Nr. 211. Abonnementeprets: in Gießen, abgeholt monatlich 50 Pfg., in's Haus gebracht 60 Pfg, durch die Post bezogen viertel fährlich Mr. 1.50. Gratisbeilagen: Oberheffische Familienzeitung( täglich) Oberbeffische Beitschrift für Landwirtschaft, Obst- und Bartenbau, sowie bie Gießener Seifenblasen( wöchentlich). Das Blatt erscheint an allen Werktagen nachmitags. Mittwoch, den 9. September 1903. Gießener 12. Jahrgang. Jusertionsprei 8: Die einspaltige Petitzeile für Gießen wie ganz berhessen, die Kreise Weylar und Marburg 10 Pfg. forft 15 Vfg.: Reklamen die Petitzelle 30 resp. 40 Pfg. Boftzeitungslifte No. 3269. Rebattion und Erbedition: Gießen Neuenweg 28. Fernsprechanschluk Nr, 362. Neueste Nachrichten ( Stekener Tageblatt) Anabhängige Tageszeitung ( Gießener Zeifung) für Oberheffen und die Kreise Marburg und Wetzlar; Lokalanzeiger für Gießen und Umgebung. Esthält alle amtlichen Bekanntmachungen der Großh. Bürgermeisterei Gießen und anderer Behörden von Oberhessen. Betr.: Die Anwesenheit Sr. Kgl. Hoheit in hiesiger Stadt. Bekanntmachung. Seine Kgl. Hoheit der Großherzog werden gelegent. lich Seiner am 10. d. Mts. Statthabenden Anwesenheit boraussichtlich folgende Straßen zu den angegebenen Zeiten passieren: Mittags gegen 12 Uhr: Bahnhofstraße, Alicestraße, Ludwigstraße, Grünbergerstraße bis zur Ausstellung; d. Ludwigsplat; e. Plaz zwischen Neuer Raserne und Schüßenhaus. Bei der Aufstellang haben sich die später aufführenden Droschten, je nach der Zeit ihres Eintreffens, auf dem Blaz hinter der zuerst am Plaz befindlichen anzureihen. 7. Buwiderhandlungen gegen diese Bestimmungen oder den nachstehenden Tarif ziehen den Verlust des Rechtes zur Ausübung des Gewerbebetriebes nach sich. 8. Für die Benugung von Lohnfuhrwerken gilt der nachſtehende Drosten- Tarif demnächst: Die Grünbergerstraße, Moltkestraße, für die Dauer der landwirtschaftlichen Ausstellung Ostanlage, Marburgerstr. bis zur Steinstraße; Nachmittags gegen 41/2 Uhr: Die Marburger. straße, Oftanlage, Südanlage, Frankfurterstraße, Liebigstraße und Bahnhofstraße. Von einer Sperre der vorgenannten Straßen wird abstand genommen. Das Publikum wird jedoch ersucht, das Aufsichtspersonal zu unterstüßen, daß die jeweilige Fahrt Seiner Kgl. Hoheit des Großherzogs ungestört bon statten gehen kann. Gießen, den 9. September 1903. Großh. Polizeiamt Gießen. Hechler. Bekanntmachung. Auf Grund des§ 105e der Gewerbeordnung hat Großherzogliches Kreisamt Gießen, anläßlich der in der Beit vom 10 bis 13. September I. Js. dahier stattfindenden landwirtschaftlichen Ausstellung, für: Sonntag, den 13. September 1903 die Verkaufszeit für das Handelsgewerbe auf die Stunden. bon 11 Uhr Vormittags bis 7 Uhr Nachmittags ausgedehnt. Gießen, den 5. September 1903. Großh. Polizeiamt Gießen. Hechler. Bekanntmachung. Ich bringe hiermit zur öffentlichen Kenntnis, daß in Abänderung meiner Bekanntmachung vom 24. v. Mts. der nächste Viehmarkt nicht am 14. und 15. Septbr.. sondern am 29. und 30. September und zwar auf dem Viehmarktplatz an der Rodheimerstraße stattfindet. Gießen, den 5. September 1903. Der Oberbürgermeister Mecum. Bekanntmachung. Auf Grund der§§ 37 und 76 der Gewerbeordnung sowie des Art. 56 der Städteordnung wird in Uebereinstimmung mit Großh. Bürgermeist rei ießen für die Dauer der in Gießen vom 10 68 14. September 1903 stattfindenden landwirtschaftlichen Ausstellung 6 züglich des Droschtenfuhrwesens das Nachstehende bestimmt: 1. Die Aufst lung von Droschten und deren Verwendung während der landwirtschaftlichen Ausstellung ist nur denjenigen Personen gestattet, die ihr Vorhaben bei dem Großh. Polizeiamt Gießen angemeldet haben. 2 Kutscher darf nur sein, wer mindestens 18 Jahre alt, des Fahrens fundig und gut beleumunder ist; er muß Sauber und anständig g fleidet, sin Gefährt rein sein. Ec hat dem Fahrgast g genüber ein höfliches und anständiges Benehmen zu beobachten. 3. Die Droschten müssen mit 2 gesunden fräftigen Pferden bespannt, solid gebaut, mindestens viersißig, gepolstert, von innen zu öffnen und mit Laternen versehen sein. 4. In jeder Droschte ist der von Großh. Polizeiamte Gießen sp ziell für die Tage der landwirtschaftlichen Ausstellung festgesette Tarif anzubringen Der Tarif muß den Stempi des Großh. Polizeiamts Gießen sowie den von dieser Behörde beigs Bten Namen des Kutschers enthalten. 5. Die Droschten hab n stes in furzem Trab und rechts zu fahren, Beitsch nfnallen ist verboten. Das Mitnehmen dritter Personen ist nur mit 3 Stimmung der Fahrenden gestattet. Die Bezahlung geschicht an den Kutscher gemäß Tarif vor der Fahrt. 