde jedermann streng untersagt, und der Staatsanwalt begab sich nach dem Arbeitszimmer Rosanos. Durch den jähen Tod des Ministers dürfte das Kabinett der Gefahr, wegen dieses unsauberen Handels in einen parlamentarischen Skandal verwickelt zu werden, überhoben sein. Immerhin erregt die Sache das peinlichste Aufsehen und ist feineswegs geeignet, Giolittis und seines Kabinetts Stellung zu befestigen. Die Politik. Die Einmischung der Amerikaner in die Händel auf San Domingo scheint zu einem deutsch- amerikanischen Zwischenfall führen zu sollen: Der deutsche Dampfer Athen" bon der Hamburg- Amerika- Linie wurde von einem ameritanischen Kanonenboot an der Landung in Macoris( San Domingo) verhindert. Das amerikanische Schiff drohte, falls die„ Athen" doch einlaufen würde, mit der Beschießung des Hafens. Die Athen" mußte daher ihre Ladung in San Domingo löschen. Nach einer weiteren Meldung aus San Domingo hat der dortige deutsche Konsul gegen die bon der Union ausgehende Schließung der Häfen im Norden der Insel Einspruch erhoben. Hinterdrein werden sich die Amerikaner wohl entschuldigen, inzwischen aber hat die deutsche Schiffahrt und der deutsche Handel den Schaden. Uebrigens machen die deutschen, bei St. Thomas liegenden Kriegsschiffe Panther" und" Gazelle" sich eiligst nach San Domingo marschfertig. Auch das amerikanische Kanonenboot Newport" hat Befehl erhalten, mit größter Beschleunigung von Savannah nach Santo Domingo zu gehen. Pius X. als Politiker. Papst Pius hat erklärt, er wolle kein politischer, sondern ein religiöser Papst sein. Das hindert aber nicht, daß sich unter seinem Pontifikat bedeutsame Neuerungen sowohl in kirchlich- organsatorischer, wie in politischer Hinsicht vollziehen zu wollen scheinen. Schon vor einiger Zeit wurde berichtet, daß sich im amerikanischen und im australischen Klerus die Neigung zu größerer Selbständigkeit geltend mache. Leute, die das Gras wachsen hören, wollten sogar wissen, der amerikanische Kardinal Gibbons habe die Absicht, sozusagen ein Vizepapst für die neue Welt zu werden, eine Art bevollmächtigter Stellvertreter des Papstes für Amerika zu sein. Das war selbstverständlich ein törichtes Gerücht. Die ganze, auf Jahrhunderte langer Entwickelung beruhende Organisation der katholischen Kirche wäre dabei durchbrochen worden, und ein solcher Ehrgeiz des amerikanischen Sardinals wäre am Widerstande, wenn nicht des Papstes, so doch der übrigen Kardinäle gescheitert. Nach längerer Pause hört man wieder einmal etwas über die Operationen der Franzosen gegen die algerischen Räuberbanden. Nach einer Meldung aus Algier wurde ein etwa 600 Mann starker Stamm von Wüstenräubern von Eingeborenen- Truppen in der Nähe von Ain- Ben- Kellil in die Flucht geschlagen. Von den Wüstenräubern wurden mehrere, von den Eingeborenen- Truppen drei Mann getötet. Um ein allzu scharfes Treffen scheint es sich danach nicht gehandelt zu haben. Mit den räuberischen Wüstenstämmen werden die Franzosen auch nur gründlich aufräumen können, wenn sie sich nicht auf die Eingeborenentruppen verlassen, sondern weiße Truppen gegen sie ausschicken. Aus Deutsch- Südwest afrifa liegen neue Meldungen über den Hottentottenaufstand nicht vor, bis auf die eine, wonach die Bondelzwarts sich bei Zandfontein, zwischen Warmbad und dem Oranjefluß, sammeln. Die Regierung der Kapkolonie soll angesichts des Aufstandes die britischen Polizeitruppen an allen Furten des Oranjeflusses verstärken. Eine amtliche deutsche Meldung fehlt noch und ist nach Lage der Sache kaum so bald zu erwarten. Heer und flotte. Aber auf anderem Felde zeigt sich Papst Pius Neuerungen nicht abgeneigt. Vor allem gilt das für das Verhältnis zwischen der Kurie und dem Königreich Italien. Jast täglich kommen Nachrichten, aus denen sich ergibt, daß der Papst mit dem Quirinal seinen Frieden machen will. Dieselbe Friedfertigkeit legt er auch gegenüber Frankreich an den Tag. Der Kampf zwischen der Kurie und dem Kabinett Combes besteht noch immer, aber er wird in wesentlich anderem Stile geführt, als bisher. Herr Combes schlägt im Verkehr mit dem Vatikan einen weniger brüsten Ton an, und Papst Pius zeigt sich seinerseits durchaus maßvoll, ohne von seinem sachlichen Standpunkt etwas zu opfern. So äußerte er sich einem französischen Publizisten gegenüber: Müssen die französischen Katholiken nicht das Los beneiden, das die Katholiken im protestantischen England gefunden haben? Müssen sie nicht die Stellung beneiden, die die deutschen Katholiken unter der Herrschaft des protestantischen deutschen Kaisers errungen haben?" Besonders der Hinweis auf die Lage der deutschen Katholiken wird auf die öffentliche Meinung in Frankreich seine Wirkung nicht verfehlen, wie er andererseits auch in Deutschland die verdiente Beachtung finden dürfte. Der Munitionsersatz für die Infanterie auf dem Gefechtsfelde erfährt im Anhang an das neue Ererzierreglement für die Feldartillerie eine eingehende Regelung. Es wird u. a. darin bestimmt das Verbot eines Wiederfüllens der Kompagnie- Patronenwagen während des Kampfes ausgesprochen. Wenn sie geleert sind, bezeichnen diese Wagen, 1000 Meter hinter den fechtenden Truppen stehend, nur den Punkt, auf welchen der Führer einer Infanterie- Munitionskolonne