Br. 289. annementspreis: in Gießen, abgeholt monatlich 50- fs., h's Haus gebracht 60 fg., burch die Poft bejogen viertel fährlich Mr. 1.50. hallisbellagen: Oberhefftsche Familienzeitung( täglich) Berheffische Beitschrift für Landwirtschaft, Obst- und ekenban, sowie die Gießener Seifenblasen( wöchentlich). Das Blatt afcheint an allen Bertingen nachmitags. Mittwoch, den 9. Dezember 1903. Gießener 12. Jahrgang. Insertionspreis Die einpalttge Bengelle far Gießen wi sang Oberbeffen, die Kreise Beglar und Warburg 10 Pfa. fonft 16 Pfa.; Reflemen die Betitgeile 30 resp. 40% fe. Boftzeitungsliste No. 3989, Rebattion und Expedition: Leßen Nenenweg 28. Serafprechaufin Re, 368. Neuelle Nachrichten ( Gichener Tageblatt) Anabhängige Tageszeitung ( Sichener Peltung für Oberheffen und die Kreise Marburg und Wetlar; Lokalanzeiger für Gießen und Umgebung Esthält alle amtlichen Bekanntmachungen der Großh. Bürgermeisterei Gießen und anderer Behörden von Obesheffen. Ein ,, kleiner" Hbrüftungsvorfchlag. Der bekannte Vertreter Frankreichs auf der Friedens fonferenz im Haag, der Deputierte d'Estournelles de Constant macht jetzt, angesichts der jüngsten englisch- französischen Verbrüderung und des Zustandekommens eines Schiedsgerichtsvertrages zwischen beiden Ländern, seinen Landsleuten und den neuen englischen Freunden den Vorschlag, ihre Flottenrüstungen einzuschränken. Er schreibt u. a.: Frenkreich und England sind ihrer übermäßigen Aufpond ungen für die Flotte müde; England vielleicht mehr als Frankreich, denn England leidet viel mehr als wir unter der Konkurrenz jenseits des Wiceres, und die Kosten des Transvaalfrieges lasten noch schwer auf seinen Schultern." Car so müde scheint England, das eben noch erst ein baar auf englischen Waffen für Chile gebaute Kriegsschiffe gekauft hat, der Ausgaben für seine Seewehr nicht zu sein. Herr d'Estournelles muß denn auch selbst feststellen; daß England im Jahre 1903 über 900 millionen Franken für seine flotte ausgegeben hat, Frankreich dagegen nur 350, während vor fünf Jahren England bloß 600 Millionen Franken für feine Flotte ausgab, gegenüber 300 Millionen, die Frankreich für seine Flotte bestimmt hatte. Und trotz der Verbriiderung mit Stalien und Frankreich werden die Briten faunt geneigt sein, am Ausbau ihrer Flotte in dem bis herigen Maße weiter zu arbeiten, so lange sie noch irgend wie die Besatzung für neue Schiffe auftreiben können. Schon um Amerikas willen, das seine Kriegsflotte sozusagen im Solopptempo vergrößert, fönnen die Briten ihre Seerüstung nicht verkleinern, selbst wenn sie es sonst wollten. Dafür gedenken die Briten an einem anderen Puntie three- militärischen Rüstung zu sparen. Das Londoner Rabinett beabsichtigt, die Ausgaben für Heereszwecke star. Sera bzusehen. Namentlich die Kosten für Feldmanöver und Scheibenschießen sollen verringert werden. Die Kosten sün die militärische Ausbildung waren von militärischer Seite ür das Jahr 1904-05 auf ein Minimum von 400 000 Litr! +880 Millionen Mark berechnet worden. Das Kriegsministerium soll jedoch der Ansicht sein, daß 120 000 sirt.. also noch nicht ein Drittel der von den Militärs für not vendig erachteten Summe, genügen. Für die Ausbilduma es irischen Militärs, einschließlich der Miliz, verlangten die ilitärischen Sachverständigen 80 000 strl., während das Ariegsministerium die Summe auf 25 000 2strl. Herunterrüdte. Für das 4. Korps, dessen Hauptquartier London ist, und dem neben Regulären auch Milizen und Volunteers in großer Anzahl zugewiesen wurden, will das Ministerium icht mehr als 15.000 Litrl. bewilligen statt der verlangten 40 1000. Ob diese Sparsamkeit nicht am falschen Orte geübi pird, das ist freilich eine Frage, die mindestens streitig ist. Jnidessen viel schlechter als heute kann das britische Heer nicht melhr werden. Wieder ein Amfchwung in Oftafien! Eine ganz unerwartete Meldung bringt das Reutersche Bureau aus Beking: China will seinen Frieden mit Rußland machen! Was der Grund dieser plöglichen Sinnesänderung der Cihuesen ist, scheint noch nicht recht klar; indes wird man wohl kaum fehlgehen, penn man annimmt, daß das neueſte Vorgehen der Engläder in Tibet nicht ohne Einfluß auf diesen Entschluß; der Pefinger Regierung geblieben ist. Offenbar fürchten die Chinesen, daß die Engländer sich in Tibet ähnlich festsetzen wie die Russen in der Mandschurei, falls Rußland nicht durch Befreiung von seinen mandschurischen Sorgen in die Lage versetzt wird, seine Kraft auf die Lahmlegung des brütischen Vorgehens in Tibet zu verwenden. Nachstehend die Meldung des Reuterschen Bureaus: Hervorragende Beamte der Befinger Regierung erlären, China sei dabei, ein Abkommen mit Rußland über dice Regierung der Mandschurei abzuschließen. Man_erwartet, das Abkommen werde die Bewilligung der meisten der Zusatz- Bedingungen enthalten, die Rußland früher für die Räumung der Mandschurei gestellt hatte, und nominell dia Souveränität Chinas anerkennen, während es Rußland eine beratende Stimme bei der Regierung gibt. Bei den bor furzem abgehaltenen Besprechungen im Palaste wurden drei Entwürfe beraten. Der erste wandte sich gegen Rußland, der zweite wollte den Beistand der befreundeten Rationen erbitten, der dritte ging auf eine Einigung mit Rußland unter den besten Bedingungen, die zu erhalten voaren. Der erste Entwurf wurde abgelehnt, da er einem Selbstmord gleichgekommen wäre, der zweite scheiterte aran, daß China außer stande war, irgend welche praktischen Schritte vorzuschlagen, und daß Amerika und Japan, an die Shina sich wandte, keinen ausführbaren Rat geben konnten. Caher wurde der dritte Plan der Verständigung mit Rußlaand angenommen. Auch Rußland dürfte durch die Aussicht, daß England in Tibet festen Fuß sassen und ihm dann die Vorherrschaft in stasien mit Erfolg streitig machen könnte, bewogen worden sein, auf diesen Vergleich einzugehen, der ihm sonst vielleicht nicht willkommen gewesen wäre. An weiteren Nachrichten aus Ostasien sind die folgenden zu erwähnen: Die gegen Chunchusenbanden am Liauflusse entsandte russische Expedition brachte den Chunchusen eine Niederlage bei. Diese hatten nach chinesischen Angaben gegen 200 Tote und ebensoviel Verwundete. Dieser große Verlust erklärt sich aus der unter ihnen ausgebrochenen Panik. Die Erpedition verfolgte die Chunchusen zunächst eine lange Strecke westlich vom Liauflusse hin. Als sich der Rest der Chunchusen dann nochmals nach dem Liauflusse wandte, wurde die Verfolgung wieder aufgenommen. Inzwischen ist die Kriegspartei in Japan feineswegs müßig. Sie plant einen Feldzug gegen das Kabinett im Parlament, weil die Verhandlungen mit Rußland nicht energisch genug betrieben würden. Daran ist nun freilich nicht sowohl die japanische Regierung als