6. Als Aufst lungspläß von Droschten werden bestimmt: a. Hauptbahnhof; b. Südanlage an der Lesehalle-; c. Schulstraße; vom 10. bis 14. September 1903. I. Stredenfahrten: Für eine Fahrt vom Bahnhof nach dem Au§stellungsplaße und umgekehrt. Mt. 1.50 Pfg. 1-2 Personen 3 Personen 4 jede weitere Person 30 Pfg. mehr. 2." " 2.50 H Н Für eine Fahrt vom Bahnhofe nach irgend einem Punkte der Stadt Mt. 0.80 Pfg. 1 Person 2 Personen 3 " 4 jede weitere 20 Pfg. 1.20 " 21 1.80 " " 2." " Für eine Fahrt vom Festplate nach irgend einem Punkte der Stadt gelten dieselben Säge. II. Zeitfahrten. Eine Stunde in der Stadt 1-2 Personen 3-4 jede weitere halbe Stunde Mt. 2.50 Pfg. 3." " 1.M M Fahrten nach auswärts unterliegen besonderer Bereinbarung. Von Abends 10 Uhr ab tritt eine Erhöhung von 50% für alle Fahrten ein. hofe Alle Droschten sind zweispännig. Für Breaks beträgt der Preis einer Fahrt vom Bahnnach dem Festplatz und umgekehrt 40 Pfg. für die Gießen, 5. September 1903. Person. Großh. Polizeiamt. Gießen. Hechler. Bekanntmachung. Wegen Vornahme von Kanalisationsarbeiten wird der Seltersweg zwischen Kreuzplaß und Plockstraße und zwischen Wolfengasse und Südanlage von Donnerstag, den 10. 1. Mts. ab bis auf Weiteres für den Fuhrwerksverkehr gesperrt. Gießen, den 9. September 1903. Großherzogl. Polizeiamt Gießen. Hechler. Manöver- Briefe. ( Von unserem Spezialberichterstatter.) fnn. Halle a. S., 8. September. 1. Ver Beginn der Kaisermanöver. Die Ehre des Tages gebührt den braven Sachsen. Nicht des Sieges wegen, den sie gestern als Einleitung der Kaisermanöver den bösen Preußen abgerungen haben, indem sie in der Nähe von Korbetha den Uebergang über die Saale erstritten. Es ist um Manöversiege oft ein eigenes Ding, und am wenigsten lassen sie sich unmittelbar nach der einstweiligen Beendigung des unblutigen Krieges beurteilen. Außerdem standen die zwei sächsischen Korps gegen nur ein preußisches, da das 9. Korps noch nicht„ heran" war, so daß das 4. Korps allein als Vertreter der„ roten" Partei die Linie MerseburgWeißenfels zu halten hatte. Nicht also der Sieg an sich war das eigentlich bemerkenswerte; das wesentliche vielmehr war die Marschleistung, die insbesondere hinter den Regimentern des 12.( Dresdner) Korps lag, als sie ins Gefecht eingriffen. Da war das 102. Regiment, Garnison Zittau. Lauter ,, kleine Kerls"; Industriesachsen aus dem Gebirge. Die Leute waren um 2 Uhr morgens in Leipzig ausgerückt; um 10 Uhr nahmen sie unter dem Schuß ihrer Artillerie die Saalebrücke zwischen Kriechau und Dahlih und warfen das mit der Verteidigung betraute 165. Regiment. Sie mögen um diese Zeit einen Marsch von etwa 20 Kilometern hinter sich gehabt haben; gewiß eine höchst respektable Leistung in Anbetracht der wahrhaft tropischen Glut, die auf Gerechte und Ungerechte, auf alles, was in der Gegend der klassischen Stätten von Roßbach und Leuthen treuchte und fleuchte, gleichmäßig berniederbrannte. Dabei babe ich nicht gesehen, daß die Sachsen Marode hinter sich hatten, was ich nicht von allen Truppenteilen, denen ich begegnet bin, behaupten kann. Die Kunde von dem Marsch der Zittauer sprach sich mit Windeseile auf dem Manöverfeld herum und wird die militärische Kritik noch eine ganze Weile beschäftigen. Da die Gegner einander ungewöhnlich schnell hatten", berlief der erste Manövertag diesmal eigentlich ganz programmwidrig lebhaft. Sonst pflegt es lediglich ein Tag gegenseitigen Erkundens und Auskundschaftens zu sein; zum Schlusse allenfalls einen Reiterkampf; man muß das Eisen schmieden, so lange es warm ist, und die Leute die übliche Attade reiten lassen, sobald sich irgend eine Gelegenheit bietet; denn man kann nie wissen, ob sie wiederkehrt. Von Aktionen größerer Kavalleriemassen war gestern nichts zu sehen; wenn solche stattgefunden haben, so haben sie sich weit draußen auf den Flügeln abgespielt, unerreichbar selbst für das beste Prismenglas und ohne daß die Kunde davon bis zum Centrum drang. Dafür hat es heftige Infanterie- und Artilleriegefechte gegeben, ohne daß diese übrigens besonders aufregende Momente geboten hätten. Attacken in großem Stil wurden also nicht geritten. Dagegen fam gegen Schluß des Gefechts hin beim Dorfe Kriechau eine Schwadron sächsischer Gardereiter in einer Weise über retirierende rote Infanterie, daß von dieser im Ernstfalle faum viel übrig geblieben wäre... Eins, zwei, drei war sie inmitten der feindlichen Abteilung und im nächsten Augenblick in den Reihen eines benachbarten Zuges. Dann machte sic Kehrt, dichte Staubwolfen stiegen unter den Hufen der Rosse von dem ausgetrockneten Boden auf und im Hui waren auch die Reitersleute hinter ihnen verschwunden. Nur das jubelnde Hurra ihres Rittmeisters, das dieser immer und immer wiederholte, klang noch herüber. Man fühlte: das Hurra war nicht der vorgeschriebene Ruf allein; es war auch das Entzücken des Kavalleristen, der dargetan hat, daß seine Waffe trotz alledem und alledem noch nicht zum alten Eisen gehört. Verdukt blickten die Ueberfallenen einander an Die versuchsweise eingestellten Rohrrücklaufbatterien haben gestern