oder eines ihrer Teile Wagen anweist, um den Munitionsersatz bei den Truppen zu bewirken. Die Munitionsfolonne selbst oder der betreffende Teil nimmt 1000 bis 1400 Meter hinter den Gruppen der Kompagnie- Patronenwagen Aufstellung. Der Mann trägt 120 Patronen bei sich, im Kompagnie- Patronenwagen sind für das Gewehr 655 Patronen enthalten. Solange Bataillone im Rahmen gröBerer Verbände fechten, ist auf diese Weise je der Munitionsersatz zu bewirken. Anders steht es, wenn zu Sonderaufgaben, Flankenschutz, Stoß gegen feindliche Flanken, Bataillone abgezweigt werden, sie sind dann oder können dies wenigstens in einzelnen Fällen auf ihre Taschen munition bezw. den Inhalt der Kompagnie- Patronenwagen angewiesen und reichen damit gegebenenfalls nicht aus. Das Reglement hätte daher zweckmäßig das Verbot, die Nompagnie Patronenwagen während des Gefechts nicht wieder zu füllen, weniger bestimmt aussprechen sollen. Alles in allem: Papst Pius zeigt, daß er auch auf politischem Felde nicht müßig ist, und daß er jedenfalls über den geistlichen die weltlichen Interessen der Kirche, deren Oberhaupt er ist, nicht zu kurz kommen lassen will. Der Panamakanal in Sicht! Eine Politik mit Bolldampf" ist augenblicklich am mittel. amerikanischen Isthmus im Gange. Zug um Zug folgen sich die bedeutsamen Ereignisse: Die neue Regierung sendet eine Kommission nach Washington, um mit den Vereinigten Staaten unverzüglich über den Bau des Pa. namakan als zu verhandeln. Man wird im Handumdrehen einig sein, dafür bürgt schon die Persönlichkeit des Führers der Kommission, des neu ersandten Gesandten der Republik Panama in Washington, Vunau- Varilla. Dieser, ursprünglich französischer Ingenieur, war längere Zeit als Generaldirektor des Panamafanalbaues tätig und ist an dem Unternehmen selbst mit großem Kapital beteiligt. Als infolge der Aufdeckung des Panamaskandals und des Zusammenbruches der Gesellschaft die Förderung des Baues mit französischem Gelde unmöglich wurde, entfaltete Bunau- Varilla in Nordamerika eine eifrige Propaganda zu Gunsten dieses Projekts. Man kann ohne Uebertreibung behaupten, daß BunauVarilla der eigentliche Urheber der Revo Iution in Panama ist und daß er hierbei die Unterstützung der Vereinigten Staaten gefunden hat. Er ist bereits in Washington eingetroffen. Angesichts der amerikanischen Anerkennung und des schnellen Vorgehens der neuen Republik in Sachen des Panamakanals werden alle Anstrengungen Kolumbiens, die abtrünnige Provinz wiederzuerobern, vergeblich sein. Es will sogar scheinen, als werde sie dabei nur noch mit den Vereinigten Staaten in Händel geraten; die Regierung in Bogota hat an die Union wegen der Anerkennung und Unterstüßung Panamas eine so scharfe Protestnote abgesandt, daß die Yankees eine geharnischte Antwort kaum schuldig bleiben werden. Der Kindesunterfchiebungs- Prozess. ( 11. Verhandlungstag.) RK Berlin, 9. November. an berbreiten soll. Von besonderer Wichtigkeit ist die Aussagit der Schwester der Frau Cäcilie Meyer( die bekanntlich gibt, der Knabe sei ihr Sohn). Sie beſtätigt, daß ihre Schwester ihr erzählt habe, daß sie den kleinen Leo für 100 Gulden an eine fremde Gräfin verkauft habe. Eine andere Beugin ist bei Uebergabe des Kindes an zwei schwarz gekleidete Frauen" zugegen gewesen und hat ge sehen, daß eine größere Geldsumme gezahlt wurde." Nab und fern. Cute in ber Stor norhaben abzuho um Aufruhr ang do drei Duchobe barbe schwer beri Beginn des Sam Lottericdin felliger Bergni dicht ersichtlich if Sziehen foll. Be bahn eine herborn adhdem die Supp in Servierbrett i e Truthahn ge Der Automobilunfall des Großfürsten Kyrill von Ruß Lichtenfels ein Gespann des Freiherrn v. Dungen überfuhr, wurde, wird demnächst noch ein Nachspiel vor Gericht haben bei dem Zusammenstoße aus dem Wagen geschleudert wurde und schwere Rippenverlegungen erlitt, gütlich geeinigt; et von hundert Mark pro Woche zu zahlen. Da der Kutscher nach Ausspruch des ihn behandelnden Arztes voraussicht lich noch mehrere Wochen hindurch arbeitsbeschränkt sein wird, so dürfte dem Großfürsten die Unvorsichtigkeit seines russischen Chauffeurs, abgesehen von der noch zu erwarten den gerichtlichen Sühne, ziemlich teuer zu stehen kommen. land, der, wie wir kürzlich meldeten, bei Grandfeld unweit a find. Jeder wobei der Kutscher des letzteren nicht unerheblich verlegte geschmückt i Inzwischen hat sich Großfürst Kyrill mit dem Kutscher, der selbe Numme Jeder hur Dird es natürli Denen es für de hat sich bereit erklärt, dem Verleßten ein Schmerzensgeldes Stüd ihm Eine unfreiwillige Luftschiffahrt machte ein 14jäh riger Junge aus Neudorf bei Leobschütz in Oberschlesien. Dort wollten auf dem Hutberge zwei Offiziere der Ber liner Luftschifferabteilung mit ihrem Ballon landen. Der Knabe, der mit anderen Gespielen zu dem seltenen Schau spiel herbeigeeilt war, erfaßte beherzt das herabhängende Tau. In demselben Augenblick ging der Ballon wieder in die Lüfte, riß den Jungen über eine hundert Meter breite und 16 Meter tiefe Standgrube hinweg und ließ sich auf der anderen Seite der Grube nieder, wo der Knabe endlich von seiner Todesangst befreit wurde. Glücklicherweise hat er bei der Luftfahrt wider Willen keinerlei Schaden erlitten. Trotzdem