78 Des 1. Mai orden. chmied inär: dpreise Tiernderer ३. Uhr, Nachlaß m Bett, Küchenwelches ört. en Lurm: 12 Uhr. en liegen ht offen. ich, find ureichen eiber'schen binderen bon Uhr ährend der auf Vorgenannten Tage. ezw. ergeftellen n den beide: beztv. 1½ Uhr dingungen Amtsstube er daselbst nten Zeitcrie. Mark. ferden und ME. 6000 Mt. 2000 ME. 1700 . 10 300 Mt. 5000 ta. getränk. schlands. ozelegaffe 9. Seltersweg, Lenhard, artftraße 7, ar Miller, Plerei 5 Mk. Nr. 108 Erstes Blatt. Abonnementspreis: in Gießen, abgeholt monatlich 50 Bfg., In's Saus gebracht 60 Bfg., durch die oft bezogen viertelfährlich Mr. 1.50. Gratisbetlagen: Oberhessische Familienzeitung( täglich) Oberhefftiche Beitschrift für Landwirtschaft, Obst- und Gartenbau, sowie die Gießener Seifenblasen( wöchentlich). Das Blatt erscheint an allen Werktagen nachmittag. Samstag den 9. Mai 1903. Gießener 12. Jahrgang. Insertionsprei 8: Die einfpaltige Petitzelle für Gießen wi ganz Oberbeffen, die reise Weylar und Marburg 10 fs fenft 15 Bfg.; Reklamen die Bettelle 30 resp. 40 Bofzeitungsliste No. 2200. Redaktion und Expedition: Stegen Menenweg Fernsprechenfchinh Me, 303. Nenelle Nachrichten ( Gießener Tageblatt Unabhängige Tageszeitung ( Gießener Zeitung) für Oberheffen und die Kreise Marburg und Weklar; Lokalanzeiger für Gießen und Umgebung. Enthält alle amtlichen Bekanntmachungen der Großh. Bürgermeisterei Gießen und anderer Behörden von Oberhessen. Mechanismus. [ Politische Wochenschau. CB. Die Wahlprogramme der Parteien sind nunmehr bis auf eine einzige Ausnahme erschienen und sämtlich auf den wirtschaftspolitischen Ton gestimmt. Das erklärt sich sehr leicht aus dem mechanischen Geseße der Trägheit und der Beharrung. Seit Anfang der neunziger Jahre sind die Wähler durch die wirtschaftlichen Interessenorganisationen und das Vordrängen der Zollforderungen neu gruppiert worden, so daß Miquel einmal zum Kaiser das charaktecistische Wort gesprochen hat, die alten Parteien hätten sich überlebt. Es gibt auch im öffentlichen Leben einen Mechanismus der Notwendigkeiten. Die zu neuen Forderungen erzogene Wählerschaft kann nicht wieder, wie eine Truppe Rekruten auf dem Kasernenhose, in einem Augenblick zum Umschwenken auf alte, bereits der Vergessenheit anheimgefallene Programmpunkte zurückgebracht werden. Wo dies versucht worden ist, wie z. B. in Baiern bei den Nationalliberalen, sind den Parteien lediglich Verlegenheiten daraus erwachsen, denn wir sehen dort, wie die Jungnationalliberalen mit den Alten weit auseinandergehen. Eigentlich sollten die Namensbezeichnungen umgekehrt sein, denn es klingt fast wie ein Hintertreppenwiß, daß bie Jungen sich an das älteste Programm der Nationalliberalen, an die Ziele der 70er Jahre, halten, während die sogenannten Alten ganz moderne Kompromißmenschen und Opportunisten sind, die uns gelegentlich einmal die Erinnerungen an das Gewesene zurückrufen. Aber auch die Tradition hat einen gewissen Mechanismus, und wir sehen gerade an den nationalliberalen Parteizuständen, daß dieser manchmal mit überraschender Schnelligkeit und Energie zu wirken beginnt. Aehnliche innere Wirren haben die Konservativen bei dem Versuch der Neubelebung des alten politischen Programms gehabt, und bei ihnen hat sich mit Deutlichkeit gezeigt, daß die Wählerschaft nicht gesonnen ist, die wirtschaftspolitischen Forderungen in den Hintergrund zu ſtellen. Dementsprechend wird auch in den konservativen Wahlkreisen vorerst der Bund der Landwirte ein gewichtiges Wort mitsprechen, während er in den westlichen Wahlfreisen offenbar wieder mehr durch die mit großer Energie in die Wege geleitete Rückbildung der Parteien Einbuße zu erleiden scheint. In denjenigen Landesteilen, wo das Zentrum einen mächtigen Einfluß hat, wie z. B. in Baiern und im Rheinland, haben die Umbildungsbestrebungen mehr Erfolg gehabt, weil hier rein mechaniſch bas Vorherrschen einer überwiegend politischen und unter gewissen Voraussetzungen wirtschaftspolitischen Partei auch die Gegenströmungen zu überwiegend politischen macht. So bereiten sich überall die Kräfte zum Entscheidungstage vor, an dem der Organismus der verschiedenen