dem Anschein nach noch keine Arbeit bekommen. Etwa 10% Uhr wurde das Gefecht abgebrochen. Der Rendezvoushügel, auf dem sich die Fürstlichkeiten, die fremden Offiziere, Manöverleitung, Generalstab und die Generalität beider Parteien nach Das Ganze halt!" zu versammeln pflegen, lag zwischen Tagewerben und Kriechau. Der Kaiser, der die elegante Uniform seiner Breslauer Leibkürassiere trug, harrte im Gespräch mit dem Prinzen Leopold und den jugendlichen Großherzögen von SachsenWeimar und Coburg- Botha, dem Generalstasschef und Generaloberst Graf Waldersee, eine Zigarette rauchend, des Königs von Sachsen. König Georg, der Ulanenuniform trug, war gleich früh morgens den sächsischen Korps entgegengefahren und bis dahin bei ihnen geblieben. Endlich wurde die Flagge mit dem Rautenkranz im Gelände sichtbar. König Georg kam zu Pferde zurück; er saß mit erstaunlicher Rüstigfeit im Sattel; mit einer Rüftigkeit, erstaunlich für den, der ihn in seiner Leidenszeit vor etwa einem Jahre in Hosterwitz gesehen hat. Kaiser Wilhelm schritt seinem sächsischen Verbündeten raschen Schrittes entgegen und konnte sich nicht genug darin hun, ihm die Hand zu schütteln. Eine hübsche Gruppe konnte man auf Bahnhof Korbetha vor Abfahrt des Extrazuges, der Fürstlichkeiten mit Ausnahme des Kaisers, Manöverleitung, Presse u. s. w. nach Halle zurückbringen sollte, beobachten. Prinz Albrecht, der König von Sachsen und Prinz Leopold von Bayern hatten an einem Biertisch Plaz genommen; Prinz Albrecht erzählte Wize pardon, machte scherzhafte Bemerkungen und seine beiden Zuhörer amüsierten sich königlich. Ebenso vergnügt wie sie war der Großherzog von Weimar, der mit dem Coburger Großherzog und dem Brinzen Friedric Lenypla von Preußen stehend zuhörte. Ein Gefetz gegen die Trunk fucht. In Forin einer Novelle zur Gewerbeordnung beabsichtigt die Reichsregierung ein Gesetz wider die Trunksucht zu erlassen. Die jetzt fertig gestellte Vorlage, über deren Inhalt bisher noch nichts bekannt war, enthält nach verläßlicher Information, wie unser Berliner CB.- Mitarbeiter uns schreibt, folgende wesentliche Bestimmungen: Neu eingeführt soll werden die obligatorische Bedürfnisfrage für Wirtschaften, fakultative Vorschriften zur Förderung alkoholfreier Getränke, Ausschluß reiblicher Bedienung, Verbot des Borgens, härtere Strafbestimmungen, eventuell Verlust der Konzession. Im einzelnen wird unter anderem bestimmt: Den Schantwirten soll durch die Konzessionsbehörden aufgegeben werden können, bestimmte falte Speisen und bestimmte nichtgeistige Getränke zur Verabfolgung an die Gäste bereit zu halten. Die Schankwirte dürfen ben Gästen Getränke, von Notfällen abgesehen, zum Genuß auf der Stelle nicht auf Borg verabreichen. Die Forderungen für Getränke, welche den vorstehenden Vorschriften zuwider verabfolgt worden sind, können weder eingeklagt, noch in sonstiger Weise aeltend gemacht werden. renddes geht der Berstörungsprozeß von außen feinen Gang fort." Das meiſte Borhandene verworfen werden Und was foll nach Shrer Ansicht geschehen?" tauat Balkon in den Garten führte. schiedene Rompofitionen neuerer Meister. Murenin hatte sich auf die Treppe geflüchtet, die vom Fertigkeit verDie Musik, die er leiden Asra und dann spielte die Gräfin mit großer Huf falfcher Fährte. Von J. R. Hungerford. her mer find fie denn Nein, ich schuldigung bittente, ich habe es getan und muß um EntHabe ich das Vergnügen, mit Frauerwiderte der junge Mann. Er 30g seiJein Aland 3u ipri nen Hut und fragte: Ferner trifft die Vorlage Bestimmingen über eine strengere Handhabung des Konzessionswesens und eine Verschärfung der Vorschriften über den Bedürfnisnachweis. Auch wird eine Verschärfung der Vorschriften über die Bestrafung von Uebertretungen im Wiederholungsfalle erwogen. In Gastwirtskreisen dürfte die Vorlage auf starken Widerspruch stoßen. Bulgarische Winkelzüge. Bulgarien gefällt sich immer mehr in der Rolle des enfant terrible auf dem Balkan. Zwar die Regierung in Sofia wagt gegen die russische Weisung, den mazedonischen Aufstand zu ignorieren, nicht aufzumucken. Desto störrischer benimmt sich die Bevölkerung. Einer der Hauptdemagogen. ein Professor" Mihailowitsch, hat in einer Versammlung, die er in Sofia abhielt, öffentlich schwere Beschuldigungen gegen Rußland erhoben. Er zieh die russische Politik der Doppelzüngigfeit: Graf Lambsdorff, der russische Minister des Auswärtigen, habe seiner Zeit bei seinem Besuche in Sofia dem damaligen Ministerpräsidenten Danew versprochen, Rußland werde dafür sorgen, daß der bulgarische Teil Mazedoniens die Autonomie und einen christlichen Gouverneur erhalte. Dieses Versprechen habe Rußland nicht gehalten; man habe überhaupt vom Zarenreiche nichts zu erwarten, und deshalb brauche das bulgarische Volk keine Rücksicht mehr auf Rußland zu nehmen, sondern müsse selbständig