immer noch 100 Zeugen zu vernehmen sind, ist das Interesse des Publikums im Erkalten begriffen. Naturgemäß kann ja alles, was jetzt noch kommt, im großen und ganzen nur eine Wiederholung des Voraufgegangenen bieten, wenn es auch nicht an einzelnen neuen Schlaglichtern gebricht. So wurde heute der angeklagte Graf Kwilecki in ein Kreuzberhör genommen, um zu konstatieren, ob er bezüglich des angeblichen kleinen Erben die Worte gebraucht habe: Ich hätte nichts dagegen, wenn der Junge tot wäre. Weiter, daß er sich selbst den letzten Majoratsherrn auf Wroblewo genannt habe, trotzdem der kleine Erbe schon vorhanden war. Das letztere will der Angeklagte dahin deuten, daß er nur davon gesprochen habe, er sei der letzte Wensierski- Kwilecki. Nach einer Bestimmung des Fideikommißvertrages dürfe sein Sohn sich nur Graf Kwilecki nennen. Die erstere Aeußerung streitet er ab. Dann werden die„ Späßchen" der Gräfin einer weiteren Beleuchtung unterzogen, z. B., daß sie gesagt habe: Dann bleibt mir nichts anderes übrig, als mir ein Kissen auf den Leib zu binden. Der betreffende Reuge konstatiert, daß die Gräfin in ihren Ausdrücken stets mehr als derb gewesen ist. Die Frage der mehr oder minder großen Glaubwürdigkeit einzelner Zeugen in der Angelegenheit der Andruszewskischen Reisen führt einen ziemlich scharfen Konflikt zwischen dem Distriktskommissar Leitlof und der Verteidigung herbei. Justizrat Wronker stellt im Anschluß hieran einen neuen Ladungsantrag. Es soll eine Masseuse vernommen wer den, die die Gräfin bald nach der Geburt des Knaben zit massieren begonnen habe, um gewisse damit zusammenhängende Schwellungen fortzubringen. Die wichtige Frage der Aehnlichkeit wird auf Antrag des Gerichtsarztes Störmer einer Kommission, bestehend erstens aus dem Antrag. steller, zweitens dem Professor Dr. Straßmann und dem Portraitmaler Vogel übertragen. Den Schluß der Sitzung füllt die Vernehmung einer Anzahl von Zeugen aus Krakau aus, die über den angeblichen Verkauf des Knaben Licht Eine schwere Bluttat wurde nächtlicherweile in der Bor beckerstraße zu Essen begangen. Der erst 17jährige Dachdeckergeselle Thürcken ermordete aus Rache den Kutscher August Berger auf grausamste Weise. Dem Ermordeten war durch 16 Stiche, bei denen das Messer durchgezogen wurde, die ganze Brust zerfleischt. Der Mörder floh auf die Dächer der in der Borbeckerstraße gelegenen Häuser und mußte von der alarmierten Feuerwehr heruntergeholt wer den. Berger hatte Thürken und zwei Mitschuldige wegen eines an ihm begangenen schweren Diebstahls angezeigt, weswegen einer der beiden Genossen Thürkens zu 7 Monaten Gefängnis verurteilt worden war. Die beiden Genossen Thürkens wurden ebenfalls verhaftet. Bunte Chron Shner statt. Schiffs Moltte Der Arbei Bardacht bes& leronet iede Sch Perfo töller aus ban Schullehre Sörlach zu Ni Librerftellen an Bilh. Sachs zu Shulamt aſpira Behrerinnenftelle Dem Geom mrbe das Bat Friedberg erteilt Bur Deutschen e in Dresden tri itt, bat fich bas Großherzo D. Buchner na Ritalieber zal Der Gifenacher Dr. Adermann ahl der evan buffe beigetre Millionen, die In einem Fuchsban ums Leben gekommen. Ein eigen- ahre mit B artiger Unglücksfall wird aus Heidenheim berichtet. Eine Anzahl junger Burschen im Alter von 17 bis 20 Jahren hatten einen Ausflug in den Wald unternommen. Dabei versuchte einer von ihnen, in einen Fuchsbau zu kriechen. Als er mit Kopf und Oberkörper in dem Bau war, brachen die lockeren Erdmassen über ihm zusammen und erstickten ihn. Alle Wiederbelebungsversuche waren erfolglos. * Das Striegertam madm. balb 3 Neue Opfer des Automobilsports. Eine Bergwettabt eine Sigur fahrt von Motorwagen, die in der französischen Stadt Gaillon stattfand, hat zu beklagenswerten Katastrophen ge führt. Die Fahrer Daujan und Lambert wurden getötet mehrere andere schwer verletzt. Ueber die kühne Rettungstat einer Frau wird aus Bres folgendes berichtet: Die 40jährige Fischersmagd Nose Here sah vom einsamen Ufer von Üshant aus, wie ein kleines Boot, augenscheinlich von einem untergegangenen Schiff, sich dem flippenbesäten Strande näherte, jeden Augenblick in Gefahr, von den stürmischen Wellen an den Felsen zerschmettert zu werden. Ohne Besinnen warf sie ihre Oberkleider ab und schwamm, trop beständiger Lebensgefahr, zwischen den Klip. pen hin dem Boot entgegen. Es gelang ihr, an Bord zu kommen und, da sie des Jahrwassers von Jugend auf kundi ist, die 14 Schiffbrüchigen vom Dampfer Vesper", die da Boot enthielt, sicher an Land zu bringen. Die französischen Behörden haben der tapferen Frau eine reiche Belohnung ausgesetzt. Liceat: 1. Bertr Seschwerde D fchoffung, 4. L 7. Kyffhäuferfr Broß- Robrheir V Die hüringis berbefferu Es ist an dem Hapital, welches ner zu große Splittern, sond Bewinnen zu insaßes ausr Find in der S ls in jeder c gegenüber der hartebenen Ung ber gegen das ben Strafgefe haufgefordert w Die Spiritistische Renntips. In Lille machte die Polize einem sonderbaren, aber einträglichen neuartigen Geschäfts betrieb ein jähes Ende. Ein findiger Kopf wußte solche die nicht alle werden, gehörig zu schröpfen, indem er ihnen in spiritistischen Sitzungen" todsichere" Tips zu den Renner in aller Herren Länder gegen gutes Geld verkaufte. Seine