Nr. 237. Abonnementspreis: in Gießen, abgeholt monatlich 50.ẞfg., in's Haus gebracht 60 Bfg., durch die Poft bezogen biertels fährlich Mr. 1.50. Bratt@ bellagen: Oberheffische Familienzeitung( täglich) Oberbeffische Beitschrift für Landwirtschaft, Obst- und Bartenbau, sowie die Gießener Seifenblasen( wöchentlich). Das Blatt erscheint an allen Berttagen nachmittags. Freitag, den 9. Oktober 1903. Gießener 12. Jahrgang. Jufertionepret 8: Die einfpaltige Vetttzelle für Gießen wie ganz Oberhessen, die Kreise Wetzlar und Marburg 10 Pfg. fonft 15 Pfg.; Reklamen die Petitzelle 30 resp. 40 fg. Boftzeitungsliste No. 3269. Rebattion und Expedition: Gießen Neuenweg 28. Fernsprechanschluß Nr. 362. Neuelle Nachrichten ( Gießener Tageblatt) Anabhängige Tageszeitung ( Gießener Zeitung) für Oberheffen und die Kreise Marburg und Wezlar; Lokalanzeiger für Gießen und Umgebung. Enthält alle amtlichen Bekanntmachungen der Großh. Bürgermeisterei Gießen und anderer Behörden von Oberhessen. Die Hochzeit der Battenbergerin. A Darmstadt, 8. Oktober. Das junge Fürstenpaar, dessen junge Ehe gestern in der Schloßkirche nach evangelischem und in der russischen Kapelle auf der Mathildenhöhe nach griechisch- katholischem Ritus geweiht wurde, ist in sein Flitterwochenneſt, dem lieblich gelegenen Schlößchen Heiligenberg bei Jugenheim an der Bergstraße abgereist. Die Hestesstimmung aber, in der Darmstadt während dieser Lage schwebte, hält noch vor, denn ein großer Teil der Fürstlichkeiten, die den Ehrentag der jumgen Battenbergerin verschönern halfen, allen voran das Zarenpaar, weilen noch in unseren Mauern. Gestern nahm die ganze Bürgerschaft an der Feier warmen Anteil, trotzdem diese ursprünglich nur den Charakter einer fürstlichen Familienfeier tragen sollte. Die Geschäfte schlossen schon mittags, und in dichten Reihen drängten sich Einheimische und Fremde, die von allen Seiten herbeigeeilt waren, standenlang vor dem Beginn des Hochzeitszuges in den Straßen, um die Fürstlichkeiten zum Residenzschloß fahren zu sehen. Dort hatten in den inneren Hof, über den sich kurz noch halb 4 Uhr der Hochzeitszug vom Fahnensaale zur Schloßkirche bewegte, nur etwa 300 Personen Einlaß gefunden. Prinz Heinrich von Preußen führte die Kronbrinzessin von Griechenland, der Kronprinz von Griechenland die Großfürstin Sergius von Rußland, der Großherzog Ernst Ludwig die Kaiserin von Rußland, der Kaiser bon Rußland die Königin von England. Zwischen seinen Eltern, dem König und der Königin von Griechenland, schritt der Bräutigam Prinz Andreas. Prinz und Prinzessin Ludwig von Battenberg geleiteten ihre Tochter, die Braut Prinzessin Alice. Die Braut trug ein mit fostbaren Spißen bescktes schlichtes Crèpe de chine- Kleid, die Zarin eine fremejcidene Toilette. Konsistorialrat Petersen, der seiner Zeit die Kronprinzessin von Griechenland aus Deutschland in ihre neue Heimat geleitet hatte, hielt die Predigt über den Tert Friede sei mit euch". Dann versammelten sich die Fürstlichkeiten wieder im Schloß, um bald darauf zur griechischen Kapelle zu fahren, in der die Trauung nach griechischem Ritus wiederholt wurde. die Uebrigens darf man aus den Absperrungsmaßregeln, bei der Hochzeit so streng durchgeführt wurden, nicht etwa auf Attentatsfurcht seitens des Zaren schließen, wie es vielfach geschieht. Die fürstlichen Herrschaften wollten eben nur möglichst unter sich bleiben, was ihnen niemand verdenken kann. Sonst verkehrt der Zar recht ungezwungen in Darmstadt. Er fährt im langsamen Tempo durch die Straßen, schlendert gemächlich, seine Zigarre rauchend, über die Promenade und trägt ein heiteres, frisches Wesen zur Echau. Das Sarenpaar wird voraussichtlich noch bis zum 23. d. Mts. hier bleiben. Ungarn im Aufrubr. Die Vorgänge in Szegedin erscheinen nach den näheren Berichten, die inzwischen vorliegen, noch erheblich bedenklicher, als nach den ersten Meldungen. Die Szegediner Garnison hat, wie sich nachträglich herausgestellt hat, unter der Hand mit der aufrührerischen Menge gemeinsame Sache gemacht und den militärischen Vorgesetzten nur scheinbar Gehorsam geleistet. Unser-Mitarbeiter schreibt uns: Wie schon gemeldet, wurde gegen die Menge das 46. Infanterieregiment aufgeboten, das schließlich mit der Schußwaffe einschreiten mußte. Schon nach der Salve, die die Soldaten auf die Menge abgeben mußten, fiel es auf, daß außerordentlich wenig Verlegungen vorgekommen waren. Jetzt hat sich die Ursache dieser Erscheinung herausgestellt: Die Truppen, meistens geborene Szegediner, schossen größtenteils in die Luft oder in die Erde, was bei der herrschenden Dunkelheit zunächst von den Offizieren nicht bemerkt wurde. Gegen die Unbotmäßigen einzuschreiten, hat man bisher nicht gewagt. In anderen Orten ist es zu neuen Fällen offener Meuterei der drittjährigen Mannschaften gekommen. In Vaja, um einen besonders markanten Fall herauszugreifen, forderte die drittjährige Mannschaft des dortigen Honvedhusarenregiments vor dem Ausrücken zur Felddienstübung unter großem Lärm ihre Beurlaubung. Infolgedessen wurde über das ganze Regiment Kasernenarrest verhängt. Die Tore der Kaserne wurden geschlossen. Kein Fremder darf das Gebäude betreten. Auch die Offiziere blieben den ganzen Tag in der staserne und zeigten sich nicht in der Stadt. Solche Vorgänge sind selbstverständlich nicht danach angetan, die auffässige Bevölkerung einzuschüchtern, im Gegenteil, die Menge geht immer ungestümer und stürmischer vor. In Szegedin verbreitete sich zugleich mit der Kunde von dem Verhalten des 46. Regiments die Nachricht, ein Teil der Temesvarer Garnison sei nach Szegedin beordert, um den Aufruhr rücksichtslos niederzuringen. Daraufhin strömte eine riesige Menschenmenge zum Bahnhof und besetzte ihn, um das Temesvarer Militär, wo nötig mit Gewalt, fernzuhalten. Als der Zug ohne Mannschaft einfuhr, wollte die Menge nicht weichen, so daß die Polizei eingreifen mußte, um sie zu zerstreuen. Dabei fam es zu zahlreichen Verletzungen, bezeichnenderweise aber waren die meisten Verwundeten auf Seiten der Polizei. Und Krone und Regierung, wenn man von einer ungarischen Regierung gegenwärtig überhaupt sprechen kann? Sie übertrugen das Prinzip österreichischer Staatskunst" auf Ungarn, das Prinzip des Fortwurschtelns". Szells Audienz beim greisen Kaiser galt, wie sich jetzt herausstellt, nicht etwa der Berufung dieses Staatsmannes zur Bildung des Kabinetts. Szell legte dem Monarchen lediglich seine Ansicht über die Lage dar. Kaiser Franz Josef stellte ihm das Ansinnen, die Regierung zu bilden, überhaupt nicht, da Szell schon vorher erklärt hatte, als Ministerpräsident sei er gegenwärtig unmöglich. Der Kaiser