Weltanschauungen durch den Mechanismus des Wahlaktes seine plastische Verkörperung in dem neuen Reichstage finden soll. Eine Zeitlang schien es, als ob der unverkennbar fortschreitende Pessimismus auf die Wahlsreudigkeit seine Wirkung ausüben solle. Inzwischen aber haben sich doch die Verhältnisse erheblich gebessert. Nach dem Zeugnis des Handelsministers Möller steht unser Wirtschaftsleben start unter dem Zeichen des Aufschwungs. Insbesondere weist die Kohle, die ja im Erwerbsleben gewissermaßen die Rolle des Thermometers spielt, eine Besserung der industriellen Verhältnisse auf. Um so mehr wird aber deshalb auch das Interesse für die Frage der künftigen Handelsverträge gesteigert werden. Ob und wann die alten gekündigt werden, darüber läßt sich noch nichts sagen, weil im Auslande selbst die neuen autonomen Tarife noch nicht fertiggestellt sind. In Desterreich beispielsweise nehmen die Beratungen einen sehr langsamen Fortgang. Mit Rußland sind sie allerdings bereits lebhaft im Gange. Das Verhältnis zu einem Staate, und zwar zu England, zwingt förmlich zu einer baldigen diplomatischen Erledigung der Vertragsfragen, denn am 1. Januar 1904 läuft das Provisorium mit England ab. Nach der Kündigung unserer Handelsbeziehungen zu England wurde bekanntlich lange Jahre das Provisorium auf 1 Jahr verlängert, bis im Jahre 1900 die Regierung auf Wunsch des Parlaments ein Freundschaftsverhältnis bis 1904 vereinbarte. Der Ablauf des Termins, sowie auch die Haltung der autonomen englischen Kolonie Kanada bringt die Vertragsfrage rein mechanisch ins Rollen. Inzwischen zeigen sich im sogenannten„, kleinen" Orient immer deutlicher die rein mechanischen Wirkungen der orientalischen Politik. Man glaubte, den ganzen Balfan für die europäische Kultur gewinnen zu können, inbem man die türkische Oberhoheit über die verschiedenen Staaten lockerte, bezw. aufhob. Bei den Rumänen haben sich ja dank der Tüchtigkeit und der Energie des Königs diese Erwartungen einigermaßen erfüllt. Aber Serbien, das einst Leopold von Baden das Preußenvolt des Orients nannte, ist zerrütteter als je, und in Bulgarien blüht noch eine wilde Räuberromantik, wie sie im kulturellen Westen seit 1000 Jahren nicht mehr besteht. Die Wirren aber sind nichts anderes als die mechanische Folge diplomatischer Fehler. Als man s. 3t. Serbien und Rumanien vollständig unabhängig machte, hätte man Bulgarien entweder zu einer Satrapie der Türkei machen, oder völlig aus dem Reichsverbande der Türkei freigeben müssen; die Halbheit rächt sich. Daß der Ehrgeiz der Bulgaren den Zwitterstand nicht lange ertragen werde, war vorauszusehen. Ein zweiter Fehler wurde durch eine neue Halbheit gemacht, indem man den Fürsten Ferdinand zum Gouverneur von Oſtrumelien machte. Damit wurde das mazedonische Gebiet dem Einfluß der Türkei entzogen, und die bulgarischen Agitatoren konnten unter dem geheimen Schutz von Sofia dort ihre unterirdische Ärbeit tun. Fürst Ferdinand, der in einer gewitterſchwülen Zeit in seinem Lande weilen sollte, lebt augenblicklich in Paris; er spielt die Rolle Hases, der im Angesichte der durch die bulgarische Politik heraufbeschworenen Kriegsgefahr von allem nichts weiß. Auch eine solche Politit hat ihre mechanischen Konsequenzen, die vielleicht dem ehrgeizigen Zaunkönig von Bulgarien noch einmal recht fühlbar werden können. Neue Morde in Mazedonien. CB. Die Hinrichtung der dingfest gemachten Dynamitattentäter von Caloniki- am Donnerstag wurden 13 von ihnen standrechtlich erschossen hat den Fanatismus der bulgarischen Europäer nicht gedämp; t: In Monastir haben sich die Vorfälle von Saloniki wiederholt. In der Nähe von Monastir war es in den letzten Tagen verschiedentlich zu blutigen Zusammenstößen zwiſchen türfischen Truppen und Ausständischen gekommen. Nach harinäckigen Kämpfen mit einer starken Bulgarenbande bei den Dörfern Unter- Oryzari, Caparz und Baniza, vor den Toren von Monastir, steckten die Türken Boniza in Brand. Während draußen der Kampf tobte, begann eine Anzahl Bulgaren, die sich in die Stadt geschlichen hatten, in das mohammedanische Viertel Dynamitbomben zu wersen; namentlich auf die Moscheen wurden