Rußland schuld, das seinen Gesandten in Yokohama auf seine Instruktionen regelmäßig ziemlich lange warten läßt. Gar zu schlimm wird diese Parlamentskampagne nun freilich nicht werden, da die Verstandigung zwischen China und Rußland die Aussicht eines Krieges für Japan start beeinträchtigt. Die Politik. * Ein klassisches Beispiel polnischer Anmaßlichkeit biete: eine Zuschrift, die das Berliner Bolenblatt, der Dziennik Berlinski, aus Gorzno in Westpreußen erhält. Sie lautet: Ich teile Ihnen folgende traurige Botschaft mit: In unserem altehrwürdigen Kirchlein an der polnischen Grenze, wo sich nur polnische Bevölkerung befindet, hat aus Anlaß der Beerdigung der Lehrersfrau aus Wengornia Pfarrer Fischöder zum erstenmal einen deutschen Gottesdienst abgehalten und von der Kanzel herab deutsch gepredigt. Das Herz muß darüber weinen, was heute alles geschieht." Diese maßlose Dreistigkeit der Polen, deutsche Gottesdienste auf deutschem Boden als empörende Vorkommnisse hinzustellen, verdient schärfste Zurückweisung. Aber kann man sich darüber wundern, wenn die Polen glauben, der liebe Gott spreche nur polnisch" und verstehe andere Sprachen überhaupt nicht? frankreich. In St. Etienne sind zwei Unteroffiziere verhaftet worden, weil sie in der Kaserne vor versammelter Mannschaft „ Die Internationale", das sozialistische Revolutionslied, gesungen haben. Die ganze Kompagnie erhielt Kasernen arrest. Balkan- Staaten. O Die von offiziöser Seite so fategorisch dementierte Ministerkrise in Belgrad ist nun doch zur Tatsache geworden: Der Finanzminister Radowanowitsch ist zurückgetreten. Man ist in Belgrad überzeugt, daß auch der Rücktritt des Kriegs ministers und des Handelsministers bevorsteht. In der Stupsch tina kam es bei einer Wahlprüfung zu einer solennen Brügelei zwischen zwei Abgeordneten. Auf beiden Seiten regnete es Ohrfeigen und Faustschläge, nur mit Mühe konnten beide Raufbolde getrennt werden. Türkei. Für die Annahme der österreichisch- ungarischen Reformnote hat der Zar dem Sultan ein Danktelegramm gesandt. Der Sultan wird es wohl mit recht gemischten Gefühlen ent gegengenommen haben. Von einem türkisch- amerikanischen Zwischensall wird aus Allerandrette berichtet: Dort wurde ein Armenier verhaftet, der amerikanischer Bürger ist. Als der amerikanische Konsul dagegen Einspruch erhob, wurde er be droht und mußte nach Beirut fliehen. Die amerikanische Botschaft in Konstantinopel verlangt iegt die Bestrafung des Walis von Alerandrette und entsandte ein Kriegsschiff von Beirut dorthin. Afrika. † Auch den Engländern haben die Somalis, die vor einigen Tagen einen blutigen Zusammenstoß mit einem italienischen Kommando hatten, eine Schlappe beigebracht. Aus A den wird gemeldet: Das britische Kriegsschiff„ Mohawk" war nach Durbo( Somaliland) gefahren, um eine Untersuchung über den Tod des italienischen Leutnants Grabau anzustellen. Der Kommandant des Schiffes, Grant, und GO Mann gingen an Land. Der Sultan sette ihnen bewaffneten Widerstand entgegen. Grant wurde am Oberschenkel verwundet und ein Marinesoldat getötet. Die Engländer kehrten dann wieder an Bord der„ Mohawk" zurüd und sind in Aden angekommen. Hus den Parlamenten. Graf Ballestrem hat einstweilen feine Amtswohuung. Die alte Amtswohnung am Bariser Platz mußte geräumt werden, die neue im Hause für den Reichstagspräsi denten ist noch nicht beziehbar. So hat man denn den Reichstagspräsidenten einstweilen im Hotel Monopol eingemietet. Unter der Führung des Abg. Liebermann von Sonnenberg wollen sich eine Anzahl Reichstags abgeordneter zu einer Wirtschaftlichen Vereinigung" auammenschließen. Beteiligt an diesem Plane sind die Antisemiten, die vier Mitglieder des Bundes der Landwirte, Stauffer, Dr. Wolff, Vogt- Hall und Vogt- Crailsheim, die veiden bayerischen Bauernbündler Bachmeier und Hilperi und die beiden Christlichsozialen Stöcker und Burckhardt. Indessen soll es sich nicht um einen politischen Zusammen schlußz handeln, sondern es soll sich lediglich um eine formale Vereinigung zu dem Zwecke handeln, den beteiligten Parteigruppen, die sämtlich keine selbständige Fraktion bilden fönnen, zu ermöglichen, sich gewisse parlamentarische Rechte zu sichern, ein Wunsch, der nur auf dem Wege einer solchen Gruppenbildung verwirklicht werden kann. Nach vrivaten Mitteilungen beabsichtigt die Centrums fraktion des preußischen Abgeordnetenhauses den Reichskanzler aufzufordern, als Ministerpräsident die Stimmen Preußens für die Aufhebung des Jesuitengesetzes einzusetzen. Die Regierung soll sich bemühen, die Centrums fraktion von dieser Absicht wenigstens für das kommende Jahr abzubringen. * Der Abg. Dr. Arendt hat mit Unterstüßung der Reichs tarrei einen Antrag auf Einführung einer nach dem Ein Tommen abzustufenden Wehr ste u er eingebracht, deren Er reg ausschließlich für Invaliden und Veteranen und zur Berstärkung des Reichsinvalidenfonds verwendet werden soll. Die zweite Hessische Kammer ist gestern zu einer furzen Tagung zusammengetreten. Der Präsident verlas eine Botschaft des Großherzogs, in welcher dieser den Tod der Brinzessin Elisabeth mitteilt. Die Kammer beschloß, die Bordaft durch eine Adresse zu beantworten. ** Hof und Gesellschaft. Der Kaiser setzt seine Spaziergänge regelmäßig fort. Er empfing den Maler Prof. Röchling und hörte die. Vorträge des Chefs des Militärkabinetts, des Chefs des Admiralstabes und des Chefs des Marinefabinetts.- Ueber den Gesundheitszustand des Kaisers erfährt die„ Franks. 3tg." aus umanfechtbarer" Quelle, daß volle Sicherheit be ileht, daß der Kaiser in zwei bis drei Wochen wieder im unjehinderten Besitz seiner Stimme sein wird. Es unterliege nicht dem geringsten Zweifel, daß der Kaiser den Landtag persönlich eröffnen kann. Ebenso ist der gutartige Charakter der Erkrankung mit aller wissenschaftlichen Sicherheit fest gestellt. Die Quelle, aus der diese Nachricht stammt, ist aller Wahrscheinlichkeit nach Geheimrat Schmidt, der die Ope ration des Kaisers vollführte. Heer und flott*, Die Folgen der Bilseaffäre im Fork Trainbataillon beginnen sich bereits zu zeigen. Die erste Stelle in der Reihe der angekündigten Entlassungen nimmt der in Bilse Roman„ Aus einer kleinen Garnison" mit Müller" be nannte Bataillonsadjutant Schmid ein. Ihm wurde ohne sein Zutun der schlichte Abschied erteilt. Man spricht davon, daß auch bereits weitere Maßregelungen erfolgt seien, dock ist bisher nichts Bestimmtes bekannt. Was den indirekten Urheber dieser Umwälzungen, den friegsgerichtlich zu jects Monaten Gefängnis verurteilten ehemaligen Leutnan: Bilse betrifft, so befindet sich dieser zur Zeit noch immer in Lazaret des Meter Militärgefängnisses. Wie verlautet, wird Bilse demnächst einen 14tägigen Urlaub antreten, um seine