ist, wie es heißt, entschlossen, die Magyaren sich austoben zu lassen, er hofft, daß sie schließlich des Spektakels selbst müde werden. Leider scheint das eine optimistische Auffassung, die durch die Tatsachen über kurz oder lang ad absurdum geführt werden wird. friedensausfichten auf dem Balkan. Vom Balkan kommen vereinzelt friedliche Klänge. Nach wie vor ist die Türkei bemüht, ihren guten Willen zu zeigen; nicht zum wenigsten Vorschlägen gegenüber, die das Sofioter Rabinett unterbreitet. Beruht das Gerücht auf Wahrheit, nach dem Bulgarien der Pforte vorgeschlagen haben soll, beiderseitig an der Grenze die Truppen auf eine gewisse Distanz zurück zuziehen. und sich erboten haben soll, immer je ein Bataillon für je zwei demobilisierte türkische Bataillone zu demobilisieren --so ist wohl anzunehmen, daß die Türkei darauf eingehen wird. Etwas seltsam flingt die Kunde von einem Manifest, daß die Zentralleitung des mazedonischen Somitees vorbereiten soll. Darin soll angeblich erklärt werden, daß das Komitee in Erwartung, daß die Pforte die Unterdrückung der bulgarischen Mazedonier und die Aus= schreitungen gegen dieseibe einstellen werde, beschlossen habe, die Bandenbewegung und Dynamitattentate bis zum Frühjahr zu sistieren, um abzuwarten, ob dic Reformmaßregeln durchgeführt werden. Das ist denn doch mehr als zweifelhaft, zumal im Augenblicke der Bandenkampf wieder in vollster Blüte steht. Der Aufstand im Rasloger Gebiet hat zwar ein sehr unglückliches Ende genommen, und die Anführer der Bewegung strömen nach Bulgarien zurück. Dafür aber tobt im Sandschaf Nowibazar der Kampf noch in aller Heftigkeit, und auch an anderen Erten ist vom Einkehren des Friedens absolut nichts zu spüren. Wie es übrigens mit der Ableugnung des Sofioter Kabinetts steht, daß keine Freischaren im Fürstentum gebildet würden, erhält eine seltsame Illustration durch Mitteilungen englischer Blätter, in denen eine ganze Anzahl bulgarischer Reserveoffiziere, die an der Spitze der Banden stehen, mit Namen genannt werden. Die bestimmte Kunde, daß balgarische Geistliche in Mazedonien von Ort zu Ort zighen und die bulgarische Bevölkerung zum Kampfe aufrufen, gibt zudem noch merkwürdige Gedanken über die wirkliche Art der ehrlichen bulgarischen Friedensliebe und über den Stand der Dinge überhaupt. Die Insurgenten, das heißt also: jene Leute, die noch raubend un plündernd in den Bergen umherziehen, sind bestens ganisiert. Sie haben ausgezeichnete Manlicher- und Mausergewehre und scheinen ganze Depots von Dynamitbomben mit sich zu führen. Das marodierende Leben, das sie im Augenblicke führen, gefällt ihnen ganz gut, und die Unterstützung der verängstigten eder gegen die Türken aufgehegten Bevölkerung gewährt ihnen Annehmlichkeiten, die sie sonst vielleicht niemals gekannt haben. Was sollen sie also an Frieden denken? So lange da unten nicht mit eisernen Besen gefegt wird, ist an einen Umschwung der Dinge absolut nicht zu denken. Daran fönnen alle friedlichen Versicherungen in Konstantinopel und Sofia wenig ändern. . Die Politik. Ein Gesezentwurf betreffend die Entschädigung unschuldig verhafteter Personen, der ja bekanntlich schon geraume Zeit diskutiert wird, ist jetzt von der hessischen Regierung dem Bundesrat zugegangen. Voraussichtlich wird der Bundesrat in allernächster Zeit zu der Vorlage Stellung nehmen. Im Reichstag ist die Angelegenheit bekanntlich schon früher immer als äußerst dringend bezeichnet worden. er= In der bayerischen Kammer der Abgeordneten kündigte Minister Frhr. v. Feilipsch an, daß in den nächsten Tagen neue bau- und feuerpolizeiliche Anordnungen scheinen würden, um eine möglichst große Feuersicherheit der Warenhäuser und anderer großer Geschäftshäuser zu ermöglichen. Der Ausstand im Liller Gebiete nimmt bedrohlichen Charakter an. Zwar ist es in Lille selbst nicht zur Proklamierung des Generalausstandes gekommen, weil man sich nicht einig darüber ist, ob mit den Webern auch die Spinner in den Ausstand treten sollen. Dafür aber ist man in Armentières entschlossen, alles aufzubieten, um den Gesamtausstand durchzusetzen. Auch die Färber in St. Etienne stehen direkt vor dem Streit. Demonstrationen aller Art gehen Hand in Hand mit Gewalttätigkeiten gegen Arbeitswillige, die durch die Uebermacht gezwungen werden, sich dem Ausstande anzuschließen. Der Präfekt von Lille ruft nach militärischer Hilfe in größerem Maßstabe. Acht Schwadronen, achteinhalb Bataillone und zweihundert Gendarmen glaubt er zu brauchen. Danach läßt sich ungefähr beurteilen, wie die Dinge stehen. Die gesamte Presse Englands beschäftigt sich noch andauernd mit Chamberlains Glasgower Rede, in der er zum ersten Male das definitive Programm des altbritischen Zollvereins entwickelte. Wie stark das Interesse an Chamberlains Aktion ist, bewies auch die Tatsache, daß sich nahezu 60 000 Personen um die 5000 verfügbaren Pläge im St. Andreassaale in Glasgow beworben hatten. Die Pläße wurden mit enormem Agio gehandelt. Ein Gerücht spricht davon, Kaiser Wilhelm habe sich einen wörtlichen stenographischen Bericht der Rede schicken lassen. Bei der hohen internationalen Bedeutung der Frage wäre das gar nicht so wunderbar. Mit einer geradezu bewunderswerten Kaltblütigkeit schreitet Rußland in Ostasien vor. Der japanischen Regierung wurde eine russische Note überreicht, in der es in der Hauptsache heißt, die Räumung der Mandschurei durch Rußland sei eine Angelegenheit, die nur Rußland und China angehe und in die sich einzumischen Japan fein Recht habe. Das heißt jedenfalls deutlich gesprochen. Und es entbehrt kaum minder der Klarheit, wenn dann weiter in der Note ganz unverblümte Vorschläge gemacht werden über eine Teilung Koreas zwischen Rußland und Japan. Das japanische Kabinett lehnte zunächst nach langer Beratung Rußlands Vorschläge ab. Die Stimmung in Japan ist natürlich äußerst erregt, und das Eintreten einer Krisis ist sehr wahrscheinlich. Troßdem ist kaum anzunehmen, daß Japan sich den russischen Expansionen gewaltsam entgegenstellen wird. Auch in Yokohama kennt man den englischen Bundesgenossen nachgerade genau genug, um zu wissen, daß im Ernstfalle auf ihn kein Verlaß ist. A Die russische Bureaukratie ist außerordentlich entrüstet über den wachsenden Einfluß eines neuen Günſtlings des Zaren, des Staatssekretärs Besobrasow, eines Mannes, der vor kurzem zur höchsten Verwunderung aller Beteiligten vom Stadtrat a. D. plötzlich zum Staatssekretär des Zaren ernannt wurde. Den gewaltigen Vormarsch Rußlands im Osten von Asien, der gegen Wittes und Lambsdorffs Willen inszeniert wurde, führt man auf Besobrasows Initiative zurück. Besobrasow soll zum Leiter eines