handeln. Was dieser brave Zeitgenosse sich wohl denken mag. Geſetzt, Rußland habe den Bulgaren seiner Zeit durch Lambsdorff, um sie zu beruhigen, ähnliche Versprechungen machen lassen, die es von vornherein nicht zu halten entschlossen war, wie fann Bulgarien daran denken, gegen Rußland rebellieren zu wollen? Die Russen würden den Störenfried gehörig auf die vorwitzigen Finger klopfen, wenn sie im Ernst aufmucken wollten. Die Brüder der Bulgaren in Mazedonien sind ein gut Teil geriebener. Aber auch sind zu schlau, um flug zu sein: Da hat einer von ihnen, ihr Londoner Vertreter, einen„, Aufruf an die christlichen Nationen" veröffentlicht, in dem er nicht mehr und nicht minder als die Aufbringung von 40 Millionen Mark durch Sammlungen verlangt! Diese 40 Millionen sollen zur Unterhaltung eines internationalen Heeres von 50 000 Mann dienen, das zunächst in Mazedonien Ordnung schaffen soll selbstverständlich nicht gegen die Mazedonier! Später soll die Truppe als Polizeitruppe dienen. Mit anderen Worten: Die 50 000 Mann sollen die Türken aus Mazedonien vertreiben, damit die Mazedonier dort tun und treiben können, was ihnen beliebt. Selbstverständlich wäre das erste, was die Mazedonier dann täten, daß sie die 50 000 Mann aus dem Lande ärgerten. Und dafür sollen die Mächte oder wenigstens ihre Bürger noch selbst das Geld hergeben! Ein gar nicht übler Plan, nur schade, daß außer ein paar spleenigen Amerikanern, die schon 3 Millionen„ versprochen" haben sollen, niemand auf den faulen Köder anbeißen wird! Die Bulgaren und ihre mazedonischen Blutsbrüder werden sich schon daran gewöhnen müssen, daß Europa über ihre Wünsche zur Tagesordnung übergeht. Und wenn sie unartigen Kindern gleich sich durch dumme Streiche dafür rächen wollen, wird man ihnen ganz gehörig auf die Finger klopfen. Prinz Georg Gouverneur von Mazedonien? Die Gerüchte, daß der bisherige Gouverneur von Kreta, Prinz Georg von Griechenland, zum fünftigen Gouverneur von Mazedonien ausersehen sei, wollen nicht verstummen. In politischen Kreisen wird erzählt, so meldet unser Berliner C.B.- Mitarbeiter, daß der Prinz, der 3. 3t. in Fredensborg weilt, sich bereit erklärt hat, dieses Amt zu übernehmen, wenn die Mächte damit einverstanden seien. Daraufhin ist - von Rußland? bei allen Mächten angefragt worden, und mit Ausnahme Großbritanniens, das sich noch nicht geäußert hat, haben alle Kabinette eine wohlwollende Prüfung der Frage zugesagt. Geschähe das, so würde das allerdings ein eigenartiges Licht auf das von Professor Mihailowitsch erwähnte Versprechen Lambsdorffs werfen. Die neuesten Nachrichten vom Balkan mögen nun folgen: Nach einer bisher unbeglaubigten Meldung aus Sofia soll Boris Sara fow, das Haupt und die Seele der mazedonischen Bewegung, infolge Verrates im Vilajet Monastir ermordet worden sein. Wenn Boris Sarafów noch ebensoviele Jahre lebt, wie oft er totgesagt worden ist, muß er Methusalems Alter erreichen. In Konstantinopel werden sämtliche Gesandtschaften außer der deutschen von Schiffstruppen der betreffenden Mächte bewacht. Die deutsche Botschaft wird von britischen Truppen bewacht, da der deutsche Stationär Loreley" zur Zeit im Schwarzen Meere kreuzt. Der Desterreichische Lloyd und andere Schiffsgesellschaften weigern sich, Passagiere oder Schiffsgut zwischen bulgarischen und türkischen Häfen aufzunehmen, weil sie Dynamitanschläge auf ihre Dampfer befürchten. In der Koje eines griechischen Passagiers des österreichischen Dampfers Burgas" fand man eine Bombe; der Mann, der in Burgas an Bord gekommen war, wurde im Kohlenraum des Dampfers eingeschlossen. Er verlangt, oor griechische Gerichte gestellt zu werden. Unkontrollierbare Meldungen aus Beirut berichten, dort sei es bei der Ankunft des amerikanischen Geschwaders zu großen Unruhen und zu einem türkischen Gemezel unter der christlichen Bevölkerung gekommen. Bis Dienstag Morgen sollen 30 Morde festgestellt worden sein; auch mehrere Europäer sollen zu den Opfern gehören. Die Gegenverfchwörung in Serbien. Während König Peter gegenüber den Mördern Alexanders voll triefender Milde und väterlicher Nachsicht war, entwickelt er jetzt gegenüber den Gegenverschwörern" eine fast erstaunliche Energie. So wird aus Belgrad gemeldet, daß dort der pensionierte General Magdalenitsch verhaftet wurde, weil der verhaftete Hauptmann Lazarewitsch ausgesagt hat, daß der General zur Durchführung der letzten Offiziersverschwörung Geld hergegeben habe. Einen General, wenn auch nur einen abgedankten, verhaften zu lassen dazu gehört Mut und Entschlossenheit. Und um die Gemüter zu versöhnen, ist der Bruder des Königs, Prinz Arsen, eifrig tätig: sein Ansehen und damit sein Einfluß soll gestärkt werden durch seine Ernennung zum General der Kavallerie. Die Beförderung soll, wie uns aus Belgrad gemeldet wird, morgen erfolgen wenn