Privatverhältnisse zu regeln. Nach Ablauf des Urlaube wird er den Rest seiner Strafe zu verbüßen haben. Sein gegenwärtiger Aufenthalt im Mezer Gefängnis wird ihm natürlich auf die Strafe angerechnet. Umbau zweier großer Kreuzer. Die in Reserve liegenden großen Kreuzer Kaiser“ und„ Deutschland", das ehemalige Flaggschiff des Prinzen Heinrich in China, sollen mit einem Kostenaufwand von je 700 000 Mark umgebaut und der Klasse der Küstenpanzer eingereiht werden. Die Reserveübungen der Marine. Die Marinebehörden beschlossen, von jetzt ab auch die zur Disposition gestellten Kontreadmirale und Kapitäns 3. S. zu den Reserveübunger cinzuziehen. Analphabeten in Heer und Flotte. Im preußischen Kultus ministerium hat man eine Zusammenstellung über die Schul bildung der im Eriasjahr 1902 in das Heer und die Flott eingestellten Mannschaften gemacht und zum Vergleich die Zahlen des Jahres 1882/83 herangezogen. Unter den in der Monarchie insgesamt eingestellten 157 064 Mannschaften waren 156 993 mit Schulbildung, davon 57 nur in nicht deutscher Muttersprache. Ohne Schulbildung waren 71, das jind 0.04 Prozent gegen 2,04 Prozent vor 20 Jahren. Die 6819 bei der Marine eingestellten Mannschaften hatten sämt lich Schulbildung; vor 20 Jahren waren noch 3,32 Prozen: ohne Schulbildung. Aus dem Gerichtsfaal. § Der Dresdener Frauenarzt Dr. Planer, dessen Berhaftung wegen Meineids bekanntlich so großes Aussehen erregte, ijt ment Zebrarabinier fouten als romische Prätorianer bei der war bei einer Probe, einige Soldaten von dem RegiAufführung verwandt werden. Nun, unsere Deutschen find Feine Franzosen fie ftellten sich natürlich ein gefchickt an. Boltaire wurde hitzig. Diable!" ſchrie er plöglich den Regisseur an, j'ai dewenig u11fich hin: langen, Schnurrbart Beziehungen zu einem berheirateten Manne anknüpfen miross Er drehte noch immer mit zürnender Jupitermiene feinen und brummte so halb vor rung geben, daß die Gräfin Montelteu reine unch Dummen Gelegenheit macht Diebe." Pun aber murde ich auch ärgerlich Mein ift mame iſt Memmler." jetzt ist es fünf!" ,, Sie kommen zu Bardon!" enti ,, Aber, meine " Vici amit war die Hö dichn 1pät, ich hatte Sie um vier bestellt, und Herren!" fte der Schiedsmann, Starten antwortete der Schiedsmann und Schönebec nabm fie verteilten Blätter und sagte Unglüdsabend den drei Freunden Der Schiedsmann warf einen prüfenden Blick über die zugewiesen. fie und verteilte fie fo, wie fie an jenem „ Ja, Herr Memmin bolte aus piad Schalade eine Statfarte. hätte alle dann: bom Schwurgericht nach 12stiindiger Berhandlung freigesprochen worden. Planer, der verheiratet und Vater von vier Kindern ist, hatte im vergangenen Jahre in einem Prozes gegen den Handelsmann Bönhardt wegen Erpressung unter seinem Eide bestritten, mit dessen Ehefrau in intimein Verkehr gestanden zu haben. V. wurde daraufhin zu zwei Jahren Gefängnis verurteilt, brachte aber in der Folgezeit soviel Belastungsmaterial gegen den Arzt bei, daß gegen diesen ein Verfahren wegen Meineids eingeleitet wurde. § Dienstmädchenstreif. Eine seltene Ursache führte zwei Dienstmädchen in der Halleschen Gegend auf die Anklagebank. Beide waren bei einem Gutsbesizer in Großgrimina bedienstet und hatten sich, als sie eines Tages in der bisherige. Weise früh vor 5 Uhr geweckt wurden, nicht zum Verlassen des Bettes bequemen wollen. Der Dienstherr hatte sie mindestens zehnmal zum Dienst gerufen, sie antworteten wohl, standen aber nicht auf. Auch der sonst so wirksame falte Wasserstrahl, der die Mädchen durch das Fenſter erreichte, blieb wirkungslos und vermochte die Mädchen nicht zum Verlassen ihres warmen Lagers zu bewegen. Erst das Einschreiten der hohen Obrigkeit, die in der Person des Gemeindevorstehers auf dem Schauplaße erschien, konnte diesen Streik der beiden Mädchen beenden und diese zur Arbeit antreiben, und das war früh nach 9 Uhr. Auf Grund des Gesetzes vom 24. April 1854 verurteilte das Schöffengericht beide und zwar die vermutliche Anstisterin des Ungehorsams mit 15 Mk. Geldstrafe oder drei Tagen Haft, die andere mit 7,50 Mt. Geldstrafe oder zwei Tagen Haft. § Eine geständige Meineidige freigesprochen. In Berlin ereignete sich der in der Rechtspflege wohl einzig dastehende Fall, daß eine des wissentlichen Meineids geständige Angeflagte vom Schwurgericht freigesprochen wurde. Es war die 23jährige Amme Hardt, die in dem Ehescheidungsprozes ihres früheren Brotherrn, des Zigarrenhändlers Ochotki, unter ihrem Eide bestritten hatte, mit jenem intimen Verkehr gehabt zu haben. Jetzt legte die Angeklagte unter Tränen ein Geständnis ab. Ochotki habe sie zunächst verführt und sich dann als der gefährlichste und gemeinste Zuhälter ent puppt. Mit Stockhieben habe er sie traftiert, um sie zu einem schlechten Lebenswandel anzuhalten. Ihr Peiniger habe sic böllig in seiner Gewalt gehabt und sie zu seinem willenlosen Werkzeug gemacht. Als sie zum Termine in der Eheschei dungsfache gegangen sei, habe Ochozki ihr die schwersten Mizzbandlungen angedroht, wenn sie die Wahrheit sage. Unter diesem Eindrucke stehend, habe sie sich zum Meineid verleiten laffen. Die Geschworenen verneinten daraufhin die Schuldfrage. Der Rhodes der Sahara. Der Kaiser der Sahara" entwickelt sich immer mehr aus der komischen Operettenfigur, als die er anfangs ausgegeben wurde, zu einer durchaus ernst zu nehmenden Persönlichkeit. Wenigstens, wenn man den Nachrichten trauen darf, die aus feinem Hauptquartier", aus Las Palmas kommen. Allen Ernstes wird behauptet, daß Jaques Lebaudy mit dem Plan, in der Nähe vom Kap Juby eine Stadt zu gründen und das umliegende Land zu kolonisieren, einen guten Griff getan hat. Das Land soll alle erdenkliche Vorteile bieten und man sieht schon jetzt prophetischen Geistes in Lebaudy einen zweiten Cecil Rhodes. Ueber das von ihm zu seinen Kolonisations. zwecken ausersehene Land und seine Pläne werden jetzt folgende Einzelheiten berichtet: Die Gegend ist ganz flach und uninteressant, aber im Often des ausgewählten Stadtbezirkes liegen reiche Dasen. Die Häuser der Stadt brauchen nur zusammengesezt zu werden; sie sind transportierbar. Der Stadtplan selbst ist aus dem Papier fertig und enthält sogar die Straßennamen. Lebaudys Plan war zuerst der, von Timbuktu nördlich nach dem Mittelmeer zu eine Eisenbahn zu bauen und dadurch eine reiche Gegend für den Verkehr zu öffnen. Da die fran zösische Regierung nichts von diesem Plane wissen wollte, will Rebaudy sich dadurch rächen, daß er den Handel von Tim buktu nach Troja ablenkt. Die Flotte des neuen ,, Reiches" besteht augenblicklich aus dem Segelschooner Frasquita" und einem kleinen, höchst verwahrlosten Dampfer ,, Dahlia". Der lettere erhält jezt aber seine Mannschaft, die ihn in Ordmung bringen