Begleiterin gab diese Tips aus einem sogenannten hyp begangen, wer notischen Trancezustande heraus. Als die Polizei dieser Der Modeware nun die Voru merkwürdigen Handel sich etwas genauer ansehen wollte, 30 Berhandlung es der Unternehmer, Charles Brice mit Namen, vor, sic schleunigst mit Strychnin zu vergiften. Die Tips mußter also wohl nicht goldecht" sein, wenn sie auch goldsicher waren. Der entführte amerikanische Millionär Edward Went wird jetzt seinem besorgten Vater zurückgegeben werden. Di Räuber haben für die Freilassung das hübsche Sümmche von 100 000 Dollars gefordert, und Wentz sen. hat bereit einen Bevollmächtigten abgesandt, der mit einem Beauf tragten der Räuber über die Auslieferung, des Lösegeldes und des Gefangenen verhandeln soll. Der betrübte Vater hat eingesehen, daß ein weiteres Suchen in den Felswüsten Südvirginiens vergeblich ist, nachdem ein Heer von 1000 Mann sich wochenlang ohne jedes Resultat angestrengt hat die Spur des Verschwundenen zu finden. Aufruhr unter den Duchoborzen. Aus Winnipeg( Mani toba) wird berichtet: Unter den hier lebenden Duchoborzen ist von neuem ein wilder Fanatismus zum Ausbruch ge kommen. Peter Veragini, der Führer der fanatischen Sette verließ kürzlich die Niederlassung am Swan Lake, um die andere Duchoborzen- Kolonie bei Yorkton zu besuchen. Vo seiner Abreise sammelte er seine Jünger um sich, und wäh rend sie vor ihm knieten, ermahnte er sie, in seiner Ab wesenheit streng seine Lehren zu befolgen, und namentlic feinen Missionären Gehör zu schenken. Am folgenden Mor gen schon fam als Störenfried ein Methodistenprediger Perkins hieß er nach der Kolonie, um den Duchoborzen das Wort Gottes nach der Weise der Methodisten zu lehren Darob entstand große Aufregung unter den russischen Fana tikern. Die Wildesten unter ihnen rissen sich die Kleider vom Leibe und wollten, wie sie es schon früher einmal getan hatten, völlig nadt einen Pilgerzug antreten, um ihren An führer Peter Veragini zurückzuholen. Die vernünftigeren find die ehe Helmbrecht, verheiratet h Schneiderin brere Rif Stoff, die m * Irri bilden die Ber * gestern Abend Aug 5.45 Uhr der Sohn de Schnellzug die Schaffner bed wurde er von Behandlung Erf * * morgen Gri der infolge Isten Nacht Der Erstoche füßergaffe be mit einem M Neustadt in Gerbeigerufen, aus Dipreuße bon Gießen anwesend. tett ift die Die befamili beitätigt, erfauit babe, Beide in der Solonte fuchten die rafende Menge von ihrem Boaben abzuhalten, aber dadurch ward der Fanatismus zum Aufruhr angefacht. Eine fürchterliche Schlägerei folgte, urabdrei Duchoborzen blieben tot auf dem Plaze; ein vierter en fleinen unde schwer verwundet. Der Methodistenprediger war beim Kindes wefen und Bahlt tourde 1. ten Kyrill in et Grandfeld .Dungen ü unerhebli Ivor Geri it dem Kutid geschleuder gütlid geeing ein Schmer 1. Da der Arztes bor rbeitsbefdrant nvorsichtigte r noch zu er Beginn des Kampfes schleunigst entflohen. Lottericdiners für Junggesellen ist die neueste Form gefliger Vergnügungen in England, wobei es allerdings nicht ersichtlich ist, weshalb sie sich nur auf Junggesellen beziehen soll. Bei einem Diner z. B., bei dem der Truthc En eine hervorragende Rolle spielt, beginnt die Lotterie, noacidem die Suppe abgetragen worden ist, wenn der Kellner einn Servierbrett umherreicht mit ebensoviel Losen, als Gäste den sind. Jeder Gast nimmt ein Los, und nunmehr wird der Truthahn gebracht, der mit einer Anzahl entsprechender Bose geschmückt ist, die der Koch außen am Vogel befestigt hot Jeder hungrige Junggeselle erhält den Anteil, der dieselbe Nummer hat wie sein 2o3. In derselben Weise wird es natürlich mit den anderen Speisen gehalten, bei damen es für den Feinschmecker sehr darauf ankommt, weldie Stück ihm zufällt. Bunte Chronik. Bu Ehren der Offiziere des deutschen diffs Moltke" fand im Palais des Sultans ein GalaSmer statt. Der Arbeiter Karl Luck in Berlin wurde unter dem su stehen tommardacht des Giftmordes an seiner Frau verhaftet. Er Ilmonet iede Schuld. machte ein ig in Ober Offiziere de Ballon landen cherweile in de Rache den Lokales. Gießen, 10. November 1903. Sem feltenen& das herabba . Bersonalien. Dem Schulamtsaspiranten Hrch. er Ballon wi Möller aus Angersbach eine Lehrerstelle zu Klein- Linden, undert Meter den Schullehrern Phil. Hessinger zu Friedberg, Friedrich eg und ließ örlad zu Nieder- Weisel und Chr. Albach zu Dueckborn wo der Knabebrerftellen an der Volksschule zu Gießen, dem Schullehrer de. Glüdli Bilb. Sache zu Rockenberg eine& hrerſtelle zu Bieber, der en feinerlei& qulauntsafpirantin Mathilde Förster aus Maar eine Lehrerinnenstelle an der Volksschule zu Gießen übertragen. Dem Geometerkandidaten Karl Schmidt aus Kassel erst 17jährige b urbe bas Patent als Geometer 1. Klasse für den Kreis Dem Erme tibberg erteilt. Bur Teilnahme an den Verhandlungen des Messer durch Deutschen evang. Kirchenausschusses, der heute Mörder floh c legenen Häu in Dresden zu seiner konstituierenden Sigung zusammenheruntergehol tritt, hat sich als Vertreter der evangelischen Landeskirche Mitschuldige- Großherzogtums Hessen Herr Oberkonsistorialpräsident Diebstahls ang ID. Bushner nach Dresden begeben. Der Ausschuß, der 15 Thürkens zu Mitalieder