seine Unteraebenen es aeſtatten. Heute wird übrigens der Wortlaut der Proklamation bekannt, durch die die Gegenverschwörer ihre Aktion einleiteten. Sie lautet: „ Wir unterzeichneten königlich serbischen Offiziere legen im Namen unserer sämtlichen Stameraden aller Waffengattungen gegen die Uebergriffe und Ausschreitungen jener geächteten Verschwörer Verwahrung ein, die durch das scheußlichste Verbrechen des Meuchelmordes an unserem König, trotdent sie nach Recht und Gesetz das Leben verwirkt haben, zu Herren des Landes geworden sind. Wir königlich serbischen Offiziere protestieren öffentlich und laut gegen eine solche beispiellose Vergewaltigung von Recht und Gesetz und fordern, daß sämtliche Verschwörer, die wir weder als Offiziere noch) als Kameraden anerkennen, aus ihren Stellen entfernt und nach bestehendem Gesetz bestraft werden. Wir wenden uns an unser Volk und unseren König, zu dessen Schutz und Ehre wir den Säbel tragen. Wir bitten unsern König, daß er die Schmach, die uns vor ganz Europa angetan wurde, von uns nehme. Wir sind fest entschlossen, unserer. Forderungen den nötigen Nachdruck zu verleihen und nötigenfalls an den feigen Meuchelmördern selbst Justiz zu üben. Dem König aber, der seine Offiziere mißachtet und das Verbrechen beschirmt, werden sämtliche Kameraden aller Waffengattungen den zerbrochenen Säbel zu Füßen legen. Der König möge wählen!" Ein einflußreiches Velgrader Abendblatt behauptet, Oesterreich- Ungarn sei der Urheber dieser Verschwörung. Die neue Verschwörung richte sich gegen König Peter, denn die Feinde Serbiens beabsichtigten auf den Thron des Landes einen österreichischen oder deutschen Prinzen zu bringen, der das Serbentum dem Germanentum verkaufe. Daß es Menschen gebe, die sich durch Anstand und Anhänglichkeit leiten lassen davon scheint das Blatt sich keine Vorstellung machen zu können. Der wegen Auslieferung eines geheimen Mobilisierungsplanes in Belgrad verhaftete Oberleutnant Paul Mihailovitsch wurde zu 15 Jahren schweren Kerkers verurteilt. Die Politik. Ein Erlaß des preußischen Ministers des Innern ordnet an, daß die Vorbereitungen zu den Landtagswahlen unverzüglich einzuleiten sind. Die Wahl der Wahlmänner soll in der zweiten Woche des November stattfinden. A Um die künftige Generation schon frühzeitig mit den Segnungen des Alters- und Invaliditätsversicherungsgesetzes bekannt zu machen, hat die Regierung zu Minden eine Verfügung an die Lehrer erlassen, die die Beschäftigung der Schulkinder mit diesem Gegenstande anordnet. Aus der Verfügung ergibt sich, daß die Landesversicherungsanstalt Westfalen sich bereit erklärt hat, Aften gestorbener Rentenempfänger mit den dazu gehörigen Quittungskarten für die Schulen zur Verfügung zu stellen, damit an der Hand dieses Materials die Schulkinder über das Wesen des Gesetzes anschaulich unterrichtet werden können. Die Benutzung der Aften hat übrigens auch schon im Rechenunterricht der Oberstufe an größeren Landschulen gut bewährt. Die Preßkommission des Vorwärts" hat in dem Streite zwischen der Redaktion des Blattes und dem Abgeordneten Bebel letzterem recht gegeben. Demgegenüber behaupten die beteiligten Redakteurre, sie hätten Bebels Erklärung nicht, wie er behaupte, abgelehnt, sondern sie ihm nur zur Abänderung zurückgeschickt. Die Krise in Ungarn ist, wie wir vorausgesagt haben, noch nicht einen Zoll breit ihrer Lösung näher gerückt. Kaiser Franz Josef verläßt am heutigen Mittwoch die ungarische Hauptstadt; daran, daß die Krise vor seiner Abreise beendet werden könnte, ist nicht zu denken. Und da der Kaiser auch sobald nicht wieder nach Budapest zu kommen gedenkt, wird die Klärung der Lage noch recht lange auf sich warten lassen. In Ungarn gibt es Politiker, die eine friedliche Lösung des Dilemmas für völlig aussichtslos halten. Die Opposition verlangt stürmisch die Einberufung des Reichsrats. Seit einigen Jahren geht die russische Holzeinfuhr nach Deutschland immer mehr zurück. Negentlich gilt das vom Schnittholz. Während Deutschland immer noch 80 Prosent der russischen Rundholzausfuhr importiert, beträgt der Verbrauch Deutschlands an russischem Schnittholz nur etwa 15 Prozent des Schnittholzerports des Zarenreiches. Um num speziell die Schnittholzeinfuhr nach Deutschland zu fördern, verlangen die russischen Holzindustriellen von der Petersburger Regierung den Ausbau der Wasserstraße von Windau bis an die preußische Niemengrenze und günstigere Zollbedingungen für die Schnittholzeinfuhr nach Deutschland. Bei den gegenwärtigen Verhandlungen über einen neuen Handelsvertrag verlangt daher Rußland eine erhebliche Herabsetzung des deutschen Eingangszolles auf Schnitthölzer. Dieser beträgt zur Zeit nach dem Vertragstarif 0,80 Mart, nach dem allgemeinen Tarif 1 Mark pro Doppelzentner, in dem neuen autonomen Tarif ist er auf 1,25 Marf pro Doppelzentner