soll. Außerdem steht Mr. Lebaudy mit englischen und belgischen Firmen wegen des Baues zweier Dampfer von 500 Tons in Verbindung, die zwischen Las Palmas und Troja einen wöchentlichen Post- und Cargodienst unterhalten sollen. In Las Palmas befindet sich auch ein Vertreter des Kaiserreichs der Sahara". Es ist dies ein früherer Bergwerfsingenieur. Vorläufig besteht seine ganze Arbeit darin, daß er auf gedruckten Formularen, die die Ueberschrift ,, Kaiserreich der Sahara" tragen, meteorologische Beobachtungen verzeichnet, die dem„ Kaiser" unterbreitet werden. Er behauptet übrigens, daß das neue Reich viel Gold besize. Außerdem sei es, wenn man den Sandgürtel der Küste durchquert habe, reich an Vieh und Produkten jeder Art. Mit den Eingeborenen wolle man möglichst freundschaftlich verkehren und ihnen klar machen, daß man nur mit ihnen Handel treiben wolle. Das hört sich wirklich vielversprechend an. Und da dem jungen fünftigen Saharafaiser das Haupterfordernis zu großen Unternehmungen: Geld in Millionenfülle zu Gebote steht, so ist gar nicht abzusehen, weshalb sein Traum, am Rap Juby ein blühendes Reich zu schaffen, nicht in Erfüllung gehen sollte. Cecil Rhodes hatte in Südafrika wohl mit noch größeren Schwierigkeiten zu kämpfen, als Lebaudy in seiner Einflußsphäre. Ob allerdings Lebandy das Talent und die schöpferische Kraft des Engländers besitzen wird, muß erst die Zukunft zeigen. Nah und Fern. Das angebliche Ehedrama im fürstlichen Hause Windischgrätz erfährt ein energisches offizielles Dementi. Wie weiter gemeldet wird, kehrte Fürst Windischgräß schleunigst von der Jagd nach Prag zurück, um eine eremplarische Widerlegung der Gerüchte zu veranlassen. Die Schauspielerin Ziegler, eine bekannte Schönheit und Soubrette an einem kleinen Vorstadttheater, ist gegenwärtig Patientin einer dermatologischen Klinik. Ihre früheren Beziehungen zu einer hochgestellten Bersönlichkeit haben die jetzt zirkulierenden Gerüchte verursacht, die man auf den Neid der Kolleginnen zurückführt. Diamantene Hochzeit. Das seltene Fest der diamantenen Hochzeit feierten die Eheleute Wippermann in Birfenbach bei Ründerot. Der Kaiser verlieh dem Jubelpaar, das sich durch förperliche und geistige Frische und Rüstigkeit auszeichnet. die Ehejubiläumsmedaille. Die Bewohner des Orts be teiligten sich fast bollzählig an der Feier. Einen Todesritt auf der Kuppelung eines elektrischen Wagens führte in Mez ein Soldat aus. Die Elektrische seuste in gewohnter Weise die steile Gartenstraße herunter als der Soldat die Straße überschreiten wollte. Er wurde von dem Wagen erfaßt und kam beim Falle noch glücklicherweise auf das Kuppelungseisen zu liegen, so daß er durch den Druck und die Wucht etwa 40 Meter weit mit fortgerissen wurde. Der Vedauernswerte hielt sich mit den Händen, so gut er konnte, an den vorspringenden Teilen des Wagens fest und zog die Beine hoch; so kam er mit dem Boden nicht in Berührung und trug keinerlei Verletzungen davon. Für die Zuschauer war der Vorfall außerordentlich aufregend, denn man glaubte jeden Augenblick, der Unglückliche würde das Gleichgewicht verlieren und unter die Räder kommen. O Die Verzweiflungstat einer Mutter setzte in früher Morgenstunde die zahlreichen Passanten der Wiener Sophienbrücke in große Aufregung. Eine schlicht gekleidete Frau mit zwei kleinen Kindern hatte eine zeitlang am Uferrande ge standen und in die Fluten gestarrt. Mit einemmal lief die Frau mit den Kindern über die Uferböschung und hielt an Wasserrand inne. Dann ergriff sie das ältere Mädchen und schleuderte es in die Flut. Mit einem gellenden Aufschrei ver jant das arme Kind in den Wellen. In aller Haſt hob die Mutter hierauf ihr zweites Kind in die Höhe und warf and dieses mit aller Wucht ins Wasser. Weinend und schreient fiel das Mädchen in die Flut, unter der es rasch verschwand. Die Frau stürzte sich nun selbst in den Donaukanal. Unter den Zeugen des schrecklichen Vorfalles befanden sich auch Schiffsleute, die der Frau und ihren Kindern mit größtei File nachruderten. Es gelang den Männern, die Mutter und die beiden Mädchen lebend aus den Wellen zu bringen. Det Grund zu der Verzweiflungstat waren zerrüttete Familien verhältnisse. * Ballonfahrt eines österreichischen Erzherzogs. Der als eifriger Maecen der Luftschiffahrt bekannte österreichische Erzherzog Leopold Salvator hat von Wien aus mit seinem neuen Ballon Meteor II." einen erfolgreichen Aufstieg unternommen, bei dem eine Geschwindigkeit von 60 Kilometer in der Stunde erreicht wurde. Die Landung erfolgte glatt bei Kuttenberg. Die Leitung des Ballons lag in Händen des durch seine Ballonfahrten über das Mittelmeer berühmt gewordenen französischen Luftschiffers Grafen de la Vaux, der vom Erzherzog nach Wien eingeladen worden ist. Bunte Chrouik. Der Kassierer der Gemeindesparkasse in Niederplaniz ist nach Unterschlagung von 30 000 Mark flüch tig geworden. - In Berlin wurde ein junger Mann das Opfer eines eigenartigen Unfalls. Auf Veranlassung eines Schußmanns machte ein junger Kaufmann den Versuch, den Revolver eines Selbstmörders zu entladen. Dabei ging ein Schuß los und traf einen der Zuschauer zu Tode. * Lokales. Gießen 9. Tezember 1903. * Ehre dem Ehre gebührt. Der Vorstand der Bäcker- Innung Gießen überreichte heute morgen ihrem langjährigen Obermeister, Herrn Fr. Hennings, in dessen Wohnung ein Diplom, welches ihn zum Ehren- Obermeister ernennt. Ebenso wurde Herrn W. Löber ein Diplom überreicht, daß ihn zum Ehren- Mitglied der Bäcker- Innung ernennt. Beide Männer haben sich um die Innung verdient gemacht, sodaß man hier ruhig sagen fann:„ Dem Verdienst die Krone". ** Ein Waggon Union- Briketts ist am Montag Nachmittag vom Vorstand des Fechtverbandes Gießen- Lahr an arme Gießener Familien zur Verteilung gekommen. Eine förmliche Wagenburg war an der Kohlenausladestelle der M.- W.