mehrere Dynamitattentate verübt. Andere Bulgaren eröffneten ein regelrechtes Schnellfeuer auf die Häuser der Mohammedaner; fünf Moslims wurden dabei erschossen. Die türkische Gendarmerie fackelte nicht lange, sondern nahm ihrerseits die Meuchelmörder unter Feuer. Viele Bulgaren wurden getötet, einige schwer verwundet und viele berhaftet. In Saloniki lebt die Bevölkerung nach wie vor in ständiger Aufregung: Die Entdeckung der neuen, glücklicherweise nicht zur Ausführung gekommenen Dynamitanschläge läßt weitere Untaten seitens der Bulgaren befürchten. Die Behörden nehmen täglich neue Verhaftungen vor. Während die bei dem Attentat auf frischer Tat ertappten dreizehn Mordbuben, wie erwähnt, crschos en worden sind, hat man den Urheber des Dynamit anschlags gegen den französischen Dampfer ,, Guadalquivir" noch nicht bestrafen können; er forderte vor ein französisches Gericht gestellt zu werden, da sein Anschlag sich gegen ein französisches Schiff gerichtet habe. Seltsamerweise ließ sich das türkische Kriegsgericht darauf ein. Die Zahl der bei den Vorgängen in Caloniki getöteten Bulgaren beträgt außer den 13 Hingerichteten- 35. Es scheint fast, als wolle die Pforte jeßt energischer gegen die Mazedonier vorgehen, nachdem sie es glüdlich zu Wege gebracht hat, daß die Albanesen die türkischen Reformen nicht mehr ablehnen. Gerade die Weigerung der Albanesen, die Durchführung der Reformen zu unterstützen, ließ die Mazedonier so frech auftreten. Jetzt kann die Pforte, ohne sich ihre treuesten Anhänger, die Albanesen, zu Feinden zu machen, gegen die reformseindlichen Bulgaromazedonier vorgehen. Auch in den Nachbarländern scheint man angesichts dieser Entwickelung den mazedonischen Umtrieben nicht mehr Vorschub leisten zu wollen; aus Griechenland wenigstens wird gemeldet, daß dort die Bewohner mazedonischer Herkunft streng überwacht werden; es sind bereits mehrere Verhaftungen vorgenommen worden. Die Pforte kann jetzt also, wenn sie nur einige Energie entwickelt, bald Herr der Lage sein. Eine Aufmunterung dazu erhält sie durch die Tatsache, daß das Pariser Kabinett eine Flottendivision nach Saloniki entsandt hat. Die Gefahr einer Einmischung der Mächte wird also, wie sehr sich die Kabinette auch dagegen sträuben, immer größer, wenn die Pforte dieser auch für sie höchst unerfreulichen Eventualität nicht durch ein energisches Vorgehen gegen die Ruhestörer zuvorkommt. Die Politik. Neues Gefängnißsystem in Preußen? (!) In Budapest weilt seit einigen Tagen ein Komissar des preußischen Justizministers, um das in Ungarn eingeführte stufenweise Kerkersystem zu studieren. Der Kommissar bereist ganz Ungarn, um die einzelnen Strafanstalten genau zu besichtigen. Ob aus dieser Informationsreise, wie ungarische Blätter es tun, geschlos sen werden kann, Preußen beabsichtige die Einführung jenes Kertersystems, welches sich bisher in ganz Europa einzig und allein in Ungarn eingebürgert hat, scheint uns höchst zweifelhaft. Eine Kriegskostenrechnng für England. 22 Das britische Schabamt veröffentlicht jetzt eine Zusammenstellung der Kriegskosten für die Kriege in Südafrika und China. Für den südafrikanischen Krieg belaufen sich die Kosten auf die enorme Summe von 211 Millionen Pfund Sterling oder 4220 Millionen Mark, beinahe 44 Milliarden. Die Wirren in China haben 6 Millionen Pfund Kosten verursacht. Von dieser Summe wurden über 67 Millionen Pfund durch Staatseinkünfte gedeckt, während etwa 150 Millionen Pfund- 3 Milliarden- geborgt werden mußten. Transvaal hat allerdings eine Rückzahlung von 30 Millionen Pfund versprochen. Che diese Rückzahlung aber erfolgt ist, sind wiederum die Zinsen für nahezu drei Jahre auf die ganze Schuld zu zahlen, was eine Ausgabe von etwa 12 Millionen Pfund ergibt. Angesichts dieser kolossalen Summe der Kosten des Südafrikakrieges erscheint die Veranschlagung, die das englische Finanzministerium im Jahre 1899 machte, geradezu komisch. Der Schazkanzler Sir Michael Hicks Beach erklärte damals, daß man nach' einer ,, außerordentlich gründlichen Berechnung" zu der Ueberzeugung gekommen sei, daß der Krieg in Südafrika einen Kostenauswand von 10 Millionen Pfund