erhöht. * Das Renkontre der französischen Kolonne mit räuberischen Berbern in Südalgier hat den Franzosen 37 Tote und 47 Verwundete von 120 Mann gekostet. Alle französischen Offiziere und Unteroffiziere wurden kampf unfähig gemacht. Der Kampf dauerte von halb 9 Uhr morgens bis 4 Uhr nachmittags. Der Oberbefehlshaber in Algier, General O'Connor, hat sich mit einer größeren Truppenmacht nach dem Süden begeben, um die Berber zu bestrafen. Einem neuen Mordanschlag gegen den Präsidenten Roosevelt wollen die amerikanischen Polizeibehörden auf die Spur gekommen sein. In Syracuse im Staate Newyork wurde am Montag Nachmittag ein vor 12 Jahren aus Deutschland eingewanderter Mann, John Miller, in seiner Wohnung verhaftet. Eine Frau hatte ihn beschuldigt, er habe gedroht, den Präsidenten Roosevelt bei dem ihm zu Ehren veranstalteten Umzuge der Arbeiter zu er schießen. Nachträglich wird sich wohl herausstellen, daß das Ganze blinder Lärm gewesen ist. In einem von Lord Roberts erlassenen Ar meebefehl wird den britischen Regimentskommandeuren zur Pflicht gemacht, dem übermäßigen Lugus im Offizierkorps entgegenzutreten und dafür zu sorgen, daß arme Offiziere eine billigere Lebensführung beobachten können, ohne deshalb von ihren Kameraden über die Achsel angesehen zu werden. Lokales. Gießen, 9. September 1903. Bufen lägt bie in mehr wurden und f Wantte. Herr + Privat telegramm. Bei der heute Vormittag eine Sammlung erfolgten Ziehung der 6. Klasse der Hessisch- Thüringischen es war ein sch Staatslotterie wurden folgende Gewinne gezogen: 30 000 menfam und ei 5000 Mt. auf: 10 352, 26 911, 74 523, 79 146, 88 340 eht. Dem He auf: 18 703( nach Friedberg), 30 000 Mt. auf: 76 303, gutun und m't 88 904 und 97 878. ridfight n fein * Der Großherzog hat sich Dienstag nachmittag aufwer gewor zur Eröffnung der internationalen Ausstellung für Photo: hertauscht und graphie und graphische Künste nach Mainz begeben, er wird einem neuen Ar im Palais daselbst übernachten und am Mittwoch Vormittag mit er in Gesu der Schülerarbeiten- Ausstellung aus der Kunstgewerbeschule einen Besuch abstatten. ** Verliehen. Dem Lokomotivheizer Heinrich Lawall zu Gießen wurde vom Kaiser anläßlich seiner Pensionierung das allgemeine Ehrenzeichen verliehen. Landes- Universität Gießen. Soeben wird das Vorlesungsverzeichnis der Universität für das Winterhalbjahr 1903/04 befannt gegeben, dem wir entnehmen, daß die Immatrikulation am 19. Oktober und die Vorlesungen am 26. Oftober beginnen. D * Die 50. Inf. Brigade hatte heute auf dem Uebungsplaß zwischen Groß- Rechtenbach, Lüzellinden und Münchholzhausen ihre Brigade- Besichtig ung durch den fommandierenden General des 18. Armeeforps Freiherrn von Lindequist. Gegen 8 Uhr nahmen die Regimenter 117 und 118 auf dem Paradeplaß Aufstel lung. Um 10 Uhr war die Besichtigung zu Ende und die beiden Regimenter verließen den Uebungsplatz. Die 118er, welche seither in der Kaserne zu Gießen lagen, famen nach Burgsolms und Braunfels ins Quartier. ** Postanstalt auf der Ausstellung. Auf dem Plage der landwirtschaftlichen Ausstellung Gießen wird in der Zeit vom 10.- 13. September eine Bostanstalt mit Fernsprechbetrieb eingerichtet werden, die sich mit der Annahme und Ausgabe von gewöhnlichen und eingeschriebenen Postsendungen und von Postanweisungen befaßt. ** Auf dem Landw. Ausstellung finden wir unter anderen Schaubuden etwas ganz außergewöhnliches, ein Mädchen, mit 2 Köpfen, Rosalia Julia genannt, diese Mädchen, welche schon die halbe Welt in Staunen gesetzt haben, produ: zieren sich durch Singen und Sprechen, es wird jedem Be sucher der Landw. Ausstellung empfohlen, dieser großartigen Schaustellung einen Besuch abzustatten. ** Die Israeliten feiern am 22. und 23. Sep tember Neujahr und zwar den Anfang des 5664. Jahres. lange Jahre in La Eintr 1. Ta Mittags 1 Nachmitta Bon 12 1 Bon nacht Abends: 2. ** Viehtransport. Auf dem Gießener Güterbahnhof wurde heute Mittag ein aus ca. 25 Wagen bestehender Morgens Extrazug mit für die landwirtschaftliche Ausstellung beVormitta stimmten Vieh ausgeladen. Eine große Menge von Zuchtvieh, schweren und leichten Schlages, aus der Gegend von Alsfeld, eine Anzahl Ziegen vom Alsfelder Ziegenzucht verein, Schweine und vereinzelt auch Pferde, wurden sodann vom Bahnhofe aus um die Anlagen zum Ausstellungsplaße getrieben. Die landw. Winterschule zu Alsfeld bes ginnt ihren 32. Winterkursus Dienstag, den 3 November 6. Is, vormittags 11 Uhr. Es lehren an der Schule 3 Landwirtschaftslehrer und 4 Hilfslehrer. Die Schule ist mit einer reichen Lehrmittelsammlung zweckentsprechend aus gerüstet. Das Schulgeld beträgt für das Wintersemester 25 Mt. Für Söhne von Landwirten aus dem Kreise Alsfeld hat die Sparkasse Alsfeld das Schulgeld für 4 Freistellen zur Verfügung gestellt. Bewerber um diese Frei stellen wollen