- Bahn zu sehen, kleine Handwagen, alte Kinderwagen und sonst verschiedene Transportmittel dienten zur Beförderung des an die Betreffenden verteilten Dfenfutters; es erhielt jede Familie mindestens 5 Zentner. * * Zur Gründung eines Revisionsverbandes hatten sich am Montag in Friedberg 40 Vertreter Hess. Bauvereine versammelt, und zwar aus den Orten Gießen, Friedberg, Buzbach, Alsfeld, Lich, Nidda, Ostheim, Darmstadt, Offenbach, Bensheim, Groß Steinheim, Mainz, Worms und Rüsselsheim. Kirchenrat D. MeyerFriedberg führte in der Versammlung den Vorsiz. Seiner Aufforderung, dem Verbande beizutreten, entsprachen sofort die sämtlichen anwesenden Vertreter namens ihrer Bauvereine, mit Ausnahme derjeniger von Butzbach, Alsfeld, Nidda, Bensheim und Rüsselsheim, die erst noch mit den Vorständen ihrer Vereine Rücksprache nehmen wollen. Rendant Döring von Gießen sprach dann in längeren Ausführungen über die Entwickelung der Baugenossenschaft des evangelischen Arbeitervereins in Gießen, wobei er besonders auf die Schwierigkeit der Beschaffung der Mittel hinwies. In den Vorstand des Revisionsverbandes wurden gewählt die perren Landeswohnungsinspektor Greßschel- Darmstadt, Rendant Döring- Gießen und Direktor Hochgesandt- Worms. Der Vorstand soll die Statuten ausarbeiten. Es wurde darauf aufmerksam gemacht, in die Statuten die Bestimmung aufzunehmen, daß die Wohnungen auch an Aftermieter abgegeben werden können und dem Besizer des Hauses das Recht eingeräumt wird, das Haus zu verkaufen. X Bu der schon erwähnten Beschuldigung der Mainzer Volkszeitung", die den Briefen des verstorbenen Generals von Kretschmann entstammt, die hessischen Truppen hätten 1870 in Sens geplündert schreibt der„ Hessische Kamerad" in seiner neuesten Nummer: Wir fönnen nun feststellen, daß die dort niedergelegten Behauptungen reine Verleumdung sind. Auf dem Vormarsche an die Lori im November marschierte die hessische Divison über Fontainebleu, gar nicht über Sens. Dieser Ort wurde vom 12. auf den 13. November besezt gehalten von einem Seitendetachement, bestehend aus zwei Eskadrons Ulanen" nicht dort. Die at ibere Episode könnte sich also auch mit den beiden genannten Herren abgespielt haben. Herren sind noch am Leben, und der damalige Kompagn heutige Oberstleutn art a. D. Balser fühlt sich und Leutnant durch jen e Verleumdung schwer gekränkt. La fa ist: Das Detachement rückte am 12. November, mitta Uhr in Sens ein, die eine Eskadron wurde weiter get die Mannschaften wurden, was nicht auf der Wache im Briefterseminar untergebracht, die Offiziere im Hotell à fie tro egt auf i 口味 Büdingen 600. Sir § 2 prinzen in Wächte mit der findet am +9 bes Jäge Offiziere am Sam lich began bon It telegram Königin Bataillon an ihn furbeffifch Sarder, l'Ecu. Die Verpflegung wurde von der Stadt geliefert. Detachement verließ seinen exponierten Posten am 13, R vember, vormittags 1012 Uhr, wo es von einer preuz Kompagnie, vermutlich vom Jäger- Bataillon Nr. 9 abg wurde. In der Zeit von 1 Uhr mittags am 12. bis 10 Uhr morgens am 13. tam in Sens nichts vor, was Deffentlichkeit zu scheuen hätte. Die Bevölkerung war frent lich, die Stadt lieferte alles, und das schwache Detachem in einer Industriestadt von 12000 Einwohnern hätte gr alle Ursache gehabt, feinen Unwillen in der Bevölle n wachzurufen. Außerdem wollen wir hier bemerken, daß Oberstleutnant Balser in der Lage ist, Briefe an seine Gre aufzuweisen, die in Sens geschrieben sind, und jedenfalls die Sachlage dort aus eigener Anschauung schildern un anders lauten als die des Herrn von Kretschmann. Une hessische Truppen waren im Nobember nicht in S Diese Angaben fönnen von sämtlichen noch lebenden da gen Angehörigen der Kompagnie, gerade wie von de damaligem Chef, Leutnant und Feldwebel, eidlich beträ werden." * * Biehmarktbericht. Der geftrige Bieb hatte einen Vorrat von 850-900 Stück Milch- und Fe vieh, sowie etwa 200-250 Kälber. Entsprechend der Th denz des Vormarktes, bei dem die oftfrisischen Milchife ( Schwarz bunte Ware) zu guten Preisen sehr schnell verkauft waren, ist auch der Milchviehhandel gestern sehr gut gewefen Es fehlte nicht an Käufern vom Main und Rhein, weld ihren Bedarf, der wegen des gesteigerten Milchbedarfsa den Feiertagen vorhanden war, deckten. Der Auftrieb Milchfühen ging allerdings zu den gedrückten Preisen de legten Novembermarktes fort. Wie auf den Fleischmärkten in Köln a. Rh., Frankfurt a. M., Mannheim 2c. der F viehhandel flau war, so machte er sich auch gestern au unserem Markt. Zwar war die Kundschaft aus Frankfurt, Wiesbaden 2c. gekommen, ebenso griffen unsere heimische Megger in das Geschäft ein, aber der Handel tam nur lan sam und bei weichenden Preisen in Gang. Wenn auch g Ware immer noch einigermaßen bezahlt wurde, so gingent Breise für fette Rinder und Kälber erheblich herunter dabei wurde der Vorrat nicht einmal ganz geräumt. zahlt wurden pro Stück Milchfühe I. Qual. 450-500 II. Qual. 360-410 Mr., III. Qual. 260-330 Mt. Welt Schlachtfühe 160-200 Mt. Behandelt wurden fette Stin I. Qual. 65-67, II. Qual. 60-63 Mt. Rälber I. G 63-68, II. Sorte 57-59 und III. Sorte 51-54 9 pro Ctr. Schlachtgewicht. Der Markt ging erst spät zu Ende §§ Klein- Linden, 8. Dez. Das Pferd des Kaufmann Meier von Großen- Linden scheute heute im hiesigen Do vor einem Automobil und ging durch. Die Frau des wurde vom Wagen geschleudert, erlitt jedoch nur geringe Schaden. ][ Abendstern, 8. Dez. Von Seiten vieler Interessat der Gemeinden, welche die Bahnlinie Lollar- Beglar rühren wurde die mangelhafte Bahnverbindung mit Stadt Wetzlar wiederholt lebhaft erörtert. Es wurden be der Eisenbahndirektion mehrmals Gesuche unterbreitet, mo für die Winterzeit um Einlegung eines weiteren Berfon zuges nach Weglar gebeten wurde. Pekanntlich verker auf hiesiger Strecke meistens sog. gemischte Züge, die F alle zu gleicher Zeit von ihren Endstationen Bollar r Weglar abgehen, um auf Station Kinzenbach zu freun Während nun die beiden Frübzüge dieser Art der Perfom verkehr nach beiden Richtungen zulassen. ist bei dem fol g den Zugpaar nur Verbindung nach Lollar möglich. Sc mukten alle die vielen Arbeiter und Schüler, welche g täglich zur Stadt Weßlar fahren, auch während der Bir monate regelmäßig den Frühzug benußen der schon 54 Uhr morgens in Weylar eintrifft. Wie wir nun unserer großen Freude erfahren, hat eine erneute Ein den gewünschten Erfolg erzielt, indem vom 15. Dezem ab auch der zweite Bug, welcher gegen 7 Uhr von L tommend die hiesige Station berührt, gleichfalls für Perfo verkehr bestimmt ist. efel † Lollar, 8. Dez. Das Buderussche Eisenwerk, Weser- Hütte" hat dieser Tage durch die Fertigstellung neuen Formhauses wiederum eine Vergrößerung erfah Die Zahl der Beschäftigten, einschließlich der Beamten, in den letzten Jahren von etwa 700 auf 950 gewachser Allendorf( Lahn), 7. Dez. Der vor einiger von der Bahn überfahrene Flurschüß und Forstwart H Volt ist seinen schweren Verlegungen erlegen. Der le storbene war lange Jahre Forstwart und Feldschüße hat ein Alter von 80 Jahren erreicht. (:) Londorf, 6. Dez. In einer gestrigen Versamm des Gewerbevereins wurde nach einem Vortrag des Lande wohnungsinspektor Greßschel aus Darmstadt über die b Gesetzgebung in Bezug auf die Wohnungsfrage, ein Romit von fünf Herren gebildet, welches die Gründung einer g meinnützigen Baugenossenschaft vorbereiten soll. )( Ulrichstein, 7. Dez. Unser Städtchen plant den Ba einer Wasserleitung; die Arbeiten wurden diesen Tage rund 35 000 Mt. vergeben. Die Quellen liegen in de Nähe von Rebgeshain und Engelrod. Auch die benad barte Gemeinde Seibert enrod beabsichtigt die Arla Die Gemeinden Engelrod, Hörg und Hopfmannsfeld wollen nächstes Frühjah eine gemeinsame Wasserleitung erbauen. Regiments Nr. 12 unter Major Freiherr v. Egloffstein und nanasserleitung. der 2. Kompagnie des 1. hessischen( Garde-) Jäger- Bataillons ( jest 10. Rompagnie des Infanterie- Regiments Nr. 115) unter Hauptmann Balser. Bei der Kompagnie, die damals nur 170 Mann start war, befand sich noch ein Offizier, Leutnant Mickel. Also ein hessischer Stabsoffizier war gar - § Friedberg, 6. Dez. Die Lieferungen der Rüben zur hiet Zuckerfabrik„ Wetterau" wurden gestern beendet. Die Fo wird zum 1. Januar ihre diesjährige Campagne beschlie Die Buderüben hatten dieses Jahr einen hohen Budergeld Geft wegen A Guftab Ostpreuß gewesen, dafelbft f Anecht berantwo haben, er Tat auf geftanden nannt, e die Au gegen i Begleitu und hab Im glei Mä frei K A Ma unite fit all abgelpielt bab Samalige Ro ex: fiblt fig wer getränkt. 