veranlassen werde. Eine internationale Flottenparade wird jetzt in England geplant. Nach einer Meldung aus London erhielt das britische Kanalgeschwader den Besehl, an der großen Flottenparade vor dem König in Spithead im Juli teilzunehmen. Ein italienischches, japanisches und auch ein französisches Geschwader werden erwartet. Das Datum der Flottenparade fällt mit dem Besuch des Königs von Italien zusammen, der zwischen dem ersten und fünfzehnten Juli erwartet wird. König Viktor Emanuel wird von einem großen Geschwader auf seiner Reise nach England begleitet sein. An diese Flottenparade schließen sich unmittelbar die Flottenmanöver an, die bis zu sechs Wochen dauern können und an denen alles, was irgend von britischen Schiffen in Dienst gestellt werden kann, teilnimmt. 20 000 Mann der Marine- Reserve sollen zu den Manövern herangezogen werden. Offenbar wollen die Engländer ihren neuen Freunden zeigen, über welch eine imponierende Seemacht sie berfügen. N. ubesehung der Mandschurei durch Rußland! Nachdem der listige Coup Rußlands, durch einen Druck auf China die völlige Auslieferung der Mandschurei an das Zarenreich herbeizuführen, durch vorschnelles Bekanntwerden vereitelt worden ist, machen die Russen jezt furzen Prozeß: Sie haben, all ihren feierlichen Erklärun gen zum Troß, die pro forma geräumten mandschurischen Orte wieder besetzt. Nach einer Meldung aus Peking haben sie in Niutschwang eine große Streitmacht einlogiert, außerdem Garnisonen in die Forts an der Mündung des Biaoflusses gelegt und treffen umfangreiche friegerische Vorbereitungen. Bei der russenfeindlichen Stimmung in Japan kann dieser neue Schritt recht bedenkliche Konse quenzen haben. Militärisches aus Amerika. (-) Amerika rüstet sich. Die Washingtoner ArmeeVerwaltung hat endgiltig die Wahl des neuen Dienstge wehrs getroffen. Der Lauf desselben ist 24 3ll lang und ganz von Holz eingefaßt. Die Kugel durchschlägi 24 einzöllige Bretter aus Fichtenholz. Das Gewehr ist 4 Zoll fürzer und ein Pfund leichter als das bisherige - Die Volksströmung für die Vergrößerung der ameri kanischen Marine hat in Newyork zur Gründung eines amerikanischen Flottenvereins nach dem Muster des eng lischen und deutschen geführt. Er bezweckt nicht nur Förderung einer Flottenvermehrung, sondern auch Schaf, fung von Seereſerven. = Kurze politische Nachrichten. * Als voraussichtlicher kommandierender General de 6. Armeekorps wird Generalleutnant v. Wohrsch in Neisse Kommandeur der 12. Division, genannt. * Eine weitere Vermehrung des Betriebsmaterials der preußischen Eisenbahnen steht bevor. Bis Ende März 1904 sollen neu beschafft werden: 476 Personenwagen, 62 Ge päckwagen und 3020 Güterwagen. * Zum 1. Juli wurden der Geheime Oberregierungs rat Schulze- Nickel in Königsberg und der Oberbaurat Höft ebenda zu Eisenbahndirektionspräsidenten in Bromberg bezw. Elberfeld ernannt. * Dem_Glasgower Maschinenbauerstreik haben sich die Maschinenbauer in Greenock und Paisley angeschlossen. Es haben jezt im ganzen 6000 Mann die Arbeit eingestellt. Hof und Gesellschaft. *** Der Kaiser liegt in Donaueschingen eifrig der Pürsche ob. In der Stadt herrscht reges freudiges Leben.- Für den 10. Juni ist ein Besuch des Kai sers in Mainz in Aussicht genommen. An diesem Tage findet, wie wir erfahren, auf dem großen Sande da selbst in Gegenwart des Großherzogs von Hessen eine Truppenschau statt, welcher auch der Kaiser, von Wiesbaden kommend, beizuwöhnen gedenkt. *** Der deutsche Kronprinz und Prinz Eitel- Friedrich haben ihre Fahrt nach Berlin in Lugano unterbrochen, um dort photographische Aufnahmen zu ma chen. Prinz Eitel- Friedrich wird voraussichtlich am 19. d. Mts. wieder in Bonn eintreffen zu Fortsetzung seiner Universitätsstudien. Das bevorstehende Pfingsts st wiró der Prinz im Kreise der kaiserlichen Familie verleben. Hus dem Gerichtssaal. § Freiherr v. Löw wegen Meineides verurteilt. Der frühere Leutnant im 5. preußischen Ulanenregiment Freiherr Erwin von und zu Steinfurt, genannt Löw, wurde von dem Schwurgericht zu Düsseldorf wegen wissentlichen Meineides zu 18 Monaten Zuchthaus verurteilt. Tie bürgerlichen Ehrenrechte wurden