zählt, tagt unter dem Vorsitze des Präsidenten ar. Die beide Her Eisenacher Kirchentonferenz, Herrn Oberhofpredigers D. haftet. Dr. Ackermann in Dresden. Hessen hat darin, alle zwei ekommen. Gahre mit Braunschweig alternierend, 1 Stimme. Die beim berichtetal ber evangelischen Reichsangehörigen in den dem Aus17 bis 20 busse beigetretenen deutschen Kirchengebieten beträgt 34,6 nternommen, Millionen, die der geistlichen Dienststellen über 1700. Fuchsbau zu fri em Bau war, bro Das Gesamtpräsidium des Landesverbandes der mmen und eriti riegertameradschaft Hassia hält am 15. Nov., adm. balb 3 Uhr im Reserve- Offizier- Kassino zu Darmren erfolglos 3. Gine Bergin fadt eine Sigung ab, der folgende Tagesordnung zu Grunde at: 1. Verträge mit Providentia, Anker und Zürich, 2. französischen Bedwerde Dornheim, 3. Vortragswesen, Stioptikon- Anen Katastrophe foffung, 4. Lotterte, 5 Jahrbuch, 6. Bezirksanaelegenheiten, bert wurden gKyffhäuserfragen. 8. Verhandsorgan. 9. Aufnahmegesuche: Bob Rohrheim, Worms C.-V., 10. Sonstiges. Frau wird aus ersmagd Rose vie ein kleines en Schiff, fi genblick in fen zerschmetter Oberkleider ab , zwischen den ng ihr, an Bord Jugend auf fu er Besper, die d 1. Die franzöfifcher e reiche Belohnu machte die euartigen Gef Popf wußte f en, indem er i ps zu den Re Die zur demnächst beginnenden 3. HessischThüringischen Staats lotterie bewirkten PlanWerbefferungen dürften schon allgemein bekannt sein Es ist an dem Grundsage festgehalten worden, das Spielapital, welches an die Spieler zurückgewährt wird, nicht in imer zu großen Anzahl von bloßen Einsaßgewinnen zu zerlittern, sondern vielmehr eine möglichst große Zahl von winnen zu bieten, die effektiv mehr als das doppelte des Einsatzes ausmachen. Die Aussichten auf wirkliche Gewinne ind in der Hessisch- Thüringischen Staatelotterte viel besser im jeder anderen Lotterie. Insbesondere gilt dies auch gegenüber der, bekanntlich von einer Aktiengesellschaft be= bemen Ungarischen Klassenlotterie, zu deren Spiel trotz ber gegen das Spiel in nicht zugelassenen Lotterien bestehenbe Strafgeseßgebung auch jetzt wieder recht verführerisch aufgefordert wird. Die Seidendiebstähle, welche von Angestellten Perkaufte. Modewarenfirma Karl Nowack in Gießen ſeit Jahren sogenannten die Polizei de ansehen wollte t Namen, bor Die Tips mu ie auch goldfi när Edward Ber geben werden begangen, werben, wie der„ Fr..- Anz" mitteilt, nachdem bie Voruntersuchung geschlossen, Anfang Dezember zur Brhandlung vor der Straffammer kommen. Beschuldigte fiind die ehemalige Verkäuferin Frau Dr. Tritschler geb. mbrecht, welche drei Wochen vor ihrer Festnahme sich berheitratet hatte, Diga Sperber wegen Diebstahls und die Ehneiderin Vogel, sämtlich aus Gießen, wegen Hehleret. brere Kisten fertiger seidener Frauenbekleidung und hübsche Sümm Stoff, die man bei der Tritschler und Vogel vorgefunden, ng fen. bat be mit einem bildem die Beweisstücke. ** Irrsinnig geworden war ein junger Mann, der ing, des Löfe ftern Abend auf dem Gießener Bahnhof mit dem SchnellDer betrübte in den Felsh in Heer bon! ug 5.45 Uhr von Marburg antam. Der junge Mann ist bor Sohn des Bahnhofswirts in Hannover und hatte im Enellzug die Notbremse gezogen; den darauf hinzueilenden wurde er von der Polizei in Empfang genommen und der Behandlung des Herrn Professor Sommer übergeben. at angestreng daffner bedrohte er mit einem Revolver. In Gießen Winnipeg( enden Duchobo zum Ausbrud r fanatischen Gorgen Grünberg die Schreckenstunde von einem Mord, wan Lake, um zu besuchen. um fidh, und n ** Erstochen. Wie ein Lauffeuer durcheilte heute Der infolge eines Streites zwischen zwei Knechten in der Isten Nacht gegen 12 Uhr sich in der Neustadt zutrug. fie, in feinerDer Erstochene war beim Landwirt Kreuder in der Baren, und namen Im folgenden Jodiilenprediger Sisengasse bedienstet und hatte eine tiefe Schnittwunde, die mit einem Messer ausgeführt war. Der Täter war in der den Duchobor Neustadt in Dienst und wurde verhaftet. Dr. Becker, der bodiften zu leb ruffifchen Ba ch die Aleider b her einmal ge en, um ihren ie bernünftige herbeigerufen, stellte den Tod fest. Beide Knechte stammen aus Dtpreußen. Heute Mittag war die Gerichtskommission bon Gießen zur Feststellung des Tatbestandes in Grünberg anwesend. * Verhaftet. In Lang- Göns wurde beim Betteln der Agent Joseph Schreiber aus Sindlingen, zuletzt in Frankfurt a. M., aufgegriffen, der in Laubach zu einem Jahr Gefängnis verurteilt worden, aber aus dem dortigen Gefängnis ausgebrochen war. Auf seine Ergreifung waren 300 Mt. ausgesetzt, die dem Händler W. Mohr aus Ettingshausen zufallen, der den Verbrecher erkannte. S. wurde ins Gefängnis nach Gießen gebracht. ** Ernst Ludwig Heilstätte bei Sandbach t. D. Im Oktober d. I. sind 43 Lungenfranke in Pflege genommen worden und 66 wieder zur Entlassung gekommen, am 31. Oktober befanden sich noch 98 Kranke in der Heilstätte, 17 mehr wie Ende Oktober 1902. In den ersten 10 Monaten dieses Jahres wurden 433 Pfleglinge neu aufgenommen und 416 wieder entlassen; die Frequenz ist mithin eine stärkere wie im Vorjahre, in welchem in dem gleichem Zeitraum die Ein- und Austritte sich auf 403 resp. 392 Röpfe bezifferten. § Heuchelheim, 8. November. Infolge der