2. Stovember, on wurde mit t auf der e Offiziere in Der Stadt geli ten Boften an es bon einer Bataillon Mr. mittags am 11 nichts bor Bevölkerung pas jawadhe Einwohnern Den in der S r hier bemerken ift, Briefe an eu find, und niauung id on Arethaman bember night en noch lebent gerade wie dwebel, eibli Der gefrige Stud Mild Entspred ie offfrifid reifen febr f l gestern febra Main und teigerten Mil diten. Der en gebrüdin auf den Mannheim er fich aud unbichaft a griffen unfen der Handel fo Gang. B zahlt wurde, ginge er erhebli berunter mal gam aräumt. I. Dual 450-50 260-330 9. delt wurden fe 3 Mt. Rälbal II. Sorte 51ft ging erst spä Pferd des A heute im bief arch. Die Fra clitt jedoch nu Seiten vieler In linie Lollar Bahnverbindung Srtert. wurden fuche unter ines weitern Belanntli gemifate Büge Endftationen L Ainzenbach Dieser Art den ffen, ist bei de Lollar möglic d Schüler, chwährend de nugen der ft. Wie wir at eine erne em bom 15 gegen 7 Uhrm gleichfalls fir usfche Eifented bie Fertig Vergrößerung eßlich der B auf 950 ge Der vor ein und Forfi gen erlegen. rt und Felbi t. geftrigen Br m Bortrag be armftabt über unasfrage, ie Bründung eiten foll. Städtchen plan urben biefen Quellen lieg Auch abfichtigt b Engefradr Ten nägins Brib ber Rüben zur bi beenbet Die Fr ampagne beli hoben Badeng ste trocken gewachsen waren. Unsere Buckerfabrik blickt ht auf ihr 20 jähriges Bestehen zurück. Büdingen, 8. Dez. Fürst Bruno zu Ysenburg und Sübingen in Büdingen erlegte im Revier Kinderbügen seinen 600. Hirsch, einen tapitalen Schaufler. § Wächtersbach, 8. Dez. Die Vermählung des Erbprimzen Ferdinand Maximilian zu Ysenburg und Büdingen in Wächtersbach, Leutnant im Kürrassierregiment Nr. 7, mit der Reichsgräfin Margitta von Dönhoff- Quittainen findet am 26. Dezember statt. + Marburg, 8. Dez. Die 90jährige Jubiläumsfeier des Jägerbataillons wurde vom gesamten Bataillon Offiziere sowohl als Mannschaften in schönster Weise am Samstag Abend im großen Saale des Museums fest lich begangen. Auf das an die Königin- Mutter Margareta bon: Italien vom Offizierkorps abgesandte Huldigungstelegramm lief ein Antworttelegramm ein, in welchem die Königin dankte und die besten Glückwünsche für das Battaillon aussprach. Auch der Kaiser antwortete auf das an ihn gesandte Huldigungstelegramm, das der ehemalige furhessische Offizier, der jetzige preußische Generalmajor Sarder, unterzeichnete, mit einem Telegramm. Aus dem Gerichtssaal. Schwurgericht. Gießen, den 9. Dezember 1903. Gestern hatte sich der in seiner Jugend schon ein Mal wegen Körperverlegang vorbestrafte 23 Jahre alte Knecht Gustav Ferdinand Klostermann von Jakobshagen in Ostpreußen, zuletzt in Grünberg( Oberhessen) bedienstet gewesen, wegen der von ihm am Abend des 9. November dafelbst begangenen Bluttat, bei welcher sein Landsmann, der Krecht Kemba sein Leben verfor, vor den G schworenen zu beantworten. Der Angeklagte will in Notwehr gehandelt haben, er erklärt, Kemba habe ihn an dem Abend vor der Toft auf offener Straße, wo er mit seinem Mädchen plaudernd geftanden, einen Stromer, einen Berliner Walzbruder genamnt, er habe ihm zugerufen:„ Du frazzt ja doch keinem die Augen aus". Diese Beschimpfungen seien mehrfach gegen ihn gefallen und da sei er auf den Gegner, der in Bugleitung von noch 3 oder 4 Burschen gewes n, zugetreten unbb habe diesen gefragt, was er eigentlich von ihm wolle. Im gleichen Moment sei auch sein Gegner auf ihn zuar | - treten und habe 2 Schläge nach ihm geführt und ihm dabei am Kopf schwer verletzt. Der Angeklagte will erst ror dem zweiten Schlage nach dem Messer gegriffen haben, mit dem er dem Kemba einen Stich an den Kopf versezte, die Schläfen durchstach und mit der Spiße des Messers die Schädeldecke durchbrach. Der verletzte ist wenige Augenblicke, nachdem er die Verlegung erhalten, auf offener Straße verstorben. Die Beweisaufnahme ergab, daß der Angeklagte, wie dieser angegeben, ohne jede Veranlassung an jenem Abend von Kemba beschimpft wurde. Es wird festgestellt, daß der Lettere im Gegensatz zum Angeklagten ein recht unfriedfertiger Mensch gewesen ist. Die Zeugen der unmittelbaren Tat erklären, nur gesehen zu haben, daß Kemba ein Mal zum Schlage ausgeholt, vorher habe er aber in die Tasche gegriffen. Beide, Kemba und Klostermann hätten im gleichen Moment aufeinander eingeschlagen und jeder habe nur einen Schlag geführt. Keiner der zahlreich vernommenen Zeugen hat wahrgenommen, womit Kemba eigentlich zugeschlagen hat. Eine Beugin will in ihrer Wohnung gehört haben, wie an jenem Abend, furz vorher, che sie aus dem Fenster sah, um wahrzunehmen, daß ein Mensch( Kemba) verletzt war, ein Stein auf das Pflaster flog und dann auch im Weiterrollen ein Geräusch verursachte. Was es damit für eine Bewandnis hatte, ob etwa Kemba damit geschlagen oder mit demselben geworfen, kann allerdings die Zeugin nicht sagen. Dem Angeklagten wird im Allgemeinen das Beugnis eines friedfertigen, ruhigen Menschen gegeben, der auch nach der Bekundung seines Arbeitgebers ein tüchtiger, fleißiger Mensch ist. Der getödete Knecht Kemba wird von mehreren Zeugen als ein Mensch hingestellt, der weniger friedlich mar, auch wird aftenmäßig fonstatiert, daß derselbe zwar noch unbestraft war, aber von mehreren Staatsanwälten wegen Verdacht des Diebstahls gesucht wurde. Die Geschworenen bejahen die wegen Körperverlegung mit tödtlichem Erfolge gestellte Schuldfrage, billigten dem Angeklagten aber mildernde Umstände zu. Dem Antrag des Staatsanwalts gemäß sprach der Gerichtshof eine Gefängnisstrafe von 2 Jahre gegen den Angeklagten aus. Als besonders erschwerendes Moment, welches bei der Strafzumessung zu berücksichtigen gewesen, hat der Gerichtshof den Gebrauch des Messers erflärt. Hierzu komme, daß der Angeklagte bereits wegen Körperverleßung vorbestraft sei. Strafmildernd