ihm belassen. Wie erinnerlich, hatte v. Löw unter seinem Eide in Abrede gestellt, mit der Frau des Ingenieurs Eck zu Düsseldorf in unerlaubtem Verkehr gestanden zu haben. Als dem Staatsanwalt Beweise vom Gegenteil geliefert wurden, vergiftete sich Frau Eck, die gleichfalls falsch geschworen hatte, während Löw wegen Meineids verhaftet wurde. § Die Tragikomödie der Verschollenen. Ein eigenartiges Stückchen vom juristischen Zopf wird in der ,, Deutschen Juristenzeitung" als interessanter Fall" erzählt. Eine verschollene Frau war im Aufgebots- Verfahren für tot erklärt worden. Als die Verschollene wiederkehrte und das Ausschlußurteil durch Klage anfocht, weil sie noch am Leben und ihre Identität außer Zweifel sei, wies das Gericht die Klägerin ab, da die Frist zur Anstellung der Anfechtungsklage verstrichen war! Die Frau wollte natürlich wieder unter die Lebenden aufgenommen werden und verfocht ihre Sache bis zur letzten Instanz. Beinahe hätte sie sich bei ihrem Tode beruhigen müssen, denn jenen sachlichen Grund wollte das Reichsgericht auch nicht gelten lassen. Zum Glück fand sich ein formeller Grund: die Präklusivfrist zur Meldung der Verschollenen war nämlich irrtümlich auf ,, Donnerstag, den 12. März 1901," anstatt auf ,, Dienstag, den 12. März 1901", anberaumt worden, als auf einen gar nicht vorhandenen Tag. Darin fand man einen Formmangel, den das Gesetz als Anfechtungsgrund zulasse. wenn dieser Formmangel nun nicht vorhanden war, so hätte die lebende Frau weiter für tot gegolten, geopfert dem Gözen Formalismus mit seinem ellenlangen Chinefenzopf. Nab und Fern. Und XX Die Einweihung des Wilhelmshavener Seemanns hauses fand gestern unter reger Anteilnahme der Bevöl ferung statt. Besondere Weihe erhielt die Festlichkeit durch die Anwesenheit des Prinzen Heinrich von Preußen, der an Bord S. M. S. ,, Alice Roosevelt" um 1 Uhr mittags in Wilhelmshaven eintraf. Am Abend wohnte der Prinz einem Festmahl im Marine- Offizierkasino bei. Heute morgen erfolgte seine Abreise von Wilhelmshaven, um wieder zu dem von ihm befehligten 1. Geschwader zu stoßen. Das angebliche Glückwunschtelegramm des Kronprinzen von Sachsen an seine frühere Gemahlin, Prinzessin Luise von Toskana, soll nach Erkundigungen der Dresdener Nachrichten an zuständiger Stelle nicht exiſtieren. Der Kronprinz habe nur ein Antworttelegramm an die Großherzogin von Toskana gesandt, die ihn gebeten habe, den Tauftermin festzusetzen. Nur dies habe er in seinem Telegramm getan, von einem Glückwunsch sei nicht die Rede gewesen. ten verhängnisvoll werden. Sobald bekannt wurde, daß er im Hotel sei, versammelten sich die Cowboys vor dem Hause und gaben zunächst aus Gewehren und Pistolen ein Freudenfeuer ab. Dabei brüllten sie fürchterlich. Der im Giessener Cagesneuigkeiten. Gießen, den 9. Mai 1903. Die heutige Nummer umfaßt 10 Seiten, Veit liegende präsident hörte zwar die freundliche Ein- außerdem liegt ihr bei Nr. 6 der Seifenblase, ladung: Komm heraus, Teddy, wenn du auch im Nachthemd bist, wir müssen dich sehen" er leistete ihr aber feine Folge. Selbst andere Versicherungen seiner Verehrer wie z. B., daß er sich in Gallup befände, und daß Gallup ihn zu sehen wünsche, vermochten den ermüdeten Teddy nicht zu rühren. Nach langem Tumult zogen die Cowboys, ihrem Groll über das Verhalten ihres Freundes underhüllten Ausdruck gebend, wieder ab. (:) Eine Zählung der Eisenbahn- Reisenden in sämtlichen Schnellzügen der preußischen Staatsbahnen findet in der Woche vom 11. bis 17. d. M. statt. Es handelt sich hierbei um statistische Zwecke und um festzuſtellen, in welchem Umfange Rückfahrkarten zu Schnellzügen benutzt werden. Diese Fahrkarten werden im Zuge mit einem besonderen Stempel versehen, der den Buchstaben ,, S" trägt. (?) Agnes Sorma läßt sich scheiden diese Nachricht geht uns jetzt als völlig sicher aus Berlin zu, nachdem schon hier und da in lezter Zeit Gerüchte auftauchten, daß das Cheband zwischen der berühmten Künstlerin und ihrem Gemahl, dem italienischen Conte Mito di Menotti, start gelockert sei. Zugleich wird gemeldet, daß FrauSorma nach erfolgter Trennung ihrer Ehe eine neue mit dem bekannten ersten