diesbezügliche Gesuche bet der Anmeldung der Schüler durch den Schulvorsteher an den Aufsichtsrat richten. Anmeldungen sind an den Aufsichtsrat oder an Dekonomie rat Leithiger zu richten, welcher auch speziellere Anfragen be antwortet. ** Hunde- Sport. Auf der am 6. und 7. Sept. abgehaltenen ersten großen internationalen Hunde- Ausstellung zu Leipzig erhielt Herr Georg Forbach- Gieken auf rouhaarige Pinscherhündin einen I und II. Preis, Herr Kaufmann Nassauer- Gießen auf Leonberger Rüden einer I und einen II. Preis und Herr Louis Rosenthal- Gießen auf rauharigen Pinscher- Rüden zwei I. Preise. ** An den Beratungen des Internationalen Statistischen Instituts in Berlin, die am 21. Sept. beginnen, nimmt als Vertreter der Hess. Landesuniversität auf besondere Einladung der Reichsregierung Herr Prof Dr. M. Biermer teil. ** Ein Werk über das deutsche Unterrichtswesen, in dem auch die Universität Gießen, von Herrn Prof. Dr Biermer bearbeitet, vertreten sein wird, soll auf der Welt ausstellung in St. Louis im Jahre 1904 zur Aus stellung gelangen. Langsdorf, 6. Sept. Heute abend wurde hier durch Bürgermeister Köhler- Langsdorf und Turnlehrer Langsdorf aus Lich ein Turnverein gegründet, dem 28 Mann als Mitglieder beitraten. Mehr als die doppelte Anzahl Mit glieder wird innerhalb der nächsten 14 Tagen dazukommen. 1. Sprecher ist Gastwirt Heinr. Koch, Schriftwart Otto Friz und Rechner Hermann Bender 1r. Die regelmäßigen Uebungen werden jeden Sonntag abgehalten. Groß- Felda. Im Saale der Gebr. Weiffenbach wurde am Sonntag eine Abschiedsfeier für unseren allgemein beliebten und verehrten Defan Wörishoffer veranstaltet; die ein rechtes Epiegelbild gab von der Liebe, die sich unser ver hrter Pfarrer in unserem Kirchspiel zu erfreuen hat, bis auf den letzten Plaß war der Saal beseßt. Pfarrer Wöriß hoffer hat während der beinahe 25 Jahre, die er in Groß Felda, Kestrich und Windhausen gewirkt, in den letzten Jahren auch als Defan des Dekanats Alsfeld, sich ein Andenken ge sichert, das fester ist als aus Stein und Erz; in den Herzen seiner Gemeinde wird er unvergessen bleiben. In Not und Trübsal, in Freud und Leid war er stets bereit; ein Seel sorger im wahren Sinn des Wortes, ein Vater der Armen und Bedrängten, ein Mann, dem ein warmes Herz im on 8 von nachu Abends: 2 3. Vormittag Vormittag Nachmitta Radmitte Bo. nach Kerb An findet im A auf dem Statt. Die Steben auch funft bieril über fonftige August S Mit fowie eine a) für b) für itell Der B rat Schlen Nachm teilung no Gießer D F Bruty cis tember 1903. Busen schlägt. Von Herzen kommende Abschiedsworte waren es, die in mehreren Reden dem scheidenden Dekan gewidmet wurden und für die der Herr Defan in bewegten Worten dankte. Herr Defonom Haberkorn- Windhausen veranstaltete die Gemeinde um sich versammeln kann. Mit Bedauern sehen wir ihn scheiden. + Frankfurt a. M., 8. Sept. Heute Vormittag erschoß sich der 66 Jahre alte Eisenbahnbetriebssekretär WilBurenhilfsbund mitteilt, kommt General Louis Botha im Dezember nach Deutschland, um sich mit dem Herausgeber seines Werkes zu verständigen. + Kassel, 8. Sept. 13 erfrankte Soldaten trafen aus heute Bormitte eine Sammlung zum Besten der Ueberschwemmten in Schlesien; helm Hessel. Hochgradiges Asthma hat dem Manne das dem Kaisermanövergelände hier ein. Die Erkrankungen sind isch- Thüringis es war ein schöner Ertra), der für die Notleidenden zusam- Leben verleidet. In Steinbach bei Hademar, im Manöver- eine Folge der großen Hiße. Dt. auf: 76 303 zutun und mitzuteilen vergesset nicht" auch bei uns in Ehren Komp. 81. Infanterieregiments. Das Motiv der That ist gen: 30 000 mentam und ein Zeugnis dafür gab, daß die Worte: Wohl- gebiet erschoß sich der Unteroffizier Justus Heß von der 1. 79 146, 88 34 eht. Dem Herrn Dekan Wörishoffer, der aus Gesundheits- noch unbekannt. Heß hat den Chinafeldzug als Gefreiter rücksichten sein jeßiges Amt, dessen Bürde ihm mit dem Alter mitgemacht. + Mainz, 8. Sept. Das Grab des gerichteten Raubnatag nachmitt zu schwer geworden, mit dem der Gemeinde Pohl- Göng begeben, er win seinem neuen Amt auch fernerhin Gottes reichen Segen, dattwoch Vormittag mit er in Gesundheit und ungetrübtem Familtenglück noch worden. unstgewerbeschule lange Jahre in seinem neuen Wirkungskreise zur Ehre Gottes er Heinrich Lawall ner Benfionierung eßen. Soeber versität für da dem wir ent Dilober und di bem lebungs Lügellinder e- Besichtig des 18. Armee en 8 Uhr nahma radeplay Muffte ung zu Ende und play. Die 118 lagen, tamen nod lung. Auf den Gießen wird i Boftanstalt mi sich mit der An d eingeschriebene befaßt. ung finden wi ergewöhnliches, ei mörders Detrois auf dem hiesigen Friedhoſe wat in vergangener Nacht von unbekannter Hand mit Blumen geschmückt A Wiesbaden, 8. Sept. Wie der Wiesbadener Landwirtschaftliche Berantwortlich: für den politischen