neu zu schaffenden allgemeinen Departements im Ministerium des Innern ernannt werden. König Peter hat die serbische Stupschtina mit einer Thronrede eröffnet, die einiges Aufsehen erregen dürfte. Durch die ganze Rede geht ein kriegerischer Unterton. Zunächst enthält sie einen Passus, der eine Vervollkommnung der Streitkräfte Serbiens als notwendig hinstellt, triegerischer noch klingt der Satz, in dem der König erflärt: Wenn Serbien angesichts der Ereignisse in der Türfei eine neutrale Haltung bewahrt habe, so sei dies lediglich deshalb der Fall, weil Serbien hoffe, daß der Sultan sein möglichstes tue, damit die Zustände in den betreffenden Gegenden sich bessern. Daß Serbien gar nicht in der Lage war und auch in absehbarer Zeit nicht in die Lage fommen wird, selbständig und ohne Rücksicht auf Desterreich und Rußland auf dem Balkan eine Rolle zu spielen, hat der König offenbar vergessen. Sonst enthält die Thronrede mur allgemeine Redensarten ohne besonderen Hintergrund. Uebrigens erlahmt das Interesse an der Thronrede bereits sichtlich; man hat einen besseren Gegenstand, sich zu unterhalten: Die neuerdings beginnende Verteilung des Nachlaffes König Alexanders unter seine Gläubiger. Es handelt sich um mehrere hundertausend Kronen Schulden bei österreichischen Modefirmen. Dazu tritt noch eine Gläubigerir. aus der Pumpepoche des braven Milan: die russische Wolgakamabank, die seinerzeit Milan sanieren half und hierfür eine Hypothek von ungefähr 2½ Millionen Francs auf die Krong iter der Obrenovitsch erhielt. Wahrscheinlich wird diese Bank als Hauptgläubigerin alles an sich reißen, und die österreichischen Gläubiger des Königs Alexander werden leer ausgehen. Denn und das ist das Pikanteste an der Sache das Privatvermögen Aleranders, das bei einer Wiener Bank auf den Namen der Königin Draga deponiert war, ist dort nicht mehr vorhanden; angeblich hat es ein naher Verwandter Dragas abgehoben. So werden denn die einzigen wirklich Leidtragenden um Alerander und Draga die österreichischen Gläubiger des Königspaares sein. Hof und Gesellschaft. ** Das Kaiserpa ar weilt z. 3t. zusammen mit dem Prinzen Adalbert auf Schloß Hubertusstock. Der Kaiser und Prinz Adalbert liegen in den weiten Waldungen täglich dem edlen Waidwerk ob. Der Kronprinz ist aus Bad Kreuth, wo er auf Einladung des Herzogs Karl Theodor mit dem Prinzen Eitel Friedrich zusammen zur Jagd weilt, gestern abgereist und über München nach Potsdam zurückgekehrt. Am Sonntag, den 11. d. M., wird der Kronprinz in Vertretung des Kaisers der feierlichen Enthüllung des Denkmals Friedrichs des Großen in Rheinsberg beiwohnen. -44 aria es bor mehreren Jahren gehabt, schien ausbrechen ganin weites folches gefährliches nervöses Fieber, wie und teilten ihre Befürchtungen betreffs ihres Zustandes zu ihr gedrungen. Sie waren erſchredt über ihr Aussehen Nur Kitty uwa.off und die Fürstin Glebowskoi waren offen mit. Menn er mit ihm spielte? spielte? eine Knirschende, übelmachende Wut zusammen. nitintte wach zu rufen? Und die einzig flare Vorstellung, liegen mußte, die boshaften Worte des Generals pridelten in Hatte dieser Mensch das Privileg, stets die gemeinsten das furchtbar Demütigende, was in dieser Handlungsweise Ein gallig bitteres Gefühl troch ihm die Rehle herauf Glücklich Gewonnen!" rief er nad), awet weinuten. General." 3 bin wieder ,, Sie sind ohne auf das Spiel im geringsten zu achten. Die eine Wetterwolfe, noch immer neben seinem Bruder stan nin," wandte sich fufiem gereizt an Dmitri, der, finster ( Fortseßung folgt.) im Vorteilemes, der mir Unglüd bringt, Monsieur Murefunft trennt. fchwatten sie, die Ahnungslosen, die nicht hinwegaufrecht erhalten? So schauen konnten über die Grenze, welche Gegenwart von Zujebigen Meinungen der drei jungen Mädchen umwandeln oder den fie mit sich bringen, und vor allem, würden sie die Die Jahre würden vergehen, schnell genug. Was wür Aus dem Gerichtssaal. § Der Prozeß gegen den Prügelpädagogen Dippold in Bayreuth zieht sich länger hin, als man anfänglich erwar tete. Dippold versucht, den durch seine Mißhandlungen gestorbenen Schüler Heinz Koch als einen sittlich ganz verdorbenen Jungen hinzustellen. In einem angeblich freiwillig von dem jungen Koch geschriebenen Selbstbefennt= nis", das Dippold dem Gerichtshof eingereicht hat, heißt es u. a.: Ich habe mehreremal die Kasse meiner Eltern erbrochen und daraus mehrere größere Beträge entwendet. Ich habe Diebstähle in Warenhäusern vollführt. Ich habe menem Vater aus einer Brillantnadel Brillanten ausgebrochen und diese verkauft. Ich habe mit Prostituierten in der Friedrichstraße intim verkehrt, mit Kellnerinnen am Kurfürstendamm u. s. w. intime Verhältnisse unterhalten, bin mit diesen ausgegangen, habe ihnen Geld und goldene Ringe geschenkt. Ich wurde schließlich geschlechtsfrank. Der Vater bestreitet als Zeuge die Wahrheit dieses Bekenntnisses". Wie die Schüler über ihren Lehrer dachten, geht aus folgendem Brief an ihre Mutter hervor.„ Dippold ist ein Schweinekerl, denn er frißt das Fleisch mit den Händen bom Teller herunter, er ist ein Saukerl, denn er hat sich besoffen, er ist ein gemeiner Kerl, denn er hat unſittlichen Verkehr mit vielen Frauenzimmern. Dippold ist ein Schuft, ein Spitzbube, ein Schurke. Dich, Mama, nennt er eine hochmütige Trine, Karl nennt er einen hochnäsigen Kerl, der Vaters Geld verprasse. Heinz Koch, gelesen Jojo ( Joachim) Koch." Die Eltern ließen sich aber durch Dippold schließlich immer wieder beschwichtigen. Nab und fern. Die frühere Kronprinzessin von Sachsen soll, wie ein Brüsseler Blatt wissen will, vom König von Sachsen die Erlaubnis erhalten haben, ihre Kinder zu besuchen. Ueber einen modus vivendi mit dem ehemaligen Gatten sei jedoch noch nichts beſtimmt. Die Nachricht scheint nach allem, was man bisher über die Haltung des Königs gehört hat, recht wenig glaubwürdig. A Mit dem Brautkranz in die Fluten. In der österreichischen Stadt Dur erregt ein sensationeller Selbstmord* versuch das allgemeine Aufsehen. Ein junges Mädchen aus Teplitz stürzte sich aus verratener Liebe zu einem jungen Mann aus Dur in voller Brauttoilette, den Kranz im Haar, in die Fluten des Barbenteiches. Eine ungeheure Menschenmenge versammelte sich in kurzer Zeit und es gelang, die phantastische Selbstmörderin zu retten. Sie wurde ins Hospital gebracht, wo sie bisher troß ihrer flehentlichen Bitte von dem ungetreuen Liebhaber nicht besucht wurde. * Wieder ein„ unlenkbarer" Ballon. Der amerikanische Aeronaut Professor Langley, von dessen neuem„ lenkbaren" Luftschiff die Newyorker Zeitungen soviel Aufhebens machten, hat ein klägliches Fiasko erlitten. Etwa 500 