Liebhaber des Berliner Theaters, Harry Walden, einzugehen gedenkt, der in der Rolle des Prinzen Heinz in Wilhelm Meyer- Försters„ Altheidelberg" den Schwarm" sämtlicher Berliner höheren Töchter bildet. Frau Sormas Alter steht nicht fest, doch besteht zwischen ihr und dem ,, jugendlichen" Liebhaber Walden sicher ein großer Altersunterschied. Der hindert aber weniger als der Umstand, daß auch Walden vorläufig noch stark verheiratet ist, doch soll auch er bereits seine Scheidung beantragt haben. (") Mord in der Irrenanstalt. Ein grausiges Verbrechen ist in der bei Allenstein in Ostpr. gelegenen Frrenanstalt Kortau verübt worden. Dem dort beschäftigten Krankenwärter Ludorff lag die Aufsicht über mehrere Geisteskranke ob, unter denen sich auch der seit längerer Zeit bettlägerige Scherenschleifer Junggellich aus Allenstein befand. Dieser verließ in der Nacht heimlich sein Lager, überfiel den Wärter und erschlug ihn mittelst eines abgerissenen Bettbrettes. Hierauf nahm der Mörder die Schlüssel des Erschlagenen an sich und ergriff unter Mitnahme des Geldes und der Kleider seines Opfers die Flucht; sein Verbleib konnte bis jetzt nicht ermittelt werden. Der Flüchtige ist mehrfach vorbestraft; während der Verbüßung der lezten Strafe spielte er mit Erfolg den ,, wilden Mann", so daß er der Irrenanstalt überwiesen werden mußte. Der unglückliche Wärter hinterläßt eine Witwe und mehrere unmündige Kinder. Vor acht Jahren ereignete sich übrigens in derselben Anstalt ein ähnlicher Vorfall; damals erstach ein Geistestranker seinen Wärter. ()[ Der böse„ Schlußſaß“.] In einer westpreußischen Stadt erhob sich am Schluß der Stadtverordnetensigung so verriet die ,, Nɔgatztg."- ein älterer jovialer Herr und sprach:„ Ich hätte wohl den Wunsch, daß die Presse, die uns immer in dankenswerter Weise ihre liebenswürdige Aufmerksamkeit schenkte, künstig den Schlußsag wegläßt." Der Vorsitzende verstand diesen Antrag nicht sogleich, und nun erklärte der Jnterpellant ::: Der unverbesserliche Premierminister. Zum 3. Mal ist der englische Premierminister Balfour jetzt vom Londoner Polizeigericht zu einer Geldstrafe verurteilt worden wegen unerlaubt schnellen Fahrens mit dem Mɔtor. Zum letzten Mal beging er dieses Verbrechen auf seiner Ferienreise nach Clouds in der Nähe von Salisbury, wo er die Osterfeiertage zu verbringen gedachte. Dringende Regierungsgeschäfte waren es also nicht, die ihn zu einer Geschwindigkeit veranlaßten, die den Polizisten vor Gericht zu der Erklärung hinriß: ,, Die Maschine flog mit einer furchtbaren Geschwindigkeit durch die Luft." Mr. Balfour hat für diese Lustfahrt, bei der er- nebenbei bemerkt- eine Geschwindigkeit von 33 Meilen in der Stunde erreichte, eine empfindliche Geldstrafe bezahlen müssen. Merkwürdig ist, daß, gegen die sonstigen gefeßlichen Gepflogenheiten, die Strafen bei Wiederholung des Vergehens ab- statt zugenommen haben. eine Extrabeilage von Julius Werner aus Neumünster und für die auswärtigen Abonnenten ein illustriertes Prospekt der Kinderwagenfabrit Kilbinger zu Gießen. übrigens unter großem Beifall- seinen Wunsch dahin: Ich meine das nämlich so: Unsere Versammlung ist z. B. um 9 Uhr zu Ende. Und da das verhältnismäßig zu früh ist, geht man noch ein Glas Bier trinken. Es werden auch manchmal zwei Glas; ein paar Herren Herren spielen Ekat und man fiebitzt ein Viertelstündchen, und so kommt man sachte gegen 1 Uhr nach Hause. Am anderen Tage sitzt man, nichts böses ahnend, da und liest die Zeitung, und da hält einem dann die teure Gattin den Versammlungsbericht vor die Nase, wɔ in der leßten Zeile steht: Schluß der Sitzung 9 Uhr." Und du bist erst um 1 Uhr aus der Versammlung nach Hause gekom men?" Natürlich gibt es dann eine unangenehme Auseinandersetzung. Was liegt der Presse daran, Schluß Uhr" zu schreiben. Der Antrag fand die allgemeinſte Unterstützung, und der Vorsitzende übermittelte ihn unter vieler Heiterkeit den anwesenden Vertretern der Presse, die gern versprachen, den ominösen Schlußsab künftig wegzulassen. )-( O welche Lust, ein Präsident zu sein! Mit welchen Unannehmlichkeiten ein amerikanischer Präsident auf Reisen zu rechnen