hat der Gerichtshof berücksichtigt, daß der getödtete Kemba den angeflagten allerdings gereizt und ohne Grund schwer beschimpft hat. Wetterbericht. ( Wetterdienst zu Gießen: Peppler.) Verlauf der Witterung von Montag bis Dienstag. Der Kern des nördlich Irland aufgetauchten TIEF's hat sich nordwärts verlagert, also von uns entfernt. Teiltiefs sind auf seiner Sübseite noch entwickelt. Dieselben verursachen über unser Gebiet ziehend bei einer Windrichtung von Südost nach Süd geringe Niederschläge, meist in Form von Schnee. Das TIEF scheint der Hauptsache nach nordwärts abzuziehen, das HOCH bedeckt den Osten Europas. Daher für Mittwoch und Donnerstag: Fortdauer der trüben Witterung, geringe Niederschläge in Form von Schnee, feine nennenswerte Temperaturänderung, untertags Tauwetter. Arbeitsnachweis der Stadt Gießen. Gartenstraße 2. Es können eingestellt werden: Erdarbeiter nach ausw., 1 Schmied, 1 Küfer, 1 Möbel1 landwirtsch. Knecht, 1 landwirtsch. Magd, 10-15 schreiner, 1 Schuhmacher, 2 Schneider, 1 Friseur, 1 Auslaufer, 15-20 Postaushelfer für den 19.- 24. Dezember 1903 und 1. und 2. Januar 1904, 1 Stallbursche, 1 Köchin, 10 Dienstmädchen gegen hohen Lohn für hier und ausw. Es suchen Arbeit: 1 Schlosser, 1 Buchbinder, 1 Schreiner, 1 Mälzer, 1 Mezger, 1 Schuhmacher, 1 Einfassierer, 1 Portier oder Diener, 1 Kutscher, 1 Fehrbursche, 1 Dienstmädchen, 2 Lauffrauen, 8 Hausburschen, 2 Bureaugehilfen. Sah' cin Knab' das Röschen steh'n, on, Röschen war am Waschen, Wusch die Wäsche Kommt mit vollen Taschen. Lief er schnell, ihr zuzusehen, Knabe sprach:„ Lieb' Röschen da! Hab ich's gut getroffen? Bring ein Pädchen„ Eurefa" Und ein Küsschen darf ich ja- Für die Müh erhoffen?" Welch ein froh Gesichtchen macht- Da die kleine Here:" Haft das Beste mir erdacht.- Weil„ Eureka" Du gebracht,- Kriegst pro Päckchen sechse!!" 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Konzert- Saal Lindenstruth. Café Leib Giessen. Donnerstag, den 10. Dezember 1903, abbs. 8 Uhr. Einmaliges Koschat- Lieder- Konzert des weltberühmten echten Original Kärntner Jakob Damhofers Koschat- Lieder- National- Quintett. ( Dambofer- Quartett) 8 Personen. 8 Personen. und der Zither- Duettisten Gebr. Damhofer Söhne von der Mühlauer'schen Musikschule in München. Entree: Reservierter Platz 1 Mt., 1 Plaz 75 Bfg., 2. Plaz 50 Pfa. Pelzwaren in grösster Auswahl von den einfachsten bis zu den feinsten empfiehlt zu bekannt billigen Preisen J. Kaan jr. Giessen, Kreuzplatz 10. DRO DR Leichte 133074 nit Kampmanns' Pendelwasch Versteigerung. Ausbildungskurse für HandDonnerstag, den 10, d. Mts, werksmeister und ältere Gefellen. nachmittags 2 Uhr, versteigere ich Marktplatz 20 Wir beabsichtigen im Januar und Februar 1904 Meister= 1. eine silberne Taschenuhr mit gold. kurse abzuhalten für: Bette, eine goldene Taschenuhr ( Damenuhr) mit gold. Bette, vier gold. 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( Ohne Gewähr.) 71 112 36 87 221 30 69 85 303 82 504 627 86 719 73 77 904 98 1065 153 223 72 403 52 567 80 641 48 749 61 62 944 2004 64 74 76 103 49 73[ 150] 296 321 68 91 411 19 76 529 601 725 74 815 958 85 86 3098 182 323 443 56 526 619 42 742 58 902 73 83 4015 29 44 54 127 49 67 306 71 426 564 614 69 82 98 723 810 53 81 986 5115 19 20 33 44 202 58 357 414 558 641 48 58 87 804 944 63 73 6021 29 55 95 124 26 37 45 222 39 79 381 90 403 41 515 31 70 78 84 665 91 755 62 989 7014 21 64 119 35 273 328 492 544 58 80 615 41 62 770 803 25 36 90 992 8054 62 109 243 79 322 459 61 68 505 24 49 88 624 51 704 15 809 30 40 76 80 923 9140 42 238 313 58 84 446 93 736 79 823 38 86 96 911 67 10026 102 201 312 71 74 80 470 77 80 97 587 656 921 62 78 11068 84 96 165 96 230 56 61 78 350 67 506 51 57 82 621 57 62 700 831 49 69 92 12023 70 74 82 111 45 77 207 32 37 43 72[ 10 000] 301 12 545 59 660 89 853 73 94 943 86 94 13050 108 54 214 77 90 303 444 68 500 65 82[ 150] 83 609 745 53 14001 57 128[ 150] 74 330 32 40 410 54 98 511 21 59 70 628 773 91 94 813 51 15013 18 158 63 69 97 330 31 51 82 430 44 517 61 633 753 879 921 29 52 88 16020 71 98 167 78 351 82 426 47 75 544 64 644 750 856 905 9 19 21 17046[ 150] 65 86 99 156 84 262 314 489 619 30 869 88 921 81 18049 133 44 48 56 235 61 306 18 54 428 31 82 539 46 622 869 988 19010 19 105 49 438 72[ 150] 81 666 907 67 20028 45 68 94 129 54 63[ 150] 358 403 32 527 74 97 626 733 36 52 939 80 21108 53 88 301 411 47 52 54 79 99 687 821 55 59 81 938 82 22022 159 85 246 309 26 31 76 93 433 545 776 98 816 52 933 55 69 23068 156 99 223 98 311 61 64 78 85 448 570 685 764 88 890 974 75 24002 8 72 139 53 204 27 84 372 411 14 500 11 39 602 34 35 77 717 800 39 63 935[ 150] 88 92 25104 232 92 93 300 96 420 71 578 670 84 722 84 947 85 26019 163 207 32 58 395 449 524 40 72 633 73 838 41 57 72 933 60 77 27002 60 158 89 97 313 18 61 503 13 50 616 64 731 73 847 64 907 73 28054 76 166 336 52 480 510 54 63 627 50 73 74 723 24 76 841 85 902 23 45 29046 128 60 227 70[ 150] 379 85 407 76 558 60 684 700 55 60 69 862 916 30 81 30031 54 63 80 103 6 48 50 420 78 91 506 47 63 609 32 713 801 963 65 72 31011 68 100 38 81 94 285 352 84 89 98 520 45 821[ 150] 66 85[ 150] 86 912 30 32000 40 42 104 44 243 61 73[ 1000 322 71 80 83 428 47 74 512 92 628 48 77[ 150] 767 813 33005 228 47 59 86 343 79 98 99 453 71 567 605 56( 150) 707 80 877 900 54 34008 73 122 59 80 247 308 424 26 64 573 782 894 918 26 35135 203 10 20 53 63 308 46 66 440 91 548 79 605 763 850 74 88 915 60 65 36097 108 10 28 68 253 413 17 25 82 521 54 611 17 727 87 843 68 79 905 17 83 91 37043 58 78 108 27 29 93 231 40 47 99 395 427 55 57 82 561 627[ 150] 62 69 77 829[ 1000] 68 904 73 87 89 38020 101 6 240 49 53 87 310 53 413 36 588 658 738 73 858 937 39 60 39013 61 80 158 208 32 362 510 19 647 62 99 700 59 71 826 32 45 91 150 907.36 40010 94 120 27 68 201 28 88 96 304 56 76 80 425 51 64 72 500 611 750 72 879 942[ 150] 53[ 150] 41054 66 171 240 313 42 66 81 88 427 53 91 574 78 841 45 77( 150) 907 18 42033 138 47 98 243 45 55 70 325 43 488 509 665 83 93 746 826 28 59 93 957 64 43031 138 70 208 81 351 80 417 29 51 96 98 515 49 610 39 700 2 66 829 920 27 62 44027 112 63 218 312 454 73 85 506 78 621[ 150] 27 68 728 46 57 879 901 94 45037 46 99 164 385 405 31 89[ 150] 535 639 773 83 865 90 944 96 [ 150] 46069 382[ 150] 99 489 566 627 731 839 42 548 75 87 47008 145 63.205 64 331 526 72 653 58 67 734 90 804 45 48009 13 35 180| 200] 92 93 94 348 442 68 78 549 52 53 701 75 77[ 150] 827 30 81 92 947 59 49026 63 168 92 213 22 28 85 313 46 408 27 32 49 531 40 656 734 871 917 89 MAGGI'S SUPPEN 2 Teller ERBS Tuppe 10 H. Kräßer, Brandplay 15. J. M. Schulhof. Marktstraße. Restaurant Windhof. " Textors Terrasse. Philosophenwald. Liebigshöhe. 