Meter von der Abfahrtsstelle entfernt, wurde der lenkbare Ballon ungeberdig und stürzte in die Fluten des Potomac. Der Professor kam mit einem nassen Bade und dem Schreck davon. Bunte Chronik. Für die schlesischen Ueberschwemmten sind an der Sammelstelle in Breslau bisher 992 000 Mark eingegangen. In Bad Nauheim wurde eine Frau Dr. Stroschein aus Dresden und ihre Nichte, die im Parterrezimmer einer Villa schliefen, von einem Strolch, der ins Fenster stieg, überfallen und mit einem eisernen Stiefeltnecht mißhandelt. Die Nichte ist gefährlich verlegt. Der Tat verdächtig ist eim 25jähriger Koch namens Schutt, der flüchtig ist. Vermischtes. [ Die Erinnerung an einen deutsch- schweizerischen Konflikt] wird durch den soeben zu Mülhausen i. Els. erfolgten Tod des früheren Polizeiinspektors Wohlgemuth wachgerufen. Wohlgemuth sollte 1889 zu dem Zweck, über die Verbindung reichsländischer Sozialdemokraten zu ihren in der Schweiz sich aufhaltenden Parteigenossen und den Schriftenschmuggel Näheres zu erfahren, sich mit dem in Basel wohnenden, aus Bayern stammenden Schneider Luzz in Verbindung gesezt und ihn als agent provocateur benutt haben. Luz lockte im Einverständnis mit seinen Genossen Wohlgemuth über die schweizer Grenze nach Rheinfelden, wo dieser sofort verhaftet, 10 Tage gefangen und nach seiner Aussage wie ein Verbrecher behandelt wurde. Wohlgemuth wurde schließlich aus der Schweiz ausgewiesen, und über seinen Fall kam es zu lebhaften Erörterungen in der beiderseitigen Presse und zu diplomatischer Intervention. Es dauerte lange, ehe sich die hochgehenden Wogen der Erregung auf beiden Seiten legten. [ Ein ungesetzliches Geschäft.] Unsere Stadt, so schreibt der Pariser„ Gaulois", wird einen Zuschlag erteilen, der, wenn man's recht erwägt, das ungesetzlichste Geschäft iſt, das man sich denken kann. Das Gesetz erklärt ausdrücklich, daß man das verkaufen kann, was wirklich vorhanden ist: Die Stadt aber verkauft ein problematisches, ungewisses Objekt, das einstweilen nur eine bloße Hoffnung ist- und sie wird den vollen Preis dafür einziehen. Es handelt sich um den Verkauf bezw. die Verpachtung des Eises, das im Laufe des kommenden Winters auf den Seen des Bois de Boulogne und des Bois de Vincennes erscheinen soll. Auf eigene Gefahr hin wird ein Mann, der michr bietet als seine Konkurrenten, für eine wahrscheinliche Quantität“ Eis eine bestimmte Summe zahlen. Und wenn es kein Eis gibt? Denn die Jahreszeiten sind unbeständig geworden, und das eigenartige Benehmen des verflossenen tönnte den kommenden Winter zur Nacheiferung anregen... Um so schlimmer für den Eispächter, der sich sein geschäftliches Mißgeschick dann selbst zuzuschreiben hat. Aber wenn die Stadt ein einfacher Brivatmann wäre, würde sie wegen Täuschung hinsichtlich der verkauften Ware" gonz einfach ins Gefängnis spazieren.. A[ Der Verbrecherfinder.] Ueber eine interessante abessinische Spezialität berichtet Meneliks Minister, der Schweizer lg, in einem Züricher Blatt, nämlich den„ Verbrecher finder". Wenn in Abessinien ein Diebstahl vorkommt, ein Haus angezündet oder ein Mord verübt wird und man sich an die Polizei wendet, so sucht sie den Verbrecher mit dem Rebascha, das ist ein Knabe von höchstens zwölf Jahren. Man begibt sich mit ihm zum Tatort, läßt ihn einen Hornbecher voll Milch trinken, in den ein grünes Pulver gestreut wurde, und dann einige Züge aus einer Wasserpfeife tun, deren Tabak vorher mit einem schwarzen Pulver versehen worden ist. Dadurch gerät der Anabe in eine Art Verzückung oder Schlaf, steht plöblich auf, rennt fort, geht um die Häuser herum, hinein, läuft die Weae entlona, und die erste Person. die er schlägt oder in deren Hütte er einschläft, ist der Verbrecher. Geht der Knabe über Wasser, so erwacht er aus seinem traumähnlichen Zustand, und das Verfahren muß wiederholt werden. Die Lebascha- Knaben entstammen alle einer bestimmten Familie oder Verwandtschaft, deren Glieder über das ganze Reich verbreitet sind. Dabei sei daran erinnert, daß man vor einigen Jahrhunderten noch auch in Deutschland Diebessucher kannte, die sich dabei der auch für Quellensucher bemußten sogenannten„ Wünschelrute" bedienten. [ Den Unterschied zwischen dem deutschen und amerikanischen Gemüt] charakterisierte treffend und in ebenso ungewohnter- wie unparteiischerweise zu Gunsten der Deutschen ein nordamerikanischer Professor Dr. John P. Gordy in seiner Eröffnungsrede der Schule für Pädagogik an der Newyorker Universität. Gordy, der eine Ferienreise durch Deutschland gemacht hatte, wußte nicht genug deutsche Ordnung und Sauberkeit, wie die deutsche gemütvolle Höflichkeit zu loben. Bei uns Amerikanern, sagte er, ist Gutmütigkeit von einer bestimmten Sorte vorhanden, aber sie ist mit einer gewissen Rauhheit vermischt, die zum großen Teil die Wirfung neutralisiert. Oft, wenn wir das Rechte tun, geschieht es in unrechter Weise, so daß es von der Zufriedenheit des Lebens einen Teil fortnimmt, anstatt sie zu erhöhen und zu vergrößern. So bot mir kürzlich ein vierzehnjähriger Knabe in einem Straßenbahnwagen seinen Siz an, was ich als sehr nett und schön betrachtete, aber gleich darauf kam die Bemerkung: Setzen Sie sich nur, alter Mann!" Ein deutscher Knabe würde mir ebenfalls den Sig angeboten haben dies ist während meiner Ferienreise mehrfach geschehen aber er würde es in einer der Jugend dem Alten gegenüber zukommenden höflichen und rücksichtsvollen Weise getan haben. [ Das Turfkind.] Symptomatisch für die in Ungarn unter den ärmeren Volksklassen bestehende Manie des Wettrennbesuchs ist die trotz Ben Atiba wohl noch nie dagewesene Geburt eines Mägdleins auf dem 30 Kreuzer- Platz der Budapester Rennbahn, während des großen Rennens um den Herbstpreis. Die leichtsinnige Mutter wie das Kind haben allerdings keinen Schaden gelitten, da sofort ärztliche Hilfe bei der Hand war und das Publikum alle mögliche Hilfe leistete. +[ Sein eigenes Grab gegraben.] In Senftenberg hat sich der Totengräber aus Verzweiflung darüber, daß er beim Kartoffelstehlen überrascht und zur Anzeige gebracht wurde, erhängt. Vor seinem Ende schrieb er auf einen Bettel:„ So kommt das Unglück über einen, wenn man als Totengräber zu wenig zu tun hat. Mein Grab habe ich selbst gemacht, Zeit genug hatte ich dazu!" [ Die Anti- Gassenhauer- Liga] ist das neueste auf dem Gebiete der Trusts Hiawatha" ist der Titel eines Gassenhauers, der gegenwärtig in Anterifa zu einer wahren Landplage geworden ist. Man kann auf der Straße von Newyork feinen Schritt tun, ohne diese Melodie zu hören, und wenn man selbst nach Wild- West- Amerika auswandern wollte. würde man dem entsetzlichen Sang nicht