bevorstehenden Feldbereinigung, sowie auch durch die anhaltend nasse Witterung, womit uns der Herbst reich lich bedachte, hat sich die Aussaat der Wintersaat gegen frühere Jahre sehr verzögert. Noch in diesen Tagen waren hiesige Landwirte mit der Kornsaat beschäftigt und hat wohl in Anbetracht, daß die Regulierung des Feldes im Frühjahr bevorsteht, mancher Bauersmann diesmal etwas mehr Winterfrucht ausgestellt. In erster Linie sieht der Landmann auf eine reiche Ernte des Wintergetreides, bildet dieselbe doch die Grundbedingung seiner Wirtschaft. Die Arbeiten an der Reguterung des Landwehrgrabens" schreiten gut vorwärts, derselbe bildet für die Folge die Grenze zwischen der städtischen und hiesigen Gemarkung. Durch den erfolgten Geländeaustausch ist nunmehr die Möglichkeit geschaffen, daß unser weit ausgedehntes Dorf in baulicher Hinsicht der Stadt immer näher rücken kann. + Rodheim a. Bieber, 9. Nov. Die Bauhandwerker hiesiger Gegend sind z. Zt. damit beschäftigt, für die angehenden Bauhandwerker, Lehrlinge und Gesellen, eine Handwerkerschule in's Leben zu rufen. Die jungen Leute besuchten seither allsonntäglich die Zeichenschule zu Gießen, woselbst sie aber für die Folge nicht mehr angenommen werden fönnen. Schon mit Monat September ist allen Schülern ( Nichthessen) aus den umliegenden preußischen Ortschaften eröffnet worden, daß ihnen wegen Platzmangel der Schulbesuch nicht mehr gestattet ist. Die Bauhandwerker beklagen diesen Ausschluß nicht, zumal man schon längst für unser Dorf eine derartige Fachschule gewünscht hat. Die Handwerferkammer zu Wiesbaden hat bereits in bereitwilliger Weise dem Unternehmen ihre Unterstützung in Aussicht gestellt und ist dieserhalb für nächsten Sonntag eine Handwerkerversammlung bei Gastwirt Schlierbach hier einberufen. Bei dem regen Interesse, welche man der Fachschule entgegenbringt, steht zu erwarten, daß die neue Schule noch mit dem Winter eröffnet wird. Aus dem Kreise Wetzlar, 9. Nov. Wie wohl kaum anderswo, ist im hiesigen Kreise die Landtagswahl in regen der konservative Kandidat, unser im ganzen Kreise im Fluß gekommen. Während bereits am vorletzten Sonntag besten Andenten stehender früherer Landrat, Herr Regierungsrat a. D. Stackmann, in stark besuchter Versammlung zu seinen Wählern gesprochen, stellte sich am gestrigen Sonntag in nicht minder zahlreich besuchter Versammlung Herr Bergwerksdirektor Roth Wesbaden als Kandidat der nationalliberalen Partei den Kreiseingesessenen vor. Aber aller guten Dinge sind drei, und so ist denn zum Schlusse auch noch Herr Dr. Gieße unser antisemit scher Reichstagskandidat aufgestellt worden. Es wird daher am 12 November hier mit croßem Eifer von den einzelnen Parteten gefämpft werden und ist vorläufig noch nicht zu entscheiden, wie sich der Ausfall der Wahl gestalten wird. + Flensungen, 9. Nov. Der Voranschlag der Gemeinde Flensungen für 1904/05 liegt vom 11-18. Nov. zur Einsicht der Beteiligten und Entgegennahme von Einwendungen auf der Bürgermeisterei offen. * Romrod, 8. Nov. Im nächsten Frühjahr wird im hiesigen Orte ein neues Postamtsgebäude hergestellt. Das zum Bau erforderliche Gelände ist teilweise schon angekauft. )( Alsfeld, 9. Nov. An das hiesige Postamt wurde der Postassistent Bode von Marburg versezt. † Amöneburg, 9. Nov. Gestern fand hier eine Zusammenkunft der Vertreter verschiedener Sparkassen statt, bei welcher auch Herr Sekretär Böschen aus Kassel anwesend war. Marburg, 9. Nov. Wehlheidener Zuchthäusler verübten auf der Domäne Wolfersdorf bei Frankenberg Tumulte. Mehrere wurden schwer verletzt. Gendarmerie und Aerzte sind eingetroffen. × Frankfurt a. M., 9. Nov. Der Vorsteher der Ubrenabteilung im Sch llenbergschen Waarenhause, Max Volfmer, der lange Jahre in dem Geschäft tätig war und das volle Vertrauen seiner Prinzipale genoß, wurde verhaftet, weil er ca. 150 Uhrendiebstähle in der ihm unterstellten Abteilung begangen hat. Obgleich er verheiratet war, hat er viel Geld in Damenbedienungen vergeudet. )*( Mainz, 10. Nov. Unter außerordentlich großer Teilnahme fand gestern die Beisetzung des Bischofs Dr. Brück statt. Als Vertreter des Großherzogs war OberHofmarschall v. Westerweller Erz. erschienen; die Großh. Regierung war durch Staatsminister Rothe Erz. vertreten. Der Erzbischof von Freiburg hielt das Totenamt, Generalvikar Dr. Engelhardt die Predigt. (!) Kassel, 8. Nov. Gestern Nachmittag brach in einer nicht weit von der Husarentaserne gelegenen Staatsdomäne ein Großfeuer aus, daß troß des sofortigen Eingreifens der Soldaten, denen nachher noch die Feuerwehr Hilfe leistete, rasch um sich griff. Die Scheune und die Stallungen sind vollständig ausgebrannt. Man nimmt an, daß die Gebäude durch die Unvorsichtigkeit eines Arbeiters in Brand geraten find. Aus dem Gerichtssaal. Straffammer. Gießen, 7. November 1903. Die Kammer hat sich heute als Berufungsinstanz lediglich mit Privatflagesachen zu befassen. Spengler Karl August Pasbach zu Gießen hat gegen den Schreiner Karl Wacker lage erhob. Das hiesige Schöffengericht verurteilte jeden wegen Beleidigung Klage erhoben, worauf letterer Widerzu 20 Mt. Geldstrafe, wogegen Berufung eingelegt wurde. Da zwei Zeugen durch ärzliche Zeugnisse entschuldigt sind, versucht das