1. Schuhmacher in der Anfertigung eines Paar Stiefels nach Maak, 2. Schneider im Zuschneiden und Anfertigen eines Anzuges oder Ueberziehers nach Maaß, 3. Sattler in der Herstellung von Kummeten. 4. Schreiner und Glaser, someit lettere sich mit der Anfertigung von Bilderrahmen befassen, im Holzfärben und Beizen bor Fournieren, 5. Maler, Lackierer und Weikbinder In Dutenhofen: Karl Sorger. Heuchelheim: Ph. Neidel II. Alleiniger Fabrikant: Karl Link, Gießen, Seltersweg 61. a) im Auffärben von Farbstoffen auf massive Hölzer, b) im Schriftenmalen, c) im Holz und Marmormalen, 6. in gewerblicher Buchführung für Gewerbetreibende. Kr. 29 bonnem in's Saus Gratiabet Oberbeffi Cartenba Das B 7. über Handwerker- Genossenschaftswesen für alle für das Genossenschaftswesen sich interessierende Personen. Das Unterrichtsgeld ist auf 5 Mark festgefeßt; wenig be= mittelten und unbemittelten Teilnehmern kann eine Unterſtügung gewährt werden. Nähere Auskunft erteilen die Vorsitzenden der Ortsgewerbevereine und der gewerblichen Unterrichtsanstalten, sowie die an diesen Schulen tätigen Lehrer. Anmeldungen und Gesuche sind baldigst an die unterzeichnete Behörde zu richten. Betr. Darmstadt, im Dezember 1903. Großh. Zentralftelle für die Gewerbe. Noad. Die Ausführung des Reichsgesetzes über die Abänder ung der Gewerbeordnung vom 30. Juni 1900. Bekanntmachung. Wir bringen hiermit zur Kenntnis der Interessenten daß am 11. und 12., vom 14. bis 19, vom 21. bis 24 und am 31. Dezember lf. Js. die Vorschriften über die Mindest ruhezeit und Mittagspause der Gehilfen, Lehrlinge und Ar beiter(§ 139c rubr. Gesezes) keine Anwendung zu finder haben und die Läden sowie die offenen Verkaufsstellen an Backzutaten biefen Tagen bis 10 Uhr Abends off- n gehalten werden in befannter bester Qualität bei Emil Fischbach Gießen. dürfen. Gießen, den 8. Dezember 1903 Großh. Polizeiamt Gießen. Hechler. 50016 29 55 117 44 65 236 46 321 27 96 403 25 30 95 508 10 606 69 78 711 845 49 59 60 80 986 51069 75 148 255 308 9 71 87 432 62 521 30 98 678 85 818 932 54 94 52130 420 22 45 58 74 515 75 637 61 93 726 37 59 831 65 83 91 910 23 28 68 53051 183 210 75 304 27 42 73 543 99 788[ 150] 803 70 952 79 54080 107 237 70 91 331 80 418 609 45 99[ 150] 739 869 72 927 92 55066 136 93 236 336 403 77 552 665 791 813 38 979 81 56010 21 31 100 5 26[ 150] 95 306 70 92 439 93 532 81 86 87 637 801 55 56 76 84 953 63 57037 88 221 25 44 420 61 515 36 44 48 610 60 73 819 84 935 48 52 85 58205 15 16 46 393 410 31 32 54 504 69 672 86 761 842 89 [ 150] 919 84 94 95 59011 59 78 87 216 51 73 94 335 39 400 55 514 29 714 15 72 92 815 69 79 82 911 19 43 67 60000 16 72[ 150] 130 92 224 84[ 150] 86 339 54 92 408 42 94 527 93 622 77[ 150 840 915 31 35 93 61032 93 134 40 86 276 95 359 62 421 47 70 666 67 779 810 973 99 62022 84 115 24 42 52 53 4 52[ 1000 93 556 711 49 80 850[ 150] 63107 45 77[ 150] 227[ 150 50 61 62 74 95 543 671 716 79 963 64023 24 63 150 71 91 207 370 94 465 566[ 200] 695 725 76 84 870 988 65044 65 70 98 126 31[ 200] 44 68 206 24 82 434 42 61 62 80 590 716 60 70 876 919 66087 120 32 64 82 223 39 378 81 417 96 546 55 62 632 63 98 759 82 904 77 95 67006 36 186 302 61 89 480 83[ 150] 566 75 611 13 41[ 150] 54 81 88 709 65 892 912 14 51 68038 170 78 231 338 42 440 50 85 623 60 91 705 40 89 826 82 985 69056 98 211 23 55 84 305 14 41 83 92 418 505 717 64 809 28 45 60 63 76 86 912 41 70042 52 88 95 141 237 67 71 78 399 454 526 33 65 604 10 80 91 737 68 79 803 909 35 59 98 71103 223 88 364 422 46 67 562 81 510 19 22 44 84 708 25 40 79 902 72017 36 44 85 93 119 350 60 88 640 96 98 721 81 88 895 949 85 73016 106 8 89 202 377 463 79 503 26 600 5 37 65 735 37 900 96 74061 69 86 141 68 89 201[ 150] 368 511 49 83[ 150] 807 29 53 906 37 57 75023 31 51 97 108 70 206 11 64 328 68 419 530 38[ 150] 41 605 44 707 39 61 841 64 78 901 41 83 76040 41 42 55 59 85 103 217 23 68 78 365 90[ 150] 98 466 529 83 618 65 81 91 743 58 70 918 77010 16 111 52 91 204 20 91 97 393 410 24 32 61 84 86 93 627 40 746 95 906 19 78016 26 155 218 520 32 627 62 718 70 828 41 85 909 79011 75 104 10 226 74 91 331 409 13 24 43 48 83 98 552 70 75 677 92 713 27 65 801 934 77. 80090 136 75 248 305 463[ 150] 618 91[ 400] 742 46 810 44 55 96 81022 68 95[ 200] 115 73 246 84 356 97 411 86 506 18 36 40 89 601 52 53 709 55 76 77 802 6 27 48 68 82 905 27[ 150] 90 95 82036 69 79 82 106 26 206 18 49 59 330[ 200] 31 34 64 496 544 48 49 709 26 42 47 57 66 833 86 96 904 12 14 87 83030 99 103 95 205 28 61 371 81 463 554 650 740 76 97 801 26 36 911 28[ 150] 56 66 99 84024 69 113 56 81 87 219 32 51 323 45 55 71 460 507 53 697 721 85 835 61[ 150] 83 940 85085 91 152 78 205 15 67 68 82 89 376 461 518 34 77 95 610 88 14 804 32 41 901 67[ 400] 86056 99 100 46 78 224 68 74 307 16 503 19 29 83 624 773 878 900[ 150] 17 20 52 62 98 87040 91 200 13 57 71 344 50 82 424 32 97 673 89 90 757 73 89 803 16 38 48 913 37 67 73. 38002 4 41 133 42 61 77 416 66 597 605[ 150] 19 701 40 52 72 812 912 22 71 91 89132 222 45 91 99 342 70 412 31 34 48 49 518 34 40 832 57 89 920 90004 123 99 218 58 70 340 99 531 51 25 000] 60 803 7 46 91040 142 279 455 632[ 150] 84 97 98 751 63 933 96 92041 202 33 97 308 79 94 403 14 70 77 93 521 31 703 8 51 52 69 803 5 29 44 61 84 921 3 80 93007 107 61 259 369 74 78 95 412 84 528 636 43 57 767 81 96 852 912 16 58 94001[ 150] 62 81 125 43 308 458 86 502 48 52 53 611 54 736 76 854 70 93 94 917 63 86 95013 126[ 150] 83 228 48 63 81 95 321 37 55 78 95 565 84 630 710 17 60 68 849 96055 111 39 234 74 402 82 539 54 63 618 804 40 904 88[ 150] 97005 33 44 47 102 40 54 95 315 85 433 73 78 91 631 728 40 54 65 90 812 55 940 44 98066 186 243 55 419 20 46 71 524 25.639 711 28 51 68 998 99008 60 117 377 412 603 19 35 721 66 800 8 71 930 Nächste Ziehung: 9. Dezember Neuen- Bäue Richard Buchacker, Giessen. staatl. konz. Haupt- Kollekteur der Hess. Thüring.( Mitteld.) Staats- Lotterie. 11. Von für den Kreis Gieß bon 80 000 ausgeloft Lit. C. Nr. 54 und 55 Bieße Dem Mitarbeit rungsbor rungswese Bersichern genomme nur zu b werbsfähi Hagelschal des Leber Selbsthilf eingefeher Suftrie"-3 liche Ein dem Gebi ichon beut bei der Au Unternehm um ihren Auge der große Au Jahren n Das Schirme werden schnell und gut reparirt u. nenbe= zogen. Kaffeler Schirmfabrik Gießen, Seltersweg 9 Ausdehnu men. M Agent der meise gerd mit der S versicherun der Ausst Interesse fach die Briwa Kartoffel Speise n. Salatkartoffell zu den billigsten Tages preisen empfiehlt J. Hankel Schlokgaffe find, was jedem fol in dem de gen gena der Fall hält, so aber eine Summe irgend ein So fomm Streitigte ichaft und dem Gla Bu sein, Tich als n trauen, g nausble GießenZeit schon und ihr v einzelnen fehrung g An- und Verkauf von gebraukten Möbeln. 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