entgehen können. Was Wunder, das sich gegen den Gassenhauer eine scharfe Reaktion geltend machte! Es war ja auch nicht mehr zu ertragen. Die jungen Herren in Portsmouth, Virginia, haben bereits eine Anti- Hiawatha- Liga gegründet. Jedes Mitglied der Liga verpflichtet sich durch einen feierlichen Eid, die Melodie nicht mehr zu trällern oder zu pfeifen, mit keinem jungen Mädchen zu verfehren, das die Hiawatha- Melodie auf dem Klavier spielt, jeden Tanzsaal und jedes Theater sofort zu verlassen, wenn die Töne des geächteten Gassenhauers erflingen. Gott verhüte, daß die aus Amerika verbannte „ Hiawatha" den Ozean kreuze, um etwa bei uns eine Zufluchtsstätte zu suchen. + Bei der Ausschreibung von neuen Konzessionen für Apotheker wird schon jetzt auf die bevorstehende Apothekenreform Bedacht genommen. Danach sollen alle Konzessionsempfänger Betriebsabgaben zahlen, deren Ertrag zu Ablösungen verwendet werden wird. Ein gefährlicher Theaterdirektor. In Cincinnati hat der Theaterdirektor Josef Monger in einem Anfalle von wahnsinniger Mordlust die Mitglieder seiner Truppe mit einem Revolver angegriffen und dreien von ihnen leichte Schußwunden beigebracht. Nach einer Vorstellung im Robinson Opera House hatte Monger die Mitglieder seiner Truppe zu sich gerufen, um, wie er sagte, mit ihnen wegen ihrer fälligen Gagen zu sprechen. Kaum hatten sich die Damen und Herren der Truppe erwartungsvoll zusammengefunden, als der Direktor in ein Nebenzimmer trat und mit zwei Revolvern zurückkam. Dann feuerte er Schuß auf Schuß auf die Umstehenden ab, bis er überwältigt und entwaffnet wurde. Der Schauspieler Bert Haverly, seine Frau und der Komiker Longfellow trugen Schußwunden davon, die jedoch nicht gefährlich sind. Monger soll schon seit längerer Zeit ein seltsames Benehmen gezeigt haben. Er wurde in eine Irrenanstalt gebracht. [ Die größte Schule] in den Vereinigten Staaten und vielleicht auch in der ganzen Welt ist in Newyork eröffnet worden. Sie bedeckt einen Acre( 40 Ar) Flächenraum. Das große Ziegelsteingebäude enthält 87 Klassenzimmer und Sitzpläße für 5000 Kinder. Es sind zwei Spielplätze vorhanden, einer auf dem Dache für die Knaben und ein überdachter Hof für die Mädchen. Es sind ferner Räume da für den Turnund Handfertigkeitsunterricht, eine große Küche für Unterweisung im Kochen, 35 Bäder und Räume, in denen bei Regenwetter die nasser Oberkleider der Kinder getrocknet werden. Die Schule ist in allen Beziehungen ganz modern cingerichtet und weist u. a. auch 12 Sprechzimmer für Lehrer auf. Das Neuefte aus den Witzblättern. Wie der Diener, so der Herr! Gast:„ Hören Sie mal, Herr Wirt, ich finde da einen Zigarrenstummel in der Suppe, rufe den Kellner und erzähle ihm das, und was tut der Mensch: bietet mir Feuer an!"- Wirt:„ Na, da fönnen Sie ja sehen, was für eine aufmerksame Bedienung Sie bei mir haben!" Aus der Schule. Lehrer:„ Was ist eine Wohltat?" Schüler:„ Vater sagt:' ne Maß Bier, wenn mer Durst hat." Grob. A. Ich wünschte, ich hätte eine Menge Geld." B.: Ich meine, wenn sich jemand etwas wünscht, dann sollte er sich in erster Reihe Verstand wünschen." A.: ,, Nun, jeder wünscht sich das, was ihm fehlt!" Auf dem Lande. Dame( die beim Zubettgehen mehrere Hühner in ihrer Schlafstube aufscheucht): Sagen Sie, Huberbäuerin, so hatte ich mir das aber eigentlich nicht gedacht, als ich Ihnen sagte, ich wollte jeden Abend mit den Hühnern ins Bett gehen!" ( Lachendes Jahrh.) Sihung der Stadtverordneten. W. Gießen, den 9. Oktober 1903. Oberbürgermeister Mecum eröffnete gestern nachmittag um 4 Uhr die Sitzung indem er mitteilt, daß bei der Bürgermeisterei ein Schreiben eingegangen sei, worin sich Polizeiwachtmeister Kaspar, Schußmann Pfeffer und Schußmann Goebel bet der städt. Verwaltung be: anken für die - nb erlebigt. ung, daß in tom halten ist, daß d gang eintreten m Bersammlung zu < Die Ge ihnen gewährten Gratififationen aus Anlaß ihrer 25jährigen Bnberat einen Tätigkeit bei der Schußmannschaft. Der Rechnungsab: an fchuldig schluß des Realgymnasiums und der Realschule pro 1902/03 aus fichtlich in a weist einen städt. Zuschuß von Mt. 40 802,78 gegen Mt. nehmen; zumal 39 090,50, im Voranschlag vorgesehen, auf. sammlung genehmigt die Rechnung wie sie vorliegt. Der - * Vers * Die Verung di ser Ang Rechnungsabschluß des Gas- und Wasserwerks für 1902/03 egen nach schließt mit einem höheren Betriebsüberschuß von ca. 20000 Mf. ab als im Voranschlag angenommen worden war, und Don Frankfurt * * Perf zwar sind beim Gas erübrigt Mt. 70 075,30( Voranschlag däreftions6 Mt. 16 500). Die Stadtverordneten genehmigen die vordes Eletrizitätswerkes wird von der Beratung ausgefeßt. bar Boftaffiftent Etatsmäßig liegenden Rechnungsabschlüsse.- Der Rechnungsabschluß urb der Poftaffi Um die Uebelstände, welche die Abwässer des Siechenhauses Lauterbach.- zeitigen zu beseitigen bis dieselben durch die Kanalisation in Derpoftaffiftent Fortfall kommen, wird vorgeschlagen, diese Abwässer mittels gehilfin ift Herr - - - Rohrkanal nach den Wiesen zu leiten. Von der Versammlung wird hierzu die Bewilligung von Mt. 300 verlangt. Stadt. Schaffstaedt ist der Ansicht, man solle diesen Betrag sparen. Viel nötiger set, daß man im Innern der Stadt gegen die stinkende Bach energisch vorgehe. Der Oberbürgermeister hofft, daß die Bach im nächsten Jahre verschwinden wird, durch den bis dahin fertig gestellten Teil der Kanalisation. Dem schließt sich Stadv. Schmall an. Die geforderten 300 Mt. werden darauf bewilligt. Brauereibefizer Gg. Bichler beabsichtigt von der Textor- Brauerei unter Benutzung städt. Feldwege eine Wasserleitung nach dem Hardthof herzustellen. Die Versammlung hat gegen eine Benutzung der Feldwege zu diesem Zwecke nichts einzuwenden wenn Bichler dafür eine Anerkennungsgebühr von 3 Mr. pro Jahr an die Stadt zahlt. Die Versammlung bewilligte 3000 Mt. zur Her stellung eines erhöhten Bürgersteiges mit Bailschen Klinkern an der Rodheimerstraße vor den Kröckelschen Häusern ( Südseite). Eine Dispens von der Bestimmung, daß außerhalb des Stadt- Bebauungsplanes feine Gebäude er richtet werden dürfen, wird für das Gailsche Tonwerk befürwortet, welches ein Gebäude zur Aufstellung eines Steinbrechers errichten will. Der Oberbürgermeister unterbreitet der Versammlung einen Vertrags- Entwurf zwischen der Stadt Gießen und der Gemeinde Queckborn vereinbart, wonach die Erstere die Wasserversorgung für Quedbornerwettert und zwar mit einem Rostenaufwand von Mt. 1200. Die Stadtverordneten genehmigten den Vertrag und be willigten die vorgelegte Summe. Um der Klage, daß an nebeligen und trüben Tagen die Straßenbeleuchtung zu spät beginnt, zu begegnen, genehmigte die Versammlung, daß die Laternen, wenn es erforderlich wird, 10 Minuten früher als sonst angesteckt werden. Mit einem Anschluß des Cafe Ebel an das städtische Kabel, wodurch 240 Mt. Kosten zu Lasten der Stadt entstehen, ist die Versammlung einverstanden, nachdem Pächter und Besizer des Lokals einen entsprechenden Stromverbrauch pro Jahr garantiert haben. Die Versammlung genehmigte die Abänderung des§ 5 der Bedingungen für die Akgabe elektrischer Energie. Die Aenderung bezweckt, zu verhindern, daß Jemand, der nur aanz minimalen Verbrauch an Elektrizität hat, z. B. für Ventilation nicht auch noch zum billigen Strompreis Kraft bezieht um sein Lokal damit zu beleuchten.