Gericht einen Vergleich zustande zu bringen, welcher aber scheitert. Es muß dieserhalb Wertagung eintreten. Kaspar Müller III. von Mainzlar hat den Landwirt Kaspar Vogel I. wegen Beleidigung verklagt, was zur Folge hatte, daß Müller gegen- Vogel ebenfalls flagend vorging. Vom hiesigen Schöffengericht wurden beide freigesprochen, der Widerbeklagte Müller mit sämtlichen Kosten belastet. Der von letterem eingelegten Berufung wird heute stattgegeben und der Angeklagte Vogel, unter Belastung mit den Kosten zu einer Geldstrafe von 5 Mt. verurteilt, wobei auch auf Publikationsbefugnis erkannt wird. Die Klage des Brauereibesizers Georg Bichler gegen Karl Buß zu Gießen findet ihre Erledigung durch Verlesen einer Ehrenerklärung seitens des Angeklagten Buß, worauf das Verfahren eingestellt wird. Ebenso wird die Klage des Philipp Schmidt von Mehlbach gegen den Lorenz Martin Sames von dorten wegen Beleidigung, durch Vergleich erledigt, womit die Sigung geschlossen ist. Wetterbericht. ( Wetterdienst zu Gießen: Peppler.) Verlauf der Witterung von Sonntag bis Montag. In Ein im Nordwesten vorüberziehendes TIEF drängt das HOCH nach Südosteuropa, sodaß der Wind nach Süden drehte. Infolgedessen dauert bet weiterem sinken der Temperatur das trübe aber trockene Wetter an. Oberhessen herrscht vielfach Nebel. Die Nachmittagstemperaturen übersteigen heute 4° nicht. Das HOCH dürfte weiter nach Südosten zurückweichen, das TIEF aber Ostwärts vordringen. Voraussichtliche Witterung am Dienstag und Mittwoch. Fortdauer des trüben, vielfach nebeligen Wetters. Zunächst noch falt, später( Mittwoch) Erwärmung, nur im Norden Oberh ssens etwas Regen, sonst trocken. Marktberichte. Gieken 10. Novbr. Auf dem heutigen Wochenmarkt fosteten Butter per Bfb. 1.00-1.10 mt., Hühn reter 2 Stüd 16-18 Pfg., Enteneter St. 8 fa. Raje per St. 5-8 Pfg.. Käsematte 2 St. 5-6 fg., Erbsen per Liter 21 Pfg., Linsen per Liter 32 Big, Tauben per Paar f. 0.70-0.90, Hühner per Stüd Mr 1.30-1 80, Hahnen, per Stüd Mr. C.70-1.50, Enten per Stüd 1.70-2.20, Gänse p. Pfd. 56-60 Pfg., Ochsenfleisch per Pfd. 68-78 Bfg., Rindfleisch per Pfd. 62-66 Pfg. Schweinefleisch per Pfd. 66-76 Pig. Schweinefleisch gesalzen per Bfund 0.80 Vfq., Kalbfleisch per Pfd. 70-76 Pfa., Hammelfleisch per Pfd. 56-74 Bfg., Kartoffeln per 100 kilo 5.00 5.50 mt., Rwiebeln per 3t. Mr. 4.50-5 00, Aepfel per Centner 16-20 Mr. Milch per Liter 18 Pfa. Dauer der Marktzeit von 8 Uhr morgens bis 2 Uhr Nachmittags. Gegenstände des Wochenmarktverkehrs dürfen vor Beginn der Marktzeit überhaupt nicht, und während der ersten drei Stunden der Marktzeit im Umherziehen feilgeboten werden. Frankfurt a. M., 9. November. Fruchtmarkt. Es notierten nach Qualität: An Weizen, hiesiger und Wetterauer mr 16.40-16.50, kurhessischer Mt. 16.40-16.50, norddeuts h. Mr. 16.40 b. 16.50, Kansas Mt. 17.75-18.25, Roggen, hiesiger Mr. 13.40 bis 13.50, russischer Mt. 14 25-14.50. Amerikaner Mt. 14.50 bis 14.75, Gerste. hiesige Mt. 15.30 bis 15 60. Pfälzer, Mt. 16.20 bis 16.40, fränkische Mt. 15 80, Riedgerste Mk. 15.90 bis 16 30, ungarische Mt. 17.50-18.25. Hafer, hiesiger Mt. 13.25-13.70, furhessischer Mr. 13.40-14 20, Württemberger Mt. -- bis-- bayerischer Mr. 13.25-14. russischer Mr. 13.50-14.75, Mais Mixed Mr. 12.30-12.50 La Plata Mr. 11.50-12.-, weir er Mais Mt. 12 25-12.50, russischer Mt. 12.75-12.90. Alles pro 100 Kilo ab hier. Verantwortlich: für den politischen und Inseratenteil: Albin Klein; für das Sokale, den„ Gerichts" und" Deffentlichen Sprechsaal": Fr. Oppermann, Die amtliche k. k. ,, Wiener Zeitung" Nr. 277, Seite 775, bespricht in würdiger Weise folgende Anerkennung der Heilkraft des Wilhelm's antiarthritischen und antirheumatischen BintreinigungsThees des Herrn Franz Wilhelm, Apotheker t. und f. Hoflieferant in Neunkirchen, Niederösterreich: Nach mehrseitig gemachten Erfahrungen können wir den antiarthritischen und antirheumatischen BlutreinigungsThee als ein sehr treffliches Mittel in rheumatischen und gichtischen Leiden anempfehlen. Seine spezifische Wirkung äußert er auf die gesamte Blutmasse des Körpers, sowie auf das Nervensystem, indem er die Dickflüssigkeit des Blutes hebt, das kohlenstoffhaltige venöse Blut im Unterleibe reinigt Schleim und Gallenstofflagerungen entfernt, sowie Stuhlverstopfung hebt, welche sämmtlich zur Entstehung genannter Krankheiten Anlaß geben. Selbst der anhaltendere Gebrauch diefes BlutreinigungsThees belästigt die Verdauung nicht, im Gegenteile, er fräftigt sie. Besonders empfiehlt sich der Gebrauch dieses Thees im Herbst, im Frühjahre, sowie auch in rauherer und fälterer Jahreszeit, mo genannte Uebel hervorzutreten und die mit demselben B. hafteten arg zu quälen pflegen. Um sich vor falschen Nachahmungen dieses Thees zu hüten, wodurch der genannte gute Erfolg nicht erzielt wird, beziehe man denselben direkt aus dem Depot des Herrn Franz Wilhelm, Apotheker, k. und t. Hoflieferant in Neunkirchen( bei Wien) oder dessen Niederlagen. Dr. Raudnih. Bestandteile: Innere Nußrinde 56, Walnusschale 56, Ulmenrinde 75, franz. Orangenblätter 5, Eryngiiblätter 35, Stabiosenblätter 56, Lemus. blätter 7, Binnst in 150, rotes Sandelholz 75, Bardannawurzel 44, Caruy mury I 35, Radic. Cariophyll. 