hat, das mußte Präsident Roosevelt erkennen. Der Präsident machte auf seinem Wege von St. Louis nach Kalifornien in der Nacht in der kleinen Stadt Gallup, Neumeriko, halt. Er war sehr müde und begab sich sofort zu Bett, in der leider verfehlten Hoffnung, daß seine Anwesenheit im Orte unbemerkt geblieben sei. Gallup ist einer der wildesten Grenzorte des Westens, und die Cowboys des Distriktes sind Roosevelt. besonders freundlich gesinnt, da er sich mehr als einmal diesen rauhen Gesellen gegenüber als Freund erwiesen hat. Diese Freundschaft sollte aber dem müden Präsiden** Der Kaiser hält am 10. Juni zu Mainz auf dem Großen Sande eine Truppenschau ab. * * " ** Kreisrat Dr. Wallau- Lauterbach lehnte die ihm angetragene Reichstagskandidatur für den 3. Oberhessischen Wahlkreis Alsfeld- Lauterbach- Schotten entgiltig ab *** Der Wohltätigkeitsverein Contentia" veranstaltet morgen von 3 Úh ab setn erstes Sommerfest auf der „ Schönen Aussicht"( Tierpark) Bur Beluftigung für Jung und Alt ist dort reichlich Sorge getragen. Außer verschiedenen auf dem Festplaß aufgestellten Schaubaden, Würfelbaden u. s. w., findet Abends große bengalische Beleuchtung des ganzen Parkes statt. Auch wird ein Riesenluftballon aufsteigen, aus dem sich Herr Lattemann mittels Fallschirms herablassen wird. Nur schönes Wetter, dann wird auch der Zweck des Festes erreicht werden. ** Dieser Tage brachten einige Herren im bunten Rock in der Moltkestraße wohnenden Damen früh Morgens gegen 2 Uhr ein Ständchen. Durch zwei herbeietlende Schußleute wurden die Herren in dem„ lieblichen" Gesange der anscheinend ihren Liebchen gelten sollte, gestört. Die Schußleute die dem Gesang einige Beit mit zuhörten, gingen dann plöglich auf die Herren zu, baten um die Namen der Herren, wobei allerdings noch verschiedene unangenehme Worte laut wurden. ** Grab- Geläute. Mit der neuen Friedhofsordnung resp. mit der bevorstehenden Eröffnung des Friedhofes am Rodberg werden wir in Gießen wieder ein Grab- Geläute haben, wie man dies anderswo auch fennt und welches un zweifelhaft die Feierlichkeit einer Beerdigung erhöht. Welche Umstände es waren, daß man sett ca. 40 Jahre das Totenglöcklein in unserer Stadt nicht mehr verlauten ließ, konnten wir nicht in Erfahrung bringen. Tatsache aber ist, daß der Kirchenvorstand nach der Vollendung der Johanniskirche sich damit trug vom Turme derselben aus das Grabgeläute wieder einzuführen. Es sprachen jedoch mancherlei gewichtige Gründe gegen die Ausführung des Gedankens und so unterblieb die Wiederbelebung der sehr schönen Sitte welche nunmehr die politische Gemeinde nnserer Stadt wieder einführt. Úebrigens tennt man in Gießen auch nicht die arme Sünderglocke bei der Vollstreckung der Todesstrafe, wie wir Gelegenheit hatten bei den beiden Hinrichtungen in den letzten Jahren zu beobachten. (:)[ Der Gesundheitszustand König Alfonsos von Spanien.] Der bekannte Wiener Professor Lorenz, dessen Gelenkoperationen während seiner Amerikareise s großes Aufsehen erregte, hatte gelegentlich seiner Anwesenheit auf dem Madrider medizinischen Kongreß die Ehre, von König Alfonso empfangen zu werden, und damit Gelegenheit, sich von der gänzlichen Haltlosigkeit verschiedener, in der letzten Zeit über den Gesundheitszustand des jungen Königs verbreiteter ungünstiger Gerüchte persönlich zu überzeugen. Beim Empfange des Professors beim König war auch die Königin Mutter anwesend. Professor Lorenz war von der kräftigen körperlichen Entwickelung des jungen Monarchen auf das angenehmste überrascht. Das Gespräch wurde deutsch ge führt, und der Wiener Professor konnte nicht umhia, auszurufen:„ ,, Welch gesundes Aussehen! Wie wunderbar ist das Muskelsystem beschaffen und entwickelt. Wie viel Gesundheit und Körperkräfte verrät es!"- ,, Kräfte?" meinte der König, jezt sollen Sie sehen." Und seine neben ihm sitzende Mutter sanft in die Arme fassend, Hob er sie wie ein Kind empor, ohne daß das gewohnte liebenswürdige Lächeln von seinen Lippen verschwand. Dann trug er die geliebte Last dreimal durch das Zimmer, ohne das geringste Zeichen von Anstrengung und Ermüdung.„ Seine Stärke ist bewundernswert," bemerkte Dr. Lorenz, zur Königin- Mutter gewendet.