( Nach dem früheren Wortlaut des§ 5 war dies möglich.) Die Versammlung hat sich s. St. mit der Polizeiverordnung beschäftigt, welche erlassen ist, um einer Tierquälerei vorzubeugen, welche darin besteht, daß Handelsleute Milchsteh mit überspanntem Euter auf den Markt auftreiben. Die Stadtverordneten haben die Verordnung dahin abgeändert gewünscht, daß dieserhalb nicht ein Schußmann, sondern nur allein der Tierarzt Anzeige wegen Bestrafung erheben darf. Kreisamt und Polizeiomt lehnen es ab, dem Wunsche der Stadtverordneten zu willfahren und verweisen darauf, daß die Anzeigen der Schußmannschaft in jedem einzelnen Fall erfolgt seien unter Zuziehung eines Tierarztes als Beugen und Sachverständigen. Das Polizeiamt verweist darauf, daß bei den erfolgten 57 Anzeigen in feinem Fall gegen die ergangenen Strafbefehle Widerspruch erfolgt, sei gewiß ein Beweis, daß die Anzeigen am Blaze waren. Weiter bemerkte noch das Polizeiamt, daß die Polizeiverordnung recht coulant zu loyal gehandhabt werde es lediglich darauf ankomme, der Tierquälerei entgegen zu treten. Die Aeußerung des Vorstandes des landwirtschaftlichen Vereins in dieser Frage, welche zur Vorlesung kommt, geht dahin, daß das Ausmelten der Kühe, bevor die Tiere auf den Markt kommen, schon zu verlangen sei, damit die Handelsleute den Bauer nicht betrügen fönnen, ganz abgesehen davon, daß es eine Tierquälerei sei, die Tiere mit vollem Euter auf den Markt zu bringen. Es entwickelt sich über diesen Punkt eine sehr lange Debatte, an welcher sich die Stadtv. Heichelheim, Loeber, Helfrich, Kirch und Hanau beteiligen. Letzterer führt on: 57 Anzeigen in einem Vierteljahr bedeuten im Jahr 228 Anzeigen, und er müsse sagen, wenn man so weiter verfahre, dann würden wohl in 5 Jahren nur wenige Handelsleute noch nach Gießen zu Markte kommen, sie würden die Märkte in Hanau, Fulda und in dem nahen Kirchhain aufsuchen, wo sie ihren Handel unter leichteren Bedingungen treiben fönnen als bei uns. Nach dieser Debatte constatiert der Oberbürgermeister, daß die Versammlung in der Frage auf ihrem früheren Beschluß beharrt.- Der Droschfentarif für den Schliefplatz am Mittelweg wird dahin festgesetzt, daß der gleiche Platz für die Fahrten dahin gelten soll, wie der nach Philosophenwald oder Neue Kaserne. Die Wirtschaftsgesuche von Carl Gissert für Bleichstraße 31 und Albert Wild für Wallthorstraße 46 werden, da es sich um Uebergänge handelt, - * Fly un geben geftern Geßen eine dam Gebiete d Epiritismus er Besonders vor als gefeffeltes trengter Kont führt und verb und sicheres Ge eine Erklärung nisse der amer in Erstaunen g * Schn Raum hat sich siebenen ehre neuer Todesfo morgen fand die Leiche des wann. Den a sehr tüch gefühl und Braben. 5. Mueckborn ein fahrwert sein im einen Gr Der Bursche bourde am Mi nommen. Da Sand, denn u Wbende Mann ** Die fonferren doen 21. Ofto * * Die figen Boli und Klaffe gl Hefer Schulen und die Zahl Beit von 43 5 Boltsschulen Jahre 1877 Bof poatete nach i einigten St Movember zu händigung d Lou trop der ungü gemäß ftatt, legt werden. im Laufe die madmittag 4 gegen 7 Uhr Ansprache, berein Lolla mal fiegreid bergpreis er her nachzula Fften in Lo Turnwart Turn in ons hoch zu halte bungen f 09 und So nach la in ein 01 eten. tober 1903, Stern nachmi t, daß be fei, worin ffer und e be anten für ihrer 25jähr r Rechnung ule pro 1902 auf. Die B borliegt.- D bejahend erlebigt. Der Oberbürgermeister macht Mitteilung, daß in kommender Woche wieder eine Sigung abzuSalten ist, daß dann aber wieder der gewöhnliche Geschäftsgang eintreten wird, wonach höchstens alle 2 Wochen die Bersammlung zu Sigungen einberufen wird. Lokales. Gießen, 9. Oftober 1903. < Die hessische Regierung brachte gestern im Bundesrat einen Gesezentwurf betr. die Entschädigung unschuldig Verhafteter. Der Bundesrat wird voraussichtlich in allernächster Zeit Stellung zu dem Antrag | Arbeit niederzulegen. Der Turnverein wird mit ihm einen tüchtigen und bewährten Turnwart verlieren. Hoffentlich besinnt er sich noch einmal. Sodann wurde die Preisverteilung vorgenommen. Gegen 9 Uhr abends wurde unter Leitung des II. Turnwarts Fr. Geißler ein Schnitterreigen mit großem Beifall aufgeführt. Es erhielt in der Oberstufe den 1. Prets gemeinschaftlich H. Hofmann und C. Schornbaum mit je 65 Punkten, den 1. Preis in der Unterstufe erhielt H. Schmulbach, und den 2. Preis H. Rohrbach. Wer sich für die übrigen Preise interessiert, verweisen wir auf die nächste Nummer der Turnzeitung für den Gau Hessen". Mücke, 8. Oft. Heute morgen jagte sich im Bett 02,78 gegen nehmen; zumal der Reichstag wiederholt dringend die Regel- liegend der erst 19 Jahre alte Bureau- Gehilfe Daubert ung di ser Angelegenheit verlangt hat. * aus Brauerschwend eine Kugel in den Kopf. Nachmittags Versetzt wurden der Eisenbahnsekretär Deibel in verstarb er. D. war früher in Gießen beschäftigt und ist rts für 1902 Gießen nach Frankfurt a. M. und Bureauaſſiſtent Neukirchen seit einiger Zeit in Müde tätig. Das Motiv der Tat scheint in Liebesverhältnissen zu liegen. 