und Inseratenteil Albin klein: far bas Bokale, den„ Gerichts." und" Oeffentlichen Sprechsaal": Fr. Cppermann Dumb Berlag der Gießener Verlagsbruderei( vorm. Wilh. Keller), Gießen. Der Gesamtauflage unserer heutigen Nummer liegt ein Prospekt der Dampf- KaffeeRöfteret H. Kaiser& Co. in Dülken bei, worauf wir unsere Leser besonders aufmerksam machen. Ausstellung in Gießen auf dem Trieb vom 10. bis 13. September 1903. Eintrittspreise: Einzeldauerkarten für alle 4 Tage 2,50 Mt. Geschäften 2,20 Mt - - Im Vorverkauf in den Gießener Schulpflichtige Kinder in Begleitung der Eltern sind frei. Fest- Ordnung: 1. Tag: Donnerstag, den 10. September. Eintrittspreis 1 Mk. Mittags 12 Uhr: Feierliche Eröffnung der Ausstellung auf dem Ausstellungsplate. nt, diese Mädchen Nachmittags 2 Uhr: Festessen in der Festhalle. fet haben, prob wird jedem diefer großartige 2. und 23. Sep nfang des 5664 teßener Güterbah Wagen beftehende Ausstellung Menge von Zud 8 der Gegend vo ber Biegenud , wurden sobam Ausstellungepla zu Alsfeld b den 3 Novembe an der Schule Die Schule i dentſprechend au as Wintersemest Schulgeld für ber um diese Fre er Anmeldung d ufsichtsrat richte er an Defonomi ellere Anfragen 16. und 7. S unde- Ausstellung ach- Gießen II. Preis, H erger Rüden ein fenthal- Gieß eife. ernationale die am 21. Sep Landesuniversitä ierung Herr Prof nterrichten fin Herrn Prof. D oll ouf der Wel re 1904 zur Au b wurde hier dur enlehrer Langsdo 28 Mann a pelte Anzahl Mi agen dazutemmen iftwart Otto Fri Die regelmäßig n. Bebr. Weiffenbe unferen allgeme r veranstaltet; d die sich unser v erfreuen hat,& Pfarrer Wöri die er in Gro den ligten Jahr ein Andenken g rz; in den Herze n. In Not un bereit; ein Ge Bater der Arm varmes Herz on 12 hr mittags an: Arbeiten der Preisrichter. Bon nachmittags 4 Uhr an: Konzert auf dem Festplate. Abends: Konzert auf dem Festplaße und Volksbelustigung und Tanz auf dem Vergnügungsplate. 2. Tag: Freitag, den 11. September. Eintrittspreis 1 Mk. Morgens 8 Uhr: Eröffnung der Ausstellung. Vormittags 10% Uhr: Wanderversammlung des Oberhessischen Bienenzuchtvereins im Saale der„ Germania"( auf dem Festplaße). on 8 Uhr vormittags an: Arbeiten der Preisrichter. on nachmittags 4 Uhr an: Konzert. Abends: Volksbelustigung und geselliges Zusammensein auf dem Festplate. 3. Tag: Samstag, den 12. Sept mber. Eintrittepreis 50 Pfg. Vormittags 8 Uhr: Eröffnung der Ausstellung. Bormittags 11 Uhr: Preisverteilung mit Vorführung der prämiierten Rinder, Pferde und Ziegen im großen Ring vor der Festhalle. Nachmittags 1 Uhr: Festessen zu Ehren der Preisrichter in der Festhalle. Nachmittags 4 Uhr: Generalversammlung des Verbandes der HerdbuchGesellschaften für das Vogelsberger Rind im Schüßenhause. Bo nachmittags 4 Uhr an: Konzert und Volksbelustigung und Tanz auf dem Fest late. Kohlen von den beften Zechen, Bußkohlen, Anthracit, prima rheinische Briketts und Boks Herbst- Pferde- Markt Prima Tannen- Brennhols zu Gießen. Am Montag, den 14 September 1903 findet im Anschluß an die landwirtschaftliche Ausstellung auf dem Trich an der Grünbergerstraße Pferdemarkt statt. Die für die Ausstellung errichteten Stallungen stehen auch für den Pferdemarft zu Verfügung. Auskunft hierüber erteilt Herr Hof ohnknischer Huhn, über sonstige Marktangelegenheiten Herr Wei ahändler August Schwan. dahier. Mit dem Pferdemarkt ist ein Zuchtvi hmarkt, sowie eine Prämiierung verbunden: a) für Pferde von Händlern, b) für Pferde von Landwirten, die auf der Ausstellung nicht bereits Prämien erhalten haben. 10 W pro Centner geschnitten Mt. 1.20 gehadt 1.80 febes Quantum fret ans Saus liefert And. Euler. Geld. Darlehne sofort an Jeden, jede Höbe coulant. A. Lölhöffel Berlin W. 64., Rüdpto. Bu vermieten: Landgrafenstraße 3. 4. Tag: Sonntag, den 13. September. - Eintrittspreis 50 Pig. Von 6 Uhr abends an 20 Pfg. Vormittags 8 Uhr: Eröffnung der Ausstellung. Vormittags 10 Uhr: Vorführung der prämiierten Rinder, Pferde und Ziegen. Vormittags 11 Uhr: Gemeinsamer Frühschoppen in der Festhalle. Von nachmittags 4 Uhr ab: Konzert und Volksbelustigung und Tanz. Nach Eintritt der Dunkelheit: Großes Feuerwerk auf dem Festplaße. Montag, den 14. September: Herbst- Pferde- und Buchtvich- Markt. Vormittags 8½ Uhr: Prämiierung der Pferde: a) für Händler, b) für Züchter.( Auf der Landwirtschaftlichen Ausstellung prämiierte Pferde sind ausgeschlossen.) Mittags 1 Uhr: Gemeinsames Mittagessen. Nachmittags 3 Uhr: Vorführung der prämiierten Pferde. Konzert bei freiem Eintritt. Dienstag, den 15. September: Verlosung auf dem Festplate. Jean Dern& Co. Giessen. Gegründet 1883. Inhaber: Oskar Gutmann. Bureau und Lager: Westanlage 31 Telephon 21. Gegründet 1883. Cementwaren- Fabrik und Lager: Frankfurterstr. 114, eign. Bahnanschl. Bau- und Kanalbau- Artikel. 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