„ Sie terrät eine vollkommene Gesundheit. Aber wenn er start ist, so ist er zugleich auch bezaubernd sympathisch." Bunte Chronik. Eine Spielaffaire erregt in der Buda, pester Gesellschaft großes Aufsehen. Bei einer Baccaratpartie im Nationalkasino gewann Bela von Justh in wenigen Stunden 400,000 Kronen; den größten Teil dieser Summe verlor Graf Michael Karolhi. Der Schnellzug Wirballen- Petersburg ist entgleist; bier Personen wurden leicht verletzt. Auf dem Braunkohlenbergwerk, Karoline" bei Mustau sind ein Steiger und ein Häuer durch Schwemmsand tötlich verunglückt. Der Steiger ist her. ausgezogen worden, die Bergungsversuche für den Häuer sind noch im Gange. Gefahr für die Grube ist ausgeschlossen. - In Menione fand zwischen dem algerischen Deputierten und früheren Bürgermeister von Algier, Max Regis, und einem deutschen Offizier ein Duell statt, das damit endete, daß der Offizier eine Wunde am Arm erhielt. Der Grund des Duells war eine Rede, die May Regis in Rom gehalten und über welche der Offizier seine Mißbilligung geäußert hatte. -Auf der Kanadischen Pacificbahn ereignete sich unweit von Winnipeg ein Zusammenstoß, bei dem Wagen eines Arbeiterzuges in Brand gerieten. Zwölf Arbeiter tamen in den Flammen ums Leben, acht wurden schwer berlegt, Aus Hessen und Dachbargebieten. *** Grünberg. Seit einiger Zeit bemerkten Taubenbesizer den Verlust einiger ihrer Lieblinge, fonnten aber niemals auf die Spur des oder der Täter tommen. Am Sonntag ist es nun einigen Interessenten, welche eifrige Beobachtungen angestellt haben, gelungen, einen schießlustigen jungen Mann zu erwischen als er gerade in seinem Hof mit einem Flobert schoß. Derselbe wurde zur Anzeige ge= bracht. ** Oneckborn. Im Laufe dieses Jahres wird das in unserer Gemarkung liegende Wasserwerk der Stadt Gießen eine bedeutende Erweiterung erfahren. Ein Anbau an das Maschinenhaus und die Aufstellung einer weiteren Maschine ist geplant. Auch ist das Graben eines weiteren Brunnenschachtes beabsichtigt. Der Mehrbedarf der Stadt Gießen ist durch die vollendeten, bezw. geplanten. staatlichen Neubauten bedingt, wie Siechenhaus, Irrenanstalt, neue Kliniken, Veterinär- Anstalt 2c. Erbach i O., Die Hoffnung, daß Geh. Regierungsrat Haas als alleiniger bürgerlicher Kandidat bei der Reichstagswahl dem sozialdemokratischen Kandidaten gegenüberstehen würde, wird sich nicht erfüllen, da das Centrum einen eigenen Kandidaten aufzustellen beabsichtigt. ** * Mainz, 8. Mai. Der ehemalige Kassierer der Mainzer Voltsbank Herrmann gestand ein, wo er die roch fehlenden 20 000 Mt. versteckt hat. Schlachthaus Gießen. Desenfleisch 45 Pig. gesalzenes Ochsenfleisch 35 Pig. heute und Montag. Marttbericht. Bei dem am 5. und 6. Mai zu Gießen stattges fundenen Markte waren aufgetrieben 1709 Rindvieh 1677 Schweine, der nächste Markt findet am 19. und 20. Mai statt am letzteren Tage auch Krämermarkt. Gießes, 9. Mai Auf dem heutigen Wochenmartt tosteten Butter per Pfo. 1.00-1.10 mt. Hühnereler 6 Pfg., 2 St.11 Pfg., EnteneterSt. 6-7 Bfg., Käse per St. 5-8 Pfg.. Käsematte 2 St. 5-6 Pfg., Erbsen per Liter 21 Bfg., Linsen per Liter 32 Bfg., Tauben per Paar Mr. 0.75-1.00, Hühner per Stüd Mt. 130-2 40, Hahnen, ver, Stud Mr. 110-2.30, Enten per Stüd 2.00-2.40, Gänse p. Bid. 54-60 Pfg, Ochsenfleisch per Pfd. 66-76 Bfg., Rindfleisch per Pfd. 60-66 Bfg. Schweinefleisch per Pfo 66-76 Bia. Schweinefleisch gesalzen per Pfund 0.80 Bfa., Kalbfleisch per Pfd. 68-74 Bfg., Hammelfleisch per Pfd. 52-72 Bfg., Kartoffeln per 100 kilo 7.50-8.00 mt., Zwiebeln per 3t. Mr. 7.00-8 00, Milch per Liter 18 Pfa. Grünberg, 9. Mai.( Fruchtmarkt.) Weizen 16,25, Rorn 14.00 bis 00.00, Gerste 15,00 bis 00.00, Hafer 14.00 bis 15 00, Erbsen 00.00-00.00, Linsen 00.00 bis 00.00, Kartoffeln 4.75-4.00. Alles per 100 kilo. Frankfurter Hen- und Strohmarkt vom 8. Mai. Heu per Zentner Mt. 3.60-3.10, Stroh per Zentner Mk. 2.45-2.00. Druck und Verlag der Gießener Verlagsbruckeret, vorm. Wilh. Keller'sche Buchdruckerei( gegr. 1873); für die Redaktion verantwortlich: Albin Klein, Gießen. 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