8 bon ca. 2000 von Frankfurt a. M. nach Gießen. worden war, u ng ausgefeßt. on der Bersam Rt. 300 verlang man solle die n im Innern& * * Personalveränderungen im Oberpost- 30( Boranschl direttions bezirk Darmstadt. Versetzt wurde u. a. migen die beber Bostaffiftent Heumüller von Friedberg nach Darmstadt echnungsabschl und der Postassistent Keßler von Nieder- Olm nach Friedberg. Etatsmäßig angestellt ist der Postassistent Knebel in es Siechenhaus Lauterbach. e Kanalisation Oberpostassistent Betrt in Grünberg. Die Bostsekretärprüfung hat bestanden der Als Telegraphen Abwäffer mitte gehilfin ist Hermine Rörig in Gießen angenommen. gaben gestern Abend im Neuen Saalbau( Steing Garten) teßen eine„ occultistische Soirée". Die Darst Qungen auf bem Gebiete" des Gedankenlesens, der Materialisation, des vorgehe. Spiritismus erregten das höchste Interesse der Anwesenden. Bach im nächste Besonders vorzüglich waren die Leistungen von Frau Slade dahin fertig als gefeffeltes Medium. Alle Darstellungen wurden unter ließt sich Stab Hrengfter Kontrolle von Herren aus dem Publifum ausgef. werden dara führt und verblüfften allgemein durch überraschende Präzision beabsichtigt be und sicheres Gelingen. Man zerbrach sich die Köpfe, um ot. Feldwege ein eine Erklärung zu finden für all die überraschenden Geheimtellen. Die Ve nisse der amerikanisch- spiritistischen Sizung", man wurde eldwege zu diese in Erstaunen gesezt durch die unsichtbare klingende Glock. ler dafür ein * Schnell tritt der Tod den Menschen an. hr an die Sta Raum hat sich das Grab des so schnell aus dem Leben ge= 00 Mt. zur Herschiedenen ehrenwerten Rentner Bick geschlossen, da ist ein Sailschen Klinken neuer Todesfall in Grünberg zu beklagen. Donnerstag delschen Häufer morgen fand man im Merlauer Teich, Gemartung Lehnheim, Bestimmung, de bie Leiche des Metzger und Wirt( Rum Rappen) Gg. Hoffeine Gebäude mann. Den erst im 34. Lebensjahr stehenden, allgemein sche Tonwert be als sehr tüchtig bekannten Mann dürfte gekränktes Ehrlung eines Stein gefühl und leichte Erregbarkeit in den Tod getrieben baben. germeister unter H. hatte im Frühjahr d. I. auf der Straße nach Entwurf zwish Queckborn einen Meggerlehrling, der ihn mit einem Hundeedborn vereinbart fuhrwert sein Gespann mit Kühen scheu gemacht, sodaß diese in einen Graben gingen, mit der Peitsche durchgebleut. für Quedborn er Der Bursche stellte Strafantrag beim Schöffengericht und H. wurde am Mittwoch morgen in eine Strafe von 20 Mt. genommen. Daß H. nicht geistig normal war, liegt auf der Sand, denn um 20 Mt. brauchte der in guten Verhältnissen * Fly und Slade, die Geheimnißvollen, 6 von Mt. 1200. Bertrag und be r Klage, daß a euchtung zu hit mmlung, daß die Minuten früher em Anschluß des 240 Mt. Roften Bersammlung ein be8 Lokals einen garantiert haben. inderung des§5 er Energie. Di Jemand, der nu that, z. B. für Strompreis Araf en.( Nach de öglich.) - Di eiverordnung b erquälerei vor laleute Milchrie auftreiben. Di dahin abgeänder gmann, fonden eftrafung erheb ab, dem Wuns erweisen darauf jebem einzeln izeiamt berw igen in feinem Tierarztes le Widersprud e Anzeigen am izeiamt, daß bi Jandhabt werde ei entgegen s landwirtschaft orlefung tommi bebor die Tiere fei, damit die en, ganz abge die Tiere mit - Es entwidel tte, an welcher rich, Airch und 7 Anzeigen in zeigen, und er bann würden och nach Bießen Hanau, Fulda te thren Handel als bei uns. germeifter, baß heren Beschluß Schliefplag am eiche Blaz für hilofophenwald je bon Carl t Wild für gänge handelt, * lebende Mann den Tod nicht zu suchen. ** Die Jahresversammlung der Hess. Mission8fonferrenz für äußere Mission soll am Mittwoch, den 21. Oftober, in Friedberg abgehalten werden. ** Die Zusammenstellung der Frequenz der ein klasigen Volksschulen in Hessen, bei denen Schule und Klasse gleichbedeutend sind, hat ergeben, daß die Zahl dieser Schulen seit dem Jahre 1877 von 632 auf 481 und die Zahl der sie besuchenden Schüler in der gleichen Beit von 43 547 auf 26 341 zurückgegangen ist. Einklassige Volksschulen mit 101 und mehr Schulkindern gab es im Jahre 1877 in Hessen noch 107, heute giebt es deren nur 7. [:] Postnotiz. Es empfiehlt sich, die Weihnachtspakete nach überseeischen Ländern namentlich nach den Vereinigten Staaten von Amerika, möglichst schon Anfang November zur Post zu liefern, damit die rechtzeitige Aushändigung dieser Sendungen an die Empfänger gesichert ist. - Lollar. Das Abturnen unseres Turnvereins fand trotz der ungünstigen Witterung am letzten Sonntag programmgemäß statt, nur die photographische Aufnahme mußte verlegt werden. Das Wetturnen am Vormittag zeigte, daß im Laufe dieses Jahres fleißig geturnt worden ist. Von nachmittag 4 Uhr ab fand Konzert und Tanz statt. Abends gegen 7 Uhr hielt der I. Vorsitzende des Turnvereins eine Ansprache, worin er ganz besonders betonte, daß der Turnverein Lollar dieses Jahr bei auswärtigen Wettkämpfen jedesmal siegreich zurückgekehrt sei und zum erstenmal einen Feldbergpreis errungen hatte. Er schloß mit den Worten: Nicht cher nachzulassen bis die ersten Preise von auswärtigen Festen in Lollar einziehen. Redner übergab hierauf dem I. Turnwart G. Rohrbach das Wort. Derselbe legte den Turn rn ons Herz, fleißig zu üben und die edle Turnerei hoch zu halten. Sodann machte er noch bekannt, daß er zwungen sei, sein Amt als Turnwart wegen überhäufter und Sohn - ** Hungen. Heute, am Freitag, findet in Sachen der Feldbereinigung die erste Sigung statt. Die Erweiterung des hiesigen Bahnhofes wird, nachdem der Geländeerwerb seitens des Eisenbahnfiskus ziemlich geregelt ist, nicht mehr lange auf sich warten lassen. Die feit Montag eingeführte Beleuchtung des Bahnhof- Perrons m't SpiritusGlühlicht hat allseitig große Freude erzeugt. Die durchtommenden Fremden erhalten gleich einen ganz anderen Eindruck von unserem Landstädtchen. Auch auf Station Nidda hat man vom gleichen Tage an dieselbe Beleuchtung. ** Hungen, 9. Okt. Die hiesige Feuerwehr( Freiwillige und Pflichtfeuerwehr) wurde gestern Nachmittag vom Kreisfeuerwehrinspektor Loos inspiziert. Während früher die Probe gut verlief, mußte der Inspizierende großen Tadel aussprechen. Viele Mannschaften waren überhaupt nicht erschienen, dann sind auch manche Geräte gar nicht in Ord. nung gewesen. Strafen und mehre Uebungen sollen die Folge sein. 1. Utphe. Gestern, am Donnerstag, ist unser neuer Lehrer eingezogen. Hoffen wir, daß es ihm und seiner Gemahlin sehr aut hier gefällt. m. Trais- Horloff. Auf den Feldern in der Nähe der Grube stellen sich in letzter 8- it vielfach Erdsenkungen ein; so z. B. ist zwischen unserem und dem Nachbarort Utphe eine cica quadratische Fläche von 4X4 Om wie abge= schnitten mannshoch eingebrochen. Die Verwaltung ließ natürlich sofort das Stück Land absperren. Der Betrieb auf der Grube ist in vollem Umpfang, täglich gehen ganze Waggons Briketts mit der Bahn weg. + Gelnhausen, 6 Dft. Das Gelände zwischen Langense bold und Gelnhausen steht sit vergangener Naht infolge eines wolfenbruchartigen Regens unter Wasser, aus dem nur vereinzelt die Kronen der Bäume hervorragen. † Griedel. 