3 50 Chinarinde 350 Eryngiiwurzel 57, Fenchelpure Samen) 75, Graswurzel 75, Lapathewurzel 67, Süßholzwurzel 75, Salaparutzel 35, Fenchel, röm. 350, weiß Senf 3 50, NachtschattenStengel 75. Ti. Pestand eile sind nach einem eigenen Verfahren getchn tten und getrocknet, wodurch der Heilwert speziell erhöht Nicht verwed feln mit gewöhnlicher Handelsware. it. Verein zum roten Kreuz. Zweigverein Gießen. Dem Vorgang fast aller deutschen Städte folgend beab sichtigen wir, eine Sanitätsfotonne ins Leben zu rufen. Dieselbe soll sowohl im Kriegsfall zum Transport von Verwundeten als auch in Friedenszeiten bei größeren Unglücksfällen zur Hilfeleistung herangezogen werden. Wir fordern hierdurch alle, welche ein Herz für Verwundete und Leidende haben, zum Beitritt auf und laben dieselben ein, sich Sonntag, den 15. November 1903, nachmittags 3 Uhr im Saale des Café Ebel zu einer Besprechung einzufinden. In derselben wird über die Aufgaben der Sanitätsfolonne und die Art der Ausbildung, die durch einen Arzt erfolgt, nähere Aufklärung gegeben werden. Damit die Leistungsfähigkeit der Rolonne im Kriegs falle nicht beeinträchtigt wird, ist es wünschenswert, daß Schirme werden schnell und gut reparirt u. nembezogen. Kasseler Schirmfabrik Gießen, Seltersweg 9 Bienenbonig, trafeiner Tafelbon is bet garantiert reiner Speisehonig. Backhonig Emil Fischbach. 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Dieser Kräuter- Wein ist aus vorzüglichen, hellkräftig befundenen Kräutern mit gutem Weine bereitet und stärkt und belebt den ganzen Verdauungsorganismus des Menschen ohne ein Abführmittel zu sein. Kräuterwein beseitigt alle Störungen In den Blutgefässen, reinigt das Blut von allen verdorbenen krankmachen. den Stoffen und wirkt fördernd auf eine Neubildung gesunden Blutes. Durch rechtzeitigen Gebrauch des Kräuter- Weins werben Magenübel meist schon im Reime erstickt. Man sollte also nicht säumen, seine Anwendung allen anderen scharfen, äßenden, Gesundheit zerstörenden Mitteln vorzuziehen. Alle Symptome wie Bopfschmerzen, Busstoßen, Sodbrennen, Blähungen, Uebelkeit mit Erbrechen, die bei chronischen( veralteten) Magen leiben um so heftiger auftreten, werden oft nach einigen Mal Trinken beseitigt. Stuhlverstopfung und beren unangenehme Folgen, wie Seklemmung, Solikschmerzen, Herzklopfen, Schlaflosigke t, sowie Blutanstauungen in Leber, witz und Pfortader system( Hämorrhoidalleiden) werden durch Kräuter- Wein rasch und gelind beseitigt. Kräuter- Wein belebt jedwede Unverdaulichkeit, verleiht dem Berbauungssystem einen Aufschwung und entfernt durch einen leichten Stuhl alle untauglichen Stoffe aus dem Magen und Gedärmen. Hageres, bleiches Aussehen, Blutmangel, Entkräftigung sind meist die Folae schlechter Berbauung, mangelhafter Blutbildung und eines frankhaften Zustandes der Leber. Bei gänzlicher Appetitlosigkeit, unter nervöser Abspannung und Gea ütsverfimmung, sowie häufigen Bopfschmerzen, schlaflosen ächten, stechen oft solche Ferante langsam dahin. Kräuter- Wein giebt der geschwächten Lebenskraft einen frischen Impuls. Kräuter- Wein steigert den Appetit, befördert Verdauung und Ernährung, regt ben Stoffwechsel kräftig an, beschleunigt und verbessert bie Blutbildung, beruhigt die erregten Nerven und schafft dem Kranken neue Bräfte und neues Leben Zahlreiche Anerkennungen und Dankschreiben beweisen dies. Bräuter Wein ist zu haben in Flaschen à Mr. 1.25 und Mr. 1.75 in den Apotheken von Gießen, Großen- ginden, W. hlar Fro hausen, Graunfels, Butzbach, Brandoberndorf, Gladenbach, Weilburg, Großen. Buseck, Gllendorf, Grünberg, Eich, sungen, Laubach, Bad- auheim, Marburg u. s. w., sowie in allen größeren und kleineren Orten ganz Deutschlands in den Apotheken. Auch versendet die Firma Hubert Ullrich, Leipzig, Weststrasse 82", im Engiosverkauf 3 und mehr Flaschen Kräuterwein zu Originalpreisen nach allen Orten Deutschlands portound fistefret. Mindestquantum im Engrosversand also brei Flaschen. Vor Nachahmung wird gewarnt. Man verlange ausdrücklich Hubert Ullrich, schen - Kräuterweln. Mein Kräuterwein ist kein Geheimmittel; seine Best d tefle sind: Malagamein 450,0, Weinsprit 100,0, Glycerin 100,0, Rotwein 240,0, bereschensaft 150,0 Kirschsaft 320,0. Fenchel, Anis, Helenenwurzel, amerit. raftwurzel, Enzianwurzel, sealmuswurzel aa10,0. Diese Bestandteile mische man Markt 7 Mein Herz" wie kommst Du zu so schwanenweiser Wäsche? ,, Sehr einfach, lieber Schatz, ich habe einen Versuch mit Dr. Chomson's Seifenpulver, Schutzmarke ,, Schwan" gemacht. In Zukunft werde ich kein anderes Seifenpulver wieder benutzen." Ueberall käuflich! Fritz Eccarius Mark 7 ( Wilhelm Orbig Nachfolger) Küchenlampen Stehlampen Hängelampen Beste absolute Chaisenlaternen, Petroleumempfiehlt: ATENT unter Garantie. bon Mr. 0.50 6 mr. 3.50 2 2.00 6 wr. 40.2.00 6 Dr. 80.fichere Sturm laternen. echte Motard ferzen. Öfen u.-Koche Elektrische Lampen. Gaslampen. Für Bäcker! Brotpreis.Formulare hält stets am Lager die Expedition. Es war dies ein langer Auch diese faufte Löwoh gegen einige Zigeuner, der eine gestohlene" alte, bide Gilbertnöpfe, groß und hohl, wie sie die Zigeuner goldene Uhr brachte. an ihren Zad AUS DEM REICHE DES WISSENS Nr. 264 che Familien Bienstag: bell to covember