7. Oft Herr Johann& Kimmes, der am Montag in hiesiger Sandkaute verunglückte, ist in der Gießener Alinit seinen Verlegungen erlegen. (:) Upland. In diesen Tagen wird mit den Absteck › ungsarbeiten für die Sekundärbahn Winterberg- Frankenberg ab Winterberg begonnen. ** * Höchst a. M., 8. Oktober. Beim Spielen am Ufer der Nidda fielen gestern 3 Kinder in den Fluß. Ein Knabe und ein Mädchen konnten gerettet werden, während der 3jährige Knabe Joseph Günther, Sohn eines Fabrikarbeiters, ertrank. ** Darmstadt, 8. Oktober. Das großherzogliche Hoflager siedelt nächsten Montag nach Schloß Wolfsgarten über. ** Wiesbaden, 8. Oktober. Hier wurde der Schutzmann Koch auf eine anonyme Anzeige in UnterTochter vergangen haben. suchungshaft genommen. Er soll sich an seiner eignen Eingesandt. Aus der unteren Bahnhofstraße richtet man an uns die B te, einmal öffentlich anzufragen ob es denn notwendig ist, daß die Lokomobile, welche nun schon wochenlang vor dem Engang der Kaplansgasse aufgestellt ist, noch immer nicht wo anders Verwendung findet. Nicht allein der ohrenbetäubende Lärm dieser Maschine, nein auch der von ihr ausgestoßene Rauch und Ruß macht das Wohnen in dem Bezirk geradezu zur Bein. Es wird von den Anwohnern recht bald eine Aenderung gewünscht. Das Abturnen des Turnvereins Lollar am verg. die Beteiligung seitens der Einwohner eine regere sein können; Sonntag verlief bis zum Schlusse aufs Beste; nur hätte von Nichtmitgliedern war überhaupt nichts zu sehen. Wird aber sonst ein Fest in unserem Lollar gefeiert, dann ist immer der Turnverein stark vertreten; muß man sich dann nicht auch sagen, wenn der Turnverein in Fest hat, dann sei auch ihm die allgemeine Unterstüßung zugedacht, Todes- Anzeige. Gott dem Allmächtigen hat es gefallen, unseren lieben Gatten, Vater Hermann Koch nach langem, schweren Leiden heute Vormittag in der neuen Klinik zu Giessen in ein besseres Jenseits abzurufen. Ober- Widdersheim, 8. Oktober 1903. Im Namen der trauernden Hinterbliebenen Jakob H. Pfeffer. Cavalier Crême ist das beste Putzmittel für feineres schwarzes Lederwerk! Färbt nloht ab! Lässt keine Nässe durch und macht das alltägliche Putzen der Sohuhe unnötig! In Dosen à 10 und 20 Pfennig überall vorrätig! die am besten sich betätigen läßt, indem man zu seinen Festen erscheint. In Zukunft wird der Turnverein in dieser Hinsicht auch vorsichtiger fein. Kirchliche Nachrichten für Gießen. Evangelische Gemeinde. 18. Sonntag nach Trinitatis, Sonntag, den 11. Ditober. Erntedantfest. Kollekte für die Armen. Gottesdienst. In der Stadtkirche. Vormittags 9.30 Uhr: Pfarrer Schlosser. Im Anschluß ar den Gottesdienst findet die feierliche Eröffnung des Konfirmandenunterrichts der Matthäusgemeinde statt, wozu besonders die Eltern und Angehörigen der Konfirmanden eingeladen werden. Vormittags 114 Uhr: Kinderkirche für die Matthäusgemeinde. Pfarrer Schlosser. Die Vorbereitung zur Kinderkirche findet Samstag, den 10. Oftober, Nachmittags 3 Uhr, im oberen Konfirmandensaal statt. Nachmittags 5 Uhr: Pfarrassistent Gaul. Die Vereinigung der konfirmierten Mädchen der Matthäusgemeinde versammelt sich Montag, den 12. Oftober, abends 8 Uhr, die der konfirmierten männlichen Jugend Sonntag, den 18. Dftober, abends 8 Uhr, im oberen Konfirmandensaal. Die Mitglieder werden dazu herzlich eingeladen. Pfarrer Schlosser. In der Johannestirche. Vormittags 9.30 Uhr: Pfarrer Dr. Naumann. Im Anschluß an den Gottesdienst Aufnahme der Konfirmanden aus der Johannesgemeinde. Die Eltern und Angehörigen der Konfirmanden werden hierzu besonders eingeladen. Nachmittage 2 Uhr: Kindergottesdienst für die Johannesgemeinde. Pfarrer Dr. Naumann. Abends 5 Uhr: Pfarrer Euler. Im Anschluß an den Gottesdienst Aufnahme der Nonfirmanden aus der Lukasgemeinde und Militärgemeinde. Die Eltern und Angehörige der Konfirmanden werden hierzu besonders eingeladen. Die 4 Chor bilder der Johanneskirche sind vollendet, tas Gerüst ist aus der Kirche entfernt, die Hülle vor den Bildern gefallen. Am nächsten Sonntag, Erntedankfest wird der Gemeinde im Gottesdienst das ganze neu hergerichtete Chor nebst den Bildern zum ersten Mal underhüüt vor die Augen treten. Nach der an den Vormittagsund Nachmittags- Gottesdienst unmittelbar sich anschließenden feierlichen Aufnahme der Konfirmanden wird den Kirchenbesuchern Gelegenheit geboten sein, auch in der Nähe, durch Herantreten an den Altar, die schönen biblischen Bilder zu betrachten. Sonntag, abends 8 Uhr, Versammlung und Bibelbesprechung im Konfirmandensaal der Johanneskirche. Methodistengemeinde, Asterweg 16. Sonntag, 11 Oktober, abends 8 Uhr: Predigt. Mittwoch, den 14. Oktober, abends 812 Uhr: Bibelstunde. Gottesdienst der israelitischen Religionsgesellschaft. In der Synagoge, Südanlage. Sabathfeier am 10. Oftober 1903. Freitag abend 5 15 Uhr. Samstag vormittag 8 Uhr. Nachmittags 4 Uhr. Sabathausgang 6.30 Uhr. Wochen gottesdienst: Morg. 6.30 Uhr, Ab.5.00 Uhr Briefkasten. Turner, Lollar. Die Einladung mit Dank erhalten; fonnte aber schon vorher zugesagten anderen Verpflichtungen wegen nicht kommen. Dem Ganzen wünschte ich aber besten Verlauf und war im Geiste unter Ihnen. Gruß K. Berantwortlich: für den politischen und Inseratenteil Albin lein: Mr bas Botale, ben„ Gerichts-" und„ Deffentlichen Sprechsaal": Fr. Oppermann Drud unb Berlag der Gießener Berlagsbruderei( vorm. Wilh. Keller), Gießen. Kathreiners Malzkaffee Kathrein Malzk Theater- Verein Gießen. 1. Vorstellung: Montag, den 12. Oktober. Gastspiel von Agnes Sorma als Rautendelein in„ Die versunkene Glode." Anfang 8 Uhr pünktlim. Ende gegen 11 Uhr. Billets zu den Preisen von Mt. 6- 5.- 3.50 2.- im Vorverkauf bei Herrn Challier und Abends an der Kasse. Unsere Mitglieder werden ersucht ihre Abonnementsfarten baldigft, spätestens bis Samstag, bei Herrn Challier abzuholen. Zusendung der Karten findet nicht statt. Ueber Hoher Nebenverdienst Karten, die bis Samstag noch nicht abgebolt sind, wird Fabrik: Union Augsburg. d. Vertrieb leicht verf. Artifel. wegen der sehr starken Nachfrage nach Plähen ev. anderweit J. Müller, Jlversgehofen- Erfurt. verfügt werden. * Empfehlung unserer Putzabteilung. Unsere grofsangelegte Putzabteilung erfreut sich eines stetig fortschreitenden Zuspruchs, der eine unstreitige Folge der prachtvollen, wie grossen und vielseitigen Auswahl it. Ungarnierte Damen- Hüte. Straussfedern und Fantasien. Einfach garnierte Damen- Hüte. Reizende Neuheiten in Laub- Bouquets. P XTURINTHEASHAY HOM Heusserst geschmackvoll und elegant garnierte Damen- Hüte. Sammete. Bänder. Seidenstoffe. Fermer bringen wir unsere Abteilungen in Kurz-, Weiss- und Wollwaren, Wäsche, Kravatten etc. GIESSEN in Erinnerung. Agraffen. Richard Loewenthal& CG Verein Bahnhofstrasse 1 Hundesport f. Gießen u. Umgegend. Schirme Das 1. öffentliche werden schnell und gut reparirt u. nerbezogen. 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Ueber auch da, innerhalb der ärztlich gesteckten Dft ein viel weiterer Spielraum liegt, als gewöhnnießen mag er Speisen zu reden, würde hier zu weit Ain mit unglaub Nr. 237 Freitag, den 9. Ottober che Famili 1903.